ChristianHesse

Lot 301 – 350 | Hesse-Auktionen
Lot 301 – 350

301  Ernst Ludwig Presse – Emile Verhaeren. Die hohen Rhythmen.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

Übertragen von Johannes Schlaf. Leipzig, Insel 1912. Flexibler weinroter Originalkalblederband, Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Erste deutsche Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 1100). – Druck der Ernst Ludwig Presse für den Insel Verlag in identischer Ausstattung wie das vorherige.

23,0 : 15,4 cm. 85, [3] Seiten. – Ränder schwach berieben, Deckel mit winzigen Kratzspuren. – Exlibris.

Stürz 40. – Sarkowski 1823. – Rodenberg 78. – Fromm VI, 26234

302  Ernst Ludwig-Presse – Rainer Maria Rilke. Das Buch der Bilder.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

Leipzig, Insel 1913. Gelber Originalmaroquinband mit marmorierten Buntpapiervorsätzen. Deckelvignette, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet (signiert: KGS Weimar).

19. Buch der Ernst Ludwig-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan und im Handeinband der Großherzoglich Sächsischen Kunstgewerbeschule Weimar. Weitere 250 Exemplare wurden auf Old Stratford gedruckt. – Gesetzt aus der Korpus Helga-Antiqua. – Die ersten beiden Auflagen des Buches erschienen im Axel Juncker Verlag (Siehe KatNr. 564). – Die von F. W. Kleukens vorgeschlagene Einbandzeichnung wurde von Kippenberg abgelehnt. – Selten, innen sehr schön.

24,1 : 16,8 cm. [4], 205, [15] Seiten. – Rücken und Deckelränder etwas verfärbt, Gelenke minimal berieben.

Stürz 19. – Sarkowski 1337. – Rodenberg 76, 19. – Schauer II, 64. – Mises 22

303  Ernst Ludwig-Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Balladen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Darmstadt, Kleukens 1924. Grüner Maroquinband mit Filetenvergoldung, ornamentaler Blindprägung und Kopfgoldschnitt.

Eins von 500 Exemplaren. – Breitrandiger Handpressendruck in Rot und Schwarz, gesetzt aus der Kleukens Antiqua. – Titel und Initialen zeichnete H. Schreiber. – Einer der wenigen Drucke der Presse, die Christian Heinrich Kleukens unter eigenem Namen verlegte. – Der dekorative Einband stammt nach einer Notiz des Vorbesitzers von dem Leipziger Buchbinder Walter Menge.

19,4 : 13,2 cm. 89, [5] Seiten. – Rücken und Oberrand verfärbt.

Stürz 55

304  Euphorion – Miguel de Cervantes Saavedra. Novelle von der Macht des Blutes.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Berlin, Euphorion 1920. Mit sieben Radierungen von Klaus Richter, eine davon als Frontispiz und signiert. Grüner Originalkalblederband mit reicher floraler Vergoldung auf beiden Deckeln und dem Rücken sowie vergoldeten Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten (signiert: Euphorion Einband Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 400). – Übertragen von Karl Federn. – Klaus Richter (1887–1948) studierte Philosophie und Sprachen in Mailand und München, wandte sich dann aber der Kunst zu und wurde Schüler von Lovis Corinth. Ab 1919 lehrte er an der Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. – Den Holzschnitt-Titel zeichnete Hildegard Henning.

23,0 : 15,2 cm. [2], 90, [6] Seiten. – Rücken und Vorderdeckel etwas verfärbt. Vorderes Gelenk angebrochen. – Vorsatzblätter leimschattig.

Horodisch, Euphorion 2

305  Wilhelm Gerstung – Der Heliand.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Das Lied von Christi Leben und Leiden und die Bruchstücke der Genesis nach der altsächsischen Handschrift des neunten Jahrhunderts übertragen von Karl Simrock. Offenbach, Wilhelm Gerstung 1924. Originalschweinslederband mit Blindprägung (Helene Fanck, Stuttgart).

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Zanders-Bütten und im Handeinband von Helene Fanck, der Schwester von Arnold Fanck, dem Pionier des Alpen- und Alpinsportfilms im deutschsprachigen Raum und dem Förderer Leni Riefenstahls und Luis Trenkers. – Gedruckt in Rot und Schwarz im Korpusgrad der Manuskriptgotisch, bis auf die Absatzanfänge durchgehend in Minuskeln. – Wilhelm Gerstung druckte von 1911 bis 1924 die gemeinsam mit Rudolf Koch gestalteten Rudolfinischen Drucke.

24,3 : 15,5 cm. [2], 157, [1] Seiten.

Nicht mehr bei Rodenberg

306  Hundertdrucke – Die histori von herren Tristrant vnd der schönen Isalden von irlannde.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Nach dem ältesten Druck besorgt von Ernst Schulte-Strathaus. München, Hyperion 1909. Mit 60 Abbildungen nach alten Holzstichen. Originalinterimsbroschur.

Erster Druck für die Hundert. – Das erste von 100 römisch nummerierten Exemplaren. – Gesetzt aus Huttlerschen Schriften. – Gedruckt auf Hundertbütten in der Offizin der Verlagsanstalt vormals G. J. Manz. – Da die Holzstiche formatgetreu reproduziert und die Schriften der 1484 bei Anton Sorg in Augsburg gedruckten Ausgabe benutzt wurden, entstand »bis auf das kleinste Ausmaß eine genaue typographisch hergestellte Wiedergabe der Urausgabe« (Der Winkelhaken. Blätter für die Hundert. Jahrgang II, Seite 36; zitiert nach Rodenberg). – Exlibris Leopold Biermann (1875–1922, erfolgloser Künstler und engagierter Kunstmäzen in seiner Heimatstadt Bremen).

19,4 : 14,5 cm. [354] Seiten. – Broschurumschlag gebräunt. Innen sehr schön erhalten.

Rodenberg 410,1. – Schauer II, 60

307  Hyperiondrucke – Dante Alighieri. Göttliche Komödie. Übertragen von Philalethes.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Die Hölle. – Das Fegefeuer. – Das Paradies. München, Hans von Weber 1914–1916. Drei Originalinterimspappbände mit Buntpapierbezügen. In den Originalschubern.

Fünfter Hyperiondruck. – Eins von 500 Exemplaren, davon 100 für die Mitglieder der Vereinigung der Hundert. – Satz aus der Kursiv von Christoph van Dyck, gedruckt bei Joh. Enschedé Zonen, Haarlem. »Häufig wählte der auch im Herstellerischen genießerische Verleger seltene Typen früherer Jahrhunderte, wie sie bei Enschedé und bei anderen alten Druckereien […] anzutreffen waren« (Schauer I, 102). Die Wahl der Schrifttype für anstehende Publikationen überließ er den Subskribenten. – Auf Van Gelder-Bütten. – Breitrandiger Druck, unbeschnitten und sehr gut erhalten.

