512  1917 – Ernst Pariser. Das religiöse Element in Brentanos Lyrik. – Aus Feridans poetischem Tagebuch. – Huckele.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Ausrufpreis/Starting bid: € 120

Eine Fastenpredigt. Leipzig [und Weimar] 1917. Grauer Originalkalblederband und Originalhalbpergamentband, beide mit goldgeprägten Vignetten und Titeln.

Erste Auflagen, als Privatdrucke bei W. Drugulin in Leipzig gedruckt und [zumindest »Huckele«] durch den Kiepenheuer Verlag zu beziehen. – I. Unnummeriert, wie die 30 Vorzugsexemplare bei E. A. Enders in Ganzleder gebunden. – II und III. Zusammen in einem Band. Keine Auflagenhöhe angegeben. – Alle auf Bütten. – Ernst Pariser (1883–1915, Theologe und Literaturwissenschaftler) war Sohn eines jüdischen Berliner Textilfabrikanten und Privatbankiers und kam 1912 mit Henry van de Velde in Kontakt. Gut bekannt war er mit Rudolf Pannwitz und Rilke, der dem früh gefallenen Ernst Pariser im September 1915 ein leidenschaftliches Gedicht widmete. – Die Texte entstanden 1908 in Heidelberg, »Huckele« ist Karl Vosseler gewidmet. Die Einband- und Titelvignette der Brentano-Ausgabe ist stark von van de Velde inspiriert.

22,6 : 13,6 cm. 140, [4] Seiten; 10, [2]; 47, [1] Seiten. – Lederband leicht berieben fleckig. – I vereinzelt, II etwas häufiger stockfleckig.

ChristianHesse