1  Otmar Alt.

Schätzpreis/Estimate: € 800

Zuschlag/Hammerprice: € 540

Holzplastik. 1969. 35 : 26 : 26 cm. Signiert und datiert.

Acht farbig lackierte Holzscheiben und -formen lassen sich auf einer Gewindestange aus Holz beliebig kombinieren. – Unten an der Grundplatte mit der geritzten und eingebrannten Signatur und Datierung. – Ein ähnliches Multiple edierte die Galerie Regio in Lörrach 1970 in einer Auflage von zwölf Exemplaren (vgl. Buchholz/Magnani, Index of Multiples, Seite 22).

2  Giovanni de Angelis. Testa.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Aquarell. 1971. 61,0 : 46,5 cm. Signiert und datiert.

Auf Bütten »C M Fabriano«. – Giovanni de Angelis wurde 1938 auf Ischia geboren. Bereits in jungen Jahren entstanden erste Kunstwerke. Auf Ischia lebende Künstler wie Werner Gilles und Hans Purrmann beeinflussten seinen Werdegang. – Erworben auf der Ausstellung der Westdeutschen Landesbank Münster 1976.

Gerahmt, nicht außerhalb der Rahmung begutachtet.

3  Giovanni de Angelis. Cavallo e cavaliere.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Tusche und Aquarell. 1975. 56,5 : 75,5 cm. Signiert und datiert.

Großformatige, sehr dynamisch-expressive Zeichnung . – Auf Bütten »C M Fabriano«. – Erworben auf der Ausstellung der Westdeutschen Landesbank Münster 1976.

Gerahmt, nicht außerhalb der Rahmung begutachtet.

4  Horst Antes. Zweiäugig im Profil.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Farbige Kreidezeichnung. 1967/68. 7,7 : 9,2 cm. Signiert und mit Widmung bezeichnet.

In dem Werbeprospekt der Galerie d’Eendt in Amsterdam zu »Symbiosion«, der Folge von zehn Farblithographien von Horst Antes zu Gedichten von Hans Andreus.

5  Shusaku Arakawa. Critical Mistake. Do you like this page?

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Farbserigraphie auf Silberfolie. 1971. 23,2 : 22,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 13/150. – In leuchtenden Farben auf »verspiegelte« Kunststofffolie gedruckt. – Als Beilage in der hier vorliegenden Vorzugsausgabe von Mechanismus der Bedeutung. Arakawa in Zusammenarbeit mit Madeline Gins. München, Bruckmann 1971. Mit zahlreichen Abbildungen. Originaleinband mit zwei Schutzumschlägen. – Der japanische Künstler Arakawa (1936–201) schuf zunächst graphische Arbeiten. Nachdem er sich in New York niedergelassen hatte begannen er und seine Partnerin Madeline Gins das Engagement in Architektur und Baukunst.

6  Emanoel Araujo. Bahia.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R19 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 300 ( R19 )

Sieben Farbholzschnitte. 1964. 53,5 : 37,0 cm. Signiert und datiert.

Exemplar 264/500. – Prächtige Farbholzschnitte, bis zu vier Farbstöcke wurden über die schwarzen Zeichnungsstöcke gedruckt. – Emanuel Araujo (geboren 1940 als Sklavennachfahre in Bahia) arbeitet als Bildhauer, Zeichner, Maler und Graphiker und kämpft zeitlebens gegen die Apartheid in Brasilien. Er leitet das von Oscar Niemeyer für São Paulo projektierte Museum für afro-brasilianische Kunst. – Die sieben großen Farbholzschnitte und drei gefalzte Textblätter, davon eins mit einem Farbholzschnitt als Titelvignette, lose in illustrierter Originalleinenmappe. Mit einem Begleittext von Odorico Tavares. – Ediert 1965 von in Sao Paulo bei Editôra Cultrix.

54,5 : 38,0 cm (Mappe).

7  Jean (Hans) Arp. 1, Rue Gabrielle.

Schätzpreis/Estimate: € 1500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 1100

Douze eaux-fortes originales. Préface de Michel Seuphor. Paris, Éditions XXe siècle 1958. Zwölf Kaltnadelradierungen. Mit drei Text-Doppelblättern lose in Originalumschlag und -kassette.

Eins von 60 Exemplaren auf chamoisfarbenem Velin »BFK Rives« (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Radierungen gehen auf Jugendarbeiten Arps zurück. Die Zeichnungen entstanden 1914 für die Ausgabe eines der brahmanischen Andachtsbuches und wurden einige Jahre später auf Kupferplatten übertragen. Zeitgenössische Abbildungen der Zeichnungen fanden sich bereits 1915/16 in Walter Serners Zeitschrift »Sirius« und in Hülsenbecks »Schalaben, Schalomai, Schalamenzomai«. – Der Titel »Rue Gabrielle« bezieht sich auf Arps damalige Wohnanschrift in Paris.

