ChristianHesse

Lot 701 – 750 | Hesse-Auktionen
Lot 701 – 750

701  Ronald Searle. Germany. Berlin Wall. Holiday.

€ 2500

(Friedensengel auf der Berliner Mauer). Tusche und Aquarell. 1963. 49,0 : 36,8 cm. Signiert, datiert und betitelt.

Die vielfach reproduzierte Zeichnung ist ein der markantesten Motive in der Serie zur Berliner Mauer. – Auf Zeichenkarton, dieser auf Pappe aufgezogen. – Rückseitig mit Ausstellungsaufkleber der Bianchini Gallery, New York, mit Katalognummer (?) »#99«. – Der britische Künstler Ronald Searle (1920–2011) zählt zu den renommiertesten Karikaturisten des 20. Jahrhunderts. Unvergessen sind seine »St. Trinian’s« Cartoons (1948). Anfang der 1960er Jahre entstanden mehrere Serien zur bundesdeutschen Gegenwart. – Aus dem Besitz des Hamburger Stern-Karikaturisten Peter Neugebauer.

702  Ronald Searle. Buxtehude.

€ 1200

Tuschzeichnung, laviert. 1964. 50 : 38 cm. Signiert, datiert und betitelt.

In umfangreichen Folgen dokumentierte der Karikaturist Ronald Searle seine Eindrücke während einer Deutschlandsreise in den frühen 1960er Jahren. – Auf weiß gestrichener Malpappe. – Ehemals Sammlung Peter Neugebauer, Hamburg. – Rückseitig nochmals betitelt und mit Searles eigenhändig notierter Pariser Anschrift.

  703    Heinrich Siepmann. Ohne Titel.

€ 400

Collage (Wellpappe und Karton), bemalt und auf Gouache montiert. 1989. 28,0 : 39,5 cm (50,0 : 39,5 cm). Signiert und datiert.

Mehrschichtig erweitert sich die Bildgröße, erst auf dem vollen weißen Bogen signiert und datiert. – Heinrich Siepmann (1904–2002) studierte an der Folkwang-Schule Essen. Beeinflusst von den geometrisierten Bildkompositionen der Bauhauszeit setzte er nach Kriegsende, inzwischen Mitglied der Recklinghausener Künstlergruppe »junger westen«, dieses Gestaltungsprinzip konsequent fort und blieb ihm bis ins hohe Alter treu.

  704    Renée Sintenis. Junge mit Fohlen.

€ 200

Radierung. 21,8 : 17,0 cm (38,2 : 27,3 cm). Signiert.

Auf festem, leicht getöntem Karton. – Unten rechts Besitzvermerk »Erich Lüth«, wohl der Hamburger Publizist (1902–1989).

Leicht gebräunt, rückseitig umlaufend Montierungsreste.

  705    Jiri Sliva. Kamikatze. – Patent. – Chat Neuf du Pape.

€ 400

Drei Farblithographien. Signiert und nummeriert.

Aus Auflagen von 55 bis 65 Exemplaren. – Formate: 24 : 19 cm (50 : 40 cm). – 31,5 : 39,5 (47 : 53 cm). – 24 : 32 cm (43 : 33 cm). – Jiro Sliva (geboren 1947) ist einer der bekanntesten tschechischen Karikaturisten und Illustratoren. Er vermengt in seinen Arbeiten naive mit surrealistischen Motiven.

Können in den gleichartigen Rahmen erworben werden, Aufpreis inkl. Versand 150 EUR. – Auf glattem Karton. – Alle gerahmt, im Passepartoutausschnitt unterschiedlich stark gebräunt, Blatt 2 mit kleinem Braunfleck im Unterrand.

706  Eugen Spiro. Das Podium.

€ 600

Künstlergesten aus dem Concertsaal. 34 Lithographien. Ca. 30 : 25 cm. Signiert.

Exemplar 44/55. – Erste Ausgabe, später erschienen 30 Mappen mit drei zusätzlichen Blättern. – Die Lithographien wurden auf Japan gedruckt und blattweise signiert. Jede in Passepartout mit der faksimilierten Signatur des jeweiligen Künstlers. – Mit Porträts berühmter Musiker, Dirigenten und Sänger der Zeit, u. a. Arthur Nikisch (2), Lilli Lehmann, Ferruccio Busoni (2), Carl Flesch, Artur Schnabel (2), Richard Strauss, Claire Dux, Leo Slezak, Franz von Vecsey, Arnold Rosé sowie Hess-Quartett und Rosé-Quartett. – Mit dem lithographierten Widmungsblatt für Arthur Rosenheim und dem Inhaltsverzeichnis lose in der Originalmappe mit Deckellithographie. – Vollständig selten zu finden.

Mappe mit leichten Alterungsspuren, Rücken mit aufgeklebtem Titeletikett.

