ChristianHesse

Lot 501 – 550 | Hesse-Auktionen
Lot 501 – 550

501  Ernst Ludwig Presse – Christian Kleukens. Reinke Voß

€ 350 ( R7 )

eene ole Geschichte, upt Nee vertellt von Christian Kleukens mit bunte Biller von F. W. Kleukens. Leipzig, Insel 1913. Mit zahlreichen farbig lithographierten Textillustrationen. Originalhalbpergamentband mit farbig illustrierten Deckeln und Rückentitel. Im Schuber.

20. Buch der Ernst Ludwig Presse. – Erste Ausgabe dieser Textfassung und mit diesen Illustrationen. – Eins von 350 Exemplaren im illustrierten Halbpergamentband (Gesamtauflage 400). – Auf Bütten mit Wasserzeichen »EL«. – Die frühere der beiden von Friedrich Wilhelm Kleukens illustrierten Reineke-Ausgaben. Noch war man in der Presse bestrebt, der »Typographie Raum und Freiheit vom Dekorativen« zu verschaffen. Erst in der von ihm selbst begründeten Ratio-Presse konnte sich Kleukens unabhängig seinen eigenen Vorstellungen widmen, die dort erschienenen Drucke, einschließlich des Reineke Fuchs von 1929, waren »reich geschmückt und fast durchweg illustriert« (vgl. Schauer I, 66).

28,3 : 19,0 cm. 115, [5] Seiten. – Kanten minimal berieben. Deckel etwas gebräunt und minimal fleckig.

Stürz 20. – Sarkowski 934. – Rodenberg 76, 20. – Schauer I, 65f. und II, 66

502  Ernst Ludwig Presse – Georg Trakl. Der Herbst des Einsamen.

€ 800

München, Kurt Wolff 1920. Blaugrüner Originalmaroquinband mit Marmorpapiervorsätzen, reicher Deckelvergoldung, goldgeprägtem Rückentitel und Goldschnitt.

Stundenbücher des Kurt Wolff Verlages, Band 1. – Eins von 350 Exemplaren. – Handpressendruck auf Bütten von C. H. Kleukens. – Einbandentwurf von Emil Preetorius. – 1919 gründete Christian Heinrich Kleukens zusammen mit Rudolf G. Binding die »Kleukens-Presse« in Nieder-Ramstadt bei Darmstadt und übernahm bald darauf auch wieder die Leitung der Ernst Ludwig Presse, die der Verleger Kurt Wolff vorübergehend gepachtet hatte. Für diesen entstanden 1920–1922 die zehn »Stundenbücher«.

18,5 :12,5 cm. [2], 43, [7] Seiten. – Ecken kaum merklich berieben, unteres Kapital bestoßen und mit winziger Läsur. Rücken etwas verblasst.

Stürz 27. – Göbel 506. – Rodenberg 77, 1. – Schauer II, 64

503  Ernst Ludwig Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Lieder.

€ 300

München, Kurt Wolff 1920. Blaugrüner Originalmaroquinband mit Marmorpapiervorsätzen, reicher Deckelvergoldung, goldgeprägtem Rückentitel und Goldschnitt. Im Originalschuber mit Deckelschild.

Stundenbücher 2. – Eins von 350 Exemplaren. – Handpressendruck in Rot und Schwarz auf Bütten von C. H. Kleukens. – Einbandentwurf von Emil Preetorius.

18,3 : 12,2 cm. [4], 135, [9] Seiten. – Kanten minimal berieben.

Stürz 28. – Göbel 469. – Rodenberg 77, 2. – Schauer II, 64

504  Ernst Ludwig Presse – Rabindranath Tagore. Die Gabe des Liebenden.

€ 300

München, Kurt Wolff 1920. Blaugrüner Originalmaroquinband mit Marmorpapiervorsätzen, reicher Deckelvergoldung, goldgeprägten Rückentiteln und Goldschnitt.

Stundenbücher 3. – Eins von 350 Exemplaren. – Handpressendruck in Rot und Schwarz auf Bütten von C. H. Kleukens. – Einbandentwurf von Emil Preetorius.

18,3 : 12,2 cm. 52, [6] Seiten. – Rücken minimal aufgehellt.

Stürz 29. – Göbel 502. – Rodenberg 77, 3. – Schauer II, 64

505  Ernst Ludwig Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Trilogie der Leidenschaft.

€ 400

Leipzig, Insel 1912. Purpurfarbener Kalblederband mit vergoldetem Titel.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 300). – Die drei Initialen wurden bei dieser Vorzugsausgabe vergoldet, das Pressensignet unter dem Druckvermerk in Gold gedruckt.

