ChristianHesse

Französische Künstlerbücher | Hesse-Auktionen
Französische Künstlerbücher

686  Georges Braque – Fernand Mourlot. Braque Lithographe.

€ 150

Notices et catalogue. Préface de Francis Ponge. Monte Carlo, André Sauret 1963. Mit drei Farblithographien, davon eine zweifach auf dem Umschlag, eine als Frontispiz und eine als Titelvignette, sowie 146 farbigen Abbildungen. Originalbroschur mit -umschlag im -schuber.

Eins von 4000 nummerierten Exemplaren, daneben erschien eine Vorzugsausgabe von 125 Exemplaren mit zwei signierten Lithographien. – Inhaltlich überholt, buchkünstlerisch aber unübertroffen, hier zudem tadellos erhalten.

32 : 25 cm. [2], 193, [7] Seiten.

Vallier 188

687  Vuillard. – Bonnard. – Braque – Drei Werkverzeichnisse.

€ 500

Monte Carlo, Sauret 1948–1963. Mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen. Farbig illustrierte Originalbroschuren im Schuber.

I. Claude Roger-Marx. L’œuvre gravé de Vuillard. 1948. – II. Claude Roger-Marx. Bonnard Lithographe. 1952. – III. Fernand Mourlot. Braque Lithographe. Préface de Francis Ponge. 1963. Mit drei Farblithographien. – Druck der Lithographien und lithographischen Abbildungen bei Mourlot. – Tadellos.

32 : 25 cm.

688  Sechs Kataloge der Galerie Berggruen, Paris.

€ 300

Paris 1957–1973. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

I. 23. Pierre Soulages gouaches et gravures. 1957. – II. 29. Klee & Kandinsky une confrontation. 1959. – III. 33. Klee lui-même. 20 œuvres: 1907–1940. 1961. – IV. 35. Robert Delaunay. Première époque 1903–1910. 1961. – V. 52. Kandinsky aquarelles & dessins. 1972. – VI. 54. Œuvres cubistes. Braque, Gris, Léger, Picasso. 1973. – Meist in Auflagen von etwa 1000–1500 Exemplaren erschienen. – Die Umschläge wurden nach Arbeiten der Künstler zum Teil bei Mourlot farblithographisch gedruckt. – Gut erhalten. – Heinz Berggruen (1914–2007) emigrierte 1936 in die USA und kam als US-Soldat nach Frankreich. Im Paris der Nachkriegszeit wurde er, ohne später selbst genau sagen zu können wie, Kunsthändler – für Jahrzehnte einer der weltweit bedeutendsten und erfolgreichsten.

22 : 11 cm.

689  Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

€ 2000

Paris, Verve 1960. Mit 47 Lithographien, davon 24 farbigen und einer weiteren doppelblattgroßen Farblithographie auf dem Einband. Originalpappband.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«. – In den Jahren 1958 und 1959 entstanden weitere Zeichnungen zur Bibel, »ohne eigentlich an ein Illustrieren der Bibel selbst zu denken«. Die vorliegende Verve-Ausgabe enthält die Reproduktionen dieser Zeichnungen auf 96 Tafeln, wiederum angereichert mit Farblithographien und diese mit den rückseitig aufgedruckten vignettenartigen, einfarbigen Lithographien. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den 96 Tafeln. – Farbfrisches Exemplar.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

690  Marc Chagall. Glasmalereien für Jerusalem.

€ 800

Text von Jean Leymarie. Mit zwei Originallithographien. Monte Carlo, André Sauret 1962. Mit zwei blattgroßen Farblithographien. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Erste deutsche Ausgabe. – 1961 entstanden die zwölf Fenster für die Synagoge der Hadassah-Universitätsklinik in Jerusalem, der vorliegende Band dokumentiert den künstlerischen Entstehungsprozess. – Charles Sorlier übertrug 36 Entwürfe Chagalls auf Stein; wie die beiden Originallithographien wurden diese dann in zahlreichen Farben bei Mourlot gedruckt. – Deutsche Ausgabe in der Übersetzung von U. R. Hemmerich. – Tadellos. – Dazu: Jacques Lassaigne. Le Plafond de l’Opéra de Paris par Marc Chagall. 1965. – Chares Sorlier. Die Keramiken und Skulpturen von Chagall. Vorwort von Andé Malraux. 1972. – Beide mit einer Farblithographie von Marc Chagall. Originalleinenbände.

