886    Gottfried Benn – Briefe von drei engen Freuden des Dichters, fünf eigenhändig, alle mit Unterschrift.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Limit: € 400

1956–1958 und 1983. Zusammen zwölf Seiten.

I. Frank Maraun (1903–1981, Literatur- und Filmkritiker). Vier maschinengeschriebene Briefe mit Unterschrift. Stuttgart-Zuffenhausen, 9. XII. 1956 bis 20. VII. 1958. – Alle an den Limes-Verleger Max Niedermayer, bezüglich einer Auswahl aus Gottfried Benns Briefen. Meint, »… daß der Brief vom 11. Mai 1936 an mich wegen seiner Dramatik, seiner streithaften Polemik und seiner Sorge um das deutsche Geisteserbe in dieser Sammlung gute Figur machen würde«. Erteilt Auskünfte und erinnert daran, dass er im Bombenkrieg alle Korrespondenzen verloren habe, die »ich nicht zufällig im Keller hatte«. – II. Erich Pfeiffer-Belli (1901–1989, Schriftsteller und Journalist). Vier eigenhändige Briefe. München, 4. I bis 9. V. 1957. Fünf Seiten. – Alle an Max Niedermayer zu dessen Briefedition: »Ich habe einen sehr eigenartigen Brief Benns aus dem Jahre 1936 […] darüber hinaus Briefe und Karten aus den 40er Jahren«. – Mit Niedermayers Gegenbriefen (Typoskriptdurchschläge). – III. Carl Werckshagen (1903–2001, Dramaturg, Schriftsteller und Kritiker, bedeutender Freund und Sammler Benns). Eigenhändiger Brief. Bothel/Rothenburg, 15. VI. 1983. An die Lektorin Marguerite Schlüter, mit Abschrift einer »handschriftlichen Gedichtaufzeichnung« und einer Fotokopie eines Briefes von Ilse Benn an ihn. Berichtet, dass ein privater Sammler für seine Benn-Sammlung, die er dem DLA Marbach anvertraute, 20.000 DM geboten habe. »Ein bekanntes Berliner Auktionshaus hat mir sogar einen noch höheren Versteigerungserlös in Aussicht gestellt […]«. Werckshagen und Benn hatten sich bereits 1924 kennengelernt, nachdem Werckshagen einen Artikel über Benns »Gesammelte Werke« in der Vossischen Zeitung veröffentlicht hatte.

ChristianHesse