887    Gottfried Benn – 31 Briefe verschiedener Absender an Max Niedermayer bzw. Marguerite Schlüter.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Limit: € 300

Meist 1956–1957..

Nach der Briefausgabe 1957 hatte der Limes Verlag zur Einsendung von weiteren Briefen für eine Neuausgabe gebeten. Fast alle Schreiben beziehen sich auf Briefveröffentlichungen, das Schicksal der Originalbriefe, Verhinderungsgründe und Vorbehalte. – Inhalt: Kadidja Wedekind (1911–1994, Schriftstellerin, Tochter von Frank und Tilly Wedekind). Drei eigenhändige Briefe 1985–1993. Zur Bekanntschaft zwischen Gottfried Benn und ihren Eltern. – Oskar Jancke (Schriftsteller, 1898–1957). Brief mit Unterschrift. – Clemens von Podewils (Schriftsteller, 1905–1978). Drei Briefe mit Unterschrift, einer mit eigenhändigem Zusatz. Der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sieht »aber die Schwierigkeit, die einer Veröffentlichungen im Wege steht«, da die Briefe vertrauliche Fragen berühren. – Gertrud Hindemith (Ehefrau und Nachlassverwalterin von Paul Hindemith, 1900–1967). Beschwert sich über die Veröffentlichung eines Briefes, der sie ausdrücklich widersprochen habe. – Ewald Wasmuth (Philosoph, 1890–1963). Drei Briefe mit Unterschrift. Über sehr persönliche Briefe, einer zum Selbstmord von Benns Freundin Lilli scheine verloren gegangen. – Jürgen Eggebrecht (1898–1982, Schriftsteller). Zwei Postkarten und ein eigenhändiger Brief. – Weitere Briefe von Wolfgang Wilhelm, Frieda, Ulrich Riemerschmid, Bruno Erich Werner (seit 1952 Kulturattaché in Washington): »zum Teil recht ins Prinzipielle gehende Handschreiben sind mir leider durch Krieg + Nachkrieg in Berlin verloren gegangen«, Karl von Finckenstein (enger Freund der Familie), Lutz Weltmann, Werner Damköhler, Maria Proelss, Friedrich Siems, Sven Kluwe, Hilde Körber und Thomas Harlan-Körber (Ehefrau und Sohn des Regisseurs Veit Harlan).

ChristianHesse