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Dante Alighieri | Hesse-Auktionen
Dante Alighieri

627  Dante Alighieri – Il Codice Trivulziano 1080 delle Divina Commedia.

€ 250

Riprodotto in eliocromia sotto gli auspici della sezione Milanese dell Società Dantesca Italiana […] con cenni storici e descrittivi di Luigi Rocca. Mailand, Ulrico Hoepli 1921. Durchgehend farbige Faksimilelichtdrucke. Originallederband mit Blindprägung und goldgeprägten Titeln.

Eins von 350 Exemplaren. – Aufwändiges Faksimile der Handschrift aus dem 14. Jahrhundert, die in der Biblioteca Trivulzian aufbewahrt wird. Die Bibliothek im Mailänder Castello Sforzesco ist unter anderem für ihre Dante-Sammlung berühmt. – Mit dem Kommentarbeiheft – Gedruckt bei Calzolari & Ferrario, Mailand, gebunden bei Legatoria Sociale, Mailand.

38,8 : 27,5 cm. 107 Faksimileblätter. – Einband, besonders am Rücken, berieben, Deckel mit weißen Farbspuren.

628  Dante [Divina Comedia] con l’espositioni di Christoforo Landino, et d’Alessandro Vellutello.

€ 2000

Sopra la sua Comedia dell’ Inferno, del Purgatorio, & del Paradiso. Con Tavole, Argomenti, & Allegorie, & riformato, riveduto, & ridotto alle sua vera lettura, per Francesco Sansovino Fiorentino. Venedig, Fr. Rampazetto für Giambattista und Marchio Sessa 1578. Mit großem Danteporträt als Titelholzschnitt, 96 teils wiederholt vorkommenden Textholzschnitten und einer Holzschnitt-Druckermarke am Schluss. Pergamentband der Zeit mit vergoldetem Rückentitel.

Erster Neudruck der von Sansovino herausgegebenen Ausgabe, die erstmalig die Kommentare von Landino und Vellutello gemeinsam enthielt. – Mit Widmung des Druckers Rampazetto an den Herzog von Mantua, Gulielmo Gonzaga. – Das Dante-Porträt in breiter Kartusche auf dem Titel und die schönen Holzschnitte stammen aus der Francesco Marcolini-Ausgabe von 1544. – »Marcolinis’s artist shows himself independent of the earlier editions. While the fifteenth-century blocks could serve as a quick reference for figures in the text, these 1544 blocks are an extension of the commentary, a more instructive form of illustration« (Mortimer). – Insgesamt sehr gut erhalten.

33: 23 cm. [28], 163, [4], 164–392 Blätter. – Rücken wurmstichig. – Bindung unten etwas gelockert. Einige Ränder mit Farbspuren von der Schnitteinfärbung. Die letzten Blätter von Teil 1 gebräunt. – Zahlreiche alte Anmerkungen.

Adams D 108. – Mortimer 148 Anmerkung. – Graesse II, 330

629  Dante Alighieri. Göttliche Comœdie.

€ 450

Metrisch übertragen und mit kritischen und historischen Erläuterungen versehen von Philalethes. Erster [bis] Dritter Theil. – Die Hölle. – Das Fegefeuer. – Das Paradies. Dresden und Leipzig, Arnold 1839, 1840 und 1849. Mit drei Titelkupfern, vier gestochenen Umschlagillustrationen, gestochenen und mit Tonplatte gedruckten Titeln sowie acht gefalteten Kupferstichen. Späterer Halbpergamentbände mit kalligraphiertem Rückentitel.

Vollständiges Exemplar aller drei Teile in den endgültigen Fassungen. – »Die Hölle«, die bereits 1828 und 1833 einzeln erschienen war, in zweiter vermehrter Ausgabe, »Fegefeuer« und »Paradies« in erster. – Die Übersetzung stammt von Prinz Johann von Sachsen (1801–1873), ab 1854 sächsischer König. Unter seinem Pseudonym (Freund der Wahrheit) schuf er die bis heute anerkannte deutsche Fassung mit ausführlichen Anmerkungen. – Die Kupfer auf Frontispizen und Umschlägen (Teil 1 auch mit Hinterumschlag) stammen von M. Retzsch, H. Hess, L. Richter und E. Bendemann. – Die Faltkupfer mit Karten von Florenz und Umgebung, einer eindrucksvoll genauen Schnittdarstellung des Abstiegs in die Hölle, einem Grundriss des Fegefeuers und einer Ansicht vom »Sitz der Seligen«. – Kleiner Trockenstempel auf den Vorsatzblättern.

