ChristianHesse

Lot 101 – 150 | Hesse-Auktionen
Lot 101 – 150

101  Friedrich Einhoff. Sitzende Figur am Schreibpult.

€ 450

Mischtechnik (Tempera und Kohle auf grundierter Leinwand). 1984. 36,0 : 29,8 cm. Signiert und datiert.

Größerformatige Arbeit, der trotz aller spontanen Skizzenhaftigkeit etwas betont Endgültiges innewohnt. – Dazu zwei weitere Temperazeichnungen auf Leinwand (Studien zu Köpfen und Torsi). 24 : 19 cm bzw. 26 : 27 cm. Signiert und datiert 1982 bzw. 1984. – Friedrich Einhoff wurde in Magdeburg geboren und studierte von 1957 bis 1962 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg, unter anderem bei Alfred Mahlau und Willem Grimm. Von 1978 bis 1991 unterrichtete er an der Fachhochschule für Gestaltung in Hamburg, 1985 wurde er Mitglied der dortigen Freien Akademie der Künste.

102  Pia Fries. Ohne Titel.

€ 1200

Mischtechnik (Ölfarben und Tempera auf farbiger Papiercollage). 51 : 36 cm.

Im Objektrahmen. – Ehemals Besitz Achenbach Holding. – Pia Fries, geboren 1955 in der Schweiz, war in den 1980er Jahren in Düsseldorf Meisterschülerin von Gerhard Richter. Neben verschiedenen Lehraufträgen und Professuren lebt und arbeitet sie in Düsseldorf.

103  Moritz Götze. Ohne Titel.

€ 250

Serigraphie. 1993. 45,0 : 65,0 cm. Signiert und bezeichnet.

Exemplar »E. A.«. – Siebdruck auf Karton. – Am linken seitlichen Rand signiert. – Typische Arbeit der frühen Schaffensphase in leuchtender Farbigkeit. – Moritz Götze (geboren 1964), seit 1986 freischaffender Maler und Graphiker, lebt und arbeitet in Halle/Saale. Nach einem dreijährigen Lehrauftrag für Serigraphie an der renommierten Burg Giebichenstein in seiner Geburtsstadt Halle führte ihn 1994 eine Gastprofessur für Serigraphie an die Pariser »Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts«.

104  Günter Grass. Langsame Drehung.

€ 1200

Bronze. 30 : 23 : 15 cm. Signiert und nummeriert.

Eins von 30 Exemplaren, zuzüglich einiger Künstlerexemplare. – Fein patinierte Bronzeskulptur, mit dem Gießereistempel punziert. – Günter Grass (1927–2015) studierte nach einer Steinmetzausbildung 1948/49 Bildhauerei an der Akademie in Düsseldorf und 1953 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Mit ersten Ausstellungen von Plastiken und Graphiken stellte sich Grass in dieser Zeit in Stuttgart und Berlin als Bildhauer vor. Als Schriftsteller wurde er 1959 mit dem ersten Teil der sogenannten Danziger Trilogie »Die Blechtrommel«, bekannt. »Als bildender Künstler bin ich gelernter, als Schreiber ungelernter Künstler«.

105  Thomas Hartmann. Nord – Sued.

€ 450

Freiburg u. a. 1988. Mit einer Gouache und zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Originalbroschur und Rahmen in bemaltem Originalschuber.

Katalog zu den Ausstellungen im Kunstverein Freiburg und der Kunsthalle Wilhelmshaven. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigegebenen Gouache (24 : 16 cm). Diese auf dem Unterlagekarton betitelt und nummeriert und im bemalten Originalrahmen. – Der Katalog auf dem Vortitel signiert, datiert und nummeriert. – Der 1950 im niedersächsischen Zetel geborene Künstler stellte seit 1980 vor allem in seiner norddeutschen Heimat aus. Mit »Nord – Süd« gelang ihm der Durchbruch, es folgten zunehmend auch internationale Ausstellungen.

32,0 : 24,0 cm. 55, [3] Seiten.

106  Georg Herold. Endlich, von vorn. – … hinten. – … oben. – … unten.

€ 300

Vier Radierungen. 1991. 21,0 : 21,2 cm (45,0 : 34,0 cm). Signiert.

Blätter 1–4 der sechsteiligen Serie, die mit »Endlich, von der Seite« und »… von der anderen Seite« abgeschlossen wurde. – Gedruckt auf China und auf Kupferdruckkarton aufgewalzt. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Georg Herold, geboren 1947, lebt und arbeitet in Köln. Auch er gehörte zum Kreis der »Jungen Wilden« um Büttner, Oehlen und Kippenberger. Herold, vorwiegend als Bildhauer tätig, spielt in dieser graphischen Folge mit den Sichtachsen des Raumes. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Griffelkunst 261 B1–4

107  Thomas Hirschhorn. Gillies Deleuze & Felix Guattari. Qu’est-ce que la philosophie?

€ 400

Multiple (Farbkopie auf Papier, Pappe, Klebeband). 2003. 79 : 49 : 6 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 69/100. – Zeitgleich mit der »Emergency Library« entstandenes Auflagenobjekt, die dem selben Gestaltungsprinzip folgte: Der Umschlag eines Buches wurde durch Tintenstrahldruck vergrößert und mit Hilfe von Klebeband auf einen Korpus aus Wellpapptafeln montiert. – In dieser Art schuf der Schweizer Installationskünstler (geboren 1957) 37 unikate Objekte, wobei ihm Bücher, die ihn besonders inspiriert oder bewegt haben, als Vorlage dienten. – Auf der Rückseite mit schwarzem Filzstift signiert, datiert und nummeriert.

