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Suchergebnisse für meuter einband

741  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Longus. Les Pastorales ou Daphnis et Chloé.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 5000

Traduction d’Aymot. Revue et complétée par P.-L. Courier. Bois originaux d’Aristide Maillol. Paris, Philipp Gonin 1937. Mit 46 Holzschnitten im Text, davon einer auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von nur 25 römisch nummerierten nicht für den Handel bestimmten Vorzugsexemplaren »H.C. japon ancien«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Mit einer Suite von 42 Holzschnitten, 40 in Rot gedruckt, zwei Zustandsdrucke in Schwarz. – Unikales Exemplar: Grüner Ecrasélederband, Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet, dunkelgrüne Velourlederspiegel und -vorsätze. – Vorderdeckel mit einer Illustration aus eingelassenem Golddraht und über den Rücken bis auf den Hinterdeckel verlaufenden vergoldeten Fileten. – Die Suite im Originalumschlag und in Halbmaroquinmappe. – Zusammen mit dem Buch in grüner Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel. Die Kassette mit grünem Velourleder gefüttert und, wie die Suitenmappe mit grünem Leinen bezogen. – »Small in scale, it is perhaps the most harmonious of Maillol’s illustrated books« (Garvey). – Kaum eine Holzschnittfolge Maillols ist anmutiger als die zu der Erzählung von der unschuldigen Liebe der Hirtenkinder Daphnis und Chloe. »Sensual, sometimes erotic but in the best sense of both terms Maillol […] is a perfect illustrator of ancient and modern classics […] the predominant feeling that emanates from the wood engravings is one of tenderness« (W. J. Strachan). – Tadellos erhaltenes Exemplar aus der sehr seltenen Japanauflage und mit einer umfangreichen Extrasuite (die Anzahl der dort beigegebenen Holzschnitte variiert bei Vergleichsexemplaren).

22,0 : 13,5 cm. [8], 217, [7] Seiten, 42 Holzschnitte.

Carteret IV, 243. – Rauch 141. – Garvey 174. – Vgl. Guérin 76–127

742  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Publius Vergilius Maro. Les Géorgiqves.

Schätzpreis/Estimate: € 4500

Zuschlag/Hammerprice: € 3000

Texte latin et version française de l’Abbé Jacques Delille, gravures sur bois d’Aristide Maillol. Tome prémier [et] séconde [et] Suites de bois originaux. Paris, Philippe Gonin 1937–1943 (1950). Mit drei Folgen der 122 Holzschnitten, davon ein in den Büchern. Originalumschläge der beiden Bücher eingebunden, die der Suiten eingelegt.

Eins von 100 Vorzugsexemplaren mit den beiden Suiten der 122 Holzschnitte, eine in Schwarz, eine in Rot gedruckt. – Alle Holzschnitte der Suiten und die beiden Umschläge nummeriert und mit Maillols Monogrammstempel. – Auf Maillol-Gonin-Bütten mit den beiden schönen Wasserzeichen. – Unikales Exemplar: Dunkelbraune Maroquinbände, Rückentitel sowie Deckel- und Stehkantenfileten vergoldet, rostrote Büttenvorsätze. – Alle Deckel mit rechteckigem Mittelfeld, mit Dornenmuster in Blindprägung und von doppelter vergoldeter Filete umrahmt. Kopfschnittvergoldung mit floraler Punzenverzierung. – Je eine Suite lose in Halbledermappe und zusammen mit einem der beiden Bände in Halblederkassette, Rücken aus dem braunen Maroquin der Einbände, Deckel und Innenseiten wie die der Suitenmappen mit rotem Leinen bezogen. – Eines der schönsten Bücher Maillols, die Fortsetzung der »Eclogen« Vergils, die ebenfalls mit seinen Holzschnitten 1926 in der Cranach-Presse erschienen. Die vorliegende, von Kessler geplante, Fortsetzung wurde nach Schließung der Cranach-Presse und Kesslers Tod erst in Paris vollendet.

32,8 : 24,5 cm. [12], 174, [12] Seiten; [12], 154, [10] Seiten; 244 lose Holzschnitte.

Rauch 144. – Garvey 175. – Monod 11339

743  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Marc Chagall. Bible.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 4500

Paris, Verve 1956. Mit 30 Lithographien, von den 18 farbigen eine als Titel und eine auf dem eingebundenen Bezugspapier des Originaleinbands.

Die erste »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 33/34 der Reihe »Verve« kurz nach der von Tériade edierten Bibel mit 105 Radierungen Chagalls. Im Doppelheft seiner Zeitschrift »Verve« wurden diese als Lichtdrucke reproduziert und um dreißig Lithographien erweitert, die Chagall zeitgleich geschaffen hatte. Mit einer Einleitung von Meyer Schapiro und einer Bildlegende zu den Radierungen. – Unikales Exemplar: Dunkelbrauner geglätteter Maroquinband, Rückentitel, Stehkantenfileten sowie der gepunzte Kopfschnitt vergoldet. – Vorderdeckel mit »Illustration« in mehrfarbiger Lederintarsie und, wie der Hinterdeckel, mit vergoldeten Streicheisenfileten. – Halblederkassette mit Leinenbezug, gefüttert mit grünem Velourleder. – Innen und außen tadellos erhaltenes Gesamtkunstwerk.

36,2 : 26,7 cm. [24] Seiten, 105 Tafeln, 29 Lithographien. – Ränder minimal berieben.

Cramer 25. – Mourlot 117–146

744  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 6000

Paris, Verve 1960. Mit 96 Tafeln und 48 Lithographien, von den 25 farbigen eine auf dem eingebundenen Bezugspapier des Originaleinbands.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«, enthält die Reproduktionen von Chagalls 1958/59 entstandenen neuen Zeichnungen zur Bibel und 24 Farblithographien, jede rückseitig mit einer einfarbig lithographierten Vignette. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den Zeichnungen. – Unikales Exemplar: Dunkelblauer geglätteter Maroquinband, Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten sowie der gepunzte Kopfschnitt vergoldet. – Vorderdeckel mit »Illustration« in mehrfarbiger Lederintarsie und, wie der Hinterdeckel, mit vergoldeten Streicheisenfileten. – Halblederkassette mit Leinenbezug, gefüttert mit blauem Velourleder. – Das fast zwingend zu erwerbende Pendant zur vorherigen Katalognummer.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien. – Kassettenrücken minimal verblasst.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

745  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Antonin Artaud. Galapagos.

