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Suchergebnisse für picasso

55  Pablo Picasso. Femme nue devant une Statue.

€ 7000

Radierung. 1931. 31,2 : 22,1 cm (44,5 : 33,5 cm). Signiert.

Blatt 6 aus der »Suite Vollard«. – Eins von 250 Exemplaren auf »petite papier vergé de Montval« mit dem Wasserzeichen des Verlegers. – Der Verleger und Kunsthändler Ambroise Vollard gab bei Picasso eine Folge von einhundert Graphiken in Auftrag, die das Thema von Künstler, Modell und Skulptur oder den Minotaurus-Mythos variieren. Die Graphikfolge entstand in den Jahren 1930 bis 1937 und wurde nach ihrem Auftraggeber benannt.

Im Passepartoutausschnitt schwach gebräunt. Verso Montierungsreste.

Bloch 139

56  Pablo Picasso. La Celestine.

€ 3000

Radierung. 1968. 8,8 : 12,5 cm (25,3 : 32,7 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/50. – In der Platte datiert »16.5.68 V«. – Auf Rives-Bütten. – Die Dramen um Celestina und Calisto und deren tragische Liebesgeschichte faszinierten Picasso lebenslang. Bereits 1904 malte er in der blauen Periode das Portrait der Celestina, 1968 kehrte er zu dem Thema zurück. Für »La Celestine« schuf Picasso innerhalb von ca. sieben Monaten 66 kleinformatige Radierungen, die 1971 als Buch Picassos letzte illustrative Arbeit bildeten. Je 50 Abzüge wurden auf breitrandigem Bütten gedruckt und signiert.

Bloch 1576

57  Pablo Picasso. Ohne Titel (Serie 347, 4).

€ 5000

Radierung. 1968. 31,7 : 52,8 cm (42,0 : 64,5 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 31/50. – Blatt 4 aus der Serie »347 graphische Blätter«, die vom 16.3. bis 5.10.1968 entstanden. – In der Platte datiert »22.3.68 II.« – Auf starkem Velin. – Die Folge stellt eine Art Tagebuch dar, in das Picasso fast täglich seine Gedanken in Kupfer gravierte. »Uns war durchaus bekannt, daß Picasso einer der fleißigsten Arbeiter unter den zeitgenössischen Künstlern ist, aber die sieben Monate dauernde, unermüdliche Hingabe an seine Arbeit, sowie der Umfang und die Intesität dieser Arbeit waren doch so ungewöhnlich, daß dieses Werk als eine einzigartige Leistung nicht nur in Picassos eigenem schaffen, sondern darüber hinaus auch in der gesamten Geschichte der Graphik angesehen werden muß« ( Aldo und Piero Crommelynck, zitiert nach: Picasso 347, Edition Praeger 1961).

Blattränder durch ehemaliges Passepartout schwach verfärbt und mit leichtem Abdruck der Passepartoutkante. Einige winzige (Rost?)-Flecken in der Darstellung.

Bloch 1484

58  Pablo Picasso. Ohne Titel (Serie 347, 11).

€ 5000

Radierung. 43,0 : 33,0 cm (58,3 : 45,5 cm). Signiert und bezeichnet.

Exemplar »E.A.«, außerhalb der Auflage von 50 Exemplaren. – Blatt 11 aus der Serie »347«. – In der Platte datiert »29. März 1968, II-III-IV-V-VI.« – Auf starkem Velin.

Schwacher Knick am unteren Rand, bis in die Darstellung. Kaum merkliche, schwache Stockflecken. Verso kleine Montierungsreste.

Bloch 1491

59  Pablo Picasso [et] André Villers. Diurnes.

€ 1200

Découpages et photographies. Texte de Jacques Prévert. Paris, Berggruen 1962. 30 Tafeln mit Foto-Demontagen. Mit den Textseiten lose in Originalumschlag und farbig illustriertem Originalleinenschuber.

