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Hermann Hesse | Hesse-Auktionen
Hermann Hesse

724  J[ohannes] Hesse. Das Spiel im häuslichen Kreise.

€ 250

Ein Ratgeber für die Familie. Zweite vermehrte Auflage. – Rätselraten im häuslichen Kreise. Ein Ratgeber für Jung und Alt. Stuttgart, D. Gundert [1890 und 1892]. Mit einigen Textabbildungen. Zwei Originalhalbleinenbände.

Die beiden Spielbücher verfasste der Vater von Hermann Hesse, Schwiegersohn des Verlegers Hermann Gundert. 1893 übernahm der zuvor als Missionar in Indien tätig gewesene Lehrer an der Missionsanstalt in Basel die Leitung des Calwer Verlages. – Kein Rarissimum, aber selten im familiären Zusammenhang beschrieben.

Beide 18,0 : 13,0 cm. 95, [1] Seiten. – Titel II etwas bestoßen, fleckig und mit gelockerter Bindung.

Wegehaupt II, 1267 (nur »Rätselraten«)

725  Hermann Hesse. Romantische Lieder.

€ 1200

Dresden und Leipzig, E. Pierson 1899. Illustrierte Originalbroschur.

Erste Ausgabe des seltenen Erstlings von Hermann Hesse. – Die Gedichte entstanden in den Jahren 1897 und 1898, nach der Zusammenstellung vergingen nur wenige Wochen bis zur Drucklegung. »Wie wichtig schien mir im Herbst 1899 dieses kleine Büchlein als ich das erste Exemplar meines ersten Buches in der Hand hielt! Ich bin dem treu geblieben, was ich damals begonnen habe aber es war ein mühsamer Weg, und die Mühe hat sich nicht gelohnt.« (Brief an Alice Leuthold, 1930, zitiert nach Mises).

18,5 : 11,8 cm. [4], 44 Seiten. – Deckel am Oberrand mit winzigen Läsuren, gebräunt. Rücken brüchig, Vorderdeckel im Falz bis zur Hälfte eingerissen. – Exlibris. Titelblatt mit handschriftlichem Besitzvermerk.

Mises II, 1

726  Hermann Hesse. Eine Stunde hinter Mitternacht.

€ 750

Leipzig, Eugen Diederichs 1899. Originalbroschur mit Goldprägung.

Erste Ausgabe. – Die zweite Gedichtsammlung Hesses erschien, nur kurze Zeit nach seinem Erstling »Romantische Lieder«, in kleiner Auflage (ca. 600 Exemplare). – Sehr selten.

19,0 : 13,6 cm. [4], 84 Seiten. – Vorderumschlag im Falz eingerissen.

Mileck II, 2

727  Hermann Hesse – Hermann Lauscher. Hinterlassene Schriften und Gedichte.

€ 1000

Herausgegeben von Hermann Hesse. Basel, R. Reich 1901. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Drei Prosastücke und neun Gedichte. – Noch unter Pseudonym geschrieben, Richard von Schaukal deckte 1902 die Urheberschaft auf. – Die kleine »Schrift, die ich Ende 1900 in Basel erscheinen ließ und in der ich pseudonym über meine damals zu einer Krise gediehenen Jünglingsträume abrechnete. Ich dachte damals, mit dem von mir erfundenen und totgesagten Lauscher meine eigenen Träume, soweit sie mir abgetan schienen, einzusargen und zu begraben. Das Büchlein erschien, in kleinster Auflage, beinahe mit Ausschluß der Öffentlichkeit, und ist kaum über meinen Freundeskreis hinaus bekannt geworden. Wenige andere griffen, da sie meine späteren Bücher kannten, nachträglich zu dem Schriftchen und sahen darin eine Art von literarischem Kuriosum.« (Vorrede zur Ausgabe von 1908). – »Der Lauscher wurde mit Recht ein Bekenntnisbuch genannt, denn er enthält außer der schon erwähnten Schilderung der Basler Kinderzeit als wichtigstes Stück das schwermütig-ironische ›Tagebuch 1900‹. Diese Aufzeichnungen […] geben ein ungeschminktes Bild von Hesses labiler seelischer Verfassung zu jener Zeit, sie sind Zeugnisse leidenschaftlicher Selbsterforschung, aber auch bereits fortschreitender künstlerischer Gestaltungskraft« (Geleitwort zur Ausgabe 1970).

21,3 : 14,0 cm. 83, [1] Seiten. – Ränder schwach gebräunt und etwas brüchig.