29,0 : 20,0 cm. – Schuber lichtrandig.

Rodenberg 415, 5. – Schauer II, 62

308  Als der Großvater die Großmutter nahm.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Ein Liederbuch für altmodische Leute. Leipzig, Wilhelm Grunow 1886. Originalpappband mit cremefarbenem Glanzpapierbezug und reicher Rücken-, Deckel- und Schnittvergoldung.

Erste Ausgabe. – Die Anthologie volkstümlicher Lieder, Fabeln und Erzählungen von Arndt, Brentano, Chamisso, Claudius, Gellert, Hauff und vielen anderen war wohl ein »Longseller«: Seit 1885/86 erschienen vier Auflagen, noch 1905 wurde der Titel unverändert in den Insel-Verlag übernommen, 1992 erschien eine von Anton Kippenberg und Friedrich Michael überarbeitete Ausgabe. Thomas Mann las gern aus dieser Sammlung vor – »Es war da auch ein Buch, aus dem er öfters etwas zum besten gab. Es hieß: ›Als der Großvater die Großmutter nahm‹.« (Katia Mann in »Meine ungeschriebenen Memoiren«). – Dazu: Als der Großvater die Großmutter nahm. Leipzig, Insel 1922. Halbmaroquinband mit Rückenvergoldung. Fünfte, veränderte Auflage.

18,1 : 11,7 cm. XX, 396 Seiten.

vgl. Sarkowski 14

309  Otto Julius Bierbaum. Der Bunte Vogel von 1897. – Der Bunte Vogel von 1899.

Schätzpreis/Estimate: € 150 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 100

Ein Kalenderbuch. I: Mit vielen Zeichnungen von Felix Vallotton und E. R. Weiß. – II: Mit Buchschmuck von Peter Behrens. Berlin, Schuster & Loeffler [1896 und 1898]. Halbleinenbände der Zeit, die farbig illustrierten Originalbroschuren eingebunden. – Widmungsexemplar..

Komplette Folge, es erschienen nur diese beiden Jahrgänge. – Der erste Jahrgang mit eigenhändiger Widmung des Herausgebers Bierbaum »Seinem lieben Bruder Willy zu Weihnachten 1896«. – Je eins von 1.300 Exemplaren. – Der erste Band mit Zeichnungen von Felix Vallotton und Emil Rudolf Weiss, der zweite mit zahlreichen Zierleisten und Vignetten von Peter Behrens. Alle Beteiligten gehörten kurze Zeit später zum Gründerkreis der »Insel«. – Unbeschnitten.

22,3 : 19,5 cm. I: 278, [2], II: [8], 196, [2] Seiten. – Die Broschuren etwas angestaubt, zwei Seiten mit Bräunungsabklatsch.

Schauer II, 6. – Wilpert/Gühring 16

310  Insel Verlag – Otto Julius Bierbaum. Gugeline.

Schätzpreis/Estimate: € 400 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 260 ( R7 )

Ein Bühnenspiel in fünf Aufzügen. Herausgegeben von A. W. Heymel. Berlin, Schuster & Loeffler 1899. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. Farbig illustrierter Originalpappband mit Japanpapierbezug und Buntpapiervorsätzen.

Erste Ausgabe der ersten Buchveröffentlichung der »Insel«. – Eins von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf holländischem Bütten. – Erstmals wurde hier das im Sommer 1899 von Peter Behrens entworfene Insel-Signet verwendet. – »Die Ungeduld, mit der Heymel zu Werke ging, unterstreicht der Umstand, dass das erste Buch erschien, bevor am 19. September 1899 die offizielle Verlagsgründung erfolgte« (Theo Neteler).

20,0 : 14,5 cm. [8], 105, [3] Seiten. – Einbandpapier leicht stockfleckig.

Sarkowski 167

311  Insel Verlag – Charles Baudelaire. Blumen des Bösen.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 300

In deutsche Verse übertragen von Graf Wolf v. Kalckreuth. Leipzig, Insel 1907. Mit illustriertem Titel und sechs Vignetten von H. W. Wulff. Flexibler, karminroter Originalkalblederband mit goldgeprägter Vignette, vergoldetem Rückentitel und Kopfgoldschnitt.

Eins von 800 Exemplaren (Gesamtauflage 850). – Titelblatt, Vignetten und Einband wurden von H. W. Wulff gezeichnet. – Einige Jahre zuvor hatte Stefan George den berühmten Zyklus erstmals ins Deutsche übertragen.

18,7 : 13,8 cm. [6], 155, [5] Seiten. – Rücken etwas verblasst.

Sarkowski 99

312  Insel Verlag – Miguel de Cervantes Saavedra. Don Quixote.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 80

Erster [und] Zweiter Band. Leipzig, Insel 1924. Flexible braune Originallederbände mit Rücken-, Deckel- und Kopfschnittvergoldung.

12.–15. Tausend. – Dünndruckausgabe. – Mit einem einleitenden Essay von Iwan Turgenjew. – Einbandentwurf von Walter Tiemann.

18,9 : 12,0 cm. XXXI, [1], 721, [1]; [4], 796, [4] Seiten. – Ränder minimal berieben. – Vorsätze mit Leimschatten und Besitzvermerk.

Sarkowski 299 B

313  Insel Verlag – Charles Dickens. Ausgewählte Romane und Novellen.

Schätzpreis/Estimate: € 350

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Erster [bis] Sechster Band. Leipzig, Insel [1910–1913]. Flexible rehbraune Originallederbände mit reicher Rückenvergoldung, goldgeprägten Fileten und Deckelvignetten und Kopfgoldschnitt.

Erste Ausgabe der sechsbändigen Dünndruckausgabe. – Enthält: David Copperfield, Der Raritätenladen, Die Pickwickier, Martin Chuzzlewit, Nikolaus Nickleby und Oliver Twist. Weihnachtserzählungen. – Der Text dieser Ausgabe wurde unter Benutzung älterer Übersetzungen neu gestaltet. Die Illustrationen von Phiz, Cattermole, Cruikshank, Seymour, Buß, Maclise, Leech, Stanfield und Stone zierten bereits die Originalausgaben. – Titel- und Einbandzeichnungen von E. R. Weiß. – Im Ganzen schön erhalten.

17,8 : 12,0 cm. – Rücken etwas verblasst. Ränder minimal berieben. Deckel mit einigen schwachen Kratzspuren, einer leicht stockfleckig, der von Band 1 an der oberen Ecke geknickt.

