ChristianHesse

Illustrierte Bücher der Moderne | Hesse-Auktionen
Illustrierte Bücher der Moderne

601  René Auberjonois – C[harles]-F[erdinand] Ramuz. Forains.

€ 300

Avec cinq lithographies originales de René Auberjonois. [Lausanne], Mermod [1928]. Mit fünf Lithographien. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 300 Exemplaren auf Velin von Marais (Gesamtauflage 309). – René Auberjonois (1872–1957) studierte an der École des Beaux-Arts in Paris, 1948 vertrat er die Schweiz auf der Biennale von Venedig, 1955 und 1964 nahm er an der documenta teil. Mit dem Dichter Charles Ferdinand Ramuz war er befreundet.

21,0 : 17,5 cm. 51, [1] Seiten, 5 Lithographien.

Monod 9469. – Rauch 137

602  George Barbier – Paul Verlaine. Fêtes galantes.

€ 600

Illustrations de George Barbier. Paris, H. Piazza 1928. Mit farbig illustriertem Titel und 20 Farbtafeln, teils mit Silber und Gold gehöht, nach Aquarellen von Barbier. Halblederband mit reicher Rückenvergoldung. Deckelfileten und Kopfschnitt vergoldet, marmorierte Vorsatzpapiere. Die illustrierte Originalbroschur eingebunden.

Eins von 175 römisch nummerierten für die USA bestimmten Exemplare (Gesamtauflage 1200). – Auf gelblichem Velin mit dem Wasserzeichen des Verlegers. – Textumrahmungen und Initialen in Grün gedruckt. Alle Blätter, Text und Illustrationen, wurden nur einseitig bedruckt. – Die Gedichtsammlung Verlaines, erstmals 1869 erschienen, hat über Jahrzehnte viele Künstler inspiriert, allein Monod verzeichnet 14 verschiedene Ausgaben. Zu den beliebtesten gehört die vorliegende mit den Art Déco-Illustrationen von Georges Barbier (1882–1932), der vor allem durch seine Vorlagen für die Pariser Zeitschriften »La Gazette du bon ton« und »Journal des Dames et des Modes« sowie seine Kostümentwürfe für die »Ballets Russes« bekannt wurde.

30,5 : 23,5 cm. [2], 100, [4] Seiten, 21 Tafeln. – Stellenweise etwas berieben, das Vordergelenk stärker. – Eine Tafel etwas stock-, eine leicht fingerfleckig. – Vorblatt mit Prägestempel (Sammlermonogramm).

Monod 11092. – Carteret IV, 393

603  Eduard Bargheer – Albert Camus. Der Gast.

€ 600

Mit Originalradierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main, Ars librorum Gotthard de Beauclair 1965. Mit acht Radierungen, davon sieben blattgroß. Lose Doppelblätter in lithographiertem Originalumschlag und -leinenkassette.

Zehnter Ars librorum Druck. – Eins von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen signierten Suite aller acht Radierungen auf Japon nacré; daneben erschienen 260 Exemplare ohne Suite. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Bütten. – Die buchkünstlerische Qualität der Drucke Gotthard de Beauclairs in ihrer Einheit von meisterhafter Typographie und originalgraphischer Illustration sucht ihresgleichen. »Der Vergleich mit der Cranach-Presse Kesslers ist kaum zu weit hergeholt«, rühmt Jürgen Eyssen.

45,4 : 32,0 cm. 43, [5] Seiten; 8 Radierungen.

Rosenbach 199-206. – Spindler 40.30. – Tiessen 2. – Isphording II, 38. – Eyssen S. 186

604  Eduard Bargheer – Sophokles. Antigone.

€ 800

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen und einer auf dem Vorderdeckel. Lose Doppelblätter in Originalleinenchemise und -kassette.

16. Ars librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen signierten Suite der Radierungen (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Druck der Radierungen, teils in Rötel, von Arndt Maibaum, Berlin. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen, eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Dazu: Drei Bleistiftzeichnungen. 1967. Ca. 30 : 25 cm. Signiert und datiert. Vorzeichnung für die Antigone-Radierungen »Waffenszene«, »Haimon« und »Der Seher Theresias«. Jeweils in Passepartout.

44,0 : 31,5 cm (Mappe). 81, [3] Seiten, 10 Radierungen.

Spindler 40.36 und 37. – Tiessen III, 3. – Isphording II, 42. – Rosenbach 242–251. – Eyssen S. 186

605  Eduard Bargheer – Sophokles. Antigone.

€ 400

In der Übersetzung von Karl Reinhardt. Mit zehn Radierungen von Eduard Bargheer. Frankfurt am Main, Ars librorum 1967. Mit neun blattgroßen Radierungen, davon vier in Rötel gedruckt. Originalleinenband mit einer Radierung auf dem Vorderdeckel. In Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Niederhöchstadt).

16. Ars librorum Druck. – Eins von 175 Exemplaren (Gesamtauflage 200). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – In Bargheers Œuvre spielt die mediterrane Landschaft, sei sie nun tatsächlich erlebt oder mystisch vorgestellt, besonders auch als Handlungsort der antiken Dramen eine zentrale Rolle. Nach Jürgen Eyssen bannte Bargheer »die tragische Ausweglosigkeit der antiken Schicksalstragödie in grandiose Masken«. – Tadellos.

44,3 : 31,5 cm. 81, [3] Seiten.

Rosenbach 242–251. – Spindler 40.36. – Tiessen III, 3

606  Laszlo Barta – Dante Alighieri. Inferno.

€ 1000

Cinquante-cinq eaux-fortes de Barta. Paris, Éditions de la Cigogne 1938. Mit 53 meist blattgroßen Radierungen im Text, einer doppelblattgroßen als Beilage und einer auf dem Vorderumschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Leinenchemise und Schuber.

Exemplar I von 18 römisch nummerierten der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 300), gedruckt auf Japan, mit fünf Vorzeichnungen (statt der im Druckvermerk genannten drei, davon vier Kohle- und eine Bleistiftzeichnung) und zwei Extrasuiten: Eine aller 55 Radierungen in Bister gedruckt, eine in Schwarz gedruckte der 20 verworfenen Radierungen. – Für Laszlo Barta (1902–1961) verzeichnet Monod 13 illustrierte Bücher.

32,8 : 25,2 cm. 306, [6] Seiten, 76 Radierungen, 5 Zeichnungen.

Monod 3405. – Carteret V, 59 (»Intéressante publication«)

607  Horst Battke. Vorzeichnungen, Probedrucke und Radierungen zu »Platon. Das Gastmahl oder Über die Liebe«.

€ 450

1963–1965. Ca. 44 : 30 cm. Alle signiert.

Vier Vorzeichnungen, davon ein verworfenes Motiv. Bleistift auf Transparentpapier. Jeweils signiert. Jeweils in Passepartout. – Acht Probedrucke von sieben Radierungen. Auf Bütten. In Passepartouts. – Aristodemos. Als Weißlinienschnitt auf Bütten. Bezeichnet mit »Buchdruck«. – Vollständige Suite aller neun Radierungen auf Japan nacré. Jeweils Exemplar 48/50. Signiert. – Heinz Battke (1900–1966) war in jungen Jahren Schüler von Karl Hofer. Von den Nationalsozialisten als »entartet« abgelehnt, wirkte er seit 1935 in Florenz. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt zurück und lehrte an der Städelschule. Die Platon-Radierungen entstanden 1963 und 1964 und zählen zu den reifen Spätwerken. Das Buch erschien 1965 in der Übersetzung von Rudolf Kassner und mit den Radierungen von Horst Battke bei Gotthard de Beauclair als zwölfter Ars librorum Druck. Die Radierungen druckte Hermann Steidle, Essen.

Vorzeichnungen Cüppers 471, 472, 476. – Probedrucke ohne C. 477, C. 475 zweifach. – C. 472. – Suite: C. 470–478

608  Aubrey Beardsley – Aristhophanes [sic!]. Lysistrata.

€ 300

Lustspiel in 3 Akten. Deutsch bearbeitet von J. J. C. Donner. Wien 1913. Mit acht Tafeln nach den Zeichnungen von Aubrey Beardsley. Dunkelroter Originalecrasélederband mit reicher ornamentaler Vergoldung.

Eins von 400 nummerierten Exemplaren. – Verkleinerter Nachdruck der legendären Wiener Ausgabe von 1905. – Die Tafen auf Japanpapier, der Text auf Van Gelder-Bütten. – Die Seltenheit der Ausgabe von 1905 beförderte diesen Nachdruck, von dem 1920 ein weiterer Neudruck erschien. Dieser trug wiederum die Jahreszahl 1913, enthielt aber unter anderem den Schreibfehler »Akte« statt »Akten« auf dem Titel. Die Verunstaltung des Verfassernamens bei der vorliegenden Edition übersahen sowohl Hayn/Gotendorf als auch Stern-Szana. – Hayn/Gotendorf bemerkt zur Erstausgabe: »Die starke Erotik der Abbildungen übertrifft noch die Komödie an zügelloser Derbheit.« Stern/Szana erwähnt, dass Beardsley »seinem Tode nahe, von dem Gedanken an seine erotische Kunstsünde viel geplagt« worden sei.

19,4 : 14,5 cm. 79, [1] Seiten, 8 Tafeln. – Rücken verblasst. – Titelblattränder gebräunt.

Hayn/Gotendorf IX, 23. – Stern-Szana 236/237. – Vgl. Lasner 107 A

609  Marcus Behmer – Honoré de Balzac. Das Mädchen mit den Goldaugen.

€ 600

Deutsche Übertragung von Ernst Hardt. Zeichnungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1904. Mit zehn Tafeln und Buchschmuck nach Zeichnungen. Originalpergamentband. Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet (A. Köllner Buchbinderei Leipzig). Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren. – Gedruckt auf Van Gelder-Bütten, die Illustrationen als Zinkographien auf Japan. – Behmer entwarf auch die große Deckelvignette und die braun-gold gedruckten Vorsatzpapiere. – Nach Oscar Wildes »Salome« die zweite umfangreiche und selbständige buchillustratorische Arbeit des damals gerade 25jährigen Behmer. – Wunderbar frisches Exemplar.

21,9 : 18,0 cm. [14], 91, [5] Seiten. 10 Tafeln. – Eine Seite mit winzigem Einriss.

Haucke 5. – Sarkowski 86. – Schauer II, 45. – Fromm 1533

610  Marcus Behmer – Von dem Fischer un syner Fru.

€ 750

Ein Märchen nach Philipp Otto Runge mit sieben Bildern von Marcus Behmer. Berlin, Otto von Holten 1914. Mit sieben Radierungen, davon vier blattgroß. Originalhalbleinenband mit Deckelschild. Mit Schutzpapierumschlag und dem bedruckten Originalschuber.

Eins von 180 Exemplaren, davon 30 nicht für den Handel, die erste zwölf von den unverstählten Platten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Satz und Illustrationen entwarf Marcus Behmer. – Auf Holländischem Einhorn-Bütten gedruckt, die Radierungen sowie Titelinitiale und Schlussvignette in Rötel. – Der Text wurde bei Otto von Holten, die Radierungen bei Carl Sabo, beide Berlin, gedruckt. – Fritz Homeyer 1929 in »Philobiblon«: »Eines der schönsten Bücher der Welt« – Hans Loubier: »Buchjuwel« – »Eines der vollkommensten Buchkunstwerke des 20. Jahrhunderts« urteilte Hans Adolf Halbey – »ein Zeugnis erlesenen buchkünstlerischen Geschmacks« (Jürgen Eyssen). – Bemerkenswert schönes Exemplar.

21,8 : 15,7 cm. 26, [6] Seiten.

Haucke 27. – Rodenberg 242. – Schauer II, 44

611  Marcus Behmer – Sechs Märchen der Brüder Grimm.

€ 250

Aus dem Nachlaß zum ersten Male herausgegeben und mit einem Nachwort von Johannes Bolte. Berlin, Brandus [1918]. Mit acht Radierungen im Text, eine blattgroß. Brauner Originalkalblederband. Deckel- und Rückentitel, Deckel- und Innenkantenfileten sowie Kopfschnitt vergoldet (H. Fikentscher).

Dritter Nibelungendruck. – Eins von 260 Exemplaren. – Auf festem Velin. – Gesetzt aus der Cicero Leibniz-Fraktur.

18,8 : 13,5 cm. [1], 33, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst. Ecken leicht beschabt, Ränder minimal berieben. – Klebereste von entferntem Exlibris.

Haucke 30. – Rodenberg 444, 3. – Schauer II, 44

612  Marcus Behmer – Enno Littmann. Vom morgenländischen Floh.

€ 600

Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken von Enno Littmann. Mit Radierungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1925. Mit 13 Radierungen im Text, davon drei blattgroß, alle signiert. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Gesetzt aus der Koch-Frühlingsschrift. – Der Text wurde bei Otto von Holten, Berlin, die Radierungen in Sepia im Bibliographischen Institut, Leipzig, gedruckt. – Auf Bütten. – Einbandentwurf von Marcus Behmer.

19,9 : 14,7 cm. 68, [4] Seiten.

Haucke 56. – Sarkowski 1037. – Schauer II, 45. – Hayn/Gotendorf IX, 186

613  Marcus Behmer – Enno Littmann. Vom morgenländischen Floh.

€ 3000

Dichtung und Wahrheit über den Floh bei Hebräern, Syriern, Arabern, Abessiniern und Türken. Mit Radierungen von Marcus Behmer. Leipzig, Insel 1925. Mit 13 Radierungen, davon drei blattgroß, und einer Vignette. Originalpergamentband mit reicher ornamentaler Vergoldung und blindgeprägten Fleurons sowie Schnittvergoldung (signiert: Bruno Scheer, Berlin). Im Schuber.

Laut handschriftlichem Zusatz des Künstlers eins »von 12 Exemplaren mit Abzügen von den unverstählten Platten« (Gesamtauflage 330). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auch der Einbandentwurf der äußerst seltenen Vorzugsausgabe stammt von Marcus Behmer, der Goldschmuck ist hier noch reicher und beide Deckel wurden, neben Fileten und Bordüren, durch jeweils fünf goldene Flöhe verziert. – Gesetzt aus der Frühling-Schrift von Rudolf Koch. – Druck der Radierungen vom Bibliographischen Institut, Leipzig, des Textes bei Otto von Holten, Berlin. – Das Exlibris für einen unbekannten Sammler wurde von Otto Eckmann entworfen. – Tadelloses, nahezu druckfrisches Exemplar.

19,3 : 14,4 cm. 68, [4] Seiten. – Schuber etwas berieben. – Exlibris.

Haucke 56. – Halbey 9. – Sarkowski 1037 VA. – Schauer II, 45

614  Gunter Böhmer – Gabriele d’Annunzio. L’Oleandro.

€ 2000 ( R7 )

Con Litografie di G. G. Boehmer. Verona, Officina Bodoni 1936. Mit 26 Lithographien im Text, gedruckt in Rötel. Originaleinband mit Seidenrücken und Papyrusdeckeln, Rückentitel in Gold geprägt, Deckeltitel in Rot aufgemalt. In Kassette mit handmarmoriertem Papierbezug.

Eins von fünf Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 180), gedruckt auf Japon nacré von Kaji Torinoko und mit einer Suite der Lithographien, gedruckt in Blau auf ebensolchem Japanpapier. – Die Suite in einer Flügelmappe mit dem Bezugspapier der Buchkassette. – Das erste illustrierte Buch der Officina Bodoni von Giovanni Mardersteig. »In Montagnola hatte ich bei meinem lieben Nachbarn Hermann Hesse den jungen Maler und Illustrator Gunter Böhmer kennen gelernt. Proben seines ungewöhnlichen Talentes veranlaßten mich, ihm eine gemeinsame Arbeit vorzuschlagen. Er kam nach Verona und begann, fasziniert von Pierre Bonnards berühmten Lithographien [zu Longus’ »Daphnis et Chloe«, vgl. KatNr. 618], Studien für Randzeichnungen zum ›Oleandro‹ zu machen. Diese, auf Stein übertragen und in Rötel gedruckt, ergaben eine glückliche Einheit von Text und Illustration.« – In Syracus, das in der Dichtung besungen wird, erwarb Mardersteig einige Bogen Papyrus, welche er für den Einband der wenigen Vorzugsexemplare benutzte (»der wohl originellste der Ausgaben der Offizin«). – Die Suite enthält eine Lithographie in zwei Zuständen sowie die nur für den Einband der Normalausgabe benutzte, abgezogen auf Bütten. Die Lithographie von Seite 20 fehlt in der Suite. – Möglicherweise die schönste Illustrationsarbeit des jungen Gunter Böhmer in der bestmöglichen Ausgabe.

36,5 : 26,5 cm. 29, [7] Seiten, 27 Lithographien. – Die Mappenflügel der Suitenmappe mit Einrissen, sonst tadellos.

Schmoller/Mardersteig 40 (alle Zitate von dort). – Rysawy 13. – Schauer II, 137. – Tiessen II, 9

615  Gunter Böhmer – Georg Büchner. Lenz.

€ 450 ( R7 )

Ein Fragment. Zeichnungen von Gunter Böhmer. St. Gallen, Henry Tschudy 1942. Mit 22 Illustrationen nach Zeichnungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette und ein Initial. Illustrierter Originalpappband mit -schutzumschlag. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 300 Exemplaren. – Mit einer sehr schönen blattgroßen aquarellierten Tuschzeichnung (Künstler und Engel) und einer eigenhändigen Widmung des Künstlers für den Mediziner Dr. Theodor Haemmerli-Schindler auf dem Vorblatt. Auch 15 Vorzugsexemplare des Buches sollen, laut Druckvermerk, eine Zeichnung enthalten. – Gunter Böhmer (1911–1986) folgte 1933 Einladung Hermann Hesses nach Montagnola, wo er dann bis zu seinem Tod lebte. Hesse machte Böhmer mit dem Verleger Samuel Fischer bekannt, und er erhielt den ersten Auftrag für die Illustration von Hermann Hesses »Hermann Lauscher«. Es war der Beginn einer großen Karriere als Buchillustrator.

32,0 : 22,5 cm. 61, [11] Seiten. – Kleiner Einriss im Schutzumschlag.

Rysawy 39

616  Gunter Böhmer – Georg Büchner. Lenz.

€ 300 ( R7 )

Ein Fragment. Zeichnungen von Gunter Böhmer. St. Gallen, Henry Tschudy 1942. Mit 22 Illustrationen nach Zeichnungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette und ein Initial. Illustrierter Originalpappband mit -schutzumschlag. Im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 315). – Mit zweifarbiger Tuschzeichnung und eigenhändiger Widmung des Künstlers »für Günther Rossipaul mit herzlichem Gruß«.

32,0 : 22,5 cm. 61, [11] Seiten.

Rysawy 39

617  Gunter Böhmer – Das Hohe Lied Salomonis.

€ 300

Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Heidenheim, Erich Hoffmann 1962. Mit 17 Strichätzungen nach Zeichnungen, davon zehn blatt-, drei doppelblattgroß. Rotbrauner Originalkalblederband mit blindgeprägtem Rückentitel (Christian Zwang, Hamburg). Im Schuber.

Maecenas-Liebhaberdrucke. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage 1100). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf geglättetem Hahnemühle-Kupferdruckbütten gedruckt. – Buchgestaltung von Richard von Sichowsky.

32,7 : 20,1 cm. [36] Seiten. – Ränder kaum merklich berieben.

Tiessen II, 102

618  Pierre Bonnard – Longus. Les pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 2500

Traduction de J. Amyot. Revue, corrigée […] par P.-L. Courier. Lithographies originales de P. Bonnard. Paris, Ambroise Vollard 1902. Mit 150 Lithographien im Text und fünf lithographierten Vignetten. Grüner Maroquinband mit Seidenvorsätzen; Rückentitel, einfache Stehkanten- und fünffache Innenkanten-Fileten sowie der Kopfschnitt vergoldet (signiert: H. Fikentscher, Leipzig 1920). Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen – Eins von 200 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit dem Wasserzeichen »Daphnis et Chloé« (Gesamtauflage 250). – Neben »Parallèlement« von Paul Verlaine das zweite große Frühwerk des Künstlers, beide erschienen im Verlag seines Freundes und Kunsthändlers Ambroise Vollard. – Der gesamte Text wird auf allen rechten Buchseiten mit einer etwa zwei Drittel des Satzspiegels ausfüllenden Lithographie illustriert. Wie schon in seinen beiden früheren Illustrationsfolgen zeichnen sich Bonnards Lithographien durch eine besondere Weichheit aus, die beim damaligen Publikum allerdings nicht sonderlich ankam: »a public that preferred the sharply defined realism of the professional engraver« (Garvey). – Frühwerk der modernen französischen Buchillustration. – Ehemals Bibliothek Hans Mardersteig, München bzw. Verona (vgl. KatNr. 614).

30,0 : 25,2 cm. [2], X, 294, [6] Seiten. – Rücken stark verblasst. – Wie in Vergleichsexemplaren die Blätter der Lagen 5 und 7 mit teils stärkeren Verfärbungen.

Monod 7262. – Jentsch, Vollard 4. – Garvey 28. – Rauch 22. – Skira 22

619  Francisco Borès – Federico Garcia Lorca. Klage um | Llanto por Ignacio Sánchez Mejias.

€ 250

Linolschnitte von Francisco Borès. Stuttgart, Manus Presse 1964. Mit vier ganzseitigen Farblinolschnitten und zwei einfarbigen Linolschnitten im Text. Originalhalbleinenband im -schuber.

Eins von 140 Exemplaren (Gesamtauflage 220). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Das Gedicht in der spanischen Originalfassung der »einzigen berechtigten deutschen Übersetzung« von Enrique Beck. Garcia Lorca widmete die Dichtung Encarnación López Júlvez, der Tänzerin »L’Argentinita«, die in seinem ersten Theaterstück aufgetreten war. Durch sie hatte er den Matador Mejias kennengelernt, der 1934 bei einem Stierkampf umkam. Garcia Lorcas »Llanto« gilt als eine der besten Elegien der spanischen Dichtung. – Francisco Borès (1898–1972), mit Picasso und Matisse befreundet und von diesen beeinflusst, erlangte in seinem Heimatland erst in seinen letzten Lebensjahren Anerkennung. – Schöner und großzügig gestalteter Pressendruck mit den Linolschnitten in leuchtender Farbigkeit.

57,5 : 41,5 cm. 37, [3] Seiten. – Deckelkanten minimal berieben, der Schuber mit Lagerspuren.

Spindler 161.3

620  Georges Braque – Elf Hefte »Derrière le miroir«.

€ 200

Paris, Maeght 1947–1967. Mit zahlreichen, teils farbig lithographierten, Abbildungen nach Arbeiten von Georges Braque. Originalumschläge in privater Leinenchemise und Schuber.

Vollständige und tadellos erhaltene Folge aller ausschließlich Georges Braque gewidmeten Hefte der legendären Kunstzeitschrift. Weitere zehn im DLM-Verzeichnis unter Braque verzeichnete Ausgaben waren Themenhefte mit Arbeiten verschiedener Künstler. – Vorhanden sind folgende Hefte: 4, 25/26, 36–38 (2. Auflage), 48/49, 71/72, 85/86, 115, 135/136, 138, 145/146 und 166. – Die für die Hefte 4 und 135/136 im DLM-Verzeichnis genannten Originallithographien sind bei Vallier nicht verzeichnet. – Dazu: Fünf (von sechs) Bazaine-Heften der Reihe. Paris 1949–1981. Mit zusammen 29 Farblithographien. Originalumschläge. Vorhanden Nos. 23, 55/56, 170, 197 und 215. – Beigabe: Alechinsky. DLM 247.

621  Georges Braque – Jean Paulhan. Braque le patron.

€ 450

Genf und Paris, Éditions des Trois Collines (Gérard Cramer) 1947. Mit zwei Farblithographien, eine auf dem Umschlag, eine als zweiteilige Textvignette und 57 montierten ganzseitigen Abbildungen, davon eine farbig. Originalbroschur mit -umschlag, in Chemise und Schuber.

Eins von 65 Exemplaren auf »Vélin du Marais« (Gesamtauflage 90). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Die Neuausgabe des Textes von Paulhan, der bereits 1945 erschienen war, erhielt nun einen umfangreichen Tafelteil. – Tadellos schönes Exemplar. – Mit dem Ankündigungsblatt des Verlegers Cramer für diese Ausgabe, das die irreführende Angabe »ohne Originalgraphik« in der Hatje-Bibliographie widerlegt.

29,3 : 21,8 cm. 181, [19] Seiten.

Vallier 28. – Mourlot 16 un 17. – Hatje Bücher VI. – Vgl. Monod 8901

622  Georges Braque. Cahier 1917 – 1947 [et] 1947 – 1955.

€ 750

Paris, Maeght 1948 und [1956]. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Farbig lithographierter Originalumschlag in dunkelblauer Leinenkassette. – Widmungsexemplar.

Eins von 750 Exemplaren auf Velin du Marais im kleineren Format (Gesamtauflage 845, eine ungezählte Auflage ohne Originalgraphik erschien in deutlich kleinerem Format). – Erste Ausgabe. – Mit der Fortsetzung, die Braques Sentenzen aus den Jahren 1949 bis 1955 enthält. – Beide Hefte wurden von Braque kalligraphiert und illustriert und bei Mourlot lithographisch gedruckt. – Mit einer aquarellierten eigenhändigen Widmung des Künstlers »A J. Paulhan bien amicalement ces persées chemin faisant 7 Juin 1948« auf dem Vorblatt. Jean Paulhan (1884–1964) war nach Kriegsende zusammen mit Sartre Mitarbeiter der Zeitschrift »Les temps modernes«. – Die Titellithographie der 95 Vorzugsexemplare wurde hier in veränderter Farbstellung auf dem Umschlag verwendet. Bei dem neu kalligraphierten Titel schrieb Braque versehentlich »1917–1947«. – Beilage: Englische Übersetzung von Bernard Frechtman.

39,0 : 28,5 cm. [100 bzw. 24] Seiten. – Umschlagkanten brüchig und nachgefärbt.

Hatje Bücher VII b (von c). – Vallier 37. – Vgl. Monod 1890

623  Georges Braque. Cahier 1917 – 1947 [et] 1947 – 1955.

€ 400

Paris, Maeght 1948 und [1956]. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Lose Doppelblätter in farbig lithographiertem Originalumschlag, bemalter Leinenchemise und Schuber.

Eins von 750 Exemplaren auf Velin du Marais im kleineren Format (Gesamtauflage 845, eine ungezählte Auflage ohne Originalgraphik erschien in noch kleinerem Format). – Erste Ausgabe. – Mit der Fortsetzung, die Braques Sentenzen aus den Jahren 1949 bis 1955 enthält. – Beide Hefte wurden von Braque kalligraphiert und illustriert und bei Mourlot lithographisch gedruckt. – Die Titellithographie der 95 Vorzugsexemplare wurde hier in veränderter Farbstellung auf dem Umschlag verwendet. Bei dem neu kalligraphierten Titel schrieb Braque versehentlich »1917–1947«.

39,0 : 28,5 cm. [100 bzw. 24] Seiten.

Hatje Bücher VII b (von c). – Vallier 37. – Vgl. Monod 1890

624  Georges Braque – René Char. Le soleil des eaux.

€ 1500

Spectacle pour une toile des pêcheurs, illustré par Georges Braque. Paris, H. Matarasso 1949. Mit vier ganzseitigen Radierungen, davon eine mehrfarbig als Frontispiz. Lose Bogen in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 170 Exemplaren auf Velin du Marais (Gesamtauflage 200). – Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – René Char (1907–1988) schrieb dieses Stück 1946. Er lernte Georges Braque 1947 in Avignon kennen und es entwickelte sich eine lebenslange, enge Freundschaft, die mehrfach in gemeinsamen Künstlerbüchern zum Ausdruck kam. – In Chars großem Abgesang auf die den beiden Künstlern noch vertraute »alte« Provence taucht erstmals in Braques graphischem Œuvre das Vogelmotiv auf, das für sein Spätwerk charakteristisch werden sollte.

28,9 : 23,0 cm. 146, [2] Seiten. – Ganz vereinzelte leichte Stockflecken. – Der 2. Bogen auf abweichendem Papier gedruckt.

Vallier 47. – Hatje Bücher IX. – Rauch 105. – Garvey 35. – Monod 2631. – Benoit, Char 33

625  Pierre Reverdy. Braque.

€ 1500

Une aventure méthodique. Paris, Fernand Mourlot [und Maeght] 1949. Mit einer kolorierten Farblithographie, 26 Lithographien im Text und zwölf Farblithographien nach Gemälden. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -leinenkassette, beide mit Vignette nach Zeichnung Braques.

Erste Ausgabe. – Eins von 250 Exemplaren. – Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf Vélin d’Arches. – Das Werk geht auf eine Initiative des Pariser Druckers Fernand Mourlot zurück, der es aber noch vor Abschluss aller Arbeiten an den Galeristen Maeght abtrat. – Die Farblithographie, die als Frontispiz fungiert, wurde teils von Hand koloriert. Die 26 einfarbigen Lithographien bilden Kopfvignetten und Textillustrationen zu Reverdys Studie. Der Tafelteil enthält zwölf Farblithographien nach Gemälden Braques aus den Jahren 1944 bis 1947. – Von der Verfärbung einiger Seitenränder abgesehen, tadelloses Exemplar.

[116] Seiten. – Einige Doppelblätter an einem Seitenrand stockfleckig, ein Blatt mit Knick im Unterrand.

626  Georges Braque – Francis Ponge. Cinq sapates.

€ 2000

Eaux-fortes de Georges Braque. Paris 1950. Mit fünf Aquatintaradierungen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und Leinenkassette.

Eins von 95 Exemplaren (Gesamtauflage 101). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf »Chiffon d’Auvergne« von Richard de Bas. – Erste Ausgabe. – »Dieses Buch verdient, in Schwarz und Weiß gedruckt zu werden«, hatte Braque gelobt. Auf der Subkriptionseinladung wurde der in Frankreich wohl eher unbekannte Begriff »Sapate« erläutert: Besonders in Italien und Spanien bezeichnet er ein wertvolles Geschenk, das in einem viel weniger wertvollen Gegenstand überreicht wird, beispielsweise eine Zitrone mit einem großen Diamanten darin« (vgl. Valliers Anmerkung). – Das Werk erschien im Eigenverlag des Künstlers, gedruckt wurde es bei André Tournon und Georges Visat. Braque widmete es seinem Freund René Char.

41,8 : 28,5 cm. [2], 50, [4] Seiten. – Der Umschlag und vereinzelte Seiten leicht stockfleckig, 2 Doppelblätter großflächiger betroffen.

Vallier 62. – Hatje Bücher XII. – Rauch 107. – Garvey 37. – Monod 9227

627  [Georges] Braque. Carnets intimes.

€ 450

Paris, Verve 1955. Mit zahlreichen meist ganzseitigen Abbildungen nach Braque, teils bei Mourlot als Lithographien gedruckt. Farbig lithographierter Originalpappband.

Verve VIII, No. 31 et 32. – Die reich bebilderte Ausgabe der berühmten Kunstzeitschrift enthält neben den hervorragend gedruckten Tafeln Texte von Will Grohmann, Antoine Tudal und Rebecca West. – Dazu: Georges Braque. Cahier 1917–1947. Paris, Maeght 1948. Mit zahlreichen lithographierten Tafeln. Lose in farbig lithographiertem Originalumschlag (vgl. KatNr. 622). Eins von 750 Exemplaren. – Carl Einstein. Georges Braque. Paris, Éditions des chroniques du jour 1934. Mit zahlreichen Tafeln. Originalbroschur. Beilage: Ausstellungsliste Braque. Rosenberg & Helft, London 1938.

628  Georges Braque – Jean Paulhan. Les paroles transparentes.

€ 1500

Lithographies originales de Georges Braque. Paris, Les Bibliophiles de L’Union Française 1955. Mit vier farbigen Lithographien und zwölf lithographierten Vignetten, davon eine auf dem Umschlag, einige wiederholt abgedruckt. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -halbpergamentchemise und -schuber, beide mit Goldbrokatpapierbezug. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 nummerierten und namentlich dedizierten Exemplaren, hier für Sylvain Blondin (Gesamtauflage 132). – Das Vortitelblatt mit eigenhändiger Widmung und Zeichnung von Georges Braque »Pour Joie et Sylvain Blondin«, datiert 1956. – Druckvermerk von Künstler und Verfasser sowie dem Vorsitzenden der Bibliophilenvereinigung, die das Künstlerbuch edierte, signiert. – Auf Auvergne-Papier von Richard de Bas. – Tadellos erhalten.

44,8 : 35,0 cm. 84, [8] Seiten.

Vallier 102. – Mourlot 40–44. – Hatje Bücher XV. – Rauch 109. – Monod 8909

629  Georges Braque. Espaces.

€ 750

13 Dessins, Lavis, Aquarelles. Préface André Verdet. Paris, Au Vent d’Arles 1957. 13 Lithographien nach Werken von Georges Braque, davon zwölf farbig. Mit dem Textheft lose in der Originalhalbleinenmappe mit montiertem farbigem Titelbild.