29,4 : 32,5 cm. [12] Seiten, 12 Radierungen. – Umschlag leicht gebräunt und minimal stockfleckig. Innen und die Kassette gut erhalten.

Arntz 380-391. – Arp-Hagenbach A 362. – Garvey, Artist and the Book 6

8  Edgar Augustin. Szenen im Atelier.

Schätzpreis/Estimate: € 600 ( R19 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 400 ( R19 )

Acht Radierungen. 1970. Ca. 33 : 24 cm (50 : 37,5 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 24/30. – Auf Velin »Rives«. – Die vollständige Folge der schönen Radierungen mit den mechanischen Figuren im Atelier. – Herausgegen von Evelyn Hagenbeck, Hamburg. – Jede Radierung in Passepartout eingelegt, alle zusammen mit dem Textblatt in der aufwändigen Leinen-Holz-Kassette, gefertigt von der Buchbinderei Metz, Hamburg. – Als Gesamtzyklus selten geworden. – Während seines Aufenthaltes in der Villa Massimo 1967 wandelt sich Augustins Zeichenstil: Die Formen werden schematischer, vermitteln den Eindruck von Konstruktionszeichnungen und erinnern, gerade in dieser fast technisch anmutenden Reduktion, an die 40 Jahre früher entstanden Werke Oskar Schlemmers und anderer Bauhauskünstler.

9  Stephan Balkenhol. Two Lizards and a Man.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Drei Bleigüsse. 1993. Je ca. 30 : 10 : 4 cm. Unterseiten mit eingeschlagenem Monogramm und Nummerierung.

Exemplar 75/85. – Ediert von der Kunstzeitschrift »Parkett«, eine Plastik rückseitig mit dem Aufkleber der Edition. – Mit den Schaumstoff-Formteilen im Originalkarton.

10  Stephan Balkenhol. Frau mit weißer Jacke.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 110

Zweifarbiger Holzschnitt. 2004. 43,5 : 32 cm (76 : 56 cm). Signiert.

Eins von 666 Exemplaren. – Auf getöntem Sommerset-Bütten. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Dobje/Priess 73. – Griffelkunst 315 C2.

11  Eduard Bargheer. Sechs Holzschnitte.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 300

1935. 31,5 : 42,7 cm. Im Stock signiert und datiert.

Eins von 500 Exemplaren. – Auf Velin. – Titel: Die Elbe bei Ebbezeit; Weiden; Fischerhafen; Die Familie; Ankunft in der Nacht; Am Fenster«. – Gedruckt unter Aufsicht des Künstlers in der Druckerei der Dürer-Presse, erschienen im Verlag der Blätter für die Dichtung Dr. Heinrich Ellermann. – Mit Druckvermerk und zwei Textblättern lose im Originalumschlag. – Erster Druck der Reihe »Graphik Hamburger Maler«. – »Eduard Bargheer zählt zu den besten Hoffnungen der junghamburgischen Kunst« (Vorwort von Hugo Sieker). – Anfang der 1930er Jahre hatte Bargheer erste Radierungen geschaffen, meist Porträts. Seinen hier publizierten ersten Holzschnitten folgten nur noch wenige (Firenze und Pisa, 1945), bevor er sich wieder der Radierung und bald der Lithographie zuwandte.

Vereinzelte Ränder leicht stockfleckig.

Rosenbach 80–85

12  Eduard Bargheer. Ischia.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Zehn Farblithographien. 1965. 43 : 61 cm. Signiert und nummeriert.

Künstlerexemplar X/XX, neben der Auflage von 120. – Auf Velin, die Lithographien in Passepartouts geheftet. – Gedruckt von Manfred Hügelow, Berlin, ediert von der Galerie Valentien, Stuttgart. – Die vollständige Folge mit den zwei- und dreifarbigen Lithographien »Fischer am Strand«, »Häuser und Gärten im Frühling«, »Der Epomeo«, »Forio am Morgen«, »Häuser am Meer«, »Häuser und vegetative Formen«, »Forio im Sommer«, »Vulkanische Landschaft« »Ruinen am Meer« und »Dächerlandschaft«. – Mit den Textblättern, u. a. die Bilderläuterungen des Künstlers, lose in der Originalleinenmappe.

Die Mappe an den Rändern leicht stockfleckig. – Ein Passepartout leicht geknickt, die Lithographien tadellos.

Rosenbach 189–198

13  Eduard Bargheer. Afrika.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Zehn Farblithographien. 1966. 42,8 : 59,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Künstlerexemplar XIX/XX, neben der Auflage von 120. – Auf Velin. – Gedruckt von Manfred Hügelow, Berlin, ediert von der Galerie Valentien, Stuttgart. – Die vollständige Folge mit den meist drei- und vierfarbigen Lithographien »Tozeur«, »Tunesische Wüste«, »Marrakesch«, »Cairo«, »Tam-Tam«, »Der Niger«, »Casablanca«, »Bamako«, »Der Atlas« und »Der Nil«. – Mit den Textblättern, u. a. die Bilderläuterungen des Künstlers, lose in Originalleinenmappe. – Dazu: Eduard Bargheer. Sahara. Fünf Farblithographien. 1967. 42,3 : 58,5 cm. Signiert und datiert. Unnummeriertes Exemplar auf Römerturm-Bütten. Vollständige Folge, ediert vom Fackelträger-Verlag Hannover. – Mit dem Titelblatt lose in der Leinenmappe. Titelblatt fleckig.

