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Lot 401 – 450 | Hesse-Auktionen
Lot 401 – 450

401  The Bear Press – Ernst Jünger. Flugträume.

€ 450

Herausgegeben von Wolfram Benda. Bayreuth 1983. Mit fünf ganzseitigen Holzschnitten von Jürgen Wölbing. Originalhalbmaroquinband mit Rückenvergoldung und Deckelvignette (Erwin Lehr, Bayreuth). Im Originalschuber.

Vierter Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 175 Exemplaren auf schwerem Torinoko-Japanpapier (Gesamtauflage: 210). – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Entgegen dem Druckvermerk sind die Holzschnitte unsigniert. – Verlagsfrisches Exemplar.

28,5 : 19,5 cm (Quart). 83, [2] Seiten.

Spindler 73, 4

402  The Bear Press – Bassompierre · Goethe · Hofmannsthal. Erlebnis des Marschalls v. Bassompierre.

€ 300

Eine Erinnerung aus dem Jahre 1606. Holzschnitt von Jürgen Wölbing. Bayreuth 1986. Mit einem signierten blattgroßen Holzschnitt. Roter Originaloasenziegenlederband mit blindgeprägtem Rückentitel, vergoldeten Stehkanten und Kopfgoldschnitt (Helmuth Halbach, Königstein).

Achter Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Exemplar »e.a.«, wie die 25 Vorzugsexemplare auf Richard-de-Bas-Handbütten (Gesamtauflage 200). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Übersetzung und Nachwort von Wolfram Benda. – Sehr schönes Exemplar.

26,0 : 17,5 cm. [4], 39, [5] Seiten.

Spindler 73.8

403  The Bear Press – Simson.

€ 1200 ( R7 )

Farbholzschnitte und farbige Initialen von Hanns Studer. Bayreuth 1988. Mit acht ganzseitigen Farbholzschnitten und sieben farbigen Holzschnittinitialen. Weinroter Originalkalblederband mit mehrfarbigen Lederintarsien und Blindprägungen auf dem Vorderdeckel (Werner G. Kießig, Berlin). Im gefütterten Originalschuber mit Lederkanten.

Zehnter Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von zehn römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe mit einem Aquarell, signiert und auf das Vorblatt montiert, und dem zusätzlichen achten Holzschnitt (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Jessen-Schrift von Rudolf Koch, gedruckt von der Offizin Poeschel, Eschwege. – Nachwort von Wulf Piper. – Der Text folgt der Luther-Bibel von 1546. – Tadellos erhalten.

26,8 : 17,0 cm. [2], 37, [5] Seiten.

404  The Bear Press – [Johann Wolfgang von] Goethe. Römische Elegien.

€ 600

Holzstiche von Andreas Brylka. Bayreuth 1991. Mit 18 Textholzstichen. Hellbrauner Originalkalblederband mit blindgeprägten Titeln und Fileten. Blau-gold gefärbter Kopfschnitt (Werner G. Kießig, Berlin). Mit Originalschutzumschlag und -schuber.

14. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit dem zusätzlichen 18. Holzstich als Frontispiz, die Nummerierung im Druckvermerk wurde handschriftlich vom Verleger korrigiert (Gesamtauflage 150). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Als Blockbuch gedruckt auf Hosho Glue-Japanpapier. – Die Holzstiche wurden in Blau gedruckt. – Mit einem Nachwort von Kurt Wölfel.

28,8 : 17,0 cm. 47, [3] Seiten. – Rücken schwach verfärbt.

405  The Bear Press – H. C. Artmann. Gesänge der Hämmer.

€ 600

Einband, Farbradierung, Holzschnitte, Initialen und Absatzzeichen von Uwe Bremer. Bayreuth 1992. Mit einer doppelblattgroßen Farbradierung und je 14 blattgroßen Holzschnitten, Holzschnittinitialen und Absatzzeichen. Rotbrauner Originalkalblederband mit Blindprägung und Kopfschnittvergoldung (Werner G. Kießig, Berlin). Im gefütterten Originalschuber.

15. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Erste Ausgabe. – Künstlerexemplar »e.a.«, wie die 25 der Vorzugsausgabe mit einer zusätzlich beigelegten, signierten Farbradierung (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Die runenartigen Bordüren wurden in Gold gedruckt.

28,1 : 19,1 cm. [10], 52, [10] Seiten, 1 Radierung.

Isphording II, 67. – Slg. Achilles 650

406  The Bear Press – Christoph Martin Wieland. Ein Wintermährchen.

€ 1500

Holzstiche von Karl-Georg Hirsch. Bayreuth 1994. Mit 29 Textholzstichen. Blaugrauer Originalpergamentband mit einer in Gold auf Lederintarsie gedruckten Holzstichvignette. Rückentitel und Kopfschnitt vergoldet, Seidenspiegel mit Goldkante (W. G. Kießig). Im Schuber.

17. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von zwölf römisch nummerierten Luxusexemplaren mit einer signierten Tuschfederzeichnung (Sultan und Königin), formatfüllend auf einem der Vorblätter (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gedruckt auf VL-Handbütten mit dem Wasserzeichen der Presse. – 16 Holzstiche wurden im Text, 13 als Randvignetten verwendet, einer auf dem Vorderdeckel. Die Titelvignette war wohl den Luxus- und Vorzugsexemplaren vorbehalten (was allerdings dem Druckvermerk widerspräche). – Tadellos.

27,8 : 15,5 cm. 67, [1] Seiten.

Kästner/Lübbert A 105 a

407  The Bear Press – Apuleius. Amor vnnd Psyche.

€ 2500 ( R7 )

Radierungen von Harry Jürgens. Bayreuth 1995. Mit 17 Radierungen im Text, davon zehn blattgroß. Weinroter Halbchagrinlederband mit aufgesetzten Kalbpergamentdeckeln (signiert: R. Meuter), beide Deckel mit aquarellierter Tuschfederzeichnung von Harry Jürgens.

19. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen 17. Radierung (Gesamtauflage 150). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Gesetzt aus der Poliphilus-Antiqua, gedruckt auf VL-Bütten von der Offizin Haag-Drugulin, Leipzig. – Mit einem Nachwort von Niklaus Holzberg. – Tadellos schönes Exemplar, unikat gebunden unter Beteiligung des Illustrators. – In Holzfurnierschuber mit Lederkanten.

28,5 : 19,7 cm. [4], 65, [7] Seiten.

408  The Bear Press – Apuleius. Amor vnnd Psyche.

€ 750

Radierungen von Harry Jürgens. Bayreuth 1995. Mit 17 Radierungen im Text, davon zehn blattgroß. Apricotfarbener Originalpergamentband. Bordüren, Fileten und Vignette auf dem Vorderdeckel goldgeprägt (Werner Kießig, Berlin). Im gefütterten Originalschuber.

19. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen 17. Radierung (Gesamtauflage 150). – Vom Künstler im Druckvermerk signiert. – Auf VL-Bütten. – Mit einem Nachwort von Niklaus Holzberg. – Tadelloses Exemplar.

28,5 : 19,7 cm. [4], 65, [7] Seiten.

409  The Bear Press – [Hans Jakob] Christoffel von Grimmelshausen. Der erste Beernhäuter.

€ 1500

Holzstiche von Karl-Georg Hirsch. Bayreuth 1996. Mit zwölf zweifarbigen Holzstichen, davon drei blattgroß. Dunkelbrauner Originaloasenziegenlederband. Rückentitel, Deckelvignetten und -fileten blindgeprägt. Im gefütterten Originalschuber.

22. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von zwölf römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe mit einer signierten und datierten Zeichnung, montiert auf das Vorblatt, und dem zusätzlichen zwölften Holzstich (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

26,8 : 16,8 cm. 30, [10] Seiten.

Kästner/Lübbert II, A 113

410  The Bear Press – Jorge Luis Borges. Rose & Blau.

€ 1200

Holzschnitte von Jürgen Wölbing. Bayreuth 1998/2011. Mit 31 Acrylstichen von Bettina Rulf nach Vorzeichnungen von Jürgen Wölbing. Türkisfarbener Originaloasenziegenlederband mit Gold- und Blauprägung sowie Seidenvorsätzen. Im gefütterten Originalschuber.

24. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von zwölf Exemplaren der Luxusausgabe mit einer auf dem Vorblatt montierten Zeichnung aus dem Nachlass des Künstlers und zwei zusätzlich beigelegten Holzschnitten (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk von Bettina Rulf signiert. – »Bedingt durch widrige Umstände und den Tod des Künstlers kann das vorliegende Buch erst jetzt erscheinen. Bettina Rulf hat die Vorzeichnungen Jürgen Wölbings zweifarbig in Acryl gestochen, weshalb die Illustrationen eine Gemeinschaftsarbeit sind« (Impressum).

28,8 : 19,4 cm. [8], 49, [11] Seiten, 1 Zeichnung, 2 Holzschnitte. – Deckelränder stärker, Rücken minimal gebräunt.

411  The Bear Press – Lucian [von Samosata]. Hetärengespräche.

€ 600

Zweifarb-Radierungen von Eberhard Schlotter. Bayreuth 1999. Mit 17 zweifarbigen Radierungen, davon 14 blattgroß. Weißer Originalpergamentband. Rückentitel, Deckelvignette, -fileten und Kopfschnitt vergoldet. Im gefütterten Originalschuber.

25. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen 17. Radierung (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Tadellos schönes Exemplar.

28,0 : 19,5 cm. [8], 93, [10] Seiten. – Kleiner handschriftlicher Besitzvermerk auf leerem Vorblatt.

412  The Bear Press – Joseph von Eichendorff. Mondnacht.

€ 750

Farbholzschnitte von Hanns Studer. Bayreuth 2000. Mit 18 ganzseitigen Farbholzschnitten. Bordeauxroter Originaloasenziegenlederband. Rückentitel und Deckelkantenbordüre goldgeprägt, Kopfschnitt vergoldet. Im gefütterten Originalschuber mit Lederkanten.

26. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit dem zusätzlichen 18. Holzschnitt (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf VL-Bütten. – Mit einem Nachwort von Detlef Haberland.

28,4 : 19,5 cm. [6], 103, [11] Seiten.

413  The Bear Press – Alfred de Musset. Rondo.

€ 700

Gedichte, übertragen von Wolf von Niebelschütz. Radierungen von Peter Klitsch. Bayreuth 2005. Mit sieben Radierungen, davon drei blattgroß. Kupferfarbener Originalpergamentband mit goldgeprägten Titeln und Kopfgoldschnitt. Im gefütterten Originalschuber.

31. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Erste Ausgabe, aus dem Nachlass veröffentlicht. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlich beigelegten achten aquarellierten Radierung, signiert und nummeriert. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Mit einem Nachwort von Detlef Haberland.

28,2 : 19,8 cm. 83, [1] Seiten, 1 Radierung. – Rücken etwas verblasst, Rückentitel mit Farbverlust.

414  The Bear Press – Frühlingsnacht.

€ 3000 ( R7 )

Chinesische Übertragungen von Günter Eich. Farbholzschnitte von Hanns Studer. Bayreuth 2004. Mit einem signierten Aquarell und 16 blattgroßen Farbholzschnitten. Gelber Oasenziegenlederband, Kopfschnitt mit Graphit und Vergoldung. Lederkapitale, Rückentitel goldgeprägt. Beide Deckel illustriert mit farbigen Lederapplikationen nach einem Entwurf von Hanns Studer (signiert: Roland Meuer · Ascona).

32. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Wie die zwölf römisch nummerierten der Luxusausgabe mit einem signierten Aquarell und dem 16. Farbholzschnitt als Frontispiz (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Romulus-Antiqua, als Blockbuch gedruckt auf Awagami Masa-Japan von der Offizin Haag-Drugulin, Leipzig. – Mit einem Nachwort von Friedrich Georg Jünger. – Makelloses Exemplar der Luxusausgabe in unikatem Einband. – In Halbleder-Leinenkassette mit goldgeprägtem Rückentitel.

27,8 : 24,8 cm. [2], 103, [3] Seiten.

415  The Bear Press – Ludwig Tieck. Die Gemälde.

€ 1500 ( R7 )

Bayreuth 2005. Mit 20 Radierungen von Eberhard Schlotter, davon 16 blattgroß.

35. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf VL-Bütten. – Mit einem Nachwort von Werner Fuld: »Schlotter bietet keine eindimensionale Illustration des Textes, sondern er betritt jene dunklen Seelenräume, die Tieck mit Rücksicht auf sein Lesepublikum nur andeuten wollte […] In dem tragischen Porträt des vereinsamten Sammlers J. P. Getty zeigt uns Schlotter die eigentliche Zentralfigur der Novelle.« – In einem unikaten Einband von Ulrich Widmann, Freiburg (signiert, datiert und mit dem goldgeprägten Monogrammstempel. – Leuchtend roter geglätteter Oasenziegenlederband, vollständig mit Gold- und Acrylfarben bemalt. Der Buchschnitt wurde rot eingefärbt, die Kapitalbändchen in blaues Leder gefasst. Vorsätze und Spiegel aus blauem Fabriano-Bütten, einige Vorblätter aus Auvergne-Bütten. – In einer roten Leinenkassette mit goldgeprägtem Rückentitel und Samtfutter. – Ulrich Widmann (geboren 1958) ist Mitglied der »MDE« (Meister der Einbandkunst). – Makellos erhaltenes Exemplar, schöne unikate Variante der gesuchten Bear Press-Edition.

