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Buchkunst und Bibliophilie seit 1945 | Hesse-Auktionen
Buchkunst und Bibliophilie seit 1945

851  Bear Press – H. C. Artmann. Gesänge der Hämmer.

€ 300 ( R7 )

Einband, Farbradierung, Holzschnitte, Initialen und Absatzzeichen von Uwe Bremer. Nachwort von Urs Widmer. Bayreuth 1992. Mit einer doppelblattgroßen Farbradierung und je 14 blattgroßen Holzschnitten und Holzschnittinitialen sowie zahlreichen -absatzzeichen. Handgebundener hellbrauner Originalmaroquinband mit Negativblindprägung und Kopfschnittvergoldung (Werner G. Kießig, Berlin). Im Originalschuber.

15. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 150 Exemplaren, davon erschienen 37 als Vorzugsausgaben. – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Gesetzt aus der Gill-Grotesk, gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Jeder der vierzehn Texte wird durch eine in Gold gedruckte Runenleiste verziert.

28,1 : 19,1 cm. [10], 52, [10] Seiten. – Beide Deckel mit kleinen, kaum wahrnehmbaren Flecken.

Isphording II, 67

852  Bear Press – Caspar Walter Rauh. Traumland. Niemandsland.

€ 200

Bayreuth 1993. Mit 48, bzw. 28 montierten Illustrationen nach Federzeichnungen von Caspar Walter Rauh. Zwei Originalleinenbände mit montiertem Deckelbild. Zusammen im Originalschuber.

Elfter und Zwölfter Sonderdruck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 950 Exemplaren der Leinenausgabe (Gesamtauflage 1.000). – Caspar Walter Rauh (1912–1983) gilt als Vertreter des Phantastischen Realismus. Seine Arbeitsschwerpunkte waren Aquarell, Federzeichnung und Radierung. Seine Affinität zu den Klassikern der Phantastischen Literatur fand ihren Niederschlag in Illustrationen zu Werken Edgar Allan Poes, Jean Pauls und E.T.A. Hoffmanns. – Die Texte, Aufzeichnungen, Briefe und Dichtungen, wurden hier erstmals aus dem Nachlass veröffentlicht.

30,8 : 21,5 cm. [4], 82, [6] Seiten; [2], 126, [6] Seiten.

853  Bear Press – Christoph Martin Wieland. Ein Wintermährchen.

€ 1800

Holzstiche von Karl-Georg Hirsch. Bayreuth 1994. Mit 29 Textholzstichen. Perlgrauer Originalpergamentband mit einer in Gold auf Lederintarsie gedruckten Holzstichvignette. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, Seidenspiegel mit Goldkante (W. G. Kießig). Im Schuber.

17. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Das erste von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren mit einer signierten Tuschfederzeichnung (Sultan und Königin), formatfüllend auf einem der Vorblätter (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf VL-Handbütten mit dem Wasserzeichen der Presse. – 16 Holzstiche wurden im Text, 13 als Randvignetten verwendet, der 30. Holzstich in Gold gedruckt auf der Lederdeckelvignette. – Tadellos erhalten.

27,8 : 15,5 cm. 67, [1| Seiten.

Kästner/Lübbert A 105 a (der kolorierte Holzstich gehört nur zur Vorzugsausgabe)

854  Officina Bodoni – Alexander Puschkin. Il Cavaliere di Bronzo.

€ 600 ( R7 )

Racconto Pietrobourghese. 1899. Verona, Officina Bodoni 1968. Mit einer radierten Titelvignette. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

Eins von 165 Exemplaren auf Magnani-Bütten. – Druck in Rot und Schwarz, russisch-italienischer Paralleltext. – Mardersteig hatte den russischen Buchkünstler W. Lazurski 1964 in Leipzig kennen gelernt und beschlossen, einen Text der russischen Literatur in einer von ihm zu entwerfenden kyrillischen Type zu drucken. Die italienische Übersetzung wurde aus Mardersteigs Dante-Type gesetzt. Von einer ersten Fassung wurden 1967 nur zehn Exemplaren, gleichsam als Probe gedruckt. Lazurski überarbeitete seine Schrift, deren endgültige Fassung in der vorliegenden Auflage verwendet wurde.

29,9 : 20,5 cm. 53, [7] Seiten. – Obere Schuberkante angeplatzt.

Mardersteig 153 (mit ganzseitiger Abbildung des Druckvermerks)

855  Gertrud Boernieck – Otto Julius Bierbaum. Der bunte Vogel.

€ 1500

[Köln] 1998. Mit sieben meist doppelseitigen Collagen und handgeschriebenem Text. Bemalter und collagierter Originalhalbleinenband.

Unikatbuch. – Auf der letzten Seite signiert und datiert. – Auf Velin. – Als Blockbuch gebunden. – Die Collagen aus verschiedenfarbig bemalten Papieren werden ergänzt durch die Textpassagen. Diese schrieb die Künstlerin mit schwarzer Tuschfeder, wobei sie eine kurze Passage in großer Schrift in die Bildpartien einband. – Gertrud Boernieck (1931–2017) lebte und arbeitete in Köln. Die Künstlerin schuf zunächst Ölbilder und Kleinplastiken. Seit 1991 entstanden unikate Künstlerbücher und Buchobjekte mit fremden und eigenen Texten unter Verwendung unterschiedlicher Materialien wie Papier, Filz, Holz, Folien und »Fundstücken«. – »[…] im doppelten Sinne einzigartig: Es sind Gesamtkunstwerke, die Malerei, Skulptur, Collage und die Kalligraphie eigener und fremder Texte in sich vereinen, und es sind Unikate« (Unibibliothek Trier, 2013, zur Ausstellung »Alles, was zwischen zwei Deckel passt – Künstlerbücher von Gertrud Boernieck«.

33,0 : 40,0 cm. [20] Seiten.

856  Gertrud Boernieck – Johann Wolfgang von Goethe. Das Römische Carneval.

€ 1800

[Köln] 2000. Mit zwölf farbigen Collagen und handgeschriebenem Text. Bemalter und collagierter Originalhalbleinenband.

Unikatbuch der Kölner Künstlerin. – Mit zwölf meist doppelseitigen Collagen aus farbigen Papieren, meist abstrakte Figurinen, die in ihren Gruppierungen durchaus an die Kupfer der Originalausgabe von 1789 erinnern. Den Text kalligraphierte die Künstlerin mit schwarzer Tuschfeder. – Auf doppellagigem Velin. – Im Innendeckel mit Namenszug der Künstlerin, auf der letzten Seite von ihr signiert und datiert.

41,5 : 21,0 cm [24] Seiten.

857  Edition Fanal – Suzanne Feigel. Hinter einer Glaswand.

€ 250

Gedichte. Basel 1982. Mit vier Serigraphien auf gefalteten Transparentpapieren, zwei lose beigelegt, zwei als Umschlag um die beiden Originalbroschuren montiert. In Originalschuber. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von zehn römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 112). – Beim Druckvermerk mit Widmung von Dichterin und Künstlerin sowie weiteren Beteiligten. – Die vierzig Gedichte verteilen sich auf zwei Broschüren, eine auf hellem, die andere auf grauem Ingres-Bütten gedruckt. – Gesetzt aus der Univers mager und gedruckt von Max Fürer. – Die Dichterin darf als Multitalent gelten: Marie-Suzanne Feigel (1916–2006) war auch bildnerisch tätig und gründete 1945 in Basel die »Galerie d’art moderne«.

858  Edition Maldoror – Absolut abwesend.

€ 150

Gedichte und Fragmente: Philipp Passeur. Radierungen: Siko. Herausgeber: Maximilian Barck. Berlin 2006. Mit fünf verso signierten Radierungen. Türkisfarbener Originalleinenband.

Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Dichter und der Künstlerin Silke Konschak signiert. – In großzügiger Typographie von Rainer Tschernay auf Hahnemühle Alt Lünen gedruckt. – Dazu: Annegret Gollin. Doppelbelichtung. Berlin, Edition Maldoror 1996. Mit acht Farbserigraphien von Thomas H. Weber. Illustrierter Originalpappband. Eins von 20 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 70). Im Druckvermerk von Dichterin und Künstler signiert.

39,0 : 29,5 cm. [14] Seiten. – Rücken mit leichter Feuchtigkeitsspur.

859  Edition Neuhauser Kunstmühle – Armin Zingerle. Salome.

€ 2000 ( R7 )

Acht Radierungen zu dem Gedicht ›Salome‹ von N. C. Kaser. Salzburg 2007. Acht Farbradierungen, radiertes Frontispiz und zwei Textblätter. Originalleinenband mit montiertem Deckelbild.

Eins von nur 16 nummerierten Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt von Rainer Volkmann auf vollrandiges Velin. – Auch das Gedicht und der Druckvermerk wurden von radierten Platten gedruckt. – Der Südtiroler Graphiker Armin Zingerle setzte sich viele Jahre mit dem dichterischen Werk seines Landsmanns Norbert C. Kaser (1947–1978) auseinander. – Angeregt wurde Kaser zu dem Gedicht 1975 während eines Verona-Aufenthalts bei der Betrachtung des Bronzereliefs »Tanz der Salomé« in dem Portal der Basilika San Zeno.

64,0 : 49,5 cm. 11 Blätter.

860  Edition Neuhauser Kunstmühle – Erika Landertinger. Der Nußknacker.

€ 2000 ( R7 )

E. T. A. Hoffmann. Illustrationen zum Ballett nach P. I. Tschaikowsky. Salzburg 2007. Zehn Farblithographien. Originalhalbleinenband, mit einer doppelblattgroßen Lithographie als Deckelbezug.

Eins von nur zwölf nummerierten Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Zerkall-Bütten gedruckt von Thomas Franke. – Titel und Druckvermerk wurden nach der Handschrift der Künstlerin gedruckt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

46,5 : 37,0 cm. [14] Seiten.

861  Edition Neuhauser Kunstmühle – Paul Ching-Bor. Folded Steel.

€ 200 ( R7 )

Salzburg 2009. Buchobjekt mit Farbradierung.

Eins von 21 Exemplaren. – Rückseitig vom Künstler signiert, datiert und nummeriert. – Die Farbradierung, gedruckt von Rainer Voltmann, wurde in acht dreieckige Segmente zerschnitten. Diese sind auf Pappteile aufgezogen und mit Leinenfalzen klappbar verbunden. Die abgebildete Brückenkonstruktion kann so dreidimensional variiert werden. – Der 1963 in China geborene Künstler verbrachte viele Jahre in Australien, bevor er 1996 in die USA auswanderte. Er lebt und arbeitet nun in New York.

29 : 20 cm (geschlossen).

862  Edition Tiessen – Adalbert Stifter. Über das Große und Kleine.

€ 400

Mit drei farbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Neu-Isenburg 1977. Mit zwei ganzseitigen Farbradierungen und einer dritten auf den Vorderdeckel montierten, alle signiert. Originalpappband mit Folienumschlag und Schuber.

Der erste Druck der Edition Tiessen. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 115). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wie alle Drucke der Edition Tiessen aus der Janson-Antiqua gesetzt. – Auf Velin d’Arches. – Dazu vier weitere Drucke der Edition, drei in der Vorzugsausgabe: 22. Druck: Barthold Hinrich Brockes. Kirschblüte bei der Nacht. 1981. Mit zehn Lithographien von Anthony Canham. Originalpappband. Eins von 55 Vorzugsexemplaren mit einer signierten Lithographie als Beilage. – 23. Druck: Georg Büchner. Lenz. 1982. Mit 13 Holzschnitten von Anton Walzl. Originalleinenband. Eins von 60 Vorzugsexemplaren mit drei signierten Holzschnitten als Beilage. – 35. Druck: Georg Hofmann. Die Rückkehr des verlorenen Jakob Michael Reinhold Lenz nach Riga. 1984. Mit neun Algraphien von Wolfgang Schmitz. Originalpappband. – 53. Druck: Heinrich Heine. Aus dem »Buch le Grand«. 1988. Mit zwölf Lithographien von Wolfgang Schmitz, zwei signiert, eine lose. Originalpappband. Eins von 45 Vorzugsexemplaren mit zwei weiteren signierten Lithographien als Beilage. – Alle tadellos erhalten.

Spindler 41.1, 22, 23 und 35 (53 nicht mehr)

863  Edition Tiessen – Heinrich von Kleist. Über das Marionettentheater. Von der Überlegung.

€ 300

Und andere kleine Schriften. Mit sechs Radierungen von Simon Dittrich. Neu-Isenburg 1979. Mit sechs blattgroßen signierten Radierungen. Originalpappband im -schuber.