Thieme/Becker XXXI, 390 (datiert 1906). – Sennewald 293 (ca. 1920)

707  Hermann Struck. Porträt Albert Einstein.

€ 1000

Kaltnadelradierung. 1920. 19,8 : 14,1 cm (28 : 22 cm). Signiert und nummeriert, in der Platte monogrammiert und datiert. Am Unterrand von Albert Einstein signiert.

Exemplar 20/150. – Eins von 50 Exemplaren, die auch vom Porträtierten signiert wurden, so als Blatt 1 in der Vorzugsausgabe der Mappe »Köpfe 1920«, der 1921 und 1922 noch zwei weitere Mappen folgten. – Auf Bütten. – Es ist überliefert, dass Albert Einstein von diesem 1919 entstandenen Porträt nicht sonderlich begeistert gewesen sein soll. – 1919 bestätigt die Auswertung einer Sonnenfinsternis die von Einstein vorhergesagte Krümmung des Lichts im Schwerfeld der Sonne und machte den Physiker weltberühmt.

Umlaufend etwas beschnitten, rückseitig leicht gebräunt. – In Passepartout montiert.

Katalog Lindenau-Museum 6003. – Bei Söhn nur die beiden späteren Mappen

708  Hermann Struck. Hochzeitsreise 1920.

€ 1200

17 Lithographien. 1920. Signiert.

Exemplar 7/30. – Enthält folgende Ansichten: Elbufer, Bad Schandau, München, Bozen (2), Meran, Trento, Gardasee, Venedig (9). – Die Lithographien auf unterschiedlichen Papieren, einzeln signiert und in Passepartouts montiert. – Mit dem Titelblatt (mit signiertem Auflagenvermerk und der Bildliste) in Originalhalbleinenmappe. – Die Steine wurden nach dem Druck abgeschliffen. – Sehr selten, wir konnten bei artprice kein Exemplar nachweisen. In der Auktion der Sammlung Stinnes (1936) ist Exemplar 1/30 unter KatNr. 1256 identisch beschrieben.

44 : 33 cm (Mappe). – Mappendeckel etwas stockfleckig. Mappenflügel in den Gelenken eingerissen.

709  Hermann Struck. Amerikanische Reisebilder.

€ 2000

44 Lithographien. 1922. Signiert. 35 : 45 cm (Mappenformat). Berlin, Hans Heinrich Tillgner 1922.

»Archiv-Exemplar I«, wie die fünf Vorzugsexemplare in zwei Ganzledermappen mit goldgeprägten Titeln (Gesamtauflage 45). – Die vollständige Folge, u. a. mit folgenden Ansichten: New York (»Wolkenkratzer«, Hochbahn, Central Park, Freiheitsstatue, Metropolitan Opera, Brooklyn u. v. m.), Chicago, Lake Michigan und Niagara-Fälle. – Hermann Struck (1876–1944) bereiste noch vor dem Ersten Weltkrieg Palästina (1903), Schweden, England und die USA (1912/13). Seine graphischen Eindrücke veröffentlichte er erst nach dem Krieg, teils als Mappenwerke, teils mit Texten von Arthur Holitscher (Palästina, Amerika) und Hermann Hesse (Italien). – »Amerikanische Reisebilder« erschien als erste »Tillgner-Mappe« zeitgleich mit dem ersten »Tillgner-Druck« (Struck/Holitscher, Amerika, allerdings mit Radierungen). – Alle Lithographien auf Japanpapier, signiert und in Passepartout. Je 22 mit einem Titelblatt in den beiden dunkelblauen Originalmaroquinledermappen. – Sehr selten, zumal in der Vorzugsausgabe.

Die Mappen leicht fleckig und berieben. – 6 Lithographien etwas stockfleckig. – Einige Lithographien mit abweichenden Exemplarnummern und Auflagen nummeriert.

Nicht bei Thieme/Becker

  710    Théo Tobiasse. Les fruits de Brugges.

€ 300

Farblithographie. Um 1980. 50,0 : 65,5 cm (57,5 : 77,5 cm). Signiert und nummeriert.

»EA XXV/XXV«. – Eins von 25 Künstlerexemplaren, auf Japon nacré. – Farbenprächtige Lithographie des französischen Künstlers (1927–2012), der bereits als Kind mit seinen Eltern aus Palästina nach Paris kam.

Vier Anheftungen leicht durchschlagend.

711  Heinrich Vogeler. Im Mai.

€ 400 ( R16 )

Aquatintaradierung. 1897. 34,4 : 25,0 cm (38,2 : 28,0 cm). Signiert.

Eins von 50 signierten Exemplaren auf Japan, dabei eins aus der in Braun gedruckten Teilauflage. – Nuancierter Frühdruck mit dem Käfer als Remarque im Plattenrand.

