901  Dürer-Presse – Unaulutu.

€ 2500

Steinchen im Sand. Ein Malerbuch von Frieder Heinze und Olaf Wegewitz. Herausgegeben von Hans Marquardt. Leipzig, Reclam 1985/86. Mit 68, teils signierten graphischen Blättern und Originalarbeiten sowie Annotationen der Künstler und 26 Reproduktionen nach Zeichnungen der Karaja-Indianer. Mit »Spielelementen« wie Schwirrholz, Reiskörnern, Schilfrohr, Flechtwerk von Palmblättern, Bambus, handgefertigtem Papier aus Rindenbast und Brennesseln. Handgefertigte Bindung mit Lederstreifen, Schilfrohren, Metallösen und reisgefüllten Holzleisten-Seidenpapierdeckeln. In Originalschuber und -jutesack.

6. Druck der Dürer-Presse. – Eins von 55 Exemplaren, die im Leipziger Reclam Verlag erschienen, weitere 55 erschienen in der Galerie Brusberg, West-Berlin, darüber hinaus 25 Künstlerexemplare. – Mit gestempeltem Auflagenvermerk, dort von Frieder Heinze signiert, nummeriert und datiert. – Sicher eines der ungewöhnlichsten Bücher der letzten Jahrzehnte und zumindest die Leipziger Exemplare waren trotz des für DDR-Sammler enormen Preises von 3.000 DDR-Mark sofort vergriffen. – Das Buch lebt von der Vielzahl der verwendeten Materialien und Techniken. Holzschnitte, Lithographien, Serigraphien wechseln sich mit Textseiten im Buchdruck, Fototafeln und den berühmten »Spielelementen« ab. – Die Konstruktion des »Einbandes« lässt die Demontage des Buches zu. »Das Buch entpuppte sich als eine Ausstellung, die man im Beutel tragen kann […] Wer sich mit dem Objekt beschäftigt, wird bald festellen, daß seine jüngste Tradition auf die Mitte der sechziger Jahre weist. Damals zeichnete sich etwa mit Michael Buthe und Dieter Rot eine ›Metamorphose‹ des Buches ab: Buch nicht als Informationsmittel herkömmlicher Art, sondern als Kunstobjekt, und zwar auch jenseits des ästhetisch sublimierten Malerbuches, das aus Paris kam.« (Lothar Lang, in »Die Weltbühne«, Heft 36/1986, S. 1067). – Unter den Texten verschiedene Abhandlungen zur indianischen Dichtung und Mythologie sowie die Rede »Wir sind ein Teil dieser Erde«, gehalten 1855 von Häuptling Seattle vor dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin Pierce. – Frieder Heinze (geboren 1950) studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, war Meisterschüler bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, seit 1977 freischaffend in Leipzig. Olaf Wegewitz (geboren 1949) arbeitet seit 1975 als freischaffender Künstler. Beide waren Mitveranstalter des legendären »1. Leipziger Herbst-Salon«.

Ca. 51 : 45 : 9 cm.

Spindler 67.7. – Isphording II, 160

902  Dürer Presse – Bertolt Brecht. Erinnerung an die Marie A.

€ 200

Dreizehn Gedichte. Deutsch – Italienisch. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1990. Mit zwei signierten Radierungen von und sechs montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen von Gabriele Mucchi. Originaleinband und -mappe in -halbleinenschuber.

Neunter Druck der Dürer-Presse. – Eins von 80 Exemplaren (Gesamtauflage 175) für die Büchergilde Gutenberg, die restlichen Exemplare erschienen im Reclam Verlag Leipzig. – Herausgegeben von Hans Marquardt. Mit einem Essay von Hans Bunge. – Die Brecht-Gedichte wurden von Mucchi ins Italienische übertragen. Der italienische Künstler (1899–2002) gilt als Begründer des »Neuen Realismus« und lebte seit Mitte der 1950er Jahre sowohl in der DDR als auch in Mailand. Er begegnete Brecht noch kurz vor dessen Tod im Jahre 1955. – Die Radierungen lose in einer Mappe, diese zusammen mit dem auf Bänder gehefteten Buchblock in Halbleinenschuber.

31,0 : 21,8 cm. 54, [4] Seiten.

903  Sisyphos-Presse – Franz Fühmann. Dreizehn Träume.

€ 300

Mit sechs Originallithographien von Nuria Quevedo. Hamburg, Hoffmann und Campe 1985. Mit sechs signierten Lithographien. Originalpappband mit violettem Rücken und Rückentitel in Schwarzprägung, Deckel mit schwarzem Büttenbezugspapier. Im Originalschuber und -kassette (Dorfner-Werkstatt, Weimar).

