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Auf dem Weg in die Moderne | Hesse-Auktionen
Auf dem Weg in die Moderne

346  Max Klinger – Amor und Psyche.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Ein Märchen des Apulejus. Aus dem Lateinischen von Reinhold Jachmann. Illustriert in 46 Original-Radirungen und ornamentiert von Max Klinger. (E.-F. Opus 5). München, Theo. Stroefer [1880]. Mit 15 Radierungen auf Tafeln und 31 im Text sowie Holzschnitt-Zierleisten. Blauer Originalkalikoband mit großer Vorderdeckelillustration in Gold-, Silber- und Schwarzprägung sowie Rücken- und Schnittvergoldung.

Erste Ausgabe des großartigen Illustrationswerkes, Johannes Brahms gewidmet. – »Die entzückenden Illustrationen zu Amor und Psyche sind das einzige radierte Werk Klingers, das die Schrift eines Dichters recht eigentlich illustriert« (Hans Wolfgang Singer). – Die 15 großen Radierungen wurden von R. Felsing, München, auf getöntes, festes Japan gedruckt und auf Leinenfälzen eingebunden, die 31 großen Textvignetten auf China gedruckt und auf die Textseiten aus weißem Japan aufgewalzt. – Jede Seite mit Holzschnitt-Bordüren umrahmt. – Einer der Höhepunkte in Klingers Schaffen, im frühen Jugendstil und in der deutschen Buchillustration.

36,0 : 26,5 cm. [8], LXVIII Seiten, 15 Radierungen. – Einband etwas fleckig, Kanten berieben, Ecken bestoßen. Vorderdeckel mit drei kleinen Fehlstellen im Bezug. – Titel, Widmungsblatt und einige Seiten leicht stockfleckig. – Es fehlen die Seiden-Zwischenblätter. – Singer nennt als Erscheinungsjahr der einzigen Ausgabe 1880, »bei Bedarf wurden neue Exemplare gedruckt.«.

Singer 64–109. – Langer, Jugendstil, Seite 65. – Schauer II, 3 (mit Abbildung)

347  Franz Stuck. 30 Photogravuren

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Ausruflimit/Reserve price: € 1000

nach Gemälden des Meisters. München, Hanfstaengl [1898]. 30 Tafeln. Originalmaroquinband mit vergoldeter Deckelsignatur. – Widmungsexemplar.

Mit eigenhändiger Widmung des Künstlers »Meinem lieben Freunde Lenbach«. – Franz von Stuck (1863–1928), »dem ein Aufstieg vom ›armen Müllerssohn‹ zum gefeierten ›Münchener Malerfürsten‹ vergönnt war, der 1906 geadelt wurde« (A. Langer), war 1892 Gründungsmitglied der Münchner Secession. Zu dieser Zeit war die deutsche Kunstszene maßgeblich von Franz von Lenbach beeinflusst. »Franz von Stuck folgte dem Vorbild des eine Generation älteren Lenbach unter moderneren Vorzeichen. Er schuf symbolistische, den Geist des Fin de Siècle einfangende Bilder oft mythologischen Inhalts, näherte sich der Secession an, und verkehrte mit Tänzern und Schauspielern, die er auch porträtierte.« (Lenbachhaus.de). – Mit einem Inhaltsverzeichnis der wiedergegebenen Gemälde. – Selten und kaum zu übertreffender Provenienz. – Mit Echtheitsbestätigung der Widmung von Frau Margot Brandlhuber, Museum Villa Stuck.

53 : 41 cm. [2] Blätter, 30 Tafeln. – Einband an den Rändern beschabt, unteres Kapital eingerissen. – Vorsätze und äußerste Ränder gebräunt. Es fehlen einige Seiden-Zwischenblätter.

348  Manét – Edgar Allan Poe. Les poèmes.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Traduction en prose de Stéphane Mallarmé. Avec portrait et illustrations par Édouard Manet. Paris, Léon Vanier 1889. Mit acht Lithographien nach Manet, davon ein Porträt, und einer Holzstichillustration. Etwas späterer Halblederband, der illustrierte Originalpergaminumschlag beigebunden.

Erste Ausgabe dieser bedeutenden Übertragungen und erste illustrierte Ausgabe. – Bereits 1875 war das Gedicht »Le Corbeau« in der Übertragung von Mallarmé mit sechs Originallithographien erschienen. Fünf von ihnen wurden hier im Buch, eine auf dem Umschlag in verkleinerter Fassung reproduziert.

24 : 16 cm. XII, 167 Seiten. Mit Frontispiz, 1 Holzstichillustration und 7 Tafeln.

Monod 9178. – Skira 222

349  Edgar Allan Poe. Werke

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 110

in zehn Bänden. Herausgegeben von Hedda und Arthur Moeller-Bruck. Minden, J. C. C. Bruns [1904]. Mit einem Porträt und einem gefalteten Faksimile. Originalleinenbände.

