75  Else Meidner. Alfred Döblin.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 270 ( R19 )

Kaltnadelradierung. 17,9 : 13,8 cm (41,0 : 30,8 cm). Signiert.

Je eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 10 aus »Die Schaffenden«, VI. Jahrgang, Mappe 2, 1929. – Else Meidner (1901–1987), die eigenständige Künstlerin an der Seite ihres ehemaligen Lehrers und späteren Mannes Ludwig, erkämpfte sich schon früh gegen familiären Widerstand die Erlaubnis zum Kunststudium. Fürsprecher waren Käthe Kollwitz und Max Slevogt. Von den Nationalsozialisten als Juden und »entartete Künstler verfemt, floh die Künstlerfamilie 1939 nach London. Dort findet sie zwar wieder zu einem farbenfroheren Stil, die 137 Gemälde und über tausend Zeichnungen, die sie anfertigt, bleiben jedoch, bis auf einige kleinere Ausstellungen, zu ihren Lebzeiten weitgehend unbeachtet. Erst Jahre nach ihrem Tod wird ihre Kunst wiederentdeckt. 2002 präsentierte das Jüdische Museum Frankfurt ihre Arbeiten gemeinsam mit denen ihres Mannes. – Dazu zwei weitere Graphiken: I. Walter Jacob. Kopf. Lithographie 1921. – II. Werner Laves. Ein Jude. Kaltnadelradierung. 1928. Je ca. 41 : 31 cm (Blattmaß). Beide signiert. Aus »Die Schaffenden«, III. bzw. VI. Jahrgang, Mappe 3 bzw. 2. Beide auf Bütten, I mit dem Trockenstempel der Edition.

Beigabe II im Passepartoutausschnitt gebräunt.

Söhn HDOG 72720-10 und 72711-4, 72720-9 (Beigaben)

ChristianHesse