Kann mit Rahmen erworben werden, Aufpreis inkl. Versand 100 EUR. – Wohl auf Japan aufgezogen und deutlich beschnitten. Die äußersten Papierränder gebräunt und mit zwei kleinen Kugelschreibermarkierungen.

Rief 16 II b (von II d)

712  Paul Wunderlich. Landschaft.

€ 450

Radierung. Um 1952. 9,0 : 34,7 cm (23,8 : 51,8 cm). Signiert.

Nicht im Werkverzeichnis der Druckgraphik. – Im Frühwerk Paul Wunderlichs finden sich (datiert 1952) einzelne Radierungen ähnlichen Sujets und Formats, wie die vorliegende ohne Auflage. Schon Mitte der 1950er Jahre wandelte sich das graphische Œuvre, nach Selbststudium der Lithographie (1957/58) auch im Hinblick auf die verwendete Technik. – Wir danken der Edition Huber in Offenbach für freundliche Auskunft und mündliche Expertise.

Leicht gebräunt, rechts unten Wasserrand.

713  Ellen Auerbach. Das Wirkliche als Komposition.

€ 1000

Sechs Fotografien. 1930–1954/2012. 30,5 : 24,0 cm.

Vollständige Folge von sechs Fotografien, die einen Überblick auf das vielfältige Œuvre der Fotografin bieten: Werbefotografie von 1930, Leben in Amerika 1940er-1954 u. a. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass in der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin. – Während ihrer Ausbildung beim Bauhaus-Fotografen Walter Peterhans lernte Ellen Rosenberg, die 1937 Walter Auerbach heiratete, 1929 Grete Stern kennen und eröffnete mit ihr für wenige Jahre das Fotostudio »ringl + pit«. – Ediert von der Griffelkunst Hamburg, 346 C1–6. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe.

  714    Karl-Heinz Bast. Ezra Pound.

€ 300

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1972. 38,7 29,7 cm. Signiert, rückseitig betitelt und mit dem Copyright-Stempel des Fotografen.

Das markante Porträtfoto entstand im Todesjahr des Dichters in Venedig. – Karl-Heinz Bast (geboren 1937) war seit 1960 als freier Bildjournalist in Bonn u. a. für FAZ, Süddeutsche, Stern und Die Zeit tätig. Bekannt wurde er auch durch seine Porträtfotografien von Konrad Adenauer, Oskar Kokoschka, Mark Tobey, Leonor Fini, Antoni Clavé, Max Ernst, Ezra Pound, Heinrich Böll, Günter Grass, Marcel Marceau u. a.

  715    Anna und Bernhard Blume. Waldeslust. – Im Holz. – Auf der Schwarzwaldhöhe.

€ 450

Duplex-Offsetdrucke mit Lack, nach Fotografien. 1982–1985/2000. 50,0 : 31,5 cm (65,0 : 43,2 cm). Signiert, datiert und betitelt.

Fast schonungslos dokumentarische Fotografien des Künstlerpaars, die Bildinhalte konterkarieren die Bildtitel (oder umgekehrt). – Auf festem Offsetkarton. – Die vollständige von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg edierte dreiteilige Folge, Editionsnummern 298 B4–6. – Tadellos erhalten.

  716    Anna und Bernhard Blume. 6 eingefleischte Tatsachen.

€ 250

Sechs Farboffsetdrucke nach Polaroidfotos. 1996/97. 15,8 : 12,4 cm (50,0 : 35,5 cm). Signiert.

Vollständige Folge mit Titel- und Textblatt im Originalumschlag. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 286 A1–6.

717  Andreas Feininger. Schiffe auf dem East River, New York.

€ 450

Fotografie. 1940/2010. 30,5 : 39,5 cm (39,5 : 49,5 cm).

Großformatiger Abzug vom Originalnegativ aus dem Nachlass. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer E 463. – Tadellos.

718  Andreas Feininger. Fischmarkt in der South Street, New York.

€ 400

Fotografie. 1940/2010. 39,5 : 30,5 cm (49,5 : 39,5 cm).

Großformatiger Abzug vom Originalnegativ aus dem Nachlass. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer E 464. – Tadellos.

719  Tim Gidal. Hamburg, Gängeviertel 1929.

€ 1200

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 21 : 16,8 cm. Rückseitig signiert, betitelt, datiert und ausführlich beschriftet.

Rückseitig später signiert und betitelt sowie zusätzlich mit englischen Angaben »early print«, »Hamburg. Red light district 1929« »open flash (powder, a big load!)« sowie Stempeln und Maßangaben. – In Tim Gidals Publikation »Chronisten des Lebens« (S. 82) betitelt: »Eine Gasse im Hamburger Arbeiterviertel«. – Eine der frühesten Aufnahmen des damals gerade 20jährigen. Nach Anmerkung bei Hans-Michael Koetzle schenkte ihm sein Bruder 1929 die erste Leica und noch im selben Jahr folgte eine erste Veröffentlichung in der »Münchner Illustrierten«.

