Zum Sonderkatalog “Die Sammlung der Achilles-Stiftung”

Die 2010 gegründete Barbara Achilles-Stiftung Hamburg hat sich entschlossen, ihre Buchsammlung durch eine Versteigerung aufzulösen und die Erlöse für die weitere Arbeit der Stiftung einzusetzen. Wir freuen uns, dass Frau Edith Achilles und die Stiftung uns mit dieser Auktion beauftragt haben. Nur wenige Tage nach Vertragsabschluss verstarb, trotz hohen Alters unerwartet, die 95jährige Sammlerin am 7. August 2020, zehn Jahre nach ihrer Tochter Barbara. Da sie die Auktion nicht mehr miterleben wird, ist es uns eine besonders ehrenvolle Verpflichtung, den Verkauf der ebenso wertvollen wie persönlichen Sammlung im Sinne beider Sammlerinnen durchzuführen. Es war stets deren Wunsch, die Bücher durch einen vereinzelnden Verkauf wieder in neue Sammlungen zu “befördern”.

Die Versteigerung der Achilles-Sammlung mit ihren kostbaren Pressendrucken, Einbänden und illustrierten Büchern der deutschen Buchkunst des 20. Jahrhunderts darf zu Recht in einer Reihe mit anderen bedeutenden Auktionen genannt werden: Hermann Hesse-Sammlung Martin Bodmer (Venator 1973), Bibliothek Salman Schocken (Hauswedell, 1975/76), Insel Verlag Alfred Bergmann (Hauswedell & Nolte, 1982), Bibliothek Victor Achter (Hauswedell & Nolte, 1992), Bibliothek Hans L. Merkle (Reiss & Sohn, 2002-2004), Pressendrucke F. B. Schmetz (Venator & Hanstein, 2008) sowie in unserem Haus der Nachlass Victor Günthert (2014-2016) und Teile der Sammlung Herbert Kästner (2016).

2012 haben wir den damaligen Bestand der Achilles-Sammlung in dem opulenten Dokumentationskatalog „Wege zum Idealen Buch“ beschrieben. In Vorbereitung der Auktion bieten wir die Restauflage zu Sonderpreisen: Die gebundene Ausgabe für 38 EUR, die Broschur für 19 EUR (zzgl. Porto). Ihre Bestellung nehmen wir gern entgegen.


Wichtiger Hinweis:

  So    markierte Katalognummern werden in einer Online-Auktion am Sonntag, 17. Januar, ab 15 Uhr versteigert.

Schriftliche Vorgebote sind möglich, telefonische Teilnahme nicht.

51  Ernst Ludwig-Presse – Emile Verhaeren. Helena’s Heimkehr.

€ 750

Dem unveröffentlichten Manuskript nachgedichtet von Stefan Zweig. Leipzig, Insel 1909. Graubraun marmorierter Originalwildlederband mit blindgeprägten Titeln.

Viertes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe, auf Japan gedruckt und im Druckvermerk vom Verfasser signiert (Gesamtauflage 300). – Druck in Gelb und Schwarz. – Erste deutsche Ausgabe. – Exlibris Max Kirdorf.

25,5 : 16,2 cm. 72, [4] Seiten. – Kanten minimal berieben.

Stürz 4. – ELP 5. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1821. – Fromm VI, 26216

52  Ernst Ludwig-Presse – Das Hohelied von Salomo.

€ 450

Leipzig, Insel 1909. Mit illustriertem Doppeltitel und acht ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Weinroter Originalkalblederband mit vergoldetem Titel und Kopfschnittvergoldung.

Fünftes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 300 Exemplaren. – Auf Japan. – Gesetzt aus der Cicero Kleukens-Antiqua, die Friedrich Wilhelm Kleukens 1909 gezeichnet hatte und die hier erstmals verwendet wurde. – Der Doppeltitel und die großen Initialen wurden in Gold und Schwarz, das Pressensignet in Gold gedruckt. – Den Text bearbeitete Rudolf Alexander Schröder unter Zugrundelegung der von Emil Kautzsch besorgten Übertragung.

25,0 : 16,0 cm. XXI, [3] Seiten. – Rücken und Ränder verfärbt. Deckel fleckig, Kanten schwach berieben.

Stürz 5. – ELP 6. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63 (mit Abbildung). – Sarkowski 1392

53  Ernst Ludwig-Presse – Drei Drucke der Presse.

€ 300

Leipzig, Insel 1909 bis 1912. Originalhalbpergamentbände mit Kopfschnittvergoldung.

I. William Shakespeare. Sonette. Übertragen von Eduard Saenger. Jubiläums-Ausgabe MDCIX–MCMIX. 1909. Sechstes Buch der Ernst Ludwig Presse. Druck in Rot und Schwarz auf Old Stratford-Velin. – II. John Keats. Gedichte. 1910. Neuntes Buch der Ernst Ludwig Presse. Druck in Schwarz und Grün gedruckt auf Old Stratford-Velin. – III. Klaus Groth. Quickborn. Volksleben in plattdeutschen Gedichten ditmarscher Mundart. 1912. 16. Buch der Ernst Ludwig Presse. Groths Dichtungen sorgten für eine Anerkennung des Niederdeutschen als Literatursprache.

Deckelränder etwas gebräunt (II), Innengelenke (II) bzw. ein kleiner Seiteneinriss (I) mit Filmoplast repariert. Äußerste Seitenränder gebräunt und schwach stockfleckig (III).

Stürz 6, 9 und 16. – ELP 7, 14 und 28. – Rodenberg 74–76. – Sarkowski 1598, 894 und 637

54  Ernst Ludwig-Presse – Theodor Storm. Immensee.

€ 900

Eine Novelle. 1849. Leipzig, Insel 1909. Mit zehn ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Senffarbener Kalblederband mit blindgeprägter Deckelvignette (signiert: Grossh. KGW Institut Weimar).

Siebtes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. Daneben wurden 180 Exemplare auf Old Stratford-Velin gedruckt, von denen laut Ernstberger 150 durch den Insel-Verlag in den Handel kamen. – Der Titel und das Pressensignet wurden in Grün gedruckt. – Der Einband wurde in der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule Weimar gearbeitet, die 1908 auf Anregung Henry van de Veldes gegründet und bis 1915 von ihm geleitet wurde. – Exlibris Leopold Biermann (1875–1922), erfolgloser Künstler und engagierter Kunstmäzen in seiner Vaterstadt Bremen.

24,2 : 15,8 cm. [2], 40, [6] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst.

