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Lot 101 – 150 | Hesse-Auktionen
Lot 101 – 150

101  Galeria Cadaqués. Catálogos 1973–1997.

€ 10000 ( R7 )

Mit 35 signierten Originalgraphiken. Cadaqués 1975–1997. Illustrierte Originalbroschuren in schwarzer Originalleinenkassette.

Vollständige Folge aller Kataloge der Galerie Cadaques. – Jeweils Exemplar 18 der Vorzugsausgaben mit den lose beigelegten signierten Originalarbeiten, die in Auflagen von 50–100 Exemplaren erschienen. Als vollständige Folge in einer ebenfalls nummerierten Leinenbox wurden nur 20 Exemplare ediert. – Die Kataloge repräsentieren die von der Galerie ausgestellten Künstler, unter ihnen die wichtigsten Vertreter der Konkreten Kunst um Max Bill sowie der Gruppe »Allianz« mit so unterschiedlichen Künstlern wie Camille Graeser, Richard Paul Lohse oder Paul Klee. Der bedeutende spanische Galerist Lamfranco Bombelli (1921–2008) stellte von 1973 bis 1997 katalanische und internationale Künstler aus, unter ihnen Richard Hamilton, Marcel Duchamp, Dieter Roth oder John Cage.
1 Adolfo Estrada – Robert Janz. 1975. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
2 Richard Paul Lohse. 1976. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
3 Antonio Calderara. 1977. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
4 François Morellet. 1978. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
5 Max Bill. 1979. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
6 Jacob Bill. 1980. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
7 Karl Gerstner. 1981. Auflage 50, Farbserigraphie, signiert.
8 Albert Rafals Casamada. 1983. Auflage 100, Lithographie, signiert.
9 Antonio Pitxot. 1984. Auflage 100, Lithographie, signiert.
10 Richard Hamilton. 1985. Auflage 100, Lithographie, signiert.
11 Eduardo Arranz Bravo. Auflage 100, Serigraphie, signiert.
12 Eduardo Arranz Bravo. 1985. Auflage 100, Zeichnung, signiert.
13 Rafael Canogar. 1986. Auflage 100, Kaltnadel, signiert.
14 Richard Hamilton. 1986. Auflage 100, Radierung, signiert.
15 David Marti. 1986. Auflage 100, Kaltnadel, signiert.
16 Robert Limos. 1986. Auflage 100, Kaltnadel, signiert.
17 Tom Carr. 1987. Auflage 100, Lithographie, signiert.
18 Alvaro Alonso. 1987. Auflage 100, »oeuvre graphique originale«, signiert.
19 Eduardo Arranz Bravo. 1987. Auflage 100, Lithographie, signiert.
20 Elsa Peretti. 1987. Auflage 100, signiert.
21 Alvaro Alonso – Asumpcio Mateu – Lluis Ventos. Auflage 100, Originalarbeit, signiert von Mateu und Ventos.
22 Eduardo Arranz Bravo. 1988. Auflage 100, Linolschnitt, signiert.
23 Rafael Canogar / Patrick Loste / Asumpcio Mateu. 1988. Auflage 100, von den Künstlern signiert.
24 Adolfo Estrada – Dai Bih in – Hans Gunter van Look. 1989. Auflage 100, Originalarbeit von Bih in und van Look.
25 Dominique Puisais. 1989. Auflage 100, Lithographie, signiert.
26 und 26 a Lluis Ventos. 1989. Auflage 100, Originalarbeit.
27 Eduardo Arranz Bravo. 1990. Auflage 100, Laserdruck, signiert.
28 Clivages à Cadaques : Koyama – Max Bill – Viallat – Alfons Borrell – Alvaro Alonso. 1990. Auflage 70, Serigraphie von Max Bill, signiert
29. Eduardo Arranz Bravo. 1991. Auflage 50, »oeuvre graphique originale«
30 Lluis Ventos. 1991. Auflage 100, »oeuvre graphique originale«
31 Arranz Bravo – Canogar – van Look – Tom Carr – Rafols Casamada – Eugeni Torrens. 1991. Auflage 70, Lithographie von Canogar, signiert
32 Eduardo Arranz Bravo. 1991. Auflage 50, Radierung, signiert
33 Georges Ferrato – Aiko Miyawaki – Arata Isozaki – Robert Llimos – Shigeyoshi Koyama – Assumpcio Mateu. 1992. Auflage 50, Kaltnadelradierung von Ferrato, signiert
34 Eugeni Torrens. 1991. Auflage 77, »manugraphie originale«, signiert
35 Eduardo Arranz Bravo. 1993. Auflage 50, Lithographie, signiert
36 Georges Ferrato – Arranz Bravo – Adolfo Estrada – Modest Cuixart. 1995. Auflage 70, mit je einer Originalarbeit der vier Künstler, alle signiert
37 Eduardo Arroyo – Stugeyoshi Koyama. 1996. Auflage 70, mit je einer Originalarbeit der beiden Künstler, beide signiert
38 Lamfranco Bombelli Tiravanti – Jan Kubicek. 1997. Auflage 77, mit je einer Originalarbeit der beiden Künstler, beide signiert
Dazu drei Prospekte:
P1. Pro X Festival. 1981. Auflage 50, Gravure von Arranz Bravo, signiert
P2. Cadaques 1982. Auflage 50, 1 Fotografie von Francesc Catalo (Porträt Duchamp) und eine Monotypie von van Look, signiert
P3. Cadaques 1983. Auflage 100 , Gravure von Canogar, signiert.

Meist 21,5 : 15,5 cm.

102  Christian Megert. Retro Megert.

€ 500 ( R19 )

Spiegelobjekt (Glas auf Holz) und Katalog. 1969. 29,7 : 21,0 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 49/100. – Vier Taschenspiegel im Format 10 : 7 cm, montiert auf Holzkeile und diese auf schwarz bemalter Hartfaserplatte. – Mit der Bildfolge »Retro Megert« (15 lose Bildtafeln, zwei Textblätter), auch die Bildfolge signiert und nummeriert »49/300«. – Erschienen in der Edition Howeg, Hinwil, Schweiz. – Christian Megert, geboren 1936, Mitbegründer der internationalen Künstlergruppe »Nouvelle Ecole Européenne« (N.E.E.) in Lausanne sowie der Galerie Aktuell in Bern, stand der Künstlergruppe ZERO nahe. Seit Veröffentlichung seines Manifests »Ein neuer Raum« im Jahr 1961 konzentrierte er sich in seiner Arbeit auf Objekte und Environments mit Spiegeln und Glas. Von 1976 bis 2002 war er Professor für Integration bildender Kunst und Architektur an der Kunstakademie Düsseldorf.

In der Originalkunststoffbox, diese mit Alterungsspuren.

103  Dieter Roth. Selbstbildnis als Topfblume.

€ 900

Farboffset. 1971. 76 : 103 cm. Signiert und datiert.

