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Suchergebnisse für laban

624  Rudolf von Laban. Teufelswalzer.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

Bühnenbild mit Figurinen. Collage. 30 : 43 cm. Signiert.

Aus verschiedenfarbigen, teils aquarellierten Papieren sowie Goldpapier. – Auf Pappe montiert, rückseitig mit altem Aufkleber mit Künstlernamen, Titel und »Dürerbund. Nürnberg. Preis 1600 Mark«. – Geschenk des Künstlers, seitdem in rheinländischem Familienbesitz.

Rudolf von Laban (1879–1958) arbeitete in Wien und später in München als Tanzlehrer und zunächst zusätzlich auch als Karikaturist und Graphiker, zum Beispiel für »Jugend« und »Simplicissimus«. In der Nähe von Ascona gründete er 1913 eine Sommerfiliale seiner Münchner Tanzschule, im Frühjahr 1916 eröffnete er in Zürich eine »Schule des freien Tanzes«. Bereits im April suchten die Zürcher Dadaisten Kontakt zu Laban, der auf der Hauptprobe der 1. Dada-Soirée anwesend war und im Frühjahr und Sommer 1916 erste Tanz- und Maskenspiele veranstaltete. »Im ›Cabaret Voltaire‹ und vor allem in der ›Galerie Dada‹ kam es durch das Zusammentreffen von Dada- und Laban-Kreis […] zur Inszenierung des Kubismus. […] ›Dada Zürich‹ wurde jetzt zum Sammelpunkt der Avantgarde. Die Aktivitäten der Laban-Schule im Dada-Kreis, das Interesse der Dadaisten an der Laban-Schule sind mithin ein Beispiel für diese Konzentrierung der avantgardistischen Strömungen in Dada. […] In diesem Sinne blieb die Laban-Schule mit Dada in einem produktiven Dialog.« (Raimund Mayer in: Dada in Zürich, 1985/94, S. 42f.) Katja Wulff erinnerte sich in dem Gespräch mit Raimund Meyer an die gemeinsamen Feste mit Arp, dessen Ehefrau Sophie Taeuber-Arp, Mary Wigman und Rudolf von Laban. Anlässlich eines Kostümfests bei Mary Wigman sollen erstmals Dichtungen von Arp rezitiert worden sein. Bis 1919 unterrichtete Laban in Zürich, noch im Mai äußert er sich auf einem Plakat zu einer Mary Wigman-Aufführung und verlässt danach die Stadt etwa zur gleichen Zeit wie die Tänzerin. 1920 veröffentlichte er im Stuttgarter Seifert Verlag »Die Welt des Tänzers« (mit farbiger Abbildung der Collage »Teufelswalzer«, vgl. Dada global 278). Auch in Hamburg gründete Laban 1923 eine Tanz-Schule bevor er sich für die Folgejahre in Berlin niederließ. Dort erschienen 1927 einige seiner Texte zum Tanztheater in Waldens »Sturm«. Von 1930 bis 1934 leitete Laban das Ballett der Deutschen Staatsoper in Berlin, 1937 floh er vor den Nationalsozialisten nach Manchester und gründete in der Nähe von London nochmals ein Bewegungsstudio. – Laban hatte schon frühzeitig begonnen, sich wissenschaftlich mit Bewegung in all ihren Facetten zu befassen. Die von ihm entwickelte »Laban-Notation«, die es ermöglicht, Bewegung in Struktur und Ausdruck detailliert zu analysieren, wurde ein einmaliges Handwerkszeug für Lehrer, Therapeuten und Tanzwissenschaftler sowie für Tänzer, Choreographen, Schauspieler und Musiker.

Minimale Alterungsspuren, unten links kleine Verfärbung.

625  Rudolf von Laban. Tanzdichtung: »Die Schwalben«.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 2200

Bühnenbild mit Figurinen. Collage. 30 : 43 cm. Signiert.

Aus verschiedenfarbigen, teils aquarellierten Papieren sowie Goldpapier. – Auf Pappe montiert, rückseitig mit altem Aufkleber mit Künstlernamen und Titel, Rest unleserlich. – Geschenk des Künstlers, seitdem in rheinländischem Familienbesitz.

Etwas verblasst, leichte Leimschatten, linker Rand mit Feuchtigkeitsspuren.

626  Rudolf von Laban. Aus der Pantomime »Spielmann«.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 3000

Bühnenbild mit Figurine. Collage. 30 : 43 cm. Signiert.

Aus verschiedenfarbigen, teils aquarellierten Papieren sowie Goldpapier. – Auf Pappe montiert, rückseitig mit altem Aufkleber mit Künstlernamen, Titel und »Dürerbund. Nürnberg. Preis 1500 Mark«. – Geschenk des Künstlers, seitdem in rheinländischem Familienbesitz.

Minimale Bereibungen, Oberrand minimal stockfleckig.

627  Rudolf von Laban. Figurinen.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 4800

Zwei Collagen. Wohl um 1917. 33 : 30 cm bzw. 36 : 28 cm. Beide signiert.

Aus verschiedenfarbigen und teils aquarellierten Papieren, teils auch dünnem Japan. – Beide auf Pappe montiert. – II: Rückseitig mit altem handschriftlichem Aufkleber »VIII Kostümentwurf | Rudolf v. Laban | Dürerbund. Nbg. | Preis 800 Mark«. – Geschenk des Künstlers, seitdem in rheinländischem Familienbesitz.

I mit leichten Feuchtigkeitsspuren an den Seitenrändern. – II minimal lichtrandig.

ChristianHesse