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Lot 501 – 550 | Hesse-Auktionen
Lot 501 – 550

501  Wassily Kandinsky – Hans Konrad Roethel. Kandinsky. Das graphische Werk.

€ 300

Köln, DuMont Schauberg 1970. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalleinenband mit Schutzumschlag und Schuber.

Eins von 1500 Exemplaren. – Das bis heute maßgebliche Werkverzeichnis der Graphik. – Verzeichnet 203 Arbeiten, alle mit Abbildung. – Tadellos erhalten.

29,8 : 27,8 cm. XXIX, 504 Seiten. Mit mehr als 200 Abbildungen. – Schutzumschlag mit Einriss.

502  Erich Klossowski – Julius Meier-Graefe. Orlando und Angelica.

€ 1200

Ein Puppenspiel in zehn Akten. Mit Lithographien von Erich Klossowski. Berlin, Paul Cassirer 1912. Mit zwei signierten Aquarellen, 72 Kreidelithographien, davon zehn farbige Zwischentitel, 60 Textillustrationen, davon zwei farbig, Titel und Titelvignette. Hellbeiger Originalsaffianlederband mit reicher Vorderdeckel- und Rückenvergoldung, Innenkantenbordüren, Deckelfileten und Kopfschnitt ebenfalls vergoldet (signiert: Bremer Binderei).

Erste Ausgabe. – Eins von zehn Luxusexemplaren, gedruckt auf Japanpapier und mit zwei beigelegten signierten Aquarellen (Gesamtauflage 634). – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Die farbigen Lithographien mit den Porträts von Orlando und Angelica, die Klossowski für den Umschlag der Broschurausgabe gezeichnet hatte, wurden für die luxuriös gebundenen Vorzugsexemplare als Vorsatzpapier verwendet. – Nach einem Puppentheaterstück, das Julius Meier-Graefe und Erich Klossowski gemeinsam im Jahr 1911 im Teatro Stella Cerere in Neapel gesehen haben, das wenig später durch einen Brand zerstört wurde. Meier-Graefe schrieb 1912 an Samuel Fischer: »Klossowski und ich sind im vorigen Herbst zusammen in Neapel gewesen und sahen dort Vorstellungen der alten Marionettentheater … Die Puppen sind fabelhaft. [Den] Text habe ich sehr frei übertragen [und er] ist nun in ganz fabelhafter Weise von Klossowski illustriert worden. Ich glaube nicht, daß Sie so etwas von Klossowski gesehen haben. Er ist nach meiner Ansicht, die nicht allein steht, der bei weitem talentvollste unter den jungen Deutschen […]«. – Bei den Luxusexemplaren, die in der damals noch von Peter A. Demeter geleiteten Werkstatt gebunden wurden, ziert der degenschwingende Orlando gleich dreißigmal die Deckelränder und »beschützt« das in der Mitte als Vignette verwendete Bild der Angelica. – Schönes Exemplar der sehr seltenen Luxusausgabe.

40,0 : 31,5 cm. [12], 133, [5] Seiten. 2 Zwischentitel nicht in die Paginierung eingeschlossen. Die beiden Aquarelle in Passepartouts beigelegt. – Deckelkanten leicht berieben, Einbandränder minimal verfärbt, Hinterdeckel leicht fleckig.

Feilchenfeldt/Brandis 144.A

503  Edward Knoblauch [später: Knoblock]. Der Faun.

€ 300

Eine Komödie in drei Akten. Unverkäufliches Manuskript. Wien und Berlin, Comœdia 1913. Originalleinenbroschur mit Deckelschild.

Wohl erste Ausgabe. – Der Dichter wurde 1874 als Sohn deutscher Eltern in New York geboren. 1911 erschien sein wohl bekanntestes Stück »Kismet«, das mehrfach verfilmt wurde und dem erfolgreichen Musical von 1953 als Vorlage diente. Auch »Milestones« (1912) wurde zu einem Kassenschlager der Londoner Theater.

20,0 : 13,8 cm. 146, [2] Seiten. – Einband beschabt. – Ränder gebräunt, unten teils leichter Wasserrand, das letzte Blatt lose.

504  Alois Kolb – Homer. Odyssee,

€ 400

übersetzt von Johann Heinrich Voß. Mit 24 Originallithographien von Alois Kolb. Frankfurt am Main, Frankfurter Verlagsanstalt 1920. Mit 24 Lithographien sowie 24 figürlichen Initialen und zehn Textvignetten. Brauner Saffianlederband mit blindgeprägter Deckelvignette und rot-goldenem Rückenschild; Kopfschnittvergoldung.

Zweiter Frankfurter Liebhaberdruck. – Eins von 140 Exemplaren der Vorzugsausgabe in größerem Format und mit den Lithographien auf Bütten. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der unsignierte Einband könnte nach Vergleichsexemplaren aus der Fikentscher-Werkstatt stammen.

30,0 : 23,5 cm. 380, [4] Seiten. – Vorsatzränder etwas leimschattig.

Rodenberg 388. – Sennewald 20, 2

505  Alfred Kubin – Otto Julius Bierbaum. Samalio Pardulus.

€ 300

Mit zwanzig Bildbeigaben von Alfred Kubin. München und Leipzig, Georg Müller 1911. Mit 20 Lichtdrucken nach Federzeichnungen. Bordeauxroter Originalmaroquinband mit reicher Vergoldung (Hübel & Denck, Leipzig).

Erste Ausgabe. – Exemplar der Vorzugsausgabe in Ganzleder (Gesamtauflage 600). – Auf Van Gelder-Bütten. – Einbandentwurf von Paul Renner.

25,4 : 19,8 cm. 44, [6] Seiten, 20 Tafeln. – Einband ganz leicht berfärbt.

Marks A 12 (nennt 100 Vorzugsexemplare). – Raabe 35

506  Alfred Kubin – Der Dichter und das Buch.

€ 800

Herausgegeben von Karl Schönberg und Emil F. Tuchmann. Berlin 1930. Mit einer signierten Titellithographie von Alfred Kubin. Roter geglätterer Maroquinband mit vergoldeten und versilberten Fileten und schwarzen Lederapplikationen. Im Halbleinenschuber.

Eins von wenigen Exemplare auf Japanpapier, 300 wurden auf Van Gelder-Bütten gedruckt. – Herausgegeben anlässlich des 25jährigen Bestehens des Berliner Bibliophilen-Abends zum 15. März 1930. – Anthologie mit Beiträgen von Gottfried Benn, Jakob Haringer, Max Hermann-Neiße (Erstdrucke), Hermann Hesse, Arno Holz (Erstdruck), Karl Kraus, Else Lasker-Schüler, Heinrich Lautensack, Oskar Panizza, Rainer Maria Rilke, Joachim Ringelnatz, Robert Walser, Paul Zech (Erstdruck) u. a. – Aus der Kubin-Sammlung von Abraham Horodisch mit dessen Exlibris. – Die Kubin-Lithographie wurde von Otto Felsing auf der Pan-Presse gedruckt. – Die Existenz dieser »Vorzugsausgabe« blieb den Kubin-Bibliographen unbekannt. – Sehr selten.

28,4 : 18,6 cm. [3]–58, [4] Seiten, so aber vollständig.

