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Faksimileausgaben | Hesse-Auktionen
Faksimileausgaben

152  Karl Schaper. Lieber Richard, vielen Dank für Ihr bemerkenswertes PHILOBIBLON.

€ 750 ( R7 )

Skulptur (Holzbrief). 1978. 29 : 22 : 4 cm. Signiert, datiert und mit Widmung.

Unikat, dem Düsseldorfer Buchbinder Heinz Petersen (auch eigenhändig) gewidmet. – Umschlagklappe mit Klavierband befestigt, Empfängeranschrift geschnitzt, Absender und Brieftext mit Zimmermannsbleistift eingeritzt. – Karl Schaper (1920–2008) studierte bei Ewald Mataré und Fernand Leger. 1959 stellte er erstmals auf der »documenta« aus, Anfang der 1970er Jahre schuf er verstärkt Holzreliefs, bald auch die typischen Holzbriefe, großformatige Schnitzwerke mit wohlüberlegten Absender-Empfänger-Konstellationen (Jakob Fugger an Christof Columbus; Daniel Defoe an Robinson Crusoe; Heinrich Heine an »meyn liebes Deutschland«), hier »von« dem Düsseldorfer Buchbinder an den englischen Bischof Richard de Bury (1281–1345), der mit »Philobiblon« die erste Schrift über Bibliophilie verfasste. – »Angesichts der Gigantomanie unserer Zeit, der Monumentalität unserer Bauten sind diese Holzbriefe Schapers heimliche Liebeserklärungen an die Poesie, an die verborgenen, an die sich versteckenden Künste. Da wird mit drastischen Mitteln die Technokratie ironisiert, und man nimmt diese Werke als Möglichkeiten einer Korrespondenz mit der immer weniger verständlichen Welt. Karl Schapers Holzbriefe – das sind rustikale Objekte und lesenswerte Botschaften in der rastlosen und ratlosen Zeit […]« (Paul Raabe). – Von Heinz Petersen, der eng mit Schaper befreundet war, als Geschenk an eine seiner Schülerinnen, seitdem in Privatbesitz. – Beilage: Ausstellungskatalog Salzgitter 1977 mit eigenhändiger Widmung an Heinz Petersen.

153  Faksimiles – Les Belles Heures du Duc de Berry.

€ 1200

Acc. No. 54.1.1. Luzern 2003. Mit 172 goldgehöhten Miniaturen. Brauner Originalsaffianlederband mit reicher Vergoldung sowie Originalhalbleder- und Originalleinenband.

Eins von 980 Exemplaren (Gesamtauflage 1060). – Mit den »Belles Heures« schufen die flämischen Malerbrüder Limburg ein Meisterwerk der Buchmalerei, kein anderes Stundenbuch aus der umfangreichen Bibliothek des Herzogs von Berry ist reicher illuminiert. Die Leidenschaft des Auftraggebers für schöne Bücher ist verantwortlich für die denkbar luxuriöseste Ausstattung. – Die Handschrift wird im Metropolitan Museum of Art in der Cloisters Collection, New York, verwahrt. – Mit beiden Kommentarbänden von Eberhard König und Gabriele Bartz, mit umfangreichen Anmerkungen sowie Transkription und Übersetzung.

25,0 : 18,5 cm. 225 Faksimileblätter; 220, [2]; 321, [3] Seiten. – Ohne den Acrylglasschuber.

154  Faksimiles – Das Mainzer Evangeliar.

€ 1500

Hofbibliothek Aschaffenburg Ms. 13. Luzern, Faksimile Verlag 2007. Mit zahlreichen Miniaturen, Illustrationen und Buchschmuck, alle farbig und goldgehöht. Dunkelbrauner Originalmaroquinband mit eingelassener versilberter und teilvergoldeter Metallplatte. Zusammen mit einem Originalleinenband in weinroter Originalleinenkassette.