Erster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Die Auflage erschien zum Teil in der Edition Leipzig, zum Teil bei Hoffmann und Campe. – Der Text wurde von Hand gesetzt und auf grauem Bugra-Bütten gedruckt, die Lithographien auf Hahnemühle-Kupferdruckkarton. – Die buchkünstlerische Gestaltung leitete Volker Küster, Hamburg. – Mit diesem Werk begründete der Verlag Edition Leipzig eine der anspruchsvollsten Pressen der ehemaligen DDR. – Die Texte wählte Franz Fühmann (1922–1984) aus seinen seit 1960 entstandenen Traumtagebüchern aus. Der Autor verstarb vor dem Erscheinen des Bandes. – »Ein Realist, der niemals aufhörte, seine Träume der Wirklichkeit auszusetzen. Er ist darin weit gegangen. Und dass er sich an seinem Lebensende als Gescheiterten ansah, heißt nur, dass er die trügerischen Illusionen allen (scheinbaren) Gelingens endgültig hinter sich gelassen hat.« (Gunnar Decker in »Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie«, Rostock 2009).

35,5 : 25,4 cm. 51, [1] Seiten.

Spindler 66.1

904  Sisyphos-Presse – Christa Wolf. Das Leben der Schildkröten in Frankfurt am Main.

€ 250

Ein Prosagedicht. Mit sechs Radierungen von Alfred Hrdlicka. Frankfurt a. M. und Wien, Büchergilde Gutenberg 1989. Mit sechs blattgroßen Radierungen. Originalpappband mit silbergeprägten Titeln (Rainer Läzer, Zentrum für Handeinband – vormals Dorfner-Werkstatt, Weimar). In Kassette mit Banderole.

Dritter Druck der Sisyphos-Presse, hier eins der Exemplare, die für den Vertrieb durch die Büchergilde bestimmt waren. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Auf dem Titel vom Künstler signiert. – Druck auf antik geripptem Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

97,8 : 25,3 cm. [32] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler und Lewin

905  Sisyphos Presse – Vierter [und] Fünfter Druck.

€ 200

Berlin, Faber & Faber 1991. Originaleinbände im -schuber.

Jeweils eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Gabriel Garcia Marquez. Die Spur deines Blutes im Schnee. Aus dem Spanischen von Manfred Schmitz. Mit sieben Holzschnitten von Dieter Masuhr, sechs davon signiert und blattgroß. Seidenband. – Christoph Hein. Die Vergewaltigung. Sechs Erzählungen. Mit sechs signierten Radierungen mit Prägedrucken von Dieter Tucholke. Halbpergamentband. Erstdrucke aus dem erzählerischen Werk Christoph Heins, »Bilder ungewöhnlicher menschlicher Schicksale aus der Kriegs- und Nachkriegszeit unseres baufälligen Jahrhunderts«, illustriert von Dieter Tucholke, »Jahrgang 1934, frühzeitiger Antipod offizieller Kunstrichtungen und vielseitiger Experimentator mit graphischen Strukturen« (Elmar Faber im Nachwort).

28,5 : 42,3 cm. 45, [3] Seiten; 28, [4] Seiten, 6 Radierungen.

906  Sisyphos-Presse – Hugo Ball. Der Henker von Brescia.

€ 250

Drei Akte der Not und Ekstase. Bernhard Heisig. Sechs Originallithographien. Berlin 1993. Mit sechs signierten Lithographien. Originalhalbleinenband mit Schwarz- und Rotprägung. Im Orignalhalbleinenschuber.

Sechster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 222). – Druck der Lithographien auf Hahnemühle-Bütten. – Im Nachwort wertet Hansjörg Viesel das verschollene Drama, von dem lediglich der erste Akt im Frühjahr 1914 als Vorabdruck in der Zeitschrift »Die Neue Kunst« erschienen war, als »literarischen Höhepunkt des expressionistischen Theaterschaffens Hugo Balls«.

40,5 : 31,5 cm. 58, [2] Seiten.

907  Sisyphos-Presse – Wolfgang Hilbig. Die Kunde von den Bäumen.

€ 600

Olaf Nicolai. Sechs farbige Lithographien. Berlin [1992]. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband in -büttenschuber, beide mit Deckelschild (Cornelia Ahnert, Chemnitz). – Widmungsexemplar des Künstlers für den Verleger.

Siebter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Mit eigenhändiger Widmung »für Elmar Faber herzlich: Olaf Nicolai 4/1/93«. Dem Exemplar liegen außerdem zwei Vorzeichnungen und je ein zusätzlicher Abzug zweier Lithographien bei. – Die Lithographien auf Hahnemühle-Bütten, der Text auf Bugra-Bütten. – Wolfgang Hilbig (1941–2007), »Kostgänger in vielen Arbeiterberufen, zählt zu den markantesten Erscheinungen der deutschen Literatur im letzten Jahrzehnt«. Sein erster Gedichtband (»Abwesenheit«, 1979) erschien im westdeutschen S. Fischer-Verlag und veranlasste Franz Fühmann, den Mentor und Förderer missliebiger junger Autoren, zu einem Essay, in dem er den Dichter einem Verleger als Geschenk anbot und sich die Wandlung eines Buchstabens wünschte: »Anwesenheit«.

43,0 : 35,0 cm. 60, [4] Seiten, 6 Lithographien.

908  Sisyphos-Presse – Hannah Höch. … fange die blauen Bälle meines Daseins.

€ 900

Aquarelle, Texte, Notate und drei Originallinolschnitte. Berlin und Leipzig, Faber & Faber [1994]. Mit drei Linolschnitten und zahlreichen farbigen Abbildungen. Originalpappband in illustriertem Schuber.