Schätzpreis/Estimate: € 6000

Zuschlag/Hammerprice: € 4000

Les iles du bout du monde. Eaux-fortes originales de Max Ernst. Paris, Louis Broder 1955. Mit zehn, meist farbigen und teils blattgroßen Radierungen, zwei Tafeln sowie einer elften Radierung auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage des Buches 135). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Vélin de Rives. – Eins der schönsten Max Ernst-Bücher der 1950er Jahre mit den Farbradierungen, die an sein »Schnabelpaar« und die »Paramythen« erinnern. – Unikaler Einband: Blaues Saffianleder, Rückentitel und der gravierte Kopfschnitt vergoldet. – Das blaue Leder wird von einer hauchdünnen weißen Lederapplikation überzogen. Beide Deckel mit schwungvollen ellipsenförmigen vergoldeten Fileten, mt denen Roland Meuter einmal mehr die Graphiken des Buches zitiert. – »An extreme refinement of design and technique, the result of many years’ experimentation, characterizes the recent graphic work of Ernst.« (Eleanor Garvey). – Tadellos.

21,2 : 15,5 cm. 42, [6] Seiten, 2 Tafeln.

Spies/Leppien 59 I–XI G. – Garvey 101. – Lang, Surrealismus 39. – Monod 541

746  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Léna Leclercq · Alberto Giacometti. Pomme endormie.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1700

Décines Isère, Marc Barbezat 1961. Mit acht ganzseitigen Lithographien von Alberto Giacometti. Titel nach Giacomettis Handschrift lithographiert auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 100 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 131). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichterin signiert. – Handsatz der Gedichte aus der Elzévier ancien, gedruckt bei Imprimerie Union, Paris. – Unikales Exemplar: Graubrauner geglätteter Maroquinband, Rückentitel, Stehkantenfileten und der gepunzte Kopfschnitt versilbert. – Beide Deckel »illustriert« mit amorphen Figuren in Blindprägung und Lederätzung, eine mit eingelegten Silberdrähten. – Spiegel und Vorsätze mit rotem Velourleder bezogen, Spiegel mit Silberauflage umfasst. – In Halblederkassette mit silbergeprägtem Rückentitel, Leinenbezug und mit rotem Velourleder gefüttert.

31,5 : 25,3 cm. 62, [10] Seiten.

Lust 128–135. – Monod 6994

747  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Erik Satie. Léger comme un œuf.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Paris, Louis Broder 1957. Mit einer Farbradierung von Georges Braque. Der Originaljapanpapierumschlag eingebunden.

Eins von 100 Exemplaren, weitere 20 waren nicht für den Handel bestimmt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf »Japon ancien«. – Unikaler Einband: Orangefarbener Ecrasélederband. – Rückentitel, Stehkanten- und Kapitalfileten vergoldet. – Beide Deckel zitieren Braques Musiknoten-Radierung mit einer Deckelvignette aus weißen Lederintarsien und vergoldeter stilisierter Notenzeile. – Innendeckel mit weißem goldgepunztem Kalbleder bezogen, fliegende Vorsätze aus roséfarbenem Wildleder. – In passender Halblederkassette, wildledergefüttert und mit vergoldetem Rückentitel. – Das kleinformatige Buch erschien als erster Band der Reihe »Miroir du poète«.

16,7 : 13,5 cm. 26, [6] Seiten, 1 Radierung.

Vallier 113. – Hatje livres XXI. – Monod 10174

748  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy 1959. Mit 25 blattgroßen Radierungen, davon eine auf dem eingebunden Originalumschlag.

Eins von 15 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit einer Extrasuite der Radierungen, gedruckt in Rot auf Hosho Papier (Gesamtauflage 150). – Auf Auvergne-Bütten von Richard-de-Bas. – Jeder Radierung wurde ein Textblatt vorgebunden. – Unikales Exemplar: Dunkelgrüner geglätteter Maroquinband, Rückentitel, Steh- und Innenkanten sowie Kopfschnitt vergoldet, beide Deckel mit stilisierter »Rosen-Illustration« in Gold- und Blindprägung, beigelegt eine lavierte Tuschfederzeichnung von Imre Reiner (25 : 20 cm, signiert, betitelt, in Passepartout). – Spiegel, Vorsatzblätter und die Innendeckel der dunkelgrünen Halbmaroquinkassette mit gelbem Wildleder bezogen. – Die Kassette mit vergoldetem Rückentitel und, wie die eingelegte Suitenmappe, mit dunkelgrünem Wildseidenbezug.

32,4 : 26,0 cm. [108] Seite, 25 Radierungen, 1 Zeichnung.

Monod 9734. – Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19

749  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Rainer Maria Rilke. Les roses.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 3000

Gravures originales de [Gerard de] Palézieux. Lausanne, André et Pierre Gonin 1989. Mit 13 Radierungen. Originalumschlag eingebunden.

Eins von 13 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf Pergament (Gesamtauflage 160) mit folgenden Beilagen: monogrammierte Suite der Radierungen auf »Duchêne«-Bütten, eine der 13 Kupferplatten und eine lavierte Tuschzeichnung (21,5 : 15,0 cm, monogrammiert, in Passepartout). – Die Radierungen wurden auf getöntes Chinapapier gedruckt und auf die Pergamentblätter mit Plattenrandprägung aufgewalzt. – Gedruckt bei Kundig, Genf. – Unikales Exemplar: Hellroter geglätteter Maroquinband; Rückentitel, Fileten und Fleurons vergoldet. – Beide Deckel mit weißer Ledervignette, darauf die stilisierte Rosenillustration in vergoldeten Streich- und Bogeneisenfileten. – Weißer Wildlederspiegel und -vorsätze. – Suite und Beigaben in Halbmaroquinmappe, Buch und Mappe in roter Halbmaroquinkassette mit Leinenbezug und mit weißem Wildleder gefüttert. – Gérard de Palézieux (1919–2012) »produziert ein diskretes Werk, das vor allem Landschaften und Stillleben umfasst. Er gehört eindeutig zu den ›Peintres du silences‹.« (Armelle Droval, zitiert nach der Webseite des Künstlers). Mit »Les roses« zitierte er die Arbeiten Imre Reiners, der wie er im Tessin lebte.

