ChristianHesse

Fotografie | Hesse-Auktionen
Fotografie

146  Landschaftsfotografie – Ober-Italien 1899. – Unter-Italien 1903.

€ 300

Zwei Fotoalben mit zusammen 100 großformatigen Fotografien (ca. 22 : 28 cm).

Eindrucksvolle und sehr gut erhaltene Sammlung in zwei Halblederfotoalben mit goldgeprägtem Deckeltitel mit Reiseziel und -datum. – Neben erwartungsgemäß zahlreichen Fotografien mit Meisterwerken der antiken und italienischen Kunst finden sich Ansichten aus Turin, Genua, Florenz, Rom, Neapel, Pompeji, Capri und Sorrent. – Einige Fotografien am Unterrand bezeichnet, u. a. Edizioni Brogi, Edizione inalterabile, A. Noack, Genua u. a. – Alle betitelt.

30 : 42 cm. – Kapitale bestoßen, Kanten etwas berieben.

147  Landschaftsfotografie – Spanien. 1901.

€ 400

Zwei Fotoalben mit zusammen 107, meist großformatige, Fotografien.

Eindrucksvolle und sehr gut erhaltene Sammlung in zwei Halblederfotoalben mit goldgeprägtem Deckeltitel. – Die Fotografien wurden teils von professionellen Fotostudios vertrieben, teils entstanden sie während der Reise – Aufnahmen von Orten der Anreise über Bordeaux, Biarritz und Bayonne, der spanischen Städte Madrid, Toledo, Caddiz, Valencia, Malaga, Granada (mit Alhambra), Barcelona, von Stierkampf, Einwohnern, Trachten und Festen. – Die Rückreise führte über Marseille, Nizza, Monaco und Cannes. – Besonders durch die Aufnahmen der Stadt- und Landbevölkerung, auch der maurischen in Andalusien, kulturhistorisch wertvoll.

Fotoformate von 12 : 18 bis 22 : 28 cm, Alben: 30 : 42 cm. – Kapitale bestoßen, Kanten etwas berieben.

148  Vegatible Damen.

€ 1000

Sechs Fotomontagen (Vintages, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1904. 9 : 14 cm.

Frühe und skurrile Anwendung der Fotomontage: »Frauenkörper wachsen aus allen in der deutschen Küche verwendeten Gemüsen, von Kohlvarianten, Karotten und Bohnen bis zu Radieschen, Gurken und Sellerie; selbst eher männlich konnotierte Sorten wie der Spargel tragen manchmal weibliche Köpfe« (Peter Weiss, in: Docma 54, S. 5). – Hier sind folgende Motive vorhanden: Sellerie (koloriert). – Kartoffeln (koloriert). – Spargel. – Kohl. – Blumenkohl und Bohnen. – Karotten. – Erschienen im Verlag NPG (Neue Photographische Gesellschaft, Berlin).

Zum Teil auf der Bildseite am Rand beschriftet. Drei als Postkarte benutzt. Rückseitig etwas stockfleckig.

Vgl. Frankierte Fantastereien, Steidl 2007, S. 17 und Kahla, Ihme ja Kuma, Surrealismus und Postkarten (dort die 5. Fotomontage als Umschlagillustration)

149  Karpathen-Weltkrieg 1914–1918.

€ 400

Fotoalbum mit 96 Originalfotografien (14 : 9 cm). – FL 14. 1917. Fotoalbum mit 230 privaten Fotografien.

Inhaltsreiche Dokumentation der Kriegszeit in Rumänien, der Bukowina und, im zweiten Album, auch anderer Kriegsschauplätze. – Die Aufnahmen im ersten Album, einem Einsteckalbum mit durchgehend professionellen Fotografien, sind alle in der Platte betitelt und zeigen Land und Leute und nur wenige Eindrücke vom Kriegsgeschehen. – Das zweite Album wurde wohl von einem Feldarzt angelegt und dokumentiert dessen verschiedene Einsatzorte: Karpaten, Elsass, Vogesen. Neben Aufnahmen verschiedener Lazarette, Soldaten und Patienten sind zahlreiche Porträts von Einwohnern der jeweiligen Gegend enthalten. Am Ende finden sich auch Aufnahmen aus dem privaten Umfeld. – Beide Alben sind kordelgeheftete Broschuren.

Alben: 26 : 37 cm bzw. 23 : 31 cm.– Beide mit Alterungsspuren, Bindung gelockert.

150  Hamburger Kontorhäuser.

€ 600

Sechs Fotografien (Vintages, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1930. 14,8 : 10,5 cm.

Ediert vom Deutschen Kunstverlag, ohne Nennung der Fotografen, Bildnummern 7–10, 12 und 16: Sprinkenhof (Niedernstraße). – Ballinhaus (Ecke Pumpen und Messberg). – Ballinhaus (Plastik L. Kunstmann). – D.H.V. Hochhaus (Holstenplatz). – Mohlenhof (Burchardplatz). – Montanhof (Ecke Kattrepel und Niedernstraße). – Eindrucksvolle Ansichten der das Antlitz der Stadt bis heute prägenden Fassaden. – Meist makellos und unbenutzt.

151  Manfred Beier. Alltag in der DDR.

€ 200 ( R7 )

So haben wir gelebt. Fotografien 1949–1971 aus dem größten Privatarchiv der DDR. Herausgegeben von Nils Beier. Köln, Fackelträger 2010. Mit unzähligen Abbildungen nach Fotografien. Originalpappband mit illustriertem Schutzumschlag. Im Originalschuber und -lieferkarton.

Eins von 75 Exemplaren der Vorzugsausgabe B mit einem beigelegten Fine Art Print vom Originalnegativ (Motiv der Titelfotografie), signiert vom Herausgeber. – Als Manfred Beier 2002 starb entdeckten seine Söhne das wohl umfangreichste Bildarchiv der DDR. Auf mehr als 60.000 Fotografien dokumentierte Beier das Leben in der DDR. Erstmals wurde nun eine Auswahl dieses Nachlasses in Buchform publiziert. Familienleben, Schule, Arbeit, Freizeit und Berlin sind die Themen, in die sich dieses dokumentarische Werk gliedert und ein bisher nicht da gewesenes Bild der DDR zeichnet.

29,5 : 23,5 cm. 312 Seiten, 1 Fotografie.

152  Fotobücher – Araki.

€ 1000

Köln u. a., Taschen 2001. Mit unzähligen farbigen Abbildungen nach Fotografien. Pinkfarbener Originalseideneinband in -kassette. Im Originallieferungskarton.

Eins von 2500 Exemplaren der Limited Edition. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Nobuyoshi Araki selbst nennt diesen signierten Rekordband ›ein Epitaph für meine ersten sechzig Jahre‹. Von in der Bondage-Kunst des kinbaku-ki gefesselten Frauen bis hin zu sinnlichen Blumenaufnahmen reduziert Araki Jahrzehnte fotografischen Schaffens auf rund 1.000 exemplarische Bilder – die ultimativ persönliche Rückschau auf sein umfangreiches und umstrittenes bisheriges Lebenswerk« (Taschen.com). Nobuyoshi Araki (geboren 1940) studierte Fotografie und Film an der Chiba-Universität in Tokyo. 1970 stellte er seine berühmten Xeroxed Photo Albums her, die er in limitierter Auflage produzierte und an Freunde, Kunstkritiker und sogar Fremde, die er willkürlich aus dem Telefonbuch aussuchte, verschickte. Mit seinen kühnen, gewagten Fotos sorgte Araki immer wieder für öffentliche Empörung und Zensur. Sein imposantes Werk umfasst bereits weit über 400 Fotobände. – Neben dem Bildteil enthält der opulente Band ein Interview mit dem Fotografen (in Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch), ein Bildverzeichnis und eine bebilderte Bio-Bibliografie.

50,0 : 36,0 cm. 636 Seiten.

153  Lothar Baumgarten. Die Namen der Bäume.

€ 600

Eindhoven 1982. Mit zahlreichen teils farbigen Abbildungen. Originalleinenband.