23,1 : 16,5 cm. [30] Seiten. – Kleine Schabstellen.

Stürz 38. – Rodenberg 78. – Sarkowski 610

506  Ernst Ludwig Presse – Emile Verhaeren. Die Stunden.

€ 350

Les heures claires. – Les heures d’après-midi. – Les heures du soir. Übertragen von Erna Rehwoldt. Leipzig, Insel 1912. Flexibler weinroter Originalkalblederband, Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. – Gesetzt aus der Korpus Ingeborg-Antiqua. – Erste vollständige Fassung, da nun alle drei Teile in deutscher Übersetzung enthalten sind. – Verhaerens berühmte lyrische Trilogie, seiner Frau Marthe Massin als Epitaph seiner Dankbarkeit gewidmet, erschien 1905–1911 in französischer Sprache. Im Insel Verlag wurde bereits 1911 der dritte Teil »Les heures du soir« verlegt.

22,8 : 15,2 cm. 75, [3] Seiten. – Rücken verblasst. Einband leicht (stock)fleckig.

Stürz 39. – Sarkowski 1827. – Rodenberg 78. – KNLL XVII, 66

507  Ernst Ludwig Presse – Emile Verhaeren. Die hohen Rhythmen.

€ 350

Übertragen von Johannes Schlaf. Leipzig, Insel 1912. Flexibler weinroter Originalkalblederband, Titel und Kopfschnitt vergoldet.

Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan. – Es wurden weitere 1050 Exemplare auf Bütten gedruckt, und in Halbpergament gebunden. – Satz aus der Korpus Ingeborg-Antiqua. – Nach seinem frühen realistischen Gedichtzyklus »Les flamandes«, der in seiner Heimat einen Skandal auslöste – die Eltern Verhaerens versuchten, die gesamte Auflage zurückzukaufen –, wandte sich der Dichter Ende des 19. Jahrhunderts verstärkt sozialkritischen Themen zu. Seine Dichtungen wurden unter anderem von Rainer Maria Rilke und Stefan Zweig begeistert aufgenommen und übersetzt.

23,0 : 15,4 cm. 85, [3] Seiten. – Rücken leicht verfärbt, Einband etwas (stock)fleckig. Deckel mit winzigen Kratzspuren.

Stürz 40. – Sarkowski 1823. – Rodenberg 78

508  Ernst Ludwig Presse – Das Buch der Fabeln.

€ 750

Zusammengestellt von C[hristian] H[einrich] Kleukens. Eingeleitet von Otto Crusius. Leipzig, Insel 1913. Olivgrüner Ecrasélederband mit reicher Vergoldung und Marmorpapiervorsätzen.

Unnummeriertes Exemplar, wie die Vorzugsausgabe auf Bütten und im Ledereinband. – Vorliegendes Exemplar, gedruckt für den Herausgeber Christian Heinrich Kleukens, mit der Variante des Titelblatts, das für die Normalausgabe verwendet wurde (Kleukens-Archiv, S. 548). – Die Titelblätter der 2000 Exemplare der Normalausgabe zierten Vignetten von Ludwig Enders. Auch für die Vorzugsausgabe waren diese Titelblätter schon gedruckt, wurden jedoch nicht verwendet. Friedrich Wilhelm Kleukens zeichnete Titel und Vignette neu; von ihm stammt auch der Einbandentwurf. – Gesetzt aus der Korpus Römische Antiqua und Kleukens-Fraktur. – Die Überschrift der Einleitung und die große Initiale wurden in Rot gedruckt, die Titelvignette gelb koloriert. – Der Band enthält über 250 Fabeln antiker bis zeitgenössischer Autoren sowie Volksdichtungen und Fabeln aus Asien, Afrika und Nordamerika.

23,8 : 15,3 cm. [8], LXIII, [1], 228, [12] Seiten. – Rücken leicht verblasst. – Schnitt und einige Seiten etwas stockfleckig.

Stürz 42. – ELP 48. – Rodenberg 79. – Schauer II, 64 (mit Abbildung). – Sarkowski 239 VA

509  Ernst Ludwig Presse – [Das Buch] Ruth.

€ 5000

In der Übertragung Martin Luthers nach der letzten von ihm durchgesehenen Ausgabe der Deutschen Bibel, Wittenberg 1545. [Leipzig, Insel 1914]. Grüner Originalecrasélederband. Vorderdeckel mit Titel und Filetenfeldern, Hinterdeckel mit umlaufender doppelter Filete, alles, wie auch der Buchschnitt vergoldet (signiert: KGS Weimar).