25,7 : 17,7 cm. [40] Blätter.

750  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Mark Twain. Journal d’Ève et d’Adam.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Nouvelle traduction de Berthe Vulliemin. Illustrations de Charles Clément. Montreux, La Tramontane 1946. Mit sechs Gravuren nach lavierten Tuschfederzeichnungen. Illustrierter Originalbroschurumschlag in Pappband mit Tupfpapierbezug, goldgeprägter Rückentitel auf Lederapplikation, Kopfschnitt braungefärbt.

Eins von 1500 Exemplaren. – Mark Twains Originaltexte waren nach Vorabdrucken in Zeitschriften 1904 und 1906 erstmals in Buchform erschienen. Adam schildert die Einweisung von Eva (»this new creature with the long hair«) in den »paradiesischen Alltag«. Das Tagebuch und Cléments Zeichnungen beschreiben die Ereignisse nach dem Sündenfall. – Die eigenhändige Widmung »Meiner lieben Eva von Adam | Weihnachten 1948« datiert, folgt man James Usshers Berechnungen, leider 5952 Jahre zu spät.

19,0 : 14,2 cm. 106, [6] Seiten, 6 Tafeln.

751  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Pierre Dudan. La peur gigantesque de Monsieur Médiocre.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 250

(Histoire folle). Illustrations de Dubout. Monte-Carlo, Éditions du Livre 1947. Mit einem Titelbild und zahlreichen Illustrationen, der farbig illustrierte Originalumschlag eingebunden.

Eins von 1000 Exemplaren auf Velin »BFK Rives«. – Gedruckt bei André Sauret in Monaco. – Unikaler Einband: Leuchtend gelber Halblederband, Rückentitel goldgepägt, Kopfschnitt blau eingefärbt, die Kapitale mit Silberfaden handumstochen, die gelben Bezugspapiere mehrfarbig aquarelliert. – Im Pappschuber. – Albert Dubout (1905–1976) wurde durch Philippe Soupault, dem literarischen Direktor der Pariser Edition Kra, 1929 mit ersten Buchillustrationen beauftragt. Nachdem seine Zeichnungen begeistert angenommen wurden, »bevölkerten« seine skurrilen Typen bald hunderte Bücher. Dubout scheute dabei auch nicht vor den Klassikern der französischen Literatur zurück: Beaumarchais, Mérimée, Rabelais, Villon, Cervantes, Balzac, Racine, Voltaire u. v. a.

24,3 : 15,8 cm. 174, [10] Seiten (einschließlich Umschlag). – Rücken minimal fleckig.

Monod 3992

752  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Molière. La malade imaginaire.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Comédie meslée de musique et de danses. Illustration originale gravée sur cuivre a l’eau-forte par Maurice Leroy. Paris, Aux Dépends d’un Amateur · Paul Durupt 1943. Mit 24 großen Farbradierungen im Text, eine als Frontispiz. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 25 Exemplaren »hors commerce«, monogrammiert vom Verleger, wie weitere 100 Vorzugsexemplare mit einer einfarbigen Suite der Radierungen mit Remarquen (Gesamtauflage 375). – Auf »Velin d’Arches«. – Unikaler Einband: Grüner Halbmaroquinband, Rückentitel und gepunzter und bemalter Kopfschnitt vergoldet, graue Büttenvorsätze, Deckel mit aquarelliertem Büttenpapier bezogen. Die Suite in einer Seidenmappe. – Buch und Suite in Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Der in der ersten Jahrhunderthälfte recht produktive Maurice Leroy (Lebensdaten unbekannt) illustrierte Molières bekannte Komödie in karikierender Art, die damals in der französischen Bibliophilie sehr verbreitet war.

27,8 : 23,0 cm. 129, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Monod 8272 (mit vielen Fragezeichen). – Carteret IV, 285

753  Einbände – Roland Meuter, Ascona – [Henri] Alain-Fournier. Le Grand Meaulnes.

Schätzpreis/Estimate: € 350

Zuschlag/Hammerprice: € 230

Vingt eaux-fortes originales de Palézieux. Lausanne, Henri Kaeser 1947. Mit 20 Radierungen und einer Illustration auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf festem Velin »Marais«. – Unikaler Einband: Rehbrauner Halblederband mit Oleaographiepapier-Deckelbezügen, Kopfschnitt vergoldet und mit Gravur. – Rückentitel und -filetenmuster in Blindprägung, Rücken mit zweifarbiger Lederapplikation. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Von Alain-Fourniers Roman (deutsch: Der große Kamerad) erschienen seit 1913 unzählige Ausgaben, Monod zählt allein 27 illustrierte auf, ohne die vorliegende zu kennen.

18,8 ; 14,0 cm. 314, [12] Seiten.

