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Buchkunst und Pressendrucke 1900–1945 | Hesse-Auktionen
Buchkunst und Pressendrucke 1900–1945

278  Édouard Manet – Émile Zola. Éd[ouard] Manet.

€ 500

Étude biographique et critique. Paris, E. Dentu 1867. Mit einer Manet-Porträtradierung von Bracquemond und einer Radierung von Manet. Halbpergamentband der Zeit.

Erste Ausgabe dieser kleinen biographischen Essays. – Mit der schönen Radierung »Olympia« (Guérin 39/VI) nach dem Gemälde des Künstlers. – Die seltene Schrift erschien zur Eröffnung der Ausstellung von Gemälden Manets, gleichzeitig mit der »Exposition universelle«.

23,8 : 15,5 cm. 48 Seiten, 2 Radierungen. – Stellenweise stärker stockfleckig. Das Porträt mit restauriertem Randeinriss.

Carteret II, 491. – Monod 11598. – Lang, Impressionismus 17 (unter Bracquemond)

279  Édouard Manet – Exposition des oeuvres de Édouard Manet.

€ 1500

Préface de Émile Zola. Catalogue. Paris, Imprimerie de A. Quantin Januar 1884. Originalbroschur.

Originalausgabe des äußerst seltenen Ausstellungskatalogs. – Der unmittelbar nach Manets Tod veranstalteten Gedenkausstellung folgte die legendäre Nachlassauktion im Hôtel Druot am 5. Februar 1884. – Emile Zola, der bereits zu der Pubilkation 1867 ein Vorwort verfasst hatte, schrieb nun überschwänglich: »Une exposition des principaux tableaux de l’artiste […] acte de libéralisme intelligent dont il faut la remercier, car il se trouve peut-être encore des crânes durs que l’entrée de Manet dans le sanctuaire de la tradition offensera. Voilà son oeuvre, venez et jugez. Nous sommes certains de cette dernière victoire, qui lui assignera définitivement une des premières places parmi les maîtres de la seconde moitié du siècle« (Seite 8f.). – Der Katalog verzeichnet 179 Arbeiten Manets und schließt mit den Gedanken von Antonin Proust zur Gestaltung eines Grabmals für den Künstler.

17,5 : 11,5 cm. 72 Seiten. – Beide Umschlagblätter lose, Rückenbezug fehlt, Vorderumschlag mit Randläsuren. Vereinzelt stark stockfleckig.

280  [August] de Villiers de l’Isle-Adam. Akëdysséril.

€ 800 ( R7 )

Paris, Brunhoff 1886. Mit einem Lichtdruck-Porträt und einer Heliogravüre nach Felicien Rops sowie zwei Vignetten und einer Initiale. Gelber Halblederband der Zeit mit Buntpapierbezügen (signiert: E. Champs).

Erste Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren. – Auf Kaiserlich Japan. – Die Tafel von Felicien Rops in drei Farbvarianten eingebunden (Grau, Rot und Blau), eine mit eigenhändiger und signierter Anmerkung des Verfassers am Unterrand: » … des feux mortels, nonchalante satane, révulsant le tranchant de tes ailes […] « – Die beiden Vignetten am Ende jeweils als Separatdruck in Rot eingebunden. – Breitrandig, absolut unbeschnitten, Originalumschlag eingebunden. – Exlibris Leo Kok (1923–1945, niederländischer Dekorations- und Reklamemaler).

25,7 : 17,5 cm. [6], 67, [5] Seiten, 6 Tafeln. – Rücken berieben und verfärbt, Hinterdeckel mit Schabstelle.

Nicht bei Monod. – Carteret II, 472

281  Georges Rochegrosse – Anatole France. Thaïs.

€ 500

Paris, Librairie des amateurs, A. et F. Ferroud 1909. Mit farbig radiertem Frontispiz, einer kolorierten Titelvignette und 13 Radierungen im Text von E. Décisy nach G. Rochegrosse. Dunkelblauer Originalmaroquinband mit vergoldeten Fileten auf Deckeln, Rücken und Stehkanten, ornamentaler Innenkantenvergoldung, marmorierten Spiegeln und Vorsätzen sowie Kopfschnittvergoldung (signiert: Bernasconi). Der Originalumschlag eingebunden.

Eins von 65 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf Japon imperial und mit zwei zusätzlichen Suiten der 14 Radierungen, im ersten und endgültigen Zustand, jedoch beide noch mit Remarquen, das Frontispiz in zwei abweichenden Farbstellungen. – Hier eins von 20 der absoluten Vorzugsausgabe in größerem Format und mit einem signiertem Aquarell von Rochegrosse. – Im Impressum vom Verleger monogrammiert. – Georges-Antoine Rochegrosse (1859–1938) war stark vom Orientalismus beeinflusst. Neben Bildern zu den Werken von Anatole France wurde er besonders durch seine Illustrationen der antiken Dichter bekannt. – Tadellos erhalten, ein Kleinod der französischen Bibliophilie.

25,8 : 19,3 cm. [4], 229, [3] Seiten, 28 zusätzliche Radierungen, 1 Aquarell.

Monod 4959. – Carteret IV, 171

282  Paul Gauguin. Noa Noa.

€ 900

Yoyage de Tahiti. [Faksimile des Manuskripts. Herausgegeben von Julius Meier-Graefe. München, R. Piper 1926]. Mit zahlreichen, meist montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen, Holzschnitten und Fotografien. Originalraffiabasteinband.

45. Druck der Marées-Gesellschaft, ausgegeben 1926 in einer Auflage von 400 Exemplaren, davon 320 in dem Strohbasteinband mit Deckel- und Rückentitel. – Bereits in den Jahren 1897 und 1901, während Gauguins zweitem Tahiti-Aufenthalt, veröffentlichte Charles Morice, der an der Entstehung des Werkes beteiligt war, erste Teile. »Meanwhile, Gauguin recopied and amplified his manuscript, adding watercolors, woodcuts, and an occasional photograph. The latter manuscript, now in the Louvre, is the basis for this facsimile« (Eleanor M. Garvey). Die Druckqualität dieser Edition mit ihren prachtvollen und farblich fein differenzierten Reproduktionen und der durch Einklebung der Bilder entstandenen Authentizität, blieb unübertroffen. – Der Editionsvermerk wurde vielen Exemplaren nur beigelegt. Wie häufig fehlt er hier, ebenso der Originalschutzumschlag. – Sehr schönes Exemplar.

31,8 : 24,2 cm. [4], 204 [recte 210] Seiten. – Rückentitel etwas verblasst.

Artist and the Book 115 (mit ganzseitiger Abbildung). – Monod 5158. – Skira 129. – Dokumentations-Bibliothek II, 586 (irrtümlich als 6. Druck der Marées-Gesellschaft bezeichnet)

283  Max Elskamp. L’alphabet de Notre Dame la Vierge.

€ 300

Anvers, Buschmann für Conservatoire de la tradition populaire 1901. 58 ganzseitige Bild-Text-Holzschnitte mit farbigen Bordüren. Originalbroschur mit Deckelholzschnitt.

Eins von 100 Exemplaren auf Holländischem Bütten (Gesamtauflage 215). – Schönes Alphabet des belgischen Symbolisten Max Elskamp (1862–1931), dessen Werk auch in späteren Jahren stark von seinem katholischen Glauben geprägt wurde. – »Alphabet ›incunable‹ sans lettres mobiles« (Monod). Links auf den 25 Doppelseiten jeweils eine Initiale und der dazu gewählte Begriff oder Vers, rechts die bildliche Darstellung. Die üppige florale Verzierung jeder Seite wurde zusätzlich in Gelb und Blau gedruckt. Auch Titelei und Druckvermerke sind in Holz geschnitten und verziert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Selten.

26,5 : 21,0 cm. [58] Seiten. – Rücken und Innengelenke mit Feuchtigkeitsspuren, nach Monod häufiger so.

Monod 4190

284  Aubrey Beardsley – Ernest Dowson. Verses.

€ 450

London, Leonard Smithers 1896. Hellbraun gefärbter Originalpappband mit großer vergoldeter Deckelillustration nach Entwurf von Aubrey Beardsley.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 330). – Gedruckt auf der Chiswick Press. – Nachdem Dowson ein erstes Exemplar seiner Gedichtsammlung erhalten hatte, schrieb er dem Verleger: »Beardsley’s binding block is admirable – simplex munditiis, & yet most sumptuous« (zitiert nach Lasner). – Exlibris Lucy Spiegl.

19,7 : 14,7 cm. XII, 57, [3] Seiten. – Deckel leicht berieben und etwas stockfleckig. – Vorsätze etwas und die untersten Ränder vereinzelt leicht stockfleckig.

Lasner 106. – Later Works 78

285  Aubrey Beardsley – The later Work of Aubrey Beardsley.

€ 250

London, John Lane 1901 [1900]. Mit einer kolorierten Heliogravure und 173 Tafeln. Originalleinenband mit vergoldeten Deckelillustrationen und Kopfschnittvergoldung.

Erste Ausgabe. – Eins von etwa 120 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japanpapier und mit dem koloriertem Frontispiz »Mademoiselle de Maupin«, rückseitig nummeriert »No. 45 of 100 copies«. – Fortsetzung des opulenten Werkverzeichnisses; 1899 war »The early Work« erschienen, 1925 folgte abschließend »The uncollected Work«. – 18 Zeichnungen wurden hier erstmals veröffentlicht. – Aubrey Beardsley (1872–1898) zeichnete bereits in Bristol Karikaturen für die Schulzeitung. Der Autodidakt erhielt die einzige professionelle Unterweisung in Abendkursen der Westminster Kunstschule. Oscar Wildes »Salome« inspirierte Beardsley zu einer Zeichnung Salomes mit dem Haupt Johannes’, die in »The Studio« veröffentlicht wurde. Darauf wurde Wilde aufmerksam und beauftragte ihn mit den Illustrationen zur englischen Ausgabe. Zu dieser Zeit lernte er den Verleger John Lane kennen, der nach Beardsleys frühem Tod die umfangreiche Dokumentation edierte.

29,3 : 22,8 cm. [12] Seiten, 177 Tafeln, jede mit Zwischentitelblatt. – Die Klebebindung der schweren Tafeln wie meist gelöst.

Lasner 136

286  Monogrammist »L«. Sechs Tuschfederzeichnungen zu O. Wilde »Das Bildnis des Dorian Gray«.

€ 450

1915. Ca. 18 : 13 cm.

Sehr fein ausgeführte, von Beardsley und Behmer durchaus inspirierte Zeichnungen. – Auf dünnem Papier, am Unterrand mit Bleistift in deutscher Sprache betitelt. – Auf Kartonblätter montiert und mit einem Titelblatt mit kalligraphierter Titelvignette, dort paraphiert »L 15« und datiert »12 – 8 – 15«.

287  Jugend.

€ 450

Münchner illustrierte Wochenschrift für Kunst und Leben. Herausgeber: Georg Hirth – Redaktion: Fritz von Ostini. II. [bis] IV. Jahrgang. München, Georg Hirth 1897–1899. Mit allen farbigen Originalumschlägen und zahlreichen, teils ganzseitigen oder doppelblattgroßen, teils farbigen Illustrationen. Illustrierte Originalleinenbände.

