666  Thomas Bernhard – Elisabeth Effenberger (1921–2008, österreichische Kulturjournalistin und Autorin). Zwei eigenhändige Briefe und ein maschinengeschriebener Brief, alle mit Unterschrift.

€ 900

Salzburg, 7. und 11. IX. 1955 und 18. XII. 1957. Zusammen zehn Seiten.

Alle an den österreichischen Schauspieler und Regisseur Ludwig Skumautz (1929–1987). – Kurze, dringliche Ermahnung am 7.9.: »Sie sollten Thomas [Bernhard] eiligst schreiben; er ist ziemlich gekränkt ob Ihres Schweigens und will Sie doch besuchen auf seiner Fahrt nach Dalmatien. Er tut es aber sicher nicht, wenn […] keine Nachricht von Ihnen kommt, nicht zuletzt auf seine Frage wegen eines Quartiers«. – Vier Tage später ausführlicher Brief zu den Reiseplänen Bernhards, ein Eisenbahnunglück in Kärnten (»Hoffentlich waren Sie und Thomas nicht unterwegs in diesem Unglückszug!«) und verschiedene Veranstaltungen in Salzburg »Wie schön der Tag mit Heiseler war, wird Ihnen Thomas wohl schon erzählt haben. Nun ist ja nur mehr der letzte am 19.9., Wieland Schmied und Amanshausen, ausständig; davon erwarte ich mir menschlich nicht allzuviel. Schmied kenne ich nicht, Thomas als Vermittler fehlt […]. Thomas lege ich ein Zettelchen bei, das Sie ihm, bitte, geben, gelt? Und stupsen Sie ihn, daß er mir zeitgerecht Bescheid gibt!« Mit adressiertem Umschlag. – 1957: Berichtet ausführlich über verschiedene Treffen mit Thomas Bernhard, die im Zusammenhang mit seiner ersten Publikation standen (Korrekturbögen, Lesereise). Bernhard habe »ein fixes Stipendium von Kiepenheuer & Witsch bekommen, ca. 2000 S[chilling], ohne eigentliche Verpflichtung«. Desweiteren werden viele gemeinsame Freunde und Bekannte und deren berufliche Situation am Theater erwähnt. – Dazu: Eigenhändige Postkarte und drei Briefe des Verlegers bzw. Verlages Hans Weigel. Wien 1953–1954. Alle an Ludwig Skumautz. Über ein Theaterstück von Skumautz und Urheberfragen, ein Treffen in St. Veit sowie über einen Beitrag in Weigels Zeitschrift »Stimmen der Gegenwart«.

ChristianHesse