108  Johannes Hüppi. Vor dem Bildschirm I [und] II.

€ 300

Zwei Farbradierungen. 2003. 23,0 : 29,5 cm (36,3 : 44,8 cm). Signiert und datiert.

Auf festem Velin. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Der schweizerisch-deutsche Künstler Johannes Hüppi (geboren 1965) studierte in Düsseldorf. Nach Stationen in den USA, Italien, Basel, Spanien und Korea kehrte er 2012 nach Deutschland zurück und lebt und arbeitet nun in Baden-Baden.

Griffelkunst 310 B1 und B2

109  Robert Indiana. Mississippi.

€ 200

Farbserigraphie. 1971. 98,5 : 80,5 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 151/200. – Aus dem Mappenwerk »Decade«, das zehn Serigraphien enthielt.

Vollfächig auf Pappe aufgezogen, diese verbogen. Ränder teils leicht, unten stärker fleckig. Randbeschädigung und Kratzer unten links, bis in den Darstellungsrand reichend.

110  Olav Christopher Jenssen. Simultan.

€ 500

Sechs Radierungen. 1995. 49,2 : 59, 5 cm (65,2 : 72,0 cm). Signiert.

Vollständige Folge der Serie. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Olav Christopher Jenssen (geboren 1954) lebt und arbeitet in Berlin und Braunschweig, wo er seit 2007 Professor an der Hochschule für Bildende Künste ist. Seine Bildkompositionen der letzten Jahre schreiben Fragestellungen der gegenstandslosen Kunst und des Informel fort. Das Gestaltungsspektrum reicht von gestisch-expressiven Liniengeflechten und Strichlagen über zellenartige Strukturen bis hin zu Farbfeldmalerei.

Griffelkunst 280 C1–6

111  Ilja Kabakov. Fliege mit Flügeln.

€ 400

Hannover 1991. Mit Illustrationen. Originalbroschur mit Beilagen in Originalkarton.

Eins von 40 Exemplaren. – Konzeptbuch zur Ausstellung im Kunstverein Hannover, fotokopiert nach Typoskripten, Zeichnungen, Plänen, Notizzetteln u. a. – Die Vorzugsausgabe mit folgenden Beilagen: Signierte und nummerierte Fotokopie des handgeschriebenen Titelblatts. – Fotografie eines Ausstellungsraumes. Rückseitig mit Atelierstempel »Prof. Robert Häussler, Mannheim«. – Zwei doppelblattgroße Fotokopien nach Zeichnungen des Künstlers (Ausstellungskonzeption). – Dazu: Ilja Kabakov. Die Gemeinschaftsküche Paris 1994. Fotokopiebuch. Originalbroschur. Eins von 500 Exemplaren. Erschienen zur Installation in der Fondation Dina Vierny, Musee Maillol, Paris. – Ilja Kabakov (geboren 1933) war zunächst als Kinderbuchillustrator tätig. Ende der 1960er Jahre wurde er als Konzeptkünstler zu einer zentralen Figur der dissidenten Moskauer Kunstszene. Außerhalb der Sowjetunion wurde er erstmals 1985 ausgestellt, von einer Reise nach Graz kehrte er nicht in die UdSSR zurück.

29,7 : 21,0 cm Ca. 320 Seiten.

Vgl. Ilya Kabakov. Das Leben der Fliegen. Ausstellungskatalog Kölnischer Kunstverein. Ostfildern: Edition Cantz, 1992

112  Thomas Kaminsky. Zehn Handzeichnungen

€ 900 ( R19 )

und ein Text von Dieter Kühn. 1997. 70,0 : 50,0 cm.

Exemplar 7/10, jedes Exemplar ein Unikat. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Ediert von Steffen Missmahl bei Art/Ist Köln. – Zehn gefalzte Büttenbogen, dazu ein elfter mit Titel, Text und Druckvermerk, lose in Originalkassette, diese mit Tuschpinsel betitelt »ohne Titel«. – Thomas Kaminskys (geboren 1945) »[…] Position entwickelte sich aus der Tradition der informellen Malerei der 50er Jahre, in der sich Komposition und Farbigkeit vornehmlich dem gestisch bestimmten Pinselduktus unterordneten« (Webseite des Künstlers). »Das Jahr 1997 führt zu einer neuen Systematisierung, Thomas Kaminsky erkundet auf seine Weise ›Punkt und Linie zu Fläche‹« (Lorenz Dittmann, 1998).

113  Sol LeWitt. Circle.

€ 500

Farbserigraphie. 1971. Ø 23,5 cm (42,0 : 42,0 cm). Signiert und nummeriert.

Exemplar 71/100. – Auf festem Japan.

114  Marwan Kassab-Bachi. Zwei Köpfe mit Landschaft.

€ 300

Aquatintaradierung. 1972/74. 38,0 : 49,0 cm (53,5 : 76,0 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 45/75. – Auf Velin. – Gedruckt in Dunkelbraun. – Der in Damaskus geborene Künstler (1934–2016) studierte ab 1957 in Berlin bei Hann Trier. Ab 1963 arbeitete er freischaffend, Georg Baselitz und Eugen Schönebeck zählten zu seinen Künstlerfreunden. Bekannt wurde er vor allem durch seine expressiven »Gesichts«-Porträts«.

