131  Dieter Roth. Komposition I – V.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Fünf Kaltnadelradierungen. 1977. Ca. 30 : 22 cm (39 : 28 cm). Signiert mit »Heinrich Schwarz«.

In unterschiedlichen Auflagenhöhen (152–238 Exemplare) für die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg gedruckt. – Auf Velin. – Die vollständige Serie der ersten Fassungen. – Dazu: Heinrich C. Schwarz. Bildnis Dieter Roth. Farbradierung. 1979. 39,7 : 28,2 cm (30,0 : 27,1 cm). Signiert. Eins von insgesamt 160 Exemplaren. Auf Velin. Eine von vier Farbstellungen, gedruckt für die Griffelkunst-Vereinigung. – Inspiriert durch Horst Janssens Radierung »Heinrich Schwarz nach Albrecht Dürer« persiflierte Dieter Roth dessen altmeisterliche Darstellung und okkupierte zugleich den Namen des Dargestellten als Pseudonym. Carl Vogel, damals Beirats- und Jurymitglied der Griffelkunst, unterstützte das Verwirrspiel durch eine abgewandelte Vita (geboren »Husum 1940« statt »Hannover 1930«). Zwei Jahre später überarbeitete Dieter Roth die fünf Platten erstmals (siehe die folgende KatNr.) und ergänzte die Folge um das Selbstporträt, das er aber wiederum als »Heinrich Schwarz« monogrammiert und signiert. 1991 folgte die letzte Fassung (siehe die übernächste KatNr.).

Dobke 438–442 und 443. – Griffelkunst 208 A1–5 und F 115 d. – Zur Entstehungsgeschichte vgl. Dirk Dobkes Beitrag in »Verzeichnis der Editionen der Griffelkunst« (Band II, Seite 14ff.)

ChristianHesse