Vgl. Monod 75

754  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Bernardin de Saint-Pierre. Paul et Virginie.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Illustrations de E. Othon Friesz. Gravée sur bois en couleurs par Gérard Angiolini. Paris, Éditions de la Maison Française 1947. Mit 17 Farbholzstichen nach Aquarellen, von den drei blattgroßen einer als Titel. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 300 römisch nummerierten Exemplaren, die für die USA und andere Länder bestimmt waren (Gesamtauflage 800). – Auf »Pur Chiffon Corvol L’Orgueilleux«. – Das zweite Buch der Collection »Le Florilège des Chefs-d’œuvre Français«. – Unikaler Einband: Rotbrauner Halbmaroquinband, Rückentitel und gepunzter Kopfschnitt vergoldet, rotbraune Büttenvorsätze, die Deckel mit Oleographiepapier bezogen. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Einer der berühmtesten französischen Romane, verfasst von dem Rousseau-Verehrer Saint-Pierre (1737–1810) nach seiner Mauritius-Reise. In der langen programmatischen Einleitung schreibt der Verfasser »Ich wünschte, mit der Schönheit der Tropennatur die moralische Schönheit einer kleinen Gesellschaft zu verbinden. Dabei beabsichtigte ich den Beweis von mehreren großen Wahrheiten herzustellen, z. B. von der, dass unser Glück einzig und allein auf einem natur- und tugendgemäßen Wandel beruht«. – Othon Friesz (1879–1949) war in den Pariser Künstlerkreisen bestens vernetzt. Am meisten beeinflusste ihn das Werk von Camille Pissarro.

28,0 : 22,8 cm. [8], [LIV], [2], 146, [4] Seiten. – Rücken leicht verblasst.

Monod 1450

755  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Gustave Flaubert. Trois contes.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Illustration de André-E. Marty, gravées sur bois en couleurs par Gérard Angiolini. Paris, Éditions de la Maison Française 1948. Mit 28 Farbholzstichen nach Aquarellen, davon vier blattgroße als Frontispiz und Zwischentitel. Eingebundener Originalumschlag.

Eins von 300 römisch nummerierten Exemplaren, die für die USA und andere Länder bestimmt waren (Gesamtauflage 800). – Auf »Pur Chiffon Corvol L’Orgueilleux«. – Das vierte Buch der Collection »Le Florilège des Chefs-d’œuvre Français«. – Unikaler Einband: Olivgrüner Halbmaroquinband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet und mit kleinen floralen Punzen verziert, hellgraue Büttenvorsätze, Deckel mit Oleographiepapier bezogen. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Die drei Märchen von Flaubert, »Un cœuer simple«, »La légende de Saint Julien l’hospitalier« und »Herodias«, illustrierte André Édouard Marty (1882–1974) mit farbenfrohen Art Déco-Aquarellen, die von Gérard Angiolini in Holz gestochen und gekonnt in den opulent gesetzten Text eingefügt wurden.

28,2 : 23,0 cm. Seiten [5]–244, [6] (so komplett). – Rücken minimal verfärbt.

Monod 4722

756  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Auguste Detœuf. Propose de O. L. Barenton »Confiseur«.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Ancien élève de l’École Polytechnique. Paris, Éditions du Tambourinaire 1965. Mit einem Porträt nach Zeichnung von Roger Wild. Originalbroschur in hellbraunem Halblederband mit Oleographiepapierbezügen, Rückentitel vergoldet, Kopfschnitt rot gefärbt (signiert: R. Meuter, Ascona).

In Rot und Schwarz gedruckte und mit vielen holzschnittartigen Vignetten verzierte bibliophile Neuausgabe der Sammlung von kleinen Aufsätzen, Maximen und Aphorismen Detœufs. Auf humorvolle Weise behandelte der Wirtschaftsessayist (1883–1947) in dem erstmals 1937 erschienenen Buch die menschliche Natur, Wirtschaft, Unternehmenführung u. v. m. – Tadellos erhalten.

23,3 : 18,8 cm. 230, [6] Seiten.

757  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Wanderung.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Aufzeichnungen. Mit farbigen Bildern vom Verfasser. Berlin, S. Fischer 1920. Mit 14 farbigen Illustrationen, davon 13 blattgroß und eine auf dem Titel.

Erste Ausgabe. – Vorblatt mit eingeklebtem Blatt mit dem signierten Typoskript »Märzsonne«, datiert »im März 1948«. – Schwarzer Halblederband mit aquarellierten Bezugspapieren. – Rückentitel und eine kleine Punze auf dem Vorderdeckel vergoldet, Kopfschnitt mit Graphit gefärbt. – Im Pappschuber.

22,5 : 18,1 cm. Seiten [5–]117, [1] Seiten. – Vereinzelte kleine Stockflecken, der Einband tadellos.

Mileck II, 40 und V-D, 509

758  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Knulp.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Drei Geschichten aus dem Leben Knulps. Steinzeichnungen von Karl Walser. Berlin, S. Fischer 1922. Mit 16 Lithographien, davon 13 ganzseitig.

Eins von 350 für den Verkauf bestimmten Exemplaren (Gesamtauflage 360). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Bütten. – Die Lithographien wurden auf der Handpresse von M. W. Lassally, Berlin, gedruckt. – Rotbrauner Halbmaroquinband mit Oleographiepapierbezügen, Kopfschnitt vergoldet und mit kleinen floralen Stempeln gepunzt. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – »Die […] Luxusausgabe des Knulp war eine der schönsten bibliophilen Schöpfungen des Verlages und ist seit langem eine große Rarität« (Peter de Mendelssohn, 1970, zitiert nach Badorrek-Hoguth). – Zeitgenössische Kritiker waren ganz anderer Meinung und äußerten sich negativ über den Missklang zwischen Schrift und Bildern.

27,6 : 19,4 cm. [2], 131, [5] Seiten.

Badorrek-Hoguth A 14.1. – Mileck II, 23 A

759  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Orgelspiel.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

Hamburg, Hans Dulk [1940]. Originalbroschurumschlag eingebunden.

Der Text war bereits zu Hermann Hesses 60. Geburtstag 1937 als »Erasmusdruck« erschienen. 1940 verzeichnet Mileck zwei bei Hans Dulk verlegte Ausgaben, die erste (hier vorliegende) wurde bei Ellermann gedruckt. – Unikales Exemplar: Zitronengelber Maroquinband. – Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, beide Deckel mit blindgeprägten Notenlinien und vergoldeten geprägten Notenzeichen. – Mit Aquarell von Hermann Hesse (über Tuschfeder, Tessiner Häuser, 6 : 6,4 cm, signiert) auf dem Vorblatt. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

19,0 : 11,8 cm. [2], 11, [3] Seiten.

