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Bauhaus, Architektur, Typographie | Hesse-Auktionen
Bauhaus, Architektur, Typographie

451  Bauhaus – Herbert Bayer. Bauhaus-Ausstellung Weimar Juli–August–September 1923.

Schätzpreis/Estimate: € 5000 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 4500 ( R19 )

Farblithographie. 1923. 15,2 : 10,3 cm. Rückseitig typograpisch signiert.

Die elfte von insgesamt 20 realisierten Karten zur Ausstellung 1923, die von 13 Bauhaus-Meistern und -Studenten – u. a. Feininger, Kandinsky, Klee, Marcks, Moholy-Nagy, Schlemmer, Hirschfeld-Mack – entworfen und originalgraphisch ausgeführt wurden. – »Für die erste, umfassende Ausstellung, die die thüringische Landesregierung dem umstrittenen Bauhaus abverlangte, wurde in bisher am Bauhaus unbekanntem Umfang Reklame gemacht. […] Während der Ausstellungsvorbereitungen […] hören wir zum ersten Male von einer ›Reklameabteilung‹, die sich in der Werkstatt für Wandmalerei unter Kandinsky zusammengefunden hatte.« In dieser Werkstatt ließ sich Herbert Bayer während seines Studiums am Bauhaus (Oktober 1921–Juli 1923 und Oktober 1924–Februar 1925) ausbilden. Nach seiner Gesellenprüfung im Frühjahr 1925 wurde er der leitende Werbegestalter des – mittlerweile in Dessau angesiedelten – Bauhauses. Bereits für die Ausstellung 1923 entwarf er Hinweisschilder, Orientierungsplakat sowie den Einband des berühmten Katalogbuches (vgl. A und O Bauhaus, Seiten 61ff.) – Rückseitig mit Aufdruck zur Verwendung als Postkarte und dem Stempel mit korrigiertem Ausstellungszeitraum.

A und O des Bauhauses, KatNr. 25, Abb. 44. – Fleischmann, S. 67, Abb. 11. – Britsch/Weiss 99

452  László Moholy-Nagy. Staatliches Bauhaus Weimar 1919 1923.

Schätzpreis/Estimate: € 1200 ( R7 )

Ausruflimit/Reserve price: € 800 ( R7 )

Einladungsprospekt zur Subskription des Katalogbuches. Faltblatt, zweifarbiger Offsetdruck. 1923. 25 : 25 cm (geschlossen). Mit zwei Abbildungen.

Seltener Subskriptionsprospekt in mustergültiger Typographie Moholy-Nagys. – Als Musterabbildungen wurden hier Molnars Haus »Der rote Würfel« und eine Fotoansicht der Werkstatt der Steinbildhauerei des Bauhauses gewählt. – Das Katalogbuch zur ersten großen Bauhausausstellung gestaltete ebenfalls Moholy-Nagy. Es sei »in erster Linie Dokument dieser Anstalt; es reicht aber, dem Charakter der Anstalt entsprechend, weit über eine örtliche und spezifische Angelegenheit hinaus ins allgemeine, gegenwärtige und zukünftige Gebiet künstlerischen Schaffens und künstlerischer Erziehung« (aus dem Werbetext). – Ehemals Sammlung Hans Hildebrandt (1878–1957, Stuttgarter Kunsthistoriker und Förderer des Bauhauses) mit zwei Stempeln auf den Innenseiten. Seine Ehefrau Lily, die zeitweise in sehr engem Kontakt mit Walter Gropius stand, veröffentlichte 1918 das ihrem Sohn Rainer gewidmete Kinderbuch »Klein-Rainers Weltreise« (siehe KatNr. 339).

Falz- und zwei kleine Randeinrisse mit Japan fixiert. Kleiner Farbfleck. – Erfreulicherweise ohne die beim Exemplar des Bauhaus-Archivs vorhandenen Heftlöcher.

Bayer/Gropius 1938, Abb. auf S. 81. – Das A und O des Bauhauses KatNr. 41. – Fleischmann S. 81f. (mit drei Abbildungen)

453  Verkaufsbedingungen

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 260

für die ausgestellten Werkstättenerzeugnisse und Bilder der Ausstellung 1923 d. Staatl. Bauhauses Weimar. Einblattdruck, Buchdruck. 28,8 : 22,2 cm.

Einblattdruck. – Typographische Gestaltung von Herbert Bayer. – Seltenes Dokument zur Ausstellung im Sommer 1923.

Geglätteter Horizontalknick. – Leichter Bräunungsabklatsch, kleine Tintenkritzelei.