Eins von 240 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 740). Jedes Vorzugsexemplar trägt den Namen eines Baumes, hier »Curaua-Palme« (mit grüner Tinte im Druckvermerk), allen 240 wurde eine signierte Fotografie von Lothar Baumgarten beigelegt (Taulipang, 1977). – »Dieses Buch ist eine Ausstellung des Van Abbemuseum Eindhoven im Jahre 1982«. – Tadellos erhalten. – Der Beuys-Schüler Baumgarten (geboren 1944) lebt und arbeitet in Berlin, er fokussiert mit diesem Buch einmal mehr den Blick des Betrachters auf die Beziehung zwischen Naturlandschaft und der menschlichen Kultur. – In »Die Namen der Bäume« formulierte Baumgartner erstmals künstlerisch seine Erfahrungen, die er in Südamerika machte, ein Thema, das ihn noch mehrere Jahre beschäftigte (vgl. Hans Dickel, Künstlerbücher mit Photographie, Hamburg 2009, S. 132).

24,5 : 16,5 cm. 423, [1] Seiten.

154  Jewgeni Chaldej. Kriegstagebuch.

€ 250 ( R7 )

Herausgegeben von Ernst Volland und Heinz Krimmer. Berlin, Das Neue Berlin 2011. Mit zahlreichen Abbildungen. Illustrierter Originalpappband.

Zweite Auflag. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten signierten Originalabzug als Silbergelatine-Druck (aus der Hand des Fotografen). – Jewgeni Ananjewitsch Chaldej (1917–1997) war als TASS-Fotograf von 1941 bis 1945 an der Front, er dokumentierte den Vormarsch der Sowjetarmee und die Eroberung Berlins, später als Bildberichterstatter der Potsdamer Konferenz und der Nürnberger Prozesse. Sein wohl berühmtestes Foto ist das des Rotarmisten, der die Fahne auf dem Berliner Reichstag hisst. Erst kurz vor seinem Tod wurde dieser bedeutende Fotograf wiederentdeckt.

21,5 : 28,5 cm, 224 Seiten.

155  Arthur Elgort. Personal Fashion Pictures.

€ 200

Designed by Steve Hiett. [New York, Eigenverlag] 1983. Mit 66 ganz- und doppelseitigen Abbildungen nach Fotografien sowie einigen weiteren im Text. Originalleinenband mit -schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 1500 vom Fotografen signierten und nummerierten Exemplaren. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung für Barbara Larcher: »Thanks for the wonderful N.Y. shooting«. – Arthur Elgort, geboren 1940, ist vor allem für seine Fotoarbeiten für das Vogue Magazine bekannt geworden. – Die Aufnahmen, hier teils im Duotonverfahren gedruckt, entstanden in den 1970er und 1980er Jahren.

31,0 : 24,5 cm. 101, [11] Seiten.

156  G. O. A. T.

€ 1000

A Tribut to Muhammad Ali. Köln, Taschen 2004. Mit unzähligen fotografischen Abbildungen, Klapptafeln und in Gold serigraphierten Zwischentiteln. Originaleinband in weißer Originalseidenkassette mit Fotoprint, im originalen Lieferungskarton.

Eins von 9.000 Exemplaren der »Collector’s Edition«, der Druckvermerk von Muhammad Ali und Jeff Koons signiert und mit der beigelegten signierten Farbfotolithographie »Radial Champs« von Jeff Koons. – Die Einbände der »Collector’s Edition« entstanden in der Buchbinderei, die auch für den Vatikan arbeitet (!): Rücken und applizierter Titel aus pinkfarbenem Lackleder, Deckelbezüge aus Fotoprintseide. Die Innendeckel der Kassette mit Muhammad Alis Wahlspruch »Float like a Butterfly, sting like a bee«, serigraphiert auf Goldfolie. – Die mehr als 3.000 Abbildungen (Porträts, Wettkampf- und Backstage-Fotos, Familie, Freunde, Lebensstationen) stammen von mehr als 150 Fotografen und Künstlern, viele davon wurden nie zuvor veröffentlicht. – Enthält Essays über und Interviews mit der Boxsportlegende. – Die Edition wiegt stattliche 34 kg. Naomi Campbell, der Taschen eine ähnlich opulente Edition widmete, bekennt auf der Webseite des Verlages: »Mein Liebling ist GOAT!« – Wer ihr beim Umlegen des Buches behilflich war, bleibt unbenannt.

50 : 50 cm. 792 Seiten, diverse Tafeln.

157  Fotografie – White Line *1.

€ 300 ( R7 )

Photos Thomas Karsten. Digital Graphic Wolfgang Schultheiss. Text John Wood. [Bliesdorf], Galerie Vevais 2008. Mit zahlreichen Abbildungen nach Fotografien. Originalseideneinband mit Blindprägung und -chemise. Zusammen im Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten signierten und nummerierten Silbergelatine-Print (Gesamtauflage 300). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Deutsch-englischer Paralleltext. – Thomas Karsten (geboren 1958) arbeitet als Fotograf seit 1983 für Magazine wie Stern, Art, Capital und Verve. Bisher hat er über 20 Fotobände in verschiedenen Sujets der Aktfotografie veröffentlicht. Beim vorliegenden wagt er den schwierigen Spagat zwischen Kunst und Pornografie. – John Wood (geboren 1947), Professor für Geschichte der Fotografie und Englische Literatur, sagt im Vorwort: »Anders als Pornografie, die bei häufiger Betrachtung immer banaler wird und so den ständigen Nachschub von neuen Fotos notwendig macht, bleibt wahre erotische Kunst ästhetisch bestrickend und sexuell anregend, ganz egal, wie oft man sie sich zu Gemüte führt.«.

30,0 : 34,0 cm. 80 Seiten, 5 Klapptafeln, 1 Fotografie.

158  Irving Penn. Issey Miyake.

€ 400

Photographs. New York, Graphic Society 1988. Mit 46 Farbtafeln nach Fotografien. Weißer Originalpappband mit Schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Auf dem Titelbild von Irving Penn und dem japanischen Modedesigner signiert und gewidmet. – Irving Penn (1917–2009) zählt zu den wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts, besonders bekannt wurde er durch seine Porträts und Modeaufnahmen. Die Aufnahmen entstanden 1988 und zeigen Modelle der 1980er Jahre. Das Buch erschien anlässlich der Issey Miyake-Ausstellung im Pariser Musée des Arts Décoratifs im Herbst 1988. – Mit beiliegender eigenhändiger Grußkarte des Fotografen. – Dazu: Irving Penn. Issey Miyake. Tokyo 1989. 18 Farbtafeln nach Fotografien. Originalpappband. Eins von 1500 Exemplaren. Mit Modellen aus der Saison 1989/1990.

31,0 : 26,5 cm. [96] bzw. [24] Seiten.

159  Leni Riefenstahl. Africa.

€ 900

Köln, Taschen 2002. Mit über 350 farbigen fotografischen Abbildungen. Dunkelblauer Originaleinband in Kassette. Im Originallieferungskarton.

Eins von 2500 Exemplaren der Limited Edition. – Erschienen anlässlich von Riefenstahls 100. Geburtstag. – »Dieses monumentale Buch versammelt ihre Bilder der Nuba, Dinka, Shilluk und Massai. … Riefenstahls perfekt inszenierte Fotografien fangen die Schönheit, Ausdruckskraft und uralten Bräuche dem Untergang geweihter Kulturen ein. Von den einen als gänzlich unpolitische Werke von makelloser Qualität bewundert, erkannten andere in der Verherrlichung physischer Vollkommenheit und dem Kult um Virilität, Mut und ein ekstatisches Gemeinschaftsgefühl eine Fortsetzung altbekannter Muster. … Mittlerweile sind diese Aufnahmen wie auch ihre Rezeptionsgeschichte Gegenstand zahlloser kulturwissenschaftlicher Untersuchungen geworden« (www.taschen.com). – Neben dem Bildteil enthält der opulente Band ein Interview mit der Fotografin (in Englisch, Deutsch, Französisch und Japanisch), ein Bildverzeichnis und eine bebilderte Bio-Bibliografie.

50,0 : 36,0 cm. 564 Seiten. – Tadellos.

160  [Fernando] Scianna. Dormire, forse sognare.

€ 300

Udie, Art& 1997. Mit 77 ganz- und doppelseitigen Abbildungen nach Fotografien und einigen weiteren im Text. Originalpappband mit illustriertem Schutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Die erste Doppelseite mit großer Widmung »Thank you for the great moments we lived together« für Barbara Larcher, die ehemalige Modechefin des Hamburger »Stern«, ergänzt mit kleiner Zeichnung und einer Mailart-Collage. – Der italienische Fotograf Fernando Scianna (geboren 1943) wurde 1989 Magnum-Mitglied. Der Bildband vereint seine einfühlsam-bewegenden Aufnahmen von Schlafenden, die innerhalb von drei Jahrzehnten auf der ganzen Welt entstanden. – Die Umschlagillustration zeichnete Mimmo Paladino.