Blattränder minimal vergilbt, insgesamt aber sehr gut.

Rosenbach 224–233 und 234–238

14  Eduard Bargheer. Sahara.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 350

Fünf Farblithographien. 1967. 42,3 : 58,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 46/50, eins von 40 auf Römerturm-Bütten. – Die Lithographien im Stein mit »Bargheer 66« und unten rechts mit Bleistift »Bargheer 67« signiert. – Gedruckt von Manfred Hügelow, Berlin, ediert vom Fackelträger-Verlag Hannover. – Vollständige Folge, mit dem Titelblatt lose in der Originalhalbleinenmappe.

Rosenbach 234 – 238

15  Eduard Bargheer. Sophokles Antigone.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Zehn Aquatintaradierungen. 1967. 43,5 : 38,0 (bzw. 30,8) cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar XLIII/75, eins von 50 signierten Suitenexemplaren ohne Text. – 25 Suiten erschienen mit Text, ferner 175 Buchausgaben. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, und ediert von Gotthard de Beauclair in seinem Verlag Ars librorum. – Das Porträt von Athena in Ocker gedruckt, die von Ismene, Kreon, Antigone und Haimon in Rötel. – Als signierte Suite selten.

Rosenbach 242–251

16  Eduard Bargheer. Inselfrühe.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Radierung. 1967. 42,0 : 32,0 cm (51,0 : 40,0 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 86/235. – Auf Velin mit dem Trockenstempel der Edition. – In: Salvatore Quasimodo. Insel des Odysseus. Isola di Ulisse. Gedichte. Edition de Beauclair, Portfolio-Ausgaben mit Originalgraphik zeitgenössischer Meister, 3. – Mit dem Text auf grauem Kupferdruckkarton zusammen in Originalleinenmappe. – Tadellos.

Rosenbach 254. – Spindler 40.41

17  Eduard Bargheer. Gärten und Felsen auf Ischia.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Zwei Kaltnadel- und drei Farbradierungen. 1968. 38,0 : 55,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 10/30. – Auf Bütten, weitere sieben Exemplare wurden auf Japan gedruckt. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, ediert von Detlev Rosenbach, Hannover. – Die vollständige Suite, mit dem Titelblatt in der Originalleinenmappe. – Tadellos erhalten, selten.

Rosenbach 260–264

18  Eduard Bargheer. Hellas.

Schätzpreis/Estimate: € 800

Zuschlag/Hammerprice: € 540

Sechs Farb- und drei Kaltnadelradierungen. 1970/71. 39,5 : 53,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 19/30. – Auf Bütten, weitere zwölf Exemplare wurden auf Japan gedruckt. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, ediert von Detlev Rosenbach, Hannover. – Die vollständige Suite mit den schönen zwei- und dreifarbigen Radierungen »Vor Athen«, »Akropolis«, »Athen«, »Parnass«, »Golf von Itea« und »Griechische Inselwelt«. – Mit dem Titelblatt und einem Essay von Rudolf Hagelstange lose in der Originalseidenmappe.

Titelblatt links oben mit schmalem Eckknick, sonst tadellos.

Rosenbach 284–292

19  Eduard Bargheer. Magna Graecia.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 500

Zwölf Kaltnadelradierungen mit Aquatinta, davon neun farbig. 1971/72. 39,5 : 53,0 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 41/50. – Auf Bütten, weitere 15 Exemplare wurden auf Japan gedruckt. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, verlegt von Roman Norbert Ketterer, Campione. – Vollständige Folge der prächtigen Radierungen zur griechischen Mythologie und deren Helden und Landschaften. – Die Radierungen in der Platte mit »Bargheer 71« signiert, mit Bleistift alle mit »Bargheer 72«. – Mit den Textblättern, u. a. der Einführung des Künstlers, lose in der Originalleinenmappe. – Tadellos erhalten.

Rosenbach 293–304

20  Eduard Bargheer. Hellas 2.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausrufpreis/Starting bid: € 500

Zehn Kaltnadelradierungen mit Aquatinta, davon vier farbig. 1973. 40,0 : 53,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar II/XIII, eins der Künstlerexemplare, wie auch die 35 Exemplare der Auflage auf Bütten. – Alle Blätter auch in der Platte signiert und datiert. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, ediert von Detlev Rosenbach, Hannover. – Mit drei Textblättern, u. a. das Vorwort von Herbert V. Buttlar, lose in Originalleinenkassette. – Die Radierungen ausnahmslos mit Figuren der griechischen Mythologie und Antike. – Tadellos erhalten.

