52  Pablo Picasso. Maternité.

€ 450

Farblithographie nach einer Zeichnung. 50,5 : 39,0 cm (65,0 : 50,0 cm).

Auf Velin d’Arches. – Trockenstempel »Edition Combat pour la Paix, SPADEM, Paris«. – Die berühmte Zeichnung entstand 1963, Picassos Signatur und die Datierung wurde in den Stein übertragen.

Vorderseite schwach, Rückseite stärker gebräunt, ebenso die äußersten Ränder, diese mit Nadellöchern. Oberrand mit Montierungsresten. Unterrand mit Feuchtigkeitsspur.

53  Christian Rohlfs. Alraunen (Kobolde).

€ 600

Holzschnitt, Monotypie. 1922. 11,1 : 7,5 cm (15,2 : 10,7 cm). Signiert und mit Widmung.

Auf dünnem Japan. – Unter Wegfall der Einfassungslinie vom monotypierartig eingefärbten Stock gedruckt, wahrscheinlich als Reiberdruck. – Neben der Signatur vom Künstler eigenhändig mit »Herzl. Glückwunsch Chr. u. Helene« ergänzt.

Kleine Stockflecken. – Dekorativ gerahmt.

Vogt 143

54  Hermann Schardt. Ein Totentanz.

€ 250

29 Holzstiche aus dem Jahre 1943. Ohne Ort [um 1970]. 29 signierte Holzschnitte. Originalpappband mit weißem Büttenpapierbezug.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »Japan« (Gesamtauflage 270). – Die Holzschnitte entstanden während der Zeit Hermann Schardts (1912–1984) als Soldat in Russland. Nur drei Handdrucke entstanden von der 30 Stöcke umfassenden Folge. 1984, nach dem Tod des Künstlers, edierte der Totentanz-Sammler Rolf H. Schmitz eine kommentierte Neuausgabe. – Die vorliegende wurde wohl in den Werkstätten der Folkwang-Schule Essen gedruckt, deren Direktor er von 1946 bis 1971 war. – Als Blockbuch gebunden.

31,7 : 24,5 cm. [30] Blätter.

55  Hermann Scherer. Rodion Raskolnikoff nach Dostojewski.

€ 400

16 Holzschnitte. 1926/1961. 33 : 27 cm (50 : 35 cm).

Eins von 125 Exemplaren, daneben fünf unverkäufliche. – Die Holzschnitte stammen von Hermann Scherer, Schüler und Freund Ernst Ludwig Kirchners, und entstanden 1926, kurz vor seinem Tod. Eine Lebzeitauflage im eigentlichen Sinne kam nicht zustande. – Erst 1961 edierte die Schweizerische Graphische Gesellschaft die vorliegende Ausgabe, abgedruckt von den Originalstöcken aus dem Besitz der Kunstsammlung Basel. – Mit dem Textblatt lose in der Originalhalbleinenmappe mit dem in Blau gedruckten Deckelholzschnitt. Die Mappe wurde nach dem Muster des Künstlers angefertigt.

56  Paul von Schlippenbach. Brioni. Ein Buch der Erinnerung.

€ 450

Zwölf Radierungen. Um 1924. Je 7,5 : 9,0 cm (21,8 : 17,5 cm). Signiert.

Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Künstlers »In Erinnerung an die Herbsttage 1923 Herrn Prof. Breslauer freundschaftlichst zugeeignet«. – Sehr seltene Folge mit Ansichten der istrischen Insel. »1893 vom Österreicher Paul Kupelwieser um einen Spottpreis gekauft, wandelte sich das Eiland vom malariaverseuchten Steinhaufen zum Tummelplatz für die Crème de la Crème der Jahrhundertwende, bis der Erste Weltkrieg dem ein plötzliches Ende setzte.« (3sat.de, zur Dokumentation von Thomas Macho, 2018). Paul Freiherr von Schlippenbach (1869–1933) war als Maler und Radierer in Berlin tätig und publizierte auch eine Mappe mit Venedig-Ansichten. – Die kleinformatigen Radierungen mit jeweils drei Leerseiten und einem Titelblatt in einen grünen Leinenband mit Goldprägung gebunden. – Sehr selten, in gebundener Form vom Künstler eventuell zur Verwendung als Reisetagebuch gedacht.

22,5 : 18,5 cm. Zusammen 42 Blätter. – Rücken leicht verblasst, oben minimal berieben.

Vgl. Thieme/Becker XXX, 112

57  Heinrich Vogeler. Weihnachten.

€ 450

Aquatintaradierung. 1912. 39,0 : 29,0 cm (50,0 : 42,0 cm). Signiert.

