28  George Grosz. Bund der Aufrechten.

€ 10000

Rohr- und Tuschfeder. 1922/1923. 65,8 : 41,6 cm. In Tusche betitelt und mit Bleistift bezeichnet.

Montage von fünf nicht bezeichneten Porträts, eines zumindest durch das zugesetzte Hakenkreuz politisch verortet. – Der monarchistisch gesinnte »Bund der Aufrechten« wurde 1919 nach Abdankung Kaiser Wilhelms II. gegründet. Besonders wegen ihrer nicht zu dementierenden Beteiligung an dem Attentat auf Walter Rathenau wurde der Bund 1922 als »republikfeindlich« aufgelöst. Ob die Porträts tatsächliche Mitglieder des Bundes oder doch nur politische Prototypen darstellen, ist für uns nicht nachweisbar. – Mit Bleistift-Hinweisen des Künstlers »Jedes einzeln 1/1« und »Hackenkreuz zu oberem rechten Kopf« sowie Bemaßungsangaben. – Rückseitig diverse Bezeichnungen des Künstlers und Nummerierungen sowie der Nachlass-Stempel mit Nummer »3 – 64 – 10«.
Ausstellungen: Gli anni di Berlino. Mailand 1985, KatNr 118. – Die Berliner Jahre. Wien 1985, KatNr 118, später in Neapel, Hamburg, Paris, München, Salzburg, Graz, Berlin, Tel Aviv, Hannover 1985–1988. – George Grosz. Tragik Groteske. Hamburg, Galerie Brockstedt 2003, KatNr. 24 mit Abbildung. – Hauswedell & Nolte, Auktion 452/I (2014), Lot 45 mit Abbildung.
Provenienz: Nachlass des Künstlers. – Hamburger Privatsammlung.
Die Zeichnung wird in den in Vorbereitung befindlichen Œuvrekatalog der Werke George Grosz’ von Ralph Jentsch aufgenommen. Wir danken für seine freundlichen Auskünfte.

Etwas geknittert, besonders an den Rändern. – Restaurierter horizontaler Riss, dadurch Ausbleichung des Papiers.

ChristianHesse