102  Albert Schamoni. Don Quichotte.

Schätzpreis/Estimate: € 120 ( R19 )

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Radierung 1929. 24,5 : 20,0 cm (41,0 : 31,0 cm). Signiert und datiert.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 7 aus »Die Schaffenden«, VIII. Jahrgang, Mappe 1, 1932. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Auch in der Platte signiert und datiert.– Albert Schamoni (1906–1945), gegen Ende des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront vermisst, ist als Künstler heute weitgehend vergessen. Seine künstlerischen Arbeiten, literarischen Versuche und persönlichen Dokumente haben allerdings in erstaunlicher Vollständigkeit den Krieg überstanden. Seine Arbeiten sind jedoch der Öffentlichkeit kaum zugänglich (außerhalb der Familie findet sich eine größere Anzahl nur im Prager Museum des Tschechischen Schrifttums).

Im Passepartoutausschnitt minimal gebräunt. – Rechter Rand mit kleiner Knickspur, linke obere Ecke ganz schwach geknickt.

Söhn HDOG 72723-7

103  Hermann Scherer. Rodion Raskolnikoff nach Dostojewski.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Ausruflimit/Reserve price: € 380

16 Holzschnitte. 1926/1961. 33 : 27 cm (50 : 35 cm).

Eins von 125 Exemplaren, daneben fünf Belegexemplare. – Die Holzschnitte stammen von dem Schüler und Freund Ernst Ludwig Kirchners. 1926, kurz vor Scherers Tod, entstanden. Eine Auflage im eigentlichen Sinne kam nicht zustande. – Erst 1961 erfolgte die Ausgabe, abgedruckt von den Originalstöcken aus dem Besitz der Kunstsammlung Basel. – Ediert von der Schweizerischen Graphischen Gesellschaft. – Mit dem Textblatt lose in der Originalhalbleinenmappe mit dem in Blau gedruckten Deckelholzschnitt. Die Mappe wurde nach dem Muster des Künstlers angefertigt.

Nicht im Kat. Lindenau-Museum und nicht in der Rifkind-Collection

104  Rudolf Schlichter. Im Café.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R19 )

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Lithographie. 1923. 40,5 : 30,5 cm. Signiert.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 7 aus »Die Schaffenden«, IV. Jahrgang, Mappe 4, 1923. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Mit dem Wasserzeichen und Trockenstempel des Verlags. – Rudolf Schlichter (1890–1955) gilt als wichtiger Vertreter der Neuen Sachlichkeit, in den Goldenen Zwanzigerjahren hielt er das Berliner Nachtleben auf Papier fest. Er liebte das Exzentrische, das Antibürgerliche. 1920 nahm er an der ersten Dada-Messe teil, er steuerte eine Puppe in Uniform mit Schweinsgesicht bei, die unter der Decke der Galerie Burchardt schwebte. Wegen dieser Beleidigung der Reichswehr folgte eine Anklage gegen Schlichter, George Grosz, Wieland Herzfelde, John Heartfield und den Galeristen Otto Burchard.

Söhn HDOG 72716-7

105  Rudolf Schlichter. Liebesunterhaltung.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 200 ( R19 )

Lithographie. 1923. 40,5 : 30,5 cm. Signiert.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 8 aus »Die Schaffenden«, IV. Jahrgang, Mappe 4, 1923. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Mit Wasserzeichen und dem Trockenstempel des Verlags.

Söhn HDOG 72716-8

106  Martel Schwichtenberg. Varietésoubrette.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 200 ( R19 )

Radierung. 1922. 18,5 : 11,0 cm (41,5 : 29,8 cm).

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 9 aus »Die Schaffenden«, III. Jahrgang, Mappe 4, 1922. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Mit dem Trockenstempel der Edition. – Fast 30 Jahre lang arbeitete Martel Schwichtenberg (1881–1948) zunächst als festangestellte künstlerische Leiterin, später als freiberufliche Grafikerin für Bahlsen in Hannover. 1920 bezog sie in Berlin-Charlottenburg ihr eigenes Atelier, trat dem Werkbund und der revolutionären Novembergruppe bei. In dieser Zeit wurde ihr Werk beeinflusst vom Expressionismus der Brücke-Künstler, Reiseeindrücke und zahlreiche Porträts von Freunden aus der Berliner Kunstszene entstehen im Stil der Neuen Sachlichkeit. – Dazu: Hermann Mayrhofer. Im Kaffeehaus. Kaltnadelradierung. Um 1929. 23,5 : 9,8 cm (40,8 : 31,0 cm). Signiert. Blatt 5 aus »Die Schaffenden«, VII. Jahrgang, Mappe 41, 1930. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Auf Bütten.

Unterer und linker Rand mit wenigen, kaum sichtbaren Stockflecken. – Beigabe mit winzigem Einriss am linken Rand, rechter Rand minimal gebräunt.

Söhn HDOG 72712-9

107  Gustav Seitz. Porträt B. Brecht.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausruflimit/Reserve price: € 170

Lithographie. 1967. 30,5 : 26,0 cm (51,0 . 40,0 cm). Signiert.

Exemplar H, eins von 15 für Künstler und Verleger (Gesamtauflage 250). – Auf Velin mit dem Trockenstempel der Edition. – In: Bertolt Brecht. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration. Edition de Beauclair, Portfolio-Ausgaben mit Originalgraphik zeitgenössischer Meister, 4. – Zusammen mit dem Text auf grauem Kupferdruckkarton in Originalleinenmappe. – Tadellos.

1 Textblatt mit leichtem Knick.

Spindler 40.42

108  Kurt Schwitters. Komposition mit Kopf im Linksprofil.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 3600

Lithographie. 1921. 24 : 20 cm (37,8 : 27,3 cm). Signiert, im Stein monogrammiert und datiert.