Andruck vor der Auflage. – In 24 Farben mit elf Druckformen gedruckt auf weißem Papier. – Gegenüber dem bei Dobke als »Andruck« bezeichneten Artistproof in geringfügig variierenden Farben. – Auf einem rückseitig bedruckten Abfallbogen der Druckerei. – Gedruckt bei Cook Hammond & Kell, London. – Die Auflage von 110 nummerierten Exemplaren wurde auf gelbbraunem Bütten gedruckt und von der Petersburg Press, London, ediert. – In der Originalrahmung, auf der Rückwand von Dieter Roth nochmals signiert. – Geschenk des Künstlers an die Vorbesitzerin.

Mit leichten Spuren ehemaliger Faltung.

Dobke S. 124/2

104  Hanne Darboven. Zahlentypographie.

€ 450

Serigraphie. 1969. 33 : 19 cm (42,0 : 29,5 cm). Signiert, datiert und nummeriert.

Exemplar 45 einer nicht genannten Auflage. – Auf glattem Karton. – In Passepartout montiert, tadellos. – Dazu: Ohne Titel (Brief an Vogel). Farbiger Offsetdruck. 42 : 30 cm.

105  Hanne Darboven. Theatre. Stundenplan.

€ 250

Farbserigraphie. 1985/1992. 49,7 : 49,7 cm (60,8 : 51,8 cm). Signiert und datiert.

1985 entstand die 53 Blätter umfassende Folge »Theater«. 1992 edierte die Künstlerin den vorliegenden Druck. – Makellos.

106  Hanne Darboven. Ohne Titel (Musikzimmer).

€ 200

Offsetdruck. 1985. 70,0 : 49,7 cm. Signiert und nummeriert.

Exemplar 85/120. – Mit einer reproduzierten Fotografie und einer faksimilierten Schriftzeichnung, datiert 17.10.85. – Makellos.

107  Gerhard Richter. Meine Bilder sind klüger als ich.

€ 120

Ein Film von Viktoria von Flemming. VHS-Kassette. Köln, DuMont 1988. Auf dem Label der VHS-Kassette signiert. In der Originalkunststoffbox mit farbigem Cover.

Aus dem Nachlass eines holländischen Sammlers, der sich anlässlich von Ausstellungseröffnungen stets dafür mitgebrachte Kataloge, Editionen oder auch Ton- bzw. Bildträger der jeweiligen Künstler signieren ließ.

108  The World of Gilbert and George. – The secret Files of Gilbert & George.

€ 200

Un film de Hans-Ulrich Obrist. – Zwei VHS-Kassetten. Amsterdam, Éditions à vois 1981 bzw. Paris, Edition bdv-Artview 2000. Beide in der Originalkunststoffbox mit farbigem Cover. – Auf der VHS-Kassette bzw. der Boxrückseite von den beiden Künstlern signiert.

I. Die Originalfassung der unter Regie des Künstlerduos entstandenen Selbstdarstellung. – II. Der Film entstand für die Ausstellung »Voilà. Le monde dans la tête« im Auftrag des Musée d’Art Moderne de la Ville Paris. – Anlässlich einer Vernissage 2002 signiert. – Aus dem Nachlass eines holländischen Sammlers, der zu solchen Gelegenheiten stets Kataloge u. ä. der jeweiligen Künstler mitbrachte.

Signatur von II leicht verwischt.

109  Hella Santarossa. Die fesche Lola.

€ 600

Acryl auf Büttenpapier. 1981. 79,0 : 106,0 cm. Signiert und datiert, rückseitig betitelt.

Als eine der wenigen Künstlerinnen in der männerdominierten Bewegung der »Neuen Wilden« war Hella Santarossa eines der wichtigsten und anerkanntesten Mitglieder innerhalb der »heftigen« Maler um den Berliner Moritzplatz, einer Künstlergruppe, die aus der Hödicke-Klasse der Berliner HdK hervorgegangen war. 1979 hatte die Künstlerin ihre erste Einzelausstellung in der Moritzplatz-Galerie. Das Cross-Over aus Malerei, Skulpturen, Aktionen und Performances führte zu hoher Eigenständigkeit ihres Werkes aber auch zu einer Außenseiterrolle innerhalb der Künstlergruppe. Nach einem einjährigen Stipendienaufenthalt in den USA »verband sie nun den dynamischen Pinselstrich der »Neuen Wilden« […] mit dem kandishaften Schmelz der amerikanischen Popart. Alles durchdrang sich hier grenzenlos. […] 1982 bei der Düsseldorfer Ausstellung ›(0211)‹ zum Zeitpunkt einer historischen Wegegabelung – Konzeptkunst und Minimalart wurden damals abgelöst von neuer Mallust – hingen ihre ›heißen‹ performativen Bilder direkt neben den ›kühlen‹ Denkskulpturen eines Mucha, Klingelhöller, Luy, Schütte« (Stephan von Wiese).

Mit einigen Atelier- und Lagerspuren.

110  Hella Santarossa. Stani.

€ 600

Acryl auf Büttenpapier. 1982. 103,5 : 77,5 cm. Signiert und datiert, rückseitig betitelt.

Linker Rand und rechte untere Ecke mit Knickfalten.

111  Sammlung von mehr als 80 Aquarellen, Tempera-, Ölkreidezeichnungen und Mischtechniken verschiedener Hamburger »Künstlerinnen«.

€ 100 ( R19 )

Hamburg, um 1960. Meist 42 : 30 cm. Wohl rückseitig signiert.

Bildmappe zur Prüfungsarbeit »Malen in einer Mädchenklasse während des ersten und zweiten Schuljahres«. – Liebevoll und aufwändig erarbeitete Sammlung von Zeichnungen damals sieben- und achtjähriger Schülerinnen der Schule Bäckerbreitergang in Hamburg. Vorgelegt von Henny Knösel (wohl Hamburg 1935–2003). – Unterschiedlich in ihrer künstlerischen Expressivität reihen sich Zeichnungen zu unschuldigen Themen wie »Eselchen Max«, »Eine Lokomotive auf dem Dammtorbahnhof«, »Auf dem Hamburger Dom« und »Schneewittchen« neben abgründigeren wie »Der Teufel kommt, um die Prinzessin zu holen« aneinander. – In großformatigem Sammelband, jede Arbeit mit ausführlicher Bildlegende. Durch die dabei erfolgte Beschränkung auf die Vornamen wird die eventuelle Entdeckung eines bisher verschollenen Frühwerks einer heute etablierten Künstlerin deutlich erschwert.

62 : 45 cm. – Vereinzelte Trägerkartons mit Randläsuren.

112  Kunstmarkt – Handbuch des Kunstmarkts.

€ 200

Kunstadressbuch für das Deutsche Reich, Danzig und Deutsch-Österreich. Geleitwort von Max Osborn. Berlin, Antiqua Hermann Kalkoff 1926. Originalhalbleinenband mit vergoldeten Titeln.

Erste und einzige Ausgabe. – »Wer wird diesen wohlgerundeten Band in die Hand nehmen, ohne daß ihm die Wellen des Staunens über dem Kopf zusammenschlagen?« (Max Osborn im Vorwort). – Verzeichnet, innerhalb der Länder und Städte alphabetisch geordnet, viele Tausende Museen, Archive, Bibliotheken, Künstler und – besonders interessant – unzählige Sammler. Jeweils werden Name, Anschrift, Beruf und meist auch das Sammelgebiet genannt. – Dazu: Pantheon. Adressbuch der Kunst- und Antiquitäten-Sammler und -Händler, Bibliotheken, Archive […] Bücherliebhaber, Numismatiker. Ein Handbuch für das Sammelwesen der ganzen Welt. Bearbeitet von Joseph Zenker. Esslingen, Paul Neff 1914. Originalleinenband. Nach Städtenamen geordnet mit Angabe von Name, Beruf, Adresse und Sammelgebiet.

