585  Georg Trakl. – Aus seinem Besitz – Charles Baudelaire. Die Blumen des Bösen.

€ 600

Umdichtungen von Stefan George. Berlin, Georg Bondi 1901. Originalleinenband. Rückentitel, Deckelschrift mit Vignette und Kopfschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe, nun mit bereits 106 Nachdichtungen. – Auf unbeschnittenem bräunlichem Bütten. – Den Titel und die Verlagsvignette entwarf Melchior Lechte. – Besonders in Trakls Gedichten der Jahre 1909–1912 finden sich vielfach formale und inhaltliche Parallelitäten zu »Vorlagen« der beiden größten französischen Lyriker des 19. Jahrhunderts, Rimbaud und Baudelaire. »Wie im Falle der Rimbaud-Bezüge gehen auch die Referenzen auf die Dichtungen Baudelaires, die Trakl seit seiner Schulzeit kannte, weniger auf die französische Originalversion zurück denn auf die deutsche, von George besorgte, Übersetzung der ›Fleurs du mal‹.« (Annette Hammers Studie zur Georg Trakls Gedichten »Psalm I« und »De profundis II«, Würzburg 2006, S. 99). – Mit dem Exlibris von Georg Trakl. Farbiger Holzschnitt von Max von Esterle (vgl. auch KatNr. 23). Trakl widmete ihm sein Gedicht »Winterdämmerung«.

21 : 16 cm 197, [3] Seiten. – Einband minimal stockfleckig.

Landmann 161. – Fromm I, 2223. – Das Exlibris ausführlich beschrieben bei Decker, Dichterexlibris

ChristianHesse