Mileck III, 72 (falsche Kollation)

760  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Gunter Böhmer. Zeichnungen zu Hans Carossa’s Gedicht »Der alte Brunnen«.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 260

St. Gallen, Tschudy [1950]. Mit acht montierten Abbildungen nach Zeichnungen, einem Gedichtfaksimile und einer Vignette auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 300 Exemplaren. – Auf Velin. – Die Zeichnungen zu Carossas Gedicht entstanden bereits 1940, die Titelvignette für diese Ausgabe zeichnete Böhmer 1949. – Unikaler Einband: Schwarzer Halbmaroquinband mit Oleographiepapier als Bezug, Rückentitel vergoldet, der Kopfschnitt mit Graphit gefärbt. – Die bibliophile Ausgabe enthält neben den Illustrationen Böhmers das Gedicht in Carossas Handschrift und Transkription.

38,3 : 27,3 cm. [8] Seiten, 8 Tafeln.

Rysavy 68

761  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Pedro de Alarcón. Der Dreispitz.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Winterthur 1965. Mit zwölf ganzseitigen Illustrationen nach Tuschpinselzeichnungen.

Zwölfter Neujahrsdruck der Buchdruckerei Winterthur. – Eins von 700 Exemplaren. – Auf unbeschnittenem Velin. – Unikales Exemplar mit einer zweifarbigen Tuschzeichnung von Gunter Böhmer (20 : 13 cm, signiert): Schwarzer geglätterer Maroquinband. – Rückentitel, Stehkanten- und Kapitalfileten sowie Kopfschnitt vergoldet. – Mit einen Netz doppelter vergoldeter Fileten über den gesamten Einband, Vorderdeckel mit großem Mittelfeld aus Teakholz. – Innendeckel mit anthrazitfarbenem Büttenbezug, schwarze Velourledervorsätze. – In schwarzer Halblederkassette, mit schwarzem Velourleder gefüttert und mit vergoldetem Rückentitel.

21,5 : 15,2 cm. 144, [8] Seiten.

Rysawi 135

762  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Hermann Hesse. Ausgewählte Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1700

Erster [bis] Sechster Band. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1994.

Dünndruckausgabe, die neben der Prosa (Bände I–IV) auch autobiographische Schriften (V) und ausgewählte Gedichte, Betrachtungen und Briefe an junge Menschen (VI) enthält. – Unikales Exemplar: Gelbe Halbmaroquinbände, Deckelbezüge aus farbigem Tunkpapier, zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen. – Alle sieben Bände mit seitlicher farbiger Unterschnittbemalung und jeder mit einer aquarellierten Porträtminiatur von F. Fouche als Vorblatt. – Rückentitel und die über alle sieben Rücken reichende Verzierung vergoldet und mit schwarzer Lederintarsie. – Buchschnitt vergoldet, dabei Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – In einer Acrylglaskassette.

18,3 : 11,2 cm. – Rücken leicht und gleichmäßig verblasst, Band VI unten mit kleinem Fleck im schwarzen Leder.

763  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Gesammelte Werke

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

in sieben Bänden. Herausgegeben von Franz Joseph Görtz. Zürich, Diogenes 1988.

Eins von 333 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk vom Autor signiert. – Gliederung: I/II: Stücke. – III: Stücke und Hörspiele. – IV: Roman. – V: Erzählungen. – VI: Stoffe I–III, Zusammenhänge, Essays und Gedichte. – VII: Essays und Gedichte. – Mit dem Beiheft. – Unikales Exemplar: Weinrote Halbmaroquinbände, Deckelbezüge aus rot-schwarzem Oleographiepapier, dreifarbig handumstochene Kapitalbändchen. – Alle sieben Bände mit seitlicher Unterschnittbemalung von P. Diana: Siebenteiliger farbiger Bilderzyklus mit den Symbolen Tod, Eule und Buch. – Rückentitel und die über alle sieben Rücken reichende Verzierung vergoldet und blindgeprägt, Buchschnitt vergoldet, dabei Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – In einer Acrylglaskassette.

18,4 : 11,5 cm. – Rücken etwas verblasst, drei kleine Flecken, ein Band am Kapital mit kleinem Einriss.

764  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Der Besuch der alten Dame.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 5500

Eine tragische Komödie. Originallithographien von Hans Falk. Lausanne, André et Pierre Gonin 1964. Mit 20 meist mehrfarbig übermalten Lithographien, davon acht doppelblattgroß. Lithographierter Originalumschlag eingebunden.

Eins von 149 Exemplaren auf Velin »de Rives« (Gesamtauflage 204). – Im Druckvermerk von Autor, Künstler und Verleger signiert. – Gesetzt aus der Bodoni, Handsatz und Druck bei André Kundig, Genf. – Mit gedruckter Dedikation »Dieses Exemplar wurde eigens gedruckt für Alfred La Roche«. – Unikales Exemplar: Roter Maroquinband, Spiegel mit petrolfarbenen, Vorsätze mit rotbraunen Velourlederbezügen, Rückentitel, Stehkantenfileten und Kopfschnitt in Silber. – Beide Deckel »illustriert« mit verschiedenen, teils gefärbten Lederapplikationen und silbergeprägten Fileten und Kreisstempeln. – Halblederkassette mit silbergeprägtem Rückentitel und Leinenbezug, gefüttert mit rotbraunem Velourleder. – Titelblatt mit eigenhändiger Widmung Dürrenmatts. – Der Schweizer Maler und Graphiker Hans Falk (1918–2002) überarbeitete fast jede der insgesamt 4000 Lithographien in seiner Werkstatt mit Temperafarben, Aquarell und teils collagierten Materialien. Das Dürrenmatt-Buch wurde zu Recht zu einem seiner größten Erfolge.

34,8 : 25,5 cm. Seiten [5]–134, [4] (so komplett). – Kassettenrücken ausgeblichen.

