30  Insel Verlag – Emile Verhaeren. Les Villages illusoires.

€ 5000

Avec 15 gravures à l’eau forte par Henry Ramah. Leipzig, Insel 1913. Mit 15 signierten Aquatintaradierungen. Karminroter Originalmaroquinband mit ornamentaler vergoldeter und intarsierter Deckelvignette, Rücken- und Kopfschnittvergoldung (signiert: KGS Weimar).

Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 230). – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Gebunden in der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule Weimar nach einem Entwurf Henry van de Veldes. – »Neben Henry van de Velde war Emile Verhaeren in den letzten Jahren vor dem ersten Weltkrieg der zweite Belgier, der im deutschen Sprachraum Weltgeltung besaß. Verhaeren galt als der belgische Richard Dehmel und seine Dichtungen, auch sie stark geprägt von dem Erlebnis »Nietzsche«, gehörten zu den populärsten Übersetzungen … 1913 erschien dann ›Les villages illusoires‹ mit Radierungen des belgischen Künstlers Henry Rademaker. Die Wahl des Künstlers, dem die Gestaltung … [des Buches] anvertraut werden sollte, fiel Anton Kippenberg … nicht schwer. Henry van de Velde schien für die Aufgabe prädestiniert … So lädt dieser Einband, dank der Vignette, die mit der Leuchtkraft eines Fixsterns in einem grenzenlosen Raum steht, aber auch durch die Wahl der Farben und die lebendige Struktur des Materials dazu ein, die Seiten eines außergewöhnlichen Buches zu öffnen, das die Deutschen ganz den Belgiern, dem Dichter Verhaeren, dem Radierer Ramah, dem Buchkünstler van de Velde verdankten, wenige Monate, bevor es ihnen unumgänglich erschien, Belgien mit Krieg zu überziehen.« (Dieter Brinks, a. a. O., S. 181 ff.). – Sehr selten. – Breitrandiger Druck, sehr schönes Exemplar.

34,6 : 26,8 cm. 63, [5] Seiten, 15 Radierungen. – Rücken minimal verfärbt, Vorderdeckel mit winziger Fehlstelle im Leder. – Exlibris.

Brinks 109 (Abb S. 185). – Sarkowski 1828. – Schauer II, 16

ChristianHesse