Cramer 49, 61 und 89. – Mourlot 365/366, 434 und 646

691  Jean Cocteau – Geneviève Laporte. Sous le manteau de feu.

€ 1500

Poèmes. Douze lithographies originales de Jean Cocteau. Préface d’Armand Lanoux. Paris, Joseph Foret 1955. Mit zwölf Lithographien, davon acht farbig. Lose Doppelblätter in farbig lithographiertem Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 55 Vorzugsexemplaren auf Velin de Rives mit einer Extrasuite der Lithographien mit Remarquen auf Papier von Marais (Gesamtauflage 227). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Teile des Titels wurden nach der Handschrift Cocteaus lithographiert. – Mit einer Ausnahme entstanden die Gedichte und die Lithographien 1953 und 1954. Lediglich das hingebungsvolle Gedicht »A Pablo Picasso« datiert bereits 1951. In diesem Jahr begann die Dichterin Geneviève Laporte (1926–2012) nach ihrer Rückkehr aus den USA ein geheimes Liebesverhältnis mit Picasso, der damals noch mit Françoise Gilot liiert war.

42 : 34 cm. [44] Seiten, 12 Lithographien.

Monod 6824

692  Max Ernst. La Femme.

€ 1200

100 Têtes. Paris, Carrefour 1929. Mit 147 Reproduktionen von Collagen. Halblederband mit vergoldetem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Eins von 900 Exemplaren auf Vélin teinté (Gesamtauflage 1000). – Der Originalbroschurumschlag hinten eingebunden. – Der erste von drei Bildromanen, 147 Bilder (Strichätzungen nach Collagen) mit begleitenden Bildunterschriften und dem bedeutenden Vorwort von André Breton. – »Breton, Tzara, Aragon und Soupault sahen bereits in den frühen Collagen von Max Ernst eine unmittelbare Bestätigung des Surrealismus, jedoch erst zwischen 1929 und 1934 gelangen dem Künstler die drei großen Meisterwerke der surrealistischen Buchkunst, die Collageromane. Mit ihnen schuf Ernst eine völlig neue Bildsprache, eine alogische Poesie. […] Der Betrachter sieht sich einer Flut von Bildern gegenüber, die durch die beigegebenen Titel keineswegs begrifflich faßbar werden.« – »Dank der Collage gelingt es Max Ernst, wie es André Breton in seiner Anweisung für den Leser der ›Femme 100 têtes‹ geschrieben hat, ›über den Abgrund zu springen‹. Seit 1925 hatte Max Ernst in seinem Werk fast alles direkte Malen und Zeichnen aufgegeben und dieses durch ein System indirekter, halbautomatischer Fertigungsweisen ersetzt. Er ließ seine Collagen drucken, wie ein Schriftsteller seinen Text drucken lässt« (Erhart Kästner, Frottagen und Collagen in Brusberg, Dokumente 3).

26 : 20 cm. 163 Blätter. – Der originale Broschurumschlag fachmännisch auf gleichfarbigen Karton aufgezogen und eingebunden. Erste und letzte Seite restauriert.

Monod 4310. – Lang, Surrealismus, 26. – Spies/Metken III, 1417–1563. – Brusberg 26.B

693  Max Ernst. Rêve d’une petite fille qui voulut entrer au Carmel.

€ 750

Paris, Editions du Carrefour 1930. Mit einer blattgroßen Abbildung und 78 Tafeln nach Collagen von Max Ernst. Neuer Halblederband mit Marmorpapierbezügen, der Vorderumschlag der hellblauen Originalbroschur mit Titelvignette ist beigebunden.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren auf getöntem Velin (Gesamtauflage 1060). – »Die Protagonistin dieses Collageromans trägt die Züge von Marie-Berthe, Max Ernsts damaliger Frau« (Lang). – »Als Vorlagen zu den Collagen dienten Ernst illustrierende Populärgraphik des 19. Jahrhunderts sowie Holzstichillustrationen aus bebilderter Trivialliteratur und aus belehrenden Büchern und Zeitschriften. […] Ernst hat seine Holzstiche präzise aus dem Vorlagenmaterial herausgeschnitten und technisch perfekt ineinandermontiert und dadurch inhaltlich vollständig umfunktioniert. Die Schnitt- und Klebestellen wurden durch die Reproduktion unsichtbar gemacht. […] Die geklebte Collage hatte für den Künstler untergeordnete Bedeutung. Als Original galt für ihn der Druck mittels Strichklischee« (Lothar Lang, S. 29).