Vollständige Folge der sechs Halbjahresbände mit den insgesamt 156 Heften der frühen Jahrgänge. – Die 1896 gegründete Zeitschrift, die den neuen Zeitgeist wie keine andere spiegelte und zugleich beeinflusste, war namensgebend für die Kunstrichtung der Jahrhundertwende: »Jugendstil«. – Mit Textbeiträgen von Otto Julius Bierbaum, Richard Dehmel, Max Halbe, Hugo von Hofmannsthal, Arno Holz, Börries von Münchhausen, Fritz von Ostini u. v. a.

30,0 : 23,5 cm. – Ein Gelenk leicht angeplatzt, sonst sehr gut erhalten.

Dietzel/Hügel 1516. – Diesch 2668

288  Ver sacrum.

€ 2000

Organ [bzw. in Jahrgang II: Zeitschrift] der Vereinigung bildender Künstler Österreichs. I. [und] II. Jahrgang, je Heft 1 [bis] 12. Wien, Gerlach & Schenk 1898 und Leipzig, E. A. Seemann 1899. Mit einer Farblithographie von Koloman Moser und zahlreichen, teils farbigen, teils montierten Abbildungen. Spätere Halbleinenbände mit gold-braunem Rückenschild und Buntpapierbezügen. Mit 24 eingebundenen illustrierten Originalumschlägen.

Die vollständigen ersten beiden Jahrgänge der repräsentativen Zeitschrift der 1897 gegründeten Wiener Secession. – Der »Heilige Frühling« sollte den »brausenden Frühlingssturm, der überall erlösend die Kunst durchwehte« nun auch nach Wien holen. Im programmatischen Geleitwort verkünden die Herausgeber weiter: »Wir wollen dem thatenlosen Schlendrian, dem starren Byzantinismus und allen Ungeschmack den Krieg erklären« und bekennen zugleich, ganz im Sinne William Morris: »Wir kennen keine Unterscheidung zwischen ›hoher Kunst‹ und ›Kleinkunst‹, zwischen Kunst für die Reichen und Kunst für die Armen. Kunst ist Allgemeingut.« – Mit künstlerischen Beiträgen von Koloman Moser, Gustav Klimt, J. Hoffmann, Max Liebermann, Alphons Mucha, J. Olbrich, Segantini und vielen anderen. – Besonders die ersten beiden Jahrgänge sind für die buchkünstlerische Gestaltung und Beispielhaftigkeit berühmt geworden. – Ohne das Sonderheft zur zweiten Ausstellung der Wiener Secession. – Heft I, 5/6 erschien als Doppelnummer. – Einige Verlagsanzeigen und -werbungen beigeheftet.

29,0 : 28,5 cm. Je etwa 30-32 Seiten. – Vereinzelte Umschläge mit kleinen, restaurierten Randeinrissen, der erste Vorderumschlag stärker betroffen. Etwas knapp beschnitten. – Drei Hefte in Jahrgang I papierbedingt gebräunt.

Dietzel/Hügel 2985. – Diesch Langner, Jugendstil, Seite 150. – Schauer I, 40 und II, 7

289  Wiener Werkstätte – Sammlung von drei Drucksachen.

€ 300

Wien 1905–1928.

I. Rosensignet. Zweifarbiger Klischeedruck. Um 1905. 19,5 : 28,5 cm. Entwurf von Kolo Moser und Josef Hoffmann. Das Signet in 108 Feldern auf einem Bogen wiederholt. Das Rosensignet war seit 1903/04 die registrierte Schutzmarke der Wiener Werkstätte. – II. Kunstschau 1908. Eintrittskarte. Zweifarbige Lithographie. 4,5 : 11,5 cm (6,8 : 19,3 cm). Entwurf von Anton Kling. Probedruck, unbeschnitten. Gedruckt bei Chwala, Wien. – III. Briefkuvert Wiener Werkstätte. Lithographie. 10,1 : 15,7 cm. Mit dem großen Logo der Werkstätte. – Alle tadellos erhalten. – Aus der Wiener Secession hervorgegangen, entwickelte sich die Wiener Werkstätte für etwa 25 Jahre zu einer der führenden Entwurfs- und Produktionsstätten des Jugendstil und Art Déco.

Vgl. Abbildungen in Schweiger S. 40 und 80

290  Wiener Buchkunst – Johann Wolfgang von Goethe. Sechzehn kleine Lieder.

€ 150

Wien 1932. Mit farbigem Buchschmuck von Rudolf Junk. Illustrierte Originalbroschur.

Festgabe im Goethe-Jahr 1932. – In kleiner Auflage gedruckt. – Mit floralen Zierstücken und unterschiedlich großen prachtvoll ornamentierten Initialen in Grün, Blau und Gold. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Vorlagen schuf Rudolf Junk bereits 1917, außer einigen Handabzügen erschien aber nie eine Auflage. Junk war Künstlerischer Beirat der Akademie für Musik und Darstellende Kunst Wien und ab 1924 Direktor der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt Wien. Nach den kolorierten und vergoldeten Handdrucken des Künstlers wurden in der dortigen Druckerei die Klischees angefertigt.

24,8 : 21,0 cm. [78] Seiten. – Kanten minimal berieben, etwas angestaubt. – Klammerheftung etwas gelockert.

291  Gustav Klimt. 25 Zeichnungen.

€ 350

Ausgewählt und bearbeitet von Alice Strobl. Graz und Wien, Akademische Druck- und Verlagsanstalt 1964. 25 Faksimiletafeln, alle unter Passepartout. Mit Textheft lose in Originalleinenmappe mit montiertem Deckelschild, in -halbleinenschuber.

Veröffentlichungen der Albertina I. – Herausgegeben von Walter Koschatzky. – Tadellos.

60,0 : 42,5 cm (Mappenformat). 14, [2] Seiten, 25 Tafeln.

292  Doves Press – Johann Wolfgang von Goethe. Faust.

€ 1500

Eine Tragoedie. [Erster] und Zweiter Theil. Hammersmith 1906 und 1910. Flexible Originalpergamentbände mit vergoldeten Rückentiteln (signiert: The Doves Bindery).

Eins von 300 bzw. 200 Exemplaren auf Bütten, von beiden Teilen erschienen jeweils auch 25 Exemplare auf Pergament. – Druck in Rot und Schwarz mit acht großen Initialen. – Satzanordnung: J. H. Mason und William Jenkins. – Druck von H. Gage-Cole und Albert Lewis. – Durch die Weimarer Ausgabe der Werke Goethes angeregt und auf deren Textfassung basierend edierte T. J. Cobden-Sanderson, der unter anderem deutsche Philosophie studiert hatte, im Laufe der Jahre sechs deutschsprachige Goethe-Drucke: 1906 und 1910 die beiden Teile des »Faust«, 1911 »Die Leiden des jungen Werther«, 1912 »Iphigenie auf Tauris«, 1913 »Torquato Tasso« und schließlich als einen der letzten Drucke der Presse 1916 die »Auserlesenen Lieder, Gedichte und Balladen«. – Marianne Tidcombe bezeichnet den »Faust« als »one of the most beautiful books produced at the Doves Press. Johnston’s four-line heading, in black, with the words ›Die Tragoedie‹ standing alone on the page following the preliminaries, is especially fine«. – Beide Bände mit Originalrechnung der Doves Press aus den Jahren 1906 bzw. 1910, ausgestellt für James Ramsay MacDonald (1866–1937, Mitbegründer der Labour Party und deren erster Premierminister), mit handschriftlichen Zusätzen und Steuermarken, eine mit eigenhändiger Quittierung »Received with many thanks T. S. Cobden-Sanderson«.

23,4 bzw. 23,8 : 17,0 cm. [2], 260, [6] und [8], 373, [13] Seiten. – Rücken mit je einem kleinem Fleck, in Band I vier Blätter minimal vergilbt.

Tidcombe DP 10 und 20. – Tomkinson 55, 10 und 56, 20

293  Bremer Presse – Hugo von Hofmannsthal. Die Wege und die Begegnungen.

€ 1200

Bremen 1913. Roter Originalmaroquinband mit Kopfgoldschnitt. Blindgeprägte ornamentale Rückenverzierung und Deckelfileten sowie vergoldete Steh- und Innenkantenbordüren (signiert: Bremer Binderei).

Erstes Buch der Bremer Presse. – Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren. – Der einzige kleinformatige Druck der Presse. – Die Initialen und den Buchschmuck zeichnete Rudolf Alexander Schröder. – Gedruckt auf Van Gelder-Bütten in Rot und Schwarz auf der Handpresse. – Der Einband stammt von Frieda Thiersch, deren Handeinbände für lange Jahre ein Markenzeichen der Presse waren. – Nur dieser Text des Mitbegründers der Presse und der im Folgejahr gedruckte »Tacitus«, der allerdings erst nach dem Weltkrieg ausgeliefert werden konnte, entstanden in der Gründungsstadt der Presse. – Nahezu tadelloses Exemplar.

19,5 : 12,2 cm. [4], 21, [7] Seiten. – Innendeckel mit wenigen und leichten Stockflecken.

Lehnacker 1. – Rodenberg 1. – Schauer II, 68. – Houghton Library Catalogue 758

294  Bremer Presse – Dante [Alighieri]. Comedia.

€ 400 ( R7 )

Deutsch von Rudolf Borchardt. München 1922. Originalpergamentband mit Rücken-, Fileten- und Kopfschnittvergoldung (signiert: Bremer Binderei. F. TH.).

Erster Sonderdruck für die Vereinigung von Freunden der Bremer Presse. – Eins von 120 Exemplaren, weitere 33 Belegexemplare. – Gedruckt auf Zanders-Bütten. – Gesetzt aus der 16pt Antiqua. – Titel, Untertitel und die Initialen zeichnete Anna Simons. – Wiegand und Wolde als Gründer der Presse schlossen 1912, also noch vor deren Gründung, mit Rudolf Borchardt einen Honorarvertrag für Übersetzungen zur Veröffentlichung in der Bremer Presse. »Mit Rudolf Borchardt war eine der eigenwilligsten, sprachbegabtesten, leidenschaftlichsten Persönlichkeiten zur Bremer Presse gestoßen« (Lehnacker, S. 118). Rudolf Borchardt arbeitete über 20 Jahre an der Übertragung der »Divina Comedia«, die vollständig erst 1930 im Verlag der Bremer Presse und im Ernst Rowohlt Verlag Berlin veröffentlicht wurde.

34,0 : 21,4 cm. [2], 159, [3] Seiten. – Deckel etwas berieben. – Ganz vereinzelt minimal stockfleckig, die ersten und letzten Blätter wie meist etwas stärker betroffen.

Lehnacker 10. – Rodenberg 58, 10. – Schauer II, 68

295  Cranach-Presse – Rainer Maria Rilke. Gesammelte Gedichte.

€ 1800

Erster [bis] Vierter Band. Leipzig, Insel 1930–1933. Originalhalbpergamentbände mit vergoldeten Rückentiteln und Kopfgoldschnitt (in Band 3 signiert: Gerhard Prade, Leipzig).

