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CHRISTIAN HESSE AUKTIONEN Osterbekstraße 86 a 22083 Hamburg Deutschland Telefon (+49) (0)40 694 542 47 Fax        (+49) (0)40 694 542 66 mail(at)hesse-auktionen.de

Lot 181 – 210

181  Faksimile – Das Evangeliar Otto III.

€ 1500

CLM 4453 der Bayerischen Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentarband. Frankfurt a. M., S. Fischer u. a. 1978. Originalholzdeckellederband mit Blindprägung und Originalhalblederband, beide jeweils in -schuber.

Exemplar 575 von 850. – Die im 11. Jahrhundert entstandene Handschrift ist reich illustriert mit zwölf Kanontafeln, vier Evangelistenbildern, vier Zierseiten, 29 Bildtafeln zum Neuen Testament und dem doppelblattgroßen Bildnis von Otto III., dem sogenannten »Kaiserbild«: »Das erste Bild der Handschrift ist zugleich auch ihr berühmtestes: die Darstellung des thronenden Herrschers, dem die Provinzen seines Reiches huldigend ihre Gaben bringen« (Kommentarband). – Der Begleitband enthält die Erläuterungen von Fridolin Dressler, Florentine Mütherich und Helmut Beumann sowie die Transkription und Übersetzung der Evangelien.

35,0 : 26,0 cm. 276 Blätter mit 51 farbigen und teils in Gold gedruckten Abbildungen. – 226, [2] Seiten, 1 Blatt.

182  Faksimile – Simon Bening. Flämischer Kalender.

€ 800

Clm 23638 Bayerische Staatsbibliothek München. Faksimile und Kommentarband. Luzern, Faksimile-Verlag 1987. Violette Originalsamtbände, einer mit Beschlägen und Schließen aus Sterling-Silber. In Originalacrylglasschuber.

Exemplar 400 von 980, davon 900 für den Handel. – Der dreisprachige Kommentarband von Thomas Kren (Getty Museum) und Johannes Rathofer. – Beiliegend: Die Gebete. Transkription und Übersetzung. – »Meilenstein flämischer Buchmalerei des 16. Jahrhunderts. Simon Bening revolutionierte die bildliche Darstellung in Kalenderminiaturen. Er stellte die Kalenderdekoration auf die gleiche Stufe wie die detaillierten Programme der Andachtsbilder«.

15,0 : 11,0 cm. 32 Blätter, davon 30 Faksimiletafeln; 482 Seiten.

183  Faksimile – Der Ingeborg Psalter.

€ 2000

Faksimile und Kommentarband. Graz, Akademische Druck- und Verlagsanstalt 1985. Hellbrauner Originalkalblederband mit Blindprägung und Originalleinenband. Zusammen in -leinenkassette.

Exemplar 220 von 500, weitere 40 Belegexemplare. – Vollständige Faksimile-Ausgabe im Originalformat der Handschrift Ms 9 Olim 1695 aus dem Besitz des Musée Condé-Chantilly. – Kommentar von Florens Deuchler. – Die Handschrift der Ingeborg von Dänemark beinhaltet unter anderem 28 große Miniaturen, 24 Monatsdarstellungen sowie zahlreiche große und kleine Initialen.

31,5 : 21,0 cm. Faksimile und 26,0 : 19,5 cm. Kommentarband. 200 nummerierte Blätter.

184  Faksimile – Das schwarze Gebetbuch.

€ 1000

Gebetbuch des Galeazzo Maria Sforza. Faksimile und Kommentarband. Frankfurt am Main, Insel 1982. Purpurfarbener Originalmaroquinband mit goldgeprägtem Deckeltitel (Willy Pingel, Heidelberg) und Originalpappband. Zusammen in Leinenkassette mit vergoldetem Rückentitel und montierter Deckelillustration.

Exemplar 80 von 100 der Vorzugsaugabe im Maroquineinband (Gesamtauflage 850). – Vollständiges Faksimile des Codex Nr. 1856 der österreichischen Nationalbiblithek, Wien. – Kommentar von Ulrike Jenni und Dagmar Thoss. – Das Gebetbuch beinhaltet zahlreiche große und kleine Miniaturen sowie vergoldete Initialen. – Vorzugsexemplare sind tatsächlich selten.

27,0 : 19,0 cm. 153 nummerierte Blätter. Faksimile. 26,5 : 19,0 cm. Kommentarband.

185  Faksimile – Das Stundenbuch des Galeotto Pico Della Mirandola.

€ 500

Faksimile und Kommentarband. Lachen, Coron und Stuttgart, Müller und Schindler 1995. Mit zahlreichen farbigen, teils vergoldeten Miniaturen, davon vier blattgroß. Purpurfarbener Original-Samteinband mit lapislazuli- und opalbesetzten Metallbeschlägen und -schließen und Goldschnitt. Originalleinenband. Zusammen in -seidenkassette mit blindgeprägtem Deckelsignet.