Elfter Druck der Edition Tiessen. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite der sechs Radierungen auf größerformatigem Japan (Gesamtauflage 125). – Auf Velin d’Arches, als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Tadellos schönes Exemplar. – Dazu: Hölderlin. Hyperion. Fragment. 1985. Mit vier Radierungen von Wong Moo Chew, drei blattgroß, eine auf dem Titel. Originalpappband. 37. Druck der Edition Tiessen. Eins von 99 Exemplaren. Druckvermerk vom Künstler signiert.

35,8 : 25,3 cm. 20, [4] Seiten.

Spindler 41.11 und 37

864  Edition Tiessen – Friedrich von Schiller. Die Gesetzgebung des Lykurgus und Solon.

€ 450

Mit einer Original-Radierung von Reiner Zimnik. Neu-Isenburg 1980. Mit einer blattgroßen signierten Radierung. Roter Originalkalblederband mit schwarz-goldenem Rückenschild und ornamentaler Blindprägung beider Deckel (Theophil Zwang, Oberroden, nach Entwurf von Kurt Londenberg).

16. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 75 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen signierten Radierung (Gesamtauflage 250), dabei eins der wenigen Exemplare in Kalbleder. – Diese Ausgabe vereint zwei große Namen der deutschen Buchbindekunst der Nachkriegszeit: Theophil Zwang (geboren 1924) arbeitete zunächst in der Werkstatt seines Vaters Friedrich Zwang, einem Schüler von Paul Kersten. 1955 wurde er Schüler von Kurt Londenberg (1914–1995), der in diesem Jahr Nachfolger von Ignatz Wiemeler als Leiter der Einbandklasse der Hamburger Landeskunstschule wurde. Noch im gleichen Jahr gründeten die Brüder Theophil und Christian Zwang die bis heute berühmte Hamburger Werkstatt. – Tadelloses Exemplar.

29,9 : 20,0 cm. 41, [3] Seiten.

Spindler 41.16. – Tiessen V, 30

865  Edition Tiessen – Martin Buber. Der Weg des Menschen nach der chassidischen Lehre.

€ 400

Mit einer Kaltnadel-Radierung von Jochen Geilen. Neu-Isenburg 1983. Mit einer blattgroßen signierten Radierung. Brauner Originalkalblederband mit Blindprägung, Rückenschild und vergoldeten Titeln (Theophil Zwang, Oberroden). Im Schuber.

31. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 35 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder (Gesamtauflage 161). – Die Radierung mit einem Porträt Bubers.

29,9 : 20,3 cm. 29, [3] Seiten. – Seitenrand des Hinterdeckels vom Schuber schwach berieben.

Spindler 41.31. – Tiessen VI, 9

866  Edition Tiessen – Gert Hofmann. Die Rückkehr des verlorenen Jakob Michael Reinhold Lenz nach Riga.

€ 300

Novelle. Mit neun Algraphien von Wolfgang Schmitz. Neu-Isenburg 1984. Mit acht Algraphien im Text, davon drei blattgroß. Originalpappband mit einer Algraphie auf dem Vorderdeckel.

35. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 33 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit zwei zusätzlichen signierten Algraphien (Gesamtauflage 125) – Während des Auflagendrucks wurde die Druckplatte der ersten Algraphie, ein Flachdruckverfahren von Aluminiumplatten, irreparabel beschädigt und daraufhin neu gezeichnet und gedruckt. Hier eins der wenigen Exemplare mit einem signierten Abzug der ersten Fassung als Beilage sowie drei Benachrichtigungszetteln des Verlegers zu den Beilagen.

32,3 : 23,6 cm. 35, [5] Seiten.

Spindler 41.35. – Tiessen VI, 2

867  Edition Tiessen – Drei Drucke in Vorzugsausgabe.

€ 300

Neu-Isenburg 1985–1989. Mit 33 Originalgraphiken im Text, davon vier signiert, und neun signierten als Suiten. Originalpappbände im -schuber.

Je eins von 45 Exemplaren der Vorzugsausgaben mit zusätzlichen signierten Graphiken als Beilage. – 41. Druck: Als ich das Licht verlöschte. Dreißig Nachtgedichte. Ausgewählt von Hans Bender und Nikolaus Wolters. 1985. Mit vier signierten Kaltnadelradierungen von Jochen Geilen und einer signierten Extrasuite. Mit Gedichten von Rilke, Benn, George, Kolmar, Lasker-Schüler, Trakl, Ingeborg Bachmann und anderen. – 56. Druck: Martin Buber. Geschichten von Rabbi Bunam. 1988. Mit 19 farbigen Holzschnitten von Wilhelm Neufeld und drei zusätzlichen. Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – 58. Druck: Alfred Polgar. Auf dem Balkon. 1989. Mit zehn Lithographien von Rolf Escher und zwei zusätzlichen. Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Alle tadellos erhalten.

Spindler 41.41, II und III nicht mehr

868  Edition Tiessen – Drei Drucke in Vorzugsausgaben.

€ 400

Neu-Isenburg 1985–1987. Mit 35 Originalgraphiken, elf zusätzlichen als Suiten und einer Zeichnung. Zwei blaue Originalpappbände und -mappen in -schubern, ein hellgrüner Originalpappband im -schuber mit Suitenumschlag.

42. Druck: Euripides. Die Troërinnen. Übersetzt von Ernst Buschor. 1985. Mit fünfzehn Holzschnitten von Anton Watzl im Text. Eins von 33 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit einer Suite von vier signierten Holzschnitten. – 45. Druck: Seneca. Trostschrift an Marcia. 1987. Mit fünf Schriftholzschnitten von Jost Hochuli. Eins von 75 Exemplaren mit einer signierten Suite der fünf Holzschnitte. – 48. Druck: Sophokles. Antigone. Übersetzt von Ernst Buschor. Mit fünfzehn Lithographien von Georg Eisler im Text. Eins von 15 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe mit drei Beigaben: eine signierte Bleistiftzeichnung und zwei signierte, nicht im Buch enthaltene Lithographien. – Beide im Druckvermerk von den Künstlern signiert. – Tadellos erhalten.

32,3 : 23,4 cm. 61, [3], 33, [3] und 66, [2] Seiten.

Spindler 41.42, 45 und 48

869  Edition Tiessen – Johann Wolfgang von Goethe. Klassische Walpurgisnacht.

€ 250

Aus dem zweiten Teil des ›Faust‹. Mit fünfzehn farbigen Holzschnitten von Wilhelm Neufeld. Neu-Isenburg 1990. Mit 14 in verschiedenen Farben gedruckten Holzschnitten, davon sechs blattgroß, und einem weiteren auf dem Vorderdeckel. Originalpappband im -schuber.

61. Druck der Edition Tiessen. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Bleistiftzeichnung (Gesamtauflage 99). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Tadellos schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe. – Zeitgleich erschien in der Methusalem-Presse eine Ausgabe der »Paralipomena zur Walpurgisnacht«, ebenfalls mit Holzschnitten von Neufeld.

32,4 : 23,8 cm. 70, [6] Seiten, 1 Zeichnung.

Tiessen ET 61

870  Edition Tiessen – Vier Drucke der Edition.

€ 200

Neu-Isenburg 1981–1993. Mit zusammen 14 Originalgraphiken und vier weiteren signierten als Beilagen. Originalbroschuren mit Marmorpapierbezügen (Helmuth Halbach, Königstein und Gisela Tiessen).

I. 18. Druck. Der Bergmann von Falun. Der Bericht von Gotthilf Heinrich Schubert und die Erzählungen von E. T. A. Hoffmann und Peter Hebel. 1981. Mit vier farbigen Holzschnitten von Esteban Fekete. – II. 28. Druck. Adalbert Stifter. Waldwanderung. 1983. Mit vier Holzstichen von Denis Stéen. – III. 29. Druck. Die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern, wie sie im Alten Testament überliefert ist. 1983. Mit zwei Holzstichen von Otto Rohse. – IV. 74. Druck. Joseph Roth. Avignon. 1993. Mit vier Lithographien von Rolf Escher. – II bis IV jeweils Exemplar der Vorzugsausgabe mit je einer (III mit zwei) zusätzlich beigegebenen Graphik.

Tiessen ET 18, 28, 29 und 74

871  Die Edition Tiessen 1977-1995.

€ 250

Ein Rückblick von Lothar Lang sowie Beiträge von Hans Bender, Hans A. Halbey und Wolfgang Tiessen. Neu-Isenburg 1987–1996. Mit zahlreichen Abbildungen und Beilagen. Originalleinenband, zwei Originalhalbleinenmappen und eine Originalbroschur, zusammen im Schuber.

Exemplar der absoluten Vorzugsausgabe, die um zwei Dokumentationsmappen und einen Pressendruck erweitert ist. – I. Katalogband. Text- und Bildteil sowie detaillierte, annotierte Bibliographie aller Drucke mit mehreren Registern. Druckvermerk von Wolfgang Tiessen signiert. – II. Überzugspapiere. Mappe mit 40 auf Bütten-Kartons montierten Originalmustern der Überzugspapiere. – III. Dokumentation. 130 Blätter (Kopien und Sonderdrucke) der gelisteten Sekundärliteratur. – IV. Wolfgang Tiessen. Vom Dienst am Autor und Leser. Über die Gestaltung meiner Bücher. Neu-Isenburg 1987. Originalbroschur. Druckvermerk vom Autor signiert. – Tadellos erhaltenes Exemplar der seltenen Ausgabe. – Wolfgang Tiessen (1930–2017) hat sich wie kaum ein zweiter um die deutsche Buchkunst der Nachkriegsjahrzehnte verdient gemacht. Zunächst Assistent Gotthard de Beauclairs, gründete er 1962 eine Versandbuchhandlung, deren Bücherbriefe wichtiges Werbemittel für bibliophile Editionen und illustrierte Bücher waren. Später folgte das Standardwerk »Buchillustration in Deutschland, Österreich und der Schweiz« und seit 1977 mehr als 100 Drucke der eigenen Edition.

31,0 : 20,8 cm.

Philobiblon 40 (1996), Heft 4, S. 376

872  Einhorn-Presse – Christian Hofmann von Hofmannswaldau. Reisender Cupido.

€ 120

Mit elf Originalradierungen von Rosemarie Finckh. Herausgegeben und Nachwort von Wilhelm Busam. München 1969. Mit elf signierten Aquatintaradierungen. Originalhalblederband mit Deckelschild (Walter Schraml, München).

Erstes Buch der Einhorn-Presse. – Eins von 130 Exemplaren. – Die Radierungen in prachtvollen, sehr gratigen Drucken, die erste als Titelradierung in Rötel gedruckt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden, die Radierungen auf Werkdruckpapier, der Text auf ziegelrotem Halbkarton. – Dazu: Shakespeare. Venus und Adonis. Radierungen von Hans Gött. München, Drei Masken 1924. Mit 13 Radierungen im Text, davon zwei signiert. Originalhalbleinenband. 12. Obelisk-Druck. Unnummeriertes Exemplar neben der Auflage von 340, Druckvermerk vom Künstler signiert.

38,0 : 26,0 cm. [20] Seiten, 11 Radierungen. – Zwei Radierungen am Rand etwas stockfleckig.

873  Eremiten-Presse – Broschur.

€ 250

Nummern 1–100, meist in den signierten Vorzugsausgaben, in 92 Bänden. Düsseldorf 1969–1980. Mit zahlreichen, teils farbigen Originalgraphiken. Originalbroschuren, meist illustriert.

Umfangreiche Folge, bis zum Jubiläumsband 100 nahezu vollständig – es fehlen nur die Nummern 31 und 95. – Von den meisten Bände erschien eine von Autor und/oder Künstler signierte Vorzugsausgabe. In dieser Art hier 29 Bände, weitere vier in der absoluten Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Originalgraphik. – Mit Texten von Gerd Hoffmann, Christa Reinig, Peter O Chotjewitz, Gerhard Rühm, Ernst Jandl, Martin Walser, Gabriele Wohmann, Christoph Meckel, Max Maetz, Mascha Kaleko, Friederike Mayröcker u. a. m. – Sehr gut erhalten. – Eine Beigabe.

19,0 : 12,5 cm.

874  Eremiten-Presse – 32 Werke der Presse,

€ 150

teils in signierter Vorzugsausgabe, teils mit beigelegter signierter Extragraphik. Düsseldorf 1971–1982. Meist mit originalgraphischen Illustrationen. Originalbroschuren.

Alle in kleinen, teils nummerierten Auflagen erschienenen. – 19 Ausgaben im Druckvermerk von Autor und/oder Künstler signiert, davon sechs als Vorzugsausgaben. – Unter den Autor/inn/en Gabriele Wohmann (7), Marie Luise Kaschnitz (4), Bele Bachem (2), Margarete Hannsmann (2) u. a., die Illustrationen von Christoph Meckel, Klaus Endrikat, Axel Hertenstein, Bernhard Schultze, HAP Grieshaber u. a. – Meist als Blockbücher gedruckt und gebunden. – Sehr gut erhalten. – Vollständige Titelliste auf Anfrage.