115  Joseph Kosuth. Double Reading (Calvin, Hobbes & Nietzsche).

€ 400

Serigraphie. 2001. 52,0 : 100,0 cm. Signiert und nummeriert.

Künstlerexemplar »AP 10/10«. – Auf festem Velin. – Mit dem Trockenstempel »2001 Joseph Kosuth Studio«. – Tadellos.

116  Konvolute – Kunstmarkt 68.

€ 500

18 (statt 20) Originalgraphiken. 1968. 54 : 32 cm. Signiert und nummeriert, teils datiert.

Eins von 150 Exemplaren. – Mit dem Katalogheft lose in der Originalleinenmappe. – Herausgegeben vom Verein progressiver deutscher Kunsthändler anlässlich des zweiten Kölner Kunstmarkts. – Enthält folgende signierte Originalgraphiken (jeweils in typographisch betiteltem Faltblatt): Serigraphien von Peter Sedgley, Günter Fruhtrunk, Rupprecht Geiger, Otmar Alt, Richard Anuskiewicz, Lothar Quinte, Uwe Lausen (auf Kunststoff), Karl Pfahler, Soto, Van Dyken, Friedrich Gräsel und Winfried Gaul sowie ein Multiple (Plastikhülle mit Füllung) von Berhard Höke, eine zweiteilige Zinkographie auf Folie und Papier von Ludwig Wilding, eine Farblithographie von Wolfgang Oppermann, eine Lithographie von Mel Ramos, eine Radierung von Piro Dorazio und einen Klischeedruck von Erwin Heerich. – Ohne die Lithographie von Asger Jorn und den Offsetdruck von Gerhard Richter. – Ansonsten tadellos erhalten.

117  Konvolute – 16 Radierungen.

€ 200

Um 1965–1980. Alle signiert.

I–III. Wolfgang Gäfgen. Drei Farbradierungen mit Aquatinta. Signiert, zwei als »Epreuve d’artiste« bezeichnet. – IV–V. Hartmut Friedrich. Zwei Radierungen. 1968 und 1973. Signiert. – VI-VII. R. Lange. Zwei Farbradierungen (»Telephonzeichen« und »Steinbreite«). 1972/73. Signiert, datiert, nummeriert und betitelt. – VIII–IX. A. Antonini. Zwei Farbradierungen (»Sable et seau« und »I camini«). – X.–XII. Diether Kressel. Drei Radierungen, davon eine farbig. Signiert, eine datiert (1971). – XIII-XIV. Eylert Spars. Zwei Radierungen. 1969. Signiert, datiert und nummeriert. – XV. Jorge Castillo. Radierung. 1973. Signiert, datiert und nummeriert.

118  Konvolute – Sechs Objektbücher.

€ 300

1969–1984.

Julien Blaine (geboren 1942, Frankreich). Petit precis d’erotomanie. Paris [1969]. Mit zahlreichen Serigraphien auf Transparentpapier. Originalbroschur. – Karl Gerstner (1930–2017, Schweiz). Color Sound 7. Extra Version. Mit einem Text von Max Lüscher. Düren 1972. Mit zwölf farbigen Papierschnitten. – Edda Seidl-Reiter (geboren 1940, Wien). Paris 1973. Katalogbuch mit Collage auf dem Vorderdeckel. – Ulises Carriòn (1941–1989, mexikanisch-niederländischer Künstler). Mirror box. [Amsterdam 1979]. Zehn zweifarbige Stempeldrucke auf Filz. Originalbroschur. – Rein Jansma (geboren 1959, Niederlande). Stairs. New York 1982. Leporellobuch mit zehn auffaltbaren Papierschnitten. In Schuber, ohne die Schallplatte und ohne das Textheft. – Raymond Queneau (1903–1976, Frankreich). Hunderttausend Milliarden Gedichte. [Frankfurt am Main 1984]. Originalpappband. Erste deutsche Ausgabe des berühmten Experimentalbuchs, das 1961 im französischen Original erschien. Die 14 Zeilen jedes der zehn Sonette lassen sich in dem Klappbuch beliebig kombinieren. Mit einem Beiheft mit den Originaltexten. – Ludwig Wilding. (1927–2010, Deutschland). Kaiserlautern 1987. Originalpappband mit Foliencollage. Erschien zur Retrospektive in der Pfalzgalerie. Dazu: Das Buch. Künstlerobjekte. Stuttgart 1989. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur. Eins von 500 Exemplaren, signiert von Timm Ulrichs, der den Umschlag des Katalogbuches entwarf. In der Ausstellung des »Instituts für Auslandsbeziehungen« wurden Buchobjekte von Peter Below, Joseph Beuys, Jürgen Brodwolf, Jochen Gerz, Günther Uecker u. v. a. gezeigt.

Teils mit minimalen Alterungsspuren.

119  Zeitschrift für Tiegel & Tumult.

€ 750

Herausgegeben von Wolfgang Luh und Jürgen O. OIbrich. [Nummern] 1–25. Kassel 1986–1992.