23,0 : 16,2 cm. XXIV, 792 Seiten. – VIII, 496, 40 (Anzeigen-)Seiten. – Gelenke angeplatzt. Beide mit leichten Gebrauchsspuren.

113  Franz Goldstein. Monogrammlexikon.

€ 250 ( R7 )

Internationales Verzeichnis der Monogramme bildender Künstler seit 1850. Berlin, Walter de Gruyter 1964. Originalleinenband.

Erste Ausgabe. – »In zwei Jahrzehnten mühevoller Arbeit entstand das vorliegende Werk. Es enthält rund 20.000 Monogramme von Künstlern aller Länder und schließt zeitlich unmittelbar an das Handbuch von Nagler an« (Vorwort). – Am Ende fast 100 Seiten Namensregister.

23,5 : 17,0 cm. [8], 931, [5] Seiten.

114  Fotografie – George Eliot. Romola.

€ 180

Copyright Edition. In two Volumes. Leipzig, Bernard Tauchnitz 1863. Mit 62 montierten Fotografien. Originalpergamentbände mit reicher Rücken- und Schnittvergoldung, Deckel mit Gold- und Rotprägung.

Der Savonarola-Roman der erfolgreichen englischen Autorin ist ein frühes Beispiel für die Verwendung von Fotografien in der Buchillustration. Neben einigen reproduzierten Gemälden beeindrucken besonders die zeitgenössischen Florenz-Ansichten.

16,1 : 11,7 cm. – Leicht angestaubt, ein Gelenk angeplatzt. – Ränder minimal gebräunt.

115  Germaine Krull. Kurt Eisner.

€ 450 ( R19 )

Porträtfotografie. Vintage, Bromsilberabzug. 1918. 13,8 : 8,8 cm. In der Platte signiert und betitelt.

Germaine Krull (1897–1985) kam als Kind mit ihrer Mutter nach München und eröffnete dort 1917 ihr erstes Fotoatelier. Ihr Porträt des Ministerpräsidenten des Freistaats Bayern zählt zu den bekanntesten Eisner-Porträts. Nach der Niederschlagung der Räterepublik und Ermordung Eisners wurde Germaine Krull 1920 aus Bayern ausgewiesen. – Im Negativ betitelt, signiert und mit »Verlag: Photobericht Hoffmann« bezeichnet. Pikanterweise handelt es sich dabei um den späteren »Hoffotografen« Adolf Hitlers. – Rückseitig mit Aufdruck zur Verwendung als Postkarte.

Bayerische Staatsbibliothek, Bildarchiv hoff-917

116  Fotografie – El Lissitzky. Sechs Porträtfotografien.

€ 500

Silbergelatine. 1924/1985. Ca. 12 : 17 – 22 : 20 cm (39,5 : 29,5 cm). Rückseitig stempelsigniert.

Drei Selbstporträts, darunter die berühmte Mehrfachbelichtung »Der Konstrukteur«, und drei Porträtaufnahmen von Kurt Schwitters, auch darunter Mehrfachbelichtungen, die El Lissitzky neben der Technik des Fotogramms als künstlerische Gestaltungmethode nutzte. – Vollständige Folge der »einmaligen Auflage für die Griffelkunst«, abgezogen von den Originalglasnegativen aus dem Nachlass von Jan Lissitzky. – Titel und Datierung nach den Angaben im Verzeichnis der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, dort 240 C1–6. – Dazu: El Lissitzky. Photo seines Sohnes. Fotografie, Silbergelatine. 1931/1985. 17,3 : 25,7 cm (30,4 : 40,4 cm). Rückseitig stempelsigniert. Abzug vom Originalnegativ aus dem Nachlass von Jan Lissitzky. Ediert von der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, unter Nr. E 134.

117  Fotografie – László Moholy-Nagy. Sechs Fotografien.

€ 400

Silbergelatine. Um 1930/1994. 26–28 : 20 cm (40,0 : 30,0 cm).

Universe. Um 1936. – Bexhill on Sea, Mendelsohn. Um 1936. – Berliner Funkturm. Um 1928. – Lucia. Um 1926. – Skandinavienreise. Um 1930. – Blumenphotogramm. – Vollständige Folge der »einmaligen Auflage für die Griffelkunst«, abgezogen von den Originalnegativen aus dem Nachlass des Künstlers. – Titel und Datierung nach den Angaben im Verzeichnis der Griffelkunst-Vereinigung Hamburg, dort 278 A1–6.

118  Fotografie – Hundert Jahre Lichtbild.

€ 500 ( R7 )

Gewerbemuseum Basel 9. April bis 8. Mai 1927. [Basel 1927]. Mit einigen illustrierten Anzeigen. In Schwarz und Rot lithographierte Originalbroschur.

Originalausgabe. – Mit Textbeiträgen des Fotohistorikers Erich Stenger, der auch das Ausstellungskonzept entwarf, sowie Paul Liesgang und Albert Baur. Der Katalogteil verzeichnet Fotografien von Man Ray und Moholy-Nagy sowie zahlreiche Beispiele des 19. Jahrhunderts aus der Sammlung Erich Stenger und dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe. Auch Fotoapparate und Projektoren wurden ausgestellt. – Den Umschlag entwarf der Fotograf Theo Ballmer. – Wichtiger Katalog, hervorragend erhalten.

20,8 : 14,0 cm. 34 Seiten, 12 Anzeigenblätter.

Autopsie II, 56f

119  Fotografie – John D. Schiff. Albert Einstein.

€ 750

Fotografie. Um 1950. 25 : 20 cm.

Brustbild im Profil nach rechts gewendet. – Rückseitig mit dem Atelieraufkleber des Fotografen. – John D. (Hans) Schiff (1907–1976) arbeitete zunächst in der Kölner Werbeagentur seines Vaters. Er war mit Erich Sander, dem Sohn des bekannten Fotografen, befreundet und kam schon in in den 1920er Jahren mit der Fotografie in Kontakt. 1938 musste er Deutschland verlassen und etablierte sich ab 1940 in New York als Porträt- und Theaterfotograf. – Der Nobelpreisträger Albert Einstein lebte seit 1935 in Princeton, nachdem auch er Deutschland verlassen hatte. Schiffs Aufnahmen vor Einsteins Haus entstanden wohl Ende der 1940er Jahre. – Beigabe: Originalversandtasche des Ateliers John D. Schiff. – Vom Vorbesitzer direkt von der Witwe des Fotografen erworben.

120  Fotografie – John D. Schiff. Andy Warhol.

€ 900

Zwei Porträtfotografien. Vintage print, Silbergelatineabzug. Um 1963. 25,0 : 20,5 cm.

