405  Officina Serpentis – Johann Wolfgang von Goethe. Helena.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 950

Klassisch-romantische Phantasmagorie, Zwischenspiel zu Faust. Berlin-Steglitz 1922. Roter Maroquinband mit Filetenvergoldung, Lederspiegeln und Seidenvorsätzen (signiert: Th. Jirasko).

Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Handpressendruck der Officina Serpentis, in Rot und Schwarz. – Die 1911 von E. W. Tieffenbach gegründete Handpresse wurde durch die konsequente Verwendung alter Druckschriften bekannt. Der hier verwendete »lateinische« Type, die in der Bauerschen Gießerei eigens für die Officina Serpentis geschnitten wurde, diente die Schöffersche Bibeltype von 1462 als Vorbild (vgl. Rodenberg S, 108). – 1922 druckte Tieffenbach fünf Goethe-Ausgaben, alle mit roten Titeln und Initialen nach den Entwürfen von Hanns Thaddäus Hoyer von Bruno Rollitz in Holz geschnitten. Bei »Helena« kam Hoyers berühmtes Schlangensignet der Presse erstmals zur Anwendung.

28,8 : 20,5 cm. 76, [4] Seiten. – Deckel mit kaum sichtbaren Spuren der Schuberbenutzung (!).

Backe 68. – Rodenberg 114

ChristianHesse