Marks 121. – Raabe 402. – Horodisch 165. – Deutsche Bibliophilie S. 104

507  Max Liebermann – Theodor Fontane. Effi Briest.

€ 2500

Roman. Mit Steinzeichnungen von Max Liebermann. Berlin 1926. Mit 21 Lithographien im Text, davon drei blattgroß und die erste signiert. Originalpergamentband mit reicher Vergoldung und Kopfgoldschnitt (Hübel & Denck, Leipzig).

Erste Ausgabe mit diesen Illustrationen. – Eins von 325 Exemplaren. – Jahresgabe der Maximilian Gesellschaft 1926/27. – Max Liebermann schuf eigens für diese Edition die 21 Lithographien. – Satz aus der Walbaum-Fraktur, Textdruck bei der Officina Serpentis, Druck der Lithographien bei W. Lassally, beide Berlin. – Auf Zanders-Bütten mit dem Wasserzeichen der Maximilian-Gesellschaft. – Einbandentwurf von Marcus Behmer. Dieser hatte sich nach der Anfrage der Maximilian-Gesellschaft sogleich überaus erfreut geäußert. Den schließlich realisierten Entwurf mit vergoldeten Weinranken, Kreuz und Schmetterling erläuterte er dem Schriftführer der Gesellschaft, Fritz Homeyer, zusammen mit vielen Details zu Herstellungsfragen und -kosten in mehreren Briefen (vgl. Philobiblon 1929, Heft 8, Seiten 293ff.). – 1912 wurde die Maximilian-Gesellschaft gegründet – als eine »Stätte, an der es [das deutsche Buch] in einem ausgewählten Kreis von Kundigen und Freunden, unberührt von literarischen und künstlerischen Tagesmeinungen und losgelöst vom Markt, die liebevolle Pflege findet«. In den Folgejahren erhielten die Mitglieder teils aufwäfndige Jahresgaben, Höhepunkte bildeten dabei Kleists »Prinz von Homburg« im Enders-Einband (1913), Schillers »Wallenstein« als Druck der Pan-Presse (1914/1915), die vierbändige Ausgabe der Gedichte von Goethe (1924/1925) und die vorliegende Ausgabe von Fontanes bekanntestem Roman. – Tadellos schönes Exemplar, in dieser Erhaltung sehr selten.

27,5 : 19,7 cm. [12], 313, [5] Seiten. – Leere Vorsatzblätter vorn und Vortitelblatt mit kleinem Fleck, hinteres Vorsatzblatt mit kleinem restaurierten Einriss.

Achenbach 117–137. – Rodenberg 518. – Deutsche Bibliophilie 1898–1930, S. 121. – Schauer II, 43. – Backe/Köppen, Officina Serpentis 126. – Rasch I, 4637

508  Werner Lürmann. Vier Erstausgaben, davon ein Widmungsexemplar.

€ 250

1922–1930.

I. Erdenlose Sehnsucht. Gedichte. Kassel, Edda 1922. Originalpappband. – II. Das hirtenhafte Lied. Leipzig, Bruno Volger 1922. Originalbroschur. Mit eigenhändiger Widmung des Verfassers »Der lieben Elsa Leist – Bremen in Aufrichtigkeit«, der Hinweis auf das vorherige Werk (»Vom selben Verfasser«) geändert in »Endlose Sehnsucht«. – III. Der unendliche Abschied. Leipzig, Xenien 1928. Originalpappband. Besitzvermerk Leist. – IV. Wanderschaft. Gedichte. Berlin, Romantik-Verlag 1930. Originalbroschur. – Werner Lürmann (1897–1958) war ein Fabrikbesitzer in seiner Heimatstadt Iserlohn. Er veröffentlichte fünf kleine Sammlungen seiner meist romantischen Gedichte, wohl alle nur in kleinster Auflage.

Ca. 19 : 13 cm. – Ränder von II und Rücken von III gebräunt.

Lexikon Westfälischer Autor/Innen (online)

509  [Vladimir Majakovskij]. 150.000.000.

€ 900 ( R7 )

(russisch). Moskau, Gosudarstvennoje Isdatelstvo 1921. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Anonym erschienene Gedichtsammlung des bedeutenden russischen Avantgarde-Dichters, die im Widmungsgedicht auf die Macht der Massen Bezug nimmt. – 1920 hatte er u. a. die USA und Europa bereist. – Sehr gut erhalten.

18,0 : 13,5 cm. 70, [2] Seiten. – Am Ende längere Bleistiftnotizen in russischer Sprache.

Rowell/Wye 354/355

510  Heinrich Mann. Die Göttinen

€ 500 ( R7 )

oder die drei Romane der Herzogin von Assy. [Drei Bände:] Diana, Minerva, Venus. München, Albert Langen 1903. Weiße Originalkalikobände mit Kopfschnittvergoldung und farbig variierter Deckelillustration von Théophile A. Steinlein.

Erste Ausgaben. – »Kulturkritisches Panorama der europäischen Aristokratie, die in einem glanzvollen Maskenspiel das Bewußtsein ihres zunehmenden Verfalls zu betäuben sucht. […] Das Werk, das mehr als nur in formaler Hinsicht ein Gegenstück zu den ›Buddeenbrooks‹ des Bruders Thomas darstellt, begründete den Ruf Heinrich Manns als eines artistischen ›Dichters der Moderne‹: bis zum Ersten Weltkrieg beeinflußte es die zeitgenössischen Schriftsteller stark, unter ihnen vor allem Gottfried Benn« (KLL). – Sehr gut erhaltene Exemplare.

18,5 : 13,0 cm. [8], 341, [3]; [8], 335, [1]; [8], 318, [2] Seiten. – Vortitel mit Stempel.

Zenker 1.8.1. – KLL V, 4019

511  Thomas Mann. Buddenbrooks.

€ 7500 ( R7 )

Verfall einer Familie. Roman. Zwei Bände. Berlin, S. Fischer 1901. Grüne Originalkalikobände mit schwarzen Jugendstilornamenten und goldgeprägten Rücken- und Deckeltiteln (Entwurf A. Schäffer).

Erste Ausgabe, erschienen in einer Auflage von 1000 Exemplaren, meist als Broschur ausgeliefert, zum Teil in Leineneinbänden in unterschiedlichen Farben. – Einer der bedeutendsten Romane der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts und zugleich die erste umfangreiche Veröffentlichung des jungen Thomas Mann, durch welche er schlagartig weltberühmt wurde. – Samuel Fischer hatte Ende 1897, also schon vor Erscheinen der Novellensammlung »Der kleine Herr Friedemann«, an Thomas Mann geschrieben, »ich würde mich aber freuen, wenn Sie mir Gelegenheit geben würden, ein grösseres Prosawerk von Ihnen zu veröffentlichen, vielleicht einen Roman, wenn er auch nicht zu lang ist«. Im Juli 1900 war »jenes bedenklich angeschwollene Manuskript, […] das ungeheuer viel mehr Raum (und Zeit) in Anspruch« genommen hatte, als sich der Autor träumen ließ, abgeschlossen. Fischer zweifelte am Erfolg eines so umfangreichen Textes (»Ein Roman von 65 engbedruckten Bogen ist für unser heutiges Leben fast eine Unmöglichkeit«). Nachdem Thomas Mann das Ansinnen, das Buch auf die Hälfte zu kürzen (»dieses Bubenstück von einer Zumutung«) abgelehnt hatte, folgte Fischer den Argumenten des Dichters und seines Lektors und ließ Anfang 1901 zögerliche 1.000 Exemplare drucken. Der Roman wurde, Fischers Bedenken zum Trotz, von Kritik und Publikum begeistert aufgenommen und das Werk erlebte in rascher Folge wachsende Nachauflagen. Die Erstausgabe aber zählt aufgrund der verlegerischen Zurückhaltung und ihrer Bedeutung für die deutsche Literaturgeschichte zu deren gesuchten Seltenheiten.

