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Einbände des 20. Jahrhunderts | Hesse-Auktionen
Einbände des 20. Jahrhunderts

359  Einbände – Nachtblauer Maroquinband

€ 1800 ( R7 )

auf fünf goldgerahmten Bünden, Deckelkantenfileten und Innenkantenbordüren sowie Kopfschnitt vergoldet. – Inhalt: Friedrich Nietzsche. Ecce homo. Leipzig, Insel [1908]. Mit illustriertem Doppeltitel und Buchschmuck von Henry van de Velde.

Erste Ausgabe. – Eins von 1100 Exemplaren (Gesamtauflage 1250). – Den Buchschmuck zeichnete Henry van de Velde. – Die große Titelillustration, die Vignetten und die Anfänge der einzelnen Abschnitte wurden in Hellbraun gedruckt. – Henry van de Velde war ein großer Verehrer Nietzsches und gestaltete die drei bibliophilen Nietzsche-Ausgaben des Insel-Verlages. – Nietzsches autobiographischer Text (»Wie man wird, was man ist«) hier aus dem Nachlass herausgegeben und mit ausführlichem Nachwort von Raoul Richter. – Schönes Exemplar, imposant gebunden.

25,0 : 19,5 cm. [3]–154, [4] Seiten. – 3 Blätter oben und unten mit leichtem Wasserrand, 8 weitere mit kleinem Braunfleck.

Sarkowski 1201. – Schauer II, 15. – Schaberg 61 b. – WNB 320

360  Einbände – Cremefarbener Saffianlederband mit ornamentaler Gold- und Blindprägung.

€ 450 ( R7 )

– Inhalt: Angelus Silesius. Ewige Sinnreime des cherubinischen Wandersmann. Frankfurt am Main, Tiedemann & Uzielli 1922.

Gedruckt auf der Ernst Ludwig Presse. – Auf holländischem Bütten »De Haesbeek«. – Beide Deckel des unsignierten Einbandes werden durch Blindprägungen in 96 Felder unterteilt, von denen die Hälfte mit einem kleinen Muster vergoldeter kreisförmiger Punzen verziert wurde. – Der Rückentitel, gesetzt aus einer Groteskschrift, wurde ebenfalls vergoldet. – Vorsatzpapiere aus gelbem Bütten. In einem weißen, gefütterten Schuber.

24,5 : 16,8 cm. 30, [2] Seiten. – Rücken leicht und gleichmäßig nachgedunkelt.

Stürz 49. – Rodenberg 81

361  Einbände – Pergamentbände

€ 450

mit Vergoldung. – Inhalt: Hans Sachsens ausgewählte Werke. Gedichte. Dramen. 7.–9. Tausend Leipzig, Insel 1924. Mit 43 Textillustrationen und elf auf gefalteten Tafeln, alle nach Holzschnitten, alle koloriert.

Auch einige Exemplare der zweiten Auflage wurden als Vorzugsausgabe koloriert. – Band 1 mit zwei ausfaltbaren Notenbeilagen und einer Tafel mit Handschriftfaksimile. – Die Abbildungen nach Holzschnitten von A. Dürer, H. S. Beham, J. Amann u.a. – Beide Vorderdeckel mit vergoldeter Porträtvignette, Rücken mit vergoldetem Titel, vergoldeten Fileten und Fleurons. – Tadellos.

23,7 : 14,0 cm. XI, [3], 317, [1] Seiten, 13 Tafeln; [8], 354, [6] Seiten.

Sarkowski 1386 B

362  Einbände – Oasenziegenlederband von Andrew Brown (signiert) mit Lederrelief und Bemalung.

€ 1500 ( R7 )

– Inhalt: Dante Alighieri. The Inferno. From the Divine Comedy. Translated by S. Fowler Wright. Ohne Ort und Jahr. Faksimile der 1928 in London im Eigenverlag des Übersetzers erschienenen Ausgabe.

Technisch aufwendiger und handwerklich beeindruckender unikaler Künstlereinband. – Reliefierter Franzband in dunkelbraunem Oasenziegenleder mit Inkrustierungen, Intarsien aus mehrfarbiger Schlangenhaut, Farb- und Blindprägungen, dreiseitig handbemaltem Schnitt und mehrfarbig handumstochenen Kapitalen. – Am Ende signiert, datiert und bezeichnet, hinterer Innendeckel mit Stempelsignatur. – In gefütterter Leinenkassette mit Rückenschild aus geprägter Schlangenhaut. – Der Buchbinder Andrew Brown, Schüler von Paul Delrue und Mitglied der Designer Bookbinders, beschreibt seinen Einband wie folgt: »The design for this binding arose from the imagery of the nine circles of Hell as described in the poem […]. The circles are made up of different reptile skins to represent each different stage (circle) of successive sinfulness. The molten lead shape on the front board which is cold to the touch represents the fallen angel Lucifer, who is Satan, plunging down into the centre of the Abyss to be consumed by the lake of fire. The rear board has the figures of Dante, protected by his faith under the cross of Christ, and his guide, the virtuous pagan, Virgil. The blind tooling and the puckering are the writhing damned entering the nine circles. Although the binding is sombre and dark, as befitting the subject matter, I wanted to include the brightness of salvation reaching out […]«.

22,5 : 15,0 cm. III-XIV, 178 Seiten.

363  Einbände – Bemalter Pergamentband von Andrew Brown, Great Barrow

€ 1000 ( R7 )

(signiert), mit Pergamentintarsien und farbigen Prägungen. – Inhalt: Rubáiyat of Omar Khayyám. The Astronomer-poet of Persia. Translated into English Verse by Edward Fitzgerald. Introduced by A. S. Byatt. Illustrated by Niroot Puttapipat. London, The Folio Society 2012. Mit 16 ganzseitigen Farbillustrationen.

Die bibliophile Neuausgabe, illustriert von dem thailändischen Künstler Niroot Puttapipat (geboren 1981), erschien 150 Jahre nach der Erstveröffentlichung der englischen Fassung. – Gesetzt aus der Van Dijck, gedruckt auf Old Mill Stucco. – Der Meistereinband von Andrew Brown (Artisan Bindery) bezieht sich auf die astronomischen Forschungen des persischen Universalgelehrten Omar Khayyam. Beide Deckel sind mit einer kreisförmigen, blindgeprägten Pergamentintarsie verziert, die an einen Planeten erinnert. Auf beiden Deckeln zudem viele kleine grau geprägte Sterne, von denen acht mit Deckweißlinien zu dem Sternbild »Stier« verbunden wurden, dem Sternzeichen des Dichters und des Buchbinders. – Innendeckel mit dunkelblauem Chinapapier bezogen und mit Gold bemalt, Vorsatzblätter und die Innendeckel der Seidenkassette mit aquarelliertem Papier bezogen. – Einband und Kassette mit Rückentitel in gefärbter Prägung. – Auf dem letzten Blatt vom Buchbinder signiert, datiert und bezeichnet.