27,3 : 23,5 cm. 107, [1] Seiten.

416  The Bear Press – Ludwig Tieck. Die Gemälde.

€ 600

Radierungen von Eberhard Schlotter. Bayreuth 2005. Mit 20 Radierungen, 16 davon blattgroß. Blauer Originaloasenziegenlederband mit vergoldetem Rückentitel und goldgeprägter Deckelvignette. Im Schuber mit Lederkanten.

35. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der zusätzlichen 20. Radierung (Gesamtauflage 150). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

26,6 : 23,3 cm. [4], 107, [5] Seiten. – Ränder und Rücken minimal verfärbt.

417  The Bear Press – Ernst Jünger. Annäherungen.

€ 1500

Radierungen von Hubert Sommerauer. Bayreuth 2016. Mit 21 Radierungen, davon acht blattgroß, eine als Frontispiz. Originalpergamentband mit einer signierten Tusch-Bleistift-Zeichnung als montierte Deckelvignette, vergoldetem Rückentitel und Seidenvorsätzen. Im gefütterten Originalschuber.

47. Druck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von zwölf römisch nummerierten Exemplaren der Luxusausgabe, im »bemalten« Pergamentband und mit einer weiteren signierten Tuschzeichnung auf dem Vorblatt. Wie weitere 25 Vorzugsexemplare auf edles Torinoku Kozu-Japan gedruckt und mit der 21. Radierung als Frontispiz (Gesamtauflage 120). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus der Goudy Old Style. – Mit einem Nachwort von Albert Hofmann, dem Entdecker des LSD. Mit Ernst Jünger verband ihn eine lange Freundschaft. »Das Buch, in dem Ernst Jünger seine Gedanken über Drogen und Rausch umfassend darlegt, trägt den Titel ›Annäherungen‹ [Stuttgart 1970] […] Gemeint sind Annäherungen an die Grenzen unserer Fähigkeit des Erfahrens und Erkennens […]« (Nachwort). – Tadellos.

29,2 : 19,4 cm. [6], 74, [12] Seiten.

418  The Bear Press – Caspar Walter Rauh. Schwierige Verzauberung.

€ 200

Phantasiestücke. Bayreuth 1987. Flexibler Originalpergamentband, Deckelvignette und Rückentitel vergoldet. Im gefütterten Originalschuber.

Dritter Sonderdruck der Bear Press Wolfram Benda. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Pergamenteinband (Gesamtauflage 350). – Die Phantasiestücke des fränkischen Künstlers Rauh (1912–1983) entstanden in den Nachkriegsjahren für die eigenen Kinder. Die Sammlung von Wolfram Benda, erschienen anlässlich des 75. Geburtstags des Schriftstellers, bildet die erste Gesamtausgabe.

22,5 : 14,7 cm. [14], 89, [15] Seiten.

Spindler 73.12

419  The Bear Press – Thomas James Cobden-Sanderson. Das Ideale Buch oder das schöne Buch.

€ 400

Eine Abhandlung über Kalligraphie, Druck und Illustration & über das schöne Buch als ein Ganzes. Bayreuth 1989. Dunkelgrüner Originalkalblederband mit vergoldeten Titeln. Im gefütterten Schuber.

Sechster Sonderdruck der Bear Press Wolfram Benda. – Das erste von 30 Vorzugsexemplaren in Leder (Gesamtauflage 300). – Auf Zerkall-Bütten. – Cobden-Sandersons programmatischer Text erschien 1900 als zweites Buch der von ihm im gleichen Jahr gegründeten Doves Press. Die vorliegende Neuübersetzung stammt von Wolfram Benda.

26,8 : 18,0 cm. 14, [2] Seiten.

420  The Bear Press – Jakob Haringer. Über die Liebe zu Büchern.

€ 300

[Bayreuth] 1990. Dunkelbrauner Originalkalblederband mit Blindprägung und vergoldeten Titeln. Im gefütterten Originalschuber.

Achter Sonderdruck der Bear Press Wolfram Benda. – Das erste von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe im Ledereinband (Gesamtauflage 350). – Auf getöntem Zerkall-Bütten. – »Die Einzigen, die dir die Liebe lohnten, die immer da sind, dich zu trösten, die immer arten, dir Liebes, Gutes zu tun: die lieben Bücher! […] Freilich, Bücher sind fast nichts ohne das Leben. Aber was führte uns mehr zum Leben, zum Erleben, als die Bücher?« (Textbeginn).

27,0 : 17,7 cm. [4], 13, [6] Seiten. – Einbanddeckel durch die Leinenkanten des Schubers (!) leicht berieben.

421  The Bear Press – Zwölf Sonderdrucke.

€ 1200

Bayreuth 1986–2014.

Vier Vorzugsausgaben. – 2: Jean Paul. Des todten Shakespear’s Klage. Rede des todten Christus. 1986. Eins von 25 Exemplaren im Ledereinband und auf Japanpapier (Gesamtauflage 500). – 3: Caspar Walter Rauh. Schwierige Verzauberung. Phantasiestücke. 1987. Eins von 50 Exemplaren im Pergamenteinband, Deckelvignette und Rückentitel vergoldet (Gesamtauflage 350). – 10: Quirinus Kuhlmann. D. Funffzehn Gesänge. 1992. Eins von 25 Exemplaren im Originalsaffianlederband mit roten Lederapplikationen. Titel- und Kopfschnitt vergoldet (Gesamtauflage 350). – 14: Hugo von Hofmannsthal. Weltgeheimnis. Gedichte. 1999. Eins von 30 Exemplaren in Originaloasenziegenlederband mit Vergoldung (Gesamtauflage 350). – Sieben Normalausgaben in Auflagen von 300 bis 500 Exemplaren: 1: Shaftesbury. Naturhymnus. Übertragen von Herder. 1985. – 5. Abbé Galiani. Gespräch über die Frauen. 1988. – 6. T. J. Cobden-Sanderson. Das Ideale Buch oder das Schöne Buch. 1989. – 7. E. T. A. Hoffmann. Don Juan. Eine fabelhafte Begebenheit, die sich mit einem reisenden Enthusiasten zugetragen. 1990. – 8. Jakob Haringer. Über die Liebe zu Büchern. 1990. – 18. Paul Mersmann. Harsdörffer-Etüden. 2013. Auflage 100. Mit einer originalen Tuschzeichnung. – 19. Jean Paul. Leben des vergnügten Schulmeisterleins Maria Wuz in Auenthal. Eine Art Idylle. 2014. Auflage 200. – Alle tadellos erhalten.