23 : 18 cm. [12] Seiten, 78 Tafeln, 4 Zwischentitelblätter.

Monod 4320. – Lang, Surrealismus 28. – Spiess/Mettken IV, 1587–1666

694  Max Ernst und Paul Eluard. Les malheurs des immortels.

€ 200

Köln, Galerie Der Spiegel [1960]. Mit 21 Zinkätzungen nach Collagen von Max Ernst. Originalbroschur mit montierter Illustration auf dem Vorderdeckel.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren auf Werkdruckpapier (Gesamtauflage 335). – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Originalausgabe erschien im Sommer 1922 in Paris. – »Das Werk […] ist das erste Beispiel einer so weitreichenden Zusammenarbeit zwischen Ernst und Eluard, daß der Maler – wie von Werner Spies nachgewiesen – zum Mitautor der Texte wurde. […] Die Illustrationen repräsentieren den Übergang Ernsts von Dada zu Surrealismus« (Lothar Lang).

33 : 22 cm. [50] Seiten (Blockbuch). – Einband lichtrandig, Deckelränder mit wenigen winzigen Einrissen.

Monod 4243. – Lang, Surrealismus S. 18 und Bibliographie 25 Anmerkung. – Spindler 153.9

695  Peter Schamoni. Max Ernst. Maximiliana.

€ 1200

Die widerrechtliche Ausübung der Astronomie. L’exercice illégal de l’astronomie. The illegal practice of astronomy. Hommoge (sic!) à Dorothea Tanning. München, Bruckmann 1975. Mit einer signierten Farblithographie von Max Ernst und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit silbergeprägtem Titel. Im Schuber.

Eins von 69 Exemplaren der Vorzugsausgabe. – Daneben 33 Künstlerexemplare. – Die grüne Fondfarbe wurde bei der Herstellung der Lithographie mitgedruckt.

24 : 23 cm. [1], 89 Seiten. – Buchblock vorn oben gebrochen.

Nicht mehr bei Spies/Leppien

696  Max Ernst – Helmut Leppien. Max Ernst. Das graphische Werk.

€ 900

Bearbeitet unter Mitarbeit von Wilfried Konnertz, Hans Bolliger und Inge Bodesohn. Köln, DuMont Schauberg und Houston, Menil Foundation 1975. Mit einer Farblithographie von Max Ernst. Originalhalbleinenband mit -schutzumschlägen. Im Leinenschuber.

Œuvre-Katalog, herausgegeben von Werner Spies, Band I. – Eins von 79 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem signierten zweiten Abzug der Lithographie auf Japan. Diese auf einem gefalzten, eingebundenen Doppelblatt. – Schönes Exemplar des maßgeblichen Werkverzeichnisses.

33 : 25 cm. XXXIV, 288 Seiten, 1 Lithographie.

Spies/Leppien 247 a (von c)

697  Max Ernst – Max Ernst. Œuvre-Katalog.

€ 200

Herausgegeben von Werner Spies. [Band 1–6]. Houston, Menil Foundation, und Köln, DuMont Schauberg 1975–1998 und 2004. Mit zahllosen Abbildungen. Originalhalbleinenbände mit je zwei -schutzumschlägen, alle im Originalschuber.

Vollständiger Catalogue raisonnée des graphischen und malerischen Œuvres. – Band 1: Das graphische Werk. Bearbeitet von Helmut R. Leppien unter Mitarbeit von Winfried Konnertz, Hans Bolliger und Inge Bodesohn. Nachdruck 2004. – Bände 2–6: Werke. Bearbeitet von Werner Spies, Sigrid und Günter Metken. 1906–1925, 1925–1929, 1929–1938, 1939–1953 und 1954–1963. – Dazu: Werner Spies. Max Ernst. Collagen. Inventar und Widerspruch. Köln, DuMont 2003.

33,0 : 25,0 cm. Zusammen etwa 2500 Seiten.