30 : 21 cm.

875  Felix Martin Furtwängler – Wilhelm Hauff. Das kalte Herz.

€ 1800

In der Textfassung der Erstausgabe von 1828. Holzschnitte von Felix Martin Furtwängler. Mit einem Essay von Jürgen Lodemann. Rudolstadt, Burgart-Presse 2011. Mit zahlreichen Farbholzschnitten, teils blattgroß. Farbig illustrierter Halblederband im Schuber.

41. Druck der Burgart-Presse. – Eins von 15 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Halbledereinband und mit einer separaten Suite von acht (statt wie angegeben sieben) nicht im Buch enthaltenen zusätzlichen Farbholzschnitten, alle in Passsepartouts (Gesamtauflage 48). – »Wer kennt sie nicht die Geschichte vom Köhler Peter Munk, der trotz Warnungen des ›Glasmännleins‹ den Versprechungen des tief im Schwarzwald lebenden, riesenhaften ›Holländermichels‹ verfällt. Sein Autor, Wilhelm Hauff (1802–1827), ist nur 24 Jahre alt geworden und hat die Veröffentlichung im Jahre 1828 offenbar nicht mehr erlebt. Begleitend zur Textfassung der Erstausgabe hat Felix Martin Furtwängler – selbst einer alteingesessenen Uhrmacherfamilie aus dem Schwarzwald entstammend – über fünfzig, meist mehrfarbige Holzschnitte geschaffen und die Buchgestaltung übernommen. Die Ausgabe beschließt ein Essay des in Freiburg lebenden Schriftstellers Jürgen Lodemann, der eine Neubewertung des Textes vornimmt und ihn als ein zeitlos poetisches Dokument vorstellt« (Burgart-Presse).

34,9 : 25,4 cm. 99, [6] Seiten, 8 Holzschnitte.

876  John Gerard. Alphabet Soup.

€ 180

Berlin 1988. Originalbroschur.

Eins von zwölf Exemplaren. – Auf handgeschöpftem Papier, das als Repulping aus mit Vendome Lettern bedruckten Bogen hergestellt wurde. Das Alphabet aus je einer Majuskel und einer Minuskel der Tiemann Antiqua gesetzt. – John Gerard wurde besonders durch seine »Paper Remakings« bekannt.

20,0 : 19,5 cm. [32] Seiten, einschließlich Deckblätter.

877  Anet [Annett] Glöckner – Sergej Tretjakow. Der Buhmann der russischen Literatur.

€ 400

Über Alexej Krutschonych. – Welimir Chlebnikow. Berlin 1989. Mit Collagen, Serigraphien und Illustrationen von Anet Glöckner. Originalbroschuren.

Je eins von 100 Exemplaren, von der Buchgestalterin monogrammiert, datiert und nummeriert. – Herausgegeben von der Pressestelle der Hochschule für Künste in Berlin. – Die beiden Texte, in Übersetzungen von Peter Ludewig bzw. Marga Erb, stammen aus Trejakows »Gesichter der Avantgarde« von 1922. – Annett Glöckner, geboren 1964 in Borna, studierte nach einer Setzerlehre von 1987–1993 an der Berliner Hochschule Visuelle Kommunikation.

31,7 : 22, bzw. 20,7 cm. 3–25, [1] bzw. 21, [3] Seiten. – Umschläge leicht lichtrandig.

878  Hermann Gruber. Collagen. – Zufall und Notwendigkeit.

€ 200

Wien, Werkstattpresse 1979. Mit Collagen. Originalpappkassettenbände.

I. Eins von 15 Exemplaren. Sechs Collagen, teils übermalt, vier Typographiken, Titel und Druckvermerk. Lose in Originalkassette. Im Druckvermerk signiert und nummeriert. – II. Eins von 50 Exemplaren. Sechs Papierbilder auf Wellpappe. Sechs Textblätter mit Aphorismen von Demokrit, Hegel, Novalis, Epikur, Aristoteles und Havemann. Im Druckvermerk signiert und nummeriert. – Die eigenwilligen Objektbücher des Wiener Buchkünstlers Hermann Gruber (geboren 1938) erscheinen im Eigenverlag.

23,5 : 21,5 cm und 26,8 : 21,0 cm.

879  Gutenberg Presse – Maxim Gorki. Das Mädchen und der Tod.

€ 200

Eine deutsche Nachdichtung von Alfred Kurella. Frankfurt am Main und Leipzig 2001/2002. Mit acht ganzseitigen Aquatintaradierungen und 15 Ätzradierungen von Volker Melchior, alle signiert. Originalpappband mit negativ-blindgeprägten Titeln.

Siebter Druck der Gutenberg Presse. – Eins von 28 Exemplaren (Gesamtauflage 33). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Alle Texte im Buch wurden auf Radierplatten handgeschrieben. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Volker Melchior (geboren 1939) studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig und unterrichtet seit 1984 an der Burg Giebichenstein, Halle.

33,0 : 24,8 cm. 25, [1] Seiten.

880  Alexander Gyenes. Units of Measurement.

€ 600 ( R7 )

1988. 19 Bild- und sieben Texttafeln und eine montierte Fotografie. Lose in Originalmappe, -umschlag und -schuber. – Alexander Gyenes. Transcendence bad faith temporality Sartre. The compression series 1. 1990. Mit vier Bildtafeln. Originalpappband mit montierter Deckelvignette.

Je eins von fünf oder sechs Exemplaren, die angegebenen Auflagen von 25 wurden nach Auskunft des Künstlers nie erreicht. – Auf Bütten. – I: Rückseitig auf allen Tafeln mongrammiert, datiert und nummeriert. Als »Book No. 5« bezeichnet. – II: Vom Künstler monogrammiert, nummeriert und datiert. – Gebunden bei Taurus Bookbindery, Berkeley. Die Folge von vier Bilddtafeln und 16 überdruckten Originaldruckbögen beziehen sich auf Jean-Paul Sartres philosophisches Hauptwerk »L’être et le néant«. – Beide tadellos erhalten. – Vom Vorbesitzer erworben anlässlich einer Ausstellung in der Kölner Galerie Paszti/Bott. – Der Biochemiker Alexander Gyenes schuf neben seiner Arbeit als Wissenschaftler im Laufe der Jahre weitere Künstlerbücher.

28,7 : 21,8 cm und 30,4 : 23,7 cm.

881  Horst Hussel – Zwölf Drucke der Dronte-Presse.

€ 400

Berlin 1995–1997. Mit zusammen 15 Radierungen von Horst Hussel, zwei koloriert, zwölf signiert. Originalbüttenbroschuren mit Deckelvignetten.

Je eins von etwa 100–150 nummerierten Exemplaren. – Alle auf Bütten, alle mit einer signierten Radierung als Frontispiz, drei mit einer zweiten unsignierten im Text. – Drei Ausgaben von den Dichtern signiert. – 6. Druck Otto Julius Bierbaum, Der Kaiser und das Meer. – 7. Lothar Trolle. Das Prinzenmärchen. Vom Verfasser [Hussel selbst] signiert. – 8. Wolfgang Hilbig. Die Flaschen im Keller. Vom Dichter signiert. – 9. Paul Scheerbart. Wenn Knaben fromm sind. – 12. Cousin Jaques. Ein Roman von einer gewissen Gattung. Zwei Radierungen. – 14. Daniil Charms. Die goldenen Herzen. Übersetzt von Peter Urban. – 15. Horst Hussel. Landaufenthalt oder Die Verwandlung von Landluft in ein Hornsignal. Zwei Radierungen. – 18. Friederike Mayröcker. Rauch Schrift. Von der Dichterin signiert. – 19. Marcus Behmer. Die einsame Laus. Radierung koloriert. – 20. Anton Tschechoff. Unreine Tragödien und aussätzige Dramatiker. Übersetzt von Peter Urban. – 21. Paul Scheerbart. Luftschlösser. Eine peruanische Geschichte. Zwei Radierungen. – 22. Paul Scheerbart. Das Karussell. Ninip, der Lichtgott. Zwei babylonische Geschichten. Radierung koloriert. – In der von ihm selbst gegründeten Dronte-Presse publizierte Horst Hussel kleine literarische Texte mit eigenen Illustrationen. – Alle verlagsfrisch.

20,3 : 13,3 cm.

882  Horst Hussel – Stefan Heym. Die Schmähschrift

€ 150

oder Königin gegen Defoe. Erzählt nach den Aufzeichnungen eines gewissen Josiah Creech. Mit acht Radierungen von Horst Hussel. München, C. Bertelsmann 1993. Mit acht ganzseitigen Radierungen. Originalpappband mit vergoldetem Rückentitel. Im Schuber mit Deckelschild.

Eins von 500 Exemplaren. – Herausgegeben anlässlich des 80. Geburtstags von Stefan Heym. – Auf dem Vorblatt von Autor und Künstler signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle-Bütten. – Das Sujet der Geschichte ist das Spannungsverhältnis zwischen Staat und Schriftsteller. Daniel Defoe, den die Nachwelt gewöhnlich nur als Verfasser des »Robinson Crusoe« zur Kenntnis nimmt, ist in der Erzählung ein politisierender Schriftsteller wie Heym selbst. – Dazu: Horst Hussel. Kompliment, Fräulein Rosa! Berlin, Transit 1997. Illustrierter Originalpappband. Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten Radierung.

29,8 : 19,0 cm. 98, [2] Seiten.

Lübbert/Röske B 115.1.2 (WV 92/28–35)

883  Horst Hussel. Erinnerungen an Holland.

€ 1200

13 Radierungen [und eine Titelradierung]. 1994. 28,0 : 35,5 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 4/90, davon 75 für den Verkauf. – Auf Bütten Richard de Bas. – Die vollständige Folge der zwölf, jeweils mit der Blattnummer bezeichneten und teils in der Platte betitelten, Radierungen. – Die in den Vorjahren entstandenen Radierungen wurden 1994 von der Büchergilde Frankfurt als »Gutenberg Pressendruck Nummer 3« ediert. – Die achte Radierung (Waterland) koloriert, die zehnte (In Marken) auf altem Bütten und in Passepartout. – Gedruckt von Dieter Bela, Berlin. – Das Textheft mit einem Essay von Christian Scheffler, Direktor des Klingspor-Museums Offenbach. – In der Originalleinenmappe (Klaus Adam, Glauchau). – In ihrer reduzierten Feinlinigkeit beeindruckende graphische Folge.

884  Horst Hussel. Schmähzeichnungen.

€ 250

München, Klaus Renner 1994. Mit 35 blattgroßen Illustrationen. Originalpappband mit Fabrianobüttenbezug.

Eins von zehn römisch nummerierten Künstlerexemplaren. – Wie die 35 Vorzugsexemplare mit einer beigelegten signierten Radierung (»Wasserwerker«). – Mit einem Nachwort von Joachim von Westphalen: »Die Schmähzeichnungen […] Hussels kommen gerade recht, um an die frisch verdrängten Obszönitäten der Wiedervereinigung zu erinnern. […] ist es allerhöchste Zeit sich vor Augen zu führen, daß die Deutschen nach wie vor und mehr denn je ein blödes und häßliches Volk von Rüsselschweinen sind.« – Dazu: Hiltrud Lübbert und Peter Röske. Horst Hussel Werkverzeichnis der Druckgraphik und Bücher 1954 – 1993. Mit Beiträgen von Stefan Heym, Friedrich Dieckmann und Peter Röske. Berlin 1993. Originalbroschur. Eins von 70 Exemplaren der Vorzugsausgabe C mit einer beigelegten signierten farbigen Radierung (1 Achtel Mekel).

28,5 : 17,5 cm. [80] Seiten, 1 Radierung.

885  Kaldewey Press – Gunnar A. Kaldewey. Clouds.

€ 800 ( R7 )

Düsseldorf und New York 1982. Mit Farbe besprühte Fotografien auf Aluminiumpapier. Polierte Aluminiumdeckel mit Edelstahlscharnier. In Originalleinenkassette (Christian Zwang, Hamburg).

Kaldewey Press Volume 2. – Eins von 30 Exemplaren mit dem Text in der englischen Übersetzung, die unter Mithilfe von Arthur Cohen entstand. Statt der angegebenen insgesamt 60 wurden »wegen meiner mangelnden Druckerfahrung […] nur etwa 40 Exemplare der Auflage realisiert«. – »Ich werde nie vergessen, wie ich zum ersten Mal staunend durch Wolkenformationen flog. Eine Faszination, die auch bei Hunderten von Flügen, die folgen sollten, nicht nachgelassen hat« (Gunnar A. Kaldewey, Kat. WLB Stuttgart S.13). – Die Drucke seiner Kaldewey Press enthielten – im Gegensatz zur Edition Kaldewey – stets eigene Texte und Illustrationen. Der original deutsche Text wurde ins Englische übersetzt. – Die Aluminiumpapiere mit aufgedruckten Fotografien wurden individuell mit Farbe in Weiß, Blauer und Pink besprüht, der Text in Blau gedruckt.