18,3 : 12,5 cm. 566, [2]; 539, [1] Seiten. – Kanten schwach berieben, Rücken minimal verfärbt. – Innengelenk von I vorn im Falz gebrochen, hinten angeplatzt.

Potempa D 1.1. – Pfäfflin 69 (dort ockerfarbene Variante). – Haack-Atlas S. 20/21. – Fischer-Verlag Kat. Marbach S. 121ff. (von dort auch alle obigen Zitate)

512  Thomas Mann. Buddenbrooks.

€ 1200

Verfall einer Familie. Roman. 2. Auflage. [Erster und] Zweiter Band. Berlin, S. Fischer 1903. Zwei schwarze Originallederbände, Rückentitel, Verlagssignet auf den Vorderdeckeln und Kopfschnitt vergoldet.

Sehr seltene zweibändige Ledervariante. – Nach dem großen Erfolg des Romans, von dem Samuel Fischer 1901 nur zögerliche 1000 Exemplare hatte drucken lassen, erschienen ab 1903 in schneller Folge Nachauflagen, bei denen beide Teile in der Regel in einen Band zusammengebunden wurden. Potempa vermerkt: »Einzelexemplare […] auch als zweibändige Ausgabe ermittelt, in Leder gebunden, mit goldgeprägtem Verlagssignet auf dem Buchdeckel«. – Das selten verwendete Fisch-Signet, das auf den Vorderdeckeln goldgeprägt prangt, entwarf Emil Rudolf Weiß. Als Verlagssignet durchgesetzt hat sich aber Otto Eckmanns netzziehender Fischer.

18,2 : 12,0 cm. IV, 566; 539, [5] Seiten. – Minimal berieben, am unteren Kapital mit kleinem Einriss. – Vorsatz- und Titelblätter mit Stempel, Vorsätze mit handschriftlichem Besitzvermerk und Lesenotizen.

Potempa D 1.2. – Pfäfflin 80

513  Thomas Mann. Tristan.

€ 750

Sechs Novellen. Sechste Auflage. Berlin, S. Fischer 1906. Blauer Originalleinenband mit Bordüren in Olivgrün und goldgeprägten Titeln. Kopfschnitt vergoldet. – Signiertes Exemplar.

Vortitelblatt signiert: »Thomas Mann | Wien, November 1908«. – Vom 24.–29. November 1908 hielt sich Thomas Mann in Wien auf und traf dort Jakob Wassermann, Arthur Schnitzler, Hugo von Hofmannsthal und dessen Gattin. – Die Einbandgestaltung stammt von A. Schäffer und wurde auch für andere Ausgaben benutzt.

18,5 : 12,5 cm. [8], 264 Seiten. – Minimal bestoßen. – Schnitt, die ersten und letzten Blätter leicht stockfleckig.

Potempa B 2. – Vgl. Pfäfflin 69

514  Thomas Mann. Königliche Hoheit.

€ 1500

Roman. Berlin, S. Fischer 1909. Halblederband mit eingebundenem illustrierten Originalvorderumschlag. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung »Herrn Maurice Muret mit den verbindlichsten Grüßen vom Verfasser. Bad Tölz, Oktober 1909«. – Im Sommer war Thomas Mann in das neu erworbene Sommerhaus in Bad Tölz gereist und hielt sich dort bis Ende Oktober auf. Im Oktober erschien der zweite Roman des Dichters, einige Autorenexemplare wurden noch in Bad Tölz dediziert und verschickt. Der Schweizer Schriftsteller Maurice Muret (1870–1954) hatte 1906 eine Abhandlung zur zeitgenössischen deutschen Literatur veröffentlicht. – Die ornamentale Umschlaggestaltung stammt von Karl Walser.

19,8 : 13,5 cm. 475, [5] Seiten. – Rücken etwas berieben. Vorderumschlag etwas gebräunt und mit leichten Randläsuren. Unbeschnitten.

Potempa D 2.2. – Badorrekt-Hoguth B 59.1

515  Thomas Mann. Königliche Hoheit.

€ 300

Roman. Neunzehnte Auflage. Berlin, S. Fischer 1910. Pergamentband mit braun-goldenem Rückenschild und Kopfschnittvergoldung (signiert: Carl Sonntag jun. Leipzig).

Von einem der führendsten Buchbinder seiner Zeit in zeitlos eleganter Art gebunden. Grau-grün marmorierte Vorsatzpapiere. – Sehr gut erhalten.

19,5 : 12,8 cm. Seiten [3]-475, [1]. – Die leeren Vorblätter entfernt.

Potempa D 2.2

516  Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

€ 800

Buch der Kindheit. Wien, Leipzig und München, Rikola 1922. Mit sechs signierten Farblithographien von Oskar Laske. Hellblauer Pappband mit montiertem Originaltitelschild.

Erste Ausgabe des ersten Buches. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit Signatur des Autors und den signierten Lithographien (Gesamtauflage 500). – Der Roman, der letztlich unvollendet blieb, erschien erst 1954. Die erste Anregung zum Stoff soll Thomas Mann bereits 1905 durch die deutsche Ausgabe der Erinnerungen eines rumänischen Hochstaplers erhalten haben. Er begann etwa 1910 mit ersten Niederschriften, aus der ein Bruchstück 1911 im Almanach des S. Fischer-Verlages abgedruckt wurde. – Gedruckt bei Mandruck, München, auf chamoisfarbenem Bütten.

30,7 : 24,7 cm. 65, [3] Seiten, 6 Lithographien. – Rücken minimal aufgehellt.

Potempa D 12.1

517  Thomas Mann. Joseph in Ägypten.

€ 900

Roman. Wien, Bermann-Fischer 1936. Originalleinenband, Rückenverzierung und Deckelvignette goldgeprägt. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Der dritte Joseph-Roman erschien innerhalb der »Gesammelten Werke«. – Auf dem Vorsatzblatt eigenhändige Widmung »Herrn Dr. Ernst Hammerschlag sein dankbarer Patient | Küsnacht 18. X. 36 | Thomas Mann«. – Den »Wiener Arzt« Dr. Ernst Hammerschlag, der damals in Le Lavandou an der Côte d’Azur praktizierte, hatte Thomas Mann im September 1936 während eines Aufenthalts im nahen Aiguebelle kennengelernt. Am Vortag der Widmung notierte Thomas Mann in sein Tagebuch »Tat die drei Bände des »Joseph« für Dr. Hammerschlag zusammen«.

18,8 : 12,5 cm. 752, [4] Seiten. – Innengelenke restauriert.

Potempa D 6.1

518  Thomas Mann – Exiled Author honored at Yale.

€ 600

Fotografie (Vintage, Silbergelatine). 1938. 14,1 : 26,5 cm (16,9 : 27,0 cm).

Die Fotografie entstand am 22. Juni 1938 in der Woolsey Hall der Yale University anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde. – Blick über das Auditorium auf die Bühne. Dort steht – mit dem Rücken zum Publikum – Thomas Mann, im Begriff von Charles Seymour, dem Präsidenten der Universität, die Urkunde zu erhalten. – Rückseitig mit Copyright-Stempel »International News Photos New York«, einem Eingangsstempel »Received Examiner Reference Library June 25, 1938« und einem Aufkleber mit dem Pressetext.

