593  Friedrich Nietzsche. Menschliches, Allzumenschliches.

€ 900

Ein Buch für freie Geister. Dem Andenken Voltaire’s geweiht zur Gedächtniss-Feier seines Todestages, des 30. Mai 1778. Chemnitz, Ernst Schmeitzner 1878. Halblederband, wohl der Verlagsbuchbinderei Naumann, mit Rückenvergoldung und marmorierten Deckelbezügen.

Erste Ausgabe, eins der etwa 450 Exemplare, die 1886 nicht bei E. W. Fritsch zur zweiten Auflage umgearbeitet wurden. – Titelblatt mit dem Stempel des Leipziger Verlages C. G. Naumann, der ab 1887 Nietzsches Werke (zumeist auf dessen Kosten) druckte und verlegte. Möglicherweise erhielt der neue (und zugleich zu Nietzsches Lebzeiten letzte) Verleger das Exemplar sogar direkt vom Verfasser zugesandt. – Von Ende Oktober 1876 bis in das neue Jahr hinein hielt sich Nietzsche, gemeinsam mit Paul Rée und dem Basler stud. jur. Albert Brenner, in der von Malwida von Meysenbug gemieteten Sorrenter Villa Rubinacci auf. Rée schloss dort die Arbeiten an seinem Buch »Der Ursprung der moralischen Empfindungen« ab, Nietzsche arbeitete an »Menschliches, Allzumenschliches«, dem Werk, das die Freundschaft zwischen Nietzsche und Wagner beenden sollte. – Mit der eingeklebten Korrektur auf Seite 290 (»M eere«). – Schönes Exemplar.

22,2 : 14,3 cm. [8], 377, [1] Seiten. – Gelenke minimal berieben.

Schaberg 29. – Krummel VI. – WNB 300

ChristianHesse