16,0 : 43,0 cm. [26] Seiten. – Schuber minimal fleckig, -ecken leicht berieben.

Von Lucius, KP 2. – Kat. WLB Stuttgart 13. – Spindler 168.3

886  Leipziger Hochschule für Graphik und Buchkunst – Zehn Publikationen und Diplomarbeiten.

€ 400

Leipzig 1956–2000. Meist mit Originalgraphiken. Alle in Originaleinbänden.

Der Einfluss der früheren Akademie in Leipzig auf die Typographie und Buchkunst in den Jahrzehnten nach 1945 war ungebrochen. Auch unter sozialistischer Mangelwirtschaft entstanden beeindruckende Editionen von handwerklicher Perfektion und meist unprätentiösem Auftritt. – I. W. St. Reymont. Kampf im Walde. Aus dem Roman »Die Bauern«. Holzschnitte von Johannes Lebek. 1956. Halbleinenband mit Kammkleisterpapierbezug (Fr. P. Dilßner). Gestaltung: Otto Zech. 200 Exemplare. Dazu: Dublette in Ganzleinenband ohne Hinweis auf den Buchbinder im Impressum. – II. Alexander Puschkin. Gedichte. Geschrieben von Renate Tost. Holzschnitte von Frank Ruddigkeit. 1960. Halbleinenband. 16 Exemplare. Diplomarbeit. – III. Appell an alle Völker der Welt. Holzschnitte von Gerd Thielemann. 1961. Leinenband (Leipziger Werkstatt Otto Dorfner). Mehrsprachig. 600 Exemplare. – IV. Georg Weerth. Englische Reisen. Holzstiche von Gerhard Kurt Müller. 1962. Illustrierter Pappband (Leipziger Werkstatt Otto Dorfner). – V. Mein Dokument – meine Poesie. Neue sowjetische Lyrik. Farbholzschnitt von Gerd Thielemann. 1967. Pappband. Buchgestaltung von Gert Wunderlich. – VI. Die verbrannte Taube. Jiddische Gedichte. Mit Farbradierungen von Rainer Herold. 1968. Pergamentband (Kurt Stein). 50 Exemplare, signiert. – VII. G. Apollinaire. Bestiarium. Ein Poem. Illustrationen von W. Henne. 1980. Illustrierter Pappband. 300 Exemplare. Diplomarbeit. – VIII. Walter Schiller zum Geburtstag. Mit zahlreichen Illustrationen. 1990. Leporello. – IX. Heinz Czechowski. Tag im Februar. Holzschnitte von Rolf Kuhrt. 1990. Originalbroschur im Schuber. 200 Exemplare. 2. Druck der Signatur-Presse. Vom Künstler signiert. – X. Frank D. Kasch & Lee D. Böhm. Cerebralities. 2000. Illustrierter Pappband. 100 Exemplare, von Dichter und Illustrator signiert. – Eine Beigabe.

Seyfert/Weise 172, 176 (II u. III), 178, 184 (V u. VI), 193, 205 (VIII u. IX), X nicht mehr verzeichnet

887  Dichter im Frieden.

€ 400

100 Autoren der DDR. Ein Foto-Lese-Buch. Berlin und Weimar, Aufbau 1986. Mit 100 Fotoporträts. Originalleinenband mit -schutzumschlag. – Vielfach signiertes Exemplar.

Herausgegeben von Günther Drommer. Die Fotos von Roger Melis u. v. a. – Je eine Doppelseite mit einem Porträtfoto eines Schriftstellers und einem Textzitat. – Der Vorbesitzer konnte in den 1990er Jahren 24 der Auserwählten bei Lesungen überzeugen, ihr Porträt zu signieren: Jan Koplowitz, Stephan Hermlin, Hanns Cibulka, Günther Deicke, Benno Pludra, Heinz Knobloch, Günter de Bruyn, Heiner Müller, Christa Wolf, Adolf Endler, Heinz Kahlau, Gisela Steineckert, Wulf Kirsten, Rainer Kirsch, Fritz Rudolf Fries, Karl Mickel, Joochen Laabs, Helga Schütz, Kito Lorenc, Helga Königsdorf, Volker Braun, Jürgen Rennert, Christoph Hein und Steffen Mensching. Einige ergänzten ihre Signatur um kleine Texte oder Widmungen. – Ein Selbstzeugnis des späten DDR-Literaturbetriebs. Noch einige der hier »versammelten« Dichter sollten das Land bis 1989 verlassen (müssen), andere verstummten.

27,8 : 24,5 cm. 219, [1] Seiten.

888  Instabil. – Instabil [2].

€ 800

[Schöneiche bei Berlin], ElanAG 1987 und 1988. Mit signierten Originalgraphiken, Abbildungen und fotografischen Tafeln. Originalbroschuren, eine mit in Gold serigraphierten Deckelvignetten, eine mit Farbserigraphie und Blindprägung.

Originalausgaben der beiden seltenen Kataloge aus der späten DDR-Zeit. – I: Eins von 40 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 100). Im Druckvermerk von den drei Künstler/innen signiert. Herausgegeben anlässlich der ersten Ausstellung der Künstlergruppe Instabil (Jörg Gottschalk, Ulla Gottschalk-Walter, Andreas Krüger). Mit fünf Farbserigraphien, einer Aquatintaradierung und einem Holzschnitt, alle signiert, sowie den Fotografien, teils in Klischeedruck, zwei auf Fotoleinen. – Die Siebdrucke entstanden im Atelier Zylla, Berlin. – II. Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 200). Im Druckvermerk von den drei Künstler/innen signiert. Herausgegeben anlässlich der Ausstellung »Freikörper« der Künstlergruppe Instabil. Mit acht unveröffentlichten Gedichten von Eberhard Häfner. Mit vier Farbserigraphien von Jörg Gottschalk, fünf von Ulla Gottschalk-Walter und sechs von Andreas Krüger, je eine auf einem gefalteten Blatt. Mit Texten von Eberhard Häfner (Gedichte), Fedka Kyrillow und den Mitgliedern der Gruppe sowie Abbildungen von Instabil-Kunstwerken. Die Gemeinschaftsarbeit ist ein ausgeschnittenes Detail aus einem Ölgemälde. – Sehr gut erhalten.

24,2 : 32,3 cm. [21] Blätter, einschließlich der Graphiken. – 32,0 : 25,7 cm. [34] Blätter (einschließlich der Graphiken), 1 Leinenblatt.

Henkel/Russ B 65 und B 66

889  Die DDR-Bibliothek. Acht Bände der Reihe.

€ 350

Leipzig, Faber & Faber 1995–1999. Originalleinenbände im -schuber.

Jeweils eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten und nummerierten Graphik. – Band 4. Irmtraud Morgner. Amanda. Ein Hexenroman. Radierung von Harald Metzkes. 1995. – Band 5. Heiner Müller. Der Lohndrücker / Die Umsiedlerin. Das Leben auf dem Lande. Radierung von Xago. 1995. – Band 8. Christoph Hein. Horns Ende. Lithographie von Rolf Münzner. 1996. – Band 9. Erik Neutsch. Spur der Steine. Lithographie von Willi Sitte. 1996. – Band 10. Wolfgang Hilbig. Die Weiber. Farbholzschnitt von Hans Ticha. 1996. – Band 15. Thomas Brasch. Vor den Vätern sterben die Söhne. Mit Radierung von Volker Stelzmann. Band 17. Hermann Kant. Das Impressum. Radierung von Joachim John. 1999. – Band 18. Herbert Otto. Der Traum vom Elch. Farblinolschnitt von Klaus Süß. 1999. – Geplant waren 40 Bände, für jedes Jahr der Existenz der DDR einer. »Die Zeiten sind vergangen und sie sind nicht allen gut bekommen. ›Es ist nicht nötig‹, schrieb Uwe Johnson, der 1959 die DDR verließ, ›diese Rechnung neu aufzumachen, aber sie verträgt es, offen zu bleiben‹. […] Es war nur eine Frage der Zeit, bis genau diese Fragen Fabers Projekt ›DDR-Bibliothek‹ erschüttern würden« (Christian Eger, Mitteldeutsche Zeitung, 7. 8. 2002): Für Band 22, der Gedichte von 108 Autoren präsentieren sollte, erwirkten Wolf Biermann, der 1976 ausgebürgert wurde, Reiner Kunze und Günter Kunert, die 1977 und 1979 die DDR verließen, dass ihre Gedichte nicht aufgenommen wurden.

Ca. 21 : 13 cm. – Einbandleinen von Band 4 und 5 mit winzigen schwachen Stockflecken. 2 Bände mit kleiner Verschmutzung am Rücken.

890  Die graphischen Bücher.

€ 1500

Erstlingswerke deutscher Autoren des 20. Jahrhunderts. 38 Bände [alles Erschienene]. Berlin und Leipzig, Faber und Faber 1992–2010. Mit zahlreichen Originalgraphiken und Illustrationen. Farbig illustrierte Originalleinenbände.

Vollständige Folge der 2010 abgeschlossenen Reihe. – Band 1 in der Vorzugsausgabe, alle übrigen in kleiner Auflage (899 bzw. 799, der letzte Band nur in 455 Exemplaren) erschienen, alle von den Illustratoren signiert. – Die originelle und engagierte Buchreihe wurde im Jahr 2000 mit dem Antiquaria-Preis der Stadt Ludwigsburg und Buchkultur e.V. ausgezeichnet: »Durch die reizvolle und oft überraschende Kombination von Wort und Bild sind bibliophile Kunstwerke entstanden, deren außerordentliche, Geist und Auge gleichermaßen faszinierende, ästhetische Qualität durch Ausstattung und Gestalt der einzelnen Bände aufs Schönste bestätigt wird.« (Laudatio). – Die Buchgestaltung lag für jeweils zehn Bände in den Händen von Juergen Seuss, Horst Schuster, Gert Wunderlich und Rainer Groothuis. – Einzeltitel: 1: Bertolt Brecht/Klaus Süß. Baal. Eins von 100 Exemplaren mit einem signierten Extralinolschnitt. – 2: Gottfried Benn/Ingo Regel. Morgue. – 3: Christoph Hein/Hermann Naumann. Einladung zum Lever Bourgeois. – 4: Franz Kafka/Franz Hitzler. Betrachtung. – 5: Walter Jens/Felix Martin Furtwängler. Das weiße Taschentuch. – 6: Johannes Wüsten/Hans Ticha. Semper die Mumie. – 7: Marieluise Fleisser/Annette Lucks. Neun Pfund Orangen. – 8: Günter Grass/Johannes Grützke. Die Vorzüge der Windhühner. – 9: Georg Heym/Hans Aichinger. Die Athener Ausfahrt. – 10: Ulrich Plenzdorf/Harald Metzkes. Die neuen Leiden des jungen W. – 11: B. Traven/Karl-Georg Hirsch. An das Fräulein von S…. – 12: Peter Rühmkorf/Klas Waschk. Irdisches Vergnügen in G. – 13: Erich Kästner/Egbert Herfurth. Herz auf Taille. – 14: Heinrich Böll/Bernhard Heisig. Der Zug war pünktlich. – 15: Christa Wolf/Erhard Göttlicher. Moskauer Novelle. – 16: Hugo Ball/Wieland Förster. Die Nase des Michelangelo. – 17: Hans Magnus Enzensberger/Hans Platschek. Verteidigung der Wölfe. – 18: Lion Feuchtwanger/Baldwin Zettl. Die Einsamen. – 19: Hermann Ungar/Sascha Juritz. Knaben und Mörder. – 20: Anna Seghers/Willi Sitte. Aufstand der Fischer von St. Barbara. – 21: August Stramm/Achim Freyer. Sancta Susanna. – 22: Wolfgang Borchert/Inge Jastram. Laterne, Nacht und Sterne. – 23: Klaus Mann/Wolfgang Henne. Anja und Esther. – 24: Martin Walser/Johannes Vennekamp. Eins Flugzeug überm Haus. – 25: Franz Jung/Volker Pfüller. Das Trottelbuch. – 26: Joseph Roth/Hartwig Ebersbach. Hotel Savoy. – 27: Volker Braun/Rolf Kurth. Provokation für mich. – 28: Erich Mühsam/Artur Dieckhoff. Billys Erdengang. – 29: Bazon Brock/Gert Wunderlich. Experimentalbuch. – 30: Kurt Tucholsky/Gudrun Brüne. Rheinsberg. – 31: Gustav Meyrink/Manfred Butzmann. Der heiße Soldat. – 32: Joachim Ringelnatz/Florian Mitgutsch. Simplicissimus. – 33: Daniel Kehlmann/Sighard Gille. Beerholms Vorstellung. – 34: Georg Trakl/Johannes Heisig. Gedichte. – 35: Ernst Barlach/Clemens Gröszer. Der tote Tag. – 36: Ödön von Horvath/Tobias Teschner. Das Buch der Tänze. – 37: Peter Hacks/Antoinette. Das Windloch. – 38: Klabund/Steffen Volmer. Celestina.