Minimale Knickfalten, unten kleine Beschädigung der Bildschicht.

519  Thomas Mann – A Mother’s Welcome. Mrs. Thomas Mann | Monica Lanyi.

€ 450

Fotografie (Vintage, Silbergelatine). 1940. 24,6 : 19,7 cm.

Pressefoto von Katia Mann und Tochter Monika. – Rückseitig mit Namensstempeln, dem Eingangsstempel der »Reference Library Oct 30 1940« und einem aufgeklebtem Pressetext. – Entstanden am 28. Oktober 1940 im Hafen von New York. Monika, die Tochter von Thomas und Katia Mann hatte am 20. März 1939 den ungarischen Kunsthistoriker Jenö Lányi geheiratet. Ihr Schiff wurde auf der Reise von Schottland nach Kanada von einem deutschen U-Boot versenkt. Ihr Ehemann ertrank, Monika wurde, nachdem sie sich 20 Stunden an eine Holzplanke geklammert hatte, gerettet und zunächst nach Schottland gebracht. Thomas Mann notierte in sein Tagebuch: »in Erwartung der armen kleinen Witwe, die in kläglichem Zustande eintraf und zu Bette gebracht wurde. Erbarmen.« Einen Tag später schrieb er an Lion Feuchtwanger, sie käme »mit ertöteten Händen […] ohne auch nur einen Rheumatismus, einen Schnupfen auch nur davonzutragen. Es ist übernatürlich.« – Dazu: R. Schlauch-Simonet. Zwei Porträtfotografien von Thomas Mann. Vintages, Silbergelatine. 1955. 15,0 : 10,5 cm. Beide rückseitig mit dem Copyright-Stempel des Kilchberger Fotografen. – I. Stehend in seinem Haus vor Notenständer und Publikum. Laut TM-Archiv entstand die Aufnahme bei seinem 80. Geburtstag am 6. Mai 1955. – II. Stehend mit Hut und Mantel.

520  Thomas Mann. Der Zauberberg.

€ 450

Roman. I [und] II. Verbilligter Sonderdruck für deutsche Kriegsgefangene. Stockholm, Bermann-Fischer 1945. Gelbe Originalbroschuren.

Erschienen in der Bücherreihe »Neue Welt« als Bände 14 und 15. – Mit dem Zensur-Stempel des Kriegsgefangenenlagers Fort Getty auf den Vortitelblättern. – Das Vorwort »Einführung in den Zauberberg für Studenten der Universität Princeton« stammt von Thomas Mann selbst. – Die gelben Umschläge gestaltete Brigitte Bermann-Fischer, die Tochter des ersten Thomas Mann-Verlegers Samuel Fischer. – Die insgesamt 24 Taschenbuchausgaben wurde zum ersten Mal das Lumbeck-Bindeverfahrenund die Verkleinerung der Satzbildvorlagen praktiziert.« (Friedrich Pfäfflin). – Trotz sicher hoher Auflage durch Art der Verwendung und Zeitläufe selten geworden.

16,3 : 10,8 cm. Seiten [V]–XXVI, 521, [1]; [4], 572 Seiten. – Umschläge leicht berieben und die Rücken etwas knittrig.

Potempa D 3.12. – Vgl. Pfäfflin, 100 Jahre S. Fischer Verlag S. 155

521  Thomas Mann. Lotte in Weimar.

€ 1200

Roman. 13.–17. Auflage. Stockholm, Bermann-Fischer 1946. Brauner Originalleinenband mit der goldgeprägten TM-Vignette von Hugo Steiner-Prag, Originalschutzumschlag. – Widmungsexemplar.

Innerhalb der Stockholmer Gesamtausgabe. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung »To Miss Elizabeth Wilkenson very glad to have made her aquaintance | London, 20. May 1948 | Thomas Mann«. – Elizabeth M. Wilkinson hatte 1944 eine englisch kommentierte Ausgabe von »Tonio Kröger« herausgegeben. – Bei der Jahreszahl unterlief Thomas Mann ein Schreibfehler, schrieb man doch das Jahr 1947 (vgl. auch eine fast gleichlautende Widmung für den englischen Verleger Roger Senhouse vom 19. Mai 1947; Heine/Schommer 359). – Hinterer Vorsatz mit Bleistiftanmerkungen, wohl von Elizabeth Wilkenson.

19,4 : 12,0 cm. 450, [2] Seiten. – Vergoldung etwas berieben. – Vorderer Vorsatz mit Wasserrand, Vordergelenk restauriert.

Potempa D 7.1 Anmerkung

522  Thomas Mann. Die Entstehung des Doktor Faustus.

€ 1500

Roman eines Romans. Amsterdam, Bermann-Fischer / Querido 1949. Brauner Originalleinenband mit der goldgeprägten TM-Vignette auf dem Vorderdeckel und grün-gold geprägtem Rückentitel. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Vorsatzblatt mit der schönen Widmung des Verfassers an seinen Verleger: »An Gottfried Bermann-Fischer in nun schon alter Freundschaft | Frankfurt, 26. Juli 49 | Thomas Mann«. – Am 23. Juli 1949 war Thomas Mann mit dem Nachtzug von Basel nach Frankfurt gereist (»Morgens noch ein Bad, denn wer weiß – Gefühl als ob es in den Krieg ginge«). Am Folgetag empfing Thomas Mann u. a. die Delegation aus Weimar und hielt am 25. in der Paulskirche seine »Ansprache zum Goethejahr«. Wegen seiner Erklärung zum Besuch des KZ Buchenwald in Weimar brach der westdeutsche »Pressesturm« über Thomas Man los. In den Folgetagen besuchte er Stuttgart, München, Nürnberg, Bayreuth und schließlich Weimar. – Sehr schönes Exemplar.

19,4 : 12,2 cm. 204, [2] Seiten.

Heine/Schommer 433a. – Potempa G 1027.1

523  Thomas Mann. Die Betrogene.

€ 150

Erzählung. Lausanne, Wahli 1953. Mit einer monogrammierten Lithographie von Ernst Morgenthaler. Originalkarton mit -umschlag.

Erstdruck, noch vor der Buchausgabe, erschienen zugunsten bedürftiger Kinder und Jugendlicher in Israel. – Faksimile-Ausgabe der handschriftlichen Urfassung in Kupfertiefdruck, gedruckt wurden 400 Exemplare auf holländischem Pannekoek-Bütten.

30 : 23 cm. [2], 91, [1] Blätter, 1 Lithographie.

Potempa E 33.3

524  Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull.

€ 600

Der Memoiren erster Teil. Berlin und Frankfurt a. M., S. Fischer 1954. Originalkalblederband mit goldgeprägter Signatur auf dem Vorderdeckel, Rückenvergoldung und zwei Rückenschildern. Im Schuber.

Erste Ausgabe der endgültigen Fassung, erschienen innerhalb der Stockholmer Gesamtausgabe. – Eins von 500 signierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, die anlässlich des 80. Geburtstages Thomas Manns erschien. Dieser notierte am 21.II.1955 in sein Tagebuch: »Ruhigeres Wetter. 1/2 8 auf. Viel Post. Ganzleder-Ausgabe des Krull in 450 Exemplaren zu signieren!«. – Die erste Anregung zu seinem Buch erhielt er bereits 1905 durch die Erinnerungen des rumänischen Hochstaplers und Betrügers Manolescu.