Eins von 300 Exemplaren, im Druckvermerk des Texthefts von Braque signiert. – Gedruckt von Daniel Jacomet auf Bütten von Richard de Bas, der Text auf grünlichem Bütten. – Die schöne und selten vollständig angebotene Folge enthält Arbeiten von 1928 bis 1956. Sie ist ein herausragendes Beispiel für die Fertigkeiten der französischen Drucker bei farblithographischen Reproduktionen. Einige Tafeln verzaubern durch die Anmutung von Handkolorit.

51,2 : 41,5 cm.

Monod 1891

630  Georges Braque – Saint-Pol-Roux. Août.

€ 2000

Paris, Louis Broder 1958. Mit vier Aquatintaradierungen, davon eine zweifarbig und eine in Blau gedruckt. Lose Bogen in Originalumschlag, zusammen in -leinenkassette mit Deckel- und Rückenschild.

Eins von fünf im Druckvermerk nicht erwähnten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage der Buchausgabe somit 145). – Beim Auflagenvermerk vom Künstler signiert. – Auf handgeschöpftem Auvergne-Bütten von Richard de Bas, gedruckt bei Crommelynck et Dutrou (Radierungen) bzw. Fequet et Baudier (Text). – Werner Hofmann zitiert zu den »Wandlungen« der Braque’schen Bildelemente Fisch, griechischer Profilkopf, Vogel und Teekanne den Künstler: »›Vergessen wir die Dinge, betrachten wir die Beziehungen‹, hat Braque einmal geschrieben. Wer dazu den Formschlüssel gefunden hat, dessen wanderndes Auge findet […] reiche, unerschöpfliche Nahrung. Ihre scheinbar einfache Lesbarkeit trügt. Sie verlangen ein fleißiges, vergleichendes Auge.« (G.B. Das graphische Werk. Stuttgart 1961, S. XVIII). – Tadellos schönes Exemplar.

26,8 : 33,8 cm. 41, [15] Seiten.

Vallier 135 (nennt irrtümlich 5 Radierungen). – Hatje Bücher XXIV. – Garvey 41. – Monod 10084

631  Georges Braque. Grands livres illustrés.

€ 120

Poème de Antoine Tudal. Texte de Roger Vieillard. Paris, Adrien Maeght 1958. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur mit Farblithographie auf dem Vorderdeckel.

Eins von 900 Exemplaren. – Verzeichnis der 24 bis dahin erschienenen von Braque illustrierten Bücher.

21,0 : 23,8 cm. 29, [3] Seiten.

Vallier 134. – Hatje Bücher XXVII

632  Georges Braque. Pour le plaisir et l’amitié. XX pensées.

€ 750

Alès, PAB 1958. Mit einer signierten Farblithographie. Originalbroschur.

Eins von 95 Exemplaren, vom Verleger Benoît nummeriert und monogrammiert. – Auf Velin d’Arches. – Die doppelblattgroße Farblithographie, von Braque im Unterrand signiert, druckte Mourlot in Paris. – Bereits 1951 hatte der Verleger P. A. Benoit sieben Gedanken Braques in kleinster Auflage, damals noch ohne Illustration publiziert. Diesmal wählte er zwanzig Sentenzen aus Braques »Cahier« und druckte sie auf schmale Kartonstreifen, die am Unterrand eingeheftet wurden. Die zweifarbige Lithographie illustriert dadurch alle Textzitate. – Sehr gutes Exemplar in privater Chemise mit Schuber.

28,2 : 20,0 cm. 16 »Seiten«.

Vallier 136. – Mourlot 52. – Hatje Bücher XXV

633  Erich Büttner. Ein Berliner Bilderbuch.

€ 600

Siebenundzwanzig Lithographien und ein sehr schöner Text dazu. Berlin, Fritz Heyder 1924. Mit 27 kolorierten und großteils signierten Lithographien, davon 16 ganzseitig. Blauer Originalhalblederband mit lithographiertem und aquarelliertem Bezugspapier. – Widmungsexemplar.

Exemplar »I A« mit langer eigenhändiger Widmung des Künstlers für Heinrich Zille, dem Büttner das Berlin-Buch bereits durch die letzte Lithographie, ein Porträt Zilles, gewidmet hatte. In dem langen Widmungstext schildert Büttner launig die unzulängliche Ausführung der Lithographien (»recht teuer und wenig-gut gedruckt […] Etwas Spaß ist hoffentlich für die übrige Welt doch noch daran. Ärgern soll sich keiner mehr … das habe ich und der Verleger schon genug getan.«) Der von Büttner und dem Verleger Heyer signierte Text datiert 19.XII.1924. – Die detaillierten Berlinansichten entstanden in den Jahren 1906–1921, sind auf Chinapapier gedruckt und koloriert und wurden teils zwischen den Text (11) und teils auf Tafeln (16) aufgewalzt. – Der Druckvermerk nennt 110 Exemplare, von denen in den ersten 30 alle Lithographien signiert wurden, hier blieben drei Lithographien unsigniert. – Ob des Ärgers über die unzulängliche Ausführung der ersten Exemplare wurde das Projekt wohl nie fortgeführt, wir konnten außer diesem Exemplar aus dem Nachlass Zilles (Stempel »Eigentum Walter Zille«, der Sohn des Künstlers) via KVK nur noch ein weiteres (Exemplar Nr. 2) in der Bibliothek des Leo Baeck Institutes nachweisen. – Beilage: Erich Büttner. Eigenhändiger Brief an den Verleger Heyder. Berlin, 21.XII. 1924. Zwei Seiten. »Je öfter ich mir mein Berl. Bilderbuch anschaue je weniger bin ich mit zufrieden. […] Also nochmals anfangen mit dem Bilderdruck, geht nicht anders. […] An den Ruinen meines B. B. weihnachtlich Ihr Büttner«.

32,8 : 25,0 cm. 47, [1] Seiten.

634  Marc Chagall. Dessins pour la Bible.

€ 2500

Paris, Verve 1960. Mit 47 Lithographien, davon 24 farbigen und einer weiteren doppelblattgroßen Farblithographie auf dem Originalpappband.

Die zweite »Chagall-Bibel«, erschienen als Nr. 37/38 der Reihe »Verve«. – Nachdem in der Reihe bereits eine Ausgabe mit Heliogravüren der Bibel-Radierungen erschienen war, entstanden 1958/59 weitere Zeichnungen zur Bibel. Der vorliegende Band enthält die Reproduktionen dieser Zeichnungen auf 96 Tafeln, diesmal bereichert um 24 Farblithographien und diese rückseitig mit einfarbigen Lithographien. – Der einleitende Text stammt von Gaston Bachelard, am Ende mit Erläuterungen zu den 96 Tafeln.

36 : 27 cm. [18], 96, [16] Seiten, 24 Lithographien. – Kapitale und Ecken minimal berieben. – Auf dem vorderen Vorsatzblatt Schabspur von getilgtem Sammlerstempel.

Cramer 42. – Mourlot 230–277

635  Marc Chagall – Jacques Lassaigne. Chagall.

€ 750

Paris, Maeght 1957. Mit 15 meist farbigen Lithographien von Marc Chagall, davon eine auf dem Umschlag. Originalbroschur mit -umschlag.

Erste Ausgabe. – Die bekannte Chagall-Monographie schildert Leben und Werk des Künstlers und illustriert seine künstlerische Entwicklung und die Einflüsse auf sein Werk mit zahlreichen Abbildungen. – Die Lithographien wurden bei Mourlot, Paris gedruckt.

23,5 : 20,0 cm. [2], 11–177, [3] Seiten, 14 Lithographien. – Oberrand des Umschlags kaum merklich gebräunt, unten kleiner Einriss (1 cm).

Cramer 34. – Mourlot 192-205 und 207

636  Marc Chagall – Julien Cain, Fernand Mourlot und Charles Sorlier. Chagall Lithographe.

€ 2000

Bände I–VI (alles Erschienene). Monte-Carlo, André Sauret 1960–1986. Mit insgesamt 28, meist farbigen Lithographien, davon vier auf den Umschlägen, und zahllosen, meist farbigen Abbildungen. Originalleinenbände mit -schutzumschlag.

Werkverzeichnis der Lithographien von 1922 bis 1985, vollständige Reihe, Bände II und V in deutscher Sprache, die anderen in Französisch. – Das lithographische Werk bildet den Schwerpunkt innerhalb des künstlerischen Schaffens Chagalls, der Katalog wurde maßgeblich von »seinem« Drucker Mourlot erarbeitet und in den originalgraphischen Teilen von diesem gedruckt. – Mit Vorworten von Marc Chagall (Band I), Fernand Mourlot (II), Julien Cain (III), Charles Sorlier (IV), Robert Marteau (V) und Roger Passeron (VI). – Die Bände I und II mit je elf Lithographien im Buch, die Bände III und IV mit je einer Lithographie als Frontispiz, alle vier mit originallithographischen Umschlägen. Die Bände V und VI enthalten keine Originallithographien. – Unverzichtbares Œuvreverzeichnis in üppiger Ausstattung und tadelloser Erhaltung.

33,0 : 25,0 cm. – Schutzumschlag vereinzelt minimal bestoßen.

Cramer 43, 56, 77 und 94

637  Marc Chagall – Fernand Mourlot und Charles Sorlier. Chagall Lithographe.

€ 750

[Band I]. Monte Carlo, André Sauret 1960. Mit zwölf Lithographien, eine davon als Umschlag. Originalleinenband mit Schutzumschlag. Im Schuber.

Französische Ausgabe. – Aus dem maßgeblichen Werkverzeichnis der Lithographien von Marc Chagall. – Mit einem Vorwort von Marc Chagall. – Katalog und Erklärungen von Fernand Mourlot und Charles Sorlier. – Sehr gut erhalten.

32,5 : 25,0 cm. 220, [2] Seiten, 11 Lithographien.

Cramer 43. – Mourlot 281–292

638  Chagall.

€ 600

Derrière le miroir 235. Paris, Maeght 1979. Mit zwei Farblithographien, eine doppelblattgroß und eine auf dem Umschlag, und 20 teils farbigen blatt- und doppelblattgroßen Abbildungen. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -papchemise und -schuber.

Eins von 150 Vorzusgexemplaren auf Velin. – Mit den beiden Zirkus-Lithographien »Sonne mit rotem Pferd« und, auf dem Vorderumschlag, »Der grüne Akrobat«. – Mit einem Text von Vercors und großformatigen Abbildungen der zwanzig zwischen 1977 und 1980 entstandenen Gemälde. – Tadellos.

38,0 : 28,0 cm. [4], 31, [5] Seiten.

Cramer 110. – Mourlot 945 und 946

639  Chagall.

€ 600

[Derrière le miroir 246]. Paris, Maeght 1981. Mit einer doppelblattgroßen Farblithographie, 14 ganzseitigen Farbabbildungen und einigen Abbildungen im Text. Lose Doppelblätter in farbig illustriertem Originalumschlag, -pappchemise und -schuber.

Eins von 150 Vorzugsexemplaren auf Velin. – Mit der schönen doppelblattgroßen Farblithographie »Der Maler und sein Abbild«, Chagall vor der Silhouette von Paris. – Mit einem Text von Jacques Dupin »Sur quatorze lithographies de Chagall« in Französisch und Englisch. Die 14 »großen Lithographien« (Mourlot 971–984) entstanden auf Anregung Aimé Maeghts und wurden 1980 in dessen Galerie ausgestellt. Es waren die letzten graphischen Arbeiten Chagalls, die er verlegte. – Tadellos erhalten.

38,0 : 28,0 cm. [4], 23, [13] Seiten.

Cramer 111. – Mourlot 992

640  Antoni Clavé – Roger Passeron. Antoni Clavé.

€ 200

L’œuvre gravé 1939–1976. Fribourg, Office du livre 1977. Mit drei Farblithographien, eine davon doppelblattgroß, und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Eins von 1680 Exemplaren der dreisprachigen Vorzugsausgabe mit drei eingebundenen Lithographien. – Werkverzeichnis der Graphik. – Die Lithographien auf Velin d’Arches.

36,0 : 30,0 cm. 177, [1] Seiten.

641  Lovis Corinth – Jonathan Swift. Gullivers Reise ins Land der Riesen.

€ 500

Eine Reise nach Brobdingnag. Nach dem Englischen des Jonathan Swift. Mit 25 Original-Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Propyläen 1922. Mit 25 Lithographien, davon zehn ganzseitig. Roter Originalhalblederband mit vergoldetem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 175 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung »Gulliver im Kampf gegen die Wespen«, gedruckt auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Text und Illutrationen auf Bütten, wobei die Lithographien von Hermann Birkholz auf der Handpresse abgezogen wurden. – Den schönen und hier tadellos erhaltenen Einband entwarf Hugo Steiner-Prag.

34,0 : 28,0 cm (Quart). Seiten 3-75, 2 Blätter. Mit 1 Radierung und 25 Lithographien, davon 10 ganzseitigen.

Müller 641–666. – Schauer II, 87

642  Lovis Corinth – Saul und David.

€ 750

Die beiden Bücher Samuelis mit Original-Lithographien von Lovis Corinth. Berlin, Propyläen 1923. Mit einer signierten Radierung und insgesamt 28 Lithographien, davon 23 blattgroß. Dunkelroter Originalhalbmaroquinband mit vergoldeten Titeln.

Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung (Gesamtauflage 300). – Im Druckvermerk von Corinth signiert. – Auf getöntem Einhorn-Bütten von J. W. Zanders. – Illustrationen zu biblischen Texten stehen am Anfang und Ende von Corinths buchkünstlerischem Schaffen: 1910 und 1911 schuf er für Cassirers Pan-Presse Lithographien zu »Das Buch Ruth« und »Das Hohe Lied«, »Saul und David« und »Die Sündfluth« entstanden in seinen letzten Lebensjahren. – »In stimmungsvolle Dunkelheit fällt das Licht auf dramatische Szenen, wobei einzelne Motive, wie die männlichen und weiblichen Aktfiguren, dem Bildrepertoire des Künstlers entnommen sind« (Papiergesänge).

39,0 : 29,5 cm. 146, [6] Seiten. 1 Radierung. – Kanten minimal berieben, Hinterdeckel mit größerer Schabstelle. – Vorsätze etwas stockfleckig.

Müller 746–774. – Lang, Impressionismus 42 (mit originellem Druckfehler). – Papiergesänge 40 mit ganzseitiger Abbildung der Radierung)

643  Oskar Dalvit – Ein Lebensbuch.

€ 800

Eine Folge farbiger Holzschnitte von Oskar Dalvit und F. Hofstetter. Zürich, Verlagsgemeinschaft der Brunnenhof 1940–1942. 34 Holzschnitte, davon 28 farbig, alle in Passepartouts. Lose zusammen mit kordelgehefteter Originalbroschur in Originalleinenkassette mit Deckelschild.

Das erste von 70 nummerierten Exemplaren, getrüffelt mit drei Gouachen von Oskar Dalvit (Vorzeichnungen für drei Holzschnitte) und 17 doppelten Abzügen, teils in Farbvarianten. – Alle Holzschnitte auf Japan gedruckt. – Das opulente Werk wurde bereits 1940 angekündigt und enthielt endgültig 34 Holzschnitte. Die Folge ist gegliedert in die fünf Kapitel »Paradies«, »Der Trieb«, »Der Weg«, »Weisheit« und »Das Ziel«. Jedes Kapitel wird durch einen einfarbigen »Symbol«-Holzschnitt von F. Hofstetter und eine zweifarbig gedruckte »Schrifttafel« mit Zitaten aus »jenen apokryphen Sprüchen Jesu, die erst um die Jahrhundertwende aufgefunden wurden«, eingeleitet. Es folgen drei bis acht mehrfarbige Holzschnitte, von denen drei von F. Hofstetter, die übrigen von Oskar Dalvit stammen. Mit Ausnahme der Schrifttafeln und zwei der Symbole sind alle Holzschnitte signiert, meist mit »Handabzug« bezeichnet und mit dem Stempel der Verlages versehen. – Der Schweizer Künstler Oskar Dalvit (1911–1975) arbeitete zunächst als Werbegraphiker und seit 1936 als freischaffender Maler. Er gehörte neben dem Mystiker Alfons Rosenberg (1902-1985), der als jüdischer Emigrant keine Arbeitsbewilligung in der Schweiz hatte und deshalb unter dem Pseudonym F. Hofstetter publizierte, zu den Gründern der »Verlagsgemeinschaft der Brunnenhof«. In den Holzschnitten des »Lebensbuches« machte sich eine durch die Auseinandersetzung mit C.G. Jungs Lehre resultierende Akzentuierung des Psychologisierenden bemerkbar. Dalvits Werk löste sich in der Folge vom Naturvorbild. Er fand, beeinflusst von Paul Klee und Wassily Kandinsky, zu einem eigenen Stil mit abstrakten Formen und Farbgebung. – Durch die Originalarbeiten, neben drei Gouachen auch ein nicht verwendeter Holzschnitt, unikales Exemplar. – Vom Künstler erworben und langjährig in einer Schweizer Privatsammlung.

39,0 : 32,5 cm. [16] Seiten, 51 Holzschnitte, drei Zeichnungen. – Kassette am Gelenk eingerissen.

644  Oskar Dalvit – Ein Lebensbuch.

€ 450 ( R7 )

Eine Folge farbiger Holzschnitte. Zürich, »Der Brunnenhof« 1940/41. 34 Holzschnitte, davon 28 farbig, alle unter Passepartout. Lose zusammen mit kordelgehefteter Originalbroschur in Originalleinenkassette mit Deckelschild.

Eins von 70 Exemplaren. – Alle auf Japan gedruckt, mit »Handabzug« bezeichnet, dem Stempel der Presse versehen und unter Passepartouts montiert. – »In fünf Kapitel ist dieses Buch gegliedert. Sie stellen im Kreislauf eine Entwicklung vom Dunkeln, Träumenden zum Hellen, Klaren dar. […] Die fünf Kapitel – aus je drei bis acht mehrfarbigen Bildern bestehend – werden knapp zusammengefaßt und gedeutet durch ein schwarz-weißes Symbol. Diese fünf Zeichen versinnbildlichen die Entfaltung des Lebensbaums – des immer grünenden, durch alle Wandelzustände zur Vollendung reifenden Lebens« (Vorwort).

39,0 : 32,5 cm. [16] Seiten, 34 Holzschnitte. – Kassette am Gelenk eingerissen. – Alle Blätter, teils stärker, stockfleckig.

645  Oskar Dalvit – Christian Morgenstern. Galgenlieder.

€ 400

Mit vierzehn Radierungen von Oskar Dalvit. Zürich, Arcade-Presse 1968. Mit 14 Radierungen, davon 13 signiert, sechs farbig, eine als Titelvignette. Originalhalbpergamentband. Rückentitel und Deckelvignette vergoldet. Im Schuber.

Neunter Druck der Arcade-Presse. – Eins von zehn Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich lose beigelegten Farbradierung, signiert und nummeriert (Gesamtauflage 140). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Handpressendruck auf handgeschöpftem Rives-Bütten.

17,7 : 16,7 cm. 70, [6] Seiten, 1 Radierung.

646  E[dgar] Degas. Monotypes.

€ 300

Texte de Denis Rouart. Paris, Quatre Chemins Editaret 1948. Mit 40 Heliogravüren, davon zehn farbig und dreißig im Duoton-Verfahren. Originalbroschur.

Eins von 500 für den französischen Markt bestimmten Exemplaren, die ersten 500 wurden für Shoman, New York gedruckt. – Auf Velin »Marais«. – Die Gravüren außerordentlich fein gedruckt und mit Prägerand versehen. – Wie in vielen anderen Exemplaren sind einige Tafeln stark gebräunt, vermutlich ein Herstellungs- oder Lagerfehler.

31,2 : 23,5 cm. [16] Seiten, 40 Tafeln. – Einige Blätter gelockert, Buchblock lose im Umschlag.

647  Maurice Denis – Paul Verlaine. Sagesse.

€ 1200

Images en couleurs de Maurice Denis. Gravées sur bois par Beltrand. Paris, Ambroise Vollard 1911. Mit zahlreichen, meist kolorierten, Holzschnitt-Illustrationen. Lose Lagen in Originalumschlag mit vergoldetem Deckeltitel. In Leinenchemise und Schuber.

Eins von 210 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten mit Wasserzeichen »Sagesse« (Gesamtauflage 250). – Aufwendig gestalteter Druck, die Holzschnitt-Initialen in unterschiedlichen Farben gedruckt, die Illustrationen sämtlich koloriert. – »Denis draw these illustrations, his first, in 1889 and exhibited them with the ›Indépendants‹ in 1891, where their influence was conciderable, although they where not published for twenty years. A decided braek with the usual narrative style of 19th century illustration is seen in the asymmetrical pages. The flatness, simplification, and linear quality create a tense and expressive mood, forecasting the Art Nouveau style« (Garvey). – Belle publication très recherchée et cotée« (Carteret).

28,8 . 22,8 cm. 100, [4] Seiten. – Einige Seiten mit wenigen Stockflecken.

Jentsch, Vollard 8. – Monod 11143. – Rauch 12. – Garvey 77. – Carteret IV, 395

648  Robert Delaunay – Joseph Delteil. Allo! Paris!

€ 1800

Avec vingt lithographies par Robert Delaunay. Paris, Éditions des Quatre Chemins 1926. Mit 20 Lithographien. Originalbroschur.

Eins von 300 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 365). – Das einzige von Robert Delaunay originalgraphisch illustrierte Buch und eins der schönsten Paris-Bücher überhaupt. – »Whereas some of the lithographs are straightforward pictorial views of Paris, others, such as the Eiffel Tower and St. Séverin, are tensely Cubist in character, recalling Delaunay’s paintings of these subjects in 1909–12« (Eleanor M. Garvey). – Joseph Delteil (1894–1978) lebte in den 1920er Jahren in Paris, verkehrte in den dortigen Surrealisten-Kreisen und hatte in dieser Zeit erste literarische Erfolge. 1924 veröffentlichte er zusammen mit Delaunay in dem einzig erschienenen Heft der von Yvan Goll herausgegeben Zeitschrift »Surréalisme«. – Sehr schönes Exemplar.

28,3 : 22,9 cm. Seiten [5-]110, [6] (so vollständig).

Mondod 3581. – Garvey 72. – Skira 60

649  Paris 1937.

€ 1000

A la gloire de Paris ce livre dédie par la Municipalité Parisienne a été écrit, illustré, gravé et imprimé l’an MCMXXXVII. Paris, J.-G. Daranges 1937. Mit 62 Radierungen, davon 31 ganzseitig. Lose Doppelblätter in farbig illustriertem Originalumschlag und rot-blauer -kassette.

Eins von 200 Exemplaren für Subskribenten, weitere 300 wurden für den Freiverkauf gedruckt. – Auf Velin von Rives. – Gedruckt am 14. Juli 1937, Text in Schwarz, Rot und Blau. – Prachtvolles Werk zur Pariser Weltausstellung 1937, anlässlich derer das Palais de Chaillot erbaut wurde. – 31 Texte mit je einer Radierung als Frontispiz und einer als Kopfvignette. – Mit ganzseitigen, in der Platte signierten Radierungen von Henri Matisse (»La Cité-Notre-Dame«, Duthuit 248, zum Text »Paris vue de la cité« von André Suarès), Maurice de Vlaminck (»La Rue de la Glacière«, Walterskirchen 146, zum Text »La Montagne Sainte-Geneviève« von Georges Duhamel), A. Dunoyer de Segonzac, Othon Friesz, André Derain, Van Dongen, Raoul Dufy, Luc-Albert Moreau, Pierre Bonnard, Eduard Vuillard, Gromaire u. v. a. – Texte von Paul Valéry, Jean Giraudoux, Pierre Mac-Orlan, Colette u. v. a. – Mit farbig lithographiertem Titelblatt. Die Kassette in den Farben der Stadt entwarf Rose Adler. – Katalin von Walterskirchen lobt das Werk in ihrem Eintrag im Vlaminck-Werkverzeichnis: »Il faut remonter aux grandes époques du livre français, au XVIIe et au XVIIIe siècles, pour retrouver l’équilament de ce ›Paris 1937‹ splendide bilan littéraire et artistique des Maîtres de notre époque«.

36,0 : 28,0 cm. [28], 294, [10] Seiten. – Die Kassette etwas berieben, innen sehr schön.

Monod 8849

650  Albert Dubout – François Rabelais. Gargantua. – Pantagruel.

€ 250

Illustrations de Dubout. Paris, Gibert Jeune 1937–1939. Mit insgesamt 213 meist farbigen Illustrationen. Drei Halblederbände mit Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

Jeune Librairie d’Amateurs. – Eins von 3000 Exemplaren. – Gedruckt 1935–1937 von Colouma, pochoirkoloriert von E. Charpentier. – Albert Dubout (1905–1976) illustrierte zahlreiche Bucheinbände, Schallplattenhüllen und Bücher, z.B. von Beaumarchais, Mérimée, Rabelais, Villon, Cervantes, Balzac, Racine, Voltaire, Rostand, Poe und Courteline, schuf Film- und Theaterplakate sowie Theaterkulissen.

26,0 : 21,0 cm.

Monod 9381

651  Raoul Dufy – Fernand Fleuret. Friperies.

€ 300

Poésies ornées de vignettes gravées sur bois par Raoul Dufy et coloriées à la main. Paris, NRF 1923. Mit 21 Holzschnitt-Vignetten, 20 davon koloriert. Illustrierte Originalbroschur.

Eins von 300 Exemplaren auf Papier »raphia naturel« (Gesamtauflage 370). – Die Holzschnitt-Vignetten wurden von Jeanne Rosoy und L. Petitbarat handkoloriert. – »Edition originale et premier tirage recherché« (Carteret).

19,0 : 14,3 cm. 59, [3] Seiten.

Monod 4742. – Rauch 45. – Carteret IV, 162

652  Raoul Dufy – Guillaume Apollinaire. Le Poète assassiné.

€ 450

Lithographie de Raoul Dufy. Paris, Au Sans Pareil 1926. Mit 36 Lithographien, davon 18 blattgroß. Originalbroschur mit vergoldetem Titel in illustrierter Chemise, zusammen im Schuber.

Eins von 380 Exemplaren auf Velin Montgolfier d’Annonay (Gesamtauflage 470). – »A memorial commemorating the eighth anniversary of Apollinaire’s death. The woodcut on the cover is adapted from Dufy’s woodcut ›Le cheval‹ in the 1911 Apollinaire Bestiaire« (Garvey).

28,7 : 23,0 cm. 147, [3] Seiten.

Monod 367. – Rauch 46. – Garvey 92

653  Raoul Dufy – Eugène Montfort. La Belle-Enfant

€ 2500

ou L’Amour à quarante ans. Paris, Ambroise Vollard 1930. Mit 110 Radierungen von Raoul Dufy, davon 16 als Einzelblätter und 94 im Text, teils ganzseitig, teils als Textumrahmung und Vignetten. Lose Doppelblätter in Originalumschlag mit Radierung, Originalhalbpergamentchemise und -schuber.

Eins von 245 Exemplaren auf Vélin d’Arches (Gesamtauflage 390). – Eins der bedeutendsten von Raoul Dufy (1877–1953) illustrierten Bücher. Montforts (1877–1936) Erzählung war bereits 1925 erschienen, 1932 folgte innerhalb der Reihe »Le livre de demain« eine Ausgabe mit Holzschnitten von Daragné. – Am Ende eine Radierung als »Inhaltsverzeichnis« der 16 losen Radierungen. – Die großen, den Satzspiegel und die Zwischentitel teils umschließenden Radierungen Dufys bilden mit dem Text, der aus der erstmals verwendten Grandjean-Schrift gesetzt und in der Imprimerie Nationale gedruckt wurde, eine künstlerische Einheit. – Das schwere, blütenweiße und unbeschnittene Velin verleiht dem Werk, trotz der humorvollen Illustrationen, erhabene Eleganz. – Tadellos erhalten.

33,3 : 25,7 cm. [4], 249, [11] Seiten, 16 Radierungen.

Monod 8340. – Jentsch, Vollard 22. – Rauch 47. – Skira 107. – Carteret IV, 289: »Belle publication de cet artiste de talent; elle est fort cotée«

654  Raoul Dufy – [Jean Anthelme] Brillat-Savarin. Aphorismes et Variétés.

€ 500

Gravures originales à l’eau-forte par Raoul Dufy. Paris, Les Bibliophiles du Palais 1940. Mit 20 blattgroßen Radierungen. Lose Lagen in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 20 römisch nummerierten Exemplaren »hors commerce« (Gesamtauflage 200). – Gedruckt auf Velin de Rives. – Der französische Schriftsteller und Gastrosoph Brillat-Savarin (1755–1826) widmete sein Hauptwerk »La Physiologie du Goût«, ein Kompendium literarischen, philosophischen und leiblichen Genusses, als »Theoretisches, historisches und zeitgenössisches Werk allen Pariser Feinschmeckern«. Zu den zahlreichen Aphorismen, die von ihm überliefert sind, zählt »Sag mir, was du isst, und ich sag dir, wer du bist«. »This book […] are the most sumptuous of the 20th century to the French haute cuisine« (Garvey).

31,5 : 24,5 cm. 128, [16] Seiten.

Monod 1954. – Rauch 49. – Garvey 95

655  Raoul Dufy – Dessins et croquis. Extraits des cartons et carnets de Raoul Dufy.

€ 250

Paris, Louis Carré 1944. Mit zahlreichen, meist blatt- und doppelblattgroßen Abbildungen. Originalbroschur in -chemise und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 200 Exemplaren auf »Vélin d’Arches« (Gesamtauflage 703). – Der Band, herausgegeben und eingeleitet von dem Pariser Kunsthändler Louis Carré, bei dem Dufy seit 1941 jährlich ausstellte, vereint Zeichnungen aus den Themenkreisen »La Mer; Paysages; Châteuaux; Venise, Côte d’Azur et Roussillon; Tarascon et Alger; Dessins de nus et portrait; Les Courses; Le Théâtre et le Monde; La Musique«. – Die etwa 100 Reproduktionen geben die Zeichnungen in Originalgröße wieder. – Sehr schönes Exemplar.

33,3 : 25,4 cm. [176] Seiten.

Monod 3999

656  André Dunoyer de Segonzac – Roland Dorgelès. [Trilogie].

€ 600

Avec des dessins et des pointes sèches de André Dunoyer de Segonzac. Paris, Éditions de la Banderole und Émile-Paul Frères 1921–1924. Mit insgesamt 23 Radierungen, davon je eine als Frontispiz, und zahlreichen Textillustrationen nach Zeichnungen. Originalbroschuren; jede in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

I. Les croix de bois. 1921. Mit zehn Kaltnadelradierungen. Eins von 519 Exemplaren auf getöntem Lafuma-Papier (Gesamtauflage 600). – II. La boule de gui. 1922. Mit fünf Kaltnadelradierungen. Eins von 519 Exemplaren auf getöntem Lafuma-Papier (Gesamtauflage 600). – III. Le cabaret de la belle femme. 1924. Eins von 520 Exemplaren auf »Vergé de Rives« (Gesamtauflage 640). Mit acht Radierungen. – »Segonzac’s first illustrations published from the original plates. […] Segonzac’ had served in the army during the war. For ›Les croix de bois‹, the first volume of a trilogy by Dorgelès, Segonzac executed his first intaglio plates after earlier battle drawings« (Garvey).

Monod 3849, 3843 und 3844. – Rauch 114. – Garvey 279 (nur I)

657  André Dunoyer de Segonzac – Tristan Bernard. Tableau de la Boxe.

€ 750

Illustré de vingt-neuf gravures à l’eau-forte par A. D. de Segonzac. Paris, Edition de La Nouvelle Revue Française [1922]. Mit 29 Radierungen, acht davon blattgroß. Schwarzer Kalblederband mit Blindprägung, farbiger Lederintarsie auf Vorderdeckel und Rücken, goldgeprägtem Rückentitel, Schnittvergoldung und grünen Wildledervorsätzen (signiert: R. Desmules). In Halblederchemise mit Balsaholzbezug und vergoldetem Rückentitel, zusammen im Schuber mit Lederkanten.

Tableaux Contemporains No. 2. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 333). – Auf »Vélin pur fil Lafuma-Navarre«. – Der elegante Einband stammt von René Desmules, einem Mitarbeiter von Paul Bonét. Der originale Broschurumschlag wurde eingebunden.

23,7 : 20,0 cm. 208, [6] Seiten.

Monod 1431. – Rauch 116. – Carteret IV, 71

658  André Dunoyer de Segonzac – Régis Gignoux. L’Appel du Clown.

€ 450

Comédie en un acte. Avec des gravures a l’eau-forte de André Dunoyer de Segonzac. Paris, chez l’Artiste 1930. Mit 25 Radierungen, davon zehn blattgroß, eine als Titelvignette. Lose Doppelbogen in Original-Pergamentumschlag mit illustrierter Cellophanhülle. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 135). – »Elle est très rechercheés et très cotée« (Carteret).

33,5 : 26,5 cm. 93, [11] Seiten.