Eins von 30 Exemplaren auf Japan. – Links unten in der Platte in der Platte monogrammiert. – Druck in blaugrün bei Otto Felsing, Berlin. – Eine der wenigen großformatigen Radierungen.

Kleine Bereibungen und im rechten Rand stockfleckig.

Rief 48 a (von c)

58  Ilya Schor. The Sabbath.

€ 600

Zwölf Holzschnitte. Ca. 1950. 12 : 9 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 49/100. – Alle auf Japan, alle in Passepartout. – Die Holzschnittfolge entstand zu dem Buch »The Sabbath, its Meaning for Modern Man« von Abraham Joshua Heschel. – Ilya Schor (1904–1961) begann seine künstlerische Ausbildung in der galizischen Heimat. In den 1930er Jahren lebte und arbeitete er in Paris und nahm dort an ersten Ausstellungen teil. 1940/41 emigrierte er in die USA und war als Graphiker in New York tätig.

59  Marc Tobey. Six Impromptus on Omar Khayyam.

€ 600

A Series of Original Aquatints with six Poems done into English by Edward Fitzgerald. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair [1970]. Sechs signierte farbige Aquatintaradierungen. Mit den Textblättern lose in Originalleinenkassette.

Eins von 75 Exemplaren. – Die signierten Radierungen jeweils datiert (1970 bzw. 1971), jede in Passepartout und dieses in ein Textdoppelblatt mit dem jeweiligen Zitat aus der Dichtung eingelegt. – Die Radierungen auf schwerem Velin von Lafranca mit dem Trockenstempel der Edition. – Tadellos erhalten.

43,2 : 33,2 cm (Kassette).

Spindler 40.48. – Heidenheim 8–13

60  Pierre Alechinsky. Roue vicinale.

€ 450

Farblithographie. 1971. 62 : 46 cm. Signiert, betitelt und nummeriert.

Exemplar 62/150. – Auf Velin d’Arches. – Die sandfarbene Variante, signiert in Rot, nummeriert in Blau. – Schön erhalten.

61  Horst Antes. Knieende Figur.

€ 300

Farbradierung. 24 : 17 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 38/100. – In drei Rottönen auf Velin gedruckt. – In der Vorzugsausgabe von »Zühlke/Harnoss. Septische Gefäßchirurgie« (Wien/Berlin 1988). – Widmungsexemplar.

62a  Georg Baselitz. Ce que tu n’es pas est un autoportrait.

€ 400

Paris, Edition Jannink 2002. Originalbroschur.

L’art en écrit, Band 55. – Eins von 285 Exemplaren mit einer beigelegten farbigen Radierung, signiert und nummeriert. – Die Übersetzungen in Französische stammen von Wolf Fruhtrunk. – Tadellos erhalten.

21,0 : 12,5 cm. [48] Seiten, 1 Radierung.

62  Georg Baselitz. Ohne Titel.

€ 750

Radierung. 1959/1973. 29,3 : 23,8 cm (66,0 : 50,8 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 20/50. – Auf chamoisfarbenem Bütten von Richard de Bas. — Blatt 3 der als Triptychon konzipierten Folge, die von 1953 bis 1973 entstand.

63  Joseph Beuys. Fettbriefe.

€ 1000

Multiple (Papier, Druckfarbe, Fett). 1973. 29,6 : 21,0 cm. Signiert.

Exemplar 66/125. – Fünf Briefbogen der neu gegründeten »Stiftung zur Foerderung der Kuenste«, die Briefköpfe in Deutsch, Italienisch, Englisch, Französisch und Baskisch. – Jeder Bogen mehr oder weniger durchfettet, von Beuys mit blauer Tinte signiert, rückseitig nummeriert. – Das rot gedruckte »Zertifikat« mit dem Prägesiegel der Stiftung, von Jürg Brodmann nummeriert und von beiden Künstlern signiert. – Erschienen in der Edition Staeck, Heidelberg, das Zertifikat rückseitig mit deren Stempel.

Die Blätter in Klarsichthüllen, zusammen in Archivbox.

Schellmann 77

64  Fritz Cremer. Sechs Lithografien zu Alexander Bloks Poem »Die Zwölf«.

€ 250

Sechs Lithographien. 1981. 48,0 : 36,5 cm (Mappe). Alle signiert und datiert.