Exemplar 151 von 1495. – Hervorragende Faksimilie-Edition der berühmten Handschrift »MS Add 50 002« aus der British Library. – Das Gebetbuch des Galeotto beginnt mit einem Kalender mit Monats- und Tierkreiszeichen. Die hübschen Miniaturen, Initialen, szenischen Darstellungen und zahlreichen ornamentierten Initialen sind in vollendeter Maltechnik von dem Meister Giovanni Francesco Maineri, Hofmaler des ferraresischen Fürstenhauses Este, in der Zeit um 1499 hergestellt worden. – Mit dem Kommentarband von Christopher de Hamel und Ulrike Bauer-Ehrhardt. – Tadellos.

18,6 : 13,1 cm und 18, 3: 12,5 cm. 116 Blätter; 144 Seiten.

186  Faksimile – Vita der Mathilde von Canossa.

€ 250

Vat. lat. 4922 Biblioteca Apostolica Vaticana. Zürich, Belser 1984. Faksimile und Kommentarband. Roter Originalmaroquinband mit Blindprägung und roter -leinenband, beide mit vergoldeten Rückentiteln. In Originalschuber.

Exemplar 488 von 2000. – Mit dem Kommentarband von Vito Fumagalli u. a. – Die Handschrift stammt von Donizo von Canossa. – Sie entstand im Jahr 1115 und beschreibt das Leben der Gräfin Mathilde von Canossa, einer außergewöhnlichen Persönlichkeit in einer dramatischen Epoche des europäischen Abendlandes. Donizos Epos ist ein Markstein der Geschichtsschreibung, zuvor war nur Herrschern – König, Kaiser oder Papst – die Ehre einer verfassten Biographie zuteil geworden.

22,3 : 16,8 cm. 180 Seiten Faksimile, [2] Seiten; 221 Seiten.

187  Faksimile – L’Ystoire du bon Roi Alexandre.

€ 600

Der Berliner Alexanderroman. Faksimile- und Kommentarband. Stuttgart, Müller & Schindler u. a. 2002. Mit zahlreichen farbigen und illuminierten Abbildungen. Originallederband mit Blindprägung, vergoldeten Fleurons und Schließen, goldgeprägtem Rücken und Goldschnitt. Originalleinenband mit montiertem Deckelschild. Zusammen in schwarzer Original-Samtkassette mit goldumrahmtem montierten Deckelrelief.

Exemplar 402 von 998. – Faksimile der Handschrift 78 C 1 des Kupferstichkabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin. – Der Alexanderroman gilt als das am weitesten verbreitete Buch der Vormoderne nach der Bibel, er ist ein »Ritterroman« über das Leben Alexanders des Großen. Durch die lateinischen Übersetzungen des Julius Valerius (4. Jahrhundert) und des Archipresbyters Leo (10. Jahrhundert) fand er Eingang ins Französische, Deutsche, Englische und in viele andere europäische Sprachen. »Der altfranzösische Berliner Alexanderroman ist eine parallel zur französischen Versfassung entstandene Prosa-Übertragung einer lateinischen Quelle ins Altfranzösische« (Kommentar II, 1).

Jeweils 27,0 : 20,0 cm. [172] Seiten; 272 Seiten.

188  Autographen – Original-Manuskripte deutscher Dichter und Denker. Musikalische Meister-Handschriften deutscher und ausländischer Komponisten.

€ 120

Eine berühmte Sammlung repräsentativer Handschriften. 1. Teil. Wien, Heinrich Hinterberger [1936]. Mit Frontispiz und 59 Tafeln. Originalbroschur.

Seltener Auktionskatalog der Versteigerung der legendären Autographensammlung von Stefan Zweig. – Eins der Exemplare auf starkem gelblichen Papier mit Tafeln; es erschienen noch zwei einfachere Ausgaben. – »Zweig trennte sich von seiner einzigartigen Autographensammlung, die sich auf Werkmanuskripte von Dichtern und Komponisten beschränkte, als er in die Emigration ging. […] Die meisten literarischen Ms. gelangten schließlich in die Sammlung Martin Bodmers […]« (Roland Folter). – Verzeichnet 304 Manuskripte und Zeichnungen, alle ausführlich beschrieben. – Ein explizit zweiter Teil ist nie angeboten worden, die unverkauften Stücke wurden von Hinterberg, teils zusammen mit Adolf Weigel, wiederholt angeboten.

24,1 : 17,0 cm. [8], 80, [2] Seiten, 59 Tafeln, [3] Seiten. – Umschlag etwas fleckig, Innendeckel mit Stempeln. – Unten teils wasserrandig.

Folter 838

189  Autographen – Friedrich August I. von Sachsen, genannt »August der Starke«. Brief mit eigenhändiger Grußformel und Unterschrift.

€ 300

Dresden, 25. Juni 1725. Zwei Seiten.