Erste deutsche Werkausgabe, die Übersetzungen stammen von der Herausgeberin und Hedwig Lachmann. – In Band 1 zwei Aufsätze zu Leben und Werk, im Folgenden Dichtungen, Novellen, der Roman »Die Abenteuer des Gordon Pyms« sowie Humoresken.

19 : 13 cm. – Die Einbände leicht fleckig und minimal berieben, einige Rückenschilder mit kleinen Abplatzungen. – Ränder leicht gebräunt. – Exlibris und Besitzstempel.

350  Pierre Bonnard – Longus. Les pastorales ou Daphnis et Chloé.

Schätzpreis/Estimate: € 3500

Zuschlag/Hammerprice: € 3500

Traduction de J. Amyot. Revue, corrigée […] par Paul-Louis Courier. Lithographies originales de P. Bonnard. Paris, Ambroise Vollard 1902. Mit 151 Lithographien im Text. Hellroter Leinenband mit goldgeprägtem Rückentitel, der Originalumschlag eingebunden.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen – Eins von 200 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit dem Wasserzeichen »Daphnis et Chloé« (Gesamtauflage 250). – Neben »Parallèlement« von Paul Verlaine das zweite große Frühwerk des Künstlers, beide erschienen im Verlag seines Freundes und Kunsthändlers Ambroise Vollard. – Der gesamte Text wird auf allen rechten Buchseiten mit einer etwa zwei Drittel des Satzspiegels ausfüllenden Lithographie illustriert. Wie schon in seinen beiden früheren Illustrationsfolgen zeichnen sich Bonnards Lithographien durch eine besondere Weichheit aus, die beim damaligen Publikum allerdings nicht sonderlich ankam: »a public that preferred the sharply defined realism of the professional engraver« (Garvey). – Frühwerk der modernen französischen Buchillustration.

30 : 25 cm. [2], X, 294, [6] Seiten. – Rücken leicht verblasst, minimal bestoßen. – 14 Seiten sehr stark, 8 etwas stockfleckig. Sonst sauber und unbeschnitten.

Monod 7262. – Garvey 28. – Rauch 22

351  Henry van de Velde – Hermann Muthesius. Stilarchitektur und Baukunst.

Schätzpreis/Estimate: € 200 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Wandlungen der Architektur im XIX. Jahrhundert und ihr heutiger Standpunkt. Mülheim-Ruhr, K. Schimmelpfennig 1902. Originalleinenband mit Gold- und Blauprägung.

Erste Ausgabe. – Einbandentwurf, Vignetten und Textornamente von Henry van de Velde, der seinen Vorstellungen von harmonischer Geschlossenheit aller Teile eines Buches hier »besonders konsequent durchgeführt« hat (Weber, S. 117). – In der Streitschrift vertritt Muthesius die Überwindung der historischen Stilarchitektur zugunsten einer an Funktion orientierten sachlichen Bauweise. In der ein Jahr später erschienenen Ausgabe wandte Muthesius seine Kritik ebenso gegen den Jugendstil. Nach der Gründung des Werkbundes kam es zum »Typenstreit« zwischen Muthesius und van de Velde, in dem sich van de Velde gemeinsam mit anderen Künstlern gegen Muthesius’ Aufforderung positionierte, man solle sich um das Entwerfen typischer Formen bemühen. – Sehr schönes Exemplar.

23 : 17 cm. 67, [3] Seiten.

Brinks 60. – Weber 32

352  Wiener Werkstätte – Almanach der Wiener Werkstätte.

Schätzpreis/Estimate: € 600 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 900

Wien und Leipzig, Rosenbaum [1911]. Mit zwölf Tafeln, davon vier farbig. Orangefarbener Originalleinenband, ornamentale Deckelverzierung und Rückentitel in Braun geprägt.

Die originale Ausgabe, wohl nur in überschaubarer Auflagenhöhe gedruckt. – Den gesamten Buchschmuck (Einband, grüne Textbordüren und die ornamentierten Initialen) entwarf Josef Hoffmann. »Eine Reihe klangvoller Namen, die Elite der Wiener Literatur und Kunst, hatte sich da zusammengefunden, um durch Wort und Bild zu bezeugen, daß in ihrem Lager das geistige Österreich zu finden sei« (Hans Ankwicz-Kleehoven, zitiert nach Schweiger). Max Mell übernahm die Redaktion des literarischen Teils mit Beiträgen so wichtiger Autoren wie Peter Altenberg, Hugo von Hofmannsthal (Erstdruck von Akt 4 »Das Bergwerk zu Falun«) und Rainer Maria Rilke (Erstdruck des achten Sonetts der Louize Labé) u. a. vereinigte. – Die Bildbeigaben stammen von C. O. Czeschka (zwei Tafeln), Josef Hoffmann, Gustav Klimt, Ivan Mestrovic, Moritz Jung, Josef Schwetz, Albert Paris von Gütersloh sowie je eine farbige von Koloman Moser, Joseph von Diveky, Oskar Kokoschka und Berthold Löffler. – Sehr schönes Exemplar des wichtigen frühen Dokuments.

