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  9    Eugen Diederichs Verlag – Wladyslaw Stanislaw Reymont. Die polnischen Bauern.

€ 450

Herbst. Winter. Frühling. Sommer. Der Bauernspiegel. Berechtigte Übersetzung aus dem Polnischen von Jean Paul d’Ardeschah. Jena, Eugen Diederichs 1912. Mit Buchschmuck von Anna Gramatyka-Ostrowska. Vier Originalmaroquinbände. Rückenverzierung, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten mit dem Löwenwasserzeichen des Verlages und in Ganzleder gebunden. – Erste deutsche Ausgabe. – Das monumentale Bauernepos des polnischen Schriftstellers Reymont (1867–1925), das im Original von 1902 bis 1908 erschien, »gilt der Weltliteratur als eine der künstlerisch vollendetsten und vielfältigsten Gestaltungen bäuerlichen Lebens« (A. Schmaus nach KNLL). 1924 wurde der Autor dafür mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. – Den Buchschmuck (Doppeltitel, Initialen und Einbandverzierung) entwarf die polnische Graphikerin Anna Gramatyka-Ostrowska (1882–1958). – Schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe. – Aus der Bibliothek Heinrich Stinnes mit dessen Besitzvermerk auf den Vorblättern.

20,5 : 14,5 cm. – Rücken mit kleinen Stockflecken.

KNLL XIV, 54

  14    Insel-Verlag – Fünf Drucke mit Buchschmuck und Illustrationen von Heinrich Vogeler-Worpswede.

€ 450

Berlin und Leipzig 1900–1905. Originaleinbände.

I. Alfred Walter Heymel. Ritter Ungestüm. 1900. Mit einem Frontispiz und farbigem Vorsatzpapier. Originalpappband mit Titel- und Rückenschild. – II. Irene Forbes Mosse. Mezzavoce. Gedichte. 1901. Mit sechs blattgroßen Illustrationen, darunter die Titelillustration, und zwei Vignetten. Originalleinenband mit Deckel- und Rückenillustration. Erste Ausgabe des Erstlings der Dichterin. 1904 erschien im inzwischen selbstständigen Insel-Verlag ihre zweite Gedichtsammlung, »Peregrina’s Sommerabende«, ebenfalls mit Illustrationen von Heinrich Vogeler. – III. [Iwan] Turgenjeff. Gedichte in Prosa. 1903. Mit illustriertem Doppeltitel und Buchschmuck. Originalleinenband. Titel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet. – IV. Oscar Wilde. Das Granatapfelhaus. 1904. Mit illustriertem Titel, vier blattgroßen Illustrationen, vier figürlichen Initialen und zwei Vignetten. Dunkelblauer Halbmaroquinband mit Rückenvergoldung, marmorierten Buntpapierbezügen und eingebundenem Originalumschlag. – V. Irene Forbes-Mosse. Peregrina’s Sommerabende. Lieder für eine Dämmerstunde sowie dreissig Übersetzungen mit vielen Zeichnungen geschmückt. [1905]. – Vgl. auch KatNr. 370.

Rücken etwas verfärbt (I) bzw. verblasst (III, V). Exlibris, Bindung zwischen einigen Lagen gelockert (III). Handschrifitlicher Besitzvermerk auf dem Umschlag (V).

Sarkowski 728, 1786, 1910 und 474

  16    Insel-Verlag – Hugo von Hofmannsthal. Das kleine Welttheater oder die Glücklichen.

€ 200

Leipzig, Insel 1903. Mit illustrierten Vorsätzen und Einbandzeichnung von Aubrey Beardsley. Originalpergamentband. Rückentitel, Deckelillustration und Kopfschnitt vergoldet.

Erste Ausgabe. – Eins von 800 Exemplaren. – Gedruckt in Rot und Schwarz auf Holländischem Bütten. – Die Vorsatzillustration wurde aus dem Nachlass von Beardsley hier erstmals verwendet. – Stefan George, dem gegenüber sich Hofmannsthal für seine »Theilnahme an der Unternehmung ›Insel‹, [die] Ihnen und anderen Freunden vielleicht besondere Ungeduld erregte« rechtfertigte, äußerte sich über das Buch des Freundes: »die heranziehung anders gedachter gebilde eines toten zeichners für ein heutiges ihm fremdes buch – ein missgriff. aber … das ganze wirkt doch einfach und vornehm« (Briefwechsel zwischen HvH und SG, zitiert nach Insel-Katalog Marbach, S. 36f.).

20,2 : 15,0 cm. [44] Seiten. – Vereinzelt winzige Stockflecken.

Sarkowski 768

  20    Insel-Verlag – Friedrich von Schiller. Sämtliche Werke.

€ 300

Band 1 [bis] 6. Leipzig, Insel 1905/06[–1924]. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rücken- und Deckeltiteln und Kopfschnittvergoldung.

Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe, herausgegeben im Auftrag von Alfred Walter Heymel. – Mischauflage, teils in den Nachdruck um 1920, die Rückengestaltung einheitlich. – Dazu: Dubletten der Bände I und V, aus der ersten Auflage, aber mit abweichender Rückengestaltung. – Dünndruckpapier. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte in Leipzig unter der Druckleitung von Harry Graf Kessler und Emery Walker. – Titel und Überschriften entwarf Eric Gill, die Einbände entwarf Douglas Cockerell. – Enthält: Dramatische Dichtungen I und II, Gedichte und Erzählungen, Philosophische Schriften, Historische Schriften und Übersetzungen. – Noch vor seinem frühen Tod hatte Rudolf von Poellnitz zusammen mit Harry Graf Kessler die Herausgabe von Werken deutscher Klassiker geplant. Die Edition wurde von Kessler dem Großherzog von Sachsen-Weimar vorgeschlagen, der im März 1904 die Schirmherrschaft übernahm und seinen Namen für den Reihentitel freigab. Der Reinerlös der Ausgabe sollte an Kesslers Museum in Weimar fließen. Zu Weihnachten 1905 wurden die beiden ersten Bände der Schiller- und der Goethe-Ausgabe vom Insel Verlag ausgeliefert. Bis 1912 waren Kessler und Emery Walker für die Druckleitung und die Gesamtausstattung verantwortlich. Eric Gills Titelschriften sind dessen früheste typographische Arbeit. Unter dem Reihentitel erschienen in gleicher Ausstattung 34 Bände (Schiller, 6. – Schopenhauer, 5. – Koerner. – Goethe, 16. – Kant, 6).

16,8 : 10,3 cm. – Rücken minimal berieben.

Sarkowski 1460. – Gill 302

  28    Insel-Verlag – Joseph Bédier. Der Roman von Tristan und Isolde.

€ 200

Leipzig, Insel 1911. Schwarzer Originalkalblederband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung; Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe dieser Neuübersetzung von Rudolf G. Binding. – Das erste von 100 Vorzugsexemplaren auf Van Gelder-Bütten. – Einbandentwurf von Emil Rudolf Weiß. – Nicht Sammlung Stinnes, was man bei der Exemplarnummer hätte erwarten dürfen, sondern Exlibris Leopold Biermann (1875–1922). Der vermögende Bremer Kaufmannserbe war Kunstmäzen und Mitglied in mehreren Kunstvereinigungen. – Sehr schönes Exemplar. – Ehemals Sammlung Victor Günthert, München.

18,8 : 12,3 cm. [6], 226, [2] Seiten.

Sarkowski 118 VA. – Fromm I, 2719

  31    Insel-Verlag – Die Schön Magelona.

€ 200

Eine fast lustige Historie von dem Ritter mit den silbern Schlüsseln und von der Schönen Magelona, gar lustig zu lesen. Auswahl und Nachwort von Severin Rüttgers. Leipzig, Insel [1913]. Mit 37 kolorierten Abbildungen nach alten Holzschnitten. Originalpergamentband mit kolorierter Deckelvignette und blindgeprägten Fileten. Im Schuber.

Eins von 205 Exemplaren mit den kolorierten Holzschnitten und auf Bütten. – Vorzugsausgabe von Inselbändchen 39.1. – Die Holzschnitte wurden nach der Ausgabe von 1598 gedruckt. – Sehr schönes, frisches Exemplar.

19,0 : 12,7 cm. [2], 100, [2] Seiten.

Sarkowski 1520 (nennt 200 Exemplare). – Kästner IB, S. 238. – Jenne II, 44

  33    Insel-Verlag – Die vier Zweige des Mabinogi.

€ 250

Ein keltisches Sagenbuch. Leipzig, Insel 1914. Brauner Originalschweinslederband mit Blindprägung. Kopfschnitt ziegelrot eingefärbt.

Deutsch von Martin Buber, erste Ausgabe seiner Nachdichtung und Einleitung. – Auf HInsel-Bütten. – Eins der seltenen Exemplare in Ganzleder, Einbandentwurf stammt von E. R. Weiß.

21,1 : 14,7 cm. 121, [3] Seiten. – Rücken etwas nachgedunkelt, insgesamt aber sehr schön. – In privater Kassette.

Sarkowski 1837

  40    Insel-Verlag – Rainer Maria Rilke. Sämtliche Werke.

€ 300

Herausgegeben vom Rilke-Archiv. In Verbindung mit Ruth Sieber-Rilke besorgt durch Ernst Zinn. Erster [bis] Sechster Band. Wiesbaden und Frankfurt am Main, Insel 1955 – 1966. Hellbraune Originalkalblederbände mit Rückenblindprägung und blaugrauem Rückenschild mit Vergoldung.

Vollständiges Exemplar, Dünndruckausgabe.

18,5 : 11,5 cm.

Sarkowski 1296. – Mises 154

  44    Insel-Verlag – Rudolf Koch. Das Blumenbuch.

€ 200

Achtzig Zeichnungen. In Holz geschnitten von Fritz Kredel. Leipzig 1942. Mit 80 farbigen Tafeln. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und -fileten vergoldet (signiert: Gerd Prade, Leipzig).

Erste Ausgabe der Auswahlausgabe. – 1929/30 erschien die dreibändige Ausgabe mit 250 handkolorierten Holzschnitten, gedruckt auf der Ernst Ludwig-Presse (135 Exemplare) bzw. der Mainzer Presse (1000 Exemplare). Bei diesen beiden Ausgaben wurden die Bildtitel aus Kleukens Shakespeare-Antiqua gesetzt. Seit 1933, als eine Auswahlausgabe in der Insel-Bücherei erschien, wurde für die Bildunterschriften eine Frakturschrift verwendet. Dies blieb bis zur vorliegenden Ausgabe unverändert, was insoweit bemerkenswert ist, dass der Verlag damit den sogenannten »Bormann-Erlass« von 1941 ignorierte, in dem gebrochene Schriften wie die »Schwabacher Judenletter« verboten und die Antiqua wieder zur alleinigen »deutschen Schrift« erhoben wurde.

31,5 : 23,5 cm. [6] Seiten, 80 Tafeln, [10] Seiten.

Sarkowski 951. – Salter, Kredel 1.11.5. – Schauer II, 36

  45    Janus-Presse – Hugo von Hofmannsthal. Das Märchen der 672. Nacht.

€ 300

Leipzig, Insel 1918. Originalpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (signiert: E. A. Enders. Leipzig).

Drittes Buch der Janus-Presse. – Eins von 150 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 200). – Handpressendruck in Rot und Schwarz von Carl Ernst Poeschel und Walter Tiemann mit der Janus-Pressen-Schrift. – Der Titel und die Initialen wurden von Tiemann gezeichnet und in Holz geschnitten. – Druckfrisches Exemplar.

26,3 : 19,3 cm. [4], 28, [4] Seiten.

Rodenberg 95, 3. – Houghton Library Catalogue 454. – Sarkowski 770. – Schauer II, 31 (Abbildung)

  64    Ernst Ludwig-Presse – Die Psalmen.

€ 250

Leipzig, Insel 1911. Mit zahlreichen Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Originalhalbpergamentband mit reicher Deckelvergoldung und Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

15. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Eins von 440 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 500). – Die Titel und die 150 Initialen zeichnete Friedrich Wilhelm Kleukens, der auch den Einband entwarf. Die von ihm vorgeschlagene Titelzeichnung wurde von Anton Kippenberg abgelehnt, der damit zum ersten Mal in die Buchgestaltung der Presse eingegriffen hatte. – Nach der letzten von Martin Luther durchgesehenen deutschen Bibel von 1545. – Breitrandiger eleganter Druck.

33,0 : 23,0 cm. 119, [1] Seiten. – Unteres Kapital leicht gestaucht, sonst tadellos.

Stürz 15. – Sarkowski 1270. – Rodenberg 75. – Schauer II, 65

  67    Ernst Ludwig-Presse – Zwei Drucke der Presse.

€ 200

Leipzig, Insel 1913. Farbig illustrierter Originalpapp- bzw. -halbpergamentband. Beide im Schuber.

I. Ernst Elias Niebergall. Datterich. Localposse in sechs Bildern in der Mundart der Darmstädter. Mit sieben Lithographien und Einbandillustrationen von Emil Preetorius. 18. Buch der Ernst Ludwig Presse. Eins von 325 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 400). – II. Reinke Voß, eene ole Geschichte, upt Nee vertellt von Christian Kleukens mit bunte Biller von Friedrich Wilhelm Kleukens. 20. Buch der Ernst Ludwig-Presse. Eins von 350 Exemplaren. – Innerhalb der streng typographisch auftretenden Drucke der Darmstädter Ernst Ludwig-Presse bildeten Kleukens »Reinke Voß« und Niebergalls »Datterich« buchkünstlerische Ausnahmen. Erst in seiner Ratio-Presse konnte sich Kleukens unabhängig seinen eigenen Vorstellungen widmen, die dort erschienenen Drucke, einschließlich der des Reineke Fuchs von 1929, waren »reich geschmückt und fast durchweg illustriert.« (vgl. Schauer I, 65f.).

23,7 : 20,5 cm. 105, [3] Seiten, 7 Lithographien; 28,5 : 19,0 cm. 115, [5] Seiten. – Deckel etwas gebräunt, Ecken und Kapitale leicht bestoßen (I), Vorderdeckel mit schwacher Schabspur (II). – Exlibris (I).

Stürz 18 und 20. – ELP 41 und 47. – Rodenberg 76. – Schauer II, 66 (mit Abbildung). – Sarkowski 934

  69    Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Gott und Welt.

€ 250

[Leipzig, Insel] 1913. Originalpergamentbroschur mit vergoldetem Titel und grüner Rückendurchstichheftung.

21. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100).

22,8 : 15,7 cm. [4], 58, [6] Seiten.

Stürz 21. – ELP 42. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 586

  71    Ernst Ludwig-Presse – Gottlieb von Leon. Rabbinische Legenden.

€ 200

[Leipzig, Insel] 1913. Originalpergamentband. Titel, Deckelvignette, Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei Ernst Rehbein).

22. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100). – Mit großen Initialen, gezeichnet von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Gottfried von Leon (1757–1832) war österreichischer Schriftsteller und zugleich Kustos der k.u.k. Hofbibliothek in Wien. Seine »Rabbinischen Legenden« erschienen erstmals 1821.

21,0 : 12,5 cm. [2], 50, [2] Seiten.

Stürz 22. – ELP 46. – Rodenberg 76. – Schauer II, 76. – Sarkowski 1014

  83    Ernst Ludwig-Presse – Vier Drucke der Presse.

€ 200

1921–1926. Originalhalbpergamentbände mit Rücken- und Deckelvergoldung.

I. Rede des Perikles für die Gefallenen. Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli 1921. Eins von 1000 Exemplaren auf Bütten. Der Druck ist eine typographisch verkleinerte Wiederholung des fünften Drucks der Kleukens-Presse (siehe dort). – II. Goethe’s Balladen. Darmstadt, Kleukens 1924. Eins von 470 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 500). Einer der wenigen Drucke der Presse, die Christian Heinrich Kleukens unter eigenem Namen verlegte. – III. Rudolf Kindt. Das erste Märchen. Darmstadt [1926]. Eins von 125 Exemplaren, gedruckt als »Neujahrsgabe 1927 für den Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse«; Stürz und Rodenberg nennen (weitere ?) 300 signierte Exemplare. Druck auf JWZ-Bütten. – IV. Willam Shakespeare. Volks-Scene in dem Drama »Sir Thomas More«. [Leipzig, Insel] 1925. Eins von 135 Exemplaren auf Velin. Gedruckt für die Veranstalter und Subskribenten der Shakespeare-Ausgabe, einem der letzten ehrgeizigen Projekte der Presse: Man plante eine sechzehnbändige Shakespeare-Ausgabe, von der allerdings nur sieben Bände erschienen.

Stürz 47, 55, 69 und 98. – ELP 76, 97, 118 und 102

  99    Kleukens – Gottfried Keller. Der grüne Heinrich.

€ 200

Roman. Nach der ersten Fassung von 1854–55. Erster [bis] Vierter Band. Stuttgart und Berlin, Cotta 1913. Elfenbeinfarbene Originalmaroquinbände mit reicher floraler Vergoldung; Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

In kleiner Auflage erschienen. – Gedruckt auf van Gelder-Bütten. – Den Buchschmuck – ornamentale Initialen, Titelbordüre und die üppige Vergoldung der Vorderdeckel – entwarf Friedrich Wilhelm Kleukens.

21,0 : 16,0 cm. – Ränder und Rücken leicht gebräunt.

  103    Kleukens-Presse – Rede des Perikles für die Gefallenen.

€ 300

Frankfurt am Main 1920. Mit einer vergoldeten Initiale. Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Deckel- und Innenkantenfileten und Kopfschnittvergoldung.

Fünfter Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Pergament. Daneben erschienen 225 Exemplare auf Bütten. – Der Text aus Thukydides zweitem Buch über den Peleponnesischen Krieg wurde übertragen von Rudolf Binding. – Ein Jahr später erschien eine typographisch verkleinerte Fassung in der Ernst Ludwig-Presse. – Der Einband stammt wohl von Ernst Rehbein, dem Leiter der Kleukens-Binderei. – Tadelloses Exemplar.

29,7 : 19,3 cm. [24] Seiten.

Rodenberg 104, 5. – Schauer II, 67, mit Abbildung

  113    Ratio-Presse – Drei Veröffentlichungen der »Gesellschaft zur Förderung der Ratio-Presse«.

€ 200

Darmstadt 1927 bis 1931. Originaleinbände mit Kopfschnittvergoldung.

I. Johann Wolfgang von Goethe. Venetianische Epigramme. Mit Zeichnungen von Friedrich Wilhelm Kleukens. 1927. Mit acht Radierungen im Text und einer auf dem Titel. Blauer Originalleinenband mit vergoldeter Deckelvignette. Erste Veröffentlichung, eins von 150 Exemplaren. Auf Bütten. – II. Arno Holz. Sieben Lieder des Dafnis. 1928. Mit Titelvignette und figürlichen Initialen. Grüner Originalwildseidenband mit Deckelvignette. Dritte Veröffentlichung. Eins von 175 Exemplaren, dieses für Hans G. Stempel. Die »Daphnis-Lieder«, lyrische Porträts des deutschen Barock, erschienen erstmals 1903 und wurden von Arno Holz bis 1924 mehrfach erweitert.– III. Conrad Ferdinand Meyer. Die Versuchung des Pescara. Eine Novelle. Mit einer Titelvignette und einer Initiale. Roter Ecrasélederband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeter Deckelvignette. Sechste Veröffentlichung. Eins von 150 Exemplaren. Exemplar für Hans G. Stempel, den Sohn des Firmengründers, der 1927 nach dessen Tod die Firma übernahm. – Alle mit Buchschmuck von Friedrich Wilhelm Kleukens.

Rücken von III leicht verblasst.

Rodenberg 532 und Nachtrag 552. – Schauer II, 66

  185    Hamburger Presse – Platon. Phaidon

€ 250

oder das Gepräch über die Seele. Hamburg 1920. Originalhalbpergamentband mit durchgezogenen Bünden und vergoldetem Rückentitel (signiert: Johannes Gerbers, Hamburg). Im Schuber.

Sechster Druck der Hamburger Presse. – Eins von 500 Exemplaren. – In der Regel wurden die Drucke der Hamburger Presse von Franz Weisse gebunden, vorliegendes Exemplar stellt mit seinem Handeinband von Johann Gerbers (1886–1966) eine seltene Ausnahme dar. – Gedruckt auf Bütten in der originellen und bemerkenswert modern anmutenden Czscheka-Antiqua von Genzsch & Heyse. – Schönes Exemplar.

25,5 : 17,5 cm. 115, [3] Seiten. – Kanten leicht berieben. Vergoldung am Rücken etwas oxydiert und mit winzigen Verlusten.

Rodenberg 156, 6

  195    Bremer Presse – Geerten Gossaert. Gedichte.

€ 450

Übersetzt von Rudolf Alexander Schröder. München 1929. Dunkelgrüner Ecrasélederband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten sowie Schnittvergoldung. Im Schuber mit Lederkanten.

Handpressendruck der Bremer Presse. – Eins von 180 Exemplaren. – Den Titel zeichnete Anna Simons. – Gedruckt auf Zanders-Bütten. – Die Übersetzung erfolgte nach der holländischen Originalausgabe von 1916. – Hinter dem Pseudonym Geerten Gosaert verbarg sich der niederländische Essayist und Historiker Frederik Carel Gerretson (1884–1958), der mit seiner erstmals 1911 in nur 60 Exemplaren erschienenen Gedichtsammlung »Experimenten« erstes Aufsehen erregte.

27,0 : 18,8 cm. [4], 66, [12] Seiten.

Lehnacker 30. – Rodenberg 486, 24. – Schauer II, 69

  199    Bremer Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Faust.

€ 450

Eine Tragödie. München 1925. Rotbrauner Ecrasélederband mit vergoldetem Rückentitel und vergoldeten Deckelkantenfileten (signiert: R. Oldenbourg, München). Im Schuber.

Gedruckt auf Zanders Alfa-Papier. – Druck der Mandruck AG für den Verlag der Bremer Presse. – Vom gleichen Satz wurde eine Sonderauflage für die Büchergilde Gutenberg gedruckt. – Die Durchsicht des Textes übernahm der berühmte Goethe-Philologe Max Hecker. – Dazu: E. T. A. Hoffmann. Der Baron von Bagge. München 1922. Originalpappband mit marmoriertem Buntpapierbezug und Titelschild. Erstes Buch des Verlages der Bremer Presse. Eins von 400 Exemplaren. – Die Lebensschilderung des kurländischen Barons (1722–1791) wurde für die Bremer Presse herausgegeben von Carl Georg von Maassen und erschien anlässlich des 100. Todestages des Verfassers.

22,6 : 15,2 cm. 581, [3] Seiten; 26,0 : 18,0 cm. 15, [1] Seiten.

Lehnacker 70 und 40. – Rodenberg 489 und 58, II. 1. – Schauer II, 69

  205    Officina Serpentis – Die johanneischen Schriften.

€ 300

Das Evangelium. Die Briefe. Die Offenbarung. Verdeutscht durch D. Martinus Luther. Berlin 1919. Mit roten Initialen und Randleisten, entworfen von Ansgar Schoppmeyer. Halbpergamentband mit vergoldetem Rückensignet (signiert: Maria Lühr, Berlin).

Eins von 56 Exemplaren auf Zanders-Bütten, zehn davon gelangten nicht in den Handel. Es erschienen weitere sechs Exemplare auf Pergament. – Gesetzt aus der eigens für Tieffenbach in der Bauerschen Gießerei geschnittenen Gotico-Antiqua, die sich an der Schöfferschen Bibel-Type von Creußner und Koberger aus dem 15. Jahrhundert orientierte. – Titel, Untertitel und Initialen wurden von Bruno Rollitz in Holz geschnitten. – Handsatz und Handpressendruck von E. W. und E. H. Tieffenbach. – »›Die Johanneischen Schriften‹ (1910 [irrig]), einer der schönsten Drucke der Officina Serpentis, erstrahlen im farbigen Glanz ihrer aquarellierten Zierleiste so täuschend ›echt‹, als habe Schoppmeyer sein Zeichenpult mitten in der Offizin des Meisters Creussner um 1480 aufgestellt.« (Jürgen Eyssen).

35,2 : 26,3 cm. 61, [3] Seiten. – Deckel mit schwachem Lichtrand.

Backe/Köppen 30. – Rodenberg 111. – Eyssen Seite 89

  207    Officina Serpentis – Curt Wesse. Der grenzenlose Spiegel.

€ 300

Berlin, Ernst Rowohlt [1922]. Flaschengrüner Saffianlederband mit Rücken-, Deckel-, Stehkanten- und Innenkantenvergoldung (signiert: Spamersche Buchbinderei, Leipzig). Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 250 Exemplaren. – Handpressendruck der Officina Serpentis. – Gesetzt aus der Alten Schwabacher, gedruckt auf Hahnemühle-Bütten. – Beim Verfasser Curt Wesse handelt es sich wohl um den ab Ende der 1920er Jahre vor allem als Drehbuchautor und Regisseur wirkenden Schriftsteller.

28,5 : 20,6 cm. 47, [1] Seiten. – Rücken und Lederkanten des Schubers verblasst, Vorderdeckel mit kleinen, unbedeutenden Druckstellen.

Backe/Köppen 65. – Rodenberg 119

  213    Pan-Presse – Emil Pottner. Sommertage im Gefügelhof.

€ 300

Zwanzig Steinzeichnungen und Text. Berlin, Paul Cassirer 1912. Mit 21 Lithographien im ebenfalls lithographiertem Text. Originalseidenband mit lithographierter Deckelillustration.

Achter Druck der Pan-Presse. – Eins von 60 Exemplaren der Vorzugsausgabe, vom Künstler signiert und nummeriert, auf Strathmore-Japan (Gesamtauflage 310). – Der Text wurde nach der Handschrift des Künstlers lithographiert. – Emil Pottner, Graphiker und Keramiker (1872–1942), wurde 1902 von Paul Cassirer für dessen Galerie unter Vertrag genommen. Ab 1904 war er Mitglied der Berliner Secession, zwischen 1911 und 1916 eng befreundet mit Lovis Corinth. Im Juli 1942 wurde Pottner nach Theresienstadt deportiert und später in der Nähe von Minsk ermordet.

32,4 : 24,9 cm. [48] Seiten. – Einbandränder leicht angestaubt. – Vorsatzpapier und Ränder etwas stockfleckig.

Rodenberg 453, 8. – Feilchenfeldt/Brandis 157.A

  216    Plenzat-Presse – Zwei Drucke mit Radierungen von Erik Richter.

€ 300

Berlin, Friedrich Plenzat 1923 und 1924. Ein Originalmaroquinband mit Vergoldung, ein Originalschweinslederband mit Rückenschild und Blindprägung. Beide mit Kopfschnittvergoldung.

I. Guy de Maupassant. Toine. Mit vierzehn Kupfern. 1923. Erster Druck der Friedrich-Plenzat-Presse. Eins von 150 Exemplaren. Vom Künstler im Druckvermerk signiert. Gedruckt auf Zanders-Bütten. – II. Jean Paul. Des Rectors Florian Fälbels und seiner Primaner Reise nach dem Fichtelberg. 1924. Mit vierzehn Kupfern. Siebter Druck der Friedrich-Plenzat-Presse. Eins von 500 Exemplaren. Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Friedrich Plenzat gründete seine Presse Weihnachten 1922.

21,0 : 14,3 cm. [2], 33, [7] Seiten; 21,6 : 13,0 cm. [4], 41, [7] Seiten.

Rodenberg 154, 1. – Sennewald 23

  226    Tillgner-Drucke – Giacomo Casanova. Die Flucht aus den Bleikammern Venedigs.

€ 200

Mit sechs Radierungen von Magnus Zeller. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1922. Mit sechs Radierungen. Originalhalblederband mit Rückenvergoldung und Buntpapierbezug.

Dritter Tillgner-Druck. – Eins von 450 Exemplaren (Gesamtauflage 500) – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Druck der Radierungen von der Künstlerpresse Worpswede.

26,6 : 18,9 cm. 100, [4] Seiten. 6 Radierungen. – Rücken etwas verfärbt. Ecken und Kapitale schwach berieben.

Sennewald 22, 2. – Lang E 376. – Hayn/Gotendorf IX, 103

  233    Euphorion – Thomas J. Cobden-Sanderson. Das Idealbuch oder Das schöne Buch.

€ 250

Eine Abhandlung über Kalligraphie, Druck und Illustration und über das schöne Buch als ein Ganzes. – Hermann Struck. Die Radierung im schönen Buche. Berlin, Euphorion 1921. Hellbraune Kalblederbände mit blindgeprägter Deckelvignette und goldgeprägtem Rückenschildchen sowie eingebundenem Originalvorderumschlag. Beide zusammen in Kassette.

Je eins von 800 Exemplaren. – I. Gesetzt aus der Ehmke-Rustika, gedruckt bei Knorr & Hirth. Cobden-Sandersons »The Ideal Book« erschien als erstes Buch der Doves Press. Die Übertragung stammt von Richard Stettiner. – II. Gesetzt aus der Behrens-Mediaeval, gedruckt bei Otto von Holten. – Als Deckelvignetten der unsignierten Handeinbände dienen die stilisierten Monogramme der beiden Autoren.

24,5 : 16,7 cm. 13, [3] Seiten und 23, [1] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst.

Horodisch, Euphorion 6 und 8

  234    Euphorion – Venedig.

€ 300

Verse von Robert Hamerling. Dreiundzwanzig Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Euphorion 1920. Mit 23 Radierungen im Text, sechs davon blattgroß, die Titelvignette signiert. Brauner Originalmaroquinband mit Deckeltitel und -vignette in Schwarzprägung, grünen Lederintarsien und Vergoldung. Rückentitel, Innenkantenbordüren und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Euphorion Einband Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 200 Exemplaren mit der signierten Titelradierung (Gesamtauflage 300). Bei den Exemplaren 1–100 wurde jede Radierung signiert. – Auf handgeschöpftem Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Hermann Struck hatte 1908 das grundlegende Werk »Die Kunst des Radierens« herausgegeben und Künstler seiner Zeit an diese Technik herangeführt. 1923 erschien die fünfte und zugleich letzte Auflage und Hermann Struck emigrierte nach Palästina.

36,6 : 26,7 cm. 26, [4| Seiten. – Deckel mit einigen Kratzspuren. Untere Kanten an je einer Stelle gestaucht.

Horodisch, Euphorion 3

  257    Staatliche Akademie zu Leipzig – Zwei Drucke.

€ 300

Leipzig 1923 und 1931. Originaleinbände.

I. Prosper Merimée. Tamango. Eine Erzählung. Mit acht Radierungen von Karl Miersch. 1923. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild. Titel und Kopfschnitt vergoldet. Dritter Druck der Akademie. Eins von 200 Exemplaren. Gedruckt auf Bütten. Übersetzt von Julius Zeitler, dem Leipziger Schriftsteller, Verleger und Bibliophilen. Karl Miersch (1894–1969) unterrichtete an der Leipziger Akademie, später an der dortigen Kunstgewerbeschule. – II. Knut Hamsun. Drei Novellen. Mit farbigen Holzstichen von Hans Alexander Müller. 1931. Originalhalbleinenband mit Japanfaserbüttenbezug und negativ blindgeprägtem Signet. Sechster Druck der Akademie. Eins von 125 Exemplaren. Lockere Interimsbindung. Trotz eines Kardinalfehlers des Setzers (ungerade Seitenzahlen links!) ausgezeichnet als eines der 50 schönsten Bücher des Jahres 1930.

29,3 : 23,0 cm. [4], 49, [3] Seiten; 29,8 : 20,0 cm. [9], 93, [6] Seiten. –.

I: Rodenberg 185, 3. – Sarkowski 1104. – Sennewald 23. – II: Eichhorn/Salter 1.51

  259    Staatliche Akademie zu Leipzig – [William] Shakespeare. Der Sturm.

€ 150

Mit Illustrationen von Josef Hegenbarth. Berlin, Rütten & Loening 1960. Mit 18 Illustrationen nach Zeichnungen. Pergamentband mit Blindprägung und Rückenvergoldung (signiert: Thamm).

Herausgegeben vom Institut für Buchgestaltung Leipzig. – Eins von 1100 Exemplaren, die in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig hergestellt wurden. – Gestaltung nach Angaben von Albert Kapr. – Der Originalumschlag wurde eingebunden.

28,1 : 18,9 cm. 127, [5] Seiten.

Seyfert/Weise S. 176

  260    Staatliche Akademie zu Leipzig – Pablo Neruda. Ode an die Typografie.

€ 150

Leipzig, Institut für Buchgestaltung Leipzig 1964. Mit fünf blattgroßen Illustrationen von Frank Ruddigkeit. Illustrierter Kalblederband im Schuber.

Unnummeriert, außerhalb der Auflage von 100 Exemplaren und eventuell als Luxusexemplar in Leder gebunden. Die bei Seyfert/Wiese erwähnte sechste Illustration hier wohl auf dem Vorderdeckel. – Erschienen mit großer Widmung zum 70. Geburtstag des ersten DDR-Ministerpräsidenten Otto Grotewohl, Mitherausgeber war die nach ihm benannte Ingenieurschule für Polygrafie. – Nach einer Übertragung von Erich Ahrendt. – Gesetzt als Schriftprobe der 28p Leipziger Antiqua, die Albert Kapr erst Anfang der 1970er Jahre fertigstellte.

30,5 : 20,0 cm. [40] Seiten.

Seyfert/Wiese S. 179

  272    Avalundrucke – Conrad Ferdinand Meyer. Die Hochzeit des Mönchs. – Die Richterin.

€ 300

Beide mit Radierungen von Alois Kolb. Wien und Leipzig 1921.