Stürz 7. – ELP 8. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1686

55  Ernst Ludwig-Presse – Theodor Storm. Immensee.

€ 300

Eine Novelle. 1849. Leipzig, Insel 1909. Mit zehn ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Dunkelgrüner Originalmaroquinband mit Rückenvergoldung, vergoldeter Deckelvignette und goldgepunzten Deckelkantenbordüren.

Siebtes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 180 Exemplaren auf Old Stratford-Velin, von denen laut Ernstberger 150 durch den Insel-Verlag in den Handel kamen (Gesamtauflage 200). – Der Titel und das Pressensignet wurden in Grün gedruckt. – Diese Einbandvariante wird bei Ernstberger und Sarkowski nicht erwähnt.

23,8 : 15,8 cm. [2], 40, [6] Seiten. – Rücken verfärbt.

Stürz 7. – ELP 8. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1686

56  Ernst Ludwig-Presse – Jens Peter Jacobsen. Mogens.

€ 900

Eine Novelle. (Nach der von M. von Borch für die Universal-Bibliothek besorgten Übertragung). Leipzig, Insel 1910. Mittelbrauner Ecrasélederband mit vergoldeter Deckelvignette und Kopfschnittvergoldung (signiert: Grossh. KGW Institut Weimar).

Achtes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan, 180 weitere Exemplare wurden auf Old Stratford gedruckt. – Titel und Initialen, gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens, und das Pressensignet wurden in Grün gedruckt. – Der Einband wurde in der Großherzoglichen Kunstgewerbeschule Weimar gearbeitet, die 1908 auf Anregung Henry van de Veldes gegründet und bis 1915 von ihm geleitet wurde.

20,6 : 14,0 cm. [2], 56, [2] Seiten. – Gelenke brüchig und mit winzigen Fehlstellen.

Stürz 8. – ELP 11. – Rodenberg 75. – Schauer II, 63. – Sarkowski 834

57  Ernst Ludwig-Presse – Longus. Die Liebesgeschichte von Daphnis und Chloe.

€ 500

Leipzig, Insel 1910. Mit illustriertem Titel und vier ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Blauer Originalecrasélederband. Deckelbordüren, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: P. A. Demeter, Hellerau).

Zehntes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. Es wurden zudem 250 Exemplare auf italienischem Bütten gedruckt. – Der deutsche Text dieser Ausgabe stammt von Ludwig Wolde. – Die vier großen Initialen wurden in Gold und Schwarz gedruckt. – Der Entwurf für den Demeter-Einband stammt von Friedrich Wilhelm Kleukens.

26,5 : 17,5 cm. 167, [3] Seiten. – Rücken verfärbt.

Stürz 10. – ELP 13. – Rodenberg 75. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1039

58  Ernst Ludwig-Presse – Richard Wagner. Wieland der Schmiedt.

€ 750

Leipzig, Insel 1911. Brauner Originalkalblederband. Große Deckelvignette, Titel, Deckel-, Innenkantenfileten und -bordüren sowie Kopfschnitt vergoldet.

Elftes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 225). – Die große Deckelvignette, den Titel und die Initialen entwarf Friedrich Wilhelm Kleukens. – Druck in Braun und Schwarz. – Der Abdruck erfolgte mit Genehmigung der Erben Richard Wagners und Siegel’s Musikalienhandlung Leipzig aus Richard Wagners »Gesammelten Schriften und Dichtungen«.

23,1 : 16,2 cm. 51, [5] Seiten. – Rücken leicht verblasst. Kanten minimal berieben.

Stürz 11. – ELP 16. – Rodenberg 75. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1864

59  Ernst Ludwig-Presse – Emile Verhaeren. Die Gesichter des Lebens.

€ 750

Deutsche Nachdichtung von Erna Rewoldt. Leipzig, Insel 1911. Flexibler weinroter Originalkalblederband mit vergoldeten Titeln und Kopfschnittvergoldung.

Zwölftes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 550). – Eine Luxusausgabe von 15 Pergamentexemplaren wurde nicht gedruckt. – Exlibris der Insel-Sammlung Ingo Nebehay.

19,6 : 13,3 cm. 62, [4] Seiten.

Stürz 12. – ELP 17. – Rodenberg 75. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1819

60  Ernst Ludwig-Presse – Joseph von Eichendorff. Die Glücksritter.

€ 800

Eine Novelle. Leipzig, Insel 1911. Dunkelblauer Originalkalblederband mit vergoldeter Deckelvignette und vergoldetem Rückentitel. Im gefütterten Originalschuber mit Lederkanten.

13. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japanbütten (Gesamtauflage 200). – Von der Normalausgabe waren zunächst nur 100 und von der Vorzugsausgabe 20 geplant. – Den Titel, die Initialen und die große Deckelvignette entwarf Friedrich Wilhelm Kleukens. – Die Titelzeile und die sechs großen Initialen wurden in Braun gedruckt. – Aus der Sammlung Dr. Gerhart Güttler mit dessen kleinem Stempel (Lugt 2807) verso auf dem Vorsatzblatt. Güttler (1889–1966) war nicht nur Sammler bibliophiler Ausgaben, sondern besaß auch eine umfangreiche Sammlung mit Druckgraphik alter Meister, die zum großen Teil 1928 und 1931 bei C. G. Boerner in Leipzig versteigert wurde.

24,0 : 16,5 cm. 75, [5] Seiten. – Auf dem Rücken schwacher Kratzer.

Stürz 13. – ELP 23. – Rodenberg 75. – Schauer II, 64 (mit Abbildung). – Sarkowski 431

61  Ernst Ludwig-Presse – Emile Verhaeren. Die geträumten Dörfer.

€ 750

Deutsche Nachdichtung von Erna Rehwoldt. Leipzig, Insel 1911. Flexibler weinroter Originalkalblederband mit vergoldeten Titeln und Kopfschnittvergoldung.

14. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 550). – Exlibris der Insel-Sammlung Ingo Nebehay.

19,6 : 13,3 cm. 66, [4] Seiten. – Ecken und Gelenke minimal berieben.

Stürz 14. – ELP 21. – Rodenberg 75. – Schauer II, 63. – Sarkowski 1820

62  Ernst Ludwig-Presse – Die Psalmen.

€ 18000

Leipzig, Insel 1911. Weinroter Originalsaffianlederband mit reicher Deckel- und Rückenvergoldung sowie Innenkantenfileten und Kopfschnittvergoldung (signiert: E. A. Enders, Leipzig). Im gefütterten Originalschuber mIt Lederkanten.

15. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von zehn Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf Pergament. Daneben wurden 50 Exemplare auf Japan und 440 auf Van Gelder-Bütten mit dem EL-Wasserzeichen gedruckt. – Die Titel und die 150 Initialen zeichnete Friedrich Wilhelm Kleukens, der auch den Einband entwarf. – Die von ihm vorgeschlagene Titelzeichnung wurde von Anton Kippenberg abgelehnt, der damit zum ersten Mal in die Buchgestaltung der Presse eingegriffen hatte. – Als Textvorlage wurde die Übertragung Martin Luthers nach der letzten von ihm selbst durchgesehenen Ausgabe der deutschen Bibel (Wittenberg 1545) ausgewählt. – Nahezu tadelloses Exemplar.

32,4 : 22,0 cm. 119, [1] Seiten. – Rücken minimal verblasst.

Stürz 15. – ELP 24. – Rodenberg 75. – Schauer II, 65 (mit Abbildung des Einbandes). – Sarkowski 1270

63  Ernst Ludwig-Presse – Die Psalmen.

€ 3000

Leipzig, Insel 1911. Weinroter Originalecrasélederband mit reicher Deckel- und Rückenvergoldung. Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Carl Sonntag jun. Leipzig).

Eins von 50 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 500).

32,4 : 22,0 cm. [2], 119, [1] Seiten. – Bünde kaum merklich berieben. Vorderdeckel mit wenigen winzigen, kaum sichtbaren Kratzern.

Stürz 15. – ELP 24. – Rodenberg 75. – Schauer II, 65 (mit Abbildung des Einbandes). – Sarkowski 1270

  64    Ernst Ludwig-Presse – Die Psalmen.

€ 250

Leipzig, Insel 1911. Mit zahlreichen Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Originalhalbpergamentband mit reicher Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

15. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Eins von 440 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 500). – Die Titel und die 150 Initialen zeichnete Friedrich Wilhelm Kleukens, der auch den Einband entwarf. Die von ihm vorgeschlagene Titelzeichnung wurde von Anton Kippenberg abgelehnt, der damit zum ersten Mal in die Buchgestaltung der Presse eingegriffen hatte. – Nach der letzten von Martin Luther durchgesehenen deutschen Bibel von 1545. – Breitrandiger eleganter Druck.

33,0 : 23,0 cm. 119, [1] Seiten. – Unteres Kapital leicht gestaucht, sonst tadellos.

Stürz 15. – Sarkowski 1270. – Rodenberg 75. – Schauer II, 65

65  Ernst Ludwig-Presse – Friedrich Hölderlin. Hyperion

€ 1000

oder Der Eremit in Griechenland. 1797. 1799. Leipzig, Insel 1912. Originalecrasélederband mit rot-goldenem Rückenschild, Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Handeinband Fritzsche A.-G.).

17. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 200), je zehn Exemplare wurden über die Auflagen hinaus gedruckt. – Breitrandiger Handpressendruck mit 61 ornamentierten Initialen, gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens, die wie der Haupttitel vergoldet wurden.

23,8 : 18,3 cm. [2], 255, [3] Seiten. – Wenige schwache Kratzer auf dem hinteren Deckel. – Schnitt mit winzigen Stockflecken.

Stürz 17. – ELP 38. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64 (mit Abbildung). – Sarkowski 745

66  Ernst Ludwig-Presse – Rainer Maria Rilke. Das Buch der Bilder.

€ 900

Leipzig, Insel 1913. Gelber Originalmaroquinband. Deckelvignette, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: KGS Weimar). Mit grau-blau-gelben Japanvorsatzpapieren.

19. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan und im Einband der Kunstgewerbeschule Weimar. 250 Exemplare wurden zusätzlich auf Old Stratford gedruckt. – Die ersten drei Auflagen der Gedichtsammlung waren 1902 und 1906 im Axel Juncker Verlag, Berlin erschienen. – Die von F. W. Kleukens vorgeschlagene Einbandzeichnung wurde von Kippenberg abgelehnt. – Schönes Exemplar, selten.

24,1 : 16,1 cm. [4], 205, [15] Seiten.

Stürz 19. – ELP 45. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 1337

  67    Ernst Ludwig-Presse – Zwei Drucke der Presse.

€ 200

Leipzig, Insel 1913. Farbig illustrierter Originalpapp- bzw. -halbpergamentband. Beide im Schuber.

I. Ernst Elias Niebergall. Datterich. Localposse in sechs Bildern in der Mundart der Darmstädter. Mit sieben Lithographien und Einbandillustrationen von Emil Preetorius. 18. Buch der Ernst Ludwig Presse. Eins von 325 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 400). – II. Reinke Voß, eene ole Geschichte, upt Nee vertellt von Christian Kleukens mit bunte Biller von Friedrich Wilhelm Kleukens. 20. Buch der Ernst Ludwig-Presse. Eins von 350 Exemplaren. – Innerhalb der streng typographisch auftretenden Drucke der Darmstädter Ernst Ludwig-Presse bildeten Kleukens »Reinke Voß« und Niebergalls »Datterich« buchkünstlerische Ausnahmen. Erst in seiner Ratio-Presse konnte sich Kleukens unabhängig seinen eigenen Vorstellungen widmen, die dort erschienenen Drucke, einschließlich der des Reineke Fuchs von 1929, waren »reich geschmückt und fast durchweg illustriert.« (vgl. Schauer I, 65f.).

23,7 : 20,5 cm. 105, [3] Seiten, 7 Lithographien; 28,5 : 19,0 cm. 115, [5] Seiten. – Deckel etwas gebräunt, Ecken und Kapitale leicht bestoßen (I), Vorderdeckel mit schwacher Schabspur (II). – Exlibris (I).

Stürz 18 und 20. – ELP 41 und 47. – Rodenberg 76. – Schauer II, 66 (mit Abbildung). – Sarkowski 934

68  Ernst Ludwig-Presse – Reinke Voß,

€ 750

eene ole Geschichte, upt Nee vertellt […] mit bunte Biller von F. W. Kleukens. Leipzig, Insel 1913. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen im Text. Originalpergamentband mit grün-rot-gold-geprägter Deckelvignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

20. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Exemplar 391 in der Ausstattung der Vorzugsausgabe in Ganzpergament (lt. Sarkowski 1–50 in Pergament, 350 in Halbpergament). – Auf Bütten mit Wasserzeichen »EL«. – Gesetzt aus der Cicero Kleukens Fraktur und gedruckt in Rot und Schwarz, mit farbigen Illustrationen. – Die frühere der beiden von Friedrich Wilhelm Kleukens illustrierten Reineke-Ausgaben. Innerhalb der streng typographisch auftretenden Drucke der Darmstädter Ernst Ludwig-Presse bildeten Kleukens’ »Reinke Voß« und Niebergalls »Datterich« buchkünstlerische Ausnahmen. Noch war man bestrebt, der »Typographie Raum und Freiheit vom Dekorativen« zu verschaffen. Erst in der von ihm selbst begründeten Ratio-Presse konnte sich Kleukens unabhängig seinen eigenen Vorstellungen widmen, die dort erschienenen Drucke, einschließlich der des Reineke Fuchs von 1929, waren »reich geschmückt und fast durchweg illustriert.« (vgl. Schauer I, 65f.). – Sehr frisches Exemplar.