Achter der Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 17 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 200), hier statt einer sogar mit zwei Originalzeichnungen von Hannah Höch, beide rückseitig mit dem Nachlassstempel: eine monogrammierte Bleistiftzeichnung und eine betitelte Federzeichnung. – Die Linolschnitte druckte Matthias Kleindienst, Leipzig, von den Originalstöcken. – Mit Texten von Hans Marquardt, Salomon Friedlaender (Mynona), Suzanne Pagé und Heinz Ohff. – Tadellos erhalten.

36,5 : 26,5 cm. 58 Seiten, 2 Zeichnungen.

Nicht mehr bei Spindler

909  Sisyphos-Presse – Der Sammler.

€ 200

Texte um ein vortreffliches Thema. Leipzig, Faber & Faber 1995. Mit fünf signierten Originalgraphiken. Originalhalbleinenband im -schuber.

Neunter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Die hier zum ersten Mal veröffentlichten Texte von Fritz Rudolf Fries, Daniil Granin, Peter Härtling, Andrzej Szczypiorski und Javier Tomeo wurden mit Graphiken von Georg Eisler, Bernhard Heisig, Gudrun Petersdorff, Klaus Süss und Klaus Waschk illustriert. – Herausgegeben und mit einem Nachwort von Elmar Faber. – Dazu: Eine signierte Lithographie von Georg Eisler.

40,6 : 31,6 cm. 42, [2] Seiten, 5 Graphiken.

910  Sisyphos Presse – Gerhart Hauptmann. Zur Charakteristik Jehovas.

€ 300

Glossen zum Alten Testament. Mit fünf Originallithographien und siebzehn Kohlezeichnungen von Hermann Naumann. Leipzig 1997. Fünf Lithographien, lose im Umschlag. Lose Doppelblätter mit 17 Illustrationen im Text. Zusammen in Originalleinenkassette mit Deckelprägung.

Zehnter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 70 Exemplaren, jedoch wie die erste Vorzugsausgabe mit einer signierten Kohlezeichnung unter Passepartout (Gesamtauflage 130). – Erste Ausgabe der 1918 entstandenen 103 »Jehova-Glossen«, die »Textstellen des Alten Testaments hinterfragen. Das Erstaunliche daran ist, wie heftig sich Gerhart Hauptmann mit diesem Glaubenszeugnis auseinandergesetzt hat« (Verlagswerbung). Auf dem Typoskript notierte er: »Verbrennt es, aber gedacht muß ich’s einmal haben«. Ermutigt von dem jüdischen Publizisten Joseph Chapiro arrangierte Hauptmann 1929 Vorlesungen der Texte. – In keiner Werksammlung und Gesamtausgabe wurden die Glossen abgedruckt, die vorliegende Erstausgabe erfolgte nach dem Typoskript aus dem Besitz der Staatsbibliothek Berlin. – Mit einem Nachwort von H. D. Tschörtner.

50,5 : 36,5 cm. [72] Seiten, 1 Zeichnung, 5 Lithographien.

911  Sisyphos-Presse – Josua Reichert. Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar

€ 400

mit zweiundzwanzig originalgraphischen Buchstabenbildern. – Der Druckereiwagen. Aus dem Reise-, Tage-, Märchen- und Bilderbuch des Druckers. Leipzig 1998 und 2003. Illustrierte Originalhalbleinenbände im illustrierten -schuber.

I. Elfter Druck der Sisyphos-Presse. – Mit 22 Farbdrucken. Eins von 26 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 276, davon 150 für die Subskribenten der »Leipziger Drucke«). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – II. 14. Druck der Sisyphos-Presse. Mit acht farbigen Originalkompositionen, eine davon signiert, von Josua Reichert und zahlreichen Abbildungen. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 180). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Typographie und Buchgestaltung von Josua Reichert unter Mitwirkung von Ingo Möller, München. – Beide herausgegeben von Elmar Faber.

35,2 : 25,5 cm. [48] Seiten; [132] Seiten, 8 Graphiken.

912  Sisyphos-Presse – Richard Wagner. Der Ring des Nibelungen.

€ 800

22 Originalkupferstiche von Baldwin Zettl. Mit einem Text des Künstlers und einem Geleitwort von Wolfgang Wagner. Leipzig, Faber & Faber 2001. 22 signierte Kupferstiche. Zusammen mit Textblättern in Originalleinenkassette.

Zwölfter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 10 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 110). – Die Kupferstiche, alle signiert und bezeichnet »h. c.«, wurden vom Künstler selbst, sowie unter dessen Aufsicht von Jeanette und Reinhard Rössler auf Hahnemühle-Bütten gedruckt. – Druck des Textes auf Bugra-Bütten, Buchgestaltung von Gert Wunderlich. – »Das vorliegende Mappenwerk […] zeigt fragile Schönheit, freie Assoziation des Mythos. Zettl, der die selten gewordene Kunst des Kupferstichs pflegt wie ein Alter Meister, zeigt nicht Abbilder, sondern seine Deutung der Kenntnisse eines Werks. Ein Ausnahmewerk sonderbarer Güte und Tiefe« (Vorwort).

48,0 : 52,0 cm. 22 Kupferstiche, [8] Seiten.