I. Siebenter Avalun-Druck. Mit 14 Radierungen, eine davon als Titel, eine als Initiale. Dunkelgrüner Saffianlederband mit rot-goldenem Rückenschild und Vergoldung (signiert: P. A. Demeter, Hellerau). Eins von 375 Exemplaren. – II. 29. Avalun-Druck. Mit 17 Radierungen, sechs davon blattgroß und signiert, fünf Textvignetten. Pergamentband. Eins von 150 der zweiten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 550). – Die Radierungen wurden unter Aufsicht des Künstlers auf der Handpresse der Staatlichen Akademie in Leipzig gedruckt. Seit 1907 war Alois Kolb (1875–1942) Leiter der dortigen Radierklasse. Er hatte die Technik des Radierens autodidaktisch erlernt und zählte zu den bekanntesten und erfolgreichsten Buchillustratoren der damaligen Zeit.

29,2 : 21,5 cm. [2], 152, [2] Seiten. 13 Radierungen; 28,4 : 20,9 cm. [8], 122, [6] Seiten. – Rücken verfärbt, Bünde schwach berieben (I).

Rodenberg 331, 7 und 336, 29. – Sennewald 21, 4 und 23,1

  277    Avalun Verlag – Théophile Gautier. Gesammelte Werke

€ 200

[in vierzehn Bänden, alles Erschienene]. Mit Zeichnungen von Karl M. Schultheiss. Hellerau, Avalun 1925–1926. Mit mehr als 800 Illustrationen nach Federzeichnungen. Leuchtend rote Maroquinbände. Rückentitel, Rücken- und Deckelkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet.

Erste deutsche Gesamtausgabe mit den kongenialen Illustrationen von Karl Max Schultheiss (1885–1961). – Die Übertragungen stammen von Alastair, Gabrielle Betz, Bernhard Jolles, August Kretzschmar und Friederike Maria Zweig. – Der in der Verlagswerbung angekündigte Band »Die Romantik in Frankreich« ist nicht erschienen. – Hübsch gebundene Reihe.

15,8 : 9,4 cm. – Rücken minimal aufgehellt.

Sennewald 25–26

  280    Zürcher Drucke – Ein hübsch Spiel, gehalten zu Ury in der Eydgnoßschafft

€ 150

von Wilhelm Thellen ihrem Landmann und ersten Eydgenossen. Zürich, Gebrüder Fretz 1926. Mit 13 kolorierten Holzschnittvignetten von Willi Harwerth. Originalpergamentband mit kolorierter Deckelvignette, Originalschutzumschlag und Originalkassette mit Deckelschild.

Fünfter Zürcher Druck. – Eins von 950 nummerierten Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Van Gelder-Bütten.

23,3 : 15,2 cm. [8], 32, [8] Seiten.

  281    Johannes Presse – Friedrich Gundolf. Rainer Maria Rilke.

€ 250

Wien 1937. Originalhalbpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette. Im Originalschuber mit goldgeprägter Deckelvignette.

Erste Ausgabe. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japanpapier. – Herausgegeben von Elisabeth Gundolf nach einem Vortrag ihres Mannes, den dieser am 3. VII. 1931 in Essen gehalten hatte. Elisabeth Salomon und Friedrich Gundolf hatten 1926 trotz heftigster Interventionen Stefan Georges (»eine Frau wie Elli Salomon steht doch an allen Zentralbahnhöfen Europas«, vgl. Landmann-George 1963, Seite 160) geheiratet. Am 12. Juli 1931 starb Gundolf, seine Witwe emigrierte 1934 nach London.

24,4 : 17,4 cm. 40 Seiten. – Schuber lichtrandig.

Mises VIII, 992

  282    Gustav Kiepenheuer – Boccaccios Buch Von den fürnembsten Weibern

€ 300

mit den 78 Holzschnitten der Ulmer Ausgabe von 1473 und einem Nachwort von Kurt Pfister. Potsdam, Gustav Kiepenheuer 1924. Mit 77 kolorierten Abbildungen und zwei Initialen im Text. Pergamentband mit kolorierter Deckelillustration und Wildseidenvorsätzen. In Kassette (signiert: Franz Franek, Wien).

Erster Druck der Reihe »Das alte Bilderbuch«. – Eins von 350 Exemplaren, eins der zweiten 175 Exemplare auf Japandruckpapier, die ersten 175 wurden auf weißem Zanders-Bütten gedruckt. – Gesetzt aus der Manuskript-Gotisch. – Der 78. »Holzschnitt« zierte wohl die Originaleinbände (Schweinsleder, Halbpergament und Pappe), die bei E. A. Enders nach Entwurf von F. H. Ehmcke gefertigt wurden.

27,5 : 19,8 cm. [6], 285, [9] Seiten.

  285    Théodore Duret. Die Impressionisten

€ 600

Pissarro, Claude Monet, Sisley, Renoir, Berthe Morisot, Cézanne, Guillaumin. Zweite Auflage. Mit zwei Originalradierungen von Renoir und einem Holzschnitt von Cézanne. Berlin, Bruno Cassirer 1914. Mit zahlreichen Abbildungen im Text und auf Tafeln. Illustrierter Originalhalbpergamentband mit Rückenvergoldung.

Mit den beiden Radierungen »Kinderbild« und »Zwei Mädchen« von Renoir (Deltail 6 und 22) und dem Holzschnitt »Hockender Akt« von Beltrand nach Cézanne.

23,4 : 18,4 cm. 159, [1] Seiten, 3 Graphiken, 48 Tafeln. – Kanten berieben, Deckel leicht fleckig.

  286    Zwei Monographien des Paul Cassirer Verlags mit Originalradierungen.

€ 300

Berlin 1910 und 1912. Mit acht Originalgraphiken. Schwarze Originalpappbände mit goldgeprägter Deckelillustration.

I. Lovis Corinth. Das Leben Walter Leistikows. Ein Stück Berliner Kulturgeschichte. 1910. Mit zwei Radierungen von Leistikow und zahlreichen Abbildungen im Text. – II. Hermann Struck. Die Kunst des Radierens. Ein Handbuch. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. 1912. Mit fünf Radierungen (von Max Liebermann, Edvard Munch, Hermann Struck, Anders Zorn und Paul Baum) und einer Lithographie von Max Slevogt (Porträt Hermann Struck), die für diese zweite Auflage entstand. Das Werk erschien, mit teils anderen Graphiken, bis 1923 in fünf Auflagen.

Je 23,7 : 19,0 cm. 129, [3] Seiten, 2 Radierungen; 246, [2] Seiten, 6 Graphiken. – Rücken von II erneuert.

Feilchenfeldt/Brandis 37.1 und 193.2. – II: Söhn, HDOG 262.1–6

  289    Friedrich Ahlers-Hestermann. – Hans Bethge. Das Buch der Nächte.

€ 200

Mit Lithographien von F. Ahlers-Hestermann. Leipzig, Meissner & Buch 1918. Mit zwölf Lithographien, lithographierter Titelvignette und 26 farbig lithographierten Initialen. Flexibler Originalpappband mit vergoldeten Titeln und Kleisterpapierbezug. In Originalkassette mit Buntpapierbezügen.

Zweiter Druck der Wahlverwandten. – »Urausgabe« herausgegeben unter persönlicher Mitwirkung von Hans Bethge und Friedrich Ahlers-Hestermann. – Die Gesamtherstellung lag in den Händen von Erich Gruner. – Der Einband von Walter Tiemann entworfene Einband – silberne Sprenkel auf dunkelblauem Grund – deutet den Sternenhimmel an. – Sehr schönes Exemplar.

35,7 : 26,5 cm. 76, Seiten, 12 Lithographien.

Rodenberg 377, 2

  292    Alastair – Walter Pater. Sebastian van Storck.

€ 200

Mit acht Zeichnungen von Alastair. Wien, Avalun 1924. Mit acht mehrfarbigen, ganzseitigen Illustrationen im Text. Pappband mit montiertem Deckelschild.

Eins von 480 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Der Text in der Übersetzung von Felix Hübel. – »Walter Pater, der unendlich häßliche Mann mit der grenzenlosen Leidenschaft für die Schönheit, der Décadent, der die ganze Manier des Oscar Wilde antizipierte, der Ästhet, der mit Worten so zeichnete, wie seine Freunde, die Praeraffaeliten, es mit dem Stift taten, imaginierte in seinen Porträts Gestalten des Übergangs, des Untergangs, vorzüglich in Schönheit.« (Petra Kipphoff, Die Zeit, 22.2.1974).

32,3 : 25,3 cm. [8], 42, [6] Seiten.

  306    Marcus Behmer – Johannes Auerbach. Der Selbstmörderwettbewerb.

€ 250

Berlin, Otto von Holten 1921. Mit zwei signierten Radierungen von Marcus Behmer (Frontispiz und Titel). Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rücken- und Deckeltitel und orangefarbenen Deckelbezügen. Im Originalpappschuber.

Eins von 150 Exemplaren, von denen fünfzig nicht in den Handel gelangten. – Einbandgestaltung und Satz von Marcus Behmer. – Gedruckt auf Bütten. – Mit dem Verfasser verband Behmer eine enge Freundschaft. Johannes Auerbach war einer der ersten Bauhaus-Studenten und gestaltete unter anderem das Grabmal des Hagener Kunstsammlers und Mäzens Karl Ernst Osthaus.

15,4 : 11,9 cm. [4], 29, [11] Seiten.

Haucke 40. – Rodenberg 244. – Schauer II, 44

  307    Marcus Behmer – Oscar Wilde. Die heilige Buhlerin.

€ 400

La Sainte Courtisane oder Das Weib mit den Edelsteinen. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1921. Mit drei signierten Radierungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe, bei der die Radierungen von den unverstählten Platten gedruckt und signiert wurden (Gesamtauflage 500 Exemplare). – Der Text wurde bei Otto von Holten, Berlin, die Radierungen wohl bei A. Ruckenbrod auf Bütten gedruckt. – Der Druckfarbe der Radierungen wurde etwas blaue Farbe beigemischt, die einen zarteren, nicht schmutzigen Plattenton entstehen ließen. – Die Deckelvignette entwarf Marcus Behmer, der auch für die Typographie des Buches verantwortlich war.

20,4 : 14,8 cm. [2], 19, [7] Seiten. 3 Radierungen.

Haucke 46. – Rodenberg 245. – Schauer II, 44. – Hayn/Gotendorf IX, 631

  308    Marcus Behmer – Enno Littmann. Vom morgenländischen Floh.

€ 250

Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken. Leipzig, Insel 1925. Mit 13 Radierungen von Marcus Behmer im Text, davon drei blattgroß. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. Im Originalpappschuber.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Die Radierungen in Sepia gedruckt. – Auf Bütten. – Einbandentwurf von Marcus Behmer. – Dazu: Ruba’ijat des Omar Chajjam von Neschapur. In deutsche Verse übertragen von G. D. Gribble. Leipzig, Insel 1907. Originalpappband. Marcus Behmer entwarf sowohl die große Deckelillustration, den prachtvollen ornamentalen Doppeltitel und die zahlreichen großen ornamentierten Initialen, alles in Grün gedruckt, der Doppeltitel zudem mit zwei goldenen Mittelstücken.

19,9 : 14,7 cm. 68, [4] Seiten; 20,8 : 16,4 cm. 122, [2] Seiten. – Beigabe: Bezugspapier vorn am Gelenk aufgeplatzt.

Haucke 56. – Hayn/Gotendorf IX, 186. – Sarkowski 1037 und 1214

  310    Lovis Corinth – Honoré de Balzac. Die Frau Konnetable.

€ 200

Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Bruno Cassirer 1922. Mit 14 Lithographien im Text, davon drei blattgroß. Originalhalbpergamentband mit lithographierter Deckelvignette.

Eins von 380 Exemplaren. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Druck der Lithographien auf der Handpresse. – Auf Bütten. – Einige der Lithographien Corinths entstanden schon 1913 und sind bei Schwarz unter »Balzac-Illustrationen« verzeichnet. – Sehr schönes Exemplar.

35,5 : 26,1 cm. 21, [3] Seiten.

Schauer II, 87. – Lang I 41. – Vgl. Schwarz L 143. – Nicht bei Müller

  311    Bruno Goldschmitt – Wilhelm Raabe. Die schwarze Galeere.

€ 200

München, Schröder 1920. Mit 17 monogrammierten Holzschnitten von Bruno Goldschmitt. Originalpergamentband mit Deckelillustration und vergoldeter Innenkantenbordüre.

Meisterwerke der Weltliteratur mit Original-Graphik, Band IV. – Eins von 50 Exemplaren auf starkem Bütten mit den monogrammierten Holzstichen (Gesamtauflage 315). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Nahezu druckfrisch.

32,5 : 24,7 cm. 51, [5] Seiten.

Rodenberg 432, 4. – Sennewald 20,1

  317    Friedrich Heubner – Alfred de Musset. Tizianello.

€ 300

Eine Novelle. In das Deutsche übertragen von Victor Schuler. München, Rösl & Cie 1920. Mit sechs signierten Radierungen von Friedrich Heubner. Schwarzer Maroquinband mit rotem Rückenschildchen und Vergoldung. Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Zanders-Bütten und in Leder gebunden (Gesamtauflage 540). – Üppiger breitrandig gesetzter Druck, unbeschnitten. – Friedrich Heubner (1886–1974) war unter anderem Mitarbeiter der Münchner Zeitschriften »Simplicissimus« und »Jugend«. – Vorsatzblatt mit kleinem Stempel »K. Koppel«, möglicherweise der Buchbinder.

31,2 : 24,0 cm. [8], 54, [2] Seiten.

Sennewald 20. – Lang I 93

  319    Ludwig von Hofmann – Das Hohe Lied Salomos.

€ 250

Mit Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. Berlin, Otto von Holten 1921. Mit elf Holzschnitten, davon einer blattgroß. Brauner Maroquinband mit vergoldeten Fileten und Titeln (signiert: Bruno Scheer, Berlin).

Zweites Buch des Verlages Otto von Holten in der von Marcus Behmer gezeichneten Schrift. – Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, daneben erschienen weitere 350, von denen 50 nicht für den Handel bestimmt waren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

28,7 : 19,2 cm. [4], 21, [7] Seiten. – Deckel, besonders der vordere, fleckig. Ecken und Kanten etwas berieben. – Einige Seiten mit wenigen kleinen Stockflecken.

Rodenberg 244, 2

  322    Walter Klemm – König Sindibad und sein Falke.

€ 120

Ein Märchen aus tausend und eine Nacht. Holzschnitte von Walter Klemm. Offenbach a. M., Wilh. Gerstung [1923]. Mit vier blattgroßen Holzschnitten und einer Holzschnitt-Titelvignette. Pappband mit Deckelschild.

Eins von 500 Exemplaren, 100 kolorierte Vorzugsexemplare wurden auf Bütten gedruckt. – Die Schrift wurde gezeichnet von Rudolf Koch und geschnitten von Gustav Eichenauer.

26,0 : 19,5 cm. [16] Seiten.

Sennewald 23,9. – Rodenberg 231

  327    Alois Kolb – Heinrich von Kleist. Michael Kohlhaas.

€ 300

(Aus einer alten Chronik). Radierungen und Zeichnungen von Alois Kolb. Berlin, Fritz Heyder 1912. Mit acht signierten Radierungen, sowie einer Titelvignette, acht Textabbildungen und sieben Initialen. Dunkelbrauner Kalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 300 Exemplaren. – Satz aus einer von Rudolf Koch gezeichneten Schrift. – Exlibris Lucy Spiegl auf dem hinteren Innendeckel.

30,2 : 22,8 cm. 81, [3] Seiten. 8 Radierungen. – Rücken verblasst.

Sennewald 12

  328    Fritz Kredel – Wer will unter die Soldaten?

€ 120

Zwölf Illustrationen zu deutschen Soldatenliedern. Frankfurt am Main, Bauersche Gießerei 1933. Mit farbig illustriertem Titel und zwölf farbigen Illustrationen im Text. Hellblauer Pappband mit Vignette auf dem Vorderdeckel.

Privatdruck von Georg Hartmann, dem damaligen Eigentümer der berühmten Schriftgießerei Bauer. – Den Titel entwarf Rudolf Koch, die Bildertexte stammen von Minni Lerner. – Für Fritz Kredel (1900–1973), »bestand zunächst kein Zweifel, daß auch er Soldat werden sollte. … Er […] fand das ganze prunkvolle Exerzier- und Paradewesen jener Zeit künstlerisch anregend und, wie er schrieb, ›ohne die Nachbarschaft des Balletts wohl gar nicht zu denken. … Ist es also ein Wunder‹, meinte er, ›wenn unsereiner sein besonderes Vergnügen an diesem bunten Spiel hat?‹ Es ist in der Tat das ›bunte Spiel‹, nicht der graue Alltag des Krieges, was ihn am Soldatentum faszinierte« (Salter, S. 43). – Nur ein Jahre später erschien eine erweiterte Ausgabe in der berühmten Insel-Bücherei.

30,9 : 21,9 cm. 14 Blätter. – Rücken erneuert und die Blätter in neue Falze gefasst.

Salter 1.34

  329    Alfred Kubin – Gerhart Hauptmann. Fasching.

€ 300

Mit Originallithographien von Alfred Kubin. Berlin, S. Fischer 1925. Mit zwölf Lithographien, davon zehn blattgroß und zwei signiert. Hellbrauner neuerer Kalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel.

Erste vollständige Buchausgabe. – Unnummeriertes Exemplar, wohl über die Auflage von 450 hinaus gedruckt. – Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Bei den ersten 50 Exemplaren waren alle Lithographien, bei den übrigen 400 nur die erste signiert. Hier, wie bei manch anderem Exemplar, signierte Kubin die beiden ersten Lithographien. – Auf Bütten.

33,0 : 25,7 cm. 40, [4] Seiten.

Marks A 84. – Raabe 291. – Pinkus-Ludwig II, 1, 45, b

  330    Alfred Kubin. Rauhnacht.

€ 300

13 Steinzeichnungen. Mit einem Vorwort von Otto Stoessl. Berlin, Volksverband der Bücherfreunde Wegweiser 1925. 13 Lithographien und zwei Textdoppelblätter, lose in Originalhalbleinenmappe mit Deckelillustration.

Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die »Rauhnacht« entstand nach einem Fiebertraum Kubins. Noch geschwächt brachte er den gespenstischen Zyklus zu Papier, welcher gleichsam ein nahezu fünf Meter langes Panorama bildet. Sehr zu Kubins Bedauern erschien die Folge dann nicht als Leporello, sondern in 13 Einzeltafeln »zerstückt«. – Die »Rauhnächte« sind im Volksglauben die 13 Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag, in denen Geisterheere über die Erde ziehen und die Träume besonders intensiv sein sollen.

37,8 : 48,3 cm. [8] Seiten, 13 Lithographien. – Oberränder der Mappendeckel leicht fleckig. – Titelblatt mit kleinem Eckknick, die Lithographien sehr gut erhalten.

Marks A 86. – Raabe 281. – Hoberg Mappe VII

  332    Oskar Laske – Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

€ 200

Buch der Kindheit. Farblithographien von Oskar Laske. Wien, Leipzig und München, Rikola 1922. Mit sechs Farblithographien. Pappband mit Lederrückenschild (signiert: Gerbers, Hamburg).

Erste Ausgabe des ersten Buches. – Eins von 400 Exemplaren (Gesamtauflage 500). – Der Roman, der letztlich unvollendet blieb, erschien erst 1954, Laskes Lithographien illustrieren diese erste frühe Fassung fast comic-artig.

30,0 : 24,0 cm. 65, [3] Seiten. 6 Lithographien.

Sennewald 22, 2. – Potempa D 12.1

  337    Max Liebermann – Heinrich von Kleist. 54 Steindrucke zu kleinen Schriften.

€ 200

Berlin, Bruno Cassirer [1917]. Mit 54 Lithographien, davon zwei ganzseitig, und zwei lithographierten Initialen. Leinenband mit montierter Deckelvignette.

Unnummeriertes Exemplar. – Eins von 250 Exemplaren auf Bütten. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Liebermanns Lithographien illustrieren 21 Anekdoten des Dichters. – »Es ist das erste Mal, daß der große Maler auch als Illustrator vor die Öffentlichkeit tritt. […] Liebermann hat Kleist mit Menzelischer Laune aufgefaßt, hat aber zugleich in meisterhafter Weise seinen eigenen Illustrationsstil gefunden […]« (Aus der Verlagswerbung).

34,0 : 26,0 cm. [3]–76 Seiten.

Schiefler 226–282. – Schauer II, 86. – Lang I 110

  348    Hans Alexander Müller – Gustav Schwab. Die Schildbürger

€ 200

für Jung und Alt wiedererzählt mit zehn farbigen Originalholzschnitten von Hans Alexander Müller. München, Georg W. Dietrich [1922]. Mit zehn Farbholzschnitten. Originalhalbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel und Buntpapierdeckelbezügen.

Kleinodien der Weltliteratur, Buch 22. – Dazu: Knut Hamsun. Schiffer Reiersen vom Südstern. Novelle. Mit Holzschnitten von Hans Alexander Müller. Originalpappband mit Holzschnitt-Deckelillustration. Eins von 100 Exemplaren. Privatdruck für Freunde des Künstlers.

27,5 : 21,0 cm. 50, [2] Seiten. 10 Holzschnitte; 29,0 : 20,0 cm. 30, [4] Seiten.

Eichhorn/Salter 1.21 und 1.56.2

  352    Emil Preetorius – Alain René Le Sage. Der hinkende Teufel.

€ 150

In der Übersetzung von G. Fink. Neu herausgegeben und eingeleitet von Otto Flake. München und Leipzig, Georg Müller 1910. Mit illustriertem Doppeltitel und 21 figürlichen Initialen von Emil Preetorius. Dunkelgrüner Originalkalblederband mit Vergoldung.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 1000). – Aus der Bibliothek von Heinrich Stinnes, mit dessen handschriftlichem Besitzvermerk auf dem Vortitelblatt.

23,2 : 17,0 cm. VIII, 314, [2] Seiten. – Rücken verfärbt, Ränder schwach berieben.

Ohr 6

  353    Emil Preetorius – [Alphonse Daudet]. Die wunderbaren Abenteuer des Tartarin von Tarascon.

€ 250

Mit Zeichnungen von Emil Preetorius. Dachau, Einhorn 1921. Mit Schattenriss-Vignetten und elf ganzseitigen Illustrationen. Roter Originalsaffianlederband mit goldgeprägter Deckelvignette, Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

Fünfter Einhorndruck. – Eins von 75 Exemplaren der Liebhaber-Ausgabe auf Bütten und in Ganzleder gebunden. – Eine weit umfangreicher illustrierte Ausgabe erschien bereits 1913. – Dazu: Exemplar der Normalausgabe in dunkelgrünem Leder mit goldgeprägter Deckelvignette, Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

21,7 : 15,4 cm. 212, [2] Seiten. – Gelenke und Kapitale minimal berieben. – Exlibris.

Rodenberg 382. – Ohr 13 Anmerkung

  354    Emil Preetorius. Zehn Blatt lithographische Original-Zeichnungen.

€ 150

Leipzig, Rowohlt [1911]. Zehn Lithographien, acht davon farbig. Mit dem Titelblatt lose in Originalhalbpergamentmappe mit Deckelschild.

Eins von 90 Exemplaren. – Auf Japon nacré. – Auf dem Titelblatt die Subskribentenliste mit 49 Sammlern und Händlern, dort vom Künstler signiert und mit dem Namen des Bestellers, Dr. Richard Heßberg, versehen. – Die zehn Lithographien teils mit mehreren Porträts und Porträtstudien. – Zu den Subskribenten zählten damals heute noch bekannte Sammler wie Adriani, Vlotho; Leopold Biermann, Bremen; Clara Merck, Darmstadt; Soennecken, Bonn, und Karl Wolfskehl, München sowie Buchhändler wie Baedeker und Kurt Wolff.

46,5 : 38,0 cm. 1 Blatt, 10 Lithographien. – Mappenränder etwas fleckig. Deckelschild mit Eckausriss.

Ohr 11. – Göbel 104

  359    Max Slevogt – James Fenimore Cooper. Lederstrumpf Erzählungen

€ 450

in der ursprünglichen Form. Übersetzt und bearbeitet von K. Federn. Buchschmuck und Bilder von Max Slevogt. Fünf Bände. Berlin, Paul Cassirer 1909–1910. Mit 172 figürlichen Initialen nach Lithographien von Max Slevogt. Halblederbände mit ornamentaler Blindprägung und je zwei schwarz-goldenen Rückenschildern sowie eingebundenen illustrierten Originalvorderumschlägen.

Die erste Ausgabe der fünfbändigen »Volksausgabe«. – Die fünfbändige Ausgabe war, trotz guter Ausstattung und Gestaltung (Typographie Emil Rudolf Weiß) moderat im Preis und dadurch sehr erfolgreich. 1922 erschien eine veränderte Nachdruckausgabe. – Die unsignierten Einbände markant gestaltet und solide gearbeitet. Rücken aus braunem Maroquin, Deckel mit schwarzem Kleisterpapier bezogen, der Kopfschnitt vergoldet. – Die Umschlagillustration entwarf Karl Walser.

24,8 : 19,0 cm. – Deckel von Band V mit kleinen Schabstellen.

Rümann 16 b. – Badorrek-Hoguth B 11. – Lang I 215. – Feilchenfeldt/Brandis 35.I

  360    Max Slevogt – J[ohann] C[arl] A[ugust] Musäus. Rübezahl.

€ 250

Mit 50 Zeichnungen von Max Slevogt. 4. bis 8. Tausend. Berlin, Bruno Cassirer 1919. Mit 45 Illustrationen im Text und fünf figürlichen Initialen. Originalwildlederband mit Vergoldung. Im Originalschuber.

Das Märchenbuch, Band VI. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und im Ledereinband. Diesen entwarf Emil Rudolf Weiß. – Die Zeichnungen wurden als Strichätzungen gedruckt. – Dazu: Der Königssohn, der sich vor nichts fürchtet. Mit siebzehn Steinzeichnungen von Max Slevogt. Berlin, Bruno Cassirer 1923. Illustrierter Originalhalbpergamentband mit Rückenvergoldung. Unnummeriertes Exemplar, auf Bütten, über die Auflage von 400 hinaus gedruckt. Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – »Wer den Illustrationsschund, mit dem unsere Kinderbücher noch immer ›geschmückt‹ zu werden pflegen, kennt, wird nach diesen künstlerischen Ausgaben mit Freuden greifen« (Vossische Zeitung, Anzeige im Buch).

29,0 : 20,5 cm. [4], 101, [3] Seiten; 35,0 : 24,8 cm. 17, [3] Seiten. – Beigabe an den Rändern mit schwachen aber flächigen Stockflecken.

Vgl. Rümann 77 und Lang I 189 (beide die EA von 1909). – Beigabe: Söhn 592–608. – Rühmann 36 a. – Lang I 219

  362    Max Slevogt – C[arl] Witt. Die tapferen 10000.

€ 250

Mit Federzeichnungen von M. Slevogt. [Berlin], Bruno Cassirer [1921]. Mit 34 Federlithographien, davon eine als Titel und eine weitere ganzseitig. Originalhalbpergamentband mit lithographierter Deckelvignette.

Eins von 400 Vorzugsexemplaren, die im Druckvermerk vom Künstler signiert wurden. Bei dieser Vorzugsausgabe auf Handbütten wurden die Lithographien mit der Handpresse gedruckt. – In der Einleitung rühmt E. Hoffmann die Erzählkunst des Philologen Karl Witt (1815–1891) »[…] und wer ihn nicht gehört hat, möchte man sagen, hat nie einen Erzähler gehört.« – »Die tapferen 10000« sind Witts Adaption von Xenophons »Die Anabasis des Kyros«, von Slevogt originell und meisterhaft illustriert.

30,6 : 23,5 cm. [8], 157, [3] Seiten.

Söhn 347–380. – Rümann 109 b

  365    Hugo Steiner-Prag – Zwei Werke mit signierten Lithographien.

€ 300

1920 und 1925. Originalhalblederband mit Vergoldung und Originalpappband im Schuber.

I. Prosper Mérimée. Carmen. Übertragen von Elfriede Willis. Berlin, Propyläen 1920. Mit elf Lithographien Eins von 400 Exemplaren. Die ganzseitigen Lithographien eingebunden und signiert, gedruckt auf Hadernpapier. – II. Wilhelm Raabe. Hollunderblüthe. Eine Erinnerung aus dem Hause des Lebens. Weimar, Gesellschaft der Bibliophilen 1925. Mit acht Lithographien. Eins von 300 Exemplaren. Die Lithographien auf der Handpresse bei Meißner & Buch, Leipzig, gedruckt.

25,6 : 19,8 cm. [4], 88, [4] Seiten, 12 Lithographien. – Gelenke von I leicht berieben.

Sennewald 20, 4 und 25, 4. – Schauer II, 94 (I). – Deutsche Bibliophile 1898–1930, Seite 11 (II)

  368    Marie Swarzenski – Georg Swarzenski. Europäisches Amerika.

€ 120

Mit Illustrationen von Marie Swarzenski. Ohne Ort 1927. Mit zehn Lithographien und einer lithographierten Schlußvignette. Originalhalbpergamentband mit Deckelvignette und illustrierten Vorsätzen. Im Originalschuber.

Exemplar (gedruckt für: Dr. Claassen) einer kleinen Auflage. – Vorsatzblatt mit handschriftlicher Widmung: »Mit herzlichem Dank für alle Mühe! M. & G. Swarzenski«. – Privatdruck von Otto Henkell, dem Inhaber der Sektkellerei Henkell & Co, gedruckt in der Frankfurter Societäts-Druckerei. – Georg Swarzenski (1876–1957) war lange Jahre Direktor des Frankfurter Städel und Leiter des dortigen Kunstinstituts. Er prägte maßgeblich die Sammlung moderner Kunst und war eng mit Max Beckmann befreundet, der unter anderem seine zweite Frau, Marie Swarzenski, porträtierte. 1938 emigrierte Swarzenski in die USA und wurde 1950 Kurator am Museum of Fine Art in Boston.

25,3 : 19,5 cm. 79, [5] Seiten. 10 Lithographien. – Schuber fleckig.

  369    Max Unold – Gustave Flaubert. Die Legende von Skt. Julian dem Gastfreundlichen.

€ 250

Übersetzt von Ludwig Wolde. Mit Holzschnitten von Max Unold. München, Piper 1918. Mit 37 Holzschnitten, fünf davon blattgroß, und neun Initialen. Originalpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (Spamer, Leipzig).

Siebter Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins der ersten 20 Exemplaren der römisch nummerierten Vorzugsausgabe auf Japan, jedoch ohne die Extrasuite der Holzschnitte (Gesamtauflage 200).

28, 8 : 22,5 cm. [12], 37, [5] Seiten.

Rodenberg 364, 7. – Lang E 35

  374    Ernst Würtenberger – Das Märchen von dem Fischer un syner Fru.

€ 180

Mit zehn Holzschnitten von Ernst Würtenberger. Bern, Seldwyla 1921. Mit zehn Holzschnitten im Text und einem Titelholzschnitt. Pergamentband (signiert: Walter Hacker, Leipzig) mit rot-schwarz kalligraphiertem Deckeltitel (monogrammiert BL).

Zweiter Seldwyla-Druck. – Eins von 300 Exemplaren. – Das Märchen Runges hier mit den Illustrationen des badischen Künstlers Würtenberger (1868–1934), der von 1914 bis 1921 an der Züricher Kunstgewerbeschule unterrichtete.

35,0 : 25,5 cm. 18, [2] Seiten.

Rodenberg 469, 2. – Sennewald 21,2

  382    Maximilian-Gesellschaft – Johann Wolfgang von Goethe. Faust.

€ 450

Der Tragödie zweiter Teil. Mit Bildern von Max Beckmann. [Hamburg 1957]. Mit 35 blattgroßen Illustrationen. Bordeauxroter Maroquinband mit Rückenschild und Blindprägung. Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 850 Exemplaren, gedruckt für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft. Weitere Exemplare erschienen als Privatdruck der Bauerschen Gießerei. – Die Zeichnungen Beckmanns entstanden 1943 und 1944 auf Anregung von Georg Hartmann und wurden von Willi Seidel gestochen. – Gedruckt aus Schriften von Emil Rudolf Weiß in der Bauerschern Gießerei, Frankfurt a.M. – Dazu sechs Jahresgaben: I. 1954. Das Buch Tobie. – II. 1965. Aristophanes. Die Vögel. – III. 1971. Gottfried Benn. Aus dem Oratorium Das Unaufhörliche. – IV. 1981. Pietro della Valle. Reisebeschreibung in Persien und Indien. – V. 1987. Gotthard de Beauclair. Von Staub und Fackel. – VI. 2004. Herman Melville. Moby Dick.

27,0 : 20,3 cm. 408, [4] Seiten.

Spindler 49.7 und 51.15. – Tiessen II, 8

  389    Einbände – Violetter Maroquinband mit floraler Vergoldung.

€ 200

– Inhalt: Adolf Wilhelm Ernst. Lenaus Frauengestalten. Stuttgart, Carl Krabbe 1902.

Erste Ausgabe. – In falscher Bescheidenheit unsigniert gebliebener Handeinband mit hübscher floraler Vergoldung der beiden gerahmten Deckel-Mittelfelder, zwei Blüten in Rot akzentuiert. Rückenfelder mit Blüten und Blattwerk, Rückentitel, Buchschnitt und Innenkantenfileten ebenfalls vergoldet. – Spiegel und Vorsätze mit farbig bedruckten Seidenbezügen. – Im Originalschuber. – Sehr gut erhalten.

19,8 : 13,8 cm. [2], VI, 410 Seiten. – Winzige Bereibungen vom Schuber auf dem Vorderdeckel.