26,3 : 17,5 cm.

891  Die graphischen Bücher – Michael Faber. Die ersten Fünf.

€ 300

Die graphischen Bücher. Ein Rückblick. – Die ersten Zehn. Leipzig, Faber & Faber 1995 und 2001. Mit fünf bzw. zehn signierten Graphiken. Jeweils lose mit Textheft in Originalleinenkassette mit farbiger Prägung.

I. Eins von 199 Exemplaren. Mit je einer Graphik von Klaus Süß, Ingo Regel, Hermann Naumann, Franz Hitzler und Felix Martin Furtwängler zu Texten von Christoph Hein, Walter Jens, Franz Kafka, Gottfried Benn und Bertolt Brecht. – II. Eins von 200 Exemplaren. Mit zehn Kaltnadelradierungen von Jan Peter Tripp: Porträts von Bertolt Brecht, Gottfried Benn, Christoph Hein, Franz Kafka, Walter Jens, Johannes Wüsten, Marieluise Fleisser, Günter Grass, Georg Heim und Ulrich Plenzdorf sowie einem Essay zu den Graphischen Büchern von Herbert Kästner. – Alle Graphiken signiert und nummeriert.

26,0 : 17,5 cm (Kassetten). 35, [3] Seiten, 5 Graphiken; 15 Seiten, 10 Radierungen.

892  Leipziger Drucke – François Rabelais. Die Abtei Thelem

€ 200

wie sie Gargantua für den Mönch erbauen liess im Land Utopia. Verbildlicht von Reinhard Minkewitz. Leipzig 1992. Mit drei blattgroßen Farbradierungen, eine signiert, und sechs Typographiken. Originalhalbpergamentband mit Deckelprägung im Originalschuber (Katrin Adler, Leipzig).

Zweiter Leipziger Druck. – Eins von 20 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 170). – Impressum vom Künstler, der auch die Gesamtgestaltung übernahm, signiert. – Gedruckt auf Hahnemühle-Bütten. – Die Texte entstammen Rabelais’ »Gargantua und Pantagruel« in der Übertragung von Gottlob Regis 1906.

39,0 : 27,5 cm. 46, [2] Seiten.

893  Leipziger Drucke – Georg Weerth. Leben und Taten des berühmten Ritters Schnapphahnski.

€ 200

Roman. Mit fünf Schablithographien von Rolf Münzner. Leipzig 1994. Originalhalbpergamentband mit blindgeprägter Deckelvignette (Albrecht Adler, Leipzig).

Vierter Leipziger Druck. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk von Künstler und Buchgestalter (Walter Schiller) signiert.

30,5 : 21,3 cm. 103, [1] Seiten.

894  Leipziger Drucke – Gilgamesch.

€ 250

Mit sieben Radierungen von Reinhard Minkewitz. Leipzig 2007. Mit sieben Radierungen, eine davon signiert, und Buchschmuck. Originalpappband mit silbergeprägter Deckelvignette. Im Originalschuber.

17. Leipziger Druck. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 180). – Von Künstler und Buchgestalter (Thomas Glöß) im Druckvermerk signiert. – Druck der Radierungen auf Zerkall-Bütten Alt-Mainz.

37,4 : 27,4 cm. 68 Seiten, 7 Radierungen. – Schuber mit schwachem Lichtrand.

895  Leipziger Drucke – Blaubart.

€ 250

Das Märchen. Die Satire. Die Parodie. Mit sieben Holzschnitten von Klaus Süß. Leipzig 2009. Mit sechs blattgroßen Farbholzschnitten, der erste signiert. Originalleinenband mit Farbholzschnitt auf dem Vorderdeckel. Im Originalhalbleinenschuber.

19. Leipziger Druck. – Eins von 140 Exemplaren (Gesamtauflage 180). – Druckvermerk von Künstler und Buchgestalter (Thomas Glöß) signiert. – Enthält den Text von Charles Perrault, die Satire von Friedrich dem Großen und Peter Rühmkorffs Parodie »Blaubarts letzte Reise«. – Die Holzschnitte wurden in der Technik der verlorenen Form gedruckt, wobei die Stöcke schrittweise überarbeitet und für jede Farbe erneut verwendet werden. Nach Ausdruck der Auflage werden die Stöcke vernichtet. – Farbenprächtiges Künstlerbuch, als Blockbuch gedruckt und gebunden.

40,0 : 30,5 cm. 45, [3] Seiten. – Tadellos.

896  Leipziger Liebhaber-Drucke – Hans Ticha. Mein Morgenstern-Buch.

€ 200

Mit 31 Original-Offset-Lithographien. Leipzig, Faber & Faber 2004. Originalleinenband mit montiertem Deckelschild. Im illustrierten Schuber.

Sechster Leipziger Liebhaber-Druck. – Eins von 300 Exemplaren für Subskribenten (Gesamtauflage 320). – Mit einer zusätzlich beigelegten, signierten Farblithographie.

26,5 : 23,5 cm. 95, [1] Seiten, 1 Lithographie. – Exlibris.

897  Leipziger Liebhaber-Drucke – Drei Drucke.

€ 180

Leipzig, Faber & Faber 1999–2002. Originaleinbände.

I. Erster Druck: Wladimir Majakowski. Die auf Sitzungen versessenen. Geschrieben und gezeichnet 1950 von Willi Sitte. 1991. Originalhalblederband mit Deckelillustration in Schuber. Eins von 215 Exemplaren mit einer beigelegten signierten farbigen Lithographie. Den 1922 entstandenen Text setzte Willi Sitte 1950 in einen Zeichnungszyklus um, der hier in Klischeedruck reproduziert wurde. – II. Zweiter Druck: Max Schwimmer. Friere nicht in meiner Nähe. Briefe an eine junge Künstlerin. Mit einem Vorwort von Sigrid Artes. 2000. Originalleinenband mit montiertem Deckelbild. Eins von 257 Exemplaren. Mit je einer beigelegten Radierung von Max Schwimmer und Sigrid Artes. – III. Vierter Druck. Oskar Panizza. Der heilige Staatsanwalt. Mit Illlustrationen von Klaus Waschk. 2002. Illustrierter Originalleinenband. Eins von 251 Exemplaren. Mit einer beigelegten signierten Radierung von Klaus Waschk. – Alle Liebhaberdrucke wurden ausschließlich an Subskribenten ausgeliefert.

898  Tobias Ellmann. Totenwache.

€ 400

Leipzig 1987. 24 Farbserigraphien als Bild-Text-Seiten. Leporello mit farbserigraphierten Deckeln, im serigraphierten Halbleinenschuber.

Unnummeriertes Exemplare, neben der Auflage von 50. – Druckvermerk vom Künstler in roter Tinte signiert. – Auf Büttenkarton. – Elf Gedichte und Texte mit je einer ganzseitigen bzw. doppelblattgroßen Farbserigraphie. – Expressives Künstlerbuch der späten DDR-Jahre, das zweite »Buchexperiment« von Tobias Ellmann.

42,0 : 28,4 cm.

Henkel/Russ B 21.2 (mit großer Abbildung). – Spindler 111.2

899  Olaf Wegewitz. Ulfilas-Arbeiten.

€ 180

Galerie oben ‘87. Karl-Marx-Stadt 1987. Mit elf Serigraphien und sechs Holzschnitten, alle ganzseitig, einer gefaltet beigelegten Farbserigraphie (»Beuys«) und vier montierten Fotoabbildungen. Farbig serigraphierter Originalumschlag.

Eins von 200 Exemplaren, vom Künstler signiert und nummeriert. – Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der legendären Karl-Marx-Städter Galerie. – Mit einem Text von Andreas Kühne (»Zeichen und Maß · Wege der Abstraktion bei Olaf Wegewitz«) in Buchdruck auf Bütten und einem fotokopierten Text des Künstlers »für Ulfilas«. – Die Serigraphien mit abstrakten Zeichnungen, die Holzschnitte, gedruckt auf Transparentpapier, mit runenartigen Zeichen und Symbolen. – Als Umschlag diente das gefaltete Originalplakat zur Ausstellung.

21,3 : 15,5 cm. [32] Seiten, 1 lose Graphik.

Henkel/Russ 172.7 (leicht abweichend)

900  Olaf Wegewitz. Ewige Pflanzlichkeit.

€ 300

[Huy-Neinstedt] 1989. Mit 42 Serigraphien, einige Seiten serigraphierter handschriftlicher Text und acht Holzschnitten. Originalbroschur.

Eins von 50 Exemplaren. – Auf dem hinteren Innendeckel signiert und nummeriert, sonst ohne Editionsvermerk. – Im Eigenverlag entstanden, gedruckt auf verschiedenen Bütten- und Japanpapieren. Heftung durch Bambusstäbchen. – Olaf Wegewitz gehörte zu den Initiatoren des legendären »Ersten Herbstsalons« (Leipzig 1984), dessen durch offizielle Stellen verhinderter Wiederholungsversuch 1985 zur Gründung der Galerie eigen+art führte. 1986 hatte er gemeinsam mit Frieder Heinze das außergewöhnlichste Künstlerbuch der DDR-Zeit, das Objektbuch »Unaulutu« geschaffen. – Sehr selten.

22,0 : 16,0 cm. [34] Blätter.

Henkel/Russ 172.11 (nennt noch Sackleinenbezug)

901  Dürer-Presse – Unaulutu.

€ 2500

Steinchen im Sand. Ein Malerbuch von Frieder Heinze und Olaf Wegewitz. Herausgegeben von Hans Marquardt. Leipzig, Reclam 1985/86. Mit 68, teils signierten graphischen Blättern und Originalarbeiten sowie Annotationen der Künstler und 26 Reproduktionen nach Zeichnungen der Karaja-Indianer. Mit »Spielelementen« wie Schwirrholz, Reiskörnern, Schilfrohr, Flechtwerk von Palmblättern, Bambus, handgefertigtem Papier aus Rindenbast und Brennesseln. Handgefertigte Bindung mit Lederstreifen, Schilfrohren, Metallösen und reisgefüllten Holzleisten-Seidenpapierdeckeln. In Originalschuber und -jutesack.

6. Druck der Dürer-Presse. – Eins von 55 Exemplaren, die im Leipziger Reclam Verlag erschienen, weitere 55 erschienen in der Galerie Brusberg, West-Berlin, darüber hinaus 25 Künstlerexemplare. – Mit gestempeltem Auflagenvermerk, dort von Frieder Heinze signiert, nummeriert und datiert. – Sicher eines der ungewöhnlichsten Bücher der letzten Jahrzehnte und zumindest die Leipziger Exemplare waren trotz des für DDR-Sammler enormen Preises von 3.000 DDR-Mark sofort vergriffen. – Das Buch lebt von der Vielzahl der verwendeten Materialien und Techniken. Holzschnitte, Lithographien, Serigraphien wechseln sich mit Textseiten im Buchdruck, Fototafeln und den berühmten »Spielelementen« ab. – Die Konstruktion des »Einbandes« lässt die Demontage des Buches zu. »Das Buch entpuppte sich als eine Ausstellung, die man im Beutel tragen kann […] Wer sich mit dem Objekt beschäftigt, wird bald festellen, daß seine jüngste Tradition auf die Mitte der sechziger Jahre weist. Damals zeichnete sich etwa mit Michael Buthe und Dieter Rot eine ›Metamorphose‹ des Buches ab: Buch nicht als Informationsmittel herkömmlicher Art, sondern als Kunstobjekt, und zwar auch jenseits des ästhetisch sublimierten Malerbuches, das aus Paris kam.« (Lothar Lang, in »Die Weltbühne«, Heft 36/1986, S. 1067). – Unter den Texten verschiedene Abhandlungen zur indianischen Dichtung und Mythologie sowie die Rede »Wir sind ein Teil dieser Erde«, gehalten 1855 von Häuptling Seattle vor dem damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Franklin Pierce. – Frieder Heinze (geboren 1950) studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, war Meisterschüler bei Werner Tübke und Bernhard Heisig, seit 1977 freischaffend in Leipzig. Olaf Wegewitz (geboren 1949) arbeitet seit 1975 als freischaffender Künstler. Beide waren Mitveranstalter des legendären »1. Leipziger Herbst-Salon«.

Ca. 51 : 45 : 9 cm.

Spindler 67.7. – Isphording II, 160

902  Dürer Presse – Bertolt Brecht. Erinnerung an die Marie A.

€ 200

Dreizehn Gedichte. Deutsch – Italienisch. Frankfurt am Main, Büchergilde Gutenberg 1990. Mit zwei signierten Radierungen von und sechs montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen von Gabriele Mucchi. Originaleinband und -mappe in -halbleinenschuber.