Sarkowski 382

314  Insel Verlag – Ein kurzweilig Lesen vom Till Ulenspiegel.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 540

Leipzig [1913]. Mit 54 handkolorierten Holzschnitten. Originalpappband mit kolorierter Vignette.

Inselbücherei 56. – Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und mit den kolorierten Holzschnitten. – Ausgewählt von Christian Heinrich Kleukens. – Die Holzschnitte wurden nach der Fischart-Ausgabe von 1573 gedruckt.

18,9 : 12,6 cm. 125, [1] Seiten. – Einband, besonders am Rücken, gebräunt.

Sarkowski 433. – Kästner 56 [1A]

315  Insel Verlag – [Johann Wolfgang von Goethe]. Annette.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Leipzig, Insel [1923]. Braun marmorierter Originalkalblederband mit grünem Rückenschildchen und Marmorpapiervorsätzen, Rücken-, Kanten- und Schnittvergoldung (signiert: H. Sperling, Leipzig).

Eins von 350 Exemplaren. – Auf Zanders-Bütten. – Faksimile-Ausgabe der 1767 von Ernst Wolfgang Behrisch aufgeschriebenen und mit Vignetten verzierten Liedersammlung des Leipziger Studenten Goethe. – Druck der Staatlichen Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe zu Leipzig.

17,9 : 12,5 cm. [108] Seiten. – Einband etwas verblasst. Ränder leicht berieben.

Sarkowski 576. – Slg. Kippenberg 7919

316  Insel Verlag – [Johann Wolfgang von] Goethe. West-Östlicher Divan.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Leipzig, Insel 1910. Mit Doppeltitel und Initialen von Marcus Behmer. Originalecraselederband mit Deckel-, Rücken- und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 1300 Exemplaren, gedruckt auf Bütten bei Spamer. – Textrevision von Max Hecker. – Die Buchgestaltung von Marcus Behmer war dessen »erste typographische Leistung, wenn auch nicht aus eigener Type, so doch im drucktechnischen Aufbau« (Hohmeyer). – Dazu sieben Goethe-Ausgaben des Insel-Verlages: Italienische Reise. 1914. – Die Leiden des jungen Werther. 1919. – West-Östlicher Divan. 1920. – Faust.Liebesgedichte. 1924. – Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit. Erster [und] Zweiter Band. 1977. – Alle in Originaleinbänden, letzte in Kalbleder.

24,8 : 15,6 cm. 262, [2] Seiten. – Ränder berieben.

Sarkowski 612. – Schauer II, 45. – Hohmeyer 288 und Abb. 294/295

317  Insel Verlag – Alfred Walter Heymel. Die Fischer

Schätzpreis/Estimate: € 120

Ausrufpreis/Starting bid: € 80

und andere Gedichte. Berlin, Schuster & Loeffler 1899. Mit Buchschmuck von E. R. Weiß. Originalhalbpergamentband mit Deckelschild und Goldschnitt.

Erste Ausgabe einer »Inkunabel der Insel«. – Gedruckt auf Insel-Bütten. – Verziert mit üppigem Buchschmuck von Emil Rudolf Weiss. Das Buch erschien zeitgleich mit dem ersten Heft der »Insel« im Oktober 1899. – Schönes Exemplar.

17,8 : 12,2 cm. [8], 94, [2] Seiten.

Sarkowski 726

318  Insel Verlag – Rudolf Koch. Das Blumenbuch.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 120

Achtzig Zeichnungen. In Holz geschnitten von Fritz Kredel. Leipzig 1942. Mit 80 farbigen Tafeln. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und -fileten vergoldet (signiert: Gerd Prade, Leipzig).

Erste Ausgabe der Auswahlausgabe. – 1929 erschien die dreibändige Ausgabe mit 250 Holzschnitten, gedruckt auf der Ernst Ludwig-Presse (135 Exemplare) bzw. der Mainzer Presse (1000 Exemplare). – Kochs unverändert beeindruckende Holzschnitte sind beispielhaft für die botanische Illustration im 20. Jahrhundert.

31,5 : 23,5 cm. [6] Seiten, 80 Tafeln, [10] Seiten. – Kleiner Sammlerstempel auf dem vorderen Vorsatz und Titelblatt.

Sarkowski 951. – Salter, Kredel 1.11.5. – Schauer II, 36

319  Insel Verlag – Louis de Rouvroy, Duc de Saint-Simon. Der Hof Ludwigs XIV.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Nach den Denkwürdigkeiten des Herzogs. Aus dem Französischen übersetzt von Arthur Schurig. Herausgegeben und eingeleitet von Wilhelm Weigand. Leipzig, Insel 1922. Mit 36 Bildtafeln. Roter Originalmaroquinband mit reicher Rückenvergoldung, vergoldeten Fileten und goldgeprägter Deckelvignette.

Zweite, vermehrte Auflage. – Dass auch von den erweiterten Neuausgaben 1922 und 1925 jeweils einige Vorzugsexemplare in den Prachteinband nach Entwurf von Emil Rudolf Weiß gebunden wurden, blieb Sarkowski unbekannt. – Mit ausführlichen Anmerkungen zu den verwendeten Bildtafeln. – Schönes Exemplar.

26,0 : 18,0 cm. 525, [3] Seiten. – Rücken leicht verblasst. Ränder und Ecken schwach berieben. – Exlibris.

Sarkowski 1388 A. – Fromm V, 23262

320  Insel Verlag – Friedrich von Schiller. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Band 1 [bis] 6. Leipzig, Insel 1905/06. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rücken- und Deckeltiteln und Kopfschnittvergoldung. Alle im Originalschuber.

»Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe«, herausgegeben im Auftrag von Alfred Walter Heymel. – Auf Oxford-India-Dünndruckpapier, das in England hergestellt und hier zum ersten Mal in Deutschland verwendet wurde. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte in Leipzig unter der Druckleitung von Harry Graf Kessler und Emery Walker. – Titel und Überschriften entwarf Eric Gill, der in den Folgejahren mehrfach für Kesslers Cranach-Presse tätig wurde. – Die Bindearbeiten wurden von Douglas Cockerell überwacht, der auch den Mustereinband entworfen hat. – Enthält: Dramatische Dichtungen I und II, Gedichte und Erzählungen, Philosophische Schriften, Historische Schriften und Übersetzungen. – Noch vor seinem frühen Tod hatte Rudolf von Poellnitz zusammen mit Harry Graf Kessler die Herausgabe von Werken deutscher Klassiker geplant. Die Edition wurde von Kessler dem Großherzog von Sachsen-Weimar vorgeschlagen, der im März 1904 die Schirmherrschaft übernahm und seinen Namen für den Reihentitel freigab. Der Reinerlös der Ausgabe sollte an Kesslers Museum in Weimar fließen. Zu Weihnachten 1905 wurden die beiden ersten Bände der Schiller- und der Goethe-Ausgabe vom Insel Verlag ausgeliefert. Bis 1912 waren Kessler und Emery Walker für die Druckleitung und die Gesamtausstattung verantwortlich. Eric Gills Titelschriften sind dessen früheste typographische Arbeit. Unter dem Reihentitel erschienen in gleicher Ausstattung die Werkausgaben von Goethe mit 16 Bänden (1905–1917) sowie von Schopenhauer, Körner und Kant. – Insgesamt gut erhalten, so wohl nur noch selten zu finden. – Dazu zwei weitere Werkausgaben aus dem Insel-Verlag: Theodor Körner. Werke. 1906. Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe. Originalkalblederband. – Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke. [1927]. – Dünndruckausgaben. – Eine Beigabe.

16,8 : 10,3 cm. – Innengelenke teilweise angebrochen.

Sarkowski 1460. – Gill 302

321  Insel Verlag – Friedrich Schiller. Sämtliche Werke

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 420

in sieben Bänden. Leipzig, Insel [1924]. Ziegelrote flexible Originalkalblederbände mit vergoldeten Rückentiteln, Deckelvignetten und Kopfschnittvergoldung. Alle mit Originalschutzumschlag.

Erweiterte Fassung der »Großherzog Wilhelm Ernst Ausgabe« in leicht veränderter inhaltlicher Abfolge und mit von Anna Simons und Jan Tschichold neu gestalteteten Titelblättern. – Enthält: »Dramatische Dichtungen 1–3«, »Gedichte und Erzählungen«, »Philosophische Schriften«, »Historische Werke«, »Kleinere Schriften«. – Makellos erhalten.

17,6 : 10,8 cm.

Sarkowski 1461

322  Insel Verlag – Walter Tiemann. Demokrit.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

Tuschzeichnung. 11,4 : 6,1 cm (16,5 : 10,0 cm). Monogrammiert.

Wohl als Frontispiz oder Zwischentitel einer für uns bibliographisch nicht bestimmbaren Demokrit-Ausgabe entworfen. – Für den Druck vorbereitet mit einigen zarten Deckweiß-Korrekturen. – Dazu: Zwei kalligraphierte Titelblatt-Entwürfe von Walter Tiemann, für Wielands »Geschichte der Abderiten« (Insel 1907) und Hofmannsthals »Die Gedichte und kleinen Dramen« (Insel 1912). Beide in schwarzer und roter Tusche, teils über Bleistift.

Teils leicht fleckig. – Vgl. Sarkowski 1903 und 763.

323  Insel Verlag – Heinrich Vogeler-Worpswede. Dir.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Gedichte. Leipzig, Insel 1907. Mit zahlreichen Illustrationen, Bordüren und Vignetten von Heinrich Vogeler. Originalhalbpergamentband mit Buntpapierdeckelbezügen und Deckelschild.

Zweite Auflage. – Das Umschlagpapier und die Vorsätze wurden vom Künstler für die zweite Auflage seiner ersten Buchveröffentlichung neu gezeichnet. – Auf Zanders-Bütten. – Eines der typischsten Bücher des deutschen Jugendstils.

24,3 : 18,5 cm. – Rücken und Deckelbezüge gebräunt. Ecken etwas berieben. – Innengelenke gebrochen.

Sarkowski 1842 A. – Neteler 21 Anmerkung

324  Insel Verlag – Oscar Wilde. Salomé.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Tragödie in einem Akte. Ins Deutsche übertragen von Hedwig Lachmann. Mit fünfzehn Zeichnungen von Aubrey Beardsley. Leipzig, Insel 1907. Mit illustriertem Doppeltitel, zwölf Tafeln und einer Schlussvignette. Originalhalblederband mit vergoldeten Titeln und Kopfgoldschnitt.

Eins von 725 auf Insel-Bütten (Gesamtauflage 825), die Tafeln auf Strathmore-Japan. – Der Satz ist identisch mit der Vorzugsausgabe, jedoch wurde die Paginierung entfernt. – Wohl kaum ein anderes Illustrationswerk Beardsleys hat so zu seinem Ruhm beigetragen wie die unzählige Male nachgedruckte »Salome«. Nachdem die Bilder 1893 in »The Studio« erschienen waren, wurden sie vom Zensor beanstandet und fanden in England keinen Verleger. – Innen tadellos.

24,5 : 18,0 cm. [48] Seiten. – Rücken stark verfärbt.

Sarkowski 1914 A. – Lasner 59 J. – Braesel, Englische Buchkunst um 1900, S. 119 ff

325  Insel Verlag – Fünf klassische Märchen-Ausgaben in Nachdrucken.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Leipzig 1905–1911. Fünf Originalleder- und drei Originalhalblederbände (IV), alle mit Rückenvergoldung, teils mit Kopfgoldschnitt.

I. Gockel Hinkel Gackeleia. Märchen wiedererzählt von Clemens Brentano. 1905. Eins von 300 Exemplaren. Neudruck der Originalausgabe von 1838. – II. Hans Christian Andersens Märchen. Erster [und] Zweiter Band. 1909. – III. Die Märchen der Brüder Grimm. Vollständige Ausgabe. Erster [und] Zweiter Band. 1910. – IV. Des Knaben Wunderhorn. [Drei Bände]. 1910. Neudruck der Originalausgabe von 1806–08. – V. Wilhelm Hauff’s Märchen. Vollständige Ausgabe. 1911. Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Insel-Bütten und in Leder.

Rücken von III und V verfärbt, Vordergelenk von I gebrochen und dieser Einband stark verfärbt.

Sarkowski 221, 21, 626, 941 und 682 VA

326  Insel Verlag – 19 Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 480

Leipzig, Insel 1903–1956. Originaleinbände, teils in Leder.

Das umfangreiche Konvolut enthält unter anderem Balzacs »30 tolldreiste Geschichten« illustriert von Doré, Boccaccios »Dekameron« (zwei Ausgaben), den vollständigen »Simplicissimus« von Grimmelshausen (zwei Ausgaben), die »Nachtwachen des Bonaventura«, Stifters »Witiko«, Verlaines zweibändige Werkausgabe, Oscar Wildes »Bildnis des Dorian Gray« u. v. m. – Teils Dünndruckausgaben. – Genaue Liste und Zustandsbeschreibung auf Anfrage.