Eins von 980 Exemplaren (Gesamtauflage 1060). – Die Handschrift entstand im 13. Jahrhundert und ist mit Kanontafeln und zahlreichen großen und kleinen Miniaturen ausgeschmückt. – Der gesamte Text wurde in Gold geschrieben und so auch faksimiliert. – Der Begleitband enthält den Kommentar von Harald Wolter von dem Knesebeck mit Erläuterungen zu den einzelnen Miniaturen. – Tadellos erhalten.

37,0 : 28,0 cm. 101 Blätter.

155  Faksimiles – Gabriel Glockendon. Gebetbuch für Kardinal Albrecht von Brandenburg.

€ 700

Nürnberg 1536/37. Codex 1847 der Österreichischen Nationalbibliothek Wien. Münster, Biblotheca Rara 2008. Mit 42 blattgroßen Miniaturen und zahlreichen verzierten Initialen. Brauner Originallederband mit Goldprägung und Rückenschild. Zusammen mit einem Originalleinenband im -schuber.

Eins von 399 Exemplaren der Sonderausgabe für Bibliotheca Rara (Gesamtauflage 998). – Anfang des 16. Jahrhunderts entstanden im Auftrag des Kardinal Albrecht von Brandenburg drei Abschriften einer gedruckten Ausgabe der »Betrachtungen des Lebens und Leidens Christi« von Thomas von Kempen. Diese Abschriften wurden innerhalb von etwa 15 Jahren von Simon Bening, Georg Stierlein und schließlich 1537 von Gabriel Glockendon prachtvoll illustriert. – Mit dem Kommentarband von Dagmar Toss. – Das Faksimile entstand nach der Restaurierung der Handschrift im Jahre 2001.

24,5 : 19,5 cm. [2], 100, [1] Blätter.

156  Faksimiles – Nobert Wolf. Die Galerie der schönsten Bücher – Buchmalerei erleben.

€ 250

Herausgegeben von Ingo F. Walther. [Bände 1-16, alles Erschienene]. Luzern, Faksimile-Verlag 2004–2007. Mit Faksimilebeispielen und zahlreichen Abbildungen. Blaue Originalleinenbände in vier Schubern.

Umfangreiche und fundierte Abhandlungen zur Geschichte der Buchmalerei, erläutert an Beispielen, die der Luzerner Verlag faksimiliert hatte. – I/1. Der Herzog von Berry und die reiche Kunst der Gotik. – I/2. Deutschlands großes Erbe – Die ottonischen Bilderhandschriften. – I/3. Das frühe Christentum und die große insulare Buchkunst. – I/4. Meister deutscher Buchmalerei zwischen Spätgotik und Reformation. – II/1. Kleinodien und Bücher wie Kathedralen. – II/2. Herausragende Hofkunst in Frankreich zur Zeit des Herzogs von Berry. – II/3. Karl der Große und ein neues römisches Reich. – II/4. In Konkurrenz zum gedruckten Buch: Die Meister von Gent und Brügge. – III/1. Eine Hommage an Gott und die Kunst: das komplexeste Stundenbuch der Geschichte. – III/2. Der Bedford-Meister – die Apotheose der französischen Buchmalerei. – III/3. Das Büchererbe der Herzöge von Burgund – ein Teil des märchenhaften Burgunderschatzes. – III/4. Die französische Königsfamilie und ihre Bücherliebe. – IV/1. Geschichte in Bildern – Die große Welt der Chroniken. – IV/2. Die italienische Buchmalerei der Renaissance. – IV/3. Deutsche Buchmalerei in ottonischer und salischer Zeit. – IV/4. Die Buchmalerei der frühen Gotik in England. – Jeder Band mit einem Faksimileblatt oder mehreren Ausschnitten, in einem am Anfang des Buches eingebundenen Passepartoutkarton.

32,0 : 22,8 cm. Je ca. 128 Seiten. – Vereinzelte Anstreichungen.