27,4 : 22,0 cm. [2], IV, 300; VI, 336; X, 440 Seiten; 14 Kupfer. – Zehn Blätter am Anfang von Band 1 im Unterrand beschädigt.

Rümann 294

630  Dante Alighieri. Göttliche Komödie.

€ 300

Übersetzt von Wilhelm Krigar. Illustrirt von Gustave Doré. Mit einem Vorwort von Karl Witte. Erster [bis] Dritter Theil: Die Hölle. – Das Fegefeuer. – Das Paradies. Berlin, W. Moeser [1870–1871]. Mit 136 Holzschnitten nach Gustav Doré, davon ein Dante-Porträt, und zahlreichen Holzschnittinitialen und -zierstücken. Dunkelrote Maroquinbände um 1900; Titel, Bordüren und Buchschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Dorés prächtige Illustrationen, in Holz geschnitten für die 1861–1868 erschienene französische Ausgabe, prägten auch die Vorstellungen des deutschen Publikums für lange Zeit. Detailverliebt und fast bildhaft macht Doré den Betrachter bis heute zum nahen Begleiter der beiden Protagonisten. – Die Holzschnitte mit Tonplatte gedruckt, jeder mit einem Seidenvorblatt mit dem Textzitat. – Auf glattem weißen Papier. – Opulente Ausgabe.

38 : 29 cm. XVI, 168; VIII, 176; [8], 171, [1] Seiten, 136 Holzschnitte. – Titel von Band II leicht stockfleckig. – Exlibris Christian Rapp.

631  Dante Alighieri. La Divina Commedia.

€ 600

Illustrata dall Attilio Razzolini di Firenze. Mailand, Alfieri Lacroix 1902. Mit vier illustrierten Titelblättern und 102 illustrierten Seiten. Brauner Ecrasélederband mit reicher Vergoldung.

Seltene Ausgabe. – Kleinformatiges, sehr feines Faksimile des Originalmanuskripts, das Attilio Razzolini 1902 auf 104 Pergamentblätter kalligraphiert und mit Randleisten und Initialen verziert hatte. Die Miniaturenbilder zeichneten A. Alessandrini, S. Bicchi, I. Olivotto, G. Tetti und V. Pochini. – Das Originalmanuskript ist Teil der Ryland Collection in der University Library Manchester. – Elegant gebundenes Exemplar mit Seidenvorsätzen und floralen Bordüren. – Mit goldgeprägtem Exlibris William Davignon. – Eine Beigabe.

14,5 : 20,2 cm. [110] Seiten. – Deckel minimal berieben, 2 kleine Farbspritzer.

632  Dante Alighieri. Vita nova.

€ 400

Illustrée par Maurice Denis. Traduite par Henry Cochin. Paris, Le Livre Contemporain 1907. Mit zahlreichen ein- und mehrfarbigen, teils blattgroßen Farbholzschnitten von Jacques Camille und Georges Beltrand nach Maurice Denis. Lose Doppelblätter in Originalumschlag.

Eins von 130 Exemplaren, dediziert für M. F. Neves. – Auf chamoisfarbenem Bütten »BFK Rives«. – Italienisch-französischer Paralleltext. – Maurice Denis (1870-1943) war zusammen mit Pierre Bonnard und Édouard Vuillard, mit denen er sich ein Atelier teilte, Gründungsmitglied der Künstlergruppe »Les Nabis«. 1903 veröffentlichte Ambroise Vollard seine 216 Holzschnitte zu Thomas von Kempis »L’imitation de Jésus-Christ«.