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Eins von 200 Exemplaren auf handgeschöpftem Maillol-Kessler-Bütten (Gesamtauflage 425). – Die Titelzeilen der Gedichte und die Zwischentitel wurden in Rot gedruckt. Die Titelschrift und Initialen zeichnete Eric Gill, die Initialen wurden von Aristide Maillol ornamentiert. – Anton Kippenberg beauftragte Kessler nach Rilkes Tod mit dem Druck der vierbändigen Gesamtausgabe der Gedichte. Die ersten drei Bände wurden auf der Weimarer Cranach-Presse gedruckt, Band IV nach deren Auflösung unter Aufsicht Kesslers bei Poeschel & Trepte. – Im vorliegenden Exemplar manifestiert sich das Schicksal von zahllosen Verfolgten und Beraubten während der zwölfjährigen Herrschaft der Nationalsozialisten: Alle Bände im Innendeckel mit Exlibris Dr. Gottfried Bermann, seit 1926 Schwiegersohn von Samuel Fischer und seit 1928 Geschäftsführer von dessen Verlag. 1936 verlegte er den Hauptsitz des Verlages nach Wien, musste jedoch wegen des Anschlusses Österreichs bereits im März 1938 wieder von dort fliehen. Seine Bibliothek fiel der Österreichischen Nationalbibliothek zu, deren Bearbeiter jedweden bibliophilen Feinsinn vermissen ließen: Alle Titelblätter gestempelt mit Sigel und »Lux. Ausg.«, rückseitig mit dem Stempel der Bibliothek. Alle Vorderdeckel mit Bibliotheksschild, die Rücken mit der aufgestempelten Sigelnummer. – »Tausend« Jahre später wurde das Raubgut restituiert und wiederum in gründlicher Art und Weise markiert: Jeder Band am Ende mit einem erneuten Bibliotheksstempel und dem gestempelten Hinweis, »Aus den Beständen der Österreichischen Nationalbibliothek als rechtmäßiges Eigentum des – [handschriftlich:] Dr. Bermann-Fischer – ausgeschieden«. – Das Bermann-Exlibris, farbig lithographiert und goldgehöht, entwarf Gunter Böhmer.

26,8 : 17,8 cm. – Einbände etwas angestaubt, berieben und leicht gebräunt. – Innen, von den beschriebenen Stempeln und leichten Stockflecken im Schnitt und auf einigen Vorsätzen abgesehen, gut erhalten.

Müller-Krumbach 52. – Brinks 82, 83 und 94. – Sarkowski 1348. – Gill 342. – Mises 129. – Schauer II, 75

296  Cranach Presse – Canticum Canticorum Salomonis.

€ 400

Probedruck auf Pergament. Mit einem blattgroßen Holzschnitt und einer Holzschnitt-Initiale von Eric Gill. Um 1930/31. 25,4 : 26,7 cm.

Die Seiten 4 und 5 auf einem Bogen Pergament. – Die Kolumnentitel sind hier in Blau gedruckt. – Besonders interessant die probeweise, partielle Vergoldung der Holzschnitte und die dazu mit Bleistift notierten Anmerkungen zur Mischung von Eigelb, Glyzerin und Leim. – Die Initialen der Vorzugsexemplare auf Pergament wurden handvergoldet (vgl. Brinks 91).

297  Ernst Engel Presse – Friedrich Hölderlin. Der Tod des Empedokles.

€ 400

Ein Trauerspiel. Das Bruchstück der ersten Fassung. Offenbach a. M. 1924–1925. Mit drei Holzschnitten von Gustav Eichenauer nach Zeichnungen von Heinrich Holz. Flexibler Pergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

8. Handpressendruck der Ernst Engel Presse. – Eins von 55 Exemplaren auf Japan-Bütten (Gesamtauflage 110). – Satz und Druck in Rot und Schwarz von Ernst Engel.

24,3 : 13,8 cm. 101, [1] Seiten. – Kleiner Sammlerstempel auf Vorsatz und Druckvermerk.

Rodenberg Nachtrag, S. 497. – Katalog Klingspor Museum, S. 30

298  Ernst Ludwig-Presse – Das Buch Esther.

€ 400

Übersetzt von Dr. Martin Luther. Leipzig, Insel 1908. Mit illustriertem Doppeltitel und zehn ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Handgebundener Lederband mit farbigen ornamentalen Intarsien und reicher Vergoldung auf dem Vorderdeckel.

Erstes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 275 Exemplaren auf Van Gelder Zonen-Bütten mit dem EL-Wasserzeichen (Gesamtauflage 300). – Breitrandiger Handpressendruck unter Leitung von F. W. und C. H. Kleukens. – Die gesamte Ausstattung des Buches einschließlich des Einbandes übernahm Friedrich Wilhelm Kleukens: Der berühmte Doppeltitel und die zehn ornamentierten Initialen wurden in Schwarz und, wie auch die Kapitelüberschriften und das Pressensignet, Gold gedruckt. – Im Doppeltitel ist die Schlüsselszene der alttestamentarischen Ahasver-Erzählung dargestellt.

25,2 : 16,3 cm. [10], XXIX, [5] Seiten. – Vorderdeckel und Rücken stark, aber gleichmäßig verfärbt.

Stürz 1. – Sarkowski 238. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63

299  Ernst Ludwig-Presse – Theodor Storm. Immensee.

€ 200

Eine Novelle. 1849. Leipzig, Insel 1909. Mit zehn ornamentierten Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Originalpergamentband mit goldgeprägter Deckelvignette, Schließbändern und Kopfgoldschnitt.

Siebtes Buch der Ernst Ludwig Presse. – Eins von 180 Exemplaren auf Old Stratford-Velin, von denen laut Harald Ernstbergers Kleukens-Archiv 150 durch den Insel-Verlag in den Handel gelangten (Gesamtauflage 200). – Gesetzt aus der hier erstmals verwendeten Korpus Ingeborg-Antiqua. – Der Titel und das Pressensignet wurden in Grün gedruckt.

23,1 : 15,5 cm. 40, [4] Seiten. – Einband leicht stockfleckig, Rücken stärker. – Vorsätze mit Abklatsch der Schließbänder.

Stürz 7. – Sarkowski 1686. – Rodenberg 74. – Schauer II, 63

300  Ernst Ludwig-Presse – Emile Verhaeren. Die Gesichter des Lebens.

€ 400

Deutsche Nachdichtung von Erna Rehwoldt. Leipzig, Insel 1911. Flexibler weinroter Originalkalblederband, Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Zwölftes Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 550). – Gesetzt aus der Korpus Kleukens-Antiqua. – Nach seinem frühen realistischen Gedichtzyklus »Les flamandes«, der in seiner Heimat einen Skandal auslöste – die Eltern Verhaerens versuchten, die gesamte Auflage zurückzukaufen –, wandte sich der Dichter Ende des 19. Jahrhunderts verstärkt sozialkritischen Themen zu. Seine Dichtungen wurden unter anderem von Rainer Maria Rilke und Stefan Zweig begeistert aufgenommen und übersetzt.

19,6 : 13,4 cm. 62, [4] Seiten. – Ränder schwach berieben und verfärbt. – Exlibris.

Stürz 12. – Sarkowski 1819. – Rodenberg 75, 12. – Schauer II, 63. – Fromm VI, 26242

301  Ernst Ludwig Presse – Emile Verhaeren. Die hohen Rhythmen.

€ 400

Übertragen von Johannes Schlaf. Leipzig, Insel 1912. Flexibler weinroter Originalkalblederband, Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 1100). – Druck der Ernst Ludwig Presse für den Insel Verlag in identischer Ausstattung wie das vorherige.

23,0 : 15,4 cm. 85, [3] Seiten. – Ränder schwach berieben, Deckel mit winzigen Kratzspuren. – Exlibris.

Stürz 40. – Sarkowski 1823. – Rodenberg 78. – Fromm VI, 26234

302  Ernst Ludwig-Presse – Rainer Maria Rilke. Das Buch der Bilder.

€ 1000

Leipzig, Insel 1913. Gelber Originalmaroquinband mit marmorierten Buntpapiervorsätzen. Deckelvignette, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: KGS Weimar).

19. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan und im Handeinband der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Weitere 250 Exemplare wurden auf Old Stratford gedruckt. – Gesetzt aus der Korpus Helga-Antiqua. – Die ersten beiden Auflagen des Buches erschienen im Axel Juncker Verlag (Siehe KatNr. 564). – Die von F. W. Kleukens vorgeschlagene Einbandzeichnung wurde von Kippenberg abgelehnt. – Selten, innen sehr schön.

24,1 : 16,8 cm. [4], 205, [15] Seiten. – Rücken und Deckelränder etwas verfärbt, Gelenke minimal berieben.

Stürz 19. – Sarkowski 1337. – Rodenberg 76, 19. – Schauer II, 64. – Mises 22

303  Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Balladen.

€ 300

Darmstadt, Kleukens 1924. Grüner Maroquinband mit Filetenvergoldung, ornamentaler Blindprägung und Kopfgoldschnitt.

Eins von 500 Exemplaren. – Breitrandiger Handpressendruck in Rot und Schwarz, gesetzt aus der Kleukens Antiqua. – Titel und Initialen zeichnete H. Schreiber. – Einer der wenigen Drucke der Presse, die Christian Heinrich Kleukens unter eigenem Namen verlegte. – Der dekorative Einband stammt nach einer Notiz des Vorbesitzers von dem Leipziger Buchbinder Walter Menge.

19,4 : 13,2 cm. 89, [5] Seiten. – Rücken und Oberrand verfärbt.

Stürz 55

304  Euphorion – Miguel de Cervantes Saavedra. Novelle von der Macht des Blutes.

€ 250

Berlin, Euphorion 1920. Mit sieben Radierungen von Klaus Richter, eine davon als Frontispiz und signiert. Grüner Originalkalblederband mit reicher floraler Vergoldung auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie vergoldeten Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten (signiert: Euphorion Einband Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 400). – Übertragen von Karl Federn. – Klaus Richter (1887–1948) studierte Philosophie und Sprachen in Mailand und München, wandte sich dann aber der Kunst zu und wurde Schüler von Lovis Corinth. Ab 1919 lehrte er an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. – Den Holzschnitt-Titel zeichnete Hildegard Henning.

23,0 : 15,2 cm. [2], 90, [6] Seiten. – Rücken und Vorderdeckel etwas verfärbt. Vorderes Gelenk angebrochen. – Vorsatzblätter leimschattig.

Horodisch, Euphorion 2

305  Wilhelm Gerstung – Der Heliand.

€ 120

Das Lied von Christi Leben und Leiden und die Bruchstücke der Genesis nach der altsächsischen Handschrift des neunten Jahrhunderts übertragen von Karl Simrock. Offenbach, Wilhelm Gerstung 1924. Originalschweinslederband mit Blindprägung (Helene Fanck, Stuttgart).

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Zanders-Bütten und im Handeinband von Helene Fanck, der Schwester von Arnold Fanck, dem Pionier des Alpen- und Alpinsportfilms im deutschsprachigen Raum und dem Förderer Leni Riefenstahls und Luis Trenkers. – Gedruckt in Rot und Schwarz im Korpusgrad der Manuskriptgotisch, bis auf die Absatzanfänge durchgehend in Minuskeln. – Wilhelm Gerstung druckte von 1911 bis 1924 die gemeinsam mit Rudolf Koch gestalteten Rudolfinischen Drucke.

24,3 : 15,5 cm. [2], 157, [1] Seiten.

Nicht mehr bei Rodenberg

306  Hundertdrucke – Die histori von herren Tristrant vnd der schönen Isalden von irlannde.

€ 250

Nach dem ältesten Druck besorgt von Ernst Schulte-Strathaus. München, Hyperion 1909. Mit 60 Abbildungen nach alten Holzstichen. Originalinterimsbroschur.