765  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Friedrich Dürrenmatt. Die Physiker.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 5500

Originalradierungen von Hans Erni. Lausanne, André und Pierre Gonin [1970]. Mit zwölf blattgroßen Radierungen und einem Prägedruck auf dem eingebundenen Originalumschlag.

Eins von 95 Exemplaren auf Auvergne-Bütten von Richard de Bas (Gesamtauflage 135). – Im Druckvermerk von Autor, Künstler und Verleger signiert. – Gesetzt aus der Plantin, gedruckt bei André Kundig, Genf. – Unikales Exemplar: Marmorierter Pergamenteinband, Rückentitel schwarz geprägt, graue Büttenvorsätze. – Drei Tuschfederzeichnungen von Hans Erni, je eine auf den Deckeln und eine lavierte am Anfang des Buches eingebunden, zwei signiert, eine datiert »92«. – Halbpergamentkassette mit Leinenbezug, gefüttert mit schwarzem Velourleder. – Dieses großartige Buch vereint zwei geniale Schweizer Künstler. Dürrenmatts Text illustrierte Hans Erni mit Zeichnungen, die – wie die Protagonisten des Stückes – zwischen Realität und Traumwelten schweben.

37,8 : 24,8 cm. 112, [4] Seiten.

Tiessen III, 69. – Monod 4137 (die in gleicher Ausstattung und Auflage erschienene französische Ausgabe)

766  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Heinrich von Kleist. Penthesilea.

Schätzpreis/Estimate: € 5000

Zuschlag/Hammerprice: € 8000

Ein Trauerspiel. Mit zehn Kaltnadel-Radierungen von Oskar Kokoschka. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit zehn signierten Radierungen, eine als Titelvignette wiederholt.

Edition de Beauclair 14. – Eins von 100 Exemplaren auf Auvergne-Bütten von Richard-de-Bas (Gesamtauflage 150). Das Wasserzeichen verbindet das Signet der Edition de Beauclairs mit dem Monogramm des Künstlers. – Die Radierungen, die hier zwischen die Textblätter gebunden sind, entstanden 1969 und wurden von Hermann Steidle in der Folkwang-Offizin Essen gedruckt. – Der Text, nach der durchgesehenen Erstausgabe von 1808, wurde aus der Janson-Antiqua gesetzt und in den Werkstätten der Trajanus-Presse gedruckt. – Unikales Exemplar: Schwarz-roter geglätteter Maroquinband, Rückentitel und Filetenmuster auf dem Vorderdeckel in Blindprägung, eine Filetenreihe, die Stehkantenfileten und der Kopfschnitt wurden vergoldet. Die handumstochenen Kapitale in Schwarz-Weiß-Rot. – Innenspiegel und Vorsätze, wie auch die Innenseiten der Halblederkassette mit schwarzem Wildleder bezogen. – Kokoschkas Radierungen beschreiben »ganz in Übereinstimmung mit Kleist das Drama als Personifizierung des Antiklassischen […] Günter Busch bezeichnete das Werk als ›die kühnste und wahrste Anverwandlung von Antike in ein Gegenwärtiges.‹« (Markus Müller, in Slg. Classen). – Tadellos erhaltene Ausgabe in einem imposanten Einband des Schweizers Roland Meuter, auf dem wir den Wandel der deutschen Nationalfarben wiederfinden.

48,0 : 36,5 cm. [2], 123, [3] Seiten, 10 Radierungen.

Wingler/Welz 454–463. – Spindler 40.49. – Tiessen IV, 25. – Slg. Classen 40

767  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Thomas Mann. Der Tod in Venedig.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Ausrufpreis/Starting bid: € 1700

Einleitung: Wolfgang Koeppen. Die Beschwörung der Liebe. Nachwort: Terence James Reed. Dichternöte – ein Spiel mit Leben und Tod. Textvarianten aus der früheren Fassung. Unterreit bei Wasserburg 1993. Mit acht signierten Radierungen von Kurt Steinel.

Vierter Druck der Antinous Presse. – Eins der zehn Rohbogenexemplare (Gesamtauflage 115). – Im Druckvermerk vom Künstler sowie Wolfgang Koeppen und Terence James Reed, den Verfassern von Vor- und Nachwort, signiert. – Auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten. – Unikales Exemplar: Pergamentband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, Kapitale mit schwarzem Leder umfasst, graue Roma-Bütten-Vorsätze. – Vorderdeckel mit Tuschfederzeichnung, Vorblatt mit Bleistiftzeichnung, beide von Kurt Steinel, formatfüllend und signiert. – Mit blau eingedruckten Absatzzeichen (Venezianischer Löwe). Satz aus der Bibeltype der Centaur bei SchumacherGebler, gedruckt in der Offizin Haag-Drugulin auf Hahnemühle-Bütten. – Der Text folgt dem Erstdruck in der »Neuen Deutschen Rundschau« von 1912, die Varianten zum Hundertdruck und den nachfolgenden Editionen (siehe KatNrn. 534f.) werden ausführlich kommentiert. – Tadellos, in Holzfurnierschuber mit Pergamentkanten.

38,4 : 31 cm. 95, [5] Seiten, 1 Zeichnung.

Slg. Classen 93. – Arnold, Wolfenbüttel 2004 1960

768  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Das Hohe Lied.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 3200

Das schönste der Lieder Salomos. Zürich und Stuttgart, Flamberg 1964. Mit 22 Farbholzschnitten von Felix Hoffmann, davon neun ganzseitig.

Eins von 400 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Typographie gestaltete Max Caflisch. Handsatz und Druck auf Zerkall-Kupferdruck-Bütten in der Buchdruckerei Aargauer Tagblatt, Aarau. Der Text folgt der Übersetzung der Zürcher Bibel. – Unikaler Einband: Dunkelblauer Maroquinband, Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet, zweifarbig handumstochenes Kapital. – Beide Deckel mit farbigen Lederintarsien und vergoldeten Filetenzeichnungen. – Spiegel mit rotem Büttenbezug, Vorsätze mit grünem Wildleder. – In Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel, die Innenseiten mit grünem Wildleder bezogen. – Felix Hoffmann war für Jahrzehnte einer der bekanntesten und produktivsten Buchillustratoren der Schweiz.

