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Französische Künstlerbücher | Hesse-Auktionen
Französische Künstlerbücher

634  Derrière le miroir – Provence noire.

€ 250

Couverture et 50 lithographies originales d’ Andre Marchand. Cannes und Paris, Maeght 1945. Mit 50, darunter einigen blattgroßen Lithographien. Originalbroschur mit farbig lithographiertem Umschlag.

Aus der Reihe »Pierre à Feu«. – Eins von 950 Exemplaren auf Vélin Vidalon (Gesamtauflage 999). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Mit Texten von Georges Hugnet, Paul Eluard, Pierre Seghers u. v. a., zusammengestellt von Jacques Kober und Jacques Gardies. – Mit diesem Heft begründet der aus Cannes stammende Aimé Maeght seine bibliophile Katalogreihe »Pierre à Feu«, aus der im Folgejahr nach seinem Umzug nach Paris »Derrière le miroir« hervorging. Maeght hatte 1932 in Cannes ein kleines Radio-Geschäft eröffnet, aus dem sich in den folgenden Jahren aufgrund seiner Interessen und Kontakte eine kleine Galerie entwickelte. Nicht zuletzt durch seine Freundschaft zu Bonnard und Matisse konnte Maeght nach Kriegsende seine Galerie in Paris in bester Lage (Rue de Téhéran) eröffnen. – Schönes Exemplar.

24,1 : 20,8 cm. 84, [2] Seiten. – Die Klebebindung des Umschlags vom Buchblock gelöst.

635  Derrière le Miroir.

€ 500 ( R7 )

10 ans d’edition. 1946–1956. Paris, Maeght 1956. Mit sechs Originalgraphiken, davon zwei farbig und doppelblattgroß und eine auf dem Umschlag, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur.

Umfangreiche Dokumentation der Galerie Maeght und der von ihr vertriebenen Graphiken, Editionen, Plakate und Reihen »Pierre a feu« und »Derrière le miroir«. – Je eine doppelblattgroße Farblithographie von Marc Chagall (Mourlot 153) und Joan Miró (Mourlot 174), eine Lithographie von Jean Bazaine, je eine Radierung von Joan Miró (»Série V«, Dupin 96) und Alberto Giacometti sowie ein zweifarbig gedruckter Holzschnitt von Raoul Ubac auf dem Umschlag. – Für Teilauflagen wurden noch zwei andere Radierungen von Miró verwendet (vgl. Cramer 36). – Die Radierungen wurden von den gestrichenen Platten gedruckt. – Dazu: Derrière le miroir. No. 121–122. Paris 1960. – Alechinsky. Ausstellungskatalog der Galerie de France, Paris 1962. Mit acht Lithographien von Pierre Alechinsky.

38,0 : 28,5 cm. 75, [3] Seiten, 2 Lithographien.

636  Derrière le Miroir.

€ 450 ( R7 )

10 ans d’edition. 1946–1956. Paris, Maeght 1956. Mit sechs Originalgraphiken, davon zwei farbig und doppelblattgroß und eine auf dem Umschlag, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur.

Umfangreiche Dokumentation der Galerie Maeght und der von ihr vertriebenen Graphiken, Editionen, Plakate und Reihen »Pierre a feu« und »Derrière le miroir«. – Je eine doppelblattgroße Farblithographie von Marc Chagall (Cramer 26) und Joan Miró (Cramer 36), eine Lithographie von Jean Bazaine, je eine Radierung von Joan Miró (»Série V«, Dupin 96) und Alberto Giacometti sowie ein zweifarbig gedruckter Holzschnitt von Raoul Ubac auf dem Umschlag. – Für weitere Ausgaben der Auflage wurden auch zwei andere Radierungen von Miró verwendet (vgl. Cramer 36). – Die Radierungen wurden von den gestrichenen Platten gedruckt. – Dazu: Einige Jahreschroniken (Maeght Editeur).

38,0 : 28,5 cm. 75, [3] Seiten, 2 Lithographien.