Vollständige Folge der ungewöhnlichen »Zeitschrift«. – Vierteljährlich erschien eine Ausgabe, jeweils in Zusammenarbeit mit einem Künstler, dem sogenannten »Visual Guest«, in einer Auflage von 150 Exemplaren. – »Die Zeitschrift ist handgemacht und bedient sich aller erdenklichen Verarbeitungstechniken. Mediale Formen verschiedenster Art kooperieren für ihr Erscheinungsbild – z. B. Bügeleisen, eine Fensterbank oder ein Plastikhemd. Der Aspekt des Recyclings fließt dabei stark ein. […] Symbol der Zeitschrift ist die abgeschnittene Ecke, die als Heft im Heft wieder auftaucht.« (Katalog Sammlung Dittmar Nürnberg 1991). – Unter den zahlreichen Objekten, Ready-mades und Beilagen diverse Umschlags- und Mappenformen, Stoffbeutel, Konserven-Dose, ausklappbarer Metallrahmen, roter Plastikkoffer. – Beteiligt waren folgende Künstler: Wolfgang Hainke, Chuck Stake, Eric van Scooten, Georg Jappe, Emmett Williams, Michael Heckert, Axel Gallun, Bernard Heidsieck, Arno Arts, Ann Noel, Niall Monro, Boris Nieslony, Vittore Baroni, Achim Schnyder, Heta Norros, Bruce McLean, Wilhelm Koch, Norbert Klassen, Rainer Resch, Claus Böhmler, Franz-Josef Weber, Die Zwei, Rainer Selg, Martin Rindlichsbacher. – Die Ausgaben 16 und 25 (Das Buch) mit signierten Arbeiten der bis dato beteiligten Künstler. – Dazu: 26 – no news. 1993. Objektkassette. Eins von 75 Exemplaren. Unter diesem Titel wurde die Zeitschrift »Tiegel & Tumult« durch J. O. Olbrich fortgeführt.

Blechdose Nr. 24 geöffnet. – Einband von The Book Nr. 25 etwas stockfleckig.

Optisches Inhaltsverzeichnis: http://www.luh-art.com/tiegel.html

120  Protect me from what I want.

€ 1500

Pandora Box Part Three. Contemporary Archeology. Mixed Media Artist’s Box. 1989/90. 38,5 : 28,5 : 25,5 cm (Multiples meist ca. 32 : 25 cm).

Exemplar 163/200, von denen 125 für den Verkauf bestimmt waren. Da einige der Multiples in kleineren Auflagen entstanden, variieren diese in Details und Nummerierung. – Ediert von Publishing House Bébert, Rotterdam. – Inhalt: I. Richard Artschwager. Faces. Serigraphie. 1988. Signiert, datiert und nummeriert »6/7«. – II. Christiaan Bastiaans. 1259 A.D. Zwei Serigraphien auf Glasscheiben, zusammen in Holzrahmen. Stempelsigniert und nummeriert »82/100«. – III. Daniel Buren. Untitled. Mehrfach gefaltete Serigraphie. Stempelsigniert und nummeriert »33/40«. – IV. Guillaume Bijl. Composition trouvée for a girl’s bedroom. Bemalte Keramikfigur und Make-up-Pinsel. Mit dem vom Künstler signierten Zertifikat. Exemplar »55/67«. – V. Jenny Holzer. Protect me from what I want. Gefräste Resopalplatte. – VI. Edwin Janssen. Carpunt. Diapositive und Offsetdruck nach der Wandmalerei. Auf dem Trägerkarton signiert und nummeriert »41/50«. – VII. Imi Knoebel. Deutsches Tor. Fotografie (Cibaprint). Rückseitig signiert und datiert. Dazu kopiertes Typoskript des Essays von Johannes Stüttgen, vom Verfasser und Künstler signiert. – VIII. Robert Longo. Three Strikes, You’re Out. Triptychon aus Blei- und Aluminiumplatten mit aufgedruckten Fotografien. Auf einer Platte rückseitig signiert und nummeriert »163/200«. – IX. Aldo Rossi. The Dutch Tower. Holzobjekt, Farbserigraphie und Offsetdruck. Auf der Serigraphie signiert und nummeriert »163/200«. – X. Rob Scholte. Echte meesters signeren hun werk altijd. Fotodruck auf Leinwand, auf Keilrahmen. 1989. Rückseitig signiert, datiert und nummeriert »163/200«. – Mit fünf Textblättern (Titelei, Inhalt und der nummerierte Editionsvermerk) in der schwarz lackierten Originalholzbox. Auf dem Deckel die Arbeit von Jenny Holzer als Siebdruck. – Tadellos erhalten.

121  Georg Dick. Frank Maibier. Der Schnitt.

€ 500

Graphiken und Multiples in Metallbox. 1992. 50 : 30 : 3 cm. Mehrfach signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 4/10. – Ediert von der Galerie Oscar in Chemnitz. – Inhalt: Drei Linolschnitte von Georg Dick, drei Papierschnitt-Collagen von Frank Maibier, zweiteiliges Pappobjekt mit geprägtem Goethe-Zitat, von beiden Künstlern signiert sowie Metallobjekt in der Form eines Sensenblatts. – Seltenes Dokument dieser für die Kunstszene der Nachwendezeit wichtigen Galerie, zu deren Gründern neben den beiden hier vertretenen Künstlern auch Steffen Volmer sowie Carsten und Olaf Nicolai gehörten.

122  1/4 Jahrhundert Galerie Oben.

€ 900

Zehn Originalgraphiken. 1998. 58,0 : 43,0 cm. Alle signiert, datiert und nummeriert.