33,5 : 22,0 cm. [48] Seiten.

Tiessen II, 50

769  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Jorinde und Joringel.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Ein Märchen der Brüder Grimm. Mit sieben Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Basel, Birkhäuser 1969. Mit sieben blattgroßen Farbholzschnitten. Roter Halblederband mit aquarelliertem Bezugspapier, Rückentitel vergoldet, Kopfschnitt rot gefärbt.

Eins von 600 römisch nummerierten Exemplaren für »Freunde des Birkhäuser Verlages« (Gesamtauflage 1800) – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Tadellos.

28,5 : 18,5 cm. [24] Seiten.

Tiessen III, 58

770  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Die Bergpredigt nach Matthäus.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 5400

Schrift und Buchmalerei von Klaus-Peter Schäffel. Basel 1997. Handschrift auf Pergament, mit einer halbseitengroßen Miniatur und 19 ornamentierten Initialen, alle in Farbe und mit Gold gehöht, sowie Randzeichnungen und Zierwerk.

Unikales Exemplar: Schwarzbrauner Ecrasélederband, Rückentitel, Deckelornamente und Fileten vergoldet. – Braune Wildseidenspiegel und -vorsätze. – In olivgrüner Halbleder-Seiden-Kassette, Rückentitel vergoldet, Innnendeckel mit brauner Wildseide gefüttert. – Der Basler Kalligraph und Typograph Klaus-Peter Schäffel (geboren 1966) schrieb und illuminierte seit den 1990er Jahren mehrere alte Textvorlagen in Anlehnung an die großartigen Vorbilder des Mittelalters. Beachtenswert sind, neben der präzisen Kalligraphie und den Marginalien in Perlschrift, seine humorvollen Randzeichnungen, hier z. B. zum Gleichnis vom Splitter im fremden Auge und dem Balken im eigenen. – Als Textvorlage diente die Kölner Bibel von 1618.

22,8 : 14,0 cm. [28] Seiten, 2 leere Blätter. – Deckel leicht bombiert.

771  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Ludwig Tieck. Des Lebens Überfluss.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 440

Eine Novelle. Bern, Alain Berlincourt 1961. Mit sechs Originalzeichnungen und eingemaltem Buchschmuck von Angela Colombo. Dunkelblauer Wildseidenband mit Lederrückenschild und gepunzter Kopfschnittvergoldung.

Eins von 290 Exemplaren auf Zerkall-Bütten. – Im Druckvermerk vom Verleger monogrammiert und nummeriert. – Unikales Exemplar: Das ursprünglich nicht illustrierte Buch schmückte die Mailänder Künstlerin Angela Colombo (geboren 1942) mit einigen seitenfüllenden zart kolorierten Tuschfederzeichnungen und kleinen pastellfarbenen Farbstiftvignetten auf allen Textseiten. Die Künstlerin, die viele Jahre an der Brera Academy of Fine Arts in Mailand Ornamentzeichnen unterrichtete, schuf eine Reihe von Unikatbüchern. – Roland Meuters Einband, einer der seltenen in Seide gebundenen, ziert eine kleine Tuschzeichnung, die er vignettenartig in den Vorderdeckel einließ. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

15,8 : 9,5 cm. 116, [8] Seiten.

Zur Künstlerin: www.caldarelli.it/angelacolombo/bio.htm

772  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Joseph von Eichendorff. Mondnacht.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Bayreuth, The Bear Press 2000. Mit 17 ganzseitigen Farbholzschnitten von Hanns Studer.

26. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 113 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf VL-Bütten. – Unikaler Einband: Nachtblauer Halbmaroquinband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. – Deckelbezüge aus blau aquarelliertem Bütten, Vorderdeckel in Gold und Schwarz illustriert. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten. – Hans Studer, laut Horst Hussel »Ikone der Schweizer Buchkultur«, gründete 1953 in Zürich die XYLON-Vereinigung internationaler Holzschnittkünstler. – Tadellos erhalten.

28,4 : 19,5 cm. [6], 103, [11] Seiten.

773  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Von dem Fischer un syner Fru.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 3200

Märchen der Gebrüder Grimm. Köln, Donkey-Press 1981. Mit acht signierten Farblinolschnitten von Eduard Prüssen und drei vielfach wiederholten Linolschnittvignetten.

Zwölfter Handpressendruck der Donkey-Press. – Eins von 45 Exemplaren. – In der plattdeutschen Originalfassung von Philipp Otto Runge. – »Fleißig von Anfang bis Ende handgemacht«. – Auf Bütten gedruckt und als Blockbuch gebunden. – Unikales Exemplar: Grüner Ecrasélederband, Rückentitel goldgeprägt, Kopfschnitt versilbert, Kapitalbändchen mit rotem Leder umfasst. – Deckelillustrationen nach Entwurf des Künstlers mit farbigen Lederapplikationen. Mit einer eingebundenen Gouache von Eduard Prüssen (Von dem Fischer un syner Fru, 25 : 18 cm, signiert und datiert »98«, betitelt). – In grüner Halblederkassette. – Eduard Prüssen (geboren 1930) gründete die Donkey Press 1962, seit 1967 erschienen seine Handpressendrucke, stets mit eigenen Originalgraphiken.

31,2 : 22,0 cm. [20] einseitig bedruckte Doppelblätter. – Kassettenrücken etwas verfärbt.

Spindler 160.12

774  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Edgar Allan Poe. The Raven. Le Corbeau.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

Traduit par Charles Baudelaire. With Linocuts by Eduard Prüssen. Köln, Donkey-Press 2000. Mit Linolschnittporträt und 18 blattgroßen zweifarbigen Linolschnitten. Blauer Originalecrasélederband, Vorderdeckel mit intarsiertem schwarzem Leder, Rückentitel und Kopfschnitt versilbert. Im blauen Leinenschuber mit Lederkanten.