Die Kassette minimal fleckig, innen tadellos.

Rosenbach 313–322

21  Eduard Bargheer. 7 Beispiele zum graphischen Werk.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausrufpreis/Starting bid: € 500

Vier Farblithographien, zwei Farb- und eine Kaltnadelradierung. 1974. 53,5 : 40,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 73/75. – Auf Velin, weitere 25 Exemplare wurden auf Bütten abgezogen. – Die Beilage zur Vorzugsausgabe des Werkverzeichnisses der Druckgraphik enthält: »Selbstbildnis« (Kaltnadel 1970), »Blankenese« und »Südlicher Garten« (Farbradierungen 1973) sowie »Torrione«, »Griechische Inselwelt«, »Wüstendorf« und »Kamele in der Wüste« (Farblithographien 1973). – Tadellos erhalten.

Rosenbach 280 und 336–341

22  Lothar Baumgarten. Eklipse.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 300 ( R7 )

Düsseldorf, Richter 1997. Mit zahlreichen meist farbigen Illustrationen. Originalbroschur.

Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der beigegebenen, großformatigen zweifarbigen Graphik. Diese und der Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. Die Graphik bezieht sich auf die Schriftinstallation »Eklipse« im Frankfurter Portikus. – Die Monographie dokumentiert die Projekte »Frankfurter Brief« (1989–1991), »Entenschlaf« (1991–1992) und »Eklipse« (1992–1993). Die Einleitung schrieb Thomas Wagner. – Der Beuys-Schüler Baumgarten (geboren 1944) lebt und arbeitet in Berlin, seit 1994 auch als Professor der dortigen Universität der Künste.

34,0 : 27,0 cm. 64, [8] Seiten. – Graphik: Auf Velin d’Arches, 75,7 : 56,0 cm.

23  Joseph Beuys. Schautafeln für den Unterricht I und II.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Zwei Fotografien auf Pappe aufgezogen, Tafel 1 mit Zinkklischee, Schwefel und eigenhändigem Text. 1971. Je 83 : 105 cm. Signiert, datiert, nummeriert und bezeichnet.

Exemplar 137/202, die geplante Auflage wurde nicht erreicht, nur 150 Exemplare wurden fertiggestellt. – Herausgegeben von der Edition Tangente, Heidelberg. – Der von Beuys eigenhändig mit Tinte geschriebene Text auf Tafel 1 bezieht sich auf eine 1963 geplante, jedoch nicht ausgeführte Aktion bei Ostende: Beuys errichtet am Meer einen Betonkubus, in dem eine zum Samuraischwert geschnittene Blutwurst liegt. Ein Sender auf dem Betonbunker strahlt den [von Beuys auf der Tafel niedergeschriebenen] Text aus.« (Schellmann). – Das Zinkklischee mit einer Seite aus einer japanischen Kunstzeitschrift mit einem Artikel über Beuys und Abbildung des Filzanzugs. – Tadellos erhalten.

Vom Vorbesitzer in weiß lackierte Holzleiste gerahmt. Die Rahmen können mit erworben werden, Hinweise dazu am Anfang des Kataloges.

Schellmann 31

24  Joseph Beuys. Druck 1 und Druck 2.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Buchdruck auf Kunstdruckkarton mit handschriftlichem Text und Stempel bzw. Buchdruck mit Schwefel auf Karton. 1971. Je 80 : 57 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 99/202. – Auch hier wurde die geplante Auflage, die sich an der Seitenpaginierung der Vorlage orientierte, nicht erreicht. Nach Schellmann wurden nur 120 Exemplare fertiggestellt. – Beide Blätter mit Klischeedruck der Seite 202 aus einer japanischen Kunstzeitschrift, die auch schon bei den »Schautafeln« verwendet wurde. – Blatt 1 mit der (hier mit blauer Tinte geschriebenen) Textzeile »Der Eurasier läßt schön grüßen | Joseph« und dem »Hauptstrom«-Stempel. – Auf Blatt 2 signiert und nummeriert. – In Beuys’ Vorstellung von Eurasia gelingt die Wiedervereinigung des Ost- und Westmenschen, den Beuys als intuitiv-meditativ bzw. rational-analytisch beschrieb.

Linker Rand von Blatt 1 minimal verfärbt.

Schellmann 36

25  Joseph Beuys. Hasenzucker.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1800

Zweifarbige Serigraphie auf Karton. Ein verpackter Zuckerwürfel in Pappschachtel mit Wattepolster. 1972. 51 : 89 cm bzw. 6 : 7 : 10,5 cm. Mehrfach signiert und gestempelt, nummeriert und betitelt.