913  Sisyphos-Presse – Die Offenbarung des Johannes,

€ 250

geschrieben und illustriert und mit drei Originallithographien von Volker Stelzmann. Leipzig, Faber & Faber 2002. Durchgehend faksimilierte Handschrift und Zeichnungen. Originalleinenband. Drei lose signierte, nummerierte und betitelte Lithographien in Originalleinenchemise. Zusammen im illustrierten Schuber.

Dreizehnter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 120). – Mit den Lithographien »Die sieben Schalen des Zorns«, »Das Lamm« und »Johannes«. – Volker Stelzmanns Künstlerbuch entstand 1990. »Die scheinbar gesicherte Aufteilung der Welt kam zum Bersten. Der gesellschaftliche Umbruch in Osteuropa hatte neutestamentarische Ausmaße. […] Volker Stelzmann … hat die zugespitzte Situation jener Zeit zu einer intensiven Beschäftigung mit der Apokalypse veranlaßt. Sein figürliches Nachdenken über die Zerstörung und Erneuerung der Welt, eine erstaunliche intellektuelle und ästhetische Anstrengung« (Begleitwort).

46,0 : 33,0 cm. [4], 40 Seiten, 3 Lithographien.

914  Sisyphos-Presse – Wolfgang Kohlhaase. Erfindung einer Sprache.

€ 300

Mit fünf Originallithographien und vier Federzeichnungen von Bernhard Heisig. Leipzig, Faber & Faber 2005. Mit fünf signierten Lithographien und vier Illustrationen auf den Textblättern. Lose in Originalleinenkassette.

15. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 112). – Herausgegeben von Elmar Faber. – Die Lithographien wurden auf der Taborpresse, Berlin, gedruckt. – Dazu: Komplette zweite Suite der signierten Lithographien.

49,0 : 37,5 cm. 7, [1] Seiten, 10 Lithographien. Textblätter im Unterrand leicht geknickt.

915  Sisyphos-Presse – Bernhard Heisig. Bertolt Brecht und Thomas Mann.

€ 200

Lithographie. 2008. 31,5 : 42,5 cm (44,5 : 60,0 cm). Signiert und datiert.

17. Druck der Sisyphos-Presse. – Als graphischer Einblattdruck ediert. – Mit Widmung »Für Maria Bor[?]«. – Bernhard Heisig (1925–2011) gehörte als Maler, Zeichner und Graphiker zu den großen Ausnahmeerscheinungen der deutschen Kunst nach 1945. Neben seinem beeindruckenden malerischen Œuvre, setzte er sich vielfach mit der Literatur auseinander und illustrierte zahlreiche Bücher.

916  Sisyphos-Presse – Hartwig Hamer. Licht und Landschaft.

€ 150

Sechs Originalradierungen und ein Begleittext von Detlef Hamer. Leipzig, Faber & Faber 2008. Sechs signierte Radierungen und ein Doppelblatt, lose in illustrierter Originalkassette.

18. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 55). – Druck der Radierungen auf Hahnemühle-Bütten. – Herausgegeben von Elmar Faber und Konrad Reich. – Die »hier unter dem Motto ›Licht und Landschaft‹ versammelten sechs Radierungen […] vermitteln einzeln und erst recht in ihrer Summe eine unverwechselbare Atmosphäre der stillen Geborgenheit. […] Hartwig Hamer ist ein Meister der ganz leisen, behutsamen Töne, nie aufdringlich, nie grell; er ist ganz und gar unpathetisch« (Detlef Hamer, Begleittext).

44,0 : 34,5 cm. [4] Seiten, 6 Radierungen.

917  Officina Ludi – Heinrich Böll. Der Wegwerfer.

€ 200

Mit Filmschabzeichnungen von Hannes Binder. [Großhansdorf] 1997. Mit 13 Aluminiumätzungen, davon drei blatt-, eine doppelblattgroß. Illustrierter Originalhalbleinenband im -schuber.

Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 125). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Colonia, zusammen mit den Graphiken auf der Handpresse gedruckt. – Für mehrere Ausgaben der Hamburger Officina Ludi griff der Verleger Claus Lorenzen auf die eigenwillige graphische Technik Hannes Binders zurück: Die Zeichnungen wurden in belichtete Planfilme geschabt, auf Aluminiumplatten übertragen und dort geätzt. – Tadelloses Exemplar.

34,5 : 24,0 cm. 27, [5] Seiten.

918  Officina Ludi – Zwei Drucke.

€ 200

Großhansdorf 2003 und 2012.

I. Bertolt Brecht. Wenn die Haifische Menschen wären. Illustriert von Albrecht von Bodecker. 2003. Illustrierter Originalleinenband im -schuber. Eins von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten und kolorierten Strichätzung und einer weiteren auf dem Schuber (Gesamtauflage 1200). Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – II. Arno Schmidt. Seelandschaft mit Pocahontas. Illustriert von Felix Scheinberger. 2012. Originalkalblederband mit Blindprägung im Schuber mit Lederkanten. Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe in Ganzleder, mit einer Originalgraphik und einer zusätzlich beigelegten aquarellierten Federzeichnung (Gesamtauflage 1625). Impressum vom Künstler signiert.

