49  Werner Gilles. Landschaft.

€ 1000

Öl auf Leinwand. 1913. 37,5 : 51,0 cm. Signiert und datiert.

Rückseitig handschriftlich betitelt »Hügel […] Landschaft« und mit zwei Nachlassstempeln versehen. – Stimmungsvolles und wohl eins der frühesten erhaltenen Werke des Künstlers. – Die pastos aufgetragene Farbe unterstreicht die Plastizität der Wolken. – »Gilles erzählt, daß er von seinem sechsten Lebensjahr an immer gezeichnet und gemalt habe. Erhalten ist davon nichts außer […] einigen Blättern aus der Schulzeit, die er selbst in ›impressionistischer Art‹ nennt. Als Primaner machte Gilles in den Sommerferien 1913 eine Studienreise nach Holland zusammen mit [Otto] Pankok, der ein Jahr älter ist, zwei Jahre früher Abitur gemacht hatte und damals schon an der Düsseldorfer Akademie studierte« (Alfred Hentzen, Werner Gilles, 1960, S. 19). – Werner Gilles (1894–1961) war unter anderem Bauhausschüler bei Lyonel Feininger. Nach seiner ersten Italienreise kehrte er nochmals ans Bauhaus zurück, 1923 verließ er Weimar und reiste wieder nach Italien, Frankreich und mehrfach ins Rheinland, nach Berlin, an die Ostsee und nach Norwegen. »Seine Bildvorstellungen wurzeln in Landschafts-Eindrücken, nicht nur in den eigentlichen Landschaften, die einen breiten Raum in seinem Werk einnehmen, sondern auch in den figürlichen Kompositionen, in denen mythische und dichterische Vorstellungen neue Wirklichkeit gewinnen« (Alfred Hentzen, NDB VI, 397). – Vom Vorbesitzer 1969 durch Vermittlung von Walter Hummelsheim aus dem Nachlass des Künstlers erworben.

Die Farbe teils brüchig und an einigen Stellen abgeblättert. In den Ecken Nadellöcher. Rückseitig am Oberrand Montierungsreste.

ChristianHesse