29,8 : 21,5 cm. 69, [3] Seiten. – Die Kassettenkanten minimal berieben, sonst makellos.

364  Einbände – Weißer Maroquinband von Andrew Brown, Chester

€ 600 ( R7 )

(signiert) mit farbigen Intarsien und Prägungen. – Inhalt: Pieces for Peace. Poëzie uit de 1ste Wereldoorlog. Ohne Ort [Niederlande] 2013–2014. Mit fünf ganzseitigen fotografischen Abbildungen von Saskia Maeyart.

In kleinster Auflage für einen Wettbewerb von Buchbindern und Kalligraphen zum Thema »Erster Weltkrieg« gedruckt. – Enthält Gedichte von 22 Autoren kriegsbeteiligter Länder, darunter Verwey, Yeats, Apollinaire, Trakl, Klabund, van Ostaijen u. a., gedruckt nach Typoskripten, illustriert mit Fotografien von Soldatenfriedhöfen. – Vorwort von Chris Spriet, der 2013 eine umfangreiche Anthologie zum gleichen Thema herausgegeben hatte. – Auf Modigliani-Velin. – Unikater Einband des englischen Kunstbuchbinders Andrew Brown: In das weiße grobnarbige Leder prägte der Künstler mit Linieneisen dreidimensionale Kreuze, die Linien färbte er mit Metallic-Rot und Schwarz. – Schnittbemalung und aquarellierte Vorsatzpapiere suggerieren Einschusslöcher. – Auf dem hinteren Vorsatz vom Buchbinder signiert, datiert und bezeichnet. – In einem weißen Buckram-Schuber.

14,0 : 18,0 cm. [48] Blätter.

365  Einbände – Pergamentband von Ingela Dierick mit Farbprägung und Relief.

€ 1800 ( R7 )

– Inhalt: Pierre Garnier. Une autre danse macabre. Ein anderer Totentanz. Köln, Edition Fundamental 1992. Mit 22 Farbserigraphien.

Unikater Einband der belgischen Buchbinderin Ingela Dierick, MDE-Mitglied: Beide Deckel wurden mit Farbprägung illustriert und danach mit Pergament bezogen. Die Deckelgestaltung zitiert die Zeichnungsfolge des Buches. – Auf fünf durchgezogene Pergamentbünde geheftet, Rückentitel in Silberprägung. Der Kopfschnitt mit Graphit eingefärbt, silbernes Vorsatzpapier. – Hinterer Innendeckel mit der rotgeprägten Vignette der Buchbinderin. – In einer grauen Leinenkassette mit Pergamentrücken und silbergeprägtem Rückentitel. – Exemplar 1 von 100. – Im Auflagenvermerk von Künstler und der Buchbinderin signiert. – Der Buchgestalter Richard Müller und der Autor Pierre Garnier kombinierten in 22 Variationen die Umrisslinie eines Schädels mit verschiedenen farbigen Elementen. Jedes Blatt zweisprachig betitelt und mit einem Vorblatt mit Ausschnitt. – Der Originalumschlag wurde eingebunden. – 1982 gründete Karlheinz Richard Müller die »edition fundamental«, in der er zunächst eigene Texte und künstlerische Arbeiten edierte. 1987 wurde ihm der VauO-Stomps-Preis verliehen. – Makellos.

28,0 : 23,0 cm. [48] Blätter.

366  Einbände – Violetter Maroquinband von Otto Dorfner, Weimar,

€ 1200

(signiert) mit ornamentaler Vergoldung. – Inhalt: Der Hof Ludwigs XIV. Nach den Denkwürdigkeiten des Herzogs von Saint-Simon. Herausgegeben und eingeleitet von Wilhelm Weigand. Mit 34 Tafeln. Leipzig, Insel 1913.

Besonders durch die ornamentale Rückenverzierung bedeutender Einband, da deren Formsprache deutlich auf Dorfners Arbeiten nach Henry van de Veldes Entwürfen verweist. – Rückentitel, gepunzte Stehkanten und die Fileten auf Deckel- und Innenkanten sind, wie auch der Kopfschnitt, vergoldet. – Vorsätze aus marmoriertem Kleisterbuntpapier.

26,0 : 18,3 cm. [6], 417, [5] Seiten. 34 Tafeln. – Rücken etwas verblasst, Deckel leicht »milchig«.

Sarkowski 1388. – Fromm V, 23261

367  Einbände – Grüner Maroquinband von Otto Dorfner, mit reicher Vergoldung.

€ 400

– Inhalt: Max Glass. Don Juans Puppen. Mit neun signierten Tafeln nach Steinradierungen von Julius Zimpel. Potsdam, Gustav Kiepenheuer 1923.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe, die bei Otto Dorfner in Ganzleder gebunden wurde, mit den signierten Lithographien (Gesamtauflage 250). – Auf Bütten. – Julius Zimpel (1896–1925), ein Neffe von Gustav Klimt, war Schüler von Koloman Moser und Dagobert Pesche und wurde 1923 künstlerischer Leiter der Wiener Werkstätte. »Von der Wahl des Papiers an bis zum Pressen des fertigen Buches besorgte er alles selbst. In ihm verkörperte sich das Ideal des Buchkünstlers«, charakterisierte ihn Max Roden (zitiert nach Sennewald). – Reizendes Büchlein, jede Textseite mit Kopf- und Fußstegbordüre, die feinlinigen Radierungen Zimpels in Sepia gedruckt. – Der Dorfner-Einband nach Entwurf Zimpels ganz im Stil der Wiener Werkstätte.

15,5 : 10,5 cm. 255, [1] Seiten, 9 Tafeln. – Rücken leicht verblasst. An den Kapitalen leicht berieben.

Sennewald 23,1

368  Einbände – Zweifarbiger Lederband von Karl Dudesek

€ 900 ( R7 )

(signiert) mit farbigen Lederintarsien, farbig geprägten und vergoldeten Fileten und Verzierungen. – Inhalt: J. S Machar. Ti, kdoz mluvi z minulosti. Prag, Zodiak 1928. Mit 13 Holzschnitten von Karel Svolinský, davon sieben ganzseitig, teils in Rot, teils zweifarbig gedruckt.

Eins von 59 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 109). – Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Der großformatige und splendid gestaltete Pressendruck ist in Wort und Bild den Protagonisten und späteren Ereignissen der tschechischen Reformation gewidmet: Jan Hus, Matka Husova, Jan Zizka, Matka Zizkova, Petr Chelcicky, Jan Mydlar, dem Henker der Prager Hinrichtungen am 21. Juni 1621, und Jan Amos Komenský. Der Dichter Josef Svatopluk Machar (1864–1942) setzte sich in seinem literarischen Werk häufig mit der tschechischen Geschichte auseinander. – Jedes Kapitel mit einem großen Holzschnitt, die Vignetten in den Text eingedruckt. Karel Svolinský (1896–1986) zählt zu den erfolgreichsten tschechischen Graphikern des 20. Jahrhunderts. – Der Originalvorderumschlag der Broschur, mit einem weiteren Holzschnitt, wurde eingebunden. – Der Einband des tschechischen Meisterbuchbinders Karl Dudesek (1910–1996) datiert 1932 und ist eine seiner frühesten, noch während seines Studiums entstandenen, Arbeiten. 1934 gründete Dudesek in Prag ein Atelier für Graphik und Buchgestaltung. Nach dem Krieg wurde er besonders in Österreich aber auch weltweit anerkannt und war auf vielen Ausstellungen vertreten. – Der Vorderdeckel mit den goldgeprägten Initialen des Dichters auf roten Maroquinintarsien. Der Rücken und Hinterdeckel aus dem gleichen Leder, hinten drei Intarsien aus Kalbleder, das wiederum auch für den Vorderdeckel verwendet wurde. – Hinterer Innendeckel mit Prägestempel »Dudesek – 1932«.