Nicht bei Fleischmann und »Das A und O des Bauhauses«

454  László Moholy-Nagy – C. August Emge. Die Idee des Bauhauses. Kunst und Wirklichkeit.

Schätzpreis/Estimate: € 500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 470

Vorträge […] auf Einladung des Instituts für Wirtschaftsrecht anlässlich der Pfingstkurse Juni 1924 in Jena. Berlin, Pan-Verlag Rolf Heise [1924]. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Umschlaggestaltung von László Moholy-Nagy. – »Gleichzeitig zu den Bauhausbüchern führt Moholy Aufträge zur Buchgestaltung aus. […] Auf dem Umschlag ›August Emge‹ bringt Moholy eine photographische Idee in die Buchgestaltung, indem er das Schrift-Negativ vom Umschlag auf das darunterliegende Titelblatt ins Positiv ›kopiert‹.« (Das A und O des Bauhauses, S. 164). – Buchdruck Ohlenroth, Erfurt. – Carl August Emge wurde 1928 außerordentlicher Professor für Philosophie und Soziologie der Universität Jena. Seine beiden Vorträge interpretieren die Ideen des Bauhauses in dem für den Weggang aus Weimar entscheidenden Jahr positiv.

23 : 16 cm. 35, [5] Seiten. – Umschlagränder leicht gebräunt. – Innen tadellos.

Das A und O des Bauhauses, KatNr. 132 und Abb. 197. – Fleischmann S. 95. – Neumann, Functional Graphic Desing in the Twenties, Abb. 55. –

455  László Moholy-Nagy. Im Verlag Albert Langen München erscheinen die Bauhausbücher. […] Die erste Serie ist erschienen: 8 Bauhausbücher.

Schätzpreis/Estimate: € 600 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Bücherprospekt. Faltblatt, Offsetdruck. 1926. 29,5 : 21,8 cm (geschlossen). Mit 25 Abbildungen.

Werbebeilage für die Zeitschrift »Offset« (Heft 7/1926), gedruckt wohl in einer Auflage von nur 1600 Exemplaren. – Die legendäre Buchreihe »Bauhausbücher«, deren Schriftleitung Walter Gropius und László Moholy-Nagy innehatten, erschien seit 1925 in schneller Folge. Die Typographie der Bände entwarf Moholy-Nagy. Im Sommer 1926 waren die Bände 9 und 10 im Druck, weitere 25 wurden hier als »in Vorbereitung« genannt. Die Reihe wurde allerdings nach Band 14 eingestellt. – Seines ephemeren Charakters wegen sehr selten, zumal so gut erhalten. – Diese Variante mit dem »Gruppenfoto« nicht in »Das A und O des Bauhauses« abgebildet, dort bescheinigt man der kurze Zeit später gedruckten Ausgabe »10 Bauhausbücher« im Gegensatz zur hier vorliegenden: »Die wenig sorgfältige Gliederung dieser Blätter verrät die große Produktionseile«.

Fleischmann S. 151 mit ganzseitiger Abbildung. – Das A und O des Bauhauses KatNr. 143 (mit wichtigem Hinweis zur Auflagenhöhe). – Moholy-Nagy – Future Present, New York Guggenheim Museum, Nr. 366

456  Walter Gropius. Internationale Architektur.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Zweite veränderte Auflage. Viertes bis sechstes Tausend. München, Albert Langen [1927]. Mit zahlreichen Abbildungen. Gelber Originalleinenband mit Rotdruck.

Bauhausbücher 1. – Der erste Titel der legendären Reihe, herausgegeben vom Direktor des Bauhauses, der auf mehr als 100 meist ganzseitigen Abbildungen die gesamte Elite der zeitgenössisch modernen Architektur in herausragenden Beispielen vorstellt: Peter Behrens, Marcel Breuer, Le Corbusier, Theo van Doesburg, Walter Gropius, Adolf Loos, Erich Mendelsohn, Mies van der Rohe, Farkas Molnar (der auch den Umschlag entwarf), Georg Muche, J. J. P. Oud, Hans Poelzig, Bruno Taut, Henry van de Velde, Frank Lloyd Wright u. a. m. – Sehr schönes Exemplar, leider wie meist ohne den Schutzumschlag. – Dazu: Paul Klee. Pädagogisches Skizzenbuch. München, Albert Langen 1925. Mit 97 Abbildungen. Gelber Originalleinenband mit Rotdruck. Bauhausbücher 2. Außen und innen leicht stockfleckig.

24 : 18 cm. 111, [1] Seiten.

Wingler 563

457  László Moholy-Nagy. Malerei · Fotographie · Film.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Zweite, veränderte Auflage. Drittes bis fünftes Tausend. München, Albert Langen 1927. Mit 100 meist ganzseitigen Abbildungen nach Fotografien und Filmausschnitten. Gelber Originalleinenband mit Rotdruck.