Sarkowski 77 D, 186 A und E, 299 B, 371 A, 387, 633 C und F, 772 D, 832 B, 941 A, 1175 A, 1180, 1266 A, 1638, 1781, 1786, 1830 und 1906

327  Insel Bücherei – Felix Timmermans. Das Triptychon

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 420

von den Heiligen Drei Königen. Übertragen von Anton Kippenberg. Leipzig, Insel [1928]. Mit Titelbild, Illustrationen und Initialen von Felix Timmermans. Dunkelblauer Originalkalblederband, Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet. Mit Originalschutzumschlag und -schuber.

IB 362 in der Ledervariante. – Sehr schönes Exemplar.

18,5 : 12,3 cm. 47, [5] Seiten.

328  Insel-Bücherei – 18 Bildbände zur modernen Kunst.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Leipzig u. a. 1951–1988. Mit zahlreichen Farbtafeln. Farbig illustrierte Originalpappbände, meist mit Deckelschild.

Die Welt in einer Nuss – die Kunst der Moderne in kleinformatigen Bildbänd(ch)en. Schon früh hatten die Herausgeber der erfolgreichsten deutschen Buchreihe auf die Attraktivität von Bildbänden gesetzt, so dass diese seit Jahrzehnten zum festen Repertoire der Reihe gehören. Dass kleine Konvolut könnte Anreiz zum Aufbau einer IB-Sammlung sein oder aber der eigenen bzw. geschenkweise fremder Erbauung dienen. – Vorhanden: Paul Klee Handzeichnungen (IB 294). – Franz Marc Tierstudien (567). – Lyonel Feininger Meer und Schiffe (629). – Maler der Brücke (678). – Joan Miró Lithographien (682). – Hans Purrmann Ischia (721). – Ernst Ludwig Kirchner Georg Heym. Umbra Vitae (749). – Albert Ebert Poesie des Alltags (765). – Ernst Ludwig Kirchner Tanzcafé (770). – Deutsche Künstler des 20. Jahrhunderts in Selbstbildnissen (777). – Pablo Picasso Der Minotaurus (789). – Josef Hegenbarth Märchen und Fabeln (790). – Paul Klee Traumlandschaft mit Mond (800). – HAP Grieshaber Seestern und Tomahawk (849). – Pablo Picasso Traum und Lüge Francos (880). – Friedensreich Hundertwasser Der Weg zu Dir (899). – Kinderzeichnungen zu Brecht (930). – Oskar Schlemmer Fensterbilder (1104). – Alle mit Einleitung, Kommentar bzw. Nachwort.

Je 18 : 12 cm.

329  Insel-Bücherei – Peter Hacks. Der Schuhu und die fliegende Prinzessin.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 260

Frankfurt am Main 1973. Originalpappband mit Vorderdeckelillustration.

IB 993. – Erste Ausgabe. – Von den 3000 Exemplaren der Auflage wurde ein großer Teil wegen Bindefehlern eingestampft. – Sehr gutes Exemplar.

18,5 : 12,0 cm. 67, [5] Seiten.

330  Insel-Bücherei – Vier Vorzugsausgaben.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 180

Leipzig, Insel 1992–2012. Alle illustriert. Drei Originallederbände, ein Originalkleisterpapiereinband.

I. IB 1031 Honoré de Balzac. Das unbekannte Meisterwerk. Mit Illustrationen von Pablo Picasso. – II. IB 1225 Adelbert von Chamisso. Peter Schlemihls wundersame Geschichte. Mit Zeichnungen von Karl-Georg Hirsch. – III. IB1260 Georg Büchner. Woyzeck. Mit Zeichnungen von Bernhard Heisig. – IV. IB 1350 Rainer Maria Rilke. Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Mit Illustrationen von Karl-Georg Hirsch. Vorzugsausgabe von IB 1 aus Anlass des 100. Jubiläums der Reihe. Im Kleisterpapiereinband von Gisela Reschke mit Lederrückenschild. Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Je eins von 750, 850 (II und III) bzw. 650 Exemplaren. – Dazu sechs Insel-Bändchen: IB 159, 302, 315, 347, 368 und 859.

18,5 : 12,0 cm.

331  Alexander von Bernus – Die Fragmente des Petronius

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 400

und vier Liebeselegien des Ovid in Umdichtungen von Alexander von Bernus. Bereichert durch eine Weih-Hymne und ein Nachwort. München, Georg Müller 1908. Cremefarbener Originalschweinslederband mit vergoldetem Deckeltitel und Kopfschnittvergoldung.

Eins von 25 Vorzugsexemplaren auf Kaiserlich Japan und in Schweinsleder (Gesamtauflage 325). – Enthält als Einleitung »Dem Geist des göttlichen Heinse« und als Nachwort den Kommentar des Nachdichters, der launisch schließt: »Vereinzelt wählte ich für bilder und verbindungen, die uns erstarrt sind, gleichartige lebendige anstatt einbalsamierter leichen. Grundsätzliche veränderungen habe ich vermieden. Das für die philologischen bemäkler. – Vom göttlichen Heinse heißt es, er habe den nervigen Petronius wielandisch verzuckert – glück, daß die könige die kärner überdauern!« – Jeweils nur die untere Hälfte der einseitig bedruckten Blätter wurde »benutzt«. »Prächtiger Druck, der Text in Versalien roth und schwarz« (Hayn/Gotendorf).

24,8 : 19,5 cm. [42] Blätter. – Innendeckel mit Exlibris und einigen Bleistiftnummerierungen.

Hayn/Gotendorf VI, 156

332  Johann Wolfgang von Goethe. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 850

Band 1 [bis] 45 und vier Ergänzungsbände. München, Georg Müller und (ab Band 29) Berlin, Propyläen 1909–1925. Schwarze Originalhalbmaroquinbände mit doppelten vergoldeten und gepunzten Fileten auf Rücken und Vorderdeckeln (Gustav Fritzsche, Leipzig).

Propyläen-Ausgabe. – Umfangreiche Werksammlung in chronologischer Ordnung. – Die Werke in chronologischer Ordnung. – Mit allen erschienenen Ergänzungs- und Supplementbänden: Die Bildnisse Goethes. Herausgegeben von Ernst Schulte-Strathaus. Mit 167 Tafeln. – Goethe als Persönlichkeit. Berichte und Briefe von Zeitgenossen. Herausgegeben von Heinz Amelung. Drei Bände. – Gesetzt aus einer Unger-Fraktur. – Sehr schön erhalten und ebenso dekorativ wie opulent.

25,3 : 17,7 cm.