Monod 5373. – Carteret IV, 184. – Rauch 118

659  André Dunoyer de Segonzac – Pierre de Ronsard. Quelques Sonnets.

€ 1200

Eaux-fortes de Dunoyer de Segonzac. Paris 1955. Mit 51 Radierungen, davon zwei auf den Titeln, die übrigen blattgroß. Lose Lagen in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 120 Exemplaren auf Velin d’Arches mit Wasserzeichen »feuille de ronce« (Gesamtauflage 210). – Pierre de Ronsard zählt zu den wichtigsten Dichtern der französischen Renaissance. Seine stark von Petrarca beeinflussten Sonette gelten als »Höhepunkte der europäischen Renaissance-Lyrik« (H.W. Wittschier. Die Lyrik der Pléiade. 1971). Zahlreiche Künstler haben im Laufe der Jahrhunderte diese Liebesgedichte illustriert. Die zarten Landschaften, Blumen und Frauenfiguren der Radierungen von Dunoyer de Segonzac zählen sicher zu den schönsten dieser Kunstwerke.

32,0 : 16,5 cm. [200] Seiten.

Monod 9925. – Rauch 123

660  Max Ernst – Paul Eluard. Répétitions.

€ 1200

Dessins de Max Ernst. Paris, Au sans pareil 1922. Mit einem farbigen Frontispiz, neun ganzseitigen Illustrationen und einer montierten Deckelvignette, alle nach Collagen von Max Ernst. Rote Originalbroschur in privater Chemise mit Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 350 Exemplaren. – Diese Veröffentlichung von Paul Éluard illustrierte Max Ernst, der ab 1922 in Paris lebte und zu einem wichtigen Vertreter der dortigen Surrealisten wurde, mit elf seiner frühesten surrealistischen Collagen. – »Als Vorlagen zu den Collagen dienten Ernst illustrierende Populärgraphik des 19. Jahrhunderts sowie Holzstichillustrationen aus bebilderter Trivialliteratur und aus belehrenden Büchern und Zeitschriften. […] Ernst hat seine Holzstiche präzise aus dem Vorlagenmaterial herausgeschnitten und technisch perfekt ineinandermontiert und dadurch inhaltlich vollständig umfunktioniert. Die Schnitt- und Klebestellen wurden durch die Reproduktion unsichtbar gemacht. […] Die geklebte Collage hatte für den Künstler untergeordnete Bedeutung. Als Original galt für ihn der Druck mittels Strichklischee« (Lothar Lang, S. 29). – Nahezu perfektes Exemplar der seltenen und frühen Edition.

21,7 : 13,7 cm. 51, [5] Seiten. – Vorderdeckel am Oberrand und Rücken leicht verblasst. – Kleine Druckstelle im Falz.

Monod 4230. – Lang, Surrealismus, 24. – Brusberg 15 B

661  Max Ernst. La Femme.

€ 1500

100 Têtes. Paris, Carrefour 1929. Mit 147 Reproduktionen von Collagen. Neuer dunkelblauer Halblederband mit Rückenvergoldung, die hellblaue Originalbroschur eingebunden.

Erste Ausgabe. – Eins von 900 Exemplaren auf Vélin teinté (Gesamtauflage 1000). – Der erste von drei Bildromanen, 147 Bilder (Strichätzungen nach Collagen) mit begleitenden Bildunterschriften und dem bedeutenden Vorwort von André Breton. – »Breton, Tzara, Aragon und Soupault sahen bereits in den frühen Collagen von Max Ernst eine unmittelbare Bestätigung des Surrealismus, jedoch erst zwischen 1929 und 1934 gelangen dem Künstler die drei großen Meisterwerke der surrealistischen Buchkunst, die Collageromane. […] Der Betrachter sieht sich einer Flut von Bildern gegenüber, die durch die beigegebenen Titel keineswegs begrifflich faßbar werden.« – Max Ernst »ließ seine Collagen drucken, wie ein Schriftsteller seinen Text drucken lässt« (Erhart Kästner, in: Brusberg, Dokumente 3).

26 : 20 cm. [164] Blätter, davon 147 Bildtafeln. – Der eingebundene Umschlag minimal fleckig und geknickt. – Die letzten 12 Blätter mit leichter Knickfalte.

Monod 4310. – Lang, Surrealismus, 26. – Spies/Metken III, 1417–1563. – Brusberg 26 B

662  Max Ernst. Rêve d’une petite fille qui voulut entrer au Carmel.

€ 1500

Paris, Editions du Carrefour 1930. Mit einer großen Abbildung und 78 Tafeln, alle nach Collagen von Max Ernst. Neuer dunkelblauer Halblederband mit Rückenvergoldung, die Deckel der hellblauen Originalbroschur mit Titelvignette beigebunden. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren auf getöntem Velin (Gesamtauflage 1060). – »Max Ernst attackiert und benennt auf dem Hintergrund psychoanalytischer Theorien (Freuds Traumdeutung ) und in Anspielung auf die Nonnenmystik des Mittelalters die sexuelle Ambivalenz des Begriffs der Liebe in der Religion.« (Lothar Lang). – Vortitel mit eigenhändiger Widmung von Max Ernst »Für Otto Freundlich freundschaftlich Max Ernst«. Otto Freundlich (1878–1943), der schon in jungen Jahren in Paris mit Picasso und Braque befreundet war, kehrte 1914 nach Deutschland zurück und gehörte 1919 zu den Mitbegründern der Novembergruppe. Zu dieser Zeit organisierte er mit Max Ernst u. a. die erste Kölner Dada-Ausstellung. Von den Nationalsozialisten als entartet verfolgt, floh er wieder nach Frankreich, wurde dort aber 1943 verhaftet, deportiert und ermordet.

23 : 18 cm. [88] Blätter, davon 78 Bildtafeln. – Der eingebundene Umschlag mit Alterungsspuren, sonst tadellos.

Monod 4320. – Lang, Surrealismus 28. – Spiess/Mettken IV, 1587–1666. – Brusberg 30 B

663  Max Ernst. Une semaine de bonté

€ 3000

ou Les sept éléments capitaux. Roman. Premier [–] Dernier [cinquième] cahier. Paris, Jeanne Bucher 1934. Mit 182 Tafeln nach Collagen und Zeichnungen von Max Ernst. Fünf Originalbroschuren in Violett, Grün, Rot, Blau und Gelb. Im Originalschuber mit grünem Deckelbild und Rückentitelschild.

Erste Ausgabe eines der Hauptwerke des Surrealismus, »the largest of Ernst’s inventive collage novels« (Castleman). – Eins von 800 Exemplaren auf Papier »Navarre«, jeder Band und der Schuber von Hand nummeriert (Gesamtauflage 816). – »Die ›Semaine de bonté‹ hat ihren Namen ironisch […] denn die Themen dieser fünf Bände kreisen um Verfolgung, Terror (es ist das Jahr 34 von Paris aus gesehen), um Katastrophen, Wassereinbrüche, Feuer, Verhexung, Überfall und Verbrechen. […] Da ist es, als ob die Sicherheit, welche das Lebensgefühl der ›belle époque‹ ausmacht, wie eine Eisdecke springe, sie splittert. Charme schlägt um in Entsetzen. […] Es sind böse Capriccios.« (Erhart Kästner in: Maler machen Bücher. München 1981). – »Im Gegensatz zu seinen früheren, additiv konstruierten dadaistischen Collagen dekonstruiert er hier – in seiner surrealistischen Phase – das Vorgefundene.« (Sybille Bock im Katalog der französischen Malerbücher der Sammlung Classen). – Erst in der Reproduktion der collagierten Ausschnitte aus »Gebrauchsliteratur des 19. Jahrhunderts […] in der die Schnittstellen und Farbnuancen der verschiedenen Teile nicht mehr zu erkennen sind, […] wurde jedes Bild vereinheitlicht und so erhielt der ganze Roman seine stilistische Einheit« (Béatrice Hernad in »Papiergesänge«). – Insgesamt sehr schön erhalten.

28,0 : 22,5 cm. – Die Rücken der Hefte 1–4 verblasst, Vorderdeckel von Heft 2 mit kleinem Eckknick.

Lang, Surrealismus 30. – Papiergesänge 58. – Castleman 161. – Monod 4323. – Katalog Classen 17. – Brusberg 35 B

664  Max Ernst – Leonora Carrington. La dame ovale.

€ 300

Avec sept collages par Max Ernst. Paris, GLM 1939. Mit acht ganzseitigen Illustrationen nach Collagen. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren auf Velin (Gesamtauflage 535). – Die in England geborene Künstlerin Leonora Carrington (1917–2011) studierte in Paris und lernte dort 1937 Max Ernst kennen, mit dem sie bis zu dessen Verhaftung 1940 nach der Besetzung Frankreichs zusammenlebte. 1938 nahm sie bereits an der berühmten Surrealisten-Ausstellung in Paris teil. – Entgegen dem Titel und mancher Bibliographie enthält das schmale Heft acht ganzseitige Illustrationen.

19,2 : 14,2 cm. [56] Seiten. – Blattränder minimal gebräunt.

Lang, Surrealismus 32. – Monod 2301

665  Max Ernst – Les malheurs des immortels.

€ 600

Révélés par Paul Eluard et Max Ernst. Paris, La Revue Fontaine 1945. Mit 21 ganzseitigen Collagen-Holzstichen von Max Ernst. Originalbroschur, Titel in Grün und Schwarz.

Eins von wenigen Exemplaren »H.C.«, dieses wie 50 Vorzugsexemplare auf »pur fil du Marais« (Gesamtauflage 1860 und die Belegexemplare). – Das Gemeinschaftswerk, eines der frühesten Zeugnisse des Surrealismus, erschien in kleinster Auflage erstmals 1922. »Das […] erste Beispiel einer so weitreichenden Zusammenarbeit zwischen Ernst und Eluard, daß der Maler – wie durch Werner Spies nachgewiesen – zum Mitautor der Texte wurde. […] Die Illustrationen repräsentieren den Übergang Ernsts von Dada zu Surrealismus« (Lothar Lang). – Sehr schönes Exemplar, auf dem ungleich besseren Papier sehr selten. – Dazu: Eins von 1300 Exemplaren auf getöntem Velin.

22,3 : 16,5 cm. [48] Seiten. – 5 Blätter im unbeschnittenen Unterrand mit Stockflecken.

Monod 4242. – Lang, Surrealismus 25

666  Max Ernst – Lewis Carroll. La chasse au snark.

€ 300

Crise en huit épisodes. Traduction nouvelle de Henri Parisot. Illustrations de Max Ernst. Paris, Éditions Premières, L’age d’or 1950. Mit acht blattgroßen Strichätzungen nach Zeichnungen. Rote Originalbroschur, Vorderdeckel mit Illustration, ebenfalls von Max Ernst.

Eins von 750 Exemplaren (Gesamtauflage 750). – Die erste Ausgabe dieser Übersetzung erschien unillustriert 1940. – Wie Tenniels Illustrationen zu Carrolls Alice-Büchern gelten auch die von Henry Holiday zur Originalausgabe von 1876 als Vorläufer der surrealistischen Buchillustration. Dass sich Max Ernst auch diesem Text Carrolls zuwandte, war naheliegend. – Schönes unbeschnittenes Exemplar.

16,9 : 13,1 cm. 69, [3] Seiten.

Monod 2307. – Lang, Surrealismus 37

667  Max Ernst – Kurt Schwitters. La loterie du jardin zoologique.

€ 400

Traduit de l’allemand par robert Valançay et accompagné de »Fiat Modes«, 8 dessins de Max Ernst. Paris, L’Age d’Or Le Pas Perdus 1951. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Originalbroschur, Vorderdeckel mit Illustrationen von Max Ernst.

Erste Ausgabe, einige Übertragungen waren vorab in der Zeitschrift »K« erschienen. – Eins von 500 Exemplaren auf Alfama Papier (Gesamtauflage 550). – Die acht reproduzierten Lithographien entstanden 1919 und waren die erste graphische Folge des Künstlers und sein Beitrag zu Dada Köln, das er mit Alfred Grünwald gegründet hatte. Die Mappe erschien seinerzeit im Kölner Schlömilch-Verlag. – Mit einem »Naschwort« des Übersetzers (»Merz-Dichten ist eine schöne Taetigkeit so schoen als Essen, als Merz-Essen«).

16,4 : 12,3 cm. 77, [3] Seiten.

Monod 10217. – Bolliger 14. – Vgl. Spies/Leppien 7

668  Max Ernst – Samuel Beckett. Aus einem aufgegebenen Werk.

€ 3000

Original-Radierungen von Max Ernst. Stuttgart, Manus Presse 1967. Mit drei signierten Farbaquatintaradierungen. Zusammen mit sechs Doppelblättern in Originalumschlag und Originalleinenkassette mit montiertem Deckelschild.

Eins von 45 Exemplaren (Gesamtauflage 55). – Die Radierungen, eigentlich eine Radierung in drei verschiedenen Farbstellungen, wurden von Georges Visat auf Japanpapier Kozu gedruckt. – Die Variation der Radierung entspricht dem dreifachen Text, der im englischen Original und in französischer sowie deutscher Übersetzung, von Ludovic und Agnès Janvier bzw. Erika und Elmar Tophoven enthalten ist. – Der Text wurde bei Belser, Stuttgart, gesetzt und auf Hahnemühle-Bütten gedruckt.

40,0 : 30,0 cm. 23, [1] Seiten, 3 Radierungen. – Kassettendeckel innen mit kleinem Besitzerstempel.

Spies/Leppien 112 B. – Brusberg/Völker 115

669  Max Ernst – Lewis Carrolls Wunderhorn.

€ 300

Auswahl der Texte von Max Ernst und Werner Spies. Original-Lithographien von Max Ernst. Stuttgart, manus presse 1970. Mit 36 meist blattgroßen Farblithographien. Blaugrüner Originalseidenband mit Deckelillustration.

Erste Ausgabe. – Eins von 1000 Exemplaren. – Auf Vélin d’Arches. – »Für die Arbeit an Carrolls ›Wunderhorn‹ vervollkommnete M. E. eine selbstentwickelte grafische Produktionsmethode, die er seither beibehielt: ebenso langwierig wie ergiebig, erlaubte (und verschleierte) sie die gleichzeitige Anwendung aller Techniken von der Collage bis zur freien Zeichnung« (Brusberg/Völker). – »Lewis Carroll und Max Ernst entsprechen sich in der Art und Weise, wie sie den Betrachter hinter den Spiegel führen. Nicht mit Magie und Automatismus, sondern mit einer luziden Kenntnis vom Labyrinth« (Werner Spies im Nachwort).

33,5 : 25,0 cm. 78, [2] Seiten. – Sehr gut erhalten, im Originalschuber.

Spies/Leppien 135 E. – Brusberg/Völker 146. – Spindler 161.12

670  Max Ernst – Kleist · Brentano · Arnim. Caspar David Friedrich. Seelandschaft mit Kapuziner. Paysage marin avec un Capucin.

€ 200

Illustriert und ins Französische übertragen von Max Ernst. Zürich, Hans Bolliger 1972. Mit einer Lithographie als Frontispiz und sechs Abbildungen nach Collagen. Originalbroschur.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 607). – Auf Velin von BFK Rives. – Der Text von Arnim und Brentano entstand unter dem Eindruck des Gemäldes von Caspar David Friedrich. Heinrich von Kleist überarbeitete die erste Fassung stark und veröffentlichte den Text in den von ihm herausgegebenen »Berliner Abendblättern«. Max Ernst übertrug die Texte erstmals ins Französische und illustrierte das Werk mit sechs Collagen. – Nachwort von Werner Spies.

33,7 : 26,0 cm. [4], 33, [7] Seiten. 1 Lithographie.

Spies/Leppien 219 I B

671  Max Ernst – Georges Ribemont-Dessaignes. La ballade du soldat.

€ 750

34 Original Lithographs by Max Ernst. Vence, Pierre Chave & Kenneth Nahan [1972-]1989. Mit 34 Farblithographien, davon 25 blattgroß, und zwei lithographierten Vignetten. Lose Doppelblätter in illustriertem Originalumschlag und hellblauer -leinenchemise und -schuber.

Eins von 199 Exemplaren der englischen Ausgabe, darüber hinaus 18 nicht für den Handel bestimmte Exemplare. – Im Auflagenvermerk von Max Ernst und Ribemont-Dessaignes signiert, da dieser Bogen bereits 1972 gedruckt vorlag. – Die französische und deutsche Ausgabe erschienen 1972. Pierre Chave hatte damals die Lithographien für die Gesamtauflage aller drei Varianten auf die Bögen gedruckt, ebenso die Titelseite und die Seite für die Nummerierung. Erst 1989 wurden die englischen Texte in die Bögen eingedruckt und das Werk – nach dem Tod des Dichters (1884–1974) und des Künstlers (1891–1976) – vollendet. – Eines der letzten von Max Ernst geschaffenen Malerbücher mit den eindrucksvollen Farblithographien. – Sehr schönes Exemplar.

39,7 : 29,5 cm. [4], 95, [7] Seiten. – Eine Schuberseite minimal fleckig.

Vgl. Spies/Leppien 218, Brusberg 176 und Lang, Surrealismus 45 (alle die französische Ausgabe)

672  Max Ernst – Zwei Monographien, eine mit Widmung, eine mit Graphik.

€ 300

Paris 1958 und 1976. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalleinenbände, einer mit -schutzumschlag.

I. Patrick Waldberg. Max Ernst. Paris, Pauvert 1958. Vortitel mit eigenhändiger, zweisprachiger Widmung von Künstler und Verleger. – II. Edward Quinn. Max Ernst. Paris, Cercle d’Art 1976. Mit der gefalteten Farblithographie »Deux oiseaux« (31,3 : 56,8 cm, im Stein signiert).

25,0 : 21,5 cm. 443, [5] Seiten. – 32,0 : 30,0 cm. 442, [2] Seiten, 1 Lithographie.

673  Fautrier – Eluard a Fautrier.

€ 300

Paris, Jean-Paul Ledeur und Castor Seibel 1984. Zehn Seiten farbiges Faksimile und eine signierte Fotografie. Lose in Originalumschag und -kassette. – Widmungsexemplar des Herausgebers.

Eins von 84 Exemplaren, hier das für den Kölner Galeristen Gerd Reinz (1930–2013), mit Dedikation im Druckvermerk und eigenhändiger Widmung des Herausgebers unter dem Vorwort. – Mit Vorworten von Jean-Paul Ledeur und dem Herausgeber Castor Seibel. – Druckvermerk vom Herausgeber monogrammiert, Umschlag und Kassette von ihm mit Bleistift betitelt. – 20 Jahre nach dem Tod des Künstlers publizierte Castor Seibel das faksimilierte Gedicht, das Paul Eluard 1944 Fautrier gewidmet hatte. – Gedruckt im Atelier Bordas auf Velin. – Jedem Exemplar wurde ein Jean Fautrier-Porträtfoto von Pierre Argillet beigelegt (1962, 31 : 24 cm, signiert und nummeriert).

33,5 : 25,3 cm. [28] Seiten, 1 Fotografie.

674  Londa und Conrad Felixmüller. ABC.

€ 6000

Ein geschütteltes, geknütteltes Alphabet in Bildern mit Versen. Dresden 1925. Mit zweifarbigem Titelholzschnitt und 15 kolorierten Holzschnitten. Orangefarbener Leinenband mit dem montierten Titelholzschnitt auf dem Vorderdeckel in orange-blauer Leinenkassette.

Eins von 250 Exemplaren auf Ingres-Bütten von Hahnemühle (Gesamtauflage 350), jedoch eins der seltenen kolorierten. Nach Angaben von Gerhart Söhn und Erinnerungen Conrad Felixmüllers wurden nur etwa zehn Exemplare eigenhändig koloriert, das vorliegende mit eigenhändiger Widmung »für Herrn Dr. des Coudres coloriert! Conrad Felixmüller«. – Das sehr persönlich gehaltene ABC entstand in wirtschaftlich schwierigen Zeiten und war so konzipiert, dass der Künstler alle Arbeitsschritte selbst durchführen oder zumindest überwachen konnte. Auf dem ersten Holzschnitt die Söhne Luca und Titus, die ihrem Vater beim Holzschneiden zuschauen. Die nächsten 13 Holzschnitte zeigen jeweils ein Buchstabenpaar mit einem dazu passenden Vers, für das Schlussblatt porträtierte Felixmüller den Drucker Zielinski, der das Buch bei Emil Bode, Dresden, druckte. – »Die Bilder mit ihren kantigen, kräftigen Formen und den leuchtenden, kontrastreichen Farben gehören zu den letzten Werken der expressionistischen Phase von Felixmüller« (Künstler illustrieren Bilderbücher). – Sehr schönes Exemplar, der spätere Einband und die Kassette »zitieren« die Farben des Titelholzschnitts. – Ehemals Sammlung Dr. Hans Peter de Coudres (1905–1977).

24,3 : 30,8 cm. 16 Blätter, das erste leer. – Kassettendeckel leicht berieben.

Söhn 348–363. – Jentsch 154. – Knorr, Gulliver in Dresden 530, – Stuck-Villa I, 351 und II, 182. – Katalog Oldenburg 170

675  Felixmüller – Gerhart Söhn. Conrad Felixmüller. Das Graphische Werk 1912–1977.

€ 150

Zweite verbesserte Auflage. Mit einer Einführung von Friedrich W. Heckmanns. Düsseldorf, Edition Gerhart Söhn 1987. Mit zwei Holzschnitten und zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag.

Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe dem eingebundenen Werbeprospekt für »Jahr des Malers« und zwei weiteren eingebundenen Holzschnitten (Gesamtauflage 450). – Das Standardwerk für das graphische Œuvre Felixmüllers. – Dazu: Conrad Felixmüller – Zum 75. Geburtstag des Malers. Katalog Pfalzgalerie Kaiserslautern 1972. Mit vier signierten Holzschnitten, davon je einer auf dem Vorder- bzw. Hinterumschlag der Originalbroschur.

28,6 : 22,0 cm. 248 Seite, 2 Holzschnitte, 1 Prospekt. – Umschlag der Beigabe etwas fleckig.

Söhn 480, 644 und 694 sowie 423 b, 506 f, 647 c und 671 b II

676  Hans Fischer – [Jean de] La Fontaine. Fables choisies.

€ 800

Illustrées par Hans Fischer. Lausanne, André Gonin 1948. Mit 87 Steinradierungen, davon eine als Frontispiz, 86 im Text. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -halbpergamentchemise und -schuber. – Widmungsexemplar mit zusätzlicher Zeichnung.

Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 300). – Auf Vélin »pur fil du Marais«. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Vorblatt mit Widmungszeichnung und Widmung, signiert und datiert 1948. – Beilagen: Eigenhändiger Brief Fischers an die Sammlerin »Voila – le chat en question. […] Ich habe nur noch diesen Probedruck […]« und die erwähnte Steinradierung »Le cochet, le chat et le souriceau« (signiert, betitelt und mit »6/V« bezeichnet). – Der Schweizer Graphiker Hans Fischer (1909–1958) wurde im selben Jahr durch sein Katzenbuch »Pitschi« bekannt. – Die Technik der Steinradierung, die Fischer für seine Zeichnungen nutzte, kombiniert den Flachdruck vom Stein mit der Feinlinigkeit der Radierung. – Das Buch erschien als zehnter und letzter Band der von André Gonin und Jean Graven herausgegebenen »Collection des Flambeaux«. – Sehr schönes, getrüffeltes Exemplar.

26,8 : 20,0 cm. 125, [7] Seiten.

Tiessen II, 10. – Scheidegger S. 283

677  Hans Fischer – [Jean de] La Fontaine. Fables Choisies.

€ 450

Illustrées par Hans Fischer. Lausanne, Editions André Gonin 1948. Mit 87 Textillustrationen nach Zeichnungen. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und -halbpergamentchemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 250 Exemplaren, jedoch getrüffelt mit elf signierten Skizzenblättern. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Hans Fischer (1909–1958), Schweizer Maler und Graphiker, studierte an der Ecole des Beaux-Arts et Arts industriels in Genf und besuchte die Kunstgewerbeschule in Zürich. 1955 erhielt er den Graphikpreis der Biennale von São Paulo, Brasilien.

26,5 : 19,5 cm. 125, [11] Seiten.

Tiessen II, 10

678  Johnny Friedlaender und Carl Orff. Exercices.

€ 750

Stuttgart, manus presse 1964. Mit acht signierten Farbradierungen von Johnny Friedlaender und 16 serigraphierten »musikalischen Gedanken« von Carl Orff. Originalbroschur mit -umschlag und -leinenmappe.

Exemplar »h.c.«, neben der Auflage von 120 nummerierten Exemplaren. – Im Druckvermerk von Carl Orff signiert.– Auf Velin d’Arches. – Mit einer zweisprachigen Einleitung von Gilles Lapouge. – Mit Widmung »Für HAP Grieshaber Weihnachten 1964 Waltraut + Roland Hänssel« (Gründer der Manus Presse). Nur ein Jahr später erschien in der Manus Presse Grieshabers künstlerische Auseinandersetzung mit Carl Orffs »Carmina Burana« (siehe KatNr. 681).

50,0 : 33,0 cm. 20 Blätter. – Broschurumschlag stärker, einige Blätter leicht stockfleckig.

Schmücking 258–265. – Nicht bei Spindler

679  Bruno Goldschmitt – Johann Wolfgang von Goethe. Faust.

€ 1000

Der Tragödie zweiter Teil in fünf Akten. München, Julius Schröder 1923 (1922–1925). Mit 20 blattgroßen Radierungen von Bruno Goldschmitt. Späterer schwarzer Saffianlederband mit üppiger ornamentaler Vergoldung und allseitiger Schnittvergoldung. In schwarzer Saffianlederkassette, mit rotem Samt ausgeschlagen, Oberteil mit Pergamentbezug und kalligraphiertem Titel, Kantenvergoldung.

Meisterwerke der Weltliteratur mit Originalgraphik, Band 14. – Eins von 200 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Bruno Goldschmitt (1881–1964) schuf neben einem umfangreichen Holzschnittwerk auch Fresken und kunstgewerbliche Arbeiten. 1923 wandte er sich der Radierung zu (vgl. Rodenberg S. 337). – Das vorliegende Exemplar in einem beeindruckenden, jedoch unsignierten Handeinband mit aufwändiger Kassette.

40,5 : 30,0 cm. 247, [5] Seiten. – Sorgfältig gereinigt und wohl neu eingebunden. – Das erste und letzte Blatt im Falz etwas gebräunt, unten rechts durchgehend leichter und kleiner Wasserrand.

Sennewald 23–25

680  HAP Grieshaber. Osterritt.

€ 900

Text von Riccarda Gregor-Grieshaber. Köln, Galerie Der Spiegel 1964. Mit 39 Holzschnitten, teils mehrfarbig und doppelblattgroß, davon einer auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -kassette mit gelbem Büttenbezug.

Erste Ausgabe. – Eins von 350 Exemplaren (Gesamtauflage 500). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Holzschnitte wurden teils mehrfarbig auf weißes Hahnemühle-Bütten, teils in Gold, Silber und Weiß auf schwarzes und rotes Papier gedruckt. – Neben dem nur kurze Zeit später entstandenen »Totentanz« eine der umfangreichsten Bildfolgen Grieshabers und zugleich eine seiner schönsten und fröhlichsten. – Umschlag und Blätter tadellos.

33,5 : 28,5 cm. 42 Doppelblätter.

Fuerst 64/52–90. – Fichtner/Bartelke 34. – Spindler 153.27

681  HAP Grieshaber – Carl Orff. Carmina burana.

€ 1800

HAP Grieshaber. Jacques Prévert. Stuttgart, Manus Presse 1965. Mit 14 blattgroßen Farbholzschnitten von HAP Grieshaber, davon einer dreifach verwendet. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und Originalleinenkassette.

Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 240). – Im Druckvermerk von Künstler und Komponist signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Die Noten und Textzeilen wurden nach der Handschrift Carl Orffs lithographiert. – Am Ende das Gedicht »Carmina burana« von Jacques Prévert. – Ein Farbholzschnitt wurde für diese Ausgabe in Ocker und Rot auf den Umschlag und in Grün und Blau zweifach auf die Innendeckel der Leinenkassette gedruckt. – Die Sackleinenkassette, angefertigt von H. Wennberg, Stuttgart, wurde mit einem dreifarbigen Holzschnitt bedruckt. – Siehe auch KatNr. 678.

58,5 : 39,5 cm. 29, [3] Seiten.

Fürst 65/41–54. – Fichtner/Bartelke 182. – Spindler 161.7. –

682  HAP Grieshaber – Pablo Neruda. Die Höhen von Macchu Picchu.

€ 400

Übertragung aus dem Spanischen von Rudolf Hagelstange. Mehrfarbige Original-Holzschnitte von HAP Grieshaber. Hamburg, Hofmann und Campe 1965. Mit zehn Farbholzschnitten, davon zwei doppelblattgroße lose beigelegt, die übrigen meist blattgroß im Text. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen mit dem Beiheft in der Originalleinenmappe mit Holzschnittdeckelvignette.

Eins von 190 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren, die auf Pescia-Bütten gedruckt und von Dichter und Künstler signiert wurden (Gesamtauflage 1.000 Exemplare). –Gedruckt in der Stamperia Valdonega, Verona. – Das Beiheft enthält die spanische Originalfassung sowie einen Text von Ernst Kreuder und einen Kommentar von Jürgen von Stackelberg.

43,7 : 33,0 cm (Mappenformat). 34, [2] Seiten, 2 lose Holzschnitte. Beiheft: 26, [2] Seiten.

Fürst 65/100–110 a. – Fichtner/Bartelke 180. – Spindler 119, 32

683  HAP Grieshaber. Der Rhein.

€ 300

Texte von Heinrich Böll und Albrecht Fabri. Köln, Galerie Der Spiegel 1965. Mit fünf signierten Holzschnitten und 16 Tafeln. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den lose beigelegten, signierten Holzschnitten auf Japan (Gesamtauflage 1000). – Die Publikation erschien anlässlich der Einweihung der Bildwand im Foyer der Städtischen Bühnen Bonn. – Die Wiedergaben der 3 x 13 Meter großen Holzwand wurden auf schwarze Kartonblätter und den ebenfalls schwarzen Einband gedruckt.

40,3 : 27,3 cm. [16] Blätter, drei Doppelblätter Holzschnitte.

Fuerst 65/111–115. – Fichtner/Bartelke 179

684  HAP Grieshaber. Die rauhe Alb.

€ 300

Stuttgart, Manus Presse 1968. Mit zwölf Holzschnitten, sechs davon farbig, und 20 Lithographien sowie 14 Faksimiles nach älteren Holzschnitten und einem Porträt. Originalleinenband mit farbigen Deckelillustrationen nach einem Holzschnitt.

Erste Ausgabe. – Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 550). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Grieshabers opulente Liebeserklärung an seine schwäbische Heimat umfasst Beispiele aus seinem gesamten graphischen Œuvre, bemerkenswert neben den frühen Holzschnitten aus den 1930er Jahren auch die 20 Lithographien, eine von ihm eher selten angewandte Technik. – Mit einem Text von Margarete Hannsmann. – Tadellos schönes Exemplar.

40,7 : 50,7 cm. 22 Seiten, 12 Holzschnitte, 20 Lithographien, [2] Seiten.

Fuerst 68/63–94 b. – Fichtner/Bartelke 68. – Spindler 161.10

685  HAP Grieshaber – Rudolf Hagelstange. Ein Gespräch über Bäume.

€ 400

Neun Farbholzschnitte von HAP Grieshaber. München, Bruckmann 1971. Mit neun signierten Farbholzschnitten. Originalleinenband mit -schutzumschlag mit wiederholtem Holzschnitt. Im Originalschuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Vorzugsexemplaren mit den signierten Holzschnitten (Gesamtauflage 555). – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten. – Eine kritische künstlerisch-literarische Auseinandersetzung über den Vietnam-Krieg, die auf das Brecht-Zitat »Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über soviele Untaten einschließt«, Bezug nahm.

47,5 : 38,0 cm. [19] Blätter.

Fuerst 71/27–35 und 72/129. – Fichtner/Bartelke 204. – Spindler 119.37

686  Juan Gris – Armand Salacrou. Le Casseur d’Assiettes.

€ 1800

Pièce en un acte. Ornée de Lithographies par Juan Gris. Paris, Galerie Simon 1924. Mit fünf Lithographien, eine davon auf dem Umschlag. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 10 römisch nummerierten Exemplaren »de Chapelle« (Gesamtauflage 110). – Von Künstler und Autor im Druckvermerk signiert. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Die Lithographien im Stein monogrammiert. – Das zweite Buch, das Juan Gris im Auftrag seines Freundes und Patrons Kahnweiler illustrierte. – »Gris’ second second book commissioned by his friend and patron Kahnweiler, for whom he illustrated five books. Their first collaboration was on Max Jabob’s ›Ne coupez pas mademoiselle‹ (1921)« (Garvey, Seite 90).

25,0 : 19,5 cm. [70] Seiten.

Monod 10091. – Rauch 98. – Garvey 125

687  George Grosz – Edgar Firn [d. i. Karl Doehmann]. Bibergeil.

€ 450

Pedantische Liebeslieder. Berlin, A. R. Meyer [1919]. Originalbroschur mit Vorderdeckelillustration von George Grosz.