38,5 : 28,8 cm. 73, [3] Seiten. – Vorderdeckel leicht fleckig und an der unteren Ecke minimal berieben.

Vgl. Bilderwelten VI, S. 230

369  Einbände – Lederband nach Entwurf von Fritz Helmuth Ehmcke. – Deutsches Leben der Vergangenheit in Bildern.

€ 400

Ein Atlas mit 1760 Nachbildungen alter Kupfer- und Holzschnitte aus dem 15ten – 18ten Jahrhundert. Mit Einführung von H. Kienzle. Herausgegeben von Eugen Diederichs. Band I [und II in einem Band]. Jena, Eugen Diederichs 1908. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalkalblederband mit reicher ornamentaler Negativblindprägung. Deckelvignetten und Buchschnitt vergoldet, zwei Lederschließen mit Messingbeschlägen, Hinterdeckel mit acht Messing-Schutznägeln.

Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Strathmore-Japan und im prächtigen Ledereinband, den Fritz Helmuth Ehmcke als seine wohl früheste Arbeit für den Jenaer Verlag entwarf. Ein Jahr später gestaltete er Typographie und Einband von Diederichs »Jubiläums-Faust«. – Der engagierte Verleger Diederichs, der zu den wichtigsten Wegbereitern der modernen deutschen Buchkunst zählt, edierte das monumentale Werk als Ergänzung zu den »Monographien zur deutschen Kulturgeschichte«.

40,8 : 30,2 cm. XI, [1], 268, [4], 269–541, [1] Seiten. – Einbandkanten minimal berieben.

370  Einbände – Grün-schwarzer Saffianlederband von Sün Evrard

€ 1500 ( R7 )

(signiert) mit Fileten und Rückentitel in Gold- und Silberprägung. – Inhalt: Guy de Maupassant. M[ademoise]lle Fifi. Nouveaux contes. Nouvelle édition revue. Paris, Paul Ollendorff 1893.

Eins von 50 Vorzugsexemplaren auf holländischem Bütten. – Makelloses, unbeschnittenes Exemplar. Der Band enthält neben der titelgebenden weitere 17 Erzählungen. – Eleganter Meistereinband der bekannten französischen Kunstbuchbinderin Sün Evrard: Franzband in grünem und schwarzem Saffianleder mit gold-und silbergeprägtem Rückentitel sowie gold-und silbergeprägten Fileten auf den Deckeln. Spiegel mit grünem Saffianleder bezogen, Vorsatzblätter mit schwarzem Saffianleder. Die Kapitalbändchen mit grünem Leder eingefasst. – Goldgeprägte Stempelsignatur am vorderen Innendeckel. Mit Veloursleder gefütterte Halbleder-Chemise mit gold-und silbergeprägtem Rückentitel. Angepasster Schuber mit Lederfassung. Überzug von Chemise und Schuber aus Kleisterpapier. – Die Orginalbroschur wurde eingebunden. – Die in Ungarn geborene Kunstbuchbinderin Sün Evrard lebt und arbeitet seit 1971 in Frankreich. Arbeiten von ihr finden sich in vielen Ausstellungen und zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen. Sie ist Dozentin am »Centro del Bel Libro« in Ascona und Autorin des Standardwerks »La Reliure: Connaissance et Technique«.

18,7 : 12,6 cm. [4], 314, [2] Seiten.

371  Einbände – Drei dunkelblaue Ecrasélederbände von H. Fikentscher, Leipzig

€ 300

(signiert), mit Vergoldung. – Inhalt: Wilhelm Raabe. Trilogie. Mit Bildern von Hermann Gradl. Berlin, Hermann Klemm [1921]. Mit einem Porträt und zahlreichen, im Stein monogrammierten, Lithographien.

Eins von 100 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe in den prächtigen Einbänden der Leipziger Buchbinderei. – Im Druckvermerk vom Künsler signiert. – Bibliophile Ausgabe der drei Romane »Der Hungerpastor«, »Abu Telfan« und »Der Schüdderump«, illustriert von Hermann Gradl (1883–1964) über den Thieme/Beckers Künstlerlexikon schreibt: »An Spitzweg erinnernd, schildert er mit feinem Humor die Kleinstadttypen der Spießbürger, Junggesellen u. Mönche […]« – Rückenverzierung und Deckelkantenbordüren und die für jeden Band abweichend entworfene Deckelvignetten wurden, wie auch der Kopfschnitt, vergoldet. – Die Einbände datiert »1924«. – Sehr gut erhaltene, dekorative Ausgabe.

26,0 : 20,5 cm.

372  Einbände – Weinroter Maroquinfranzband von Gruel, Paris

€ 1500 ( R7 )

(signiert) mit reicher Filetenvergoldung. – Inhalt: Guy de Maupassant. La Maison Tellier. Paris, Javal & Bordeaux 1926. Mit 15 Radierungen von Alméry Lobel-Riche, davon drei im Text, die übrigen ganzseitig und rückseitig unbedruckt, alle in jeweils fünf Zuständen.

Eins von 25 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf »Japon ancien« (Gesamtauflage 375). Diesen Vorzugsexemplaren wurden sage und schreibe fünf Zustände der 15 galanten Radierungen beigebunden: Im Textteil, der in Schwarz und Grün gedruckt wurde, finden sich jeweils die endgültige Fassung und eine mit Remarquen. Am Ende des Bandes wurden drei Suiten eingebunden: Eine mit den Umrissradierungen, eine in Blau mit Remarquen und eine farbige mit Remarquen. – Prachtvoller Einband der bekannten Kunstbuchbinderei Gruel in Paris, entstanden unter der Leitung von Paul Gruel, dem Sohn des Firmengründers Léon G. (1841–1923). Wurde dem Senior noch vorgeworfen, mit seinen Verzierungen und Bemalungen teilweise die Grenzen des guten Geschmacks verletzt zu haben, entstand hier – bei dem amourösen Inhalt fast verwunderlich – ein ganz klassischer Einband mit vergoldetem Rückentitel, linearer Handvergoldung auf Deckeln, Rücken, Steh- und Innenkanten, Goldschnitt und handumstochenen Kapitalen. Die Spiegel wurden mit rotem Maroquin bezogen, die Vorsatzblätter mit fliederfarbener Seide.

