179  Sigmund Freud. Die Traumdeutung.

€ 400

»Flectere si nequeo supreos, acheronta movebo«. Zweite vermehrte Auflage. Leipzig und Wien, Franz Deuticke 1909. Halblederband mit Rückenvergoldung und marmorierten Deckelbezügen.

Fast zehn Jahre waren vergangen, seit Sigmund Freud mit seiner »editio princeps« eine Revolution auslöste. »Daß […] eine zweite Auflage notwendig geworden ist, verdanke ich nicht dem Interesse der Fachkreise, an die ich mich […] gewendet hatte. Meine Kollegen von der Psychiatrie scheinen sich keine Mühe gegeben zu haben, über das anfängliche Befremden hinauszukommen, welches meine neuartige Auffassung des Traumes erwecken konnte.« Freud fühlte sich mehr »jedem weiteren Kreise von Gebildeten und Wißbegierigen verpflichtet«. Die Traumdeutung hatte, obwohl zuerst nur in 600 Exemplaren gedruckt, Einfluss gewonnen und ihren Verfasser zu einem der gefragtesten Therapeuten der damaligen Zeit gemacht. – Freud betont, dass er nur »wenig zu verändern fand. Ich habe hie und da neues Material eingeschaltet, aus meiner vermehrten Erfahrung einzelne Einsichten hinzugefügt […]«.

23,0 : 15,5 cm. [2], VI, [2], 386, [4] Seiten. – Kanten etwas berieben, Ecken leicht bestoßen. – Einige Blätter mit winzigem Eckknick. Hinteres Innengelenk gelockert.

Vgl. Carter/Muir 389

ChristianHesse