21,6 : 21,0 cm. 26, [6] Seiten, 1 Graphik. Rücken leicht verblasst. – II. 20,6 : 25,3 cm. 81, [3] Seiten, 1 Graphik, 1 Zeichnung.

919  Officina Ludi – Heinrich Böll. Der Schachspieler.

€ 400

Ein Fragment. Illustriert von Hannes Binder. [Großhansdorf bei Hamburg] 2007. Mit Filmschabzeichnungen im Text, davon einige blattgroß. Illustrierter Originalmaroquinband im -schuber.

Erste Buchausgabe. – Eins 25 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit zwei beigelegten signierten und nummerierten Schabzeichnungen (Gesamtauflage 1825). – Vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Römerturm-Bütten gedruckt im Hamburger Museum der Arbeit. – Für mehrere Ausgaben der Hamburger Officina Ludi griff der Verleger Claus Lorenzen auf die eigenwillige graphische Technik Hannes Binders zurück: Die Zeichnungen wurden in belichtete Planfilme geschabt, auf Aluminiumplatten übertragen und dort geätzt. – Handsatz zusammen mit den Graphiken auf der Handpresse gedruckt, die Schrift wurde von der Offizin Parnassia eigens für das vorliegende Werk gegossen. – Tadellos erhalten.

34,5 : 24,0 cm. 27, [5] Seiten.

920  Officina Ludi – Wolfgang Hildesheimer. Das Ende einer Welt.

€ 300

Illustriert von Anne von Karstedt. Großhansdorf 2009. Durchgehend mit Farblinolschnitten und Strichätzungen nach Federzeichnungen. Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelillustration. Im illustrierten Originalleinenschuber.

Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe A in Ganzleder mit einer beigelegten signierten farbigen Originalgraphik (Gesamtauflage 975). – Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Der Druck erfolgte von jeweils drei Linolplatten und einer Schwarzform für Text und Strichätzung. – Anne von Karstedt (Jahrgang 1970) leitet die graphische Werkstatt im Hamburger Museum der Arbeit. – Die Erzählung ist Hildesheimers Erstlingswerk »Lieblose Legenden« entnommen.

32,5 : 29,5 cm. [36] Seiten, 1 Linolschnitt. – Rücken verfärbt.

921  Quetsche – Iwan Turgenjew. Phantome.

€ 250

Lithografien von Gisela Mott-Dreizler. Berlin, Quetsche 1988. Mit lithographiertem Titelblatt und elf blattgroßen Lithographien, zwei davon koloriert, alle signiert, datiert und nummeriert. Handbemalter Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Vierter Druck der Quetsche. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Auch im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Rives-Bütten. – Die Vorsatzpapiere und der Einband wurden von Gisela Mott-Dreizler bemalt, so dass jedes Exemplar der Auflage ein Unikat darstellt.

37,9 : 54,3 cm. 50, [2] Seiten.

922  Raamin-Presse – August Strindberg. Gespenstersouper.

€ 200

Ein Kammerspiel. Mit vier Bildtafeln von Roswitha Quadflieg. Hamburg 1987. Mit vier Radierungen. Originalpappband mit cremefarbenen Büttendeckelbezügen und Negativblindprägung (Werkstatt Christian Zwang, Hamburg). Im Schuber.

16. Druck der Raamin-Presse. – Eins von 180 Exemplaren, daneben erschienen fünf Künstlerexemplare. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gedruckt auf grauem Velin »BFK Rives«. – Die Übersetzung von Strindbergs »Spöksupén« stammt von Benita von Vegesack und ist hier erstmals veröffentlicht. Als Fußnoten finden sich 18 Briefe Strindbergs an Emil Schering aus den Jahren 1907 und 1908 in der Übersetzung des Empfängers. – Tadellos erhalten.

32,4 : 22,5 cm. 74, [5] Seiten.

Spindler 71.16. – Isphording II, 744

923  Hermann Rapp – Die Goldene Kanne – Johann Wolfgang von Goethe. Auerbachs Keller in Leipzig.

€ 400

Aus »Faust« in ursprüngliche Gestalt. Wiedergegeben nach der Abschrift der Weimarer Hofdame Luise von Göchhausen und mit Farbholzschnitten versehen von Hermann Rapp. Weilbrod, Die Goldene Kanne 1999. Mit vier Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroß. Schiefergrauer Originalmaroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel. In Originalleinenkassette.

Eins von fünf römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe im Ledereinband (Gesamtauflage 50). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Erschienen als siebter Druck der Offizin Die Goldene Kanne, die von Hermann Rapp betrieben wird. – Gesetzt aus der Jessen Fraktur und gedruckt auf hellgraues, von John Gerard handgeschöpftes Papier. – Tadellos.

26,7 : 18,5 cm. 28, [4] Seiten.

924  Rixdorfer Drucke – Hans Christoph Buch. Das große Abenteuer.

€ 150

Ein Abenteuerroman […] eingerichtet in der Werkstatt Rixdorfer Drucke. Berlin und München, Carl Hanser 1970. Mit acht Farbholzschnitten und 66 Textholzschnitten von Uwe Bremer, Ali Schindehütte, Johannes Vennekamp und Bruno Waldschmidt. Originalhalbleinenband mit montiertem Kompass auf dem Vorderdeckel. Im Schuber.