An Karl VI., römisch-deutscher Kaiser und Erzherzog von Österreich, Gegenkönig von Spanien (1685–1740). – Empfehlungsschreiben für »Unsere Cammerjunckern, die beiden jungen Grafen, Joseph und Adam Teleki, welche nach von Uns erhaltener Dimission, über Wien nach Hungarn in ihr Vaterland zurück zu gehen intentioniret sind, unterthänigst gebeten, daß Wir sie mit einem Recommendations-Schreiben an Eure Maj(estät) zu begleiten, gnädigst geruhen möchten. Wann Uns nun dererselben in Unseren Diensten geführte Conduite jederzeit zu gnädigstem Gefallen gereichet, so haben Wir ihrem gehorsamsten Gesuch hierunter zu deferiren umb so viel weniger Anstand nehmen mögen, als Uns bekannt ist, dass Eure Maj(estät) dergleichen Persohnen Dero Gnade und Protection angedeyen zu lassen auch von selbst geneigt sind, und in solcher Zuversicht ersuchen Eure Maj(estät) Wir freund-brüderlich, Eingangs gedachte beyde Grafen in dero Hulde und Vorsorge auf- und anzunehmen, und ihnen bey Gelegenheit dergleichen Merckmahle davon blicken zu lassen, woraus sie, dass bey deroselben Unsere Vorschrift nicht ohne Effect gewesen, erkennen mögen.« – Herzliche Schlußformel, gefolgt von dem eigenhändigen Gruß »Eure Maj(estät) freundwilliger Bruder Vetter und Nachbar Augustus Rex«. – Fußnote »an Ihre Maj. den Kayser«. – Umschlagblatt mit ausführlicher Adresse von Schreiberhand mit Schnörkelverzierungen und schwer lesbarem Zusatz von anderer Hand (»Comites de … Transylvani, Sumanty tamen ad Notam«). – Abklatsch des königlichen Siegels, auf den Briefbogen schwach durchgeschlagen.

31,5 : 22,5 cm. – Mehrfach gefaltet, ein kleines Loch. – Oberrand mit angeschnittener Schnörkelverzierung, möglicherweise beschnitten.

190  Autographen – Anna Konstanze Gräfin von Cosel. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.

€ 900

Stolpen, 26. Juni 1733. Zwei Seiten.

Wohl an den ungenannten Hofrat Wichmannshausen in Dresden, der während der 50jährigen Festungshaft die Interessen der Gräfin vertrat. Die in Ungnade gefallene Mätresse Königs Friedrich August I. von Sachsen, »August dem Starken«, war nach ihrem Sturz 1716 inhaftiert und auf die südlich von Dresden gelegene Burg Stolpen verbracht worden. Auch nach dem Tode des Königs 1733 blieb sie in Haft und wurde von Johann Holm bewacht, dessen Frau im Schreiben erwähnt wird. – Die Gräfin sprach und schrieb lieber in Französisch, das ihr geläufiger war. – Bedankt sich zunächst »die über schickten bücher vom 27 dießes [Monats] habe nach der beigelegten [s]pecification richtich erhalten, das aber ein Erata vor gegangen, muß mich bilich verwundern, nach dem so inständlich gebeten«. Zeigt sich zwar verwundert, »das unterschiedene preiße in leipziger handel Zettel als der dresnische gesetzt worden«, jedoch: »die bücher seint angenehm«. – Beklagt sich dann, dass sie »den bohten habe 12 gl geb[en] müßen vor überbringung der bücher.«

25,0 : 18,5 cm. Gefaltetes Blatt mit Trauerrand. – Kleine Tintenfraßstellen, eine alt hinterlegt, dort minimaler Textverlust. – Am Oberrand »No. 31«.

191  Autographen – Anna Konstanze Gräfin von Cosel. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift.

€ 900

Stolpen, 9. September 1736. Zwei Seiten.

Wohl an den ungenannten Hofrat Wichmannshausen in Dresden. – Bedankt sich für die Lieferung von »zigelwaexß« (Siegelwachs) und Papier. Beklagt sich » liebster gott ich bin zu consideriren (betrachten) als ein Tiehr so man an der Kette [hält?] welches weder seine nahrung noch vermögenheit an den Tach geben kann.« und bittet »haben sie doch die barmhertzigkeit und wider holen die instans aufs Kraftigste ob prüfte sich ein ieder in sein standt und laße mier angedeyen die billigkeit so man den Argerlichsten mißethater nicht vor enthält: gestern ab den 8 dießes [Monats] habe erst das notificationsschreiben vom 26 augusti welches mein Herr bruder an mier abgeben laßen Empfangen zerrißen zu geschmiret als wenn es aus dem fegfeuer das purgatorium aus gestanden […]«. Sagt aber zu »auff das allerhoflichste zu antworten und zwar in frantsosch weilen es mier beßer geläufig«. Am Schluss: «ich befehle mich ihr wohl wollenden activitet und bin un-aus-gesetz Wohlgebohrener Hochst geehrter Herr Hoffrath derro Dienstwillige Ergebene Freundin«. – Teils schwer lesbar.

25,0 : 18,5 cm. Gefaltetes Blatt mit Trauerrand. – Zahlreiche Tintenfraßstellen alt hinterlegt. Seite 1 mit etwas, Seite 2 mit minimalem Textverlust. – Leicht knittrig. – Am Oberrand mit »No. 50 AP«.