422  Burgart-Presse – Walter Jens. Das A und das O. Die Offenbarung des Johannes.

€ 250

Mit Originalholzschnitten von Karl-Georg Hirsch. Rudolstadt 1991. Mit 20 Holzschnitten im Text, davon sieben blattgroß. Originalhalbpergamentband (Ludwig Vater, Jena).

Erster Druck der Burgart-Presse. – Eins von 30 Exemplaren der Ausgabe B mit einem zusätzlich beigelegten signierten Holzschnitt (Gesamtauflage 230). – Im Druckvermerk von Verfasser und Künstler signiert. – Auf Bütten. – Gesetzt aus der Leipziger Antiqua. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Die Neuübersetzung der Apokalypse erschien zuerst 1987 im Stuttgarter Radius-Verlag.

39 : 28 cm. 55, [1] Seiten. – Exlibris. Vorderes Vorsatzblatt vertikal geknickt.

Kästner/Lübbert A 75.1 c

423  Burgart-Presse – Annerose Kirchner. Zwischen den Ufern.

€ 600

Holzrisse von Werner Wittig. Rudolstadt 1991. Mit sieben Holzrissen, alle blattgroß, einer farbig und signiert. Originalhalbpergamentband (Ludwig Vater, Jena).

Zweiter Druck der Burgart-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit dem siebten, farbigen Holzriss, einem Handabzug des Künstlers (Gesamtauflage 230). – Im Druckvermerk von Dichterin und Künstler signiert. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Werner Wittig (geboren 1930 in Chemnitz) studierte, gefördert durch den Direktor der Chemnitzer Kunstsammlungen Friedrich Schreiber-Weigand, an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, unter anderem bei Hans Theo Richter und Max Schwimmer. In den 1970er Jahren entwickelte er die Technik des Holzrisses. – Annerose Kirchner (geboren 1951) veröffentlicht seit 1974 Lyrik und Prosa. – Tadellos.

37,0 : 30,0 cm. [26] Seiten.

424  Burgart-Presse – Christa Wolf. Im Stein.

€ 500

Radierungen und Steindrucke Helge Leiberg. Rudolstadt und Gotha 1998. Mit zahlreichen teils doppelblattgroßen Farblithographien und Farbradierungen. Originalhalblederband mit farbig geprägtem Deckeltitel, im Originalschuber.

19. Druck der Burgart-Presse bzw. Elfter Druck der Edition Balance, Henry Günther. – Erste Ausgabe des 1994/95 entstandenen Textes. – Eins von 70 Exemplaren der Ausgabe C (Gesamtauflage 100). – Im Druckvermerk von Autorin und Künstler signiert. – Auf Velin »BFK Rives«. – Gerade die Kombination von flächigem Lithodruck und den feinlinigen, scharfgratigen Radierungen bilden im Zusammenspiel mit den kräftigen Farben ein reizvolles Künstlerbuch der beiden wichtigen Vertreter der DDR-Kunst und -Literatur. Helge Leiberg, geboren 1954, studierte in Dresden und gründete zusammen mit A. R. Penck eine Künstlerband. – Tadelloses Exemplar.

43,3 : 29,8 cm. [40] Seiten.

Isphording II, 114

425  Burgart-Presse – Ingo Cesaro. Den Himmel teilen.

€ 450

Rudolstadt 2000. Mit insgesamt 18 Farbholzschnitten von Konrad Schmid, davon drei Vignetten. Originalpappband mit Deckelillustration (Ludwig Vater, Jena). In Originalkassette.

23. Druck der Burgart-Presse. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe A, hier aber ohne den Extraholzschnitt (Gesamtauflage 70). – Von Dichter und Künstler im Druckvermerk signiert. – Ingo Cesaro »hat eigens für diesen Band 18 Senryu geschrieben (Dreizeiler in Anlehnung an die traditionellen japanischen Kurzgedichte), die in ihrer poetischen Verknappung und Konzentration adäquat mit den Grafiken von Konrad Schmid korrespondieren« (burgart-presse.de).

42,0 : 44,0 cm. [34] Seiten.

426  Burgart-Presse – Felix Martin Furtwängler. Schnitt in Zeit. Lautungen.

€ 750

Rudolstadt 2001. 16 mehrfarbige Papiercollagen in Passepartouts und Originalpappband. Zusammen in Originalpappkassette (Ludwig Vater, Jena). – Widmungsexemplar.

25. Druck der Burgart-Presse. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe A mit der Papierschnittfolge »Lautungen« (Gesamtauflage 94). – Mit späterer Widmung des Künstlers für den Vorbesitzer. – Die großformatigen Papierschnittcollagen wurden paarweise in Klapppassepartouts montiert: Links jeweils ein Schriftbild, rechts die figürlichen Darstellungen, die vom Künstler signiert wurden. – Auch das Kolophon des Begleitbuchs vom Künstler signiert und nummeriert. – Einmal mehr beweist Furtwängler mit dieser Edition, die durch die Originalarbeiten weit über den Begriff »Pressendruck« hinausreicht, den souveränen Blick auf Schrift und Typographie als Bildelemente. – Tadellos erhalten und sehr selten.

52 : 37 cm (Kassette), 30 : 21 cm (Collagen).

427  Burgart-Presse – Die Zehn Gebote.

€ 1200

Rudolstadt 2005–2009. Zehn signierte Graphik-Leporellos. Originaleinbände mit ROMA-Büttenpapierbezug und Blindprägung, jeder Band mit andersfarbigem Kordelschließband, zusammen mit Begleitheft im Original-Acrylglasschuber.

Erschienen innerhalb der Edition Burgart. – Jeweils eins von 50 Exemplaren, alle signiert, es wurden zudem zehn Künstlerexemplare gedruckt. – Begleitheft mit Text von Eugen Drewermann. – Von 2005 bis 2009 erschien halbjährlich eine Ausgabe. – Jeweils ein Künstler »illustrierte« eines der zehn Gebote: I. Felix Martin Furtwängler (Fünffarbiger Holzschnitt). – II. Steffen Volmer (Farblithographie). – III. Frank Eißner (Farbholzschnitt). – IV. Walter Sachs (Farbholzschnitt). – V. Helge Leiberg (Farbradierung). – VI. Uta Zaumseil (Farbholzschnitt). – VII. Wolfgang Henne (Farblinolschnitt). – VIII. Konrad Schmid (Linolschnitt). – IX. Moritz Götze (Serigraphie). – X. Klaus Süß (Holzschnitt). – Die vollständige Folge hier in dem seltenen Original-Acrylglasschuber, der in zu kleiner Auflage hergestellt wurde.