31,0 : 25,2 cm. 125, [3] Seiten.

161  E[lizabeth] A[lice] Austen. Street Types of New York.

€ 2000

Zwölf Fotogravuren. 1896. 9,5 : 11,1 cm, auf Kartonblätter montiert (17,2 : 22,2 cm). In den Platten signiert.

Gedruckt und verlegt von The Albertype Company, New York. – Alice Austen (1866–1952) zählt zu den frühesten Fotografinnen der USA. Besonders ihre Aufnahmen außerhalb eines Studios waren damals unüblich und bahnbrechend. – Die Bildfolge, nuancenreiche in Braun gedruckte Heliogravüren, umfasst Aufnahmen der damaligen Stadtbevölkerung in Manhattan, insbesondere auf der Straße arbeitende Menschen: Müllfahrer, Droschkenkutscher, Zeitungsjunge, Gemüsehändlerin, Schuhputzer u. a. mehr. – In der originalen Mappe, mit Japanpapier bezogen, Titelaufdruck und der Verlegeradresse im Innendeckel. – Jede Aufnahme mit Austens Copyright von 1896 signiert.

17,8 : 22,8 cm (Mappe). – Vorderdeckel etwas gebräunt, innen tadellos.

162  Bernhard und Hilla Becher. Wassertürme.

€ 2000

Sechs Offsetdrucke nach Fotografien. 1976. Ca. 40 : 31 cm (52 : 40 cm). Alle rückseitig signiert und datiert.

Die vollständige Wasserturm-Folge: Verviers, Belgien. – Verschiebebahnhof Mannheim. – Greencastle, Pennsylvania. – Zeche Concordia, Oberhausen. – Duisburg-Meiderich. – Kirkhamgate bei Leeds, England. – Unter dem Bild typographisch betitelt. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 204 A1–6.

163  Bernhard und Hilla Becher. Greencastle, Pennsylvania.

€ 300

Offsetdruck nach Fotografie. 1976. 40,4 : 30,6 cm (52 : 40 cm). Rückseitig signiert und datiert.

Aus der Wasserturm-Folge. – Unter dem Bild typographisch betitelt. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 204 A3.

164  Boris Becker. Sechs Farbfotografien,

€ 600

Inkjet-Drucke. 1996–2006/2013. Ca. 50 : 60 cm. Rückseitig signiert, datiert und betitelt.

Vollständige Folge der großformatigen Farbfotografien. – Einzeltitel: Moorslede, 1998. – Kontrollraum, 2006. – Laboe, 1996. – Essenausgabe, 2006. – Doha Katar, 2005. – Grand Palais, 1998. – »Boris Becker [geboren 1961] zählt zu den Vertretern der sogenannten ›Düsseldorfer Schule‹ und damit zu der kleinen Riege derjenigen, die bei Bernd und Hilla Becher studiert haben. Beckers Arbeitsweise mag noch an die seiner Lehrer erinnern, seine künstlerische Strategie unterscheidet sich aber in wesentlichen Merkmalen davon. Auch er ist ein Bildersammler, geht jedoch weniger streng und typologisch vor.« (Stephanie Bunk, auf griffelkunst.de). – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 352 C1–6. – Makellos.

165  Denise Bellon. Les plus belles rues de Paris.

€ 450

Sechs Fotografien. 1938/2006. 30,5 : 24 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. Die Fotografien zeigen die Künstler Dali, Arp, Paalen, Masson und Maurice Henry mit verschiedenen Schaufensterpuppen. Die Aufnahmen entstanden 1938 während der Aufbauphase zur »L’Exposition internationale du Surréalisme«. »Mit ihren Aufnahmen gibt die den Surrealisten nahestehende und von Breton beauftragte Photographin [Denise Bellon, 1902–1999] […] das umfassendste Bild der maßgeblich von Breton, Eluard und Duchamp organisierten und eingerichteten Surrealismus-Ausstellung.« – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 342 A1–6. – Tadellos.

166  Anna und Bernhard Blume. Waldeslust. – Im Holz. – Auf der Schwarzwaldhöhe.

€ 450

Duplex-Offsetdrucke mit Lack, nach Fotografien. 1982–1985/2000. 50,0 : 31,5 cm (65,0 : 43,2 cm). Signiert, datiert und betitelt.

Fast schonungslos dokumentarische Fotografien des Künstlerpaars, die Bildinhalte konterkarieren die Bildtitel (oder umgekehrt). – Auf festem Offsetkarton. – Die vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte dreiteilige Folge, Editionsnummern 298 B4–6. – Tadellos erhalten.

167  Thorsten Brinkmann. Ernie. Portraits of a Studiodog.

€ 300

Sechs Farbfotografien, C-Prints. 2011. 29,3 : 22,0 cm (39,3 : 32,0 cm). Rückseitig und auf dem Titelblatt monogrammiert.

Die vollständige Serie in Originalhalbleinenmappe mit Tapetenbezugspapier (Christian Zwang, Hamburg). – Für diese Edition begab sich Thorsten Brinkmann auf ein auch für ihn neues, ungewöhnliches Terrain. Er porträtierte seinen Hund Ernie mit Schmuck behängt, verkleidet als Zebra, Löwe oder mit Halskrause anmutig posierend wie eine ägyptische Grabbeigabe. Was zunächst mehr wie eine spontane Laune wirkt, offenbart bei genauerer Betrachtung eine durchkomponierte und detailreiche Inszenierung. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 342 B1–6. – Tadellos erhalten.

168  Michel Comte. Claudia Schiffer for GQ.

€ 2000

Farbfotografie, Chromogendruck. 1995. 36,2 : 27,3 cm (39,0 : 29,8 cm). Signiert.

Aus der Bildserie, die Michel Comte (geboren 1954) für das New Yorker Magazin GQ (Gentlemen’s Quarterly) aufnahm. – Unten links mit blauem Faserstift signiert, rückseitig mit dem Copyright-Aufkleber.

169  Walter Dahn. Sommer wie Winter.

€ 300

Sechs Farbfotografien. 1999–2003. 23,9 : 35,8 cm (28,0 : 40,0 cm). Rückseitig signiert und datiert »2004«.

Die vollständige Folge mit dem Titelblatt und dem Einleitungstext von Beate Ermacora in der Originalmappe. – Einzeltitel: Blair Witch. – Blatt und Spur. – Der Zerzauste. – Little sculpture thrown away. – Notlandung. – Kleiner Stern im Schnee. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 311 B1–6. – Makellos.

170  Jörg Fahlenkamp. Schwarzwaldstraße, Freiburg.

€ 120

Fotografie, Lambda Color Print. 2000/2007. 60 : 72 cm.

Eins von 100 Exemplaren der Lumas-Edition, hier ohne den signierten Editionsaufkleber. – Fahlenkamps Straßenszenen wirken wie Makroaufnahmen auf Modellbahnanlagen oder LEGO-Bauten. – Auf Aluplatte kaschiert und mit UV-Schutzfolie bezogen. Mit Aufhängung.

171  Günther Förg. Barcelona Pavillon 3.

€ 400

Fotografie. 1989. 21,7 : 29,5 cm (30,5 : 40,5 cm). Rückseitig signiert und datiert.

Blick aus dem Inneren des von Mies van der Rohe für die Weltausstellung 1929 entworfenen deutschen Pavillons mit der Georg Kolbe Skulptur »Morgen« im Innenhof. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 253 C3. – Dazu: Günther Förg. Ohne Titel. Zweifarbiger Linoldruck. 1989. 29,5 : 21,0 cm (40 : 30 cm). Signiert und datiert. Griffelkunst 253 C6. – Beide makellos.

172  Günther Förg. Architektur in Italien.

€ 300

Zwei Fotografien. 1995. 55,3 : 39,2 cm (59,6 : 43,3 cm). Rückseitig signiert und datiert.

I. Palazzo della civilta italiana, Esposizione universale, Rom 1942. – II. Palazzo dei congressi, Esposizione universale, Rom 1942. – Aus der sechsteiligen von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierten Folge, Editionsnummern 279 C1–2.