192  England – Hannover – [Iusta funebria serenissimo principi Joanni Friderico Brunsvicensium et Luneburge duci

€ 900

a reverendissimo et serenissimo fratre Ernesto Augusto episcopo Osnabrugensi duci Brunsv: et Luneb. persoluta]. Rinteln, Gottfried Caspar Wächter 1685. Mit zahlreichen, teils mehrfach gefalteten, Kupfern. Marmorierter Kalblederband der Zeit mit reicher Rückenvergoldung.

Reich illustrierte Festschrift, die – erst fünf Jahre nach dem Tod des Monarchen erschienen – den Pomp der Feierlichkeiten erahnen lässt. Ernst August, der dritte Sohn von Herzog Georg von Calenberg, trat 1665 seine Regentschaft in Hannover an. Hannover-Herrenhausen wurde unter ihm Sommerresidenz, 1676 berief er den jungen Gottfried Wilhelm Leibniz als Historiographen und Bibliothekar an seinen Hof. Auf ihn geht die Gründung der Königlichen Bibliothek, der heutigen »Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek«, zurück. Nach seinem Tod bestieg sein jüngerer Bruder Ernst August den Thron. – Der Band enthält drei Texte von Leibniz (»Personalia«, über Prinzessin Sophia und »Epicedium«. – Der einleitende Text von Teil I, Hermann Barchaus’ »Castrum doloris et honoris«, gilt vielen Bibliographen als Hauptitel, der Haupttitel zitiert nach dem Exemplar der Berliner Staatsbibliothek. – Zweiter Teil »La Palma spiccata da Sassi« von Gioseppe Bono da Diso, »Oratio divæ memoriaæ« von Heinrich Maibaum und vier weitere Texte. – Die Kupfer mit Emblemata, großen Ansichten der Trauerfeierlichkeiten sowie den Begräbniszügen. Diese Kupfer wurden bei vorliegendem Exemplar zu 16 vielfach gefalteten Panoramen montiert. – Auf festem Papier gedruckt. – Selten.

38,5 : 25,5 cm. 74, 176 [pag. 174] Seiten. Mit gestochenem Porträt, 24, meist doppelblattgroßen Kupfertafeln und 16 mehrteiligen und vielfach gefalteten Kupferstichpanoramen. – Gering bestoßen, 1 Gelenk angeplatzt. – Nur ganz vereinzelt minimal fleckig, die großen Faltkupfer naturgemäß etwas geknittert und 1 mit Falzeinriss.

VD17 39:115332L – Berliner Ornamentstich-Kat. 3116; Lipperheide Nr. Sbf 6. – Ravier 260

193  England – Hannover – Monumentum gloriae Ernesti Augusti,

€ 400

Principos electoris Brunsvicensis primi justis funebribus persolutis jussu filii et successoris Georgii Ludovici, Brunsvic. et Luneb. Ducis, […] Hannover, Samuel Ammon 1698. – Sammelband mit Schriften sowie Kupfertitel und sechs Kupferstichen, alle doppelblattgroß, von Johann Ulrich Krause. Pergamentband der Zeit.

Seltene Zusammenstellung von Predigten und Huldigungen anlässlich der Trauerfeiern für den Kurfürsten Ernst August von Braunschweig-Lüneburg (1629-1698). – Enthält die Leibniz zugeschriebene »Personalia Oder Christlicher Lebens-Lauff … Bey der Beysetzung in die Churfürstl. Begräbniss in der Schloß-Kirchen zu Hannover« sowie »Das Eigentliche Bilde eines Vortreflichen Regenten« (David Rupert Erythropel), »Lectissimum Electoris ornamentum« (Hermann Billerbeck) und weitere Texte von Johann Möser, Caspar Körber, Franz Johann von Reden, Polycarpus Lyserus, sowie fünf weitere kurze, anonyme Beiträge. – Die Kupferstiche zeigen die Begräbnisfeierlichkeiten, Porträts und Medaillen.

35,5 : 23,0 cm. Zusammen etwa 280 Seiten, 7 Kupfertafeln. – Deckel leicht verzogen.

VD17 547:648821G (offenbar mit den hier vorliegenden Teilen)

194  England – Hannover – Umständliche Beschreibung der hannöverischen Freuden-Bezeugungen

€ 200

an dem hohen Crönungs-Tage … Georgs des Andern … und Carolinen Wilhelminen im Jahr 1727. Hannover, Nicolaus Förster und Sohn 1728. Mit gestochener Titelvignette und 48 (statt 49) Kupfertafeln, davon sechs gefaltet. Halblederband der Zeit.