Rixdorfer Tiegeldruckhandpressenbücher Nr. 3. – Eins von 300 Exemplaren. – Von den beteiligten Künstlern auf dem hinteren Vorsatz signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Tadelloses Exemplar.

36,0 : 25,0 cm. [2], 53, [3] Seiten.

Spindler 127.12. – Ohff S. 161–168 und 176

925  Otto Rohse. Hügelige Landschaft.

€ 200

Bleistift. 10 : 37 cm (30,5 : 37,2 cm). Signiert.

Auf einem gefalzten Blatt Velin. – Wohl Mitte/Ende der 1980er Jahre in der Toskana, auf Kreta oder in der Provence entstanden.

926  Otto Rohse. Hameln.

€ 450

Mehrfarbiger Kupferstich. 1976. 14 : 55 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/11. – Auf Japan. – Unbekannter Separatabdruck des unteren Teils der Platte für das Blatt 7 von »Deutsche Städte und Landschaften«. – Auf braunen Büttenkarton aufgelegt. – Dazu: 13 weitere Kupferstiche, teils farbig, teils mehrfarbig: Aus Oldenburger Landschaften (1965–1968): Vier der elf Kupferstiche. Auf Bütten. Je eins von 50 Exemplaren. – Aus Deutsche Städte und Landschaften (1975–1995): Hamburg. 1975. – Frankfurt am Main. 1978. – Berlin Unter den Linden. 1989. – Wismar. 1990. – Passau/Mühldorf/Neuburg. 1990. – Mainz. 1995. – Alle sechs mit »EA« bezeichnet. – Frankfurt am Main. Nach 1995. – Danzig. Kupferstich. 1994. Zwei Abzüge auf Bütten, einer von der ungeschabten Platte.

3 Ecken geknickt.

Schwarz/Zeiske 26, 27, 33, 34, 85, 96, 195, 197, 198, 273 und nicht mehr

927  Otto Rohse. Europäisches Denkmalschutzjahr 1975. – Europa Marken 1978.

€ 600

Zusammen elf signierte Kupferstiche und acht Originalbriefmarken. 1974 und 1977.

Je eins von 25 Exemplaren auf Japanpapier. – I: Die Kupferstiche mit Ansichten aus Berlin, Alsfeld, Rothenburg ob der Tauber, Xanten, Trier und der Zitadelle Spandau. Die ersten fünf Motive wurden zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 als Briefmarke herausgegeben. – II: Die Kupferstiche mit Ansichten der Rathäuser Bamberg (zwei Varianten), Regensburg (zwei Varianten) und Esslingen. – Lose in Originalmappen mit Büttenpapierbezug und blindgeprägtem Rückentitel. – Alle Kupferstiche und die beiden Blätter mit den Originalbriefmarken (farbiger Stichtief- und Offsetdruck) jeweils in Passepartout. Je ein beiliegendes Doppelblatt mit eigenhändigem und signiertem Editionsvermerk.

Format Kupferstiche ca. 9 : 13 cm, Mappe : 36 : 26 cm. – Textblatt von II geknickt, sonst tadellos.

Nicht bei Schwarz/Zeiske

928  Otto Rohse. Berlin.

€ 1000

13 farbige Kupferstiche. 1985–1987. Signiert, nummeriert und bezeichnet.

Die vollständige zwölfteilige »Berlin«-Folge, die im Auftrag der Sparkasse Berlin die westlichen Stadtteile der damals noch geteilten Stadt vorstellte. – Je ein »Abzug von der ungeschabten Platte«, gedruckt in verschiedenen Farben auf unterschiedlichen Papieren, jedes Blatt nummeriert »2/5«. – Mit einer 13. kleinerformatigen Radierung (Kuppel des Charlottenburger Schlosses), die als Bezugspapier der Mappe bzw. des Buchausgabe verwendet wurde. – In Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, auch in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert. – Tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 139–146 und 150–154. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

929  Otto Rohse. Berlin.

€ 600

Zwölf mehrfarbige Kupferstiche. 1985–1987. 27 : 35 cm (48 : 64 cm). Signiert und nummeriert, rückseitig betitelt.

Die vollständige zwölfteilige »Berlin«-Folge, hier alle Abzüge mehrfarbig auf hellgrünlichem Japanbütten, bezeichnet mit »E.A.« und rückseitig betitelt. – In der Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert.

Schwarz/Zeiske 139–146 und 151–154. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

930  Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 350

Kupferstiche, Holzstiche und Skizzen. Hamburg 1989. Mit zwei Holzstichen, sechs Kupferstichen und 20 blattgroßen Illustrationen. Originalhalblederband mit zwei farbigen Kupferstichen auf den Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber mit Blindprägung.

34. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Neben den Bildern Otto Rohses enthält der Band Philipp Hackerts »Über die Landschaftsmalerei« und Goethes Anmerkungen zu Hackerts Fragmenten.

33 : 24 cm. [42] Seiten.

Hack/Schwarz 1.34

931  Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 200

Sechs farbige Kupferstiche und zwei Holzstiche. 1989. 31 : 40 cm. Signiert und nummeriert. Hamburg 1989.