Exemplar 24 bzw. 26/40. – Der Siebdruck mit einer stark vergrößerten Fotografie des Zuckerwürfels. Signiert, nummeriert und betitelt. – Zuckerwürfel auf der Papierhülle gestempelt und mit Tinte signiert, die Schachtel auf der Unterseite mit Bleistift signiert und nummeriert sowie mit dem Stempel der Edition Staeck, Heidelberg. – Die Zuckerwürfel hatte Beuys während der documenta 5 in Kassel gefunden und wegen des Hasenmotivs, das in seinem Œuvre besonders häufig vorkommt, für die Edition verwendet. »Der Hase ist das Element der Bewegung, der Aktion, die den starren Kunstbegriff ändert. Dann ein Bewohner von Eurasien, der über alle Grenzen hinweggeht und sogar mit der Berliner Mauer fertig wird. Damit hängt die Idee der großen Einheit zusammen, die von Mitteleuropa ausgeht. Der Hase ist ein altes germanisches Symbol: Sein Osterei bedeutet Neubeginn, Frühling, Auferstehung. Er steht als alchemistisches Zeichen für Umwandlung.« (Beuys 1985, zitiert nach Schellmann). – Makellos erhalten, sehr selten.

Schellmann 54 a + b

26  Jonas Hafner und Joseph Beuys. Plakat-Kreuz Friedensfeier.

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Ausrufpreis/Starting bid: € 1300

Mixed Media (Papier, Pappe, Heftklammern, Klarsichtfolie, Wollfäden). 1972. 93 : 38 : 1 cm. Signiert, datiert, nummeriert und mit Text von Hafner, von Beuys monogrammiert.

Exemplar 32/33. – Das seltene Multiple entstand aus zwei fotokopierten Fotografien von Ute Klophaus, aufgenommen bei der Aktion »Friedensfeier« (Mönchengladbach, Karfreitag 1972) und einer fotokopierten Radierung des Beuys-Schülers Josef Hafner. Die drei Blätter wurden auf Kartonblätter geklammert und diese zu einem Kreuz verbunden. – Mit grünen Linolschnittverzierungen (Palmzweige) und eigenhändigem Text von Hafner. – Von Joseph Beuys monogrammiert und mit dem »Hauptstrom«-Stempel versehen. – Das kreuzförmige Objekt in einer Folienhülle, die an den angebrachten farbigen Wollfäden aufgehängt werden kann.

Schellmann 63

27  Joseph Beuys. Esse. 1951.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Holzschnitt. 1973-74. 27 : 25,5 cm (50 : 65 cm). Signiert, nummeriert und mit »1951« bezeichnet.

Exemplar 5/50. – Handabrieb des 1951 entstandenen Holzstocks in schwarzer Farbe. – Blatt 4 der fünfteiligen Folge der frühen Holzschnitte, die der Propyläen Verlag Berlin 1973/74 edierte. Es erschienen je 50 Exemplare in Braun und Schwarz. – Sehr gut erhalten.

Oben an den Ecken hinter Passepartout montiert.

Schellmann 94

28  Joseph Beuys. Hier Ende der Implosion.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Holzskulptur mit Bleistiftzeichnung. 1974. 22,5 : 31,5 : 14,5 cm. Signiert, nummeriert und betitelt.

Exemplar 22/∞, von der zunächst unlimitiert geplanten Auflage wurden nur 120 ausgeführt. – Auf der rechten Seite die kleine Zeichnung, auf der Schräge die Titelzeile über Bleistiftpfeil. – Rückseitig signiert und nummeriert. – Herausgegeben von der Edition Staeck, Heidelberg, mit deren Stempel an der Unterseite des Holzkeils. – » ›Implosion‹, im Gegensatz zur Explosion das schlagartige Eindrücken eines (luftleeren) Gefäßes durch Überdruck von außen, wird als Analogie für den Einbruch des Geistes, für Inspiration gesetzt. Aus dem Unendlichen/Übersinnlichen kommend, das durch das seitlich angebrachte Unendlichkeitszeichen indiziert ist, bricht sie ins Sichtbare, in Materie ein, benutzt den – bremsenden – Holzkeil als Gleiter (Schlitten, Vehikel) zur Landung, überbrückt zwei räumliche Ebenen und zielt erdwärts.« (Dierk Stemmler, Schellmann, S. 547). – Die strukturell unverwüstliche Holzskulptur hier zudem ohne jegliche Verfärbungen.

Schellmann 121

29  Joseph Beuys. Dokumentatie.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Offsetdruck. 1975. 57,7 : 37,3 cm. Signiert und mit drei Stempeln.

Anlässlich der Ausstellung im Maastrichter Bonnefantenmuseum. – Das Plakat farbig gestempelt mit »Deutsche Studentenpartei«, »Hauptstrom« und »Fluxus Zone West«. – Mit einem Textauszug aus »Jeder Mensch ist ein Künstler« in niederländischer Übersetzung.

Rückseitig Klebereste von Anheftung. Leichte Knitter, linker Rand mit winzigem Einriss.

Van der Osten 63. – Weiß/Britsch 43

30  Joseph Beuys. Hut.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Bleistiftzeichnung. 6,8 : 8,0 cm. 1979. Signiert.