720  Tim Gidal. München, Englischer Garten, Dec. 1929.

€ 1200

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1929. 23,1 : 16,8 cm. Rückseitig signiert, datiert und betitelt sowie beschriftet.

Sehr frühe Aufnahme des damals gerade 20jährigen. Tim Gidal (1909–1996) war durch seinen Bruder Georg, der Pressefotograf war, zum Fotografieren gekommen. Bereits 1929 arbeitete er als Fotojournalist und gilt als Pionier dieses Berufsbildes. – Wie meist bei Aufnahmen aus seinem privaten Archiv auch hier mit zahlreichen Beschriftungen und Stempeln auf der Rückseite. Nach Bericht seines Sohnes vertrat Gidal die Auffassung, Fotos könne man, wenn schon nur rückseitig, gar nicht oft genug signieren. Hier finden sich, außer Titel, Datierung und Signatur noch der zusätzliche Bildtitel »Einsam bin ich nicht, – alleine …« mit dem Zusatz »(Interpunktion beachten)«, zwei Copyright-Stempel sowie die Widmung »for Peter with love Dad«.

721  Tim Gidal. Fishing barges in Marseilles (Invasion fleet).

€ 1000

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1930. 18,3 : 12,0 cm. Rückseitig signiert, betitelt und bezeichnet.

Wohl auf einer der ersten Reisen Gidals entstanden und deutliches Beispiel für seine Kombination aus künstlerischer Komposition und dokumentarischem Inhalt. – Rückseitig betitelt (erste Zeile nachträglich gestrichen), mit Stempel »Photo by Tim Gidal« und signiertem Bleistifthinweis »Vintage print 1930« sowie »for Peter«.

Linke untere Ecke mit kleinem Knick.

722  Tim Gidal. Fernsehgesicht, München 1930.

€ 900

Fotografie. Silbergelatine. 15,0 : 12,6 cm. Rückseitig signiert, betitelt, datiert und ausführlich beschriftet.

Experimentelle Fotografie. – Rückseitig zusätzlich beschriftet »veröffentlicht 1930 in der Münchner Illustrierten Presse« und später »not certain whether vintage print or not. Can’t remember! TG« und »probably vintage print 1930 | (TG 1990)«. – Einige Maßangaben für Reproduktion und Montagespuren.

723  Tim Gidal. Anna Freud und Dr. Stekel, Luzern 1934.

€ 900

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1934. 16,7 : 22,0 cm. Unten rechts signiert und datiert, rückseitig nochmals signiert, betitelt, datiert und ausführlich beschriftet.

1934 hatte Tim Gidal als Fotoreporter den 13. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Luzern dokumentiert. – Dort entstand dieses spontane Porträt von der Tochter Sigmund Freuds und Wilhelm Stekel, dem bedeutenden Wiener Psychoanalytiker. – Rückseitig ausführlich beschriftet, hier u. a. mit zweiter, späterer Signatur, Archivnummern und Copyrightstempel.

Zwei Klebereste von ehemaliger Montage.

724  Tim Gidal. Pin ups on the Ceiling of the Sheikh of Kuwait’s Room.

€ 1800

Queens and Actresses. Kuwait 1942. Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 29,1 : 21,8 cm. Signiert und datiert, rückseitig nochmals signiert, betitelt, datiert und ausführlich beschriftet.

Die großartige Fotografie entstand während Gidals Einsatz als Bildreporter der »Eighth Army« in Arabien. Die dokumentarische Aufnahme erfasst die an die Saaldecke montierten Porträts und einen dort sichtbaren Deckenventilator – und nur dieser ermöglicht es dem Betrachter, die Blickrichtung des Fotographen nachzuvollziehen. – Rückseitig – wie meist bei Gidals Aufnahmen – ausführlich beschriftet, hier u. a. mit monogrammiertem Zusatz »Eigener Vintage Print 1943«, Widmung »für Pia TG« (seit 1980 Gidals zweite Ehefrau), zwei Angaben zu den Porträts und zwei Stempeln.

Linke untere Ecke mit winzigem Knick. – Rückseitig Klebereste von ehemaliger Montage.

725  Tim Gidal. Alexandria.

€ 1200

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1943. 17,5 : 12,0 cm. Rückseitig signiert, betitelt, datiert und ausführlich beschriftet.

Rückseitig auch mit mehreren Stempeln, u. a. »Pictorial Press, London«. Tim Gidal war 1936 für kurze Zeit nach Palästina emigriert. Von 1938 bis 1947 arbeitete er in London für »Picture Post« und »Parade«, das Magazin der »Eighth Army«. Dieser Großverband des britischen Heeres war von 1941 bis 1943 in Ägypten eingesetzt.