28,5 : 19,5 cm. 88, [4] Seiten, 45 Radierungen. – Vordergelenk minimal brüchig. – Im Schnitt minimal stockfleckig, hinteres Vorsatzblatt mit Randfleck.

Monod 7902. – Carteret IV, 271 (»très cotée en grand papier«). – Vgl. Duncan/de Bartha, S. 191

373  Einbände – Kirschroter Oasenziegenlederband von Otto Gurbat, Berlin,

€ 750 ( R7 )

mit Blindprägungen und Graphitschnitt. – Inhalt: Norddeutsche Backsteindome. Aufgenommen von Albert Renger-Patzsch. Beschrieben von Werner Burmeister. Berlin, Deutscher Kunstverlag 1930. Mit 128 ganzseitigen Abbildungen.

Erste Ausgabe des bedeutenden Fotobuches, das »›Freunde der Architektur wie der Lichtbildkunst‹ gleichermaßen ansprechen sollte, [… da] die Aufnahmen von Renger-Patzsch klarer die Priorität und Eigenständigkeit der Fotografie betonen« (Roland Jaeger, in: Autopsie 1, S. 149). – Meistereinband des bedeutenden Kunstbuchbinders Otto Gurbat: Beide Deckel mit je fünf blindgeprägten romanischen Rundfenstermotiven. – Die umlaufenden Fileten auf Deckel- und Innenkanten und der Rückentitel wurden ebenfalls blindgeprägt. – Vorsätze aus Japon nacré, zweifarbig handumstochene Kapitale. – Im passenden Schuber mit Pergamentseiten, Lederkanten und Holzfurnierbezug. – Otto Gurbat (1887–1975) arbeitete seit den 1920er Jahren als Buchbinder. Er war Mitglied des Bundes »Meister der Einbandkunst«. – Auf dem Schuber mit Gurbats Adressaufkleber. – Titelblatt mit handschriftlichem Besitzvermerk der Berliner Goldschmiedin Dorothea Bierkämper, einer Freundin des Buchbinders, der ihr das Buch schenkte.

32,2 : 24,0 cm. 48 Seiten, 128 Tafeln.

374  Einbände – Dunkelblauer Maroquinband von Otto Herfurth, Berlin

€ 400

(signiert), mit reicher Filetenvergoldung und vergoldeten Fleurons. – Inhalt: Theodor Storm. Der Schimmelreiter. Aachen 1921. Mit einer blau-weiß eingemalten Initiale.

Fünfter Druck der Eginhard-Presse. – Eins von 165 Exemplaren, von denen 15 nicht für den Verkauf bestimmt waren. – Gedruckt auf Velin mit dem Wasserzeichen der Presse. – Die Ausgabe entstand in gemeinsamer Arbeit von Ernst Birkner und Max Kirdorf. – Otto Herfurth, der unter dem Signum »Daphnis-Binderei« auch viele Einbände für Alfred Hoennicke schuf, gliederte hier die Buchdeckel durch feine Fileten, deren Eckfelder er mit acht Fleurons verzierte. Vier Fleurons finden sich auch auf dem Rücken, neben zwei goldgeprägten Rückenschildern. – Stehkanten und Kapitale mit Bordüren, Innenkanten mit Fileten. – Zweifarbig handumstochene Kapitalbändchen, Kopfschnittvergoldung. – Sehr schönes Exemplar dieser auch typographisch ansprechenden Ausgabe von Storms berühmtester Novelle.

27,0 : 19,2 cm. [4], 117, [7] Seiten.

Rodenberg 67, 5

375  Einbände – Roter Originalmaroquinband von Hübel & Denck, Leipzig,

€ 900

(signiert) mit reicher Vergoldung. – Inhalt: Heinrich von Kleist. Das Käthchen von Heilbronn oder die Feuerprobe. Leipzig, Hübel & Denck [1922]. Mit sechs radierten Initialen und einer Schlussvignette von Otto Weigel.

Eins von 90 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten. – Gesetzt aus der Frühlingsschrift von Rudolf Koch. – Für die Leipziger Buchbinderei gedruckt bei Dr. Karl Säuberlich, Leipzig. – Schöne, bibliophile Ausgabe in einem meisterhaften Einband der namhaften Werkstatt: Deckelkanten und besonders der Rücken mit reicher ornamentaler Vergoldung, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt. Im originalen Schuber.

29,2 : 23,4 cm. [2], 156, [4] Seiten. – Seitenschnitt minimal stockfleckig.

376  Einbände – Brauner Lederband mit reicher Vergoldung von Hübel & Denck, Leipzig

€ 250

(signiert). – Inhalt: Goethe. Gedichte. Herausgegeben von Theodor Friedrich. Leipzig, Philipp Reclam jun. [1919].

Schöner Handeinband im Stil der Goethezeit, das Leder mit lasierter Marmorierung. – Alle Deckel-, Steh- und Innenkanten und die sechs Rückenfelder mit goldgeprägten Bordüren. – Rot-goldenes Rückenschild, Kopfschnittvergoldung. – Sehr schönes Exemplar.

18,8 : 12,2 cm. 11, [1], 627, [1] Seiten.

377  Einbände – Anthrazitfarbener Kalblederband von Paul Kersten (signiert), mit reicher ornamentaler Vergoldung

€ 1000

und marmorierten Vorsätzen. – Inhalt: Karl Matthies. Sterne. Ein Leben in Liedern. Frankfurt am Main, D. Stempel 1911. Mit zahlreichen Bordüren und Vignetten nach Zeichnungen des Verfassers.

Erste Ausgabe, erschienen als Privatdruck der berühmten Schriftgießerei. – Gedruckt in Rot und Schwarz. – Die gesamte Typographie und den Buchschmuck entwarf Karl Matthies, der auch den Druck überwachte. Für die Dichtungen wurde seine Matthies-Kursiv hier erstmals verwendet, eine Schriftprobe erschien erst ein Jahr später. – Paul Westheim äußerte sich 1913 im »Kunstgewerbeblatt« euphorisch: »Die reifste Schöpfung unseres Karl Matthies ist die Kursive […] Wer Matthies ›Sterne‹ liest, ein Gedichtbuch von symphonischer Kraft, den erfüllt das Feste, Einheitliche der Lyrik und der Schrift festlich. Solcher Harmonie der Form und des Gehaltes zu begegnen ist etwas so seltenes, daß einer, der halbwegs Sinn hat für Form als Geistesreflex, so etwas nicht vergessen kann.« (1913, S. 135f). – Meisterhafter Einband von Paul Kersten, beide Deckel, der Rücken und die Innenkanten mit ornamentaler und gepunzter Vergoldung. – Allseitige Schnittvergoldung, Marmorpapiervorsätze. – Die Originalbroschur und deren Vorsatzpapiere wurden eingebunden.

24,0 : 21,0 cm. 111, [1] Seiten.