Mileck II, 3

728  Hermann Hesse. Peter Camenzind.

€ 600

Berlin, S. Fischer 1904. Originalleinenband mit zweifarbig geprägter Deckelvignette von Franz Christophe.

Erste Ausgabe. – Hesses erster Roman und zugleich sein »erstes Buch bei S. Fischer wurde sofort ein so großer buchhändlerischer Erfolg, daß sein Verfasser den Beruf eines Buchhändlers in Basel aufgab, um sich in Gaienhofen als Schriftsteller niederzulassen.« (Frieder Pfäfflin). – Hermann Hesse widmete den Roman seinem Freund Ludwig Finckh, der sich ab 1905 gleichfalls als Schriftsteller in Gaienhofen versuchte. – Schönes Exemplar.

18,8 : 13,0 cm. [8], 260, [4] Seiten. – Deckelränder leicht gebräunt, Vorderdeckel mit kleinem Wasserfleck. – Exlibris Ernst Zahn (wohl der Schweizer Schriftsteller, 1867–1952).

Mileck II, 7. – Pfäfflin 86

729  Hermann Hesse. Der Novalis.

€ 450

Aus den Papieren eines Altmodischen. Mit Zeichnungen von J. Wackerle. – In: März. Heft 6 und 7. München, Langen 1907. Mit einigen kolorierten Textillustrationen. Privater Halbpergamentband mit Deckelschild.

Erschienen als Fortsetzung in zwei Heften der damals (1907–1912) von Hermann Hesse herausgegebenen Zeitschrift. – Hesse setzte mit seinem »Novalis« der Liebe zum Buch und seiner Verehrung für die Romantik ein Denkmal.

24,3 : 17,8 cm. [28] Seiten. – Einband mit Alterungsspuren.

Mileck IV, 90. – Dietzel/Hügel 1881

730  [Hermann Hesse, pseudonym:] Emil Sinclair. Demian.

€ 200

Die Geschichte einer Jugend. Berlin, S. Fischer 1919. Originalpappband.

Erste Ausgabe. – Hermann Hesse beschreibt die Suche des jungen Mannes nach dem Sinn des Lebens. Es ist die exemplarische Geschichte einer Selbstfindung gegen den subtilen Druck von Religion und Moral, die auch virulent geblieben ist in Zeiten, die mit anderen Instanzen der Fremdbestimmung zu rechnen haben. 1920 wurde Hesses Pseudonym, das er auch schon früher für kriegskritische Schriften benutzt hatte, aufgedeckt.

18,7 : 12,4 cm. 256 Seiten. – Rücken gebräunt. – Seiten papierbedingt gebräunt.

Mileck II, 32

731  Hermann Hesse – Vivos voco.

€ 450

Eine deutsche Monatsschrift. Jahrgang I, Heft 1 bis 12. Herausgegeben von Hermann Hesse und Richard Woltereck. Leipzig, Seemann & Co. 1919/1920. Pappband der Zeit.

Der vollständige erste Jahrgang der von Hermann Hesse u. a. mit karitativen Zielen gegründeten Zeitschrift. – »Unser Ruf an die Lebenden, an die Jungen vor allem, ist der Ruf um Hilfe und Mitkämpfer gegen die Not der Zeit. […] Der Ertrag, den unsere Monatsschrift hoffentlich ergeben wird, ist für die Kinderfürsorge bestimmt. Niemand macht an unserem Blatt Gewinne, auch der Verleger nicht […]« (Einleitung). – Der Originalvorderumschlag von Heft 1 wurde eingebunden.

23,2 : 17,0 cm. 822 Seiten.

Mileck VII, C5. – Diesch 3002 (ungenau). – Dietzel/Hügel 3009 ^

732  Hermann Hesse. Sinclairs Notizbuch.

€ 300

Zürich, Rascher 1923. Mit vier farbigen Tafeln nach Aquarellen von Hermann Hesse. Originalhalbleinenband mit Rückenvergoldung.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Eins von 1000 im Druckvermerk von Hesse signierten Exemplaren (Gesamtauflage 1100). – Die Aufsätze entstanden meist in den Jahren 1917 und 1918 und wurden damals unter Hesses Pseudonym Emil Sinclair in Zeitungen gedruckt. – Auf starkem Velin.

24,5 : 18,6 cm. 108, [4] Seiten, 4 Farbtafeln.

Mileck II, 44

733  Hermann Hesse. Aus vielen Jahren.

€ 300

Gedichte, Erzählungen und Bilder. Bern, Stämpfli & Cie. 1949. Mit drei montierten farbigen Abbildungen nach Aquarellen und zwei blattgroßen nach Zeichnungen. Originalbroschur.