Unnummeriertes Exemplar. – Auf getöntem, leicht fasrigen Papier mit dem Trockenstempel der Bauhaus-Mappen. – 100 nummerierte Abzüge auf »deutschem Papier« und weitere zehn auf Japan erschienen 1922 als Blatt 11 der Dritten Bauhaus Mappe (Deutsche Künstler). – Die einzige bei Schmalenbach/Bolliger aufgeführte Originalgraphik von Kurt Schwitters, die als Einzelblatt ediert wurde – die übrigen erschienen in Zeitschriften und Büchern. – Schönes, fleckenfreies Exemplar.

Oben mit kleinen Eckausrissen, wohl durch frühere Montage.

Schmalenbach/Bolliger 252. – Söhn HDOG 103-11

109  Ferdinand Springer. Komposition.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Farbradierung. 1969. 40,0 : 30,0 cm (66,5 . 49,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/90. – Auf Velin mit dem Trockenstempel der Edition. – In: Giorgos Seferis. Wir die wir auszogen. Ein Gedicht. Edition de Beauclair 10. – Zusammen mit dem Text auf Bütten in Originalumschlag und -pappmappe. – Dazu: Vier Farbradierungen. Monotypieartig gedruckt. Vier (der fünf) Blättern aus: Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970.

Ränder mit wenigen kaum sichtbaren Stockflecken.

Spindler 40.46 und aus 47

110  Jacques Villon. Huit lithographies originales.

Schätzpreis/Estimate: € 2500

Ausruflimit/Reserve price: € 2000

[Présenté par] Lionello Venturi. Paris, Louis Carré 1962. Acht signierte Farblithographien. Originalleinenband.

Eins von 175 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 225). – Sieben der acht farbenprächtigen Lithographien schuf Villon nach Gemälden aus den Jahren 1932–1955, eine (Le vase jaune) explizit für dieses Werk. – Alle gedruckt bei Mourlot, Paris. – Jede Lithographie ist auf einem Seidenvorblatt betitelt. – Mit dem biographischen Text des Herausgebers. – Tadellos erhalten. – Selten.

43 : 53 cm. [32] Seiten, 8 Lithographien.

Ginestet/Pouillon App. 65–72. – Monod 11311

111  Heinrich Vogeler. Erster Sommer.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausruflimit/Reserve price: € 300

Radierung. 1904. 34,5 : 24,6 cm (44,5 : 31,5 cm). Signiert.

Eins der in unbekannter Auflagenhöhe gedruckten Exemplare in Braun auf getöntem Bütten und mit der zusätzlichen Signatur des Druckers Otto Felsing, Berlin, unten links.

Kleine Bereibungen und etwas stockfleckig.

Rief 38 1993 II d (von f)

112  Heinrich Vogeler. Kirche in Vouziers.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausruflimit/Reserve price: € 130

Lithographie. 1917. 21,7 : 18,0 cm (31,0 : 21,5 cm). Im Stein monogrammiert.

Auf bräunlichem Karton. – 50 Exx Faltblatt, sign. – Auflage als einzelblatt unbekannter Höhe. Entstand in Erinnerung an die »Ausstellung von Werken feldgrauer Künstler in Champagne« in Vauziers 1917. – Als Eine Beigabe.

Rief 1993 189 b

113  Rudolf Wacker. Briefschreiberin.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 270 ( R19 )

Lithographie. 1923. 32 : 25 cm (40,8 : 30,2 cm). Signiert.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Blatt 8 aus »Die Schaffenden«, IV. Jahrgang, Mappe 3, 1923. – Herausgegeben vom Euphorion Verlag, Berlin. – Mit Wasserzeichen und dem Trockenstempel des Verlags. – Rudolf Wacker (1893–1939) zählt zu den bedeutensten österreichischen Vertretern der Neuen Sachlichkeit. Zunächst scheitert er an der Aufnahmeprüfung der Akademie der Bildenden Künste in Wien, lernt dann ab 1911 an der bekannteste Zeichenschule jener Zeit in Weimar bei Albin Egger-Lienz und dem Illustrator Walter Klemm. Zuerst vom Expressionismus beeinflusst, treten bald stilistische Elemente der Neuen Sachlichkeit in Wackers Arbeiten auf. Heute gilt der Künstler als einer der Vorläufer des Magischen oder Phantastischen Realismus.

Linke obere Ecke ganz schwach geknickt.

Söhn HDOG 72715-8

114  Ossip Zadkine. Der Prophet.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Lithographie. 1966. 43,0 : 34,0 cm (51,0 : 39,0 cm). Signiert.

Exemplar »H. C.« auf rotem Japan. – Mit dem Trockenstempel der Edition. – Eine Auflage von 235 und weiteren 15 Exemplaren erschien in »Guillaume Apollinaire. Die Hügel« als Edition de Beauclair, Portfolio-Ausgaben mit Originalgraphik zeitgenössischer Meister, 1. – Tadellos und sehr attraktiv.

Nicht außerhalb des Rahmens begutachtet.

Czwiklitzer 169. – Spindler 40.39

115  Horst Antes. Hände mit Scheibe.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausruflimit/Reserve price: € 340

Farblithographie. 1970. 41,0 : 53,0 cm (63,0 : 72,0 cm). Signiert, datiert und mit »Probe« bezeichnet.

Einer von wenigen Probedrucken vor der Auflage von 90 Exemplaren. – Noch mit abweichender Farbstellung, die Scheibe eher in Blaugrau. – Auf Velin. – Gedruckt von Matthieu, Dielsdorf/Zürich. – Die Auflage edierte Wolfgang Ketterer, München. – Tadellos erhalten.

Lutze 634 1 (von 2) mit farbiger Abbildung

116  Horst Antes. Bildnis schwarz-weiß-Kreide.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Lithographie. 1972. 47,5 : 48,5 cm (76,0 : 56,5 cm). Signiert.

Eins von nur 20 Exemplaren. – Auf Velin »BFK Rives«. – Weitere 135 Exemplare wurden zuvor mit Schrift als Plakat der Galerie Pudelko, Bonn, gedruckt. – Gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf/Zürich. – Tadellos und sehr selten.

