726  Officina Serpentis – Tres Epistolae Platonis.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Berlin 1926. Mit sechs in Rot ornamentierten Initialen von Hanns Thaddäus Hoyer. Pergamentband der Zeit, Rückentitel, Deckel- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet.

Handpressendruck für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft. – Eins von 340 Exemplaren auf Zerkall-Bütten (Gesamtauflage 347). – Gesetzt aus der Griechischen Tischendorf-Type, die hier erstmals für einen fortlaufenden Text verwendet wurde, und der Elzevir-Cursiv von Gentzsch & Heyse. – Hanns Thaddäus Hoyer, Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbe-Museums entwarf auch den Titel dieser Platon-Ausgabe. – »Alle Kritiker vollends zum Verstummen bringen sollte die Ausgabe der ›Tres Epistolae Platonis‹ (1926). Angesichts der Harmonie dieser Seiten im sorgfältig ausgependelten Gleichgewicht der Satzblöcke […] und den beiden beschwingten, ›geschrieben‹ wirkenden Initialen, ist es wohl erlaubt, von einer typographischen Höchstleistung zu sprechen.« (Jürgen Eyssen). – Tadellos erhalten. – Beilage: Brief von Paul Rauert, der wie der Empfänger von Buch und Brief, Robert Johannes Meyer, Jurist, Kunstsammler und Mäzen in Hamburg war und zu den Stiftern der opulenten Gabe gehörte.

38,6 : 27,5 cm. 43, [5] Seiten.

Backe/Köppen 114. – Rodenberg II, 517. – Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 130. – Eyssen Seite 90ff. mit doppelblattgroßer Abbildung

ChristianHesse