Exemplar 44/225. – Aus Reclam Grafik-Edition X. – Herausgegeben von Hans Marquardt und Lothar Lang. – Mit dem Textblatt (Vorbemerkung und deutsche Nachdichtung von A. E. Thoss) lose im Originalumschlag, auf dem Deckel eine siebte, ebenfalls signierte, Lithographie. Mit dem Originalschuber. – »Die Gekreuzigten assoziieren den gequälten Menschen von heute. Ich hebe ihn aus der christlichen Mythologie heraus und meine den gekreuzigten Menschen überhaupt« (Fritz Cremer).

65  Franz Eggenschwiler und Konrad Vetter. UFO-Mappe.

€ 300

39 farbige Offsetdrucke (von 43). 1970/71. 76 : 54 cm. Alle monogrammiert, datiert und meist betitelt.

Unnummeriertes Künstlerexemplar neben der Auflage von wohl 100 Exemplaren. – Auf unterschiedlichem Zerkall-Bütten. – Von Franz Eggenschwiler auf Blatt 1 (Einführung) eigenhändig gewidmet »Mappe von Helmut«. – In der Originalhalbleinenkassette mit Deckelbild und Metallbeschlägen. – Die Blätter wurden fotolithographisch und im Iris-Verfahren nach Zeichnungen und Collagen der beiden Künstler gedruckt. – Franz Eggenschwiler (1930–2000) war zeitgleich mit Dieter Roth und Bernhard Luginbühl Schüler der Kunstgewerbe-Schule in Bern. 1955–1971 bildete er zusammen mit Peter Meier, Konrad Vetter und Robert Wälti die »Berner Arbeitsgemeinschaft«. – Neben »Frauen« gehören die gemeinsam mit Konrad Vetter geschaffenen »UFO-Mappe« und »Faltungen« zu seinen großen Mappenwerken. – In dem möglicherweise vom Künstler für einen Künstlerkollegen eigenhändig zusammengestellten Exemplar fehlen die Blätter 11, 32, 35 und 43; dafür sind die Blätter 6 und 39 in jeweils zwei Farbvarianten vorhanden.

Ein Blatt mit leichten Feuchtigkeitsspuren, zwei leicht gebräunt, davon eins mit Randläsuren.

Katalog Basel 1971, Seite 24f. (mit Abbildung aller Blätter)

66  Franz Eggenschwiler. Frauen.

€ 250

46 farbige Offsetdrucke (statt 50). 1970/71. 76 : 54 cm. Meist monogrammiert und datiert.

Auf unterschiedlichem Zerkall-Bütten, lose, ohne die Mappe. – Die Blätter wurden nach Zeichnungen und Collagen fotolithographisch und im Iris-Verfahren gedruckt. – Das vorliegende Exemplar wurde wohl von Eggenschwiler selbst aus Künstlerdrucken für einen Freund zusammengestellt. Viele Blätter mit Nummerierung (z. B. XVI/XX), fünf nicht monogrammiert. – Es fehlen die Blätter 1 (Text), 2, 23 und 24. – Dazu: Fünf Farboffsetdrucke von Franz Eggenschwiler. 1967–1971. Alle monogrammiert und datiert. – Eine Beigabe.

Katalog Basel 1971 Seite 26f

67  Clive Francis. Arthur Miller.

€ 450

Tusche und Acryl. 52,0 : 56,0 cm. Monogrammiert.

Die Zeichnung wurde auch von dem porträtierten Schriftsteller signiert, der die Karikatur so kommentierte: »Well, at least I’m smiling!« – Bekannt als Schauspieler und Schriftsteller wurde Clive Francis (geboren 1946) auch einer der beliebtesten Karikaturisten Englands. Seit 1983 porträtiert er hauptsächlich Schauspielkollegen (und mit Hingabe auch viele Wimbledon Tennisstars). Seine humorvollen Porträts waren in zahlreichen Ausstellungen, u. a. im National Theater und im Wimbledon Tennis Museum zu sehen. – Rückseitig mit kleinem Sammlerstempel.

Links unten größerer Knick, bis in die Darstellung reichend.

68  Klaus Fußmann. Sonnenuntergang.

€ 2500

Aquarell und Gouache. 1991. 22,3 : 30,5 cm. Monogrammiert und datiert.

Auf leichtem Aquarellbütten (die Oberkante mit Perforierung). – Für Fußmann außergewöhnliches Sujet. – Tadellos erhalten.

69  Klaus Fußmann. Quisnis.

€ 300

Drei Texte und achtzehn Kaltnadel-Radierungen. Krefeld, Josef Peerlings 1992. Mit 18 monogrammierten und datierten, meist ganzseitigen und teils farbigen Kaltnadelradierungen. Lose Doppelblätter in Originalchemise und -schuber.