Herausgegeben als Jubiläumsschrift der Buchdruckerei Stämpfli & Cie. zur Feier ihres 150jährigen Bestehens. – Kein Exemplar gelangte in den Handel, die kleine Auflage wurde an Geschäftsfreunde verschenkt. »Der Verfasser stellt seine Exemplare, soweit sie nicht an nahe Freunde verschenkt werden, seiner seit 1946 bestehenden privaten Aktion zu Gunsten von Hungernden in den Kriegsländern zur Verfügung« (Beilageblatt der Druckerei). – Auf dem Beilageblatt vom Autor signiert »Gruss von Hermann Hesse«.

24,5 : 19,3 cm. 129, [3] Seiten.

Mileck II, 96

734  Hermann Hesse. Zwei jugendliche Erzählungen.

€ 200

Olten 1956. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – 70. Publikation der Oltner Bücherfreunde. – Eins von 200 für den Dichter reservierten Exemplaren »hors commerce« auf Werkdruckpapier (neben der offiziellen Auflage von 750). – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung »Herzlich dankt u. grüsst H Hesse«. – Enthält die Erzählungen »Hans Amstein« und »Sor Acqua«, »aus der Zeit meiner literarischen Anfänge. Sie sind in Buchform nie erschienen.« (Nachwort).

20 : 13 cm. [2], 56, [6] Seiten. – Umschlagränder gebräunt.

Mileck II, 121

735  Hermann Hesse. Freunde.

€ 250 ( R7 )

Erzählung. Olten 1957. Mit einer Titelzeichnung von Gunter Böhmer. Originalhalbsaffianlederband mit Batik-Modeldruck-Bezugspapier (Hugo Peller, Solothurn). Im Schuber.

75. Publikation der Oltner Bücherfreunde. – Erste Ausgabe. – Eins von 150 Exemplaren der signierten Vorzugsausgabe in Halbleder (Gesamtauflage 850). – Druck auf Zerkall-Bütten.

20,4 : 13,0 cm. [2], 106, [4] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Mileck II, 123. – Rysawy 99

736  Hermann Hesse. Erwin.

€ 200 ( R7 )

Olten 1965. Gelber Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel, Kopfgoldschnitt und Modeldruckbezügen (Hugo Peller, Solothurn).

Erste Ausgabe. – Achter Oltner Liebhaberdruck. – Eins von 110 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Halbleder gebunden (Gesamtauflage 665).

20,0 : 12,5 cm. 51, [9] Seiten. – Rücken kaum merklich verfärbt.

Mileck II, 147

737  Hermann Hesse. Zwei Typoskripte, 17 Privat- und Sonderdrucke, Postkarten etc.,

€ 600

meist signiert, teils mit Widmung. 1952–1961.

Zwei Typoskripte: Louis Soutter. Ein A4-Blatt. Geschrieben Ende September 1961. Mit eigenhändiger Unterschrift. In eigenhändig adressiertem Umschlag. Mileck V-D 813. – Bitte lesen und vernichten. Ein A6-Blatt. Um 1950. Über den Hesse-Sammler Erich Weiß, dessen Unwesen Hesse scharf kritisiert. Nicht bei Mileck. – Zehn signierte Privatdrucke: Grossväterliches. 1952. »Gute Wünsche! H Hesse«. M. III, 212. – Dank für Briefe und Glückwünsche (Besinnung/Stufen). 1954. »Gruss von H Hesse«. M. III, 232. – Klage und Trost. 1954. »Dank u. Gruss! H Hesse« M. III, 236. – Wanderer im Spätherbst. 1956. Signiert. M. III, 256. – Weltanschauliche Briefe philosophischer Richtung. Sonderdrucke aus den Heften 3 und 4, Jahrgang 36, der »Schweizer Monatshefte«. 1956. Auf den Umschlägen von Hesse korrigiert in »Briefe« und »Neue Briefe«. M. III, 258 und 259. Dabei eine Postkarte mit Hesse-Aquarell und eigenhändiger Widmung. – Der Trauermarsch. 1957. Monogrammiert. M. III, 263. – Chinesische Legende. 1959. Signiert. M. III, 273. – Dank für Briefe und Glückwünsche (Vier späte Gedichte). 1959. »Hesse grüsst« M. III, 274. Dabei monogrammiertes Porträtfoto von 1947. – Freund Peter. 1959. »Herzlich grüsst HH«. M. III, 277. Dabei monogrammierte Postkarte mit Bänningers Hesse-Büste. – Fünf unsignierte Privatdrucke, zwei Beigaben. – Teils mit eigenhändig adressiertem Kuvert.