Lutze 735 b (von b)

117  Horst Antes. Halber Kopf.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 240

Farblithographie. 1974. 50,8 : 67,8 cm (57,0 : 73,0 cm). Signiert.

Unnummeriertes Exemplar, neben der Auflage von 200 (und 20 »e.a.«) Exemplaren. – Auf Velin »BFK Rives«. – In sechs Farben gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf/Zürich, 1976 ediert von Volker Huber Art Line, Offenbach.

Lutze 754

118  Richard Artschwager. The Hydraulic Door Check.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Herausgegeben von / edited by Peter Noever, MAK. Köln, Walther König 2002. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalrosshaareinband in Originalpappbox.

Eins von 500 Exemplaren der Vozugsausgabe im Rosshaareinband. – Auf dem Vortitelblatt vom Künstler datiert und monogrammiert. – Erschienen anlässlich der Ausstellung »The Hydraulic Door Check. Skulptur, Malerei, Zeichnung.« MAK, Wien, 27. März – 16. Juni 2002. – Mit Beiträgen von Richard Artschwager, Jörg Heiser, Anthony Vidler und John Yau.

24 : 20 cm. 253, [4] Seiten.

119  [Detlef] Beck. Ein guter Freund … kommt zu Besuch …

Schätzpreis/Estimate: € 100 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 66 ( R19 )

Zweifarbige Serigraphie. 1988. 61,5 : 46,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 38/40. – Karikierender Bilderbogen, der auf den Besuch des 70jährigen rumänischen Staatschefs Ceausescu in der DDR Bezug nimmt. – Detlef Beck (geboren 1958) arbeitet seit dem Untergang der DDR als Karikaturist für ZEIT, taz, Eulenspiegel, Cicero u. a. Die vorliegende Arbeit hätte 1988 wohl lediglich Eingang in die Stasi-Akte von Detlef Beck gefunden.

120  Horst Becking. Wanderung durch eine vergessene Landschaft.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausruflimit/Reserve price: € 130

Sechs Farbradierungen. 1972. Ca. 6 : 6 cm (18,0 : 19,5 cm). Signiert und mit »Probe« bezeichnet.

Je einer von fünf Probeabzügen, vor der Auflage von 22 Exemplaren. – Lose in brauner Leinenkassette. – Eine der frühesten graphischen Folgen des 1937 in Hagen geborenen Künstlers. Von 1971 bis 1977 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf, zunächst bei Joseph Beuys, später bei Rupprecht Geiger. – Künstlerbücher und Graphikfolgen von Horst Becking werden ab 1979 verzeichnet.

121  Horst Becking. Grüne Inseln. Radierungen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausruflimit/Reserve price: € 200

Sechs Farbradierungen, teils mit Aquatinta und Katnadel. 1976. 35 : 39 cm. Signiert, datiert und bezeichnet.

Wohl nie als Auflage erschienene Folge, die Blätter mit »e.a.« bzw. »Probe« bezeichnet. – Auf leicht getöntem Kupferdruckkarton. – Eine Radierung wurde von zwei Platten gedruckt. – Mit den beiden Textblättern (Titel und die sechs Gedichtzeilen von Dylan Thomas, die den Künstler inspirierten) lose in grüner Leinenkassette.

Kassette minimal berieben.

122  Joseph Beuys. I like America and America likes Me.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Serigraphie über Offset. 1974. 80,5 : 57,1 cm. Signiert.

One Week’s Performance on the Occasion of the Opening of the René Block Gallery Ltd., West Broadway, New York. Tuesday, May 21st till Saturday, May 25th. – Die Fotografie für das Plakat stammt von Ute Klophaus. – »Die dreitägige Aktion in der Galerie René Block begann am New Yorker Kennedy Airport, wo Beuys in Filz eingewickelt und anschließend im Krankenwagen in die Galerie gefahren wurde. Durch ein Gitter war dort ein Raum abgeteilt, in dem Beuys einen Kojoten vorfand, mit dem er nun drei Tage zusammenleben sollte, als Bändiger und Freund, Mitgefangener und Hirte. […] Nach drei Tagen und Nächten haben sich Mensch und Tier aneinander gewöhnt. Beuys […] verabschiedet sich von dem Kojoten, wird wieder in Filz gehüllt und zum Flughafen transportiert. Er hatte von Amerika nichts gesehen als den Raum mit dem Kojoten.« (Weiss/Britsch).

Siben 52 (Lichtpause). – Weiß/Britsch 38 (dort als Serigraphie bezeichnet). – Schneede A 29

123  Marcel Broodthaers. Tinaia 9 Box.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausruflimit/Reserve price: € 300

Köln 1994. Buch, Plakat, Broschüren, CD und Beilagen zusammen in Originalleinenkassette und -schuber.

Enthält: 1. Wilfried Dickhoff. Marcel Broodthaers. Köln 1994. . Originahalbleinenband. Mit zahlreichen Abbilungen, einem Verzeichnis der Werke 1963–1976, Biographie, Bibliographie und mehreren Aufsätzen. – 2. »Carte du monde poetique«. Mehrfach gefaltetes farbiges Poster. – 3. »… Modele: ceci n’est pas une pipe …« (Faksimile). Halbleinen-Mappe. – 4. Interview with Fredy de Vree (CD). – 5. Projets. Originalbroschur. – 6. Magie. Originalbroschur.

31 : 31 cm.

124  Günter Brus. Körperteil-Prozess.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1700

Radierung. 1971. 27,4 : 19,8 cm (28,5 : 20,8 cm). Signiert und datiert.

Unnummeriertes Exemplar. – Auf Kupferdruckkarton.

125  Franz Eggenschwiler. Brust mit Kette.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Messingobjekt, matt gebürstet. 1969. 26,5 : 26,5 : 20 cm.