Eins von 900 Exemplaren (Gesamtauflage 1.000). – Die außergewöhnlichen Fotografiken waren Gemeinschaftarbeiten: Picasso schuf Scherenschnitte mit Silhouetten von Köpfen, Menschen und Tieren, die der Fotograf André Villers bei der Belichtung seiner Fotografien als Schablonen verwendete. Gedruckt wurden die Fototypien und Pochoirs bei Daniel Jacomet, den einleitenden Text von Jacques Prévert druckte die Imprimerie Union. – Das Buch entstand im Rahmen eines von dem Blechschneider Lionel Prejger ausgerufenen Wettbewerbs. Ihm lieferte Picasso mit der »Erklärung eines tintenfischartigen Papiergebildes […] ganz beiläufig eine ebenso simple wie überzeugende Beschreibung dieses Phänomens [der von Werner Spies als »Klappskulpturen« bezeichneten »Flachskulpturen«]: ›Das ist ein Stuhl […] und sehen sie, das ist auch eine Erklärung des Kubismus! Stellen Sie sich einen Stuhl vor, der unter eine Dampfwalze gekommen ist.‹« (Petra Kipphoff, Die Zeit, 14.X.1983). – Die farbige Titelschrift auf dem Umschlag, auf der Kassette um Zeichnungen ergänzt, wurde nach Picassos Entwurf gedruckt.

41,0 : 31,0 cm. 18, [2] Seiten, 30 Tafeln, 30 Doppelblätter. – Die Kassette etwas angestaubt und minimal bestoßen, insgesamt sehr schön.

Vgl. Goeppert/Cramer 115. – Bloch livres 112. – Kibbey 1463

643  Picasso. Guernica.

€ 400

Les 42 etudes preliminaires sur papier. Paris, Philipp Lebaud 1990. 42 teils farbige Faksimiletafeln in Passepartouts. Mit dem Begleitheft in Originalleinenkassette mit montiertem Deckelbild.

Eins von 1000 Exemplaren der deutschen Ausgabe. – Anspruchsvolle Faksimileedition, gedruckt von der auf hochwertige Faksimileausgaben spezialisierte Akademische Druck- und Verlagsanstalt Graz. – Die 42 ergreifenden Originalvorzeichnungen zu Picassos Meisterwerk, dem Wandbild in Guernica, entstanden im Frühjahr 1937. Auf Picassos Wunsch verblieben sie bis zum Ende der spanischen Militärdiktatur im MoMa New York und wurden erst 1982 an Spanien übergeben. 1990 waren sie im Besitz des Museo del Prado – Casón del Buen Retiro. – Mit dem Kommentar von Marie-Laure Bernadac, der Konservatorin des Musée Picasso. Das Begleitheft in französischer und englischer Sprache. – In einer weltweiten Kooperation wurden Ausgaben in verschiedenen Sprachen und unterschiedlichen Auflagen gedruckt.

63,0 : 42,0 cm (Kassette). – Kassette mit ganz schwachem Lichtrand.

644  Pablo Picasso – Suite de 180 Dessins de Picasso. Verve.

€ 600

Revue artistique et littéraire. Vol. VIII, No. 29 et 30. Paris, Verve 1954. Mit 13 Farblithographien, davon eine als Titelillustration, und 167 Abbildungen, davon drei farbig, alle nach Zeichnungen von Pablo Picasso. Farbig lithographierter Originalpappband.

Die Zeichnungen entstanden 1953 bis 1954 in Vallauris. – Die Einbandillustration entwarf Picasso extra für diese Ausgabe. – Mit Texten von Tériade, Michel Leiris und Rebecca West.

36,0 : 27,0 cm. [184] Seiten, 12 Lithographien. – Oberes Kapital beschädigt. Rücken am vorderen Gelenk angeplatzt.

Vgl. Kibbey 266

645  Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

€ 1200

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso für dieses Werk vier Lithographien und kolorierte dann »Le Picador« mit allen 24 Farben eines Wachsstiftkastens. Mourlot berichtete von den Schwierigkeiten, die Wachsfarben auf Stein zu übertragen – Picasso selbst war von dem guten Ergebnis überrascht.

25,5 : 32,5 cm. 153, [3] Seiten.