698  Fernand Léger – Andrè Maurois. Mon ami Léger.

€ 450

Comment je conçois la figure par Fernand Léger. Paris, Louis Carré 1952. Mit zusammen 18 Lithographien nach Léger, davon sechs farbig, sieben schwarz gedruckt und fünf im Text. Illustrierte Originalbroschur mit -pergaminumschlag.

Eins von 1000 Exemplaren. – Gedruckt auf Velin d’Arches von Mourlot Frères, Paris. – Erschienen anlässlich der Ausstellung »La Figure dans l’Œuvre de Fernand Léger«, in der Galerie Louis Carré, Juni /Juli 1952. – Mit einem Kommentar von Fernand Léger. – Mit dem Beilageblatt der Ausstellung.

27 : 19 cm. 31, [12] Seiten.

Monod 7048

699  Fernand Léger – Entretien de Fernand Léger avec Blaise Cendrars et Louis Carré

€ 750

sur Le Paysage dans l’Œuvre de Léger. Paris, Louis Carré 1956. Mit zehn blatt- und doppelblattgroßen Lithographien nach Léger, davon sechs farbigen nach Gemälden und zehn Vignetten. Orangerote Originalbroschur mit -pergaminumschlag.

Eins von 750 Exemplaren. – Erschienen anlässlich der Ausstellung »Le Paysage dans l’Œuvre de Fernand Léger«, Dezember 1954, in der Galerie Louis Carré, Paris. – Mit Vorwort und faksimiliertem Text von Blaise Cendrars und einer Aufzeichnung eines Interviews mit Léger und Cendrar. – Gedruckt auf Velin d’Arches von Mourlot Frères, Paris.

27 : 19 cm. 67, [9] Seiten.

700  Henri Matisse – Poèmes de Charles d’Orléans

€ 3000

manuscrits et illustrés par Henri Matisse. Paris, Tériade 1950. Mit 100 ganzseitigen Farblithographien, teils mit lithographiertem Text. Lose Doppelbogen in farbig lithographiertem Originalumschlag.

Eins von 1200 Exemplaren auf Vélin d’Arches, daneben 30 Exemplare »hors commerce«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der von Matisse auf die Lithosteine geschriebene Text wurde von ihm mit farbigen Bordüren und ganzseitigen Variationen der »Fleur de lys« geschmückt. Von besonderem zeichnerischen Reiz sind die fünf blattgroßen Porträts. – Alle Lithographien in Schwarz, Rot, Grün, Blau, Gelb und Violett, alle unter Aufsicht des Künstlers von Mourlot Frères gedruckt. – Sehr schönes Exemplar des in seiner Verspieltheit gegenüber den Dichtungen des Königs auf den ersten Blick etwas »respektlos« wirkenden Malerbuchs.

41 : 28 cm. 100, [4] Seiten.

Duthuit/Garnaud 28. – Monod 8773. – Garvey 202. – Rauch 174

701  Joan Miró – Les essències de la terra per Miró.

€ 750

Barcelona, Edition Poligrafa 1968. Mit 14 blatt- und doppelblattgroßen, teils farbig lithographierten Illustrationen. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und -leinenkassette.

Eins von 1000 Exemplaren (Gesamtauflage 1135). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die prächtigen Illustrationen entstanden nach Zeichnungen Mirós zu acht alten katalanischen Texten. Die Mappe enthält sowohl diese Texte als auch die Ode auf Miró von Juan Perucho.

50 : 39 cm. [42] Blätter. – Eine Ecke des Kassettendeckels leicht bestoßen.

Cramer 120

702  Pablo Picasso – Tristan Tzara. De mémoire d’homme.

€ 900

Poème. Lithographies de Pablo Picasso. Paris, Bordas 1950. Mit neun blattgroßen Lithographien (einschließlich Titel). Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren auf Vélin d’Arches (Gesamtauflage 350). – Picasso malte teils mit den Fingern, was einen nicht unbeträchtlichen Reiz der Illustrationen ausmacht. Diese Technik hatte er am selben Tag bereits für das Doppelporträt seiner Kinder Claude und Paloma angewandt (siehe KatNr. 86). – Die Idee, Picasso die Illustration der 1946 bis 1949 entstandenen vier Gedichte anzutragen, rührt sicher aus Tzaras Begeisterung für die kurz zuvor entstandenen Arbeiten des Künstlers und die Erinnerungen an die gemeinsame Arbeit an dem Buch »L’Antitête« (1933).