30,5 : 22,5 cm. VIII, 111, [1] Seiten. – Die Chemise restauriert, der Schuber erneuert.

Monod 3408

633  Dante. Stellen a. d. Goettlichen Komoedie.

€ 200

Umdichtung v. Stefan George. Berlin, Verlag der Blätter für die Kunst 1909. Flexibler Originalpergaminband mit Titelaufdruck in Rot und Blau.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren. – »In genauer Nachbildung der Ur-Schrift bei Otto von Holten Berlin hergestellt. – Druck nach Georges Handschrift in Rot und Blau auf Bütten. – Schönes Exemplar.

28,2 : 18,5 cm. [40] Seiten. – Pergaminumschlag etwas gebräunt und mit kleinen Abplatzungen. – Oberer Schnitt etwas gebräunt.

Landmann 296

634  Dante Alighieri. Göttliche Comödie.

€ 600

Übertragen von Philalethes. [Drei Teile in einem Band]. München, Hans von Weber 1914–1916. Pergamentband mit reicher Goldprägung.

Fünfter Hyperiondruck. – Eins von 400 Exemplaren für den Handel, weitere 100 römisch nummerierte waren der Vereinigung »Die Hundert« vorbehalten. – Satz aus der Kursiv von Christoph van Dyck. – Druck bei Johannes Enschedé en Zonen, Haarlem. – Auf Van Gelder-Bütten. – Die Übersetzung stammt von Prinz Johann von Sachsen (1801–1873), ab 1854 sächsischer König. Unter seinem Pseudonym (Freund der Wahrheit) übersetzte er unter anderem Dantes Komödie. – Alle drei Teile hier zusammengebunden, am Ende der Druckvermerk von Teil 1. – Der Einband mit prächtiger Vergoldung beider Deckel, des Rückens und der angeschrägten Innenkanten blieb unsigniert.

29,8 : 22,0 cm. [8], 189, [1]; [4], 191, [1]; [4], 196, [2] Seiten. – Die erste und letzte Seite, beide leer, stockfleckig.

Rodenberg 415, 5. – Schauer II, 62

635  Dante Alighieri – Claus Wrage. 24 Kaltnadel-Radierungen zu Dantes »Vita nouva«.

€ 750

1921. 24 : 18 cm (48,5 : 35,2 cm). Signiert und bezeichnet.

»Exemplar I, N: 23/57«, so kryptisch die radierte Titelvignette. – Auf Kupferdruckkarton. – Jede Radierung signiert und mit der Kapitelnummer beschriftet. – Claus (Klaus) Wrage (1891–1984) war eng mit dem Hamburger Expressionisten Karl Lorenz befreundet, hatte 1920 in Malente seine Holm-Presse gegründet und mehrfach Holzschnitte zu Lorenz’ Almanachen und Zeitschriften beigesteuert. Im Handel und im Bestand des Lindenau-Museums (Sammlung Hoh) sind nur seine Holzschnitte zu Dantes »Divina Commedia« nachweisbar. – Der radierte Titel (15,5 : 17,5 cm) auf Kartonblatt montiert. Alle zusammen lose in moderner Halbpergamentmappe.

Das erste Blatt links unten mit schmalem Knick, die beiden letzten am Unterrand leicht fleckig.

Nicht Kat. Lindenau-Museum, nicht bei Rifkind Collection

636  Dante [Alighieri]. Das neue Leben.

€ 250

Mit Holzschnitten von Erwin Lang. Wien und Leipzig, Avalun 1921. Mit neun großen Textholzschnitten und einer Holzschnittinitiale. Rotgefärbter Originalpergamentband mit goldgeprägten Titeln und Vignette, Kopfschnitt vergoldet.