Winzige Druckspuren in der Bildschicht.

726  Tim Gidal. C. G. Jung.

€ 900

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. 1958. 16,8 : 25,3 cm. Rückseitig signiert, betitelt und bezeichnet.

Ende 1957 hatte Tim Gidal (1909–1996), der damals in den USA lebte, den Psychiater Carl Gustav Jung (1875–1961) in der Schweiz besucht. Es entstanden mehrere Aufnahmen in dessen Haus, hier in der Bibliothek. – Rückseitig signiert, betitelt, datiert und beschriftet: »vintage print || only print in existance | must be returned«. – Mit dem Jerusalemer Adressaufkleber (Gidal lebte von 1936 bis 1948 und von 1970 bis 1996 in Palästina bzw. Israel), einem Copyright-Stempel und einigen Archivnummern.

Ecken minimal bestoßen.

  727    Nan Goldin. April in the window, N. Y. C.

€ 450

Fotografie, Cibachrome. 1983/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A3. – Tadellos.

  728    Nan Goldin. Kee in bed, E. Hampton, N. Y.

€ 450

Fotografie, Cibachrome. 1988/1996. 30,5 : 40,5 cm. Rückseitig signiert.

Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 282 A5. – Tadellos.

729  Richard Hamilton. Whitley Bay.

€ 450

Kolorierte Fotografie mit farbigem Siebdruck. 1969. 10,5 : 15,5 cm.

Eins von wohl 150 unikalen Exemplaren. – Die Karte basiert auf dem gleichnamigen Gemälde von 1965 und wurde als Einladung der Robert Fraser Gallery verschickt. – Hamilton kolorierte die gerasterte Fotografie mit pastellartigen farbigen Tinten und akzentuierte jedes Exemplar unterschiedlich mit kleinen roten Farbsprenkeln. – Robert Frasers Galerie im Londoner Stadtteil Marylebone zählte zu den wichtigsten Plätzen der Pop-Art. Die Galerie und ihr Besitzer waren in den 1960er Jahren skandalträchtig und medienpresent: Drogenrazzien, Jim Dines teils aufgelöste Ausstellung und der erste Gilbert & George-Auftritt waren »Höhepunkte« dieser Zeit. 1969 wurde die Galerie geschlossen. – Richard Hamilton steuerte 1968 ein Poster zum »White Album« der Beatles bei, Rob Fraser entwickelte das Logo und den Namen der Beatles-Firma »Apple Corps«.

730  Gerhard Kerff. Duisburg. Kanalbrücken.

€ 600

Fünf Fotografien. Um 1935. 39,8 : 28,8 cm bzw. 29,8 : 23,8 cm.

Gerhard Kerff war während seines Studiums an der TH Stuttgart 1930/31 Praktikant beim Hochbauamt in Duisburg. Nach seinem Diplomabschluss arbeitete er ab 1934 im Atelier Heinrich Blecken in Duisburg. Die Aufnahmen könnten zu seinen frühesten Arbeiten zählen, die vorliegenden Abzüge entstanden sicher später. – Aus dem Nachlass der Lebensgefährtin des Fotografen. – Der großformatige Abzug rückseitig mit ihrem Besitzvermerk und wohl von ihr betitelt, die weiteren vier Abzüge ohne Hinweise.

Gerhard Kerff (1908–2001) arbeitete nach Kriegsende zunächst als Architekt in Hamburg, von 1967 bis 1973 hiesiger Baudirektors. Obwohl lebenslang nur Amateur-Fotograf, war er auf diesem Gebiet so professionell, dass Albert Renger-Patzsch, der Kerff 1932 in einem Kurs für Amateurfotografen kennengelernt hatte, sein Mentor wurde. Zahlreiche Briefe belegen die Entwicklung Kerffs »zu einem Fachmann auf Augenhöhe«, der Renger-Patzsch in technischen und gestalterischen Fragen beriet. Beide konzentrierten sich auf Architektur- und Landschaftsfotografie. Aufnahmen von Gerhard Kerff, die ab 1941 während vieler Reisen entstanden, wurden u. a. im Reisemagazin »Merian« veröffentlicht. Das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe erhielt von Kerff tausende Fotografien sowie die gesamte Korrespondenz mit Renger-Patzsch. 2010 wurde der Nachlass an das Albert Renger-Patzsch Archiv der Münchner Stiftung Ann und Jürgen Wilde angegliedert.

731  Gerhard Kerff. Schleswig. Grabstein.

€ 300

Fotografie. Silbergelatine. 1938. 36 : 27 cm.

Späterer Abzug. – Rückseitig mit »Foto Kerff« signiert, betitel und mit »ca. 1936« datiert. – Aus dem Nachlass der Lebensgefährtin des Fotografen.