17 : 13 cm. [2], 126 Seiten, 12 Tafeln.

Schweiger, Kunst und Handwerk, S. 91. – Hofmannsthal: Houghton Library Catalog 96. – Rilke: Mises 220

353  Wiener Werkstätte – Ein Exlibris und sieben Drucksachen.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Wien 1905–1928.

Koloman Moser. Farbige Lithographie. Um 1900. 21 : 11 cm. Im Stein monogrammiert. – Aus der Wiener Secession hervorgegangen, entwickelte sich die Wiener Werkstätte für etwa 25 Jahre zu einer der führenden Entwurfs- und Produktionsstätten des Jugendstil und Art Déco. – I.–III. Drei Bogen »Einwickel«papiere, zwei mit dem »Rosensignet«, davon einer zweifarbig, und einer mit der Firmenmarke. Um 1905. Je 29 : 20 cm. Entwurf von Koloman Moser und Josef Hoffmann. Das Rosensignet war seit 1903/04 die registrierte Schutzmarke der Wiener Werkstätte. – IV. Kunstschau 1908. Eintrittskarte. Zweifarbige Lithographie. 4,5 : 11,5 cm (6,8 : 19,3 cm). Entwurf von Anton Kling. Probedruck, unbeschnitten. Gedruckt bei Chwala, Wien. – V. Gutschein »berechtigt den Überbringer zum kostenlosen Einkauf in unseren Detailgeschäften […]«. Farblithographie. 5,4 : 16,4 cm (13,7 : 19,7 cm). Entwurf von Maria Likarz-Strauss. Wohl Probedruck oder unbeschnittener Bogen. 1917 wurde in der Kärntner Straße 32 eine erste Verkaufsstelle der Wiener Werkstätte eröffnet. – VI. Briefkuvert Wiener Werkstätte. Lithographie. 10,1 : 15,7 cm. Mit dem großen Logo der Werkstätte (dazu eine Dublette). – VII. 25 Jahre Wiener Werkstätte. Künstlerfest 31 Mai 1928. Lithographie. 11,9 : 17,5 cm. Einladungskarte zum Festakt in der Wiener Albertina. Trotz finanziell angespannter Lage wurde das Jubiläum mit mehreren Empfängen und Festen sowie einer aufwändigen und umfangreichen Monographie gefeiert. – Meist mit dem WW-Logo nach Entwurf von Koloman Moser. – Alle sehr gut erhalten.

V mit minimalen Knickspuren und leicht fleckig.

Vgl. Abbildungen in Schweiger, Kunst und Handwerk Seiten 172, 80, 114, 116

354  Heinrich Vogeler – [Jakob und Wilhelm] Grimm. Kinder- und Hausmärchen.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 750

Vollständige Ausgabe. Mit drei Bildnissen und einer Einleitung von Heinrich Wolgast. Leipzig, Hesse & Becker [1907]. Mit acht Bildtafeln nach Zeichnungen von Heinrich Vogeler-Worpswede. Farbig illustrierter Originalhalbleinenband.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Die Urheberschaft Vogelers, der damals durchaus ein beträchtliches Renommee erreicht hatte, wird im Buch nicht preisgegeben. Wohl deshalb blieb es vielen Vogeler-Sammlern unbekannt. Die Bildtafeln tragen allerdings winzig klein sein Monogramm. – In der Einleitung von Wolgast finden sich zwei Abbildungen mit insgesamt drei Porträts (beide Grimms auf einem). – Sehr selten und tadellos erhalten.

18 : 12 cm. 882 Seiten, 8 Tafeln.

Neteler 168

355  Heinrich Vogeler. Aus dem Osten.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 200

60 Kriegs-Zeichnungen aus dem Kriegsgebiet Karpathen, Galizien-Polen, Russland. Berlin, Nationaler Verlag [1916]. 60 Tafeln mit Textblättern lose in Originalleinenmappe.