Detaillierte Beschreibung der Festlichkeiten anlässlich der Krönung Georg II. von England. Geschildert werden u. a. nach Straßen geordnet die Ausschmückungen der Stadt Hannover beim Einzug Georgs II. und seiner Gemahlin im Oktober 1727. Die schönen Kupfer (u. a. von J. G. Schmidt, Krüger und Uhlrich nach Klyher und Busch gestochen) zeigen verschiedene Volksbelustigungen, Weinbrunnen, Prachtfeuerwerke sowie zahlreiche allegorische Illustrationen, Sinnsprüche, Wappen und vieles mehr. – Leider teilt der erste Kupferstich A das Schicksal des auf ihm dargestellten, »mit allerlei anderem Getier gefüllten und über drei Tage gebratenen Ochsen«. Die Chronik im Buch berichtet, dass man von diesem »in einer halben Stunde nichts mehr fand, als nur den Platz, woselbst der Ochse gebraten worden.«

22,0 : 18,0 cm. [8], 126, [2] Seiten. – Einband beschabt und bestoßen, Ränder mit Läsuren. – Vorderes Vorsatzblatt lose. Titel mit zwei Bibliotheksstempeln. – Fehlt Kupfer A.

195  England – Hannover – [Charles Louis de Poellnitz]. Historie secrette de la Duchesse d’Hannover,

€ 100

Epouse de Georges Premier, Roi de la Grande Betagne [sic!] London, Compagnie des Libraires [Amsterdam ?] 1732. Halblederband um 1900 mit reicher Rückenvergoldung.

Erste Ausgabe der Skandalchronik. – Schilderung der Liebesaffaire zwischen Sophie Dorothea von Hannover, der Gemahlin des späteren Königs Georg I. von England, mit dem Grafen von Königsmarck. Als Folge dieses Verhältnisses wurde die Ehe geschieden, Philipp Graf Königsmarck wohl im Auftrag des Kurfürsten Ernst August ermordet und Sophie Dorothea bis zu ihrem Lebensende in das Amtshaus Schloss Ahlden verbannt. – Bereits in der vorhergehenden Generation hatten Eheschließungen und Wortbrüche für Wirrungen und Skandale gesorgt: Herzog Georg Wilhelm (1624-1705) trat 1658 seine Verlobte, Sophie Prinzessin von der Pfalz, an seinen jüngeren Bruder Ernst August (1629-1698) ab, ehelichte aber später und entgegen seinem Versprechen seine Mätresse, die Hugenottin Eleonore d´Olbreuse. Aus dieser Ehe ging Sophie Dorothea hervor. – Sehr schönes Exemplar.

16,5 : 10,0 cm. [2], 235, [1] Seiten.

Gay/Lemmonier II, 576. – Hayn/Gotendorf III, 73 Anmerkung

196  England – Hannover – Christian Ulrich Grupen. Origines et antiqvitates Hanoverenses

€ 300

oder Umständliche Abhandlung von dem Ursprunge und den Alterthümern der Stadt Hannover. Göttingen, Universitäts-Buchhandlung 1740. Mit zehn Kupfertafeln, davon vier gefaltet. Pergamentband der Zeit.

Erste Ausgabe. – Christian Ulrich Grupen (1692-1767), Bürgermeister von Hannover, veröffentlichte zahlreiche Schriften zur deutschen Altertumswissenschaft. – Die Darstellungen »Worinnen mit Urkunden, Siegeln und Kupfern Der Zustand der Stadt und der herumliegenden Graf- und Herrschaften, wie auch Klöster, imgleichen vieler Adlichen Geschlechter an das Licht gestellet und die Deutschen Rechte erläutert werden« (Titel).

23,5 : 19,4 cm. [12], 404, (pag. 414), [8] Seiten. – Exlibris und Besitzvermerk, hinterer Vorsatz mit eingeklebtem Notizzettel. Erste Blätter mit Wurmspur. Wenige Seiten gebräunt.

ADB X, 61

197  England – Hannover – Adolphus William Ward. The Electress Sophia and the Hanoverian Succession.

€ 200

London, Paris und New York, Goupil, Manzi, Joyant & Co. 1903. Mit zahlreichen Tafeln und Abbildungen. Brauner Ecrasélederband mit vergoldeten Fileten, Originalumschlag eingebunden.

Erste Ausgabe. – Exemplar 144 von 250 der Vorzugsausgabe auf Japanpapier. – Reich illustrierte Biographie der designierten englischen Thronfolgerin. Sophie von der Pfalz (1630–1714) heiratete 1658 nach Auflösung ihrer Verlobung mit Georg Wilhelm zu Braunschweig-Lüneburg, dem sogenannten »Brauttausch«, dessen jüngeren Bruder Ernst August, den späteren Kurfürsten von Braunschweig-Lüneburg. – Die feinen Heliogravüren mit vielen Porträts der Familie, Faksimiles und Ansichten der Residenzen, das große Porträt am Anfang, in Farbstich ausgeführt, nach dem berühmten Gemälde von Gerard Honthorst.

33,0 : 26,0 cm. [4], V, [1], 254 Seiten, 33 Tafeln. – Kanten stellenweise minimal berieben.