Rodenberg 294

378  Einbände – Hellgrüner Kalblederband von René Kieffer,

€ 450 ( R7 )

Deckelvignetten, Innenkantenbordüren, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. – Inhalt: Otto Flake. Die erotische Freiheit. Berlin, S. Fischer 1928.

Erste Ausgabe. – Otto Flake (1880–1963) war, zeitweise gemeinsam mit René Schickele, Redakteur verschiedener Zeitungen. »Nebenbei« entstand ein umfangreiches, teils expressionistisches, literarisches Œuvre. – Ein Jahr zuvor erschien im gleichen Verlag Flakes Aufsatzsammlung »Unsere Zeit«. – Beide Deckel des mintgrünen Einbands verzierte René Kieffer mit einer großen, nur auf den ersten Blick in floraler Üppigkeit betörenden, Vignette. – Die Vorsatzpapiere mit Stempeldruck verziert, der Schuber mit Lederkanten und Kleisterpapierbezug. – Der Originalumschlag der Broschur wurde eingebunden. – Das kleine Etikett »Kieffer Reliure« auf dem Vorblatt.

19,0 : 11,7 cm. 115, [5] Seiten. – Der Einband minimal fleckig, der Rücken leicht verfärbt.

Raabe/Hannich-Bode 73.36. – Hayn/Gotendorff IX, 184

379  Einbände – Mehrfarbiger Lederband von Jeanette Koch

€ 2000 ( R7 )

(signiert). – Inhalt: Truman Capote. Breakfast at Tiffany’s. Introduced by Jay McInerney. Illustrated by Karen Klassen. London, The Folio Society 2013. Mit sieben Tafeln nach farbigen Collagen.

Die bibliophile Neuausgabe, illustriert von Karen Klassen, erschien 55 Jahre nach der Erstveröffentlichung. – Gesetzt aus der Bodoni, gedruckt auf Abbey Wove Paper. – Die Londoner Buchbinderin verwendete für den Einband drei Lederarten: Schwarzes Straußenleder für den Rücken, gelbes Büffelleder für die Deckel und rotes Büffelleder an den Kapitalen. Die Symbolik der Deckelgestaltung steht in direkter Verbindung zum Roman: Das schwarze Leder bildet die Küstenlinie von Brasilien ab, zwei kleine rote Intarsien stehen für Rio de Janeiro und Buenos Aires. Mit hellblauem und weißem Leder hinterlegt sind Perlen, Sonnenbrille und Tiffany Juwelenbox. – Die Innendeckel wurden mit cremefarbenem Büffelleder bezogen. Auch die blauen gestempelten Lederapplikationen und die illustrierten Vorsatzblätter beziehen sich auf den Roman. – Vorderer Innendeckel mit dem goldgeprägtem Monogrammstempel der Buchbinderin. – In einer schwarzen Leinenkassette mit Lederapplikationen, Rückenschild und rotem Filzfutter. – Tadellos erhalten, unikaler bild- und symbolträchtiger Einband zu der außergewöhnlich illustrierten Neuausgabe.

22,8 : 14,8 cm. XVIII, [2], 107, [2] Seiten, 7 Tafeln.

380  Einbände – Roter Ziegenlederband von Roland Meuter, Ascona

€ 800 ( R7 )

(signiert), mit Vergoldung und Applikation. – Inhalt: Hermann Spaan. Neun Originalzeichnungen (Aquarell, Fettkreide, Goldfarbe).

Unikaler Einband des bekannten Kunstbuchbinders aus Ascona. – In Zusammenarbeit mit einem Goldschmied entstand der Deckelschmuck: Auf dem Vorderdeckel eine collagierte Goldschmiedearbeit und drei vergoldete Bogenfileten. – Am Unterrand des hinteren Innendeckels in Goldprägung signiert. – In passender Halblederkassette mit vergoldetem Rückentitel »Hermann Spaan«. – Die Originalzeichnungen von Hermann Spaan (geboren 1952), Professor für freies und angewandtes Zeichnen an der Fachhochschule Idar-Oberstein und Dozent für freies Zeichnen Modedesign an der Hochschule Trier, füllen jeweils eine Doppelseite. Drei Zeichnungen sind signiert. – Auf Büttenkarton. – Weitere Einbände von Roland Meuter unter KatNr. 193 und 407 bzw. 414.

19,0 : 15,0 cm. – Eine Kassettenecke leicht bestoßen, das Buch makellos.

381  Einbände – Schwarzer Maroquinband von K. H. Neumann

€ 600

(signiert) mit farbigen und vergoldeten Lederapplikationen. – Inhalt: Jakob Wassermann. Hofmannsthal der Freund. Berlin, S. Fischer 1930.

Aufwendiger Einband von Karl-Heinz Neumann, der neben seinem literarischen Schaffen in Frankfurt auch als Buchbinder tätig war. Details zu seinem Leben und Werk sind kaum nachweisbar. – Als Bezugsmaterial von Einband, Chemise und Kassette wurde typischerweise schwarzes, grobnarbiges Maroquinleder verwendet. Die Deckel von Buch und Chemise sind mit blauen und grünen Lederapplikationen verziert, beim Buch setzen sich diese auf den ebenfalls lederbezogenen Innendeckeln fort. Mittig auf allen Deckeln eine kreisförmige Lederapplikation, rot abgesetzt und mit vergoldeten Punkten umrahmt. Chemise und Kassette wurden mit weinroter Seide gefüttert. – Erste Ausgabe. – Die Erinnerungen von Jakob Wassermann an den Dichterfreund, der im Sommer 1929 verstorben war, entstanden im September 1929 in Altaussee. Dorthin war Wassermann 1919 übersiedelt und hatte Hugo von Hofmannsthal kennengelernt. – Makelloses Unikum.

21,0 : 14,5 cm. 62, [2] Seiten.

382  Einbände – Halbmaroquinband von Hugo Peller, Solothurn

€ 2000 ( R7 )

(signiert) mit illustrativ-ornamentaler Rückenvergoldung. – Inhalt: Hans Erni. Israel. Skizzenbuch 3. Zürich, Ernst Scheidegger 1971. Mit vier Farblithographien, davon zwei doppelblattgroß, und zahlreichen, teils farbigen Illustrationen nach Zeichnungen und Handschriften. – Widmungsexemplar.

Eins von 150 Exemplaren. – Vortitelblatt mit großer Bleistiftzeichnung von Hans Erni, mit Widmung für den Buchbinder Walfried Schröder, datiert 1979. – Das faksimilierte Skizzenbuch entstand während einer Israel-Reise des Künstlers. Am Ende des Buchs eine französische Transkription der Handschrift. – Hans Erni (1909–2015) war ein einflussreicher Schweizer Künstler. Er war mit Picasso und Braque befreundet, die seinen Stil stark beeinflussten. – Hugo Peller (1917–2003) zählte zu den besten Kunstbuchbindern des 20. Jahrhunderts. Er war Gründungsmitglied des berühmten Centro del Bel Libro in Ascona, das er von 1978 bis 1983 leitete. Die meisten Einbände der Veröffentlichungen der Oltner Bücherfreunde entstanden in seiner Werkstatt. – Hier ein unikater Einband für das schöne Künstlerbuch mit feiner vergoldeter Verzierung des schwarzen Maroquinrückens. Das Muster wiederholt sich als Punzierung des polierten Kopfgoldschnitts. Die Deckel sind mit handgefärbtem Buntpapier bezogen, auf dem Vorderdeckel versteckt sich eine kleine vergoldete Punze. Auf dem Rücken mit blindgeprägtem Stempel signiert. – In einem Holzfurnierschuber mit Ledereinfassungen.