Bauhausbücher 8. – Mit der modernisierten Typographie, u. a. nun »Foto« statt »Photo«. – Die Typographie der gesamten Reihe entwarf Moholy-Nagy. – Bahnbrechendes Werk, in dem Moholy-Nagy erstmals 1925 die Themen Geschichte und Technik der Fotografie und besonders die moderne Bildgestaltung behandelt. – »Kunstwerk und Pamphlet, Erfahrungsbericht und Vision. Das Buch propagiert die ›neue visuelle Literatur‹ und ist gleichzeitig ihr erster Versuch.« (Autopsie). – Mit zahlreichen Anwendungsbeispielen aus Buchillustration, Werbung und Propaganda. Das Bildmaterial, darunter zahlreichen Fotogramme und Fotomontagen, stammt von Moholy-Nagy, Hannah Höch, Albert Renger-Patzsch, P. Citroen, Man Ray und anderen. – Schönes Exemplar.

24 : 18 cm. 140 Seiten. – Leicht angestaubt, winzige Farbverluste auf dem Vorderdeckel.

Parr/Badger I, 92/93. – Autopsie I, 164ff. – Wingler 575

458  Kasimir Malewitsch. Die gegenstandslose Welt.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Die Übersetzung besorgte A. von Riesen. München, Albert Langen 1927. Mit 92, meist ganzseitigen, Abbildungen. Originalbroschur mit farbig illustriertem Originalumschlag.

Erste deutsche Ausgabe. – Bauhausbücher 11. – Kasimir Malewitschs kunsttheotischer Beitrag zu den Bauhausbüchern, unter anderem mit einer Abhandlung zum Suprematismus. Durch zahlreiche eigene Werke und Arbeiten aus verschiedensten Kunstepochen illustriert. – »Drei Tage in Weimar, und man kann auf Lebenszeit kein Quadrat mehr sehen. Malewitsch hat 1913 schon das Quadrat erfunden. Welch ein Glück, daß er sich’s nicht hat patentieren lassen.« (Paul Westheim). – Die Umschlaggestaltung stammt von Laszlo Moholy-Nagy. – So gut erhaltene Broschurausgaben sind selten geworden. – Dazu: Albert Gleizes. Kubismus. Die Übersetzung besorgte Eulein Grohmann. München, Albert Langen 1928. Mit 47 ganzseitigen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur. Bauhausbücher 13. Umschlag fleckig und mit Fehlstellen. – Bauhaus 1919 – 1928. Edited by Herbert Bayer, Walter Gropius, Ise Gropius. New York, MoMA 1938. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband. Originalausgabe der legendären Ausstellung. – Alexander Dorner. The way beyond ›art‹. The work of Herbert Bayer. 2nd printing. New York 1949. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur.

23 : 18 cm. 104 Seiten.

Wingler 563, 11 und Abb. auf Seite 425

459  Architektur – Otto Lossen. Werkbund-Ausstellung »Die Wohnung« Stuttgart 1927.

Schätzpreis/Estimate: € 1200 ( R19 )

Zuschlag/Hammerprice: € 1200

15 Originalfotografien (Vintage, Silbergelatine-Abzüge, rückseitig mit Typodruck). 1927. 14 : 10 cm.

Schöne und umfangreiche Sammlung mit Außen- und Innenansichten von Häusern der berühmten Weißenhofsiedlung, u. a. die Bauten von Le Corbuiser (Blick über die Terrasse auf die Stadt Stuttgart), Rading, Oud, Breuer, Behrens, Poelzig. – Die Aufnahmen wurden auch in dem Band »Bau und Wohnung«, herausgegeben vom Deutschen Werkbund, veröffentlicht. – Tadellos erhalten, je drei Karten gemeinsam in einem Passepartout und gerahmt.

460  Bruno Taut. Ein Wohnhaus.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausruflimit/Reserve price: € 140

Fünfte Auflage. Stuttgart, Franckh 1927. Mit einer Farbmustertafel, einer Farbtafel und zahlreichen Abbildungen. Gelb-roter Originalleinenband mit montierter Deckelvignette.

Fünfte unveränderte Ausgabe, noch im Jahr der Erstausgabe. – Erschienen innerhalb der Reihe »Kosmos Hausbücher«. – Grundlegendes populäres Werk zum Eigenheimbau, verfasst von dem Architekten Bruno Taut, der dabei sein eigenes Wohnhaus in Blankenfelde-Dahlewitz vorstellt. – Die Gesamtgestaltung des Buches stammt von Johannes Molzahn, der auf Empfehlung von Bruno Taut zum Leiter der Klasse für Gebrauchsgraphik der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg berufen wurde. – Am Ende die Ausfalttafel mit 24 aufgeklebten Farbmusterstreifen nach den Farben der Firma Paul Baumann, Aue.