732  Gerhard Kerff. Rügen Waldbild.

€ 450

Fotografie. 29,0 : 23,5 cm. Rückseitig signiert und betitelt.

Sehr schöne Aufnahme, die Kerffs große Begeisterung für Landschaftsaufnahmen beweist. Diese, wie auch die Abneigung gegen Porträtfotografie, teilte er mit Albert Renger-Patzsch. – Rückseitig – außer der Bezeichnung »Foto Kerff« und dem Titel – mit mehreren Nummern und Maßangaben.

733  Gerhard Kerff. Nachtaufnahme.

€ 400

Fotografie. Silbergelatine, vintage print. Um 1950. 23,2 : 17,2 cm. Rückseitig stempelsigniert und eigenhändig betitelt.

Auf Agfa-Brovira. – I. Rückseitig mit dem Atelierstempel des Fotografen und detallierter Bezeichnung: »Nachtaufnahme || Baum, von Scheinwerfern eine Ausstellung angestrahlt || 9/12 Aufn. Bl 22 4 Minuten«. – Dazu: Gerhard Kerff. Welkes Schilf. Fotografie. Um 1950. 17,2 : 23,2 cm.

  734    Gerhard Kerff. Landschaft in Osttirol bei Sillian.

€ 300

Fotografie. 29,8 : 39,8 cm. Rückseitig betitelt.

Rückseitig mit Atelierstempel und betitelt. – Aus dem Nachlass der Lebensgefährtin des Fotografen.

735  Gerhard Kerff. Fischernetze bei Flensburg.

€ 450

Fotografie. Silbergelatine, vintage. 58,5 : 48,3 cm.

Aufgezogen und mit Aufhängern versehen. – Rückseitig von fremder Hand betitelt, datiert und bezeichnet. – Aus dem Nachlass der Lebensgefährtin des Fotografen.

Links oben leicht fleckig, durch die Montage an den Rändern leicht gewellt.

736  Gerhard Kerff. Reihungen.

€ 600

Vier Fotografien. 24 : 30 cm, ein Hochformat.

Fischräucherei. – Eisenketten. – Bäume. – Dachfenster. – Alle auf dünnem Agfa-Papier. – Eine Fotografie rückseitig mit Schenkungsvermerk.

737  Gerhard Kerff. Hamburg. Unilever-Hochhaus. Gängeviertel.

€ 300

Zwei Fotografien. Um 1965. 29,6 : 21,5 cm und 27,3 : 22,3 cm.

Georg Kerff war von 1967 bis 1973 Baudirektor in Hamburg. Die Fotografie dokumentiert künstlerisch gestaltet den Gegensatz zwischen dem damals neuen Bürohochhaus (erbaut 1964) und einer der langjährigsten »Wunden« im Hamburger Stadtbild, dem Häuserkomplex des Gängeviertels Valentinskamp.

  738    Daniel Gustav Kramer. Untitled (from Woodland).

€ 1000

Fotografie, C-Print. 2004. 41 : 41 cm. Auf dem Rahmenaufkleber signiert, datiert, nummeriert und betitelt.

Exemplar 1/5. – In Museumsrahmung. – Rahmen rückseitig mit Aufkleber »Büro für Fotos | Köln«, das die Serie »Woodland« gemeinsam mit Domobaal Gallery, London, und Casa D´Os Dias da Agua, Lissabon präsentierte. – Daniel Gustav Kramer, geboren 1975, lebt und arbeitet in Berlin. – In Galerierahmung, zur Bearbeitung nicht geöffnet.

  739    Herbert List. Vedute Romane.

€ 450

Sechs Fotografien. 1949–1953/2013. 23,0 : 18,5 cm (30,0 : 23,7 cm).

Die vollständige Auswahlfolge. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass des Fotografen (1903–1975). – Mit folgenden schönen Ansichten aus der Ewigen Stadt: Blick auf die Säule des Kaisers Trajan. 1949. – Fischer auf dem Tiber vor der Engelsbrücke. 1949. – Antiker Pferdekopf in den Thermen des Diocletioan. 1949. – Morgendliches Saubermachen auf dem Piazza Venezia. 1949. – Feierabend in Travestere. 1953. – Luftballons vor der Fontana di Trevi. 1950. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 351 B1–6.

740  Ernst Jünger – Stefan Moses. Ernst Jünger Wilflingen Trauerzug.

€ 600

Fotografie (Vintage). 1998. 30,4 : 40,6 cm. Rückseitig siginert und betitelt.