Erster Druck für die Hundert. – Das erste von 100 römisch nummerierten Exemplaren. – Gesetzt aus Huttlerschen Schriften. – Gedruckt auf Hundertbütten in der Offizin der Verlagsanstalt vormals G. J. Manz. – Da die Holzstiche formatgetreu reproduziert und die Schriften der 1484 bei Anton Sorg in Augsburg gedruckten Ausgabe benutzt wurden, entstand »bis auf das kleinste Ausmaß eine genaue typographisch hergestellte Wiedergabe der Urausgabe« (Der Winkelhaken. Blätter für die Hundert. Jahrgang II, Seite 36; zitiert nach Rodenberg). – Exlibris Leopold Biermann (1875–1922, erfolgloser Künstler und engagierter Kunstmäzen in seiner Heimatstadt Bremen).

19,4 : 14,5 cm. [354] Seiten. – Broschurumschlag gebräunt. Innen sehr schön erhalten.

Rodenberg 410,1. – Schauer II, 60

307  Hyperiondrucke – Dante Alighieri. Göttliche Komödie. Übertragen von Philalethes.

€ 300 ( R7 )

Die Hölle. – Das Fegefeuer. – Das Paradies. München, Hans von Weber 1914–1916. Drei Originalinterimspappbände mit Buntpapierbezügen. In den Originalschubern.

Fünfter Hyperiondruck. – Eins von 500 Exemplaren, davon 100 für die Mitglieder der Vereinigung der Hundert. – Satz aus der Kursiv von Christoph van Dyck, gedruckt bei Joh. Enschedé Zonen, Haarlem. »Häufig wählte der auch im Herstellerischen genießerische Verleger seltene Typen früherer Jahrhunderte, wie sie bei Enschedé und bei anderen alten Druckereien […] anzutreffen waren« (Schauer I, 102). Die Wahl der Schrifttype für anstehende Publikationen überließ er den Subskribenten. – Auf Van Gelder-Bütten. – Breitrandiger Druck, unbeschnitten und sehr gut erhalten.

29,0 : 20,0 cm. – Schuber lichtrandig.

Rodenberg 415, 5. – Schauer II, 62

308  Als der Großvater die Großmutter nahm.

€ 200

Ein Liederbuch für altmodische Leute. Leipzig, Wilhelm Grunow 1886. Originalpappband mit cremefarbenem Glanzpapierbezug und reicher Rücken-, Deckel- und Schnittvergoldung.

Erste Ausgabe. – Die Anthologie volkstümlicher Lieder, Fabeln und Erzählungen von Arndt, Brentano, Chamisso, Claudius, Gellert, Hauff und vielen anderen war wohl ein »Longseller«: Seit 1885/86 erschienen vier Auflagen, noch 1905 wurde der Titel unverändert in den Insel-Verlag übernommen, 1992 erschien eine von Anton Kippenberg und Friedrich Michael überarbeitete Ausgabe. Thomas Mann las gern aus dieser Sammlung vor – »Es war da auch ein Buch, aus dem er öfters etwas zum besten gab. Es hieß: ›Als der Großvater die Großmutter nahm‹.« (Katia Mann in »Meine ungeschriebenen Memoiren«). – Dazu: Als der Großvater die Großmutter nahm. Leipzig, Insel 1922. Halbmaroquinband mit Rückenvergoldung. Fünfte, veränderte Auflage.

18,1 : 11,7 cm. XX, 396 Seiten.

vgl. Sarkowski 14

309  Otto Julius Bierbaum. Der Bunte Vogel von 1897. – Der Bunte Vogel von 1899.

€ 150 ( R7 )

Ein Kalenderbuch. I: Mit vielen Zeichnungen von Felix Vallotton und E. R. Weiß. – II: Mit Buchschmuck von Peter Behrens. Berlin, Schuster & Loeffler [1896 und 1898]. Halbleinenbände der Zeit, die farbig illustrierten Originalbroschuren eingebunden. – Widmungsexemplar..

Komplette Folge, es erschienen nur diese beiden Jahrgänge. – Der erste Jahrgang mit eigenhändiger Widmung des Herausgebers Bierbaum »Seinem lieben Bruder Willy zu Weihnachten 1896«. – Je eins von 1.300 Exemplaren. – Der erste Band mit Zeichnungen von Felix Vallotton und Emil Rudolf Weiss, der zweite mit zahlreichen Zierleisten und Vignetten von Peter Behrens. Alle Beteiligten gehörten kurze Zeit später zum Gründerkreis der »Insel«. – Unbeschnitten.

22,3 : 19,5 cm. I: 278, [2], II: [8], 196, [2] Seiten. – Die Broschuren etwas angestaubt, zwei Seiten mit Bräunungsabklatsch.

Schauer II, 6. – Wilpert/Gühring 16

310  Insel Verlag – Otto Julius Bierbaum. Gugeline.

€ 400 ( R7 )

Ein Bühnenspiel in fünf Aufzügen. Herausgegeben von A. W. Heymel. Berlin, Schuster & Loeffler 1899. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. Farbig illustrierter Originalpappband mit Japanpapierbezug und Buntpapiervorsätzen.

Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung der »Insel«. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf holländischem Bütten. – Erstmals wurde hier das im Sommer 1899 von Peter Behrens entworfene Insel-Signet verwendet. – »Die Ungeduld, mit der Heymel zu Werke ging, unterstreicht der Umstand, dass das erste Buch erschien, bevor am 19. September 1899 die offizielle Verlagsgründung erfolgte« (Theo Neteler).

20,0 : 14,5 cm. [8], 105, [3] Seiten. – Einbandpapier leicht stockfleckig.

Sarkowski 167

311  Insel Verlag – Charles Baudelaire. Blumen des Bösen.

€ 200

In deutsche Verse übertragen von Graf Wolf v. Kalckreuth. Leipzig, Insel 1907. Mit illustriertem Titel und sechs Vignetten von H. W. Wulff. Flexibler, karminroter Originalkalblederband mit goldgeprägter Vignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 800 Exemplaren (Gesamtauflage 850). – Titelblatt, Vignetten und Einband wurden von H. W. Wulff gezeichnet. – Einige Jahre zuvor hatte Stefan George den berühmten Zyklus erstmals ins Deutsche übertragen.

18,7 : 13,8 cm. [6], 155, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Sarkowski 99

312  Insel Verlag – Miguel de Cervantes Saavedra. Don Quixote.

€ 120

Erster [und] Zweiter Band. Leipzig, Insel 1924. Flexible braune Originallederbände mit Rücken-, Deckel- und Kopfschnittvergoldung.

12.–15. Tausend. – Dünndruckausgabe. – Mit einem einleitenden Essay von Iwan Turgenjew. – Einbandentwurf von Walter Tiemann.

18,9 : 12,0 cm. XXXI, [1], 721, [1]; [4], 796, [4] Seiten. – Ränder minimal berieben. – Vorsätze mit Leimschatten und Besitzvermerk.

Sarkowski 299 B

313  Insel Verlag – Charles Dickens. Ausgewählte Romane und Novellen.

€ 350

Erster [bis] Sechster Band. Leipzig, Insel [1910–1913]. Flexible rehbraune Originallederbände mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägten Fileten und Deckelvignetten und Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe der sechsbändigen Dünndruckausgabe. – Enthält: David Copperfield, Der Raritätenladen, Die Pickwickier, Martin Chuzzlewit, Nikolaus Nickleby und Oliver Twist. Weihnachtserzählungen. – Der Text dieser Ausgabe wurde unter Benutzung älterer Übersetzungen neu gestaltet. Die Illustrationen von Phiz, Cattermole, Cruikshank, Seymour, Buß, Maclise, Leech, Stanfield und Stone zierten bereits die Originalausgaben. – Titel- und Einbandzeichnungen von E. R. Weiß. – Im Ganzen schön erhalten.

17,8 : 12,0 cm. – Rücken etwas verblasst. Ränder minimal berieben. Deckel mit einigen schwachen Kratzspuren, einer leicht stockfleckig, der von Band 1 an der oberen Ecke geknickt.

Sarkowski 382

314  Insel Verlag – Ein kurzweilig Lesen vom Till Ulenspiegel.

€ 300

Leipzig [1913]. Mit 54 handkolorierten Holzschnitten. Originalpappband mit kolorierter Vignette.

Inselbücherei 56. – Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und mit den kolorierten Holzschnitten. – Ausgewählt von Christian Heinrich Kleukens. – Die Holzschnitte wurden nach der Fischart-Ausgabe von 1573 gedruckt.

18,9 : 12,6 cm. 125, [1] Seiten. – Einband, besonders am Rücken, gebräunt.

Sarkowski 433. – Kästner 56 [1A]

315  Insel Verlag – [Johann Wolfgang von Goethe]. Annette.

€ 200

Leipzig, Insel [1923]. Braun marmorierter Originalkalblederband mit grünem Rückenschildchen und Marmorpapiervorsätzen, Rücken-, Kanten- und Schnittvergoldung (signiert: H. Sperling, Leipzig).

Eins von 350 Exemplaren. – Auf Zanders-Bütten. – Faksimile-Ausgabe der 1767 von Ernst Wolfgang Behrisch aufgeschriebenen und mit Vignetten verzierten Liedersammlung des Leipziger Studenten Goethe. – Druck der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig.

17,9 : 12,5 cm. [108] Seiten. – Einband etwas verblasst. Ränder leicht berieben.

Sarkowski 576. – Slg. Kippenberg 7919

316  Insel Verlag – [Johann Wolfgang von] Goethe. West-Östlicher Divan.

€ 250

Leipzig, Insel 1910. Mit Doppeltitel und Initialen von Marcus Behmer. Originalecraselederband mit Deckel-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 1300 Exemplaren, gedruckt auf Bütten bei Spamer. – Textrevision von Max Hecker. – Die Buchgestaltung von Marcus Behmer war dessen »erste typographische Leistung, wenn auch nicht aus eigener Type, so doch im drucktechnischen Aufbau« (Hohmeyer). – Dazu sieben Goethe-Ausgaben des Insel-Verlages: Italienische Reise. 1914. – Die Leiden des jungen Werther. 1919. – West-Östlicher Divan. 1920. – Faust.Liebesgedichte. 1924. – Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Erster [und] Zweiter Band. 1977. – Alle in Originaleinbänden, letzte in Kalbleder.

24,8 : 15,6 cm. 262, [2] Seiten. – Ränder berieben.

Sarkowski 612. – Schauer II, 45. – Hohmeyer 288 und Abb. 294/295

317  Insel Verlag – Alfred Walter Heymel. Die Fischer

€ 120

und andere Gedichte. Berlin, Schuster & Loeffler 1899. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild und Goldschnitt.

Erste Ausgabe einer »Inkunabel der Insel«. – Gedruckt auf Insel-Bütten. – Verziert mit üppigem Buchschmuck von Emil Rudolf Weiss. Das Buch erschien zeitgleich mit dem ersten Heft der »Insel« im Oktober 1899. – Schönes Exemplar.

17,8 : 12,2 cm. [8], 94, [2] Seiten.

Sarkowski 726

318  Insel Verlag – Rudolf Koch. Das Blumenbuch.

€ 120

Achtzig Zeichnungen. In Holz geschnitten von Fritz Kredel. Leipzig 1942. Mit 80 farbigen Tafeln. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und -fileten vergoldet (signiert: Gerd Prade, Leipzig).