28,2 : 18,8 cm. 115, [5] Seiten.

Stürz 20. – Sarkowski 934. – Rodenberg 76, 20. – Schauer II, 66 (mit Abbildung). – ELP 47

  69    Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Gott und Welt.

€ 250

[Leipzig, Insel] 1913. Originalpergamentbroschur mit vergoldetem Titel und grüner Rückendurchstichheftung.

21. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100).

22,8 : 15,7 cm. [4], 58, [6] Seiten.

Stürz 21. – ELP 42. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 586

70  Ernst Ludwig-Presse – Gottlieb von Leon. Rabbinische Legenden.

€ 400

Darmstadt 1913. Dunkelblauer Originalecrasélederband mit goldgeprägtem Titel, vergoldeter Innenkantenfilete und Kopfgoldschnitt.

22. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan, darüber hinaus erschienen 70 Exemplare auf Bütten. – Mit zahlreichen großen Initialen, gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Breitrandiger Handpressendruck, gesetzt aus der Kleukens-Antiqua. – Gottfried von Leon (1757–1832) war österreichischer Schriftsteller und zugleich Kustos der k.u.k. Hofbibliothek in Wien. Seine »Rabbinischen Legenden« erschienen erstmals 1821. – Aus der Bibliothek von Max Kirdorf (1878–1923, Montanindustrieller und Sammler), die 1929 versteigert wurde.

20,7 : 12,7 cm. 50 Seiten. – Rücken und obere Ränder etwas verfärbt. – Deckelkante und Hinterdeckel mit kleinen Schabspuren. – Exlibris.

Stürz 22. – Sarkowski 1014. – Rodenberg 76, 22

  71    Ernst Ludwig-Presse – Gottlieb von Leon. Rabbinische Legenden.

€ 200

[Leipzig, Insel] 1913. Originalpergamentband. Titel, Deckelvignette, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei Ernst Rehbein).

22. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100). – Mit großen Initialen, gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Gottfried von Leon (1757–1832) war österreichischer Schriftsteller und zugleich Kustos der k.u.k. Hofbibliothek in Wien. Seine »Rabbinischen Legenden« erschienen erstmals 1821.

21,0 : 12,5 cm. [2], 50, [2] Seiten.

Stürz 22. – ELP 46. – Rodenberg 76. – Schauer II, 76. – Sarkowski 1014

72  Ernst Ludwig-Presse – Felix Wolff. Ægypten und der Hafen der Ewigkeit. – Das Totenbuch

€ 400

oder Die Kapitel vom Hervorkommen am Tage. Leipzig, Insel 1914. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und orangefarbenen Wildseidendeckelbezügen mit Deckelvignette. – Mit einer Heliogravüre von Friedrich Wilhelm Kleukens als Titelbild. Originalpappband mit Deckelvignette.

23. und 24. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Jeweils eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100). – Nach Aussagen des Kleukens-Archivs, das die Halbledervariante von »Aegypten« nicht verzeichnet, wurden beide Bücher erst nach Kriegsende und nur zusammen ausgegeben. – Beide Titel wurden in Gold gedruckt, das Titelbild zum »Totenbuch« schuf Kleukens nach einem alten Grabgemälde in Theben.

21,7 : 15,8 cm. 143, [5] Seiten. – II: Rücken und Deckelränder etwas gebräunt. – Ehemals Sammlung Gerd Plantener, Hamburg, mit dessen Bleistift-Notizen auf dem hinteren Vorsatzblatt.

Stürz 23 und 24. – ELP 56 und 57. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 1929a

73  Ernst Ludwig-Presse – Manfred Kyber. Unter Tieren.

€ 450

Darmstadt 1914–1918. Handgebundener Pergamentband mit Verzierungen, Rückentitel und Vignetten auf beiden Deckeln in Tusche und farbigen Tinten (signiert: Hv Kreye fecit).

25. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 100 Exemplaren auf ELP-Bütten. – Titel und Initialen wurden in Rot gedruckt. – Auch dieser vorletzte nummerierte Druck der Presse wurde durch die Kriegsjahre verzögert fertiggestellt. – Nach Ernstberger erfolgte der Druck »für eine Gesellschaft von Bücherfreunden«. – Mit grün-weißen Oleographiepapier-Vorsätzen. – Das unikat gebundene Exemplar im wohl originalen Schuber.

19,2 : 13,5 cm. [2], 191, [7] Seiten.

Stürz 25. – ELP 60. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 971 (»Auslieferung durch den Verlag nicht nachgewiesen«)

74  Ernst Ludwig-Presse – Baruch de Spinoza. Ethik.

€ 600

Übersetzt von Otto Baensch. [Leipzig, Insel] 1914–1920. Mit Abbildungen. Schwarzer Originalmaroquinband mit rot-goldenem Rückenschild, Steh- und Innenkanten- sowie Kopfschnittvergoldung (signiert: E. A. Enders, Leipzig).

26. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 150). – Druck der Lehrsätze und der Illustrationen in Rot, die Erläuterungstexte in Schwarz. – Der Druck wurde bereits 1914 von Christian Heinrich Kleukens begonnen, konnte aber erst nach Kriegsende und den Fertigstellungen der früheren Aufträge von Karl Simon beendet werden. – Der für die Auslieferung zuständige Insel-Verlag widmete diesen letzten nummerierten Druck der Ernst Ludwig Presse Raoul Richter, dem 1912 im Alter von erst 41 Jahren verstorbenen Philosophen, der sich 1898 in Leipzig mit einer Arbeit zum Willensbegriff Spinozas habilitiert hatte. Richter hatte sich als einer der ersten Philosophen um das Werk Friedrich Nietzsches bemüht und gehörte ab 1908 zum Vorstand der Stiftung »Nietzsche-Archiv«.

27,0 : 19,5 cm. 320, [4] Seiten. – Rücken verfärbt. Vordergelenk oben angeplatzt. – Innengelenke mit Filmoplast überklebt.

Stürz 26. – ELP 62. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 1628

75  Ernst Ludwig-Presse – Ludwig Hölty. Gedichte.

€ 600

München, Kurt Wolff 1921. Dunkelblaugrüner Originalecrasélederband mit reicher ornamentaler Vergoldung und Schnittvergoldung. Im Originalschuber mit Deckelschild.