Ende der 1960er Jahre werden Eggenschwilers Objekte zunehmend schwerer, wuchtiger, als Materialien rücken Eisen, Messing, Holz und Stein ins Blickfeld. – Durch zwei Scharniere und die etwa 4 Meter lange Kette aus Messingkugeln kann das Objekt sehr vielgestaltig präsentiert werden. – Zeitgleich entstand eine Fassung aus poliertem Messing. – Mit beiliegender Fotoexpertise, rückseitig betitelt, signiert und datiert sowie mit Namen des Vorbesitzers. – Ausstellung: Werkgemeinschaft Bern. Haus van der Grinten, Kranenburg, Mai–Juni 1970, KatNr. 119 (mit Abbildung der polierten Fassung unter KatNr. 118). Die Ausstellung wurde anschließend in erweiterter Form in der Kunsthalle Köln gezeigt. Beide Kataloge liegen hier bei. – Beigaben: Zwei Radierungen, 1 Offsetdruck.

126  Franz Eggenschwiler. Hammerprojekt.

Schätzpreis/Estimate: € 4500

Zuschlag/Hammerprice: € 3500

Vier Skulpturen (Metall und Holz). Um 1970/72. Höhe: 47–70 cm.

I. Großer Hammerkopf, geschweißt auf Gussstahl-Sockel, zwei Messingguss-Pendel an Eisendraht. 55 : 12 : 12 cm.
II. Holzkegel mit montiertem Hammerkopf sowie zwei Kautschukblöcken an Drahtbügel. 45 : 20 : 20 cm.
III. III: Eisengussteil, lose gestellt in aus Eisenplatten geschweißten Sockel in Form einer Schraubenmutter. Flugrost und Patina. 58 : 20 : 17 cm.
IV. Holzkegel mit montiertem Dailinges-Hammerkopf, Bastschnur und Holzpendeln. 70 : 21 : 21 cm.

Franz Eggenschwiler (1930–2000) war zeitgleich mit Dieter Roth und Bernhard Luginbühl Schüler der Kunstgewerbe-Schule in Bern. 1955–1971 bildete er zusammen mit Peter Meier, Konrad Vetter und Robert Wälti die »Berner Arbeitsgemeinschaft«. In den 1970er Jahren wandte sich Eggenschwiler zunehmend plastischen Arbeiten zu, bei denen er Materialien und Maschinenteile aus Eisen, Holz und Kunststoffen kombinierte. – »So entdecken wir eine andere Seite von Eggenschwilers Kunst, die man die magische nennen kann. Sie entwickelt sich aus der sinnlich-körperlichen und emotionalen Verbundenheit mit den Metallen, besonders dem Eisen, dessen lateinische Abkürzung mit den Initialen des Künstlers FE übereinstimmt – ein Zufall, den er als Schicksalswink versteht. Dies verdeutlicht, dass Eggenschwiler bewusst in einer zweiten magischen Welt lebt, in der […] alle Stoffe der Erde lebendig und von Gefühlen erfüllt sind. Die alchemistische Anstrengung, Metalle und irdische Stoffe mit geistigen Kräften aufzuladen – und umgekehrt: die in Metallen, Steinen und Hölzern schlummernden geistigen Potenzen hervorzulocken, wird in dieser Kunst wieder gegenwärtig.« (Armin Wildermuth, in: Franz Eggenschwiler. Düsseldorf 1985). – Die Skulpturengruppe wurde vom Vorbesitzer direkt vom Künstler erworben. Entgegen der offiziellen Bezeichnung »Hammerprojekt« benannten Eggenschwiler und der mit ihm befreundete Sammler die Skulpturen als »Vier Vögel«. Seit 1971sind sie in Privatbesitz und wurden bisher auf keiner Eggenschwiler-Ausstellung gezeigt.
Dazu: Behändigter Vogel. Bleistiftzeichnung. 1972. 8 : 7 cm (8 : 17 cm). Monogrammiert, datiert und betitelt. Kleine Entwurfszeichnung für eine Skulptur. Auf festem Karton. –.

127  Franz Eggenschwiler. Frauen.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausruflimit/Reserve price: € 300

46 (von 50) farbigen Offsetdrucken. 1970/71. 76 : 54 cm. Meist monogrammiert und datiert.

Auf unterschiedlichem Zerkall-Bütten, lose, ohne die Mappe. – Die Offsetdrucke wurden fotolithographisch und im Iris-Verfahren nach Zeichnungen und Collagen gedruckt. – Das vorliegende Exemplar wurde wohl von Eggenschwiler selbst aus Künstlerdrucken für einen Freund zusammengestellt. Viele Blätter mit Nummerierung (z. B. XVI/XX), fünf nicht monogrammiert. – Es fehlen die Blätter 1 (Text), 2, 23 und 24. – Dazu: Fünf Farboffsetdrucke von Franz Eggenschwiler. 1967–1971. Alle monogrammiert und datiert. – Robert Wälti + Franz Eggenschwiler 2. Serigraphie auf Silberkarton. Wohl für einen Buch- oder Mappenumschlag.

Katalog Basel 1971 Seite 26f

128  Franz Eggenschwiler und Konrad Vetter. UFO-Mappe.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausruflimit/Reserve price: € 400

39 (von 43) farbigen Offsetdrucken. 1970/71. 76 : 54 cm. Alle monogrammiert, datiert und meist betitelt.

Unnummeriertes Künstlerexemplar neben der Auflage von wohl 100 Exemplaren. – Auf unterschiedlichem Zerkall-Bütten. – Von Franz Eggenschwiler auf Blatt 1 (Einführung) eigenhändig gewidmet »Mappe von Helmut«. – Die Offsetdrucke, fotolithographisch und in Iris-Verfahren gedruckt nach Zeichnungen und Collagen der beiden Künstler. – Franz Eggenschwiler (1930–2000) war zeitgleich mit Dieter Roth und Bernhard Luginbühl Schüler der Kunstgewerbe-Schule in Bern. 1955–1971 bildete er zusammen mit Peter Meier, Konrad Vetter und Robert Wälti die »Berner Arbeitsgemeinschaft«. – Neben »Frauen« gehören die gemeinsam mit Konrad Vetter geschaffenen »UFO-Mappe« und »Faltungen« zu seinen großen Mappenwerken. – In dem möglicherweise vom Künstler für einen Künstlerkollegen eigenhändig zusammengestellten Exemplar fehlen die Blätter 11, 32, 35 und 43; dafür sind die Blätter 6 und 39 in jeweils zwei Farbvarianten vorhanden. – In der Originalkassette.

