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Suchergebnisse für picasso

83  Pablo Picasso. Sueño y mentira de Franco.

Schätzpreis/Estimate: € 4000

Zuschlag/Hammerprice: € 5500

Zwei Aquatintaradierungen. 1937. 31,5 : 41,5 cm (38,5 : 55,5 cm). Mit Signaturstempel. [Paris].

Je eins von 850 Exemplaren auf Vergé de Montval (Gesamtauflage 1000). – Nach dem von Franco 1936 angeführten Staatsstreich gegen die republikanische Regierung versuchte Picasso den Widerstand gegen die Putschisten zu unterstützen. Auch die Verkaufserlöse von »Traum und Lügen Francos«, dieser auf eigene Kosten gedruckten scharfen Satire gegen den Generalissimo, waren wohl dafür vorgesehen. Die 18teilige comic-artige Bildfolge entstand in der ersten Jahreshälfte 1937, vollendet wurde sie erst nach der Bombardierung Guernicas. Einige Bildelemente aus Picassos Guernica-Gemälde finden sich hier bereits auf der zweiten Graphik. – Lose in dem Doppelblatt mit der faksimilierten Handschrift Picassos und den Transkriptionen in Spanisch und Französisch, alles zusammen in grauem Originalumschlag mit dem montierten Titelschild nach Picassos Handschrift.

Umschlag leicht fleckig. – Beide Radierungen im ehemaligen Passepartoutausschnitt minimal gebräunt, die Signaturstempel etwas verblasst.

Goeppert/Cramer 28. – Bloch 297/298 und livres 28

84  Pablo Picasso. Dormeuse.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 900

Kaltnadelradierung. 1938. 14,7 : 24,7 cm (20,8 : 30,0 cm). In der Platte datiert.

Eins von 64 Exemplaren. – Auf Vélin de Montval. – Die erste und für uns zugleich schönste der vier Radierungen, die Picasso, neben zwei Arabesken, für die Sonettensammlung »Afat« von Iliazd schuf. Das Buch erschien 1940. – Mit kleinem Sammlerstempel.

Leicht stockfleckig, an der Passepartoutkante etwas gebräunt. – Rückseitig einige Montierungsreste.

Bloch 313. – Aus Goeppert/Cramer 33

85  Pablo Picasso. 14 dessins origineaux,

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 2600

gravés sur cuivre. Lausanne, Louis Grosclaude [1940]. 14 Kupferstiche nach Zeichnungen. Zusammen mit dem Textblatt (Titel und Druckvermerk) lose in Originalhalbleinenkassette.

Eins von 300 Exemplaren. – In der Platte signiert, vom Verleger im Druckvermerk signiert und nummeriert. – Gedruckt auf »papier à grande marges«, jeder Kupferstich nummeriert. – Während eines Aufenthalts in Monte Carlo besuchte Picasso Proben und Aufführungen des »Ballet Russe« und fertigte von dem »Spektakel« Zeichnungen an. 14 ausgewählte wurden bei Hæfeli & Cie, La Chaux-de-Fonds, in Kupferplatten graviert und im Atelier von Paul Haasen, Paris, gedruckt. – Trotz der Auflage sehr selten.

28 : 20 cm (41 : 31 cm). 1 Textblatt, 14 Kupferstiche. – Kassette etwas lichtrandig.

86  Pablo Picasso. Paloma et Claude.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Lithographie, zweigeteilt. 1950. Je 32,0 : 24,5 cm.

Eins von 2000 Exemplaren, gedruckt als Umschlag für den zweiten Band von »Picasso Lithographe«. – Das berühmte Doppelporträt der beiden Kinder von Picasso und Françoise Gilot. – Picasso trug die etwas verdünnte Lithotusche mit den Fingern – nicht mit dem Pinsel – auf das Umdruckpapier auf. In gleicher Art und Weise entstanden am selben Tag die Lithographien zu Tzaras Buch »De mémoire d’homme« (siehe KatNr. 702). – Einzeln passepartouriert.