Stundenbücher des Kurt Wolff Verlages, Band VIII. – Eins von 350 Exemplaren. – Satz von Christian Heinrich Kleukens aus der Korpus Kleukens-Antiqua. – Mit einer in Rot gedruckten Initiale. – 1919 gründete Christian Heinrich Kleukens zusammen mit Rudolf G. Binding die »Kleukens-Presse« in Nieder-Ramstadt bei Darmstadt und übernahm bald darauf auch wieder die Leitung der Ernst Ludwig-Presse, die der Verleger Kurt Wolff vorübergehend gepachtet hatte. Für diesen entstanden 1920–1922 die zehn »Stundenbücher«. Alle zehn wurden von Christian Heinrich Kleukens eigenhändig gesetzt und auf der Ernst Ludwig-Presse gedruckt. – Den Entwurf für alle zehn Einbände der Reihe zeichnete Emil Preetorius. – Tadellos.

18,6 : 12,7 cm. 84, [8] Seiten.

Stürz 34. – ELP 71. – Rodenberg 77, 8. – Schauer II, 64

76  Ernst Ludwig-Presse – Maurice de Guérin. Der Kentauer.

€ 600

Übertragen durch Rainer Maria Rilke. Leipzig, Insel 1911. Dunkelbrauner Original-Ecrasélederband. Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. Weiterhin erschienen 250 Exemplare auf Old Stratford-Bütten und jeweils zehn nicht für den Handel bestimmte Exemplare. – Mit einer großen vergoldeten Initiale, wie die Titelschrift gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Exlibris Lucy Spiegl.

23,2 : 15,7 cm. [4], 31, [5] Seiten. – Rücken minimal verblasst.

Stürz 37. – ELP 22. – Schauer II, 65. – Rodenberg 78. – Sarkowski 638

77  Ernst Ludwig-Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Trilogie der Leidenschaft.

€ 400

Leipzig, Insel 1912. Dunkelblauer Originalecrasélederband. Titel, Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 210). – Gesetzt aus der Korpus Helga-Antiqua. Diese Schrift hatte Friedrich Wilhelm Kleukens 1911 entworfen und hier erstmals verwendet. – Den Titel und die bei der vorliegenden Vorzugsausgabe vergoldeten Initialen zeichnete Friedrich Wilhelm Kleukens. – Druck des Pressensignets in Gold. – Enthält »An Werther«, »Elegie« und »Aussöhnung«.

23,2 : 15,8 cm. [30] Seiten. – Rücken etwas verfärbt, Deckel minimal fleckig.

Stürz 38. – ELP 36. – Rodenberg 78. – Schauer II, 65. – Sarkowski 610

78  Ernst Ludwig-Presse – Emile Verhaeren. Die hohen Rhythmen.

€ 750

Übertragen von Johannes Schlaf. Leipzig, Insel 1912. Weinroter Originalkalblederband mit vergoldeten Titeln sowie Kopfschnittvergoldung.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 1100). – Erste deutsche Ausgabe. – Nach seinem frühen realistischen Gedichtzyklus »Les flamandes«, der in seiner Heimat einen Skandal auslöste – die Eltern Verhaerens versuchten sogar, die gesamte Auflage zurückzukaufen – wandte sich der Dichter Ende des 19. Jahrhunderts verstärkt sozialkritischen Themen zu. Seine Dichtungen wurden unter anderem von Rainer Maria Rilke und Stefan Zweig begeistert aufgenommen und übersetzt.

23,0 : 15,2 cm. [3]-85, [3] Seiten. – Rücken leicht verfärbt. Deckel minimal fleckig.

Stürz 40. – ELP 33. – Rodenberg 78. – Sarkowski 1823. – Fromm VI, 26234

79  Ernst Ludwig-Presse – Das Buch der Fabeln.

€ 800

Zusammengestellt von Christian Kleukens. Eingeleitet von Otto Crusius. Leipzig, Insel 1913. Violetter Originalecrasélederband mit vergoldeter Deckelvignette, Kopfschnitt- und reicher, ornamentaler Rückenvergoldung.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und im Ledereinband. – Die Titelblätter der 2000 Exemplare der Normalausgabe zierte eine Vignette von Ludwig Enders. Auch für die Vorzugsausgabe waren die Titelblätter schon gedruckt, wurden jedoch nicht verwendet. – Friedrich Wilhelm Kleukens zeichnete Titel und Vignette neu; von ihm stammt auch der Einbandentwurf. – Die Überschrift der Einleitung und die große Initiale wurden in Rot gedruckt, die Titelvignette gelb koloriert. – Der Band enthält über 250 Fabeln antiker bis zeitgenössischer Autoren sowie Volksdichtungen und Fabeln aus Asien, Afrika und Nordamerika. – Exlibris Lucy Spiegl.

23,8 : 15,3 cm. [8], LXIII, [1], 228, [12] Seiten. – Rücken verfärbt. Ecken kaum merklich berieben.

Stürz 42. – ELP 48. – Rodenberg 79. – Schauer II, 64 (mit Abbildung). – Sarkowski 239 VA

80  Ernst Ludwig-Presse – [Das Buch] Ruth

€ 3000

In der Übertragung Martin Luthers nach der letzten von ihm selbst durchgesehenen Ausgabe der Deutschen Bibel, Wittenberg 1545. Darmstadt [1914]. Grüner Originalecrasélederband mit Deckel- und dreiseitiger Schnittvergoldung (signiert »KGS Weimar«). Im Schuber.

Eins von 50 Exemplaren auf Pergament. – Satz aus der Korpus Schlanke Kleukens-Antiqua. – Die vier Initialen wurden von Luise Kleukens handvergoldet. – Titel und Pressensignet wurden in Rot gedruckt. – Die Einbände entstanden nach einem Entwurf von Henry van de Velde in der Kunstgewerbeschule zu Weimar. – Im gleichen Jahr wurden für den Insel Verlag 10.000 (!) Exemplare auf Bütten gedruckt und als Inselbändchen 152 [1] vertrieben. – Vgl. KatNrn. 81 und 823.

18,5 : 13,0 cm. 21, [3] Seiten. – Rücken und Kanten schwach verfärbt. Kapitale und Bünde minimal berieben.