Erste Ausgabe. – Eins von 1.000 Exemplaren. – Erschienen innerhalb der von Alfred Richard Meyer herausgegebenen »Lyrischen Flugblätter«. – Karl Doehmann zählte nach Walter Mehring Anfang der 1920er Jahre zu »den ganz heterogenen und wunderlichsten Personen«, »ein durchaus seriöser Gelehrter, Sanskritkenner und in den Mußestunden der ›Dada-Daimonides‹ der ›Bibergeil‹-Sonette« (in Berlin Dada, zitiert nach »Das Lachen Dadas«, Seite 240). Mit George Grosz verband Doehmann eine enge Freundschaft, gemeinsam veranstalteten sie einige Berliner Dada-Abende. In den lyrischen Reimen von »Bibergeil« huldigt er dem »Zentralthema der zwanziger Jahre, der Hure und der exzentrischen Metropole« (Hanne Bergius).

21,7 : 16,2 cm. [16] Seiten, einschließlich des mitbedruckten Umschlags.

Lang, Grosz 5. – Raabe, Zeitschriften 144.58. – Josch D 19

688  George Grosz – Richard Huelsenbeck. Doctor Billig am Ende.

€ 200

Ein Roman. Mit acht Zeichnungen von George Grosz. München, Kurt Wolff 1921. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Blauer Originalhalbleinenband mit roten Deckeln, blau-goldener Vignette und vergoldetem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Richard Huelsenbeck (1892–1974) gehörte mit Tristan Tzara, Hugo Ball und Hans Arp zur Gruppe der Zürcher Dadaisten. 1917 schuf er mit Raoul Hausmann eine Berliner Dada-Gruppe. – Sein Roman von Doctor Billig spielt im Berlin der Nachkriegszeit. Neben Kriegsgewinnlern und Schiebern bewegt Billig sich zunehmend selbstbefreit als »wildgewordener Spießer«. – Tadellos erhalten.

24,8 : 19,0 cm. 128, [4] Seiten.

Lang, Grosz 17. – Raabe/Hannich-Bode 132.10. – Göbel 532

689  George Grosz – Pierre Mac Orlan. Port d’eaux-mortes.

€ 200

Récit orné de huit lithographies originales de George Grosz. Paris, Au sans pareil 1926. Mit acht Lithographien. Originalbroschur.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 1000 Exemplaren auf Velin Lafuma (Gesamtauflage 1260). – Mac Orlans Kriminalgeschichte aus den Hafenkneipen in Brest und den Londoner Docks regte Grosz 1925 zu einer Folge von acht Tuschfederzeichnungen an. Die Lithographien im Buch wurden wahrscheinlich im Umdruckverfahren hergestellt, im Nachlass des Künstlers befinden sich die Vorzeichnungen im Maßstab 1:1 mit Einfassungslinien. Alle im Stein signiert. – »An example of Grosz’s satirical illustration in which he savagely attacked society after World War I« (Garvey).

21,1 : 16,2 cm. [2], 80, [2] Seiten, 8 Lithographien. – Umschlag teils stark gebräunt. – Unbeschnitten, innen sehr schön.

Lang 48. – Dückers B IV, 1-8. – Garvey 129. – Monod 7571

690  George Grosz. Abrechnung folgt!

€ 2500 ( R7 )

57 politische Zeichnungen. Berlin, Malik 1923. Mit 57 ganzseitigen Illustrationen nach Zeichnungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeten Titeln und Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Vorzugsexemplaren, auf Bütten gedruckt und von George Grosz im Druckvermerk signiert. – In den Zeichnungen aus in den Jahren 1922/23 karikiert Grosz die herrschenden Kreise und den Militarismus der Weimarer Republik, kritisiert soziale Gegensätze und Wirtschaft, Politik, Militär und Klerus. – Aus der Bibliothek von Wilhelm Kesten, mit dessen gestochenem Exlibris. – Sehr schönes Exemplar der gesuchten Vorzugsausgabe.

27,7 : 20,0 cm. 61, [3] Seiten.

Lang, Grosz 39. – Malik 75. – Hermann 150 b

691  George Grosz. Hintergrund.

€ 400

17 Zeichnungen zur Aufführung des »Schwejk« in der Piscator-Bühne. Berlin, Malik 1928. Titelblatt und 17 Tafeln. Lose in gelber illustrierter Originalmappe.

Erste Ausgabe. – Auf fein geripptem Bütten. – Vollständiges Exemplar. In einem Teil der Auflage fehlen die Blätter 2, 9 und 10, die in Folge der gegen Grosz und Wieland Herzfelde erhobenen Anklage wegen Gotteslästerung bei vielen Exemplaren beschlagnahmt und nach Prozessende und Urteilsspruch vernichtet wurden. – Grosz’ Zeichnungen entstanden im Zusammenhang mit der von Brecht und Piscator gemeinsam dramatisierten Fassung von Haseks Roman. Für die Aufführung wurde ein Trickfilm produziert, der im Bühnenhintergrund gezeigt wurde. – Dazu: Dubletten der Blätter 4, 5, 8, 14, 15 und 16 in der Variante ohne Textzeile. Diese auf stärker geripptem Bütten.

17,5 : 26,5 cm. 18 + 6 Blätter. – Umschlaglaschen im Falz eingerissen und mit kleinen Randknicken und -einrissen. – Titelblatt mit winzigem Eckknick.

Dückers M VI, 1–17. – Lang, Grosz 51. – Hermann 165. – Malik 165

692  George Grosz – Zwei frühe französische Monographien.

€ 300

Paris 1924 und 1927. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschuren.

I. Italo Tavolato. Georg [sic!] Grosz. Rom, Valori Plastici 1927. Mit 32 ganzseitigen Abbildungen. Einleitender Text von George Besson. – II. Marcel Ray. George Grosz. Paris, Crès 1927. Mit einem Fotoporträt, 30 Tafeln und zehn ganzseitigen Abbildungen. – Beide in erster Ausgabe, der französische Text des italienischen Futuristen Tavolato erschien auch im Pariser Verlag Cres.

19,5 : 14,0 cm. 13, [3] Seiten, 32 Tafeln. – 19,5 : 15,0 cm. 70, [8] Seiten, 31 Tafeln.

693  [Karl-Heinz] Hansen-Bahia. Holzschnittfolge über das Leben und die Taten des Prinzen Eugen.

€ 400

Wien und München, Anton Schroll 1963. 16 signierte und nummerierte Holzschnitte, zusammen mit Titelblatt und Inhaltsverzeichnis in Originalleinenkassette.

Eins von 40 Exemplaren. – Handdrucke auf Japan und in Passepartouts montiert.

39,5 : 31,5 cm (Mappenformat). 16 Holzschnitte, [4] Seiten.

Kothé 246

694  Hansen-Bahia. Zweiundzwanzig farbige Holzschnitte zu »Lukian Die Hetärengespräche«.

€ 400

22 Farbholzschnitte. 1971. 53 : 39 cm. Alle signiert.

Exemplar 48/50. – Die Mappenausgabe mit den unbeschnittenen und ungefalzten Holzschnitten erschien zur Vorzugsausgabe des Buches. – Buch und Suite wurden gedruckt bei Hans Christians und ediert von Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg. – Zusammen mit Titelblatt lose in der Originalleinenmappe. – Der gebürtige Hamburger Karl-Heinz Hansen (1915–1978) wanderte aus dem Nachkriegsdeutschland nach Brasilien aus. Seit 1947 war er autodidaktisch als Holzschneider tätig und ließ sich Mitte der 1950er in Salvador-Bahia nieder. Jorge Amado fügte dem Namen des Künstlers als Ehrung »Bahia« hinzu. Durch sein Leben unter Fischern, Matrosen, Händlern und Bettlern empfing er wesentliche künstlerische Impulse, seine damals entstandenen Holzschnitte druckte er auf einer kleinen Handpresse.

Kothé S. 22. – Tiessen IV, 16

695  Josef Hegenbarth. Zeichnungen zu fünf Shakespeare-Dramen.

€ 300

Berlin, Rütten & Loening 1957. Mit 135 ganzseitigen Illustrationen. Originalhalblederband mit aufgesetzten Pergamentdeckeln. Im Originalschuber.

Eins von 20 Exemplaren der sehr seltenen Vorzugsausgabe, die vom Künstler signiert und von Beate Glum, Berlin, gebunden wurde. – Mit Zeichnungen zu »Der Widerspenstigen Zähmung«, »König Richard III.«, »Ein Sommernachtstraum«, »Macbeth« und »Der Sturm«. – Mit Erläuterungen und einem Nachwort von Wolfgang Balzer. – Dazu: Giambattista Basile. Das Ziegenantlitz […] mit acht Lithographien von Josef Hegenbarth. Berlin 1960. Originalpappband mit Büttenbezug. Eins von 150 Exemplaren. Jahresgabe des Berliner Bibliophilenabend. – Josef Hegenbarth. Goethes Balladen. Zehn Federzeichnungen. Berlin, Archivarion 1949. Mit 15 Tafeln. Originalhalbleinenband. Eins von 300 Exemplaren, im Druckvermerk vom Künstler signiert. Archivarion-Kunstbibliothek Band I/6.

28,8 : 20,0 cm. 305, [5] Seiten. – Rücken minimal verblasst. Innen und beide Beigaben tadellos.

Löffler D 47, 58 und 18

696  Fritz Löffler. Josef Hegenbarth.

€ 200

Dresden, Verlag der Kunst 1959. Mit einem Frontispiz nach einer Fotografie und zahlreichen, teils farbigen, Abbildungen. Blauer Originalschweinslederband mit Deckelillustration und Kopfgoldschnitt. Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 100 Exemplaren der in Leder gebundenen Vorzugsausgabe, »diese Ausgabe entstand für Riks-Bokhandeln AB Stockholm«. – Werkverzeichnis der Graphiken, Buchillustrationen und Mappenwerke.

26,4 : 19,8 cm. 265, [5] Seiten. – Vorderdeckel mit winzigen Stockflecken.

697  Arminius Hasemann. Vierundzwanzig Original-Holzschnitte zu dem Werke »Himmel und Hölle auf der Landstraße«.

€ 1800

Berlin und Leipzig, B. Behr (Friedrich Feddersen) [1915]. 24 signierte Holzschnitte und ein Titelblatt, lose in Originalpergamentmappe mit einem wiederholten Holzschnitt auf dem Deckel.

Exemplar 4 von 50 der »Liebhaber-Ausgabe«. – Gedruckt unter Aufsicht des Künstlers, jeder Holzschnitt noch mit einer Remarque. – Auf grauem »Van Geldern Zonen«-Bütten. – Blattweise signiert und nummeriert. – Die früheste und bekannteste graphische Folge des Künstlers, die eindrückliche Suitenausgabe ist sehr selten, zumal in der Originalmappe. – Arminius Hasemann (1888–1979) begab sich noch vor dem Ersten Weltkrieg auf zwei mehrmonatige Wanderungen. Die erste führte ihn nach Florenz und Venedig, die zweite, ähnlich einer Walz, durch den Schwarzwald, die Schweiz, Italien, Nordafrika und Spanien. Hasemann verdiente sich seinen Unterhalt als Lautenspieler. Der Kriegsausbruch überraschte ihn in Paris und er kehrte nach Deutschland zurück. Die Eindrücke der Reisen spiegeln sich im vorliegenden Holzschnittzyklus und dem gleichnamigen Buch »Himmel und Hölle auf der Landstraße«. »[…] ein eminent ausdrucksvoller, mit höchst prägnanten Mitteln arbeitender, echt holzschnittmäßiger Stil vereinigt sich in […] dieser Folge mit quellender Phantasie der Erfindung und der scharfen Beobachtung eines genialen Bohémientums zu z. T. ganz rein abgeklärten künstler. Wirkungen« (Thieme/Becker).

Blattformate ca. 34 : 25 cm. – Der Pergamentumschlag etwas fleckig und mit Randeinriss, die Blätter tadellos.

Kat. Lindenau-Museum 1265–1288. – Vgl. Sennewald 15

698  Thomas Theodor Heine – Friedrich Hebbel. Judith.

€ 750

Eine Tragödie in fünf Akten. München, Hans von Weber 1908. Mit zehn Tafeln und zehn Vignetten im Text von Thomas Theodor Heine. Blauer Originalkalblederband mit reich vergoldeten Deckeln, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Deckelschild.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 1100). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auch den Einband entwarf Thomas Theodor Heine. – »Die an Beardsley erinnernde überschlanke Titelfigur, die sich vom abgeschlagenen Haupt des Holofernes abwendet, ist zu einer der meistverbreiteten Jugendstilillustrationen geworden« (Alfred Langer, in: »Jugendstil und Buchkunst«, Leipzig 1994). – Schönes Exemplar.

21,8 : 18,2 cm. [2], 71, [1] Seiten, 10 Tafeln. – Ränder und Rücken minimal verfärbt. Schwache Bereibungen an Kanten, Ecken und Hinterdeckel.

Schauer II, 10

699  Felix Hoffmann – Werner Bergengruen. Die drei Falken.

€ 300

Eine Novelle. Mit Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main, Trajanus-Presse 1956. Mit neun Farbholzschnitten, davon vier blattgroß. Rehbrauner Maroquinband mit geometrischer Blindprägung und Kopfgoldschnitt (signiert: W. Schaffner, Rheinfelden). Im Schuber.

Siebter Druck der Trajanus-Presse. – Eins von 350 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler und Autor signiert. – Auf Hahnemühle-Bütten mit dem Wasserzeichen der Trajanus-Presse. – »In Bergengruens männlicher Novelle […] verbinden sich die Flächen seiner farbigen Holzschnitte auf hohen Oktavseiten mit einem großen Grad der Palatino von Zapf« (Schauer I, 249). – Das eigentlich nicht seltene Buch hier in einem schönem unikalem Handeinband.

28,5 : 18,5 cm. [4], 61, [7] Seiten.

Tiessen 23. – Spindler 40.7. – Schauer II, 141 (mit Abbildung)

700  Felix Hoffmann. Dialog.

€ 300

33 Etüden auf Holz nach Theaterskizzen. [Aarau] 1960. 33 signierte Holzschnitte. Lose mit dem Textblatt in Originalumschlag.

Exemplar 19/30. – Geschnitten im Winter 1959/60 und […] auf der eigenen Handpresse abgezogen. – Auch das Textblatt signiert. – Auf verschiedenen Büttenpapieren abgezogen. – Selten und tadellos erhalten.

27,5 : 21,0 cm.

Tiessen, Hoffmann 38

701  Felix Hoffmann – Adalbert Stifter. Der Heilige Abend.

€ 300

Mit Holzstichen von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main, Insel 1960. Mit zehn Holzstichen im Text. Orignalhalbpergamentband mit Wildseiden-Deckelbezügen (Willy Pingel, Heidelberg). Im Schuber.

Eins von 750 Exemplaren, jedoch getrüffelt mit einer signierten Suite von Probedrucken der zehn Illustrationen. Diese lose in einem vom Künstler eigenhändig beschrifteten Papierumschlag. – Die von Stifter unter dem Titel »Bergkristall« in die Sammlung »Bunte Steine« aufgenommene Erzählung erschien zuerst 1845 in der Zeitschrift »Die Gegenwart«. – Druckfrisch.

20,1 : 12,9 cm. 82, [2] Seiten, 10 Holzstiche.

Tiessen 40. – Sarkowski 1676

702  Felix Hoffmann. »Holzstiche zu Thomas Mann ›Der Zauberberg‹«.

€ 300

44 Holzstiche. Um 1960. Ca. 27 : 17 cm. Alle betitelt, teils signiert.

1962 erschien die amerikanische Ausgabe »The Magic Mountain« (New York, The Limited Editions Club) mit 44 ein- und zehn dreifarbigen Holzstichen. Eine deutsche Ausgabe konnten wir nicht nachweisen. – Die hier vorliegende Folge, in einem von Felix Hoffmann eigenhändig mit »28 Holzstiche in Probedrucken zu Thomas Mann ›Der Zauberberg‹, I. Band« betitelten Umschlag, enthält 44 Holzstiche: 29 betitelte einfarbige in kleineren Formaten und zehn signierte farbige ganzseitige sowie fünf farbige Zustandsdrucken (nummeriert und bezeichnet). – »Bei all diesen Arbeiten wird versucht, in der feinen Differenzierung zwischen Hell und Dunkel, in der Vielgestaltigkeit der Darstellung die unterschiedlichen geistigen Ebenen eines Textes, eines Gedankens hervortreten zu lassen, Ahnungen und Visionen sichtbar zu machen. So bekommt auch der Holzstich ›Farbe‹ und malerische Wirkung« (Wendland/Fischer, Felix Hoffmann, Sauerländer 1971).

ca. 27 : 17 cm.

Vgl. Tiessen 43

703  Felix Hoffmann – Apulejus. Amor und Psyche.

€ 600

Mit sechs Radierungen von Felix Hoffmann. Frankfurt am Main 1963. Mit sechs Radierungen, fünf davon ganzseitig. Roter Originalmaroquinband mit goldgeprägtem Rückentitel. In Leinenkassette mit vergoldetem Rückentitel.

Vierter Ars Librorum Druck. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren (Gesamtauflage 175). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Die hier erstmals veröffentlichte neue Textbearbeitung Gotthard de Beauclairs stützt sich auf die Übertragung aus dem Lateinischen von Reinhold Jachmann« (Druckvermerk). – Tadelloses Exemplar.

34,7 : 24,2 cm. [2], 38, [4] Seiten.

Spindler 40.24. – Tiessen II, 45

704  Felix Hoffmann – Gottfried Keller. Theatergeschichten. Gretchen und die Meerkatze.

€ 400

Ein Kapitel aus dem Grünen Heinrich. Mit 7 Farbholzschnitten von Felix Hoffmann. [Aarau] 1969. Mit sieben Farbholzschnitten im Text. Bordeauxroter Kalblederband mit vergoldetem Rückenschild. Im Schuber.

Privatdruck des Schweizerischen Buchdruckervereins anlässlich seines hundertjährigen Bestehens. – Eins von 600 Exemplaren der im Druckvermerk signierten und nummerierten Vorzugsausgabe. Daneben erschienen weitere 900 Exemplare. – Auf Mühlebach-Bütten. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Schöner privater Handeinband, die Vorzugsausgabe erschien ursprünglich in Halbpergament mit von Hoffmann gestalteten Bezugspapieren.

32,3 : 20,7 cm. 24, [8] Seiten.

Tiessen III, 59

705  Ludwig von Hofmann – Gerhart Hauptmann. Das Hirtenlied.

€ 400

Ein Fragment. Mit siebzehn Bildern, die von Ludwig von Hofmann gezeichnet u. eigenhändig in Holz geschnitten sind. Berlin, Otto von Holten 1922. Mit 17 Textholzschnitten. Grüner Originalmaroquinband, Rückentitel, Deckelvignette, Fileten und Buchschnitt vergoldet (signiert: Bruno Scheer, Berlin).

Eins von 40 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf festem Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 400). – Im Druckvermerk von Dichter und Künstler signiert. – Dritter der fünf bei Otto von Holten veranstalteten Behmer-Drucke. »Damit ging der Drucker über seinen Auftrag als Verwirklicher hinaus und wurde selbst zum Buchunternehmer.« (Schauer I, 195). – »Mit der von Marcus Behmer für Otto von Holten 1919 gezeichneten und bei Gebr. Klingspor, Offenbach/M., geschnittenen Antiqua … gedruckt« (Rodenberg). – Hervorragend schöner, breitrandiger Druck in Grün und Schwarz.

28,3 : 18,8 cm. [2], 48, [2] Seiten. – Rücken ganz schwach verfärbt. Ecken minimal berieben. – Vorsatzblätter mit schmalem Leimschatten, vorn Sammlerstempel.

Rodenberg 244,3

706  Ludwig von Hofmann – Homer. Ilias. – Odyssee.

€ 250

Deutsch von J. H. Voss. Mit Holzschnitten von Ludwig von Hofmann. Berlin, Askanischer Verlag 1923 und 1924. Mit je einem Titelholzschnitt und zusammen 99 Holzschnitten im Text. Originalbroschuren mit vergoldeten Rücken und goldgeprägten Deckelvignetten, zusammen im originalen Schuber.

Fünftes und sechstes Buch der »Behmer-Drucke« bei Otto von Holten. – Jeweils eins von 1000 Exemplaren. – Auf schwerem Zanders-Bütten. – In den Jahren 1920–1924 wurden bei Otto von Holten sechs Bücher unter Verwendung der Behmer-Antiqua gedruckt, abschließend die beiden opulenten Homer-Bände mit den Holzschnitten Ludwig von Hofmanns. Dessen Illustrationskunst wurde von so bekannten deutschen Autoren wie Thomas Mann, Rilke und Hofmannsthal geschätzt und gelobt. Anfang des Jahrhunderts war Hofmann in Weimar mit van de Velde und Kessler in Verbindung gekommen und gehörte zu den ersten Anhängern der von Kessler gegründeten Bewegung »Neues Weimar«. 1919 wurde er beauftragt, die Wandgemälde in der Deutschen Bücherei Leipzig zu gestalten.

30,4 : 25,4 cm. 420, [8] Seiten; 337, [7] Seiten. – Broschurumschläge etwas gebräunt.

Schauer II, 43. – Rodenberg 244, 5 und Anmerkung

707  Louis Icart – [Sidonie-Gabrielle] Colette Willy. L’ingénue libertine.

€ 750 ( R7 )

Eaux-fortes de Louis Icart. Paris, Éditions Excelsior 1926. Mit 20 kolorierten Radierungen und einem Brieffaksimile. Originalinterimsbroschur in Halbleinenchemise und -schuber.

Eins von 500 Exemplaren auf Velin »BFK Rives« (Gesamtauflage 546). – Rückseitig auf dem Titel die Erläuterung zur Trennung der Autorin vom fiktiven Verfasser »Willy«. Unter diesem Pseudonym hatte Sidonie Colette noch vor 1900 erste Romane veröffentlicht. 1909, als der vorliegende Roman erstmals erschien, deutete sich der Welterfolg der Schriftstellerin bereits an. – Carteret verzeichnet für die Jahre 1922–1928 drei illustrierte Ausgaben des Romans und meint für alle, sie seien »estimée et cotée«. – Louis Icart (1888–1950) stieß Anfang der 1920er Jahre mit seinen Graphikausstellungen noch auf geteiltes Echo. Bald darauf war er für große Mode- und Designstudios tätig und finanziell sehr erfolgreich.

33,5 : 26,0 cm. [2], 191, [3] Seiten, 20 Radierungen. – Einige Lagen gelockert.

Monod 3011. – Carteret IV, 109

708  Willy Jaeckel – [Johann Wolfgang von] Goethe. Das Hohelied.

€ 400

Berlin, Euphorion 1923. Mit sieben blattgroßen signierten Radierungen von Willy Jaeckel und neun Schriftholzschnitten von Jan Tschichold. Originalmaroquinband mit Blindprägung und Kopfschnittvergoldung (signiert: Buchb. Meink · Berlin · Euphorion Einband).

Eins von 165 Exemplaren. – Auf Zanders-Hadern-Papier. – Die Radierungen wurden bei Otto Felsing, Berlin, gedruckt. – Der Text der Goethe-Übertragung wurde aus den neun Schriftholzschnitten von Jan Tschichold und aus der Tiemann-Mediaeval gesetzt und bei Poeschel & Trepte, Leipzig, gedruckt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Durch Jaeckels eindrucksvolle Radierungen, die durch die fein gewischten Grauflächen ganz malerisch wirken, im Zusammenspiel mit Tschicholds großen Titelzeilen und dem Satz aus der Tiemann-Schrift besonders bemerkenswert.

28,2 : 19,3 cm. [32] Seiten. – Ecken berieben, Rücken stärker. – Vorsatzpapier mit Leimschatten und Sammlerstempel. Vier Seiten mit kleinem Einriss am Unterrand (1 cm), erste und letzte mit ganz wenigen schwachen Stockflecken an den Rändern.

Stilijanov-Nedo 96. – Sennewald 23,3. – Horodisch, Euphorion 28

709  Ernst Ludwig Kirchner – Jakob Boßhart. Neben der Heerstraße.

€ 600

Mit Holzschnitten von E. L. Kirchner. Zürich und Leipzig, Grethlein & Co. 1923. Mit 23 Holzschnitten im Text. Roter Originalhalbleinenband mit Originalschutzumschlag, beide mit Holzschnitt.

Erste Ausgabe. – Neben Georg Heyms »Umbra Vitae« und fast gleichzeitig entstanden, sind Boßharts Erzählungen das zweite große illustratorische Werk Kirchners. – Umschlag und Einband in der endgültigen Fassung. – Schönes Exemplar mit dem meist verlorenen Schutzumschlag.

20,0 : 13,5 cm. 434, [6] Seiten. – Umschlag mit winzigen Fehlstellen am oberen Kapital. – Kleine Buchhändlermarke. Ränder, wie meist, papierbedingt gebräunt.

Dube 808 IV/3, 809–831. – Jentsch 143. – Lang, Expressionismus 174

710  Walther Klemm – Johann Wolfgang von Goethe. Reineke Fuchs.

€ 500

Mit Originalholzschnitten von Walther Klemm. Weimar 1916. Mit 47 Holzschnitten, davon 22 monogrammiert und 25 im Text. Originalkalblederband mit blindgeprägter Deckelvignette (Fikentscher, Leipzig).

Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten und im Ganzlederband (Gesamtauflage 650). – Gesetzt aus der Alten Drugulin-Fraktur. – Die Kiepenheuer-Edition bildet einen Höhepunkt der Reineke-Illustrationen im frühen 20. Jahrhundert. – 1913 hatte Klemm Gustav Kiepenheuer kennengelernt: »Wir wurden schnell gute Freunde und er verlegte alsbald meine Holzschnitte […] Vor allem aber hatten es ihm meine 1912 entstandenen Holzschnitte zu Goethes ›Reineke Fuchs‹ angetan. 1916, mitten im ersten Weltkrieg, erschien dann auch der Groß-Folio-Liebhaberband, meisterhaft von Drugulin von den Originalstöcken in den Text gedruckt«. (zitiert nach Berger, Thema, Stil, Gestalt, 763).

38,0 : 28,0 cm. 171, [5] Seiten, 22 Holzschnitte. – Einband berieben und leicht fleckig, Vordergelenk brüchig. – Die ersten drei Blätter an den Rändern gebräunt.

Sennewald 16,2. – Lang, Impressionismus 101

711  Walther Klemm. Zwölf Radierungen zu Boccaccios »Dekameron«.

€ 300

Mit einem Vorwort von Herbert Eulenberg. München, Othmar Kern 1922. Zwölf kolorierte Radierungen, alle signiert und nummeriert. Zusammen mit Textblatt in Originalleinenmappe mit vergoldetem Titel.

Eins von 100 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 120). – Die Radierungen wurden auf der Handpresse in der Offizin Heinr. Wetteroth, München, gedruckt, mit der Hand koloriert und in Passepartouts montiert. – Aus dem Geleittext: »Wer diese leichten, luftig hingeworfenen Blätter mit den anregenden Zeichnungen Klemms in die Hände nimmt und vor seinen Augen vorüberziehen läßt, der greift vielleicht auch einmal wieder zu dem alten, reizvollen Schmöker des Boccaccio, dem Dekameron selber«.

42,0 : 31,5 cm (Mappenformat). 12 Radierungen, [4] Seiten.

Sennewald 22, 4

712  Oskar Kokoschka. Der brennende Dornbusch.

€ 150

Schauspiel (1911). Mörder. Hoffnung der Frauen. Schauspiel (1907). Leipzig, Kurt Wolff 1917. Schwarze Originalbroschur mit lilafarbenem Deckelschild.

Erste Ausgabe, erste Bindequote. – Der jüngste Tag, Band 41. – Mit Leipziger Zensurstempel. – Unbeschnitten, gut erhalten.

21,8 : 13,2 cm.45, [3] Seiten.

Smolen/Stammerjohann 41.1.A.1. – Raabe/Hannich-Bode 166.4

713  Oskar Kokoschka – Aristophanes. Die Frösche.

€ 1200

Eine Komödie. Mit zwölf Kaltnadel-Radierungen von Oskar Kokoschka. Frankfurt am Main, Ars librorum 1968. Mit zwölf signierten blattgroßen Kaltnadelradierungen. Lose Doppelbogen in illustrierter Originalhalbleinenchemise und -halblederkassette.

18. Ars librorum Druck. – Eins von 120 Exemplaren der Buchausgabe, von der Suitenausgabe ohne Text erschienen weitere 110. – Auch im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert und vom Verleger signiert. – Auf Auvergne-Bütten Richard de Bas.

45,5 : 33,2 cm. [4], 98, [10] Seiten. – Erstes Doppelblatt mit ganz wenigen schwachen Stockflecken.

Wingler/Welz 437–448. – Spindler 40.38. – Tiessen III, 23

714  Oskar Kokoschka. Bild, Sprache und Schrift.

€ 180

Ein Vortrag, herausgegeben als Sonderdruck zur Feier des 1. März 1971. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit einer signierten Kaltnadelradierung. Originalbroschur.

Edition de Beauclair 15. – Eins von 100 Exemplaren, mit der beiliegenden signierten Kaltnadelradierung »Selbstbildnis mit Radiernadel« auf Velin (Gesamtauflage 200). – Diese erweiterte Fassung des Vortrags »Vom Sehen und Gaffen«, den Kokoschka 1947 in der Kunsthalle Basel gehalten hatte, erschien anlässlich seines 85. Geburtstags.

49,5 : 35,0 cm. – Kleine Druckstelle am Umschlagrücken.

Wingler/Welz 469. – Spindler 40, 50

715  Oskar Kokoschka – Siegfried Lenz. Einstein überquert die Elbe bei Hamburg.

€ 1200

Geschichte in drei Sätzen […] mit einem Facsimile der Handschrift, dazu sechs Original-Lithographien von Oskar Kokoschka und einer Betrachtung des Autors über den Künstler. Hamburg, Hoffmann und Campe 1976. Mit sechs signierten Lithographien. Originalhalblederband und -halbleinenchemise in Originalleinenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Eins von 25 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren auf Barcham & Green-Bütten mit der zusätzlichen Variante der ersten Lithographie, gedruckt auf Japan (Gesamtauflage 155). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die Ausgabe erschien zum 90. Geburtstag Kokoschkas und dem 50. von Siegfried Lenz. – Band I mit dem Text von Lenz und dem Faksimile der Handschrift, Band II mit den lose eingelegten Lithographien und der »Betrachtung«. – Handsatz aus der Original-Janson-Antiqua, gedruckt in der Hausdruckerei der D. Stempel AG. – Die Gesamtgestaltung lag bei Heinz Richter und Gotthard de Beauclair.

37,8 : 48,0 cm. 18, [10] Seiten.

Wingler/Welz 500–503. – Tiessen V, 26

716  Alfred Kubin. Nach Damaskus.

€ 350

18 Steinzeichnungen. München, Georg Müller 1922. 18 Lithographien und ein lithographiertes Titelblatt. Zusammen mit den Textblättern lose in Originalhalbpergamentmappe mit goldgeprägtem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 350). – Gedruckt auf echtem Pan-Bütten. – Die Lithographien entstanden zu August Strindbergs Drama »Till Damaskus«. – Aus dem Vorwort von Alfred Kubin: »Seit 1912 war es einer der Lieblingsgedanken von Georg Müller, Blätter zu einem Strindbergwerk von mir zu bekommen […] kurz vor seinem Tode sprach er wieder von ›unserem Strindberg‹ […] Nach dem Ableben meines Verlegers wollte ich dessen Wunsch, der mir auf einmal wie eine Verpflichtung vorkam, aber allen Ernstes nachkommen«.

39,5 : 30,0 cm (Mappe). [12] Seiten, 19 Lithographien. – Mappe innen leicht stockfleckig. Rücken mit leichten Kleberesten (entferntes Bibliotheks-Schild). Innendeckel mit Stempel und Kleberest. – Ränder der Lithographien leicht gebräunt und minimal brüchig.

Marks A 61. – Raabe 167. – Hoberg, Mappe IV

717  Alfred Kubin – Der Dichter und das Buch.

€ 300

Herausgegeben von Karl Schönberg und Emil F. Tuchmann. Berlin 1930. Mit einer signierten Titellithographie von Alfred Kubin. Halbpergamentband.

Eins von wenigen Exemplaren auf Japanbütten und mit der signierten Lithographie, wohl für den Künstler bestimmt, 300 wurden auf Van Gelder-Bütten gedruckt. – Herausgegeben anlässlich des 25jährigen Bestehens des Berliner Bibliophilen-Abends zum 15. März 1930. – Die Lithographie wurde von Otto Felsing auf der Pan-Presse gedruckt. – Die Existenz dieser »Vorzugsausgabe« blieb den Kubin-Bibliographen unbekannt.

28,4 : 18,6 cm. 58, [6] Seiten. – Einband minimal fleckig. – Vorsatzblatt mit Sammlerstempel, Exemplarnummer im Druckvermerk mit Radierspur.

Marks 121. – Raabe 402. – Deutsche Bibliophilie S. 104

718  Alfred Kubin – Ludwig Tügel. Der Ferner.

€ 300

Mit 8 Zeichnungen von Alfred Kubin. Amsterdam, Alfred Horodisch 1969. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Originalhalbpergamentband.

Erste illustrierte Ausgabe. – Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 275). – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Die Novelle, 1944 geschrieben, sollte 1949 im Rombach Verlag erscheinen. Der Verlag wurde jedoch liquidiert, die Zeichnungen Kubins erhielt Ludwig Tügel als Aufwandsentschädigung. Der Text war bereits bereits zweimal veröffentlicht, als Erich Weiß die Originalzeichnungen Kubins wiederentdeckte. Alfred Horodisch gab anläßlich des 80. Geburtstages von Tügel diesen Privatdruck heraus, in dem die Zeichnungen erstmals veröffentlicht wurden. – Nahezu verlagsfrisches Exemplar.