19,0 : 11,5 cm. 441, [3] Seiten. – Rücken leicht fleckig. – Hinteres Innengelenk etwas angeplatzt.

Potempa D12, 3.2

525  Thomas Mann auf der Freitreppe des Nationaltheaters Weimar.

€ 450

Fotografie (Vintage, Silbergelatine). 1955. 8,5 : 13,5 cm.

Rückseitig mit Stempel, unten rechts Prägestempel des Fotoateliers Held. Louis Held hatte es, zwei Jahre vor seinem Tod, 1925 an seine Tochter Ella übertragen, die erste Fotografie-Meisterin in Thüringen. – Mitte Mai 1955, eine Woche nach seinem 80. Geburtstag, besuchte Thomas Mann ein zweites Mal nach Kriegsende Weimar, diesmal aus Anlass des Schiller-Jubiläums. Auf dem Festakt im Deutschen Nationaltheater hielt er am 14. Mai seine »Ansprache im Schillerjahr«. Am Folgetag wurde Thomas Mann im Weißen Saal des Weimarer Schlosses die Ehrendoktorwürde der Universität Jena verliehen. Eine Originaleinladung zu diesem Festakt liegt hier bei. »Thomas Mann war nicht bereit, zur Entgegennahme der Urkunde den Abstecher von Weimar nach Jena zu machen. So musste sich das Jenaer Kollegium nach Weimar begeben, um die Ehrenpromotion weniger als Auszeichnung zu verleihen, als vielmehr dem illustren Mann wie ein ihm gleichgültiges, Jenaer Bedürfnis hinterher zu tragen.« (uni-jena.de). – Dazu: Thomas Mann in Weimar. Zwei Fotografien (Vintage, Silbergelatine). Wohl Pressefotos. Beide mit Namensstempel von Theo Piana, Berlin, der mehrere Dichter-Biographien verfasste, 1968 erschien seine Thomas Mann-Biographie.

526  Thomas Mann. Gesammelte Werke

€ 4500 ( R7 )

in zwölf Bänden. Berlin, Aufbau 1956. Zwölf dunkelgrüne Halbfranz-Maroquinbände mit vergoldeten Rückentiteln und Rückendekor in Lederapplikation, Blindprägung und Bogensatzvergoldung. Mit gepunzter Kopfschnittvergoldung und handumstochenen Kapitalien (signiert: R. Meuter, Ascona).

Die Werkausgabe erschien erstmals 1955 anlässlich des 80. Geburtstags von Thomas Mann und somit kurz vor seinem Tod. Laut Potempa folgte 1956 das 6.–10. Tausend. – Die schönen Handeinbände von Roland Meuter bilden durch die Rückengestaltung mit Lederapplikationen und Vergoldung ein Gesamtkunstwerk im wörtlichsten Sinne. – Die Deckel mit rot-grünem Oleographiepapier von Beatrice Meuter bezogen. – Zusammen in einer Acrylglasbox mit Klappdeckel.

19,8 : 12,0 cm.

Potempa A 5 Anmerkung

527  Thomas Mann. Der Kleiderschrank.

€ 450

Eine Geschichte voller Rätsel. Mit Holzstichen von Andreas Brylka. Garching 1991. Mit zwei ganzseitigen Holzstichen. Originalhalblederband mit Oleographiepapierbezügen (Werkstatt Roland Meuter).

Zweiter Druck der Prosa-Blätter der Antinous-Presse Matthias Loidl. – Eins von 30 Vorzugsexemplaren in Halbleder und mit einer beigelegten signierten Suite der beiden Holzstiche auf Japan (Gesamtauflage 145). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Wohl erste Einzelausgabe der 1898 entstandenen Erzählung (vgl. Potempa E 10). – Tadellos.

33,0 : 23,8 cm. [2], 17, [5] Seiten, 2 Holzstiche.

528  Thomas Mann. Gladius dei.

€ 1200

Novelle. 1975. Ca. 250 gerollte Blätter (»Textlose«) in bedruckter Originalbox.

Erste und wohl einzige Einzelausgabe. – Schäuffelens Lotterie Romane 2. – Eins von 50 Exemplaren. – Auf dem Titelschild im Kassettendeckel vom Künstler Konrad Balder Schäuffelen monogrammiert. – Die Erzählung war 1902 in der Wiener Wochenschrift »Die Zeit« erschienen, ein Jahr später dann in »Tristan«. Das originelle Buchobjekt erschien anlässlich des 100. Geburtstags von Thomas Mann. – Sehr selten.

15,0 : 11,0 : 5,5 cm.

Nicht bei Potempa, vgl. E 14 1–7

529  Vortragsbuch Ludwig Hardt.

€ 600

Die Hauptstücke aus seinen Programmen nebst Darstellungen seiner Vortragskunst sowie etliche Glossen von ihm selbst. Hamburg, Gebrüder Enoch 1924. Blauer Originalmaroquinband, Rückentitel, Ornamente, Fileten und Kopfschnitt vergoldet. Im Schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe, im Druckvermerk von Ludwig Hardt signiert und nummeriert. – Enthält als Einleitung Würdigungen des berühmten Vortragskünstlers von Thomas Mann (Potempa G 135.5), Herbert Eulenberg, Else Lasker-Schüler und Erwin Loewenson. Es folgen Texte, mit denen Hardt bei seinen Auftritten als Rezitator begeisterte, darunter Dichtungen von Schiller, Jean Paul, Hebel, Kleist, Goethe, Heine, Hebbel, Storm, Rilke, Kafka, Heym, Rimbaud, Verlaine, Wilhelm Busch u. v. m. – In der Vorzugsausgabe sehr selten.

18,5 : 12,8 cm. 438, [2] Seiten.

530  Klaus Mann. Drei eigenhändige Briefe mit Unterschrift bzw. Paraphe.

€ 2000

1929–1931. 3 1/2 Seiten.

Alle an den Literaturwissenschaftler Franz Goldstein (1898–1982), Klaus Manns treuer Freund und Verehrer in Kattowitz und dort Herausgeber und Redakteur. Goldstein emigrierte später nach Prag und anschließend nach Palästina, wo er eine Leihbibliothek eröffnete. – I. Paris, 29. IV. 1929: »Lieber Herr Franz Goldstein, hier sind also die ersten drei von diesen Aufsätzen, die anderen kommen auch bald. Ob Sie für drei solche Meisterwerkchen 100 M auswerfen können? […] denn das Pariser Nachtleben ist kostspielig und die französischen Gläubiger noch ungeduldiger als die Berliner. Sind sie lustig? Ist im fernen Osten der Frühling so schön wie hier?« – II. Berlin, 13. X. 1930: »Lieber Herr Frango, so nett es wäre: das mit dem bei-uns-Wohnen wird nicht zu machen sein. Wir sind so viele im Haus, all die unzüchtigen Kinder, und das einzige Zimmer, das in Frage käme, bezieht in diesen Tagen eine Freundin von mir, die auch zur Premiere kommt. Aber Sie können doch bei uns essen! Und eine Nacht Hotel kostet 6 M (2 Nächte 12) Kommen Sie trotzdem! Herzlichst Ihr K.M.« – III. München, 29. XII. 1931: FRÖHLICHE Feiertage, lieber Frango – und das dieses neue Jahr Dir und uns nicht zu schauerlich werde. Magst Du diese kleine Rezension bringen? Ich schreibe sie Dir, so bin ich. Als Notiz kann ich Dir noch verraten, dass der ›Alexander‹ inzwischen französisch erschienen ist […] mit einem Vorwort von Jean Cocteau. […] Vater Zauberer ist ein bisschen krank, sonst geht es uns leidlich und wir freuen uns, als traute kleine Familie, aufs Fest. Anfang Januar lese ich in 4 Städten Rundfunk, dann hoffe ich nach Südfrankreich zu gelangen. Gute Grüsse vom K«. – Nicht in den bisherigen Briefeditionen.