Eins von 25 Exemplaren (Gesamtauflage 35). – Mit je einer Radierung von Michael Morgner, Dagmar Ranft-Schinke, Thomas Ranft, Max Uhlig, Claus Weidensdorfer, Eberhard Göschel, je einer Lithographie von Steffen Volmer, Carlfriedrich Claus, Klaus Sobolewski und einem Holzschnitt von Osmar Osten. – Die Graphiken entstanden anlässlich des 25jährigen Bestehens einer der wichtigsten Galerien der ehemaligen DDR. – Mit einem Text von Tilo Richter. – Lose mit Textblatt und Druckvermerk in der Originalleinenmappe. – Die Chemnitzer Galerie Oben wurde 1973 gegründet, sie ging aus einer 1954 etablierten Verkaufsgenossenschaft bildender Künstler des Bezirks Karl-Marx-Stadt hervor und widerstand – trotz intensiver »behördlicher« Beobachtung – der Verstaatlichung. Neben dem Ausstellungsprogramm fanden regelmäßige »Mittwochgespräche« statt, zu denen Schauspieler (Eberhard Esche, Ulrich Mühe), Musiker (Uschi Brüning) und Schriftsteller (Eva Strittmatter, Erich Arendt) in die Galerieräume eingeladen wurden.

(Kassette). – 10 Graphiken, 2 Blätter.

123  Michel Majerus. Ohne Titel.

€ 1500

Sechs Siebdrucke. 2000/2002. 42,0 : 59,4 cm.

Vollständige Folge der Serie. – Ediert für die Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Rückseitig typographisch bezeichnet »Nachlass Michel Majerus, vom Künstler autorisierte einmalige Auflage für die griffelkunst 2002«. – »In den neunziger Jahren feierte Majerus den Fun, den Techno, den Trash, die Mode, den Buzz der Großstadt mit dem konservativsten Medium, das man sich als Künstler nur vorstellen kann – der Malerei. Und verscheuchte auf einen Schlag den ganzen Mief, der sich bei manchen seiner Kollegen zwischen Keilrahmen und Leinwand so festgesetzt hatte. Auch der scheinbar zeitlose Warhol sieht alt aus gegenüber dem Œuvre, das Majerus hinterlassen hat.« (Die Zeit, Nr. 15/2017). Michel Majerus starb 2002 mit 35 Jahren bei einem Flugzeugabsturz.

Griffelkunst 308 A1–6

124  Jonathan Meese. Armer Ritter II.

€ 200

Farbholzschnitt. 2005. 75,5 : 57,0 cm. Signiert und datiert.

Farbfrischer, kräftiger Druck. – Auf starkem Velin von Somerset.

125  Jonathan Meese – Hans Furmaniak. Afrikanum. Die Verwandlung durch Vertauschung der Plätze.

€ 600

Handschrift mit Zeichnungen und einem Aquarell auf Papier. 2000. 196 Seiten. 30 : 21 cm, in Pappband mit handgeschriebenen Titeln.

Ungewöhnliches, unikates Gemeinschaftswerk von Hans Furmaniak (geboren 1954) und Jonathan Meese (geboren 1970), den beiden befreundeten norddeutschen Aktionskünstlern. – Den Großteil des Textes mit zahlreichen Illustrationen schrieb und zeichnete Hans Furmaniak, der Titel entstand als Anagramm seines Namens. – Von Jonathan Meese, der als Aktions- und Performancekünstler seit Jahren auch international Aufsehen erregt, stammt ein blattgroßes Aquarell sowie Texte und Zeichnungen auf mindestens zwölf Seiten. Da beide Künstler ihre Handschrift und das Schreibwerkzeug variierten, ist die Urheberschaft im Einzelnen nicht eindeutig zu klären. – Auf den Vorsätzen mit 58 farbigen Expo2000-Stempeln auch zwei afrikanische mit handschriftlichen Anmerkungen der Künstler. – Dazu: Zehn Farbfotografien (13 : 18 cm, printed 2008): Jonathan Meese bei einer Aktions-Lesung mit dem Buchobjekt. – Zusammen in beschrifteter Kartonmappe.

126  Gerhard Merz. Hamburg 1992.

€ 300

Sechs Siebdrucke, teils farbig. 1992. 35,0 : 70,0 cm. Rückseitig signiert.

Vollständige Folge, mit den drei Schriftbildern und drei Farbflächen. – Der in München lebende Gerhard Merz (geboren 1947) wandte sich in den 1970er Jahren verstärkt Rauminstallationen mit Bezügen zu Literatur-, Kunst- und Politikgeschichte zu. 1992 nahm er das vierte Mal an der documenta teil. – Mit einem Blatt Druckvermerk lose in der Originalhalbleinenmappe. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Griffelkunst 268 A1–6

127  Hermann Metzger. Von A bis Z.

€ 300 ( R19 )

26 Radierungen. 26,5 : 21,5 cm. Signiert.

In unnummerierter, wohl kleiner Auflage erschienen, blattweise signiert. – Figürliches Alphabet, z. B. Atlas, Clown, Elefant/Esel, Harlekin, Indianer, König, Napoleon, Don Quixote, Reiter, Stier, Tod, Voyeur, Xanthippe, Zecher. – Auf Maschinenbütten. – Lose in handschriftlich betitelter Originalflügelmappe. – Hermann Metzger (1919–2012) studierte an der Folkwang-Schule in Essen. Er arbeitete Zeit seines Lebens in seiner Heimatstadt Bochum, deren Künstlerbund er lange Jahre vorstand.

128  François Morellet – Zwei farbige Stempeldrucke.

€ 400

1993. 23,5 : 23,5 und 16,5 : 16,5 cm.