Zwei eindrucksvolle Porträts des jungen Warhol, der vor seiner Serigraphie »White Burning Car« posiert. – Ein Foto rückseitig von Andy Warhol signiert und der Witwe des Fotografen gewidmet. – Beide rückseitig mit dem Atelieretikett des Fotografen. – Beigabe: Zwei Originalversandtaschen des Ateliers John D. Schiff. – Vom Vorbesitzer direkt von der Witwe des Fotografen erworben.

121  Fotografie – Frankfurt am Main.

€ 200

Ein Bildwerk mit dreißig Handabzügen von Originalphotos von Dr. Paul Wolff & Tritschler, Alfred Ehrhardt, Franz Lieck und Theodor Kisselbach. Wetzlar, Photographia [1948]. 30 Fotografien. Mit Textdoppelblatt lose in Originalhalbleinenkassette mit goldgeprägten Titeln.

Erste Ausgabe. – Wohl nur in kleinster Auflage hergestellt. – Die Originalabzüge auf Agfa-Photopapier (Format 21 : 16 cm) jeweils auf ein Kartonblatt (30 : 23 cm) montiert, diese rückseitig typographisch betitelt, mit Angaben zum Fotografen und der Archivnummer. – Der Fotograf Paul Wolff, zunächst Wegbereiter der modernen Fotografie, dann auch Bilddokumentarist des 1000jährigen Reiches, edierte in den 1920er-30er Jahren mehrere Bildfolgen zu »Alt-Frankfurt«. Aus seinem Bildfundus schöpfend, gab Wolff die alten Fotografien mit zeitgemäßem Geleitwort heraus, nun da Frankfurt »versunken in dem Ansturm einer infernalischen Stunde […] dem Kriege vollkommen erlegen, geblieben sind nur Trümmer und – die Bilder, die wir noch in uns tragen« (Vorwort von W. Tschietzschmann).

Kassette leicht berieben und etwas verzogen. – Tafeln leicht verzogen, sonst aber sehr gut erhalten.

Paul Wolff Bibliographie S. 26. – Nicht bei Heidtmann

122  Fotografie – Kalendár druzstevní prace 1933.

€ 500 ( R7 )

27 fotografii Josefa Sudka. – Dazu: Vier weitere Ausgaben des Kalenders für 1934–1937. Prag, Druzstevní Prace [1932–1936]. Mit 27 Kalendertafeln nach Fotografien von Josef Sudka, die folgenden mit Farbtafeln nach Gemälden, Zeichnungen und Plastiken tschechischer Künstler. Originalkalenderheftung.

Die typographische Gestaltung der Kalender übernahm Ladislav Sutnar. Nur der erste auch mit einer Fotoabbildung auf dem Deckblatt, die übrigen mit Typographik. – Die Ausgaben 1934–1937 mit Kunstwerken tschechischer Impressionisten, Romantiker, Realisten und Landschaftsmaler. – Sehr frühe Publikation mit Fotografien von Josef Sudek und zugleich einer der ersten fotoillustrierten Kalender überhaupt. »The calendar received an extraordinary number of reviews which praised the quality of the intaglio, its artistic effect, poetic eloquence, inventive choice of motifs, modern outlook and nonconformity« (Anna Fárová, Josef Sudek. Prag 1995). – Beigabe: Zweites Exemplar 1934 in Originalleinenband.

Ca. 21 : 15 cm. – Leichte Lagerspuren, bei 1933 eine Tafel lose.

Lucie Vicková. Druzstevní práce – Sutnar/Sudek. Prag 2007, 191 ff. and 215 ff

123  Fotografie – At the Still Point.

€ 350

Photographs from the Manfred Heiting Collection at The Museum of Fine Arts Houston. 2006, 2008–2012 and 2015 [sieben Kalender]. Berlin [2005–2014]. Jeweils zwölf Bildtafeln nach Fotografien. Mit Titelblatt, Index und Deckblatt mit einer wiederholten Abbildung spiralgeheftet.

Nach Auskunft des Herausgebers jeweils in etwa 300 Exemplaren erschienen. – »This calendar made for friends of the printed photographs and not for sale«. – Meisterwerke der Fotografie des 20. Jahrhunderts aus der berühmten Sammlung Manfred Heiting. Hervorragend reproduziert und gedruckt im Novaton-Verfahren bei Kirchner & Rothe, Berlin. – Jeder Kalender widmet sich einem speziellen Thema: Frauen, Paare, Kinder und Jugendliche, Bauten und Ruinen, Bäume und Landschaften, weiblicher Akt. – Bestens erhalten, in Leinenkassette.

59,0 : 48,0 cm.

124  Fotografie. – Lucien Clergue – Paul Eluard. Corps mémorable.

€ 150

Couverture par Pablo Picasso et douze photographies par Lucien Clergue. Paris, Pierre Seghers 1960. Mit zwölf Tafeln. Originalkarton mit farbig illustriertem Umschlag.

Schöne Edition mit dem Text von Eluard, gedruckt in Rot und Schwarz auf Velin und den blattgroßen Aktaufnahmen auf einseitig glänzendem Bilderdruck. – »This book, with its distinctive cover by Picasso, was the first mainstream publication to show female pubic hair, allowable only because Clergue did not show the faces of his models, which gave rise to considerable controversy« (Parr/Badger).

27,0 : 18,5 cm. 35, [5] Seiten. 12 Tafeln, davon zwei gefaltet als Vorsätze.

Parr/Badger I, 192

125  Pidder Auberger. Allegorie des Sammelns.

€ 200

Fotografie. Silbergelatine. 1991. 20,8 : 26,8 cm. Rückseitig signiert, betitelt, nummeriert, gewidmet und datiert.

Exemplar 3/5. – Fotogramm unter Verwendung verschiedener Materialien. – Tadellos.

126  Pidder Auberger. Torso [?].

€ 200

Fotografie. Silbergelatine. 1990. Durchmesser 18,5 cm (30,4 : 23,4 cm). Rückseitig signiert, betitelt, nummeriert und datiert.

Exemplar 2/3. – Für uns unleserlich betitelt. – Fotogramm unter Verwendung verschiedener Materialien. – In der Pergaminhülle mit Atelier-Stempel des Künstlers. – Tadellos.

127  Fotografie – Lewis Baltz. The new Industrial Parks near Irvine, California. Das neue Industriegelände in der Nähe von Irvine, Kalifornien.

€ 500 ( R7 )

New York, Leo Castelli Graphics 1974. Mit 51 fotografischen Tafeln. Stahlgrauer Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Originalausgabe, wohl nur in kleiner Auflage erschienen. – Diese frühe Publikation des 1945 in Kalifornien geborenen Fotografen bildet den Auftakt zu einer Trilogie, die 1980 mit »Park City« fortgesetzt und 1986 mit »San Quentin Point« abgeschlossen wurde. – »Seit den 1970er-Jahren international bekannt als Hauptvertreter einer emotionslosen, meist zyklisch organisierten, zwischen Dokumentarismus und Konzeptkunst oszillierenden Landschaftsinterpretation im Sinne der ›New Topographics‹. […] ›Das Werk von Lewis Baltz ist in seiner Komplexität ein Erkunden nicht nur der Zeigbarkeit von Wirklichkeit, sondern auch ihrer Wahrnehmbarkeit.‹ (Carl Aigner)« (Koetzle). – Sehr selten.