28,2 : 18,6 cm. [2], 76, [2] Seiten.

Marks A 232

719  Pierre Laprade – Henry Bourgerel. L’Embarquement pour Cythère.

€ 400 ( R7 )

Élégie en cinq actes. Illustrations de Pierre Laprade. Paris, Jacques Beltrand 1929. Mit 20 farbigen Holzstichen nach Zeichnungen, davon neun blattgroß. Halbfranzband der Zeit mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 200 Exemplaren. – Das Exemplar des Künstlers, gedruckt für Pierre Laprade mit dessen eigenhändiger Widmung für »Madame Louise Gebhard Cann une tu hommage et tas amité«. – Pierre Laprade (1875–1931) wurde an der Ecole des Beaux-Arts und der Académie Carrière ausgebildet. 1900 kaufte Ambroise Vollard Laprades erste Arbeit. Im selben Jahr lernte er Henri Matisse und die zukünftigen Fauves kennen, mit denen er 1905 im Salon d’Automne ausstellte. Laprade war ein produktiver Illustrator – er illustrierte Werke von Paul Valéry, Jean de la Fontaines, Paul Verlaines, Gustave Flaubert und Guy de Maupassant. – 1930, also kurze Zeit nach diesem Buch und der Widmung für die Schriftstellerin und Kunstkritikerin , erschien die Laprade-Monographie von Louise Gebhard Cann.

31,8 : 24,3 cm. 150, [12] Seiten. – Ecke unten vorn bestoßen.

Monod 1778. – Carteret IV, 78

720  Pierre Laprade – Marcel Proust. Un Amour de Swann.

€ 300

Eaux-fortes originales de P. Laprade. Paris, N. R. F. 1930. Mit 26 Radierungen im Text, eine davon als Titelvignette. Pappband mit Rückenschild, zusammen mit Suitenmappe in originaler Halbpergamentkassette.

Erste illustrierte Ausgabe. – Eins von 45 Exemplaren auf Japon impérial mit einer Suite der Radierungen auf Japan (Gesamtauflage 348). – Druck des Textes in Rot und Schwarz, die Radierungen im Text in Rötel, die Suite in Schwarz gedruckt.

28,3 : 20,0 cm 239, [9] Seiten, 26 Radierungen.

Monod 9329. – Rauch 13

721  Pierre Laprade – Gérard de Nerval. Sylvie.

€ 250

Illustrations de Pierre Laprade. Paris, Ambroise Vollard 1938. Mit 38 farbigen Abbildungen nach Radierungen. Lose Lagen in in Originalumschlag und -chemise. Zusammen im Schuber.

Eins von 220 Exemplaren auf Vergé d’Arches (Gesamtauflage 250 ).

33,0 : 25,7 cm. 96, [6] Seiten.

Monod 8668. – Jentsch, Vollard 31

722  Henri Laurens – Théocrite [Theokrit]. Les idylles.

€ 750

Illustrations de Henri Laurens. Paris, Tériade – Éditions Verve 1945. Mit 38 teils blattgroßen Holzschnitten nach Henri Laurens. Lose Bogen in Originalumschlag mit goldgeprägtem Relief nach Laurens. In Originalhalbleinenchemise und -schuber.

Eins von 170 Exemplaren auf »Vergé d’Arches« (Gesamtauflage 220). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Holzschnitte, gedruckt in Rotbraun, fertigte Théo Schmied nach Zeichnungen von Henri Laurens. »Henri Laurens liebte die griechische Dichtung und fand einen adäquaten Illustrationsstil, der entfernt […] an griechische Vasenbilder erinnert […] Mit den Illustrationen zu Theokrits Idyllen taucht zum ersten Mal der Holzschnitt in dem Schaffen von Laurens auf« (Völker). – Beigabe.

33,5 : 25,5 cm. 112, [4] Seiten.

Völker 20. – Carteret IV, 377. – Monod 10630. – Skira 195

723  Henri Laurens – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Loukios ou l’ane.

€ 900

Bois originaux de Henri Laurens. Paris, Tériade 1947. Mit 68 teils zweifarbigen Holzschnitten, davon 24 blattgroß und einer auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Eins von 210 Exemplaren (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Vélin d’Arches. – »[…] das am reichsten ausgestattete Buch von Henri Laurens. Die Illustrationen begleiten den Text nicht nur, sondern bilden mit diesem auch eine optische Einheit« (Völker).

29.7 : 21,2 cm. [8], 88, [8] Seiten. – Wenige Seiten stockfleckig.

Völker 24. – Monod 7471. – Rauch 126. – Garvey 157 Anmerkung

724  Henri Laurens – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Dialogues.

€ 1500

Gravures sur bois originales de Henri Laurens. Paris, Tériade [1951]. Mit 24 Farbholzschnitten, acht farbigen Holzschnitt-Textvignetten und einer doppelblattgroßen Tafel. Lose Lagen und Blätter in illustriertem Originalumschlag und Chemise mit Rückenschild. Zusammen im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 210 Exemplaren (Gesamtauflage 275). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Vergé d’Arches. – Der Text in einer Übersetzung von Émile Chambry. – »In his use of several blocks for tonal and linear effects, Laurens shows a remarkable technical virtuosity.« (Garvey).

39,5 : 29,0 cm. – Äußerste Ränder mit wenigen winzigen Stockflecken.

Monod 7469. – Rauch 127. – Garvey 157

725  Henri Laurens – Homer. L’Odyssée.

€ 500

Chants V et VI. Paris, Creuzevault 1952. Mit 14 Holzschnitten von Henri Laurens. Lose Lagen in illustriertem Originalumschlag, -halbpergamentchemise mit vergoldetem Rückentitel und Schuber.

Eins von 125 Exemplaren auf Vergé de Montval (Gesamtauflage 175). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Ins Französische übersetzt von Victor Bérard. – »Die strengen Umrisse der Holzschnitte harmonieren mit dem Druckbild: Sie lockern die Textblöcke auf und vermögen Atmosphäre zu erzeugen. Die Holzschnitte der Meereswesen sind die letzte Auseinandersetzung mit dem Elementaren, ein Thema, das Laurens seit 1932 beschäftigt hat.« (Völker).

32,3 : 22,0 cm. [60] Seiten. – Schuber etwas stockfleckig.

Monod 6079. – Garvey 158

726  Henri Laurens – W[illiam] Saroyan. Contes.

€ 400

Illustrés de bois originaux par Henri Laurens. Paris, Les 100 Bibliophiles de France et d’Amérique 1953. Mit zehn Holzschnitten, fünf davon zweifarbig. Lose Doppelbogen in farbig illustriertem Originalumschlag und Chemise mit vergoldetem Rückentitel. Zusammen im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren (Gesamtauflage 147). – Auf »Papier Vergé« von Richard de Bas. – Von Künstler und Verleger im Druckvermerk signiert. – Übersetzung und Einleitung von Anne Green. – Henri Laurens (1885–1954), einer der führenden französischen Bildhauer des 20. Jahrhunderts, war Autodidakt und stark von der kubistischen Bewegung beeinflusst, was sich auch in der hier vorliegenden graphischen Arbeiten widerspiegelt.

28,0 : 20,5 cm. 67, [13] Seiten.

Monod 10167. – Rauch 128

727  Edy Legrand – Anatole France. Nos enfants. Balthasar.

€ 600

Compositions d’Edy Legrand, gravées sur bois par A. et P. Baudier. Paris, Calmann-Lévy 1925. Mit 66 Holzstichen, davon neun blattgroß. Originalmaroquinband. Rückentitel, Deckelkantenfileten und Kopfschnitt sowie die breiten floralen Innenkantenbordüren vergoldet. Originalbroschurumschlag eingebunden. – Widmungsexemplar des Verlegers für den Künstler.

Band 4 der 24-bändigen Werkausgabe »Œuvres complètes illustrées«, die von 1925 bis 1935 erschien und von verschiedenen Künstlern illustriert wurde. – Auf Van Gelder Zonen-Bütten mit der Signatur des Verfassers als Wasserzeichen. – Die Holzstiche, meist als große Kopfvignetten der einzelnen Kapitel, wurden auf getöntes Chinapapier gedruckt und aufgewalzt. – Das erste von 60 römisch nummerierten Verlegerexemplaren (Verkaufsauflage 1500), hier mit eigenhändiger Dedikation »Exemplaire d’Artiste offert à Mr. Edy Legrand | Calmann-Levy«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und dieses Exemplar, als wären die reizenden Holzstiche nicht schon Zierde genug, mit zwölf signierten, meist blattgroßen Tuschzeichnungen von Edy Legrand getrüffelt. Häufig griff der Künstler dabei Motive der gedruckten Illustrationen auf. – Mustergültig ediert mit bibliographischen Anmerkungen.

27,0 : 20,5 cm. [8], 366, [6] Seiten. – Rücken verblasst. – Die Zeichnungen waren ehemals durch kleine Papierstreifen markiert, von diesen leichte Bräunungen am Oberrand.

Vgl. Monod 4927 und Carteret IV, 171

728  Edy Legrand – Dante Alighieri. L’Enfer.

€ 400

Traduction nouvelle de S. et L. Martin-Chauffier. Illustrations de Edy Legrand. Paris, Éditions de la Pléiade J. Schiffrin 1930. Mit 35 Heliogravüren nach Zeichnungen. Originalbroschur.

Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 1410), gedruckt auf Van Gelder-Bütten und mit einer Suite der Illustrationen. Das vorliegende Exemplar wie die ersten zehn Vorzugsexemplare zudem mit einer Originalzeichnung (Tusche und Tempera, signiert, in Passepartout). Die Zeichnung und die Suite in einer grünen Maroquinmappe mit reicher Deckelvergoldung. – Erschienen als Band V der Reihe »Les chefs-d’œuvre illustrés«. – Möglicherweise aus dem Nachlass des Künstlers.

24,2 : 17,2 cm. 217, [5] Seiten, 35 Tafeln. – Die Suitenmappe am Rücken berieben und verfärbt. 4 Blätter der Suite mit Knickfalte, 1 gebräunt.

Monod 3402. – Carteret V, 59

729  Edy Legrand – Dante Alighieri. La Divine Comédie.

€ 450

Traduction nouvelle d’André Doderet. Illustrée de deux cents dessins d’Edy-Legrand. – André Doderet. Dante et son époque. Paris, Union Latine d’Éditions 1938. Mit zahlreichen teils doppelblattgroßen Lichtdrucken nach Zeichnungen. Vier schwarze Originalmaroquinbände mit rotgeprägtem Rückentitel, Kopfschnitt und Schuber mit Lederkanten.

Eins von 50 Vorzugsexemplaren auf Japon nacré (Gesamtauflage 7.000), im ersten Band eine originale Tuschzeichnung als zusätzliches Frontispiz. – Die Ausgabe enthält die drei Bücher »L’Enfer«, »Le Purgatoire« und »Le Paradis«. Zu jedem Buch schuf Legrand eine Titelzeichnung, zu den insgesamt 100 Gesängen je eine doppelblattgroße und eine den Zwischentitel rahmende Tuschzeichnung. – Gedruckt in Schwarz und je einer Schmuckfarbe (Rot, Blau, Grün). – Der Ergänzungsband mit der Dante-Monographie, zahlreichen Faksimiles, Erläuterungen zum Text und einem Personenverzeichnis. – Dazu: Werbeband für die vorliegende Ausgabe mit Abbildungsmustern, Satzproben, Informationen zu Künstler, Herausgeber, Preisen usw. Ebenfalls in schwarzes Maroquin gebunden, Innendeckel mit Mustern der vier oben beschriebenen Buchrücken.

22,5 : 18,5 cm. Je ca. 470 Seiten. – Tadellos erhalten.

Monod 3396. – Carteret V, 59 »Rechercheée en reliure d’éditeur«

730  Edy Legrand – Les Fioretti. Les petites fleurs de Saint François d’Assise.

€ 450

Quartre Considérations sur les Stigmates […] Illustrés par Edy Legrand. Tome I [et] II. Paris, Tradition du Livre 1964. Mit 100 Tafeln nach Zeichnungen und Aquarellen, davon 37 farbig, einige doppelblattgroß. Schwarze Originalmaroquinbände, Rückentitel, Vorderdeckelverzierung und Kopfschnitt vergoldet (Engel, Malakoff).

Eins von 50 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf Velin »Arjomari Licorne« und mit einer beigelegten Temperazeichnung (Kreuzigungsszene, 33 : 26 cm, signiert, datiert) sowie einem eigenhändigen Brief des Künstlers zu seinen Franziskus-Illustrationen. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Von dem monumentalen Werk erschienen insgesamt sagenhafte 5.426 nummerierte Exemplare. – Neben der berühmten Legendensammlung »Fioretti« enthält Band II weitere Texte von und über den Heiligen Franziskus. – Einleitung und Übersetzungen von Père Adalbert Hamman, Vorwort von Daniel-Rops. – Die große Zeichnung in einer schwarz-gelben Leinenmappe. – Spätwerk des durch zahlreiche Buchillustrationen bekannt gewordenen Edy Legrand (1892–1970).

32,8 : 26,0 cm. 270, [2]; 249, [3] Seiten.

731  Georges Lepape – Maurice Maeterlinck. L’oiseau bleu.

€ 600

Féerie. Avec quatorze aquarelles originales de Georges Lepape. – Georges Lepape. Décors et Costumes pour ›L’Oiseau bleu‹ de Maurice Maeterlinck. Avec une préface de Gérard d’Houville. Paris, Le Livre 1925 und 1927. – Mit pochoirkolorierten Vignetten und Tafeln nach Aquarellen. Zwei Pappbände mit Buntpapier-Deckelbezügen und Lederrückenschild (signiert: W. Bommer, Basel).

I. Mit einem Frontispiz und zwölf großen Kopfvignetten, je eine zu den zwölf Szenen des Stücks. Eins von 400 Exemplaren (Gesamtauflage 460). – II. Mit 61 kolorierten Tafeln, davon sieben doppelseitig, nach den Bühnenbild- und Figurinenentwürfen. Das erste von nur zehn Exemplaren auf Japan (Gesamtauflage 230). – Die Originalumschläge, beide mit einer pochoirkolorierten Deckelvignette, sind beigebunden. – Georges Lepape (1887–1971) entwarf die hier aufwendig gedruckten Dekorationen und Kostüme bereits 1923 für eine Aufführung des Balletts am Theater von Cora Laparcerie. Nachdem er 1920 an der Epochalen Ausstellung im Musée des Arts Décoratifs« teilgenommen hatte, gewann Lepape auch internationale Berühmtheit. 1926 arbeitete er auf Einladung von Condé Nast einige Monate für die Zeitschrift »Vogue« in New York. – »Der blaue Vogel« ist eine Geschichte über das Leben, das Erwachsenwerden und die Suche nach dem Glück und handelt von den Kräften der Einbildung. »Der Text ist aber auch – das hat Stanislawski wie Meyerhold und Max Reinhardt, der 1912 am Deutschen Theater die deutsche Erstaufführung herausbrachte, daran gereizt – einer über das Theater. Denk’ dir was, dann hast du das: Diese Auskunft des Stücks fasst schließlich zusammen, worauf jeder Vorgang auf einer Bühne und ebenso das Zuschauen baut.« (Frankfurter Rundschau, zitiert nach felix-bloch-erben.de).

24,0 : 17,5 cm. 212, [6] Seiten; X, 61 Tafeln, 2 Blätter.

Monod 7111 (etwas ungenau)

732  Max Liebermann – 54 Steindrucke zu kleinen Schriften von Heinrich von Kleist.

€ 500 ( R7 )

Berlin, Bruno Cassirer 1917. Mit 54 Lithographien, davon zwei ganzseitig, und zwei lithographierten Initialen. Originalpergamentband mit lithographierter Vorderdeckelvignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung. Im privaten Leinenschuber.

Eins von 250 Exemplaren auf Handbütten (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Liebermanns Lithographien illustrieren 21 Anekdoten des Dichters. – »Es ist das erste Mal, daß der große Maler auch als Illustrator vor die Öffentlichkeit tritt. […] Liebermann hat Kleist mit Menzelischer Laune aufgefaßt, hat aber zugleich in meisterhafter Weise seinen eigenen Illustrationsstil gefunden […] Von den Schwierigkeiten, die der Krieg dem Buchgewerbe bereitet, ist in diesem Werke nicht zu spüren« (Verlagswerbung).

33 : 25 cm. 74 (paginiert 76) Seiten. – Deckel minimal verzogen.

Schiefler 226-282. – Schauer II, 86

733  Aristide Maillol – Emile Verhaeren. Belle Chair.

€ 400

Onze Poèmes […] illustrés de trois bois originaux et de douze lithographies par Aristide Maillol. Paris, Édouard Pelletan 1931. Mit zwölf Lithographien, davon eine blattgroß, und drei Holzschnitt-Vignetten. Originalbroschur mit -umschlag. In Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 150 Exemplaren auf holländischem Bütten (Gesamtauflage 225). – Die Gedichte Verhaerens, die Schönheit des weiblichen Körpers huldigend, wurden von Aristide Maillol kongenial illustriert.

30,0 : 23,9 cm. 34, [6] Seiten.

Monod 11016. – Rauch 139

734  Aristide Maillol – Longus. Les Pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 700

Version d’Aymot revue et complétée par P.-L. Courier. Bois originaux d’Aristide Maillol. Paris, Philipp Gonin 1937. Mit 48 Textholzschnitten und sieben Holzschnitt-Initialen. Rostroter Maroquinband und Maroquinchemise mit zwei Rückenschildern, zusammen in Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Bütten mit Maillols Wasserzeichen. – Mit einer in schwarz auf Bütten gedruckten Suite aller 46 Holzschnitte – zwei Vignetten wurden im Buch wiederholt verwendet – und 15 ornamentierten Initialen auf einem Blatt. – »Small in scale, it is perhaps the most harmonious of Maillol’s illustrated books« (Garvey). – Kaum eine Holzschnittfolge Maillols ist anmutiger als die zu der Erzählung von der unschuldigen Liebe der Hirtenkinder Daphnis und Chloe. »Sensual, sometimes erotic but in the best sense of both terms Maillol […] is a perfect illustrator of ancient and modern classics […] the predominant feeling that emanates from the wood engravings is one of tenderness« (W. J. Strachan). – Schönes Exemplar mit Suite, die Einbände von klassischer Eleganz.

22,0 : 14,0 cm. [12], 217, [15] Seiten, 47 Holzschnitte. – Der erste Holzschnitt der Suite mit Abklatsch der Lederlaschen der Chemise.

Carteret IV, 243. – Rauch 141. – Garvey 174. – Vgl. Guérin 76–127

735  Aristide Maillol – Longus. Les Pastorales ou Daphnis et Chloé.

€ 400

Traduction d’Aymot. Revue et complétée par P.-L. Courier. Bois originaux d’Aristide Maillol. Paris, Philipp Gonin 1937. Mit Holzschnitten im Text. Rehbrauner Maroquinband mit Fileten-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 500 Exemplaren der französischen Originalausgabe, zeitgleich druckte Gonin auch eine englische und eine deutsche Ausgabe. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der originale Vorderumschlag wurde eingebunden. – Auf Bütten mit Maillols Wasserzeichen. – »Sensual, sometimes erotic but in the best sense of both terms […]« (W. J. Strachan). – Tadellos erhalten und elegant gebunden.

22,0 : 13,5 cm. [8], 217, [7] Seiten.

Carteret IV, 243. – Rauch 141. – Garvey 174

736  Aristide Maillol – Publius Vergilius Maro. Les Géorgiqves.

€ 1000

Texte latin et version française de l’Abbé Jacques Delille, gravures sur bois d’Aristide Maillol. Tomes prémier et séconde. Paris, Philippe Gonin 1937–1943 (1950). Mit 122 Holzschnitten im Text. Halblederbände mit vergoldetem Rückentitel. Jeweils im Schuber mit vergoldeter Deckelvignette.

Eins von 750 Exemplaren. – Auf Maillol-Gonin-Bütten mit den beiden schönen Wasserzeichen. – Die Holzschnitte in der Mehrzahl groß und in der Formensprache des späten Maillol, eine Reihe kleine, fast zierstückartige, und einige Initialen. Die letzten Holzschnitte entstanden erst kurz vor Maillols Tod. – Eines der schönsten Bücher des französischen Künstlers. Sein künstlerisch reifstes Werk ergänzt seine Holzschnitte zu Vergils »Eclogen«, die bereits 1913–1926 für die Cranach-Presse entstanden. Kesslers Plan, auch die »Georgika« mit Holzschnitten Maillols zu drucken, konnte nicht mehr realisiert werden. – Dazu: Vier Blätter mit insgesamt sechs Holzschnitten auf Bütten, in Rot gedruckt und mit Monogrammstempel.

32,5 : 24,0 cm. [12], 174, [12] Seiten; [12], 154, [10] Seiten. – Teils leicht stockfleckig.

Monod 11339. – Rauch 144. – Garvey 175

737  Aristide Maillol – J[oseph]-S[ébastien] Pons. Concert d’été.

€ 400

Gravures de Aristide Maillol. Paris, Flammarion 1945. Mit 26 Textholzschnitten, einer davon als Titelvignette. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, -halbleinenchemise und -schuber.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »papier pur fil de Lana« mit einer Suite der Holzschnitte auf Japan (Gesamtauflage 305). – Erstausgabe der Lyrik über das Roussillon des katalanischen Dichters Joseph-Sébastien Pons (1886–1962), der Aristide Maillol sehr nahe stand.

29,0 : 23,0 cm. 148, [8] Seiten, 26 Holzschnitte. – Umschlagdecke gebräunt. Schnitt mit einigen kleinen Stockflecken.

Monod 9234

738  Aristide Maillol – Lucien de Samosate [Lukian von Samosata]. Dialogues des Courtisanes.

€ 2000

Paris, Henry Creuzevault und Diane Vierny 1948. Mit 35 Lithographien von Aristide Maillol, sieben davon ganzseitig. Halblederband mit blindgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 50 Exemplaren mit einer Suite der Lithographien in Rötel (Gesamtauflage 275). – Gedruckt auf handgeschöpftem Spezial-Hanfpapier, gefertigt bei Canson und Montgolfier, mit dem MK-Wasserzeichen. – Die wunderbare Illustrationsfolge zu den klassisch-amourösen Dialogen des Lukian wurde vier Jahre nach Maillols Tod von dessen Lebensgefährtin Dina Vierny, die ihm gleichzeitig Modell war, herausgegeben. – Den Druck überwachte Pierre Brivage, die Lithographien wurden unter Aufsicht Fernand Mourlots von Hand in den Text eingedruckt. Die Steine wurden nach Fertigstellung des Drucks zerstört. – Besonders die sieben blattgroßen Akte zählen in ihrer feinlinigen, nuancierten Darstellung zu den schönsten Arbeiten des »Paintre-Sculpteur«. – Die Extrasuite wurde beigebunden, der originale Umschlag liegt bei, zusammen im originalen Schuber.

40,0 : 30,5 cm (Folio). – [6], 93, [5] Seiten, 35 Lithographien.

Monod 7468

739  René Magritte – Comte de Lautréamont (Isidore Ducasse). Les Chants de Maldoror.

€ 300

Illustrations de René Magritte. Brüssel, La Boetie 1948. Mit 76 Strichätzungen nach Zeichnungen, davon zwölf blattgroß auf Tafeln, sechs als Initialen. Illustrierte Originalbroschur.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – In nummerierter Auflage erschienen. – René Magritte (1898–1967) war nach Schließung der Surrealisten-Galerie »Le Centaure« 1930 wieder nach Brüssel gezogen. In den Folgejahren entstanden Freundschaften zu André Breton, Paul Éluard, Joan Miró, Hans Arp und später auch zu Salvador Dalí. – Sehr schönes Exemplar, »das am aufwendigsten illustrierte Buch des Malers« (Lang, S. 63).

25 : 19 cm. 190, [10] Seiten, 12 Tafeln. – Am Rücken unauffällig restaurierte Fehlstellen. – Unbeschnitten, sehr gut erhalten.

Monod 6900. – Lang, Surrealismus 66

740  Édouard Manét – Edgar Allan Poe. Les poèmes.

€ 450

Traduction en prose de Stéphane Mallarmé. Avec portrait et illustrations par Édouard Manet. Paris, Léon Vanier 1889. Mit acht Lithographien nach Manet, davon eine auf dem Umschlag und eine mit dem Porträt des Dichters, sowie einer Holzstichillustration. Originalbroschur mit illustriertem Originalpergaminumschlag.

Erste Ausgabe dieser bedeutenden Übertragungen und zugleich die erste illustrierte Ausgabe. – Bereits 1875 war Poes Gedicht »The Raven« in der Übertragung »Le Corbeau« von Mallarmé mit sechs Lithographien Manets erschienen. Sie wurden für die vorliegende Ausgabe im Buch und auf dem Umschlag in verkleinerter Fassung reproduziert. – Unbeschnittene Originalbroschur.

24 : 16 cm. XII, 167, [1] Seiten, 7 Tafeln. – Umschlag stockfleckig und mit kleinen Randläsuren. – Gelegentlich etwas stockfleckig.

Monod 9178. – Skira 222

741  Gerhard Marcks – Aesop Tierfabeln des Aesop.

€ 150

Köln, Lempertz 1980. Mit 35 Holzschnitten von Gerhard Marcks im Text, davon sieben Initialen, sowie einem Holzschnitttitel. Originalhalbpergamentband mit Holzschnitttitel. Im Schuber.

Eins von 500 Exemplaren (Gesamtauflage 700) der Neuausgabe durch Henrik Hanstein, mit einem beigegebenen signierten Separatabdruck des Holzschnitts »Wolf« (Lammek 484.12). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übertragen von August Hausrath. – Gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten. – Sehr schönes Exemplar.

33,4 : 23,4 cm. 31, [5] Seiten.

Lammek 484.1–33

742  Marcoussis – Paul Eluard. Lingères légères.

€ 250

Paris, Pierre Seghers 1945. Mit einer Porträtradierung von Marcoussis. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 650 Exemplaren auf »Vélin du Marais« (Gesamtauflage 685). – Titelkalligraphie und Zierstücke im Text wurden in Rot gedruckt. – Die Radierung von Louis Marcoussis, ein Porträt des Dichter Eluard, entstand bereits 1936. Marcoussis starb auf der Flucht aus dem besetzten Teil Frankreichs 1941.

22,5 : 16,8 cm. [32] Seiten.

743  Albert Marquet – [Charles] de Brosses. Séjour à Venise.

€ 600

Quatre lettres du Président de Brosses. Avec 31 gravures a l’eau-forte d’Albert Marquet. Paris, Èditions Textes Prétextes 1947. Mit 31 Radierungen, fünf davon koloriert. Dunkelgrüner Maroquinband mit vergoldeten Innenkantenbordüren, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung. In Halblederchemise und Schuber.

Eins 240 Exemplaren auf »Vélin de Lana« (Gesamtauflage 300). – Der nach einem Aquarell farbig illustrierte Originalumschlag wurde eingebunden. – Die kolorierten Radierungen und farbig gedruckte Initialen eröffnen jeweils ein neues Kapitel. – Albert Marquet (1875–1947) studierte an der École des Beaux-Arts, wo er 1890 Henri Matisse kennenlernte, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Er gilt als einer der Mitbegründer des Fauvismus. Angeregt durch seine vielfältigen Reiseeindrücke entwickelt Marquet seinen ausgeprägten persönlichen Stil, seine Malweise setzt die Tradition des Impressionismus fort, Hafenbilder spielen eine große Rolle in seinem Œuvre.

28,3 : 23,4 cm. 76, [16] Seiten. – Exlibris.

Monod 1995 (abweichend)

744  Alberto Martini – Dante Alighieri. La Divina Commedia.

€ 500

Novamente illustrata da artisti italiani. A cura di Vittorio Alinari e riveduta nel teso da Giuseppe Vandelli. Seconda edizione rinnovata. Florenz, Giorgio & Piero Alinari 1922. Mit drei Lithographien von Alberto Martini und einer von Emilio Notte, alle signiert und nummeriert, sowie zahlreichen montierten Lichtdrucken nach Gemälden und Zeichnungen verschiedener Künstler. Originalhalbleder-Holzdeckelband mit Goldpapierauflage und Bemalung.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den signierten Lithographien. – Das Werk war erstmals 1902 erschienen und veranschaulichte die Dante-Rezeption in der bildenden Kunst Italiens im ausgehenden 19. Jahrhundert. – Die Vorzugsexemplare der Neuausgabe kombinieren diesen Bilderreigen mit vier Originalen der italienischen Moderne: Ein recht klassisches Dante-Porträt von Emilio Notte (1891–1982) als Frontispiz und drei Lithographien des Prä-Surrealisten Alberto Martini (1876–1954). – Die Originalgraphiken wurden auf weiße Büttenblätter montiert und dort signiert und nummeriert, die Lichtdrucke auf braune Kartonblätter.

31,8 : 26,0 cm. [4], 263, [1] Seiten. – Gelenke beschabt. – Innengelenke gebrochen. Ränder schmal gebräunt, teils Abklatsch der braunen Tafeln.

745  Frans Masereel. Die Sonne.

€ 500

63 Holzschnitte. München, Kurt Wolff 1920. Mit 63 blattgroßen Holzschnitten. Grüner Originalmaroquinband. Rückentitel, Steh- und Innenkantenfileten sowie Buchschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 vom Künstler signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Kaiserlich Japan (Gesamtauflage 800). – Masereels Holzschnitte entfalten auf dem samtig glänzenden Japanpapier einen besonderen Reiz. – Sehr schönes Exemplar.

17,4 : 12,5 cm. [68] Blätter.

Ritter B a 7.I. – Göbel 536

746  Frans Masereel. Acht Original-Holzschnitte zu Hemingway Der Alte Mann und das Meer.

€ 300

Hamburg, Johannes Asmus [1962]. Acht signierte Holzschnitte. Mit Titelblatt lose in Originalumschlag und -schuber.

Sonderausgabe der acht Holzschnitte zu Hemingways Erzählung. – Eins von 100 Exemplaren auf Japan-Bütten, sämtliche Blätter vom Künstler signiert. – Jeweils in Passepartout montiert. – Tadellos.

23,3 : 16,5 cm. [4] Seiten, 8 Holzschnitte.

Ritter B a 56

747  Wassili Masjutin – Alexander Blok. Die Zwölf. – Dwenadzat.

€ 200

Berlin, Newa 1921 und [1923]. Mit je fünf ganzseitigen Illustrationen, davon eine auf den Vorderdeckeln. Zwei Originalhalbleinenbände.

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Die deutsche Nachdichtung stammt von W. E. Groeger, die russische Fassung mit den Illustrationen Masjutins erschien erst zwei Jahre später. – Mit Vorworten des Übersetzers bzw. des Illustrators. – »Das Spätwerk Bloks, mit dem der Dichter Weltruhm erlangte, beschreibt den Todeskampf der durch die Revolution zertrümmerten bürgerlichen Gesellschaft.« (KNLL II, 790).

25,5 : 19,5 cm. 34, [2] bzw. [6], 22, [4] Seiten, je 4 Tafeln. – Einbände etwas fleckig und berieben. – Deutsche Ausgabe: Bindung gelockert.

Oestmann 11 und 11a

748  Sandor Bortnjik – Alexander Blok. A Tizenkettő.

€ 300

(ungarisch: Die Zwölf). A fametszetek Bényi Sándor minkája. Berlin, Vereinigung Internationaler Verlagsanstalten 1923. Mit zehn ganzseitigen Holzschnitten. Farbig illustrierte Originalbroschur.

Sehr seltene Ausgabe, die erste Übersetzung ins Ungarische und illustriert von einem der wichtigsten ungarischen Avantgarde-Künstler, Sandor Bortnjik. Die Propaganda-Holzschnitte erschienen zeitgleich mit einer Ausstellung in der Berliner Galerie Nierendorf in der Wiener Zeitschrift »Einheit«. Um Verfolgungen in seiner Heimat nach Niederschlagung der ungarischen Revolution zu vermeiden, publizierte Bortnjik unter dem Decknamen »Bényi«. – Das ausführliche Vorwort zu Leben und Werk des 1921 verstorbenen Dichter schrieb Leo Trotzki. Die Übersetzungen aus dem Russischen stammen von Sarolta Lányi (Dichtung) und Lajos Magyar (Vorwort).

18,5 : 13,4 cm. 61, [3] Seiten. – Broschurdeckel lose, Rücken fehlt fast vollständig. – Alle Blätter lose, papierbedingt stark gebräunt und mit brüchigen Rändern, diese teils mit kleinen Verlusten. Handschriftliche Notiz auf der Titelblattrückseite.

