847  Einbände – Leuchtend roter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar,

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

mit reicher Fileten- und Bordürenvergoldung. – Inhalt: Hans Fürstenberg. Das französische Buch im achtzehnten Jahrhundert und in der Empirezeit. Weimar, Gesellschaft der Bibliophilen 1929.

Eins von 1500 Exemplaren auf Bütten, weitere 88 nummeriert auf »mattem Löwen-Bütten«. – Das umfassende Werk verfasste der große Bibliophile Hans Fürstenberg (1890–1982). Sein beträchtliches Privatvermögen, das er durch seine Tätigkeit als Bankier der Berliner Handels-Gesellschaft erwarb und mehrte, war die Grundlage für seine spektakuläre Sammlung. – Etwa ein Drittel des Buches nehmen chronologische Tabellen, Bibliographien und die ausführlichen Register ein. – Otto Dorfner, der Buchbinder des Bauhauses und Anhänger einer sachlichen Einbandgestaltung, »überwand« für den vorliegenden Einband, den er auch auf Ausstellungen zeigte, diese Präferenz und schuf mit floralen Rankwerkbordüren und in der Kombination von »maroquin rouge« und Gold ein frankophiles Meisterwerk. Jeder Deckel wird von sieben Fileten und einer Bordüre umrahmt, der Rücken durch Fileten und Bordüren gegliedert. Auch Innen- und Stehkanten mit Fileten und Bordüren, alle handvergoldet. Der Kopfschnitt wurde vergoldet und poliert. Vorsätze aus Marmorkleisterpapier. – Tadellos erhalten, in gefütterter Halbleinenkassette, die von Dorfner beschriftet wurde.

30,4 : 24,0 cm. VIII, [2], 431, [3] Seiten.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, S. 9

ChristianHesse