Stürz 43a. – ELP 58. – Schauer II, 65. – Rodenberg 79. – Sarkowski 1383. – Jenne II, 48

81  Ernst Ludwig-Presse – [Das Buch] Ruth

€ 300

In der Übertragung Martin Luthers nach der letzten von ihm selbst durchgesehenen Ausgabe der Deutschen Bibel, Wittenberg 1545. Leipzig, Insel [1914]. Mit Titelvignette nach einem alten Holzschnitt. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von etwa 200 bis 300 Exemplaren der Halbpergamentvariante, auf Bütten der Ernst Ludwig Presse. – Vorzugsausgabe von Inselbändchen 152 [1], entstanden als Bindequote aus der komplett auf der Ernst Ludwig Presse gedruckten Auflage von 10.000 Exemplaren. – Satz aus der Korpus Schlanke Kleukens-Antiqua. – Die Titelzeile und die vier Initialen wurden in Rot gedruckt. Anders als bei den Pergamentexemplaren (vgl. KatNr. 80) wird im Druckvermerk der vertreibende Insel Verlag genannt, das erste Blatt hier mit dem Verlagssignet, der Titel mit der Abbildung eines alten Holzschnitts.

18,5 : 13,0 cm. 21, [3] Seiten. – Äußerste Ränder schwach gebräunt.

Stürz 43b. – Sarkowski 1383. – Jenne II, 48. – Bezugspapier wie Jenne Abb. 122, hier gedreht

82  Ernst Ludwig-Presse – Georg Britting. Der verlachte Hiob.

€ 300

Traisa bei Darmstadt, Arkadenverlag 1921. Originalpergamentband. Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten, Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei).

Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Velin (Gesamtauflage 1000). – Den Titel zeichnete Hans Schreiber. – Der Verleger des Buches war Ludwig Coellen, der in seinem Arkadenverlag unter anderem mehrere eigene kunstwissenschaftliche Werke veröffentlichte.

22,7 : 15,8 cm. [2], 49, [7] Seiten. – Deckel leicht aufgebogen.

Stürz 46. – ELP 77. – Rodenberg 80

  83    Ernst Ludwig-Presse – Vier Drucke der Presse.

€ 200

1921–1926. Originalhalbpergamentbände mit Rücken- und Deckelvergoldung.

I. Rede des Perikles für die Gefallenen. Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli 1921. Eins von 1000 Exemplaren auf Bütten. Der Druck ist eine typographisch verkleinerte Wiederholung des fünften Drucks der Kleukens-Presse (siehe dort). – II. Goethe’s Balladen. Darmstadt, Kleukens 1924. Eins von 470 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 500). Einer der wenigen Drucke der Presse, die Christian Heinrich Kleukens unter eigenem Namen verlegte. – III. Rudolf Kindt. Das erste Märchen. Darmstadt [1926]. Eins von 125 Exemplaren, gedruckt als »Neujahrsgabe 1927 für den Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse«; Stürz und Rodenberg nennen (weitere ?) 300 signierte Exemplare. Druck auf JWZ-Bütten. – IV. Willam Shakespeare. Volks-Scene in dem Drama »Sir Thomas More«. [Leipzig, Insel] 1925. Eins von 135 Exemplaren auf Velin. Gedruckt für die Veranstalter und Subskribenten der Shakespeare-Ausgabe, einem der letzten ehrgeizigen Projekte der Presse: Man plante eine sechzehnbändige Shakespeare-Ausgabe, von der allerdings nur sieben Bände erschienen.

Stürz 47, 55, 69 und 98. – ELP 76, 97, 118 und 102

84  Ernst Ludwig-Presse – Angelus Silesius. Ewige Sinnreime des Cherubinischen Wandersmannes.

€ 300

Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli 1922. Originalpergamentband. Rückentitel, Deckelvignette, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei). Im Schuber.

Eins von nur wenigen Exemplaren mit der vergoldeten Initiale und auf starkem Handbütten. – Nach Unterlagen des Kleukens-Archivs erschienen darüber hinaus 990 Exemplare auf de Haesbeck oder ELP-Bütten und zehn auf Japan. – Einige Blätter mit dem Wasserzeichen »ELP«, ein Blatt mit dem Wasserzeichen der Maillol-Kessler-Bütten-Papiere [!]. – Titel und Initialen zeichnete Hans Schreiber, die Eingangsinitiale wurde von Luise Kleukens handvergoldet. – Die Dichtungen des schlesischen Mystikers Johannes Scheffler erschienen erstmals 1675 und zählen zu den wichtigsten Werken der deutschen Barockliteratur. – Druckfrisches Exemplar.

25,1 : 16,5 cm. 30, [2] Seiten.

Stürz 49. – ELP 80. – Rodenberg 81

85  Ernst Ludwig-Presse – Rudolf G. Binding. Stolz und Trauer.

€ 300

[Gedichte]. Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli 1922. Originalpergamentband mit Vergoldung (signiert: Kleukens-Binderei Ernst Rehbein).

Eins von 250 Exemplaren. – Auf Bütten von J. W. Zanders. – Die Titel und Initialen zeichnete Hans Schreiber.

24,0 : 16,7 cm. [2], 55, [9] Seiten. – Rücken und Oberrand mit winzigem Braunfleck.

Stürz 50. – ELP 81. – Rodenberg 81

86  Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Faust.

€ 1500

– Der Tragödie erster Teil. – Der Tragödie zweiter Teil. – Der Tragödie ursprüngliche Gestalt (Urfaust). Darmstadt 1922–1924. Drei Originalpergamentbände. Rückentitel, Deckel- und Innenkantenfileten, Stehkantenbordüren und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei bzw. Ernst Rehbein Darmstadt).

Druck der Ernst Ludwig-Presse zu Darmstadt. Unternommen von der Kleukens Presse zu Frankfurt am Main. – Das Papier wurde von Moritz von Bethmann und Hans Passavant gestiftet. – Gesetzt aus der Antiqua von Christian Heinrich Kleukens, einer »eigens vom Drucker für die Presse bearbeiteten Schrift«, und gedruckt in Rot und Schwarz. – Man wollte »dem sich rapid ausbreitenden Protzentum des Luxusdruckes, einer rohen Typographie mit grellen Illustrationseffekten« entgegentreten. (vgl. Schauer I, 68). – Vollständige Exemplare aller drei Teile in so schönen originalen Einbänden des »Kleukensbuchbinders« Ernst Rehbein sind selten.

27,6 : 19,3 cm. 214, [6]; 323, [5]; 147, [5] Seiten. – In einem privatem Leinenschuber.

Stürz 51. – Rodenberg 81. – Schauer II, 65

87  Ernst Ludwig-Presse – Christian Heinrich Kleukens. Die Fabel vom Wind

€ 1200

und andere Fabeln. [Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli] 1923. Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Kantenfileten (signiert: Kleukens-Binderei).

