836  Maximilian-Gesellschaft – Bibliothek Walter Metzenberg.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Luxus- und Pressendrucke, die Drucke der Maximilian-Ges., Bibliographie und Buchwesen. Berlin [1931]. Originalbroschur, Umschlag mit blau-goldenem Deckelschild.

Katalog 57 des Antiquariats Utopia in Berlin, 795 Nummern. – Walter Metzenberg war Inhaber der Berliner Graphischen Kunstanstalt Richard Labisch. Im Zusammenhang mit der misslichen wirtschaftlichen Lage und dem wenig später folgenden Konkurs seines Unternehmens veruntreute er das Barvermögen der Maximilian-Gesellschaft, deren Schatzmeister er bis zu seinem Freitod 1931 war. Seine Privatbibliothek wurde an die Dresdner Bank verpfändet und im Herbst 1931 durch das Berliner Antiquariat Utopia verkauft. – »Überblicken wir das Ganze dieser Sammlung, so erhalten wir ein eindrucksvolles Bild von dem, was die Buchkunst der letzten Jahrzehnte bedeutet, in stetem Fortschritt von den Zeiten des ›Pan‹ bis zu dem ›Shakespeare der Ernst Ludwig-Presse‹. Vielleicht wird für die künstlerische Kultur dieser Epoche später einmal neben der Architektur nur die Buchkunst als der wesentliche Repräsentant angesehen werden« (Kurt Freyer, Inhaber des Antiquariats im Vorwort des Kataloges). – Dazu: Drei Versteigerungskataloge mit Luxus- und Pressendrucken: Victor Werner (Hans Götz Hamburg, 1927, 600 Lots, mit Tafeln). – Max Kirdorf (Emil Hirsch München, 1929, 373 Lots, mit Tafeln). – N. N. (Paul Graupe Berlin, 1935, 2526 Lots, mit Tafeln). – Beigabe: Vier Publikationen der Maximilian-Gesellschaft (Jahrbuch 1928/29, Sternaux 1928, Chroniken 1937–1961 und 1961–1986).

27,5 : 19,8 cm. 71, [1] Seiten. – Umschlag leicht fleckig. – Ecken unten teils mit kleiner Knickfalte.

100 Jahre Maximilian-Gesellschaft, S. 86

ChristianHesse