173  Günther Förg. Architektur in Italien.

€ 450

Drei Fotografien. 1995/1996. 55,3 : 39,0 cm (59,5 : 43,3 cm). Rückseitig signiert und datiert »96«.

I. Villa Malaparte, Capri. – II. Lingotto, Fiat, Turin. – III. Colonia Marina di Chiavari. – Aus der sechsteiligen von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierten Folge, Editionsnummern 279 C4–6.

174  Nan Goldin. Sechs Farbfotografien.

€ 2500

Cibachrome. 1983–1995/1996. 27 : 39 cm (30,5 : 40,5 cm). Alle rückseitig signiert.

Die vollständige Auswahlfolge der bekannten Motive: I. Lynelle in Japanese restaurant, N.Y.C. – II. My room in halfway house, Belmont, MA, 1988. – III. April in the window, N.Y.C., 1983. – IV. Hotel room Zürich, 1995. – V. Kee in bed, E. Hampton, N.Y., 1988. – VI. Honeymoon suite, Nuremberger Eck, Berlin, 1994. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 282 A1–6.

175  Nan Goldin. Lynelle in Japanese Restaurant, N.Y.C.

€ 600

Fotografie, Cibachrome. 1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A1. – Tadellos.

176  Nan Goldin. April in the window, N. Y. C.

€ 750

Fotografie, Cibachrome. 1983/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A3. – Tadellos.

177  Nan Goldin. Kee in bed, E. Hampton, N. Y.

€ 600

Fotografie, Cibachrome. 1988/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A5. – Tadellos.

178  Nan Goldin. My room in halfway house, Belmont, MA. – Honeymoon suite, Nuremberger Eck, Berlin.

€ 1000

Zwei Fotografien, Cibachrome. 1988/1996 und 1994/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 282 A2 und A6. – Tadellos.

179  Nan Goldin. Jimmy Paulette nach der Parade, New York, 1991.

€ 1200

Fotografie, Cibachrome. 1991/1996. 50,7 : 61,0 cm. Rückseitig signiert.

»One of a large series of colour photographs of glamorous drag queens taken in New York, Paris and Berlin in 1991. These are compiled with other photographs of people of ambiguous gender in Goldin’s third published book ›The Other Side‹« (Tate Gallery). – 1996 ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer E 259a – Makellos.

180  Nan Goldin. Amanda in the locker room.

€ 1000

Fotografie, Cibachrome. 1993/1996. 45,5 : 56,0 cm (50,5 : 60,5 cm). Rückseitig signiert.

Eine der beiden von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg großformatig abgezogenen Fotografien. – Editionsnummer E 259b.

181  Dan Graham. Homes for America.

€ 750

Sechs Farboffsetdrucke. 1989. Ca. 24,0 : 30,0 cm (50,0 : 56,0 cm). Jeweils signiert und datiert.

Vollständige Folge, die originalen Fotos des 1942 in Illinois geborenen Fotografen entstanden in den Jahren 1966 bis 1974. – In Originalhalbleinenumschlag, mit einem Text von Dan Graham. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 255 B1–6.

182  F. C. Gundlach. Sechs Modefotografien.

€ 900

1954–1961/1998. 51,0 : 40,5 cm. Rückseitig signiert, betitelt und datiert.

Die vollständige Folge der sechs ausgewählten Fotografien: I. Grit, Berlin 1955. – II. Hamburg 1957. – III. Paris 1954. – IV. Hamburg 1961. – V. Paris 1954. – VI. Berlin 1957. – F. C. Gundlach (geboren 1926) zählt zu den bedeutendsten Modefotografen der Bundesrepublik. Seit Jahrzehnten engagiert er sich auch als Sammler, Kurator und Gründungsdirektor des Hauses der Photographie in den Hamburger Deichtorhallen. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 292 B1–6. – Tadellos erhalten.

183  Raoul Hausmann. Fünf Fotografien.

€ 800

1931–1954/1990. 30 : 40 cm. Rückseitig stempelsigniert.

Abzüge von Originalnegativen aus dem Nachlass, rückseitig mit Nachlass-Stempel. – I. La beauté à la cuisine. 1950. – II. Ombres (chaise). 1931. –III. Ombres (rappe). 1931. – IV. Limoges-Gare. 1954. – V. Reflets (toit de voiture). 1950. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 258 C1–3, 5 und 6.

184  Candida Höfer. Theater Wolfsburg I.

€ 1500

Farbfotografie. 1998. 28,1 : 28,1 cm (30,5 : 40,2 cm). Rückseitig signiert, datiert, betitelt und nummeriert.

Exemplar 13/25. – Einer der für Candida Höfer (geboren 1944) typischen Blicke in einen »entvölkerten« öffentlichen Raum. – Tadellos erhalten.

185  Candida Höfer. Jenischhaus Hamburg.

€ 400

Farbfotografie. 2000. 21 : 21 cm (24 : 24 cm). Rückseitig signiert, datiert, nummeriert und betitelt.

Exemplar 2/50. – Ediert anlässlich der damaligen Ausstellung im Hamburger Jenischhaus. – In Passepartout, tadellos erhalten.

186  Edmund Kesting. Tanz und Tänzerinnen.

€ 750

Sechs Fotografien. 1933–1948/1991. Ca. 30 : 22 cm (40,2 : 30,5 cm).

Vollständige Folge der aus dem Nachlass veröffentlichten Fotomontagen. – Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel. – Porträts von Gret Palucca, Dore Hoyer, Mary Wigman und Aufnahmen von Schülerinnen der Palucca- bzw. Wigman-Schule. – Alle Arbeiten waren für Kesting typische Doppelbelichtungen. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 264 B1–6.

187  Edmund Kesting. Palucca-Schülerin in Dresden. – Ballett Dresdner Oper, Ballerina aus der Wigman-Schule.

€ 400

Zwei Fotografien. 1947/48 und 1935, beide 1991. Ca. 30 : 22,5 cm (40,2 : 30,5 cm).

Aus dem Nachlass veröffentlichte Fotomontagen. – Rückseitig mit dem Nachlass-Stempel. – Für Kesting typische Doppelbelichtungen. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 264 B2 und B5.

188  Edmund Kesting. Dresdner Totentanz.

€ 400

Fünf Fotoarbeiten. 1945–1947/1992. 34,4 : 24,7 cm (40,7 : 30,7 cm).

Fünf beeindruckende surreale Negativ-Positivmontagen. – Die vollständige Auswahlfolge, zusammen mit den Textblättern in der Originalhalbleinenmappe. – Abzüge von den vom Künstler bearbeiteten Originalfilmen aus dem Nachlass, rückseitig mit Nachlass-Stempel und signiert durch »K. Kesting«. – Edmund Kesting (1892–1970) hatte 1923 in Waldens »Der Sturm« ausgestellt. Nach Kriegsende – von 1933 an hatte er Mal- und Ausstellungsverbot – gründete er die Dresdner Künstlergruppe »Der Ruf« und unterrichtete in den Folgejahren an verschiedenen Hochschulen in der DDR. – Enthalten sind: »Tod über Dresden – Blick über Skelett vom Anatomiesaal der Kunstakademie auf Trümmer der Frauenkirche«. – »Sirenen Alarm«. – »Feuersturm«. – »Tote und Trümmer«. – »Toten-Reigen«. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern E 199 I–V.

189  Jürgen Klauke. Securitas.

€ 600

Fotografie. 1986/88. 51,7 : 60,7 cm. Rückseitig signiert.

Durch Langzeitbelichtung auf lichtempfindliche Platten entstandenes Motiv, ähnlich den Schadographien der 1920er Jahre. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 250 A5.

190  Jörg Knoefel. Synapsen.

€ 200

Zehn Farbfotografien. 2001/2002. 14,2 : 18,0 cm (29,4 : 20,4 cm). Rückseitig bezeichnet und datiert.

Die vollständige Auswahl-Folge von Arbeiten des jung verstorbenen Fotografen Jörg Knoefel (1962–2011). – Mit dem Textblatt von Günther Gercken als Beilage in der Originalbox. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 306 B1–10. – Tadellos.

191  Robert Lebeck. Konrad Adenauer, Willy Brandt, Romy Schneider u. a.

€ 1500

Sechs Fotografien. 1955–1981/2010. 30 : 40 cm. Alle rückseitig signiert.