637  Derrière le Miroir.

€ 400 ( R7 )

Vier Hefte der Reihe. Paris, Maeght 1948–1956. Mit insgesamt 19 Farblithographien. Lose Doppelblätter in Originalumschlägen.

No. 14/15. Joan Miró 1948 (sieben Farblithographien). – No. 33. Arp 1950 (drei Farblithographien). – No. 69/70. Calder 1954 (vier Farblithographien). – No. 87/89. Miró 1956 (fünf Farblithographien).

Je 38,0 : 28,5 cm.

638  Derrière le Miroir.

€ 300 ( R7 )

Vier Hefte der Reihe. Paris, Maeght 1958–1961. Teils mit Originalgraphik. Lose Doppelblätter in Originalumschlägen.

No. 112. Maeght Éditions 1958. Mit einer Lithographie von Alberto Giacometti und farbigen Abbildungen. – No. 115. Braque. 1959. – No. 121/122. 1960. Farblithographie von Marc Chagall auf dem Vorderumschlag. – No. 127. Giacometti. 1961. Mit zwölf Lithographien, davon zwei doppelblattgroß.

38,0 : 28,5 cm.

639  Derrière le miroir – Poètes, Peintres, Sculpteurs.

€ 400  ( R7 )

Derrière le miroir. No. 119. Paris, Maeght 1960. Mit zwölf Lithographien, davon neun farbig, vier doppelblattgroß, eine auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag.

Mit Lithographien von Georges Braque (Vallier 150), Marc Chagall (Mourlot 297), Jean Bazaine, Joan Miró (Mourlot 197), Alberto Giacometti, Raoul Ubac, Eduardo Chillida, Pablo Palazuelo, Pierre Tal-Coat und François Fiedler sowie nach Léger und Kandinsky. – Texte von René Char, Blaise Cendrars, Jean Tardieu u. a.

38,5 : 28,0 cm. [36] Seiten. – Umschlag schwach gebräunt.

Cramer, Miró 62. – Cramer, Chagall 40

640  XXe Siècle – Hommage à Picasso. – … Alexander Calder. – … Henry Moore. – … Marino Marini.

€ 450 ( R7 )

Paris 1971–1974. Originalleinenbände mit illustriertem -schutzumschlag.

Vier Bände »Numéro Spécial hors Abonnement«. – Jeweils mit einer Farblithographie, die von IV doppelblattgroß. – Dazu 18 Bände der Reihe XXe Siècle. Vorhanden sind No. 18, 19, 23–26, 29, 34–41, 44–46. Jeweils mit einer Farblithographie, u. a. von Max Ernst, Hans Arp, Soulages, Henry Moore, Alexander Calder, Sonia Delaunay, Jasper Johns, Robert Indiana, Man Ray, Joan Miró. Originaleinbände, davon vier Broschuren. Ein Buchblock lose.

32,0 : 25,0 cm.

641  Alain de la Bourdonnaye – Pierre Lecuire. Consul constant.

€ 1200

Dix poèmes. Neuf eaux-fortes originales d’Alain de la Bourdonnaye. Paris, [chez l’artiste et l’auteur] 1958. Mit neun ganzseitigen Farbradierungen, davon eine blattgroß auf dem Vorderumschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -lederchemise.

Eins von 55 Exemplaren (Gesamtauflage 75). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf Auvergne-Velin von Richard de Bas. – Den Text, splendid aus einem übergroßen Schriftgrad der Caslon gesetzt, druckte Fequet et Baudier. Die eindrucksvollen Radierungen mit starkem Prägedruck druckte der Künstler auf der eigenen Presse. – Zumindest alle bei Monod verzeichneten Werke Pierre Lecuires (1922–2013) erschienen im Eigenverlag. – Alain de la Bourdonnaye (1930–2016) erlernte die Technik des Radierens in dem berühmten Atelier 17, das Stanley Hayter nach Kriegsende in Paris wiedereröffnet hatte.

32,0 : 23,0 cm. [64] Seiten. – Leder etwas angestaubt.