Ein Blatt rückseitig mit eigenhändigem Brief, datiert 13. VI. 1993. – Dazu: Morellet. Jenaiplusrienadire. Paris, Editions Jannink 1994. Originalbroschur. »L’art en ecrit«, No. 16. Eins von 295 Exemplaren mit einer beigelegten signierten Farbserigraphie. Titelblatt zusätzlich mit Widmung. – Ferner: Vier Publikationen mit eigenhändigen Widmungen bzw. Widmungszeichnungen.

129  Thomas Müllenbach. Sprengkammer.

€ 600 ( R19 )

Neun Kaltnadelradierungen. 1990. 13,0 : 17,5 cm (53,0 : 38,0 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 5/9, daneben drei Künstlerexemplare. – Gedruckt von Peter Kneubühler auf starkes Zerkall-Bütten. Ediert von Brandstetter & Wyss, Zürich. – Mit dem Titelblatt lose in der Originalhalbleinenkassette. – Der 1949 geborene Künstler lebt und arbeitet seit 1972 in Zürich. Seit Mitte der 1970er Jahre folgten mehrere Einzelausstellungen in der Schweiz und Beteiligungen an internationalen Ausstellungen.

130  Albert Oehlen. Sternzeichen.

€ 400

Sechs Kombinationsdrucke (Farbiger Holzschnitt über Offset). 1985. 40,0 : 29,6 cm (54,5 : 40,0 cm). Signiert und datiert.

Widder, Stier, Krebs, Löwe, Jungfrau und Schütze. – Vollständige Folge, die zugleich die »Lücken« in der Linolschnittserie von Werner Büttner schließt (KatNr. 96). – Beide Künstler hatten Anfang der 1980er Jahre wiederholt zusammengearbeitet, u. a. mit Martin Kippenberger, und gemeinsam den Meter-Verlag gegründet. – Auf glattem weißen Karton. Die als Offset gedruckten Fotomontagen wurden mit Holzplatten in verschiedenen Brauntönen überdruckt. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg.

Griffelkunst 238 A1–6

131  Pavlos. Baum-Objekt.

€ 200

Multiple. 29,5 : 22,0 cm. 1972. Signiert und datiert.

Eins von wohl 500 Exemplaren. – Aus der »Hamburger Kunst-Kassette«. – Dazu: Bouteille. Multiple. 11,0 : 7,0 cm. Erschienen anlässlich der Ausstellung »Natures mortes« in der Galerie Der Spiegel, Köln, die zeitgleich mit dem 7. Kölner Kunstmarkt stattfand. – Eine Beigabe.

132  Sigmar Polke. Obelisk.

€ 600

Farboffset auf handmarmoriertem Buntpapier. 1973. 62,8 : 45,5 cm. Signiert.

Eins von 598 Exemplaren. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Tadellos.

Becker/von der Osten 28. – Griffelkunst 191 A2

133  Sigmar Polke. Hände (Die Vermittlung zwischen dem Oberen und dem Unteren).

€ 300

Offsetdruck in Schwarz auf grau bedrucktem Papier. 1973. 45,5 : 62,8 cm. Signiert.

Eins von 610 Exemplaren. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Tadellos.

Becker/von der Osten 29. – Griffelkunst 191 A3

134  Sigmar Polke. Häuserfront (Wer hier nichts erkennen kann, muß selber pendeln!)

€ 300

Farbiger Offsetdruck auf Transparentpapier. 1973. 36,5 : 29,3 cm (45,3 : 62,5 cm). Signiert.

Eines von 854 Exemplaren. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung, Hamburg.

Winziger Randeinriss.

Becker/von der Osten 30. – Griffelkunst 191 A5

135  Sigmar Polke. In der Oper (Entscheidung der Frage, ob den Schwämmen Bewußtsein zukommt).

€ 600

Zweifarbiger Offsetdruck auf grünem Velourpapier. 1973. 45,4 : 62,8 cm. Signiert.

Eins von 564 Exemplaren. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Tadellos.

Becker/von der Osten 31. – Griffelkunst 191 A4

136  Sigmar Polke. Ohne Titel.

€ 900

Serigraphie. 1989. 99,3 : 67,0 cm. Rückseitig signiert und datiert.

Eins von 940 Exemplaren. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg mit der Editionsnummer E168. – Gedruckt in Weiß und Klarlack auf schwarzem Samtpapier. – Schönes Exemplar.

Becker/von der Osten 81

137  Gerhard Richter. Graue Bilder.

€ 3000

Kassettenkatalog. Städtisches Museum Mönchengladbach. 4. Dezember 1974 bis 12. Januar 1975. Mönchengladbach [1974]. Leporello mit zwölf ganzseitigen grau-weißen Abbildungen und Begleitheft. In Originalpappkassette.

Eins von 330 nummerierten Exemplaren. – Der Innendeckel der Kassette wurde von Gerhard Richter mit grauer Rostschutzfarbe ausgespritzt. – Das Begleitblatt mit dem Text von Johannes Cladders. – In erfreulich unberührtem Zustand. – Einer der gesuchtesten der legendären Kassettenkataloge.

20,5 : 16,0 : 2,5 cm.

Butin, Editionen 54

138  Thomas Rieck. Tanzendes Paar.

€ 400

Aquarell, Tusche und Tuschfeder. 1982. 20,8 : 29,5 cm. Monogrammiert und datiert.