Die vollständige Auswahlfolge. – I. Willi Aderholt mit Mutter und Sohn. 1955. – II. Konrad Adenauer empfängt Winston Churchill im Palais Schaumburg, Bonn 1956. – III. Konrad Adenauer an seinem 90. Geburtstag, Bonn 1966. – IV. Willy Brandt im Speisewagen, Süddeutschland 1973. – V. Romy Schneider, Quiberon 1981. – VI. Deutschland im März 1983. – Robert Lebeck (1929–2014) zählt zu den weltweit bekanntesten Fotoreportern. Er prägte für Jahrzehnte das Erscheinungsbild des »Stern«. – Tadellos erhalten, in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 337 B1–6.

192  Robert Lebeck. Romy Schneider, Quiberon.

€ 750

Fotografie. 1981/2010. 24,5 : 37,0 cm (30 : 40 cm). Rückseitig signiert.

Eins der bekanntesten Porträts der Schauspielerin, entstanden ein Jahr vor ihrem Tod. – Robert Lebeck (1929–2014) war Autodidakt, arbeitete aber bald für die führenden deutschen Zeitschriften als Fotojournalist. Bekannt wurde er durch seine Porträts von Politikern und Prominenten. Die intimen Porträts von Romy Schneider entstanden während ihres Klinikaufenthalts in Quiberon, das Interview-Geschehen wurde 2018 von Emily Atef verfilmt (»3 Tage in Quiberon«). – Lebecks berühmte Fotosammlung ist seit 1994 im Museum Ludwig, Köln, untergebracht. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 337 B5.

193  El Lissitzky. Sechs Porträtfotografien.

€ 600

Silbergelatine. 1924/1985. Ca. 12 : 17 – 22 : 20 cm (39,5 : 29,5 cm). Rückseitig stempelsigniert.

Drei Selbstporträts, darunter die berühmte Mehrfachbelichtung »Der Konstrukteur«, und drei Porträtaufnahmen von Kurt Schwitters, auch darunter Mehrfachbelichtungen, die El Lissitzky neben der Technik des Fotogramms als künstlerische Gestaltungmethode nutzte. – Vollständige Folge der »einmaligen Auflage für die Griffelkunst«, abgezogen von den Originalglasnegativen aus dem Nachlass von Jan Lissitzky. – Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 240 C1–6.

194  Drei Fotografien der deutschen Avantgarde.

€ 500

I. El Lissitzky. Porträt Kurt Schwitters. 1924. 18,6 : 13,3 cm (39,5 : 29,6 cm). Rückseitig mit Stempelsignatur. – II. Laszlo Moholy-Nagy. Aus Skandinavienreise. Ca. 1930/31. 27,2 : 20,2 cm (40,0 : 30,0 cm). Rückseitig mit Nachlass-Stempel und »HMN« monogrammiert. – III. Franz Roh. Sitzender Akt mit Kamm. Um 1925. 24,7 : 17,5 cm (30,0 : 24,0 cm). – Alle aus dem Nachlass ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 240 C5 (1985), 278 A5 (1995) und 293 A4 (1999).

195  Willy Maywald. Pablo Picasso, am Strand nahe Vallauris.

€ 400

Fotografie. 1947/1989. 30,0 : 30,0 cm. Rückseitig mit der Nachlass-Signatur.

Willy Maywald (1907–1985) porträtierte zahlreiche französische Künstler, seine Aufnahmen wurden weltbekannt. – Aus dem Nachlass des Fotografen ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 256 A3.

196  Yana Milev. Membran I. – Membran II.

€ 450

Zwei Fotografien, Lambda Color Prints. 2004/2005. 80,0 : 51,5 cm. Rückseitig signiert.

Je eins von 100 Exemplaren. – Beide rückseitig mit dem signierten Editionsaufkleber. – Yana Milev (geboren 1964 in Leipzig) war bis Anfang der 2000er Jahre als Künstlerin tätig. Nach ihrem Philosophiestudium arbeitet sie nun als Kunstwissenschaftlerin und Kuratorin. Lange Jahre wurde sie von der Galerie Eigen+Art Leipzig/Berlin vertreten. – Lumas-Edition, auf Aluplatte kaschiert, mit UV-Schutz und Acyrlglasplatte. Mit Aufhängung.

197  Lucia Moholy. Bauhausneubau, Dessau. Werkstättenbau (1925/26).

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1926. 8,3 : 10,8 cm (9 : 14 cm).

Eine der berühmten Architekturaufnahmen von Lucia Moholy, der Ehefrau von Laszlo Moholy-Nagy. – Rückseitig typographisch signiert und ausführlich betitelt. – Dazu: Luftaufnahme des Dessauer Bauhauses. Fotopostkarte. Um 1927. 8,8 : 13,7 cm. Junkers-Luftbild. Mit Trockenstempel J. Bettenhausen, Dresden.

198  László Moholy-Nagy. Sechs Fotografien.

€ 450

Silbergelatine. 1928–1930/1994. 29 : 20 cm (40 : 30 cm).

Vollständige Folge der ersten bei der Griffelkunst erschienenen Auswahl: I. La Sarraz. 1928/30. – II. Ascona. 1925/1930. – III. Las Sarraz. 1928. – IV. Lucia Moholy-Nagy, Dessau 1925/28. – V. Quai, Skandinavien. 1930/31. – VI. La Sarraz. 1928. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass des Künstlers. – Rückseitig monogrammiert »HMN«. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 274 A1–6.

199  László Moholy-Nagy. Sechs Fotografien.

€ 600

Silbergelatine. Um 1930/1994. 26–28 : 20 cm (40 : 30 cm).

Vollständige Folge dieser Auswahlsammlung: I. Universe. Um 1936. – II. Bexhill on Sea, Mendelsohn. Um 1936. – III. Berliner Funkturm. Um 1928. – IV. Lucia. Um 1926. – V. Skandinavienreise. Um 1930. – VI. Blumenphotogramm. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass des Künstlers. – Rückseitig monogrammiert »HMN«. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 278 A1–6.

200  Oskar Nerlinger. Photogramme.

€ 450

Sechs Abzüge von Seidenpapiermontage. 1925–1928/1992. 29,8 : 23,4 cm. Rückseitig mit Nachlass-Signatur.

Vollständige Folge nach den Ende der 1920er Jahre entstandenen Originalen. – Um 1920 gewannen in Nerlingers (1893–1969) Schaffen konstruktivistische Elemente zunehmend Bedeutung, von 1922, bis 1924 arbeitete er in Weimar in enger Verbindung zum dortigen Bauhaus. Nach der Trennung vom »Sturm« gehörte Nerlinger der Gruppe »Die Abstrakten« an und gründete in Berlin eine eigene Werbeagentur. Beiträge von ihm und seiner Frau Alice Lex-Nerlinger erschienen u. a. in »Hier kommt der neue Fotograf« und Hans Richters Zeitschrift »G«. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 269 C1–6.

201  Paul Nougé. Subversion des images.

€ 300

Sechs Fotografien. 1968/2012. 19,0 : 19,0 cm (30,5 : 24,0 cm).

Die vollständige Auswahlfolge von sechs der 19 Fotografien, die 1968 in Nougés (1895–1967) Fotobuch »Subversion des images« veröffentlicht wurden. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass im Archives et Musée de la Littérature, Brüssel. – Mit dem Nachdruck der Originalausgabe und einem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 348 A1–6. – Tadellos.

202  Ralf Peters. Schwimmbäder.

€ 900

Farbfotografie, Lambda Color Print. 1999. 90 : 90 cm (96 : 96 cm).

Großformatige Laserbelichtung auf Kodak Professional Fotopapier. – Unter der Darstellung typographisch signiert. – Ralf Peters, geboren 1960, wandte sich 1998 der Fotografie zu. Seine erste konzeptionelle Fotoserie »Tankstellen« kann als Hommage an die Bildkompositionen von Ed Ruscha und Edward Hopper aufgefasst werden. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer E 312. – Gerollt, mit dem signierten Editionsvermerk als Beilage. – Tadellos erhalten.

203  Pablo Picasso [et] André Villers. Diurnes.

€ 750

Découpages et photographies. Texte de Jacques Prévert. Paris, Berggruen 1962. 17 (von 30) Tafeln mit Foto-Demontagen. Mit den Textseiten lose in Originalumschlag und farbig illustriertem Originalleinenschuber.

