913  Alfred Kubin – Charles de Coster. Smetse, der Schmied.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Eine flämische Legende. Mit Bildern von Alfred Kubin. München, Buchenau & Reichert 1923. Mit Titelvignette, zweifarbiger Initiale und 24 Illustrationen, alles Holzschnitte nach Federzeichnungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (E. A. Enders, Leipzig). Mit Schutzpapierumschlag und Schuber.

Zehnter Phantasusdruck. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Zanders Einhornbütten und in Halbpergament (Gesamtauflage 1430). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Federzeichnungen schnitt Albert Fallscheer faksimilegetreu in Holz. – Beilage: Briefkarte des Verlegers Siegfried Buchenau an den damaligen Besitzer, Robert Johannes Meyer (1882–1967), der 1931 Präsident des Landgerichts Hamburg war und bereits 1933 wegen seiner Weigerung, die jüdischen Richter aus dem Dienst zu entlassen, zwangspensioniert wurde. Buchenau übersandte das Buch als Geburtstagsgeschenk und betont: »Es gibt von Kubin nur dieses eine Buch, wo die Federzeichnungen des Künstlers in Holz […] nachgeschnitten wurden.« – Tadellos.

48,5 : 19,5 cm. 102, [2] Seiten.

Raabe 224. – Marks A 71. – Schauer II, 99

ChristianHesse