32,0 : 36,0 cm (Schuber).

428  Burgart-Presse – Die sieben Todsünden.

€ 900

Rudolstadt 2011–2014. Sieben Pop-up-Graphiken in Originaleinbänden mit farbig hinterlegtem Lasercut-Ausschnitt im Deckel (Ludwig Vater, Jena). Zusammen im Originalschuber mit farbigem Holzschnitt von Klaus Süß.

Erschienen innerhalb der Edition Burgart. – Jeweils eins von 50 Exemplaren, alle signiert, es wurden zudem zehn Künstlerexemplare gedruckt. – Sieben Künstlerinnen und Künstler wurden eingeladen, sich aus heutiger Perspektive mit den sieben Hauptlastern des Menschen zu befassen. Beginnend im Frühjahr 2011 erschien halbjährlich ein Buch, 2014 war die Edition abgeschlossen. – I. Völlerei. Franziska Neubert (Linolschnitt). – II. Wolllust – Klaus Süß (Holzschnitt). – III. Habsucht – Steffen Volmer (Linolschnitt). – IV. Zorn – Karl-Georg Hirsch (Holzschnitt). – V. Trägheit – Frank Eißner (Holzschnitt). – VI. Neid – Katharina Immekus (Linolschnitt). – VII. Hochmut – Felix Martin Furtwängler (Papierschnitt).

31,7 : 22,5 cm (Schuber).

429  Burgert Handpresse – Von dem Fischer un syner Fru.

€ 200

Ein Märchen. Nacherzählt von dem Maler Philipp Otto Runge. Berlin 1962. Mit acht meist blattgroßen Zinkätzungen von Hans-Joachim Burgert. Flexibler grüner Maroquinband.

Eins von 100 Exemplaren. – Auf Römerturm-Bütten. – »Gesetzt, mit Ätzungen versehen und gedruckt von Hans-Joachim Burgert«. – Der vierte bei Spindler verzeichnete Druck der 1962 in Berlin gegründeten Edition Burgert Handpresse. Die ersten Drucke setzte der Bildhauer und Typograph Hans-Joachim Burgert (geboren 1928) noch mit Bleitypen der von ihm geschnittenen »Burgert Forma«, spätere Drucke entstanden im Lichtsatz. – Runges Märchen hat großartige Künstler zu Illustrationen inspiriert, wir nennen hier Marcus Behmer und Gerhard Marcks. Burgerts Frühwerk behauptet sich neben diesen Großen mit seinem kraft- und zugleich humorvollen Auftritt.

22,7 : 17,3 cm. [28] Seiten.

Spindler 154.4. – Isphording 115

430  Circle Press – Thomas A. Clark. In the Open Air.

€ 200

Hommage to M Minnaert. Screenprints by John Christie. Guildford/Surrey, Circle Press 1982. Mit vier doppelblattgroßen Farbserigraphien. Vier Leporellobogen, lose in Originalleinenkassette.

Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter illustriert. – Sieben der acht Gedichte sind Erstdrucke. – Die Gesamtgestaltung des Buches lag bei dem 1945 in London geborenen Künstler John Christie. – Handsatz aus der Baskerville, gedruckt auf schwerem Somerset Velin.

25,7 : 21,8 cm. [64] Seiten. – Das erste Blatt leicht geknickt.

431  Circle Press – Gael Turnbull. As From a Fleece.

€ 200

Screenprints by John Christie. Guildford/Surrey, Circle Press 1990. Mit Farbserigraphien auf schwarzem Grund. Leporello in Originalumschlag mit Farbserigraphie.

Eins von 120 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Künstler und Dichter illustriert. – Die Dichtung des Schotten Gael Turnbull (1929–2004) wurde zuvor nur in Auszügen veröffentlicht. – Nicht nur durch das eigenwillige Querformat des Leporellos, auch durch die Anordnung von Text und der über alle Seiten »durchlaufenden« Serigraphie entstand ein außergewöhnliches Künstlerbuch.

20,2 : 29,5 cm. [24] Seiten. – Tadellos, in privatem Schuber.

432  Donkey-Press – Eduard Prüssen. Bibliokomik.

€ 200

18 Bändchen der Reihe. Köln 1991–2008. Mit zahlreichen Linolschnitten von Eduard Prüssen. Originalbroschuren mit verschiedenfarbigen Büttenumschlägen, jeweils mit dem Pressensignet als Linolschnitt.

Kleinformatige Bände (7,5 : 6,2 cm) in kleiner Auflage (80–100 Exemplare) erschienen, jeweils zur Frankfurter Buchmesse. – Jeder Band enthält eine Bildergeschichte zum Thema »Buch« in Linolschnitten des Pressendruckers und Verlegers Eduard Prüssen. Die Reihe erschien wohl seit 1985, 2008 druckte Prüssen den letzten Band »Nicht mehr auf der Buchmesse«, hier also vollständig seit 1991, als der Leipziger Vorbesitzer die Frankfurter Buchmesse besuchen durfte.

433  Edition Einstein – Else Lasker-Schüler. Ein Stern in meinem Schoß.

€ 450 ( R7 )

Sechs Liebesgedichte, verziert mit farbigen Collagen von Hans Witte. Hameln-Emmerthal 1996. Mit fünf Collagen im Buch und einer sechsten auf dem Vorderdeckel der Originalbroschur.

Eins von 20 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Gesetzt aus einem großen Schriftgrad der Tiemann Mediaeval, ergänzt mit anderen Typen, Klischees und Linien zu 22 Typographiken. – Gedruckt auf leichtem handgeschöpftem Bütten, die Deckel aus stark strukturiertem Paperwork-Bütten, mit Kordel geheftet. – 1989 gründete Hans Witte die Edition Einstein, zunächst mit einer Andruckpresse und einigen Holzlettern. Den Bestand vergrößerte er im Lauf der Jahre. Eine seiner Zielsetzungen ist es, klassische Texte der Literatur und experimentelle Typographie zu verbinden.

41,3 : 29,3 cm. 27 Blätter.

434  Eremiten-Presse – Ali Schindehütte. Hampelmännleins Koerperschule.

€ 300

Stierstadt [1962]. Mit 13 Linolschnitten und einem weiteren auf dem Umschlag. Originalwellpappeinband.

Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Mit eigenhändiger Signatur des Künstlers auf dem Vortitelblatt: »Waldschrabs 19. 9. 62 Hampelali«. – Auf Packpapier gedruckt. – Eine der frühesten eigenständigen Veröffentlichungen Schindehüttes. – Die Eremiten-Presse, 1949 von Victor Otto Stomps gegründet, verlegte im Laufe der Jahre zunehmend Bücher mit Graphiken bildender Künstler wie Günther Uecker, Otmar Alt, HAP Grieshaber, Ulrich Erben u. a. 2010 stellte der Verlag seine Tätigkeit ein. Albert Schindehütte (geboren 1939) war ab 1962 Mitglied der berühmten »Werkstatt Rixdorfer Drucke«. – Aus dem Nachlass des Hamburger Rechtsanwalts Otto Paulick, der einer der wichtigsten Mäzene der »Rixdorfer« war.

29,3 : 16,8 cm. [32] Seiten. – Rücken berieben und kleine Fehlstellen im Papier. – Sammlerstempel auf dem Vortitelblatt.

Spindler 1.175. – Reske 176

435  Axel Hertenstein – 12 Drucke der Harlekin-Presse.

€ 600 ( R7 )

Pforzheim 1968–1980. – 35 Drucke der Hertenstein-Presse. Pforzheim 1980–2008. – Mit zahlreichen, meist farbigen Linolschnitten und anderen Graphiken von Axel Hertenstein. Originalbroschuren.

Umfangreiche Sammlung von Drucken der 1967 vom schwäbischen Künstler Axel Hertenstein gegründeten Presse, die er 1980 aus rechtlichen Gründen umbenennen musste. – Von den 47 Drucken liegen, wenn erschienen, die seltenen Vorzugsausgaben (Auflagen je 10–40 Exemplare mit signierten Extragraphiken und Suiten) vor, weitere vier erschienen generell nur in sehr kleinen Auflagen (40–70 Exemplare), von den drei frühen Drucken (9, 12, 24) gab es keine Vorzugsausgaben (Auflagen 150–300). – Mindestens vom Künstler, häufig auch von den Autoren im Druckvermerk signiert. – Texte von Axel Hertenstein, Alexander Merz, Beat Brechbühl, Raymond Queneau, Joachim Ringelnatz, Theodor Körner, Robert Burns, Heinrich Heine, Joseph von Eichendorff, Brockes, Novalis, Eduard Mörike, Ludwig Harig, Friedrich Schiller, Franz Geerk u. v. a. – Mit beiden Festschriften zum 20. und 40. Jubiläum. – Viele Ausgaben entstanden als Handdrucke des Künstlers, Satz und Druck teils auch von Rolf Dettling. – Meist als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Alle tadellos.

Ca. 35 : 25 cm und 26 : 20 cm.

Spindler 89.5, 9, 12, 24, 27, 30, 32, 36, 37, 39–45, 48, 50, 51, 53, 55–57, 60, 63–65, 67, 74 und 84 sowie 17 weitere

436  Hundertdrucke Guido Hildebrandt – Vier Ausgaben der Reihe.

€ 600 ( R7 )

Duisburg 1965–1970. Mit zusammen 20 Originalgraphiken. Private Pappbände mit Roma-Büttenpapier-Bezügen und anthrazitfarben geprägten Titeln.

I. Kay Hoff. Skeptische Psalmen. Mit drei farbigen Radierungen von Friederich Werthmann. 1965. – III. Walter Aue. Memorandum. Gedichte von Berlin. Mit sieben signierten Holzschnitten von Bert Gerresheim. 1966. – VII. Käte Reiter. Ja und Nein. Mit drei signierten Farbserigraphien von Gerhard Wind. 1970. – VIII. Hans Peter Keller. Licht hinterm Schatten. Mit drei signierten Radierungen von Jochem Poensgen. 1970. – Je eins von 100 Exemplaren. – Druckvermerke von Autor und teils auch Künstler signiert. – Drei Ausgaben (außer III) mit dem beigelegten Hundertblatt, einer zusätzlichen Graphik, signiert und nummeriert.

Ca. 40 : 27 cm.

Spindler 157.1, 3, 7 und 8

437  Hundertdrucke Guido Hildebrandt – Theodor Weißenborn. Polyglott.

€ 200

Gedichte. Mit drei Farbradierungen von Wolff Buchholz. Duisburg 1979. Originalleinenband.

Hundertdruck XVI. – Eins von 100 Exemplaren, hier Nummer 1. – Jede Radierung signiert und datiert, das Buch von Autor und Künstler im Druckvermerk signiert. – Handsatz, gedruckt auf Velin d’Arches.

40,5 : 27,5 cm.

Spindler 157.16. – Isphording II, 514

438  Hundertdrucke Guido Hildebrandt – Ernst Meister. Schatten.

€ 150

Gedichte mit Zeichnungen des Autors. Duisburg 1973. Mit fünf signierten ganzseitigen Offsetlithographien nach Zeichnungen. Originalbroschur mit Japanpapierumschlag. Im Originalschuber.

Hundertdruck XVIII, Hundertbuch I. – Eins von 100 Exemplaren. – Vom Autor/Künstler auf dem Vortitelblatt signiert. – Typographie, Druck und Ausstattung von Klaus Ulrich Düsselberg. – Druck auf handgeschöpftem Japan Hosho Papier. – Guido Hildebrandt (1926–1977) veröffentlichte moderne Lyrik und sprachexperimentelle Kurzprosa, 1965 gründete er seine Edition in Duisburg. Nur 20 Titel erschienen in dem nach ihm benannten Duisburger Kleinverlag. Doch in diesen 20 Werken vereinigte der Wochenendverleger die »Creme de la Creme« der Poesie und der bildenden Kunst seiner Zeit. – Zwei weitere Hundertdrucke unter KatNr. 856 und 921.

40,0 : 27,4 cm. [44] Seiten.

Spindler 157.18

439  Knife Edge Press – Bruce McLean. Mel Gooding. Dream Work.

€ 450

London, Knife Edge Press 1985. 47 blatt- und doppelblattgroße Farbserigraphien von Bruce McLean. Originalpappband mit einer signierten Farbserigraphie als Umschlag. Im Originalschuber.