Außerhalb der Darstellungen an den Falzen des Umschlags etwas gebräunt.

Bloch 664 und livres 58. – Mourlot 186. – Güse/Rau 491. – Aus Goeppert/Cramer 60

87  Pablo Picasso. Ohne Titel, aus »Sable mouvant«.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 560

Aquatintaradierung mit Kaltnadel und Schabkunst. 1965. 38,3 : 27,5 cm (48,0 : 38,5 cm).

Eins von wohl 255 Exemplaren. – Auf Velin von Rives. – Blatt 3 der zehn Radierungen, die 1964/65 zu Pierre Reverdys letztem Gedicht, »Sable mouvant«, entstanden. – Gedruckt bei Crommelynck, Paris. – Das Buch erschien 1966 bei Louis Broder, Paris. – Das technisch anspruchsvollste Blatt der Folge, in der Picasso eines seiner zentralen Bildmotive wiederholt aufgriff. – Tadellos.

Bloch 1185. – Aus Goeppert/Cramer 136

88  Pablo Picasso. Jeu de ballon sur une plage.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 300 ( R19 )

Farbiger Linolschnitt. 1957. 8,0 : 13,0 cm (23,8 : 15,8 cm, gefaltet).

Eins von 200 Exemplaren auf »papier vergé«. – Auf gefaltetem Doppelblatt, Vorderdeckel von »Dans l’argile de Picasso«, Poèmes de Henri-Dante Alberti. Vallauris 1957.

Aus Goeppert/Cramer 89. – Bloch 1273

89  Pablo Picasso. Toros en Vallauris.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Ausruflimit/Reserve price: € 1900

Farbiger Linolschnitt. 1957. 64,0 : 53,5 cm (100,0 : 65,0 cm). Signiert.

Neben der Auflage von 198 Exemplaren auf glattem Papier. – Mit rotem Fettkreidestift signiert. – Gedruckt bei Arnéra, Vallauris.

Leichte Knitterspuren. – Ränder rückseitig umlaufend hinterlegt.

Bloch 1276. – Czwiklitzer 23

90  Pablo Picasso. Exposition Vallauris – 57.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 1400

Farbiger Linolschnitt. 1957. 63,0 : 53,0 cm (95,5 : 67,0 cm). Signiert.

Über die Auflage von 175 Exemplaren hinaus gedruckt. – Auf festem Velin. – Mit rotem Fettkreidestift signiert. – Gedruckt bei Arnéra, Vallauris. – Der Linolschnitt mit Motiven aus einer Keramikwerkstatt. Für seine Keramiken war der südfranzösische Ort Vallauris schon seit Jahrhunderten bekannt, als Picasso während seines Aufenthaltes in den 1950er Jahren dieses Handwerk künstlerisch beeinflusste.

Etwas geknittert und am Rand geknickt.

Bloch 1277. – Czwiklitzer 24

91  Pablo Picasso. Exposition Vallauris.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Zweifarbiger Linolschnitt. 1961. 63,5 : 53,0 cm (75,5 : 62,0 cm). Signiert und nummeriert, im Stock nochmals signiert und datiert.

Exemplar 54/175. – Aus Velin d’Arches. – Gedruckt bei Arnéra, Vallauris. – Weitere 120 Exemplare wurden als Plakat auf »Roto blanc« gedruckt und nicht signiert.

Minimale Knickspuren im Rand. – Links kaum sichtbarer restaurierter Einriss bis an den Darstellungsrand.

Bloch 1295. – Czwiklitzer 43

92  Pablo Picasso. Visage.

Schätzpreis/Estimate: € 900 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Zweifarbige Lithographie. 1958. 22 : 15 cm. Signiert.

Auf dem Umschlag des Ausstellungskataloges »Cent cinquante céramiques originales«, die in der »Masion de la Pensée Française« gezeigt wurde. – Mit Signatur in vielfarbigem Crayon. – Der Katalog erschien in einer Auflage von 1000 Exemplaren, hier Exemplar mit der, von Picasso manchmal verwandten, originellen Signatur.