Ein Blatt mit leichten Feuchtigkeitsspuren, zwei leicht gebräunt, davon eins mit Randläsuren.

Katalog Basel 1971, Seite 24f. (mit Abbildung aller Blätter)

129  Johannes Feige. Grablegung. – Ostermorgen.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausruflimit/Reserve price: € 100

– Zwei Linolschnitte. 1960. 21 : 15 cm (24 : 16 cm). Monogrammiert, datiert, einer betitelt.

Ohne Auflage, wohl nur wenige Handabzüge. – Auf dünnem Japan. – Johannes Feige (geboren 1931) arbeitete in den 1950er Jahren zunächst als Gebrauchswerber, von 1977–82 als Dozent im Fach Holzschnitt an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Er machte sich neben eigenem künstlerischen Schaffen besonders um künstlerischen Nachwuchs verdient, lebt und arbeitet in Glauchau.

130  Hermann Glöckner. Schlanker Stern.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 650

Farbserigraphie. 1985. 40 : 20 cm.

Zwei Exemplare der schönen Arbeit, beide rückseitig mit eigenhändiger Bestätigung »Aus dem Nachlaß Hermann Glöckners« von Gertraude Stürmer, Glöckners Lebensgefährtin und Nachlass-Verwalterin. – Beide auf einen Trägerkarton montiert. – Dazu: Entwurfszeichnung für diese Serigraphie. Bleistift, mit Maßangaben. Rückseitig ebenso bezeichnet wie die Serigraphien.

Ziller S 43

131  Erich-Wolfgang Hartzsch. Kopf. – Wasserratte. – Rotes Gras. – Signal.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 200 ( R19 )

– Vier Aquarelle. 1987–1989. Ca. 50 : 36 cm. Monogrammiert und datiert, rückseitig betitelt.

Erich-Wolfgang Hartzsch wurde 1952 in Chemnitz geboren. In den 1980er Jahren arbeitete er auch als Filmemacher und Musiker intensiv mit Klaus Hähner-Springmühl, Andreas Hartzsch, Frank Raßbach, Brigitte Hähner-Springmühl u. a. zusammen.

132  Horst Hussel. Fuenf Bouff. – Ein achtel Mekel.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 140

Zwei Radierungen. 1992. Ca. 15 : 10 cm. Signiert.

Zwei »Banknoten« des Phantasiestaates »Räterepublik Mekelenburg«. Diese rief der für seine Phantasien bekannte Künstler 1992 ins Leben und sorgte zumindest für einen kleinen Kreis eingeweihter Liebhaber noch Jahre vor der Ablösung der Deutschen Mark für eine kunstsinnige Alternativwährung. – In der Platte jeweils genau betitelt und datiert »Habana, 1992« sowie mit dem Stempel »RRM« und der Signatur des Bankpräsidenten »van Sterneberghe«. Hinter diesem verbirgt sich wiederum Horst Hussel, der im mecklenburgischen Sternberg aufwuchs. – Als wertbeständige Anlage solide gerahmt. – Dazu: Horst Hussel. Mein Depot. [Berlin], Dronte Presse 2010. Mit 43 ganzseitigen Farbabbildungen. Originalbroschur. Eins von 90 Exemplaren der Vorzusgausgabe mit einer signierten farbig übermalten Originalbanknote. Im Druckvermerk vom Künstler dem Vorbesitzer gewidmet »mit Billionen! Grüßen von seinem Hussel«. – 20 Jahre nach den Mekelburgern Finanzmitteln widmete sich Hussel der Übermalung alter Banknoten, eine Auswahl dieser Kreationen im Katalog abgebildet, ein Original ziert die Vorzugsausgabe.

Lübbert/Röske 92/48 und 93/26 (ohne Angaben zur Auflagenhöhe)

133  Horst Hussel. Ahrenshoop.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Acht Kaltnadelradierungen. 1997. 34,0 : 26,0 cm. Signiert.

Exemplar 22/35. – Die vollständige Folge der acht Radierungen, in unterschiedlichen Brauntönen gedruckt und auf vier Blättern koloriert. – Gedruckt von den unverstählten Platten auf Kochi-Japan. – Gedruckt von Dieter Béla, ediert als zehnter Druck der Dronte Presse. – Mit dem Umschlag in der Originalbüttenkartonmappe mit kolorierter Radierung als Titelschild. – Der Sehnsuchtsort Ahrenshoop ist seit 125 Jahren nicht nur Badeort sondern auch Künstlerkolonie und war zu DDR-Zeiten das »Kampen der Ostsee«. – Tadellos.

134  Horst Janssen. Acht Bäume. – Waldrand

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 330

– in Gedanken an Willem Butewegh. – Zwei Radierungen. 1970. 14,3 : 22,7 bzw. 16,3 : 23,0 cm. Signiert, datiert, einer mit »P« bezeichnet.

Je einer von sechs Probedrucken auf Japan. – Die kleinen Auflagen (22 bzw. 20 Exemplare) als Blätter 8 und 11 der Mappe »Landschaften« (18 Radierungen), ediert von der Galerie Brockstedt, Hamburg.

Beide nicht außerhalb der schönen Rahmung begutachtet, augenscheinlich aber gut erhalten.

Frielinghaus 41 und 48. – Gäßler 10/8 und 11

135  Dorothy Iannone. Untitled.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 700

Farbserigraphie. 1967. 48,5 : 80,5 cm (56,5 : 92,0 cm). Signiert, datiert und mit »A.P.« bezeichnet.