Kupfertiefdrucke bei O. Felsing, Berlin. – Der Verkauf erfolgte »zugunsten der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen«. – Mit dem Doppelblatt Titel und Widmung und einem weiteren Blatt Inhaltsverzeichnis. – Die Kriegszeichnungen reflektieren einen Wendepunkt in der politischen Sicht Heinrich Vogelers. 1914 hatte er sich als Freiwilliger zu den Oldenburger Dragonern gemeldet und kam bald an die russische Front. Seine »hochgradig ästhetische« Darstellung des Grauens steht bereits im Widerspruch zu seinen Erfahrungen dieser Zeit, »daß das Volk betrogen wird, daß die vom Kaiser ausgegebene Parole […] eine Unwahrheit ist […] und die Masse um des Mehrbesitzes der ›Kapitalisten‹ leidet.« In Folge dieser Erkenntnis schrieb Vogeler seinen berühmten Brief an den Kaiser und wurde daraufhin in eine Irrenanstalt eingewiesen. (vgl. Bernd Stenzig, in: »Worpswede-Moskau«, Ausstellungskatalog Worpswede 1989, Seite 114ff.) – Erworben aus dem Besitz des Vogeler-Experten Hans-Herman Rief.

43 : 33 cm (Mappenformat). – Titelblatt gebräunt und an den Rändern, wie auch die Einschlagklappen der Mappe, etwas stockfleckig. Ansonsten tadellos schön erhaltenes Exemplar.

356  Thomas Theodor Heine – Friedrich Hebbel. Judith.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 1000

Eine Tragödie in fünf Akten. München, Hans von Weber 1908. Mit zehn Tafeln und zehn Vignetten im Text von Thomas Theodor Heine. Blauer Originalkalblederband mit reich vergoldeten Deckeln, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 1100). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auch den Einband entwarf Thomas Theodor Heine. – »Die an Beardsley erinnernde überschlanke Titelfigur, die sich vom abgeschlagenen Haupt des Holofernes abwendet, ist zu einer der meistverbreiteten Jugendstilillustrationen geworden« (Alfred Langer, in: »Jugendstil und Buchkunst«, Leipzig 1994). – Sehr schönes Exemplar.

21,8 : 18,2 cm. [2], 71, [1] Seiten, 10 Tafeln. – Rücken leicht verblasst. Ecken minimal berieben.

Schauer II, 10

357  Franz von Bayros – Geoffrey Sephton. In Pandean Vale.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 150

Pictured in colour by the Marquis F. Bayros. Zürich, Amalthea [1920]. Mit acht montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen. Originalhalblederband mit Vergoldung (Karl Scheibe, Wien).

Eins von 495 Exemplaren in Halbleder (Gesamtauflage 500). – Im Druckvermerk vom Autor signiert. – Einbandentwurf, Buchschmuck und Illustrationen von Franz von Bayros. – Mit 17 Jahren bestand Bayros die Aufnahmeprüfung an der Wiener Akademie. 1904 hatte er in München seine erste große Ausstellung, die ihm sofort großen Erfolg, Beachtung und zahlreiche Aufträge verschaffte. Er verkehrte in den eleganten Kreisen Münchens und gehörte bald zum Freundeskreis Johann Strauß’. Seine erotischen Illustrationen sind von Auffassung und Stil des Rokoko geprägt und machten ihn zusehends bekannt – so sehr, dass 1911 schließlich die Zensur eingriff und Bayros München verlassen musste. – Nahezu druckfrisches Exemplar, in Originalschutzumschlag und -schuber. – Dazu: Geoffrey Sephton. Bathseba. Tragödie. Aus dem Englischen von Max Roden. Wien, Amalthea 1922. Originalpappband mit Deckelschild. Mit eigenhändiger Widmung »To my dear old friend Mr. Max Morgenstern …«. – Aus der Sammlung Max Morgenstern..

25 : 22 cm. [2], 156,[2] Seiten. – Vor der letzten Lage Bindung gelockert.

358  Marcus Behmer – Buddha.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 1000

Auswahl aus dem Palikanon. Übertragen von Paul Dahlke. Berlin, Brandus 1922. Mit farbigem und vergoldetem Doppeltitel und Buchschmuck von Marcus Behmer. Originalpergamentband mit farbig intarsiertem und vergoldeten Deckelschild sowie reicher Rücken-, Deckel-, Innenkanten- und Kopfschnittvergoldung (signiert P. A. Demeter, Hellerau).

Eins von 225 Exemplaren auf Zanders-Bütten (Gesamtauflage 251). – Die gesamte künstlerische Gestaltung – Buchschmuck, große Zierinitialen, prachtvolle Titel- und Zwischentitelblätter mit Bordüren, alle farbig und teils in Gold gedruckt – stammt von Marcus Behmer. – Entwurf der Deckelintarsie und Bemalung der Vorsatzpapiere von Max Schwerdtfeger. – Gedruckt bei Otto von Holten unter der Aufsicht von Marcus Behmer. – Prächtig ausgestattetes Werk, die Pali-Überlieferung gehört zum ältesten Schriftgut des Buddhismus. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von Dialogen und Lehrvorträgen Buddhas.

35 : 27 cm. 262, [2] Seiten.

Rodenberg 446. – Schauer II, 44. – Erlemann X, 5. – Nicht bei Haucke