Alle mit Faltspuren, I und III mit kleinen Falzeinrissen, II minimal fleckig.

531  Klaus Mann. Vier Erstausgaben,

€ 200

dabei Klaus Manns Erstlingswerk. Hamburg, Gebrüder Enoch 1925–1927. Drei Originalleinenbände, eine -broschur.

I. Vor dem Leben. Erzählungen. 1925. – II. Der fromme Tanz. Abenteuerbuch einer Jugend. 1926. – »Selten zuvor war in der deutschen Literatur so offen von gleichgeschlechtlicher Liebe erzählt worden, wie es Klaus Mann in seinem ersten Roman tat. Das Buch war ein Bekenntnis zu der Form des Eros, die der Autor längst als seine eigene erkannt und akzeptiert hatte: zur Homosexualität« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 62). – III. Kindernovelle. 1926. – IV. Heute und Morgen. Zur Situation des jungen geistigen Europas. 1927.

Broschurumschlag angestaubt.

Grunewald 45, 67, 69 und 94. – Wilpert/Gühring 2, 3, 4 und 6, hier »Anja und Esther« als Erstling

532  Klaus Mann. Anja und Esther.

€ 100

Ein romantisches Stück in sieben Bildern. Berlin, Oesterheld & Co. 1925. Originalleinenband.

Erste Ausgabe. – »Anja und Esther« war (nach Michel Grunewald) Klaus Manns zweite Buchveröffentlichung, das Theaterstück wurde im Oktober 1925 an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt. Zwei Tage später war die Premiere des Stückes an den Hamburger Kammerspielen mit einer Aufsehen erregenden Besetzung. Die Titelrollen spielten Erika Mann und Pamela Wedekind, die männlichen Hauptfiguren waren Klaus Mann und der damals noch am Beginn seiner Karriere stehende junge Gustav Gründgens.

19,1 : 13,3 cm. 80 Seiten. – Einband fleckig.

Grunewald 47

533  Klaus Mann. Revue zu Vieren.

€ 500

Komödie in drei Akten (8 Bildern). Unverkäufliches Manuskript. Berlin, Oesterheld & Co. 1926. Klammergeheftete Originalbroschur.

Erste Ausgabe, sehr selten. – Klaus Manns zweites Theaterstück wurde im April 1927 im Alten Theater Leipzig uraufgeführt. Er selbst, Schwester Erika, Pamela Wedekind und Gustaf Gründgens spielten die Hauptrollen. – »Das Stück war ein eklatanter Mißerfolg. Zwar gastierte man in Berlin und München, Dresden, Hamburg und sogar in Kopenhagen – aber oft waren die Vorstellungen ›ein Kampf mit dem Publikum‹« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 78).

19,6 : 15,2 cm. 94, [2] Seiten. – Ränder etwas gebräunt. – Obere Ecken durchgehend mit kleinem Knick.

Grunewald 70

534  Klaus Mann – Drei Anthologien.

€ 150

Hamburg bzw. Berlin 1927 und 1929. Originalleinenbände.

Erste Ausgaben. – I. Anthologie Jüngster Lyrik. Geleitwort von Stefan Zweig. Hamburg, Gebrüder Enoch 1927. – II. Anthologie Jüngster Lyrik. Neue Folge. Geleitwort von Rudolf G. Binding. Hamburg, Gebrüder Enoch 1929. – Beide herausgegeben von Willi R. Fehse und Klaus Mann. – III. Anthologie Jüngster Prosa. Herausgegeben von Erich Ebermeyer, Klaus Mann, Hans Rosenkranz. Berlin, J. M. Spaeth 1928. – Den Aufrufen der Herausgeber in der Zeitschrift »Literarische Welt« folgten 52 Dichter und Schriftsteller, die nach 1900 geboren waren.

Grunewald 85, 122 und 96

535  Klaus Mann. Gegenüber von China.

€ 500

Komödie in 6 Bildern. Als unverkäufliches Manuskript vervielfältigt. Berlin, Oesterheld & Co. 1929. Klammergeheftete Originalbroschur.

Erste Ausgabe, sehr selten. – Die Komödie thematisiert die Unterschiede zwischen der amerikanischen und deutschen Jugend, wie sie Klaus Mann während seiner Weltreise erlebt hat. »Das Theaterstück, heißt es im ›Wendepunkt‹ ohne Umschweife, war ›schwach‹ und wurde zu Recht ein eklatanter Mißerfolg: ›Meine Komödie befremdete, mißfiel. Es war ein Durchfall.‹« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 97).

20,0 : 15,9 cm. 76 Seiten. – Broschurränder gebräunt.

Grunewald 117

536  Klaus Mann. Abenteuer.

€ 200

Novellen. Leipzig, Reclam 1929. Originalleinenband mit vergoldeten Titeln.

Erste Ausgabe. – Druckleitung und Einbandentwurf von Emil Rudolf Weiß. – Das Buch bot Neues im Schaffen Klaus Manns: »Die darin versammelten Novellen waren im Stil lakonischer und präziser als frühere Prosatexte, und die Figuren gewannen sichtlich an sozialem Profil« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 97).

16,4 : 11,0 cm. 162, [2] Seiten. – Ecken minimal berieben. – Vorderes Innengelenk gebrochen.

Grunewald 119

537  Klaus Mann. Drei Erstausgaben.

€ 180

Leipzig, S. Fischer 1929–1932. Zwei Originalleinenbände, eine Originalbroschur.

I. Erika und Klaus Mann. Rundherum. Mit 25 Reise-Photographien. Deckelillustration von Rudolf Großmann. Mit acht Fototafeln. Illustrierter Originalleinenband. – II. Alexander. Roman der Utopie. Originalbroschur. – III. Treffpunkt im Unendlichen. Roman. Originalleinenband. – Die Kritiker reagierten verschieden auf den historisch nicht korrekten Roman um König Alexander. Hermann Kasack lobte das Werk in der »Literarischen Welt« als ein »symphathisches Symptom für eine neue Entwicklungsstufe« des Autors, W. E. Süskind schrieb in der Neuen Rundschau, Klaus Mann habe »Krücken von sich geworfen«. In der Weltbühne kritisierte Rudolf Arnheim, dieses Buch sei »infantil« und »das Wahre durch das Wünschenswerte gefärbt und das Natürliche durch das Dekorative verschminkt«. – »Treffpunkt im Unendlichen« zeichnete ein Bild der »Verlorenen Generation« in Deutschland kurz vor Hitlers Machtergreifung, er schildert das Leben junger Menschen zwischen Sehnsucht und Verzweiflung, politischer Rebellion und der Flucht aus dem Alltag.

I. Einige Seiten mit Bibliotheksstempeln. – II. Erste Lage gelockert.

Grunewald 121, 135 und 194

538  Klaus Mann. Alexandre.

€ 300 ( R7 )

Roman de l’utopie. Traduit de l’allemand par Ralph Lepointe. Préface de Jean Cocteau. Paris, Librairie Stock, Delamain & Boutelleau 1931. Originalbroschur.