  414    Einbände – Grün-schwarzer Maroquinband von Hans Rudolf Billeter

€ 300

mit vergoldeten Titeln. – Inhalt: Martin Kessel. 50 ironische Miniaturen. Bonn 1960.

Erster Druck der Presse des Wirtschaftsrings Bonn. – Eins von 275 Exemplaren. – Auf Bütten. – Druck in Grün und Schwarz in der Werkkunstschule Braunschweig. – Typographie von Hans-Dieter Buchwald, Einbandentwurf von Hans Rudolf Billeter. Im gefütterten Schuber mit hellgrauem Japanfaserpapierbezug und grünen Lederkanten. – Der klassisch-schöne Einband beweist einmal mehr die künstlerische und handwerkliche Meisterschaft Billeters.

25,0 : 16,2 cm. 41, [7] Seiten.

  415    Einbände – Rot-schwarzer Maroquinband mit vergoldeten Titeln (Hans Rudolf Billeter).

€ 300

– Inhalt: Goethe für Weltleute. Bonn 1961.

Zweiter Druck der Presse des Wirtschaftsrings Bonn. – Eins von 275 Exemplaren. – Auf Bütten. – Gedruckt in Rot und Schwarz in der Werkkunstschule Braunschweig. – Typographie von Hans-Dieter Buchwald, Einbandentwurf und -ausführung von Hans Rudolf Billeter. Im gefütterten Schuber mit blaugrünem Japanfaserpapierbezug und roten Lederkanten.

25,0 : 19,5 cm. 45, [3] Seiten, einige leere Vorblätter.

  416    Einbände – Rot-schwarzer Maroquinband von Hans Rudolf Billeter

€ 300

mit vergoldeten Titeln. – Inhalt: Georg Christoph Lichtenberg. Gedanken zur Zeit. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Hans Erich Nossack. Bonn 1962.

Dritter Druck der Presse des Wirtschaftsrings Bonn. – Eins von wenigen Belegexemplaren, über die Auflage von 275 Exemplaren gedruckt. – Auf Bütten. – Gedruckt in Rot und Schwarz in der Werkkunstschule Braunschweig. – Typographie von Hans-Dieter Buchwald, Einbandentwurf von Hans Rudolf Billeter. Im gefütterten Schuber mit grauem Japanfaserpapierbezug und schwarzen Lederkanten.

25,0 : 16,7 cm. 44, [4] Seiten, einige leere Vorblätter.

  417    Einbände – Rostrot-schwarzer Maroquinband von Hans Rudolf Billeter

€ 300

mit vergoldeten Titeln. – Inhalt: Adalbert Stifter. Auf goldenen Rädern. Ausgewählt und mit einem Nachwort versehen von Franz Thumler. Bonn 1963.

Vierter Druck der Presse des Wirtschaftsrings Bonn. – Eins von wenigen Belegexemplaren, über die Auflage von 275 Exemplaren gedruckt. – Auf Bütten. – Gedruckt in der Werkkunstschule Braunschweig. – Typographie von Hans-Dieter Buchwald, Einbandentwurf von Hans Rudolf Billeter. Im gefütterten Schuber mit grauem Japanfaserpapierbezug und schwarzen Lederkanten.

25,0 : 19,1 cm. 59, [5] Seiten, einige leere Vorblätter.

  418    Einbände – Rotbraun-schwarzer Maroquinband von Hans Rudolf Billeter

€ 300

mit vergoldeten Titeln. – Inhalt: Gottfried Keller. Unterwegs zu sich selbst. Ausgewählt und mit einer Einführung versehen von Werner Weber. Bonn 1964.

Fünfter Druck der Presse des Wirtschaftsrings Bonn. – Eins von wenigen Belegexemplaren, über die Auflage von 275 Exemplaren gedruckt. – Auf Bütten. – Gedruckt in der Werkkunstschule Braunschweig. – Typographie von Hans-Dieter Buchwald, Einbandentwurf von Hans Rudolf Billeter. Im gefütterten Schuber mit grau-grünem Japanfaserpapierbezug und schwarzen Lederkanten.

25,0 : 16,7 cm. 53, [3] Seiten, einige leere Vorblätter.

  419    Einbände – Roterbrauner Maroquinband von Hans Rudolf Billeter

€ 250

mit schwarzen Linienintarsien und vergoldeten Titeln. – Inhalt: Helmut Koopmann. Geld und Literatur im 18. Jahrhundert. Sion, Kurt Bösch Presse 1992.

15. Druck der Kurt Bösch Presse Sion. – Eins von wenigen Belegexemplaren, über die Auflage von 275 Exemplaren gedruckt. – Auf Zerkall-Bütten. – Gedruckt in Rot und Schwarz. – Buchschmuck von Johannes Lebeck. – Im gefütterten Schuber mit grauem Japanfaserpapierbezug und roten Lederkanten.

24,8 : 18,3 cm. 41, [3] Seiten.

  436    Ingeborg Bachmann. Briefe an Felician.

€ 300

Mit acht Kupferaquatinta-Radierungen von Peter Bischof. München, Piper 1991. Mit acht ganzseitigen Farbradierungen. Lose Bogen in Originalmoiréseidenkassette.

Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit einem zusätzlichen signierten Abzug einer Radierung in anderer Farbstellung (Gesamtauflage 160). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Als Schrift wurde ein Nachguss der Walbaum-Antiqua in den Originalmatrizen von 1800 verwendet. – »Die vorliegenden Briefe meiner Schwester Ingeborg, nicht unterzeichnet, nie abgeschickt, an ein imaginäres ›Du‹ […] stammen aus den Jahren 1945/46« (Vorwort von Isolde Moser, der Schwester der Schriftstellerin).

40,5 : 31,0 cm. 49, [3] Seiten, 1 Radierung. – Mappe mit wenigen Kratzspuren.

  437    Simon Dittrich. Historische Figuren.

€ 250

Acht Farbradierungen 1978. Ca. 39 : 31 cm (64,5 : 50 cm). Signiert, datiert, nummeriert und betitelt.

Eins von 100 Exemplaren. – Die vollständige Folge, ediert von der Galerie im Unteren Tor, Bietigheim-Bissingen. – Mit drei Doppelblättern (Titel und Text) in der Originalleinenkassette. – Die Figuren Don Quichote, Robinson Crusoe, Wallenstein, Goya, John Silver, Bundschuh-Bauer, Indianer und Fregatte beherrschen – »in geistreicher Weise in einem fast nur angedeuteten Landschaftsraum gestellt – jedes einzelne in diese Mappe aufgenommene Blatt. … Nicht zuletzt kratzt seine Radiernadel am Beispiel der ›Historischen Figuren‹ an der Hohlheit der Gegenwart, schafft er profilartig Gegenpositionen zum Problem der Entfremdung, das man uns heute als permanentes Diskussionsthema verordnen will« (Günther Wirth, Begleittext). – 1979 folgte eine weitere Folge mit gleichem Titel. – Dazu: Fünf weitere Farbradierungen. 1977–1979. Alle signiert (»Altes Bauernhaus«, »Jongleur« und die drei Radierungen der Folge »Blumen«).

Saller 127–134 sowie 116, 141 und 198–200

  438    Paul Eliasberg – Drei Werke mit signierten Radierungen von Paul Eliasberg.

€ 250

1974 bis 1978.

I. Robert Browning. A Toccata of Galuppi’s. New York, Ernest Rathenau, und Hamburg, Ernst Hauswedell 1974. Mit fünf signierten Radierungen. Originalpappband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 120). Die Venedig-Radierungen entstanden bereits 1968–1972. – II. Franz Kafka. Beim Bau der Chinesischen Mauer. Del Mar, Ettan Press 1975. Mit fünf signierten Radierungen. Lose in Originalumschlag und Korkfurnierkassette. Eins von 93 Exemplaren (Gesamtauflage 100). 1978 druckte die Presse Hölderlins »Archipelagus«, der im selben Jahr bei Wolfgang Tiessen mit Radierungen von Eliasberg erschien. – III. Hermann Melville. Die verzauberten Inseln. Hamburg, Ernst Hauswedell 1978. Mit acht signierten Radierungen. Originalleinenband. Exemplar 57 von 240 (Gesamtauflage 260).

Jensen 99–103, 111–115 und 157–164. – Tiessen V, 2 und 4 (II und III). – Spindler 50.13 (III)

  440    HAP Grieshaber. Hellas II.

€ 250

Mit Texten von Margarete Hannsmann und Iannis Negrepondis. München, Studio Bruckmann 1980. Mit drei signierten Farbholzschnitten und einem gefalteten Holzschnitt im Buch. Originalpappband und die Originalgraphik im Umschlag in Originalleinenkassette.

Eins von 290 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Griechenland und seine politische Entwicklung während des Kampfes gegen die Militärdiktatur und nach deren Ablösung waren sowohl für Grieshabers als auch Hannsmanns Werk von zentraler Bedeutung.

24,5 : 21,5 cm (Buch), 55,0 : 43,0 cm (Mappe). – Mappenbezug an der oberen Ecke eingerissen.

Fuerst 79/22 und 80/4–6. – Fichtner/Bartelke 266

  449    Felix Hoffmann – Sieben illustrierte Bücher.

€ 300

1960 bis 1974.

I. Hans Christian Andersen. Der standhafte Zinnsoldat. Ein Märchen. Aarau, Aargauer Tagblatt 1960. Mit acht blattgroßen Farbholzschnitten. Originalpappband. Privatdruck der Aargauer Zeitung. Eins von 500 Exemplaren. – II. Das Hohe Lied. Zürich und Stuttgart, Flamberg 1964. Mit 22 Farbholzschnitten. Originalhalbpergamentband. Eins von 400 Exemplaren. – III. Luigi da Porto. Geschichte der Liebe und des Todes von Romeo und Julia. Basel, Birkhäuser 1964. Mit zehn Holzstichen. Originalpappband. 13. Band der Baseler Drucke. Eins von 1000 Exemplaren. – IV. Gottfried Keller. Theatergeschichten. Gretchen und die Meerkatze. [Aarau] 1969. Mit sieben Farbholzschnitten im Text. Bordeauxroter Kalblederband. Privatdruck des Schweizerischen Buchdruckervereins. Eins von 600 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 1500). – V. Jorinde und Joringel. Ein Märchen der Brüder Grimm. Basel, Birkhäuser 1969. Mit sieben Farbholzschnitten. Originalhalbpergamentband. Eins von 1200 Exemplaren. – VI. Thomas Mann. Death in Venice. New York, Limited Editions Club 1972. Mit 16 Holzstichen. Originalhalblederband. Eins von 1500 Exemplaren. – VII. Es taget vor dem Walde stand uf Kätterlin. Drei Dutzend Schweizer Volkslieder. [Aarau, Graphische Fachschule] 1974. Mit acht blattgroßen Farb- und 31 Textholzschnitten. Originalhalbpergamentband. Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtaufgabe 1300). – Felix Hoffmann studierte bei Würtenberger in Karlsruhe und 1933–1934 bei Hans Meid in Berlin. Bereits während seines Studiums erschienen erste von ihm illustrierte Bücher.

Tiessen, Hoffmann (nur bis V): 37, 50, 51, 60 und 61

  451    Hundertwasser is painting. Hundertwasser malt. Hundertwasser peint.

€ 400

[Ausstellungskatalog]. Glarus, Gruener Janura 1979/80. Mit 35 Farbabbildungen. Originalhalbleinenband mit je einem Metallfolie-Prägedruck auf Vorder- und Hinterdeckel.

Eins von 500 Exemplaren der Vorzugsausgabe, auf dem Innendeckel vom Künstler mit weißer Farbe signiert und nummeriert (Gesamtauflage 5.000). – Der Künstler gestaltete dieses Katalogbuch anlässlich einer Ausstellungstournee seiner neuen Bilder in New York, Tokyo, Hamburg, Oslo, Paris, London und Wien in den Jahren 1979–1981. – Die Abbildungen wurden in neun Farben auf schwarze Kartonblätter gedruckt und die Gemälde dabei im Verhältnis ihrer tatsächlichen Größen reproduziert. »Die Breite der Seiten verjüngt sich fächerartig, so daß sich beim Blättern durch Überschneidungen jeweils unterschiedliche Ansichten der Doppelseiten ergeben« (Werkverzeichnis). – Mit einem Essay des Künstlers und bio-bibliographischen Anmerkungen.

28,0 : 24,0 cm. [22] Seiten. – Die mittleren zwei Kartonblätter aus der Bindung gelöst.

Werkverzeichnis APA 192 (Œuvre 824E)

  453    Gerhard Marcks – Philipp Otto Runge. Von dem Fischer un syner Fru.

€ 150

Hamburg, Grillen-Presse 1955. Mit elf Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text. Schwarz-grüner Originalbüttenpappband im Schuber.

Fünfter Druck der Grillen-Presse. – Eins von 830 Exemplaren, davon 650 für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft Hamburg. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz aus der Garamond der Lettergieterij Amsterdam. – Gedruckt auf Hahnemühle Kupferdruck-Bütten. – Tadellos schönes Exemplar. – Den ersten Textholzschnitt dieses Buches (»Der Fischer im Kahn«) wählte Edith Achilles 2010 als Signet für die Achilles-Stiftung. Sie erinnerte damit an gemeinsame »Fischzüge« von Mutter und Tochter auf Auktionen und Buchmessen und dokumentierte zugleich ihrer beider Verehrung für zwei mit Hamburg verbundene Künstler: Philipp Otto Runge und Gerhard Marcks.

23,7 : 17,7 cm. 21, [5] Seiten.

Lammek 486, 1–11. – Spindler 43.7. – Schauer II, 154

  455    Gerhard Marcks – Aesop Tierfabeln des Aesop.

€ 150

Köln, Lempertz 1980. Mit 35 Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text, davon sieben Initialen, sowie einem Holzschnitttitel. Originalhalbpergamentband mit Holzschnitttitel. Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 700) der Neuausgabe durch Henrik Hanstein, mit einem beigegebenen signierten Separatabdruck des Holzschnitts »Wolf« (Lammek 484.12). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übertragen von August Hausrath. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten. – Sehr schönes Exemplar.

33,4 : 23,4 cm. 31, [5] Seiten.

Lammek 484.1–33

  457    Harald Metzkes. Polpossen.

€ 300

Farbholzschnitte. Texte von Peter Bock. Berlin, Galerie der Berliner Graphikpresse 1996. Mit zwölf signierten Farbholzschnitten, sechs davon blattgroß. Originalpappband und -mappe im Originalschuber.

Eins von 30 Exemplaren der römisch nummerierten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 100) mit dem zusätzlich beigelegten überarbeiteten Holzschnitt, signiert und datiert »1997«. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Handpressendruck auf Gekko Hodomura. – Harald Metzkes (geboren 1929) war unter anderem Meisterschüler von Otto Nagel. Seit 1959 lebt er als freischaffender Künstler in Ostberlin.

41,5 : 30,5 cm. [1], 9, [3] Blätter, 6 Holzschnitte; 1 Holzschnitt.

  459    Jürgen Meyer Jurkowski – Alexander Puschkin. Der Sargmacher.

€ 250

Mit sechs Holzschnitten von Jürgen Meyer Jurkowski. Hamburg, M & M 1998. Mit sechs Farbholzschnitten, drei blatt-, zwei doppelblattgroß. Schwarzer Originalmaroquinband mit Blindprägung und rotgeprägtem Rückentitel (Ludwig Vater, Jena). Im Halbleinenschuber.

Eins von 40 Exemplaren, davon wohl nur fünf in Leder gebunden. – Vom Künstler-Verleger im Druckvermerk signiert. – Auf starkem Velin »BFK Rives«. – Die expressiven Holzschnitte des Hamburger Künstlers in Schwarz und kräftigem Rot gedruckt, diese Zweifarbigkeit wurde auch im Text aufgegriffen: rote Titelzeile, Initiale und Zierleisten. – Selten und makellos.

38,5 : 28,5 cm. 23, [1] Seiten.

  462    Pablo Picasso – Camile José Cela. Geschichten ohne Liebe.

€ 250

Aus dem Spanischen von Rainer Specht. Mit 32 Farbillustrationen von Pablo Picasso. Berlin, Propyläen 1968. Mit 32 farbigen Illustrationen. Violetter Originalziegenlederband mit vergoldetem Rückentitel und blindgeprägtem Signet auf dem Vorderdeckel (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt). Im Schuber.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Typographie und Einbandgestaltung von Gotthard de Beauclair. – Die Illustrationen Picassos zu diesem Buch entstanden am 13. Juni 1960 in Cannes.

35,5 : 25,9 cm. 153, [5] Seiten.

Vgl. Kibbey 1372

  475    Victor Vasarely · Michel Butor. Octal.

€ 250

Traduction Allemande et Postface par / Übertragung ins Deutsche und Nachwort von / Helmut Scheffel. München, Bruckmann 1972. Mit neun Farblithographien nach Vasarely und acht Folienblättern. Zweifarbig illustrierter Originalleinenband mit weißbedrucktem Folienumschlag.

Eins von 850 Exemplaren, auf dem Vortitel von Künstler und Schriftsteller signiert (Gesamtauflage 1015). – Der französische Text auf grauem Bütten, die deutsche Nachdichtung in Blau auf Folien gedruckt. – Zu den außergewöhnlichen Lithographien – aufwendig gedruckt bei Matthieu, Dielsdorf bei Zürich, nach Originalwerken Vasarelys – schrieb Wolfgang Tiessen 1972 in einem beiliegenden Angebot: »Überraschend sind die Lithos, weil man in ihnen nicht jenen Vasarely wieder erkennt, den man heute so viel sieht. Die Lithos sind farblich und kompositorisch schön bis wunderschön!«.

48,5 : 40,5 cm. [20] Blätter, 9 Lithographien. – Das erste Folienblatt aus der Bindung gelöst.

  476    Ein Dutzend illustrierte Bücher.

€ 500

Teils in Vorzugsausgaben. 1956 bis 1995. Teils originalgraphisch illustriert und oft signiert. Alles Originaleinbände.

I. Helmut Ackermann – Johann Wolfgang von Goethe. Novelle. Mit neun Kaltnadelradierungen. Memmingen, Edition Curt Visel 1982. Originalhalbpergamentband. Eins von 90 (Gesamtauflage 100).
II. Peter Ackermann – Gustave Flaubert. Jules und Henry oder Die Schule des Herzens. Berlin, Propyläen 1971. Mit 25 Radierungen, eine signiert. Originalpappband. Eins von 500 Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauflage 1000).
III. Uwe Bremer – Erlkönigs Tochter oder Uwe Bremers kleine Balladengalerie. Gifkendorf, Merlin 1981. Mit 12 Radierungen. Originalpappband. Eins von 125 Exemplaren (Gesamtauflage 171).
IV. Gertrude Degenhardt – Das sind unsere Lieder. Frankfurt a. M., Büchergilde Gutenberg 1977. Mit zahlreichen Illustrationen. Originalleinenband und -mappe. Eins von 250 Exemplaren der Vorzugsausgabe beigelegter Farbradierung.
V. Irmgard Flemming – Du Stein, ich aber singe. Darmstadt, Saalbau-Galerie 1984. Sieben Radierungen, eine davon auf dem Vorderdeckel, lose in Originalpappchemise. Eins von 50 Exemplaren.
VI. Peter Germann – Rainer Maria Rilke. Notizen zur Melodie der Dinge. Bern, Bären Presse 1993. Mit fünf Papierschnitt-Collagen. Originalhalblederband. Sechster Druck der Bären Presse. Eins von 50 Exemplaren.
VII. Günther Harmsen – Heinrich Heine. Die Nordsee aus dem Buch der Lieder. Hamburg, Abakus Presse 1988 Mit 28 zweifarbigen Radierungen, davon zehn blattgroß. Originalpappband. Erster Druck der Abakus Presse. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 175).
VIII. Alfred Mahlau – Westfälische Drahtindustrie 1856–1956. Text von Ernst Schnabel. Hamm [1956]. Mit 17 Abbildungen nach Zeichnungen. Originalpappband.
IX. Cornelia von Mengershausen – Friedrich Hölderlin. Der Archipelagus. Mit sechs Farbradierungen. California, Ettan Press 1978. Originalkalblederband. Eins von 20 Exemplaren (Gesamtauflage 90).
X. Klaus Raasch – Die Werkstatt. Hamburg, Schwarze Kunst 1995. Mit drei signierten Originalgraphiken. Originalleinenmappe. Eins von 400 Exemplaren, die Graphiken 1/30.
XI. Oskar Schlemmer – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater. Rom, Dieter Grauer 1983. Mit sechs Illustrationen. Originalpappband. Eins von 150 Exemplaren.
XII. Günther Stiller – Nacht mit Gästen. Mit Original-Linolschnitten. Wiesbaden, Offizin Parvus 1966. Illustrierter Originalpappband. Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300).

Rücken von VI verfärbt.

  479    Eggebrecht-Presse – Des Melachos bukolische Episteln.

€ 200

Deutsche Nachdichtung von Aloysius X. Weintraub. Aufgefunden und neu herausgegeben von Urs Usenbenz. Mit 19 Farbholzschnitten von Hanns Studer. Mainz 1955. Mit 19 Farbholzschnitten im Text, zehn davon blattgroß. Halblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Oleographiepapierdeckelbezügen (signiert: R. Meuter Ascona).

Hinter den Pseudonymen des Nachdichters und Herausgebers verbarg sich Walter Widmer (1903–1965), der Vater von Urs Widmer. – Auf Zerkall-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »In dem Schweizer Hanns Studer hat die Presse einen [zweiten] Illustrator von Format, einen Meister des farbigen Holzschnittes gefunden, wie sich an ›Des Melachos bukolischen Episteln‹ (1955) zeigt.« (Georg K. Schauer). – Albert Eggebrecht (1910–1946) hatte in Mainz bei Christian Heinrich Kleukens studiert und an dessen Pressen mitgearbeitet. 1936 gründete er seine eigene Presse, der junge Verleger starb aber bereits 1946. Seine Witwe setzte sein Werk 1947 fort. Hanns Studer (1920–2018) illustrierte später auch mehrere Ausgaben der Bear Press.

22,7 : 14,3 cm. 34, [6] Seiten.

Spindler 37.8. – Schauer I, 249

  483    Trajanus-Presse – Vier Drucke der Trajanus-Presse.

€ 300

Frankfurt am Main 1958–1976. Mit Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. 15. Druck: Der Roman von Tristan und Isolde. Erneut von Joseph Bedier, in der Übertragung Rudolf G. Bindings. Mit 14 kolorierten Textholzschnitten von Fritz Kredel. Originalpappband mit rot-goldenem Lederrückenschild im Originalschuber. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 500). Im Druckvermerk vom Künstler signiert. Auf Bütten. – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten »Jabon« von Jan Tschichold.
II. 16. Druck: Jean Moréas. Ausgewählte Gedichte. Übertragen und herausgegeben von Gotthard de Beauclair. 1972. Mit fünf Radierungen von Willy Meyer-Osburg. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette und vergoldetem Rückentitel (Willy Pingel, Heidelberg). Im Originalpappschuber. – Der letzte Druck der Trajanus-Presse. – Das erste von 100 arabisch nummerierten Exemplaren, die für die D. Stempel AG vorgesehen waren (Gesamtauflage 185). Entgegen dem Druckvermerk hier mit allen fünf Radierungen (statt nur einer), diese jedoch nicht signiert. Im Druckvermerk vom Verleger signiert. Auf Velin »BFK Rives«.
III. Ada Battke. Palomar. Gedichte. 1958. Leinenband mit Rückenschild und goldgeprägtem Rückentitel. – Gabe für die Freunde der Trajanus-Presse zur Jahreswende 1958/59. – Eins von 250 Exemparen. – Erste Ausgabe des letzten Werkes der Autorin, erschienen kurz vor ihrem Tod, mit eigenhändiger Widmung. – Auf Bütten.
IV. Gotthard de Beauclair. Zeit · Überzeit. Versnoten und Bildgedichte. 1976. Originalleinenband mit Blindprägung nach Entwurf von Marc Tobey und vergoldetem Leder-Rückenschild (Willy Pingel, Heidelberg). – Ungezählter Druck der Trajanus-Presse. Eins von 150 Exemplaren.

Rücken von I verblasst, sonst sehr gut erhalten.

Spindler 40.15, 16, 17 und 20

  485    Ars librorum – Acht Ars librorum Drucke.

€ 400

Frankfurt am Main 1962–1968. Mit zahlreichen Originalgraphiken. Originaleinbände.

I. Zweiter Druck: Das unschätzbare Schloß in der afrikanischen Höhle Xa Xa. Ein altes deutsches Volksbuch. Mit dreißig Illustrationen. 1962. Illustrationen von Wilfried Blecher. Originalleinenband, Originalschuber. 900 (1000) Exemplare.
II. Vierter Druck: Apuleius. Amor und Psyche. 1963. Radierungen von Felix Hoffmann. Originalbroschur. 150 (175) Exemplare.
III. Sechster Druck: Garten im Herbst. Acht zumeist zweifarbige Original-Lithographien von Imre Reiner zu einer Gedichtfolge von Paul Appel. 1964. Originalhalblederband. 130 (165) Exemplare, hier unnummeriert.
IV. Siebter Druck: Die Sonnengesänge des Echnaton und des Franz von Assissi. 1964. Mit fünf Linolschnitten von Otto Nebel, einer auf dem Originalpappband, im Originalschuber. 215 (250) Exemplare.
V. Achter Druck: Hölderlins Verstummen. Selbstzeugnisse aus seinem Werk und der Bericht der Madame de S . . . . . y. 1964. Originalleinenband. 300 Exemplare.
VI. Neunter Druck: Adalbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. 1964. Mit neun Holzstichen von Imre Reiner, davon einer blattgroß. Illustrierter Originalleinenband im -schuber. 215 (250) Exemplare.
VII. 15. Druck: Eduard Mörike. Lucie Gelmeroth. Novelle. 1966. Mit sechzehn Holzstichen von Imre Reiner. Originalleinenband im -schuber. 650 (675) Exemplare.
VIII. 17. Druck: Georg Büchner. Leonce und Lena. Ein Lustspiel. 1968. Mit 15 zweifarbigen Illustrationen von Imre Reiner. Originalhalbpergamentband im -schuber. 150 (500).
Sechs Druckvermerke vom jeweiligen Künstler signiert, bei III nur vom Dichter, V unillustriert und deshalb unsigniert. – Alle tadellos erhalten.

Spindler 40.22, 24, 26, 27, 28, 29, 35 und 37

  487    Ars librorum – Georg Trakl. Helian. – Ezra Pound. The Seafarer.

€ 300

Frankfurt am Main 1963 und 1965. Mit fünf signierten Lithographien von Hans Fronius bzw. einer signierten Porträtlithographie von Oskar Kokoschka. Originalpappband bzw. -mappe.

I. Fünfter Ars librorum Druck. Eins von 99 Exemplaren. Die Lithographien wurden von Emanuel Kafunek, Wien, auf dünnes Papier gedruckt und auf die Büttenbogen montiert. Den Text druckte Hans Christians, Hamburg. – II. Elfter Ars librorum Druck. Eins von 165 (Gesamtauflage 220). – Auf Velin d’Arches. – Auf dem Vortitel vom Dichter signiert.

I: 51,5 : 37,0 cm. 12, [4] Seiten. Rücken etwas verblasst, Deckel mit schwachem Lichtrand. – II: 52,0 : 40,7 cm. XIII, [3] Seiten.

Spindler 40.25 und 31. – I: Rethi L 146–151. – II: Wingler/Welz 293

  494    Sauerländer-Drucke – Die sieben Todsünden.

€ 300

Sieben Radierungen von Felix Hoffmann. Mit Versen aus dem »Narrenschiff« von Sebastian Brant. – Magnus Gottfried Lichtwer. Fabeln in vier Büchern. Mit vierundvierzig Zeichnungen von Frank-Arno Grüttner. Aarau, Sauerländer 1969 und 1971.

Erster und zweiter Sauerländer-Druck, mehr offenbar nicht erschienen. – Beide auf Bütten und im Druckvermerk vom Künstler signiert. – I. Originalhalbpergamentband. Eins von 40 römisch nummerierten Exemplaren mit Handabzügen der Radierungen, weitere 400 Exemplare enthielten nur Offsetdrucke. – II. Mit vier Radierungen als Beilage und 44 ganzseitigen Illustrationen im Text. Originalhalblederband. Eins von 16 römisch nummerierten Künstler-Vorzugsexemplaren (Gesamtauflage 160) mit beigelegten Radierungen (Handabzüge auf Japan, signiert, datiert und nummeriert sowie mit dem Monogrammstempel des Künstlers).

30, 4 : 22, 5 cm. 34, [6] Seiten. – 32,8 : 26,8 cm. 286, [14] Seiten.

  497    Otto Rohse – Friedrich Rückert. Fünf Versmärchen für Kinder.

€ 150

Mit Holzstichen von Otto Rohse. Hamburg 1954. Mit 21 Holzstichen im Text und einem auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Papierumschlag.

Die erste Buchillustrationsfolge von Otto Rohse. – Eins von 300 Exemplaren für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft anlässlich der Tagung in Hamburg 1954. – Druck der Landeskunstschule im Auftrag der Grillen-Presse, auf Zerkall-Bütten.

21,7 : 12,4 cm. 29, [4] Seiten. – Umschlag leicht lichtrandig, Vorsatzblätter mit Filmoplast-Spuren.

Hack/Schwarz 4.67

  498    Otto Rohse – Renata Klée Gobert. Die Geschichte des Hauses »Die Bost«

€ 250

[Hamburg 1700 bis 1956]. [Bielefeld 1956]. Mit neun Holzstichen von Otto Rohse, davon fünf blattgroß. Originalpappband im illustrierten -schuber (Werkstatt Theophil Zwang).

Privatdruck der Firma R. A. Oetker, laut Schwarz 600 Exemplare. – Auf Bütten. – Eins der frühesten Werke mit Holzstichen von Otto Rohse, der in diesem Jahr gerade sein Studium bei Richard von Sichwosky an der Landeskunstschule in Hamburg abgeschlossen hatte. Mit Paul Herzogenrath, dem künstlerischen Berater Rudolf Oetkers, erörterte Otto Rohse seinen »Pressen-Plan«. – Dazu: Marianello Marianelli. Die Eroberung Hamburgs. Aufstand der Blumen. Das Musenschiff. Hamburg, Lichtwark-Stiftung 1957. Mit zwei Holzstichen von Otto Rohse im Text. Originalpappband mit Holzstich auf dem Vorderdeckel (Theophil Zwang).

12,3 : 18,2 cm. 16, [4] Seiten. – 20,9 : 12,1 cm. 43, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 2.12 und 4.66

  499    Otto Rohse – [Marianne und Otto Rohse]. Pet, der Fisch.

€ 200

Eine Bildgeschichte. Hamburg, Grillen-Presse 1960. Mit 16 Holzstichen von Otto Rohse. Originalpappband mit farbiger Deckelillustration (Christian Zwang). Im illustrierten Schuber.

Sechster Druck der Grillen-Presse. – Eins von 150 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Zerkall-Bütten. – Die Holzstiche zur Geschichte vom Fisch, der fliegen lernte, entstanden in den Jahren 1954 bis 1959. – »Der Holzstecher hat in seinem Metier die Meisterschaft erreicht« (Schwarz, S. 29).

13,0 : 18,4 cm. [28] Seiten. – Rücken etwas verfärbt, am Gelenk angeplatzt. – Vorsatz und Druckvermerk mit Sammlerstempel.

Schwarz 2.13. – Tiessen II, 10. – Spindler 43, 8

  500    Otto Rohse Presse – Drei Werke zeitgenössischer Schriftsteller mit Holzstichillustrationen von Otto Rohse.

€ 250

1961–1982.

I. Heinrich Böll. Billard um halb Zehn. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1961. Mit sieben Textholzstichen. Rotbrauner Maroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel. Von 1960 bis 1968 erschienen fünf Böll-Titel mit Holzstichen von Otto Rohse in der Büchergilde Gutenberg.
II. Johannes Bobrowski. Vier Erzählungen. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1980. Mit elf Textholzstichen, davon vier blattgroß. Illustrierter Originalpappband. Druck der Otto Rohse Presse für die Büchergilde Gutenberg. – Eins von 300 Exemplaren, davon 45 als zwölfter Druck der Otto Rohse Presse. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.
III. Siegfried Lenz. Fast ein Triumph. Aus einem Album. Hamburg 1982. Mit elf Holzstichen im Text, zwei weitere auf dem Einband. Originalpappband im Schuber. 15. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 195 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert.

Hack/Schwarz 4.05, 4.11 und 1.15

  512    Otto Rohse Presse – Rumpelstilzchen.

€ 100

Ein Märchen der Brüder Grimm. Holzstiche von Marcus Behmer und von Otto Rohse nach Marcus Behmer. Hamburg 1983. Mit fünf Holzstichen im Text und einer Holzstich-Titelvignette. Originalpappband (Christian Zwang).

16. Druck der Otto Rohse Presse (versehentlich als 15. bezeichnet). – Eins von 99 Exemplaren (Gesamtauflage 110). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gesetzt aus der Alten Schwabacher, eine typographische Reminiszenz an Marcus Behmer. Dieser konnte 1925 nur zwei der sechs Stöcke fertigstellen. Otto Rohse stach 1983 die weiteren vier nach Behmers Zeichnungen auf den Stöcken.

13,3 : 10,8 cm. [3]–21, [5] Seiten.

Hack/Schwarz 1.16. – Haucke 54. – Spindler 44.21

  528    Burgert Handpresse – [Jakob und Wilhelm] Grimm. Vorzeiten.

€ 180

Zwei Märchen. Berlin 1989. Mit Illustrationen von Hans-Joachim Burgert. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel, Deckel mit Kork bezogen.

Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Kalligraphie und Graphik von Hans-Joachim Burgert.

21,9 : 23,8 cm. [28] Seiten.

  533    Sisyphos-Presse – Christa Wolf. Das Leben der Schildkröten in Frankfurt am Main.

€ 250

Ein Prosagedicht. Mit sechs Radierungen von Alfred Hrdlicka. Frankfurt a. M. und Wien, Büchergilde Gutenberg 1989. Mit sechs blattgroßen Radierungen. Originalpappband mit silbergeprägten Titeln. In der Originalkassette mit der silbernen Banderole.

Dritter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333), hier eins der für die Büchergilde bestimmten. – Auf dem Titel vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

97,8 : 25,3 cm. [32] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler und Lewin

  534    Sisyphos Presse – Christoph Hein. Die Vergewaltigung.

€ 150

Sechs Erzählungen. Dieter Tucholke. Sechs Originalradierungen. Berlin 1991. Mit sechs signierten Radierungen mit Prägedrucken. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette. Im Originalschuber mit geprägtem Pressensignet.

Fünfter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Die Texte sind Erstdrucke aus dem erzählerischen Werk Christoph Heins, »Bilder ungewöhnlicher menschlicher Schicksale aus der Kriegs- und Nachkriegszeit unseres baufälligen Jahrhunderts«, illustriert von Dieter Tucholke, »Jahrgang 1934, frühzeitiger Antipod offizieller Kunstrichtungen und vielseitiger Experimentator mit graphischen Strukturen« (Elmar Faber im Nachwort).

40,5 : 32,5 cm. 28, [4] Seiten, 6 Radierungen.

  536    Edition Balance – Gabriele Wohmann. Sidonie.

€ 250

Erzählung. Guillermo Deisler Originalgrafiken. Berlin 1992. Mit drei signierten Farbradierungen und acht Siebdrucken. Originalhalblederband mit blindgeprägten Titeln. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Dritter Druck der Edition Balance. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten Zeichnung (Gesamtauflage 112). – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt auf der Presse der »Edition Sirene«, Berlin.

32,8 : 24,5 cm. 32, [4] Seiten, 3 Radierungen, 1 Zeichnung.

  537    Edition Balance – Johannes Jansen. Ausflocken.

€ 250

Ein Abwasch. Wolf Spies Zeichnungen. Berlin 1992. Mit zehn signierten Zeichnungen (Tusche, farbige Tinte, Aquarell). Illustrierter Originalhalbpergamentband in -leinenkassette.

Zweiter Druck der Edition Balance. – Unikatbuch. – Eins von 35 Exemplaren (Gesamtauflage 40). – Von Autor und Künstler im Druckvermerk signiert. – Satz und Gesamtgestaltung von Henry Günther.

36,0 : 27,0 cm. 38, [4] Seiten.

  538    Edition Balance – Privileg.

€ 250

Ein Tagebuch in Zeit-Collagen. 9. bis 14. September 2001 NYC. Henry Günther, Marion Günther-Bonsack, Jörn Lies. Gotha, Leipzig und New York 2003. Fotografien, Prägungen und Radierung. Originalhalblederband in -halbleinenkassettte.

Balance Press IV. – Eins von 45 Exemplaren. – Mit einer beigegebenen Fotografie. – Von allen drei Beteiligten im Impressum signiert. – Das Künstlerbuch vereint Texte und Gedichte der Eheleute Günther mit den Fotografien des Sohnes. Vater und Sohn erlebten den 11. September 2001 in New York und verarbeiteten Ängste und Eindrücke in diesem »Plädoyer, aus den eigenen Ängsten zu lernen und nicht einfach weiterzumachen in der Sprache von Gewalt, Hass und Ausgrenzung.« – Typographie und Buchgestaltung von Henry Günther.

32,7 : 18,1 cm. [60] Seiten. – Kassette mit kleinen Kratzspuren.

  539    Edition Balance – Kants Affe. Ein Todtengespräch.

€ 250

Karl Mickel. Nuria Quevedo. Friedrich Schenker. Berlin 1993. Mit neun signierten blattgroßen Radierungen von Nuria Quevedo und drei signierten blattgroßen Notenschriften von Friedrich Schenker im Text. Originalhalbpergamentband mit schwarz geprägten Titeln. Im Schuber.

Vierter Druck der Edition Balance. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 60). – Das Libretto für eine Oper, ein Gespräch zwischen Immanuel Kant und dem Marquis de Sade, stammt von Karl Mickel, die Vertonung von Friedrich Schenker. Nuria Quevedo schuf dazu die Radierungen. – Die Texte wurden entnommen aus Kants »Kritik der praktischen Vernunft« und de Sades »Philosophie im Boudoir«. – Nuria Qevedo (geboren 1938), Tochter spanischer Emigranten, war Meisterschülerin von Werner Klemke.

36,9 : 27,5 cm. 49, [5] Seiten. – Schuber mit einigen schwachen Schabspuren.

  540    Edition Balance – Bianca Döring. Tag Nacht Helles Verlies.

€ 300

Neue Gedichte. Zeichnungen und Collagen von Wolf Spies. Gotha/Berlin 1995. Mit neun Originalzeichnungen und Collagen. Originalpappband mit geprägter Deckelzeichnung. In Leinenkassette mit Acrylglasdeckel.

Achter Druck der Edition Balance. – Eins von 35 Exemplaren mit Unikatcharakter (Gesamtauflage 40). – Von Autorin und Künstler im Druckvermerk signiert. – Herausgegeben und gestaltet von Henry Günther. – Handgeschöpftes Einbandpapier von John Gerard.

35,8 : 26,5 cm. – Einband am Oberrand etwas verblaast.

  541    Edition Balance – Sechs Drucke.

€ 900

Berlin und Gotha 1994–2006. Fünf Originalhalblederbände, eine Broschur.

I. 5. Druck: Johannes Jansen. Hans Hiob. Ein Auszug. Berlin 1994. Mit einer Zeichnung und sechs signierten Siebdrucken von Johannes Jansen. – II. 12: Marion Günter. Augen Blicke. Gotha und Berlin 1999. Mit Farblithographien von Sabine Cornelia Sauermilch.– III. 13: Jörg Kowalski. Hyle. Gotha und Berlin 2000. Mit Holzschnitten von Albrecht Genin. In Zusammenarbeit mit der Galerie Horst Dietrich. Vorzugsexemplar mit einem zusätzlich beigelegten signierten Holzdruck. – IV. 14: John Yau. Russian Letter. Russischer Brief. Thomas Offhaus. Etchings. Radierungen. Gotha 2003. – V. 15: Marion Günther. Rauhreif. Liebesgedichte. 2006. Farbholzschnitte von Frank Eißner. Mit einer zusätzlich beigegebenen aquarellierten Zeichnung. – Dazu: Allen Ginsberg. Waking-Erwachen in New York.Leipzig und Gotha, Atelier Buchkunst 1996. Mit Farbholzschnitten von Christiane Baumgartner. – Alle in kleinster Auflage erschienen, von den Künstlern in den Druckvermerken signiert. – III, IV und die Beigabe in Originalleinenkassette.

Rücken von I verfärbt.

  542    Sonnenberg-Presse – Das Hohelied.

€ 350

Mit Holzschnitten von Andrea Lange. Aus dem Hebräischen von Alisa Stadler. Mit einem Nachwort von Rainer Stöckli. Kemberg, Sonnenberg-Presse 2011. Mit 21 meist farbigen Holzschnitten, 15 blatt- und sechs doppelblattgroß. Originalpappband mit einem der doppelblattgroßen Holzschnitte, dieser zweigeteilt auf dem Schuber wiederholt.

Eins von 30 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Velin. – Handsatz und Handdruck durch die Künstlerin, unterstützt durch Klaus Arnold. – Die fulminante Ausgabe eines der meist illustrierten Texte der Weltliteratur entstand auf Anregung von Hubert Witt, die Holzschnitte stammen meist aus den Jahren 1999 und 2003. – Andrea Lange wurde 1970 in Dresden geboren und gründete 1998 zusammen mit Bettina Haller in Chemnitz die Sonnenberg-Presse, die 2001 ins brandenburgische Kemberg verlegt wurde.

40 : 35 cm. 64 Seiten.

  543    Edition Phi – Vier Ausgaben der »Collection 26 x 35«

€ 400

Echternach, später Herborn 1988–1991. Orignalleinenbände und ein Originalpappband, alle in farbig serigraphiertem Originalschuber.

Abwechslungsreich und farbenfroh gestaltete Editionen des luxemburgischen Kleinverlages. – Je eins von 100 Exemplaren, weitere zehn kamen nicht in den Handel. – Im Druckvermerk vom Künstler, bei II–IV auch vom Verfasser signiert. – Die nach der Buchgröße benannte Reihe wurde fortgesetzt. – I. Giorgos Seferis. Geheime Gedichte. 1988. Mit sieben Farbserigraphien von Robert Brandy. – II. Pierre Garnier. Nativité. 1989. Mit einem farbigen Prägedruck und farbig serigraphierten Illustrationen und Text von Théo Kerg. – III. Emile Hemmen. J’ecoute tes yeux. 1989 Mit fünf ganzseitigen Farbserigraphien von Henry Kraus. – IV. Jacinto Luis Guereña. Orages de l’apaisement. Poèmes. Théo Kerg. 1991 Mit einem farbigen Prägedruck und acht blattgroßen Farbserigraphien von Théo Kerg.

  545    Antinous Presse – Konstantin Wecker. Der alte Kaiser.

€ 200

Sieben Gedichte. Mit drei Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Garching, Antinous Presse 1992. Schwarzer Originalpappband mit Blindprägung. Im Schuber.

Dritter Druck der Antinous Presse von Matthias Loidl. – Eins von 120 Exemplaren im Pappband (Gesamtauflage 205). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Auf schwarzem Bütten und Giju Shoju Japanpapier. – Die Einbanddecke, gearbeitet von Roland Meuter, mit blindgeprägtem Text nach Weckers Handschrift bzw. in Typographie. – Sehr reizvolles Künstlerbuch.

23 : 26 cm. [48] Seiten, 3 Holzstiche.

Kästner/Lübbert A 84.1

  554    Quetsche – Iwan Turgenjew. Phantome.

€ 250

Lithografien von Gisela Mott-Dreizler. Berlin, Quetsche 1988. Mit lithographiertem Titelblatt und elf blattgroßen Lithographien, zwei davon koloriert, alle signiert, datiert und nummeriert. Handbemalter Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Vierter Druck der Quetsche. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Auch im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Rives-Bütten. – Die Vorsatzpapiere und der Einband wurden von Gisela Mott-Dreizler bemalt, so dass jedes Exemplar der Auflage ein Unikat darstellt.

37,9 : 54,3 cm. 50, [2] Seiten.

  556    Quetsche – [Jakob und Wilhelm] Grimm. [Drei Märchen].

€ 200

Berlin und Witzwort 1990/1991. Illustrationen von Hanna Mott. Illustrierte Originalleinenbände, zusammen im illustrierten Schuber.

8., 12. und 14. Druck der Quetsche. – Jeweils eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 120). – Das singende springende Loeweneckerchen. Mit sechs kolorierten Lithographien. – Der Räuberbräutigam und Die Alte im Walde. Mit sechs kolorierten Farblinolschnitten. – Die Gänsemagd. Mit fünf kolorierten Radierungen. – Die damals etwa zehnjährige Hanna Mott ist die Tochter von Gisela Mott-Dreizler, der Lebens- und Schaffenspartnerin von Reinhard Scheuble, die viele Bücher der Quetsche illustrierte. – Dazu: Brüder Grimm. Des Herrn und des Teufels Getier. 1999. Mit 26 meist doppelblattgroßen Linolätzungen von Gisela Mott-Dreizler, davon zwei farbig. Originalpappband mit Linolätzung. 33. Druck der Quetsche. – Alexander Puschkin. Die Märe vom Pfaffen und Töffel, seinem Arbeitsmanne. Übertragen von Viktor Adolf Lierse. 2007 Mit sechs farbigen Holzschnitten im Text und einem eingebundenen Holzschnitt-Leporello von Gisela Mott-Dreizler. Originalhalbleinenband mit farbigem Titelholzschnitt. – Je eins von 40 Exemplaren, im Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert.

28 : 20 cm. 32, 32, 28 Seiten.

  567    Quetsche – Theodor Fontane. Landpartien.

€ 250

Harald Metzkes. Lithografien. Witzwort 1999. Mit zwei doppelblattgroßen Farblithographien und elf blattgroßen einfarbigen. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel (Markus Rottmann, Berlin). Im Originalschuber.

32. Druck der Quetsche. – Eins von 22 Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 50). – Hier als Beilage eine signierte Farblithographie (Exemplar 14/18 und somit aus der Ausgabe B). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Zwischentitel und eine durchgehende Zierlinie wurden farbig gedruckt.

27,5 : 16,7 cm. 173, [11] Seiten.

  582    Svato Verlag – Bohumil Hrabal. Schizophrenes Evangelium.

€ 250

Beatrice. Protokoll. Hamburg, Svato [1994]. Mit neun signierten ganzseitigen Farblinolschnitten und drei Klischeezeichnungen im Text. Originalhalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Jirina Halfarová, Prag).

24. Buch. – Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe in Halbleder gebunden und mit einem zusätzlich beigelegten Farblinolschnitt, bezeichnet und wie alle Graphiken im Buch signiert und nummeriert (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Bohumil Hrabals Texte aus den 1950er bis 1970er Jahren durften in seiner tschechischen Heimat erst nach 1990 erscheinen.

29,6 : 19,9 cm. [4], 65, [7] Seiten, 1 Graphik.

  585    Svato Verlag – [Johann Wolfgang von] Goethe. Walpurgisnacht.

€ 200

Bühnenfassung von Albrecht Schöne. Hamburg, Svato 1996. Mit 21 Farblinolschnitten und Klischeezeichnungen von Svato Zapletal. Hellbrauner Originallederband mit geprägten Titeln. Im Originalschuber.

27. Buch. – Eins von 15 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren der Ausgabe B in Ganzleder und mit einer zusätzlich beigelegten signierten Graphik (Gesamtauflage 150). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf handgeschöpftem Bütten, mit grau eingedruckten Faksimiles einer Faustausgabe von 1810.

29,0 : 21,5 cm. 47, [5] Seiten. 1 Linolschnitt.

  586    Svato Verlag – Ich bin nur Flamme.

€ 200

Gedichte des Expressionismus. Hamburg 1999. Mit 18 Farblinolschnitten und elf Linolschnitt-Skizzentafeln, alle signiert. Illustrierter Originalpappband mit Büttenpapierbezügen. Im Originalschuber.

32. Buch. – Eins von 15 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit einem zusätzlich beigelegten Doppelblatt mit signiertem Farblinolschnitt und Gedicht von Hugo Kersten (Gesamtauflage 90). – Eine Anthologie der expressionistischen Dichtung.

32,1 : 25,9 cm. 56 Seiten, 1 Graphik.

  587    Svato Verlag – Doris Dörrie. Der aufblasbare Mann.

€ 300

Eine Erzählung. Hamburg, Svato 2001. Mit zwölf signierten Farbholz- bzw. Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

36. Buch. – Erste Ausgabe. – Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B (Gesamtauflage 150) mit einer beigelegten signierten Graphik. – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – »Doris Dörrie beschreibt das Alleinsein einer jungen Frau, die keinen besseren Weg aus ihrer Einsamkeit findet, als sich einen aufblasbaren Ersatzmann anzuschaffen. […] es ist der liebevolle Blick auf die Menschen, der Dörries Geschichten eigen ist« (Svato Zapletal).

29,2 : 23,8 cm. 48, [4] Seiten, 1 Graphik.

  588    Svato Verlag – Václav Havel. Familienabend.

€ 300

Tragödie in einem Akt. Hamburg, Svato 2003. Mit zwölf signierten farbigen Graphiken von Svato Zapletal. Farbig bedruckter Originalpappband mit Büttenpapierbezug. Im Schuber.

39. Buch. – Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 30 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten signierten Graphik. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Der tschechische Dramatiker Václav Havel – und bis 2003 auch Präsident der Tschechischen Republik – hat die Weltöffentlichkeit beeindruckt, wenn auch der Politiker den Dramatiker Havel etwas in den Hintergrund drängte« (Svato Zapletal).

31,2 : 23,0 cm. 57, [3] Seiten. – Vier kleine Schabstellen an den Gelenken.

  589    Svato Verlag – Wie das Hippo ins Wasser kam.

€ 250

Eine botswanische Erzählung. Aufgeschrieben und aus dem Englischen übersetzt von Susanne Wogart. Hamburg, Svato 2005. Mit signierten Farblinolschnitten von Svato Zapletal. Originalpappband mit farbigem Büttenpapierbezug. Im illustrierten Originalschuber.

42. Buch. – Eins von zwölf römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe B in Büttenpapier gebunden und mit einem Pop-up-Bild (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Seit Jahren trug ich mich mit dem Gedanken, ein Kinderbuch zu machen, zu illustrieren, es auch als Pressendruck herauszugeben. […] Da der Autor nicht mehr zu ermitteln ist, werden 10% des Reinerlöses an die botswanische Feuerwehr in Maun überwiesen« (Svato Zapletal).

25,5 : 24,2 cm. [44] Seiten.

  618    Officina Ludi – Wolfgang Hildesheimer. Das Ende einer Welt.

€ 250

Illustriert von Anne von Karstedt. Großhansdorf 2009. Mit kolorierten Strichätzungen nach Federzeichnungen. Türkisblauer Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelillustration. Im illustrierten Originalleinenschuber.

Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe A (Gesamtauflage 1000). In den 25 Luxusexemplaren wurden die Farben nicht als Linolschnitte gedruckt, sondern alle Strichätzungen von der Künstlerin handkoloriert. Die Luxusausgabe wurde in Leder gebunden und erhielt als Beilage eine ebenfalls kolorierte Strichätzung. – Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Anne von Karstedt (geboren 1970) leitet die graphische Werkstatt im Hamburger Museum der Arbeit. Die Erzählung ist Hildesheimers Erstlingswerk »Lieblose Legenden« entnommen.

32,5 : 29,5 cm. [36] Seiten, 1 Graphik. – Rücken leicht verfärbt.

  620    Officina Ludi – Fünf Bücher,

€ 200

davon drei Vorzugsausgaben Großhansdorf 2003–2014. Mit Originalgraphik und vielen Illustrationen. Originaleinbände im Schuber.

I. Bertolt Brecht/Albrecht von Bodecker. Wenn die Haifische Menschen wären. 2003. Leinenband im Schuber. Eins von 100 Vorzugsexemplaren mit kolorierte Strichätzung. – II. Arno Schmidt/Felix Scheinberger. Seelandschaft mit Pocahontas. 2012. Kalblederband im Schuber. Eins von 25 Luxusexemplaren mit Graphik und aquarellierter Federzeichnung. – III. Thomas Mann/Kat Menschik. Mario und der Zauberer. 2014. Lederband. Eins von 30 Exemplaren mit zwei signierten Graphiken. – Alle drei im Druckvermerk signiert. – IV. Patrick Süskind/Joachim Jansong. Amnesie in litteris. 2001. Eins von 100 Exemplaren. – V. Wolfgang Hildesheimer/Annette von Karstedt. Das Ende einer Welt. 2009. Eins von 975 Exemplaren.

  622    Elke Rehder Presse – Ernst Jünger. Rehburger Reminiszenzen

€ 250

mit Holzschnitten von Elke Rehder. Barsbüttel/Hamburg 1998. Mit dreizehn Holzschnitten, meist farbig, teils blatt- bzw. doppelblattgroß, einer auf beiden Vorsätzen, einer auf Vorder- und Hinterdeckel. Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel.

15. Druck der Elke Rehder Presse. – Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Bütten. – Elke Rehder verlegt seit 1993 Künstlerbücher, meist mit eigenen originalgraphischen Illustrationen. – Dazu: Stefan Andres. Der Granatapfel. 1995. Mit sieben signierten Farbholzschnitten von Elke Rehder. Originalpappband (Thomas Zwang, Hamburg). Eins von 60 Exemplaren der Ausgabe B (Gesamtauflage 100). – Gottfried August Bürger. Der Kaiser und der Abt mit zwei Radierungen von Elke Rehder. [1997]. Originalbroschur. Eins von 40 Exemplaren. Beide Radierungen mit eigenhändigem Textzitat.

33,0 : 24,5 cm. [32] Seiten.

  623    Hirundo Press – Martin Mosebach. Das Land der Dichtung.

€ 120

Über Inspiration. Hamburg 2012. Mit zwei signierten und nummerierten Farbradierungen von Caroline Saltzwedel. Originalbroschur mit farbigem Holzschnitt auf dem Umschlag.

Druck No. 1 der Kleinen Reihe. – Eins von 120 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstlerin signiert. – Der Text ist ein Vortrag von Martin Mosebach, gehalten am 17. April 2012 in der Freien Akademie der Künste in Hamburg. – Die Hirundo Press wurde 1998 von Caroline Saltzwedel gegründet. Unter dem Zeichen der Rauchschwalbe (Hirundo rustica) verlegt sie Künstlerbücher in kleinen Editionen. Vor allem entstehen Radierungen in Simultanfarbdruck. Ihre Werke befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen.

27,0 :  19,5 cm. 28, [2] Seiten.

  634    Stefan Balkenhol. Harlekin.

€ 250

Lithographie. 1994. 56,5 : 18,5 cm (76,0 : 64,5 cm). Signiert und datiert.

Eins von 381 Exemplaren. – Auf Zerkall-Bütten. – Handdruck bei Loeding & Sturm, ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 277 C2.

Dobke/Priess 16

  635    Stefan Balkenhol. Stehender Mann. – Frau mit weißer Jacke. – Teddy.

€ 600

Drei zweifarbige Holzschnitte. 2004. 76 : 56 cm. Signiert.

Auflagen: 1033, 666 und 764 Exemplare. – Aus der ersten Holzdruck-Serie des Künstlers für die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Handdrucke Loeding & Sturm, Hamburg. – Auf Somerset-Bütten »newspaper gray«. – »Die originäre Herkunft des Künstlers aus dem Bereich Bildhauerei [ist] deutlich zu spüren, zumal der Druckstock in diesem Fall […] aus dem gleichen Material wie der überwiegende Teil seiner Skulpturen [besteht].«.

Blatt 1 am Oberrand leicht angestaubt.

Dobke 72, 73 und 74. – Griffelkunst 315 C1–3

  636    Stephan Balkenhol. Frau mit weißer Jacke.

€ 200

Zweifarbiger Holzschnitt. 2004. 43,5 : 32 cm (76 : 56 cm). Signiert.

Eins von 666 Exemplaren. – Auf Somerset-Bütten »newspaper gray«. – Handdrucke Loeding & Sturm, Hamburg. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Dobke/Priess 73. – Griffelkunst 315 C2

  637    Stefan Balkenhol. Junger Mann. – Junge Frau.

€ 500

Zwei Lithographien. 2015. 65,0 : 51,0cm. Signiert.

Eins von je etwa 1000 Exemplaren. – Auf Alt-Meißen Bütten von Zerkall. – Handdruck bei Loeding & Sturm, ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern E 505 und 507. – Blatt 2 rückseitig typographisch bezeichnet.

Dobke/Priess 100 und 101

  639    Eduard Bargheer. Inselfrühe.

€ 250

Radierung. 1967. 42,0 : 32,0 cm (51,0 : 40,0 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 86/235. – Auf Velin mit dem Trockenstempel der Edition. – In: Salvatore Quasimodo. Insel des Odysseus. Isola di Ulisse. Gedichte. Edition de Beauclair, Portfolio-Ausgaben mit Originalgraphik zeitgenössischer Meister, 3. – Mit dem Text auf grauem Kupferdruckkarton zusammen in Originalleinenmappe. – Tadellos.

Rosenbach 254. – Spindler 40.41

  642    Eduard Bargheer. Hellas 2.

€ 600

Zehn Kaltnadelradierungen mit Aquatinta, davon vier farbig. 1973. 40,0 : 53,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar II/XIII, eins der Künstlerexemplare, wie auch die 35 der Auflage auf Bütten. – Alle Blätter auch in der Platte signiert und datiert. – Gedruckt von Arnd Maibaum, Berlin, ediert von Detlev Rosenbach, Hannover. – Mit drei Textblättern, u. a. das Vorwort von Herbert V. Buttlar, lose in Originalleinenkassette. – Die Radierungen ausnahmslos mit Figuren der griechischen Mythologie und Antike. – Tadellos erhalten.

Die Kassette minimal fleckig, innen tadellos.

Rosenbach 313–322

  644    Heinz Battke. Platon. Das Gastmahl.

€ 450

Neun Radierungen (auf acht Blättern). 1965. 43,5 : 23,4 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 25/50. – Auf Japon nacré. – Gedruckt von Hermann Steidle, Essen. – Die Radierungen entstanden für den zwölften Ars librorum Druck, ediert von Gotthard de Beauclair. – Hier als Beilage zu eben diesem Werk: Platon. Das Gastmahl oder Über die Liebe. In der Übertragung von Rudolf Kassner. Frankfurt am Main 1965. Mit neun Radierungen, davon drei blattgroß, fünf Vignetten, eine auf dem Vorderdeckel. Lose Doppelblätter in Originalhalbleinenchemise und -leinenkassette mit gold-braunen Lederschildern auf Vorderdeckel und Rücken (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt). – Exemplar XXV. – Auf Velin »BFK Rives«. – Der Druckvermerk nennt 300 Exemplare und 25 weitere, mit A–Z bezeichnete, für den Verlag. Offenbar wurde aber auch zu den 50 Suiten nochmals das komplette Buch ausgegeben. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Heinz Battke (1900–1966) war in jungen Jahren Schüler von Karl Hofer. Von den Nationalsozialisten als »entartet« abgelehnt, arbeitete er seit 1935 in Florenz. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte an der Städelschule. Die Platon-Radierungen entstanden 1963 und 1964 und zählen zum reifen Spätwerk. Sie sind zugleich die ersten und einzigen Buchillustrationen des Künstlers. – Makellos.

45,5 : 32,5 cm. 68, [4] Seiten (Buch).

Cüppers 470–478 a und b. – Spindler 40.32. – Tiessen II, 1

  646    Charlotte Berend. Max Pallenberg.

€ 300

Neun Farblithographien. Um 1918. 56 : 40 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 57/100. – Auf Japan. – Erschienen im Berliner Oesterheld Verlag. – Die Lithographien von der Künstlerin eigenhändig und im Stein signiert, zudem jedes Blatt auch von dem porträtierten Mimen. – Max Pallenberg (1877–1934) spielte seit 1914 unter Max Reinhardt am Deutschen Theater in Berlin. Mit Glanzrollen wie dem Jau in Gerhart Hauptmanns »Schluck und Jau« wurde er zum bekannten Charakterkomiker seiner Zeit. 1934 kam er bei einem Flugzeugabsturz ums Leben. – Die eindringlichen Porträts der Künstlerin, die von 1904 bis 1925 mit Lovis Corinth verheiratet war, zeigen Pallenberg unter anderem in Rollen aus Stücken von Ferdinand Raimund, Gerhart Hauptmann (Schluck, Rentier Krüger) und Molière (Argan, Ergaste). – Die Blätter lose in der illustrierten Originalmappe.

Die großformatigen Lithographien an den Ecken teils leicht geknickt, die Ränder leicht angestaubt. Das Textblatt geknittert. – Mappenrücken erneuert, die Deckel etwas fleckig.

Nicht im Katalog Lindenau-Museum

  649    Joseph Beuys. Hut.

€ 300

Bleistiftzeichnung. 6,8 : 8,0 cm. 1979. Signiert.

Eins der zentralen Motive im Œuvre des Künstlers. – Auf dem Beilageleporello zum Ausstellungskatalog »Joseph Beuys. Zeichnungen · Tekleningen · Drawings« (Museum Boymans-van Beuningen Rotterdam 1979–1980). – Die Ausstellung wurde im Anschluss in der Nationalgalerie Berlin, der Kunsthalle Bielefeld und im Wissenschaftszentrum Bonn gezeigt.

Katalog: 29,7 : 21,0 cm. 293, [1] Seiten. Umschlag mit kleinem Einriss.

  650    Joseph Beuys. Dokumentatie.

€ 250

Offsetdruck. 1975. 57,7 : 37,3 cm. Signiert und mit drei Stempeln.

Anlässlich der Ausstellung im Maastrichter Bonnefantenmuseum. – Das Plakat farbig gestempelt mit »Deutsche Studentenpartei«, »Hauptstrom« und »Fluxus Zone West«. – Mit einem Textauszug aus »Jeder Mensch ist ein Künstler« in niederländischer Übersetzung.

Rückseitig Klebereste von Anheftung. Leichte Knitter, linker Rand mit winzigem Einriss.

Van der Osten 63. – Weiß/Britsch 43

  651    Paul Ching-Bor. Four Rivers.

€ 350

Buchobjekt mit acht Farbradierungen. 2010. Je 29,5 : 9,8 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Eins von 20 Exemplaren. – Die Radierungen wurden auf Kartons mit Leinengelenken kaschiert. – Rückseitig signiert. – Die vier Flüsse, die je nach Aufstellung des Leporellos ins gleiche Meer fließen oder nicht, sind Themse, Jordan, Huang und Hudson. – Der chinesische Künstler Paul Ching-Bor (geboren 1963) lebte seit 1996 in New York und arbeitet seit etwa 15 Jahren mit der Neuhauser Kunstmühle in Salzburg zusammen, Anfangs im Rahmen eines »artist-in-residency«-Programms.

  652    Carlfriedrich Claus. Wort. – Verdrehung. – Psychisches Feld. – Halbschlaf. – Text. – Nachtgespräch.

€ 600

Sechs Radierungen. 1990/91. 36,0 : 26,6 cm. Signiert.

Je eins von 515 Exemplaren. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Die vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte Folge, Editionsnummern 266 B1–6. – Carlfriedrich Claus (1930–1998) wurde vor allem durch seine »Schriftgraphiken« als Form der visuellen und konkreten Poesie bekannt. Seine Schriftbilder sind moderne Kalligraphien, die sich zu abstrakten Landschaften formen.

Werner/Juppe G 58 IIc3, 127 IIIa3, 128 a3, 129 b3, 130 IIa3 und 131 b3.

  653    Hanne Darboven. Aufzeichnung [1–3] · Kalenderblatt [1–2].

€ 300

Fünf farbige Offsetdrucke. 1979. 33,5 : 91,3 bzw. 21,7 : 30,2 cm (29,6 : 40,3 cm). Alle rückseitig signiert.

Die drei gelben »Aufzeichnungen« datieren 25.3.1975, 3.11.1975 und 23.4.1976, die beiden Halbjahreskalender von 1975 wurden von Darboven in typischer Manier überarbeitet. – Die vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte Folge, Editionsnummern 216 B1–5.

  654    Alan Davie. Hommage a Picasso.

€ 250

Farblithographie. 1972. 50 : 60 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 52/90. – Auf Velin »BFK Rives«. – Aus dem gleichnamigen Mappenwerk, das 1973/94 im Berliner Propyläen Verlag und der Pantheon Press in Rom erschien und Arbeiten von mehr als 100 Künstlern enthielt. – Der schottische Maler und Musiker James Alan Davie (1920–2014) gehörte zu den bedeutenden Vertretern der Abstrakten Malerei nach dem Zweiten Weltkrieg.

Minimale Knicke am Unterrand.

  656    Franz Eggenschwiler. Eckquartier in Europa. – Spinnfadenspulen. – Rückhalt.

€ 150

Drei Farblinolschnitte. 1990/1992. 50,5 : 36,0 cm (69,0 : 49,0 cm). Signiert, datiert und betitelt, im Stock monogrammiert und datiert.

Je eins von 455–640 Exemplaren. – Auf Velin »BFK Rives«. – 1993 ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 267 A4–6. – Die einzigen drei Arbeiten des Schweizer Künstlers (1930–2000) bei der Griffelkunst.

Eggenberger 1992.5–7

  657    Ayse Erkmen. 6 in Folge.

€ 300

Sechs Farbserigraphien. 2003. 68 : 48 cm. Rückseitig signiert und datiert.

Die vollständige Folge, ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 311 C1–6. – Ayse Erkmen, geboren 1949, lebt seit ihrem DAAD-Stipendium 1993 wechselnd in Deutschland und ihrer türkischen Heimat. »In ihrer Edition hatte sie die spätere Handhabung der Blätter von vorne rein mit einbezogen und die Vorgabe ›sechsteilige Serie auf Papier‹ konzeptuell umgesetzt« (griffelkunst.de).

  659    Felix Martin Furtwängler. Ohne Titel.

€ 300

Bemalter Holzstock. 1996. 39,8 : 29,5 cm. Signiert und datiert.

Großformatiger Druckstock aus Birkenholz. Die druckenden Partien mit schwarzer Tusche eingefärbt, die freigeschnittenen mit verschiedenen Farben und Goldbronze bemalt. – Am Unterrand signiert und datiert. – Die Verwendung innerhalb des graphischen Œuvres konnten wir nicht ermitteln. – Dazu: Fünf Ausstellungskataloge und Publikationen zu Furtwänglers Schaffen, davon zwei mit beigelegter Originalgraphik, einer mit Widmung des Künstlers.

  660    Felix Martin Furtwängler. Poeta wohin?

€ 400

Neun Farbholzschnitte, einer übermalt. 2002. 29 : 79,5 cm (31,5 : 79,5 cm). Signiert und nummeriert.