198  England – Hannover – William Hamilton Reid. A concise History of the Kingdom of Hanover

€ 300

from the earliest Periods, to its Restoration in 1813; and of the House of Brunswick. London, Edward Orme 1816. Mit Titel mit Vignette, zwei Porträts, einer Karte und fünf Tafeln, alle in Kupferstich. Moderner Kalblederband mit vergoldeten Titeln.

Erste Ausgabe der repräsentativen Publikation zur Geschichte der Gründung des Königreiches Hannover nach der Auflösung des Kurfürstentums Braunschweig-Lüneburg. – Schöner, breitrandiger Druck auf festem Papier. – Unter den Kupfern finden sich zwei Porträts (Georg III. und der Kronprinz) sowie allegorische Darstellungen, vier davon nach Johann Heinrich Ramberg – unter anderem eine Hannover-Ansicht.

35,0 : 28,0 cm. [8], 138 Seiten, 9 Kupfer.

Lowndes III, 2069. – Ramberg: Katalog Bauer 48

199  England – Hannover – L. von Sichart. Geschichte der Königlich-Hannoverschen Armee.

€ 400

Erster [bis] Dritter Band, Zweyte Abtheilung. Hannover, Hahn 1866–70. Rote Maroquinbände der Zeit mit prachtvoller Rücken- und Deckelvergoldung.

Sichart, hochdekorierter Offizier des hannoverschen Heeres schildert die Militärgeschichte von 1631 bis 1789. – Band 3 erschien in zwei Teilbänden. – Aus der Ernst August Fideicommissbibliothek, versteigert bei Hauswedell & Nolte 1971. – Ohne die abschließenden Bände 4 und 5, letzterer erschien erst 1898. – Sehr dekorative Ausgabe mit bedeutender Provenienz.

22,8 : 15,5 cm. – Buchblock von Band 1 in etwas kleinerem Format, hier in einen angepassten Halblederband eingehängt; Rücken aller vier Bände identisch.

Dahlmann/Waitz 128.700

200  Thomas Clarkson. History of the Rise, Progress, and Accomplishment of the Abolition of the African Slave Trade

€ 300

by the British Parliament. A New Edition, with Prefatory Remarks […]. London, John W. Parker 1839. Mit drei Falttafeln. Blauer Leinenband der Zeit.

Eines der Hauptwerke Clarksons (1760–1846), der sich zeitlebens für die Abschaffung von Sklavenhandel und Sklaverei einsetzte. 1787 hatte er die »Society for Effecting the Abolition of the Slave Trade«, sogenannte »Abolitionisten-Bewegung« gegründet und 1808 seine erschütternde Bestandsaufnahme der Zustände erstmals veröffentlicht. 1833 wurde die Sklaverei in England abgeschafft. – Zwei Falttafeln veranschaulichen die Zustände auf einem Sklavenschiff.

22,8 : 14,8 cm. VIII, 615, [1] Seiten, 16 Seiten Anzeigen, 3 Falttafeln. – Einband leicht berieben und verfärbt, kleine Fleckchen. – Ohne das Porträt, Titelblatt im Falz eingerissen.

Sabin 13486 Anmerkung. – Vgl. Kress Library B 5319 (EA)

201  [Christoph Heinrich Korn]. Geschichte der Kriege

€ 400

in und ausser Europa, vom Anfange des Aufstandes der Brittischen Kolonien in Nordamerika an. Erster [bis] Eilfter und Zwölfter Theil (in drei Bänden). Nürnberg, Gabriel Nicolaus Raspe 1776–1778. Mit fünf Plänen, vier Karten und acht Porträts, alle in Kupferstich, drei Karten und ein Plan koloriert, fünf gefaltet. Pappbände der Zeit mit handgeschriebenen Rückentiteln.

Vollständige Folge derjenigen Bände aus Korns dreißig Teile umfassendem Werk, die sich mit Nordamerika und den Befreiungskriegen befassen. – Enthält eine Einleitung über die Entdeckung Nordamerikas sowie Beschreibungen der verschiedenen Britischen Kolonien und ihrer Geschichte. – Nicht jeder Band enthält Hinweise auf die enthaltenen Kupfer; hier vorhanden: Karten: Gegend um Philadelphia und Delaware, Karten von Neuengland, Insel Montreal, Neujorkinsel und der Expeditionen der Großbrittanischen Armee (diese vier gefaltet und koloriert), Pläne von Boston, Quebec, Fort St. Frederic und Philadelphia und Porträts, unter anderem von Präsident Hankock, General Washington und Benjamin Franklin. – Teil X enthält das Gesamtregister, Band XI/XII Nachträge aus dem Jahr 1777. – Hochinteressante, inhaltsreiche und mit schönen zeitgenössischen Karten und Plänen illustrierte Berichte über die Unabhängigkeitskriege der nordamerikanischen britischen Kolonien.

21,0 : 17,0 cm (Band III etwas größer). – Leicht fleckig und bestoßen.