Eins der zentralen Motive im Œuvre des Künstlers. – Auf dem Beilageleporello zum Ausstellungskatalog »Joseph Beuys. Zeichnungen · Tekleningen · Drawings« (Museum Boymans-van Beuningen Rotterdam 1979–1980). – Die Ausstellung wurde im Anschluss in der Nationalgalerie Berlin, der Kunsthalle Bielefeld und im Wissenschaftszentrum Bonn gezeigt.

Katalog: 29,7 : 21,0 cm. 293, [1] Seiten. Umschlag mit kleinem Einriss.

31  Georges Braque. La femme à la mandoline.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Ausrufpreis/Starting bid: € 1200

Farblithographie. 1945. 34,3 : 17,0 cm (36,5 : 28,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 220/225. – Auf Velin. – Das Frontispiz zur ersten Auflage von »Braque, Le Patron« von Jean Paulhan, 1945 gedruckt und verlegt bei Mourlot, Paris.

Etwas verblasst, die Ränder hinter dem Passepartout gebräunt.

Vallier 27. – Hatje V

32  Georges Braque. Helios V.

Schätzpreis/Estimate: € 4500

Zuschlag/Hammerprice: € 3400

Farblithographie. 1948. 51 : 42 cm (66 : 50 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 51/75. – Auf Velin d’Arches. – Gedruckt bei Mourlot, Paris. Ediert von D.-H. Kahnweiler. – Das zentrale Motiv, der wagenfahrende Sonnengott Helios, scheint bei Braque bereits 1932 in der Lithographie »Athêne« auf. Eine erste, noch zeichnungshafte einfarbige Fassung von 1946 entwickelte Braque dann innerhalb weniger Monate in verschiedenen Farbvarianten. Die vorliegende fünfte Fassung darf als die vollendetste gelten. Mourlot erinnerte sich später: »Bei dem Wagen wurden nicht weniger als vier Blautöne benutzt. Um die Kraft des Bildgegenstandes zu verstärken, brauchte der Künstler einen Rahmen mit vier übereinandergedruckten Farbtönen, um zu dem gewünschten Ergebnis zu gelangen« (zitiert nach Vallier).

Rückseitig unten links verblasster Stempel. Rückseitig Ränder mit Spuren ehemaliger Anheftung.

Vallier 40

33  Georges Braque. Porträt aus »Le tir à l´arc«.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

Lithographie. 1960. 21,0 : 14,5 cm (37,5 : 28,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 32/70. – Aus der Suitenauflage auf großem Papier. – Auf Velin »Rives«. – Eine von acht Lithographien, die zusammen mit einer Radierung und zwei Holzschnitten Texte zum Bogenschießen illustrierten. – Gedruckt bei Desjobert auf China und auf Velin aufgewalzt.

Gerahmt, in Passepartout montiert.

Vallier 153.IX. – Hatje XXXI.9

34  Georges Braque. L’oiseau bleu et gris. (Der blau-graue Vogel.)

Schätzpreis/Estimate: € 6000

Zuschlag/Hammerprice: € 4500

Farblithographie. 1962. 32,0 : 26,8 cm (32,0 : 53,0 cm). Signiert.

Exemplar 89/100 (Gesamtauflage 110). – Gedruckt von Mourlot, Paris, auf einem gefalzten Doppelblatt Velin d’Arches. – Als Beilage in der hier vorliegenden Vorzugsausgabe des Werkverzeichnisses Georges Braque. Das graphische Werk. Einleitung von Werner Hofmann. Stuttgart, Hatje 1961. Originalleinenband mit -schutzumschlag, zusammen mit der Lithographie im Originalschuber.

Vallier 174

35  Georges Braque. Oiseaux noir, fleurs jaune.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausrufpreis/Starting bid: € 500

Farblithographie. 1963. 42,7 : 32,0 cm (66,7 : 49,5 cm).

Exemplar 109/300. – Gedruckt bei Mourlot auf Velin »BFK Rives«. – Wurde mit Text als Plakat für die 5. Biennale in Menton verwendet. – Dazu: George Braque. Oiseaux et lotus. Farblithographie, wohl nach einem Gemälde. 1963. 60,3 : 42,3 cm (70,7: 48,3 cm). Auf Velin. Gedruckt bei Maeght, Paris, anlässlich einer Braque-Ausstellung, hier in der Variante ohne Text. Das Motiv findet sich bereits 1949 als Lithographie in Illiazds »Poésie de mots inconnus« und erneut 1961 auf dem Plakat zur Louvre-Ausstellung »L’Atelier de Braque«. Unterrand mit zwei Fehlstellen.

36  Peter Brüning. Legende.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Ausrufpreis/Starting bid: € 330

Farbserigraphie. 1965. 69,5 : 60 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 36/50. – Auf Velin. – Aus der gleichnamigen Mappe, die insgesamt fünf »Legenden« enthielt. – Das Motiv der fiktiven Landkarte findet sich Mitte der 1960er Jahre vielfach variiert in Brünings graphischem Œuvre. – Sehr farbfrisch.

