718  Maximilian-Gesellschaft – Johann Wolfgang von Goethe. Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 900 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Herausgegeben von Hans Gerhard Gräf. Erster [bis] Vierter Band. Berlin, Maximilian-Gesellschaft 1924–1925. Blaue Maroquinbände; Rückentitel, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet (signiert: Maria Lühr).

Eins von 300 Exemplaren. – Satz aus der Tiemann-Antiqua. – Druck unter Leitung von Fritz Homeyer und Hans Loubier bei Otto von Holten, Berlin. – Auf Bütten von JW Zanders mit dem Wasserzeichen der Maximilian-Gesellschaft. – Neben »Effi Briest« mit den Lithographien von Max Liebermann bilden die Goethe-Gedichte den wohl opulenteste Druck für die Mitglieder der Gesellschaft. Je nach Vorliebe des jeweiligen Mitglieds wurden verschiedene Buchbinder mit den Einbänden beauftragt, die vorliegende Reihe stammt von Maria Lühr (1874–1969). Nach ihrer Ausbildung in den traditionsreichen Buchbindereien Collin, Berlin, und Cobden-Sanderson in England wurde sie die erste deutsche Buchbindermeisterin. Von 1913–1957 betrieb sie ihre eigene Werkstatt in Berlin selbständig und war Ehrenmitglied des Bundes »Meister der Einbandkunst« (vgl. Moessner/Kriechel S. 73).

28,7 : 20,5 cm. Zusammen etwa 1500 Seiten. – Rücken etwas verfärbt und leicht berieben, Band I am Rücken etwas fleckig, Band III unten bestoßen.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, S. 120. – Nicht mehr bei Rodenberg

ChristianHesse