Bloch 856. – Mourlot 312. – Güse/Rau 677. – Goeppert/Cramer 90

93  Pablo Picasso. Frederic Joliot-Curie.

Schätzpreis/Estimate: € 1800 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 1200 ( R19 )

Offsetlithographie nach einer Zeichnung. 1959. 65,5 : 51,5 cm. Signiert und datiert.

Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers »pour … 15. 8. 62, son ami Picasso«. – Auf Velin d’Arches. – Vor der Verwendung als Plakat wurden 200 Exemplare ohne Umrahmung gedruckt. – Künstlerexemplar, wie weitere 200 nummerierte Exemplaren ohne die Textumrahmung des Plakats.

Vgl. Czwiklitzer 157

94  Pablo Picasso. Aus »La Célestine«.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

Vier Aquatintaradierungen. 1968. 21,0 : 17,5 cm.

Auf Bütten mit dem Wasserzeichen »La Célestine«. – Aus der 66 Radierungen umfassenden Folge zu dem Text von Fernando de Rojas, die im Atelier Crommelynck gedruckt und von diesem 1971 verlegt wurde. Es erschienen 400 Exemplare. – Die gesamte Folge ist Teil der legendären 347 Graphiken, die im Zeitraum von etwa sechs Monaten entstanden. – Tadellos erhalten. – Beigabe: Eine Dublette.

Aus Goppert/Cramer 149. – Bloch 1573, 1606, 1627 (davon eine Dublette) und 1628

702  Pablo Picasso – Tristan Tzara. De mémoire d’homme.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 1300

Poème. Lithographies de Pablo Picasso. Paris, Bordas 1950. Mit neun blattgroßen Lithographien (einschließlich Titel). Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren auf Vélin d’Arches (Gesamtauflage 350). – Picasso malte teils mit den Fingern, was einen nicht unbeträchtlichen Reiz der Illustrationen ausmacht. Diese Technik hatte er am selben Tag bereits für das Doppelporträt seiner Kinder Claude und Paloma angewandt (siehe KatNr. 86). – Die Idee, Picasso die Illustration der 1946 bis 1949 entstandenen vier Gedichte anzutragen, rührt sicher aus Tzaras Begeisterung für die kurz zuvor entstandenen Arbeiten des Künstlers und die Erinnerungen an die gemeinsame Arbeit an dem Buch »L’Antitête« (1933).

33 : 25 cm. 119, [9] Seiten. – Pergaminumschlag etwas gebräunt und mit Einriss. Bindung gelockert. – 3 Seiten mit leichten Stockflecken im Falz, 3 weitere etwas spakig.

Bloch 665-673 und livres 56. – Mourlot 187. – Güse/Rau 492–500. – Goeppert-Cramer 59. – Kibbey 1503. – Harwood, Tzara 41. – Monod 10794. – Garvey 234

703  Pablo Picasso – Maurice Toesca. Six contes fantasques.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

Illustrés de six burins par Picasso. Paris, Flammarion 1953. Mit 6 ganzseitigen Kupferstichen und 6 Holzschnittinitialen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -halbleinenchemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren auf Vergé d’Arches (Gesamtauflage 225). – Bereits 1943 entstand bei Henri Flammarion der Plan zu diesem Buch. Pablo Picasso hatte Maurice Toesca während des Krieges im Pariser Verwaltungsdienst kennengelernt. Von dessen Erzählungen um das Verhältnis von Kunst und Natur ließ Picasso sich zu den sechs Kupferstichen inspirieren, die alle an einem Tag entstanden. Bis zur Publikation als Buch sollten noch zehn Jahre vergehen. – Die Kupferstiche wurden bei Lacourière gedruckt. – Die großen Initialen zeichnete und schnitt Pierre Bouchet, ganz im Stil der 1949 von Picasso für die »Carmen«-Ausgabe geschaffenen.

