550  1933–1950 – 58 Publikationen 1933–1945 sowie der ost- und westdeutschen Nachkriegszeit.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

1933–1950.

1933 wurden 75% der Verlagsproduktion verboten und zum Teil vernichtet. Die meisten Autoren emigrierten, ihre Werke wurden öffentlich verbrannt. Unter schwierigsten Bedingungen setzte man die Arbeit fort. 1944 wurde der Verlag auf Anordnung der Reichsschrifttumskammer geschlossen. – Besonders bemerkenswerte Publikationen: Sigmund Freuds »Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse« erschien noch 1933, während Otto Pankoks »Passion in 60 Bildern« 1936 sogleich verboten wurde. Die »Caprichos« von Goya verbildlichten 1942 möglichst unverfänglich die (noch nicht nach Deutschland zurückgekehrten) Schrecken des Krieges. – Nach Kriegsende wurde der Verlag wie auch das Land in Ost und West geteilt. Aus der Westproduktion in Hagen, Köln und Berlin: Verwundetes Europa. Die photographische Übersicht der zerstörten Kunstdenkmäler« erschien 1946, 1948 zwei Werke, für die der junge und bettelarme Emil Schumacher Schutzumschläge entwarf: Ricarda Huchs »1848« und die Neuauflage von Franz Kafkas »Beim Bau der Chinesischen Mauer«. – 15 Ausgaben der frühen Nachkriegsjahre des wieder nach Weimar zurückgekehrten Stammhauses runden das inhaltsreiche Konvolut ab.

ChristianHesse