Großformatiger Abzug vom überarbeiteten Negativ. – Rückseitig mit silbernem Faserstift signiert und betitelt, mit dem Copyright-Aufkleber des Fotografen und von fremder Hand nochmals mit Bleistift betitelt. – Am 17. Februar 1998 war Ernst Jünger, kurz vor seinem 103. Geburtstag, gestorben. Am 21. Februar fand in seinem langjährigen Wohn- und Schaffensort, dem oberschwäbischen Wilflingen, die Beisetzung statt. – Stefan Moses (1928–2018), der Jünger mehrfach porträtiert hatte, dokumentierte auf der vorliegenden Aufnahme die rege Beteiligung an diesem Ereignis.

Rechter Rand mit minimal Griffspuren.

741  Albert Renger-Patzsch. San Zeno Verona.

€ 2500

Sieben Fotografien. Silbergelatine, vintage prints auf Agfa-Brovira-Papier. 1935. Ca. 17 : 23 cm.

I. Blick über die Piazza San Zeno mit Abtei- und Glockenturm. – II. Westfassade. – III. Portal mit den Reliefs und Bronzetüren. – IV. Die die Basilika-Säulen tragenden Löwen. – V. Lettner mit den Figuren von Christus und den Aposteln, unten der Abgang zur Krypta. – VI und VII. Drei Apostel (zwei Aufnahmen). – Rückseitig mit dem Essener Atelier-Stempel »Renger-Foto D.W.B.« und nummeriert. – Albert Renger-Patzsch (1897–1966) gilt als Fotopionier der Neuen Sachlichkeit. 1928 erschien sein wegweisendes Buch »Die Welt ist schön«, angeregt durch seine Bekanntschaft mit Carl Georg Heise und Hans Mardersteig im Kurt Wolff Verlag. Hans Mardersteig, mittlerweile mit seiner Officina Bodoni in Verona ansässig, plante Mitte der 1930er Jahre einen Fotoband über Verona und die dortige Kirche San Zeno, eine der schönsten romanischen Kirchen Italiens. Das Projekt wurde nie realisiert, die Fotografien verblieben im Familienbesitz des Verlegers.

  742    Jaroslav Rössler. Abstrakte Photographie.

€ 600

Sechs Fotografien. 1923–1961/2009. 30,5 : 24,0 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. – Abzüge von den Originalnegativen im Nachlass des Künstlers. – Jaroslav Rössler (1902–1990) stellte 1924 in Paris aus. 1926 wurde er eines der jüngsten Mitglieder in der Prager Künstlergruppe »Devetsil«, lebte damals aber bereits in Paris. Erst 1966 wurde man durch die Surrealismus-Fotoausstellungen in Brünn und Bratislava wieder auf ihn und sein Nachkriegsœuvre aufmerksam. – Die abstrakten Stillleben entstanden teils vor, teils nach dem Zweiten Weltkrieg. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 336 A1–6.

  743    J. Roseman. 31 Fotografien von Gemälden Moïse Kislings.

€ 750

Silbergelatine, vintage prints. Um 1925. Ca. 25 : 20 cm. Rückseitig mit dem Atelier- und dem Copyright-Stempel des Fotografen und alle eigenhändig(?) betitelt.

Der für die fotografische Reproduktion von Kunstwerken der Moderne bekannte J. Roseman (bekannt sind von ihm Aufnahmen mit Skulpturen Archipenkos und Rodins), war im Paris der 1920er Jahre tätig. Sein Atelier befand sich am Boulevard Raspail. – Moïse Kisling (1891–1953) studierte in Krakau bevor er 1910, als junger Mann, nach Paris kam. Nach dem ersten Weltkrieg verkehrte er in der berühmten Künstlerkolonie »La Ruche« (der Bienenkorb), im 15. Arrondissement, zeitweise mit Guillaume Apollinaire, Alexander Archipenko, Ossip Zadkine, Marc Chagall, Max Pechstein, Amedeo Modigliani (der ihn porträtierte) u. v. a. – Der dokumentarische Wert der 31 großformatigen Fotografien wird durch Angaben zu den damaligen Eigentümern auf jedem Foto gesteigert. Namentlich werden Sammler in Berlin, Köln, Paris, Oslo und Philadelphia genannt – die DSGVO galt damals noch nicht. – Alle sehr gut erhalten. – Aus einer Berliner Privatsammlung.

  744    Christian Schad. Schadographien.

€ 300

Sechs Photogramme. 1962–1975/2000. 21,5 : 16,5 cm (30,3 : 23,8 cm).

Die vollständige Auswahlfolge mit den Schadographien 44, 57, 59, 63 und 75b, entstanden 1962/63 und 126, entstanden 1975. – Christian Schad (1894–1982) hatte bereits in seiner Dada-Zeit 1919 erste Photogramme geschaffen. Diese Bilder entstanden durch die Belichtung von Fotopapier mit aufgelegten Objekten. In den 1960er Jahren wandte er sich dieser künstlerischen Gestaltungsform nochmals zu. – Mit dem Textblatt in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 297 A1–6.