Vgl. Lexikonok (ungarische Online-Biographie)

749  Roger Passeron. André Masson.

€ 600

Graphik. Stuttgart, Belser 1973. Mit drei Farblithographien und zahlreichen Tafeln und Abbildungen. Originalleinenband im -schuber und Originalleinenmappe.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit fünf großformatigen signierten und nummerierten Graphiken als Beigabe in Leinenchemise: einer Suite der drei Lithographien, einer zusätzlichen vierten und einer Radierung (Gesamtauflage der deutschen Ausgabe: 700). – Im Druckvermerk vom Künstler monogrammiert. – Die Lithographien wurden bei F. Mourlot, Paris, die Radierung bei Crommelynck gedruckt. – Tadellos erhaltenes Vorzugsexemplar des maßgeblichen Verzeichnisses des graphischen Œuvres.

36,0 : 29,5 cm. 179, [1] Seiten. 4 Lithographien, 1 Radierung. – Schuber mit schwachem Lichtrand.

750  Henri Matisse – Dernières œuvres de Matisse.

€ 1200

1950–1954. Paris, Revue Verve 1958. Mit 39 farbigen Lithographien nach Matisse, blatt- und doppelblattgroß, teils gefaltet, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierter Originalpappband.

Verve IX, Nos. 35/36. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der Einband wurde von Henri Matisse eigens für diese Ausgabe der Zeitschrift gestaltet.

36,5 : 27,0 cm. 182, [4] Seiten. – Gelenke an den Kapitalen minimal berieben, sonst makellos.

751  Henri Matisse – Dernières œuvres de Matisse.

€ 900

1950–1954. Paris, Revue Verve 1958. Mit 39 farbigen Lithographien nach Matisse, blatt- und doppelblattgroß, teils gefaltet, und zahlreichen Abbildungen. Illustrierter Originalpappband.

Verve IX, Nos. 35/36. – Druck der Lithographien bei Mourlot. – Der Einband wurde von Henri Matisse eigens für diese Ausgabe der Zeitschrift gestaltet. – Dazu: Henri Matisse. Vence 1944–48. Paris 1948. Mit zahlreichen, teils farbigen Tafeln nach Matisse. Originalpappband mit farbig illustriertem Schutzumschlag. Verve VI, Nos. 21/22. Auch diesen Umschlag und das Frontispiz, beide farbig lithographiert, entwarf Matisse für diese Ausgabe. – Beigabe: Zwei weitere Verve-Ausgaben: Volume V, Nos. 17/18 (Couleur de Bonnard) und Vol. VII, Nos. 25/26 (Picasso a Vallauris 1949–1951).

36,5 : 27,0 cm. 182, [4] Seiten. – Kapitale minimal bestoßen, kleine Schabstelle auf dem Rücken.

752  Sebastian Matta. Come detta dentro vo significando.

€ 8000

Lausanne, Editions Meyer 1962. Mit 25 Radierungen von Sebastian Matta, davon 21 farbig und 16 signiert. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Leinenchemise und Schuber.

Eins von 80 Exemplaren auf Velin »BFK Rives« (Gesamtauflage 125). – 16 Farbradierungen, davon sechs als Doppelseiten konzipiert, füllen jeweils die gesamte Blattbreite. Neun Vignetten, davon vier einfarbige, wurden in den Text eingedruckt. – Gedruckt bei Fequet et Baudier (Text) und Georges Visat (Radierungen). – Roberto-Sebastian Matta (1911–2002) war in den 1930er Jahren durch die Bekanntschaft mit Garcia Lorca und Dalis Vermittlung zu den Pariser Surrealisten gestoßen und sogleich erfolgreich an deren großen Ausstellungen beteiligt. 1947 wurde Matta zeitweise aus der Gruppe ausgeschlossen, 1959 aber wieder aufgenommen. Seit Anfang der 1960er Jahre lebte und arbeitete der Künstler in Italien. – Eins der schönsten Bücher Mattas.

47,5 : 39,5 cm. 62, [2] Seiten.

Monod 7852

753  Joan Miró – Jacques Dupin. L’issue dérobée.

€ 6000

Paris, Maeght 1974. Mit elf Kaltnadelradierungen, davon neun mit farbiger Aquatinta, Prägedruck und rückseitig mit einfarbiger Radierung, eine mit farbiger Aquatinta als Frontispiz und eine einfarbige auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und -leinenkassette.

Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 220). – Auf Vélin d’Arches. – Im Kolophon von Künstler und Verfasser signiert. – Eines der schönsten Malerbücher Mirós, der hier die vielfältigen Varianten der Radierung meisterhaft kombinierte. Die Graphiken wurden von Adrien Maeght gedruckt. Die dreizehn Gedichte Dupins, der als Schriftsteller und Kunstwissenschaftler gleichermaßen bekannt wurde, wurden bei Fequet-Baudier gesetzt und gedruckt. Auch deren Nummerierung wurde von Miro gezeichnet und von Radierplatten mit Blau in den Text eingedruckt. – Makelloses Exemplar.

33,0 : 50,5 cm. [68] Seiten.

Dupin 687–706. – Cramer 187. – Monod 4112

754  Joan Miró – 15 Hefte »Derrière le miroir«.

€ 750

Paris 1948–1978. Mit zusammen 81 Farblithographien, teils doppel- und dreiblattgroß, teils in Kombination mit Text. Lose Doppelblätter in Originalumschlägen, zusammen in privater Leinenchemise und Schuber.

Vollständige und tadellos erhaltene Folge aller ausschließlich Joan Miró gewidmeten Hefte der legendären Kunstzeitschrift. Weitere elf im DLM-Verzeichnis unter Miró verzeichnete Ausgaben waren Themenhefte mit Arbeiten verschiedener Künstler. – Vorhanden sind folgende Hefte (Anzahl der enthaltenen Lithographien, drei mit * markierte enthielten keine Originallithographien): 14/15 (8), 29/30 (2), 57–59 (12), 87–89 (7), 123 (*), 125/126 (*), 128 (7), 139/140 (8), 151/152 (22), 164/165 (5), 169 (*), 186 (2), 193/194 (3), 203 (3) und 231 (2). – Mit Texten von Tristan Tzara, Aimé Maeght, Michel Leiris, Jacques Prévert, André Pieyre de Mandiargues, Patrick Waldberg, Pierre Alechinsky, Jacques Dupin, Alexandre Circi, Joan Brossa u. a.

Cramer 16, 23, 26, 34, 68, 83, 102, 112, 134, 145, 167 und 239

755  Jacques Prévert und G. Ribemont-Dessaignes. Joan Miró.

€ 300

Paris, Maeght 1956. Mit zehn Lithographien von Joan Miró, davon neun farbigen, zwei auf dem Umschlag. Originalbroschur mit Umschlag.

Gesuchte Monographie mit den schönen Lithographien und den Dichtungen von Prévert und Ribemont-Dessaignes. – Vier der sieben Lithographien im Textteil des Buches sind doppelblattgroß, bei einer handelt es sich um eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Verfasser und Mirós. – Sehr schönes farbfrisches Exemplar in privatem Schuber.

23,4 : 20,2 cm. 219 Seiten. Mit 10 Lithographien und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen.

Cramer 39

756  Fernand Mourlot [und andere]. Joan Miró. Der Lithograph.

€ 1000

[Bände] I [bis] V. Genf, Weber 1972–1992. Mit 36 Farblithographien, teils doppelblattgroß, davon vier auf den Umschlägen, und zahllosen Farbabbildungen. Originalleinenbände mit Schutzumschlag.

Das maßgebliche Verzeichnis des lithographischen Œuvres. – Tadellos erhaltene vollständige Folge, alle in deutscher Ausgabe. – Einleitungen von Michel Leiris, Raymond Queneau, Joan Teixidor, Nicolas und Elena Calas und Patrick Cramer, letzterer erarbeitete auch die späten Kataloge. – Es erschienen französische, englische, spanische und deutsche Ausgaben. – Ohne den abschließenden Band VI, der – wie auch Band V – keine Originallithographien enthielt.

32,8 : 25,5 cm.

Cramer, Mourlot 160, 198, 230 und 249

757  Joan Miró – Michel Leiris et Fernand Mourlot. Joan Miró. Lithographe.

€ 500

Tome I. 1930–1952. Paris, A. C. Mazo pour Maeght Editeur 1972. Mit elf blattgroßen Farblithographien und einer doppelblattgroßen als Umschlag. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Der erste Band des Werkverzeichnisses. – Französische Ausgabe, tadellos erhalten, mit Folienumschlag und Schuber. – Dazu: Alain Jouffroy et Joan Teixidor. Miró Sculptures. – José Pierre et José Corredor-Matheos. Céramiques de Miró et Artigas. – Paris, Maeght 1973 und 1974. Beide mit zahlreichen Abbildungen, »Céramiques« mit zwei Farblithographien. Originalleinenbände mit Schutzumschlag. – Wichtige Werkverzeichnisse zum plastischen und keramischen Werk.

32,5 : 25,5 cm. 231, [9] Seiten.

Cramer 160 und 183. – Mourlot 854 und 857–867 sowie 926/927

758  Joan Miró. Samlade litografier.

€ 3000

Företal av Raymond Queneau. Malmö, Galerie Börjeson 1975. Mit elf blattgroßen Farblithographien und einer doppelblattgroßen als Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -leinenchemise und -leinenkassette.

Eins von 150 Vorzugsexemplaren auf starkem Velin Rives mit zwei zusätzlichen signierten Farblithographien. – Von der schwedischen Ausgabe erschienen laut Druckvermerk 300 Exemplare, offenbar wurden auch einige der 150 Vorzugsexemplare mit schwedischem Text gedruckt (was Cramer und Mourlot unbekannt blieb). – Tadellos erhalten.

33,5 : 25,5 cm. 240, [8] Seiten.

Cramer 198. – Mourlot 1036–1049

759  Ludwig Meidner – Ernst Weiss. Die Feuerprobe.

€ 600

Radierungen von Ludwig Meidner. Berlin, Die Schmiede 1923. Mit fünf Radierungen. Originalhalbpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette, Kopfgoldschnitt, Schutzumschlag und Schuber.

Erster Druck der Offizina Fabri. – Erste Ausgabe. – Eins von 75 Exemplaren der römisch nummerierten Ausgabe B (Gesamtauflage 675). – »Dies ist Wirklichkeit, kein Traum. Heute morgens, zwischen fünf und sechs Uhr, wurde auf einem Platz in Berlin ein Mann aufgefunden. Dieser Mann war er, der diesen Bericht schreibt. Er darf sich nicht ›Ich‹ nennen, da er seinen Namen nicht weiß, auch sonst keine Erinnerung an das Vergangene hat« (Anfang des Romans). – »Anfang der zwanziger Jahre […] entstanden viele Portraits der befreundeten Literaten und Künstler und Selbstbildnisse […] Auch der Hauptfigur in dem Roman ›Die Feuerprobe‹ leiht Meidner seine Züge« (Ralph Jentsch). – Sehr schönes Exemplar, durch Schutzumschlag und Schuber auch der lichtempfindliche Einband sehr gut erhalten.

35,5 : 25,0 cm. 114, [2] Seiten. 5 Radierungen. – Vorsätze und Schnitt leicht stockfleckig.

Raabe/Hannich-Bode 328.12. – Lang, Expressionismus 235. – Jentsch 134

760  Alexander Olbricht – H[ans] Ch[ristian] Andersen. Der Garten des Paradieses.

€ 600 ( R7 )

Mit Holzschnitten von Alexander Olbricht. Berlin, Otto von Holten 1920. Mit vier kolorierten Holzschnitten, davon zwei blattgroß, einer als Titelvignette und einer als Bordüre. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 20 Vorzugsexemplaren auf Zanders-Bütten und mit den von Olbricht kolorierten Holzschnitten (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Das Buch wurde auf Veranlassung von Marcus Behmer auf der Handpresse bei Otto von Holten gedruckt. – Die beiden Künstler hatten 1905 erstmals gemeinsam ausgestellt, 1910 wurden Behmers Arbeiten im Weimarer Atelier von Alexander Olbricht gezeigt. – Tadelloses Exemplar der besonders schönen und breitrandigen Vorzugsausgabe.

20,8 : 25,5 cm. 32, [8] Seiten.

Müller-Krumbach H 87ff. – Weimar 1976, 529

761  Alexander Olbricht – H[ans] Ch[ristian] Andersen. Der Garten des Paradieses.

€ 200

Mit Holzschnitten von Alexander Olbricht. Berlin, Otto von Holten 1920. Mit Holzschnitt-Titelvignette, zwei blattgroßen Holzschnitten und Holzschnitt-Bordüre. Originalhalbleinenband mit vergoldeten Holzschnitt-Deckelvignetten.

Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 270). – Das Buch wurde auf Veranlassung von Marcus Behmer auf der Handpresse bei Otto von Holten gedruckt.

29,8 : 24,0 cm. 32, [8] Seiten.

Müller-Krumbach H 87ff. – Weimar 1976, 529

762  Alexander Olbricht. Stille Musik.

€ 2000

26 Original-Holzschnitte mit Versen deutscher Dichter. Weimar, Reiher 1922. Mit 13 ganzseitigen und 13 Holzschnitten im Text, davon fünf koloriert. Dunkelblauer Originalsaffianlederband; Deckelbordüren und Zierstücke, Rückentitel, Innenkantenfileten und Kopfschnitt vergoldet (signiert: O. Dorfner, Weimar).

Eins von 150 Exemplaren. – Auf Bütten. – Einen Teil der Holzschnitte, die auf der Reiher-Presse gedruckt wurden, kolorierte der Künstler. – Die Einbände fertigte Otto Dorfner, wobei das einzige Vergleichsexemplar, das wir 1994 auf einer Berliner Auktion nachweisen konnten, in Seide gebunden war. – Die feinlinige florale Deckelvignette schwebt förmlich über dem edlen Blauton des geglätteten Leders. – Tadellos erhalten, mit Schutzpapierumschlag und Schuber, dort von Otto Dorfner beschriftet.

22 : 18 cm. [48] Seiten.

Müller-Krumbach H 85ff. – Wiemar 1976, 470ff

763  Alexander Olbricht. Dreissig Radierungen.

€ 2500

Weimar, Reiher 1923. 30 Radierungen und eine Titelvignette, alle koloriert und signiert, sowie ein gestochener Druckvermerk. Roter Originalsaffianlederband mit vergoldeten Titeln, Fileten und Stehkantenbordüren; Kopfschnitt vergoldet (Otto Dorfner, Weimar). Mit Schutzumschlag und Schuber.

Unnummeriertes Belegexemplar neben der Auflage von 50 Exemplaren. – Sehr seltene Folge der meist kleinformatigen Radierungen. – Gedruckt auf Bütten und zart koloriert vom Künstler. – Alexander Olbricht (1876–1942) kam 1899 nach Weimar und studierte an der Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule. 1902 begegnete er Marcus Behmer, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verband. In den 1920er Jahren war er Professor an der Weimarer Hochschule für bildende Künste. Den Reiher-Verlag gründete Otto Dorfner 1922 und leitete ihn zusammen mit seiner Frau Margarethe, künstlerische Mitarbeiter waren Alexander Olbricht und Walter Klemm. – Tadellos schönes Exemplar.

12,8 : 16,5 cm. 32 Radierungen.

Müller-Krumbach R 148–179. – Weimar 1976, 424–455

764  Max Papart – Michel Bohbot. Naissance des signes.

€ 250

Trois eaux-fortes originales de Max Papart. Paris 1978. Mit drei signierten Farbradierungen mit Prägedruck. Lose Doppelblätter in Originalumschlag und schwarzer Originalleinenchemise und -schuber.

Eins von 50 Exemplaren auf Velin d’Arches (Gesamtauflage 72). – Erschienen als Band VII von »A Parole Donnée«. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Max Papart (1911–1994) schuf ein umfangreiches Werk, neben Graphiken vor allem Gemälde und Collagen. Auch seine Radierungen gewinnen durch die zusätzlich verwendeten Techniken wie farbige Aquatinta und Prägedruck bildhaften Charakter. – Tadellos schönes Exemplar.

16,3 : 16,7 cm. [20] Seiten, 3 Radierungen.

765  Pablo Picasso – Robert Desnos. Contrée.

€ 1500

Eau-forte de Picasso. Paris, Robert-J. Godet 1944. Mit einer lose beiliegenden Radierung und 23 Textvignetten nach Radierungen. Originalbroschur in Chemise mit Rückenschild und Schuber.

Eins von 200 Exemplaren auf »Vélin pur-fil Lafuma« (Gesamtauflage 210). – Robert Desnos (1900–1945), Schriftsteller und Journalist, wurde in den 1920er Jahren ein einflussreicher Teil der aufkeimenden surrealistischen Bewegung, angeführt von Breton, Éluard und Soupault. Seine hier vorliegenden Gedichte scheinen, ihren Titeln nach, von der Natur zu handeln, sind im eigentlichen jedoch leidenschaftliche Aufrufe zum Widerstand gegen die deutschen Besetzer. Als Freiheitskämpfer der Résistance wurde Desnos noch vor Erscheinen des Buches 1944 denunziert und von den Nazis verhaftet und deportiert. Er durchlief mehrere Konzentrationslager – 1945, wenige Wochen nach der Befreiung des KZ Theresienstadt, erlag er einer Typhuserkrankung. – »The text is illustrated with 23 reproductions of different parts of the etching so that the reader, in turning the pages, discovers various aspects of the frontispiece« (Goeppert/Cramer, Seite 110).

28,4 : 19,3 cm. 57, [5] Seiten.

Goeppert/Cramer 39. – Bloch 362. – Monod 3702. – Rauch 65

766  Pablo Picasso – Jaime Sabartés. »A los toros« mit Picasso.

€ 1000

Monte-Carlo, André Sauret 1961. Mit vier Lithographien, davon eine farbig, und 103 ganzseitigen, teils farbigen Illustrationen. Grauer Originalleinenband mit Deckelillustration im roten Originalpappschuber.

Exemplar der deutschen Ausgabe, übertragen von U. M. Hemmerich nach der französischen Ausgabe. – Die auf mehr als hundert Tafeln reproduzierten Tuschzeichnungen beschäftigen sich mit zwei zentralen Themen Picassos: Stierkampf und Frauen. – Auf Wunsch des Verlegers schuf Picasso für dieses Werk vier Lithographien und kolorierte dann »Le Picador« mit allen 24 Farben eines Wachsstiftkastens.

25,5 : 32,5 cm. 153, [3] Seiten.

Bloch 1014–1017. – Goeppert/Cramer 113

767  [Pablo] Picasso. Le goût du bonheur.

€ 1800 ( R7 )

Trois carnets d’atelier. Texte de Jean Marcenac. Paris, Éditions Cercle d’Art 1970. Mit 71 Tafeln nach Zeichnungen, davon 26 farbig. Lose Doppelbogen in Originalleinenchemise und -kassette.

Eins von 666 Exemplaren der französischen Ausgabe (Gesamtauflage 1998), jeweils weitere 666 Exemplare erschienen als amerikanische und deutsche Fassung. – Mit einem Vorwort von Jean Marcenac. – Die äußerst feinen Reproduktionen der drei Skizzenblocks aus dem Jahr 1964 besorgte Günther Dietz, Lengmoos, in einem neu entwickelten Druckverfahren. Nachdem Picasso ein in dieser Art gedrucktes Marino Marini-Buch gesehen hatte, lies er sich für eine derartige Reproduktion seiner Bleistift-, Kohle-, Tusche- und Ölkreide-Skizzen begeistern. Picasso überwachte den Druck in Dietz’ Studio persönlich.

33,0 : 25,8 cm. 31, [1] Seiten, 71 Tafeln.

Goeppert/Cramer 148. – Kibbey 169

768  Pablo Picasso. Linolschnitte.

€ 1000

Einleitung Wilhelm Boeck. Stuttgart, Gerd Hatje 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Erste Ausgabe. – Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen. – Kibbey: »The volume consists chiefly of exceptional pull-page reproductions«. – Schönes Exemplar.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln, [2] Seiten. – Bezugspapier des Schubers etwas fleckig und mit kleinen Kratzern.

Kibbey 237

769  Pablo Picasso. Linolschnitte.

€ 750

Einleitung Wilhelm Boeck. Teufen, Arthur Niggli 1962. Mit 45 Farbtafeln. Originalleinenband im illustrierten Originalschuber.

Nach den Originalen aus dem Besitz der Galerie Louise Leiris, Paris. – Durch die zahlreichen Druckgänge mit sattem Farbauftrag erreichen die Tafeln fast die Anmutung von Originalen.

32 : 39 cm. XIII, [1] Seiten, 45 Farbtafeln. – Klebebindung an einigen Stellen leicht gelockert.

Vgl. Kibbey 237, der diese Schweizer Teilauflage nicht nennt

770  Georges Bloch. Picasso. Catalogue de l’œuvre gravé et lithographié.

€ 300

Tome I–IV. Bern, Kornfeld 1972–1984. Originalleinenbände mit illustriertem Schutzumschlag.

Maßgebliches Verzeichnis des graphischen und keramischen Werkes 1904–1971, in verschiedenen Auflagen. – Mit einem Vorwort von René Wehrli und Einführungen von Georges Bloch. – Die Texte und Inhaltsverzeichnisse in französisch-englisch-deutschem Paralleltext.

29,6 : 24,5 cm.

771  Max Peiffer Watenphul – Goethes Buch Suleika

€ 600

gefolgt vom Schenkenbuch. Dem Westöstlichen Divan entnommen und mit vierzehn auf den Stein gezeichneten Farblithographien versehen von Max Peiffer Watenphul. Frankfurt a. M., Ars librorum Gotthard de Beauclair 1966. Mit 14 Farblithographien, davon fünf blattgroße und eine auf den Vorderdeckel montiert. Lose Doppelblätter in orangefarbener Originalleinenchemise und – halblederkassette.

14. Ars librorum Druck. – Eins von 370 Exemplaren. – Auf Velin d’Arches. – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Innerhalb der Auflage existieren verschiedene Einbandvarianten: Maroquin-, Halbpergament- und Leinenbände, hier ein Exemplar in der selteneren Fassung mit losen Bogen in der Leinenchemise. – Mit seinem Verlag »Ars librorum« konnte Gotthard de Beauclair seine Vorstellungen von buchgestalterischer Qualität und dem Buch als Gesamtkunstwerk realisieren. – Tadellos erhalten.

41,0 : 28,5 cm. 37, [3] Seiten.

Watenphul/Pasqualucci D 76–89. – Spindler 41.34 – Tiessen III, 104

772  Jose Guadalupe Posada – La cabra el sastre y sus tres hujos. – Juan Pelotero.

€ 400

– Cuento[s]. Mexico, A. Vanegas Arroyo um 1900. Beide mit drei kolorierten Holzschnitten im Text. Originalbroschuren mit Holzschnitt-Titel auf dem Vorderumschlag.

Seltene Originalausgaben. – Jose Guadalupe Posada lieferte die Illustrationen zu mehreren »Märchen«-Heften des Verlegers Vanegas Arroyo, der damit landesweit für Bekanntwerden des Künstlers sorgte. – Sehr selten. – Beigabe: Posada. Messenger of Mortality. Edited by Julian Rothenstein. London 1989.

14,0 : 9,5 cm. Je [12] Seiten. – II mit kleinem Eckeinriss.

Vgl. Rothenstein 1989, Abb. 227–230

773  Jose Guadalupe Posada. 25 Prints.

€  500

Mexico, La Estampa Mexicana 1942. 25 Holzschnitte. Lose in Originalumschlag und farbiger Originalleinenmappe.

Exemplar 77 einer nicht genannten, aber sicher kleinen Auflage. – Die Holzschnitte (meist ca. 13 : 9 cm, Papier ca. 19 : 14 cm) schuf Posada für verschiedene Zeitschriften und kleinformatige Broschüren. – Auf dünnem Bütten. – Der Umschlag mit montiertem Holzschnitt-Titel, Innenseiten mit Einleitung in Spanisch und Englisch, ebenso die Bildtitel. – Gedruckt von Taller de Grafica Popular. – Sehr gut erhalten, sehr selten.

774  Jose Guadalupe Posada. 50 grabados.

€ 500

Mexico, Instituto Nacional de Bellas Artes y Literatura 1954. 50 Holzschnitte. Mit Textblatt und Beiheft lose in Originalleinenmappe mit Deckelschild.

Exemplar 202/250. – Diese zweite Ausgabe der »50 grabados« druckte Carlos Alvarado Lang. – Das Textheft, gedruckt auf gelbes Japanpapier, enthält die Einleitung »Posada. Sus tiempos, el hombre, su arte« von Fernando Gamboa sowie die Titelliste der Graphiken. – Jose Guadalupe Posada (1854–1913), Kupferstecher, später Karikaturist, gelangte trotz seiner damals in Mexiko durchaus verbreiteten Arbeiten erst posthum zu einiger Anerkennung. Einige Künstler der 1920er Jahre verhalfen ihm zu Ehren, es folgen verschiedene Publikationen in seinem Heimatland.

31,5 : 25,5 cm. 51 Blätter, [12] Seiten.

775  Carl Rabus – C[hristoph] M[artin] Wieland. Oberon.

€ 450

Ein romantisches Heldengedicht – in 12 Gesängen. München, Hesperos [1920]. Mit 18 signierten Radierungen von Carl Rabus, davon eine als Titelblatt. Originalpergamentband mit vergoldeter Deckelvignette, goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 70 Exemplaren in Kalbspergament (Gesamtauflage 350). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Carl Rabus (1898–1983) stellte bereits 1919 in den führenden Galerien aus: Goltz, Thannhauser, Sturm. Er arbeitete für verschiedene Zeitschriften, neben dem »Orchideengarten« auch für »Jugend«, »Querschnitt« und »Eulenspiegel«, lebte und arbeitete in den 1920er Jahren in München, Berlin, Frankreich, Spanien und Italien. 1933 emigrierte er und kehrte erst 1974 nach Deutschland zurück. – Schönes Exemplar.

29,5 : 23,0 cm. 241, [3] Seiten, 18 Radierungen. – Deckel etwas aufgebogen.

Sennewald 20, 3. – Rodenberg 402, 7. – Lang, Expressionismus 280

776  Imre Reiner – Voltaire. La Princesse de Babilone.

€ 300

Bois gravés de Imre Reiner. Bern, Les Belles Feuilles 1942. Mit 24 Holzstichen, gedruckt in Schwarz bzw. Braun, darunter Frontispiz, Vorderdeckelillustration, zwei Vignetten, acht Textholzstiche sowie elf Initialen. Lose Doppelbogen in Originalumschlag und Halbpergamentchemise, Umschlag mit Titelschild. Zusammen im Schuber mit Titelschild.

Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf »Japon Imperial« mit einer Extrasuite aller Holzschnitte (Gesamtauflage 232). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Relativ frühe und zugleich umfangreiche Arbeit innerhalb Imre Reiners langjährigen Schaffens. – Voltaires Märchen, erstmals 1768 in Genf erschienen, wird von ihm »in überaus abwechslungsreicher, doch zurückhaltender Weise mit Holzstichen illustriert, die das Werk rhythmisch auflockern.« (Kritter). – Schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

33,2 : 25,8 cm. [2], 115, [5] Seiten; 12 Holzschnitte. – Schuber am Unterrand angeplatzt.

Reiner-Bibliographie III, 8. – Tiessen II, 8. – Kritter 110. – Schauer II, 132

777  Imre Reiner – Hugo von Hofmannsthal. Andreas oder Die Vereinigten.

€ 250

Fragmente eines Romans mit Holzstichen von Imre Reiner. Zürich, Tellurium 1944. Mit zehn Holzstichen, davon acht blattgroß. Pergamentband mit schwarz geprägtem Rückentitel (signiert: Baer).

Eins von 200 Exemplaren für Subskribenten (Gesamtauflage 230). – Dieser einzige Roman Hugo von Hofmannsthals entstand zwischen 1907 und 1927 und blieb Fragment. Ein Vorabdruck des Texts erschien 1930 in der Zweimonatsschrift »Corona«.

21,2 : 13,0 cm. 168, [8] Seiten. – Exlibris. – Kleiner Sammlerstempel auf einem Vorblatt und hinterem Vorsatz. Durchgehend leicht, teils stärker stockfleckig.

Reiner-Bibliographie III, 11. – Houghton Library Catalogue 35

778  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 900

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy 1959. Mit 25 blattgroßen signierten Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, Balsaholzchemise.

Eins von 10 Vorzugsexemplaren mit zwei Extrasuiten der Radierungen, in Schwarz auf Japon nacré und in Rot auf Hosho Papier (Gesamtauflage 150). – Gedruckt auf Auvergne-Bütten. – Jede Radierung mit einem Textblatt mit dem Titel und dem Gedicht. – Die Gedichte erschienen, herausgegeben aus dem Nachlass, erstmals 1927. Mises’ Rilke-Bibliographie verzeichnet die vorliegende als »eine weitere Einzelausgabe, die – durch ihre Vollkommenheit und Schönheit ausgezeichnet – hier erwähnt sei«.

32,7 : 26,0 cm. [108] Seiten, 50 Radierungen, 6 Zeichnungen.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19. – Mises 112 Anmerkung

779  Imre Reiner – Rainer Maria Rilke. Les Roses.

€ 300

Vingt-cinq eaux-fortes de Imre Reiner. Paris, Alexandre Loewy [1959]. Mit 25 ganzseitigen Radierungen, eine davon auf dem Umschlag. Lose Doppelbogen in Originalumschlag, Balsaholzchemise und -schuber.

Eins von 105 Exemplaren (Gesamtauflage 130). – Druck auf handgeschöpftem Bütten »Auvergne à la main« von Richard-de-Bas.

34 : 27 cm. [108] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 19. – Tiessen II, 19

780  Imre Reiner – Peter Schlemihls wundersame Geschichte.

€ 450

Mitgeteilt von Adalbert von Chamisso. Mit neun Holzstichen von Imre Reiner. Frankfurt am Main und Bern, Ars librorum 1964. Mit neun Holzstichen im Text, davon einer blattgroß. Hellbrauner Kalblederband mit Rückenschild und -chemise, zusammen im Originalleinenschuber.

Neunter Ars librorum Druck. – Eins von 35 römisch nummerierten Vorzugsexemplaren mit einer Suite der Holzstiche auf Japan, alle signiert (Gesamtauflage 250). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf Japan. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Chamissos wundersame Geschichte inspirierte im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte wiederholt Künstler zu Illustrationen. – Druckfrisch.

20,9 : 12,8 cm. 85, [3] Seiten.

Spindler 40.29. – Tiessen II, 26

781  Imre Reiner – Johann Wolfgang [von] Goethe. Chinesisch-Deutsche Jahres- und Tageszeiten.

€ 300

Mit Radierungen von Imre Reiner. Ascona, Centro del bel libro 1969. Mit 14 blattgroßen Radierungen und einer Holzschnittvignette. Lose Doppelblätter in Leinenkassette mit Lederrückenschild mit goldgeprägtem Titel.

Eins von 75 Exemplaren (Gesamtauflage 140). – Die großen Radierungen wurden wurden im Atelier Lafranca jeweils auf ein Doppelblatt gedruckt, gegenüberstehend der entsprechende Text. Die Typographie stammt vom Künstler selbst. – Auf handgeschöpftem ungebleichtem Velin von Richard-de-Bas.

42,7 : 31,0 cm. 19 Doppelblätter.

Reiner-Bibliographie III, 40. – Tiessen III, 37

782  Imre Reiner – Heinrich von Kleist. Sul teatro di marionette.

€ 400

Acquaforti di Imre Reiner. Rovio, Edizioni Rovio 1980. Mit sieben signierten ganzseitigen Aquatintaradierungen. Lose Doppelbögen in Originalumschlag und Schuber.

Eins von 20 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 119). – Nicht nur der Druckvermerk, sondern auch alle sieben Radierungen signiert. – Gesetzt aus der Garamond. – Gedruckt auf Velin d’Arches. – Die Ausgabe erschien im Auftrag des Centro del bel libro, Ascona.

33,8 : 26,0 cm. 47, [9] Seiten.

Reiner-Bibliographie III, 50. – Tiessen V, 42

783  Auguste Rodin – Ovide. Elegies amoureuses.

€ 750

Ornées par Aug. Rodin. Paris, Phlipp für André Gonin 1935. Mit 32 Holzstichen von J.-L. Perrichon nach Zeichnungen von Rodin, davon neun ganzseitig und eine als Titelvignette, und einem von ihm signiertem Holzschnitt. Lose Doppelblätter in Originalumschlag, -chemise und -schuber.

Eins von 200 Exemplaren, jedoch in der Ausstattung der 50 Vorzugsexemplare: Gedruckt auf Hanfbüttenpapier mit Wasserzeichen »Maillol-Gonin« und mit dem signierten Rodin-Porträt. Das vorliegende Exemplar mit zwei im Druckvermerk (und in den Bibliographien) nicht erwähnten zusätzlichen Holzstichen von Perrichon nach Rodin, beide von Perrichon monogrammiert, einer mit seinem eigenhändigen Zusatz »Planche refusé pour les Elégies Amoureux d’Ovide«. – Das Konzept zu dem Buch entstand bereits 1900. – Mit einem Vorwort von Georges Grappe und Abbé Bazzins »Preface du traducteur« von 1662. – Perrichon setzte Rodins anmutige, teils aufreizende Zeichnungen meisterhaft in Holzstiche um. – Dass Rodins Zeichnungen genauso gut einen Text von Catull, Petronius oder Pierre Louÿs illustrieren könnten, wie Carteret anmerkt, schmälerte weder dessen (»admirables esquisses«) noch unsere Bewunderung.