Exemplar 6/40. – Suitenausgabe zum 34. Druck der Otto Rohse Presse. – Die Kupferstiche in verschiedenen Farben auf Japan gedruckt , die Holzstiche auf Velin. – Lose in Originalhalbleinenmappe. – Tadellos. – Beigabe: Holzstich zu »Ovid. Die Jagd auf den calydonischen Eber« (1984). Signiert und nummeriert.

33,2 : 24,5 cm. [42] Seiten.

Schwarz/Zeiske 188–193. – Vgl. Hack/Schwarz 1.34 und 4.84 (Beigabe)

932  Otto Rohse. Neun Kupferstiche zu Goethe-Editionen der Otto Rohse-Presse

€ 300

1986–1995. Alle signiert und nummeriert.

Über den Granit (1986, 20. Druck): Daraus die beiden Kupferstiche, einer in Rot, einer in Braun, auf Bütten. Je Exemplar 3/5, »Abzug von der ungeschabten Platte«. – Die Metamorphose der Pflanzen (1986, 21. Druck): Daraus der Kupferstich, in Grün, auf Bütten. Exemplar 7/50. – Maximen und Reflexionen (1995, 48. Druck): Daraus die sechs Kupferstiche mit Ansichten von Weimar, in verschiedenen Farben, auf Velin d’Arches, je Exemplar 9/30. – Alle tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 148, 149, 155 und 276–281

933  Otto Rohse. Flusslandschaften. Nr. 1 Die Saale / Die Unstrut.

€ 200

Fünf Kupferstiche und ein Kupferstich-Signet. Nach 1995. 34 : 48 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/45. – In verschiedenen Farben und jeweils mit Tonplatte gedruckt, auf Japan. – Lose in der Originalhalbleinenmappe. – Diese Reihe wurde offenbar nicht mehr fortgesetzt, wir konnten nur diese Mappe 1 nachweisen.

934  Otto Rohse. Park und Schloß. Drei Mappen der Reihe.

€ 900

Neun Radierungen und sechs farbige Kupferstiche. 1996. Signiert und nummeriert. Lose in Originalhalbleinenmappen, Deckelschilder eigenhändig betitelt und nummeriert.

Je eins von nur drei Suitenexemplaren mit den Abzügen von ungeschabten Platten und Schwarzabzügen. – Auf unterschiedlich gefärbten Bütten- und Japanpapieren. Teils in Passepartouts. – Nr. 3: Branitz. Zwei Radierungen auf Velin und ein farbiger Kupferstich auf getöntem Bütten. – Nr. 6: Schönbusch. Vier Radierungen und zwei farbige Kupferstiche. – Nr. 8: Tiefurt. Drei Radierungen und drei farbige Kupferstiche. – Die aufwändig edierte Publikation »Park und Schloß« umfasste insgesamt elf Mappen mit jeweils ca. sechs Blättern: eins mit einer radierten Ansicht des jeweiligen Schlosses und begleitendem Text sowie fünf meist mehrfarbigen Kupferstichen bzw. Radierungen. – »Rokoko-, Barock- und Landschafts-Parks aus den verschiedenen Gegenden und mit der Phantasie und Leidenschaft der unterschiedlichen Gartengestalter entwickelt, sollen in diesen graphischen Blättern ihren Ausdruck finden« (Verlags-Ankündigung).

Mappen: 46 : 39 cm.

935  Curt Visel – Alkiphron. Briefe der Hetären.

€ 250

Radierungen von Harry Jürgens. [Memmingen], Curt Visel 1993. Mit einer farbigen radierten Titelvignette und sechs Radierungen, alle signiert. Originalpappband mit vergoldeten Titeln. Im Schuber.

Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen beigelegten kolorierten Radierung, signiert, nummeriert und datiert (Gesamtauflage 109). – Harry Jürgens (geboren 1949) lernte nach der Ausbildung am Staatlichen Kunstinstitut in Tallinn, einem Meisterstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Albert Kapr sowie der Hochschule für Bildende Künste in Bratislava die magischen Welten der Buchillustration mit den Erfordernissen der Typographie im Sinne der modernen Buchkunst zu verbinden.

35,3 : 25,9 cm. [28] Seiten, 6 Radierung, 1 lose Radierung.

936  Curt Visel – François Villon. Le Lais – Das Kleine Testament.

€ 120

Memmingen 1994. Mit 48 fast durchweg blattgroßen Offsetlithographien von Eberhard Frank. Originalhalbpergamentband mit Deckelvignette im Originalschuber.

Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit zwei signierten Offsetlithographien als Beilage. – Gesetzt von Rolf Dettling, gedruckt auf Dürer Ingres Bütten.

31,0 : 21,8 cm. [96] Seiten.

937  Frank Wahle – Thomas Böhme. Häutungen, häufiger Herbst.

€ 200

22 Gedichte mit Holzschnitten von Frank Wahle. Leipzig, Edition M 1991. Mit sieben signierten Holzschnitten. Originalpappband mit blau-schwarz gemustertem Bezugspapier.

1. Signum-Buch. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 130). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die Holzschnitte auf verschiedenfarbigem Römerturm-Feinstpapier, gedruckt von Matthias Kleindienst.