Achter Avalun-Druck. – Eins von 30 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren im Pergamenteinband (Gesamtauflage 300). – Auf schwerem Hadernbütten gedruckt bei Jakob Hegner, Dresden-Hellerau. – Die Einbände fertigte E. A. Enders in Leipzig nach Entwurf von Walter Tiemann. – Die Übersetzung stammt von Richard Zoozmann. – Der in Wien geborene Erwin Lang (1886–1962) war Mitglied des Hagenbundes (zusammen mit Kokoschka und Schiele) und stellte 1911 erstmals aus. Seine Dante-Holzschnitte wurden bereits 1913 für eine Ausgabe des Georg Müller Verlags stark verkleinert als Strichätzungen reproduziert, für die prächtige Avalunausgabe wurden sie erstmals in voller Größe (26 : 24 cm) von den Originalstöcken gedruckt.

51,5 : 38,0 cm. 65, [7] Seiten. – Pergament teils etwas verfärbt. – Einige Ränder leicht fleckig. – Gestochenes Exlibris.

Rodenberg 332, 8. – Sennewald 21,1

637  Dante Alighieri. Die Göttliche Komödie.

€ 450

Deutsch von Otto Gildemeister. Herausgegeben von Karl Toth. Farbenphantasien von Franz von Bayros. Erster [bis] Dritter Band. Hölle. – Fegefeuer. – Paradies. Zürich/Leipzig/Wien, Amalthea 1921. Mit zusammen 60 farbigen Lichtdrucken nach den Aquarellen. Grüne Originalmaroquinbände mit Marmorpapiervorsätzen und reicher Deckel-, Rücken- und Schnittvergoldung.

Eins von 1100 Exemplaren der italienisch-deutschen Parallelausgabe. – Das Widmungsblatt für »Prinz Philipp von Hessen, dem gütigen Freunde und Förderer meiner Kunst« von Franz von Bayros signiert. – Die Lichtdrucke auf Kartonblätter aufgewalzt, jeweils mit einem Seidenvorblatt mit der entsprechenden Textpassage. – Alle Textseiten mit farbigen Bordüren umrahmt, wie die Titel der drei Teile in Blau, Grün und Rot. – Von der Rückenverfärbung abgesehen, sehr gut erhalten.

26,9 : 23,5 cm. – Rücken stark, aber gleichmäßig und auch die Oberkanten und zwei Deckeloberränder gebräunt.

638  Dante Alighieri. La Divina Commedia.

€ 400

München, Bremer Presse 1921. Pergamentband mit Rückenvergoldung im Stil der Bremer Binderei.

Neuntes Buch der Bremer Presse. – Eins von 300. – Breitrandiger Handpressendruck auf Zanders-Bütten mit dem Wasserzeichen der Presse. – Gesetzt aus der 16pt Antiqua, der Hauptschrift der Presse. – Titel, Zwischentitel und Initialen sowie die drei ganz außergewöhnlichen Eingangsinitialen des jeweils ersten Gesangs zeichnete Anna Simons. – Herausgegeben von Berthold Wiese. – Die erste Hälfte des Werkes wurde Anfang 1921 noch in Bad Tölz gedruckt. Die geplanten zweiseitigen Holzschnitte von Ferdinand Hodler wurden nicht ausgeführt.

34 : 21 cm. [6], 458, [8] Seiten.

Lehnacker 9. – Rodenberg 58, 10. – Schauer II, 68. – Papiergesänge 37

639  Dante Alighieri. Sonetti, Ballate, Sestine.

€ 250

Scritta a mano die Anna Simons […] dall’originale nel xv. centenario del Poeta. München, Drei Masken [1921]. Originalpergamentband mit Deckelvignette, Kopfschnitt vergoldet. Im Schuber mit Pergamentkanten.

Bibliotheca manu scripta (Münchner Skriptor-Drucke), Reihe I, Band VI. – Eins von 100 Exemplaren der Luxusausgabe auf Japan, im Druckvermerk von der Schriftkünstlerin signiert. – Nach der Kalligraphie von Anna Simons geedruckt in Blau und Schwarz.

19,0 : 16,0 cm. [36] Seiten. – Vereinzelte Blätter im Falz minimal stockfleckig.