27,5 : 28,5 cm. [56] Blätter. – Die Ränder des weißen Schutzumschlags minimal gebräunt, sonst tadellos.

Roth, 101 Books, S. 228f. – Koetzle 23. – Parr/Badger II, 34

128  Fotografie – Klaus Benhof. Spur-Rillen.

€ 200

Fotografien 1995–2005. Worpswede, Eigenverlag 2005. Mit zahlreichen, meist ganzseitigen Abbildungen nach Fotografien. Originalpappband.

Eins von sieben Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer beigelegten Fotografie, rückseitig signiert, datiert und nummeriert (Gesamtauflage 35). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

27,6 : 20,7 cm. [64] Seiten.

129  Christian Boltanski. Les Vacances à Berck-Plage.

€ 150

(Août 1975). Stuttgart, Oktagon 1995. Mit 23 montierten Farbfotographien. Gelber Originalleinenband mit silbergeprägten Titeln.

Eins von 500 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Künstlerbuch im Stil eines Familien-Foto-Albums mit Strand-, Stadt- und Marktszenen.

17,0 : 13,0 cm. [32] Seiten.

130  Fotografie – Candida Höfer. Zwölf – Twelve.

€ 600 ( R7 )

München, Schirmer-Mosel 2001. Mit zahlreichen, teils ganzseitigen Farbabbildungen. Originalpappband mit -schutzumschlag und -leinenchemise in -leinenschuber.

Eins von 100 Exemplaren der »Collector’s Edition« mit der beigelegten Originalfotografie »Ny Carlsberg Glyptotek Copenhagen III, 2000« (C-Print, signiert und nummeriert). – Mit Texten von Annette Haudiquet und Pascal Beausse. – Candida Höfer dokumentierte die zwölf legitimen Abgüsse von Auguste Rodins berühmter Bronze »Die Bürger von Calais« an ihren weltweit verteilten Standorten. Diese Arbeit entstand im Auftrag der Stadt Calais, um nach Abschluss der Güsse ein neues, zeitgemäßes Kunstwerk zu schaffen. – Tadellos erhalten.

29,0 : 24,5 cm. 85, [3] Seiten, 1 Fotografie.

131  Fotografie – Candida Höfer. Bibliotheken.

€ 600 ( R7 )

Mit einem Essay von Umberto Eco. München, Schirmer/Mosel 2005. Mit 137 ganzseitigen Abbildungen. Originalpappband mit -schutzumschlag und -chemise, zusammen im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren der »Collector’s Edition« mit der beigelegten Originalfotografie »Rijksarchief Limburg Maastricht I 2003« (C-Print, signiert und nummeriert). – »Zunehmend verschwanden […] die Menschen aus ihren Bildern, und dennoch gewann in den ›leeren‹ Räumen die menschliche Präsenz immer spürbarer an Intensität – als Abwesenheit derer, für die sie gebaut und eingerichtet wurden. Candida Höfers Beziehung zur Architektur steht in der Tradition der Neuen Sachlichkeit. Ihre Aufnahmen von öffentlichen Räumen, deren spezifische Atmosphäre weder von Besuchern noch Nutzern gestört wird, wirken nüchtern, fast asketisch und verzichten auf jede spektakuläre Inszenierung des Blicks. […] In Candida Höfers photographischem Konzept […] tritt der Autor der Architektur unmerklich hinter den Autor der Bilder zurück« (Verlagstext). – Tadelloses Exemplar.

30,0 : 25,0 cm. 271, [1] Seiten, 1 Fotografie.

132  Fotografie – Izima Kaoru. Hosokawa Fumie wears Tiffany (066).

€ 1200

Farbfotografie, Cibachrome. 1995. 35,0 : 27,5 cm (40,2 : 30,2 cm). Auf dem Verlegeretikett signiert, typographisch betitelt und nummeriert.

Exemplar 2/10. – Aus der Serie »Landscapes With a Corpse«. – Ediert von der Galerie Emmanuel Perrotin, Paris. – Aufwändig gerahmt, das Etikett unter Passepartout abgedeckt.

Unterer Bildrand mit kleiner Blendstelle.

133  Fotografie – Abdeslam Khelil. Drei Fotografien.

€ 250

Vintages. Um 1960-1970. 29,8 : 23,8 cm.

Drei schöne Porträtfotografien des 1942 geborenen algerischen Fotografen. Um 1960 ließ er sich in Paris ausbilden und kehrte dann in seine Heimat zurück. Eine erste große Reise nach Südalgerien lieferte ihm seine seit 1965 bevorzugten Motive und prägte seinen Bildstil. – Rückseitig mit dem Atelierstempel des Künstlers. – Sehr gut erhalten.

134  Erika Kiffl. Joseph Beuys 1978. Drakeplatz Düsseldorf.

€ 600

Fotografie. Silbergelatine. 2003. 28,7 : 28,7 cm (40,0 : 30,0 cm). Rückseitig signiert, datiert und betitelt.

Späterer Abzug der berühmten Fotografie, die im Wohnatelier des Künstlers entstand. – »Das Wohnatelier am Drakeplatz, das Joseph Beuys (1921–1986) 1961 mit seiner kleinen Familie bezog, nachdem er als Professor für monumentale Bildhauerei an die Kunstakademie in Düsseldorf berufen worden war, war ein magischer Ort. Hier vermischte sich die Arbeit an bahnbrechenden Kunstkonzepten mit Kindererziehung, hier wurde gekocht und diskutiert, standen Familie und fremde Besucher staunend vor bildhauerisch umwerfenden Schöpfungen. Von hier aus ging die Wirkung des Beuys’schen Kunst- und Menschenbildes schließlich in die ganze Welt. Bis dann der Druck der Welt zu groß wurde und die Familie in ein Nachbarhaus umziehen musste« (Verlagstext Schirmer/Mosel zu einem Fotoband von Eva Beuys). – Erika Kiffl (geboren 1939) wurde vor allem durch ihre Künstlerporträts bekannt. Eine erste Auswahl (»Künstler in ihrem Atelier. Eine Fotodokumentation«) erschien 1979.

135  Fotografie – [Gunter] Rambow. Doris.

€ 350 ( R7 )

Frankfurt, März Verlag 1970. Mit 142 ganzseitigen fotografischen Abbildungen. Illustrierte Originalbroschur.

Erste Ausgabe des gesuchten erotischen Fotobands von Gunter Rambow. Dieser hatte sich 1968 mit »La Promenade de König Immerlustik« erstmals dem Thema Nacktheit verschrieben. – Ein Teil der Auflage erschien mit dem recht bald zensierten Titel »Das große Mösenbuch«, was den ausschließlichen Bildinhalt aller 142 Fotografien unumwunden benennt. Die erste Bildserie mit teils recht gewagt posenden weiblichen Modellen, die zweite mit verfremdenden Makroaufnahmen des weiblichen Genitals. – Rambows »Doris« » […] may be seen as either a misogynist reaction against the Women’s Movement or a blow against sexual repression, a critique of pornographic conventions or an astute piece of commercial pornography masquerading as art – or even as a work of groundbreaking photographic art« (Parr/Badger).

32,5 : 23,8 cm. [140] Seiten.