Erster Druck der Knife Edge Press. – Eins von 140 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – Auf Velin. – 1985 gründeten der Schriftsteller und Kunstkritiker Mel Gooding (geboren 1941) und der Bildhauer, Maler und Performance-Künstler Bruce McLean (geboren 1944) die »Knife Edge Press«, deren erstes Werk während eines Studienaufenthalts McLeans in Berlin entstand. – In leuchtenden Farben formatfüllend gedruckte Serigraphien dominieren das Buch. »Mclean’s work is characterised by big, bold imagery, full of vibrant colour, featuring favourite motifs such as ladders, hats, ties and heads. Against these are juxtaposed Gooding thoughtful, poetic but passionate texts. […] The book was inspired by the flamboyant and colourful livres d’artistes made by such visionaries as Miró, Matisse, Picasso and Braque.« (Giles Sutherland, Webseite Cooper Gallery Dundee, 2013).

42,0 : 31,3 cm. [64] Seiten.

440  Knife Edge Press – Bruce McLean. Mel Gooding. A Potato against a black Background. – Apropos the Jug.

€ 300

London 1988. Mit Originalarbeiten von Bruce McLean. Originalbroschuren, beide in privaten Kassetten.

Der vierte und fünfte Druck der Presse, je eins von 50 bzw. 60 Exemplaren, beide im Druckvermerk von Künstler und Verfasser signiert. – I. Zwölf ganzseitige Farbserigraphien, kombiniert mit Kartoffeldruck und Übermalungen. Auf Japanpapier, als Blockbuch gedruckt und mit Goldlitze gebunden, in dem originalen Jutesack. – II. Mit acht ganzseitigen und partiell kolorierten Prägedrucken. Originalbroschur. Das aparte Buch erschien anlässlich einer Keramikausstellung McLeans in s’Hertogenbosch. – Dazu: Bruce McLean. Keramik. Ausstellung Droysen-Keramikgalerie Kattrin Kühn, Berlin, 1992. Mit neun Farbtafeln und sechs Farbserigraphien. Lose in Originalhalbleinenmappe. Eins von 50 Exemplaren, vom Künstler signiert.

441  Knife Edge Press – Bruce McLean. Mel Gooding. A Vertical Balcony.

€ 300

A Real Gazebo. London 1990. 22 Serigraphien auf farbigem Karton, teils mit Collagen und Übermalungen. Originalhalbleinenband mit Glanzpapiercollagen.

Eins von 100 Exemplaren. – Im Druckvermerk von beiden Künstlern signiert. – Die Zeichnungen wurden in Schwarz auf verschieden farbige Kartonblätter serigraphiert, teils ergänzt mit farbigen Papiercollagen und Tuscheübermalungen. – Die Bildfolge entstand im Zusammenhang mit einer Balletperfomance McLeans, Mel Gooding verfasste dazu den knappen Text.

34,0 : 27,8 cm. [32] Seiten. – Tadellos.

442  Kaldewey Press – Light Years.

€ 600

Poestenkill. New York 1996. Mit acht doppelblattgroßen und meist zweifarbigen Metalldrucken von Gunnar A. Kaldewey. Lose Doppelblätter in Originalbüttenumschlag und grauer Originalchemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber (Judi Conant, Guildhall).

Kaldewey Press 12. – Eins von 45 Exemplaren (Gesamtauflage 42). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Künstler hatte während eines Aufenthaltes in der Rockefeller Foundation im norditalienischen Bellagio Aufnahmen des Weltraumteleskops Hubble gesehen und war von deren Ästhetik, aber auch dem Wissen um die »sichtbaren« Distanzen in unserem Universum fasziniert. Zurück in Poestenkill druckte er die in Metallplatten nachempfundenen Bilder in feuchtes Johannot-Velinpapier. Den doppelblattgroßen Bildern, bei denen einzelne Sterne farbig akzentuiert wurden, folgen Textseiten mit den Namen der sichtbaren Sterne, gedruckt in verschiedenen Farben.

44,0 : 33,5 cm. [40] Seiten.

von Lucius, S. 93. – Kat. WLB Stuttgart, S. 22

443  Kaldewey Press – Samuel Beckett. Quatre Poèmes · Four Songs.

€ 600

Compositions Bun-Ching Lam. Poestenkill, New York 1986. Mit sechs in Grün gedruckten Radierungen von Bun-Ching Lam. Grauer Originalbüttenpappband mit Blindprägungen, in schwarzer Originalkassette (Christian Zwang, Hamburg).

Edition Kaldewey 11. – Erste Buchausgabe. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 70). – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Das Buch auf Velin mit dem Wasserzeichen »Poestenkill Tower«. – Das letzte zu Lebzeiten Becketts erschienene Buch mit seinen vier Gedichten in Französisch und Englisch. Als Beckett das »ungewöhnliche, dreieckige Format des Buches sah, schmunzelte er und sagte: »We can use it as a weapon … as a weapon against the critics!« (zitiert nach Kat. WLB Stuttgart). – Die Radierungen der Komponistin zeigen Ausschnitte aus der Notenpartitur. Die beiliegende Single mit einer Aufnahme der Vertonungen.

39 : 40 cm. [28] Seiten.

Von Lucius, S. 169. – Kat. WLB Stuttgart 36. – Dubansky/Strauss 105. – Spindler 168.17

444  Kaldewey Press – Pablo Neruda. 20 Poemas de Amor y 1 Canción desperada.

€ 600

Ilustrado por Kim Keever. Poestenkill, New York 1989. Mit 25 Farblinolschnitten, teils ganzseitig, davon ein dreiteiliger als Titelbild. Gelb-grüner Originalpappband mit Japanpapierbezug und Deckelschild (Christian Zwang).

Edition Kaldewey 15. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 70). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die Gedichte und die illustrierenden Linolschnitte wurden auf weißes Hadernpapier gedruckt, dessen Breite von Gedicht zu Gedicht zunimmt und erst mit der letzten Dichtung das Buchformat erreicht. – Zusammen mit den Zwischentitelblättern ergibt sich ein Buchfächer, der mit einem auf drei Bogen Transparentpapier gedruckten Linolschnitt eröffnet wird. – »Eine der umfangreichsten Produktionen der Presse, welche über 10 000 Druckgänge benötigte. Mit den farbenprächtigen, kraftvollen Illustrationen von Kim Keever zugleich eines der erfolgreichsten Bücher der Presse« (Gunnar A. Kaldewey).

43 : 56 cm. [106] Seiten. – Ohne Chemise und Schuber, aber durch Kartonumschlag geschützt und tadellos erhalten.

von Lucius, S. 185. – Kat. WLB Stuttgart 40. – Dubansky/Strauss 83 (Abb.) und 107

445  Kaldewey Press – The Song of Songs.

€ 1200

(hebräisch). Poestenkill, New York 1990. Mit zehn farbigen Papiergüssen von Gunnar Kaldewey. Originalkalblederband, mit roter Farbe bemalt und einem geätztem Titelschild aus Sterlingsilber. In grauer Originalpappchemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber (Thomas Zwang, Hamburg).