24 : 16 cm. [4], 118, [4] Seiten; 2 Farbtafeln. – Einband am Rücken etwas verfärbt und mit kleinem Fleck.

Vgl. Jaeger 921

461  Industriedächer: Flache Dächer!

Schätzpreis/Estimate: € 200 ( R7 )

Ausruflimit/Reserve price: € 130 ( R7 )

Werbeblatt des Verbandes Deutscher Dachpappenfabrikanten. Faltblatt, Buchdruck. 1927. 29,2 : 21,0 cm (geschlossen). Mit neun fotografischen Abbildungen.

Seltene Werbebeilage, nachweisbar in »Die Form« (1927, Heft 5) mit Fotografien von Industriebauten, darunter die berühmte Bauhaus-Ansicht von Lucia Moholy sowie Bauten von Hans Poelzig, Hermann Muthesius, Bruno Buch u. a. in Fotografien von F. Stoedtner, E. Leitner u. a. – Gedruckt bei Edler & Krische, Hannover. – Die Typographie des Faltblattes verweist auf Kurt Schwitters oder Friedrich Vordemberge-Gildewart, zumindest als Vorbilder für den anonymen Gestalter. Vordemberge-Gildewart hatte enge Beziehungen zu der Hannoveraner Druckerei und gestaltete einige der dort gedruckten Industriewerbemittel. – Tadellos erhalten.

462  El Lissitzky. Russland.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Die Rekonstruktion der Architektur in der Sowjetunion. Wien, Anton Schroll 1930. Mit 104, meist ganzseitigen, Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur.

Neues Bauen in der Welt, Band 1. – Erste Ausgabe. – Herausgegeben und eingeleitet von Josef Ganter. – Das erste und zugleich wichtigste Heft der bedeutenden Reihe zur modernen Architektur. – Die Umschlagillustration entstand nach der großartigen Fotomontage von El Lissitzky. – Mit zahlreichen Abbildungen architektonischer Entwürfe von El Lissitzky, aber auch Arbeiten von Tatlin, Barchin, Welikowski u. a. – Zeitgleich erschienen die Bände von Neutra (Amerika) und Ginsburger (Frankreich).

29 : 23 cm. 103, [1] Seiten. – Umschlag am Rücken mit großen, an den Rändern mit einigen kleineren Ausrissen. – Stempel auf dem Titelblatt, ansonsten innen tadellos.

Lissitzky-Küpper, S. 161 mit ganzseitiger Abb. – Andel Avant Garde Page Design, S. 228. – Jaeger 714

463  Ludwig Mies van der Rohe. Drawings in the Collection of The Museum of Modern Art.

Schätzpreis/Estimate: € 500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Edited by Ludwig Glaeser. New York 1969. Mit 31 Abbildungen, davon einige farbig, auf 27 Tafeln und einige weitere im Text. Originalringbuchbindung.

Mit einem Vorwort und Erläuterungen von Ludwig Glaeser (1930-2006), dem Kurator für Architektur am MoMA und langjährigen Leiter des dortigen Mies van der Rohe-Archives. – Mit faksimilierten Zeichnungen aus allen Schaffensphasen, einige durch Collagen des Künstlers zu »Kunst« erhoben. Seine großen Kohlezeichnungen waren schon in der Entstehungszeit in Ausstellungen der Novembergruppe zu sehen. – Eröffnet wird die Bildfolge mit drei Ansichten des spektakulären »Friedrichstrasse Towers«, entworfen 1921. »It was not until the early 1920s that Mies designed the five projects that established him as one of the major innovators of modern architecture. The first and second of these projects, both glass skyscrapers conceived in 1921, express like manifestos the aspirations of the architectural revolutionaries and embody certain convictions Mies has held ever since.« (Ludwig Glaeser).

46 : 63 cm. [18] Seiten, 27 Tafeln.

464  Franz Wilhelm Seiwert – Percy Bysshe Shelleÿ. Kampf.

Schätzpreis/Estimate: € 1200 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 850

Gedichte. Frankfurt am Main u. a., Taifun 1924. Originalpappband mit zweifarbiger Lithographie von Franz Wilhelm Seiwert auf dem Einband.

