884  Gottfried Benn – Ilse Benn, dritte Ehefrau Gottfried Benns. Drei eigenhändige Briefe und fünf eigenhändige Brief- und Ansichtskarten, alle mit Unterschrift.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Limit: € 400

Berlin, 18. VI. 1957, Wolfschlugen, 24. I. 1978 und 30. I. 1985 sowie verschiedene Orte.

Ilse Benn (1913–1995) war Zahnärztin und seit 1946 die dritte Ehefrau des Schriftstellers. – Alle an Marguerite Schlüter, Lektorin und spätere Inhaberin des Limes-Verlags, der nach Kriegsende zum Hausverlag Gottfried Benns wurde. – »Marguerite Schlüter war wahrlich das, was man eine ›femme des lettres‹ nennt – nicht nur eine hervorragende Lektorin Benns, sondern auch ein literarisches ›Trüffelschwein‹ […], eine streitbare Kämpferin für die Wahrung von Urheberrechten, und eine vielsprachige, hervorragende Übersetzerin aus dem Englischen, Französischen und Italienischen« (Carsten Pfeiffer, buchmarkt.de, 20. Mai 2018). – Alle Briefe behandeln die Werk- und Brief-Editionen von Gottfried Benn. »Danke für die letzten Umbruch-Seiten, die heute kamen. […] Sagen Sie bloß Niedermayer noch einmal, dass er sich im Urlaub Ruhe u. Muße gönnen soll. Gut für sein Manager-Herz. […]«. – 1978 schreibt Ilse Benn über die Aufführungen von Benn/Hindemiths Oratorium »Das Unaufhörliche«, 1985 über die Herausgabe des Briefwechsels zwischen Gottfried Benn und Tilly Wedekind »Bin allmählich gespannt auf diesen Band.« – Die Ansichtskarten meist in Berlin abgeschickt, mit kurzen Grüßen und Nachrichten, z. B. »der Raddatz-Artikel Arno Schmidt – Jan Reemtsma. Das ist ein Jahrhundert-Ereignis in der Literatur«. – Beilage: Typoskriptdurchschlag »Gottfried Benn – Bibliographie«. Ca. 1958. Vier Seiten mit eigenhändigen Ergänzungen von Ilse Benn.

ChristianHesse