Edition Kaldewey 16. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe in bemaltem Leder (Gesamtauflage 55). – Der hebräische Text wurde aus der Frank-Ruehl-Type gesetzt, die für die Ausgaben des Salman Schocken Verlages entstanden war. Das schmale Buchformat und die rote Farbe der Einbandbemalung der Luxusexemplare sind eine Reminiszenz Kaldeweys an Harry Graf Kesslers Ausgabe des Hohen Liedes in der Cranach Presse. – Gedruckt auf handgeschöpftem Hadernpapier, die englische Übersetzung in Rot auf Transparentpapier. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

50,4 : 23,8 cm. [32, 8] Seiten.

von Lucius, S. 189. – Kat. WLB Stuttgart 41. – Dubansky-Strauss 107

446  Kaldewey Press – Paul Celan. Sand aus den Urnen.

€ 900

An Artist Book by Mischa Kuball. Poestenkill, New York 1994. Mit 13 Acrylübermalungen auf Blindprägungen. Schwarzer Originalpappband mit Deckelschild (Craig Jensen, Austin/Texas). In Originalchemise und -schuber.

Edition Kaldewey 22. – Eins von 50 Exemplaren (Gesamtauflage 65). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Text wurde auch in Braille-Schrift auf graues Papier geprägt. – Zweiter Band des langjährigen Celanprojektes.

28 : 28 cm. [60] Seiten, 2 Textblätter aus Transparentpapier (Titel und Druckvermerk).

Von Lucius, S. 209. – Kat. WLB Stuttgart 47. – Dubansky/Strauss 108

447  Kaldewey Press – Jalal Al-Din Rumi. Nai Nameh. The Song of the Reed.

€ 450

Poestenkill, New York 2001. Mit zwölf ganzseitigen Prägedrucken, zehn nach der arabischen Kalligraphie von Mohamed Zakariya und zwei nach Radierungen von Gunnar Kaldewey. Schwarzer Originalpappband mit gelbem Deckelschild (Thomas Zwang, Hamburg). In der grauen Originalchemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber.

Edition Kaldewey 33. – Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 36). – Gedruckt auf, besser »in« gelbes Chinapapier, als Blockbuch gebunden. – Am Ende des arabischen Textes vom Kalligraphen, die letzte Radierung vom Künstler signiert. – Der berühmte Text wird auch als »Koran der persischen Poesie« bezeichnet (Kat. WLB). – »The first Arab book by Kaldewey […] is the press’s second monochrome book. The text, written diagonally by the master calligrapher Mohamed Zakariya, has been transferred to etching plates by Didier Mutel at the Imprimerie National in Paris and printed blind at Poestenkill, allowing the beauty of the play of light and shadow on the pale yellow Chinese sutra paper. Kaldewey’s etchings – interpreting the dervish’s dances – and the colophon page have also been printed in blind, complementing the engaging conceptual and visual restraint of this project« (von Lucius). – Mit der englischen Nachdichtung von A. J. Arberry als Beilageblatt.

34,0 : 34,0 cm. [16] Seiten. – Die beiden letzten Blätter mit leichter vertikaler Knickfalte.

von Lucius, S. 247. – Kat. WLB Stuttgart, S. 57

448  Kaldewey Press – The Creation of the World as told by the Quiche Maya.

€ 400

Poestenkill, New York 2003. Mit Vignetten von Gunnar Kaldewey. Leporello in grüner Originalleinenkassette mit goldgeprägten Titeln (Judi Conant, Guildhall).

Edition Kaldewey 37. – Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 35). – Im Druckvermerk vom Verleger signiert. – Das Papier des zwölfseitigen, einseitig bedruckten Leporellos wurde aus der Rinde wilder Feigenbäume hergestellt. Gunnar Kaldewey entwarf, inspiriert von alten Maya-Malereien, drei Vignetten, die auf Titel und Druckvermerkseite bzw. vielfach wiederholt an Ober- und Unterrand der Textseiten verwendet werden. Der transkribierte Maya-Text wurde von Hand gesetzt und in Braun gedruckt. Eine englische Übersetzung von Delia Goetz und Sylvanus G. Morley liegt bei. – Selten.

39,8 : 20,2 cm. [12] Seiten, 1 Blatt.

von Lucius, S. 261

449  Kaldewey Press – Giuseppe Ungaretti. Il taccuino del vecchio.

€ 450

Poestenkill, New York 2005. Mit sieben ganzseitigen farbigen Radierungen von Gunnar Kaldewey. Originalpappband mit blaugestreiftem Kozopapierbezug. In der grauen Originalchemise mit silbergeprägtem Rückentitel und Schuber (Thomas Zwang, Hamburg).

Edition Kaldewey 42. – Eins von 30 Exemplaren (Gesamtauflage 37). – Mit Widmung Kaldeweys »Für Henning 12|12|2005 in alter Verbundenheit«. – Das Ungaretti-Gedicht, gesetzt aus der Helvetica, und die im Zuckeraussprengverfahren entstandenen Radierungen wurden in Blau auf blütenweißes Velin von Johannot gedruckt, sieben Zwischenblätter aus dunkelblauem Kozo-Papier lassen das elegante Dunkelblau in dem edlen Buch dominieren.

33,5 : 25,5 cm. [40] Seiten. – Schuberrückseite mit kleinen Farbflecken.

von Lucius, S. 277

450  Kaldewey Press – Paul Celan. Gegenlicht.

€ 1500

With nine Laser Drawings by Mischa Kuball. Poestenkill, New York 2012. Mit neun Laserschnitt-»Zeichnungen« im Text. Grauer Originalwildlederband mit gelbem, blindgeprägtem Deckelschild (Thomas Zwang, Hamburg). In grauer Originalchemise mit goldgeprägtem Rückentitel und Schuber.

Kaldewey Press 77. – Eins von zehn Exemplaren der Deluxe-Ausgabe (Gesamtauflage 50), die neben den geschnittenen weißen Textblättern folgende Extras enthält: Zwei Temperamalereien auf gelbem Karton, beide mit Laserschnitt, beide signiert und datiert, und fünf weiße Blätter ohne Text aber mit zusätzlichen Laserschnitten. – Für die Vorsätze wurde braunes Hadernpapier verwendet. – »This is the third and last part of our big Celan project, to illustrate ›Mohn und Gedächtnis‹ by the conceptual artist Mischa Kuball over a period of 28 years« (Gunnar Kaldewey). – Tadellos und erwartungsgemäß selten.

38,0 : 28,0 cm. [20 und 7] Blätter.

Bennington Catalogue, S. 18