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634  Festbündel zum 60. Geburtstag des Buchhändlers Wendelin Niedlich.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Zusammengetragen aus Grußadressen, Gedichten, Radierungen und Lithographien, Fotografien, Postkarten, Collagen, Scherenschnitten, einer leeren Seite und sonstigen Äußerungen der 60 Künstler, Dichter und Literaten. Gifkendorf, Merlin 1987. 60 Blätter. Zusammen mit Textblatt lose in Originalhalbleinenmappe.

Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe der selten gewordenen, von Horst Brandstätter herausgegebenen Festschrift mit signierten Beiträgen von H. C. Artmann, Uwe Bremer, Peter O. Chotjewitz, Reinhard Döhl, Helmut Eisendle, H. M. Enzensberger, Johannes Grützke, Helmut Heissenbüttel, Ernst Jandl, Janosch, Walter Jens, Wolfgang Koeppen, Friederike Mayröcker, F. Meckseper, Gerhard Rühm, Konrad Balder Schäuffelen, Albert Schindehütte, Dietrich Segebrecht, Johannes Vennekamp, Klaus Wagenbach, Arno Waldschmidt u.a. – 30 Exemplare kamen in den Handel, die restlichen 30 Exemplare wurden dem Geburtstagskind zur freien Verfügung gestellt (Gesamtauflage 1000). – Hans Magnus Enzensberger verweigerte das Signieren einer so große Anzahl Exemplare, beiliegend die Kopie eines Briefes mit seiner Unmutsbekundung. – Wendelin Niedlich (geboren 1927) »vereinte in seiner Buchhandlung das Interesse für die künstlerische Moderne und für linke Theorie. […] 1966 gründete er ein „Kritisches Jahrbuch“ und hing die Texte, die dort erschienen, in seinem Schaufenster aus. Er sprach vom „Schaufenster als kleinem Kampfmittel“, und so verwundert es nicht, dass er, kurzfristig, von der Polizei beobachtet wurde wegen des Verkaufs pornografischer Schriften und der Beschimpfung von Franz Josef Strauß: auch Anklageschriften, Urteile und Schmähschriften waren nun im Schaufenster zu lesen. […] Lange bevor man an städtisch unterstützte Dichterlesungen und Literaturhäuser dachte, veranstaltete er an den legendären Donnerstagabenden Lesungen mit Autoren, die seine Freunde waren […]« (Hannelore Schlaffer, Das Wunder von Stuttgart, Stuttgarter Zeitung, 30.8.2017).

25,5 : 19,5 cm. 60 Blätter.

ChristianHesse