Rodenberg 441, I.2

640  Dante Alighieri. Die gœttliche Komœdie.

€ 200

Uebersetzt von Karl Witte. Mit einer Einleitung von Max von Boehn. Berlin, Askanischer Verlag 1921. Mit zahlreichen, teils montierten Abbildungen. Originallederband mit reicher ornamentaler Blindprägung und rot-goldenem Rückenschild, Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 250 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Die Einleitung des Kulturhistorikers Max von Boehn erläutert reich bebildert Dante-Illustrationen aus sechs Jahrhunderten. – Der Erstdruck der Übersetzung von Karl Witte entstand bei Otto von Holten, Berlin, gesetzt aus der George-Type. – Vortitel mit eigenhändiger Widmung des Herausgebers.

26,3 : 20,0 cm. 573, [1] Seiten. – Rücken stark, Kanten leicht berieben.

641  Dante Alighieri. Die Hölle.

€ 1000

Mit Radierungen von Willy Jaeckel. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit 35 Radierungen, davon zehn blattgroß. Schwarzer Originalschweinslederband mit goldgeprägten Titeln.

Eins von 80 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit den signierten Radierungen und in Schweinsleder gebunden (Gesamtauflage 200). – Auf Drysted-Bütten. – Nach der Übersetzung von Karl Streckfuß neu bearbeitet von Richard Hirsch. Den Text druckte Jakob Hegner, Dresden-Hellerau, die Radierungen die Ensrud-Presse, Berlin. – »Jaeckels Expressionismus ist ein sehr persönlicher. Sein ›Hang zum Metaphysischen, zum visionär Versponnenen und zugleich Ekstatischen […]‹ ist besonders in seinen großen graphischen Zyklen zu erkennen.« (Adolf Sennewald). – Die Radierungen Jaeckels zu Dantes Göttlicher Komödie – es waren zunächst Illustrationen zu allen drei Teilen geplant, die aber nicht realisiert wurden – gelten als »seine bedeutendsten Buchillustrationen. […] Während vielfach die Schilderungen der jeweiligen Höllenorte die Künstlerphantasien mindestens ebenso anregten wie die des Geschehens – man denke an Gustav Doré – reduziert Jaeckel diese auf das Wesentliche, woraus um so klarer die jeweilige Situation um Dante und Vergil hervortritt. […] Unter den großartigen Bilderfindungen Jaeckels begeistert diejenige des Drachens Geryon besonders« (Stilijanov-Nedo, Regensburg 1987, mit Abbildung der Geryon-Graphik auf dem Umschlag). Ludwig Volkmann stellte Jaeckels graphische Ausdruckskraft im Dante ebenbürtig neben die Schöpfungen William Blakes.

43 : 30 cm. 96, [4] Seiten. – Rücken oben und unten leicht berieben. – Einige Blattränder leicht fingerfleckig.

Stilijanov-Nedo 95, Seite 29f. – Lang, Expressionismus 138. – Sennewald 23, 2

642  Dante Alighieri. Die Hölle.

€ 300

Mit Radierungen von Willy Jaeckel. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit 35 Radierungen, davon zehn blattgroß. Halbleinenband.

Unnummeriertes Exemplar, wie die 100 der Ausgabe C im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Drysted-Bütten.

42,5 : 30,2 cm. 96, [4] Seiten. – Rücken erneuert, Deckel berieben. – Die Blätter mit beim Druck entstandenen Quetschfalten. Vereinzelt leicht fleckig.

Stilijanov-Nedo 95, Seite 29f. – Lang, Expressionismus 138. – Sennewald 23, 2

643  Dante Alighieri. La Divina Comedia

€ 1200

coi disegni di Sandro Botticelli. Berlin, Officina Serpentis 1925. Mit 86 Holzschnitten nach Botticellis Vorlagen und 107 in Rot gedruckten Initialen und Zwischentiteln nach H. Th. Hoyer. Violetter Ecrasélederband mit üppiger Vergoldung (signiert: Holzhey & Sohn). Im Schuber mit vergoldeten Lederkanten.