33 : 25 cm. 82, [6] Seiten. – Der erste Kupferstich gebräunt.

Goeppert/Cramer 66. – Bloch 363–368 und livres 64. – Nicht bei Monod

704  Picasso. Dessins d’un demi-siècle.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausruflimit/Reserve price: € 300

Paris, Berggruen 1956. Mit einer Farblithographie (auf dem Umschlag) und 23 teils farbigen ganzseitigen Abbildungen. Originalbroschur.

Eins von 1000 Exemplaren. – Mit einem Vorwort von Maurice Jardot. – Die in vier Farben gedruckte zweiteilige Lithographie (»Bacchanale« und »Tête d’une faune«) schuf Picasso extra für diesen Berggruen-Katalog. Heinz Berggruen hatte den Künstler 1950 durch Vermittlung Tristan Tzaras kennen gelernt und 1954 den ersten Ausstellungskatalog mit Arbeiten Picassos publiziert. Die in schmalem Hochformat gestalteten Berggruen-Kataloge sind bis heute reizvolle Sammelobjekte geblieben.

22 : 11 cm. [28] Seiten. – Oberrand des Vorderdeckels unmerklich und der Rücken minimal gebräunt.

Goeppert/Cramer 82. – Bloch 792 und livres 75. – Mourlot 268. – Güse/Rau 619

705  Pablo Picasso. Carnet de la Californie.

Schätzpreis/Estimate: € 4000

Zuschlag/Hammerprice: € 3800

Paris, Editions Cercle d’Art 1959. Mit 25 teils vielfarbig lithographierten Tafeln. Spiralgebundene Originalbroschur. Zusammen mit Suite in illustrierter Originalleinenkassette.

Unnummeriertes Künstlerexemplar, wie die 120 der Vorzugsausgabe mit der signierten Lithographie »Scènes de corrida« und einer Extrasuite der Farbtafeln (Gesamtauflage 1500 sowie je weitere 1500 mit deutschem, englischem und italienischem Beiheft). – Faksimile des Skizzenheftes, welches Picasso vom 1.XI.1955 – 14.I.1956 während seines Aufenthaltes in seiner Villa »La Californie« bei Cannes führte. Er lebte dort von 1955 bis 1959 mit seiner Lebensgefährtin Jaqueline Roque. – Das Skizzenheft beinhaltet u. a. farbige Kreidezeichnungen zu den Themenkreisen »Das Atelier« und »Frau in türkischer Tracht«. – Druck der teils als Lithographie ausgeführten Faksimiles bei Duval und Mourlot Frères, der Originallithographie bei Mourlot.

48 : 33 cm. – Ohne das Textheft. – Kassette an den Rändern etwas abgegriffen. 3 Kanten aufgeplatzt.

Goeppert/Cramer 101. – Bloch 900, livres 94. – Mourlot 327. – Güse/Rau 693. – Kibbey 265

706  Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 1000

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso vier Lithographien für dieses Werk, zunächst alle einfarbig. Nach Mourlots Anregung kolorierte Picasso die Lithographie »Le Picador« und verwendete dabei alle 24 Farben des Wachsstiftkastens, den er zur Hand hatte. Mourlot berichtet von den Schwierigkeiten, die Wachsfarben auf Stein zu übertragen – Picasso selbst war von dem guten Ergebnis überrascht.

25 : 32 cm. 153, [3] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Schuber an einer Stelle gestaucht.

Goeppert/Cramer 113

707  Pablo Picasso – Jean Cocteau. Picasso

Schätzpreis/Estimate: € 4500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 2800

de 1916 à 1961. Monaco, Editions du Rocher 1962. Mit 24 Litographien, davon sieben blatt-, zwei doppelblattgroß. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -halblederchemise mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen im Originalschuber.