Goedeke IV/3, 29ff. und IV/5, 528, 4

333  Heinrich Heine. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 220

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Erster [bis] Zehnter Band. München, Georg Müller 1925. Mit einer Porträttafel. Originalhalblederbände mit Rückenschild, reicher -vergoldung und Kopfgoldschnitt.

Typographisch schöne, von Paul Renner gestaltete Ausgabe in dekorativen Halbledereinbänden. – Ohne Band 11 mit Nachträgen und Kommentaren, der erst 1930 erschien.

25,0 : 17,0 cm. – Rücken leicht aufgehellt, Bünde und Ränder etwas berieben.

334  [Friedrich] Hölderlin. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 350

Historisch-kritische Ausgabe. Besorgt durch Friedrich Seebass. Erster [bis] sechster Band. Zweite Auflage. Berlin, Propyläen 1923. Originalhalblederbände mit vergoldeten Rücken.

Enthält: Jugendgedichte und Briefe; Gedichte/Hyperion/Briefe; Gedichte/Empedokles; Gedichte; Übersetzungen und Briefe; Dichtungen Jugendarbeiten Dokumente. – Dazu ein Einzelband aus der Vorzugsausgabe: Übersetzungen und Briefe. München und Leipzig, Georg Müller 1913. Eins von 150 Exemplaren, auf Van Gelder Bütten, im blauen Originalmaroquinband mit reicher Vergoldung (Hübel & Denck), Ausstattung von Paul Renner.

22,0 : 15,0 cm.

335  Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

Herausgegeben und eingeleitet von Arnold Zweig. Erster [bis] Vierter Band. München, Rösl 1923. Mit einer Porträttafel und einem gefalteten Faksimile. Bordeauxrote Originalmaroquinbände mit Vergoldung und schwarz-goldenem Rückenschild (signiert: Hübel & Denck, Leipzig).

Die »Rösl-Klassiker«-Edition in der selten angebotenen Ledervariante.

23,0 : 15,5 cm. – Rücken etwas verblasst. – Exlibris.

336  Jean de La Fontaine. Choix de Fables.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 700

Illustrées par un groupe des meilleurs artistes de Tokio. Sous le direction de P. Barboutau. Tome premier [et] second. Tokio, Tsoukidji für Flammarion Paris 1894. Mit 28 doppelblattgroßen Farbholzschnitten und Buchschmuck. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

Originelle Kombination von französischen Texten mit japanischen Holzschnitten, verstärkt durch die gesamte Buchgestaltung (Blockbuchbindung, Seidenpapierumschlag, Kordelheftung). – Die Illustrationen zu den 28 Fabeln stammen von den japanischen Künstlern Kadji-Ta Han-Ko, Kawa-Nabe Kiyo-Soui, Oka-Koura Shiou-Soui, Kano Tomo-Nobou und Eda Sada-Shiko. – 1896 erschien eine ähnliche Ausgabe mit Fabeln von Claris de Florian. –Angesichts der französischen Texte waren die Ausgaben wohl eher für ein fernost-verliebtes französisches Publikum gedacht.

25,0 : 18,2 cm. Je [50] Seiten. – Minimal fleckig, Seitenränder in Band 1 etwas wasserrandig.

Metzner/Raabe/Bodemann 373.1. – Carteret IV, 228

337  Die Märchen der Weltliteratur.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Neun Bände der Reihe (in elf). Jena, Eugen Diederichs 1922–1937. Braune Originallederbände mit blindgeprägten Deckelvignetten, vergoldeten Fileten und Kopfgoldschnitt.

Alle in den seltenen Ledereinbandvarianten. – Verschiedene Auflagen, III, IV, V, VIII und IX in erster Auflage. – I. Deutsche Märchen seit Grimm. – II. Nordische Volksmärchen. 2 Bände. (I. Dänemark/Schweden, II. Norwegen). – III. Irische Volksmärchen. – IV. Isländische Volksmärchen. – V. Türkische Märchen. – VI. Finnische und estnische Volksmärchen. – VII. J. K. A. Musäus. Volksmärchen der Deutschen. 2 Bände. Mit Holzschnitten von Ludwig Richter. – VIII. Altägyptische Erzählungen und Märchen. – IX. Englische Volksmärchen. – In Zusammenarbeit mit dem Germanisten Friedrich von der Leyen (1873–1966) und dem Philologen Paul Zaunert (1879–1959) 1912 begründete Verleger Eugen Diederichs (1867–1930) die Reihe »Märchen der Weltliteratur«, die bis 2003 erschien. Zwischen 1912 und 1940 wurden in Jena allein 40 Bände, teils mit Nebentiteln »Die Märchen der Völker« oder Unterreihentiteln »Deutscher Märchenschatz« oder »Märchen des Orients« verlegt.

19,5 : 12,5 cm. – Einige Rücken leicht aufgehellt.

338  [Friedrich] Schiller. Musen-Almanach für das Jahr 1797.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

[Faksimileband und Kommentarheft.] Leipzig, Insel 1907. Mit Frontispiz und acht gefalteten Notenblättern. Flexibler marmorierter Originalpergamentband mit Rückenschild, vergoldeten Deckelbordüren und Schnittvergoldung und Originalbroschur. Zusammen im Schuber.

Eins von 50 Vorzugsexemplaren auf Bütten und in Ganzpergament (Gesamtauflage 300). – Der faksimilierte Broschurumschlag eingebunden. – Kommentarheft mit einem Begleitwort zur neuen Ausgabe von Hanns Holzschuher. – »Es sind Bücher und Bände über diesen Almanach geschrieben worden – über dies merkwürdige, seltene und kostbare Buch der Weltliteratur. Kostbar, weil es als Sammelstätte Dichtungen und Werke unserer größten Dichter birgt« (Begleitwort). – Nahezu druckfrisches Exemplar.

16,8 : 10,6 cm. [22], 302, [10] Seiten, 8 gefaltete Tafeln. – Umschlag der Broschur am Oberrand minimal fleckig.

Sarkowski 1176

339  Kleukens-Presse – Wilhelm Klemm. Entfaltung.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Gedichtfolge. Darmstadt [1919]. Originalpergamentband; Rückentitel, Fileten und Kopfschnitt vergoldet.

Zweiter Druck der Kleukens Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Einer der wenigen expressionistischen Texte innerhalb der Kleukens-Pressendrucke. – Gedruckt auf starkem, blütenweißem Bütten. – Gesetzt aus der Cicero-Kleukens-Antiqua. – Titel und Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens. – Der Einband stammt aus Ernst Rehbeins Kleukens-Binderei.

25,5 : 17,5 cm. [4], 80, [6] Seiten.