29,5 : 20,0 cm. [16], 96 Seiten, 3 lose Holzschnitte. – Stellenweise einige Stockflecken.

Monod 8806. – Skira 311. – Carteret IV, 309

784  Karl Rössing – Emil Kugler. Hausmärchen der Kuglerkinder.

€ 200

Mit 25 Holzschnitten von Karl Rössing. Berlin, Furche Verlag 1920. Mit einem Holzschnitt-Titel und 24 großen bildlichen Holzschnitt-Initialen. Buntpapierpappband mit Deckel- und Rückenschild. – Widmungsexemplar für seinen Lehrer Fritz Helmuth Ehmcke.

Erste Ausgabe, die Holzstiche entstanden bereits 1917. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung »S. lb. Professor Ehmcke in Dankbarkeit zu eigen. | Karl Rössing | Dezember 1920 | Mein erstes illustiertes Buch!« – Von 1913 bis 1917 hatte Rössing an der Kunstgewerbeschule München studiert, unter anderem bei Fritz Helmuth Ehmcke. »Zu dieser Lehrerpersönlichkeit entwickelte Rössing eine besondere Zuneigung, die von Ehmcke erwidert wurde […] Neben ihrer Verbundenheit im Rahmen des ›Ehmcke-Kreises‹ und dessen Organ ›Das Zelt‹ unterhielten Lehrer und Schüler einen regen Briefwechsel, der erst mit dem Tod von Ehmcke endete.« (Roswitha Mair, in der K.R.-Bibliographie, Rudolstadt 1991, S. 31). – Der Band enthält sechs Märchen mit je vier Abschnitten, jeder wird mit einer Initiale eröffnet.

18,6 : 13,8 cm. 124, [4] Seiten. – Rücken und Vordergelenk etwas angeplatzt. – Vorderer Vorsatz mit leichtem Wasserrand.

Eichhorn/Mair 1.21

785  [Friedrich] Schiff. Maskee.

€ 1000

A Shanghai Sketchbook. [Shanghai, Eigenverlag?, um 1940]. Mit kolorierten, teils blattgroßen Illustrationen. Leporello mit pinkfarbenen Originalseidendeckeln.

Aus einer »limited and numbered edition«, auf dem Titel signiert. – Die in Schwarz gedruckten Karikaturen wurden vom Künstler koloriert und sind auf die starken Leoprellokartons mit Leinenfälzen aufgezogen. – Der Wiener Künstler Friedrich Schiff (1908–1968) lebte lange in Shanghai, wo die vorliegenden reizenden Karikaturen entstanden. »Schiff sympathisiert aber auch mit der leidenden chinesischen Bevölkerung. Er setzt diesen sozial so Benachteiligten in seinem Werk ein Denkmal – zeichnet Kulis, Altwarensammlerinnen, Blumenmädchen, Straßenakrobaten, Bettler und Prostituierte« (schiff-galerie.at).

26,7 : 19,0 cm. 22 Leporelloblätter, davon 20 mit Illustrationen. – Ränder und Falze leicht stockfleckig. – Deckel und Seiten teils mit Griffspuren.

786  Werner Schmidt – Honoré de Balzac. Las Maranas.

€ 400

Eine Novelle. Mit Bildern von Werner Schmidt. München, Münchner Drucke 1923. Mit lithographiertem Titelblatt und zahlreichen Lithographien im Text. Hellroter Originalecrasélederband mit Fileten-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung (signiert: G. Keilig, München).

Dritter Münchner Druck. – Eins von zehn Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf schweres weißes Bütten. – Übersetzung von Lucy von Jacoby.

26,7 : 20,3 cm. 99, [7] Seiten. – Rücken minimal verfärbt.

Rodenberg 437, 3. – Fromm I, 1583

787  Otto Schubert. Bilderbuch für Tyll und Nele.

€ 1000

München, Verlag der Marées-Gesellschaft R. Piper 1920. 23 blattgroße Farbholzschnitte, einschließlich des Titels, und eine Farbholzschnitt-Vignette. Geheftet zwischen Originalhalbpergamentdeckel mit blauer Durchstichsheftung. Titel in Blaudruck, blindgeprägte Deckelvignette.

27. Druck der Marées-Gesellschaft. – Eins von 235 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 300). – Handpressendruck von Jakob Hegner, Hellerau, unter Aufsicht des Künstlers. – Der Text, vom Künstler verfasst, wurde von ihm in die Holzstöcke einbezogen. – Das Bilderbuch mit Darstellungen aus dem Leben der Tiere wurde von ihm für die Kinder Henry van de Veldes angefertigt. Schubert studierte von 1906–09 an der Kunstgewerbeschule in Dresden und arbeitete 1913–14 bei Hegenbarth in Dresden. Er war Mitbegründer der Dresdener Sezession. – Tadelloses Exemplar.

50,5 : 36,0 cm. [25] Blätter.

Rodenberg 369, 27. – Jentsch 84. – Lang 310. – Sennewald 20, 9. – Stuck-Villa II, 297. – Katalog Lindenau-Museum 3845–3868

788  Richard Seewald. 24 Lithographien zu Francis Jammes Der Hasenroman.

€ 800

[Leipzig, Kurt Wolff 1916].

Die Originalmappe mit Deckelschild enthält alle 22 Lithographien des Buches, gedruckt auf Japan, alle signierte und jeweils in Passepartout montiert, und drei (!) kolorierte Lithographien auf festerem Papier: Zwei für Einbandvarianten verwendete und die Schlussvignette. – Möglicherweise die Suitenmappe zu einem der 30 besonderen Vorzugsexemplare auf Bütten. – Der Naturmystiker Francis Jammes (1868–1938) versetzt in dem 1903 in Paris erschienenen »Le roman du lièvre« sein Lesepublikum in die Seele eines Hasen. Auf einem seiner Streifzüge begegnet er Franz von Assisi, dem einzigen Menschen, der ihm keine Angst einjagt. Von ihm erhält er den Auftrag, den Tieren den Weg ins Paradies zu zeigen. – Die deutsche Übersetzung von Jakob Hegner erschien in Kurt Wolffs Reihe »Die graphischen Bücher«. – Bei Jentsch, der das Buch 1916 datiert und die Suite nicht erwähnt, und in dem Vergleichsexemplars aus dem Nachlass (Loidl I, 189) fehlte die dritte kolorierte Lithographie (Einbandvariante).

28,5 : 21,5 cm. 25 Lithographien.

Jentsch L 12–35. – Göbel 372

789  Armand Séguin – Louis [Aloysius] Bertrand. Gaspard de la nuit.

€ 750

Fantaisies a la manière de Rembrandt et de Callot. Illustrations d’Armand Séguin. Paris, Ambroise Vollard 1904. Mit 213 Holzschnitten im Text und zwei weiteren als Frointispiz und auf dem Umschlag. Brauner Ecrasélederband mit Vergoldung (signiert: Ourvand).

Eins von 20 Exemplaren der ersten Vorzugsausgabe auf »Japon ancien«, jedoch ohne die im Druckvermerk erwähnte Suite der Holzschnitte (Gesamtauflage 350). – Die Holzschnitte wurden nach Entwürfen Armand Séguins von Tony, Jacques und Camille Beltrand geschnitten. Sie illustrieren die Zwischentitel der sieben Kapitel und die Textanfänge und bilden die zahlreichen Vignetten. – »Wenn je ein französischer Dichter der Vorstellung des ›armen Poeten‹ entsprochen hat, dann könnte es Louis oder – wie er sich selber nannte – Aloysius Bertrand gewesen sein. Obwohl er bereits mit einundzwanzig Jahren von berühmten Kollegen wie Victor Hugo bewundert wurde, gelang es ihm bis zu seinem frühen Tod nicht, seinen einzigen Gedichtband ›Gaspard de la Nuit‹ zu veröffentlichen. Ein erster Verleger machte Bankrott, bevor das Buch erscheinen konnte, der zweite verschob es von Jahr zu Jahr, bis der Autor darüber starb. […] Es war Charles Baudelaire, der zehn Jahre nach seinem Tod die Wiederentdeckung einleitete. Im Vorwort zu seinen eigenen Prosagedichten ›Le Spleen de Paris‹ spricht er von dem ›geheimnisvollen und leuchtenden Vorbild‹ Aloysius Bertrands, das er mindestens zwanzig Mal studiert habe, bevor er es wagte, etwas Gleichartiges zu versuchen. Nach Baudelaire waren es unter anderen Mallarmé, Rimbaud, Henri Michaux, Francis Ponge und René Char, die das Prosagedicht weiterentwickelten, und André Breton verpasste dem Autor des ›Gaspard de la Nuit‹ den Ehrentitel eines ›Surrealisten der Vergangenheit‹« (Gernot Krämer, 2003, auf deutschlandfunk.de). 60 Jahre nach seinem Tod erschienen in schneller Folge mehrere illustrierte Ausgaben, darunter die vorliegende, auch typographisch anspruchsvolle, bei Ambroise Vollard. Armand Séguin (1869–1903), mittellos verstorben wie der Dichter, erlebte die Ausführung seiner Entwürfe nicht mehr. – Prächtiger Einband mit besonders reicher Innenkantenvergoldung und marmorierten Vorsätzen. Deckelränder und Rückenfelder, Steh- und Kapitalkanten mit vergoldeten Fileten, Kopfschnitt vergoldet, das feine Japanpapier sonst unbeschnitten. Im Schuber mit Lederkanten.

25,5 : 19,0 cm. XXX, 310, [4] Seiten.

Monod 1493. – Jentsch, Vollard 6. – Carteret IV, 71 »Intéressante publication«

790  Hermann A. Sigg – Das Hohelied von Salomo.

€ 300

Lithographien von Hermann A. Sigg. Zürich, Arta 1968. Mit zahlreichen, meist blattgroßen Lithographien. Lose Doppelblätter in Originalpappdecke, -halbpergamentchemise und -schuber. – Widmungsexemplar mit Zeichnungen und Probedrucken.

Erste und einzige Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 30 römisch nummerierten Künstlerexemplaren (Gesamtauflage 250). – Auf Bütten von »Richard-de-Bas«. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Beilage, teils mit Widmung für ein Sammlerpaar: Zwei lavierte Tuschfederzeichnungen (33 : 25 cm, beide signiert und datiert) sowie drei Probedrucke (alle signiert und mit Widmungen, datiert 1967, 1969 und 1970). – Hermann A. Sigg (geboren 1924) studierte 1944–1947 in Zürich, u. a. bei Johannes Itten.

33,0 : 25,5 cm. 70, [10] Seiten.

791  Max Slevogt – Sindbad der Seefahrer.

€ 500 ( R7 )

33 Originallithographien von Max Slevogt. Berlin, Bruno Cassirer 1908. Mit 33 Lithographien im Text. Originalpergamentband mit farbiger Deckelillustration und Schnittvergoldung. Im Originalschuber mit Titelschild.

Eins von 300 Exemplaren. – Im Auflagenvermerk vom Künstler signiert. – Auf Kupferdruckpapier. – Schönes Exemplar.

36 : 28 cm. [2], 59, [3] Seiten. – Erste und letzte Seiten schwach stockfleckig.

Sievers/Waldmann 37–69. – Rümann 92 a. – Schauer II, 85 (mit Abbildung). – Lang, Impressionismus 187

792  Max Slevogt – James Fenimore Cooper. Lederstrumpf-Erzählungen

€ 900

Mit Original-Lithographien von Max Slevogt. Aus dem Urtext übersetzt und bearbeitet von Karl Federn. Berlin, Paul Cassirer 1909. Mit 312 Lithographien, davon 52 blattgroß. Taubenblauer Originalleinenband; Rückentitel, Fileten und Deckelvignette vergoldet.

Erster Druck der Pan-Presse. – Eins von 250 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 310). – Der Titel, alle Überschriften und die typographischen Initialen wurden von Emil Rudolf Weiß gezeichnet. Seine Frakturtypen-Initialen wurden über die etwa 5 : 5 cm großen »Initialzeichnungen« Slevogts gedruckt. – Den Einband und die blau-schwarzen Vorsatzpapiere entwarf Karl Walser. – Druck des Textes von Imberg & Lefson, Berlin, die Lithographien auf der Pan-Presse als deren erste Edition gedruckt. Alle Lithographien wurden von Slevogt direkt auf den Stein gezeichnet. – »The Leather Stocking Tales« wurden von J. F. Cooper (1789–1851) nach dem Vorbild von Johann Adam Hartmann (1748-1836) geschrieben, der 1764 von Edenkoben in der Pfalz nach Amerika ausgewandert war und zu dem berühmten Trapper Lederstrumpf wurde. – »Im Lederstrumpf ist Slevogt auf das vollkommenste Herr der Mittel einer malerisch suggestiven Kreidezeichnung […] In Umfang wie an Bedeutung steht Slevogts Lederstrumpf unerreicht da in der Geschichte der neueren Buchillustration« (Curt Glaser, in: Die Graphik der Neuzeit, S. 489ff., zitiert nach Caspers).

47,0 : 36,0 cm. [8], 473, [7] Seiten. –.

Sievers/Waldmann 90–401. – Rümann 14 a. – Caspers 3.1. – Feilchenfeldt/Brandis 35.0.B. – Lang, Impressionismus 188. – Rodenberg 452, 1

793  Max Slevogt – C[arl] Witt. Die tapferen 10000.

€ 300

Mit Federzeichnungen von M. Slevogt. [Berlin], Bruno Cassirer [1921]. Mit 34 Federlithographien, davon eine als Titel und eine weitere ganzseitig. Originalkalblederband mit lithographierter Deckelvignette.

Eins von 400 Vorzugsexemplaren. – Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Philologe Karl Witt (1815–1891) wurde wegen seiner liberalen Ansichten nach einer Denunziation suspendiert und verdingte sich als Privatlehrer in Königsberg. In der Einleitung rühmt E. Hoffmann seine Erzählkunst »[…] und wer ihn nicht gehört hat, möchte man sagen, hat nie einen Erzähler gehört.« – Zu Witts Nachdichtungen zählt auch die hier vorliegende Adaption von Xenophons »Die Anabasis des Kyros«, die Slevogt originell und meisterhaft illustrierte. In der Vorzugsausgabe wurden die Lithographien bei M. W. Lassally mit der Handpresse in den Text eingedruckt.

30,6 : 23,5 cm. [8], 157, [3] Seiten.

Söhn 347–380. – Rümann 109 b

794  Max Slevogt – Gabriel Ferry. Der Waldläufer.

€ 300

Mit Steinzeichnungen von Max Slevogt. Nach der Übertragung von Julius Hoffmann. Berlin, Propyläen [1921]. Mit einer signierten Radierung als Frontispiz und 66 Lithographien im Text, davon neun blattgroß. Grüner Originalkalblederband mit vergoldetem Rückentitel, goldgeprägten Bordüren und Kopfgoldschnitt.

Eins von 300 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Radierung »Der Waldläufer«, die übrigen 1.200 Exemplare enthielten eine signierte Lithographie. – Die Radierung wurde auf Japan gedruckt. – Gedruckt von der Reichsdruckerei Berlin in einer alten Frakturschrift. – Schönes Exemplar.

33 : 26 cm. [2], 359, [9] Seiten, 1 Radierung. – Rücken leicht verfärbt.

Söhn 405–471. – Rümann 20 a. – Lang, Impressionismus 209 (ungenau)

795  Max Slevogt – Karl Immermann. Tulifäntchen.

€ 400

Ein Heldengedicht in drei Gesängen. Mit Radierungen von Max Slevogt. Berlin, Propyläen 1923. Mit 20 Radierungen, davon 13 blattgroß, die Titelradierung signiert. Grauer Originalmaroquinband mit vergoldeter Deckelvignette, Rücken- und Kopfschnittvergoldung. Im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer signierten Extrasuite aller 33 Radierungen, jeweils den Radierungen im Text vorgebunden. – Die Suite auf dünnem Japan, der Text und die dortigen Radierungen auf Bütten.

23,5 : 17,0 cm. 165, [3] Seiten, 33 Radierungen. – Vorsätze, Schnitt und einige Seiten etwas stockfleckig.

Rümann 47 a. – Schauer II, 85. – Lang, Impressionismus 222

796  Max Slevogt – [Jakob und Wilhelm Grimm]. Die zwei Brüder.

€ 400

Ein Märchen. Mit neunundzwanzig Steinzeichnungen. Berlin, Bruno Cassirer [1924]. Mit 29 Lithographien, eine davon blattgroß als Titel. Illustrierter Originalpergamentband mit Kopfgoldschnitt.

Eins von 400 Exemplaren auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Lithographie vom Titelblatt wurde für den Deckel nochmals verwendet.

34,8 : 25,0 cm. 39, [5] Seiten.

Rümann 28 a. – Söhn 696–724 b

797  Marcel Slodki – Hans Janowitz. Asphaltballaden.

€ 200

Mit sechzehn Lithographien von Marcel Slodki. Berlin, Die Schmiede 1924. Mit 16 Lithographien, vier davon blattgroß. Originalleinenband.

Laut Druckvermerk eins von 75 Exemplaren der Ausgabe B, die Lithographien aber unsigniert. – Marcel Slodki (1892–1943), der u. a. Mitarbeiter in Franz Pfemferts »Die Aktion« war, wurde 1943 von den Nazis nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. – Hans Janowitz (1890–1954) leitete mit Trude Hesterberg in Berlin die »Wilde Bühne«, ein Ensemblekabarett im Souterrain des »Theater des Westens«. Seinen größten Erfolg hatte er allerdings zusammen mit Karl Mayer als Autor des Stummfilms »Das Kabinett des Dr. Caligari«.

31,5 : 24,5 cm. 73, [7] Seiten. – Einband verfärbt.

Hermann/Schmitz 78

798  Ferdinand Springer – Platon. The Symposium of Socrates.

€ 450

With eight original engravings by Ferdinand Springer. Stuttgart, Belser, for The Friends of Socrates 1937. Lose Doppelbogen und acht signierte Radierungen in Originalumschlag und Chemise. Zusammen im Schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 150 Exemplaren, von denen mehr als die Hälfte während des Zweiten Weltkriegs beim Verlag während einer Bombardierung Stuttgarts zerstört wurden). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und, vierzig Jahre nach Erscheinen, »Gotthard de Beauclair in Freundschaft gewidmet«. – Auf Holländischem Bütten, unaufgeschnitten. – Die erste graphische Folge Ferdinand Springers (1907–1998), der in den 1930er Jahren im legendären »Atelier 17« von Stanley W. Hayter die Technik der Radierung erlernte und dort in Kontakt mit den französischen Surrealisten kam. 1936 stellte Springer erstmals in Paris aus, dann 1937 zusammen mit Alexander Calder und Salvador Dalí in New York. – Breitrandiges unbeschnittenes Exemplar. – Sehr gut erhalten.

33,4 : 26,5 cm. 90, [6] Seiten, 8 Radierungen.

Höfchen 6–13

799  Ferdinand Springer – Reden und Gleichnisse des Tschuang-Tse.

€ 250

Übertragen von Martin Buber. Mit fünf mehrfarbigen Radierungen von Ferdinand Springer. Frankfurt am Main, Edition de Beauclair 1970. Mit fünf signierten blattgroßen Farbradierungen. Lose Doppelblätter in Originalwildseidenkassette (Helmuth Halbach, Königstein).

Edition de Beauclair 11. – Eins von 120 Exemplaren. – Auf Auvergne-Bütten. – Gesetzt aus der Walbaum-Antiqua.

44,0 : 29,0 cm (Kassette). 44, [4] Seiten.

Höfchen 252-256. – Spindler 40.47 (irrtl. als 14. Druck bezeichnet). – Tiessen IV, 10

800  Ottomar Starke – Carl Sternheim. Mädchen.

€ 450

Mit vierzehn Lithographien von Ottomar Starke. Leipzig, Kurt Wolff Verlag 1917. Mit 17 Lithographien, davon sechs im Text und elf auf Tafeln. Schwarzer Maroquinband mit Deckel- und Rückenvergoldung sowie Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Leder, innerhalb dieser kleinen Auflage gab es mindestens zwei Einbandvarianten. – Auf Bütten. – Enthält die Erzählungen »Anna«, »Geschwister Stork« und »Meta« (erschien bereits 1916 in »Der jüngste Tag«) – Die Verfasserin der ersten Erzählung war Thea Sternheim, die Ehefrau des Dichters. – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

25,5 : 17,0 cm. [4], 150, [6] Seiten, 11 Tafeln.

Hayn/Gotendorf IX, 560. – Raabe/Hannich-Bode 291.25. – Sennewald 17,5. – Göbel 348

801  Hugo Steiner-Prag – Johann Wolfgang von Goethe. Clavigo.

€ 250 ( R7 )

Ein Trauerspiel. Mit zehn Steindrucken von Hugo Steiner-Prag. Weimar, Gesellschaft der Bibliophilen 1917. Mit zehn signierten Lithographien. Moderner Halblederband mit blindgeprägtem Rückentitel, Bezugspapier in Spritzdekortechnik.

Eins von 375 Exemplaren (Gesamtauflage 400), die Lithographien mit der gedruckten Signatur und Datierung und bei diesem Exemplar zusätzlich – wie bei der Vorzugsausgabe – handsigniert. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Text folgt der ersten Ausgabe von Goethes Jugendstück von 1774.

30,0 : 23,0 cm. [4], 77, [3] Seiten. 10 Lithographien.

Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 10. – Sennewald 17, 1. – Rodenberg 288. – Schauer II, 94. – Frenzel/Osborn 16

802  Hermann Struck – Arthur Silbergleit. Die Balalaika.

€ 200 ( R7 )

Ein Versreigen. Herausgegeben von der Vereinigung Künstlerdank (Clauß-Rochs-Stiftung). Berlin, Eigenbrödler [1918]. Mit acht blattgroßen Lithographien. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 für Subskribenten gedruckten Exemplaren, auf dem Titelblatt von Verfasser und Künstler signiert. – Auf Bütten. – Beilage: Hermann Struck. Den Vertriebenen. Lithographie. 20 : 16 cm. Signiert, datiert und nummeriert. Exemplar 4/12. Im Stein betitelt. Einzelabzug der achten Lithographie aus dem Buch. – Hermann Struck emigrierte 1923 nach Palästina, Arthur Silbergleit, der in dem vorliegenden Gedichtband seine Erlebnisse an der Ostfront verarbeitete, wurde 1943 verhaftet und starb im KZ Auschwitz.

22,3 : 17,5 cm. 41, [3] Seiten, 1 Lithographie. – Bezugspapier an den Ecken gelöst.

Nicht bei Lang, Impressionismus. – Jüdisches Lexikon IV/2, 406

803  Hermann Struck – Robert Hamerling. Venedig.

€ 500 ( R7 )

Verse. Dreiundzwanzig Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Euphorion 1920. Mit 23 Radierungen, sechs davon blattgroß, alle signiert. Brauner Originalmaroquinband mit Deckeltitel und -vignette in Schwarzprägung, grünen Lederintarsien und Vergoldung. Rückentitel, Innenkantenbordüren und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Euphorion Einband Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe, bei denen jede Radierung signiert wurde (Gesamtauflage 300). – Auf handgeschöpftem Bütten als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Hermann Struck hatte 1908 das grundlegende Werk »Die Kunst des Radierens« herausgegeben – 1923 erschien bereits die fünfte Auflage – und führte eine Reihe zeitgenössischer Künstler an diese Technik heran.

36,6 : 26,7 cm. 26, [4| Seiten. – Einband schwach berieben.

Lang, Impressionismus 236. – Horodisch, Euphorion 3

804  Hermann Struck – Arthur Holitscher. Gesang an Palästina.

€ 600 ( R7 )

Mit zwölf Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1922. Mit zwölf signierten Radierungen. Rotbrauner Originallederband mit vergoldetem Titel und Deckelvignette (signiert: Walter Hacker, Leipzig).

Siebter Tillgner-Druck. – Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der zweiten Vorzugsausgabe auf handgeschöpftem Bütten und in Ganzleder (Gesamtauflage 320). – Innen sehr schön.

35,2 : 27,2 cm. 28, [6] Seiten, 12 Radierungen. – Einband teils verfärbt und etwas berieben, obere Ecken gestaucht.

Lang, Impressionismus 239

805  Hermann Struck – Hermann Hesse. Italien.

€ 500 ( R7 )

Verse. 20 Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Euphorion 1923. Mit 20 Radierungen im Text, davon drei ganzseitig, alle signiert. Originalpergamentband mit kalligraphierten Titeln (signiert: Euphorion Einband, Buchb. Meink · Berlin).

Erste Ausgabe der elf Gedichte von Hermann Hesse. – Eins von 100 Vorzugsexemplaren mit den signierten Radierungen (Gesamtauflage 322). – Auf Bütten, als Blockbuch gedruckt und gebunden.

37,0 : 27,5 cm. [26] Seiten. – Einband minimal angestaubt.

Lang, Impressionismus 240. – Mileck III, 16. – Horodisch, Euphorion 27

806  Hermann Struck – Felix Mendelssohn Bartholdy. Venezianische Gondellieder.

€ 250 ( R7 )

Mit vier Radierungen von Hermann Struck. Berlin, Horodisch & Marx 1925. Mit vier signierten Radierungen, eine davon als Schlussvignette. Originalpergamentband mit Titel- und Kopfschnittvergoldung.

Unnummeriertes Exemplar, aber wie die 120 Vorzugsexemplare mit den signierten Radierungen (Gesamtauflage 1000). – Die »Venezianischen Gondellieder« sind den »Liedern ohne Worte« von Mendelssohn entnommen.

30,5 : 21,5 cm. [28] Seiten, 3 Radierungen. – Deckel aufgebogen.

Lang, Impressionismus 241

807  Hermann Struck. Die Kunst des Radierens.

€ 400 ( R7 )

Ein Handbuch. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin, Paul Cassirer 1912. Mit sechs Originalgraphiken. Schwarzer Originalpappband mit goldgeprägter Deckelillustration.

Mit den fünf Graphiken der Erstausgabe von 1908 und zwar je einer Radierung von Max Liebermann (»Amsterdamer Judengasse«, Schiefler 73c), Edvard Munch (»Landschaft«, Schiefler 268 I b), Hermann Struck (»Alter Jude aus Jaffa«), Anders Zorn (»Anna«, Deltail 170) und Paul Baum (»Aus Sluis«) sowie Max Slevogts Lithographie »Porträtskizze« (Porträt Hermann Struck, Imiela 438), die erst für diese zweite Auflage entstand. – Hermann Struck, selbst Künstler, liefert einen bis heute grundlegenden Überblick über Technik und Werkzeug, künstlerische Entwicklung und herausragende Beispiele der Radierkunst. Das Werk erschien, mit teils anderen Graphiken bis 1923 in fünf Auflagen.

23,5 : 19,0 cm. 279, [1] Seiten, 6 Graphiken. – Oberes Kapital beschädigt und unfachmännisch restauriert.

Söhn, HDOG 262.1–6

808  Hermann Struck. Die Kunst des Radierens.

€ 300

Ein Handbuch. 10.–14. Tausend. Berlin, Paul Cassirer 1923. Mit vier Originalgraphiken. Schwarzer Originalleinenband mit goldgeprägter Deckelillustration.

Fünfte Auflage, unter Mitwirkung von Karl Schwarz bearbeitet. – Mit Radierungen von Max Liebermann (»Eislaufen«, Achenbach 59c ) und Hermann Struck (»Marc Chagall«), einer Lithographie von Oskar Kokoschka (»Sitzende Frau«, Wingler/Welz 159) und einem Holzschnitt von Ernst Barlach (»Verliebte Reverenz«, Schult 223). – Hermann Struck, selbst Künstler, liefert einen bis heute grundlegenden Überblick über Technik und Werkzeug, künstlerische Entwicklung und herausragende Beispiele der Radierkunst. – Tadellos erhalten.

25,4 : 19,5 cm. 331, [1] Seiten. 4 Graphiken.

Söhn HDOG 265.1–4

809  Surrealismus – Violette Nozières

€ 250

par André Breton, Salvador Dali […]. Brüssel, Nicolas Flamel 1933. Mit acht ganzseitigen Illustrationen. Originalbroschur mit fotografischer Deckelillustration.

Erste Ausgabe. – Auf festem Velin. – Mit Texten von Breton, Char, Eluard, Henry, Mesens, Moro, Peret und Rosey und je einer Illustration zu jedem Text von Dali, Tanguy, Max Ernst, Brauner, Magritte, Marcel Jean, Arp und Giacometti. – Die Pariser Surrealisten nahmen damals regen Anteil an den Enthüllungen und Entwicklungen um die Gelegenheitsprostituierte Violette Nozière. – Das Foto auf dem Vorderdeckel stammt von Man Ray.

19,5 : 14,4 cm. 41, [7] Seiten. – Umschlag leicht fleckig. – Innen tadellos.

Dokumentations-Bibliothek II, 138

810  Surrealismus – Farouche a quatre feuilles.

€ 750

[Avec textes par] André Breton, Lise Deharme, Julien Gracq, Jean Tardieu. [Paris,] Grasset 1954–1955. Schwarzer Pappband mit eingebundenem Originalvorderumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. Sie enthält drei Radioessays (Breton, Alouette du parloir. – Deharme, Le vrai jour. – Gracq, Les yeux bien ouverts) und den für diese Ausgabe verfassten Text »Madrépores ou L’Architect imaginiare« von Jean Tardieu. – Auf dem Vortitelblatt mit eigenhändiger Dedikation von Lise Deharme und den farbigen Signaturen aller vier Autoren. – Unnummeriertes Autorenexemplar auf Velin de Lana (Gesamtauflage 1477).

19,0 : 14,2 cm. 139, [5] Seiten. – Hintergelenk angeplatzt. – Titelblatt leicht fleckig.

811  Henri de Toulouse-Lautrec – Théodore Duret. Lautrec.

€ 750

Paris, Bernheim-Jeune 1920. Mit einer Radierung, einer Lithographie und 36 Tafeln nach Gemälden und Zeichnungen. Neuer grüner Halblederband mit Kammkleisterpapierbezug; Originalumschlag mit der in Grün gedruckten Deckelillustration eingebunden. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe dieser wichtigen, reich illustrierten Monographie. – Exemplar »H.C.«, wie weitere 100 Exemplare auf Velin d’Arches (nummerierte Gesamtauflage 200). – Mit der Radierung »Portrait de Tristan Bernard« und der Lithographie »L’Argent«. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des wichtigen Kunstkritikers »A mon ami Nicolle«.

26,3 : 20,8 cm. [4], 124, [8] Seiten. – Tafelränder gebräunt, sonst sehr schön.

812  Max Unold – Vicente de Espinel. Leben und Abenteuer des Escudero Marcos von Obregon.

€ 300

München und Leipzig, Bayerische Verlagsanstalt 1913. Mit zehn »Abbildungen nach« (?) Holzschnitten von Max Unold. Originalhalbpergamentband mit Rücken-, Fileten- und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 60 Exemplaren einer Vorzugsausgabe auf Japan, möglicherweise noch vor der Verstählung der Holzstöcke für die zweite Auflage des Georg Müller Verlages. Dort war 1912 auch die erste Auflage erschienen. Inhaber der Bayerischen Verlagsanstalt war der Mitherausgeber Karl Theodor Senger. – Die Spanischen Schelmenromane«, herausgegeben von Hanns Floerke, Friedrich Freksa und Karl Theodor Senger, Band 1. – Nach der Übersetzung von Ludwig Tieck 1827, bearbeitet und ergänzt von Hanns Floerke, mit Einleitung von Friedrich Freksa.

19,0 : 13,5 cm. XV, [1], 330, [2] Seiten.

Sennewald 12–13, 1. – 25 Jahre Georg Müller S. 147 (ohne den Zusatz »Abbildungen nach Originalholzschnitten«). – Unold-Katalog Memmingen S. 127

813  Der Venuswagen.

€ 1200 ( R7 )

Eine Sammlung erotischer Privatdrucke mit Original-Graphik. Herausgegeben von Alfred Richard Meyer. Erste Folge, Band I [bis] IX. Berlin, Fritz Gurlitt 1919–1920. Mit 77 Originalgraphiken. Originalhalbpergamentbände mit Deckelvignetten und vergoldeten Rückentiteln.

Vollständige Folge einer der schönsten Buchreihen mit erotischer Literatur des frühen 20. Jahrhunderts, die von Alfred Richard Meyer 1919 in schneller Folge herausgegeben wurde. – Je eins von 660 Exemplaren (alle mit Exemplarnummer »52«, Gesamtauflage 700). – Die Druckvermerke der Bände I–VII wurden vom Verleger, die der beiden letzten Bände vom jeweiligen Künstler signiert.