Erste Ausgabe der Auswahlausgabe. – 1929 erschien die dreibändige Ausgabe mit 250 Holzschnitten, gedruckt auf der Ernst Ludwig-Presse (135 Exemplare) bzw. der Mainzer Presse (1000 Exemplare). – Kochs unverändert beeindruckende Holzschnitte sind beispielhaft für die botanische Illustration im 20. Jahrhundert.

31,5 : 23,5 cm. [6] Seiten, 80 Tafeln, [10] Seiten. – Kleiner Sammlerstempel auf dem vorderen Vorsatz und Titelblatt.

Sarkowski 951. – Salter, Kredel 1.11.5. – Schauer II, 36

319  Insel Verlag – Louis de Rouvroy, Duc de Saint-Simon. Der Hof Ludwigs XIV.

€ 250

Nach den Denkwürdigkeiten des Herzogs. Aus dem Französischen übersetzt von Arthur Schurig. Herausgegeben und eingeleitet von Wilhelm Weigand. Leipzig, Insel 1922. Mit 36 Bildtafeln. Roter Originalmaroquinband mit reicher Rückenvergoldung, vergoldeten Fileten und goldgeprägter Deckelvignette.

Zweite, vermehrte Auflage. – Dass auch von den erweiterten Neuausgaben 1922 und 1925 jeweils einige Vorzugsexemplare in den Prachteinband nach Entwurf von Emil Rudolf Weiß gebunden wurden, blieb Sarkowski unbekannt. – Mit ausführlichen Anmerkungen zu den verwendeten Bildtafeln. – Schönes Exemplar.

26,0 : 18,0 cm. 525, [3] Seiten. – Rücken leicht verblasst. Ränder und Ecken schwach berieben. – Exlibris.

Sarkowski 1388 A. – Fromm V, 23262

320  Insel Verlag – Friedrich von Schiller. Sämtliche Werke.

€ 400

Band 1 [bis] 6. Leipzig, Insel 1905/06. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rücken- und Deckeltiteln und Kopfschnittvergoldung. Alle im Originalschuber.

»Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe«, herausgegeben im Auftrag von Alfred Walter Heymel. – Auf Oxford-India-Dünndruckpapier, das in England hergestellt und hier zum ersten Mal in Deutschland verwendet wurde. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte in Leipzig unter der Druckleitung von Harry Graf Kessler und Emery Walker. – Titel und Überschriften entwarf Eric Gill, der in den Folgejahren mehrfach für Kesslers Cranach-Presse tätig wurde. – Die Bindearbeiten wurden von Douglas Cockerell überwacht, der auch den Mustereinband entworfen hat. – Enthält: Dramatische Dichtungen I und II, Gedichte und Erzählungen, Philosophische Schriften, Historische Schriften und Übersetzungen. – Noch vor seinem frühen Tod hatte Rudolf von Poellnitz zusammen mit Harry Graf Kessler die Herausgabe von Werken deutscher Klassiker geplant. Die Edition wurde von Kessler dem Großherzog von Sachsen-Weimar vorgeschlagen, der im März 1904 die Schirmherrschaft übernahm und seinen Namen für den Reihentitel freigab. Der Reinerlös der Ausgabe sollte an Kesslers Museum in Weimar fließen. Zu Weihnachten 1905 wurden die beiden ersten Bände der Schiller- und der Goethe-Ausgabe vom Insel Verlag ausgeliefert. Bis 1912 waren Kessler und Emery Walker für die Druckleitung und die Gesamtausstattung verantwortlich. Eric Gills Titelschriften sind dessen früheste typographische Arbeit. Unter dem Reihentitel erschienen in gleicher Ausstattung die Werkausgaben von Goethe mit 16 Bänden (1905–1917) sowie von Schopenhauer, Körner und Kant. – Insgesamt gut erhalten, so wohl nur noch selten zu finden. – Dazu zwei weitere Werkausgaben aus dem Insel-Verlag: Theodor Körner. Werke. 1906. Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe. Originalkalblederband. – Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke. [1927]. – Dünndruckausgaben. – Eine Beigabe.

16,8 : 10,3 cm. – Innengelenke teilweise angebrochen.

Sarkowski 1460. – Gill 302

321  Insel Verlag – Friedrich Schiller. Sämtliche Werke

€ 250

in sieben Bänden. Leipzig, Insel [1924]. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln, Deckelvignetten und Kopfschnittvergoldung. Alle mit Originalschutzumschlag.

Erweiterte Fassung der »Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe« in leicht veränderter inhaltlicher Abfolge und mit von Anna Simons und Jan Tschichold neu gestalteteten Titelblättern. – Enthält: »Dramatische Dichtungen 1–3«, »Gedichte und Erzählungen«, »Philosophische Schriften«, »Historische Werke«, »Kleinere Schriften«. – Makellos erhalten.

17,6 : 10,8 cm.

Sarkowski 1461

322  Insel Verlag – Walter Tiemann. Demokrit.

€ 400

Tuschzeichnung. 11,4 : 6,1 cm (16,5 : 10,0 cm). Monogrammiert.

Wohl als Frontispiz oder Zwischentitel einer für uns bibliographisch nicht bestimmbaren Demokrit-Ausgabe entworfen. – Für den Druck vorbereitet mit einigen zarten Deckweiß-Korrekturen. – Dazu: Zwei kalligraphierte Titelblatt-Entwürfe von Walter Tiemann, für Wielands »Geschichte der Abderiten« (Insel 1907) und Hofmannsthals »Die Gedichte und kleinen Dramen« (Insel 1912). Beide in schwarzer und roter Tusche, teils über Bleistift.

Teils leicht fleckig. – Vgl. Sarkowski 1903 und 763.

323  Insel Verlag – Heinrich Vogeler-Worpswede. Dir.

€ 250

Gedichte. Leipzig, Insel 1907. Mit zahlreichen Illustrationen, Bordüren und Vignetten von Heinrich Vogeler. Originalhalbpergamentband mit Buntpapierdeckelbezügen und Deckelschild.

Zweite Auflage. – Das Umschlagpapier und die Vorsätze wurden vom Künstler für die zweite Auflage seiner ersten Buchveröffentlichung neu gezeichnet. – Auf Zanders-Bütten. – Eines der typischsten Bücher des deutschen Jugendstils.

24,3 : 18,5 cm. – Rücken und Deckelbezüge gebräunt. Ecken etwas berieben. – Innengelenke gebrochen.

Sarkowski 1842 A. – Neteler 21 Anmerkung

324  Insel Verlag – Oscar Wilde. Salomé.

€ 180

Tragödie in einem Akte. Ins Deutsche übertragen von Hedwig Lachmann. Mit fünfzehn Zeichnungen von Aubrey Beardsley. Leipzig, Insel 1907. Mit illustriertem Doppeltitel, zwölf Tafeln und einer Schlussvignette. Originalhalblederband mit vergoldeten Titeln und Kopfgoldschnitt.

Eins von 725 auf Insel-Bütten (Gesamtauflage 825), die Tafeln auf Strathmore-Japan. – Der Satz ist identisch mit der Vorzugsausgabe, jedoch wurde die Paginierung entfernt. – Wohl kaum ein anderes Illustrationswerk Beardsleys hat so zu seinem Ruhm beigetragen wie die unzählige Male nachgedruckte »Salome«. Nachdem die Bilder 1893 in »The Studio« erschienen waren, wurden sie vom Zensor beanstandet und fanden in England keinen Verleger. – Innen tadellos.

24,5 : 18,0 cm. [48] Seiten. – Rücken stark verfärbt.

Sarkowski 1914 A. – Lasner 59 J. – Braesel, Englische Buchkunst um 1900, S. 119 ff

325  Insel Verlag – Fünf klassische Märchen-Ausgaben in Nachdrucken.

€ 500

Leipzig 1905–1911. Fünf Originalleder- und drei Originalhalblederbände (IV), alle mit Rückenvergoldung, teils mit Kopfgoldschnitt.

I. Gockel Hinkel Gackeleia. Märchen wiedererzählt von Clemens Brentano. 1905. Eins von 300 Exemplaren. Neudruck der Originalausgabe von 1838. – II. Hans Christian Andersens Märchen. Erster [und] Zweiter Band. 1909. – III. Die Märchen der Brüder Grimm. Vollständige Ausgabe. Erster [und] Zweiter Band. 1910. – IV. Des Knaben Wunderhorn. [Drei Bände]. 1910. Neudruck der Originalausgabe von 1806–08. – V. Wilhelm Hauff’s Märchen. Vollständige Ausgabe. 1911. Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Insel-Bütten und in Leder.

Rücken von III und V verfärbt, Vordergelenk von I gebrochen und dieser Einband stark verfärbt.

Sarkowski 221, 21, 626, 941 und 682 VA

326  Insel Verlag – 19 Werke.

€ 300

Leipzig, Insel 1903–1956. Originaleinbände, teils in Leder.

Das umfangreiche Konvolut enthält unter anderem Balzacs »30 tolldreiste Geschichten« illustriert von Doré, Boccaccios »Dekameron« (zwei Ausgaben), den vollständigen »Simplicissimus« von Grimmelshausen (zwei Ausgaben), die »Nachtwachen des Bonaventura«, Stifters »Witiko«, Verlaines zweibändige Werkausgabe, Oscar Wildes »Bildnis des Dorian Gray« u. v. m. – Teils Dünndruckausgaben. – Genaue Liste und Zustandsbeschreibung auf Anfrage.

Sarkowski 77 D, 186 A und E, 299 B, 371 A, 387, 633 C und F, 772 D, 832 B, 941 A, 1175 A, 1180, 1266 A, 1638, 1781, 1786, 1830 und 1906

327  Insel Bücherei – Felix Timmermans. Das Triptychon

€ 150

von den Heiligen Drei Königen. Übertragen von Anton Kippenberg. Leipzig, Insel [1928]. Mit Titelbild, Illustrationen und Initialen von Felix Timmermans. Dunkelblauer Originalkalblederband, Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet. Mit Originalschutzumschlag und -schuber.

IB 362 in der Ledervariante. – Sehr schönes Exemplar.

18,5 : 12,3 cm. 47, [5] Seiten.

328  Insel-Bücherei – 18 Bildbände zur modernen Kunst.

€ 200

Leipzig u. a. 1951–1988. Mit zahlreichen Farbtafeln. Farbig illustrierte Originalpappbände, meist mit Deckelschild.

Die Welt in einer Nuss – die Kunst der Moderne in kleinformatigen Bildbänd(ch)en. Schon früh hatten die Herausgeber der erfolgreichsten deutschen Buchreihe auf die Attraktivität von Bildbänden gesetzt, so dass diese seit Jahrzehnten zum festen Repertoire der Reihe gehören. Dass kleine Konvolut könnte Anreiz zum Aufbau einer IB-Sammlung sein oder aber der eigenen bzw. geschenkweise fremder Erbauung dienen. – Vorhanden: Paul Klee Handzeichnungen (IB 294). – Franz Marc Tierstudien (567). – Lyonel Feininger Meer und Schiffe (629). – Maler der Brücke (678). – Joan Miró Lithographien (682). – Hans Purrmann Ischia (721). – Ernst Ludwig Kirchner Georg Heym. Umbra Vitae (749). – Albert Ebert Poesie des Alltags (765). – Ernst Ludwig Kirchner Tanzcafé (770). – Deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts in Selbstbildnissen (777). – Pablo Picasso Der Minotaurus (789). – Josef Hegenbarth Märchen und Fabeln (790). – Paul Klee Traumlandschaft mit Mond (800). – HAP Grieshaber Seestern und Tomahawk (849). – Pablo Picasso Traum und Lüge Francos (880). – Friedensreich Hundertwasser Der Weg zu Dir (899). – Kinderzeichnungen zu Brecht (930). – Oskar Schlemmer Fensterbilder (1104). – Alle mit Einleitung, Kommentar bzw. Nachwort.