23,8 : 31,5 cm. [104] Seiten, 4 Lithographien.

383  Einbände – Sechs Halblederbände von Hugo Peller, Solothurn

€ 1000 ( R7 )

(signiert), Rückenverzierung mit teils vergoldeter Prägung. – Inhalt: Tristan L’Hermite. [Œuvres]. Paris 1919–1946.

Private Kollektion verschiedener Textausgaben des französischen Barockdichters François Tristan L’Hermite (1601–1655): La Mort de Seneque. – Le Parasite. – La Folie du Sage. – La Mariane. Diese vier als »Edition critique« bzw. »Edition annotée«, herausgegeben von Jacques Madeleine, erschienen innerhalb der Reihe »Société des textes français modernes«, zunächst bei Hachette, später E. Droz. – Les amours et autres poésies choisies. Notes par Pierre Camo. Paris, Garnier 1925. – Le Page Disgracié. Préface de Marcel Arland. Paris, Stock 1946. – Uniform und sehr ansprechend gebunden: Hellbraunes Oasenziegenleder, mit Handvergoldung, Handblinddruck, Kopfgoldschnitt und handumstochenen Kapitalen. Deckel- und Schuberbezüge aus handgefertigtem Buntpapier. Im Schmuckschuber mit abgeschrägten Lederkanten. Alle Originalbroschuren wurden eingebunden. – Auf einem Rücken die blindgeprägte Stempelsignatur »H. Peller«, in jedem Band auf dem Vorblatt als Stempel wiederholt. – Perfekt erhaltene unikate Arbeit.

18,8 : 12,0 cm. Zusammen etwa 1200 Seiten. – Unterkante des Schubers mit kleiner Schabstelle.

384  Einbände – Halbpergamentband mit lithographierten Bezugspapieren,

€ 250 ( R7 )

signiert »Atelier H. Peller«. – Inhalt: Richard Seewald. Die großen Seeschlachten. Memmingen, Maximilian Dietrich 1978. Mit acht ganzseitigen Illustrationen und vier Vignetten nach Zeichnungen von Richard Seewald sowie einem Porträt von Françoise Micheloud.

Eins von 900 Exemplaren. – Einleitung von Christa von Helmolt, zweiprachige Ausgabe mit Übersetzung ins Englische von Ronald Halligen. – Die Zeichnungen stammen aus der Sammlung Alfred Caspari. – Schöner Handeinband aus der bekannten Solothurner Werkstatt, der Pergamentrücken mit schwarz-goldenem Titelschild, das Bezugspapier mit einem schwarz gedruckten Wellenmotiv. – In einem gefütterten Holzfurnier-Schuber mit Pergamenteinfassungen.

– Weiter Einbände von Hugo Peller unter dem Stichwort »Oltener Bücherfreunde« (KatNrn. 363-349).

24,0 : 31,3 cm. [68] Seiten.

Loidl I, 204

385  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Vierfarbiger Maroquinband mit Blindprägung und vergoldeten Fileten.

€ 750

– Inhalt: Dantes Göttliche Komödie. Das hohe Lied von Sünde und Erlösung. Übertragen von Hermann A. Prietze. Heidelberg, Lambert Schneider 1952.

Eleganter und handwerklich perfekter Handeinband, entstanden in den 1950er Jahren. – Auf dem vorderen Innendeckel mit Bleistift signiert. – Die drei Kreise der in der Divina Comedia geschilderten Reise (Hölle–Fegefeuer–Paradies) verbildlichte Petersen auf dem Deckel des Einbandes durch drei verschiedenfarbige Lederapplikationen, für die er jeweils leicht abweichendes Leder verwendete. Jeder Kreis ist, wie auch die Deckelkanten durch eine vergoldete Filete umrahmt. – Kopfschnitt und Rückentitel vergoldet, Vorsätze aus grauem Bütten, in grau-schwarzem Schuber mit schwarzen Lederkanten und in der Originalkartonbox mit Beschriftung des Buchbinders. – Dünndruckausgabe. – Tadellos erhalten.

17,2 : 10,2 cm. 491, [1] Seiten.

386  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Kirschroter Maroquinband mit vergoldeten Fileten und farbigen Lederapplikationen.

€ 750

– Inhalt: Karl Schottenloher. Bücher bewegten die Welt. Eine Kulturgeschichte des Buches. Band I: Vom Altertum bis zur Renaissance. Stuttgart, Hiersemann 1951.

Prächtiger Handeinband: Beide Deckel mit einem durch 35 vergoldete horizontale Fileten gebildeten Satzspiegel, darunter je sieben kreisförmige Lederapplikationen, die nach Aussage des Buchbinders die sieben Erdteile symbolisieren. – Rückentitel, Kopfschnitt, Steh-, Kapital- und Innenkantenfileten vergoldet. – Vorsätze und Spiegel mit hellgrauer Seide bezogen. – Am Unterrand des hinteren Innendeckels mit der goldgeprägten Signatur des Buchbinders. – Im gefütterten Originalschuber mit roten Lederkanten. – In der originalen Kartonbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – 1952 erschien der Folgeband »Vom Barock bis zur Gegenwart«. – Tadellos erhalten.

23,8 : 17,2 cm. 612, [2] Seiten.

387  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Weinroter Ecrasélederband mit geometrischen vielfarbigen Lederapplikationen.

€ 600

– Inhalt: Das Gedicht. Deutsche Lyrik von den Anfängen bis zur Gegenwart. Herausgegeben von Erwin Laaths. München, Droemer 1951.

Schöner Handeinband, der Verse und Strophen eines Gedichts durch verschiedenfarbige, lineare Lederapplikationen auf beiden Deckeln und dem Rücken veranschaulicht. – Am Unterrand des hinteren Innendeckels mit der goldgeprägten Signatur des Buchbinders. – Rückentitel, Kopfschnitt sowie die Steh- und Kapitalkanten mit vergoldeter Filete. Innenkanten mit breiter Goldauflage, Vorsätze aus farbigem Büttenpapier. – Im gefütterten Schuber mit weinroten Lederkanten. – In der Originalkartonbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – Tadellos.

20,8 : 13,3 cm. 655, [1] Seiten.

388  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Schwarzer Kalblederband mit Blindprägungen und farbigen Lederapplikationen.