33 : 25 cm. 119, [9] Seiten. – Pergaminumschlag etwas gebräunt und mit Einriss. Bindung gelockert. – 3 Seiten mit leichten Stockflecken im Falz, 3 weitere etwas spakig.

Bloch 665-673 und livres 56. – Mourlot 187. – Güse/Rau 492–500. – Goeppert-Cramer 59. – Kibbey 1503. – Harwood, Tzara 41. – Monod 10794. – Garvey 234

703  Pablo Picasso – Maurice Toesca. Six contes fantasques.

€ 1800

Illustrés de six burins par Picasso. Paris, Flammarion 1953. Mit 6 ganzseitigen Kupferstichen und 6 Holzschnittinitialen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -halbleinenchemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren auf Vergé d’Arches (Gesamtauflage 225). – Bereits 1943 entstand bei Henri Flammarion der Plan zu diesem Buch. Pablo Picasso hatte Maurice Toesca während des Krieges im Pariser Verwaltungsdienst kennengelernt. Von dessen Erzählungen um das Verhältnis von Kunst und Natur ließ Picasso sich zu den sechs Kupferstichen inspirieren, die alle an einem Tag entstanden. Bis zur Publikation als Buch sollten noch zehn Jahre vergehen. – Die Kupferstiche wurden bei Lacourière gedruckt. – Die großen Initialen zeichnete und schnitt Pierre Bouchet, ganz im Stil der 1949 von Picasso für die »Carmen«-Ausgabe geschaffenen.

33 : 25 cm. 82, [6] Seiten. – Der erste Kupferstich gebräunt.

Goeppert/Cramer 66. – Bloch 363–368 und livres 64. – Nicht bei Monod

704  Picasso. Dessins d’un demi-siècle.

€ 400

Paris, Berggruen 1956. Mit einer Farblithographie (auf dem Umschlag) und 23 teils farbigen ganzseitigen Abbildungen. Originalbroschur.

Eins von 1000 Exemplaren. – Mit einem Vorwort von Maurice Jardot. – Die in vier Farben gedruckte zweiteilige Lithographie (»Bacchanale« und »Tête d’une faune«) schuf Picasso extra für diesen Berggruen-Katalog. Heinz Berggruen hatte den Künstler 1950 durch Vermittlung Tristan Tzaras kennen gelernt und 1954 den ersten Ausstellungskatalog mit Arbeiten Picassos publiziert. Die in schmalem Hochformat gestalteten Berggruen-Kataloge sind bis heute reizvolle Sammelobjekte geblieben.

22 : 11 cm. [28] Seiten. – Oberrand des Vorderdeckels unmerklich und der Rücken minimal gebräunt.

Goeppert/Cramer 82. – Bloch 792 und livres 75. – Mourlot 268. – Güse/Rau 619

705  Pablo Picasso. Carnet de la Californie.

€ 4000

Paris, Editions Cercle d’Art 1959. Mit 25 teils vielfarbig lithographierten Tafeln. Spiralgebundene Originalbroschur. Zusammen mit Suite in illustrierter Originalleinenkassette.

Unnummeriertes Künstlerexemplar, wie die 120 der Vorzugsausgabe mit der signierten Lithographie »Scènes de corrida« und einer Extrasuite der Farbtafeln (Gesamtauflage 1500 sowie je weitere 1500 mit deutschem, englischem und italienischem Beiheft). – Faksimile des Skizzenheftes, welches Picasso vom 1.XI.1955 – 14.I.1956 während seines Aufenthaltes in seiner Villa »La Californie« bei Cannes führte. Er lebte dort von 1955 bis 1959 mit seiner Lebensgefährtin Jaqueline Roque. – Das Skizzenheft beinhaltet u. a. farbige Kreidezeichnungen zu den Themenkreisen »Das Atelier« und »Frau in türkischer Tracht«. – Druck der teils als Lithographie ausgeführten Faksimiles bei Duval und Mourlot Frères, der Originallithographie bei Mourlot.

48 : 33 cm. – Ohne das Textheft. – Kassette an den Rändern etwas abgegriffen. 3 Kanten aufgeplatzt.