Je 18 : 12 cm.

329  Insel-Bücherei – Peter Hacks. Der Schuhu und die fliegende Prinzessin.

€ 150

Frankfurt am Main 1973. Originalpappband mit Vorderdeckelillustration.

IB 993. – Erste Ausgabe. – Von den 3000 Exemplaren der Auflage wurde ein großer Teil wegen Bindefehlern eingestampft. – Sehr gutes Exemplar.

18,5 : 12,0 cm. 67, [5] Seiten.

330  Insel-Bücherei – Vier Vorzugsausgaben.

€ 120

Leipzig, Insel 1992–2012. Alle illustriert. Drei Originallederbände, ein Originalkleisterpapiereinband.

I. IB 1031 Honoré de Balzac. Das unbekannte Meisterwerk. Mit Illustrationen von Pablo Picasso. – II. IB 1225 Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Mit Zeichnungen von Karl-Georg Hirsch. – III. IB1260 Georg Büchner. Woyzeck. Mit Zeichnungen von Bernhard Heisig. – IV. IB 1350 Rainer Maria Rilke. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Mit Illustrationen von Karl-Georg Hirsch. Vorzugsausgabe von IB 1 aus Anlass des 100. Jubiläums der Reihe. Im Kleisterpapiereinband von Gisela Reschke mit Lederrückenschild. Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Je eins von 750, 850 (II und III) bzw. 650 Exemplaren. – Dazu sechs Insel-Bändchen: IB 159, 302, 315, 347, 368 und 859.

18,5 : 12,0 cm.

331  Alexander von Bernus – Die Fragmente des Petronius

€ 500

und vier Liebeselegien des Ovid in Umdichtungen von Alexander von Bernus. Bereichert durch eine Weih-Hymne und ein Nachwort. München, Georg Müller 1908. Cremefarbener Originalschweinslederband mit vergoldetem Deckeltitel und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 25 Vorzugsexemplaren auf Kaiserlich Japan und in Schweinsleder (Gesamtauflage 325). – Enthält als Einleitung »Dem Geist des göttlichen Heinse« und als Nachwort den Kommentar des Nachdichters, der launisch schließt: »Vereinzelt wählte ich für bilder und verbindungen, die uns erstarrt sind, gleichartige lebendige anstatt einbalsamierter leichen. Grundsätzliche veränderungen habe ich vermieden. Das für die philologischen bemäkler. – Vom göttlichen Heinse heißt es, er habe den nervigen Petronius wielandisch verzuckert – glück, daß die könige die kärner überdauern!« – Jeweils nur die untere Hälfte der einseitig bedruckten Blätter wurde »benutzt«. »Prächtiger Druck, der Text in Versalien roth und schwarz« (Hayn/Gotendorf).

24,8 : 19,5 cm. [42] Blätter. – Innendeckel mit Exlibris und einigen Bleistiftnummerierungen.

Hayn/Gotendorf VI, 156

332  Johann Wolfgang von Goethe. Sämtliche Werke.

€ 500

Band 1 [bis] 45 und vier Ergänzungsbände. München, Georg Müller und (ab Band 29) Berlin, Propyläen 1909–1925. Schwarze Originalhalbmaroquinbände mit doppelten vergoldeten und gepunzten Fileten auf Rücken und Vorderdeckeln (Gustav Fritzsche, Leipzig).

Propyläen-Ausgabe. – Umfangreiche Werksammlung in chronologischer Ordnung. – Die Werke in chronologischer Ordnung. – Mit allen erschienenen Ergänzungs- und Supplementbänden: Die Bildnisse Goethes. Herausgegeben von Ernst Schulte-Strathaus. Mit 167 Tafeln. – Goethe als Persönlichkeit. Berichte und Briefe von Zeitgenossen. Herausgegeben von Heinz Amelung. Drei Bände. – Gesetzt aus einer Unger-Fraktur. – Sehr schön erhalten und ebenso dekorativ wie opulent.

25,3 : 17,7 cm.

Goedeke IV/3, 29ff. und IV/5, 528, 4

333  Heinrich Heine. Sämtliche Werke.

€ 220

Erster [bis] Zehnter Band. München, Georg Müller 1925. Mit einer Porträttafel. Originalhalblederbände mit Rückenschild, reicher -vergoldung und Kopfgoldschnitt.

Typographisch schöne, von Paul Renner gestaltete Ausgabe in dekorativen Halbledereinbänden. – Ohne Band 11 mit Nachträgen und Kommentaren, der erst 1930 erschien.

25,0 : 17,0 cm. – Rücken leicht aufgehellt, Bünde und Ränder etwas berieben.

334  [Friedrich] Hölderlin. Sämtliche Werke.

€ 200

Historisch-kritische Ausgabe. Besorgt durch Friedrich Seebass. Erster [bis] sechster Band. Zweite Auflage. Berlin, Propyläen 1923. Originalhalblederbände mit vergoldeten Rücken.

Enthält: Jugendgedichte und Briefe; Gedichte/Hyperion/Briefe; Gedichte/Empedokles; Gedichte; Übersetzungen und Briefe; Dichtungen Jugendarbeiten Dokumente. – Dazu ein Einzelband aus der Vorzugsausgabe: Übersetzungen und Briefe. München und Leipzig, Georg Müller 1913. Eins von 150 Exemplaren, auf Van Gelder Bütten, im blauen Originalmaroquinband mit reicher Vergoldung (Hübel & Denck), Ausstattung von Paul Renner.

22,0 : 15,0 cm.

335  Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke.

€ 600

Herausgegeben und eingeleitet von Arnold Zweig. Erster [bis] Vierter Band. München, Rösl 1923. Mit einer Porträttafel und einem gefalteten Faksimile. Bordeauxrote Originalmaroquinbände mit Vergoldung und schwarz-goldenem Rückenschild (signiert: Hübel & Denck, Leipzig).

Die »Rösl-Klassiker«-Edition in der selten angebotenen Ledervariante.

23,0 : 15,5 cm. – Rücken etwas verblasst. – Exlibris.

336  Jean de La Fontaine. Choix de Fables.

€ 400

Illustrées par un groupe des meilleurs artistes de Tokio. Sous le direction de P. Barboutau. Tome premier [et] second. Tokio, Tsoukidji für Flammarion Paris 1894. Mit 28 doppelblattgroßen Farbholzschnitten und Buchschmuck. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

Originelle Kombination von französischen Texten mit japanischen Holzschnitten, verstärkt durch die gesamte Buchgestaltung (Blockbuchbindung, Seidenpapierumschlag, Kordelheftung). – Die Illustrationen zu den 28 Fabeln stammen von den japanischen Künstlern Kadji-Ta Han-Ko, Kawa-Nabe Kiyo-Soui, Oka-Koura Shiou-Soui, Kano Tomo-Nobou und Eda Sada-Shiko. – 1896 erschien eine ähnliche Ausgabe mit Fabeln von Claris de Florian. –Angesichts der französischen Texte waren die Ausgaben wohl eher für ein fernost-verliebtes französisches Publikum gedacht.

25,0 : 18,2 cm. Je [50] Seiten. – Minimal fleckig, Seitenränder in Band 1 etwas wasserrandig.

Metzner/Raabe/Bodemann 373.1. – Carteret IV, 228

337  Die Märchen der Weltliteratur.

€ 250

Neun Bände der Reihe (in elf). Jena, Eugen Diederichs 1922–1937. Braune Originallederbände mit blindgeprägten Deckelvignetten, vergoldeten Fileten und Kopfgoldschnitt.

Alle in den seltenen Ledereinbandvarianten. – Verschiedene Auflagen, III, IV, V, VIII und IX in erster Auflage. – I. Deutsche Märchen seit Grimm. – II. Nordische Volksmärchen. 2 Bände. (I. Dänemark/Schweden, II. Norwegen). – III. Irische Volksmärchen. – IV. Isländische Volksmärchen. – V. Türkische Märchen. – VI. Finnische und estnische Volksmärchen. – VII. J. K. A. Musäus. Volksmärchen der Deutschen. 2 Bände. Mit Holzschnitten von Ludwig Richter. – VIII. Altägyptische Erzählungen und Märchen. – IX. Englische Volksmärchen. – In Zusammenarbeit mit dem Germanisten Friedrich von der Leyen (1873–1966) und dem Philologen Paul Zaunert (1879–1959) 1912 begründete Verleger Eugen Diederichs (1867–1930) die Reihe »Märchen der Weltliteratur«, die bis 2003 erschien. Zwischen 1912 und 1940 wurden in Jena allein 40 Bände, teils mit Nebentiteln »Die Märchen der Völker« oder Unterreihentiteln »Deutscher Märchenschatz« oder »Märchen des Orients« verlegt.

19,5 : 12,5 cm. – Einige Rücken leicht aufgehellt.

338  [Friedrich] Schiller. Musen-Almanach für das Jahr 1797.

€ 400

[Faksimileband und Kommentarheft.] Leipzig, Insel 1907. Mit Frontispiz und acht gefalteten Notenblättern. Flexibler marmorierter Originalpergamentband mit Rückenschild, vergoldeten Deckelbordüren und Schnittvergoldung und Originalbroschur. Zusammen im Schuber.

Eins von 50 Vorzugsexemplaren auf Bütten und in Ganzpergament (Gesamtauflage 300). – Der faksimilierte Broschurumschlag eingebunden. – Kommentarheft mit einem Begleitwort zur neuen Ausgabe von Hanns Holzschuher. – »Es sind Bücher und Bände über diesen Almanach geschrieben worden – über dies merkwürdige, seltene und kostbare Buch der Weltliteratur. Kostbar, weil es als Sammelstätte Dichtungen und Werke unserer größten Dichter birgt« (Begleitwort). – Nahezu druckfrisches Exemplar.

16,8 : 10,6 cm. [22], 302, [10] Seiten, 8 gefaltete Tafeln. – Umschlag der Broschur am Oberrand minimal fleckig.

Sarkowski 1176

339  Kleukens-Presse – Wilhelm Klemm. Entfaltung.

€ 250

Gedichtfolge. Darmstadt [1919]. Originalpergamentband; Rückentitel, Fileten und Kopfschnitt vergoldet.

Zweiter Druck der Kleukens Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Einer der wenigen expressionistischen Texte innerhalb der Kleukens-Pressendrucke. – Gedruckt auf starkem, blütenweißem Bütten. – Gesetzt aus der Cicero-Kleukens-Antiqua. – Titel und Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Der Einband stammt aus Ernst Rehbeins Kleukens-Binderei.

25,5 : 17,5 cm. [4], 80, [6] Seiten.

Rodenberg 103, 2. – Raabe/Hannich-Bode 159.5

340  Kleukens-Presse – Gottfried Keller. Frau Regel Amrain und ihr Jüngster.

€ 180

Frankfurt am Main 1920. Originalpergamentband mit Vergoldung.

Vierter Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Breitrandiger Druck auf Bütten. – Titel und Initiale von Hans Schreiber. – Einband wohl von Ernst Rehbein.

23,2 : 15,7 cm. [4], 53, [7] Seiten.