Rodenberg 103, 2. – Raabe/Hannich-Bode 159.5

340  Kleukens-Presse – Gottfried Keller. Frau Regel Amrain und ihr Jüngster.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 120

Frankfurt am Main 1920. Originalpergamentband mit Vergoldung.

Vierter Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Breitrandiger Druck auf Bütten. – Titel und Initiale von Hans Schreiber. – Einband wohl von Ernst Rehbein.

23,2 : 15,7 cm. [4], 53, [7] Seiten.

Rodenberg 104, 4. – Schauer II, 67

341  Officina Serpentis – Die johanneischen Schriften.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Das Evangelium. Die Briefe. Die Offenbarung. Verdeutscht durch D. Martinus Luther. Berlin 1919. Mit roten Initialen und Randleisten, entworfen von Ansgar Schoppmeyer. Moderner, leuchtend roter Oasenziegenlederband mit schwarz-geprägten Titeln (signiert: Bischoff) Im Halbleinenschuber.

Eins von 56 Exemplaren auf Zanders-Bütten, davon kamen zehn nicht in den Handel. Weitere sechs Exemplare wurden auf Pergament gedruckt. – Gesetzt aus der eigens für Tieffenbach in der Bauerschen Gießerei geschnittenen Gotico-Antiqua, die sich an der Schöfferschen Bibel-Type von Creußner und Koberger aus dem 15. Jahrhundert orientierte. – Titel, Untertitel und Initialen wurden von Bruno Rollitz in Holz geschnitten. – Handsatz und Handpressendruck von E. W. und E. H. Tieffenbach. – »›Die Johanneischen Schriften‹ (1910 [irrig]), einer der schönsten Drucke der Officina Serpentis, erstrahlen im farbigen Glanz ihrer aquarellierten Zierleiste so täuschend ›echt‹, als habe Schoppmeyer sein Zeichenpult mitten in der Offizin des Meisters Creussner um 1480 aufgestellt.« (Jürgen Eyssen). – Der Einband der Werkstatt Bischoff in Lehrte-Arpke »zitiert« die Farben des Druckes. – Tadellos erhalten.

35,2 : 26,3 cm. 61, [3] Seiten.

Backe/Köppen 30. – Rodenberg 111. – Eyssen Seite 89

342  Officina Serpentis – Johannes Secundus. Basia.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Berlin, Officina Serpentis 1921. Mit radiertem Titel von Marcus Behmer. Originalinterimspappband mit Marmorpapierbezügen.

Eins von 150 Exemplaren auf italienischem Bütten (Gesamtauflage 175). – Handpressendruck in der Elzevir-Antiqua von Genzsch & Heyse, Hamburg. – Die neulateinischen Basia (1539) des niederländischen Dichters Johannes Secundus (1511–1536) gehören zu den Klassikern der erotischen Literatur. Unter Rückgriff auf antike Vorbilder wie Catull variiert diese Sammlung in insgesamt neunzehn Gedichten ihr Leitthema des Kusses auf immer neue Weise.

18,7 : 13,3 cm. [8], 19, [5] Seiten. – Einband gebräunt.

Backe/Köppen 47. – Haucke 43. – Hayn/Gotendorf IX, 543

343  Officina Serpentis – [Brüder Grimm]. Von dem Machandelboom.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

Berlin, Dr. Friedrich Plenzat 1922. Mit sieben Radierungen von Erik Richter, eine monogrammiert als Titelvignette, drei blattgroße und drei halbseitengroße, diese sechs koloriert und signiert. Roter Originalmaroquinband (Maria Lühr, Berlin), Fileten, Deckelvignetten, Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet. Im Originalschuber mit Lederkanten.

Eins von 150 Exemplaren. – Handpressendruck der Officina Serpentis, die Kupfer druckte von Carl Sabo. – Auf starkem Bütten. – Der Handeinband entstand nach Entwürfen von Frau A. Richter-Volkmann. Maria Lühr (1874–1969) wurde nach ihrer Ausbildung in den traditionsreichen Buchbindereien Collin, Berlin, und Cobden-Sanderson in England die erste deutsche Buchbindermeisterin. Von 1913–1957 entstanden in ihrer Berliner Werkstatt auch Einbände für die Cranach-Presse. Sie band 1923 auch die Vorzugsexemplare des ersten Drucks der Plenzat-Presse. – Sehr selten, zumal so gut erhalten.

33,7 : 25,2 cm. 12 Blätter. – Kanten schwach berieben.

Backe/Köppen 76. – Rodenberg 515. – Sennewald 22

344  Officina Serpentis – Tres Epistolae Platonis.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

Berlin 1926. Mit sechs in Rot ornamentierten Initialen von Hanns Thaddäus Hoyer. Neuerer Halblederband.

Handpressendruck für die Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft. – Eins von 340 Exemplaren auf Zerkall-Bütten (Gesamtauflage 347). – Gesetzt aus der Griechischen Tischendorf-Type von Schelter & Giesecke, die hier erstmals für einen fortlaufenden Text verwendet wurde, und der Elzevir-Cursiv von Gentzsch & Heyse, Hamburg. – Hanns Thaddäus Hoyer, Lehrer an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbe-Museums entwarf auch den Titel dieser Platon-Ausgabe. – »Alle Kritiker vollends zum Verstummen bringen sollte die Ausgabe der ›Tres Epistolae Platonis‹ (1926). Angesichts der Harmonie dieser Seiten im sorgfältig ausgependelten Gleichgewicht der Satzblöcke […] und den beiden beschwingten, ›geschrieben‹ wirkenden Initialen, ist es wohl erlaubt, von einer typographischen Höchstleistung zu sprechen.« (Jürgen Eyssen).

38,6 : 27,5 cm. 43, [5] Seiten. – Oben teils schmaler Wasserrand.

Backe/Köppen 114. – Rodenberg II, 517. – Deutsche Bibliophilie 1898–1930, Seite 130. – Eyssen Seite 90ff. mit doppelblattgroßer Abbildung

345  Johann Holtz – Meister Eckhart. Der Glücklichste.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 850

Handschrift auf Pergament. 1931. Mit einer Gouache sowie farbigen und vergoldeten Bordüren. Wildlederband mit ornamentaler Vergoldung.

Prächtige, kleinformatige Handschrift des Flensburger Kalligraphen Johann Holtz (1875–1944). – Geschrieben mit brauner Tinte auf Pergament und mit einer fast ganzseitigen Illustration. – Jede Seite mit ornamentaler Bordüre. – Brokatseidenspiegel. – Die wohl bekannteste Handschrift von Johann Holtz, Goethes »Faust« wurde mehrfach faksimiliert.

16,5 : 14,0 cm. [6] Blätter, 7 Seiten beschrieben.