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 250). – Die Kleukens-Fabeln wurden in »einer neuen eigenartigen Schrift, der Judith-Type« gedruckt (Julius Rodenberg). Jede Seite wurde in dieser von Christian Heinrich Kleukens entworfenen Schrift in Holz geschnitten. Im Laufe des Jahres 1923 entstand ein Metallschnitt, der in der Bauerschen Gießerei gegossen wurde. Lediglich zwei Bücher der Presse wurden mit diesen Lettern gedruckt: Das namensgebende »Buch Judith« und ein Jahr später »Der Prophet Jona«. – Exlibris »Feuerbacher Heide« (Hans L. Merkle).

19,4 : 13,8 cm. [24] Seiten. – Deckel leicht aufgebogen.

Stürz 52. – ELP 88. – Rodenberg 80. – Schauer II, 65

88  Ernst Ludwig-Presse – Martin Luther. Fabeln.

€ 300

Darmstadt, Kleukens 1924. Originalpergamentband mit Vergoldung signiert: Ernst Rehbein).

Eins von 25 der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Japanbütten (Gesamtauflage 250). – Druck in Rot und Schwarz. – Zusammengestellt aus Luthers Schriften und Tischreden.

25,5 : 17,8 cm. 61, [7] Seiten. – Deckel leicht aufgebogen.

Stürz 57. – ELP 99. – Rodenberg 498 (II, 22)

89  Ernst Ludwig-Presse – Der Prophet Jona.

€ 300

Darmstadt, Kleukens 1924. Mit drei Textholzschnitten von Adam Antes. Originalpergamentband mit Vergoldung (signiert: Ernst Rehbein).

Eins von 250 Exemplaren, davon wurden 100 Exemplare als erste Sonderpublikation der Soncino-Gesellschaft der Freunde des jüdischen Buches, Berlin, ausgegeben. – Druck auf Zanders-Bütten. – Adam Antes (1891–1984) hatte seit 1919 ein eigenes Atelier in Darmstadt. Seine Holzschnitte zu Jona bilden eine der seltenen Illustrationsfolgen innerhalb der Ernst Ludwig Presse. – Exlibris »Feuerbacher Heide« (Hans L. Merkle).

25,5 : 17,4 cm. 11, [5] Seiten.

Stürz 58. – ELP 100. – Rodenberg 498 (II, 22). – Schauer II, 65

90  Ernst Ludwig-Presse – Hartmann von Aue. Der arme Heinrich.

€ 300

Darmstadt 1925. Originalpergamentband mit Vergoldung (Ernst Rehbein, Darmstadt).

Eins von 100 Exemplaren für den »Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse«, weitere 100 Exemplare gelangten durch den Insel-Verlag mit abweichendem Impressum und Signet in den Handel. Ferner existieren 20 römisch nummerierte Dedikationsexemplare. – Der mittelhochdeutsche Text wurde aus der Shakespeare-Type von Christian Heinrich Kleukens gesetzt, die Initiale von Luise Kleukens handvergoldet.

19,0 : 13,5 cm. 91, [5] Seiten.

Stürz 61. – ELP 109. – Nicht bei Schauer und Rodenberg. – Vgl. Sarkowski 678

91  Ernst Ludwig-Presse – Walther von der Vogelweide. Die Gedichte.

€ 400

[Leipzig, Insel 1926]. Dunkelgrüner Originalecrasélederband mit rot-goldenem Rückenschild und Vergoldung. Im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren für den »Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse«, weitere 150 Exemplare gelangten durch den Insel-Verlag in den Handel (Gesamtauflage 270). – Auf ELP-Bütten von J. W. Zanders. – Für die Reihenfolge wurde die an Gedichten Walthers reichste Handschrift, die große Heidelberger Liederhandschrift, zu Grunde gelegt, für den Wortlaut die kritische Ausgabe von Karl Lachmann. – Der unsignierte Einband wurde wohl von Ernst Rehbein in der Kleukens-Binderei gefertigt.

27,6 : 18,8 cm. [2], 175, [11] Seiten. – Der Rücken wurde unfachmännisch nachgefärbt.

Stürz 63. – ELP 112. – Rodenberg 499 (II, 23). – Schauer II, 65. – Sarkowski 1873

92  Ernst Ludwig-Presse – Frühe deutsche Dichtung.

€ 450

Leipzig, Insel 1926. Ziegelroter Maroquinband mit reicher Vergoldung. Im gefütterten Schuber mit Lederkanten.

Eins von 135 Exemplaren, davon die ersten 100 für den »Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse« und 35 Exemplare für den Insel-Verlag. Nach Unterlagen des Kleukens-Archivs erschienen weitere 20 römisch nummerierte Dedikationsexemplare. – Auf ELP-Bütten von J. W. Zanders. – Die Initialen und den Titel zeichnete Hans Schreiber. – Der schöne unsignierte Einband stammt vermutlich von Ernst Rehbein. – Tadelloses Exemplar.

27,4 : 18,7 cm. 217, [11] Seiten.

Stürz 64. – ELP 114. – Rodenberg 499 (II, 23). – Schauer II, 65. – Sarkowski 500

93  Ernst Ludwig-Presse – Der Nibelunge Not.

€ 900

Erster [und] Zweiter Band. Leipzig, Insel 1926–1927. Hellbraune Maroquinbände mit blindgeprägten Rückentiteln, Rücken-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnittvergoldung.

Eins von 135 Exemplaren und somit eins der 35 vom Insel-Verlag vertriebenen (Gesamtauflage 255). – Auf Bütten mit den Wasserzeichen J W Z[anders] und »C H K[leukens]«. – Gesetzt aus der Tertia Shakespeare-Type.

27,7 : 19,3 cm. 201, [5] und 215, [9] Seiten.

Stürz 66. – ELP 117. – Rodenberg 499 (II, 23). – Schauer II, 65. – Sarkowski 1191a

94  Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Die Natur.

€ 300

Ein Hymnus. [Leipzig, Insel 1911]. Grüner Originalkalblederband mit vergoldeten Titeln und vergoldeter Innenkantenbordüre.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan und im Ledereinband (Gesamtauflage 100). – Titel und Initiale wurden in Gold gedruckt. – »Zunächst [wurden 120 Exemplare] als Frühlingsgeschenk des Insel-Verlages im März 1910 auf der Ernst Ludwig Presse zu Darmstadt gedruckt. 100 weitere Exemplare, davon zwanzig auf Japan, wurden im Januar 1911 abgezogen« (Druckvermerk).

24,8 : 16,3 cm. [16] Seiten. – Rücken verfärbt. Deckel mit einigen Kratzspuren.