Eins von 900 Exemplaren (Gesamtauflage 1000). – Die außergewöhnlichen Fotografiken waren Gemeinschaftsarbeiten: Picasso schuf Scherenschnitte mit Silhouetten von Köpfen, Menschen und Tieren, die der Fotograf André Villers bei der Belichtung seiner Fotografien als Schablonen verwendete. – Die farbige Titelschrift auf dem Umschlag, auf der Kassette um Zeichnungen ergänzt, wurde nach Picassos Entwurf mit Schablonen gedruckt.

41,0 : 31,0 cm. 18, [2] Seiten, 17 Tafeln, 15 Doppelblätter. – Es fehlen die Blätter 1, 1–21 und 26–30.

Vgl. Goeppert/Cramer 115. – Bloch livres 112. – Kibbey 1463

204  Sigmar Polke. Die Waschung der Lineale.

€ 1000

Sieben Fotografien. 1972/1999. 26,1 : 36,0 cm (30,0 : 40,0 cm).

Die vollständige Folge. – Mit dem Textblatt (Text von Ernst Mitzka und Druckvermerk) in lose in der Originalhalbleinenmappe. – Auf dem Textblatt von Künstler und Autor signiert. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer E 313. – Tadellos.

Becker / Von der Osten 139

205  Dirk Reinartz. New York 1974.

€ 300

Sechs Fotografien. 1974/2014. 27,5 : 19,0 cm (39,5 : 29,5 cm).

Vollständige Folge der sechs aus dem Nachlass edierten Fotografien. – In der Originalhalbleinenmappe mit dem Textfolder. – Dirk Reinartz (1947–2004) wurde 1970 als jüngster Reportagefotograf in der Redaktion des Stern eingestellt. Später arbeitete er für »Spiegel«, »Zeit«, »GEO« und »Life«. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 353 C1–6.

206  Albert Renger-Patzsch. Sibirischer Tiger im Dresdner Zoo.

€ 500

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1927. 12,1 : 8,4 cm (14,1 : 9,0 cm).

Rückseitig typographisch signiert: Renger-Patzsch, Harzburg. – Nachdem Albert Renger-Patzsch (1897–1966) sein in Dresden begonnenes Chemiestudium nach kurzer Zeit abgebrochen hatte, entstanden, angeregt durch Karl Ernst Osthaus, in den 1920er Jahren erste Aufnahmen für eine im Folkwang-Auriga-Verlag geplante Buchreihe »Die Welt der Pflanze«. Ab 1926 arbeitete Renger-Patzsch als freier Fotograf. Die Tier-Aufnahme ist eventuell noch während seiner kurzen Zeit in Dresden entstanden. – Am Unterrand und rückseitig beschrieben. – Sehr selten, gut erhalten.

207  Albert Renger-Patzsch. Arena di Verona.

€ 1800

Fotografie (Vintage, Silbergelatine). Um 1935. 22,7 : 16,7 : cm (22,9 : 16,9 cm).

Rückseitig mit dem Essener Atelier-Stempel »Renger-Foto D.W.B.« und mit »26« bezeichnet. – Auf Agfa Brovira Papier. – Die Aufnahme verdeutlicht Renger-Patzschs typische Gestaltungsmittel: Bildausschnitt und starke Hell-Dunkel-Kontraste lenken den Blick des Betrachters mehr auf die Eigenschaften als auf den Anblick des Bauwerks. Einmal mehr entstand damit eine Fotografie, die weit über eine dokumentarische Aufnahme hinausreicht. – Ehemals im Besitz von Hans Mardersteig, entstanden wohl für einen zu dieser Zeit geplanten Italien-Bildband von Renger-Patzsch, der aber nie publiziert wurde.

208  Albert Renger-Patzsch. Mobilar. – Büro.

€ 1200

Zwei Fotografien (Vintages, Silbergelatine). Um 1940. 17 : 23 cm.

Die Aufnahmen entstanden wohl im Zusammenhang mit den folgenden Bildern in einem Schullandheim oder einer kirchlichen Einrichtung. Beide Fotografien sind aber (im Gegensatz zu einigen der folgenden) frei von jeder dokumentarischen Funktion; vielmehr sind Bildaufbau und Sujet ganz auf Objekt, Perspektive und Hell-Dunkel-Kontrast ausgerichtet. – Beide mit dem Essener Atelierstempel »Renger-Foto D.W.B« und einer Bleistiftnummer (13 bzw. 44/39/6). – Die zweite Aufnahme auf »Agfa Brovira« abgezogen, oben links mit Eckeinriss.

209  Albert Renger-Patzsch. Fassade. – Hoftor. – Flur in Dachgeschoss.

€ 900

Drei Fotografien (Vintages, Silbergelatine). Um 1940. Je 23 : 17 cm.

Die Aufnahmen zeigen wahrscheinlich das Hotel Wasserfuhr und das angeschlossene Haus in Altenberg/Dhünntal. Der dortige »Bergische Dom« wurde seit 1857 simultan von der römisch-katholischen und der evangelischen Gemeinde genutzt und war Ziel vieler Wallfahrten und Freizeiten. – Rückseitig mit dem Essener Atelierstempel, der Renger-Patzsch als Mitglied des Deutschen Werkbundes auswies, und verschiedenen Bleistiftnummerierungen. – Bild 2 auf Agfa Brovira.

210  Albert Renger-Patzsch. Wallfahrt und Freizeit in Altenberg.

€ 900

Sieben Fotografien (Vintages, Silbergelatine). Um 1940. Je 17 : 23 cm.

Renger-Patzsch dokumentierte eine kirchliche Großveranstaltung am »Bergischen Dom« in Altenberg. Das dortige Hotel Wasserfuhr und das »Haus Altenberg« auf dem Domgelände waren auch während der Zeit des Nationalsozialismus, trotz wiederholter Kontrollen und Besetzungen durch Polizei und Gestapo, Ausrichtungsort kirchlicher Jugendveranstaltungen. – Drei Aufnahmen im Inneren, vier mit Prozession und Freiluftpredigt. – Alle mit dem Essener Atelierstempel »Renger-Foto D.W.B.« und diversen Bleistiftnummerierungen. – Eine Aufnahme auf Agfa-Brovira.

211  Franz Roh. Akte.

€ 600

Sechs Fotografien. 1922–1928/1999. 24 : 30 cm.

Vollständige Folge der aus dem Nachlass edierten Fotografien. – Franz Roh (1890–1965) zählt zu den wichtigsten Vertretern der modernen Fotografie der 1920er Jahre. Er publizierte auch bedeutende Fotobücher, u. a. das legendäre »foto-auge« (1929). – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 293 A1–6.

212  J. Roseman. 31 Fotografien von Gemälden Moïse Kislings.

€ 900

(Vintages, Silbergelatine). Um 1925. Ca. 25 : 20 cm. Rückseitig mit dem Atelier- und dem Copyright-Stempel des Fotografen und alle eigenhändig(?) betitelt.

Der für fotografische Reproduktion von Kunstwerken der Moderne bekannte J. Roseman (bekannt sind von ihm Aufnahmen mit Skulpturen Archipenkos und Rodins), war im Paris der 1920er Jahre tätig. Sein Atelier befand sich am Boulevard Raspail. – Moïse Kisling (1891–1953) studierte in Krakau bevor er 1910, als junger Mann, nach Paris kam. Nach dem ersten Weltkrieg verkehrte er in der berühmten Künstlerkolonie »La Ruche« (der Bienenkorb), im 15. Arrondissement, zeitweise mit Guillaume Apollinaire, Alexander Archipenko, Ossip Zadkine, Marc Chagall, Max Pechstein, Amedeo Modigliani (der ihn porträtierte) u. v. a. – Der dokumentarische Wert der 31 großformatigen Fotografien wird durch Angaben zu den damaligen Eigentümern auf jedem Foto gesteigert. Namentlich werden Sammler in Berlin, Köln, Paris, Oslo und Philadelphia genannt – die DSGVO galt damals noch nicht. – Alle sehr gut erhalten. – Aus einer Berliner Privatsammlung.

213  August Sander. Wohltätigkeitsvorstellung »Die Puppenfee«

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1905. 8,9 : 13,8 cm.