Eins von 60 Exemplaren, bei denen alle Radierungen monogrammiert wurden (Gesamtauflage 200). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Die drei Texte zu Quisnis sind aus der Impression einer kleinen Landschaft entstanden […]. Die achtzehn Radierungen zeigen ausschließlich Ansichten von Quisnis und dem nachbarlichen Beveroe« (Druckvermerk). – Beigaben: Klaus Fußmann. Zwei Farbradierungen (»Vergissmeinicht« und »Astern«), 1991 und 1993, beide monogrammiert und nummeriert, je eins von 150 Exemplaren.

32,7 : 28,5 cm. [36] Seiten. – Die erste und letzte Seite mit leichten Klebestreifenflecken.

70  Friedemann Hahn. Maler.

€ 250

Neun Radierungen, davon zwei aquarelliert. 1988. 29,5 : 24,5 cm (49,0 : 38,0 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 16/45 (Gesamtauflage 55). – Auf Zerkall-Bütten. – Die Folge enthält zwei Aquatinta- und sieben Kaltnadelradierungen, von denen zwei aquarelliert wurden. Fünf Radierungen auf chamoisfarbenem, aufgewalztem Japan. – Ediert von der manus presse, Stuttgart. – Friedemann Hahn, geboren 1949, war u. a. Meisterschüler von Karl Otto Götz an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. Den Zyklus widmet er u. a. Paul Cézanne, Ernst Ludwig Kirchner, Vincent van Gogh und Claude Monet. – Mit dem Textdoppelblatt in der Originalleinenkassette. – Tadellos erhalten.

71  Al Hansen. Streichholzer Museum.

€ 1800

Collage. 1992. 34,8 : 25,0 cm. Signiert, datiert und betitelt.

48 Streichhölzer mit Klebstoff auf weißen Karton montiert. – Am Unterrand betitelt und signiert.

72  Horst Janssen. Ohne Titel.

€ 750

Zeichnung (Blei- und Farbstifte). 1966. 35 : 25 cm. Signiert, datiert und mit Widmung betitelt.

Verfremdete anatomische Darstellung eines Herzens, mit Beschriftungen »Arm«, »Kopf« und »Herz-Kranz«. – Mit weißem Pastellstift signiert und datiert, mit Bleistift gewidmet »für Dr. Rackwitz | 16.11.66«. – Auf olivfarbenem Bütten, dem Vorsatzblatt von Horst Janssen. 10 Zeichnungen aus der Sammlung Poppe Hamburg. Hamburg, Galerie Brockstedt 1966. Mit zehn farbigen Tafeln. Originalpappband. Rüden A.4. Diese erste monographische Janssen-Publikation, in der zehn erotische Zeichnungen in Originalgröße reproduziert wurden, erschien kurz nach den ersten Einzelausstellungen des Künstlers in Hannover, Hamburg u. a. Orten. – Tadellos erhalten.

73  Horst Janssen. Zwerg mit Sonne + Fisch.

€ 1200

Bleist- und Farbstift. 1966. 35,3 : 27,7 cm. Signiert, datiert, betitelt und mit Widmung.

Auf grauem Karton, links mit Lochung für Spiralbindung. – Oben rechts nochmals, aber schwer lesbar bezeichnet. – Die frühe Zeichnung widmete Janssen am 9. Mai 1966 dem Hamburger Buchhändler Wilfried Weber (1940–2016), der seit 1962 in der hiesigen Buchhandlung Felix Jud tätig war. – 1966 erschien das erste Buch mit Zeichnungen Janssens (vgl. die vorherige KatNr.).

74  Horst Janssen. Routinierter Krebs.

€ 800

Farbholzschnitt. 1961. 49,5 : 62,3 cm (63,3 : 98,5 cm).

Probedruck, unsigniert. – Auf dünnem Japan. – Gedruckt in Rostrot und Blaugrau auf schwarzer Grundplatte. – Noch ohne die weißen Partien, die besonders in den Augen sichtbar wurden, und vor dem nochmaligem Umschnitt des roten Stocks. – Mit deutlichen Ausfettungen der schwarzen Druckfarbe.

Vgl. Vogel 84; Brockstedt 35 und Katze Blau 90–92

75  Horst Janssen. Selbst elegisch.

€ 450

Radierung. 1965. 48,3 : 39,2 cm (65 : 49,7 cm). Signiert, datiert, nummeriert und bezeichnet.