Goeppert/Cramer 101. – Bloch 900, livres 94. – Mourlot 327. – Güse/Rau 693. – Kibbey 265

706  Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

€ 1200

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso vier Lithographien für dieses Werk, zunächst alle einfarbig. Nach Mourlots Anregung kolorierte Picasso die Lithographie »Le Picador« und verwendete dabei alle 24 Farben des Wachsstiftkastens, den er zur Hand hatte. Mourlot berichtet von den Schwierigkeiten, die Wachsfarben auf Stein zu übertragen – Picasso selbst war von dem guten Ergebnis überrascht.

25 : 32 cm. 153, [3] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Schuber an einer Stelle gestaucht.

Goeppert/Cramer 113

707  Pablo Picasso – Jean Cocteau. Picasso

€ 4500 ( R7 )

de 1916 à 1961. Monaco, Editions du Rocher 1962. Mit 24 Litographien, davon sieben blatt-, zwei doppelblattgroß. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -halblederchemise mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen im Originalschuber.

Eins von 15 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlichen Suite der 24 Lithographien (Gesamtauflage 255), das Papier der Suite mit Schriftzug Picassos als Wasserzeichen. – Im Druckvermerk von Künstler und Autor signiert. – Auf »papier pur chiffon à la main Isle de France ivoire«, Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der lithographierte Vorderdeckel mit Ausstanzung. – Anlässlich von Picassos 80. Geburtstag wurden elf Texte von Cocteau, die einen direkten Bezug zu Picasso haben, zusammengefasst. Dieser illustrierte das Buch mit 24 Lithographien, die er zum Teil in Cocteaus Manier zeichnete. – »Dieses Buch ist Madame Pablo Picasso in treuer Zärtlichkeit gewidmet. Jean Cocteau«.

38 : 29 cm. [6], 113, [25] Seiten. – Die Schuberkanten mit Leinen verstärkt. Gelenke der Chemise stärker berieben. Ausstanzung des Vorderumschlags mit kleinem Ausriss.

Goeppert/Cramer 117. – Bloch 1037–1060 und livres 114. – Mourlot 358–381. – Güse/Rau 722-745

708  Pablo Picasso – Fernand Mourlot. Picasso Lithographe.

€ 2400 ( R7 )

I [–] IV. Monte-Carlo, Sauret 1949–1964. Mit acht Lithographien, davon eine farbig, auf den vier Umschlägen und zahlreichen, teils farbigen, Abbildungen. Originalbroschuren, drei mit Schuber.

Je eins von 2000 bis 3000 Exemplaren. – Mit einem Vorwort von Jaime Sabartes, von diesem in Band I signiert. – Die Lithographien für Umschläge und Frontispize wurden von Picasso eigens für diese Edition geschaffen. – Maßgebliches Werkverzeichnis der Lithographien bis 1963. – Alle Bände mit den Originalpergaminumschlägen. – Sehr schöne Exemplare.

32 : 25 cm. – Buchblock von II gelöst.

Goeppert/Cramer 55, 60, 77 und 125

709  Pablo Picasso – Pablo Picasso. Linolschnitte.

€ 750

Einleitung Wilhelm Boeck. Stuttgart, Gerd Hatje 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen. – Schönes Exemplar.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln, [2] Seiten. – Schuber mit schwachem Lichtrand. – Äußerste Ränder mit winzigen Stockflecken.

710  Wols – Jean-Paul Sartre. Visages,

€ 1000

Précédé de portraits officiels […] avec 4 pointes-sèches de Wols. Paris, Pierre Seghers 1948. Mit vier blattgroßen Radierungen. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 900 Exemplaren auf Papier »Crèvecoeur du Marais« (Gesamtauflage 916, wobei die Auflagenhöhe bezweifelt werden darf). – Druck in Schwarz und Bister (durch Eichenholzruß grau gefärbte Tinte). – Druck der Radierungen, die zwar in die Seitenzählung eingeschlossen aber rückseitig unbedruckt sind, bei R. Haazen, Paris. – Wols, Wegbereiter des Tachismus und Informel, kam auf Empfehlung Moholy-Nagys nach Paris und arbeitete dort, unterstützt durch verschiedene Surrealisten, zunächst als Fotograf. Während der Internierung als »feindlicher Ausländer« entstanden seine ersten Aquarelle und Zeichnungen, gegen Kriegsende die ersten Radierungen. – Schönes Exemplar.

20 : 13 cm. 41, [7] Seiten. – Umschlagränder minimal gebräunt.

Grohmann 46-49. – Monod 10172