Eins von nur wenigen Künstlerexemplaren (Artists Proof), die eigentlich geplante Auflage wurde bei Hansjörg Mayer, Stuttgart, dem Drucker der Serigraphie, durch einen Maschinenfehler zerstört. – Auf festem, glatten Velin. – Die Erotik in der Kunst war und ist eines der Hauptthemen der amerikanischen Künstlerin (geboren 1933). 1967 reiste sie nach Reykjavik und lernte dort Dieter Roth kennen, mit dem sie lange Jahre zusammenlebte, beide schlossen sich der Fluxusbewegung um Robert Filliou, Daniel Spoerri und Emmett Williams an. – Selten. – Geschenk der Künstlerin, die damals zusammen mit Dieter Roth Gast bei dem Vorbesitzer war.

Umlaufend minimal beschnitten. – Am Unterrand vom Vorbesitzer mit Bleistift bezeichnet.

136  Bernhard Jäger. Ohne Titel.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausruflimit/Reserve price: € 200

Farblithographie. 42,0 : 59,0 cm. Signiert.

Exemplar 4 von »épreuves d’artiste«.

137  Jasper Johns. Untitled.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 350

Farboffset. Nach einem Gemälde mit Collage. 53 : 139 cm (70 : 153 cm). Signiert.

Nach dem großformatigen Gemälde (183 : 492 cm) mit Collage von 1964/65, das sich im Besitz des Stedelijk Museum Amsterdam befindet und von diesem ediert. – Auf festem Offsetkarton. – Rückseitig mit Titel- und Copyright-Aufklebern.

138  Imi Knoebel. Messerschnitte.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Farbserigraphie. 1977/1993. 100 : 70 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 27/55. – Auf festem Velinkarton. – Die Folge entstand bereits 1977 und wurde vom Künstler 1993 überarbeitet und neu gedruckt. – Seine »Messerschnitte« inspirierten den Künstler zu den Entwürfen der sechs Glasfenster in der Kathedrale von Reims. – Tadellos erhalten.

139  Sascha Labuda. Chroniste.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausruflimit/Reserve price: € 300

Skizzenbuch mit etwa 90 Aquarellen und Zeichnungen. 17 : 29 cm. Teils signiert und betitelt, einige datiert.

Sascha Labuda (geboren 1962) studierte 1984 in Paris Malerei bei dem hochbetagten Nat Leeb. Zudem war er in den 1980er Jahren als Lithograph in den angesehensten Pariser Ateliers tätig: Mourlot, Maeght und Desjobert. Das Album, auf dem gedrucktem »Mourlot«-Deckelschild betitelt, ist sicher ein Dokument der frühesten Arbeiten des Künstlers, der seit 1985 auf internationalen Ausstellungen vertreten ist (Paris, Köln, Belgien, Malta, Kiew). – Die Zeichnungen, teils skizzenhaft, teils komponiert, beeindrucken vielfach mit ihrer farblichen wie gestalthaften Dynamik. – Mit einigen Anmerkungen. – Das mit Packpapier bezogene Skizzenbuch enthält etwa 80 Blätter aus starkem Velinkarton. Der Rückenbezug fehlt.

140  Thomas Lenk. Schichtung.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Bemaltes Sperrholz auf Holzplatte. 1981. 40,0 : 60,0 : 2,8 cm. Signiert und datiert.

Unikates Wandobjekt. – Auf der weiß laminierten Holzplatte unten rechts die eingeritzte Signatur und Datierung. – Das Schichtungsmotiv bildete das zentrale Moment im künstlerischen Schaffen des schwäbischen Künstlers (1933–2014). Die beiden orangefarbenen Flächen hinterlassen hier durch ihre weißen Pendants eine schattengleiche Spur, die an Bildverläufe bei frühen TV-Computerspielen erinnert. – Vom Vorbesitzer direkt beim Künstler erworben. – Beigabe: Zwei Hefte aus der Reihe »konzepte« (Ausgaben 2 und 11). Stuttgart, Manus Presse 1970 und 1973. Mit Serigraphien bzw. Illustrationen von Thomas Lenk. Beide mit eigenhändiger Widmung des Künstlers an den Vorbesitzer.

141  Mappenwerke – Artists & Photographs.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 5000

Text by Lawrence Alloway. [New York], Multiples & Colorcraft Inc. 1970. 19 Multiples und Fotobücher sowie ein Textheft in Originalkassette.

Eins von 1200 Exemplaren. – Vollständiges Exemplar, mit den Multiples von Gorley und Rauschenberg, die in den meisten Exemplaren fehlen. Die Auflage von Gorleys »Red File Cabinet«, einem Lampenobjekt in Pappschachtel, wurde zum Großteil zerstört, von Rauschenbergs »Revolver«, einem mehrteiligen Plexiglasobjekt, wurden gar nur 200 Exemplare produziert. – Enthält: I. Mel Bochner, Misunderstandings. – II. Christo, Packed Tower – Spoleto. – III. Jan Dibbets, Perspective correction – 5 piles. – IV. Tom Gorley, Red File Cabinet. – V. Dan Graham, Two Parallel Essays. – VI. Douglas Huebler, Location Piece # 2, New York City – Seattle, Washington. – VII. Allan Kaprow, Pose, March 22, 1969. – VIII. Michael Kirby , Pont Neuf: the localization of a tetrahedron in space. – IX. Joseph Kosuth, Notebook on Water. – X. Sol Lewitt, Schematic drawing for Muybridge II. – XI. Richard Long, Rain Dance. – XII. Robert Morris, Continuous Project Altered Daily. – XIII. Bruce Nauman, LAAIR. – XIV. Dennis Oppenheim, Flower Arrangement for Bruce Nauman. – XV. Robert Rauschenberg, Revolver. – XVI. Ed Ruscha, Babycakes. – XVII. Robert Smithson, Torn Photograph from the 2nd Stop (Rubble). – XVIII. Bernar Venet, Exploited Subjects. – XIX. Andy Warhol, Portraits. – »a new concept in editions – a miniature boxed exhibition«. – Das Textheft mit biographischen Anmerkungen, dem Inhaltsverzeichnis und einem Essay von Lawrence Alloway. – Sehr gut erhalten.