Exemplar 52/65. – Auf Kupferdruckkarton. – In der Platte datiert »28 3 65«. – Das erste der beiden Selbstporträts, die am 28. und 29. März 1965 entstanden und bei Wolfgang Ketterer, München, ediert wurden. – Mit dem Trockenstempel des Verlegers. – Am Unterrand vom Künstler mit dem Namen eines Vorbesitzers und dem Hinweis »Holt ab | 3.3.66« bezeichnet.

Ober- und Unterrand etwas gewellt, untere Blattkante gebräunt.

Vogel 333. – Brockstedt R 299

76  Horst Janssen. Selbst, schreibend.

€ 450

Kaltnadel und Strichätzung in Kupfer. 1970. 26,1 : 18,5 cm (56,0 : 37,7 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 11/22. – Auf Velin »BFK Rives«. – Die kleine Auflage druckte Hartmut Frielinghaus.

Frielinghaus 1970/103

77  Horst Janssen. Liebster Webern.

€ 400

Collage. 1983. 23,5 : 31,5 cm. Signiert.

Mail Art-Objekt. – Versandhülle aus Pappe, beklebt mit zwei Schriftblättern, Blutfleck, Klebestreifen und bemalt mit roter Kreide. – »Liebster Webern […] seit 4 Tagen lehne ich es ab Pakete mit DIESEM Klebestreifen zu öffnen. Blut. Janssen«. – Möglicherweise hatte sich Janssen beim Öffnen des kleinen Pakets verletzt, was ihn zu der künstlerisch aufbereiteten Beschwerde veranlasste. Neben einem (nicht labortechnisch untersuchten) Blutfleck imitierte Janssen weitere mit roter Farbe, fixierte das kritisierte Klebeband und sandte die Retoure als Eilzustellung mit 11 DM frankiert an die Buchhandlung im Neuen Wall zurück. – Datierung nach Poststempel.

78  Alex Katz. Robert Creeley. Edges.

€ 3000

Elf (von 13) Radierungen. 1997. 38,3 : 32,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 8/30. – Auf Rives-Bütten. – Eine der seltenen graphischen Folgen des Pop-Art-Künstlers Alex Katz (geboren 1927). – Peter Blum Gallery, New York, edierte die Kassette, die das Gedicht von Robert Creeley und ursprünglich 13 Radierungen enthielt. Es erschienen 30 Buchausgaben, die im Druckvermerk signiert wurden, und weitere 30, wie vorliegend, Portfolioausgaben, bei denen alle Radierungen einzeln und Creeleys Gedicht auf dem Textblatt signiert wurden. – Mit dem Titelblatt und einem Blatt Druckvermerk in der Originalleinenkassette.

79  Konrad Klapheck. Fahrrad I.

€ 600

Farbige Radierung. 1979/80. 46,8 : 32,8 cm (79 : 56 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 4/20. – Die seltene Variante in Hellblau. – Auf Kupferdruckbütten von Hahnemühle.

Seltenheit und Attraktivität des Blatts rechfertigen sicher den zur Beseitigung der horizontalen Knitter notwendigen restauratorischen Aufwand.

Wittrock 33

80  Siegfried Klapper. Brennende Stadt.

€ 400

Tempera auf Karton. 1983. 16,2 : 15,8 cm. Rückseitig signiert, datiert und betitelt.

Kleinformatige und damit für Klappers Œuvre sehr typische Arbeit von großer Intensität. – Siegfried Klapper (1918–2013) studierte während des Krieges an der HfBK in Berlin und hatte schon bald nach 1945 erste Ausstellungen, ab Ende der 1950er auch in namhaften Galerien, wie dem Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath und der Hamburger Galerie Brockstedt. – Vom Künstler erworben, seitdem in Privatsammlung.

81  Siegfried Klapper. Grachus betreffend.

€ 400

Bleistiftzeichnung. 1984. 15,1 : 17,8 cm. Signiert, datiert und betitelt.

Vom Künstler erworben, seitdem in Privatsammlung.

82  Albert Merz. Ohne Titel

€ 450

Mischtechnik (Ölfarbe, Tempera, Deckweiß). 1992. 38 : 27 cm. Signiert und datiert.

Symbolhafte Malerei, die sich jedoch bei näherer Betrachtung einer Entschlüsselung entzieht. – Albert Merz (Jahrgang 1942) »greift für seine Bilder auf ein ganz eigenes, über die Jahre gewachsenes Grundvokabular an einfachen, aber rätselhaften Zeichen und geheimnisvollen Chiffren zurück.« (Elfi Kreis, Webseite des Künstlers). – Nicht außerhalb der Rahmung begutachtet.

83  Hermann Nitsch. Ohne Titel (Schüttbild).

€ 1200

Farbserigraphie über Sand. 2001. 80 : 62 cm. Signiert und datiert.