Sehr selten, erste Ausgabe dieser Auswahl in Übersetzung von R. R. [ungeklärt]. – Die im Stein monogrammierte Lithographie Seiwerts mit dem Motto »Zahllos seid ihr, nichts sind sie!«. – Franz Wilhelm Seiwert gründete 1919 die Kalltal-Gemeinschaft und war 1920 Gründungsmitglied der Gruppe »Kölner Progressive«, die bis zur Machtergreifung 1933 innerhalb des Kölner Kunstbetriebs eine führende Rolle spielte. – Die Dichtungen des englischen Romantikers Shelley (1792–1822) waren von maßgeblichem Einfluss auf die englische Arbeiterbewegung des 19. Jahrhunderts. Die hier vorliegende Sammlung wird mit dem Gedicht »Die Fratze der Tyrannei« eröffnet, das Shelley 1819 unter dem Eindruck des Peterloo-Massakers, der blutigen Niederwerfung eines Arbeiteraufstandes in Manchester, verfasst hatte. – Wir konnten nur je ein Exemplar in drei deutschen Bibliotheken nachweisen.

17 : 10 cm. 52 Seiten. – Einband minimal fleckig. – Innen papierbedingt gebräunt.

465  Hans Leistikow – Das Geld liegt auf der Strasse.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausruflimit/Reserve price: € 300

Ein Wegweiser für sie, es aufzuheben. Herausgegeben von der Reklamestelle. Frankfurt a.M. ohne Jahr [1928/29]. Mit etwa 30 meist halbseitengroßen Abbildungen nach Fotografien und Fotomontagen. Originalbroschur mit Titelbild.

Werbebroschüre für Außenwerbung. – Die Gestaltung stammt sehr wahrscheinlich von Hans Leistikow (1892–1962), der während der Gestaltung des »Neuen Frankfurts« unter Ernst May von 1925–1930 als Leiter des grafischen Büros der Stadtverwaltung auch für die städtische Reklame zuständig war. 1928 war Leistikow Mitglied des Rings »neue Werbgestalter«. – »Reklame und die Schrift, als neu entwickelte einheitliche Typen sind vom Neuen Frankfurt von Beginn an als eines der effektvollsten Gestaltungsmittel verstanden worden, um eine einheitliche großstädtische Kultur zu bewirken« (Michael Müller in: Avantgarde, Amsterdam 1988, Heft 1, S. 84f.). – Mit zahlreichen interessanten Aufnahmen aus dem Frankfurter Stadtbild, darunter Plakate und Reklameschilder, Leuchtreklamen, Plakatsäulen, Straßenbahn-und Autobus-Reklame und Beispiele an den beiden Frankfurter Markthallen.

23 : 16 cm. 35, [1] Seiten. – Vorderdeckel minimal angestaubt und mit Rotstift-Notiz.

466  Lotte Pottel. Most.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R19 )

Ausruflimit/Reserve price: € 200 ( R19 )

Werbekarte und -plakat. Farblithographien mit Serigraphie. Um 1928. 14,8 : 10,4 cm und 28,8 : 22,7 cm.

Lotte Pottel, Studentin der Kunstgewerbeschule Halle Burg Giebichenstein, war gemeinsam mit ihrem Lehrer, dem Fotografen Hans Finsler, für die Schokoladenfabrik Most in Halle tätig. Als gemeinsame Arbeit erschien 1929 die Festschrift »Wie Kakao und Schokolade entsteht: 70 Jahre Most 1859–1929«. Nur ein Jahr später war sie für die Typographie der Broschüre »Wo in Halle? Halle ist schön« des Halleschen Witschafts- und Verkehrsverbandes verantwortlich. Auch diese Broschüre war mit Fotos von Finsler illustriert. – Beide Werbemittel aufwändig gedruckt, mehrfarbig und mit Gold: I. Schokolade Pralinen Kakao. Unser Vertreter kommt! Rückseitig Postkartenaufdruck. – II. Ich bin der Most-Mann! Rückseitig mit typographischem Text »Gestatten Sie, daß ich mich vorstelle […]. – Unten links im Druck monogrammiert.

467  Walter Brudi. Esslinger Wolle.

Schätzpreis/Estimate: € 1800 ( R19 )

Zuschlag/Hammerprice: € 700

Fotografien, Werbebroschüren, Plakate, Drucksachen. Esslingen, um 1930.