Unten links Beschädigung der Papieroberfläche, Ränder leicht geknittert.

Otten DG 57

37  Peter Brüning. Umleitung.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Fünf Farbserigraphien. 1969. Signiert, datiert, nummeriert und betitelt.

Die ersten vier auf glattem, weißem Karton gedruckt und am Unterrand vom Künstler bezeichnet mit »U – B-I« bis »U – B-IV«, was die Reihenfolge im Werkverzeichnis korrigiert. – I. 79 : 59,5 cm. Ex. 94/100. – II. 59,5 : 69,5 cm. Ex. 32/100. – III. 84 : 59,5 cm. Ex. 10/100. – IV. 53 : 84 cm. Ex. 88/100. – V. 77,5 : 59,3 cm. Ex. 120/300. Auf dünnerem Papier.

Blätter I und V mit kleinem Eckknick, linker Rand von Blatt IV leicht angestaubt.

Otten 69, 72, 71, 73, 70

38  Wolff Buchholz. Artistischer Rundtanz.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Tempera und Bleistift auf weißer Malpappe. 1967. 51 : 69,5 cm. Signiert, datiert und mit Widmung.

Schwungvolle und großformatige Arbeit, das Motiv findet sich mehrfach in Wolff Buchholz’ graphischem Œuvre dieser Zeit. – Unten mit Widmung »für Walter Aue«. – Rückseitig nochmals signiert, datiert und betitelt sowie mit »Nr. 81 (Bochumer Katalog) Nr. 5« und »Sammlung Walter Aue (Leichlingen)« bezeichnet. – 1967 erschien für die Ausstellung in der Städtischen Kunstgalerie Bochum ein Katalog mit einem Text von Walter Aue.

39  Alexander Calder. Red, Blue and Yellow Spheres.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Farblithographie. 1967. 65 : 50 cm. Im Stein signiert und datiert, nummeriert.

Exemplar 99/200. – Auf Velin »Rives«.

40  Marc Chagall. L’horloge.

Schätzpreis/Estimate: € 4500

Zuschlag/Hammerprice: € 3000

Farbradierung nach einem Gemälde. 1956. 31,1 : 23,3 cm (55,9 : 38,3 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 279/300. – Von Chagall mit Bleistift signiert und nummeriert. – Auf Velin »BFK Rives«. – In der Platte Chagalls Signatur des Gemäldes und »Gravé par G. Visat«. – Prächtiger farbkräftiger Druck, ediert von Maeght, Paris.

Aufwändig gerahmt, an der Passepartoutkante etwas gebräunt.

Maeght 1202

41  Marc Chagall. L’oiseaux vert.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Farblithographie nach einem Gemälde. 1962. 65 : 50 cm (70,0 : 53,4 cm ).

Eins von 1500 Exemplaren. – Gedruckt von Mourlot für die Einzelausstellung der Galerie Maeght im Sommer 1962. – Dazu: Verkleinerter Offsetdruck des Plakats »Vence, Cité des arts et des fleurs (1954, vgl. Sorlier 26).

Die äußersten Ecken leicht geknittert, unten links mit Ausdünnung durch ehemalige Anheftung.

Sorlier 40

42  Corneille [Cornelis van Beverloo]. Image de New York. Seize dessins.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Ausrufpreis/Starting bid: € 1000

16 Photolithographien nach Zeichnungen. 1958/59. 43 : 34 cm. In den Platten signiert und datiert.

Exemplar 5/5 der Vorzugsausgabe auf Japon nacré (Gesamtauflage 85). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Ediert 1959 von Georges Fall, Paris. – 16 Blätter in einem Umschlagblatt und einem Doppelblatt mit Titel, Druckvermerk und Nachwort des Künstlers. – Corneille (1922–2010) gründete zusammen mit Karel Appel, Constant Nieuwenhuys und anderen Neo-Expressionisten die internationale Künstlergruppe »CoBrA«.

Einige Ecken leicht geknickt.

43  Alan Davie. Hommage a Picasso.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Farblithographie. 1972. 50 : 60 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 52/90. – Auf Velin »BFK Rives«. – Aus dem gleichnamigen Mappenwerk, das 1973/94 im Berliner Propyläen Verlag und der Pantheon Press in Rom erschien und Arbeiten von mehr als 100 Künstlern enthielt. – Der schottische Maler und Musiker James Alan Davie (1920–2014) gehörte zu den bedeutenden Vertretern der Abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg.

Minimale Knicke am Unterrand.

44  Sonia Delaunay. Six planches

Schätzpreis/Estimate: € 8000

Zuschlag/Hammerprice: € 6500

gravées à l’eau-forte avec un texte liminaire de l’Auteur. Sechs Farbradierungen. 1966. 40,5 : 36,5 cm (64 : 45,5 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 45/100, eins von 90 der allgemeinen Ausgabe (Gesamtauflage 100). – Die vollständige Folge der Radierungen auf Velin »Rives«. – Gedruckt bei Lacourière, Paris. – Die vielfarbigen Konstruktionen spielten im Œuvre der Künstlerin eine zentrale Rolle. In ihrer handschriftlich lithographierten Einleitung schreibt Sonia Delaunay: »de même avec les couleurs, c’est la poèsie les mystere d’une vie interieure qui se dégage rayonne et communique. A partir de lá on peut créir librement un language plastique nonreau«. – Mit den beiden Doppelblättern lose in der blauen Originalleinenkassette.