Eins von 15 Exemplaren. – Friesähnlicher Bilderzyklus. – Auf Kupferdruckkarton. – Oben rechts signiert. – In der originalen Halbleinenmappe. – Ein Holzschnitt mit verschiedenen Farben übermalt, einer als Zusammendruck verschiedener Stöcke der Folge und bezeichnet »Unica 1 v 15«, die übrigen sieben nummeriert »10/100«. Nach Auskunft des Künstlers wurden nur 15 vollständige Mappen ediert, die Restauflage der Holzschnitte wurde im Laufe der Zeit umgearbeitet. – Die Holzschnitte entstanden als Beilage zur Vorzugsausgabe des umfangreichen monographieartigen Kataloges »Poeta wohin?« (Wolfenbüttel u. a. 2002–2004), der sich besonders dem buchkünstlerischen Œuvre Furtwänglers widmet. Der Katalog (Exemplarnummer 10/100, im Auflagenvermerk signiert) liegt bei.

  661    Leon Golub. Cyber Man. – The Request. – Two Black Men. – Three Men. – Conversation.

€ 450

Fünf Farbserigraphien. 1992–1993. 31 : 28 cm bis 45 : 62 cm. Signiert.

Signierte Probedrucke, rückseitig unbezeichnet. – Wohl Probedrucke für die Griffelkunst Edition 274 C1–6, die 1994 erschien. – Leon Golub (1922–2004) stellte 1967, 1984 und 2002 auf der Documenta aus.

Blatt 4 mit leichter Knickfalte am Oberrand.

  672    Horst Janssen. Selbst elegisch.

€ 350

Radierung. 1965. 48,3 : 39,2 cm (65 : 49,7 cm). Signiert, datiert, nummeriert und bezeichnet.

Exemplar 52/65. – Auf Kupferdruckkarton. – In der Platte datiert »28 3 65«. – Das erste der beiden Selbstporträts, die am 28. und 29. März 1965 entstanden und bei Wolfgang Ketterer, München, ediert wurden. – Mit dem Trockenstempel des Verlegers. – Am Unterrand vom Künstler mit dem Namen eines Vorbesitzers und dem Hinweis »Holt ab | 3.3.66« bezeichnet.

Ober- und Unterrand etwas gewellt, untere Blattkante gebräunt.

Vogel 333. – Brockstedt R 299

  673    Horst Janssen. Selbst, schreibend.

€ 350

Kaltnadel und Strichätzung in Kupfer. 1970. 26,1 : 18,5 cm (56,0 : 37,7 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 11/22. – Auf Velin »BFK Rives«. – Die kleine Auflage druckte Hartmut Frielinghaus.

Frielinghaus 1970/103

  677    Oskar Kokoschka. Gitta.

€ 300

Lithographie. 1953. 42 : 57 cm (52 : 65 cm). Signiert.

Eins von 120 Exemplaren. – Ediert von der Galerie Welz, Salzburg. – Auf chamoisfarbenem Kupferdruckkarton.

Wingler/Welz 199

  678    Oskar Kokoschka. Ezra Pound.

€ 750

Lithographie. 1964. 51 : 40 cm. Signiert und nummeriert, im Stein datiert.

Exemplar XVIII/XXX. – Auf Japon nacré. – Ediert von Gotthard de Beauclair für die 30 Vorzugsexemplare des nachfolgend beschriebenen Portfolios, das hier aber in einem Exemplar der Normalausgabe vorliegt: Ezra Pound. The Seafarer. From the Anglo-Saxon. With a Portrait of the Poet by Oskar Kokoschka. Frankfurt am Main 1965. Mit der signierten ganzseitigen Lithographie. Lose Doppelblätter in Originalkassette. – Elfter Ars librorum Druck. Exemplar 158/165 (Gesamtauflage 220, davon 25 für den Verleger). – Auf Velin d’Arches. – Auf dem Vortitel vom Dichter signiert. – Der amerikanische Lyriker Ezra Pound (1885–1972) ließ sich Anfang der 1920er Jahre in Italien nieder und wurde zu einem Anhänger Mussolinis. Wegen profaschistischer und antisemitischer Äußerungen wurde er 1945 verhaftet und 1946 angeklagt. Für geisteskrank erklärt, entging er der drohenden Todesstrafe. Noch 1967 ließ er sich in Paris von Arno Breker porträtieren. Seine »Cantos« zählen trotz dieser Biographie zu den wichtigsten Dichtungen der amerikanischen Moderne. Oskar Kokoschka traf ihn im Dezember 1963, die Lithographie entstand nach einer Fotografie.

Wingler/Welz 293. – Mappe: Spindler 40.31. – Tiessen II, 22

  684    Willy Meyer[-Osburg]. 1968.

€ 400

Sechs kolorierte Radierungen. 1966. 33,8 : 24,0 cm. Als Buch gebunden, Umschlag mit Temperabemalung und montierter kolorierter Radierung.

Die einer Bildgeschichte ähnelnde Folge entstand, der Signatur und Datierung in der ersten Platte folgend, bereits 1966, wurde aber erst 1968 koloriert und zum Buch gebunden. – Auf festem Velin, zusammen mit zwei leeren Blättern und zwei hellgrünen Bütten-Vorsatzblättern in dem Originalbüttenumschlag. Der Vorderdeckel vom Künstler farbig signiert und »1968« betitelt, als Vignette eine kleine Radierung. – Tadellos erhalten, erwartungsgemäß sehr selten. – Ausstellung: Willy Meyer. Böttcherstraße 1970, Bücher/Mappen 10.

  684a    Willy Meyer-Osburg. There’s The Tempest

€ 300

in the Woodpile. Mit Texten aus Shakespeares ›Sturm‹ eingerichtet und gesetzt von D. E. Sattler and his ›Letter to William‹. Worpswede, Cohrs-Zirus 2004. Mit 20 farbigen Illustrationen nach Holzdrucken. Originalbroschur und Holzschnitte in Originalhalbleinenmappe.

Exemplar 20/50, eins von 50 der Vorzugsausgabe mit einer signierten Suite von zehn kolorierten Holzdrucken auf Velin »Somerset England«. – Nach dem Druckvermerk sollte in den Suiten der Exemplare 11–50 nur ein Holzdruck koloriert sein, hier aber alle zehn. Die Nummerierung der Einzelblätter unterschiedlich, wahrscheinlich wurde bei einigen Stöcken die Auflage nicht erreicht. – Auch im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Die Holzdrucke entstanden von nur minimal bearbeiteten Ausschnitten aus Baumscheiben, deren Umrisse das Profil menschlicher Köpfe bilden.

30 : 21 cm. [24] Seiten, 10 Holzdrucke.

  692    Alexander Olbricht. Sechs Pflanzenzeichnungen.

€ 250

Lithographien nach Originalen im Städtischen Museum zu Erfurt. Mit einem Geleitwort von Reichskunstwart Dr. Edwin Redslob. Weimar, Reiher 1922. Mit sechs ganzseitigen Lithographien und vier Vignetten. Originalbroschur mit gelben Japanpapierbezügen und dunkelblauer Seidenband-Durchstichsheftung.

Eins von 80 Exemplaren der Ausgabe B auf dünnem Japanpergamentpapier (Gesamtauflage 100). – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Als Blockbuch gebunden. – Edwin Redslob über Olbrichts Arbeiten: »sie sind zart und kostbar, man möchte sich ihrem Genuss still und ohne Worte hingeben«. – Alexander Olbricht (1876–1942) war zu dieser Zeit Professor an der Weimarer Hochschule für bildende Künste. Zusammen mit Walther Klemm, der zu den ersten Lehrern des Weimarer Bauhauses gehörte, war er künstlerischer Mitarbeiter des Reiher-Verlags, den Otto Dorfner 1922 gegründet hatte.

38,7 : 26,3 cm. [16] Seiten. – Das gelbe Japanbezugspapier mit wenigen leichten Stockflecken, sonst sehr schön erhalten.

Müller-Krumbach (Weimar 1976) 530

  696    Dieter Roth. Mein Auge ist ein Mund.

€ 250

Zweifarbige Radierung. 1966/1968. 50,0 : 39,5 cm (75 : 36 cm). Signiert.

Eins von 750 Exemplaren. – Auf weißem Bütten. – Im Entstehungsjahr wurden nur wenige Probe-Handabzüge gedruckt. – Die erste Dieter Roth-Arbeit in der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Kann mit Rahmen erworben werden, Mehrkosten: 80 EUR. – Freistehend gerahmt, nicht außerhalb des Rahmens begutachtet. – Farbfrisch und sehr gut erhalten.

Dobke 66 II (von II). – Griffelkunst 172 A4

  697    Dieter Roth. 4 Löwen.

€ 450

Farbserigraphie. 1973. 64,0 : 77,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 85/100. – Auf weißem Bütten. – Durch unterschiedliche Kombination der sechs verwendeten Druckfarben entstanden 100 Unikate, weitere 30 waren dem Künstler vorbehalten. – Gedruckt von Frank Kicherer, Stuttgart. – Ediert vom Kunstverein Hamburg.

Kann mit Rahmen erworben werden, Mehrkosten: 80 EUR. – Freistehend gerahmt, nicht außerhalb der Rahmung begutachtet. Kleine Flecken (eventuell durchschlagende Montierungsspuren) am äußersten linken und am oberen Rand.

Dobke 271

  698    Dieter Roth. Taschenzimmer.

€ 400

Materialcollage. 1987. 10,7 : 7,3 : 1,8 cm. Monogrammiert und datiert.

Seit 1968 in unnummerierter Auflage innerhalb der Reihe »Kleinkunst im Haushalt« erschienen. – Auf die gestempelte Zeichnung eines Tisches wurde eine Bananenscheibe genagelt, deren stets unterschiedlicher Verfallsprozess bildhafte Wirkung erreicht. – In der originalen Kunststoff-Spielkartenkassette. – Ediert vom VICE-Verlag. – Ohne die Kartonschachtel. – Der Acrylglasdeckel etwas matt.

Dobke, Bücher + Editionen, Seite 25 mit zwei Abbildungen. – Slg. Schnepel R5-49

  699    Christian Schad. Sechs Holzschnitte.

€ 500

1915–1917/1971. Ca. 18: 12 cm (35 : 30 cm). Signiert, datiert und betitelt.

Eins von 100 Exemplaren. – Die vollständige Folge, erschienen in der Edition Panderma von Carl Laszlo, Basel, enthält folgende Holzschnitte: Selbstbildnis. 1915. – Vor dem Ballett. 1915. – Midinette. 1915. – Mme. de B. 1915. – Verräterin. 1917. – Mrs. de Marville. 1917. – Lose in der Originalumschlagmappe. – Von seinen frühen Holzschnitten druckte der Künstler in der Entstehungszeit meist nur einzelne Handabzüge.

Zwei Blätter mit schmalem Knick am linken Rand.

  703    Heinrich Siepmann. Ohne Titel.

€ 400

Collage (Wellpappe und Karton), bemalt und auf Gouache montiert. 1989. 28,0 : 39,5 cm (50,0 : 39,5 cm). Signiert und datiert.

Mehrschichtig erweitert sich die Bildgröße, erst auf dem vollen weißen Bogen signiert und datiert. – Heinrich Siepmann (1904–2002) studierte an der Folkwang-Schule Essen. Beeinflusst von den geometrisierten Bildkompositionen der Bauhauszeit setzte er nach Kriegsende, inzwischen Mitglied der Recklinghausener Künstlergruppe »junger westen«, dieses Gestaltungsprinzip konsequent fort und blieb ihm bis ins hohe Alter treu.

  704    Renée Sintenis. Junge mit Fohlen.

€ 200

Radierung. 21,8 : 17,0 cm (38,2 : 27,3 cm). Signiert.

Auf festem, leicht getöntem Karton. – Unten rechts Besitzvermerk »Erich Lüth«, wohl der Hamburger Publizist (1902–1989).

Leicht gebräunt, rückseitig umlaufend Montierungsreste.

  705    Jiri Sliva. Kamikatze. – Patent. – Chat Neuf du Pape.

€ 400

Drei Farblithographien. Signiert und nummeriert.

Aus Auflagen von 55 bis 65 Exemplaren. – Formate: 24 : 19 cm (50 : 40 cm). – 31,5 : 39,5 (47 : 53 cm). – 24 : 32 cm (43 : 33 cm). – Jiro Sliva (geboren 1947) ist einer der bekanntesten tschechischen Karikaturisten und Illustratoren. Er vermengt in seinen Arbeiten naive mit surrealistischen Motiven.

Können in den gleichartigen Rahmen erworben werden, Aufpreis inkl. Versand 150 EUR. – Auf glattem Karton. – Alle gerahmt, im Passepartoutausschnitt unterschiedlich stark gebräunt, Blatt 2 mit kleinem Braunfleck im Unterrand.

  710    Théo Tobiasse. Les fruits de Brugges.

€ 300

Farblithographie. Um 1980. 50,0 : 65,5 cm (57,5 : 77,5 cm). Signiert und nummeriert.

»EA XXV/XXV«. – Eins von 25 Künstlerexemplaren, auf Japon nacré. – Farbenprächtige Lithographie des französischen Künstlers (1927–2012), der bereits als Kind mit seinen Eltern aus Palästina nach Paris kam.

Vier Anheftungen leicht durchschlagend.

  714    Karl-Heinz Bast. Ezra Pound.

€ 300

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1972. 38,7 29,7 cm. Signiert, rückseitig betitelt und mit dem Copyright-Stempel des Fotografen.

Das markante Porträtfoto entstand im Todesjahr des Dichters in Venedig. – Karl-Heinz Bast (geboren 1937) war seit 1960 als freier Bildjournalist in Bonn u. a. für FAZ, Süddeutsche, Stern und Die Zeit tätig. Bekannt wurde er auch durch seine Porträtfotografien von Konrad Adenauer, Oskar Kokoschka, Mark Tobey, Leonor Fini, Antoni Clavé, Max Ernst, Ezra Pound, Heinrich Böll, Günter Grass, Marcel Marceau u. a.

  715    Anna und Bernhard Blume. Waldeslust. – Im Holz. – Auf der Schwarzwaldhöhe.

€ 450

Duplex-Offsetdrucke mit Lack, nach Fotografien. 1982–1985/2000. 50,0 : 31,5 cm (65,0 : 43,2 cm). Signiert, datiert und betitelt.

Fast schonungslos dokumentarische Fotografien des Künstlerpaars, die Bildinhalte konterkarieren die Bildtitel (oder umgekehrt). – Auf festem Offsetkarton. – Die vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte dreiteilige Folge, Editionsnummern 298 B4–6. – Tadellos erhalten.

  716    Anna und Bernhard Blume. 6 eingefleischte Tatsachen.

€ 250

Sechs Farboffsetdrucke nach Polaroidfotos. 1996/97. 15,8 : 12,4 cm (50,0 : 35,5 cm). Signiert.

Vollständige Folge mit Titel- und Textblatt im Originalumschlag. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 286 A1–6.

  727    Nan Goldin. April in the window, N. Y. C.

€ 450

Fotografie, Cibachrome. 1983/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A3. – Tadellos.

  728    Nan Goldin. Kee in bed, E. Hampton, N. Y.

€ 450

Fotografie, Cibachrome. 1988/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A5. – Tadellos.

  734    Gerhard Kerff. Landschaft in Osttirol bei Sillian.

€ 300

Fotografie. 29,8 : 39,8 cm. Rückseitig betitelt.

Rückseitig mit Atelierstempel und betitelt. – Aus dem Nachlass der Lebensgefährtin des Fotografen.

  738    Daniel Gustav Kramer. Untitled (from Woodland).

€ 1000

Fotografie, C-Print. 2004. 41 : 41 cm. Auf dem Rahmenaufkleber signiert, datiert, nummeriert und betitelt.

Exemplar 1/5. – In Museumsrahmung. – Rahmen rückseitig mit Aufkleber »Büro für Fotos | Köln«, das die Serie »Woodland« gemeinsam mit Domobaal Gallery, London, und Casa D´Os Dias da Agua, Lissabon präsentierte. – Daniel Gustav Kramer, geboren 1975, lebt und arbeitet in Berlin. – In Galerierahmung, zur Bearbeitung nicht geöffnet.

  739    Herbert List. Vedute Romane.

€ 450

Sechs Fotografien. 1949–1953/2013. 23,0 : 18,5 cm (30,0 : 23,7 cm).

Die vollständige Auswahlfolge. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass des Fotografen (1903–1975). – Mit folgenden schönen Ansichten aus der Ewigen Stadt: Blick auf die Säule des Kaisers Trajan. 1949. – Fischer auf dem Tiber vor der Engelsbrücke. 1949. – Antiker Pferdekopf in den Thermen des Diocletioan. 1949. – Morgendliches Saubermachen auf dem Piazza Venezia. 1949. – Feierabend in Travestere. 1953. – Luftballons vor der Fontana di Trevi. 1950. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 351 B1–6.

  742    Jaroslav Rössler. Abstrakte Photographie.

€ 600

Sechs Fotografien. 1923–1961/2009. 30,5 : 24,0 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. – Abzüge von den Originalnegativen im Nachlass des Künstlers. – Jaroslav Rössler (1902–1990) stellte 1924 in Paris aus. 1926 wurde er eines der jüngsten Mitglieder in der Prager Künstlergruppe »Devetsil«, lebte damals aber bereits in Paris. Erst 1966 wurde man durch die Surrealismus-Fotoausstellungen in Brünn und Bratislava wieder auf ihn und sein Nachkriegsœuvre aufmerksam. – Die abstrakten Stillleben entstanden teils vor, teils nach dem Zweiten Weltkrieg. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 336 A1–6.

  743    J. Roseman. 31 Fotografien von Gemälden Moïse Kislings.

€ 750

Silbergelatine, vintage prints. Um 1925. Ca. 25 : 20 cm. Rückseitig mit dem Atelier- und dem Copyright-Stempel des Fotografen und alle eigenhändig(?) betitelt.

Der für die fotografische Reproduktion von Kunstwerken der Moderne bekannte J. Roseman (bekannt sind von ihm Aufnahmen mit Skulpturen Archipenkos und Rodins), war im Paris der 1920er Jahre tätig. Sein Atelier befand sich am Boulevard Raspail. – Moïse Kisling (1891–1953) studierte in Krakau bevor er 1910, als junger Mann, nach Paris kam. Nach dem ersten Weltkrieg verkehrte er in der berühmten Künstlerkolonie »La Ruche« (der Bienenkorb), im 15. Arrondissement, zeitweise mit Guillaume Apollinaire, Alexander Archipenko, Ossip Zadkine, Marc Chagall, Max Pechstein, Amedeo Modigliani (der ihn porträtierte) u. v. a. – Der dokumentarische Wert der 31 großformatigen Fotografien wird durch Angaben zu den damaligen Eigentümern auf jedem Foto gesteigert. Namentlich werden Sammler in Berlin, Köln, Paris, Oslo und Philadelphia genannt – die DSGVO galt damals noch nicht. – Alle sehr gut erhalten. – Aus einer Berliner Privatsammlung.

  744    Christian Schad. Schadographien.

€ 300

Sechs Photogramme. 1962–1975/2000. 21,5 : 16,5 cm (30,3 : 23,8 cm).

Die vollständige Auswahlfolge mit den Schadographien 44, 57, 59, 63 und 75b, entstanden 1962/63 und 126, entstanden 1975. – Christian Schad (1894–1982) hatte bereits in seiner Dada-Zeit 1919 erste Photogramme geschaffen. Diese Bilder entstanden durch die Belichtung von Fotopapier mit aufgelegten Objekten. In den 1960er Jahren wandte er sich dieser künstlerischen Gestaltungsform nochmals zu. – Mit dem Textblatt in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 297 A1–6.

  746    Ré Soupault. Photographin der magischen Sekunde.

€ 400

Sechs Fotografien. 1934–1936/2011. 30,5 : 23,8 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass der Fotografin (1901–1996). – Die Folge beinhaltet zwei Straßenszenen, zwei Aufnahmen des Bahnhofs St. Lazare in Paris und zwei von einem Fest zum Wahlsieg der Volksfront unter Léon Blum, Paris 1936. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 343 B1–6.

  747    Karin Szekessy. Paul Wunderlich mit Hund.

€ 180

Lichtdruck nach Fotografie. 1975. 65 : 50 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 88/100. – Das berühmte Hamburg-Porträt der Fotografin Karin Szekessy (geboren 1938). Sie unterrichtete Ende der 1960er Jahre Modefotografie an der Werkkunstschule Hamburg. 1971 heiratete sie den Hamburger Künstler Paul Wunderlich (1927–2010). In den folgenden Jahrzehnten entstanden viele Gemeinschaftsarbeiten.

  748    Raoul Ubac. Ein tachistischer Photograph avant la lettre.

€ 450

Sechs Fotografien. 1932–1949/2008. 25,5 : 19,0 cm (30,5 : 24,0 cm).

Die vollständige Auswahlfolge. – Abzüge von den Originalnegativen im Nachlass des Künstlers. – Raoul Ubac (1910–1985) zählte zu den jüngsten und bis 1942 zugleich zu den engagiertesten Mitgliedern der Pariser Surrealisten. – Enthält folgende Fotografien: Agui au miroir au tain endommagé. 1932–33. – Le combat de Penthésilée. 1937. – Le combat de Penthésilée. Triomphe de la stérilité. 1937. – Photo-relief. 1938. – L’envers de la face. 1939. – Le objets fossiles. 1939/40. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 331 B1–6.

  749    Tobias Zielony. Jenny, Jenny.

€ 450

Sechs Farbfotografien, Ink-jet. 2013. 47 : 32 cm. Rückseitig signiert.

Vollständige Folge mit folgenden Motiven: Licht. – Haare. – Front. – Piercing. – Bett. – Himmel. – In der farbig illustrierten Originalmappe. – »Wie im Film wechselt Tobias Zielony [geboren 1973] in seinen photographischen Serien verschiedene Einstellungen von disparaten Momenten ab, die erst durch das Nebeneinander zu einem Zeit-Raum-Kontinuum und damit zu einer Erzählung zusammengeführt werden.« (Stephanie Bunk auf griffelkunst.de). – 2015 ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 357 C1–6.

  752    Künstlerschallplatten – Dorothy Iannone. Dear Dieter. Miss my muse.

€ 200

Langspielplatte. Berlin, Tochnit Aleph 2015.

Exemplar 5/15. – Auf dem Backcover von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Mehr ein Multiple als nur eine LP: Doppelcover mit zwei doppelseitigen Farboffsetdrucken in Fotoecken, recto nach einer Zeichnung der Künstlerin, verso ein gemeinsames Foto mit Dieter Roth. Die Schallplatte aus glasklarem Vinyl, als Beilage ein gefaltetes Poster. Auf der Schallplatte veröffentlichte die Künstlerin ihre für Dieter Roth gesprochenen Texte während eines Wiedersehens in Berlin nach langen Trennungsjahren. – In der signierten Vorzugsedition sehr selten und längst vergriffen. – Mit dem Buttonsticker mit einem Ausschnitt des Fotos.

  753    Künstlerschallplatten – Helmut Newton – Melissa Manchester. Emergency.

€ 300

LP. New York, Arista Records 1983.

Front-, Back- und Innencover nach drei Fotografien von Helmut Newton, Frontcover mit Silberstift signiert. – Dazu drei weitere LPs: Francesco Clemente – Mick Jagger. Primitive cool. 1987. CBS 460123 1. – Julian Schnabel – Red Hot Chili Peppers. By the Way. 2002. Warner Bros. LC 00392. – Richard Prince – Sonic Youth. Sonic Nurse. Doppel-LP. 2004. Geffen Records. – Alle sehr gut erhalten.

  754    Künstlerschallplatten – Andy Warhol. Drei LP-Cover nach seinem Entwurf.

€ 200

Zusammen fünf LPs. 1967–1977.

Andy Warhol’s Velvet Underground featuring Nico. Doppel-LP. Polydor/MGM 1967–1969. – The Rolling Stones. Sticky Fingers. Electrola 1971. 1C 064-63152. Das wohl berühmteste Cover aller Zeiten mit dem eingearbeiteten Reißverschluss. Mit dem Beilageblatt. – The Rolling Stones. Love your Live. Doppel-LP. Musidor 1977. CBS 450208 1. Das Doppelcover nach einer überarbeiteten Serigraphie von Warhol. – Gut erhalten.

Album II mit leichtem Wasserrand.

  755    Künstlerschallplatten – Emmett Williams. Poems 1950 – 2003.

€ 200

Langspielplatte. Berlin, Edition RZ 2004.

Exemplar 110/150. – Auf dem Frontcover Filzstiftzeichnung des Künstlers, rückseitig nummeriert, und kleine Zeichnung. – Als Beilage eine Einladungskarte zu einer Ausstellung in Bremen 1994, diese übermalt, signiert, datiert »2004«, betitelt »Poet at work« und nummeriert »110/150«. In ebenfalls bemaltem und nummeriertem Umschlag. – Die LP farbig bedruckt. – Tadellos erhalten.

  756    Künstlerschallplatten – Sechs von Künstlern gestaltete Plattencover.

€ 400

Insgesamt zehn LPs.

I. Horst Janssen – Franz Josef Degenhardt. Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen. Polydor 1973. 2371 380. – II. John Cage Live. Mainz, Wergo 1976. WER 60074. – III. Gottfried Helnwein – Franz Morak. Morak’n Roll. Polydor 1981. 2376 123. – IV. Bon Gruen – Yoko Ono. It’s alright. Polygram 1982. Polydor 2391 559. – V. Lynn Goldsmith – Laurie Anderson. United States Live. Fünf LPs in Originalbox. Warner Bros. 1984. LC 0392. – VI. Robert Rauschenberg – Talking Heads. Speaking in Tongues. Sire Records Company 1983. Cover verfärbt.

  771    Bernhard Kellermann. Der Tunnel.

€ 250

Roman. 1.–25. Tausend der ungekürzten Sonderausgabe. Berlin, S. Fischer 1931. Orangefarbener Originalleinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag nach Entwurf von Georg Salter.

Der Druckvermerk nennt bereits für diese erste Auflage der Sonderausgabe »Einband- und Schutzumschlag-Entwurf von Georg Salter«. Dies steht in irritierendem Widerspruch zu den Anmerkungen Jürgen Hosteins, der diesen Umschlag erst für die Folgeauflage (26.–50. Tausend) nennt. Zudem wird bei dem vorliegenden Exemplar auf der vorderen Umschlagklappe die Gesamtauflage des Romans mit 308.000 beziffert, was ebendieser zweiten Auflage entspricht. – Kellermanns berühmter Roman vom Bau eines transatlantischen Tunnels war bereits 1913 erschienen. Nahezu 20 Jahre zierte die Umschlagillustration von Hans Baluschek den Einband. 1931 wurde diese etwas »altbackene« Stadtansicht durch Salters atemberaubend dynamische Zeichnung, die bildhaft über den gesamten Umschlag reicht, ersetzt. – Das Buch sehr gut, der Umschlag gut erhalten.

18,8 : 13,2 cm. [3]–402 Seiten (so korrekt). – Schutzumschlag am Rücken oben mit kleinen, sorgsam restaurierten Fehlstellen.

Holstein 73, Abbildung S. 85. – Holstein, Blickfang 325. – Pfäfflin 133

  772    Octave Uzanne. Son Altesse la Femme.

€ 300

Illustrations de Henri Gervex, J.-A. Gonzalés, L. Kratké, Albert Lynch, Adrien Moreau et Félicien Rops. Paris, A. Quantin 1885. Mit zehn Farbradierungen, zwei radierten Zwischentiteln und acht figürlichen Bordüren. Grauer Ecrasélederband mit Vergoldung. Mit dem eingebundenen Originalumschlag.

Erste Ausgabe dieses historisch-fundierten Lobgesangs auf das weibliche Geschlecht. – Eins von 100 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf breitrandigem Japan und mit den Radierungen in mehreren Zuständen, teils farbig gedruckt, teils koloriert. Die zehn Farbradierungen in jeweils zwei Zuständen, einmal ohne Schrift. Es gibt weitere 100 Exemplare auf Japan ohne Zustandsdrucke und eine ungezählte Auflage auf Velin. – Octave Uzanne (1851–1931), einer der größten Bibliophilen, Schriftsteller und Verleger, veröffentlichte zahlreiche Werke zur Buchkunde. Er zählt zu den Mitbegründern der »Societé des bibliophiles contemporains«.

29,4 : 21,0 cm. [4], 312, [4] Seiten, 10 und 28 zusätzliche Radierungen.

Monod 10843. – Carteret IV, S. 384 (»Ouvrage documentaire du plus vif intérêt«)

  773    Rudolf von Delius. Mary Wigman.

€ 200

Dresden, Carl Reissner 1925. Mit einem Frontispiz und 38 Abbildungen auf Tafeln. Orignalhalbleinenband. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Titelblatt mit eigenhändiger Widmung »Mary Wigman 22/23. März 1952 bei M. M. in Hamburg«. 1919 feierte die Tänzerin, nachdem sie Rudolf von Laban und die Zürcher Dadaisten verlassen hatte, in Hamburg ihre ersten großen Erfolge, die sie schlagartig auch international bekannt machten. – Dazu: Reinhold Rudolf Junghanns. Bildnis Mary Wigman (Kopf mit Hut). Radierung. Um 1925. 28,5 : 21,8 cm (52,5 : 34,0 cm). Monogrammiert, als »Probedruck« und und am Unterrand mit Korrekturangaben bezeichnet. Auf Kupferdruckkarton, gebräunt. Gerahmt. – Charlotte Rudolph. Mary Wigman. Fotografie. Silbergelatine, Vintage. Um 1925. 13,7 : 8,7 cm. Mit dem Prägestempel der Fotografin, rückseitig mit Postkartenaufdruck. Knickspuren, etwas fleckig.

25,8 : 19,5 cm. 56, [4] Seiten, 38 Tafeln. – Innen und außen minimal stockfleckig. –Vorsatzblatt mit Schenkungsvermerk.

  774    William Senior. The Thames

€ 400

from Exford to the Tower. Illustrated with thirty original painters-etchings by Francis S. Walker. London, John C. Nimmo 1891. Mit 30 Radierungen nach Gemälden. Dunkelgrüner Originalkalikoband mit Goldprägung und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 260 Exemplaren auf »superfine paper«, die Radierungen auf Bütten. – Die Ölgemälde des irischen Malers Francis Sylvester Walker (1848–1916) wurden vom Künstler selbst als Radierungen reproduziert. Stimmungsvoll illustrieren seine Bilder von der Themse-Landschaft den Text des Journalisten William Senior, der bis dato vor allem durch Publikationen zum Angelsport bekannt geworden war. Sein Spitzname »Red Spinner« und mehrere Holzschnitt-Schlussvignetten mit Fisch-Motiven verweisen auf diese große Leidenschaft des Autors.

29,8 : 23,8 cm. XII, 120 Seiten, 30 Radierungen. – Einband leicht fleckig, Kapitale minimal bestoßen. – Buchblock gelockert, Innengelenke angeplatzt. Zwei Druckstellen in den unbeschnittenen Seitenrändern.

  775    The English Lakes.

€ 250

Painted by A. Heaton Cooper. Described by W. T. Palmer. London, Adam and Charles Black 1905. Mit 75 Chromolithographien und einer Karte. Cremefarbener Originalkalikoband, Deckel und Rücken mit Jugendstildekor in Grün, Rot und Silberprägung.

Erste Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren der »Edition de luxe«, gedruckt auf starkes Bütten. – Auflagenvermerk vom Künstler signiert. – Der englische Aquarellmaler Alfred Heaton Cooper (1863–1929) war nach ausgedehnten Reisen 1894 aus Norwegen in seine Heimat zurückgekehrt. Er ließ sich im »Lake District«, der schon damals bei Touristen beliebten Gegend im Nordwesten Englands, nieder und hoffte, dort seine Bilder an Reisende verkaufen zu können. Viele Arbeiten dienten auch als Vorlage für Illustrationen von Büchern und Reiseführern. – Opulent ausgestattet und gut erhalten.

27,5 : 22,2 cm. [2], IX, [1], 230, [2] Seiten, 75 Tafeln mit Seidenvorblättern. – Kapitale und eine Ecke leicht bestoßen. – Die Seidenblätter vor den Tafeln teils leicht stockfleckig.

  776    Scaramanga Brothers. Private Code 1911.

€ 300

London, William Brown [1911]. Dunkelroter Originalleinenband mit Gold- und Blindprägung.

Codierliste für den telegrafischen Geschäftsverkehr der weltweiten Niederlassungen der Reederei Scaramanga Brothers, gegründet von der gleichnamigen griechischen Familie mit Hauptsitz in London. – Um die Kosten für telegrafische Nachrichten zu senken und den Informationsfluss zu beschleunigen, verwendete man seinerzeit Zahlencodes und Kurzworte für die gängigsten Geschäftsausdrücke. Der Band enthält Hunderte solcher Sätze und Codeworte, an einigen Stellen wurden aktualisierte oder nachträgliche Ergänzungen maschinengeschrieben eingeklebt. – 1965 war Francisco Scaramanga der Gegner von James Bond in »The Man with the Golden Gun«, in der Verfilmung von 1975 verkörpert von Christopher Lee.

38,5 : 25,4 cm. [2], 50 Seiten.

  779    Jean de La Fontaine. Choix de Fables.

€ 450

Illustrées par un groupe des meilleurs artistes de Tokio. Sous le direction de P. Barboutau. Tome premier [et] second. Tokio, Tsoukidji für Flammarion Paris 1894. Mit 28 doppelblattgroßen Farbholzschnitten und Buchschmuck. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

Originelle Kombination von französischen Texten mit japanischen Holzschnitten, verstärkt durch die gesamte Buchgestaltung (Blockbuchbindung, Seidenpapierumschlag, Kordelheftung). Ende des 19. Jahrhunderts beförderte die Fernost-Sehnsucht des kultivierten Europas manch sonderbares Produkt. 1896 erschien eine ähnliche Ausgabe mit Fabeln von Claris de Florian. – Die Illustrationen zu den 28 Fabeln stammen von den japanischen Künstlern Kadji-Ta Han-Ko, Kawa-Nabe Kiyo-Soui, Oka-Koura Shiou-Soui, Kano Tomo-Nobou und Eda Sada-Shiko.