Neunter Druck der Dürer-Presse. – Eins von 80 Exemplaren (Gesamtauflage 175) für die Büchergilde Gutenberg, die restlichen Exemplare erschienen im Reclam Verlag Leipzig. – Herausgegeben von Hans Marquardt. Mit einem Essay von Hans Bunge. – Die Brecht-Gedichte wurden von Mucchi ins Italienische übertragen. Der italienische Künstler (1899–2002) gilt als Begründer des »Neuen Realismus« und lebte seit Mitte der 1950er Jahre sowohl in der DDR als auch in Mailand. Er begegnete Brecht noch kurz vor dessen Tod im Jahre 1955. – Die Radierungen lose in einer Mappe, diese zusammen mit dem auf Bänder gehefteten Buchblock in Halbleinenschuber.

31,0 : 21,8 cm. 54, [4] Seiten.

903  Sisyphos-Presse – Franz Fühmann. Dreizehn Träume.

€ 300

Mit sechs Originallithographien von Nuria Quevedo. Hamburg, Hoffmann und Campe 1985. Mit sechs signierten Lithographien. Originalpappband mit violettem Rücken und Rückentitel in Schwarzprägung, Deckel mit schwarzem Büttenbezugspapier. Im Originalschuber und -kassette (Dorfner-Werkstatt, Weimar).

Erster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Die Auflage erschien zum Teil in der Edition Leipzig, zum Teil bei Hoffmann und Campe. – Der Text wurde von Hand gesetzt und auf grauem Bugra-Bütten gedruckt, die Lithographien auf Hahnemühle-Kupferdruckkarton. – Die buchkünstlerische Gestaltung leitete Volker Küster, Hamburg. – Mit diesem Werk begründete der Verlag Edition Leipzig eine der anspruchsvollsten Pressen der ehemaligen DDR. – Die Texte wählte Franz Fühmann (1922–1984) aus seinen seit 1960 entstandenen Traumtagebüchern aus. Der Autor verstarb vor dem Erscheinen des Bandes. – »Ein Realist, der niemals aufhörte, seine Träume der Wirklichkeit auszusetzen. Er ist darin weit gegangen. Und dass er sich an seinem Lebensende als Gescheiterten ansah, heißt nur, dass er die trügerischen Illusionen allen (scheinbaren) Gelingens endgültig hinter sich gelassen hat.« (Gunnar Decker in »Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie«, Rostock 2009).

35,5 : 25,4 cm. 51, [1] Seiten.

Spindler 66.1

904  Sisyphos-Presse – Christa Wolf. Das Leben der Schildkröten in Frankfurt am Main.

€ 250

Ein Prosagedicht. Mit sechs Radierungen von Alfred Hrdlicka. Frankfurt a. M. und Wien, Büchergilde Gutenberg 1989. Mit sechs blattgroßen Radierungen. Originalpappband mit silbergeprägten Titeln (Rainer Läzer, Zentrum für Handeinband – vormals Dorfner-Werkstatt, Weimar). In Kassette mit Banderole.

Dritter Druck der Sisyphos-Presse, hier eins der Exemplare, die für den Vertrieb durch die Büchergilde bestimmt waren. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Auf dem Titel vom Künstler signiert. – Druck auf antik geripptem Hahnemühle-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

97,8 : 25,3 cm. [32] Seiten.

Nicht mehr bei Spindler und Lewin

905  Sisyphos Presse – Vierter [und] Fünfter Druck.

€ 200

Berlin, Faber & Faber 1991. Originaleinbände im -schuber.

Jeweils eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Gabriel Garcia Marquez. Die Spur deines Blutes im Schnee. Aus dem Spanischen von Manfred Schmitz. Mit sieben Holzschnitten von Dieter Masuhr, sechs davon signiert und blattgroß. Seidenband. – Christoph Hein. Die Vergewaltigung. Sechs Erzählungen. Mit sechs signierten Radierungen mit Prägedrucken von Dieter Tucholke. Halbpergamentband. Erstdrucke aus dem erzählerischen Werk Christoph Heins, »Bilder ungewöhnlicher menschlicher Schicksale aus der Kriegs- und Nachkriegszeit unseres baufälligen Jahrhunderts«, illustriert von Dieter Tucholke, »Jahrgang 1934, frühzeitiger Antipod offizieller Kunstrichtungen und vielseitiger Experimentator mit graphischen Strukturen« (Elmar Faber im Nachwort).

28,5 : 42,3 cm. 45, [3] Seiten; 28, [4] Seiten, 6 Radierungen.

906  Sisyphos-Presse – Hugo Ball. Der Henker von Brescia.

€ 250

Drei Akte der Not und Ekstase. Bernhard Heisig. Sechs Originallithographien. Berlin 1993. Mit sechs signierten Lithographien. Originalhalbleinenband mit Schwarz- und Rotprägung. Im Orignalhalbleinenschuber.

Sechster Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 222). – Druck der Lithographien auf Hahnemühle-Bütten. – Im Nachwort wertet Hansjörg Viesel das verschollene Drama, von dem lediglich der erste Akt im Frühjahr 1914 als Vorabdruck in der Zeitschrift »Die Neue Kunst« erschienen war, als »literarischen Höhepunkt des expressionistischen Theaterschaffens Hugo Balls«.

40,5 : 31,5 cm. 58, [2] Seiten.

907  Sisyphos-Presse – Wolfgang Hilbig. Die Kunde von den Bäumen.

€ 600

Olaf Nicolai. Sechs farbige Lithographien. Berlin [1992]. Mit sechs signierten Farblithographien. Originalleinenband in -büttenschuber, beide mit Deckelschild (Cornelia Ahnert, Chemnitz). – Widmungsexemplar des Künstlers für den Verleger.

Siebter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Mit eigenhändiger Widmung »für Elmar Faber herzlich: Olaf Nicolai 4/1/93«. Dem Exemplar liegen außerdem zwei Vorzeichnungen und je ein zusätzlicher Abzug zweier Lithographien bei. – Die Lithographien auf Hahnemühle-Bütten, der Text auf Bugra-Bütten. – Wolfgang Hilbig (1941–2007), »Kostgänger in vielen Arbeiterberufen, zählt zu den markantesten Erscheinungen der deutschen Literatur im letzten Jahrzehnt«. Sein erster Gedichtband (»Abwesenheit«, 1979) erschien im westdeutschen S. Fischer-Verlag und veranlasste Franz Fühmann, den Mentor und Förderer missliebiger junger Autoren, zu einem Essay, in dem er den Dichter einem Verleger als Geschenk anbot und sich die Wandlung eines Buchstabens wünschte: »Anwesenheit«.

43,0 : 35,0 cm. 60, [4] Seiten, 6 Lithographien.

908  Sisyphos-Presse – Hannah Höch. … fange die blauen Bälle meines Daseins.

€ 900

Aquarelle, Texte, Notate und drei Originallinolschnitte. Berlin und Leipzig, Faber & Faber [1994]. Mit drei Linolschnitten und zahlreichen farbigen Abbildungen. Originalpappband in illustriertem Schuber.

Achter der Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 17 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 200), hier statt einer sogar mit zwei Originalzeichnungen von Hannah Höch, beide rückseitig mit dem Nachlassstempel: eine monogrammierte Bleistiftzeichnung und eine betitelte Federzeichnung. – Die Linolschnitte druckte Matthias Kleindienst, Leipzig, von den Originalstöcken. – Mit Texten von Hans Marquardt, Salomon Friedlaender (Mynona), Suzanne Pagé und Heinz Ohff. – Tadellos erhalten.

36,5 : 26,5 cm. 58 Seiten, 2 Zeichnungen.

Nicht mehr bei Spindler

909  Sisyphos-Presse – Der Sammler.

€ 200

Texte um ein vortreffliches Thema. Leipzig, Faber & Faber 1995. Mit fünf signierten Originalgraphiken. Originalhalbleinenband im -schuber.

Neunter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Die hier zum ersten Mal veröffentlichten Texte von Fritz Rudolf Fries, Daniil Granin, Peter Härtling, Andrzej Szczypiorski und Javier Tomeo wurden mit Graphiken von Georg Eisler, Bernhard Heisig, Gudrun Petersdorff, Klaus Süss und Klaus Waschk illustriert. – Herausgegeben und mit einem Nachwort von Elmar Faber. – Dazu: Eine signierte Lithographie von Georg Eisler.

40,6 : 31,6 cm. 42, [2] Seiten, 5 Graphiken.

910  Sisyphos Presse – Gerhart Hauptmann. Zur Charakteristik Jehovas.

€ 300

Glossen zum Alten Testament. Mit fünf Originallithographien und siebzehn Kohlezeichnungen von Hermann Naumann. Leipzig 1997. Fünf Lithographien, lose im Umschlag. Lose Doppelblätter mit 17 Illustrationen im Text. Zusammen in Originalleinenkassette mit Deckelprägung.

Zehnter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 70 Exemplaren, jedoch wie die erste Vorzugsausgabe mit einer signierten Kohlezeichnung unter Passepartout (Gesamtauflage 130). – Erste Ausgabe der 1918 entstandenen 103 »Jehova-Glossen«, die »Textstellen des Alten Testaments hinterfragen. Das Erstaunliche daran ist, wie heftig sich Gerhart Hauptmann mit diesem Glaubenszeugnis auseinandergesetzt hat« (Verlagswerbung). Auf dem Typoskript notierte er: »Verbrennt es, aber gedacht muß ich’s einmal haben«. Ermutigt von dem jüdischen Publizisten Joseph Chapiro arrangierte Hauptmann 1929 Vorlesungen der Texte. – In keiner Werksammlung und Gesamtausgabe wurden die Glossen abgedruckt, die vorliegende Erstausgabe erfolgte nach dem Typoskript aus dem Besitz der Staatsbibliothek Berlin. – Mit einem Nachwort von H. D. Tschörtner.

50,5 : 36,5 cm. [72] Seiten, 1 Zeichnung, 5 Lithographien.

911  Sisyphos-Presse – Josua Reichert. Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar

€ 400

mit zweiundzwanzig originalgraphischen Buchstabenbildern. – Der Druckereiwagen. Aus dem Reise-, Tage-, Märchen- und Bilderbuch des Druckers. Leipzig 1998 und 2003. Illustrierte Originalhalbleinenbände im illustrierten -schuber.

I. Elfter Druck der Sisyphos-Presse. – Mit 22 Farbdrucken. Eins von 26 Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 276, davon 150 für die Subskribenten der »Leipziger Drucke«). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – II. 14. Druck der Sisyphos-Presse. Mit acht farbigen Originalkompositionen, eine davon signiert, von Josua Reichert und zahlreichen Abbildungen. – Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 180). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Typographie und Buchgestaltung von Josua Reichert unter Mitwirkung von Ingo Möller, München. – Beide herausgegeben von Elmar Faber.

35,2 : 25,5 cm. [48] Seiten; [132] Seiten, 8 Graphiken.

912  Sisyphos-Presse – Richard Wagner. Der Ring des Nibelungen.

€ 800

22 Originalkupferstiche von Baldwin Zettl. Mit einem Text des Künstlers und einem Geleitwort von Wolfgang Wagner. Leipzig, Faber & Faber 2001. 22 signierte Kupferstiche. Zusammen mit Textblättern in Originalleinenkassette.

Zwölfter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 10 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 110). – Die Kupferstiche, alle signiert und bezeichnet »h. c.«, wurden vom Künstler selbst, sowie unter dessen Aufsicht von Jeanette und Reinhard Rössler auf Hahnemühle-Bütten gedruckt. – Druck des Textes auf Bugra-Bütten, Buchgestaltung von Gert Wunderlich. – »Das vorliegende Mappenwerk […] zeigt fragile Schönheit, freie Assoziation des Mythos. Zettl, der die selten gewordene Kunst des Kupferstichs pflegt wie ein Alter Meister, zeigt nicht Abbilder, sondern seine Deutung der Kenntnisse eines Werks. Ein Ausnahmewerk sonderbarer Güte und Tiefe« (Vorwort).

48,0 : 52,0 cm. 22 Kupferstiche, [8] Seiten.

913  Sisyphos-Presse – Die Offenbarung des Johannes,

€ 250

geschrieben und illustriert und mit drei Originallithographien von Volker Stelzmann. Leipzig, Faber & Faber 2002. Durchgehend faksimilierte Handschrift und Zeichnungen. Originalleinenband. Drei lose signierte, nummerierte und betitelte Lithographien in Originalleinenchemise. Zusammen im illustrierten Schuber.