Walter Brudi (1907–1987) übernahm bereits kurz nach seiner Stuttgarter Studienzeit (1925–1928) bei F. H. Ernst Schneidler den Auftrag der Esslinger Firma Merkel & Kienlin, deren gesamten Werbeauftritt und alle Drucksachen zu gestalten. 1949 wurde er als Nachfolger Schneidlers an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart berufen. »Walter Brudi gilt als Erbe der Schneidlerschen ›Stuttgarter Schule‹. Er veröffentlichte wegweisende Publikationen […] und machte die Ergebnisse seiner Lehre in nationalen und internationalen Ausstellungen – z.B. am Pratt Institute New York – bekannt. 1966 gründete er das ›Institut für Buchgestaltung‹ an der Kunstakademie in Stuttgart« (aus dem Informationsblatt anlässlich der Walter Brudi Ausstellung in der WLB Stuttgart 2008). – Schon Anfang der 1930er Jahre lobte Eberhard Hölscher die gestalterischen Leistungen Brudis in verschiedenen Publikationen. – Das New Yorker MoMA führt in seinen Beständen nur einige »Esslinger Wollhefte« (eins abgebildet, Provenienz: Jan Tschichold Collection). Die Urheberschaft Brudis ist dort allerdings unbekannt geblieben.
Zwei Originalfotografien von Messeständen »Esslinger Wolle« (ca. 13 : 20 cm). – Zwei nach diesen Vorlagen erstellte Farboffsetlithographien, für eine Publikation, möglicherweise Andrucke. – Originalfotografie eines Schaufensters »Esslinger Wolle« (ca. 8 : 10 cm). – Wollhefte 1–4. Je 12 Seiten mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalbroschuren, alle Umschläge mit Fotomontagen. – Drei Plakate. Ca. 35 : 25 cm. Druck in Schwarz und Rot. Werbung für Esslinger Trockenwolle. – Fünf Drucksachen: Zwei Bestellkarten, eine Musterliste, eine Versandhülle und ein Andruckbogen mit einer Anzeige und einer Geschäftskarte.

468  László Moholy-Nagy – Feuerfestes Jenaer Durax-Glas

Schätzpreis/Estimate: € 200 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 240

zum Backen, Braten, Dünsten und Einkochen. Jena [um 1934]. Mit fotografischen Abbildungen und Fotomontagen. Farbig illustrierte Originalbroschur.

Werbemittel Nr. 5142 Eg. – László Moholy-Nagy wurde auf Empfehlung von Wilhelm Wagenfeld, der bereits seit 1931 für das Unternehmen tätig war, mit der Gestaltung der Werbemittel des Jenaer Glaswerks Schott & Genossen beauftragt. (vgl. Krisztina Passuths Monographie, dort mit Abbildungen). – Die angezeigte Broschüre »Angerichtet kochen« erschien 1934. Trotz der dem »neuen« Geist geschuldeten Titelillustration, finden sich die typischen Gestaltungsmittel Moholy-Nagys: eindrucksvolle Objektfotografien, Fotomontagen und der Umschlag zum Teil in Orange gedruckt. Die Zusammenarbeit währte auch über Moholys Emigration nach Amsterdam (1934) bzw. London (1935) hinaus und endete erst, als er im Jahr 1937 die Leitung des »New Bauhaus« in Chicago übernahm.

15 : 21 cm. 35, [1] Seiten.

Vgl. »In nachbarlicher Nähe – Bauhaus in Jena« S. 268ff

469  John Heartfield – Drei Bücher mit seinen Umschlagillustrationen.

Schätzpreis/Estimate: € 200 ( R7 )

Ausruflimit/Reserve price: € 130 ( R7 )

Berlin, Malik 1922–1930 und Prag, Odeon 1934.

I. Upton Sinclair. Man nennt mich Zimmermann. Roman. Berlin, Malik 1922. Originalpappband mit Fotomontage als Deckelbild. Die Rote Roman-Serie VII. – II. Ilja Ehrenburg. Das Leben der Autos. 9.–15. Tausend. Berlin, Malik 1930. Originalleinenband mit Fotomontagen auf dem Schutzumschlag. Mit Wellenmuster, der Rückentitel aber noch nicht schwarz gedruckt, so nicht bei Hermann. – III. A. Avdejenko. Miluji (tschechisch: Ich liebe dich). Prag, Odeon 1934. Originalbroschur mit Fotomontage auf dem Schutzumschlag. Seltene erste Ausgabe. – Dazu: Otto Heller. Sibirien, ein anderes Amerika. Berlin 1930. Mit Tafeln nach Fotografien des Verfassers. Originalbroschur mit Fotomontage von Paul Urban auf dem Schutzumschlag.

Schnitt teils stockfleckig, besonders bei II.

Haufe 15, 119 und vgl. 170 (deutsche Ausgabe mit anderem Motiv). – Hermann 358 a und 51 (I und II). – Melzwig 857.1 (Übersetzung Hermynia Zur Mühlen) und 255.1

470  Buchkunst – Die Form.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Zeitschrift für gestaltende Arbeit. 4. Jahr, Heft 21, 1. November 1929 Berlin, Hermann Reckendorf 1929. Mit zahlreichen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur.