Eins von 15 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen Suite der 24 Lithographien (Gesamtauflage 255), das Papier der Suite mit Schriftzug Picassos als Wasserzeichen. – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf »papier pur chiffon à la main Isle de France ivoire«, Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der lithographierte Vorderdeckel mit Ausstanzung. – Anlässlich von Picassos 80. Geburtstag wurden elf Texte von Cocteau, die einen direkten Bezug zu Picasso haben, zusammengefasst. Dieser illustrierte das Buch mit 24 Lithographien, die er zum Teil in Cocteaus Manier zeichnete. – »Dieses Buch ist Madame Pablo Picasso in treuer Zärtlichkeit gewidmet. Jean Cocteau«.

38 : 29 cm. [6], 113, [25] Seiten. – Die Schuberkanten mit Leinen verstärkt. Gelenke der Chemise stärker berieben. Ausstanzung des Vorderumschlags mit kleinem Ausriss.

Goeppert/Cramer 117. – Bloch 1037–1060 und livres 114. – Mourlot 358–381. – Güse/Rau 722-745

708  Pablo Picasso – Fernand Mourlot. Picasso Lithographe.

Schätzpreis/Estimate: € 2400 ( R7 )

Ausruflimit/Reserve price: € 1900 ( R7 )

I [–] IV. Monte-Carlo, Sauret 1949–1964. Mit acht Lithographien, davon eine farbig, auf den vier Umschlägen und zahlreichen, teils farbigen, Abbildungen. Originalbroschuren, drei mit Schuber.

Je eins von 2000 bis 3000 Exemplaren. – Mit einem Vorwort von Jaime Sabartes, von diesem in Band I signiert. – Die Lithographien für Umschläge und Frontispize wurden von Picasso eigens für diese Edition geschaffen. – Maßgebliches Werkverzeichnis der Lithographien bis 1963. – Alle Bände mit den Originalpergaminumschlägen. – Sehr schöne Exemplare.

32 : 25 cm. – Buchblock von II gelöst.

Goeppert/Cramer 55, 60, 77 und 125

709  Pablo Picasso – Pablo Picasso. Linolschnitte.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 700

Einleitung Wilhelm Boeck. Stuttgart, Gerd Hatje 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen. – Schönes Exemplar.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln, [2] Seiten. – Schuber mit schwachem Lichtrand. – Äußerste Ränder mit winzigen Stockflecken.

658  Ungarische Avantgarde – Ivan Hevesy. Futurista, expresszionista és kubista Festészet

Schätzpreis/Estimate: € 800

Zuschlag/Hammerprice: € 900

(ungarisch: Futuristische, expressionistische und kubistische Malerei). Budapest, MA 1919. Mit 39 Abbildungen auf Tafeln und drei im Text. Mit einem Linolschnitt von Sandor Bortnyk auf dem Vorderumschlag. Originalbroschur.

Originalausgabe. – Sehr seltene Publikation des MA-Verlages über die avantgardistischen Kunstströmungen und ihre Hauptvertreter. – Mit Abbildungen von Gemälden und Skulpturen von Severini, Russolo, Picasso, Gleizes, Chagall und ungarischen Künstlern. – Im Text Klischeedrucke nach Kandinsky, Marc, Derain und Benes. – Ivan Hevesy (1893–1966) hatte während seines Studiums den Künstlerkreis um Lajos Kassák und dabei insbesondere auch László Moholy-Nagy und Sándor Bortnyk kennengelernt. Ab 1917 publizierte Hevesy in der Zeitschrift »MA«.

23 : 16 cm. 31, [1] Seiten, 39 Tafeln. – Papierbedingt etwas gebräunt und leicht fleckig.

667  Surrealismus – Dictionnaire abrégé du Surréalisme.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 380

Paris, Galerie Beaux-Arts 1938. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur mit Deckelillustration von Yves Tanguy.