Goeppert/Cramer 113

646  Pablo Picasso. 347.

€ 200

München, Wien und Zürich, Edition Praeger 1971. Mit Frontispiz und 347 Abbildungen auf Tafeln. Zwei Originalhalbleinenbände mit vergoldeten Titeln. Zusammen mit Originalbroschur in Originalleinenkassette.

Prachtvolle Faksimileausgabe, zeitgleich mit der Ausstellung der Radierfolge in der Stuck-Villa München erschienen. – Die 347 Gravüren, die Picasso zwischen dem 16. März und dem 5. Oktober 1968 in Mougins schuf, stellen eine Art graphisches Tagebuch dar. – Die Drucke in von den Originalen abweichenden Größen. – Tadellos erhalten.

44,9 : 33,8 cm. (Kassette). – Beiheft auf der Rückseite leicht angestaubt.

Vgl. Kibbey 535

328  Insel-Bücherei – 18 Bildbände zur modernen Kunst.

€ 200

Leipzig u. a. 1951–1988. Mit zahlreichen Farbtafeln. Farbig illustrierte Originalpappbände, meist mit Deckelschild.

Die Welt in einer Nuss – die Kunst der Moderne in kleinformatigen Bildbänd(ch)en. Schon früh hatten die Herausgeber der erfolgreichsten deutschen Buchreihe auf die Attraktivität von Bildbänden gesetzt, so dass diese seit Jahrzehnten zum festen Repertoire der Reihe gehören. Dass kleine Konvolut könnte Anreiz zum Aufbau einer IB-Sammlung sein oder aber der eigenen bzw. geschenkweise fremder Erbauung dienen. – Vorhanden: Paul Klee Handzeichnungen (IB 294). – Franz Marc Tierstudien (567). – Lyonel Feininger Meer und Schiffe (629). – Maler der Brücke (678). – Joan Miró Lithographien (682). – Hans Purrmann Ischia (721). – Ernst Ludwig Kirchner Georg Heym. Umbra Vitae (749). – Albert Ebert Poesie des Alltags (765). – Ernst Ludwig Kirchner Tanzcafé (770). – Deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts in Selbstbildnissen (777). – Pablo Picasso Der Minotaurus (789). – Josef Hegenbarth Märchen und Fabeln (790). – Paul Klee Traumlandschaft mit Mond (800). – HAP Grieshaber Seestern und Tomahawk (849). – Pablo Picasso Traum und Lüge Francos (880). – Friedensreich Hundertwasser Der Weg zu Dir (899). – Kinderzeichnungen zu Brecht (930). – Oskar Schlemmer Fensterbilder (1104). – Alle mit Einleitung, Kommentar bzw. Nachwort.

Je 18 : 12 cm.

330  Insel-Bücherei – Vier Vorzugsausgaben.

€ 120

Leipzig, Insel 1992–2012. Alle illustriert. Drei Originallederbände, ein Originalkleisterpapiereinband.

I. IB 1031 Honoré de Balzac. Das unbekannte Meisterwerk. Mit Illustrationen von Pablo Picasso. – II. IB 1225 Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Mit Zeichnungen von Karl-Georg Hirsch. – III. IB1260 Georg Büchner. Woyzeck. Mit Zeichnungen von Bernhard Heisig. – IV. IB 1350 Rainer Maria Rilke. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Mit Illustrationen von Karl-Georg Hirsch. Vorzugsausgabe von IB 1 aus Anlass des 100. Jubiläums der Reihe. Im Kleisterpapiereinband von Gisela Reschke mit Lederrückenschild. Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Je eins von 750, 850 (II und III) bzw. 650 Exemplaren. – Dazu sechs Insel-Bändchen: IB 159, 302, 315, 347, 368 und 859.

18,5 : 12,0 cm.

559  H[elene] Kröller-Müller. Die Entwicklung der Modernen Malerei.

€ 150

Ein Wegweiser für Laien. Leipzig, Klinkhardt & Biermann [1927]. Mit Buchschmuck von Henry van de Velde und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit Vergoldung.