Monod 7023

642  Georges Braque – Fernand Mourlot. Braque Lithographe.

€ 150

Préface de Francis Ponge. Notices et catalogue établis par Fernand Mourlot. Monte Carlo, André Sauret 1963. Mit drei Farblithographien, davon eine zweifach auf dem Umschlag, eine als Frontispiz und eine als Titelvignette, sowie 146 farbige Abbildungen. Originalbroschur mit -umschlag im -schuber.

Eins von 4000 nummerierten Exemplaren, daneben erschien eine Vorzugsausgabe von 125 Exemplaren mit zwei signierten Lithographien. – Inhaltlich überholt, buchkünstlerisch aber unübertroffen, hier zudem tadellos erhalten.

32,0 : 24,6 cm. [2], 193, [7] Seiten.

Vallier 188

643  Marc Chagall – Bible.

€ 40000

Eaux-fortes originales de Marc Chagall. [Tomes] I [et] II. Paris, Tériade 1956. Mit 105 Radierungen. Mit den Text-Doppelblättern lose in Originalumschlägen, -chemisen und -schubern.

Eins von 275 Exemplaren, daneben erschienen 20 Exemplare »hors commerce« und 100 Suitenausgaben. – Auf »papier Montval«. – Der Auflagenvermerk im ersten Band vom Künstler signiert. – Vollständiges Exemplar von Chagalls, nach eigenen Aussagen, reifstem graphischen Werk. – Die Radierungen entstanden bereits 1931–1939 und wurden nach einer langen, durch den Tod des ursprünglichen Verlegers Amboise Vollard und den Kriegsausbruch bedingten, Unterbrechung erst 1952–1956 vollendet. Von mancher Radierung sind bis zu zwölf Zustandsdrucke bekannt. Chagalls unorthodoxe Bibelauffassung »ist weder jüdisch noch christlich und macht den Dogmatikern beider Religionen bis heute zu schaffen. Die Blätter des Künstler-Poeten Chagall sind in ihrem religiös-poetischen Gehalt weniger von einer dogmatischen Warte als menschlich zu verstehen und ästhetisch zu beurteilen. Im Vorfeld der Entstehung dieser radierten Bibel reiste der Künstler nach Palästina und Holland, um, wenn auch wie nebenbei, die biblische Landschaft kennenzulernen und um Rembrandt zu studieren, für Chagall zwei Voraussetzungen, um ans Werk zu gehen« (B. Roland. In: Marc Chagall. Die Bibel. Ausstellungskatalog Genf 1990). – »Den Kenner der Geschichte der Bibelillustrationen erstaunt, wie es Chagall angesichts der prägenden Kraft ikonographischer Vorbilder gelungen ist, seinen biblischen Gestalten eine so differenzierte Ausdruckskraft zu imaginieren. Das hat einmal mit der technischen Virtuosität zu tun, die er sich vor allem mit den ›Toten Seelen‹ und den ›Fabeln‹ bis dahin erworben hatte […] aber vor allem bedingt dadurch, daß er den biblischen Texten respektvoll begegnet und holzschnittartige Interpretationen meidet. In der Bibel ist David ebenso König wie Ehebrecher oder er wird von der Trübsal heimgesucht« (Kat. Hannover, S. 167). – Tadellos schönes Exemplar einer der großartigsten illustrierten Bibeleditionen.

45,5 : 34,5 cm. Je zwei Radierungen mit einem Doppelblatt Text. Dazu die leeren Doppelblätter am Anfang und Ende, je ein Doppelblatt mit dem Titel und am Ende zwei Doppelblätter mit dem Verzeichnis der Radierungen und dem Druckvermerk.

Cramer 29. – Monod 1532. – Rauch 148. – Garvey 53. – Ausstellungskatalog Sprengel-Museum Hannover 276–380

644  Chagall.

€ 500 ( R7 )

Derrière le Miroir. No.132. Paris, Maeght 1962. Mit zwei Farblithographien. Lose Doppelblätter in Originalumschlag.

Eine Farblithographie doppelblattgroß (»Die Falle«, 28 : 38 cm), eine auf dem Vorderumschlag (»Die Bucht«, 38 : 56 cm).

38,0 : 28,0 cm. 19, [1] Seiten.