Parr/Badger I, 227

136  Fotografie – Heinrich Riebesehl. Fotografische Serien 1963–2001.

€ 600 ( R7 )

Herausgegeben von Ulrike Schneider. Stuttgart, Hatje Cantz 2004. Mit zahlreichen ganzseitigen fotografischen Abbildungen. Originalpappband mit -schutzumschlag.

Eins von 30 Exemplaren einer im Druckvermerk nicht erwähnten Vorzugsausgabe mit der beigegebenen großformatigen Originalfotografie »Diekmannshausen/Wesermarsch, Februar 1982« (Abzug 2004, 31,0 : 39,5 cm, rückseitig signiert, datiert, nummeriert und betitelt). Die Fotografie in der grauen Originalmappe mit Titelaufdruck. – Das Buch erschien zu den Ausstellungen im Sprengel Museum Hannover 2004 und in der Kunsthalle Lingen 2005.

23,5 : 28,0 cm. 226, [6] Seiten, 1 Fotografie.

Vgl. Wiegand/Heiting S. 65 und 71 zu früheren Publikationen

137  Fotografie – Martin Schoeller. Close up.

€ 600 ( R7 )

Portraits 1998–2005. Introduction by David Remnick. Kempen u. a., teNeues 2005. Mit 75 ganzseitig abgebildeten Porträtfotografien. Originalleinenband mit -schutzumschlag und -leinenschuber.

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der beigelegten Originalfotografie »Angelina Jolie 2004« (C-Print auf Fujicolor Crystal Archive, rückseitig signiert und nummeriert). – Martin Schoeller (geboren 1968) war zunächst Assistent von Annie Leibowitz und arbeitet seit 1998 als freischaffender Fotograf. Seine formatfüllenden Porträtaufnahmen machten ihn weltbekannt. – Der vorliegende Band stellt meist zwei Porträtaufnahmen nebeneinander. Bei der hier abgebildeten Paarung bezweifelten wir einen Moment lang das Erscheinungsjahr 2005. – Tadellos erhalten.

34,8 : 28,5 cm. [110] Seiten, 1 Fotografie.

138  Motorsport – Wolfgang Graf Berghe von Trips.

€ 300 ( R7 )

Bilder Julius J. Weitmann. Text Richard von Frankenberg. Stuttgart, Motor Presse 1962. Mit zwölf blattgroßen montierten fotografischen Abbildungen. Originalleinenband; Faksimilesignatur auf dem Vorderdeckel und Rückentitel goldgeprägt. Im Originalschuber.

Liebhaberausgabe in kleiner nummerierter Auflage, von Fotograf und Autor signiert. – Auf Werkdruckpapier, die großformatigen Reproduktionen der Weitmann-Fotografien wurden einmontiert. – Wolfgang Graf Berghe von Trips (1928–1961) zählt zu den deutschen Rennsportlegenden. 1961 verunglückte er im Formel 1-Rennen von Monza tödlich. – Sehr schönes Exemplar der seltenen Luxusausgabe.

34,5 : 34,5 cm. 54, [2] Seiten. – Schuber angestaubt.

139  Filme der 30er. … 40er, 50er, 60er, 70er, 80er, 90er, 2000er.

€ 400

Herausgegeben von Jürgen Müller. [Acht Bände, alles Erschienene]. Köln, Taschen 2001–2011. Mit zahlreichen Abbildungen. Farbig illustrierte Original-Flexobroschuren.

Vollständige Reihe der beim Verlag vergriffenen Originalausgabe in den markanten (wenn auch bei dem Gewicht der Bücher etwas unhandlichen) Flexobroschuren. – Gemeinsam mit defd, Cinema Hamburg, British Film Institute, London, und der Bibliothèque du Film, Paris, herausgegebene Reihe, die acht Jahrzehnte und annähernd 1000 Filmklassiker in Wort und Bild dokumentiert. – Jeweils mit mehreren Registern und Verzeichnissen. – Gut erhalten.

25,5 : 20,5 cm. Je etwa 600–800 Seiten.

140  Bremen – Namen, Nachrichten und Wappen der Bremer Ratsherren und Bürgermeister.

€ 3000

Handschrift auf Papier mit 717 meist kolorierte Wappenstichen. Bremen, Ende 17. Jahrhundert.

Das umfangreiche Verzeichnis nennt mehr als 700 Bremer Ratsherren und Senatoren, mit drei Ausnahmen jeweils mit biographischen Angaben und den Jahreszahlen der Wahl in den Senat. Die Texte sind neben die gestochenen Wappenvorlagen geschrieben, 436 der 717 Wappen wurden koloriert. – Der erste Eintrag gilt Alardus de Wunestorpe (Ratsherr seit 1225), gefolgt von Heinricus de Borken, Walterus Ottonis filius, Heinricus de Verda, Rudolfus Osterlandi filius und Ludolfus de Nienburg. Die letzten ausgeführten Einträge widmen sich Hermannus Vasmer, Henricus Balleer und Henricus Werenberg. Dieser wurde 1554 in den Rat gewählt und verstarb 1578. – Die Texte sind teils knapp, teils ausführlich, vielfach mit Verweisen auf Familienmitglieder, die ebenfalls Bremer Ratsherren waren. – Das Werk besteht aus 64 gefalzten Bogen und einem Einzelblatt, fast jede Seite mit drei gestochenen Wappenkartuschen. Eingeschaltet sind sechs reine Textseiten mit Ergänzungen zu einzelnen Familien und 13 leere Seiten. Es folgen (oben nicht mitgezählt) zwölf Seiten mit weiteren 36 Wappenkartuschen ohne Text, von denen zwölf koloriert wurden. – Im Jahr 1139 wurde die Stadt Bremen erstmals als »civitas« bezeichnet und bald danach ein Bürgerausschuss eingerichtet. 1186 verbriefte Friedrich I. Barbarossa das erste bürgerliche Gesetz der Stadt: Im »Gelnhauser Privileg« wurde festgelegt, dass nur der Kaiser und der Senat Regierungsgewalt über die Stadt haben. Bremen wurde damit freie Reichsstadt. Anfang des 13. Jahrhunderts erfolgte der erste Vertragsabschluss durch die »consules«, die Ratsherren.

42,0 : 26,5 cm. [270] Seiten. Lose in Leinenkassette. – Beeindruckend gut erhalten.

141  Bremen – Verzeichnus Aller und Jedweder Herren Burgermeister, Syndicorum und Rahtsverwandten der Stadt Bremen.

€ 2000

Mit deren Nahmen Zunahmen vnd Wappen so viele nachrichtung hin und wieder in alten documentis befunden worden. Handschrift auf Papier mit etwa 1200 Wappenkupfer, davon 950 koloriert, und drei Aquarellen auf Pergament. Wohl Bremen, um 1650–1760. Pergamentband des 18. Jahrhunderts.