Auf Transparentpapier, dieses auf Büttenkarton aufgezogen. – Thomas Rieck (geboren 1951) studierte 1973 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. Anfang der 1980er Jahre folgten erste Ausstellungen in Norddeutschland, später deutschlandweit und international. »Überlappungen und Verschiebungen kennzeichnen seine oft amorphen Figuren, deren Umrisse sich vibrierend vervielfältigen wie bei fotografischen Doppelbelichtungen oder einer visuellen Erschütterung.« (Die Welt, 1.11.2005, anlässlich einer Ausstellung in der Freien Akademie der Künste Hamburg). – Dazu: Anke Holfeld. Herbstlicht. Grauer Berg. Zwei Aquarelle. 1981. 10,5 : 14,8 cm. Signiert und datiert, rückseitig betitelt und bezeichnet. Auf Karton aufgezogen. Die 1934 geborene Künstlerin studierte, arbeite und lebte bis zu ihrem Tod 1992 in ihrer Heimatstadt Hamburg.

139  Martin Rupprecht. Pinsel.

€ 300 ( R19 )

Sieben Serigraphien. 1990. Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 2/20. – Die sieben ein- und mehrfarbigen Siebdrucke wurden auf weiß gestrichene Kartontafeln montiert. Auf deren Unterrand nummeriert, rückseitig signiert und datiert. Die Tafeln lose in der Originalhalbleinenmappe, diese im Innendeckel signiert, datiert und nummeriert. – Wohl im Selbstverlag des hauptsächlich als Bühnen- und Kostümbildner tätigen Künstlers erschienen. Martin Rupprecht (1937–2018) war von 1971 bis 2002 Professor im Studiengang Bühnenkostüm an der Hochschule der Künste Berlin. In diesen Jahren experimentierte er auch mit skripturalen Bildern und freier Malerei.

51,0 : 32,5 cm (Mappe).

140  Jan Schoonhoven. Ohne Titel.

€ 300 ( R7 )

Prägedruck. 1972. 17,5 : 13,7 cm (19,0 : 15,3 cm).

In dem Kassettenkatalog, der zur Ausstellungstournee Mönchengladbach, Münster, Venlo, Karlsruhe und Hamburg von Johannes Cladders ediert wurde. Für jeden Ausstellungsort erschien eine nummerierte Auflage. – Eins von 300 Hamburg-Exemplaren. – Konzipiert als Mönchengladbacher Kassettenkatalog, neben dem Prägedruck mit 33 Bildtafeln, Textheften und -blättern. Lose im Originalkarton.

141  Thomas Schütte. Volume II. The Big Nix.

€ 3500

17 Farbradierungen. 2005. 42,0 : 33,5 cm.

Eins von 50 Exemplaren. – Vom Künstler auf dem Titelblatt signiert und nummeriert. – Mit dem begleitenden Text des Künstlers auf mehreren Doppelblättern, alles zusammen in Originalumschlag und -lederkassette mit silbergeprägten Titeln (Buchbinderei Plum, Düsseldorf). – Gedruckt auf Zerkall Bütten von Till Verclas, Daniel Vogler und Lars Dahms, Hamburg. – Thomas Schütte (geboren 1954) studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Gerhard Richter. Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer Deutschlands. Neben zeichnerischen, fotografischen, skulpturalen und architektonischen Arbeiten ist die Druckgraphik ein wichtiger Teil im Oeuvre des Künstlers. »Einfach machen, mit der Hand und dem Körper – der sagt dann, wann es gut ist. Ich glaube, dass ein Kratzer in einer Kupferplatte und ein Fingerabdruck im Ton oder verbranntes Styropor einfach toll sind. Genau das, was in unserer Studienzeit immer verboten war: Handschrift, Finger, Körper, etwas Eigenes« (Interview mit Ulrich Look, Frieze d/e No.8, Februar-März 2013).

142  Rosemarie Trockel. Für Freunde und Förderer.

€ 350

Fünf Heliogravüren. 2004. Ca. 33,0 : 30,0 cm (57,5 : 49,0 cm). Signiert und datiert.

Vollständige Folge. – Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg. – Im Originalumschlag.

Griffelkunst 314 C1–5

143  Kay Voigtmann. Kleine Radierungen.

€ 600

Sechs Radierungen. 2012. 26,5 : 19,5 cm. Signiert, datiert, nummeriert, in den Platten betitelt.

Nur in kleinster Auflage gedruckt, nummeriert »II 2/10«. – Auf Velin. – Eine Radierung in Sepia, die anderen in Schwarz gedruckt. – Vier Radierungen in je einem zweiten Abzug auf getöntem Japanbütten, ebenfalls signiert, datiert und nummeriert. – Titel: Tiefseeträne, Blasse Geiseln, Hinter den Scheiben des Trostes, Ausritt auf fremden Möbeln, Blutbrust, Banger Sonntag. – Kay Voigtmann (geboren 1968) studierte an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst, u. a. als Schüler von Karl-Georg Hirsch. Seit 2001 erscheinen von ihm illustrierte Künstlerbücher in verschiedenen Verlagen. – Insgesamt zehn Blätter, lose in Leinenkassette.

144  Jan Voss. Drei Farblithographien.

€ 250

1970. 50,0 : 65,0 cm. Signiert, datiert und nummeriert.

Je eins von 100 Exemplaren. – Die Hintergründe in Grau, Hellgrün und Gelb lithographiert. – Auf Velin. – Tadellos erhalten.

145  Karin Witte. Landschaft.

€ 450

Aquarell. 1977. 31,3 : 40,5 cm. Signiert und datiert.

Durch vehemente Pinselführung abstrahierte Landschaft, die einen kleinen Hafen erahnen lässt. – Auf Trägerkarton montiert.