Cramer 50. – Mourlot 355 und 356

645  André Derain – Odes Anacréontiques.

€ 1000

Traduction de Leconte de Lisle. Lithographies originales de André Derain. [Lyon], Cercle Lyonnais du Livre 1953. Mit 50 Lithographien, davon neun ganzseitig. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -halbpergamentchemise mit vergoldetem Rückentitel und Originalschuber.

Eins von 130 Subskribentenexemplaren für die Mitglieder des Cercle Lyonnais du Livre (Gesamtauflage 200). – Gedruckt auf Velin Rives. – André Derain (1880–1954) zählt neben Matisse zu den Hauptvertretern des Fauvismus. Seine Lithographien zu den Oden des antiken griechischen Lyrikers zeigen allerdings mehr seine Nähe zu einem weiteren der großen Zeichner des 20. Jahrhunderts, Pablo Picasso. – Selten und, vom Umschlag abgesehen, sehr gut erhalten.

29,5 : 20,7 cm. [2], 80, [18] Seiten. – Innenseiten der Chemise und Umschlag leicht stockfleckig. Sammlerstempel auf dem Vortitelblatt.

Monod 237. – Rauch 41

646  André Dunoyer de Segonzac – Pierre de Ronsard. Quelques Sonnets.

€ 2000

Eaux-fortes de Dunoyer de Segonzac. Paris 1955. Mit 51 Radierungen, davon zwei auf den Titeln, die übrigen blattgroß. Hellbrauner Maroquinband mit blindgeprägten Deckelvignetten, vergoldetem Rückentitel; Innendeckel mit Lederintarsien und Wildlederspiegel (signiert: Jean-Étiènne). Im Originalschuber mit Lederkanten.

Eins von 120 Exemplaren auf Velin d’Arches mit Wasserzeichen »feuille de ronce« (Gesamtauflage 210). – Pierre de Ronsard zählt zu den wichtigsten Dichtern der französischen Renaissance. Seine stark von Petrarca beeinflussten Sonnette gelten als »Höhepunkte der europäischen Renaissance-Lyrik« (H.W. Wittschier. Die Lyrik der Pléiade. 1971). Zahlreiche Künstler haben im Laufe der Jahrhunderte diese Liebesgedichte illustriert. Die zarten Landschaften, Blumen und Frauenfiguren der Radierungen von Dunoyer de Segonzac zählen sicher zu den schönsten dieser Kunstwerke. Nach den Georgique des Vergil wandte sich Dunoyer de Segonzac 1948 den Ronsard-Sonnetten zu. – Die geprägten Deckelvignetten mit Porträts eines antiken Dichters und einer Frauenfigur der Renaissance, umrahmt von einem griechischen bzw. einem Zitat aus den Metamorphosen des Ovid. – Tadellos schönes Exemplar in eleganter Bindung.

32,0 : 16,5 cm. [106] Blätter.

Monod 9925. – Rauch 123

647  Max Ernst – Benjamin Peret [et] Max Ernst. La Brebis galante.

€ 1500 ( R7 )

Paris, Les Éditions Premières [Marcel Zerbib] 1949. Mit drei Farbradierungen, einer Lithographie (auf dem Umschlag), 21 meist pochoirkolorierten Tafeln nach Zeichnungen, 13 Initialen und einer Schlussvignette. Originalpappband mit -umschlag.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 321). – Edition originale, der Text entstand bereits zwischen 1922 und 1924. Benjamin Péret (1899–1959) gehörte zu den Mitbegründern des Surrealismus und gab, zusammen mit Pierre Naville, die ersten Nummern von »La Révolution surréaliste« heraus. – »A major surrealist illustrated book« (Renée Riese Hubert, in: Surrealism and the Book, Seite 34). – Sauberes Exemplar.

24,0 : 19,4 cm. 119, [3] Seiten (Radierungen und Tafeln in die Paginierung eingeschlossen). – Umschlag am Rücken mit winzigen Fehlstellen und dort hinterlegt.