Eine Radierung unten mit winzigem Eckknick, sonst tadellos.

45  Walter Dexel. Figuration 1922 II.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 460

Holzschnitt. 1922. 12,5 : 6,5 cm (15,5 : 10,6 cm). Im Stock monogrammiert.

Vom Stock gedruckt. – Auf der Einladungskarte zur Ausstellung »Walter Dexel / Reinhard Hilker« in der Galerie von Garvens, Hannover. – Am Unterrand typographisch signiert und bezeichnet. – Dazu: Vier Publikationen der Galerie von Garvens: XV. Ausstellung: Kinderzeichnungen. 1922. Illustrierte Originalbroschur. – Ausstellung Willi Baumeister. 1922. Einblattdruck. – XIX. Ausstellung: Otto Gleichmann · Kurt Schwitters · Wilhelm Gross. 1922. Mit drei mintierten Abbildungen, je ein Kunstwerk der drei Künstler. – Werbeblatt zu Lasar Segalls Lithographien zu Charles Louis Philippes »Bübü«. – Die Galerie von Garvens, im Auge des Hannoveraner »Merz-Sturms« tätig, war ein wichtiger Multiplikator für die Avantgardekünstler um Schwitters.

Alle sehr gut erhalten.

Vitt 13

46  Jim Dine. Wall Chart III.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 670

Farblithographie. 1974. 121,9 : 88,9 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 5/14. – Gedruckt in Weiß und Schwarz auf Velin »Rives«. – »›Wall Chart I‹ throught ›Wall Chart IV‹ were based on a tile floor Dine installed in a bathroom in his house in Putney, Vermont, the previous summer. On the prints that were thirty-six to forty-eight colors, many colors were printed from a single stone by using small rollers and only inking a small section a particular color« (Riva Castleman). – Die seltene »Inverse«-Variante. Die unter Verwendung von Zinkplatten gedruckten vielfarbigen Varianten I und II erschienen in Auflagen von 90 Exemplaren.

Rückseitig etwas fleckig und mit Montierungsresten. – Die linken Ecken minimal gestaucht.

Castleman 168

47  Jim Dine. Wall Chart IV.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 670

Farblithographie. 1974. 121,9 : 88,9 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 5/14. – Gedruckt von vier Steinen in drei Farben auf weißes Velin »Rives«.

Rückseitig Montierungsreste und leicht Flecken, recto ein Fleck im linken Rand.

Castleman 169

48  Otto Dix. Segelboot auf dem Untersee.

Schätzpreis/Estimate: € 6000

Zuschlag/Hammerprice: € 4600

Aquarell über Bleistift. Um 1955. 16 : 23 cm. Signiert.

1946 war Otto Dix aus französischer Kriegsgefangenschaft nach Hemmenhofen am Untersee nahe Konstanz zurückgekehrt, wo er – von häufigen Aufenthalten in Dresden unterbrochen – bis zu seinem Tod 1969 lebte und arbeitete. – Die Landschaft um den Bodensee wurde ein häufiges Motiv im späten Œuvre. Besonders in den akzentuierenden Linien scheint der Expressionist Dix nochmals auf. – Auf Büttenkarton. – Im Werkverzeichnis ist das Aquarell unter »A 50er J/94« registriert. – Aus einer Hamburger Privatsammlung.

49  Otto Dix. Tragende Apfelbäume am Bodensee.

Schätzpreis/Estimate: € 6000

Zuschlag/Hammerprice: € 7000

Aquarell über Bleistift. Um 1955. 16,0 : 22,5 cm. Signiert.

Auf Aquarellkarton. – Dix legte die Malfläche zunächst mit Bleistiftlinien fest und zeichnete die Umrisse der grundsätzlichen Motive. Beim Aquarellieren wurden die Einfassungslinien dann teils ignoriert, was den kleinformatigen Aquarellen einen besonderen Reiz verleiht. Der zu seinen expressionistischen Anfängen zurückkehrende Dix entgeht dadurch bei den späten Bodensee-Ansichten einer im Sujet begründeten Lieblichkeit. – Im Werkverzeichnis mit diesem Titel und der Werknummer »A 50er J/93« registriert.

50  Otto Dix. Am Untersee.

Schätzpreis/Estimate: € 5000

Zuschlag/Hammerprice: € 6500

Aquarell über Bleistift, Fettkreide. Um 1955. 17 : 23,5 cm. Signiert.

Auf Büttenkarton. – Im Werkverzeichnis unter diesen Titel und der Nummer »A 50er J/106« registriert.

ChristianHesse