146  Karin Witte. Im Atelier.

€ 500

Aquarell und Tempera über Farbstift. 1980. 49,5 : 64,5 cm. Signiert und datiert.

Der Blick in das große Atelier wird durch die beiden Plastiken am rechten Bildrand dominiert. – Großformatige Zeichnung.

In Passepartout montiert, Oberrand rückseitig mit einigen Braunflecken.

147  Karin Witte. Sitzende Frau.

€ 500

Tempera, Tusche, Fettkreide und Bleistift. 1982. 61,0 : 43,0 cm. Signiert und datiert.

Besonders durch die teils überdeckenden, teils akzentuierenden Zeichentechniken spannungsvolles Porträt.

Auf Unterlagekarton montiert.

148  Francis Frith. Lower Egypt, Thebes, and the Pyramids.

€ 2000

London, William Mackenzie [1862]. Mit 37 montierten Originalfotografien, davon eine als Titelvignette. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Deckeltitel.

Erste Ausgabe. – Der englische Fotograf Francis Frith (1822–1898) war Gründungsmitglied der Liverpool Photographic Society. Er bereiste Ende der 1850er Jahre mehrfach den Orient und dokumentierte dort Landschaft und Architektur. Seine Aufnahmen in den Formaten 9 : 7 inches (wie hier) und im Großformat 20 : 16 inches publizierte er nach seiner Rückkehr bei verschiedenen Verlagen. Die meist in der Platte signierten Aufnahmen wurden für die Buchausgaben auf dünnem Fotopapier belichtet und die Abzüge auf weiße Kartonblätter aufgewalzt. Der vorliegende Band enthält Aufnahmen aus Kairo, Gizeh mit Pyramiden und der Sphinx sowie zahlreiche Ansichten von Theben. Erstmals wurden hier eine Innenansicht der Säulenhalle von Karnak veröffentlicht. – Jede Aufnahme mit Erläuterungen auf einem Textblatt. – Insgesamt sehr gut erhalten. – Beilage: Mohammed Ali Moschee Cairo. Fotografie. Vintage. Um 1870.

45,0 : 32,5 cm. [76] Seiten, 1 lithographierte Titel mit Fotovignette, 36 Bildtafeln. – Leicht berieben, Kanten etwas bestoßen. – Ränder leicht gebräunt. Das erste Textblatt und die erste Tafel an den Rändern stockfleckig. Innengelenke verstärkt.

Foster/Heiting/Stuhlman, Imagining Paradise S. 64f. – Vgl. Parr/Badger I, 28

149  Photographs from the Collection of the Gilman Paper Company.

€ 1500

[Introduction by] Pierre Apraxine. With plates by Richard Benson. [San Carlos, CA], White Oak Press 1985. Mit 200 montierten Offsetlithographien nach Fotografien. Originalhalblederband mit goldgeprägtem Rückentitel. Im Originalschuber.

Eins von 1200 Exemplaren. – Für die luxuriöse Katalogedition wählte der Kurator der legendären Fotosammlung der Gilman Papierfabrik, Pierre Apraxine, 200 Bilder aus. Die Auswahl reicht von Daguerrotypien der 1840er Jahre über Arbeiten von Roger Fenton, Francis Frith, Carleton E. Watkins, Alfred Stieglitz, Eugène Atget, Man Ray, Edward Weston bis zu denen von Robert Frank. Die Bilder druckte Benson in Newport auf einer eigens dafür eingerichteten Offsetpresse. Sein Ziel, den Originalvorlagen möglichst zu entsprechen, wurde durch das aufwändige Reproverfahren realisiert. – Mit ausführlichen Bilderläuterungen und biographischen Anmerkungen von Lee Marks. – Die Typographie entwarf Martino Mardersteig, der Sohn des Begründers der Officina Bodoni. Der Text wurde in Verona auf italienisches Velinpapier gedruckt. – Howard Gilman (1924–1998) erweiterte seine Fotosammlung noch bis kurz vor seinem Tod und stiftete die Collection dem Metropolitan Museum of Art.

46,5 : 39,5 cm. 477, [3] Seiten. – Nahezu perfekt erhalten.

150  Heinz von Perckhammer. Edle Nacktheit in China.

€ 400

Berlin, Eigenbrödler 1928. Mit 31 Tafeln in Kupfertiefdruck nach Fotografien. Originalpergamentband mit Kordelbindung. Vorderdeckel, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet.

Erste Ausgabe. – Eins von 150 Exemplaren im Handeinband. – Im Druckvermerk vom Fotografen signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Heinrich von Perckhammers (1895–1965) umfangreiches Werk ist bislang kaum erschlossen. 1914 gelangte er als Matrose schiffbrüchig in den Fernen Osten, sein Schiff wurde versenkt. Mit einem kleinen Rest der Besatzung war er von 1917 bis 1919 in einem chinesischen Lager interniert. In dieser Zeit begann seine fotografische Laufbahn, bis 1928 blieb er in China. Nach seiner Rückkehr eröffnete er am Kurfürstendamm sein »Photo-Art-Studio«, belieferte die Presse mit Aufnahmen aus Gesellschaft, Motorsport und zahlreichen Aktbildern und veröffentlichte einige Bildbände, u. a. zum Thema China.

27,4 : 21,0 cm. 7, [33] Seiten. – Einband ganz leicht angestaubt, die Goldprägung etwas abgerieben. Ohne den Schutzumschlag, auf dem die 32. Aufnahme reproduziert war. – Vorderes Innengelenk gebrochen. Exlibris.

Autopsie I, 208f