Spies/Leppien 28 G. – Lang, Surrealismus 35. – Garvey 100. – Monod 8969

648  Hommage a Max Ernst.

€ 150

Köln, Galerie Der Spiegel 1960. Mit einer Radierung von und drei ganzseitigen Illustrationen nach Heinz Trökes. Originalbroschur mit illustriertem Umschlag.

Eins von 150 Exemplaren. – Mit Texten von Hans Arp, Alain Bosquet, Joë Bosquet, Paul Eluard, René Magritte, Henri Michaux, Benjamin Péret und Patrick Walberg sowie Illustrationen nach Zeichnungen von Trökes. – Die Radierung von Trökes signiert.

12,9 : 10,1 cm. [68] Seiten.

649  Max Ernst – Lewis Carroll. The Hunting of the Snark. An Agony in Eight Fits. Die Jagd nach dem Schnark. Agonie in acht Krämpfen.

€ 900

Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, manus presse 1968. Mit 22 meist blattgroßen Lithographien, davon elf farbig. Lose Doppelblätter in dunkelblauer Originalleinenchemise und -schuber.

Eins von 130 Exemplaren. – Auf Velin d’Arches. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der englische Originaltext wird durch die farbigen Lithographien illustriert, die deutsche Nachdichtung von Klaus Reichert durch die in Schwarz gedruckten Negativfassungen. – Sehr schönes Exemplar.

33,0 : 25,7 cm. 100, [4] Seiten. – Vereinzelte Blattecken minimal geknickt.

Spies/Leppien 124 C. – Brusberg/Völkert 137. – Spindler 161.9

650  Max Ernst – Lewis Carrolls Wunderhorn.

€ 400

Auswahl der Texte von Max Ernst und Werner Spies. Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, manus presse 1970. Mit 36 meist blattgroßen Farblithographien. Blaugrüner Originalseidenband mit Deckelillustration.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. – Auf Vélin d’Arches. – »Für die Arbeit an Carrolls ›Wunderhorn‹ vervollkommnete M. E. eine selbstentwickelte grafische Produktionsmethode, die er seither beibehielt: ebenso langwierig wie ergiebig, erlaubte (und verschleierte) sie die gleichzeitige Anwendung aller Techniken von der Collage bis zur freien Zeichnung« (Brusberg/Völker). – »Lewis Carroll und Max Ernst entsprechen sich in der Art und Weise, wie sie den Betrachter hinter den Spiegel führen. Nicht mit Magie und Automatismus, sondern mit einer luziden Kenntnis vom Labyrinth« (Werner Spies im Nachwort).

33,5 : 25,0 cm. 78, [2] Seiten. – Rücken leicht verblasst.

Spies/Leppien 135 E. – Brusberg/Völker 146. – Spindler 161.12

651  Max Ernst – Kleist · Brentano · Arnim. Caspar David Friedrich. Seelandschaft mit Kapuziner. Paysage marin avec un Capucin.

€ 200

Illustriert und ins Französische übertragen von Max Ernst. Zürich, Hans Bolliger 1972. Mit einer Lithographie als Frontispiz und sechs Abbildungen nach Collagen. Originalbroschur.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 607). – Auf Velin von BFK Rives. – Der Text von Arnim und Brentano entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Caspar David Friedrich. Heinrich von Kleist überarbeitete die erste Fassung stark und veröffentlichte den Text in den von ihm herausgegebenen »Berliner Abendblättern«. Max Ernst übertrug die Texte erstmals ins Französische und illustrierte das Werk mit sechs Collagen. – Nachwort von Werner Spies. – Dazu: Max Ernst. 24 Frottagen. Mit einem Text von Jean Tardieu »Déserts plissés«. Zürich, Hans Bolliger 1973. Mit zwei Lithographien von und 24 Tafeln. Originalbroschur. Eins von 595 Exemplaren auf Vélin de Rives (Gesamtauflage 607). – Max Ernst. Une semaine de bonté. Die weiße Woche. Berlin, Gerhardt 1963. Mit zahlreichen ganzseitigen Abbildungen. Weiße Originalbroschur. Erste »deutsche« Ausgabe.

33,7 : 26,0 cm. [4], 33, [7] Seiten. 1 Lithographie.