Exemplar 36/100. – Auf fester, weiß grundierter Pappe. – Späte, doch noch immer ikonenhaft-markante, Arbeit des österreichischen Künstlers.

84  Mimmo Paladino. Mathematica.

€ 4000

Six Prints in Color. Text by Enzo di Martino. Sechs Farbradierungen. 2001. Ca. 30 : 40 cm (58 : 77 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar I/XXV (Gesamtauflage 150). – Vollständige Folge der prachtvollen Farbradierungen. – Auf Velin »Arches«. – Gedruckt von Alberto Serighelli, Mailand. – Ediert in der Reihe »Art of this Century«. – Mit dem typographisch bedruckten Originalumschlag (Titel, zweisprachiges Geleitwort, Druckvermerk) in der grauen Originalleinenkassette mit Deckelaufdruck in Rot. – Makellos, durch »verständliche« Vereinzelung sind vollständige Folgen schon heute selten geworden.

85  Mimmo Paladino. Como in Uno Specchio.

€ 800

Farblithographie. 1989. 58 : 49 cm (85,3 : 61,0 cm). Signiert, datiert und gewidmet.

Großformatiger Abzug auf Bütten. – Künstlerexemplar mit eigenhändiger Widmung.

Ecken und äußerste Ränder mit leichten Knickfalten, insgesamt sehr schön.

86  A. R. Penck. Princip und Corrector.

€ 600

Zehn Farbserigraphien. 1970/1992. 29,7 : 21,0 cm. Signiert.

Aus der Serie »Prinzip«, dem serigraphischen Nachdruck eines Skizzenbuchs von 1970. – Ediert von der Galerie Michael Schultz, Berlin, in einer Auflage von 200 Exemplaren. – Die Buchausgabe wurde im Druckvermerk signiert, die vorliegenden Blätter mit Gefälligkeitssignaturen für den Vorbesitzer. – Auf Velin.

87  Arnulf Rainer. Mann und Frau.

€ 500

Farbradierung. 1969. 22,5 : 32,3 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 61/96. – Auf Velin. – Die schöne Radierung mit kräftigem Prägedruck der schwarzen Platte ist der Vorzugsausgabe des folgenden Ausstellungskataloges beigebunden: Arnulf Rainer. Zeichnungen 1947–51. Galerie Ariadne, Wien, März/April 1969. Mit Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. Mit Einführung von Otto Breicha und Texten von Ernst Fuchs, Maria Lassnig u. a. Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.

88  Daniel Richter. Lichtung.

€ 250

Farblithographie. 2001. 27,2 : 38,0 cm (42,0 : 59,0 cm). Signiert und datiert.

Auf Velin. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 302 B6.

89  Wolfgang Schmitz. Landschaft.

€ 250 ( R19 )

Kohle- und Bleistiftzeichnung. 1988. 20 : 56 cm. Signiert und datiert.

Auf festem Velinkarton, mehrfach gefaltet. – Wolfgang Schmitz (1934–2017) »war ein Ausnahme-Zeichner. Er bildete ab, was er sah an Ort und Stelle. Er zeichnete im Rhythmus von Sehen und Umsetzen aufs Papier, im schnellen Wechsel von Kopf- und Handbewegung, von Augenblick zu Augenblick« (Anne Linsel, im Nachruf der Westdeutschen Zeitung).

90  Jan Schoonhoven. Ohne Titel.

€ 750

Prägedruck. 1972. 17,5 : 13,7 cm (19,0 : 15,3 cm).

In dem Kassettenkatalog, der zur Ausstellungstournee Mönchengladbach, Münster, Venlo, Karlsruhe und Hamburg von Johannes Cladders ediert wurde. Für jeden Ausstellungsort erschien eine nummerierte Auflage, hier eins von 300 Exemplaren für den Westfälischen Kunstverein Münster. – Konzipiert als Mönchengladbacher Kassettenkatalog, neben dem Prägedruck sind 33 Bildtafeln, Textblätter und Texthefte enthalten. Lose im Originalkarton.

Sammlerstempel auf dem Titelblatt, dessen Monogrammstempel auf dem Kassettendeckel.

91  Klaus Süß. Zehntes Gebot: Du sollst nicht begehren Deines nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh,

€ 900

noch alles, was dein Nächster hat. Bemalter Holzstock. 2009. 31,5 : 86,0 cm. Signiert, datiert, rückseitig betitelt und nochmals signiert und datiert.