Eins von 200 Exemplaren mit den rot gedruckten Holzschnitt-Initialen (Gesamtauflage 265). – Auf Hahnemühle-Bütten. – Jeder der drei Gesänge wird durch ein typographisches und ein ornamentiertes Zwischentitelblatt eingeleitet, auch diese in Rot gedruckt. Bruno Rollitz schnitt sowohl diese prächtigen Hoyer-Entwürfe, als auch dessen zahlreiche Initialen und die fotografisch auf Holz übertragenen Handzeichnungen Botticellis. – Bereits 1921 hatte Tieffenbach den zweiten Gesang drucken lassen, 1925 erfolgte zusammen mit Teil 1 und 3 ein Neudruck, da ihn die Druck- und Papierqualität der früheren Ausgabe nicht zufriedenstellte. – »Dantes ›Divina Comedia‹ […] reizte Tieffenbach in dessen Urgestalt, will sagen, jenem 1481 bei Nicolaus Laurenti in Breslau, mit Kupferstichen nach Zeichnungen von Botticelli illustriertem Inkunabeldruck. Tieffenbachs 1925 vollendete Neuausgabe […] feierte die Wiedergeburt eines der klassischen Illustrationswerke der Frühdruckzeit.« (Jürgen Eyssen). – Wenn auch kein Exemplar der Vorzugsausgabe ist das vorliegende überaus prächtig gebunden, die Deckelkanten mit breiten Bordüren und Fleurons, Kopfschnittvergoldung, die Spiegel und Vorsatzblätter aus Marmorpapier. – Aus der Bibliothek Salman Schocken, versteigert 1976 in Hamburg (Dr. Ernst Hauswedell, Auktion 211, KatNr. 910).

39,8 : 28,8 cm. [84, 76, 76, 4] Seiten. – Bünde und Ecken minimal berieben, minimal fleckig. – 2 Seiten mit kleinem Tintenfleck am Rand.

Rodenberg 516. – Backe/Köppen 110. – Eyssen S. 92

644  Dante Alighieri – Ebba Holm. Dante Alighieri. La Divina Comedia.

€ 3000

107 Holz- und Linolschnitte. Um 1923–1928. Ca. 25 : 20 cm (44,8 : 27,8 cm). Signiert und bezeichnet, einige datiert.

Die vollständige Folge enthält: Dante-Porträt (koloriert), Hauptitel sowie, jeweils durch einen ornamentalen Zwischentitel eingeleitet, die drei Teile »Inferno« (35 Linolschnitte), »Purgatorio« (33) und »Paradiso« (34). – Auf Zanders-Bütten. – Auf die unsignierten Zwischentitel wurde jeweils der in Tusche geschriebene italienische Titel aufgezogen. – Ebba Holm (1889–1967) studierte zunächst in Berlin, später auch in Paris. Von entscheidender Bedeutung für ihr künstlerisches Schaffen waren die wiederholten Italienaufenthalte. Sie gewann dort Einblicke in die Kunst der Renaissance und teilte die damals dort neu aufkommende Begeisterung für den Holzschnitt. Sie wurde Mitarbeiterin der italienischen Zeitschrift »Xilografia« und ab 1923 entstand der vorliegende Zyklus, der nie veröffentlicht, in Teilen aber ausgestellt wurde. – Das Exemplar aus dem Nachlass der Künstlerin, mit ihrem Exlibris auf dem Innendeckel und einem eigenhändigen (?) Inhaltsverzeichnis in italienischer Sprache samt der Bleistiftanmerkung »Traesnit samt enkelte linoliumssnit | Eneste eksisterende mappe«.

Mappe etwas lädiert. – Der letzte Linolschnitt rückseitig gebräunt.

Vollmer II, 474

645  Dante Alighieri. Die göttliche Komödie

€ 300

und andere Werke. 15 Übersetzungen ins Deutsche. 1767–1943. Originaleinbände.