Spies/Leppien 219 I sowie 246 H

652  Max Ernst – Helmut Leppien. Max Ernst. Das graphische Werk.

€ 600

Bearbeitet unter Mitarbeit von Wilfried Konnertz, Hans Bolliger und Inge Bodesohn. Köln, DuMont Schauberg und Houston, Menil Foundation 1975. Mit einer Farblithographie von Max Ernst. Originalhalbleinenband mit -schutzumschlägen.

Eins von 79 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem signierten zweiten Abzug der Lithographie auf Japan. Diese auf einem gefalzten, eingebundenen Doppelblatt. – Makelloses Exemplar des maßgeblichen Werkverzeichnisses. – Œuvre-Katalog, herausgegeben von Werner Spies, Band I. – Dazu: Œuvre-Katalog, Bände II–IV. 1975–1979. – Die ersten drei Bände zum malerischen Œuvre verzeichnen die Jahre 1906–1938. – Makellos erhalten.

33,0 : 25,0 cm. XXXIV, 288 Seiten, 1 Lithographie.

Spies/Leppien 247 a (von c)

653  Alberto Giacometti – Olivier Larronde. Rien voila l’ordre.

€ 750 ( R7 )

Alberto Giacometti. Dessins. Décines Isère, Marc Barbezat 1959. Mit 31 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen, davon eine auf dem Vorderumschlag. Originalbroschur im -schuber.

Erste Ausgabe. – Unnummeriertes Exemplar, wie die 35 Vorzugsexemplare auf feinstem Japan (Gesamtauflage 1225). – Tadellos schönes Exemplar.

28,5 : 22,7 cm. [2], 182, [20] Seiten. – Nicht alle Zeichnungen wurden auf Japan gedruckt.

Monod 6872. – Garvey 118 (mit Abbildung der signierten Umschlagzeichnung)

654  Alberto Giacometti – Léna Leclercq. Pomme endormie.

€ 1500 ( R7 )

Décines Isère, Marc Barbezat 1961. Mit acht ganzseitigen Lithographien von Alberto Giacometti. Originalbroschur mit -umschlag.

Eins von 100 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 131). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichterin signiert. – Handsatz der Gedichte aus der Elzévier ancien, gedruckt bei Imprimerie Union, Paris. – Selten und tadellos erhalten.

31,5 : 25,3 cm. 62, [10] Seiten.

Lust 128–135. – Monod 6994

655  Marie Laurencin – Alexandre Dumas. Camille.

€ 250

(La dame aux camélias). Translated from the French with an Introduction by Edmond Gosse and twelve Drawings by Marie Laurencin. [New York], Limited Editions Club 1937. Mit zwölf Farbtafeln nach Aquarellen. Originalleinenband. Deckelvignette, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. Im Schuber.

Eins von 1500 Exemplaren. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Gedruckt für die Mitglieder des Limited Editions Club, New York.

28,0 : 22,4 cm. XI, [1], 213, [3] Seiten, 12 Tafeln. – Rücken etwas gebräunt.

656  Marie Laurencin – Paul Verlaine. Fêtes galantes.

€ 600

Avec dix eaux-fortes dont une planche en couleur par Marie Laurencin. Paris, Albert Messein 1944. Mit zehn ganzseitigen Radierungen, eine davon farbig, und zwei Holzschnittvignetten. Lose Doppelbogen in illustriertem Originalumschlag, -pappchemise und -schuber.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 223 Exemplaren auf Papier de Lana (Gesamtauflage 253). – Verlaines »Fêtes galantes«, in Verehrung der Gemälde Watteaus 1869 erstmals erschienen, wurde häufig wie kaum ein anderer Text der französischen modernen Literatur illustriert – allein Monod verzeichnet 14 verschiedene Ausgaben. – »Der Reiz der Laurencin liegt in der Leichtigkeit, der Anmut, der Grazie. Sie ist zugleich naiv und raffiniert, spielerisch und melancholisch, kindlich und damenhaft. Sie ist die weiblichste, frauenhafteste, mädchenhafteste aller Künstlerinnen« (Annegret Rittmann, Marie Laurencin). Im Laufe ihrer künstlerischen Entwicklung konzentriert sie sich zunehmend auf Frauen- und Mädchendarstellungen, ihre »Fêtes galantes« transponieren den zart-verspielten Stil des französischen Rokoko ins 20. Jahrhundert. – Schönes Exemplar.