€ 750

– Inhalt: Gottfried Benn. Trunkene Flut. Ausgewählte Gedichte. Zweite, erweiterte Auflage. Wiesbaden, Limes 1952. – Widmungsexemplar.

Auf dem Vorsatzblatt vom Dichter signiert und datiert »21.X.53«. – Gegenüber der Erstausgabe von 1949 um fünf Erstdrucke vermehrt. – Origineller Handeinband, beide Deckel mit Blindprägungen von Teilen eines Uhrwerks (Zahnräder, Spiralfeder). Deckel und Rücken mit kleinen Intarsien aus farbigen Ledern und vergoldeten Fileten. – Deckelkanten mit blindgeprägter Bordüre, dreiseitiger Graphitschnitt, Rückentitel vergoldet. – Am Unterrand des hinteren Innendeckels mit der blindgeprägten Signatur des Buchbinders. – Im gefütterten Originalschuber mit schwarzen Lederkanten. – In der Originalkartonbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – Tadellos.

18,5 : 12,0 cm. 120 Seiten.

Zenner 1.107

389  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Schwarzer Kalblederband mit Maroquinapplikationen und Blindprägung.

€ 750

– Inhalt: Begegnungen mit Theodor Heuss. Herausgegeben von Hans Bott und Hermann Leins. Tübingen, Rainer Wunderlich / Hermann Leins 1954. – Widmungsexemplar.

Auf dem Vorblatt vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss (1884–1963) eigenhändig »Dem erfolgreicheren Kollegen in der Kunst des Buchbindens!« gewidmet, datiert »Bonn, Februar 1956« und signiert. – Zweite, um einen Beitrag von Ludwig Curtius vermehrte Auflage. – Das perfekt geglättete mattschwarze Kalbleder gliederte Petersen auf Deckeln und Rücken durch schmale Rhomben, die er aus schwarzem Oasenziegenleder schnitt und applizierte. Ein dezentes Linienmuster und die Jahreszahl auf dem Rücken wurden blindgeprägt. – Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. – Hellgraue Büttenvorsätze. – Auf einem eingelegten Japanpapierstreifen vom Buchbinder signiert. – Im gefütterten Originalschuber mit Lederkanten. – In der Originalkartonbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – Tadellos.

21,2 : 13,7 cm. 498, [2] Seiten, 7 Bildtafeln.

390  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Ockerfarbener Ecrasélederband mit vielfarbigen Lederapplikationen.

€ 450

– Inhalt: Theodor Heuss. Vorspiele des Lebens. Jugenderinnerungen. 2. Auflage. Tübingen, Rainer Wunderlich / Hermann Leins 1954.

Beide Deckel mit großflächigem, kleinteiligem Muster, das aus etwa 60 verschiedenfarbigen muschelförmigen Lederapplikationen gebildet wird. – Mit braunem, geoldgeprägtem Rückenschild. – Kapitalbändchen zweifarbig handumstochen, Kopfschnitt lagenweise eingefärbt und vergoldet. – Auf einem eingelegten Japanpapierstreifen vom Buchbinder signiert. – Im gefütterten Originalschuber mit Lederkanten. – In der Originalkartonbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – Tadellos.

21,2 : 13,5 cm. 345, [3] Seiten, 7 Bildtafeln.

391  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Brauner Schweinslederband mit typographisch gestaltetem Bogensatz-Blinddruck auf dem Vorderdeckel.

€ 900

– Inhalt: Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift […] nach der Übersetzung Martin Luthers. Kleinquart-Ausgabe. Stuttgart, Württembergische Bibelanstalt [um 1970].

Der bemerkenswerte Einband, der Heinz Petersen unzweifelhaft als Schüler des Großmeisters Ignatz Wiemeler ausweist, entstand in den späten 1970er Jahren. – Auf dem Vorderdeckel prägte der Buchbinder den berühmten Anfang des Johannes-Evangeliums »Im Anfang war das Wort«. Für die vier Textblöcke, die ein großes »ausgespartes« Kreuz freilassen, setzte er eine Grotesktschrift aus kleinen Linien- und Bogeneisen, jeden Buchstaben als Unikum. – Diese klassisch moderne Gestaltung bildet einen interessanten Gegensatz zu der Frakturschrift, die für mehr als 100 Jahre unverändert für die Jubiläumsbibel« von 1912 verwendet wurde. – Buchschnitt rot gefärbt, Kapitalbändchen handumstochen. – Zwei Lederschließen mit Messingbeschlägen. – In der originalen seidengefütterten Leinenbox. – Innendeckel mit dem Atelierschildchen Heinz Petersens. – Das Buch tadellos, die Kassette etwas stockfleckig.

28,0 : 19,5 cm. 1008, 130, 334, 77 Seiten.

392  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Pergamentband mit plastischem Rückentitel, vier durchgezogenen Bünden und Messingbeschlägen.

€ 600

– Inhalt: Die Bibel oder die ganze Heilige Schrift […] nach der Übersetzung Martin Luthers. Kleinquart-Ausgabe. Stuttgart, Württembergische Bibelanstalt 1954.

An die schlichte Einbandgestaltung des 16. Jahrhunderts erinnernder Einband Petersens, der aber Stilelemente des 20. Jahrhunderts verwendet. – Beide Deckel mit je vier »Schonerbeschlägen« aus Messing, deren jeweils zwei an den Seitenrändern zugleich für Schließen verwendet wurden. – Der Rückentitel wurde durch unterlegte Kartonausschnitte plastisch gestaltet. – Der Buchschnitt mit Graphit eingefärbt. – Mit dem Atelieraufkleber Petersens auf einer eingelegten Banderole. – In der gefütterten Originalleinenbox. – Das Buch tadellos, die Leinenbox minimal stockfleckig.

27,5 : 19,8 cm. 1008, 130, 334, 77 Seiten, teils farbige Karten und Bilddtafeln.

393  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Brauner Nigerziegenlederband mit Vergoldung.

€ 300

– Inhalt: Franz Landsberger. Die Kunst der Goethezeit. Kunst und Kunstanschauung von 1750 bis 1830. Leipzig, Insel 1931. Mit 213 Abbildungen.

Klassisch schöner Handeinband mit vergoldeten Titeln in Versalien einer Grotesktype, vergoldeten Deckel- und Stehkantenfileten sowie auf den Bünden des Franzbandes. – Kopfschnitt vergoldet. Im gefütterten Schuber mit Lederkanten. – In der Originalbox mit Beschriftungen des Buchbinders. – Franz Landsberger (1883–1964) lehrte bis 1933 in Breslau, war von 1935-1938 Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Nur knapp entging er nach seiner Verhaftung durch die Nazis der dauerhaften Internierung im KZ Sachsenhausen durch eine Einladung an die Universität von Oxford. Später emigrierte er in die USA. – »Die Bedeutung der um 1770 einsetzenden, dem christlichen Mittelalter zugewandten Strömung hat er als erster herausgestellt, wobei er die ‹Kunst der Goethezeit‹ (1931) neu zu periodisieren und – nicht unwidersprochen – als Antithese von Klassizismus und ›Gotizismus« zu erklären suchte« (Thomas Lersch, in NDB online).