Für den Farbholzschnitt innerhalb der Edition »Die zehn Gebote« der Burgart-Presse von Jens Henkel, Rudolstadt, entstanden. – Der Stock zum Druck der schwarzen Partien, die ausgeschnittenen Partien mit Temperafarben ausgemalt. – In schwarzem Objektrahmen. – Erfreulicherweise wurde dieser Holzschnitt nicht in der von Klaus Süß häufig verwendeten Technik des verlorenen Schnittes ausgeführt, bei der der Stock immer wieder überarbeitet wird und am Ende nicht mehr verwendbar ist. – Klaus Süß lebt und arbeitet seit 1987 als freischaffender Künstler in Chemnitz.

92  Victor Vasarely. Ohne Titel.

€ 500

Farbige Serigraphie. 17,2 : 16,0 cm (38,0 : 26,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 41/130. – Kräftiger Druck in leuchtendem Grün und verschiedenen Grau- und Schwarztönen. – Ediert von der Fondation Vasarely, Gordes, mit deren Trockenstempel.

93  Franz Erhard Walther. Find a purpose for the pocket.

€ 450

Multiple (Stoff). 1969. 37 : 14 cm. Signiert und datiert.

Olivgrünes Leinen zu einer schmalen Tasche genäht. – Auf der oberen Lasche signiert und datiert. – Im selben Jahr edierte der VICE-Versand eine verkleinerte Version mit leicht variiertem Titel (vgl. Buchholz/Magnani S. 206) in unlimitierter Auflage.

94  Tony Torrilhon. Das gestochene Weimar.

€ 350

Kupferstiche und Prägedrucke, neun Tableaus. Weimar, Pavillon-Presse 1999. Neun Blätter, alle signiert und bezeichnet, zusammen mit Titelblatt und Inhaltsverzeichnis lose in Originalmappe mit blindgeprägtem Titel.

Eins von 50 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Jedes der neun Blätter jeweils mit Kupferstichen und Prägedrucken, jeder Druck einzeln bezeichnet, jedes Blatt signiert. – Dazu: Kupferstich und Prägedruck, darauf eigenhändiger Brief des Künstlers an den Vorbesitzer. – Tony Torrilhon (geboren 1931) lebt und arbeitet als Graphiker und Bildhauer in Rheinsberg.

26,5 : 41,5 cm (Mappenformat).

95  Mappenwerke – Vietnam Protest.

€ 450

Berlin, Kabinettpresse 1966. Zehn signierte Graphiken, zusammen mit Titelblatt und Inhaltsverzeichnis lose in illustrierter Originalhalbleinenmappe.

Fünfter Druck der Kabinettpresse, Berlin. – Eins von 100 Exemplaren. – Herausgegeben von Lothar Lang und von ihm im Druckvermerk signiert. – Mit einer Aquatinta von Wieland Förster und Lithographien von Dieter Goltzsche, Helmut Diehl, Harald Metzkes, Horst Zickelbein, Ronald Paris, Max Uhlig, Hans Vent, Joachim John und Manfred Böttcher. – »Wir wollten unseren Protest durch eine Tat besiegeln. So wandten wir uns an Künstler, die seit langem unserem Kabinett verbunden sind, von denen jedoch einige noch nicht mit politischen Blättern hervorgetreten sind. […] Alle beteiligten Künstler verzichteten auf ein Honorar, ihre Blätter sind Protest und und solidarische Spende zugleich« (Lothar Lang, Vorwort).

51,5 : 41,0 cm (Mappenformat).

96  Mappenwerke – Die Kunst der Graphik.

€ 450

Sieben Original-Graphiken in unterschiedlichen Techniken zu einem Buch von Walter Koschatzky, ausgewählt und herausgegeben von Volker Huber. Offenbach, Edition Volker Huber 1975. Sieben signierte Graphiken, davon eine als Frontispiz der Vorzugsausgabe des Buches. Originalbroschur und lose Blätter in originaler Kunststoffkassette.

Eins von 10.000 Exemplaren, alle Graphiken signiert (!). – Walter Koschatzkys Standardwerk zur Technik und Geschichte der Graphik, als Sonderausgabe für die Edition Volker Huber, mit der beigebundenen Graphik von Horst Antes. Figur 31.10.75. Farboffset. – Die sechs weiteren Graphiken liegen, da in größerem Format, in der Kassette: Esteban Fekete. La Poule. Farbholzschnitt. – Ernst Fuchs. Flora Okuli. Aquatintaradierung. – Rudolf Hausner. Adams Lebensbaum. Farboffset nach Serigraphie. – Horst Janssen. Selbst für C. C. Kaltnadel. – Karl Rössing. Toskanische Landschaft. Farblinolschnitt. – Paul Wunderlich. Kleiner Steindruck. Farblithographie (eins von 2500 Exemplaren in Blau). – Siehe die folgende Katalognummer.