Themenheft »Das Buch« innerhalb der seit 1925 erschienenen Zeitschrift des deutschen Werkbundes. – Mit Textbeiträgen von Paul Renner, Theo van Doesburg, Otto Neurath u. a. – Abgebildet wurden unter anderem Einbände und Buchumschläge von Léger, El Lissitzky, Karel Teige, John Heartfield, Moholy-Nagy, Johannes Molzahn, Walter Dexel und F. H. Ehmcke sowie Schwitters’ Dammerstock-Katalog, Piet Zwarts Katalog der Niederländischen Kabelwerke und französische Plakate. – Der Umschlag mit dem Foto von Hein Gorny, das Design der Umschläge hatte 1928 Walter Dexel – nach einem Wettbewerb, an dem auch Max Burchartz, Hans Leistikow, Paul Renner und Jan Tschichold teilgenommen hatten – übernommen, der damit Joost Schmidts rein typographische Gestaltung ablöste. – Sehr gut erhalten.

30 : 21 cm. Seiten 561–592 innerhalb des Jahrgangs. – Zwei Ränder des Vorderumschlags etwas angestaubt.

Holstein, Blickfang S. 279

471  Führer der deutschen Buchkunst.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Sonderdruck des Archivs für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik. Herausgegeben vom Deutschen Buchgewerbeverein. Jahrgang 61, Heft 1. Leipzig 1924. Mit sechs signierten Originalgraphiken und zahlreichen, teils montierten Tafeln und Abbildungen. Handgebundener Originalhalbpergamentband (signiert: Handeinband Enders, Leipzig).

Eins von 350 Exemplaren der Luxusausgabe auf Bütten mit den folgenden signierten Graphiken: Lithographien von Emil Preetorius und Georg Alexander Mathéy, eine Radierung von Hugo Steiner-Prag, ein Holzschnitt von Rudolf Koch, ein Holzstich von Friedrich Wilhelm Kleukens und ein Linolschnitt von Fritz Helmuth Ehmke. – Mit Beiträgen von Julius Zeitler, Rudolf Koch, Fritz Helmuth Ehmcke, Emil Preetorius und anderen. – Mit zahlreichen Einbandabbildungen und Schriftproben. – Textredaktion Julius Zeitler, Buchgestaltung von Georg Alexander Mathéy. – Druck bei Breitkopf & Härtel. – Tadellos schönes Exemplar.

33 : 26 cm. 105, [3] Seiten, 6 Graphiken. – Bezugspapier der Deckel leicht angestaubt, vorn mit zwei kleinen Fehlstellen. – Bei den Graphiken mit kleinem Abklatsch eingelegter Papierstreifen.

Söhn HDOG 706

472  Einbände – Eberhard Hölscher. Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 500

Leipzig 1930. Mit 13 montierten farbigen Originalschutzumschlägen sowie einigen Abbildungen auf Tafeln und im Text. Goldene Originalbroschur mit blindgeprägtem Titel.

Erschien sowohl im »Archiv für Buchgewerbe und Gebrauchsgraphik« in der Reihe »Deutsche Buchkünstler und Gebrauchsgraphiker der Gegenwart« als auch als Sonderdruck mit einem farbigen Umschlag. Die hier vorliegende Broschurfassung ist auch Jürgen Holstein unbekannt geblieben. – Die Typographie zu dieser frühen Monographie entwarf Georg Salter. Von den Verlagen wurden unter anderem folgende Originalschutzumschläge (meist nur der Vorderumschlag) für diese Publikation gestiftet: Alfred Döblin, Berlin Alexanderplatz. – Egon Erwin Kisch, Paradies Amerika. – Schreib das auf, Kisch. – François Villon. Balladen. – John Dos Passos, Der 42. Breitengrad. – Lion Feuchtwanger, Erfolg. – Paris. Reiseführer mit Aufnahmen von Sasha Stone.

33 : 24 cm. [32] Seiten, 4 Tafeln. – Broschur leicht fleckig.

Vgl. Holstein, Salter, S. 16 und www.georgsalter.com

473  Richard Lindner – Drei Bücher des Lachens.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausruflimit/Reserve price: € 100

Die schönsten heiteren Geschichten von heute. Erster [bis] Dritter Band. Berlin, Ullstein 1928. Farbige Originalleinenbände in illustrierter Originalkassette.