Erste Ausgabe dieses Wörterbuchs, zusammengestellt von André Breton und Paul Eluard. – Die kurzen Textbeiträge und die vielen abgebildeten Kunstwerke stammen von Louis Aragon, Hans Arp, Hans Bellmer, René Crevel, Salvador Dali, Robert Desnos, Marcel Duchamp, Max Ernst, Man Ray, Benjamin Péret, Pablo Picasso, Jacques Prévert, Tristan Tzara und vielen anderen. – Anlass für diese Publikation war die berühmte »Exposition Internationale du Surréalisme«, die von den Pariser Surrealisten André Breton und Paul Eluard unter Mitwirkung von Duchamp, Le Gentil, Dali, Max Ernst, Man Ray und W. Paalen organisiert wurde. – Beilage: Ausstellungskatalog zur »Exposition«, die von Januar bis Februar 1938 in der Galerie Beaux-Arts, Paris, gezeigt wurde. Acht Seiten, klammergeheftet, im Format des Buches. Sehr selten, da meist verloren. Auflistung der 229 Exponate.

24 : 15 cm. 75, [1] Seiten; 7, [1] Seiten. – Umschlag- und Beilageränder etwas gebräunt.

Dokumentations-Bibliothek VI, 129

673  Salvador Dali.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

[Ausstellungsflyer]. Julien Levy Gallery. New York 1939. Illustriertes Doppelblatt, Leinenrückenfalz. Mit einem montierten Dekompositionsbild.

Selten. – Die Ausstellung war Dalis Gemälde »The endless enigma« gewidmet. – Das Faltblatt mit einem mehrteiligen Abdruck der einzelnen Bildkomponenten auf Transparentpapier und mehreren Abbildungen sowie Texten von Dali, Picasso, Breton, Zweig u. a.

32 : 25 cm. – Leichte Knickspuren.

688  Sechs Kataloge der Galerie Berggruen, Paris.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Paris 1957–1973. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

I. 23. Pierre Soulages gouaches et gravures. 1957. – II. 29. Klee & Kandinsky une confrontation. 1959. – III. 33. Klee lui-même. 20 œuvres: 1907–1940. 1961. – IV. 35. Robert Delaunay. Première époque 1903–1910. 1961. – V. 52. Kandinsky aquarelles & dessins. 1972. – VI. 54. Œuvres cubistes. Braque, Gris, Léger, Picasso. 1973. – Meist in Auflagen von etwa 1000–1500 Exemplaren erschienen. – Die Umschläge wurden nach Arbeiten der Künstler zum Teil bei Mourlot farblithographisch gedruckt. – Gut erhalten. – Heinz Berggruen (1914–2007) emigrierte 1936 in die USA und kam als US-Soldat nach Frankreich. Im Paris der Nachkriegszeit wurde er, ohne später selbst genau sagen zu können wie, Kunsthändler – für Jahrzehnte einer der weltweit bedeutendsten und erfolgreichsten.

22 : 11 cm.

691  Jean Cocteau – Geneviève Laporte. Sous le manteau de feu.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Ausruflimit/Reserve price: € 1200

Poèmes. Douze lithographies originales de Jean Cocteau. Préface d’Armand Lanoux. Paris, Joseph Foret 1955. Mit zwölf Lithographien, davon acht farbig. Lose Doppelblätter in farbig lithographiertem Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 55 Vorzugsexemplaren auf Velin de Rives mit einer Extrasuite der Lithographien mit Remarquen auf Papier von Marais (Gesamtauflage 227). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Teile des Titels wurden nach der Handschrift Cocteaus lithographiert. – Mit einer Ausnahme entstanden die Gedichte und die Lithographien 1953 und 1954. Lediglich das hingebungsvolle Gedicht »A Pablo Picasso« datiert bereits 1951. In diesem Jahr begann die Dichterin Geneviève Laporte (1926–2012) nach ihrer Rückkehr aus den USA ein geheimes Liebesverhältnis mit Picasso, der damals noch mit Françoise Gilot liiert war.

42 : 34 cm. [44] Seiten, 12 Lithographien.

Monod 6824

ChristianHesse