August Sander (1876–1964) begann seine Laufbahn als Fotograf im österreichischen Linz. Für die dortige »Photographische Kunstanstalt« Greif arbeitete er ab 1901 als Angestellter, 1902 übernahm er das Atelier, zunächst gemeinsam mit Franz Stukenberg. 1904 wurde Sander Alleineigentümer des »Atelier für bild-mäßige Photographie« und nahm an Ausstellungen und Wettbewerben teil. In diese Zeit fallen die auf breiter Front geführten Diskussionen um eine Erneuerung der Fotografie. »Der ›Piktoralismus‹ der Jahrhundertwende und die kommerzielle Studiophotographie gerieten mehr und mehr ins Kreuzfeuer der Kritik. Vor allem beim Portrait wurde der Ruf nach mehr Lebensnähe und Authentizität laut. August Sander fand sich hier in seiner eigenen Suche nach neuen gestalterischen Mitteln bestätigt – und anerkannt. Als die Familie 1909 nach Köln übersiedelte, waren die Grundlagen für die weitere Entwicklung seines photographischen Werks gelegt« (Katalog Linz, Stiftung Kultur Köln).
Nur die erste Fotografie konnten wir im Katalog »August Sander – Linzer Jahre« nachweisen (dort KatNr. 102). Die folgenden drei entstanden wohl bei der gleichen Vorstellung, zwei weitere als Freiluftaufnahmen, möglicherweise im Theatergarten. Alle sechs Fotografien zählen zu den frühesten publizierten Arbeiten August Sanders – und dieser wiederum zu den stilprägendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts.

214  August Sander. Acht Tänzerinnen.

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1907. 8,9 : 13,8 cm.

Vgl. KatNr. 213.

215  August Sander. Vier Kavaliere.

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1907. 8,9 : 13,8 cm.

Vgl. KatNr. 213.

216  August Sander. Trommelnde Häschen.

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). 1907. 8,9 : 13,8 cm.

Vgl. KatNr. 213.

217  August Sander. Schauspielerinnen in Trachtenkostümen (Balkan?)

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1906/07. 8,9 : 13,8 cm.

Vgl. KatNr. 213.

218  August Sander. Schauspielerinnen in Trachtenkostümen (Holländerinnen).

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1906/07. 8,9 : 13,8 cm.

Vgl. KatNr. 213.

219  Ulf Saupe. Sleepy.

€ 350

Fotografie, Lambda Color Print. 2002/2004. 101,3 : 105,0 cm. Rückseitig signiert.

Exemplar 30/100. – Rückseitig mit dem signierten Editionsaufkleber. – Ulf Saupe (geboren 1979) studierte an der Kunsthochschule Kassel bei Floris Neusüss und Renate Heyne, später war er Assistent bei Georg Dokoupil. Saupe lebt und arbeitet in Berlin. – Lumas-Edition, auf Aluplatte kaschiert und mit UV-Schutzfolie bezogen. – Mit Aufhängung.

Ecken und Kanten minimal bestoßen.

220  Christian Schad. Schadographien.

€ 300

Sechs Photogramme. 1962–1975/2000. 21,5 : 16,5 cm (30,3 : 23,8 cm).

Die vollständige Auswahlfolge mit den Schadographien 44, 57, 59, 63 und 75b, entstanden 1962/63 und 126, entstanden 1975. – Christian Schad (1894–1982) hatte bereits in seiner Dada-Zeit 1919 erste Photogramme geschaffen. Diese Bilder entstanden durch die Belichtung von Fotopapier mit aufgelegten Objekten. In den 1960er Jahren wandte er sich dieser künstlerischen Gestaltungsform nochmals zu. – Mit dem Textblatt in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 297 A1–6. – Tadellos.

221  Toni Schneiders. Zwischen Freiheit und Form.

€ 300

Sechs Fotografien. 1950–1965/2015. 30,5 : 24,0 cm.

Die vollständige Auswahlfolge der aus dem Nachlass einmalig publizierten Fotografien: Karussell, Dom, Hamburg. 1950. – Wasserkreise. 1952. – Eiffelturm, Detail, Paris. 1955. – Auf dem Markt von Sarajewo, Jugoslawien. 1965. – Idiotenhügel, Skiläufer. 1956. – Spiegelnde Scheiben. 1952. – Toni Schneiders (1920–2006) hatte 1949 die Gruppe »fotoform« gegründet. »… wenn es mir gelingt, nur ein wenig vom Zauber des Lichtes und einen Hauch von Poesie in meinen Bildern sichtbar zu machen, ist mir dies Glück genug« (Toni Schneiders, 1982). – Mit dem Textblatt in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 358 B1–6. – Tadellos.

222  Bruno Schroeter. Berliner Architektur.

€ 600

Fünf Fotografien (Vintages, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1930. 10,5 : 14,8 cm.

Ediert vom Deutschen Kunstverlag, Bildnummern 50, 51, 54, 57 und 58: Shellhaus (zwei Ansichten). – Großkraftwerk Klingenberg (Rummelsburg). – Schaltwerk Siemens-Schuckert-Werke. – Wernerwerk der Siemens- und Halske AG. – Dazu: Werner Obigt. Kirche am Hohenzollernplatz (Berlin Wilmersdorf). Fotografie (Vintage, Silbergelatine, rückseitig mit Postkartenaufdruck). Um 1930. Ediert vom Deutschen Kunstverlag, Bildnummer 133. – Sehr gut erhalten, nur eine als Postkarte benutzt.

223  Ré Soupault. Photographin der magischen Sekunde.

€ 300

Sechs Fotografien. 1934–1936/2011. 30,5 : 23,8 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass der Fotografin (1901–1996). – Die Folge beinhaltet zwei Straßenszenen, zwei Aufnahmen des Bahnhofs St. Lazare in Paris und zwei von einem Fest zum Wahlsieg der Volksfront unter Léon Blum, Paris 1936. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 343 B1–6.

224  Anton Stankowski. Foto-Auge.

€ 500

Fotomontage. 1927/1980. 21 : 28,4 cm. Rückseitig signiert.

Dazu: Selbstportait. Simultanvergrößerung. 1938. 25 : 18,7 cm. – Glas-Ei. Fotogramm. 1927. – Anti Krieg. Fotomontage. 1927. – Alle vier auf Karton montiert, auf dem Fotoabzug rückseitig signiert und datiert. – Einmalige Auflage, ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 218 A1 und A4–6.

225  Carl Strüwe. Formen des Mikrokosmos.

€ 10000

27 Fotografien (Silbergelatine). 1928–1955. 22,7 : 16,7 cm.

Umfangreiche Auswahl aus den spektakulären Mikroskopaufnahmen, die der Fotograf (1898–1988) seit Ende der 1920er Jahre machte. Anregungen mögen die Aufnahmen von Karl Blossfelds »Urformen der Kunst« und möglicherweise auch Hans Kaysers »Urformen der Natur« gewesen sein. – Alle mit dem Atelierstempel »Carl Strüwe Bielefeld« und dem Stempel mit dem Buchtitel. Sieben Aufnahmen sind zudem mit Bleistift betitelt. – Auf Agfa-Papier. – Auswahl aus den 27 vorhandenen Fotografien (nach dem Archiv des Künstlers): Kristalle von Ammoniumsulfat. 1928. – Kieselalge. 1928. – Schneckenzunge als laufendes Raspelband. 1928. – Spiralmechanik Sporenkapsel. 1929. – Reflexe am Seidengewebe. 1929. – Flugsamen der Espe. 1929. – Bau einer Urpflanze. 1930. – Brennhaare der Nessel. 1933. – Leuchtbild des Kanalsystems der Schwertlilie. 1934. – Diatomeen. 1938. – Bau des Knochenbälkchens beim Menschen. 1951. – Insektendrama. 1955. – Endzeit-Melancholie. 1959 (?). – Großer Märchenvogel. Schale der Meerassel. 1947. – Spitzlicht an Diatomeen. 1947. – Zellen im Maisstengel. – Rhythmische Konturen. – 1955 erschien »Formen des Mikrokosmos« mit 96 Fotografien im Prestel-Verlag. – Alle tadellos.

226  Thomas Struth. Paradies.

€ 1200

Sechs Farbfotografien (Pigment-Inkjetdrucke). 2004. 30,7 : 39,0 cm (32,7 : 48,0 cm). In der Mappe signiert.