Sabin 27213. – Holzmann/Bohatta II, 6425

202  Eduard Lange. Die Soldaten Friedrich’s des Grossen.

€ 200

Mit 31 Original-Zeichnungen von Adolph Menzel. Leipzig, Avenarius & Mendelssohn 1853. Mit 31 kolorierten Holzstichen. Halblederband im Stil der Zeit mit Buntpapierbezügen und reich vergoldetem Rücken (signiert: H. Ahrenkiel).

Schöne Darstellungsfolge mit großer Detailgenauigkeit von Uniformen der damaligen Zeit. – Die Holzschnitte schuf E. Kretzschmar nach Zeichnungen von Adolph Menzel. – 1839 erhielt Menzel den Auftrag zu Illustrationen einer mehrbändigen Geschichte Friedrichs des Großen von Franz Theodor Kugler. Diese Arbeit brachte die entscheidende Wende in Menzels Laufbahn. Sie machte ihn einer breiten Öffentlichkeit bekannt und verschaffte ihm wichtige Kontakte, in den darauffolgenden Jahren illustrierte er weitere Werke, wie z. B. das hier vorliegende. Für größtmögliche historische Richtigkeit bei der Darstellung hatte Menzel die Original-Schauplätze besucht.

26,0 : 18,9 cm. XX, 599, [1] Seiten, 31 Tafeln. – Rücken kaum merklich verblasst, Kanten minimal berieben. – Ränder minimal fleckig.

Rümann 1361

203  Max Lehmann. Scharnhorst.

€ 150

Erster [und] Zweiter Theil [in einem Band]. Leipzig, S. Hirzel 1886. Mit einem Stahlstich-Porträt und drei lithographierten Karten, davon zwei gefaltet. Schwarzer Halblederband der Zeit.

Erste Ausgabe dieser preisgekrönten Biographie des bekannten Historikers. – Teil 1: Bis zum Tilsiter Frieden, Teil 2: Seit dem Tilsiter Frieden. – Exlibris: F. C. Koch, Rotterdam.

22,2 : 15,7 cm. XVI, 543, [1]; XVI, 662, [2] Seiten, 3 Lithographien, 1 Stahlstich. – Rücken verblasst.

Kosch IX, 1124. – NDB XIV, 89

204  George Otto Trevelyan. The American Revolution. – George the Third and Charles Fox. The concluding Part of the American Revolution.

€ 300

– Zusammen sechs Bände. London, Kogmans, Green and Co. 1899–1914. Mit acht gefalteten Karten. Rehbraune Kalblederbände mit reicher Rücken- und Kantenvergoldung, Rückenschildern und Kopfschnittvergoldung.

Erste Ausgabe, Appendix I im zweiten Abdruck. – Umfassendes Werk des englischen Staatsmannes und Historikers George Trevelyan, 2. Baronet (1838–1928). – Die beiden Ergänzungsbände behandeln die Rolle des englischen Königs und des damaligen ersten Außenministers Charles James Fox. – Sehr dekorativ gebunden.

22,5 : 15,0 cm. Zusammen etwa 3.000 Seiten, 8 Karten. – Gelenke der Franzbände leicht brüchig, ein Kapital leicht bestoßen; insgesamt aber sehr gut erhalten.

205  Reisen – Carsten Niebuhr. Reize naar Arabië

€ 1200

en andere omliggende landen. Uit het Hoogduitsch vertaald. I. [und] II. Deel. Amsterdam, S. J. Baalde, und Utrecht, J. van Schoonhoven 1776–1780. Mit zwei gestochenen Titelblättern mit Vignette, einer gefalteten Kupferstichkarte und 124, meist gefalteten Kupfertafeln. Halblederbände der Zeit.

Erste holländische Ausgabe der berühmten Reisebeschreibung. Die im Auftrag des dänischen Königs ausgerichtete Expedition gilt als die erste wissenschaftliche Reise nach Vorderasien. 1761 brach man von Kopenhagen nach Instanbul auf, die Reise führte weiter nach Alexandria, Sinai und Kairo. 1762 segelte man nach Jemen, durchwanderte die Küstenwüste nach Mokka. Nachdem schon zwei Mitreisende verstorben waren, segelte Niebuhr in Begleitung des Arztes Cramer und des Expeditionsmalers Bauernfeind nach Bombay. Auch diese beiden Begleiter verstarben auf der Überfahrt bzw. nach Ankunft in Indien. Nach mehr als einem Jahr Aufenthalt in Bombay reiste Niebuhr – nun allein – über die persische Königsstadt Persepolis, Basra und Bagdad, Mossul und Aleppo, Damaskus, Jerusalem und Zypern nach Istanbul und erreichte im November 1767 wieder Kopenhagen. Die schriftlichen und bildlichen Aufzeichnungen der Reise waren bahnbrechend, Niebuhrs Jemenkarte (am Ende von Band I) galt für mehr als 100 Jahre als einzige Grundlage für folgende Reisen. Ab 1772 erschienen seine Reiseberichte, zunächst in deutscher Sprache, recht bald aber in verschiedenen Übersetzungen. – Die Kupfertafeln zeigen viele Landschaften, Ruinen, Hafenstädte, aber auch Trachten, Sportwettkämpfe, Musikanten sowie Hieroglyphen, Statuen, hinduistische Wandreliefs etc. – Innen sehr gut erhalten.