Erste deutsche Ausgabe. – »Der innere Buchschmuck, seinerzeit von Prof. H. van de Velde für die holländische Ausgabe entworfen, ist auf Wunsch der Verfasserin beibehalten« (Vorwort). – Helene Kröller-Müller (1869–1939) sammelte mit großer Leidenschaft Werke Vincent van Goghs, Picassos und Mondrians. »Im Kaufrausch auf höchstem Niveau« trug Helene Kröger-Müller 12.000 Kunstwerke zusammen. Ihr Lebensziel, für ihre einzigartige Sammlung ein Museum zu erbauen, erfüllte sich – nach Entwürfen van de Veldes – 1938 in Otterlo/Niederlande.

26,5 : 20,0 cm. [8], 251, [5] Seiten. – Rücken verblasst, Deckel mit Lichtrand.

Brinks 145. – Weber 79 B (von C)

624  Jean Cocteau – Geneviève Laporte. Sous le manteau de feu.

€ 1500

Poèmes. Douze lithographies originales de Jean Cocteau. Préface d’Armand Lanoux. Paris, Joseph Foret 1955. Mit zwölf Lithographien, davon acht farbig. Lose Doppelblätter in farbig lithographiertem Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 55 Vorzugsexemplaren auf Velin de Rives mit einer Extrasuite der Lithographien mit Remarquen auf Papier von Marais (Gesamtauflage 227). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Teile des Titels wurden nach der Handschrift Cocteaus lithographiert. – Mit einer Ausnahme entstanden die Gedichte und die Lithographien 1953 und 1954. Lediglich das hingebungsvolle Gedicht »A Pablo Picasso« datiert bereits 1951. In diesem Jahr begann die Dichterin Geneviève Laporte (1926–2012) nach ihrer Rückkehr aus den USA ein geheimes Liebesverhältnis mit Picasso, der damals noch mit Françoise Gilot liiert war.

42,0 : 34,0 cm. [44] Seiten, 12 Lithographien.

Monod 6824

630  Wifredo Lam – Pierre Loeb. Voyages a travers la peinture.

€ 450

Paris, Bordas 1946. Mit einer signierten Radierung von Wifredo Lam und 48 Bilddtafeln. Illustrierte Originalbroschur.

Erste Ausgabe von Loebs Geschichte der modernen Malerei von Corot bis zu den Surrealisten. – Eins von 120 Exemplaren auf Velin »BFK Rives« mit der beigelegten Radierung, vier weitere als Belegexemplare. – Wifredo Lam (1902–1982) hatte 1939 seine erste Einzelausstellung in der Galerie Pierre Loeb, nachdem ihn Picasso dem Galeristen und Kunsthändler der Surrealisten vorgestellt hatte. 1941–1945 lebte Loeb auf Kuba, der Heimat Wifredo Lams. – Vorsatzblatt mit Widmung des Verfassers (?) für Maurice und Marguerite Desailly.

23,8 : 18,6 cm. [2], 144, [14] Seiten, 48 Tafeln, 1 Radierung. – Die Radierung lose, sonst sehr gutes, unaufgeschnittenes Exemplar.

Nicht bei Monod

650  José de Togorès – Henri Hertz. Le Guignol Horizontal.

€ 400

Illustré de lithographies par José de Togorès. Paris, Galerie Simon1923. Mit vier blattgroßen Lithographien. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 90 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 112). – Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Die vier Kreidelithographien wurden jeweils in einer anderen Farbe gedruckt. – Henri Hertz (1875–1966) pflegte freundschaftlichen Kontakt mit Apollinaire, Max Jacob, Alfred Jarry, Henri Barbusse, Jean Cassou und anderen französischen Symbolisten und Dadaisten. – Der Spanier José de Togorès (1893–1970) war mit Picasso befreundet und seit 1918 ebenfalls in Paris ansässig. Die Illustrationen zu der Dichtung Hertz’ sind ein Beispiel für seine beginnende Hinwendung zum Surrealismus. – Sehr schönes Exemplar des seltenen Künstlerbuchs.

23,8 : 16,8 cm. [48] Seiten.

Monod 6000. – Dokumentations-Bibliothek I, 329

ChristianHesse