Erste Ausgabe. – Die drei Deckelvignetten und das farbige Bezugspapier der Kassette mit zwei Figurengruppen wurden nach Vorlagen von Richard Lindner (1901–1978) gedruckt und zählen zu den ersten seiner publizierten Graphiken. Zwischen dem Abschluss seines Studiums an der Münchner Akademie und einer Anstellung als künstlerischem Leiter des dortigen Verlages Knorr und Hirth lebte Lindner 1927/28 in Berlin. 1933 floh er nach Frankreich und emigrierte 1941 in die USA. Dort arbeitete er weiter als Gebrauchsgraphiker. Erst spät wandte er sich der Malerei zu und wurde international bekannt.

18 : 11 cm. – Kassette minimal berieben. – Papierbedingt etwas gebräunt.

474  Richard Lindner. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Ohne Ort und Jahr, wohl 1971. Eine Seite.

An den Verleger Fritz Landshoff, vormals Leiter des Amsterdamer Exilverlages Querido und zum Zeitpunkt des Briefes Leiter des Verlages Abrams in New York. – Der Künstler schreibt zu einer deutschen Ausgabe der Lindner-Monographie von Dore Ashton: »es wäre gut, wenn die Titel der Bilder in englisch wären | in der deutschen Übersetzung stimmen sie einfach nicht. Ich habe sie irgendwie in’s Deutsche übersetzt im Fall Sie beide englisch und Deutsch benützen wollen. […] Neue Fotos habe ich im Moment nicht. […] Die neuen Bilder sind alle schon verkauft. Bin ab 15 Oktober wieder in New York«. – Dazu: Hilton Kramer. Richard Lindner. Berlin 1975.

Oberrand (wohl mit fremdem Briefkopf) abgeschnitten, später gelocht. Rückseitig mit Bleistift beschriftet.

475  Georg Muche – Vier Publikationen (Erinnerungen, Werkverzeichnisse, Katalog) von und über Georg Muche, alle von ihm signiert.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausruflimit/Reserve price: € 200

1961–1980.

Georg Muche. Blickpunkt. Sturm, Dada, Bauhaus, Gegenwart. München 1961. Originalleinenband mit -schutzumschlag. – Zwei Werkverzeichnisse: Peter H. Schiller. Georg Muche. Das druckgraphische Werk. 1970. Mit Beilage: Zeichnungen aus den Jahren 1912–1973. – Magdalena Droste, Christian Wolsdorff und Bauxi Mang. Georg Muche. Das künstlerische Werk 1912–1927. Kritisches Verzeichnis der Gemälde, Zeichnungen, Fotos und architektonischen Arbeiten. Berlin 1980. – Georg Muche. Der Zeichner. Ausstellungskatalog Staatsgalerie Stuttgart 1977. – Meist herausgegeben vom Bauhaus-Archiv. – Dazu: Gisela Lindner. Georg Muche. Die Jahrzehnte am Bodensee. Das Spätwerk. 1983. – Der alte Maler. Briefe von Georg Muche 1945–184. Tübingen und Berlin 1992.

476  Josef Albers. Interaction of Color.

Schätzpreis/Estimate: € 1500 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 1900

Starnberg, Joseph Keller 1973. 80 Doppelblätter mit Farbserigraphien. Mit Text- und Kommentarband (Originalkunstlederband bzw. -broschur) in -Kassette und -schuber.

Deutsche Ausgabe eines der bedeutendsten »Künstlerbücher« des späten 20. Jahrhunderts. – Eins von 1000 Exemplaren. – Josef Albers (1888–1976) lernte und lehrte am Dessauer Bauhaus, 1933 ging er ins Exil. In den 1950er Jahren leitete er das Art Department der Yale University, am Ende seiner Lehrtätigkeit widmete er sein wichtiges und berühmtes Werk zur Farbentheorie seinen Schülern: »This Book is my Thanks to my Students«. Er gilt, zusammen mit Victor Vasarely, als Begründer der »Op-Art«. – Auf 80 Doppelbogen veranschaulichen je eine oder mehrere Farbserigraphien bzw. Farboffsets mit einigen aufklappbaren Farbelementen Albers’ Theorien. Unter anderem erörtert er den Bezold-Effekt, dessen Anwendung ihn zu seinen »Homage-to-the-Square«-Bildern führte. Mit Blick auf seine theoretischen Untersuchungen zu physischen und psychischen Wirkungen verschiedener Farben darf man »Interaction of Color« als legitime Fortsetzung von Goethes Farbenlehre und besonders Runges Farbenkugel bezeichnen. – Gestaltet von Norman Ives, der später auch für Albers’ »Formulation : Articulation« verantwortlich war. – Aufwändig gedruckt und sorgfältig ediert, sehr selten.

35 : 27 cm. 80, 48 Seiten und 80 Klapptafeln. – Schuber etwas fleckig, Kassettenränder angeplatzt.