Erste französische Ausgabe. – Eins von 23 Exemplaren »hors commerce«, wie die fünf absoluten Vorzugsexemplare auf Japon ancien. Nicht nummeriert, dafür mit dem eingedruckten Namen des Empfängers, »Marquis de Crequi Monfort de Courtivron. – Vollkommen unbeschnittenes Exemplar aus den nur gehefteten Rohbogen.

24,0 : 17,5 cm. XI, [1], 254, [6] Seiten.

Grunewald 135 Anmerkung

539  Klaus Mann. Geschwister.

€ 500

4 Akte nach Motiven aus dem Roman »Les enfants terribles« von Jean Cocteau. Bühnenmanuskript. Berlin, Gustav Kiepenheuer 1930. Klammergeheftete Originalbroschur.

Erste Ausgabe, selten, da nicht für den Handel gedruckt. – Im November 1930 fand in den Münchner Kammerspielen die Uraufführung des Stückes statt, das die Geschichte eines sich in einem künstlich verlängerten Kindheitsparadies hermetisch von der Außenwelt abschließenden Geschwisterpaares beschreibt. Wieder standen Klaus und Erika Mann selbst als Darsteller mit auf der Bühne. Bei Kritikern und Publikum erlebte das Stück einen »geräuschvollen Durchfall«, wie Klaus Mann in seiner Autobiographie bekennt.

20,4 : 16,0 cm. 57, [1] Seiten. – Broschur mit wenigen kleinen Randknittern und -läsuren.

Grunewald 137

540  Klaus und Erika Mann. Das Buch von der Riviera.

€ 100

Mit Originalzeichnungen von Walther Becker, Rudolf Großmann, Henri Matisse u. a. München, Piper 1931. Mit zahlreichen Textillustrationen. Originalbroschur mit farbige Deckelillustration von Walter Trier.

Was nicht im »Baedeker« steht, Band XIV. – Die Buchreihe erschien von 1927 bis 1938 und umfasste insgesamt 17 Bände mit Reisebeschreibungen im feuilletonistischen Stil. Der vorliegende Band war das »Nebenprodukt« vieler Aufenthalte der Geschwister Mann an der französisch-italienischen Mittelmeerküste.

18,5 : 12,2 cm. 185, [7] Seiten. – Umschlaggelenke brüchig, einige Randfehlstellen.

Grunewald 170

541  Klaus Mann. Auf der Suche nach einem Weg. – Kind dieser Zeit. –

€ 200

Berlin, Transmare 1931 und 1932. Originalleinenbände.

Erste Ausgaben. – »Auf der Suche nach einem Weg« versammelt Beiträge, »die Klaus Mann im Kontext der ›intellectual history‹ des 20. Jahrhunderts als Grenzgänger zwischen Heimatlosigkeit und säkulärer Religiosität beschreiben und sein literarisches und essayistisches Werk zwischen ästhetischer Autonomie und politischem Engagement verorten« (literaturkritik.de). – »Kind dieser Zeit« ist die erste autobiographische Arbeit des Autors und schildert die Kindheits- und Jugendjahre von 1906 bis 1924.

Ca 18,5 : 13,0 cm. 380, [4]; 331, [1] Seiten. – Einband von I fleckig.

Grunewald 171 und 197

542  [Klaus Mann] Vincenz Hofer. Athen.

€ 500

Fünf Bilder. Unverkäufliches Manuskript. Berlin, Oesterheld & Co. 1932. Klammergeheftete Originalbroschur.

Erste Ausgabe, sehr selten, da nicht für den Handel erschienen. – Das unter Pseudonym geschriebene Stück über Leben und Sterben des Philosophen Sokrates wurde nie aufgeführt. »Doch ›Athen‹ ist kein Historienstück – unverkennbar sind die Anspielungen auf die aktuelle politische Situation 1932. […] ›Athen‹ läßt sich deuten als ein Stück über das Versagen der Intellektuellen am Vorabend einer Diktatur. Als der Autor 1939 sein Drama noch einmal las, notierte er erstaunt: ›Kaum überholt. Wußte 1932 schon ungefähr so viel wie jetzt‹« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 134).

20,3 : 16,0 cm. 94, [2] Seiten. – Ränder gebräunt. Untere Ecke vorn geknickt, eingerissen und mit kleinen Fehlstellen. Dort, am Schnitt und dem hinteren Broschurumschlag größere Feuchtigkeitsflecken.

Grunewald 195

543  Klaus Mann. Fünf Erstausgaben.

€ 250

Amsterdam, Querido 1934–1950. Originalleinenbände.

I. Flucht in den Norden. Roman. 1934. Klaus und Erika Mann reisten 1932 durch den »nördlichen Sommer« Finnlands. Die Romanfigur der Johanna trägt die Züge der sie begleitenden androgynen Freundin Annemarie. – II. Symphonie Pathétique. Ein Tschaikowsky-Roman. 1935. »Der Roman sei ›sehr traurig‹ geworden […] berichtete Klaus Mann seiner Schwester Monika und fügte hinzu: ›[…] ich habe so merkwürdig viel aus meinem Leben hineinpacken können in das Leben meines rührenden Peter Iljitsch.‹« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 172). – III. Vergittertes Fenster. Novelle um den Tod des Königs Ludwig II. von Bayern. 1937. Klaus Mann widmete die Novelle seinem mehrjährigen Lebensgefährten Thomas Quinn Curtiss, damaliger Film- und Literaturkritiker, den er 1937 in Budapest kennen gelernt hatte. – IV. Der Vulkan. Roman unter Emigranten. 1939. Mit der Arbeit an dem weitgehend autobiographischen Roman hatte Mann im Herbst 1937 begonnen und vollendete ihn im Frühling 1939. Er gilt neben Anna Seghers’ »Das siebte Kreuz« als einer der bedeutenden Exilantenromane. – V. Klaus Mann zum Gedächtnis 1950. Mit einem Vorwort von Thomas Mann und Beiträgen von 33 Freunden und Weggefährten, unter ihnen Gottfried Benn, Lion Feuchtwanger, Hermann Kesten, Anette Kolb, Bruno Walter und Upton Sinclair.

Einband lichtrandig (I), einige Seiten und Schnitt leicht stockfleckig (I, II und III). Einband etwas fleckig, Rücken gebräunt (IV).

Grunewald 260, 328, 424 und 538. – Sternfeld/Tiedemann 331

544  Klaus Mann. Mephisto.

€ 200

Roman einer Karriere. Amsterdam, Querido 1936. Originalleinenband mit vergoldeten Titeln.

Erste Ausgabe. – Im März 1933 ging Klaus Mann ins Exil, auch er wurde, wie sein Vater, als Schriftsteller nach der Machtergreifung der Nazis politisch verfolgt. Von seinem Freund, dem Verleger Fritz Helmut Landshoff, bekam er das Angebot, eine monatliche Zahlung für die Niederschrift seines nächsten Romans zu erhalten. Der Schriftsteller Hermann Kesten unterbreitete ihm den Vorschlag, in Romanform die Geschichte eines Karrieristen im dritten Reich zu verarbeiten. Als Vorlage diente die Figur Gustaf Gründgens’, von dem sich Manns Schwester Erika 1929 nach einer kurzen Ehe hatte scheiden lassen. Seinem früheren Schwager gelang, protegiert von Hermann Göring, ein kometenhafter Aufstieg als Schauspieler, Regisseur und Intendant im Dritten Reich. »Alle Personen dieses Buches stellen Typen dar, nicht Porträts. K. M.« (Nachwort). – 20 Jahre nach der Erstausgabe folgte eine Ausgabe in Ostberlin. Die erste westdeutsche Ausgabe, die nochmals fast ein Jahrzehnt auf sich warten ließ (München 1965), wurde auf Betreiben der Erben Gründgens verboten. – Zwei Beigaben.