39,0 : 26,4 cm. [36] Seiten. – 1 Holzschnitt vertikal geknickt.

938  Widukind Presse – Dante [Alighieri]. Die Hölle.

€ 300

Übertragung von Stefan George. Radierungen von Hanif Lehmann. Dresden, Widukind Presse 2002. Mit 48 ganzseitigen Radierungen. Rostroter Originalmaroquinband mit schwarz geprägten Titeln (Kornelia Lindner, Radebeul).

37. Werk der Widukind-Presse. – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert. – Hanif Lehmann (geboren 1971) studierte Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1996 gründete er die Widukind-Presse, im gleichen Jahr erschien dort sein erstes Graphik-Buch »Stefan George. Geheimes Deutschland«.

22,0 : 15,0 cm. 124, [2] Seiten.

939  Ottfried Zielke. Als die Bilderbeine laufen lernten.

€ 1200

5 [tatsächlich neun] Daumenkinodrehbücher mit Texten von Uwe Warnke. Berlin, Uwe Warnke um 2005. Durchgehend mit kolorierten Tuschzeichnungen und kalligraphiertem Text. Bemalter Originalhalbleinenband im Schuber.

Unikatbuch. – Mit folgenden »Daumenkino«-Folgen, die bei schnellem Blättern einen kinetischen Effekt erzeugen (könnten): »Eine Wanze Stierblut trinkend« (26 Seiten, mit Rot und Weiß koloriert). – »Treppab treppauf« (8 Seiten, Rot und Gelb). – »Katze mit Wanze« (10 Seiten, Blau). – »Arschtritt« (14 Seiten, Schwarz und Weiß). – »Tarzan ist wieder da« (14 Seiten, Rosa). – »Wanze mit Tendenz zum Schlaganfall« (8 Seiten, Weiß und Rot). – »Das Laufbein. Der kleine Zinnsoldat mit dem kleinen Zinngehirn« (10 Seiten, Gelb). – »Halt 1« (16 Seiten, Weiß). – »Mit Mozart durch die Woche« (16 Seiten, Blau und Rot). – Sehr gut erhalten. – Ottfried Zielke (geboren 1936) arbeitet seit 1968 als freischaffender Künstler. Seit 1992 entstanden in enger Zusammenarbeit mit Uwe Warnke unikate Malerbücher und originalgraphische Künstlerbücher.

30,0 : 24,5 cm. [124] Seiten.

940  Ottfried Zielke. Tiere sind konsumierbar.

€ 1800

Berlin, Uwe Warnke 2009. 84 Seiten mit Tusch- und Temperazeichnung und Handschrift mit Tuschfeder. Bemalter und collagierter Originalpappband im bemalten und collagierten Schuber.

Unikatbuch des Berliner Künstlers, »allen Tieren gewidmet«. – Die meisten Doppelseiten mit einer ganzseitigen Zeichnung und kommentierendem Text, teils mit literarischen Bezügen (Schöpfungsgeschichte, Rote Blume Anna, Fisches Nachtgesang u. v. m.) und politischen Statements (Ilja Ehrenburg EGB Stalin du Rotkehle). – Rätselhaft bleibt uns das auf Schuber und Einband geschriebene russische »Lubok« (deutsch: Schiene, Baumrinde). – Ebenso typisch wie amüsant.

17,5 : 24,0 cm.

941  Ottfried Zielke – Gerhild Ebel. Tiger,

€ 300

serieller Text. Bild: Ottfried Zielke. Berlin, Mariannenpresse 1996. Durchgehend farbig serigraphierte Illustration und Texte. Originalhalbleinenband, farbig illustriert mit Deckelserigraphie.

85. Druck der Mariannenpresse. – Eins von 100 von Zielke nummerierten Exemplaren, bei der Nummerierung von Künstler und Autorin signiert. – Schönes Künstlerbuch. Die seriellen Wandlungen des Tigers (SchufTiger, UnzeiTiger, FuchTiger, MondsüchTiger u. v. m.) bildlich in zwölf Siebdrucken mit Silber und Rot auf schwarzen Karton, die Textreihungen in Schwarz auf gelbes Papier serigraphiert. – Gerhild Ebel publiziert mehrere Arbeiten zu den Grenzbereichen von Sprache, Bild und Wissenschaft. – Tadellos erhalten.

22,8 : 35,4 cm. [20] Seiten.

Isphording II, 245

942  Ottfried Zielke. Rein-Ekel Fuchs. 500 Jahre mein Kampf.

€ 500

Reineke auf dem elektrischen Stuhl. Berlin, Uwe Warnke 1998. Farbig serigraphierter Originalpappband. Im Schuber.

Entwerter/Oder, Edition 1. – Eins von 50 Exemplaren, mit einer zusätzlichen zweifarbigen Gouache, signiert und betitelt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Durchgehend farbig serigraphiertes Künstlerbuch mit 20 teils doppelblattgroßen siebenfarbigen Serigraphien auf rotem Fond. – Für uns eins der schönsten Zielke-Bücher und nach zwei Jahrzehnten noch/wieder von beängstigender Aktualität.

42,4 : 30,3 cm. [24] Seiten, 1 Gouache.

Isphording II, 948

ChristianHesse