Vollständige Folge, mit dem Textblatt lose in der Originalmappe, diese auf dem Innendeckel signiert. – Einzeltitel: Juquehy. – Sao Francisco de Xavier. – Yakushima. – Daintree. – Xi Shuang Banna. – Yosemite National Park. – »Struths ›Paradies‹, das ist nicht der liebliche Garten, in dem sich Mensch und Natur zur Einheit verbinden, sondern der unheimliche, verschlossene Ort, der von einer Ordnung bestimmt ist, die den Schritten des Menschen, seinem Erkennen nicht (mehr) zugänglich ist. Erinnern wir uns: Damals sind wir hochkant rausgeflogen, weil wir alles ganz genau wissen wollten. Mit unserer Neugier nach letzter Erkenntnis und daraus resultierender Macht ging die Unschuld verloren. Seitdem stehen wir außen vor, der Lebensbaum blieb drin.« (Christoph Heinrich im Vorwort). – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 316 B1–6. – Makellos.

227  Ralf-Rainer Wasse. Mensch und Arbeit.

€ 400

Zehn Fotografien (Vintages, Silbergelatine). Um 1985. Ca. 20 : 14 cm.

Ralf-Rainer Wasse (geboren 1942, lebt bei Chemnitz) erhielt 1985 den Auftrag für eine Fotoserie »Mensch und Arbeit« mit Porträts von Werktätigen in Betrieben des Erzgebirges. Seine Aufnahmen bestechen heute wie damals durch eine schonungslose Darstellung der sozialistischen Realitäten im Arbeitsalltag. Die Serie wurde nie publiziert. – Rein formal orientiert sich Wasse gerade bei Aufnahmen ohne Porträt an den großen Vorbildern der klassischen Moderne: Bilddiagonale, Licht-Schatten-Kontrast und extreme Tiefenschärfe lassen Paul Wolff, Renger-Patzsch aber auch Rodschenko erahnen. – Bildmotive im Konvolut: Schornsteine (3), Containerlager, Eisenbahnloren, Werkbank und Werkzeug (5). – Alle sehr gut erhalten.

228  Ralf-Rainer Wasse. Mensch und Arbeit.

€ 300

Drei Fotografien (Vintages, Silbergelatine). 1985. 57 : 50 cm. Rückseitig signiert.

Aus dem oben beschriebenen Bildmaterial »Mensch und Arbeit« von Ralf-Rainer Wasse (geboren 1942) für Präsentation und Ausstellung ausgewählte Motive, abgezogen im Großformat: Betriebsgelände mit Eisenbahngleis. – Zwei Arbeiter vor Tonrohren. – Tonrohrbruch. – An der Spinnmaschine. – Sehr gut erhalten.

229  Ralf-Rainer Wasse. Mensch und Arbeit.

€ 300

40 Fotografien (Vintages, Silbergelatine). Um 1985. 20 : 14 cm.

Menschen bei der Arbeit. – Die Aufnahmen entstanden in Gießerei, Spinnerei, Keramikfabrik, Textilverarbeitung und Verwaltung, wohl alle im damaligen Bezirk Karl-Marx-Stadt, heute Chemnitz, wo der Fotograf (Jahrgang 1942) damals lebte. – 30 Aufnahmen mit Menschen an Maschinen und am Arbeitsplatz, fünf Porträts, fünf mit Betriebsanlagen und Architektur. – Einige kleinformatige Abzüge und zwei Dubletten als Beigabe. – Dazu: Einige Briefe des Bezirkskunstzentrums Karl-Marx-Stadt an den Fotografen zum Fortgang der Arbeiten.

230  Ralf-Rainer Wasse. Mensch und Arbeit.

€ 200

Acht Fotografien (Vintages, Silbergelatine). 1985.

Im Schlachthof. Vier Fotografien. 21, 5 : 16,5 cm (30,0 : 23,8 cm). – Schleifmaschine. Zwei Fotografien. 14 : 20,5 cm (18 : 24 cm). – Tonrohrbruch. 57 : 50 cm. Rückseitig signiert. – Betrieb im Erzgebirge. 57 : 50 cm. Rückseitig signiert. – Auswahl des Fotografen, für Präsentationszwecke breitrandig bzw. großformatig abgezogen.

231  Wols. Pavillon d’Elégance.

€ 750

Sechs Fotografien. 1937/1996. Ca. 26,0 : 17,5 cm (38,0 : 29,0 cm).

Abzüge von den Originalnegativen aus dem Nachlass. – Die Serie »Pavillon d’Elégance« entstand 1937 in Paris. – Dazu: Wols. Sechs Fotografien. 1939–1951/1998. Ca. 26,0 : 18,0 cm (40,0 : 30,0 cm). – Zwei vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte Folgen, Editionsnummern 284 B1–6 und 290 A1–6.

232  Petra Wunderlich. Carrara, Italien, I–VI.

€ 300

Sechs Fotografien. 1989/2005-2006. 24 : 34,5 cm (30,5 : 40 cm). Alle rückseitig signiert.

Die vollständige Auswahlfolge. – Petra Wunderlich (geboren 1954) »photographiert mit einer 5 x 7 Mittelformatkamera frühmorgens im ersten Licht und von einem erhöhten Standort aus. Den Ausschnitt im Querformat wählt sie so, dass kein Horizont im Bild zu sehen ist – und auch keine Menschen. Diese Perspektive verbindet ihre verschiedenen Werkgruppen ebenso wie ein gemeinsames inhaltliches Interesse. Wunderlichs Photographien folgen dem Prinzip der Serie, wobei die Themenkomplexe Kirchenbauten und Steinbrüche im Mittelpunkt stehen.« (griffelkunst.de). – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 324 B1–6.

233  Helmut Ziebarth. Ost-Berlin.

€ 500

24 Fotografien. 1980er Jahre. 18: 26 cm (24 : 30 cm).

Die einfühlsamen Bilder – Ostberliner Straßen, Hinterhöfe und Fassaden der 1980er Jahre – voller Tristesse und Verfall. – Alle rückseitig mit dem Stempel des Hinterhof-Fotografen vom Prenzlauer Berg, über den kaum biographische Details ermittelt werden konnten. Der Stempel stammt aus der Nachwendezeit. Helmut Ziebarth starb 1992, 1994 hatte er eine erste Ausstellung (die wir nicht nachweisen konnten, vgl. aber eine Bemerkung im Magazin der Berliner Zeitung vom 24./25. April 1999). – Schöne breitrandige Abzüge, eventuell für die erwähnte Ausstellung. – Makellos.

234  Tobias Zielony. Jenny, Jenny.

€ 600

Sechs Farbfotografien, Ink-jet. 2013. 47 : 32 cm. Rückseitig signiert.

Vollständige Folge mit folgenden Motiven: Licht. – Haare. – Front. – Piercing. – Bett. – Himmel. – In der farbig illustrierten Originalmappe. – »Wie im Film wechselt Tobias Zielony [geboren 1973] in seinen photographischen Serien verschiedene Einstellungen von disparaten Momenten ab, die erst durch das Nebeneinander zu einem Zeit-Raum-Kontinuum und damit zu einer Erzählung zusammengeführt werden.« (Stephanie Bunk auf griffelkunst.de). – 2015 ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 357 C1–6.

235  Pablo Zuleta Zahr. Baquedano K1.

€ 450

Fotografie, Lambda Color Print. 2004. 95,2 : 130,2 cm (100 : 135 cm). Rückseitig signiert.

Exemplar 34/100. – Rückseitig mit dem signierten Editionsaufkleber. – Lumas-Edition, auf Aluplatte kaschiert, mit UV-Schutz und Acyrlglasplatte. Mit Aufhängung.

236  Pablo Zuleta Zahr. Alexanderplatz K1.

€ 450

Fotografie, Lambda Color Print. 2004. 111,6 : 101,4 cm (130 : 120 cm). Rückseitig signiert.

Exemplar 63/100. – Rückseitig mit dem signierten Editionsaufkleber. – Pablo Zuleta Zahr (geboren 1978 in Chile) studierte seit 1999 an der Düsseldorfer Kunstakademie, 2006 war er Meisterschüler von Thomas Ruff. Seit 2004 ist er bei vielen internationalen Fotoausstellungen vertreten. – Lumas-Edition, auf Aluplatte kaschiert, mit UV-Schutz und Acyrlglasplatte. Mit Aufhängung.