196  André Dunoyer de Segonzac – Pierre de Ronsard. Quelques Sonnets.

Schätzpreis/Estimate: € 6000

Ausrufpreis/Starting bid: € 4000

Eaux-fortes de Dunoyer de Segonzac. Paris 1955. Mit 51 Radierungen. Violetter Ecasélederband mit überaus reicher Vergoldung auf beiden Deckeln und dem Rücken, Spiegel und Vorsätze aus Wildleder, Schnittvergoldung, beim Kopfschnitt poliert (signiert: Thérèse Moncey | Fach doreur).

Eins von 40 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit einer Suite der Radierungen auf Japan, auf dem Zwischentitel vom Künstler signiert (Gesamtauflage 210). – Getrüffelt mit einer signierten Tuschfederzeichnung (Sitzender Akt, 22 : 22 cm). – Auf Velin d’Arches mit Wasserzeichen »feuille de ronce«. – Pierre de Ronsard zählt zu den wichtigsten Dichtern der französischen Renaissance. Seine stark von Petrarca beeinflussten Sonnette gelten als »Höhepunkte der europäischen Renaissance-Lyrik« (H.W. Wittschier. Die Lyrik der Pléiade. 1971). Zahlreiche Künstler haben im Lauf der Jahrhunderte diese Liebesgedichte illustriert. Die zarten Frauenfiguren, Landschaften und Blumen von Dunoyer de Segonzac zählen sicher zu den schönsten Kreationen. Nach den Georgique des Vergil wandte sich Dunoyer de Segonzac 1948 den Ronsard-Sonnetten zu. – »Im Jahr 1946 wurden Thérèse Monceys Einbände der Öffentlichkeit bekannt. Bis Ende der fünfziger Jahre nahm sie an verschiedenen namhaften Ausstellungen teil und bekam 1950 den ›Grand prix de la reliure française‹. Ihre große Vorliebe galt den modernen Malerbüchern, für die sie zahlreiche Arbeiten entwarf und realisierte, stets bemüht, Einband in Inhalt in Einklang zu bringen.« (Béatric Hernad, in: Außenansichten. Bucheinbände aus 1000 Jahren. Bayerische Staatsbibliothek München, Wiesbaden 2006, S. 88). – Tadellos erhalten, in Halblederchemise und gefüttertem Schuber mit Lederkanten.

32,0 : 16,5 cm. [106] Blätter. – Rücken der Chemise verfärbt, Schuber etwas berieben.

Monod 9925. – Rauch 123

ChristianHesse