Stürz 74. – ELP 12. – Rodenberg 77. – Schauer II, 65 (mit Abbildung). – Sarkowski 598

95  Ernst Ludwig-Presse – Rudolf G. Binding. Gedichte.

€ 400

Darmstadt 1913. Ziegelroter Originalecrasélederband. Rückentitel, Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Japan. – Privatdruck von Freiherr Philipp von Schey. – Die Empfänger der einhundert Drucke sind namentlich aufgeführt, darunter finden sich neben dem Großherzog Ernst Ludwig von Hessen mehrere Angehörige der Familien Binding, Goldschmidt-Rothschild und von Schey sowie Hermann Hesse, Max Klinger, Arthur Nikisch, Rainer Maria Rilke, Emile Verhaeren, Willy Wiegand und Stefan Zweig. Das vorliegende Exemplar gehörte Freifrau Sibylle von Vincke. – Weitere 200 Exemplare, davon 185 auf Bütten und 15 auf Japan, kamen durch den Insel-Verlag in den Handel. – Eine der frühesten Veröffentlichungen des Dichters, der erst nach dem Ersten Weltkrieg einem größeren Leserkreis bekannt wurde. 1911 war im Insel-Verlag bereits seine Novellensammlung »Die Geige« erschienen, 1914 folgte die erste öffentliche Ausgabe der »Gedichte«. – Sehr schönes Exemplar.

26,0 : 18,8 cm. 146, [10] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst. Kanten minimal berieben.

Stürz 85. – ELP 50 (ungenau). – Rodenberg 79. – Schauer II, 65 (nicht diesen Privatdruck). – Sarkowski 178

96  Ernst Ludwig-Presse – Rudolf G. Binding. Keuschheitslegende.

€ 300

Darmstadt 1914–1919. Originalpergamentband. Deckelvignette, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 135 Exemplaren. – Auf starkem EL-Bütten. – Die große Eingangsinitiale wurde von Luise Kleukens handvergoldet. – Sonderdruck aus der unveröffentlichten Handschrift.

27,6 : 20,2 cm. [2], 50, [4]| Seiten. – Deckel leicht aufgebogen.

Stürz 89. – ELP 61. – Rodenberg 80. – Schauer II, – Hayn/Gotendorf IX, 63

97  Ernst Ludwig-Presse – Robert Burns. Vieruntwintig schöne Lere von Robert Burns’n, denn’n Schottlänner.

€ 450

Noah Coarl Bartsch’n to Roschtock sien hochdütsch Oewersettung in’t mäkelbörg’sch Plattdütsch oewerdroagen von Berndin Prinz’n Melkenmeierin to Dannenau. Darmstadt 1921. Brauner Maroquinband mit reicher Vergoldung, fasrigen Japanvorsätzen und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 200 Exemplaren. – Auf ELP-Bütten. – Die Initialen wurden in Rot gedruckt. – Der Privatdruck entstand für Elias Erasmus, den preussischen Staatsbeamten und Bücherliebhaber Paul Otto, damals Direktor der Bibliothek des Reichspatentamtes. Er war unter seinem Pseudonym Herausgeber der »Erasmusdrucke« (Julius Rodenberg, der offensichtlich gut mit Otto bekannt war, bedauerte noch: »den wahren Namen darf ich nicht nennen«). – Der mecklenburgischen Fassung liegt die Übertragung des Altphilologen Karl Bartsch (1832–1888) zugrunde, der 1858 an der Rostocker Universität das erste Germanistische Institut gründete. – Die Übersetzung von Karl Friedrich Kerkow (1828–1909) erschien erstmals – und auch schon damals unter dem Pseudonym Berndin Prinz – 1869.

18,7 : 12,5 cm. 39, [5] Seiten. – Rücken schwach verblasst.

Stürz 91. – ELP 75. – Rodenberg 80 und 152. – Nicht bei Schauer

98  Ernst Ludwig-Presse – Alfred Bock. Der Flurschütz.

€ 300

Roman. Mainz, Ernst-Ludwig-Presse 1929. Orangefarbener Maroquinband mit vergoldeten Fileten. Im Originalschuber mit Lederkanten und vergoldeten Fileten.

Eins von 135 Exemplaren, gedruckt für die Freunde des Dichters. Die Auflage war nicht für den Handel bestimmt. – Gesetzt aus der Burte-Fraktur, die hier erstmals im Korpusgrad Verwendung fand. Diese Schrift hatte Christian Heinrich Kleukens 1928 für die Mainzer Presse gezeichnet. – Der Titel, die Eingangsinitiale und das Pressensignet wurden in Gold gedruckt. – Der Druck zum 70. Geburtstag des Verfassers wurde von Bernhard Adelung (1876–1943) gestiftet, der von 1928 bis 1933 Staatspräsident des 1919 gegründeten Volksstaates Hessen war. Der gelernte Buchdrucker und Setzer gehörte als SPD-Mitglied seit 1903 dem hessischen Landtag an und war von 1920 bis 1928 Bürgermeister von Mainz. – Auf dem Schuber sein Namenszug. – Der schöne Einband stammt wohl von Ernst Rehbein, der seine Einbände häufig nicht signierte.

20,3 : 14,5 cm. [4], 90, [8] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst.

Stürz 106. – Rodenberg 501

  99    Kleukens – Gottfried Keller. Der grüne Heinrich.

€ 200

Roman. Nach der ersten Fassung von 1854–55. Erster [bis] Vierter Band. Stuttgart und Berlin, Cotta 1913. Elfenbeinfarbene Originalmaroquinbände mit reicher floraler Vergoldung; Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

In kleiner Auflage erschienen. – Gedruckt auf van Gelder-Bütten. – Den Buchschmuck – ornamentale Initialen, Titelbordüre und die üppige Vergoldung der Vorderdeckel – entwarf Friedrich Wilhelm Kleukens.

21,0 : 16,0 cm. – Ränder und Rücken leicht gebräunt.

100  Kleukens Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten.

€ 250

Frankfurt am Main 1919. Roter Saffianlederband mit vergoldeten Fileten, Rückenschild und Kopfgoldschnitt.

Erster Druck der Kleukens Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Auf Japan. – Mit diesem Druck begann die Kleukens Presse ihre Arbeit, an der neben Christian Heinrich Kleukens auch Rudolf G. Binding sowie die schon von der Ernst Ludwig Presse bekannten Buchkünstler Hans Schreiber (Schrift), Ernst Rehbein (Einbände) und der Frankfurter Buchhändler Tiedemann beteiligt waren.

19,3 : 13,0 cm. [2], 181, [5] Seiten. – Ecken und Gelenke leicht berieben.

Rodenberg 103, 1. – Schauer II, 67

ChristianHesse