Kassette: 33 : 33 : 10 cm. – Kassettenseiten leicht angeschmutzt.

Zu Ruscha und der Gesamtedition: Engberg/Phillpot B 11

142  Fluxus Virus

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausruflimit/Reserve price: € 500

1962–1992. Köln, Galerie Schüppenhauer 1992. 22 signierte Originalmultiples und das Katalogbuch in schwarzer Originalbox.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Mit Fluxus-Kunstwerken von Eric Andersen, Ay-O, Henning Christiansen, Philipp Corner, Jean Dupuy, Ken Friedman, Al Hansen, Geoffrey Hendricks, Dick Higgins, Joe Jones, Bengt af Klintberg, Milan Knizak, Alison Knowles, Jackson Mac Low, Larry Miller, Ben Patterson, Takako Saito, Serge III, Mieko Shiomi, Anne Tardos, Ben Vautier und Yoshimasa Wada. – Unter den Multiples finden sich Filzhut, Ölflasche, Latexhandschuhe, zersägte Schallplatte, Sonnenbrille, bemalter Spiegel, Modellauto, Pappteller, ein Modell vom Kölner Dom etc. – Der reich illustrierte Katalog mit ausführlicher Fluxus-Bibliographie. – Selten, zumal vollständig.

Ca. 29 : 29 : 24 cm (Box).

Slg. Schnepel X-06 (nennt nur 20 Künstler)

143  Kölner Kunstmarkt 71.

Schätzpreis/Estimate: € 1800

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

5. bis 10. Oktober 1971. Herausgegeben vom Verein progressiver deutscher Kunsthändler e. V. 26 signierte Originalgraphiken, eine Schallplatte und der Katalog, zusammen in Originalkassette.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit folgenden – zumeist farbigen – Graphiken, alle signiert und nummeriert: Radierungen von Georg Baselitz, K. P. Brehmer, Antonius Höckelmann, Bernhard Luginbühl, Wolfgang Petrick, Joachim Schmettau, Stefan Wewerka, Serigraphien von Agostini Bonalumi, Johannes Geccelli, Raimund Girke, Hermann Goepfert, Dieter Krieg, Tadaaki Kuwayama, Rafael Martinez, Rune Mields, Lienhard von Monkiewitsch, Giangiacomo Spadari, Alan Tuner, Rainer Wittenborn, Lithographien von John Seery, Nancy Graves, Bernhard Becher (Offset), Barry Le Va (Offset), Larry Stark (Offset), ein Prägedruck von Alf Lechner und einer Arbeit von Michelangelo Pistoletto. – Jede Graphik in einem Umschlagblatt mit typographischer Bezeichnung. – Außer dem reich bebilderten Katalog mit der Einleitung von Dieter Brusberg und dem Doppelblatt (Inhaltsverzeichnis und Druckvermerk) liegt dieser Ausgabe die deutsche Pressung eine der bekanntesten LPs aller Zeiten bei: »Sticky Fingers – Rolling Stones« (zeitgleich mit der Originalpressung, Label COC 59100) mit dem Cover nach Entwurf von Andy Warhol (Jeans mit originalem Reißverschluss). – Vollständig und tadellos erhalten.

46 : 33 cm (Kassette).

144  Kölner Kunstmarkt 71.

Schätzpreis/Estimate: € 1500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 1300

5. bis 10. Oktober 1971. Herausgegeben vom Verein progressiver deutscher Kunsthändler e. V. 26 signierte Originalgraphiken, eine Schallplatte und der Katalog, zusammen in Originalkassette.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit folgenden – zumeist farbigen – Graphiken, alle signiert und nummeriert: Radierungen von Georg Baselitz, K. P. Brehmer, Antonius Höckelmann, Bernhard Luginbühl, Wolfgang Petrick, Joachim Schmettau, Stefan Wewerka, Serigraphien von Agostini Bonalumi, Johannes Geccelli, Raimund Girke, Hermann Goepfert, Dieter Krieg, Tadaaki Kuwayama, Rafael Martinez, Rune Mields, Lienhard von Monkiewitsch, Giangiacomo Spadari, Alan Tuner, Rainer Wittenborn, Lithographien von John Seery, Nancy Graves, Bernhard Becher (Offset), Barry Le Va (Offset), Larry Stark (Offset), ein Prägedruck von Alf Lechner und eine Arbeit von Michelangelo Pistoletto. – Jede Graphik in einem Umschlagblatt mit typographischer Bezeichnung. – Außer dem reich bebilderten Katalog mit der Einleitung von Dieter Brusberg und dem Doppelblatt (Inhaltsverzeichnis und Druckvermerk) liegt dieser Ausgabe die deutsche Pressung einer der bekanntesten LPs aller Zeiten bei: »Sticky Fingers – Rolling Stones« (zeitgleich mit der Originalpressung, Label COC 59100) mit dem Cover nach Entwurf von Andy Warhol (Jeans mit originalem Reißverschluss).

46 : 33 cm (Kassette). – Kassette mit leichten Lagerspuren, Textblatt mit Randknick, Cover oben mit Riss (durch zu hektisches Öffnen).

145  Für HAP Grieshaber.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 160

Düsseldorf, Claassen 1979. Sieben signierte und nummerierte Graphiken. Zusammen mit Titelblatt lose in Originalleinenkassette.

Eins von 100 Exemplaren für die Vorzugsausgabe des Buches »Schnittlinien« (Gesamtauflage 120). – Entstanden und herausgegeben zum siebzigsten Geburtstag von HAP Grieshaber am 15. Februar 1979 von Freunden und einstigen Schülern des Künstlers. – Enthält je eine Radierung von Rolf Szymanski, Walter Stöhrer, Rudolf Hochlehner und Wilhelm Loth, einen Linolschnitt von Josua Reichert und Hans Martin Erhardt sowie eine Serigraphie von Lothar Quinte.

68 : 53 cm (Mappenformat). 1 Doppelblatt, 7 Radierungen.

146  750 Jahre Berlin – Berliner Künstler sehen ihre Stadt.