26,0 : 20,8 cm. 102, [4] Seiten. – Umschlaginnenseiten mit wenigen kleinen Stockflecken. Einige Seiten mit leichtem Abklatsch der Radierungen.

Monod 11097

657  Fernand Léger – Douglas Cooper. Fernand Léger

€ 450 ( R7 )

et le nouvel espace. Traduction de l’anglais par François Lachenal. Genf, Editions des Trois Collines 1949. Mit zahlreichen blattgroßen Abbildungen, die farbigen montiert, viele auf Kunstdruckpapier. Farbig illustrierte Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erste französische Ausgabe. – Vortitel mit eigenhändiger Widmung von Fernand Léger »A Monette en bon souvenir de notre rencontre«. Légers Signatur geht über in die kleine Zeichnung eines Eisenbahnzuges mit der Schweizer Fahne. – Mit einer umfangreichen Bibliographie, verfasst von der Bibliothekarin des MoMA, Hannah Muller.

24,0 : 18,5 cm. 194, [6] Seiten. – Umschlag leicht fleckig.

658  René Magritte – E. L. T. Mesens. Poèmes 1923 · 1958.

€ 200

Dix dessins de René Magritte. Paris, Le Terrain Vague 1959. Mit zehn blattgroßen Illustrationen nach Zeichnungen. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 (handschriftlich nummerierten!) Exemplaren auf »Offset Neige du Marais« (Gesamtauflage 1056). – Unaufgeschnittenes Exemplar.

18,8 : 14,0 cm. 186, [6] Seiten.

Monod 8112

659  Alfred Manessier – Les cantiques spirituels de Saint Jean de la Croix.

€ 500

Lithographies originales de Manessier. Paris 1958. Mit zwölf blattgroßen Farblithographien. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -leinenkassette.

Eins von 81 Exemplaren (Gesamtauflage 157). – Auf Velin de Rives. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Das berühmte »Cántico espiritual« des spanischen Karmeliters Juan de la Cruz (1542–1591), hier in der Übersetzung von Cyprien de la Nativité de la Vierge (1605–1680), der ersten Fassung in französischer Sprache. – Die großformatigen, fast blattfüllenden Lithographien Manessiers erinnern in ihrem Kontrast zwischen schwarz und leuchtenden Farben nicht von ungefähr an Glasfenster in Sakralbauten. – Mit einem Vorwort von Abbé (Maurice) Morel, der bereits 1941 gemeinsam mit Jean Bazaine, Alfred Manessier u. a. abstrakten Künstlern ausgestellt hatte.

51,0 : 39,0 cm. [72] Seiten. – 7 Seiten mit Lithographien durch vorherige, rahmenlose Hängung leicht gebräunt. Ein Blatt mit kleinem Quetschloch.

Nicht bei Monod

660  André Masson – Léna Leclercq. Poèmes insoumis.

€ 300 ( R7 )

Décines Isère, Marc Barbezat 1963. Mit acht ganzseitigen Farblithographien von André Masson. Lose Doppelblätter in farbig illustriertem Originalumschlag, zusammen in -chemise und -schuber.

Eins von 120 Exemplaren auf Velin» BFK Rives« (Gesamtauflage 165). – Im Druckvermerk von Künstler und Autorin signiert. – Die Lithographien wurden bei Mourlot, Paris, gedruckt.

31,5 : 25,0 cm. 56, [8] Seiten. – Minimal stockfleckig.