VIII, [6], 484; [14], 455, [1] Seiten, 72 und 52 Kupferstiche, 1 Faltkarte. – Deckel beschabt, obere Kapitale beschädigt. – 3 Kupfer lose.

Tiele 795. – Ibrahim/Hilmy II, 66 (falsch »1776-88«). – Vgl. Cox I, 237f., Embacher 217 u. Henze III, 602ff

206  Reisen – Georg Forster. Werke

€ 200

in vier Bänden. Herausgegeben von Gerhard Steiner. Erster [bis] vierter Band. Leipzig, Insel [1971]. Mit einigen Bildtafeln. Grüne Originalkalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln und blindgeprägten Verlagssignets auf den Vorderdeckeln (H. Sperling, Leipzig). Mit Originalschutzumschlägen. Zusammen in -schuber.

Erste Auflage. – Exemplar der nicht gezählten Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Dünndruck. – Enthält I: Reise um die Welt. – II: Kleine Schriften zur Naturgeschichte, Länder- und Völkerkunde. Ansichten vom Niederrhein. – Kleine Schriften zu Kunst, Literatur, Philosophie, Geschichte und Politik. – IV: Briefe. – 1772 brach Georg Forster zu einer dreijährigen von James Cook geleiteten Forschungsreise um die Welt auf. Sein Reisebericht, der auf Aufzeichnungen aus dem Schiffstagebuch beruht, »erschien bereits 1777 in englischer Sprache, und 1778–80 in deutscher Bearbeitung. Durch die glückliche Verknüpfung von Reisebeschreibung und wissenschaftlicher Abhandlung … wurde das Werk zu einer Grundlage realitätsgebundener Forschung und humanistischer Aufklärung« (Klappentext). – Sehr schönes Exemplar.

19,7 : 11,8 cm.

Sarkowski 476. – Hagen, Handbuch der Editionen 159, 3

207  Wirtschaft und Soziales – F. Stumpf. Der Linnenschrein der deutschen Hausfrau

€ 150

sonst und jetzt. Bielefeld und Leipzig, Velhagen und Klasing 1883. Dunkelblauer Kalblederband der Zeit mit überaus reicher Deckel-, Rücken- und Innenkantenvergoldung. Vorsätze aus Brokatpapier.

Erste und wohl einzige Ausgabe. – In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm der Baumwollimport für den heimischen Flachsanbau und dessen Verarbeitung und Handel bedrohliche Ausmaße an. Der General-Sekretär des Verbandes deutscher Leinen-Industrieller legt hier eine fundierte Studie zu damaligen Entwicklung und zu den Vorzügen von Leinenstoffen vor. – Inkonsequenterweise nicht in Leinen sondern – sehr aufwändig – in elegant verziertes Leder gebunden.

22,5 : 15,0 cm. 95, [1] Seiten. – Minimal berieben.

208  Wirtschaft und Soziales – Rudolf Singer. Hamburger Firmen aus dem vorigen Jahrhundert.

€ 150

Hamburg, Verlag der Actien-Gesellschaft »Neue Börsen-Halle« 1897. Mit sieben »Nachbildungen alter Dokumente«. Originalbroschur.

Seltener Sonderdruck aus »Hamburgs Handel und Verkehr, Illustriertes Export-Handbuch, Ausgabe für 1897/99«. – Ausführliche Anmerkungen zu Hamburger Traditionsfirmen mit Angabe der Geschäftszweige, Gründungsdaten und Entwicklungen. – Aus der berühmten Hamburgensien-Sammlung von Johann Gottfried Schramm, mit dessen Exlibris.

23,3 : 16,7 cm. [2], 26, [2] Seiten. – Umschlagdeckel lose und mit kleinen Randläsuren. – Innen sehr gut erhalten.

210  Bodoni – [Hyacinthe Sigismond Gerdil]. Opuscula ad hierarchicam ecclesiae constitutionem spectantia.

€ 300

Parma, ex Regio Typographeo 1789. Mit Holzschnitt-Titelvignette. Halblederband der Zeit.

Erste Ausgabe. – Hervorragender Druck, breitrandig auf »Carta real«. – Enthält verschiedene Polemiken, u. a. gegen die Auffassungen von Justus Henning Boehmer (1674–1746), dem Reformer der evangelischen Theologie. – Der Verfasser, Hyacinthe Sigismond Gerdil (1718–1802) war seit 1777 Kardinal in Rom und später Camerlengo des Kardinalskollegiums. Er war der Erzieher von Karl Emanuel IV. und Viktor Emanuel I. von Piemont-Sardinien. – Selten.

29,4 : 21,0 cm. [8], 198, [2] Seiten. – Rücken berieben. – 4 Blätter mit schwachem Wasserrand am Kopfsteg, sonst blütenweiß. – Kleines Exlibris auf Titel.

Brooks 391. – Katalog Weiss II, 109

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