Schätzpreis/Estimate: € 250 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 170 ( R19 )

19 (von 21) Originalgraphiken. 1985/86. Alle signiert, datiert, nummeriert und teils betitelt.

Jeweils Exemplar 40/100. – Die 1986 vom Staatlichen Kunsthandel der DDR edierte Mappe umfasste 21 Graphiken, davon sind hier vorhanden: Radierungen von Michael Augustinski, Günter Blendinger, Manfred Böttcher, Wieland Förster, Antje Fretwurst Colberg, Friedrich W. Fretwurst, Lothar Gemmel, Wolfgang Leber, Rolf Lindemann, Klaus Roenspieß, Hans Schimansky, Hans-Otto Schmidt, Ursula Strozynski, Eva Went und Veronika Wagner sowie Lithographien von Dieter Goltzsche, Gisela Neumann und Monika Voss. – Es fehlen die Radierungen von Harald Metzkes und Gerenot Richter. – Ohne Titel und Editionsvermerk.

147  Ketzer – Narren – Ritter.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Grafik zu Lyrik und Prosa. Boizenburg/Elbe 1988. Mit neun eingelegten Graphiken. Die Textblätter in Originalhalbleinenchemise eingebunden.

Eins von 25 Exemplaren. – Mit je einer Radierung von Karl-Georg Hirsch, Horst Hussel, Baldwin Zettl, Anton Paul Kammerer, Claus Weidensdorfer, Joachim Jansong und Hubertus Giebe, sowie je einer Lithographie von Angela Hampel und Rolf Münzer. Die einzelnen Graphiken entstanden jeweils zu Texten von Kerstin Hensel, Günter de Bruyn, Reinhard Berndorf, Sarah Kirsch, Bernhard Theilmann, Günter Kunert, Jürgen Rennert und Peter Gosse. – Die Mappenedition erschien anlässlich der Ausstellung »Grafik zu Lyrik und Prosa« in der Galerie der Fliesenwerke Boizenburg, die zweite dieser Art. – »[…] eine Begegnung zwischen Dichter und Künstler […] oder alltäglicher formuliert: zwischen Schriftsteller und Grafiker. […] Von 25 Autoren haben immerhin 18 geantwortet; 41 Grafiker und Fotografen ließen sich von deren Gedichten und Prosastücken zu Darstellungen in verschiedensten Techniken anregen« (Faltblatt zur Ausstellung).

41 : 29 cm. 9 Graphiken.

148  Barlach zu Ehren.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R19 )

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Bildhauergrafik [sieben signierte Originalgraphiken], Bronzeplakette von Jo Jastram. Herausgegeben von Lothar Lang und Hans Marquardt. Leipzig, Reclam 1988. Mit Textblättern lose in Originalleinenkassette mit Deckelbild.

Exemplar 62/150, eins von 95 Exemplaren im Reclam Verlag. Weitere 25 erschienen als Künstlerexemplare, 30 in der Büchergilde Gutenberg. – Grafik-Edition XIX aus Anlass des 50. Todestages Ernst Barlachs. – Mit Radierungen von Sabine Grzimek, Berndt Wilde und Sylvia Hagen, Holzschnitten von Otto Pankok und Hermann Naumann sowie Lithographien von Theo Balden (farbig) und Werner Stötzer. – Die Textblätter mit Vorbemerkung der Herausgeber, Briefen von Ernst Barlach und Texten von Käthe Kollwitz, Paul Schurek und Otto Pankok. – Der Holzschnitt »Barlach I« von Otto Pankok entstand 1939, ein Jahr nach dem Tod Barlachs. Damals wurden laut Zimmermann/Jäger (WH 120) nur drei Exemplare gedruckt. Der posthume Abzug auf Japan, mit dem Nachlass-Stempel und von Eva Pankok, der Tochter des Künstlers, signiert.

56 : 41 cm (Kassette). – Der Pankok-Holzschnitt am linken Rand etwas geknittert, sonst tadellos.

149  Zwei abstrakte Kompositionen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausruflimit/Reserve price: € 200

Farbserigraphien. 1971/1989. Signiert, datiert und nummeriert.

I. Herbert Aulich. Komposition. Farbserigraphie. 1971. 58 : 58 cm. Signiert, datiert und mit »21/150« nummeriert. Herbert Aulich (geboren 1927) studierte an der Werkkunstschule Hannover, u. a. bei Carl Buchheister und Erich Wegner. – II. Bob Bonies. Komposition. Farbserigraphie. 1989. 70 : 70 cm. Signiert, datiert und mit »99/100« nummeriert. Der Niederländer Bob Bonies (geboren 1937) wurde in seiner abstrakten Kunst u. a. von Olle Baertling und Richard Paul Lohse beeinflusst.

150  Die Kunst der Graphik.

Schätzpreis/Estimate: € 250 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 170 ( R19 )

Daraus fünf Lithographien und ein farbiger Prägedruck. 1982. 42,0 : 30,0 cm. Alle signiert.

Horst Antes. Gefleckte Figur. Farbige Offsetlithographie. – Valerio Adami. Statuette. Farblithographie. – Bruno Bruni. Solitudine. Farblithographie. – Simon Dittrich. Der Lordrichter. Farblithographie. – Paul Wunderlich. Tete de femme. Farblithographie. – Enrico Baj. Der kleine General. Farbiger Prägedruck. – Alle sechs Graphiken signiert. – Ediert 1982 von der Frankfurter Galerie Peter Femfert in nummerierter Auflage von 10.000 Exemplaren. – Ohne die Serigraphie von Hundertwasser. – Tadellos erhalten.

151  Victor Pasmore. Aus: Points of Contact.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Farbserigraphie. 1971. 59,5 : 39,5 cm (85 : 62 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 72/100. – Auf Velin mit Prägedruck. – Die Folge »Points of Contact« des britischen Abstrakten Victor Pasmore (1908–1998) erschien über mehrere Jahre.

Nicht außerhalb der Rahmung begutachtet.

ChristianHesse