Dreizehnter Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 120). – Mit den Lithographien »Die sieben Schalen des Zorns«, »Das Lamm« und »Johannes«. – Volker Stelzmanns Künstlerbuch entstand 1990. »Die scheinbar gesicherte Aufteilung der Welt kam zum Bersten. Der gesellschaftliche Umbruch in Osteuropa hatte neutestamentarische Ausmaße. […] Volker Stelzmann … hat die zugespitzte Situation jener Zeit zu einer intensiven Beschäftigung mit der Apokalypse veranlaßt. Sein figürliches Nachdenken über die Zerstörung und Erneuerung der Welt, eine erstaunliche intellektuelle und ästhetische Anstrengung« (Begleitwort).

46,0 : 33,0 cm. [4], 40 Seiten, 3 Lithographien.

914  Sisyphos-Presse – Wolfgang Kohlhaase. Erfindung einer Sprache.

€ 300

Mit fünf Originallithographien und vier Federzeichnungen von Bernhard Heisig. Leipzig, Faber & Faber 2005. Mit fünf signierten Lithographien und vier Illustrationen auf den Textblättern. Lose in Originalleinenkassette.

15. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 112). – Herausgegeben von Elmar Faber. – Die Lithographien wurden auf der Taborpresse, Berlin, gedruckt. – Dazu: Komplette zweite Suite der signierten Lithographien.

49,0 : 37,5 cm. 7, [1] Seiten, 10 Lithographien. Textblätter im Unterrand leicht geknickt.

915  Sisyphos-Presse – Bernhard Heisig. Bertolt Brecht und Thomas Mann.

€ 200

Lithographie. 2008. 31,5 : 42,5 cm (44,5 : 60,0 cm). Signiert und datiert.

17. Druck der Sisyphos-Presse. – Als graphischer Einblattdruck ediert. – Mit Widmung »Für Maria Bor[?]«. – Bernhard Heisig (1925–2011) gehörte als Maler, Zeichner und Graphiker zu den großen Ausnahmeerscheinungen der deutschen Kunst nach 1945. Neben seinem beeindruckenden malerischen Œuvre, setzte er sich vielfach mit der Literatur auseinander und illustrierte zahlreiche Bücher.

916  Sisyphos-Presse – Hartwig Hamer. Licht und Landschaft.

€ 150

Sechs Originalradierungen und ein Begleittext von Detlef Hamer. Leipzig, Faber & Faber 2008. Sechs signierte Radierungen und ein Doppelblatt, lose in illustrierter Originalkassette.

18. Druck der Sisyphos-Presse. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 55). – Druck der Radierungen auf Hahnemühle-Bütten. – Herausgegeben von Elmar Faber und Konrad Reich. – Die »hier unter dem Motto ›Licht und Landschaft‹ versammelten sechs Radierungen […] vermitteln einzeln und erst recht in ihrer Summe eine unverwechselbare Atmosphäre der stillen Geborgenheit. […] Hartwig Hamer ist ein Meister der ganz leisen, behutsamen Töne, nie aufdringlich, nie grell; er ist ganz und gar unpathetisch« (Detlef Hamer, Begleittext).

44,0 : 34,5 cm. [4] Seiten, 6 Radierungen.

917  Officina Ludi – Heinrich Böll. Der Wegwerfer.

€ 200

Mit Filmschabzeichnungen von Hannes Binder. [Großhansdorf] 1997. Mit 13 Aluminiumätzungen, davon drei blatt-, eine doppelblattgroß. Illustrierter Originalhalbleinenband im -schuber.

Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 125). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handsatz aus der Colonia, zusammen mit den Graphiken auf der Handpresse gedruckt. – Für mehrere Ausgaben der Hamburger Officina Ludi griff der Verleger Claus Lorenzen auf die eigenwillige graphische Technik Hannes Binders zurück: Die Zeichnungen wurden in belichtete Planfilme geschabt, auf Aluminiumplatten übertragen und dort geätzt. – Tadelloses Exemplar.

34,5 : 24,0 cm. 27, [5] Seiten.

918  Officina Ludi – Zwei Drucke.

€ 200

Großhansdorf 2003 und 2012.

I. Bertolt Brecht. Wenn die Haifische Menschen wären. Illustriert von Albrecht von Bodecker. 2003. Illustrierter Originalleinenband im -schuber. Eins von 100 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten signierten und kolorierten Strichätzung und einer weiteren auf dem Schuber (Gesamtauflage 1200). Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – II. Arno Schmidt. Seelandschaft mit Pocahontas. Illustriert von Felix Scheinberger. 2012. Originalkalblederband mit Blindprägung im Schuber mit Lederkanten. Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe in Ganzleder, mit einer Originalgraphik und einer zusätzlich beigelegten aquarellierten Federzeichnung (Gesamtauflage 1625). Impressum vom Künstler signiert.

21,6 : 21,0 cm. 26, [6] Seiten, 1 Graphik. Rücken leicht verblasst. – II. 20,6 : 25,3 cm. 81, [3] Seiten, 1 Graphik, 1 Zeichnung.

919  Officina Ludi – Heinrich Böll. Der Schachspieler.

€ 400

Ein Fragment. Illustriert von Hannes Binder. [Großhansdorf bei Hamburg] 2007. Mit Filmschabzeichnungen im Text, davon einige blattgroß. Illustrierter Originalmaroquinband im -schuber.

Erste Buchausgabe. – Eins 25 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren in Ganzleder mit zwei beigelegten signierten und nummerierten Schabzeichnungen (Gesamtauflage 1825). – Vom Künstler signiert und nummeriert. – Auf Römerturm-Bütten gedruckt im Hamburger Museum der Arbeit. – Für mehrere Ausgaben der Hamburger Officina Ludi griff der Verleger Claus Lorenzen auf die eigenwillige graphische Technik Hannes Binders zurück: Die Zeichnungen wurden in belichtete Planfilme geschabt, auf Aluminiumplatten übertragen und dort geätzt. – Handsatz zusammen mit den Graphiken auf der Handpresse gedruckt, die Schrift wurde von der Offizin Parnassia eigens für das vorliegende Werk gegossen. – Tadellos erhalten.

34,5 : 24,0 cm. 27, [5] Seiten.

920  Officina Ludi – Wolfgang Hildesheimer. Das Ende einer Welt.

€ 300

Illustriert von Anne von Karstedt. Großhansdorf 2009. Durchgehend mit Farblinolschnitten und Strichätzungen nach Federzeichnungen. Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelillustration. Im illustrierten Originalleinenschuber.

Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe A in Ganzleder mit einer beigelegten signierten farbigen Originalgraphik (Gesamtauflage 975). – Druckvermerk von der Künstlerin signiert und nummeriert. – Der Druck erfolgte von jeweils drei Linolplatten und einer Schwarzform für Text und Strichätzung. – Anne von Karstedt (Jahrgang 1970) leitet die graphische Werkstatt im Hamburger Museum der Arbeit. – Die Erzählung ist Hildesheimers Erstlingswerk »Lieblose Legenden« entnommen.

32,5 : 29,5 cm. [36] Seiten, 1 Linolschnitt. – Rücken verfärbt.

921  Quetsche – Iwan Turgenjew. Phantome.

€ 250

Lithografien von Gisela Mott-Dreizler. Berlin, Quetsche 1988. Mit lithographiertem Titelblatt und elf blattgroßen Lithographien, zwei davon koloriert, alle signiert, datiert und nummeriert. Handbemalter Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Vierter Druck der Quetsche. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Auch im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Rives-Bütten. – Die Vorsatzpapiere und der Einband wurden von Gisela Mott-Dreizler bemalt, so dass jedes Exemplar der Auflage ein Unikat darstellt.

37,9 : 54,3 cm. 50, [2] Seiten.

922  Raamin-Presse – August Strindberg. Gespenstersouper.

€ 200

Ein Kammerspiel. Mit vier Bildtafeln von Roswitha Quadflieg. Hamburg 1987. Mit vier Radierungen. Originalpappband mit cremefarbenen Büttendeckelbezügen und Negativblindprägung (Werkstatt Christian Zwang, Hamburg). Im Schuber.

16. Druck der Raamin-Presse. – Eins von 180 Exemplaren, daneben erschienen fünf Künstlerexemplare. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gedruckt auf grauem Velin »BFK Rives«. – Die Übersetzung von Strindbergs »Spöksupén« stammt von Benita von Vegesack und ist hier erstmals veröffentlicht. Als Fußnoten finden sich 18 Briefe Strindbergs an Emil Schering aus den Jahren 1907 und 1908 in der Übersetzung des Empfängers. – Tadellos erhalten.

32,4 : 22,5 cm. 74, [5] Seiten.

Spindler 71.16. – Isphording II, 744

923  Hermann Rapp – Die Goldene Kanne – Johann Wolfgang von Goethe. Auerbachs Keller in Leipzig.

€ 400

Aus »Faust« in ursprüngliche Gestalt. Wiedergegeben nach der Abschrift der Weimarer Hofdame Luise von Göchhausen und mit Farbholzschnitten versehen von Hermann Rapp. Weilbrod, Die Goldene Kanne 1999. Mit vier Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroß. Schiefergrauer Originalmaroquinband mit blindgeprägtem Rückentitel. In Originalleinenkassette.

Eins von fünf römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe im Ledereinband (Gesamtauflage 50). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Erschienen als siebter Druck der Offizin Die Goldene Kanne, die von Hermann Rapp betrieben wird. – Gesetzt aus der Jessen Fraktur und gedruckt auf hellgraues, von John Gerard handgeschöpftes Papier. – Tadellos.

26,7 : 18,5 cm. 28, [4] Seiten.

924  Rixdorfer Drucke – Hans Christoph Buch. Das große Abenteuer.

€ 150

Ein Abenteuerroman […] eingerichtet in der Werkstatt Rixdorfer Drucke. Berlin und München, Carl Hanser 1970. Mit acht Farbholzschnitten und 66 Textholzschnitten von Uwe Bremer, Ali Schindehütte, Johannes Vennekamp und Bruno Waldschmidt. Originalhalbleinenband mit montiertem Kompass auf dem Vorderdeckel. Im Schuber.

Rixdorfer Tiegeldruckhandpressenbücher Nr. 3. – Eins von 300 Exemplaren. – Von den beteiligten Künstlern auf dem hinteren Vorsatz signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Tadelloses Exemplar.

36,0 : 25,0 cm. [2], 53, [3] Seiten.

Spindler 127.12. – Ohff S. 161–168 und 176

925  Otto Rohse. Hügelige Landschaft.

€ 200

Bleistift. 10 : 37 cm (30,5 : 37,2 cm). Signiert.

Auf einem gefalzten Blatt Velin. – Wohl Mitte/Ende der 1980er Jahre in der Toskana, auf Kreta oder in der Provence entstanden.

926  Otto Rohse. Hameln.

€ 450

Mehrfarbiger Kupferstich. 1976. 14 : 55 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 3/11. – Auf Japan. – Unbekannter Separatabdruck des unteren Teils der Platte für das Blatt 7 von »Deutsche Städte und Landschaften«. – Auf braunen Büttenkarton aufgelegt. – Dazu: 13 weitere Kupferstiche, teils farbig, teils mehrfarbig: Aus Oldenburger Landschaften (1965–1968): Vier der elf Kupferstiche. Auf Bütten. Je eins von 50 Exemplaren. – Aus Deutsche Städte und Landschaften (1975–1995): Hamburg. 1975. – Frankfurt am Main. 1978. – Berlin Unter den Linden. 1989. – Wismar. 1990. – Passau/Mühldorf/Neuburg. 1990. – Mainz. 1995. – Alle sechs mit »EA« bezeichnet. – Frankfurt am Main. Nach 1995. – Danzig. Kupferstich. 1994. Zwei Abzüge auf Bütten, einer von der ungeschabten Platte.

3 Ecken geknickt.

Schwarz/Zeiske 26, 27, 33, 34, 85, 96, 195, 197, 198, 273 und nicht mehr

927  Otto Rohse. Europäisches Denkmalschutzjahr 1975. – Europa Marken 1978.

€ 600

Zusammen elf signierte Kupferstiche und acht Originalbriefmarken. 1974 und 1977.

Je eins von 25 Exemplaren auf Japanpapier. – I: Die Kupferstiche mit Ansichten aus Berlin, Alsfeld, Rothenburg ob der Tauber, Xanten, Trier und der Zitadelle Spandau. Die ersten fünf Motive wurden zum Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 als Briefmarke herausgegeben. – II: Die Kupferstiche mit Ansichten der Rathäuser Bamberg (zwei Varianten), Regensburg (zwei Varianten) und Esslingen. – Lose in Originalmappen mit Büttenpapierbezug und blindgeprägtem Rückentitel. – Alle Kupferstiche und die beiden Blätter mit den Originalbriefmarken (farbiger Stichtief- und Offsetdruck) jeweils in Passepartout. Je ein beiliegendes Doppelblatt mit eigenhändigem und signiertem Editionsvermerk.