25,2 : 17,3 cm. 319, [1] Seiten. – Innen minimal stockfleckig, der Einband tadellos.

Sarkowski 976

394  Einbände. – Heinz Petersen, Düsseldorf – Sammlung von etwa 200 Buchbinder-Schildern des 18. bis 20. Jahrhunderts.

€ 750

Aus dem Nachlass des Düsseldorfer Buchbinders Heinz Petersen. – Umfangreiche und teilweise durch Montage in Passepartouts schon präsentable Sammlung. – Neben der geprägten Signatur an der Unterkante eines Innendeckels verwendeten Buchbinder und deren Werkstätten oft auch kleine Papierschilder, die vorzugsweise auf das Vorsatzpapier geklebt wurden. Wahrscheinlich fielen Heinz Petersen diese bei Bindearbeiten in die Hände, andere erhielt er wohl als Geschenk von wissenden Freunden und Kollegen. – Aus der Vielfalt der montierten und noch auf Aufarbeitung harrenden losen Etiketten nennen wir hier lediglich als kleine Auswahl: H. Halbach/Niederhöchstadt; Zaehnsdorf/Berlin, Sperling/Leipzig; Wiener Werkstätte und O. Herfurth/Daphnis-Binderei. – Dazu Abreibungen von Prägedrucken, Fotografien von alten Buchbindermarken und diversen Unterlagen zur Buchbindekunst.

395  Einbände – Grauer Saffianlederband von Marianne Proll, mit schwarzem Lederrücken und Vergoldung.

€ 250

– Inhalt: Goethes Gespräche, ohne die Gespräche mit Eckermann. In Auswahl herausgegeben von Flodoard von Biedermann. Wiesbaden, Insel 1949.

Marianne Proll betrieb in den 1950er Jahren eine Buchbinderei in Hagen. Sie war u. a. Mitglied in der Vereinigung »Meister der Einbandkunst«. – Auf der beiliegenden Ausstellungsbanderole mit ihrem Werkstattstempel handschriftlich betitelt und als »unverkäuflich« bezeichnet. – Die souveräne Gestaltung des Oktavbandes erinnert an die großen Vorbilder deutscher Einbandkunst. Vier Rückenbünde, Ober- und Unterkanten der Deckel, die Steh- und Innenkanten und die Kapitale mit vergoldeten Fileten, die Rückenfelder mit schwarzer Ledereinlage, ebenfalls fileten-gerahmt, mit dem goldgeprägtem Rückentitel. Kopfschnittvergoldung. Im gefütterten Schuber mit Kleisterpapierbezug und Lederkapitalen. – Dünndruckausgabe des Insel-Verlages. Die erste Ausgabe erschien 1929, die zweite wurde 1943 durch einen Bombenangriff auf Leipzig im Insel-Lager vernichtet.

18,0 : 10,8 cm.

Sarkowski 563

396  Einbände – Weißer Schweinslederband von Otto Schick, Karlsruhe

€ 600 ( R7 )

(signiert), Titel und Kopfschnitt vergoldet. – Inhalt: Goethe. Faust. I [und] II. München, Hyperionverlag Hans von Weber 1912[–1913].

Schöner Handeinband der Karlsruher Werkstatt, die schon Ende des 19. Jahrhunderts dort firmierte. – Der Deckeltitel in großen Versalien, doppellinig ausgeführt und mit gekreuzten Fileten gefüllt. – Zweifarbig handumstochene Kapitale. – Eins von 550 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten, die Hans von Weber – neben 100 römisch nummerierten auf Hundertbütten und sieben auf Pergament – drucken ließ. – Gesetzt aus der Fleischmann-Antiqua. – Mit diesen beiden Drucken begründete Hans von Weber seine dritte Pressendruck-Reihe. Die »Hyperiondrucke« wurden auch an die Mitglieder der Vereinigung »Die Hundert« ausgegeben und wie bei dieser Reihe erfolgte die Auswahl der verwendeten Drucktypen durch Beschluss der Subskribenten. – Gestochenes Exlibris »Familie Rudolf Bacherer« von Adolf von Hildenbrand.

27,7 : 19,0 cm. 198; 275, [5] Seiten. – Vorderdeckel oben leicht gebräunt, Rücken leicht berieben. – Das Kolophon von Teil 1 hier am Ende eingebunden.

Rodenberg 414, 1. – Schauer II, 60 (Abbildung)

397  Einbände – Brauner Ecrasélederband von Ernst Schultze, Düsseldorf

€ 300

(signiert), mit reicher Blindprägung und Kantenvergoldung. – Inhalt: Laurids Bruun. Van Zantens glückliche Zeit […] Van Zantens Insel der Verheißung. Berlin, S. Fischer 1933.

Sehr feiner und aufwendig gearbeiteter Handeinband des Düsseldorfer Buchbinders, dessen Firma bis 1992 existierte. – Beide Deckel mit floraler Deckelvignette, die Kanten mit vielfachen Fileten gerahmt, alles, wie auch die Rückenverzierung in Blindprägung. – Innenkanten mit vergoldeter Wellenlinie, Spiegel und Vorsätze aus Pergament. Der Kopfschnitt wurde vergoldet. Im passenden Schuber mit Pergamentdecken. – Die beiden Romane des dänischen Schriftstellers erschienen erstmals 1908 und 1911.

18,8 : 12,5 cm. 158, 176 Seiten.

398  Einbände – Blindgeprägter weißer Schweinslederband von Franz Weiße, Hamburg

€ 3000 ( R7 )

(signiert). – Inhalt: Gustav Falke. Die Auswahl. Gedichte. Hamburg, Alfred Janssen 1910. Mit drei ganzseitigen Illustrationen und Buchschmuck von Carl Otto Czeschka.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe, die auf feinstes Japan gedruckt und von Franz Weiße gebunden wurde. – Der Einband mit den typischen Stilelementen des Hamburger Buchbinders: Weißes Schweinsleder, Deckel, Rücken, Steh- und Innenkanten mit ornamentaler Blindprägung. Zwei Rückenfelder mit Titel und Verfasser, das untere mit dem Monogramm des Buchbinders und der Datierung 1911. Der Buchschnitt wurde allseitig vergoldet und mit Linienmuster punziert. Für die Vorsätze wählte Franz Weiße blau-rot-weißes kamm-marmoriertes Oleographie-Buntpapier. – Die Verzierungen der Ledereinbände entwarf sicher auch Carl Otto Czeschka, der neben dem Doppeltitel und dem ebenfalls blau-rot illustrierten Vorsatzpapier drei entzückende blattgroße Illustrationen beisteuerte. Er lehrte, nachdem er die Wiener Werkstätte verlassen hatte, seit 1907 an der Hamburger Kunstgewerbeschule. – Siehe auch KatNr. 200.

18,5 : 12,5 cm. 213, [5] Seiten. – Rücken minimal angestaubt, die Bünde kaum merklich berieben.