25,0 : 18,2 cm. Je [50] Seiten. – Minimal fleckig, Seitenränder in Band 1 etwas wasserrandig.

Metzner/Raabe/Bodemann 373.1. – Carteret IV, 228

  780    [Friedrich] Schiff. Maskee.

€ 900

A Shanghai Sketchbook. [Shanghai, Eigenverlag?, um 1940]. Mit kolorierten, teils blattgroßen Illustrationen. Leporello mit pinkfarbenen Originalseidendeckeln.

Aus einer »limited and numbered edition«, auf dem Titel signiert. – Die in Schwarz gedruckten Karikaturen wurden vom Künstler koloriert und sind auf die starken Leoprellokartons mit Leinenfälzen aufgezogen. – Der Wiener Künstler Friedrich Schiff (1908–1968) lebte lange in Shanghai, wo die vorliegenden reizenden Karikaturen entstanden. »Schiff sympathisiert aber auch mit der leidenden chinesischen Bevölkerung. Er setzt diesen sozial so Benachteiligten in seinem Werk ein Denkmal – zeichnet Kulis, Altwarensammlerinnen, Blumenmädchen, Straßenakrobaten, Bettler und Prostituierte« (schiff-galerie.at).

26,7 : 19,0 cm. 22 Leporelloblätter, davon 20 mit Illustrationen. – Ränder und Falze leicht stockfleckig. – Deckel und Seiten teils mit Griffspuren.

  781    Führer durch die Ausstellung »Entartete Kunst«.

€ 200

Berlin, Verlag für Kultur- und Wirtschaftswerbung [1937]. Mit 59 Abbildungen. Originalbroschur.

Erste Ausgabe des Führers durch die berüchtigte Wanderausstellung des NS-Propagandaministeriums, die zeitgleich mit der »Großen Deutschen Kunstausstellung« stattfand. – Verantwortlich für den Inhalt des Hefts zeichnete Fritz Kaiser, der auch die Ziele der Ausstellung formulierte. Mit einer Rede Adolf Hitlers zur Eröffnung des »Hauses der Kunst« in München. – Es existierten drei Ausagben, hier mit den bei Barron beschriebenen Merkmalen der ersten. Preisangabe auf dem Vorderumschlag aber schon mit »Preis 30 Pfg.« überklebt.

21,0 : 14,8 cm. 30, [2] Seiten. – Durchgehend mit geglätteter senkrechter Mittelfalte.

Barron Seite 356ff

  782    Mao Zhu Yu Lu

€ 750

(chinesisch: Zitate des Vorsitzenden Mao). [Peking 1964]. Mit Porträt und Faksimileblatt. Rote Originalkunststoffbroschur mit blindgeprägtem Deckeltitel.

Wohl Exemplar aus der zweiten Bindequote der Erstausgabe, nun in dem weltbekannt gewordenen roten Kunststoff-Einband. – Nur die Erstausgabe erschien ohne Datierung, mit der hier vorliegenden Kollation und in dem etwas größeren Format. Bereits die zweite Auflage von 1965 wurde um zwei Kapitel erweitert und das Faksimile der handgeschriebenen Widmung Lin Biaos mit dem »Schreibfehler« in der zweiten Spalte gegen eine korrigierte Fassung ausgetauscht. – Vortitel in Rot, Haupttitel in Grün und Rot gedruckt. – Die Sammlung von Aussprüchen des Führers der chinesischen Volksrevolution erschien auf Anregung des Armeegenerals Lin Biao (1907–1971). Auf seine Initiative hin sollten die Soldaten der Roten Armee Mao-Zitate auswendig lernen, was schlussendlich 1964 zur vorliegenden Sammlung führte. Bis 1967 wurden mehr als 720 Millionen Exemplare und Übersetzungen in mehr als 35 Sprachen gedruckt – nur die christliche Bibel hat weltweit größere Verbreitung gefunden. Wegen seiner zunehmenden Machtfülle misstraute Mao seinem Stellvertreter Lin Biao, der 1971 unter ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Um sein Andenken zu tilgen, wurden die Einwohner Chinas, denen der Besitz der »Mao-Bibel« staatlich verordnet war, aufgefordert, Widmungsblatt und Vorrede aus den bis 1971 erschienenen Exemplaren zu entfernen. – Trotz der weltweit riesigen Auflage sind unkorrigierte Exemplare des Erstdrucks sehr selten. – Eines der folgenreichsten Bücher der Weltgeschichte. – Beigabe: Ein Exemplar der deutschen Erstausgabe (Worte des Vorsitzenden Mao Tse Tung, Peking 1967). Roter Kunststoffeinband. Mit Widmung »To the best communist of the N.Y. Stock Exchange, 28.4.69«.

14 : 10 cm. [4], 2, 2, 250, [2 leere] Seiten. – Porträt und das hintere Vorsatzblatt leicht fleckig.

  804    Eugen Diederichs Verlag – Atlantis.

€ 250

Volksmärchen und Volksdichtungen Afrikas. Herausgegeben von Leo Frobenius. Band I [bis] XII [alles Erschiene]. Jena, Eugen Diederichs 1921–1928. Mit zahlreichen Tafeln, Karten und Illustrationen. Illustrierte Originalhalbleinenbände mit farbiger und goldgeprägter Rückenverzierung.

Die vollständige Reihe, herausgegeben als Veröffentlichungen des Forschungsinstituts für Kulturmorphologie. – Inhalt: I–III. Volksmärchen der Kabylen. – IV. Märchen aus Kordofan. – V. Dichten und Denken im Sudan. – VI. Spielmannsgeschichten der Sahel. – VII. Dämonen des Sudan. VIII. Erzählungen aus dem West-Sudan. – IX. Volkserzählungen und Volksdichtungen aus dem Zentral-Sudan. – X. Die atlantische Götterlehre. – XI. Volksdichtungen aus Oberguinea. – XII. Dichtkunst der Kassaiden. Weitere Bände (XIII–XV) waren geplant, sind aber nicht mehr erschienen. – Im Jahre 1898 gründete der Ethnologe und Forschungsreisende Leo Frobenius (1873–1938) in Berlin das »Afrika Archiv« als private Stiftung. Nach dem ersten Weltkrieg wurde es als »Forschungsinstitut für Kulturmorphologie« nach München, 1925 nach Frankfurt am Main verlegt. – Die Buchgestaltung stammt von F. H. Ehmcke, der maßgeblich für die Bedeutung des Diederichs Verlages in der deutschen Buchkunst war. – Beilage: Brief des Forschungsinstituts München, 24. IX. 1921: »Auf Veranlassung von Herrn Leo Frobenius übersenden wir Ihnen fünf Abgüsse afrikanischer Terrakotten.

21,4 : 15,0 cm. – Vereinzelte Besitzvermerke.

  805    Chrysos-Druck – E. T. A. Hoffmann. Ignaz Denner.

€ 300

Mit 12 handkolorierten Originallithographien von Walter Wellenstein. Berlin, Carl P. Chryselius 1923. Mit zwölf signierten Lithographien, eine davon als Textillustration. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. Im Schuber.

Erster Chrysos-Druck. – Eins von 200 Exemplaren. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Walter Wellenstein (1898–1970) studierte u. a. bei Emil Orlik. Er veröffentlichte Zeichnungen u. a. im »Simplicissimus« und »Eulenspiegel«, illustrierte das Gesamtwerk von E. T. A. Hoffmann, russische Literatur und Kinderbücher. – Sehr schönes Exemplar.

30,4 : 24,8 cm. 44, [4] Seiten, 11 Lithographien.

Sennewald 23,1

  806    Dreiangeldrucke – Gottfried August Bürger. Balladen.

€ 300

München, Hans von Weber 1919. Mit zahlreichen Lithographien von Franz Kolbrand im Text, davon sieben ganzseitig. Preußischblauer Maroquinband mit Vergoldung (signiert: O. Herfurth, MdE).

Neunter Dreiangeldruck. – Auf glattem Japanpapier, »höchstens 80« Exemplare wurden auf Velin gedruckt. – Das Beiheft (Nachwort von Erich Ebstein) wurde am Ende eingebunden. – Eleganter Einband von Otto Herfurth, Deckel-, Steh- und Innenkanten und Rückenfelder mit vergoldeten Fileten. Vorderdeckel mit dem vergoldeten Monogramm des Buchbinders, seine eigentliche Signatur mit dem Zeichen der Innung »Meister der Einbandkunst« im hinteren Innendeckel. – Kopfschnittvergoldung, marmorierte Vorsätze. – Mit dem radierten und signierten Exlibris eines Berliner Sammlers von Horst Hussel.

24,0 : 18,0 cm. [4], 131, [1] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Rodenberg 417, 9

  807    Drucke der Pforte – Das Lied von S. Anno.

€ 250

Übertragen von Richard Benz. Heidelberg und Offenbach, Wilhelm Gerstung 1924. Hellbrauner Originalkalblederband mit Blindprägung (Helene Fanck, Stuttgart).

Erster Druck der Pforte. – Eins von 400 Exemplaren, nach Rodenberg wurden nur die Vorzugsexemplare in Leder gebunden. – Auf Bütten. – Druck in Dunkelrot und Schwarz, gesetzt aus der »Liturgisch«, einer von Otto Hupp entworfenen gotischen Fraktur. – Der literarischen Gemeinschaft der »Pforte« gehörten unter anderem Hans Thoma und Alfred Mombert an. Unter Leitung von Gustav Wolf errichtete man eine Werkstatt für Graphik und Buchkunst. In Zusammenarbeit mit der Stuttgarter Buchbinderei Helene Fanck entstanden die ersten Pressendrucke. Die literarische Leitung hatte dabei Richard Benz, welcher die bis heute maßgebliche Übersetzung der »Legenda aurea« anfertigte.

29,0 : 20,7 cm. XLVII, [5] Seiten. – Vorsätze im Falz leimschattig.

Rodenberg 234, 1

  810    Ernst Ludwig-Presse – Francis Jammes. Die Gebete der Demut.

€ 250

München, Kurt Wolff 1921. Blaugrüner Originalmaroquinband mit reicher Vergoldung und Marmorpapiervorsätzen.

Stundenbücher 4. – Eins von 350 Exemplaren. – Die Übertragungen von Ernst Stadler erschienen zuerst 1913 in Kurt Wolffs expressionistischer Reihe »Der jüngste Tag«. – Handpressendruck in Rot und Schwarz auf Bütten von C. H. Kleukens. – Der Einbandentwurf der »Stundenbücher«, einem bibliophilen Seitenstück des Verlages, stammt von Emil Preetorius. – Das leere Vorblatt mit Widmung vom 5. Dez. 1931 »zur Erinnerung an die christliche ›Demut‹ …«, sonst tadellos.

18,3 : 12,2 cm. [48] Seiten.

Stürz 30. – Göbel 533. – Rodenberg 77, 4. – Schauer II, 64. – Fromm III, 12981

  811    Mainzer Presse – Rede des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler vor dem Deutschen Reichstag am 7. März 1936.

€ 120

Mainz 1936. Originalpappband mit Pergamentkapitalen und goldgeprägter Deckelvignette.

Erschienen Weihnachten 1936 auf Anregung des Mainzer Bürgermeisters zur Erinnerung an den Einmarsch der deutschen Wehrmacht ins entmilitarisierte Rheinland. – Gesetzt aus der von Kleukens entworfenen Burte Fraktur. – 1927 wurde Christian Heinrich Kleukens an die von der Stadt Mainz gegründete Presse berufen. Dort erschienen auch noch die wenigen späten Drucke der Ernst Ludwig-Presse, deren Leitung Kleukens weiterhin inne hatte. 1945 wurde Kleukens, der dem Gedankengut der Nationalsozialisten durchaus nahestand, als Leiter der Mainzer Presse, die noch bis 1953 existierte, suspendiert.

25,0 : 16,5 cm. 53, [3] Seiten.

  813    Janus-Presse – Goethes Meister-Prosa.

€ 300

Auswahl des Wortlauts [und Nachwort] von A[nton] K[ippenberg] und G[eorg] W[itkowski]. Leipzig 1926. Originalbroschur mit farbig marmoriertem Umschlag.

Für die Teilnehmer des Leipziger Bibliophilen-Abends am 11. Februar 1926 »hinter dem fünfzigjährigen Rücken Walter Tiemanns von Carl Ernst Poeschel mit gleichfalls ermattenden Kräften hergestellt« (Druckvermerk). – Der tatsächlich letzte Druck der Janus-Presse, der 1907 begründeten ersten deutschen Privatpresse, die bereits im Frühjahr 1923 mit dem »Schlemihl« ihre Tätigkeit eingestellt hatte. »Ihre Seele, die Schrift, war versenkt, nicht wie Cobden Sanderson’s Doveslettern in die Themse, sondern in ein Paket mit grauem Packpapier« im Archiv des Insel-Verlages. Für den seltenen Privatdruck wurde sie noch ein letztes Mal verwendet. – Keiner der Texte stammt wirklich von Goethe, die Herausgeber schoben dem Dichterfürsten diverse Briefe, Ansprachen etc. unter. – Dazu vier weitere Gaben des Leipziger Bibliophilenabends: I. 1908: Ein Halbes Dutzend Leipziger Promotions-, Hochzeits-, Liebes- etc. etc. Gedichte aus der Barockzeit. Originalbroschur. Schriftprobe verschiedener Unger-Frakturen. Stifter: Carl Poeschel und Julius Zeitler. – II. 1910: Herz mein Herz was soll das geben? Faksimile der Handschrift. Ein Blatt in Büttenumschlag. Eins von 99 Exemplaren. Stifter: Kurt Wolff. – III. 1922: Briefe berühmter Meister der Musik aus meiner Autographensammlung. Originalbroschur. Faksimiles von acht Briefen. Stifter: Henri Hinrichsen. – IV. 1933: Theodor Fontane. Kleine Geschichte aus dem Riesengebirge. Originalpappband. Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 300). Stifter: Gerhard Schulze.

24,9 : 17,8 cm. 30, [2] Seiten. – Broschurumschlag mit kleinen Fehlstellen.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, S. 83 sowie S. 72 und S. 79

  821    Inselbücherei – Gottfried August Bürger. Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande.

€ 250

Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen […]. 11.–25. Tausend. Leipzig, Insel 1913. Mit einem Titelbild. Brauner Originalkalblederband. Rückentitel, Inselschiff-Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet.

Die einzige Lederausgabe von Inselbändchen 7 [1A]. – Vorsatzpapier Jenne 36.3. – Schönes Exemplar.

18,5 : 12,0 cm. 103, [1] Seiten. – Kanten minimal berieben.

Kästner IB, S. 231. – Jenne II, 131

  822    Inselbücherei – Hugo von Hofmannsthal. Der Tod des Tizian.

€ 150

Bruchstück. 1892. 61.–68. Auflage. Leipzig, Insel [1926]. Blauer Originallederband. Rückentitel, Inselschiff-Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet.

Eine von drei Lederausgaben des frühen Inselbändchens, das von 1908 bis 1948 erschien. – Vorsatzpapier Jenne 68. – Auf festem Velin. – Sehr schönes Exemplar.

18,5 : 12,0 cm. 39, [1] Seiten.

Kästner IB, Seite 231, 8. – Jenne II, 131

  830    Inselbücherei – Die Geschichte von Aucassin und Nicolette.

€ 200

[Leipzig], Insel 1956. Mit 16 kolorierten Holzschnitten, zehn Motive teils wiederholt, und Holzschnitt-Musiknoten von Fritz Kredel im Text. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel (Gerhard Prade, Leipzig). Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren. – Vorzugsausgabe zu dem 30 (!!) Jahre später erschienenen Inselbändchen 1071. – Die Holzschnitte dieser Leipziger Ausgabe wurden von Martin Schauer nach Vorlagen von Fritz Kredel koloriert. – Bereits 1954 erschien eine einfarbige Fassung innerhalb der Inselbücherei (IB 14.1B), die kolorierten Sonderausgaben (Wiesbaden 1955 und Leipzig 1956) wurden allerdings jeweils neu gesetzt. Da 1986 ein Reprint der Leipziger Variante in der Inselbücherei erschien, verzeichnet Jenne die vorliegende als Vorzugsausgabe. – Tadellos erhalten.

21,5 : 13,8 cm. 70, [4] Seiten.

Sarkowski 519 A. – Jenne II, 60. – Vgl. Kästner IB, S. 236 (nennt aber nur die Wiesbadener Ausgabe). – Salter 1.230.4

  833    Inselbücherei – Österreichische Bibliothek.

€ 400

Herausgegeben von Hugo von Hofmannsthal und anderen. Alle 26 Bände der Reihe. Leipzig, Insel 1915–1917. Gelbe Originalpappbändchen mit Deckel- und Rückenschildern.

Vollständige Folge; alle Titel der Österreichischen Bibliothek innerhalb der Reihe nur in einmaliger Auflage. – »Seitenstück der Insel-Bücherei« in gleichem Format und ähnlicher Ausstattung. – Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Reihe nicht fortgesetzt, Restbestände wurden in roter Broschur verkauft oder in die Insel-Bücherei übernommen: Die tatsächlich in der Originalausstattung ausgelieferten Auflagenhöhen dürften also fast durchweg niedriger als die bei Kästner angegebenen »meist je zehntausend Exemplare« sein. – Insgesamt gut erhalten. – Mit dem achtseitigen Beilageprospekt zur Reihe mit einem längeren Text von Hugo von Hofmannsthal.

18,3 : 12,0 cm. – Rücken und vereinzelte Deckelränder etwas angestaubt. Drei Deckel und ein Deckelschild mit kleinen Schabstellen. – Acht Bände mit Besitzvermerk, zwei mit dem Leipziger Zensurstempel. – Vereinzelt leicht stockfleckig.

Kästner S. 249f. – Houghton Library Catalogue 497 und 498ff

  837    Georg Müller Verlag – Meisterwerke orientalischer Literaturen.

€ 300

In deutschen Originalübersetzungen herausgegeben von Hermann von Staden. Erster [bis] Neunter Band [alles Erschienene]. München, Georg Müller 1913–1923. Mit farbigen Bordüren der Doppeltitel. Originalhalblederbände mit ornamentaler Rückenvergoldung, rotem bzw. schwarzem Rückenschild und farbigen Modeldruck-Bezugspapieren.

Vollständige Reihe in der besseren Einbandvariante. – Das ambitionierte Verlagsprojekt enthält folgende Bände: I. Mesnevi oder Doppelverse des Scheich Mewlana Dschelal ed din Rumi. Aus dem Persischen. – II. Chinesische Novellen. – III. Sukasaptati. Das indische Papageienbuch. Aus dem Sanskrit. – IV/V. Katharatnakara. Das Märchenmeer. Eine Sammlung indischer Erzählungen von Hemavijaya. – VI. Asobi. Altjapanische Novellen. – VII/VIII. Hikayat Hang Tuah. Die Geschichte von Hang Tuah. Aus dem Malayischen. – IX. Vetala-Pantschavinsati. Die fünfundzwanzig Erzählungen eines Dämons. – Aufgrund des langen Erscheinungszeitraums wurden verschiedenfarbige Leder für die Einbände benutzt. Zudem sind vollständige Exemplare selten.

21,4 : 13,5 cm. – Rücken minimal berieben, ein unteres Kapital mit kleinen Einrissen.

25 Jahre Georg Müller Verlag S. 175

  839    Rowohlt Verlag – Honoré de Balzac. Gesammelte Werke.

€ 200 ( R5 )

[45 in 40 Bänden]. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt 1953–1964. 40 blaue Originalleinenbände mit rot-goldenen Rückenschildern und Rückenvergoldung.

Die vollständige Hamburger Ausgabe. Im Kleinformat und als Dünndruckausgabe fast so platzsparend wie ein e-Book, allerdings haptisch deutlich angenehmer. – Die Übersetzungen stammen von Walter Benjamin, Franz Hessel, Else von Hollander, Walter Mehring, Max Krell, Friedrich von Oppeln-Bronikowski, Otto Flake u. a. – 1. Der Alchimist. 2. Albert Savarus. 3. Die Geschichte der dreizehn. 4. Beatrix. 5. Buch der Mystik. 6. Caesar Barotteau. 7. Eine dunkle Geschichte. 8. Ehefrieden. 9. Der Ehekontrakt. 10. Eugenie Grandet. 11. Die Frau von 30 Jahren. 12. Die Geheimnisse der Fürstin von Cadignan. 13. Die Bauern. 14/15. Glanz und Elend der Kurtisanen. 16. Heimliche Könige. 17. Honorine. 18. Junggesellenwirtschaft. 19. Katharina von Medici. 20/21. Die Kleinbürger. 22. Die Königstreuen. 23. Künstler und Narren. 24. Der Landarzt. 25. Der Landpfarrer. 26. Zwei Frauen. 27. Modeste Mignon. 28. Nebenbuhler. 29. Oberst Chabert. 30. Pariser Novellen. 31. Pierette. 32. Sarrasine. 33/34. Tante Lisbeth. 35. Die tödlichen Wünsche. 36/37. Trollatische Geschichten. 38. Ursula Mirouet. 39. Vater Goriot. 40/41. Verlorene Illusionen. 42. Vetter Pons. 43. Der Volksvertreter. 44. Die Lilie im Tal. 45. Maitre Cornelius. Der verstoßene Sohn.

14,5 : 9,0 cm. – Einige Rücken verfärbt, zwei leicht berieben, zwei leicht fleckig.

Fromm S. 122–143

  840    Rupprechtpresse – Christoph Martin Wieland. Geron der Adlige.

€ 250

Eine Erzählung. München 1918. Pergamentband mit farbiger Deckelbemalung (signiert: ., Berlin).

Viertes Buch der Rupprechtpresse. – Eins von 200 Exemplaren. – Auf dem weichen Hadern-Bütten, von dem Ehmcke trotz Kriegsmangel im Sommer 1918 einen größeren Posten erwerben konnte. Gleich drei aufeinander folgende Drucke (der zweite bis vierte) wurden auf diesem Papier gedruckt. – Ab 1917 übernahm der Verleger Walther Hirth den Vertrieb der Drucke der Presse. – Insgesamt schönes Exemplar in einem unikalen Einband.

24,0 : 14,7 cm. 55, [3] Seiten. – 1 Blatt mit Einriss im Text. – Die Blätter teils mit umlaufenem Feuchtigkeitsrand.

Backe S. 122f. – Rodenberg 130, 4. – Günther/Zeilinger 415

  851    Einbände – Blindgeprägter Schweinslederband von E. A. Enders, Leipzig

€ 200

(signiert). – Inhalt: Felix Wolff. Ægypten und der Hafen der Ewigkeit. [Leipzig, Insel] 1914.

23. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 70 Exemplaren auf Old Stratford-Velin (Gesamtauflage 100). – Der Titel wurde in Gold gedruckt. – Die deutschen Texte wurden nach der englischen Übersetzung von Wallis-Budge übertragen. – Die ornamentale Blindprägung und das weiße Schweinsleder erinnern an Einbände von Enders’ Hamburger Kollegen Franz Weiße.

21,3 : 14,8 cm. 143, [5] Seiten. – Einband etwas nachgedunkelt und an den Gelenken etwas berieben. Deckel leicht verzogen.

Stürz 23. – Rodenberg 76. – Schauer II, 64. – Sarkowski 1929a

  852    Einbände – Cremefarbener Schweinslederband von Walter Gerlach

€ 500

mit ornamentaler Blindprägung, Buntpapiervorsätzen und -spiegeln sowie Schnittbemalung und -vergoldung. – Inhalt: Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift deutsch von Martin Luther. 1. Band [mehr nicht erschienen]. Berlin, Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser Verlag [1927]. Mit zahlreichen farbigen Illustrationen, farbiger Titelbordüre und farbigen Initialen.

Meisterdruck für die Mitglieder des Volksverbandes der Bücherfreunde. – Es erschien lediglich dieser erste Band, der die Geschichtsbücher und die poetischen Bücher des Alten Testaments enthält. – Prachtausgabe der sogenannten »Cranach-Bibel«, der Text nach der Ausgabe von 1545, die Illustrationen von Lucas Cranach nach dem Pergamentexemplar der Ausgabe von 1541 aus dem Besitz der Staatsbibliothek Berlin. – Walter Gerlach schuf einen unikaten Einband, dessen Blindprägung etwas zurückhaltender und moderner wirkt als der Originalentwurf von Kurt Siebert. Die Schnittverzierung in Gold, Rot und Schwarz, mehrfarbig handumstochene Kapitale. – Sehr gut erhalten.

31,2 : 21,5 cm. 967, [1] Seiten. – Deckel minimal angestaubt.

MNE II, 405

  861    Einbände – Willy Baur. Vier zollerische Historien.

€ 300

Privatdruck der Firma Heinrich Maute, Bisingen/Hohenzollern. Bisingen 1953. Mit acht Illustrationen und vier figürlichen Initialen von Herbert Günterberg. Zweifarbiger Ecrasélederband mit reicher Vergoldung.

Unnummeriertes Exemplar, über die sicher nur kleine Auflage gedruckt und hier wohl unikal gebunden. – Auf Japanpapier gedruckt, die Vorsätze aus Pflanzenfaser-Papier. – Beide Deckel werden durch ein vergoldetes Filetenlineament verziert, der Vorderdeckel mit großem Mittelfeld aus grünem Leder und einem aus rotem Leder applizierten »M«. – Der Privatdruck erschien zum 65. Geburtstag des Inhabers der Textilfirma Reinhold Maute, am Ende faksimilierte Unterschriften der Angestellten. – Tadellos.

21,1 : 17,7 cm. 75, [5] Seiten.

  863    Einbände – Neun Werke über Einbandkunst.

€ 300

London, Paris, Berlin u. a. 1900–2004. Alle mit zahlreichen, teils farbigen, teils montierten Tafeln und Abbildungen. Meist Originaleinbände.

I. Modern Book-Plates [… and:] Modern Book-Bindings and their Designers. The Studio, Special Winter-Number 1899–1900. – II. Jean Loubier. Der Bucheinband in alter und neuer Zeit. Berlin und Leipzig [1905]. – III. Deutsche Pressen- und Bibliophile Reihendrucke. Sonderheft vom »Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. Leipzig 1924. – IV. Festschrift Hübel & Denck. Leipzig 1925. – V. Catalogue de l’exposition la Reliure originale. Paris, Bibliotheque Nationale 1947. – VI. Julius Rodenberg. Otto Dorfner. 1955. –VII. Un demi-siecle de reliures d’art contemporain en France et dans le monde. Exposition.1984. – VIII. 400 Jahre Buchbinder-Innung. München 1996. Festschrift und Katalog in einem Band. Nummeriertes Vorzugsexemplar im Pergamenteinband. – IX. Handeinbände. Internationale Beispiele aus den Jahren 1970 bis 2000, vorgestellt von der Vereinigung »Meister der Einbandkunst«. Hamburg 2004.

  864    Einbände – Zwei Werkverzeichnisse zur französischen Buchbindekunst.

€ 400

Paris, Auguste Blaizot 1965, und Toulouse, Arts et forms 1984. Mit hunderten Tafeln.

I. Pierre Legrain Relieur. Répertoire desriptif et bibliographique de 1236 reliures. Introduction par Jacques Millot. Études sur l’œuvre et l’homme. Paris, Auguste Blaizot 1965. Mit 78 Tafeln, davon sechs farbig. Leinenband. Eins von 600 Exemplaren. Ausführliche Dokumentation des Schaffens des berühmten, jung verstorbenen Buchbinders Pierre-Émile Legrain (1889–1929). – Beschreibung der Einbände nach Verfasseralphabet. Auf Velin von BFK Rives. – II. Marcel Garrigou. Georges Cretté. Études par Harry Vinckenbosch. Toulouse, Arts et Forms 1984. Mit 204 teils farbigen Tafeln und einigen Textabbildungen. Lose Bogen in Originalumschlag in -schuber. Eins von 450 Exemplaren. Ausführliche Dokumentation des berühmten Buchbinders Cretté (1893–1969). Beschreibung von 679 Einbänden, geordnet nach Verfasseralphabet.

33,5 : 26,5 cm. XLVIII, 204, [2] Seiten, 78 Tafeln. – 35,0 : 25,5 cm. [8], 265, [6] Seiten, 204 Tafeln.

  875    Georges Badin – Serge Mestre. Naissance d’un paysage.

€ 300

Interventions originales de Georges Badin. [Béthune], Collection Ecbolade [um 1978]. Mit zwei Originalgouachen. Lose Bogen in Originalumschlag.

Collection Ecbolade 16. – Eins von 80 Exemplaren (Gesamtauflage 95) mit den beiden Gouachen von Badin, beide mit Collage. – In Schwarz und Blau gedruckt. – Der französische Schriftsteller Georges Badin (1927–2014) hatte sich in den 1970er Jahren der Malerei zugewandt. Er lebte und arbeitete in seiner Heimatstadt Ceret. Serge Mestre, geboren 1952, war seit Anfang der 1970er Jahre literarisch tätig.

33,5 : 23,7 cm. [9] Doppelblätter. – Umschlag mit kleinen Druckstellen.

  878    Marcus Behmer – Homer. Ilias.

€ 250

Deutsch von J[ohann] H[einrich] Voss. Mit Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. Berlin, Askanischer Verlag 1923. Mit Titelholzschnitt und 46 Textholzschnitten. Originalschweinslederband mit Rückenvergoldung und -blindprägung. Deckelvignetten und Kopfschnitt vergoldet.

Fünftes Buch der »Behmer-Drucke« bei Otto von Holten. – Eins von 100 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren, bei denen der Druckvermerk von Marcus Behmer, der Titelholzschnitt vom Künstler signiert wurde. – Auf starkem Zanders-Bütten. – In den Jahren 1920–1924 wurden bei Otto von Holten sechs Bücher unter Verwendung der von Marcus Behmer gezeichneten und bei Klingspor geschnittenen Antiqua gedruckt. Die Vignette auf dem Hinterdeckel mit einer für Behmer typischen »Anagramm-Vignette« der Initialen »LvH«, »AV«, »MB« und »OvH«. – Innen sehr gut erhalten.

30,5 : 24,0 cm. 420, [8] Seiten. – Deckel stockfleckig, Rücken aufgehellt und unten mit kleinem Einriss. – Vorsätze etwas fleckig.

Schauer II, 43. – Rodenberg 244, 5

  885    Gottfried Benn – Alexander Lernet-Holenia. Eigenhändige Briefkarte mit Unterschrift.

€ 180

Wien, 6. Januar 1957.

An den Limes Verlag in Wiesbaden. – Der Dichter teilt auf Anfrage des Verlegers Max Niedermayer (im Hinblick auf die Gottfried Benn-Briefausgabe) mit, dass er »trotz sorgfältigen Suchens, keinen Brief von Gottfried Benn mehr finden konnte. Er hat mir nicht viele Briefe geschrieben; nur Gott weiß, wohin die wenigen Stücke, infolge von all den Besetzungen, Eroberungen, Verlagerungen an anderem dergleichen von uns erlebten Unsinn mehr, geraten sein mögen«. – Im Literaturarchiv Marbach finden sich die Briefe Lernet-Holenias an Gottfried Benn, nicht aber die schon 1957 vermissten Briefe von Benn an ihn. – Dazu: Monologische Kunst – ? Ein Briefwechsel zwischen Alexander Lernet-Holenia und Gottfried Benn. Im Anhang: Nietzsche nach 50 Jahren. Wiesbaden, Limes 1953. Originalbroschur. Erste Buchausgabe. Aus dem Besitz des Barlach-Bibliographen Friedrich Schult.

Heftlöcher.

Lohner/Zenner 2.130. – Raabe/Hannich-Bode 24.39

  886    Gottfried Benn – Briefe von drei engen Freuden des Dichters, fünf eigenhändig, alle mit Unterschrift.

€ 600

1956–1958 und 1983. Zusammen zwölf Seiten.

I. Frank Maraun (1903–1981, Literatur- und Filmkritiker). Vier maschinengeschriebene Briefe mit Unterschrift. Stuttgart-Zuffenhausen, 9. XII. 1956 bis 20. VII. 1958. – Alle an den Limes-Verleger Max Niedermayer, bezüglich einer Auswahl aus Gottfried Benns Briefen. Meint, »… daß der Brief vom 11. Mai 1936 an mich wegen seiner Dramatik, seiner streithaften Polemik und seiner Sorge um das deutsche Geisteserbe in dieser Sammlung gute Figur machen würde«. Erteilt Auskünfte und erinnert daran, dass er im Bombenkrieg alle Korrespondenzen verloren habe, die »ich nicht zufällig im Keller hatte«. – II. Erich Pfeiffer-Belli (1901–1989, Schriftsteller und Journalist). Vier eigenhändige Briefe. München, 4. I bis 9. V. 1957. Fünf Seiten. – Alle an Max Niedermayer zu dessen Briefedition: »Ich habe einen sehr eigenartigen Brief Benns aus dem Jahre 1936 […] darüber hinaus Briefe und Karten aus den 40er Jahren«. – Mit Niedermayers Gegenbriefen (Typoskriptdurchschläge). – III. Carl Werckshagen (1903–2001, Dramaturg, Schriftsteller und Kritiker, bedeutender Freund und Sammler Benns). Eigenhändiger Brief. Bothel/Rothenburg, 15. VI. 1983. An die Lektorin Marguerite Schlüter, mit Abschrift einer »handschriftlichen Gedichtaufzeichnung« und einer Fotokopie eines Briefes von Ilse Benn an ihn. Berichtet, dass ein privater Sammler für seine Benn-Sammlung, die er dem DLA Marbach anvertraute, 20.000 DM geboten habe. »Ein bekanntes Berliner Auktionshaus hat mir sogar einen noch höheren Versteigerungserlös in Aussicht gestellt […]«. Werckshagen und Benn hatten sich bereits 1924 kennengelernt, nachdem Werckshagen einen Artikel über Benns »Gesammelte Werke« in der Vossischen Zeitung veröffentlicht hatte.