Format Kupferstiche ca. 9 : 13 cm, Mappe : 36 : 26 cm. – Textblatt von II geknickt, sonst tadellos.

Nicht bei Schwarz/Zeiske

928  Otto Rohse. Berlin.

€ 1000

13 farbige Kupferstiche. 1985–1987. Signiert, nummeriert und bezeichnet.

Die vollständige zwölfteilige »Berlin«-Folge, die im Auftrag der Sparkasse Berlin die westlichen Stadtteile der damals noch geteilten Stadt vorstellte. – Je ein »Abzug von der ungeschabten Platte«, gedruckt in verschiedenen Farben auf unterschiedlichen Papieren, jedes Blatt nummeriert »2/5«. – Mit einer 13. kleinerformatigen Radierung (Kuppel des Charlottenburger Schlosses), die als Bezugspapier der Mappe bzw. des Buchausgabe verwendet wurde. – In Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, auch in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert. – Tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 139–146 und 150–154. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

929  Otto Rohse. Berlin.

€ 600

Zwölf mehrfarbige Kupferstiche. 1985–1987. 27 : 35 cm (48 : 64 cm). Signiert und nummeriert, rückseitig betitelt.

Die vollständige zwölfteilige »Berlin«-Folge, hier alle Abzüge mehrfarbig auf hellgrünlichem Japanbütten, bezeichnet mit »E.A.« und rückseitig betitelt. – In der Originalhalbleinenmappe mit Deckelschild. – Die zwölf Kupferstiche wurden, beschnitten und mittig gefalzt, in dem 22. Druck der Otto Rohse Presse publiziert.

Schwarz/Zeiske 139–146 und 151–154. – Vgl. Hack/Schwarz 1.22

930  Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 350

Kupferstiche, Holzstiche und Skizzen. Hamburg 1989. Mit zwei Holzstichen, sechs Kupferstichen und 20 blattgroßen Illustrationen. Originalhalblederband mit zwei farbigen Kupferstichen auf den Deckeln (Christian Zwang). Im Schuber mit Blindprägung.

34. Druck der Otto Rohse Presse. – Eins von 125 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Zerkall-Bütten. – Neben den Bildern Otto Rohses enthält der Band Philipp Hackerts »Über die Landschaftsmalerei« und Goethes Anmerkungen zu Hackerts Fragmenten.

33 : 24 cm. [42] Seiten.

Hack/Schwarz 1.34

931  Otto Rohse. Kretische Reise.

€ 200

Sechs farbige Kupferstiche und zwei Holzstiche. 1989. 31 : 40 cm. Signiert und nummeriert. Hamburg 1989.

Exemplar 6/40. – Suitenausgabe zum 34. Druck der Otto Rohse Presse. – Die Kupferstiche in verschiedenen Farben auf Japan gedruckt , die Holzstiche auf Velin. – Lose in Originalhalbleinenmappe. – Tadellos. – Beigabe: Holzstich zu »Ovid. Die Jagd auf den calydonischen Eber« (1984). Signiert und nummeriert.

33,2 : 24,5 cm. [42] Seiten.

Schwarz/Zeiske 188–193. – Vgl. Hack/Schwarz 1.34 und 4.84 (Beigabe)

932  Otto Rohse. Neun Kupferstiche zu Goethe-Editionen der Otto Rohse-Presse

€ 300

1986–1995. Alle signiert und nummeriert.

Über den Granit (1986, 20. Druck): Daraus die beiden Kupferstiche, einer in Rot, einer in Braun, auf Bütten. Je Exemplar 3/5, »Abzug von der ungeschabten Platte«. – Die Metamorphose der Pflanzen (1986, 21. Druck): Daraus der Kupferstich, in Grün, auf Bütten. Exemplar 7/50. – Maximen und Reflexionen (1995, 48. Druck): Daraus die sechs Kupferstiche mit Ansichten von Weimar, in verschiedenen Farben, auf Velin d’Arches, je Exemplar 9/30. – Alle tadellos erhalten.

Schwarz/Zeiske 148, 149, 155 und 276–281

933  Otto Rohse. Flusslandschaften. Nr. 1 Die Saale / Die Unstrut.

€ 200

Fünf Kupferstiche und ein Kupferstich-Signet. Nach 1995. 34 : 48 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 2/45. – In verschiedenen Farben und jeweils mit Tonplatte gedruckt, auf Japan. – Lose in der Originalhalbleinenmappe. – Diese Reihe wurde offenbar nicht mehr fortgesetzt, wir konnten nur diese Mappe 1 nachweisen.

934  Otto Rohse. Park und Schloß. Drei Mappen der Reihe.

€ 900

Neun Radierungen und sechs farbige Kupferstiche. 1996. Signiert und nummeriert. Lose in Originalhalbleinenmappen, Deckelschilder eigenhändig betitelt und nummeriert.

Je eins von nur drei Suitenexemplaren mit den Abzügen von ungeschabten Platten und Schwarzabzügen. – Auf unterschiedlich gefärbten Bütten- und Japanpapieren. Teils in Passepartouts. – Nr. 3: Branitz. Zwei Radierungen auf Velin und ein farbiger Kupferstich auf getöntem Bütten. – Nr. 6: Schönbusch. Vier Radierungen und zwei farbige Kupferstiche. – Nr. 8: Tiefurt. Drei Radierungen und drei farbige Kupferstiche. – Die aufwändig edierte Publikation »Park und Schloß« umfasste insgesamt elf Mappen mit jeweils ca. sechs Blättern: eins mit einer radierten Ansicht des jeweiligen Schlosses und begleitendem Text sowie fünf meist mehrfarbigen Kupferstichen bzw. Radierungen. – »Rokoko-, Barock- und Landschafts-Parks aus den verschiedenen Gegenden und mit der Phantasie und Leidenschaft der unterschiedlichen Gartengestalter entwickelt, sollen in diesen graphischen Blättern ihren Ausdruck finden« (Verlags-Ankündigung).

Mappen: 46 : 39 cm.

935  Curt Visel – Alkiphron. Briefe der Hetären.

€ 250

Radierungen von Harry Jürgens. [Memmingen], Curt Visel 1993. Mit einer farbigen radierten Titelvignette und sechs Radierungen, alle signiert. Originalpappband mit vergoldeten Titeln. Im Schuber.

Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen beigelegten kolorierten Radierung, signiert, nummeriert und datiert (Gesamtauflage 109). – Harry Jürgens (geboren 1949) lernte nach der Ausbildung am Staatlichen Kunstinstitut in Tallinn, einem Meisterstudium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Albert Kapr sowie der Hochschule für Bildende Künste in Bratislava die magischen Welten der Buchillustration mit den Erfordernissen der Typographie im Sinne der modernen Buchkunst zu verbinden.

35,3 : 25,9 cm. [28] Seiten, 6 Radierung, 1 lose Radierung.

936  Curt Visel – François Villon. Le Lais – Das Kleine Testament.

€ 120

Memmingen 1994. Mit 48 fast durchweg blattgroßen Offsetlithographien von Eberhard Frank. Originalhalbpergamentband mit Deckelvignette im Originalschuber.

Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit zwei signierten Offsetlithographien als Beilage. – Gesetzt von Rolf Dettling, gedruckt auf Dürer Ingres Bütten.

31,0 : 21,8 cm. [96] Seiten.

937  Frank Wahle – Thomas Böhme. Häutungen, häufiger Herbst.

€ 200

22 Gedichte mit Holzschnitten von Frank Wahle. Leipzig, Edition M 1991. Mit sieben signierten Holzschnitten. Originalpappband mit blau-schwarz gemustertem Bezugspapier.

1. Signum-Buch. – Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 130). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die Holzschnitte auf verschiedenfarbigem Römerturm-Feinstpapier, gedruckt von Matthias Kleindienst.

39,0 : 26,4 cm. [36] Seiten. – 1 Holzschnitt vertikal geknickt.

938  Widukind Presse – Dante [Alighieri]. Die Hölle.

€ 300

Übertragung von Stefan George. Radierungen von Hanif Lehmann. Dresden, Widukind Presse 2002. Mit 48 ganzseitigen Radierungen. Rostroter Originalmaroquinband mit schwarz geprägten Titeln (Kornelia Lindner, Radebeul).

37. Werk der Widukind-Presse. – Eins von 25 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler/Herausgeber signiert. – Hanif Lehmann (geboren 1971) studierte Malerei und Graphik an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. 1996 gründete er die Widukind-Presse, im gleichen Jahr erschien dort sein erstes Graphik-Buch »Stefan George. Geheimes Deutschland«.

22,0 : 15,0 cm. 124, [2] Seiten.

939  Ottfried Zielke. Als die Bilderbeine laufen lernten.

€ 1200

5 [tatsächlich neun] Daumenkinodrehbücher mit Texten von Uwe Warnke. Berlin, Uwe Warnke um 2005. Durchgehend mit kolorierten Tuschzeichnungen und kalligraphiertem Text. Bemalter Originalhalbleinenband im Schuber.

Unikatbuch. – Mit folgenden »Daumenkino«-Folgen, die bei schnellem Blättern einen kinetischen Effekt erzeugen (könnten): »Eine Wanze Stierblut trinkend« (26 Seiten, mit Rot und Weiß koloriert). – »Treppab treppauf« (8 Seiten, Rot und Gelb). – »Katze mit Wanze« (10 Seiten, Blau). – »Arschtritt« (14 Seiten, Schwarz und Weiß). – »Tarzan ist wieder da« (14 Seiten, Rosa). – »Wanze mit Tendenz zum Schlaganfall« (8 Seiten, Weiß und Rot). – »Das Laufbein. Der kleine Zinnsoldat mit dem kleinen Zinngehirn« (10 Seiten, Gelb). – »Halt 1« (16 Seiten, Weiß). – »Mit Mozart durch die Woche« (16 Seiten, Blau und Rot). – Sehr gut erhalten. – Ottfried Zielke (geboren 1936) arbeitet seit 1968 als freischaffender Künstler. Seit 1992 entstanden in enger Zusammenarbeit mit Uwe Warnke unikate Malerbücher und originalgraphische Künstlerbücher.

30,0 : 24,5 cm. [124] Seiten.

940  Ottfried Zielke. Tiere sind konsumierbar.

€ 1800

Berlin, Uwe Warnke 2009. 84 Seiten mit Tusch- und Temperazeichnung und Handschrift mit Tuschfeder. Bemalter und collagierter Originalpappband im bemalten und collagierten Schuber.

Unikatbuch des Berliner Künstlers, »allen Tieren gewidmet«. – Die meisten Doppelseiten mit einer ganzseitigen Zeichnung und kommentierendem Text, teils mit literarischen Bezügen (Schöpfungsgeschichte, Rote Blume Anna, Fisches Nachtgesang u. v. m.) und politischen Statements (Ilja Ehrenburg EGB Stalin du Rotkehle). – Rätselhaft bleibt uns das auf Schuber und Einband geschriebene russische »Lubok« (deutsch: Schiene, Baumrinde). – Ebenso typisch wie amüsant.

17,5 : 24,0 cm.

941  Ottfried Zielke – Gerhild Ebel. Tiger,

€ 300

serieller Text. Bild: Ottfried Zielke. Berlin, Mariannenpresse 1996. Durchgehend farbig serigraphierte Illustration und Texte. Originalhalbleinenband, farbig illustriert mit Deckelserigraphie.

85. Druck der Mariannenpresse. – Eins von 100 von Zielke nummerierten Exemplaren, bei der Nummerierung von Künstler und Autorin signiert. – Schönes Künstlerbuch. Die seriellen Wandlungen des Tigers (SchufTiger, UnzeiTiger, FuchTiger, MondsüchTiger u. v. m.) bildlich in zwölf Siebdrucken mit Silber und Rot auf schwarzen Karton, die Textreihungen in Schwarz auf gelbes Papier serigraphiert. – Gerhild Ebel publiziert mehrere Arbeiten zu den Grenzbereichen von Sprache, Bild und Wissenschaft. – Tadellos erhalten.

22,8 : 35,4 cm. [20] Seiten.

Isphording II, 245

942  Ottfried Zielke. Rein-Ekel Fuchs. 500 Jahre mein Kampf.

€ 500

Reineke auf dem elektrischen Stuhl. Berlin, Uwe Warnke 1998. Farbig serigraphierter Originalpappband. Im Schuber.

Entwerter/Oder, Edition 1. – Eins von 50 Exemplaren, mit einer zusätzlichen zweifarbigen Gouache, signiert und betitelt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Durchgehend farbig serigraphiertes Künstlerbuch mit 20 teils doppelblattgroßen siebenfarbigen Serigraphien auf rotem Fond. – Für uns eins der schönsten Zielke-Bücher und nach zwei Jahrzehnten noch/wieder von beängstigender Aktualität.

42,4 : 30,3 cm. [24] Seiten, 1 Gouache.

Isphording II, 948