I: Friedrich Schiller. Der Venuswagen. 1919. Mit acht Farblithographien von Lovis Corinth (Schwarz L 383)
II: E. Jouy. Sappho oder Die Lesbierinnen. 1920. Mit sechs Radierungen von Otto Schoff (Brattskoven 15)
III: Pantschatantra. Fabeln aus dem indischen Liebesleben. 1919. Mit zehn Farblithographien und Buchschmuck von Richard Janthur (Sennewald 19,3)
IV: Alfred Richard Meyer. Das Aldegrever-Mädchen. 1919. Mit acht kolorierten Lithographien von Georg Walter Rössner (Sennewald 19,6)
V: Henry de Kock. Der Mord im Kastanienwäldchen oder Die ereignislose Hochzeitsnacht. Mit sechs Farblithographien von Franz Christophe (Sennewald 19,1)
VI: Heinrich Lautensack. Erotische Votiftafeln. 1919. Mit sieben Lithographien von Willy Jaeckel (Stilijanov-Nedo 86)
VII: Die Königliche Orgie oder Die Österreicherin bei Laune. 1919. Mit neun Lithographien von Paul Scheurich, davon vier im Text (Sennewald 19,5)
VIII: Wilhelm Heinse. Die Kirschen. 1920. Mit sieben Lithographien von Wilhelm Wagner (Sennewald 20,2).
IX: J.-K. Huysmans. Gilles de Rais. Übersetzt von August Döppner. 1919. Mit 15 Lithographien von Willi Geiger. (Lang, Expressionismus 70).

Die Reihe wurde zu großen Teilen sofort nach Erscheinen beschlagnahmt, was Kurt Tucholsky in der »Weltbühne« zu dem Artikel »Der Zensor geht um!« veranlasste, der in der Bemerkung gipfelt: »Nun will ich mir aber nicht von Herrn Staatsanwalt Orthmann vorschreiben lassen, was ich lesen darf, und wenn das so weiter geht, dann haben wir in vier Wochen eine obrigkeitliche Bevormundung, die sich in gar nichts von Metternichs Zensur unterscheiden wird. Dass Lovis Corinth Präsident der Sezession und Akademieprofessor ist, braucht der Staatsanwalt nicht zu wissen; dass Georg Walter Rößner Lehrer an der staatlichen Kunstschule in Berlin ist, auch nicht. Aber er mag zur Kenntnis nehmen, dass die deutschen Schriftsteller, die deutschen Maler und die deutschen Verleger nicht gesonnen sind, sich den Bütteleingriff eines Mannes gefallen zu lassen, der außerstande ist, einen Nackttanz in der Motz-Straße von einer Radierung Corinths zu unterscheiden«.

30,5 : 23-26 cm. – Einige Deckelränder ganz leicht fleckig. – Band XIII innen stockfleckig, vorderes Vorsatzblatt vertikal geknickt.

Hayn/Gotendorf IX, 600 und alle ausführlich unter den Einzeltiteln

814  Marcel Vertès – [Sidonie-Gabrielle] Colette. La Vagabonde.

€ 450 ( R7 )

Lithographies en couleurs de Marcel Vertès. Paris, a la Cité des Livres 1927. Mit 15 Farblithographien auf Tafeln. Grüner Maroquinband mit Fileten-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung sowie Seidenspiegeln.

Eins von 26 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japon impérial mit einer zusätzlich eingebundenen Suite der Lithographien in Sepia (Gesamtauflage 305). – Seit seinem Erscheine 1910 zählte der autobiographisch geprägte Roman um die Erlebnisse von Renée Néré zu den erfolgreichsten der Schriftstellerin. In den 1920er Jahren erschienen mehrere illustrierte Ausgaben. Marcel Vertès (1895–1961), der 1925 aus Budapest nach Paris gekommen war, zeichnete zahlreiche Motive des Pariser Nachtlebens. Seine Lithographien für Colettes Text faszinieren durch einen Zeichnungscharakter. – Der originale Subskriptions-Prospekt mit einer Farblithographie wurde eingebunden.

28,7 : 23,3 cm. 277, [3] Seiten, 31 Lithographien. – Rücken etwas verfärbt. Gelenke berieben.

Monod 3054. – Carteret IV, 110: »Une des bonnes illustrations de l’artiste«

815  Jaques Villon – Pierre Corrard. Poésies.

€ 750

Eaux-fortes de Jaques Villon. Paris, Librairie Meynial 1937. Mit 16 Radierungen, davon acht blattgroß und eine als Titelvignette. Lose Lagen in Originalumschlag. In Seidenchemise mit Rückenschild und -schuber.

Erste Ausgabe, das erste von Jaques Villon illustrierte Buch. – Eins von 90 Exemplaren auf »Papier de Johannot« (Gesamtauflage 100). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Villons first book illustration, combining his densley hatched and tightly constructed style with freely drawn plates« (Garvey).

28,5 : 23,0 cm. 107, [3] Seiten.

Monod 3180. – Rauch 180. – Garvey 310. – Ginestet/Puillon 418–433

816  Maurice de Vlaminck – Georges Duhamel. Les hommes abandonnés.

€ 450

Illustré de lithographies par M. de Vlaminck. Paris, Editions Marcel Seheur 1927. Mit einer Radierung als Frontispiz und 24 Lithographien, davon 16 im Text. Halbmaroquinband (signiert: Lobstein-Laurenchet) mit vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt, Deckel mit Marmorpapierbezug.

Eins von 300 Exemplaren auf Velin d’Arches. – Getrüffeltes Exemplar, wie die der Vorzugsausgabe mit zwei Suiten der Lithographien und der Radierung, eine auf Velin d’Arches, eine zweite von den gekreuzten Steinen bzw. der Platte auf China. Beide Suiten enthalten auch jeweils die vier nicht im Buch verwendeten Lithographien. – Diese vier zusätzlichen Lithographien weist Walterskirchen als Teil einer alle 29 Graphiken enthaltenden Folge nur in einem Exemplar im Kunstmuseum Bern nach. – Der Originalumschlag und die Suiten eingebunden. – Dazu: Marcel Sauvage. Vlaminck. Sa vie et son message. Genf, Pierre Cailler 1956. Mit zahlreichen Abbildungen, teils farbig und auf Tafeln montiert. Originalpappband mit farbig illustriertem Umschlag. Eins von 100 Exemplaren der Luxusausgabe mit drei lose beigelegten Suiten von drei Lithographien, die Vlaminck für diese Monographie schuf. Die Suiten auf Japan, Marais Papier und von den gestrichenen Platten. Jede Suite in einem Umschlagblatt.

29,0 : 24,5 cm. 208, [6] Seiten, 3 Radierungen, 64 Lithographien. – 32,3 : 24,0 cm. 116, [1], 205 Seiten, 26 Tafeln. Umschlag an den Rändern etwas berieben und geknittert.

Walterskirchen XII bzw. 122, 202–225 und 226–229 sowie 40–42

817  Heinrich Vogeler. Dir.

€ 300

Gedichte. Leipzig, Insel 1900. Mit zahlreichen Illustrationen, Bordüren und Vignetten von Heinrich Vogeler. Originalhalbpergamentband mit Buntpapierdeckelbezügen und Deckelschild.

Titelauflage der ersten Buchveröffentlichung. – Auf Insel-Bütten. – Mit den berühmten gelb-grünen Lilien-Vorsatzpapieren. – Entgegen den eigenen Zweifeln äußerten sich Zeitgenossen, zum Beispiel Rilke, euphorisch über Vogelers: »ruhig und geschlossen wirkende und doch innerlich so reiche Linienkunst« (zitiert nach Hofstätter, Jugendstil-Druckkunst, 1972, Seite 158). – Schönes Exemplar.

24,5 : 18,5 cm. [64] Seiten.

Neteler 21. – Sarkowski 1842. – Schauer II, 12

818  Heinrich Vogeler – Gustav Falke. Das Büchlein Immergrün.

€ 180

Eine Auswahl deutscher Lyrik für Junge Mädchen. Köln, Schafstein 1905. Mit koloriertem Titel und Buchschmuck von Heinrich Vogeler. Cremefarbener Originalkalikoband mit vergoldeter Vorderdeckelillustration, goldgeprägtem Rückentitel und Goldschnitt.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Neteler bezeichnet die Exemplare mit dem kolorierten Titelbild als Vorzugsausgabe. – Text und Buchschmuck in Gold gedruckt. – »Das intim gehaltene Bändchen ist ein Musterbeispiel für die Tendenz des Jugendstils zur Kostbarkeit« (Bilderwelt).

18,8 : 12,2 cm. 119, [1] Seiten. – Erste und letzte Seiten mit vereinzelten kleinen Stockflecken.

Neteler 119. – Bilderwelt 470. – Düsterdieck 1945. – Lex. KJL III, 720

819  Karl Walser. 16 Radierungen zu Don Quixote.

€ 1200

Berlin 1909. 16 signierte und datierte Radierungen, auf Tafeln montiert. Kalblederband mit blindgeprägten und vergoldeten Deckelvignetten und Goldschnitt.

Auf Van Gelder-Bütten. – Extrasuite der Illustrationen zu der vierteiligen, 1909 bei Bruno Cassirer erschienenen, Buchausgabe »Leben und Thaten des scharfsinnigen Edlen Don Quixote da la Mancha« von Cervantes. – Unter jeder Darstellung dreizeiliger radierter Text. – Der imposante Einband mit intarsierten und vergoldeten Deckelvignetten nach Illustrationen von Walser.

34,4 : 30,7 cm. 16 Radierungen. – Rücken und äußerer Rand stark verblasst, Ecken etwas beschabt, unteres Kapital bestoßen. Deckel mit Kratzspuren.

Badorrek-Hoguth A 6

820  Karl Walser – [Jean-Baptiste] Louvet de Couvray. Die Abenteuer des Chevalier de Faublas.

€ 750

Erzählt von Louvet de Couvray. Radierungen von Karl Walser. Erster [bis] Vierter Band. München, Georg Müller 1910. Mit vier radierten Titelvignetten und zwölf Radierungen. Originalkalblederbände mit je zwei vergoldeten Rückenschildern, Kopfgoldschnitt, breiter ornamentaler Deckelvergoldung mit Rosenmotiv und farbig lithographierten Vorsätzen nach Entwürfen von Karl Walser.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 1500), jedoch ohne die bei Badorrek-Hoguth erwähnte Extra-Suite der Radierungen. – Eine der schönsten Illustrationsarbeiten Karl Walsers: »Deliciöses Illustrationswerk […] auch der Einbandentwurf präsentiert sich mit exquisitem Geschmack.« (Der Zwiebelfisch, zitiert nach Badorrek-Hoguth). – Schönes Exemplar eines der für den Georg Müller Verlag jener Jahre typischen Luxusdrucke. – Dazu: Vivant Denon. Eine einzige Nacht. Übertragen und eingeleitet von Franz Blei. Mit Kupfern von Karl Walser. Berlin, Bruno Cassirer 1911. Mit sieben Kupfertafeln, fünf gestochenen Vignetten und farbig lithographierten Vorsätzen. Graugrüner Originalkalblederband mit reicher Vergoldung. Eins von 400 Exemplaren.

21,3 : 14,5 cm. 12 Radierungen. – Rücken aller Bände mit schwachen, Vorderdeckel von Band 4 mit deutlichen Kratzspuren. – Beigabe: Rücken verfärbt.

Badorrek-Hoguth, A 23.1 und A 7. – Schauer I, 212 und II, 57 (mit Abbildung). – 25 Jahre Georg Müller, S. 100

821  Karl Walser – Die Abenteuer des Chevalier Faublas.

€ 250

Erzählt von Louvet de Couvret. Erster [bis] Vierter Band. München, Georg Müller 1910. Mit vier radierten Titelvignetten und insgesamt zwölf Radierungen von Karl Walser. Originalhalblederbände mit farbig lithographierten Deckelbezügen.

Eins von 1500 Exemplaren. – Übersetzung von Franz Blei. – Die Vorsätze sind entgegen der Angabe bei Badorrek-Hoguth nicht illustriert.

20,9 : 13,6 cm.

Badorrek-Hoguth A 23.1. – Schauer II, 57

822  Karl Walser – Georg Büchner. Leonce und Lena.

€ 250

Ein Lustspiel. Mit Lithographien von Karl Walser. Berlin, Bruno Cassirer 1910. Mit zehn Farblithographien und einer Titelvignette. Originalseideneinband mit farbig lithographierter Rücken- und Deckelillustration (H. Sperling).

Erste Ausgabe mit den Illustrationen von Walser. – Eins von 250 Exemplaren auf Van Gelder-Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – »Unsereins hat so seine kleinen Vergnügungen […] Jedesmal also, wenn ich diesen gelben Band vor mir habe, genieße ich das heitere Lustspiel in einer Inszenierung von Reinhardt.« (Kurt Tucholsky, Gesammelte Werke, Reinbek 1960, Seite 73).

31,2 : 26,3 cm. [8], 48, [2] Seiten, 10 Lithographien. – Einbanddeckel minimal angestaubt.

Badorrek-Hoguth A 4.1. – Schauer II, 58. – Lang, Impressionismus 253

823  Karl Walser – Heinrich von Kleist. Prinz Friedrich von Homburg.

€ 250

Ein Schauspiel. Mit Lithographien von Karl Walser. Berlin, Bruno Cassirer 1916. Mit 55 Lithographien im Text, davon drei blattgroß und eine als Titelvignette. Originalpergamentband mit lithographierter Deckelzeichnung, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 250 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert und nummeriert. – Walsers »kleine zurückhaltende Zeichnungen lassen große Einfühlung in die jeweils dargestellte Zeit spüren, und entbehren auch nicht besonderer Wirkungen« (Barbara Wilk, zitiert nach Badorrek-Hoguth, S. 14). – Sehr schönes Exemplar.

31,2 : 23,8 cm. [8], 166, [2] Seiten.

Badorrek-Hoguth A 20.1. – Lang, Impressionismus 257. – Schauer II, 57

824  Karl Walser – Hermann Hesse. Knulp.

€ 400

Drei Geschichten aus dem Leben Knulps. Steinzeichnungen von Karl Walser. Berlin, S. Fischer 1922. Mit 16 Lithographien im Text, davon 13 blattgroß. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 350 Exemplaren (Gesamtauflage 360), zusätzlich erschienen 50 signierte Suitenexemplare (siehe die folgende KatNr.) – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Druck der Lithographien auf der Handpresse von M. W. Lassally, Berlin. – »Wenn es das Ideal lithographischer Buchillustration ist, den Eindruck zu erwecken, als habe der Künstler eigens nur für das gerade dem Beschauer vorliegende Werk seine Zeichnungen angefertigt, sie sozusagen mit dem Kohle- oder Kreidestift auf die freien Stellen der Buchseiten selbst gewischt, so muß man die Illustrationen Karl Walsers für […] die Liebhaberausgabe von Hermann Hesses ›Knulp‹ als vollendet bezeichnen: sie täuschen tatsächlich Originale vor, und man muß schon sehr genau hinsehen, um zu erkennen, daß es Reproduktionen sind!« (Das Sammlerkabinett, Jg. II, 1923/1924, Heft 8/9, zitiert nach Badorrek-Hoguth).

27,3 : 19,3 cm. [4], 131, [5] Seiten.

Badorrek-Hoguth A 14.1. – Mileck II, 23 A

825  Karl Walser. Sechzehn Steinzeichnungen

€ 900

zu Hermann Hesses Knulp. Berlin, S. Fischer 1922. 16 signierte Lithographien. Mit einem Doppelblatt lose in Originalhalblederkassette mit goldgeprägtem Titel.

Eins von 50 Suitenexemplaren. – Auf Bütten. – Gleichzeitig erschien eine Buchausgabe mit den Lithographien (Auflage 360). – Gedruckt auf der Handpresse von M. W. Lassally, Berlin. – »Und so vermitteln denn auch die Lithographien Walsers in der gleichzeitigen Mappenausgabe, wo sie rein und schön als Skizzen wirken, einen viel stärkeren Eindruck als im Buch, das sie zerstören« (Das Sammlerkabinett 1923/1924). – Sehr selten.

30 : 21 cm. 16 Lithographien, 1 Doppelblatt. – Kassettenkanten minimal berieben, Oberrand mit Lichtrand. Die Schließbänder fehlen.

Badorrek-Hoguth A 14.2. – Mileck II, 23 A

826  Karl Walser – [Johann Wolfgang von] Goethe. Gedichte.

€ 900

Mit Steinzeichnungen von Karl Walser. Berlin, Paul Cassirer 1926. Mit 20, davon 17 ganzseitigen, Lithographien. Lose Lagen, zusammen mit 29 signierten Lithographien unter Passepartout in Originalhalbpergamentkassette.

Die vierte und letzte der »Goethe-Mappen«, »in der sich graphische Künstler der Gegenwart vereinigen« (Druckvermerk). – Eins von 100 Exemplaren. – Die Lithographien im Textteil auf Zanders-Bütten, die Suite, die auch die nicht in den Text aufgenommenen lithographischen Entwürfe enthält, wurde auf Japan gedruckt und in Passepartouts montiert. – Insgesamt erschienen vier Folgen, illustriert von Ernst Barlach, Max Liebermann, Hans Meid und Karl Walser. Paul Cassirer plante ursprünglich acht weitere Ausgaben, angekündigt waren Mappen mit Illustrationen von Oskar Kokoschka, Erich Heckel und Max Slevogt – nach dem Freitod des Verlegers wurde das Projekt aber nicht mehr weitergeführt. – Die »Cassirer-Mappen« »[…] bedeuten einen Höhepunkt buchkünstlerischer Illustrationen nicht nur auf deutschem Boden.« (Jürgen Eyssen. Seite 148).

40,0 : 29,5 cm (Mappenformat). [44] Seiten, 29 Lithographien. – Kassette an einer Kante aufgeplatzt.

Badorrek-Hoguth A 10. – Feilchenfeldt/Brandis 74

827  Josef Weisz – [Johann Wolfgang von] Goethe. Faust.

€ 400

Tragödie. Erster [und] Zweiter Teil. Mit Bildern von Josef Weisz. München, Hugo Schmidt 1920. Mit 34 Illustrationen nach Lithographien. Originalpergamentbände mit Blindprägung und Vergoldung.

Je eins von 150 Exemplaren auf Bütten. – Josef Weisz (1894–1969) gehörte »zu den Künstlern, die vorübergehend in eine epigonale Beziehung zur expressionistischen Illustration geraten waren« (Lang, S. 31). Er studierte bei F. H. Ehmcke an der Münchner Kunstgewerbeschule. Weisz’ buchkünstlerisches Werk umfasst 35 Arbeiten, die zwischen 1919 und 1962 entstanden. Sein wohl bekanntestes Werk ist die vierbändige Mappenfolge »Blumen der Alpen« mit insgesamt 100 Holzschnitten. – Der erster Teil erschien in etwas kleinerem Format.

28,6 (bzw. 31,3) : 22,4 cm. 157, [2]; 236 Seiten, 34 Tafeln.

Lang, Expressionismus 362

828  Josef Weisz. Heiteres Tierbuch.

€ 200

München 1952. Mit 25 Holzschnitten. Originalhalblederband (Simon Wappes, München). Im Schuber mit Deckelschild.

Privatdruck. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage 325). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Handpressendruck von den Originalstöcken auf eigens für das Buch geschöpftem Velin von Hahnemühle. – Josef Weisz (1894–1969) gehörte »zu den Künstlern, die vorübergehend in eine epigonale Beziehung zur expressionistischen Illustration geraten waren« (Lang, S. 31). Er studierte bei F. H. Ehmcke an der Münchner Kunstgewerbeschule. Weisz’ buchkünstlerisches Werk umfasst 35 Arbeiten, die zwischen 1919 und 1962 entstanden. Sein wohl bekanntestes Werk ist die vierbändige Mappenfolge »Blumen der Alpen« mit insgesamt 100 Holzschnitten.

26,0 : 20,3 cm. [40] Seiten.

829  Alphons Woelfle – [Johann Wolfgang von] Goethe. Römische Elegien.

€ 450 ( R7 )

München, Arche 1922. Mit acht signierten Lithographien von Alphons Woelfle. Originalpergamentband mit Vergoldung.

Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzpergament und mit den signierten, auf Japan gedruckten Lithographien. – Auf Bütten. – Alphons Woelfle (1884–1951) war neben seiner Arbeit als Illustrator für Münchner und Berliner Verlage tätig, aber auch als freier Zeichner, Karikaturist und Redakteur – beispielsweise für Knorr & Hirth. – Mit radiertem Exlibris von Hermann Kätelhön: Wilhelm Kesten (1875–1958), Bergwerksdirektor und Vorstand der Zeche Dahlbusch.

30,6 : 23,4 cm. 34 Seiten, 8 Lithographien.

Sennewald 22, 2

830  Ossip Zadkine. Les travaux d’Hercule. The Labours of Heracles. Die Arbeiten des Herakles.

€ 400

28 Illustrationen von Ossip Zadkine. Paris [1960]. Mit drei signierten Farblithographien, 28 Tafeln nach Lithographien, einer Porträtfotografie, einem gefalteten Faksimile und einer beigelegten Falttafel. Schwarzer Originalmaroquinband mit vergoldetem Rückentitel und blindgeprägter Deckelillustration nach einer Zeichnung von Ossip Zadkine. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Unnummeriertes Exemplar der Buchausgabe mit den drei signierten Farbvarianten der Lithographie »La belle Nue« (Auflage 150, davon 134 in dieser Ausstattung). – Ossip Zadkine (1890–1967) schuf die 28 Lithographien, die als großformatigerer Mappenausgabe ediert wurden, unter dem Eindruck der Ereignisse des Krieges in den Jahren 1943/1944. – Von Hans A. Halbey typographisch gestaltet. – Auf festem Velin. – Enthält biographische Essays von Christoph Czwiklitzer und Jacques Gontier, Tagebuchnotizen des Künstlers und Auszüge aus Euripides Herakles-Dichtung.

25,7 : 17,5 cm. [92] Seiten, 3 Lithographien, 28 Tafeln.

Monod 11573. – Czwiklitzer 130

831  Magnus Zeller – Leonid Andrejew. Das rote Lachen.

€ 600

Bruchstücke aus einer aufgefundenen Handschrift. Berlin, Euphorion 1922. Mit sieben signierten Radierungen von Magnus Zeller. Originallederband mit ornamentaler Blindprägung, Lederapplikationen und Kopfschnittvergoldung (signiert: Euphorion Einband · Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 20 Exemplaren der absoluten Vorzugsausgabe auf Zanders-Bütten und mit den signierten Radierungen, jedoch ohne die im Druckvermerk erwähnte Suite (Gesamtauflage 320). – Die Neuübertragung stammt von Arthur Luther. – Andrejew schildert »als erklärter Kriegsgegner […] den Wahnsinn und Schrecken des Krieges in realistischer Darstellung« (Ralph Jentsch). Die Radierungen Zellers unterstreichen Andrejews Aussagen und zählen neben seinem Zyklus »Revolutionszeit« (1920) »zu den Höhepunkten des illustrativen Schaffens dieser Zeit« (Adolf Sennewald). Magnus Zeller (1888–1972) war Mitglied der »Novembergruppe« und der »Berliner Sezession«.

24,5 : 16,3 cm. 117, [3] Seiten. – Beide Deckel leicht verfärbt.

Jentsch 128. – Lang 374. – Sennewald 22,1

832  Magnus Zeller – Arthur Holitscher. Ekstatische Geschichten.

€ 300

Mit Steinzeichnungen von Magnus Zeller. Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1923. Mit sieben Lithographien, davon sechs blattgroß und signiert. Halblederband mit Seidenbezügen, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Das Prisma, Band 11. – Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe (Gesamtauflage ca. 300). – Im Druckvermerk vom Verfasser signiert. – Arthur Holitscher (1869–1941) lebte gegen Ende des 19. Jahrhunderts als freier Schriftsteller in Paris, später in München und Berlin. Verfolgt von den Nationalsozialisten emigrierte er erst nach Frankreich und später in die Schweiz. Magnus Zeller (1888–1972) war Mitglied der Novembergruppe und der Berliner Sezession.

27,1 : 15,2 cm. [2], 58, [6] Seiten. – Rücken berieben, untere Ecken bestoßen. Deckelbezug etwas fleckig.

Sennewald 23, 2 und I, 11. – Lang, Expressionismus 377

833  Die Graphischen Bücher – Vier Bände der Reihe.

€ 600

Potsdam und Berlin, Gustav Kiepenheuer 1919–1922. Drei Originalhalbleinenbände und ein -pappband mit illustriertem Vorderdeckel.

Erste Ausgaben (4, 6 und 8) bzw. 2. und 3. Tausend (1). – Band 1. Gustave Flaubert. Die Sage von Sankt Julian dem Gastfreien. Mit zwölf Lithographien von Max Kaus. – Band 4. Die Königsbraut von E. T. A. Hoffmann illustriert von W. Becker. – Band 6. Jesus Christus in Flandern von Honoré de Balzac. Mit 12 Holzschnitten von Karl Rössing. – Band 8. Sealsfield. Das blutige Blockhaus. Mit 20 Steinzeichnungen von Rudolf Schlichter. – »Von Paul Westheim, der für Kiepenheuer ›Das Kunstblatt‹ und ›Die Schaffenden‹ herausgab, soll die Idee zu der seit 1918 erscheinenden literarischen Reihe ›Die graphischen Bücher‹ stammen. Das Konzept, wenige Titel in sorgfältiger Form bei hoher Auflage, schädigte die wirtschaftliche Bilanz des Verlags und konnte nur mit chaotischem Finanzierungsgebahren durchgesetzt werden. In einer Verlagsankündigung hieß es, man wolle ›eigenwertigen Künstlerpersönlichkeiten der jungen Generation Gelegenheit geben, ihr Können an wertvollen literarischen Stoffen in Lithographien, Holzschnitt, Radierung und Urzeichnung zum Ausdruck zu bringen. Die Illustration paßt sich nicht in ängstlicher Anlehnung dem Stoff an, sondern sucht den Geist der Dichtung in freier Schöpfung zu erfassen‹.« (Lokatis/Sonntag, 100 Jahre Kiepenheuer-Verlage, S. 48/49).

834  Derriere le miroir. 10 ans d’edition.

€ 450

1946–1956. Paris, Maeght 1956. Mit sechs Originalgraphiken. Illustrierte Originalbroschur.

Großartiger Rückblick auf das erste Jahrzehnt der wichtigen Pariser Galerie. – Mit den wichtigen Verzeichnissen der Editionen der Galerie Maeght, einer Einleitung von Georges Limbour und den Graphiken von Marc Chagall (L’Écuyère, doppelblattgroße Farblithographie, Mourlot 153), Joan Miró (Femme au miroir, doppelblattgroße Farblithographie, M. 174; Astres et danseurs, Radierung in Sepia, Dupin 19), Alberto Giacometti (Annette de face, Radierung, Lust 62) und Bazaine (Lithographie) im Heft sowie einem Farbholzschnitt von Raoul Ubac auf dem Vorderumschlag. – Die Radierungen wurden von den gestrichenen Platten gedruckt, innerhalb der Auflage wurden drei verschiedene Radierungen von Miró verwendet, hier die mit Abstand frühste, die 1938 in einer Auflage von 30 Exemplaren gedruckt wurde.

38,0 : 28,3 cm. 75, [5] Seiten, 1 Lithographie, die übrigen in der Paginierung. – Ober- und Unterrand minimal bestoßen, 1 Blatt mit leichter Schabstelle.

835  Derrière le miroir – Vier Hefte der Reihe zur Geschichte der Galerie und Fondation Maeght.

€ 600

Paris, Maeght 1960–1982. Mit 41 meist farbigen und teils doppelblattgroßen Lithographien von Alechinsky, Bazzaine, Bram van Velde, Chagall, Fiedler, Giacometti, Klapheck, Miró, Riopelle, Steinberg, Tapies, Takis, Ubac und vielen anderen. Originaleinbände und -umschläge in privater Leinenchemise und Schuber.

Die Galerie von Aimé Maeght zählt zu den klangvollsten Namen innerhalb des französischen Kunsthandels seit Ende des Krieges. 1945 in Cannes aus einem kleinen Radiogeschäft hervorgegangen, zog Maeght (vom Schicksal begünstigt und unterstützt durch die Freundschaft zu Bonnard und Matisse) nach Paris und eröffnete in der Rue de Téhéran seine Galerie. Seit 1946 erschien die Katalogzeitschrift »Derrière le miroir« – bis 1982 in 252 Heften, meist einem speziellen Künstler anlässlich einer Ausstellung gewidmet. 1964/65 gründete das Ehepaar Maeght in St. Paul, zwischen Antibes und Nizza gelegen, die Fondation Maeght. Die vorliegenden vier Hefte widmen sich der Arbeit des Galeristenpaars Aimé und Marguerite Maeght. – 119: Poètes, peintres, sculpteurs. 1960. – 148: La Fondation Marguerite et Aimé Maeght. 1964. – 155: Fondation Maeght. Inauguration. 1965. – 250: Hommage à Aimé et Marguerite Maeght. 1982. Mit dem detaillierten Verzeichnis aller zuvor erschienenen Hefte. – Beilagen: 25 »Chroniques« (Beilageblätter zu einigen DLM-Heften) und sechs Verzeichnisse der »Editiones« der Galerie aus den Jahren 1957–1962. – Alle sehr gut erhalten.

836  Fernand Mourlot – Castor Seibel. A même la Pierre.

€ 300

Fernand Mourlot Lithographe. Paris, Pierre Bordas et Fils 1982. Mit zahlreichen, meist farbigen Faksimiles. Lose Doppelblätter in illustriertem Umschlag mit einer Farblithographie von Jean Dubuffet und in Originalleinenkassette. – Widmungsexemplar.

Eins von 150 Exemplaren (Gesamtauflage 250). – Ein Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Autors für den Kölner Galeristen Gerd Reinz. – Im Druckvermerk von Seibel und Mourlot signiert. – Auf Velin d’Arches. – Mit zahlreichen Faksimiles von Zeichnungen, Graphiken und Schreiben an den berühmten Drucker Fernand Mourlot, u. a. von Picasso, Bonnard, Matisse, Max Ernst, Van Dongen, Derain, Miró, Léger, Braque, Giacometti, Dunoyer de Segonzac, Masson, Chagall, Calder, Dubuffet, Paulhan, Estève, Delvaux, Prévert, Cocteau und Aragon. – Tadellos erhaltenes Exemplar dieser überbordenden Huldigung.

32,0 : 24,5 cm. [128] Seiten.

837  Fernand Mourlot. Kunst im Plakat der Pariser Schule.

€ 300

Paris, André Sauret, und Genf, Weber 1959. Mit 102 Farbtafeln. Originalleinenband mit illustriertem Schutzumschlag.

Kenntnisreicher Katalog mit blattgroßen Farbtafeln nach Originalplakaten von Braque (12), Chagall (14), Dufy (4), Léger (7), Matisse (10), Miró (8) und Picasso (42) sowie fünf Nachträge. – Mit Beschreibungen der Plakate. – Die Übersetzung ins Deutsche stammt von Karl Georg Hemmerich.

32,5 : 24,5 cm. 247, [5] Seiten (einschließlich der 102 Tafeln).

838  Galerie Berggruen Paris – Sieben Kataloge »Maitres-graveurs contemporains«.

€ 400

Paris 1972–1986. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschuren mit Farblithographien als Umschlag.

Vorhanden sind die Ausgaben 1972, 1974, 1978–1981 und 1986. – Die Umschlaglithographien stammen von Roberto Matta, Peter Paul, Jean-Michel Folon, Pierre Alechinsky, Robert Motherwell, Henry Moore und Gérard Beringer, jeweils extra für den Katalog entworfen. – Die wichtigen Kataloge mit Preislisten, Plakatverzeichnis und Referenzliteratur erschienen innerhalb der Katalogreihe als Nummern 51, 55, 62, 64, 67, 69 und 83. – Alle tadellos. — Eine Beigabe.

839  Galerie Berggruen Paris – Sechs Kataloge.

€ 200

Paris 1983–1987. Mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

75. Edvard Munch. Lithographies, eaux-fortes et gravures sur bois. 1983. – 81. Jacques Hartmann. Peintures et dessins. 1985. – 85. Alfred Courmes. Les gravures. 1986. – 86. Alfred Kubin. Vingt desins. 1986. – 87. Yvonnet. Cosa mentale. 1987. – 89. Gérard Beringer. Portraits d’apparat. 1987. – Alle tadellos. – Eine Beigabe.

840  Sechs Publikationen der Galerien Nierendorf bzw. Remmert und Barth, alle mit Originalgraphiken.

€ 200

Berlin und Düsseldorf 1980–2010. Mit zusammen 58 Originalgraphiken und zahlreichen Abbildungen. Originaleinbände.

I. 60 Jahre Galerie Nierendorf. Berlin 1980. Mit 36 Holz- bzw. Linolschnitten von Felixmüller, Kaus, Marcks, Nebel, Orlowski, Pechstein, Rohlfs, Tappert u. v. a. Eins von 3000 Exemplaren. – II. Verlagsverzeichnis Galerie Nierendorf 1920 bis 1980. Sonderdruck aus dem vorherigen Werk, aber mit acht anderen Originalgraphiken. Originalbroschur. – III/IV. Kunstblätter der Galerie Nierendorf. Hefte 47 (1985, 2 Holzschnitte von Felixmüller) und 87 (2010, 2 Farbholzschnitte von Carl-Heinz Kliemann). – V. 10 Jahre Remmert und Barth 1980–1990. Ausgewählte Werke. Düsseldorf 1990. Mit zehn Holz- und Linolschnitten von Campendonk, Felixmüller, Mataré, Pankok, Viegener u. a. – VI. Heinrich Campendonk. Briefe an Dr. Hans Koch. Düsseldorf 1995. Mit vier Holzschnitten und einigen Abbildungen. Originalleinenband. Ausstellungskatalog der Galerie Remmert und Barth. Eins von 160 Exemplaren.