745  Andreas Slominski. Ohne Titel [Brennende Mühle].

€ 600

Serigraphie nach einem Foto. 1996. 32,1 : 41,8 cm (50: 60 cm). Recto und verso mit dem Fingerabdruck des Künstlers signiert, rückseitig nummeriert.

Exemplar 30/100. – Erschienen zur Vorzugsausgabe des Kataoges »Mühlen/Mills«, herausgegeben von der Galerie Jablonka, Köln. – Der Fingerabdruck auf der Bildseite farblos, der rückseitige in Blau. – Andreas Slominski (geboren 1959) studierte in Hamburg. Nach einer Professur in Karlsruhe übernahm er 2004 an der Hamburger Hochschule die Nachfolge von Franz Erhard Walther.

Kleiner Lackfleck im linken Papierrand, sonst sehr gut erhalten.

  746    Ré Soupault. Photographin der magischen Sekunde.

€ 400

Sechs Fotografien. 1934–1936/2011. 30,5 : 23,8 cm.

Die vollständige Auswahlfolge. – Abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass der Fotografin (1901–1996). – Die Folge beinhaltet zwei Straßenszenen, zwei Aufnahmen des Bahnhofs St. Lazare in Paris und zwei von einem Fest zum Wahlsieg der Volksfront unter Léon Blum, Paris 1936. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 343 B1–6.

  747    Karin Szekessy. Paul Wunderlich mit Hund.

€ 180

Lichtdruck nach Fotografie. 1975. 65 : 50 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 88/100. – Das berühmte Hamburg-Porträt der Fotografin Karin Szekessy (geboren 1938). Sie unterrichtete Ende der 1960er Jahre Modefotografie an der Werkkunstschule Hamburg. 1971 heiratete sie den Hamburger Künstler Paul Wunderlich (1927–2010). In den folgenden Jahrzehnten entstanden viele Gemeinschaftsarbeiten.

  748    Raoul Ubac. Ein tachistischer Photograph avant la lettre.

€ 450

Sechs Fotografien. 1932–1949/2008. 25,5 : 19,0 cm (30,5 : 24,0 cm).

Die vollständige Auswahlfolge. – Abzüge von den Originalnegativen im Nachlass des Künstlers. – Raoul Ubac (1910–1985) zählte zu den jüngsten und bis 1942 zugleich zu den engagiertesten Mitgliedern der Pariser Surrealisten. – Enthält folgende Fotografien: Agui au miroir au tain endommagé. 1932–33. – Le combat de Penthésilée. 1937. – Le combat de Penthésilée. Triomphe de la stérilité. 1937. – Photo-relief. 1938. – L’envers de la face. 1939. – Le objets fossiles. 1939/40. – Mit dem Textheft in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummern 331 B1–6.

  749    Tobias Zielony. Jenny, Jenny.

€ 450

Sechs Farbfotografien, Ink-jet. 2013. 47 : 32 cm. Rückseitig signiert.

Vollständige Folge mit folgenden Motiven: Licht. – Haare. – Front. – Piercing. – Bett. – Himmel. – In der farbig illustrierten Originalmappe. – »Wie im Film wechselt Tobias Zielony [geboren 1973] in seinen photographischen Serien verschiedene Einstellungen von disparaten Momenten ab, die erst durch das Nebeneinander zu einem Zeit-Raum-Kontinuum und damit zu einer Erzählung zusammengeführt werden.« (Stephanie Bunk auf griffelkunst.de). – 2015 ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, Editionsnummer 357 C1–6.

750  Fotografie – G. K. Chesterton. London.

€ 450

With ten Photographs by Alvin Langdon Coburn. London 1914. Mit zehn montierten Fotogravuren. Originalhalbleinenband mit Original(?)-Schutzpapierumschlag.

Erste Ausgabe. – Privatdruck für den Fotografen, Edmund D. Brooks und einige Freunde, auf Bütten gedruckt vonder Chiswick Press, London. – Der amerikanisch-britische Fotograf Alvin Langdon Coburn (1882–1966) hatte sich seit 1906 an der London County Council School of Photoengraving mit der Technik der Fotogravure vertraut gemacht und experimentierte im eigenen Studio mit Abzügen auf verschiedenen Papiersorten. – Bereits 1909 war ein Folioband seiner atmosphärisch eindrucksvollen London-Ansichten erschienen. – Der Verfasser der Liebeserklärung an die Themse-Metropole, Gilbert Keith Chesterton, wurde vor allem durch seine Pater Brown-Kriminalromane bekannt.

22,5 : 15,8 cm. 19, [1] Seiten, 10 Tafeln. – Vorsätze teils gebräunt, sonst tadellos und unaufgeschnitten.

Vgl. Koetzle, S. 78 und Parr/Badger I, 74