41,8 : 29,9 cm.

Antes: Lutze 779. – Fekete: Paschke 349. – Janssen: Frielinghaus 282. – Wunderlich: Riediger 509

97  Mappenwerke – Zwischen Innen und Aussen.

€ 400

Bilder aus der Psychiatrischen Klinik Königsfelden. Zürich, Edition Stähli 1987. Mit vier signierten Originalgraphiken in der Mappe und zahlreichen Abbldungen im Buch. Originalleinenband in -pappmappe.

Exemplar 21/100 der Vorzugsausgabe »Vier Künstler aus Königsfelden«. Hier wirkt das Buch als Beigabe zum Portfolio, das signierte Radierungen von Ida Buchmann (»Blume«) und Arthur Schaffner (»Thiere«) und signierte Serigraphien von Gottfried Dober (»Stadt Neujorck«) und Wilhelm Gögos (»Plödcin«) enthält. – Erschienen anlässlich der Ausstellung in der Galerie Zimmermannshaus der Stadt Brugg. – Der Bildnerei von Patienten nahm man sich im schweizerischen Königsfelden wohl ebenso engagiert an wie in der Klinik im niederösterreichischen Klosterneuburg.

27,5 : 21,3 cm. 80 Seiten (Buch). – 52 : 37 cm (Mappe).

98  Mappenwerke – Nachdenken über Carl von Ossitzky.

€ 300 ( R19 )

14 Graphiken. 1989. Ca. 55 : 40 cm. Alle signiert.

Eins von 75 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Erschienen anlässlich Carl von Ossietzkys 100. Geburtstag und laut Druckvermerk auch zum 40. Gründungsjahr der DDR. – Herausgegeben vom Verband Bildender Künstler der DDR und der Redaktion »Die Weltbühne«. – Lose Blätter zusammen mit Textblatt in Originalleinenmappe mit Deckelschild. – Enthalten sind Graphiken von Baldwin Zettl (Kupferstich), Michael Morgner, Andreas Dress, Eva Vent, Rolf Kuhrt, Joachim Böttcher, Reinhard Minkewitz und Peter Schnürpel (Radierungen), Frank Wahle, Walek Neumann, Petra Flemming (Holzschnitte), Joachim Jansong, Dieter Goltzsche (Siebdruck) und Claus Weidensdorfer (Lithographie).

99  Mappenwerke – Warum ich Rubens so liebe.

€ 250

Zehn druckgraphische Blätter zu einem barocken Abend mit Künstlern und Modell. Hamburg 2001. Zehn signierte farbige Originalgraphiken. Lose mit einem Textblatt und der Broschüre mit den Texten von Artur Dieckhoff in der rot lackierten Original-Holzkassette.

Exemplar 30/120, die ersten 40 für den ART-Club der Büchergilde Gutenberg. – Mit je zwei Graphiken von Michael Teßmer, Anne von Karstedt, Barbara-Kathrin Möbius, Klaus Raasch und Arthur Dieckhoff. – Gedruckt auf einer historischen Schnellgang-Steindruckpresse im Museum der Arbeit, Hamburg-Barmbek, und in der Werkstatt Schwarze Kunst. – Auf Bütten.

42 : 32 cm (Kassette).

100  Künstler des 20. Jahrhunderts – Ein kleines Aquarell, dreizehn signierte Kunstpostkarten.

€ 600

Piero Dorazio. Aquarell auf Bütten. 1989. 10,5 : 14,2 cm. Rückseitig mit Widmung »Auguri!« und signiert. – Arroyo. Farbige Bildpostkarte nach Lithographie. – Max Bill. Zwei Kunstpostkarten, eine mit farbiger Graphik, eine mit Plastik. – Richard Hamilton. Farbige Bildpostkarte nach Serigraphie. – Robert Indiana. Farbige Bildpostkarte nach Ölgemälde. – Roy Lichtenstein. Eine Fotopostkarte, eine farbige Bildpostkarte nach einem Kunstwerk. – Henry Moore. Zwei Bildpostkarten mit Plastiken des Künstlers. – Ben Vautier. »Kunst«-Postkarte. Auch rückseitig signiert. – Andy Warhol. Eine Porträtfotopostkarte, eine weiße Karte mit typographischem Namen. – Alle Karten auf der Bildseite signiert. – Sehr gut erhalten. – Zwei Beigaben.

ChristianHesse