Rodenberg 104, 4. – Schauer II, 67

341  Officina Serpentis – Die johanneischen Schriften.

€ 450

Das Evangelium. Die Briefe. Die Offenbarung. Verdeutscht durch D. Martinus Luther. Berlin 1919. Mit roten Initialen und Randleisten, entworfen von Ansgar Schoppmeyer. Moderner, leuchtend roter Oasenziegenlederband mit schwarz-geprägten Titeln (signiert: Bischoff) Im Halbleinenschuber.

Eins von 56 Exemplaren auf Zanders-Bütten, davon kamen zehn nicht in den Handel. Weitere sechs Exemplare wurden auf Pergament gedruckt. – Gesetzt aus der eigens für Tieffenbach in der Bauerschen Gießerei geschnittenen Gotico-Antiqua, die sich an der Schöfferschen Bibel-Type von Creußner und Koberger aus dem 15. Jahrhundert orientierte. – Titel, Untertitel und Initialen wurden von Bruno Rollitz in Holz geschnitten. – Handsatz und Handpressendruck von E. W. und E. H. Tieffenbach. – »›Die Johanneischen Schriften‹ (1910 [irrig]), einer der schönsten Drucke der Officina Serpentis, erstrahlen im farbigen Glanz ihrer aquarellierten Zierleiste so täuschend ›echt‹, als habe Schoppmeyer sein Zeichenpult mitten in der Offizin des Meisters Creussner um 1480 aufgestellt.« (Jürgen Eyssen). – Der Einband der Werkstatt Bischoff in Lehrte-Arpke »zitiert« die Farben des Druckes. – Tadellos erhalten.

35,2 : 26,3 cm. 61, [3] Seiten.

Backe/Köppen 30. – Rodenberg 111. – Eyssen Seite 89

342  Officina Serpentis – Johannes Secundus. Basia.

€ 200

Berlin, Officina Serpentis 1921. Mit radiertem Titel von Marcus Behmer. Originalinterimspappband mit Marmorpapierbezügen.

Eins von 150 Exemplaren auf italienischem Bütten (Gesamtauflage 175). – Handpressendruck in der Elzevir-Antiqua von Genzsch & Heyse, Hamburg. – Die neulateinischen Basia (1539) des niederländischen Dichters Johannes Secundus (1511–1536) gehören zu den Klassikern der erotischen Literatur. Unter Rückgriff auf antike Vorbilder wie Catull variiert diese Sammlung in insgesamt neunzehn Gedichten ihr Leitthema des Kusses auf immer neue Weise.

18,7 : 13,3 cm. [8], 19, [5] Seiten. – Einband gebräunt.

Backe/Köppen 47. – Haucke 43. – Hayn/Gotendorf IX, 543

343  Officina Serpentis – [Brüder Grimm]. Von dem Machandelboom.

€ 750

Berlin, Dr. Friedrich Plenzat 1922. Mit sieben Radierungen von Erik Richter, eine monogrammiert als Titelvignette, drei blattgroße und drei halbseitengroße, diese sechs koloriert und signiert. Roter Originalmaroquinband (Maria Lühr, Berlin), Fileten, Deckelvignetten, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Eins von 150 Exemplaren. – Handpressendruck der Officina Serpentis, die Kupfer druckte von Carl Sabo. – Auf starkem Bütten. – Der Handeinband entstand nach Entwürfen von Frau A. Richter-Volkmann. Maria Lühr (1874–1969) wurde nach ihrer Ausbildung in den traditionsreichen Buchbindereien Collin, Berlin, und Cobden-Sanderson in England die erste deutsche Buchbindermeisterin. Von 1913–1957 entstanden in ihrer Berliner Werkstatt auch Einbände für die Cranach-Presse. Sie band 1923 auch die Vorzugsexemplare des ersten Drucks der Plenzat-Presse. – Sehr selten, zumal so gut erhalten.

33,7 : 25,2 cm. 12 Blätter. – Kanten schwach berieben.

Backe/Köppen 76. – Rodenberg 515. – Sennewald 22

344  Officina Serpentis – Tres Epistolae Platonis.

€ 300

Berlin 1926. Mit sechs in Rot ornamentierten Initialen von Hanns Thaddäus Hoyer. Neuerer Halblederband.

Handpressendruck für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft. – Eins von 340 Exemplaren auf Zerkall-Bütten (Gesamtauflage 347). – Gesetzt aus der Griechischen Tischendorf-Type von Schelter & Giesecke, die hier erstmals für einen fortlaufenden Text verwendet wurde, und der Elzevir-Cursiv von Gentzsch & Heyse, Hamburg. – Hanns Thaddäus Hoyer, Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbe-Museums entwarf auch den Titel dieser Platon-Ausgabe. – »Alle Kritiker vollends zum Verstummen bringen sollte die Ausgabe der ›Tres Epistolae Platonis‹ (1926). Angesichts der Harmonie dieser Seiten im sorgfältig ausgependelten Gleichgewicht der Satzblöcke […] und den beiden beschwingten, ›geschrieben‹ wirkenden Initialen, ist es wohl erlaubt, von einer typographischen Höchstleistung zu sprechen.« (Jürgen Eyssen).

38,6 : 27,5 cm. 43, [5] Seiten. – Oben teils schmaler Wasserrand.

Backe/Köppen 114. – Rodenberg II, 517. – Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 130. – Eyssen Seite 90ff. mit doppelblattgroßer Abbildung

345  Johann Holtz – Meister Eckhart. Der Glücklichste.

€ 600

Handschrift auf Pergament. 1931. Mit einer Gouache sowie farbigen und vergoldeten Bordüren. Wildlederband mit ornamentaler Vergoldung.

Prächtige, kleinformatige Handschrift des Flensburger Kalligraphen Johann Holtz (1875–1944). – Geschrieben mit brauner Tinte auf Pergament und mit einer fast ganzseitigen Illustration. – Jede Seite mit ornamentaler Bordüre. – Brokatseidenspiegel. – Die wohl bekannteste Handschrift von Johann Holtz, Goethes »Faust« wurde mehrfach faksimiliert.

16,5 : 14,0 cm. [6] Blätter, 7 Seiten beschrieben.

346  Otto Dorfner – Fritz Meisel. Fünf Radierungen zu Balzac’s Contes drolatiques, die schöne Imperia.

€ 400

1922. Ca. 18 : 14 cm (34 : 26 cm). Signiert.

Unnummeriert, laut Druckvermerk betrug die Auflage 100 Exemplare. – Ediert im Reiher-Verlag Weimar, den Otto Dorfner zusammen mit Walther Klemm gegründet hatte. – Die Radierungen, in Braun auf Kupferdruckkarton, gedruckt auf der Presse des Verlages, d. h. in der Werkstatt des Bauhauses. – In Passepartouts, dies lose in der Originalhalbledermappe, gefertigt in der Werkstatt Otto Dorfner: Dunkelblauer Lederrücken, rot gestrichenes Kleisterpapier als Deckelbezug. Rückentitel, Gelenkfileten und die Signatur des Künstlers auf dem Vorderdeckel wurden vergoldet. – Fritz Meisel (1897–1960) war Student am Bauhaus Weimar. Hayn/Gotendorf verzeichnet von ihm eine weitere graphische Folge »Pöder und Lendelein«. Nach 1945 wurde er als Pressezeichner bekannt.

35,5 : 28,5 cm (Mappe). – Ränder der Radierungen etwas stockfleckig.

Hayn/Gotendorf IX, 36

347  Einbände – Handgebundener blauer Saffianlederband von Walter Gerlach

€ 600

(signiert) mit reicher Vergoldung von Deckeln, Rücken, Steh- und Innenkanten. Im Originalpappschuber mit Lederkanten. Inhalt: Goethe. Novelle. Ein romantisches Jagdstück. Mit fünf Original-Radierungen von Franz Hein. Berlin 1919.

Sechster Daphnis-Druck. – Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Satz aus Luther-Typen des 18. Jahrhunderts. – Druck bei Johannes Enschedé en Zonen, Haarlem. – Auf Van Gelder-Bütten, die Radierungen auf Bütten-Karton. – Die Radierungen, in Blau und Braun gedruckt, sind hier am Ende des Bandes eingebunden. – Unikates Exemplar in dem schönen Einband von Walter Gerlach mit dem Originalschuber und tadellos erhalten.

19,3 : 14,5 cm. 42, [2] Seiten, 5 Radierungen. – Rücken minimal verblasst.

Backe 27. – Rodenberg 322, 6 (irrt. unter N.F.)

348  Einbände – Blauer Ecrasélederband von Walter Gerlach

€ 1200

(signiert) mit reicher Vergoldung von Deckeln, Rücken, Steh- und Innenkanten. Im Originalpappschuber mit Lederkanten. – Inhalt: William Shakespeare. Venus und Adonis. Deutsche Übertragung von Bruno Erich Werner. Mit acht Radierungen von Edwin Scharff. Leipzig, Arndt Beyer 1923.

Unnummeriertes Exemplar, über die Auflage von 400 hinaus gedruckt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Fünfter Druck des »Kreises graphischer Künstler und Sammler«, der »zwischen denen, die Bedeutsames schaffen, und denen, die es suchen, eine stetige Beziehung und Vertrautheit schaffen« will (Rodenberg). – Auf Bergisch-Galdbach-Bütten von Zanders. – Gesetzt aus der Wallbaum-Kursiv, gedruckt bei Jakob Hegner in Hellerau, die Radierungen bei Wetteroth, München. – Beide Deckel werden von einer vierfachen Filete umrahmt und von Eckfleurons verziert, beide Elemente finden sich auch auf dem Rücken und den breiten Innenkanten. Im Originalschuber mit Lederkanten.

25,2 : 15,2 cm. 88, [8] Seiten. – Rücken etwas aufgehellt, sonst tadellos.

Rodenberg 359, 5. – Sennewald 23, 2

349  Einbände – Pergamentband von Walter Gerlach

€ 400

mit Negativblindprägung und polierter Kopfschnittvergoldung. – Inhalt: Deutschland. Landschaft und Baukunst. Einleitung von Ricarda Huch. Herausgegeben von Martin Hürlimann. Berlin, Atlantis 1931. Mit 304 fotografischen Bildtafeln im Tiefdruck.

Erste Ausgabe der Neufassung. 1930 wurde die Reihe »Orbis terrarum« vom Wasmuth in den Atlantis Verlag übernommen, was mit einem Wechsel des Herausgebers und einer Modernisierung des Bildmaterials einherging. »Außerdem vertrat Hürlimann einen kulturellen Universalismus, während Hielscher [der frühere Herausgeber] in nationalem Denken befangen war« (Roland Jaeger, in Autopsie). »Produkt der Bemühungen, Deutschland in allen Facetten gerecht zu werden, also auch moderne Bauwerke oder Industrieanlagen zu zeigen und nicht nur Idyllen« (Thomas Wiegand). – Mit Fotografien von E. O. Hoppé, Albert Renger-Patzsch, A. Rupp, Paul Wolff u. v. a. – Hervorragend erhaltenes Exemplar der großartigen Bilderschau, die durch die Vielzahl hervorragender Fotografen auch bildkünstlerisch hohen Ansprüchen gerecht wurde. – Der unsignierte Einband stammt nach mehreren Anmerkungen im Buch aus der Werkstatt Walter Gerlach: Das helle, leicht gemaserte Pergament mit drei umlaufenden Linien auf den Deckeln, der Rücken mit dem Buchtitel in Frakturschrift. Schöne Kleisterpapiervorsätze in Braun und Schwarz, doppelte handumstochene Kapitalbändchen. »Elefantenhaut«-Schuber. – Exlibris (signierte Radierung von Horst Hussel).