Prachtvolle und inhaltsreiche Handschrift, die nach Schriftduktus und den enthaltenen Daten über viele Jahrzehnte fortgesetzt wurde. Begonnen wurde die Niederschrift wohl Mitte des 17. Jahrhunderts, die letzten Ein- und Nachträge datieren um 1760, das große Wappenaquarell auf dem ersten Blatt signiert »G v Post« und datiert »1782«. – Der kalligraphierte Titel mit aquarellierter Bordüre und, wie zwei aquarellierte Wappenbilder (das der Familie Hermann Wachmann und das Bremer Stadtwappen), auf Pergament. – Das Buch umfasst etwa 450 Seiten, die meisten mit je drei gestochenen Wappenkartuschen, die vielfach sehr detailliert mit den Familienwappen der Bürgermeister und Ratsherren koloriert wurden. In jedem der drei Teile am Ende einige Seiten ohne Einträge und Ausmalung. – Am Anfang eine Einleitung zur Stadtgeschichte vom Jahr 1000 bis 1656 und zur Entwicklung des Senats. – Enthält folgende drei Teile: Bürgermeister (62 Seiten, davon 43 mit 139 Wappen und Kurzbiographien) aus den Jahren 1350 bis etwa 1725. – Verzeichnuß der Stadt Bremen bestalter Syndicorum (16 Seiten, davon neun mit 27 Wappen und Kurzbiographien) aus den Jahren 1497–1717. – Verzeichnus Aller Herrn, So zu Bremen in den Raht gekohren sein, unter welchen auch dieselben, so zu Bürgermeistere erkohren, mit deren Nahmen undt Wapen, so viel man nach sichtung, hin und wieder, in alten documentis befunden wurden. (318 Seiten, davon 287 mit 861 Wappen und Kurzbiographien). Verzeichnet die Jahre um 1300–1760. – Es folgen mehrere Namensregister. – Generell sind alle Passagen, die das 16. und 17. Jahrhundert betreffen, besonders ausführlich und die entsprechenden Wappen fast vollständig und besonders fein koloriert. Für die Zeiten davor sind die Angaben spärlich, beschränken sich meist nur auf Namenseinträge, für die Jahre ab 1700 fehlt meist die Kolorierung und die Handschrift ist sehr flüchtig und schwer leserlich. – Einzigartiges Quellenwerk zur Geschichte des Bremer Senats und zugleich zur Genealogie zahlreicher bedeutender Familien der Hansestadt. – Möglicherweise ursprünglich im Besitz der Familie Hermann Wachmanns, der 1622 in den Rat gewählt und 1632 Bürgermeister wurde. Mit dem Wachmannschen Familienwappen und der Widmung »Anno 1642«. – Später im Besitz der Familie Christian Abraham Heineken (Bürgermeister 1792–1810 und 1813–1818).

35 : 23 cm, zusammen etwa 450 Seiten. – Der Einband mit Lagerspuren. – Einige Blätter gelockert, eins lose. – Teil 3 teils mit Bleistiftpagienierung, danach fehlt dort Seite 85/86. – Am Anfang leichte Wasserränder.

142  Bremen – Vortekenus Fast aller Erwelten Rahtsherenn tho Bremen Namen sampt dersuluen wapen.

€ 1500

Darbi Anthomercken Dat alle, So vth den Rahtsherenn volgents tho Borgermeisteren geharenn worden, mit einenn roden B getekent syn. Handschrift auf Papier mit mehr als 600 meist aquarellierten Wappen. Bremen, um 1600–1820. Pergamentband des 17. Jahrhunderts mit blindgeprägten Wappensupralibros, Initialen H WM und »1604«.

Sehr umfangreiches, bis ins frühe 19. Jahrhundert fortgesetztes Verzeichnis der Bremer Senatoren und Bürgermeister. – Über die Amtsträger des 13.–15. Jahrhunderts scheinen die Quellen nicht sehr ergiebig gewesen zu sein. Zu diesen Personen finden sich meist nur sehr knappe, meist auf Namen und Jahreszahlen beschränkte Angaben. Für die Jahre von 1500 bis 1660 sind die Angaben ausführlich, die Familienwappen, die zu jedem Eintrag eingemalt und koloriert wurden, sind hier besonders detailliert. Ab 1662, fortgesetzt bis 1730, bleiben die Angaben umfangreich, es wurden aber keine Wappen mehr eingemalt. Es folgen sporadische Einträge zu den Jahren bis 1821 und mehrere große unkolorierte Wappen. Nach einigen ausführlichen Registern am Ende noch weitere 52 Seiten mit je fünf Wappen mit Verweisen auf die vorherigen Abschnitte. – Mit Besitzvermerken von 1604, 1737, 1743, 1800 und 1809. Der vordere Innendeckel mit prächtig aquarellierten und goldgehöhten Wappen der Familie Harmen [Hermann] Wachmann (siehe die vorherige KatNr) und der Datierung »Anno 1632«. – Dazu: Wappenbuch des BremernSenats. Handschrift auf Papier mit aquarellierten Wappen. Beinhaltet »Elenchus Syndicorum Civitatis Bremensis de Anno 1497« (7 Seiten, ohne Wappen), »Elenchus Consulum et Senatorum Bremensium« (220 Seiten mit etwa 650 Einträgen und etwa 140 aquarellierten Wappen). Halbpergamentband um 1700. – Die Einträge betreffen die Jahre von 1500–1660 mit einigen Nachträgen vom Ende des 17. Jahrhunderts. Im Vergleich zu den vorherigen Bänden sind hier nur wenige Wappen detailliert ausgeführt, bei der Mehrzahl wurde nur das Wappenschild mit Bleistift umrissen, einige wurden ankoloriert. Mit einigen Leerblättern insgesamt etwa 250 Seiten.

12 leere Blätter, 320, teils alt paginierte Seiten. – Deutliche Altersspuren: Einband wellig und eingerissen, Bindung stark gelockert, einige Lagen und Blätter lose, durchgehend etwas fingerfleckig.

143  Heraldik und Genealogie – Familienchronik von Jacob Gottfried Hippius, Glückstadt/Holstein.

€ 450

Handschrift auf Papier mit lavierter heraldischer Tuschpinselzeichnung. Reval 1820. Halblederband der Zeit.

Verfasst von Christian Friedrich Hippius, dem Enkel von Jacob Gottfried Hippius (1640–1691). Dieser hatte 1670 die aus dem estländischen Oesel stammende Maria von Poll geheiratet und wurde Notar beim Estländischen Oberlandesgericht in Reval. – Das erste Blatt mit den beiden Familienwappen Hippius und Poll mit einigen Lebensdaten, rückseitig Verfasserangaben. Es folgen 34 Seiten mit biographischen Angaben sowie ein eingelegtes Doppelblatt mit stichwortartigen Notizen, geschrieben 1816.

35,0 : 22,0 cm. [36] Seiten, 1 loses Doppelblatt. – Stellenweise etwas fleckig.

vgl. http://gedbas.genealogy.net/person/show/1149104019

144  Buchmalerei – Adolph Goldschmidt. Die Deutsche Buchmalerei.

€ 150

Erster Band: Die karolingische Buchmalerei in Deutschland. – Zweiter Band: Die ottonische Buchmalerei in Deutschland. Florenz, Pantheon, und München, Kurt Wolff 1928. Mit zusammen 200 Lichtdrucktafeln. Rote Originalhalblederbände mit Rückenvergoldung und Kopfgoldschnitt (Hübel & Denck, Leipzig).