Monod 6993

661  Henri Matisse – Tristan Tzara. Le signe de vie.

€ 2000 ( R7 )

Avec six dessins et une lithographie originale de Henri Matisse. Paris, Bordas 1946. Mit einer signierten Lithographie und sechs ganzseitigen Illustrationen. Weiße Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren, von Dichter und Künstler signiert. – Auf Velin BFK Rives (Gesamtauflage 540). – Druck bei Joseph Zichieri, die Lithographie druckte Mourlot Frères, Paris. – Henri Matisse und Tristan Tzara waren seit den 1930er Jahren eng befreundet. 1936 erschien das Matisse-Heft der Reihe »Cahiers d’Art« mit Gedichten von Tzara, 1939 illustrierte Matisse Tzaras »Midis Gagnés poèmes«. – Sehr schönes Exemplar.

25,3 : 18,4 cm. 56, [8] Seiten, 3 Blätter.

Duthuit 13. – Harwood 34. – Monod 10815

662  Joan Miró – Jacques Prévert und G.. Joan Miró.

€ 400 ( R7 )

Paris, Maeght 1956. Mit zehn Lithographien (neun farbig), davon zwei auf dem Umschlag und eine auf dem Titelblatt, und zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur mit -umschlag.

Vier Lithographien doppelblattgroß ausklappbar. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Die Litho nach Seite 66 ist ein Gemeinschaftswerk von Künstler und Autoren.

23,4 : 20,3 cm. 219, [1] Seiten, 7 Lithographien. – Umschlagrücken und -ränder minimal gebräunt. Ränder schwach berieben. – 1 Litho im Falz aufgeschnitten (?), 1 mit schwachem Eckknick.

Cramer 39. – Mourlot 162–170

663  Derrière le Miroir – André Pieyre de Mandiargues. Miró et Artigas. Céramiques monumentales.

€ 800 ( R7 )

Paris, Maeght 1963. Mit acht Farblithographien, davon eine auf dem Umschlag, zwei doppel-, eine dreiblattgroß. Lose Doppelblätter in Originalumschlag. In Originalpappchemise und -schuber mit Titelschild.

Derrière le Miroir 139/140. – Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Vélin de Rives. – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Dazu: José Pierre et José Corredor-Matheos. Céramiques de Miró et Artigas. Paris, Maeght 1974. Mit zwei doppelblattgroßen Farblithographien. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

38,0 : 28,5 cm. [4], 25, [3] Seiten. – Schuber ganz leicht angestaubt und mit kleinen Kratzspuren.

Cramer 83 sowie 183

664  Derrière le Miroir – [Joan ] Miró. L’oiseau solaire. L’oiseau lunaire. Etincelles.

€ 600 ( R7 )

Paris, Maeght 1967. Mit vier Farblithographien, eine davon dreiblattgroß. Lose Doppelblätter in Originalumschlag. In Originalpappchemise und -schuber mit Titelschild.

Derrière le Miroir 164/165. – Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Vélin de Rives. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Eine Beigabe.

38,2 : 28,5 cm. [46] Seiten.

Cramer 112

665  Pablo Picasso – Georges Hugnet. La Chèvre-Feuille

€ 200

avec six gravures de Pablo Picasso. Paris, Robert-J. Godet 1943. Mit sechs Zinkographien. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren auf Vélin Lafuma (Gesamtauflage 534). – Sehr schönes, unbeschnittenes Exemplar.

28,5 : 22,8 cm. [32] Blätter, 6 Grafiken.

Goeppert-Cramer 38. – Bloch livres 37. – Skira 300. – Rauch 63

666  Pablo Picasso – Sebastian Goeppert, Herma Goeppert-Frank und Patrick Cramer. Pablo Picasso. Catalogue raisonné des livres illustrés.

€ 4500

Genf, Patrick Cramer 1983. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag und -leinenmappe. Zusammen im Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 30 Exemplaren der französischen Vorzugsausgabe mit der Radierung »Sabartés jouant Carmen«, nummeriert und mit Stempelsignatur. – Bis heute maßgebliches und unübertroffenes Werkverzeichnis der von Picasso originalgraphisch illustrierten Bücher. – Hier eins der ganz seltenen Exemplare mit der Originalradierung.

32,0 : 23,0 cm. 425 Seiten, 3 Blätter, 1 radierung.

Bloch 982. – Baer 1067 C a