  887    Gottfried Benn – 31 Briefe verschiedener Absender an Max Niedermayer bzw. Marguerite Schlüter.

€ 450

Meist 1956–1957..

Nach der Briefausgabe 1957 hatte der Limes Verlag zur Einsendung von weiteren Briefen für eine Neuausgabe gebeten. Fast alle Schreiben beziehen sich auf Briefveröffentlichungen, das Schicksal der Originalbriefe, Verhinderungsgründe und Vorbehalte. – Inhalt: Kadidja Wedekind (1911–1994, Schriftstellerin, Tochter von Frank und Tilly Wedekind). Drei eigenhändige Briefe 1985–1993. Zur Bekanntschaft zwischen Gottfried Benn und ihren Eltern. – Oskar Jancke (Schriftsteller, 1898–1957). Brief mit Unterschrift. – Clemens von Podewils (Schriftsteller, 1905–1978). Drei Briefe mit Unterschrift, einer mit eigenhändigem Zusatz. Der Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste sieht »aber die Schwierigkeit, die einer Veröffentlichungen im Wege steht«, da die Briefe vertrauliche Fragen berühren. – Gertrud Hindemith (Ehefrau und Nachlassverwalterin von Paul Hindemith, 1900–1967). Beschwert sich über die Veröffentlichung eines Briefes, der sie ausdrücklich widersprochen habe. – Ewald Wasmuth (Philosoph, 1890–1963). Drei Briefe mit Unterschrift. Über sehr persönliche Briefe, einer zum Selbstmord von Benns Freundin Lilli scheine verloren gegangen. – Jürgen Eggebrecht (1898–1982, Schriftsteller). Zwei Postkarten und ein eigenhändiger Brief. – Weitere Briefe von Wolfgang Wilhelm, Frieda, Ulrich Riemerschmid, Bruno Erich Werner (seit 1952 Kulturattaché in Washington): »zum Teil recht ins Prinzipielle gehende Handschreiben sind mir leider durch Krieg + Nachkrieg in Berlin verloren gegangen«, Karl von Finckenstein (enger Freund der Familie), Lutz Weltmann, Werner Damköhler, Maria Proelss, Friedrich Siems, Sven Kluwe, Hilde Körber und Thomas Harlan-Körber (Ehefrau und Sohn des Regisseurs Veit Harlan).

  888    Gottfried Benn – 28 Briefe an Max Niedermayer bzw. Marguerite Schlüter.

€ 450

Meist 1956–1957. Meist maschinengeschrieben, alle mit Unterschrift.

Alle Briefe ähnlichen Inhalts, teils mit Gegenbriefen als Entwurf. – Egon Vietta (Schriftsteller, 1903–1959). Eigenhändiger Brief und zwei Postkarten. Über die Positionierung Benns »gegen die Nazis … Wichtig für die alten Angriffe gegen Benn ] […] Positive Reaktionen auf meine Einwendungen gegen den Biologismus und Rassenlehre Hitlers«. – Armin Mohler (Ernst Jüngers Sekretär, 1920–2003). Sechs Schreiben zum Verhältnis zwischen Jünger und Benn. – Pamela Wedekind (Schauspielerin, 1906–1986). Stimmt einer Sichtung der Familienbriefe zu. – Walter Höllerer (Literaturwissenschaftler, 1922–2003). Habe von Ernst Jünger erfahren, dass eine Neuausgabe geplant sei. – Heinz Ullstein (Verleger, 1893–1973). – Karl Schwedhelm (Journalist). Übersendet Abschriften von Benn-Briefen. – Weitere Briefschreiber: Frank Benseler, Wigbert Holle, Johannes Weil, Wilhelm Adams, Hans-Jürgen Blenskens, Hannah Peter-Reeck, Richard Gabel, Richard Gabel, Wilhelm Allgayer, Fritz Martini, Ilse Curtius. – Beigaben: Porträtfotografie.– Magnettonband. Karton beschriftet: »Gottfried Benn liest Gedichte. Mono 38 cm. || Ein Wort, ein Satz | Was bedeuten diese Zwänge […].

  889    Max Peiffer Watenpuhl. Vier eigenhändige Briefe, zwei mit Unterschrift, zwei mit Paraphe »M. P. W.«

€ 400

Salzburg, 7. IX. 1968, und Rom, Februar 1971. Zusammen sieben Seiten.

Alle an die Benn-Lektorin Marguerite Schlüter, zunächst zum Tod von Max Niedermayer, dessen Limes-Verlag sie dann weiterführte: »Betrübt hat mich nur, dass Sie nicht über den Verlust von M. N. hinauskommen. Denken Sie immer, dass er bei Ihnen ist, auch wenn er abwesend ist.« – Der Künstler berichtet von seiner Arbeit an den Venedig-Mappen für Gotthard de Beauclair (»Es ist viel, aber schöne Arbeit«) und ein Aquarell, das für sie reserviert sei. – Aus Rom schreibt er über verlorene Post, seine Erkrankung (»Maschine kann ich nicht mehr schreiben, sehr miserabel mit der Hand«), dankt für eine nun angekommene Sendung und berichtet über eine Künstlerfreundschaft: »Mit Schwitters war ich sehr befreundet. Er war ein Original, sehr komisch und zog immer mit einem Rucksack voller Bilder herum. Dann zitierte er Anna Blume – Du tropfes Tier, ick liebe Dir […]«. – Zwei adressierte Kuverts. – Beilage: Entwurf eines Antwortbriefes von Marguerite Schlüter an Peiffer Watenpuhl.

  890    Heinrich Böll. Das Vermächtnis.

€ 250

Kurzroman. Mit einer Porträt-Lithographie von Celestino Piatti und einem Nachwort von Heinz Friedrich. München, Deutscher Taschenbuchverlag 1981. Mit einer signierten Lithographie in eingebundenem Passepartoutblatt. Originalpappband mit Deckel- und Rückenschild. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der bis dahin unveröffentlichte Kurzroman von Böll erschien anlässlich des 20. Jubiläums der Reihe »dtv-Taschenbücher« in bibliophiler Ausstattung und Großformat.

42,7 : 33,2 cm. 55, [5] Seiten, 1 Lithographie.

  895    Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

€ 2000

Paris, Verve 1960. Mit 47 Lithographien, davon 24 farbigen und einer weiteren doppelblattgroßen Farblithographie auf dem Originalpappband.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«. – Nachdem in der Reihe bereits eine Ausgabe mit Heliogravüren der Bibel-Radierungen erschienen war, entstanden 1958/59 weitere Zeichnungen zur Bibel. Der vorliegende Band enthält die Reproduktionen dieser Zeichnungen auf 96 Tafeln, diesmal bereichert um 24 Farblithographien und diese rückseitig mit einfarbigen Lithographien. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den 96 Tafeln.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien. – Kapitale und Ecken minimal berieben. – Auf dem vorderen Vorsatzblatt Schabspur von getilgtem Sammlerstempel.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

  896    Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

€ 1200

Paris, Verve 1960. Mit 47 Lithographien, davon 24 farbig, und einer doppelblattgroßen Farblithographie auf dem Originalpappband.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«. – Nachdem in der Reihe bereits eine Ausgabe mit Heliogravüren der Bibel-Radierungen erschienen war, entstanden 1958/59 weitere Zeichnungen zur Bibel. Der vorliegende Band enthält die Reproduktionen dieser Zeichnungen auf 96 Tafeln, diesmal bereichert um 24 Farblithographien und diese rückseitig mit einfarbigen Lithographien. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den 96 Tafeln.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien. – Ecken und Kapitale leicht, das untere stärker bestoßen, dort die Gelenke angeplatzt. – Vortitel mit Besitzvermerk, hinterer Innendeckel mit Widmung der Vorbesitzerin. – Ränder leicht verfärbt bzw. angestaubt.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

  897    Marc Chagall – Julien Cain, Fernand Mourlot und Charles Sorlier. Chagall Lithographe.

€ 2000

Band I [bis] VI. Monte-Carlo, André Sauret 1960–1986. Mit insgesamt 28, meist farbigen Lithographien, davon vier auf den Umschlägen, und zahllosen, meist farbigen Abbildungen. Originalleinenbände mit -schutzumschlag.

Das vollständige Werkverzeichnis der Lithographien, in deutscher Sprache. – Der Katalog wurde maßgeblich von Chagalls Drucker Mourlot erarbeitet und in den originalgraphischen Teilen von diesem gedruckt. – Mit Vorworten von Marc Chagall (Band I), Fernand Mourlot (II), Julien Cain (III), Charles Sorlier (IV), Robert Marteau (V) und Roger Passeron (VI). – Die ersten beiden Bände mit je elf Lithographien im Buch, die nächsten beiden mit je einer Lithographie als Frontispiz, alle vier mit originallithographischen Umschlägen. – Unverzichtbares Œuvreverzeichnis in üppiger Ausstattung und tadelloser Erhaltung, nahezu druckfrisch.

33,0 : 25,0 cm.

Cramer 43, 56, 77 und 94

  900    Gertrude Degenhardt. Fiddle & Pint.

€ 200

Pinselzeichnungen · Tempera auf Holz · Radierungen. Mainz, Edition GD 2000. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag. Im Schuber.

Eins von 15 Exemplaren der Vorzugsausgabe C mit der Radierung »Encore«, zusätzlich mit einer Bleistiftzeichnung der Künstlerin auf dem vorderen Vorsatz. – Katalog der Ausstellung »Fiddle & Pint« in der Kenny Gallery, Galway, September 1999.

23,0 : 21,3 cm. [8], XI, [5], 69, [1] Seiten, 1 Radierung.

  902    Jim Dine. Gedichte und Zeichnungen.

€ 250

Aus dem Amerikanischen von Heiner Bastian. Frankfurt am Main, März 1971. Mit einem farbigen Titelbild und zehn blattgroßen Illustrationen. Farbig illustrierter Originalpappband. – Widmungsexemplar.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 900 Exemplaren (Gesamtauflage 1000). – Auf dem Titelblatt die Widmungen vom Übersetzer, dem späteren Kunstsammler und -händler, und dem Künstler höchstselbst »25 Years later in Berlin || Jime Dine 1995«. – Die Texte in Englisch und Deutsch. Das Motiv »Heart«, das hier zwölfmal viariiert wird, war damals ein zentrales in Dines Œuvre. – Heiner Bastian wurde in den 1960er Jahren als Übersetzer amerikanischer Underground-Lyriker bekannt.

26,5 : 19,2 cm. 96 Seiten, 1 Tafel. – Das Titelbild etwas gelockert.

  908    Dietz Edzard – Nikolai Vasilewic Gogol. Wij.

€ 450

Eine Volkslegende. Mit sechs Radierungen von Dietz Edzard. München, Pflüger 1924. Mit sechs signierten Radierungen. Originalbroschur und sechs Passepartouts lose in Originalhalbpergamentmappe.

Eins von 100 Exemplaren, weitere fünf kamen nicht in den Handel. – Text und Radierungen wurden auf Büttenpapier gedruckt, die Radierungen auf chamoisfarbenes und in Passepartouts eingelegt. – »In ›Wij‹ erreicht die aus folkloristischen Quellen schöpfende Phantastik Gogols […] ihren Höhepunkt und gleichzeitig ihren Abschluß« (KNLL VI, 561). – Ins Deutsche übertragen von Karl Nötzel.

42,3 : 30,3 cm (Mappe). [10], 32, [6] Seiten. – Die Mappe etwas berieben und verzogen, Textheft und vier Radierungen stockfleckig, eine stärker.

Katalog Lindenau-Museum 482-487. – Sennewald 24,2. – Lang E 44. – Jentsch, Expressionismus 144

  909    T. S. Eliot. Triumphal March.

€ 600

Drawings by E. McKnight Kauffer. London, Faber & Faber 1931. Mit einem Frontispiz und einer blattgroßen farbigen Illustration. Originalpappband mit goldgeprägtem Titel.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe (»large-paper edition, printed on English hand.made paper«), vom Verfasser unter dem Editionsvermerk signiert. –Erschienen als No. 35 der Reihe »The Ariel Poems«. – Sehr schönes Exemplar.

22,0 : 14,3 cm. [12] Seiten. – Vorderdeckel mit winzigen Flecken.

  912    Anatole France. Les poèmes dorès.

€ 200 ( R5 )

Paris, Edouard-Joseph 1920. Hellbrauner Ecrasélederband mit reicher Fileten-, Rückentitel- und Kopfschnittvergoldung (signiert: L. Bernard). Gold-marmorierte Vorsatzpapier und Spiegel. Der vollständige Originalumschlag eingebunden.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 1100). – Schöner breitrandiger Druck in Gold und Schwarz auf chamoisfarbenem Bütten. – Auch der elegante Handeinband von L. Bernard widmet sich der titelgebenden ersten Abteilung. – Enthält auch »Idylles et légendes«, »Leuconoé« und weitere Dichtungen. – Exlibris Stig Wilton.

19,8 : 15,8 cm. 183, [9] Seiten. – Rücken leicht verfärbt, Vorderdeckel mit leichten Wasserflecken. – Unbeschnitten.

Talvart/Place VI, 134, 3 B. – Mahé II, 127

  916    Bartley Freedman – Barnett Freedman. Eight Proof Lithographs for »Oliver Twist«.

€ 300

Acht Farblithographien. 1939. 17,7 : 11,3 cm (ca 25 : 16 cm). Im Stein signiert und datiert.

Probedrucke der Illustrationen zur Buchausgabe der Heritage Press im Limited Edition Club. – Der englische Graphiker Barnett Freedman (1901–1955) illustrierte eine Vielzahl von Büchern. Die vorliegende Folge der Hauptcharaktere des Romans enthält alle acht Illustrationen der 1939 erschienenen Buchausgabe. – Die losen Blätter in einem vom Künstler eigenhändig betitelten Umschlag mit Widmung »For Jack Beddington« und mit einem eigenhändigen Brief an diesen Empfänger »I hope you will have these rough proofs of a job I did just before ›war‹ broke out.« Jack Beddington (1893–1959) war in den 1930er Jahren Manager von »Shell-Mex and BP«. – Dazu: Eine zweite Folge, am Unterrand typographisch bezeichnet »Printed in Great Britain«, eine Lithographie mit eigenhändiger Widmung des Künstlers, datiert 1943. Diese Folge mit leichten Knickfalten.

  918    Wolfgang Gerner – Lao-Tse. Tao te king.

€ 400 ( R5 )

Aus dem Chinesischen ins Deutsche übertragen von Victor von Strauss, mit Aquarellen von Wolfgang Gerner. Denklingen, Fuchstaler Presse 1989. Mit zwei signierten Aquarellen, betitelt »Sinn« und »Leben«. Weißer Originalhalblederband, Deckelbezüge aus weißem Japan-Faser-Papier. In der Originalhalbleinenmappe.

23. Druck der Fuchstaler Presse. – Eins von 15 Exemplaren, »für jedes entstanden eigene Arbeiten, sodaß jedes Buch als Unikat gelten kann« (Druckvermerk). – Wolfgang Gerner, geboren 1942, studierte an der Akademie der Bildenden Künste München und ist seit 1974 freischaffender Maler und Graphiker. – Der Text, jedes der 81 Kapitel auf einer eigenen Seite, wurde aus der Koch Antiqua gesetzt und auf blütenweißes Van Gelder-Zonen-Bütten gedruckt. – Makellos und sehr selten.

46,5 : 33,8 cm. 90, [6] Seiten, 2 Aquarelle.

  919    Erich Glas. Phaedrus Augusti libertus. Aesopische Fabeln.

€ 250

Sechs Holzschnitte. 1920. 11,5 : 9,5 cm (21,0 : 16,5 cm). Signiert, datiert, mit »Handdruck« bezeichnet und auf dem Passepartout betitelt. Lose in Originalhalbpergamentflügelmappe mit vergoldetem Rückentitel und marmorierten Japanpapierbezügen.

Künstler- oder Belegexemplar aus dem Nachlass von Otto Dorfner, Weimar, der die Mappen der Suite fertigte. – Die Mappe erschien laut Sennewald als Vorzugsausgabe zu der Buchausgabe (Berlin, Amsler & Ruthardt 1920), die acht Holzschnitte enthielt. – Alle sechs Holzschnitte und der Holzschnitttitel auf Japan, die Holzschnitte mit der Nummer des Abzugs und »Handdruck« bezeichnet. Alle in Passepartout und auf diesem mit einem Zitat aus der jeweiligen Fabel betitelt. – Erich Glas (1897–1973) studierte zunächst an der Kunsthochschule in München bei F. H. Ehmcke, bevor er 1919 ans Bauhaus nach Weimar kam, dort im Vorkurs von Johannes Itten studierte und in die von Walter Klemm geleitete Druckereiwerkstatt übernommen wurde. 1921 wurde er Mitglied in der Künstlergruppe »Das junge Rheinland«.

28,5 : 22,0 cm (Mappe).

Sennewald 20 b

  920    Günter Grass. Der Schatten. Skyggen.

€ 750 ( R16 )

Zehn Lithographien zu Märchen von Hans Christian Andersen. 2005. 53,5 : 39,5 cm. Signiert und nummeriert.

Eins von 120 Exemplaren. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Gedruckt von Christian Müller, Leipzig, jede Lithographie mit dessen Trockenstempel. – Das Mappenwerk entstand in Zusammenarbeit mit der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin aus Anlass des 200. Geburtstags von Hans Christian Andersen. – Ediert vom Kunsthaus Lübeck, der Stuttgarter Manus Presse und der Galerie M Bogense. – Die Lithographien illustrieren die Märchen »Der Schatten«, »Däumelinchen«, »Der fliegende Koffer«, »Das Feuerzeug«, »Der Halskragen«, »Die kleine Meerjungfrau«, »Des Kaisers neue Kleider«, »Der standhafte Zinnsoldat«, „Die Nachtigall« und »Die wilden Schwäne«. – Mit einem lithographiertem Titelblatt und dem Inhaltsverzeichnis lose in der Originalleinenmappe. – Makellos.

  922    Franz Roh. Der Maler Kurt Günther.

€ 300 ( R5 )

Berlin, Nierendorf 1928. Mit 32 ganzseitigen Abbildungen. Originalbroschur mit montierter Fotografie.

Erste Ausgabe, erschienen zur Ausstellung der Galerie Nierendorf und mit einem ausführlichen Vorwort des Herausgebers. – Der Umschlag – entgegen einem Vergleichsexemplar – mit der Fotografie einer Zeichnung von 1934 (!). Titel mit Besitzvermerk »Franz Oertel«, zwei Tafeln mit dessen kenntnisreichen handschriftlichen Ergänzungen der Titel (Namensnennung von zwei Geraer Persönlichkeiten). – 1925 war Kurt Günther nach seiner Dresdner Dadazeit und drei kurzen Ehejahren in Bad Reichenhall wieder in seine Heimatstadt Gera zurückgekehrt. Er folgte dabei Otto Dix, mit dem er seit den Dresdner Jahren befreundet war. Nach Machtantritt der Nationalsozialisten erhielt Günther Malverbot. Ab 1934 entstanden deshalb vorrangig Porträtzeichnungen seiner Tochter (eine solche hier auf dem Umschlag).

23,3 : 15,7 cm. 48 Seiten. – Kleine Läsuren an den Ecken, etwas fleckig. – Das leere Vorblatt stark stockfleckig, der Titel leicht.

  924    Rainer Maria Rilke. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke.

€ 400

Beek, In de Roozetak Johan Souverin 1994. Mit vier signierten Aquatintaradierungen, davon drei farbig, von Eva Haskova. Originalhalblederband mit goldgeprägten Titeln.

Eins von zwölf Vorzugsexemplaren in Halbleder und mit einer signierten Extrasuite der Radierungen. – Die erste einfarbig gedruckte Radierung mit einem Rilke-Porträt bildet die Titelvignette. – Eva Haskova (geboren 1946) zählt zu den anerkanntesten tschechischen Graphikerinnen. – Die opulent gesetzte und auf Zerkall-Bütten gedruckte Ausgabe von Rilkes bekannter Dichtung erschien als siebter Druck der Edition »In de Roozetak«. – Makellos erhalten.

32,3 : 24,4 cm. [48] Seiten, 4 lose Radierungen.

  933    Friedrich Heubner – Daniel Defoe. Robinson Crusoe.

€ 300

Mit 20 Originalradierungen von F. Heubner. München, Der Bücherwinkel 1922. Mit 21 signierten Radierungen, davon eine auf dem Titel, ein Initial und eine Schlussvignette,. Blauer Halblederband mit marmorierten Buntpapierbezügen und vergoldetem Rückentitel (signiert: Johannes Gerbers, Hamburg).

Erstes Werk der »Drucke des Bücherwinkels«. – Eins von 100 Exemplaren, »gedruckt für L. Friederichsen & Co., Hamburg« (Verlagsbuchhandlung). – Gesetzt aus der Breitkopf-Fraktur. – Friedrich Heubner (1886–1974) war unter anderem Mitarbeiter der Münchner Zeitschriften »Simplicissimus« und »Jugend«. – Seine Robinson-Radierungen erschienen anlässlich des zweihundertjährigen Jubiläums der Erstausgabe, ein Anlass, der nicht nur in Deutschland eine ganze Reihe von illustrierten und bibliophilen Robinson-Ausgaben »hervorbrachte«.

31,9 : 26,0 cm. [6], 239, [7] Seiten. Leicht berieben, die Ecken etwas bestoßen. – Exlibris und Prägestempel. Ränder der Radierungen teils stockfleckig.

Rodenberg 350, 1. – Sennewald 22,1

  936    Ludwig von Hofmann – Homer. Odyssee.

€ 200

Deutsch von J. H. Voss. Mit Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. Berlin, Askanischer Verlag 1924. Mit Titelholzschnittund zahlreichen Holzschnitten im Text. Originalpergamentband mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägter Deckelvignette und Kopfgoldschnitt.

Sechstes Buch der »Behmer-Drucke« bei Otto von Holten. – Auf starkem Zanders-Bütten. – Eins von 1000 unsignierten Exemplaren.

30,4 : 25,4 cm. 337, [7] Seiten.

Schauer II, 43. – Rodenberg 244

  937    Hugo von Hofmannsthal – Eranos.

€ 300

Hugo von Hofmannsthal zum 1. Februar 1924. München, Verlag der Bremer Presse 1924. Mit drei Originalgraphiken. Pergamentband mit vergoldetem Rücken, goldgeprägten Fileten und Bordüren sowie Kopfgoldschnitt. Im gefütterten Schuber.

Eins von 1050 Exemplaren. – Festschrift zu Hofmannsthals 50. Geburtstag. – Mit einer Radierung von Ludwig von Hofmann und je einer Lithographie von Max Liebermann (»Der Fischer und das Weib«. Achenbach 80, aus: Goethe, Gedichte) und Emil Orlik. – Mit Textbeiträgen u. a. von Rudolf Borchardt, Rudolf Kassner, Thomas Mann und Rudolf Alexander Schröder. – Den Titel und die Initialen zeichnete Anna Simons. – Schönes Exemplar in einem, den Arbeiten von Frieda Thiersch sehr nahen, Pergamentband.

28,8 : 20,5 cm. [8], XXXVI, 159, [7] Seiten, 3 Graphiken. – Einband und Buchschnitt minimal stockfleckig. – Exlibris.

Houghton Library Catalogue 264. – Lehnacker 58. – Rodenberg 60

  941    James Joyce. Ulysses.

€ 300 ( R5 )

Vom Verfasser geprüfte deutsche Ausgabe von Georg Goyert. Erster [bis] Dritter Band. Basel, Rhein-Verlag 1927. Originalhalblederbände mit goldgeprägten Rückenschildern und Kopfgoldschnitt.

Erste deutsche Ausgabe des Jahrhundertromans. – Eins von 1000 Exemplaren auf Bütten, weitere 100 Presse-Exemplare wurden auf Dünndruckpapier gedruckt. – Privatdruck durch Vermittlung des Pariser Büros des Rhein-Verlags in Basel.

20,6 : 14,8 cm.

Slocum/Cahoon D 45.2

  946    Ernst Jünger. Die Zwille. – Aladins Problem. – Autor und Autorschaft.

€ 350

Stuttgart, Klett-Cotta 1973, 1983 und 1984. Originalleinenbände mit -schutzumschlägen. – Widmungsexemplare.

Erste Ausgaben. – I. »Für Alfred Ott mit herzlichem Dank für das prächtige Gewand des Manuscripts«. Alfred Ott hatte 1968 die sieben Xerokopie-Exemplare von »Carabus Rutilans« (vgl. C/M. B 61) gebunden. – II. »Karl Korn zum 75. Geburtstag mit herzlichen Wünschen in alter Verbundenheit.« – III. »Fritz Lindemann, nach langer Abwesenheit und in Erinnerung an gemeinsam erlebte Tage […]«. Mit eingeklebter Porträtpostkarte, rückseitig von Jünger datiert »Wilflingen 65«. – Dazu: Die Schere. 3. Auflage. 1990. Signiertes Exemplar.

21,8 : 13,5 cm. 329, [5], 121, [3] bzw. 277, [3] Seiten.

Des Coudres/Mühleisen B 70a, 82 und 85

  948    Ernst Jünger. Die Schere.

€ 200

Stuttgart, Klett-Cotta 1990. Roter Originalmaroquinband, Rückentitel vergoldet, Deckelvignette blindgeprägt. Mit Originalschutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Vorzugsexemplaren, in Leder gebunden und vom Verfasser signiert. – Tadellos.

21,8 : 13,5 cm. 186, [2] Seiten.

  950    Ernst Jünger. Der Baum.

€ 300

Essay. – In: Bäume. Photographien schöner und merkwürdiger Beispiele aus deutschen Landen. Ingelheim am Rhein, C. H. Boehringer Sohn 1962. Mit 65 Tafeln. Originalleinenband mit graphischen Beigaben in eleganter Halbleinenkassette.

Erste Ausgabe des Essays, der als Geleitwort zur Bildfolge von Alfred Renger-Patzsch entstand. – Dazu: Radierungen von Susanne Theumer (Exlibris Ernst Jünger Sammlung Wolfgang Wissing, zwei Radierungen mit Ernst Jünger-Zitaten) und Claudia Berg (fünf Radierungen zum Thema »Bäume«).

35,5 : 27,0 cm. [2], 17, [1] Seiten, 65 Tafeln.

Des Coudres/Mühleisen C 27 a

  956    Rockwell Kent – Beowulf.

€ 250

Verse translation by William Ellery Leonard. New York, Random House 1932. Mit acht Lithographien von Rockwell Kent, davon sechs ganzseitig, eine als Titel- und eine als Schlussvignette. Schwarz-weiß melierter Originalleinenband mit weißgeprägter Deckelillustration und dem Originalschutzumschlag.

Eins von 950 nummerierten Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler mit dessen Daumenabdruck signiert. – Gesetzt aus der Hammer Unziale und gedruckt in Rot und Schwarz, die verzierten Initialen in Blau. – Auf chamoisfarbenem Bütten. – Rockwell Kents (1882–1971) Bilder vermengen historisierende Elemente mit surrealistischen Details. Einige seiner Bildschöpfungen erinnern an William Blake. – Die »Unciale« des österreichischen Typographen und Graphikers Victor Hammer (1882–1967) zählt zu den markantesten Druckschriften des 20. Jahrhunderts. 1923 hatte er sie für die Gießerei Klingspor entworfen, nach seiner Emigration in die USA entwickelte er 1943 die »Neue« oder auch »Amerikanische« Version.

34,5 : 27,1 cm. [4], 145, [3] Seiten. – Schutzumschlag mit kleinen Ein- und Ausrissen. – Blattränder minimal gebräunt. Exlibris und Prägestempel.

  959    Kinderbücher – Kling-Klang Gloria.

€ 180

Deutsche Volks- und Kinderlieder. Ausgewählt und in Musik gesetzt von W. Labler. Illustriert von H. Lefler und J. Urban. Wien und Leipzig, F. Tempsky und G. Freytag 1907. Mit 16 ganzseitigen farbigen Illustrationen und Buchschmuck. Illustrierter Originalhalbleinenband.

Erste Ausgabe. – »Dieses bekannteste der Bücher, die aus der Kooperation von Heinrich Lefler und seinem Schwager Joseph Urban hervorkam, kann als hervorragendes Beispiel für die Verschmelzung dekorativer Stilisierung (die wahrscheinlich von Urban stammt) und erzählender Illustrationsgraphik (Leflers Anteil) gelten« (Bilderwelt). – Die beiden Wiener Sezessions-Künstler Joseph Urban und Heinrich Lefler arbeiteten oft zusammen, Urban lieferte dabei stets die dekorative Umrahmung zu Leflers Illustrationen. Beide zählen zu den wichtigsten Künstlern des europäischen Jugendstils.

25,5 : 32,0 cm. 64, [2] Seiten. – Deckelkanten etwas berieben, insgesamt sehr schön.

Bilderwelt 545. – Seebaß I 1089 und II, 1040. – Stuck-Villa I, 421

  961    Kinderbücher – Hans Leip. Das Zauberschiff. The Magic Ship.

€ 150 ( R5 )

Ein Bilderbuch nicht nur für Kinder. A Picture Book not only for Children. Hamburg, Hammerich & Lesser 1946/1947. Mit 13 blattgroßen Illustrationen. Neuerer Pappband.

Erste Ausgabe. – Der Originalbroschurumschlag wurde eingebunden. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »Seit zwanzig Jahren geplant, entstanden im Galtenberghaus zu Alpach bei Brixlegg in Tirol, Mai/Juni 1946« und noch im gleichen Jahr veröffentlicht. – »Das ursprünglich nur seinen vier Töchtern zugedachte Bilderbuch enthält zu dreizehn von ihm selbst entworfenen klarfarbigen expressionistischen Kompositionen kleine Texte als Erlebnisfolge eines Kindes, in deutscher und englischer Sprache.« (M. Dierks, zit. nach Lex. KJL). – »Für Halbey ›[…] ein Hauptwerk des deutschen Expressionismus‹, das bewußt dort anschließt, wo durch den Nationalsozialismus die freie Entwicklung der Kunst in Deutschland unterbrochen war.« (Hoffmann/Thiele, Künstler illustrieren Kinderbüchern 206).

28 : 26 cm. [32] Seiten.

Lex. KJL II, 333. – Stuck-Villa II, 248. – Bilderwelt 785

  964    Walter Klemm – H. J. Christoffel von Grimmelshausen. Ausführliche und wunderseltsame Lebensbeschreibung der Erzbetrügerin und Landstörzerin Courage.

€ 200

Mit 10 ganzseitigen Radierungen von Walter Klemm. Weimar, Weimarschau 1923. Mit zehn signierten Radierungen. Halblederband mit vergoldetem Rückentitel und marmorierten Deckelbezügen.

Drittes Werk des Weimarschau-Verlages. – Eins von 100 Exemplaren. – Auf Bütten. – Die Radierungen wurden in der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Weimar gedruckt. – Im Weimarschau-Verlag erschienen 1923 drei von Klemm illustrierte Bücher. Walther Klemm (1883–1957) war bereits seit 1913 Leiter der Graphikabteilung der Weimarer Großherzoglich Sächsischen Hochschule, aus der 1919 das Bauhaus hervorging. Er zählte von Anfang an zu dessen Meistern. »Große Verdienste erwarb er sich als Illustrator von Werken der Weltliteratur. Seine Bildbeigaben […] sind Meisterwerke der Buchillustrationskunst […]« (Tesch/Völkel, Kleines Lexikon Bauhaus).

29,3 : 23,0 cm. 83, [5] Seiten, 10 Radierungen.

Sennewald 23,5

  966    Alfred Kubin. Eigenhändige Postkarte mit Unterschrift.

€ 250

Wernstein, 8. I. 1930. Zwei Seiten.

An den Berliner Bibliophilen und Lektor Emil Tuchmann. – Kubin stellt detaillierte Fragen zu zwei Büchern, die aus Anlass des 25. Jubiläums des Berliner Bibliophilenabends erschienen (Otto Stoessl »Der bedenkliche Kauf« und »Der Dichter und das Buch«, herausgegeben von Emil Tuchmann und Karl Schönberg). »[…] soll es ein Umschlag, Einbandzeichnung oder ein Innentitel, Frontispice werden – soll 4. in die betreffende Zeichnung Schrift […] 5. Zum Abzeichnen der Lithographien würde ich die Firma O. Felsing (Charlottenburg) oder H. Birkholz (Berlin W 35) empfehlen. Ich habe bei Qualität und Preis die besten Erfahrungen besonders auch mit Felsing. […] – Mit Absenderstempel. – Die Herausgeber folgten Kubins Empfehlung, die Lithographie wurde bei Felsing gedruckt.

Vgl. Marks A 121 und A 124 und Deutsche Bibliophile 1898–1930, Seiten 104 und 106

  971    [René] Magritte.

€ 450

[La boîte bleue. Die blaue Schachtel. The Blue Box]. Paris und Gent/Amsterdam, Ludion 2003. Katalogbuch mit zahlreichen, meist farbigen, Illustrationen und drei »Portfolios« in blauer Originalhalblederkassette mit Objektdeckel und Titel in Silberprägung.