Kurt Wolff entschloss sich 1924 zur Gründung des Kunstverlags »Pantheon« mit Sitz in Florenz. Er verfolgte den Plan, einen neuen Typus des Kunstbuchs zu schaffen. »Sie herauszuheben und im Licht einer gereiften Kunstforschung allen in ihre Sprache aufleuchten zu lassen – das ist das Ziel, um dessentwillen der Verlag international sein will« (Verlagsprospekt). Qualität sollte vor Quantität stehen. Die ersten Bände wurden 1926 bei Hans Mardersteig – Wolffs typographischem Berater – in Verona gedruckt.

31,5 : 23,5 cm. [12], 68, [2] Seiten, 88 Tafeln; [10], 85, [3] Seiten, 112 Tafeln. – Deckel und Ränder leicht berieben.

Göbel 808

145  Buntpapiere – Album mit 92 Marmorpapieren

€ 300

des 18. und 19. Jahrhunderts.

Wohl private Sammlung von 92 Papierproben, meist alte Vorsatzpapiere, montiert in ein Sammelalbum. – Anregende Zusammenstellung von Oleographie-, Kamm-Marmor- und einigen Modeldruckpapieren. – Alle im üblichen Oktavformat. – Meist nur an einer Kante angeheftet, auf 35 starken Doppelblättern. – Meist gut erhalten.

33,5 : 23,5 cm. – Deckel leicht berieben.

146  Faksimile – The Holkham Bible Picture Book.

€ 450

Introduction and Commentary by W. O. Hassall. London, Dropmore Press 1954. Mit 84, teils farbigen Tafeln. Dunkelroter Originalnigerziegenlederband mit blindgeprägten Deckelvignetten; Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: W. H. Smith, London).

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe, gedruckt auf handgeschöpftem Arnold & Foster-Velin, im Prachteinband und im Druckvermerk vom Herausgeber signiert. – Ausführlich kommentiertes Faksimile der bedeutenden Bibelhandschrift, die in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstand. Reich illustriert schildert sie auf 42 Blättern die Weltgeschichte von der Schöpfung über die Geburt Jesu bis zum Jüngsten Gericht. Die Texte sind in Anglo-Normannisch, der damaligen Sprache des englischen Adels, geschrieben. – Im 19. Jahrhundert gelangte das Manuskript durch Erwerb von Thomas William Coke in die Holkham Library Norfolk. Seit 1952 befindet es sich in der British Library (Ms 47682).

35,5 : 26,0 cm. VII, [3], [90], 191, [3] Seiten. – Die unbeschnittenen Ränder minimal stockfleckig. Ränder der Vorsatzblätter mit leichtem Abklatsch der Lederinnenkanten.

147  Faksimiles – Jost Amman. Im Frauwenzimmer Wirt vermeldt von allerley schönen Kleidungen unnd Trachten der Weiber, hohes und niders Stands, wie man fast an allen Orten geschmückt unnd gezieret ist […]

€ 100

Sampt einer kurzen Beschreibung durch […] Thrasibulum Torrentinum Mutisiarensiem. Frankfurt am Mayn, Sigmund Feyerabends 1586 Leipzig, Insel 1972. Faksimile und Kommentar. Mit zahlreichen kolorierten (!) Abbildungen. Dunkelbrauner Originallederband (Gerd Prade) und -broschur im -schuber.

Zweite Auflage der Faksimileausgabe von Jost Ammans Frauentrachtenbuch. Nur ein Teil der Auflage wurde von Gerd Prade in Leder gebunden. – Die mehr als 150 Abbildungen nach den schönen Holzschnitten wurden nach einem Exemplar der Forschungsbibliothek Gotha handkoloriert, passenderweise in der »Handkolorierabteilung des VEB Verlag der Frau«. – Mit dem Kommentarheft von Manfred Lemmer. – Tadellos erhalten.

20,5 : 15,0 cm. [120] Blätter.

148  Faksimile – Wiener Genesis.

€ 500

Faksimile und Kommentar. Frankfurt, Insel 1980. 48 faksimilierte Abbildungen. Weinroter Originalmaroquinband mit Blindprägung (Willy Pingel, Heidelberg) und Originalleinenband. Zusammen in Originalleinenkassette.

Eins von 750 Exemplaren (Gesamtauflage 900). – Faksimile des Codex theol. Gr. 31 aus der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien. – Die Tafeln wurden in bis zu zehnfarbigem Lichtdruck in der Kunstanstalt Max Jaffé, Wien, gedruckt. – Mit dem Kommentarband. – Die »Wiener Genesis« mit dem illuminierten Text des ersten Buches des Alten Testaments ist im sechsten Jahrhundert nach Christus im syrisch-palästinensischen Raum entstanden. »Trotz ihres unvollständigen Erhaltungszustandes bietet sie noch immer den schönsten und größten Zyklus biblischer Bilder. Nach der weitgehenden Zerstörung der sogenannten »Cotton-Genesis«, einer ägyptisch-alexandrinischen Genesishandschrift des 5. oder 6. Jahrhunderts, ist die ›Wiener Genesis‹ zugleich das älteste erhaltenen Dokument eines Genesiszyklus. (Erläuterungstext).

37,5 : 29,8 cm (Kassette). [48] Seiten; 207, [1] Seiten. – Kassette mit Lichtrand.

149  Faksimile – Das Brüsseler Stundenbuch.

€ 1000

Heures de Bruxelles. – Ms. 11060-61 Bibliothèque Royale Albert I., Brüssel. Luzern 1996. Mit 20 ganzseitigen Miniaturen. Faksimile und Kommentarband. Roter Originallederband mit Gold- und Blindprägung und Originalhalblederband. Zusammen in Plexiglaskassette.

Eins von 980 Exemplaren (Gesamtauflage 1060). – Mit dem zweisprachigen Kommentarband von Bernard Bousmanne u. a. – Die Handschrift entstand 1401–1403 für Jean de Berry, dem Herzog von Burgund. – Einen Höhepunkt der Handschrift bildet zweifellos die Demigrisaille-Doppelseite. »Der Codex sprengt die Grenzen der französischen Buchmalerei. […] Erstmals zeigt sich hier eine ganz moderne Art der Illumination: Fast scheint es, als wolle der Maler ein Fenster ins Pergament schneiden und den Blick nach außen öffnen« (Verlagsbroschüre).

28,4 : 19,4 cm. 276 Seiten Faksimiletafeln; 292 Seiten.

150  Philipp Melanchthon. Vom ampt der weltlichen Fürsten,

€ 800

das jn aus befelh des wort Gottes gebüren wöll, alle mißbreuch in jren Kirchen abzuthun. Nürnberg, Petreus 1539. Mit Holzschnitt-Titelbordüren und zwei Holzschnitt-Initialen. Moderner Pappband.

Erste deutsche Ausgabe, übersetzt durch Vitus Diethrich. – »De officio principum« (so der Titel der kurz zuvor gedruckten lateinischen Fassung) zählt zu den Hauptwerken Melanchthons. – Sehr schönes breitrandiges Exemplar.

19,9 : 15,5 cm. [58] Seiten. – Untere Ecken anfangs mit winzigen Verlusten, Titel mit Resten eines Blattweisers und kleinem Einriss am Oberrand. Wenige Seitenränder ganz leicht stockfleckig.

VD 16 M 3973. – Knaake II, 571