346  Otto Dorfner – Fritz Meisel. Fünf Radierungen zu Balzac’s Contes drolatiques, die schöne Imperia.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

1922. Ca. 18 : 14 cm (34 : 26 cm). Signiert.

Unnummeriert, laut Druckvermerk betrug die Auflage 100 Exemplare. – Ediert im Reiher-Verlag Weimar, den Otto Dorfner zusammen mit Walther Klemm gegründet hatte. – Die Radierungen, in Braun auf Kupferdruckkarton, gedruckt auf der Presse des Verlages, d. h. in der Werkstatt des Bauhauses. – In Passepartouts, dies lose in der Originalhalbledermappe, gefertigt in der Werkstatt Otto Dorfner: Dunkelblauer Lederrücken, rot gestrichenes Kleisterpapier als Deckelbezug. Rückentitel, Gelenkfileten und die Signatur des Künstlers auf dem Vorderdeckel wurden vergoldet. – Fritz Meisel (1897–1960) war Student am Bauhaus Weimar. Hayn/Gotendorf verzeichnet von ihm eine weitere graphische Folge »Pöder und Lendelein«. Nach 1945 wurde er als Pressezeichner bekannt.

35,5 : 28,5 cm (Mappe). – Ränder der Radierungen etwas stockfleckig.

Hayn/Gotendorf IX, 36

347  Einbände – Handgebundener blauer Saffianlederband von Walter Gerlach

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 1500

(signiert) mit reicher Vergoldung von Deckeln, Rücken, Steh- und Innenkanten. Im Originalpappschuber mit Lederkanten. Inhalt: Goethe. Novelle. Ein romantisches Jagdstück. Mit fünf Original-Radierungen von Franz Hein. Berlin 1919.

Sechster Daphnis-Druck. – Eins von 90 Exemplaren (Gesamtauflage 100). – Satz aus Luther-Typen des 18. Jahrhunderts. – Druck bei Johannes Enschedé en Zonen, Haarlem. – Auf Van Gelder-Bütten, die Radierungen auf Bütten-Karton. – Die Radierungen, in Blau und Braun gedruckt, sind hier am Ende des Bandes eingebunden. – Unikates Exemplar in dem schönen Einband von Walter Gerlach mit dem Originalschuber und tadellos erhalten.

19,3 : 14,5 cm. 42, [2] Seiten, 5 Radierungen. – Rücken minimal verblasst.

Backe 27. – Rodenberg 322, 6 (irrt. unter N.F.)

348  Einbände – Blauer Ecrasélederband von Walter Gerlach

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 1800

(signiert) mit reicher Vergoldung von Deckeln, Rücken, Steh- und Innenkanten. Im Originalpappschuber mit Lederkanten. – Inhalt: William Shakespeare. Venus und Adonis. Deutsche Übertragung von Bruno Erich Werner. Mit acht Radierungen von Edwin Scharff. Leipzig, Arndt Beyer 1923.

Unnummeriertes Exemplar, über die Auflage von 400 hinaus gedruckt. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Fünfter Druck des »Kreises graphischer Künstler und Sammler«, der »zwischen denen, die Bedeutsames schaffen, und denen, die es suchen, eine stetige Beziehung und Vertrautheit schaffen« will (Rodenberg). – Auf Bergisch-Galdbach-Bütten von Zanders. – Gesetzt aus der Wallbaum-Kursiv, gedruckt bei Jakob Hegner in Hellerau, die Radierungen bei Wetteroth, München. – Beide Deckel werden von einer vierfachen Filete umrahmt und von Eckfleurons verziert, beide Elemente finden sich auch auf dem Rücken und den breiten Innenkanten. Im Originalschuber mit Lederkanten.

25,2 : 15,2 cm. 88, [8] Seiten. – Rücken etwas aufgehellt, sonst tadellos.

Rodenberg 359, 5. – Sennewald 23, 2

349  Einbände – Pergamentband von Walter Gerlach

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 260

mit Negativblindprägung und polierter Kopfschnittvergoldung. – Inhalt: Deutschland. Landschaft und Baukunst. Einleitung von Ricarda Huch. Herausgegeben von Martin Hürlimann. Berlin, Atlantis 1931. Mit 304 fotografischen Bildtafeln im Tiefdruck.

Erste Ausgabe der Neufassung. 1930 wurde die Reihe »Orbis terrarum« vom Wasmuth in den Atlantis Verlag übernommen, was mit einem Wechsel des Herausgebers und einer Modernisierung des Bildmaterials einherging. »Außerdem vertrat Hürlimann einen kulturellen Universalismus, während Hielscher [der frühere Herausgeber] in nationalem Denken befangen war« (Roland Jaeger, in Autopsie). »Produkt der Bemühungen, Deutschland in allen Facetten gerecht zu werden, also auch moderne Bauwerke oder Industrieanlagen zu zeigen und nicht nur Idyllen« (Thomas Wiegand). – Mit Fotografien von E. O. Hoppé, Albert Renger-Patzsch, A. Rupp, Paul Wolff u. v. a. – Hervorragend erhaltenes Exemplar der großartigen Bilderschau, die durch die Vielzahl hervorragender Fotografen auch bildkünstlerisch hohen Ansprüchen gerecht wurde. – Der unsignierte Einband stammt nach mehreren Anmerkungen im Buch aus der Werkstatt Walter Gerlach: Das helle, leicht gemaserte Pergament mit drei umlaufenden Linien auf den Deckeln, der Rücken mit dem Buchtitel in Frakturschrift. Schöne Kleisterpapiervorsätze in Braun und Schwarz, doppelte handumstochene Kapitalbändchen. »Elefantenhaut«-Schuber. – Exlibris (signierte Radierung von Horst Hussel).

30,5 : 23,5 cm. LXIII, [1], 304, [2] Seiten.

Heidtmann 7895. – Autopsie II, 205ff. – Wiegand, Deutschland 24

350  Einbände – Grüner Saffianlederband von C. Schultze, Düsseldorf.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Vorderdeckelillustration, Fileten sowie Rückentitel und -verzierung vergoldet. – Inhalt: Expressionistische Miniaturen des deutschen Mittelalters. Herausgegeben von Aug. L. Mayer. 2. Auflage. München, Delphin [1918?]. Mit 32 Tafeln.

Die erste Ausgabe erschien 1918. – Vorderdeckel mit einem Christusporträt, geprägt mit verschiedenen Streich- und Bogeneisen. Deckelränder mit doppelter Filete, Rücken mit Titel und kleinen Rhombenornamenten in fünf Feldern.

27,3 : 19,5 cm. 16 Seiten, 32 Tafeln.