Eins von 950 Exemplaren der Vorzugsedition zum Ausstellungskatalog, herausgegeben von Daniel Abadie und Ronny van de Velde. – Der Katalog erschien zur Ausstellung in der Galerie nationale du Jeu de Paume, Paris, im Frühjahr 2003. – Die aufwendige und originelle Luxusedition enthält drei Umschlagmappen. I: Drei Originalradierungen auf Velin, stempelsigniert und nummeriert. – II: Fünf Ausschnitte aus dem Gemälde »L`Evidence éternelle«, reproduziert in Originalgröße auf Leinwand. – III: Farbdrucke von zwei Gouachen, je acht Stück auf Klebefolie. – Im Vorderdeckel der Kassette ein farbig reproduziertes trompe-l`œil unter Plexiglas. – Makellos.

36,5 : 32,0 : 8 cm (Kassette).

  982    Henri Matisse – Marguerite Duthuit-Matisse und Claude Duthuit. Henri Matisse. Catalogue raisonné de l’œuvre gravé […]

€ 750

Tomes I et II. – Catalogue raisonné des ouvrages illustrés […] établi avec la collaboration de Françoise Garnaud. Preface de Jean Guichard-Meili. Paris 1983 und 1988. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalleinenbände, einer mit Schutzumschlag.

Die bis heute maßgeblichen und unverzichtbaren Werkkataloge zur Graphik (Band 1: Radierungen, Band 2: Lithographien u. a.) und illustrierten Büchern.

»L’œuvre gravé« mit Folienumschlag, mit Filmoplast auf den Innendeckeln fixiert. – Stempel auf Vorsatzblättern. – »Ouvrages illustrés« mit Schutzumschlag. Bindung etwas gelockert.

  983    André Maurois. Introduction a la méthode de Paul Valéry.

€ 250 ( R5 )

Paris, Éditions des Cahiers Libres 1933. Halblederband mit Marmorpapierbezug. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Erste Ausgabe. – Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe auf festem »Japon nacré«, weitere 35 wurden auf Bütten gedruckt (Gesamtauflage 1045). – »Ce texte est celui d’une conférence prononcée à l’Université des Annales, le 13 Décembre 1932«. – Die Texte der seit 1907 von Yvonne Sarcey unter dem Namen »Université des Annales« initiierten Konferenzen wurden in einer gleichnamigen Zeitschrift veröffentlicht. Einige Einzelausgaben erschienen in Buchform. – Maurois’ Titel zitiert den von Valérys berühmter Abhandlung »Introduction à la mèthode de Leonardo da Vinci«. – Selten, sehr schön auf dem edlen Japanpapier.

17,5 : 11,5 cm. [6], 109, [7] Seiten. – Rücken leicht aufgehellt und mit winzigen Bereibungen. Die oberen Ecken leicht bestoßen.

Talvart/Place XIV, 25, 58

  984    Joan Miró – Jacques Dupin. Miró Radierungen. – Miró Engraver.

€ 500

I [–] IV. Genf und Paris, Weber Lelong 1984–2001. Mit zwölf Holzschnitten, davon acht farbig, einer auf allen vier Umschlägen variiert wiederholt, und zahllosen Abbildungen. Originalleinenbände mit Schutzumschlag.

Bände I–III in deutscher Ausgabe (1500 Exemplare), der spät erschienene Band IV (Miró Engraver 1976-1983, in Zusammenarbeit mit Ariana Lelong-Mainaud) in englischer Sprache. – Maßgebliches Verzeichnis der Radierungen, hier mit dem oft fehlenden Schlussband. – Tadellos erhalten.

32,8 : 25,5 cm.

Cramer 255 (nur noch Band I)

  985    Fernand Mourlot. Kunst im Plakat der Pariser Schule.

€ 300

Paris, André Sauret, und Genf, Weber 1959. Mit 102 Farbtafeln. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag.

Kenntnisreicher Katalog mit blattgroßen Farbtafeln nach Originalplakaten von Braque (12), Chagall (14), Dufy (4), Léger (7), Matisse (10), Miró (8) und Picasso (42) sowie fünf Nachträge. – Mit Beschreibungen der Plakate. – Die deutsche Übersetzung stammt von Karl Georg Hemmerich.

32,5 : 24,5 cm. 247, [5] Seiten (einschließlich der 102 Tafeln). – Schutzumschlag oben leicht bestoßen.

  986    Robert Motherwell. L’humanisme de l’abstraction.

€ 250

Traduction de Joël Dupont. Caen, Le Échoppe 1991. Originalbroschur.

Erste französische Ausgabe. – Eins von 50 von Motherwell signierten Vorzugsexemplaren auf Velin (Gesamtauflage 1000). – Der von Motherwell selbst sehr hoch geschätzte Essay »On the Humanism of Abstraction« gilt als eine der verständlichsten und überzeugendsten Aussagen über die Abstraktion in der Malerei. Diese offenbar einzige Übersetzung des Textes erschien kurz vor Motherwells Tod (1915–1991). – Tadellos erhalten.

15,2 : 11,2 cm. [32] Seiten. – Unaufgeschnitten.

  988    Rolf Münzner – Miguel de Cervantes [Saavedra]. Don Quixote.

€ 300

Fünf Lithographien von Rolf Münzner. Zehn Text-Auszüge und eine Nachbemerkung von Peter Gosse. Leipzig 1997. Mit fünf blattgroßen Lithographien. Originalhalbleinenband mit blindgeprägtem Deckeltitel (Bettina Wija-Stein). Im Originalschuber.

Eins von 70 Exemplaren, weitere 30 kamen nicht in den Handel. – Typographie von Günter Jacobi. – Impressum von Künstler und Typograph signiert. – Die Lithographien wurden vorrangig in Asphaltschabmanier gefertigt und von Klaus Göbel, Chemnitz, vom Stein gedruckt. – Als Text wurde die Übersetzung von Ludwig Tieck gewählt, als Einleitung Auszüge aus Heinrich Heines »Einleitung zum Don Quixote« von 1837.

42,5 : 30,5 cm. 50, [4] Seiten. – Schuber mit leichter Farbspur, sonst tadellos.

  991    Emil Orlik – Tilla Durieux. Spielen und Träumen.

€ 450

Mit fünf Radierungen und einer Lithographie von Emil Orlik. [Düsseldorf], Galerie Flechtheim 1922. Mit sechs signierten Originalgraphiken. Halblederband, Originalseidendeckelbezug mit goldgeprägten Vignetten.

20. Druck der Ausgaben der Galerie Flechtheim. – Eins von 25 Vorzugsexemplaren mit den signierten Graphiken. Der Druckvermerk wurde von Tilla Durieux und dem Künstler signiert. – Druck der Radierungen auf der Pan-Presse. – Tilla Durieux (1880–1971), ebenso erfolgreiche wie politisch engagierte Schauspielerin, war seit 1910 in zweiter Ehe mit dem Verleger Paul Cassirer verheiratet. – Emil Orlik porträtierte die Schauspielerin mehrfach, seine Radierungen hier mit schönen Aquatintapartien, die fünfte Radierung mit einer nächtlichen Spielszene.

32,0 : 24,5 cm. [16] Seiten. 6 Graphiken. – Rücken und Deckel erneuert, Seide neu aufgezogen.

Rodenberg 355, 20. – Schauer II, 118

  992    Jürgen Partenheimer – Cees Nooteboom. De slapende goden. Les dieux dormants. Jürgen Partenheimer. Sueños y otras mentiras.

€ 800

Gent, Ergo Press 2005. Mit zwei farbigen blattgroßen Lithographien und Illustrationen von Jürgen Partenheimer. Farbig illustrierte Originalbroschur im Acrylglasschuber.

Eins von 24 Exemplaren der niederländisch-französischen Ausgabe, weitere 24 erschienen mit deutschem Paralleltext. – Mit einer signierten Suite der beiden Lithographien. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Gedruckt auf Velin »Saunders Waterford«. – Ein Künstlerbuch, »in which the minimalism of Partenheimer is juxtaposed to Nooteboom’s ›poetry of place‹« (Webseite der Ergo Press). – Tadellos erhalten.

28,5 : 38,7 cm. [52] Seiten.

  993    Boris Pasternak. Devjatsot pjatij god.

€ 450

(russisch: Das Jahr 1905). Moskau und Leningrad, Gosidat 1927. Originalbroschur, zweifarbige Umschlagillustration nach Entwurf von W. O. Roskin.

Erste Ausgabe. – Enthält auch die dreiteilige Dichtung »Leutnant Schmidt«. – Im Jahr 1905 begannen die heftigen Proteste gegen Zar Nikolaus II., die 1917 in die Februar- und Oktoberrevolution mündeten. Deren Ereignisse und Eskalationen bewegten Boris Pasternak nach dem Zweiten Weltkrieg zu seinem wohl berühmtesten Buch. »Doktor Schiwago«, sein einziger Roman, durfte in der Sowjetunion erst 1988 erscheinen.

17,0 : 13,1 cm. 100 Seiten. – Beschabt und bestoßen, Rücken erneuert. – Titel mit Schabstelle und Stempel.

  997    Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

€ 900

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso für dieses Werk vier Lithographien und kolorierte dann »Le Picador« mit allen 24 Farben eines Wachsstiftkastens.

25,5 : 32,5 cm. 153, [3] Seiten.

Bloch 1014–1017. – Goeppert/Cramer 113

  998    Pablo Picasso – Fernand Mourlot. Picasso Lithographe.

€ 1800

I [–] IV. Monte-Carlo, Sauret 1949–1964. Mit acht Lithographien, davon eine farbig, auf den vier Umschlägen und zahlreichen, teils farbigen, Abbildungen. Originalbroschuren, drei mit Schuber.

Maßgebliches Werkverzeichnis der Lithographien bis 1963. – Die Lithographien für Umschläge und Frontispize wurden von Picasso eigens für diese Edition geschaffen. – Mit einem Vorwort von Jaime Sabartes. – Alle Bände mit den Originalpergaminumschlägen und sehr gut erhalten.

32 : 25 cm. – Bei III Frontispiz im Falz etwas gelockert.

Goeppert/Cramer 55, 60, 77 und 125

  999    Karl Rössing – Nikolai Gogol. Taras Bulba.

€ 300

Mit 30 Holzschnitten von Karl Rössing. Wien, Leipzig und München, Rikola 1922. Mit 30 Holzschnitten im Text, davon acht ganzseitig und zwölf als figürliche Initialen, und Holzschnittvorsatzpapieren. Grüner Saffianlederband mit ornamentaler Schwarzprägung, Schnittvergoldung und Marmorpapiervorsätzen (signiert: O. Herfurth). Im gefütterten Schuber mit Lederkanten.

Eins von 150 der Vorzugsausgabe auf »besserem Papier«, entgegen dem Druckvermerk ohne Signatur Rössings im Druckvermerk, dafür in einem schönen Handeinband des Leipziger Buchbinders. – Gesetzt aus der Ehmcke-Schwabacher und gedruckt unter Aufsicht von F. H. Ehmcke, Rössings Lehrer an der Königlichen Kunstgewerbeschule München, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. – Karl Rössing (1897–1987) gilt als Wiedererwecker der Technik des Holzstichs, »einer Technik, die […] im 19. Jahrhundert zur rein mechanischen Wiedergabe von Reproduktionskunst verflacht war.« (Roswitha Mair) – Sehr schönes Exemplar dieser frühen Illustrationsfolge, in der Vorzugsausgabe selten.

23,8 : 18,2 cm. [2], 148, [6] Seiten. – Rücken aufgehellt.

Eichhorn/Mair 1.10.1

  1008    Max Slevogt – C[arl] Witt. Die tapferen 10000.

€ 350

Mit Federzeichnungen von M. Slevogt. [Berlin], Bruno Cassirer [1921]. Mit 34 Federlithographien, davon eine als Titel und eine weitere ganzseitig. Senffarbener Originalkalblederband mit lithographierter Deckelvignette.

Eins von 400 Vorzugsexemplaren. – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Philologe Karl Witt (1815–1891) wurde wegen seiner liberalen Ansichten nach einer Denunziation suspendiert und verdingte sich als Privatlehrer in Königsberg. In der Einleitung rühmt E. Hoffmann seine Erzählkunst »[…] und wer ihn nicht gehört hat, möchte man sagen, hat nie einen Erzähler gehört.«.

30,6 : 23,5 cm. [8], 157, [3] Seiten.

Söhn 347–380. – Rümann 109 b

  1009    Max Slevogt. Fünfzehn Federlithographien zu dem Märchen »Das blaue Licht«.

€ 400 ( R5 )

15 Federlithographien. 1924. Signiert.

Exemplar 40/100. – Die seltene und schöne Mappenausgabe, ediert vom Verlag Bruno Cassirer, zeitgleich erschien auch die Buchausgabe mit Text. – Handpressendruck von M. W. Lassally, Berlin. – Alle Lithographien auf dünnem Japan und signiert, jede im Originalpassepartout. – Mit dem Text-Doppelblatt (Titel und Druckvermerk) lose in der Originalhalbpergamentkassette mit lithographierter Deckelvignette. – Innen tadellos.

39,2 : 29,0 cm (Kassette). – Die Kassette etwas beschädigt.

Rümann 37b. – Söhn 671-685. – Lang I 223

  1010    John Steinbeck. The Short Reign of Pippin IV.

€ 600

A Fabrication. New York, The Viking Press 1957. Mit sechs Illustrationen von William Pène du Bois. Zweifarbiger Originalleinenband mit Blindprägung und dem farbig illustrierten Originalschutzumschlag. – Signiertes Exemplar.

Erste Ausgabe. – Auf dem Vortitel vom Verfasser signiert. – Mit dem Schutzumschlag, der ebenfalls von William Pène du Bois gestaltet wurde.

21,0 : 14,0 cm. 188, [4] Seiten. – Schutzumschlag mit Knickfalte und kleinen Fehlstellen, teils hinterlegt. – Kapitale leicht bestoßen. – Umschlagklappe mit Eindruck »Book-of-the-Month-Club Selection«.

Goldstone/Payne A36a

  1013    Kurt Tucholsky. Rheinsberg.

€ 400

Ein Bilderbuch für Verliebte. Mit einer Vorrede zum fünfzigsten Tausend. Mit Kupfern von Kurt Szafranski. Berlin, Axel Juncker [1921]. Mit sechs blattgroßen Radierungen und zwei radierten Vignetten. Farbig illustrierter Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 750 Exemplaren der Jubiläumsausgabe auf Velin (Gesamtauflage 1.000). – Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – »Tucholskys erstes und unbeschwertestes Buch [EA 1912], das […] einer seiner größten Erfolge wurde, hat die Freude am Da-Sein, am Jung-Sein und an der Liebe zum Thema, der sich jedoch die wehmütige Einsicht hinzugesellt, daß dem Liebenden auch in der intensivsten Begegnung die letzte Erfüllung versagt bleibt.« (KLL X, 8157).

21,3 : 15,5 cm. 101, [3] Seiten. – Rücken etwas verblasst, Deckel teils gebräunt und etwas stockfleckig. – Auch innen teils etwas stockfleckig.

Bonitz/Wirtz C 1.3

  1014    Ver Sacrum.

€ 600 ( R5 )

Neue Hefte für Kunst und Literatur. Herausgegeben von Hilde Spiel, Otto Breicha und Georg Eisler. [Fünf Bände, alles Erschienene]. Wien und München, Jugend und Volk 1969–1974. Mit 45 Originalgraphiken und zahlreichen farbigen Tafeln. Farbig illustrierte Originalbroschuren, jeweils in Originalschutzumschlag.

Vollständige Serie dieses mehr oder weniger erfolgreichen Versuchs, eine bibliophil ausgestattete Bestandsaufnahme der österreichischen Nachkriegskunst und -literatur zu etablieren. In Format und Ausstattung der berühmten gleichnamigen Vorgängerin verpflichtet, erschienen allerdings nur fünf Ausgaben (1973 nicht, 1974 dafür in deutlich größerem Umfang). – Jeweils eins von 500–1500 Exemplaren der Ausgabe mit den unsignierten Graphiken von Georg Eisler, Rudolf Hausner, Alfred Hrdlicka, Bernhard Jäger, Maria Lassnig, Rudolf Schönwald, K. R. H. Sonderborg, Hinz Stangl und Fritz Wotruba (teils mehrfach vertreten). – Zu den namhaften Autoren zählten Ilse Aichinger, H. C. Artmann, Thomas Bernhard, Wolf Biermann, Heimito von Doderer, Erich Fried, Peter Handke, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Albert Paris-Gütersloh, Gerhard Rühm u. a.

30,5 : 28,0 cm. – Exlibris. Einige Seiten aus der Bindung gelöst (II).

  1015    Max Vonessamieh. Menschen.

€ 150 ( R5 )

48 Bleistiftzeichnungen. Herausgegeben und mit einem Kommentar und zeitkritischen Texten versehen von Jürgen Seuss. Assenheim, BrennGlas 1998. Mit 48 Tafeln und Textblättern. Lose in Originalpappkassette.

Das erste von zwölf Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit einer beigelegten monogrammierten Original-Bleistiftzeichnung, im Druckvermerk von Künstler und Herausgeber signiert. – Nanna Max Vonessamieh, 1970 in Lübeck geboren, studierte von 1991 bis 1997 Buchgestaltung und Illustration an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg. – Die teils skurrilen Porträts, jeweils auf einem Büttenkartonblatt reproduziert, ergänzte der Herausgeber durch Zitate von Hölderlin, Nietzsche, Adorno, Bloch, Sloterdijk und vielen anderen Philosophen. Die Texte jeweils auf rotes Transparentpapier gedruckt und mit dem Bild in einem Büttenumschlagblatt.

32,8 : 23,5 cm (Kassette).

  1023    Klaus Zylla – Ernst Jünger. Weiße Nächte.

€ 350

Vorwort Heino Schwilk. Grafik und Schrift Klaus Zylla. Berlin, Galerie auf Zeit 1997. Mit elf blattgroßen Serigraphien, teils zweifarbig gedruckt, und 13 Seiten mit serigraphiertem Text. Weißer Originalleinenband mit Serigraphie auf dem Vorderdeckel. Im Originalschuber mit serigraphiertem Titel.

Eins von 103 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der Text wurde nach der Handschrift des Künstlers serigraphiert. – Die Texte sind den Kapiteln »Weiße Nächte« und »Opium« aus Ernst Jüngers Buch »Annäherungen. Drogen und Rausch« entnommen.

46,0 : 34,4 cm. [28] Seiten. – Tadelloses Exemplar.

Katalog Würth 2003, Seite 120ff

  1024    Antinous Presse – Konstantin Wecker. Der alte Kaiser.

€ 300

Sieben Gedichte. Mit drei Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. Garching, Antinous Presse 1992.

Dritter Druck der Antinous Presse von Matthias Loidl. – Eins von 120 Exemplaren (Gesamtauflage 205). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Handpressendruck auf schwarzem Bütten und Giju Shoju Japanpapier. – Die Einbanddecke, gearbeitet von Roland Meuter, mit blindgeprägtem Text nach Weckers Handschrift bzw. in Typographie. – Sehr reizvolles Künstlerbuch. – Dazu: Johann Wolfgang von Goethe. Das Märchen. Mit acht Holzstichen von Karl-Georg Hirsch. 1999. Achter Druck der Antinous Presse. Eins von zehn Rohbogenexemplaren (Gesamtauflage 135). Im Druckvermerk vom Künstler und vom Verfasser des Nachworts, Friedhelm Kemp, signiert.

23 : 26 cm. [48] Seiten, 3 Holzstiche.

Kästner/Lübbert A 84.1

  1025    Antinous Presse – Thomas Mann. Der Tod in Venedig.

€ 900

Einleitung: Wolfgang Koeppen. Die Beschwörung der Liebe. Nachwort: Terence James Reed. Dichternöte – ein Spiel mit Leben und Tod. Textvarianten aus der früheren Fassung. Unterreit bei Wasserburg 1993. Mit acht signierten Radierungen von Kurt Steinel. Lose Bogen in blauer Originalchemise und -schuber.

Vierter Druck der Antinous Presse Matthias Loidl. – Eins von zehn Rohbogen-Exemplaren (Gesamtauflage 115) . – Im Druckvermerk von Wolfgang Koeppen, Thomas Reed und Kurt Steinl signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Der Text folgt dem Erstdruck in der »Neuen Deutschen Rundschau« von 1912, die Varianten zur Hundertdruckausgabe (siehe Katalognummer 132) werden ausführlich kommentiert. – Dazu: Thomas Mann. Mario und der Zauberer. Ein tragisches Reiseerlebnis. 1998. Mit sieben blattgroßen Farbradierungen im Text und zwei beigelegten, eine für den Einband und ein zweiter Abzug einer Radierung in anderer Farbstellung, alle signiert. Lose Bogen. Siebter Druck der Antinous Presse. – Eins von zehn Rohbogenexemplaren (Gesamtauflage 115). Im Druckvermerk von den Autoren des Vor- bzw. Nachworts, Elisabeth Mann Borgese und Hans Mayer, signiert. Gedruckt auf Zerkall-Kupferdruckbütten. – Thomas Mann. Der Kleiderschrank. Eine Geschichte voller Rätsel. 1991. Mit zwei ganzseitigen Holzstichen von Andreas Brylka. Originalpappband mit Oleographiepapierbezügen. Zweiter Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse. Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 145). Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl erste Einzelausgabe der 1898 entstandenen Erzählung. – Alle tadellos erhalten.

  1028    Bear Press – Lukian [von Samosata]. Hetärengespräche.

€ 400

Zweifarb-Radierungen von Eberhard Schlotter. Bayreuth 1999. Mit 16 zweifarbigen Radierungen, davon 14 blattgroß. Originalhalbpergamentband; Rückentitel und Deckelvignette, Deckel- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet. Im marmorierten Originalschuber.

25. Druck der Bear Press. – Eins von 113 Exemplaren (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Text in der Übersetzung von Wieland, Nachwort vom Verleger. – Tadellos schönes Exemplar.

28,0 : 19,5 cm. [8], 93, [5] Seiten.

  1035    Donkey-Press – Gottfried Keller. Eugenia.

€ 300

Köln, Eduard Prüssen 1992. Mit acht signierten Farbradierungen von Eduard Prüssen und einigen Linolschnitten. Originalpappband mit eingelegtem Linolschnitt-Titelschild.

21. Druck der Donkey-Press. – Eins von 15 Vorzugsexemplaren mit den farbig abgezogenen Radierungen (Gesamtauflage 30). – Die Texte wurden von Hand gesetzt und abgezogen und mit Linolschnittvignetten verziert. – Die Radierungen auf Velin, der Text auf Werkdruck und als Blockbuch gebunden. – Eduard Prüssen (geboren 1930) gründete die Donkey Press 1962, seit 1967 erschienen seine Handpressendrucke, stets mit eigenen Originalgraphiken.

35,8 : 20,0 cm. [34] Seiten, 8 Radierungen.

  1037    Edition Fundamental – Acht Drucke.

€ 300 ( R5 )

Köln 1985–1991. Teils originalgraphisch illustriert. Originaleinbände.

Die Edition Fundamental wurde von der gleichnamigen Kölner Künstlergruppe um 1980 gegründet. Seit 1982 erschienen etwa 20 Bücher, in experimenteller Typographie und teils mit Originalarbeiten, in kleinen Auflagen. – Meist von Künstler und Verfasser signiert. – I. Karlheinz Richard [Müller]. Col-la-gen. Gedichte & Übermalungen. 1985. 47 Exemplare, hier Vorzugsausgabe mit signierter Original-Textcollage. – II. Ad Reinhardt. Dreizehn Regeln zu einem ethischen Kodex für bildende Künstler. 1986. 70 Exemplare. – III. Jürgen Schablitzky. Spalten, biegen und brechen. 1987. Mit 15 Graphiken und einer Zeichnung. 111 Exemplare. – IV. K. Richard Müller. Dirty Story. 1987. Faksimilierte Bild-Text-Collagen. 100 Exemplare. – V. K. Richard Müller. Der Buchstabenfresser. 1988. 40 Exemplare. – VI. Reinhold Koehler. Contratexte. Mit Nachwort herausgegeben von Karl Riha und Angela Koehler. 1988. 150 Exemplare. – VII. V. O. Stomps. Der streitbare Pegasus. 1989. 110 Exemplare. – VIII. Fritz Widhalm. Happy End. 1991. 350 Exemplare. – Ein weiterer Druck. – Alle tadellos.

Spindler 141.8, 13, 14, 21, die vier weiteren nach 1988

  1038    Edition Lafranca – Jean Arp. Ich lasse mich von der Arbeit führen […].

€ 200 ( R5 )

[Cerentino] 1985. Mit fünf signierten Holzschnitten, zwei von Peter Hächler, drei von François Lafranca. Lose mit zwei Textblättern in Originalumschlag.

Eins von 50 Exemplaren. – Von beiden Künstlern auch im Druckvermerk signiert. – Auf schwerem Bütten, handgeschöpft von François Lafranca. – Die Textpassage stammt aus Arps Dichtung »Mit gesenkten Lidern«.

41 : 47 cm. 12 Blätter.

  1039    Edition Tiessen – Gotthold Ephraim Lessing. Ausgewählte Fabeln.

€ 200 ( R5 )

Mit 5 Radierungen von Simon Dittrich. Neu-Isenburg 1977. Mit vier signierten blattgroßen Radierungen. Rostroter Originalseidenband mit montierter Radierung auf dem Vorderdeckel (Helmuth Halbach, Königstein). Im Schuber.

Vierter Druck der Edition Tiessen. – Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Alle Radierungen wurden signiert. – Vorderes Vorsatzblatt mit Lessing-Porträtzeichnung von Simon Dittrich. – Druck in den Werkstätten der Trajanus-Presse, die Radierungen bei Max Dunkes, München. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

33,3 : 22,5 cm. 21, [3] Seiten.

Spindler 41.4. – Tiessen V, 3

  1043    Leipziger Drucke – Voltaire. Candide

€ 400

oder Der Optimismus. Leipzig 1999. Mit elf Holzschnitten von Rolf Kuhrt, zehn blatt- und einer doppelblattgroß, dieser auf gelbem Bütten und signiert, und weiteren auf dem Japanpapierumschlag. Originalpergamentband mit Umschlag, in Originalkartonkassette.

Neunter »Leipziger Druck«. – Eins der ersten zehn von 30 römisch nummerierten Künstlerexemplaren, in der Ausstattung der zehn arabisch nummerierten Vorzugsexemplare mit einem beigelegten signierten Farbholzschnitt (doppelblattgroß, auf Japan, nummeriert XIV/20) und in Pergament gebunden. – Herausgegeben von Herbert Kästner. – Gesamtgestaltung Angelika Kuhrt. – Im Druckvermerk vom Künstler und der Buchgestalterin signiert. – Als Blockbuch gebunden. – Die deutsche Textfassung stammt von Stephan Hermlin. – Als Vorzugsexemplar sehr selten und tadellos erhalten. – Dazu die ersten drei Drucke der Reihe »SchriftBild«. Leipzig 2011. Originalhalbleinenbände. Je eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage 125), jeweils eine Graphik und der Druckvermerk signiert. – I. Jens Sparschuh/Klaus Raasch. Schreib-Akte. Mit fünf Farbholzschnitten. – II. Thomas Rosenlöcher/Henning Wagenbreth. Ich habe ein Buch bekommen. Mit fünf Farbserigraphien. – III. Bertolt Brecht/Baldwin Zettl. Kinderkreuzzug 1939. Mit sechs Kupferstichen, auf dem Leporello signiert. Ohne Druckvermerk.

36,0 : 20,5 cm. 94, [2] Seiten.

  1045    Christoph Meyer – Bertolt Brecht. Der Paß.

€ 600 ( R5 )

Zeichnungen von Christoph Meyer. Berlin, Alligatorpess 2007. Mit fünf farbigen Zeichnungen. Originalbroschur mit grünem Büttenumschlag.

Edition mote 1. – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Den Text druckte Peter Rensch auf der Andante Handpresse, die Illustrationen zeichnete der Künstler in Rot und Schwarz mit Kugelschreiber und Tusche. Jedes Exemplar innerhalb der Auflage ist somit ein Original. »In der Wiederholung entwickeln sich Variationen […] so dass jedes Exemplar unverwechselbar gezeichnet ist – anders als der Pass, der den Menschen durch eine Reihe von normierten Aspekten identifiziert« (Michael Lailach, in einem Werbetext der Edition).

32,8 : 24,3 cm. [12] Seiten.

  1046    Christoph Meyer – Nelly Sachs. Faustschlag.

€ 600 ( R5 )

Zeichnungen von Christoph Meyer. Berlin, Alligatorpress 2008. Mit fünf Zeichnungen. Originalbroschur.

Edition mote 2 – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Den Text druckte Peter Rensch auf der Andante Handpresse, die Illustrationen fügte der Künstler mit rotem, bei einer Zeichnung zusätzlich mit blauem, Kugelschreiber ein. Jedes Exemplar innerhalb der Auflage ist somit ein Original.

32,8 : 24,3 cm. [12] Seiten.

  1047    Christoph Meyer – Ernst Jandl. Erwarte von Wörtern nichts.

€ 900 ( R5 )

Berlin, Edition B.L.4 2015. Mit drei farbigen Zeichnungen (Tusche und Aquarell) und vier farbigen Walzendrucken. Roter Originalleinenband mit silbergeprägtem Rückentitel. Im Originalschuber mit blindgeprägtem Monogramm.

Edition mote 11. – Künstlerexemplar »(E.A) 3«, neben der Auflage von gerade einmal zehn Exemplaren. – Der Text im Buchdruck, die Illustrationen von Hand eingezeichnet. – Als Blockbuch gebunden.

32,0 : 24,8 cm. [14] Seiten.

  1049    Neuhauser Kunstmühle – Markus Krön. Ansichten der Stadt Salzburg.

€ 1000

12 Lithographien. Salzburg, Neuhauser Kunstmühle 2007. Zwölf ganzseitige Farblithographien. Mit Titel und Druckvermerk in orangefarbenem Originalleinenband mit montierter Deckellithographie.

Eins von zwölf Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Die Lithographien wurden vom Künstler direkt auf den Stein gezeichnet und an der Reiberpresse von Thomas Franke auf Zerkall-Bütten gedruckt. – Der Künstler überrascht den erwartungsvollen Betrachter durch banale Bildobjekte, die hier in den Vordergrund »treten« und die gewohnten, touristisch vermarktbaren, Motive als Nebensächliches erscheinen lassen. Über seine dieser Gestaltung zugrunde liegenden Gedanken schreibt der Österreicher Markus Krön (geboren 1970) auf seiner Webseite: »Thujenhecken, Schallschutzwände, Einfamilienhäuser, Silos usw. betrachte ich vor allem als menschliche Zeichen in der Landschaft. Alles befindet sich an dem von Menschen bestimmten Ort«.

33 : 42 cm. 14 Blätter.

  1050    Neuhauser Kunstmühle – Michael Hedwig. Sterntaler.

€ 1200

Lithographien und Radierungen zu einem Text von Karin Peschka. Salzburg, Neuhauser Kunstmühle 2008. Mit neun Farblithographien und acht Radierungen im Text, davon eine blattgroß. Leporellobuch.

Eins von 21 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Centaur, gedruckt auf Zerkall-Bütten. Insgesamt 20 Blätter wurden auf zehn mit Leinenfälzen verbundene Pappelsperrholzplatten aufgezogen. – Die eine Seite des Leporellos bietet die farbige Bildgeschichte, die andere den mit Radierungen illustrierten Text. – Der Österrreicher Michael Hedwig (geboren 1957) ist vor allem durch Kunstwerke im öffentlichen Raum bekannt. Seit 1985 ist er zugleich Lehrender an der Akademie der bildenden Künste Wien. – Karin Peschka (geboren 1967), deren erste Veröffentlichung dieses Künstler-Buch-Objekt darstellt, wurde unter anderem 2017 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. – Das großformatige und dabei unerwartet leichte Buch beeindruckt durch den Gegensatz der leichten, fast fröhlichen Lithographien und der eleganten Strenge der Textseiten.

53 : 40 cm. [20] Seiten.

  1051    Neuhauser Kunstmühle – Josef Zenzmaier. Mein Weg zur Großmutter.

€ 900

[Ein Weg in Bildern]. Salzburg, Neuhauser Kunstmühle [um 2015]. Neun Farblithographien und drei Textblätter. Gelber Originalleinenband mit zweifarbig lithographierter Einbandbanderole.

Eins von 35 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf BFK Rives. – Gedruckt von Joe Holzner, gestaltet von Nikolaus Topic-Matutin. – Der österreichische Bildhauer Josef Zenzmaier (geboren 1933) wandte sich erst in den 1990er Jahren der Lithographie zu.

39,4 : 57,0 cm. 12 Blätter.

  1052    Otto Rohse Presse – Andreas Gryphius. Ausgewählte Sonette, Gedichte und Epigramme.

€ 250

Mit Holzstichen und Kupferstichen von Otto Rohse. [Zwei Bände]. Hamburg 1970–1971. Mit elf Kupfer- und elf Holzstichen im Text, meist blattgroß. Originalhalblederbände mit goldgeprägten Titeln und blindgeprägten Deckelvignetten nach einem Holzschnitt (Christian Zwang, Hamburg). Band II im Schuber.

Zehnter und elfter Druck der Otto Rohse Presse. – Je eins von 170 Exemplaren (Gesamtauflage je 195). – Beide Bände im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Tadellos erhalten.

28,7 : 18,9 cm. 59, [5]; 52, [8] Seiten.

Hack/Schwarz 1.10 und 11. – Spindler 44.15 und 16