19,0 : 12,3 cm. 399, [1] Seiten. – Rücken verblasst. – Vorsätze etwas gebräunt. Besitzeintrag.

Grunewald 387. – Sternfeld/Tiedemann 331

545  Klaus und Erika Mann. Drei Erstausgaben.

€ 300

Originalleinenbände.

I. Escape to Life. Illustrated. Boston, Houghton Mifflin 1939. »Practically Everybody who in World Opinion had stood for what was currently called German Culture prior to 1933 is now a refugee«. – II. The other Germany. New York, Modern Age Books 1940. Zusammenfassung der Vorträge, die Klaus Mann seit 1937 in den USA gehalten hatte. – III. Heart of Europe. An Anthology of Creative Writing in Europe 1920 – 1940. Edited by Klaus Mann and Hermann Kesten. With an Introduction by Dorothy Canfiled Fisher. New York, L. B. Fischer 1943. Wichtige Anthologie mit Texten von mehr 150 Autoren des progressiven Europas. Vom Herausgeber Klaus Mann stammt auch das Vorwort.

Einbände von II und III mit leichten Gesprauchsspuren.

Grunewald 539, 620 und 700. – Sternfeld/Tiedemann 328 und 331

546  Klaus Mann. The Turning Point.

€ 250

Thirty-five Years in this Century. New York, L. B. Fischer 1942. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Erste Ausgabe. – »In dem autobiographischen Text sind zahlreiche Porträts von Personen und Skizzen von politisch-literarischen Ereignissen eingeflochten. Diese Passagen verflechten sich zu einem Bild der Epoche – sie gehören zum Besten, was Klaus Mann überhaupt geschrieben hat« (Uwe Naumann, Bilder und Dokumente, S. 256). – Dazu: Klaus Mann. Der Wendepunkt. Ein Lebensbericht. Frankfurt am Main, S. Fischer 1952. Originalleinenband. – Erst posthum erschien Klaus Manns Autobiographie in seiner Muttersprache.

23,0 : 15,0 cm. XVIII, 366 Seiten. – Schutzumschlag an den Rändern etwas gebräunt und mit kleinen Fehlstellen. – Vorsatz mit Besitzstempel.

Grunewald 681 und 963. – Sternfeld/Tiedemann 330

547  Klaus Mann. André Gide

€ 200

and the Crisis of Modern Thought. New York, Creative Age Press 1943. Originalleinenband.

Erste Ausgabe. – Thomas Mann lobte die Biographie des von seinem Sohn als eine Art »Übervater« verehrten Dichters: »Es hat mich sehr gefesselt, sehr unterhalten und auch vielfach belehrt, denn Du bist ja wirklich ein genauer und intimer, weil liebender Kenner dieser Seele und dieser Kunst, von der ich wohl eine Vorstellung habe, und eine sehr ehrerbietige, die mir aber doch keineswegs so Linie für Linie vertraut ist, wie Dir. Er hätte sich wohl wirklich keinen gewiegteren Portraitisten und Interpreten wünschen können […]« (Brief an KM, 9. II. 1943). – Dazu: Klaus Mann. André Gide. Die Geschichte eines Europäers. Zürich, Steinberg 1948. Originalleinenband. Erste deutsche Ausgabe.

23,0 : 15,5 cm. 331, [1] Seite. – Einband etwas berieben, Rücken leicht verfärbt. – Innengelenke angebrochen. Hinten eingeklebter Text.

Grunewald 699 und 934. – Sternfeld/Tiedemann 330

548  Klaus Mann – Anita Loos. Zum Geburtstag.

€ 200

(»Happy Birthday«). Deutsch von Klaus Mann. Bühnenmanuskript. Berlin, Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs GmbH 1953. Originalbroschur.

Erste deutsche Ausgabe. – Anita Loos (1888–1981) war als junge Frau als Drehbuchautorin und Schauspielerin erfolgreich. 1926 erschien ihr berühmtestes Werk »Gentlemen Prefer Blondes«. Den Zweiakter »Happy Birthday« von 1947 übersetzte Klaus Mann im Folgejahr.

14,5 : 20,4 cm. 166 Seiten. – Broschurumschlag etwas fleckig, ein durchgehender vertikaler Knick, einige Randknitter. Rücken erneuert. – Etliche Anstreichungen.

Grunewald 956

549  Klaus Mann. Fluch und Segen.

€ 250

Fragment einer Kantate aus dem Nachlaß. Herausgegeben von Uwe Naumann. Schriesheim, Edition Frank Albrecht 1997 und 1999. Mit zwei signierten Radierungen von Inge Jastram, eine lose und eine als Frontispiz. Originalleinenband.

Erste Ausgabe. – Vierter Druck der Edition Frank Albrecht. – Eins von 50 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den beiden signierten Radierungen (Gesamtauflage 260). – Faksimileausgabe der bis dato unveröffentlichten Manuskripte »Fluch und Segen«, »Lied von den verlorenen Gesichtern« und »Der Erwartete« aus dem Nachlaß in der Monacensia, Stadtbibliothek München. – Dazu: Gedichte und Chansons. Herausgegeben von Uwe Naumann und Fredric Kroll. Schriesheim 1999. Mit 19 Abbildungen nach Radierungen von Inge Jastram. Originalleinenband. Fünfter Druck der Edition Frank Albrecht. Eins von 320 Exemplaren (Gesamtauflage 370). – Die 1934 in Erfurt geborene Graphikerin Inge Jastram arbeitete in der DDR unter anderem als Buchillustratorin für den Rostocker Hinstorff Verlag. Ihr Mentor war Werner Klemke. – Tadellos erhalten.

34,2 : 25,2 cm. 63, [1] Seiten, 1 Radierung; 107, [1] Seiten.

550  Klaus Mann. Literarische Beiträge in Zeitschriften.

€ 300

1926 bis 1942. Insgesamt 24 Hefte.

Klaus Mann veröffentlichte zahlreiche Beiträge literarischen und politischen Inhalts in deutschsprachigen Zeitschriften. Nach 1933, im Exil, gab er selbst zwei literarische Monatsschriften – »Die Sammlung« und »Decision« – heraus. – I. Neue Schweizer Rundschau. Oktober 1926. – II. Das Tagebuch. Heft 1 und 3/1928. – III. Der Querschnitt. Heft 3/1929. – IV. Die Sammlung. 1. Jahrgang, Heft 2–4, 6, 8, 10, 11 und 2. Jahrgang Heft 1–4, 10 und 11 (1933–1935). – V. Europäische Hefte. Nr. 33/34 1934/1935. – VI. Decision. Vol. I, Heft 2, 5 und 6 (1941), Vol. II, Heft 1 und 4 (1941) und Vol. III, Heft 1–2 (1942). – Beigabe: Die Sammlung. 1934/1935. Nachdruckausgabe, München 1986.