38. Edition der Donkey-Press. – Eins von fünf römisch nummerierten Exemplaren der »special edition« (Gesamtauflage 55). – »In the special leather-bound edition there are further original illustrations«, hier vier signierte Tuschfederzeichnungen, lose in blauer Leinenmappe, diese zusammen mit dem Buch in blauem Leinenschuber mit Lederkanten. – Eduard Prüssen wagte sich hier an einen der bedeutendsten Texte des Symbolismus, der mit den Illustrationen von Édouard Manet (1875) am Beginn des modernen Künstlerbuches stand. – Text und Linolschnitte in Blau und Schwarz auf Zerkall-Bütten gedruckt, als Blockbuch gebunden. – Die große Vorderdeckelillustration entwarf Prüssen selbst, Roland Meuter prägte dessen Monogramm »EP« daneben. Jeder der fünf Einbände ist ein Unikat.

33,0 : 20,0 cm. [44] Seiten. – Rücken etwas verfärbt.

775  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Jean de La Fontaine. Sämtliche Fabeln.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Illustriert von Grandville. München, Artemis & Winkler 1992. Mit zahlreichen Illustrationen.

Dritte Auflage dieser zweisprachigen Ausgabe mit der deutschen Übersetzung von Ernst Dohm und Gustav Fabricius. – Anmerkungen von Hermann Lindner. – Dünndruckausgabe. – Unikales Exemplar: Halblederband mit OIeographiepapierbezügen. – Rückentitel, Kapitalfileten und Buchschnitt vergoldet, Kopf- und Fußschnitt gepunzt. – Seitliche Unterschnittbemalung von A. Colombo zu »Der Rabe und der Fuchs«. – Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

19,3 : 11,8 cm. 1131, [1] Seiten. – Rücken etwas ausgeblichen und minimal fleckig.

776  Einbände – Roland Meuter, Ascona – Henry Jaeger. Der Sieger

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 800

oder Weit ist der Weg nach Marathon. Mit sechs Lithographien von Alban Welti. Ascona 1993. Mit sechs Farblithographien.

Eins von zehn Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit einer signierten und nummerierten Suite der Lithographien, jeweils auf ein gefalztes Doppelblatt gedruckt, und einer Originalzeichnung (Aquarell über Bleistift, 29 : 19 cm, signiert und datiert). – Die gesamte Auflage (65 Exemplare) wurde auf Velin d’Arches gedruckt. – Handsatz aus der Monotype-Garamond, Druck vom Bleisatz auf einer Andruckpresse. – Unikaler Einband: Leuchtend roter Saffianlederband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, dreifarbig handumstochene Kapitale. – Vorderdeckel mit Punzenmuster in Blind- und Goldprägung und mit einem eingelassenen Acrylglasobjekt, das einen Durchblick auf die roten Wildledervorsätze gewährt. – Suite und Zeichnung in Leinenmappe, diese mit dem Buch in roter Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel und mit rotem Wildleder gefüttert. – Die Ascona-Presse wurde 1985 von den beiden Buchbindern Josef Weiß und Roland Meuter gegründet. »Angeregt durch die Vereinigung der Oltner Bücherfreunde und insbesondere durch Gunter Böhmer, der ursprünglich den 1. Druck der Presse illustrieren wollte, aber 1986 verstarb« (Albert Spindler).

30,0 : 20,3 cm. [32] Seiten, 6 Lithographien.

567  Piper, Universitas und weitere Verlage – 20 Werke mit Einband- und Schutzumschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

München u. a. 1926–1933. 21 Originaleinbände und -broschuren.

Piper Verlag München (Originalleinenbände): André Maurois. Die Gespräche des Doktors O’Grady. 1929. Schutzumschlag. – Joseph Kessel. Die Gefangenen. 1930. – Ernst Penzoldt. Die Portugalesische Schlacht. 1930. – Edmond Fleg. Salomo. 1930. – Aldous Huxley. Das Lächeln der Gioconda. 1931. – Panait Istrati. Tage der Jugend. 1931. Schutzumschlag. – Michael Arlen. Zugvögel. 1932. – Universitas Berlin: Jack London. König Alkohol. 1926. Originalleinen mit Schutzumschlag. – Jack London. Meuterei auf der Elsinore. 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Panteleimon Romanow. Drei Paar Seidenstrümpfe. 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Reclam Leipzig: Deutscher Almanach für das Jahr 1932 [und] 1933. Leipzig 1931 und 1932. Illustrierte Originalbroschuren. – Grote Berlin (Originalleinenbände mit Schutzumschlag): Wilhelm Raabe. Die Chronik der Sperlingsgasse. – Julius Stinde. Die Familie Buchholz. 1933. Zwei Bände. Mit zwölf Farbtafeln von Salter. – Rudolf Herzog. Die Wiskottens. Knaur 1932. Originalleinenband, Vorderdeckel und Vorsätze mit farbigen Illustrationen von Salter. – Iwan Lukasch. Moskau in Flammen. Berlin, Dietrich Reimer 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Acht weitere.

185  Georges Braque – Frank Elgar. Résurrection de l’oiseau.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 2300

Paris, Maeght 1958/59. Mit vier blattgroßen Farblithographien von Georges Braque, davon eine auf dem eingebundenen Umschlag, und vier lithographierten Vignetten. Weißer Halbmaroquinband, Rückentitel und gepunzter Kopfschnitt versilbert, blau-silberne Oleographiepapierbezüge (signiert: R. Meuter, Ascona). Im Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

Eins von 175 Exemplaren auf Vélin de Rives (Gesamtauflage 225). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Mit einer einleitenden »Hommage à Braque«, der 1957 seinen 75. Geburtstag begangen hatte. – Tadellos schönes Exemplar in einem unikalen Einband des Meisterbuchbinders aus Ascona.

38,3 : 28,5 cm. 36, [4] Seiten.

Vallier 137. – Mourlot 61–64. – Hatje Livres XXVIII (ohne die Umschlaglitho). – Garvey 42. – Monod 4187

ChristianHesse