Meist erste Ausgabe der jeweiligen Nachdichtung, teils italienisch-deutscher Paralleltext. – I. L. Bachenschwanz. Hölle/Paradies (Fegefeuer fehlt). Leipzig 1767 und 1769. – II. Karl Ludwig Kannegießer Lyrische Gedichte. Leipzig 1827. – III. J. B. Hörwarter und K. v. Enk. Innsbruck 1830. – IV. Philalethes (Johann, König von Sachsen). 4. Abdruck. Leipzig 1891. – V. Friedrich Notter. Stuttgart 1871–72. – VI. Otto Gildemeister. 3. Auflage. Berlin 1900. – VII.Richard Zoozmann. Poetische Werke. Freiburg 1908. – VIII. Stefan George. Berlin 1912. – IX. Paul Pochhammer. 3. Auflage. Leipzig 1913. – X. Axel Lübbe. Leipzig 1920. – XI. Konrad Falke. Zürich 1921. – XII. Karl Federn. Das neue Leben. Berlin 1921. – XIII. Karl Vossler. 2. Auflage. Heidelberg 1925. – XIV. Rudolf Borchardt. München, Bremer Presse 1930. – XV. Benno Geiger. Dantes Hölle. Padua 1943. – Alle gut erhalten.

646  Dante Alighieri. Illustrationen zur Göttlichen Komödie.

€ 450

Vier Ausgaben des 19. und eine Faksimileausgabe des 20. Jahrhunderts. 1861–1921.

I. Galleria Dantesca. Riproduzione di 27 grandi quadri dipinti a Finto Arazzo […]. Rom 1861. Montierte Bildtafel mit viersprachigen Textzitaten. – II. Federico Faruffini: Commedia di Dante Alighieri con ragionamenti e note di Niccolo Tommaséo. Drei Bände. Mailand, Pagnoni 1865. Mit 55 Kupfertafeln, die Tommaséo laut Notiz des Vorbesitzers als »fein gestochene Geschmacklosigkeit, die seinen Text verunstaltet hat«, bezeichnete. – III. Buonaventura Genelli. Umrisse zu Dante’s Göttlicher Komödie. Unter Aufsicht des Künstlers gestochen von H. Schütz. Neue Ausgabe mit Erläuterungen in deutscher, italienischer und französischer Sprache. Herausgegeben von M. Jordan. Leipzig, Alphons Dürr 1867. – IV. Bernhard Schuler. Dante’s Göttliche Komödie in 125 Bildern nebst erläuterndem Texte. München, Eigenverlag 1892. – V. Sandro Botticelli. Die Zeichnungen zu Dante Alighieri »Die Göttliche Komödie«. Einleitung von Emil Schaeffer. Berlin, Julius Bard 1921. Faksimile. Eins von 300 (400) Exemplaren. – II-IV großformatig, III mit deutlichen Alterungsspuren.

647  Dante Alighieri. Die göttliche Komödie

€ 350

und andere Werke. Zwölf illustrierte und bibliophile Ausgaben. 1905–1938.

I. Ein Dantekranz aus hundert Blättern. Berlin 1905. Illustrationen von Franz Stassen. – II. Boccaccio. Das Leben Dantes. Leipzig, Insel 1909. Buchschmuck von F. H. Ehmcke. Originalhalbpergament. – III. La vita nova. Illustrata Gabriele Rossetti. Turin 1911. – IV. Opera omnia. Leipzig, Insel 1921. Dünndruck, zwei flexible Originalkalblederbände, Schutzumschlag, Schuber, tadellos. – V. Jubiläumsausgabe zum 600. Todestag. Leipzig, Hesse & Becker 1921. Eins von 260 Exemplaren auf van Gelder-Bütten, Handeinband. – VI. Dasgleiche, anderer Handeinband. – VII. Übersetzung von Karl Witte. Bildern von B. Genelli. Berlin, Askanischer Verlag 1921. – VIII. Sonetti, Ballate, Sestine. Kalligraphie Anna Simons. München 1921. – IX. Übetragungen von Stefan George. 4. erweiterte Auflage. Berlin, Bondi 1925. Blauer Originalkalblederband. – X. L’enfer. Illustrations de Edy Legrand. Paris 1930. –XI. Die Handschriften des Briefes Dantes an Can Grande della Scala. Faksimile. Zwickau 1933. – XII. Erinnerungsausgabe. Übersetzung von Karl Witte. Einleitung von Max von Boehn. Berlin, Askanischer Verlag 1938.