30,5 : 23,5 cm. LXIII, [1], 304, [2] Seiten.

Heidtmann 7895. – Autopsie II, 205ff. – Wiegand, Deutschland 24

350  Einbände – Grüner Saffianlederband von C. Schultze, Düsseldorf.

€ 200

Vorderdeckelillustration, Fileten sowie Rückentitel und -verzierung vergoldet. – Inhalt: Expressionistische Miniaturen des deutschen Mittelalters. Herausgegeben von Aug. L. Mayer. 2. Auflage. München, Delphin [1918?]. Mit 32 Tafeln.

Die erste Ausgabe erschien 1918. – Vorderdeckel mit einem Christusporträt, geprägt mit verschiedenen Streich- und Bogeneisen. Deckelränder mit doppelter Filete, Rücken mit Titel und kleinen Rhombenornamenten in fünf Feldern.

27,3 : 19,5 cm. 16 Seiten, 32 Tafeln.

351  Einbände – Schwarzer Kalblederband mit ornamentaler Vergoldung und Lederschnitt mit farbigen Applikationen.

€ 400

– Inhalt: Marcelle Tinayre. Das Liebesleben des François Barbazanges. Deutsch von Willy Alexander Kastner. Leipzig, A. Schumann 1905. Mit Textillustrationen.

Erste deutsche Ausgabe. – Marcelle Tinayre (1870–1948), Schriftstellerin der Belle Époque, hatte bereits mit ihrem ersten Roman großen Erfolg. In ihren weiteren Büchern spricht sie damals durchaus heikle Themen wie Abtreibung und Schwangerschaften außerhalb der Ehe etc. an. Ihr zweiter Roman erschien 1903 im französischem Original. – Außerordentlich aufwändiger Handeinband, der trotz seiner handwerklichen Güte unsigniert blieb: Beide Deckel mit einem rhombenförmigen Mittelfeld, das durch sorgsam ausgeschnittene filigrane Stege gegliedert ist. Unter die Ausschnitte wurden verschiedenfarbige Seidenstücke appliziert. Die Deckelränder durch feine vergoldete Linien gegliedert, Innendeckel mit blauem Lederspiegel, wiederum mit geschnittenem Mittelfeld, Vorsatzblätter mit blauer Seide bezogen. – In einer farbig bedruckten Leinenkassette. – Tadellos.

21,3 : 11,7 cm. 195, [1] Seiten.

Fromm VI, 25533

352  Einbände – Dunkelgrüner Saffianlederband von Rudolf Lang, München,

€ 200

mit dezenter Vergoldung. – Inhalt: [Johann Wolfgang von] Goethe. West-Östlicher Divan. Leipzig, Insel 1910. Mit Doppeltitel und Initialen von Marcus Behmer.

Eins von 1200 Exemplaren (Gesamtauflage 1300). – Auf getöntem Bütten mit dem Behmer-Wasserzeichen. – Die Buchgestaltung lag ganz in den Händen von Marcus Behmer, der damit seine »erste typographische Leistung, wenn auch nicht aus eigener Type, so doch im drucktechnischen Aufbau vom ersten bis zum letzten Buchstaben« lieferte. Fritz Hohmeyer würdigte 1929 in seinem Behmer-Artikel in der Zeitschrift »Philobiblon« die großartige Arbeit mit der Abbildung des Doppeltitels nahezu in Originalgröße. – Unbeschnitten.

24,3 : 15,0 cm. 262, [2] Seiten. – Rücken leicht verfärbt. – Ränder des ersten und letzten Blattes gebräunt, das letzte mit kleinem restaurierten Einriss.

Sarkowski 612. – Schauer II, 45

353  Einbände – Dunkelroter Maroquinband mit reicher Punzen- und Filetenvergoldung,

€ 400

Stehkantenfileten, Innenkantenbordüren, Schnittvergoldung und Oleographiepapiervorsätzen. – Inhalt: Die schönsten Heiligenlegenden in Wort und Bild. Herausgegeben von Expeditus Schmidt u. a. Mit den Namenbildern von Franz Pocci. München, Hans von Weber 1912. Mit zwölf Lichtdrucktafeln.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Die Texte stammen von Expeditus Schmidt, einem zum Katholizismus konvertierten Lutheraner und Franziskanerpriester, der auch schriftstellerisch tätig war und 1908 die Literaturzeitschrift »Über den Wassern« gegründet hatte, sowie Annette Kolb, Anna von Krane, Franz von Lobkowitz, Franz Pocci-Enkel u. a. – Die Texte (Die Heiligen Drei Könige, Walburga, Maria Annunziata, Adalbert, Ferdinand, Vitus, Modestus, Crescentia, Christoph, Johanna Francisca von Chantal, Justina und Cyprianus, Franciscus Seraphicus, Clemens und Nicolaus) illustrierten die zwölf Heiligenbilder des Malerpoeten Franz Pocci. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte. – Bemerkenswert schöner Einband, Hinterdeckel unten mit Monogramm »W«, eventuell Franz Weiße, Hamburg.

22,3 : 14,5 cm. [8], III, [1], 262 Seiten, 12 Tafeln. – Die Blätter der ersten Lage mit Eckknick, sonst sehr schön erhalten.

354  Einbände – Dunkelgrüner geglätteter Maroquinband mit reicher Filetenvergoldung

€ 600

auf beiden Deckeln. Rückentitel und -verzierung, Steh- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet. Im Schuber mit Lederkanten und Marmorpapierbezügen. – Inhalt: Lessing und Berlin. Im Auftrage des Berliner Bibliophilen-Abends dargestellt von Max Kirschstein. Berlin 1929. Mit neun Tafeln und vier Textvignetten.

Eins von etwa 150 Exemplaren für die Mitglieder der 1904 gegründeten Bibliophilen-Gesellschaft. – Gesetzt aus der Unger-Fraktur, gedruckt bei Richard Labisch, Berlin. – Die strenge Gliederung und Füllung der Einbanddeckel durch die zahlreichen querlaufenden Fileten in unterschiedlicher Stärke erinnern an Arbeiten von Ignatz Wiemeler. Wahrscheinlich war der ungenannte Buchbinder von diesem Meister inspiriert.

25,0 : 17,5 cm. 78, [2] Seiten, 9 Tafeln. – Rücken leicht verfärbt. – Exlibris (signierte Radierung von Horst Hussel).

Deutsche Bibliophilie 1898–1930 S. 90

355  Erotica – Franz von Bayros – Die sechzehnte Ehefreude.

€ 150

Eine Satire auf die fünfzehn Freuden der Ehe. Übersetzung und Urtext. Wien, Dr. Rud. Ludwig 1909. Mit Buchschmuck von Franz von Bayros. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Titel (signiert: Wiener Werkstätte).

Eins von 575 Exemplaren (Gesamtauflage 600). – Gedruckt auf Strathmore-Japan. – Text in Deutsch und Französisch, Übersetzung von E. K. Blümml und J. Latzenhofer. – Das französische Original dieser Satire auf Antoine de La Sales fünzehn Freuden erschien 1866 in Paris.

16,5 : 11,5 cm. 43, [1] Seiten. – Ränder minimal gebräunt und berieben.

Hayn/Gotendorf IX, 340 »Selten!«

356  Erotica – Julius Klinger – [John Wilmot] Earl of Rochester. Sodom.

€ 250

Ein Spiel. Volosca, Dr. Alexander Trianta 1924. Mit Titel- und Schlussvignette und zwölf ganzseitigen Abbildungen nach Zeichnungen von Julius Klinger. Halblederband mit vergoldetem Rückentitel.

Sammlung »Bibliotheca erotica et curiosa«, herausgegeben von Dr. Alexander Trianta [eigentlich Klement von Treldewehr, Wien]. – Privatdruck, eins von 100 Verlagsexemplaren (Gesamtauflage 1000). – Mit einem bibliographischen Nachwort des Herausgebers, im Druckvermerk von ihm signiert. – Der früheste Druck des unerhört lasziven erotischen Spiels aus dem Jahr 1684 gilt als verschollen. Das Stück soll allerdings tatsächlich am im königlichen Theater Karls II. von England aufgeführt worden sein.

19,9 : 14,5 cm. 102, [2] Seiten. – Rücken und Vorsätze erneuert.

Hayn/Gotendorf IX, 497

357  Erotica – Die braune Blume.

€ 250

Berlin [1931]. Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt (Bruno Scheer, Berlin).

Seltener Privatdruck, erschienen in 120 Exemplaren. – Auf Bütten. – Der Verfasser dieser erotischen Gedichte ist unbekannt. Gewidmet wurden sie einem gewissen »H. H.«. »Es bedarf keines großen Scharfsinns, dahinter den romantischen Spötter Heinrich Heine zu erkennen. In seinem Geist und mit durchaus Heineschem Esprit hat der Verfasser dieser frechen lyrischen Leckerbissen seine Feder geführt.« (Herbert Kästner). – Nach dem Erstdruck von 1929 erschien eine Auswahl für den »Herren-Abend« der Berliner Bibliophilen (1930, 30 Exemplare) und die hier vorliegende auf 37 Gedichte erweiterte Ausgabe, gefolgt von einer von Margit Gaal illustrierten Ausgabe (1931) und schließlich, mit einem kenntnisreichen Nachwort und einer Bibliographie von Herbert Kästner sowie Holzstichen von Karl-Georg Hirsch, 1993 eine Ausgabe innerhalb der Leipziger Drucke.

24,3 : 15,7 cm. 74, [6] Seiten.

358  Erotica – Bilder-Lexikon.

€ 200

Kulturgeschichte – Literatur und Kunst – Sexualwissenschaft. – Ergänzungsband zum Bilder-Lexikon. Herausgegeben vom Institut für Sexualforschung in Wien. Wien und Leipzig, Verlag für Kulturforschung 1928–1931. Mit hunderten, teils farbigen Tafeln und unzähligen Abbildungen. Originalhalbwildlederbände mit ornamentaler Blindprägung.

Originalausgabe mit dem seltenen Ergänzungsband. – Ausführlich wie die Liste der Mitarbeiter sind auch die Untertitel der Einzelbände: Nachschlagewerk für Kultur- und Sittengeschichte, Folklore, Ethnographie, Kult- und Mysterienwesen, Chronique scandaleuse, Erotische Belletristik, galante, skandalöse und sotadische Literatur, skatologische Curiosa, Sexualpathologie und -anatomie, Hygiene, Kriminalistik, forensische Medizin u. v. a. – Jeweils in alphabetischer Ordnung und überaus reich illustriert. – Die schwergewichtigen Bücher waren sicher nicht leicht vor unerwünschtem Zugriff und heimlicher Betrachtung zu verbergen. – Der Ergänzungsband mit dem Beilagezettel zu dessen beschränkter Auflagenhöhe und den restriktiven Vertriebsvorgaben. – So gute Exemplare sind Angesichts der gewichtigen Buchblöcke selten geworden.

24,0 : 18,0 cm. Zusammen etwa 3600 Seiten. – Nur ganz leicht berieben.

Hayn/Gotendorf IX, 361 (nur Band I, da mehr noch nicht erschienen)