Handpressendruck der Ernst Ludwig Presse, Darmstadt. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Pergament und in dem grünen Einband nach Entwurf von Henry van de Velde. – Titelschrift und Pressensignet wurden von Friedrich Wilhelm Kleukens gezeichnet und in Rot gedruckt. Die vier Initialen, ebenfalls nach seinem Entwurf, wurden in den Vorzugsexemplaren von seiner Ehefrau Luise Kleukens handvergoldet. – Sarkowski erwähnt nur 20 Pergamentexemplare und weitere 20 Exemplare auf Bütten. Diese Angabe scheint durch Kleukens’ eigene Titelbeschreibung (siehe Kleukens-Archiv S. 632) widerlegt. Dafür spräche allerdings die Sparsamkeit von Anton Kippenberg, der mit dem Vorschlag der Brüder Kleukens, die Vorzugsausgaben ihrer Pressen auf Pergament zu drucken, nicht einverstanden war, so dass diese auf Japanpapier gedruckt werden mussten (mit Ausnahme der 15 Pergamentexemplar der »Psalmen« und der zehn von »Wieland, der Schmiedt«). Vom Handsatz der Presse wurden jedoch weitere 10000 Exemplare für die Insel-Bücherei auf Büttenpapier mit dem Wasserzeichen der Presse gedruckt.

18,3 : 12,7 cm. 21, [3] Seiten. – Rücken und Vorderdeckel am Gelenk leicht verfärbt, der Rücken unauffällig nachgefärbt. Die unteren Ecken minimal berieben, die oberen minimal bestoßen.

Stürz 43a. – Schauer II, 65. – Rodenberg 79. – Sarkowski 1383

510  Ernst Ludwig Presse – Die Kämpfe um die Feste Vaux

€ 150

von Mitstreitern geschildert. Leipzig, Insel 1916. Mit Frontispiz und zahlreichen Abbildungen. Brauner Originalmaroquinband mit vergoldeten Titeln. In Originalschutzumschlag und -schuber.

Eins von 200 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf ELP-Bütten und im Ledereinband. – Herausgegeben von der »Feldgrauen«, Kriegszeitschrift der 50. Infanterie-Division. – Gesetzt aus der Korpus Kleukens Antiqua. – Entwurf von Titel und Initialen von F. W. Kleukens. – Fort Vaux wurde in den Jahren 1881 bis 1884 errichtet. Bei der Schlacht um Verdun wurde es hart umkämpft, die Eroberung dauerte von Februar bis Juni 1916, letzten Endes kapitulierten die Franzosen aufgrund von Wasserknappheit und damit einhergehender Mangelversorgung der Verteidiger.

23,0 : 16,3 cm. [4], 214, [34] Seiten. – Vorsätze und Titelblatt ganz leicht stockfleckig.

Stürz 45. – ELP 59. – Rodenberg 79

511  Ernst Ludwig Presse – Georg Britting. Der verlachte Hiob.

€ 200

Traisa bei Darmstadt, Arkaden 1921. Originalpergamentband. Deckel-, Steh- und Innenkantenfileten, Rückentitel, Deckelvignette und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei).

Eins von 25 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten (Gesamtauflage 1000). – Gesetzt aus der Cicero Kleukens-Antiqua. – Den Titel zeichnete Hans Schreiber. – Der Verleger des Buches war Ludwig Coellen, der in seinem Arcadenverlag unter anderem mehrere eigene kunstwissenschaftliche Werke veröffentlichte. – Dazu: »Die Flöte.« Ein Spiel von Else Leuchs. Ernst Ludwig Presse 1921. Lose Doppelblätter in Originalumschlag. Privatdruck, eins von 100 Exemplaren.

22,7 : 15,8 cm. [2], 49, [7] Seiten. – Vorderdeckel schwach, hinterer stärker fleckig (Abklatsch).

Stürz 46. – ELP 77. – Rodenberg 80. – Nicht bei Schauer

512  Ernst Ludwig Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Faust.

€ 400 ( R7 )

– Der Tragödie erster Teil. – Der Tragödie zweiter Teil. – Der Tragödie ursprüngliche Gestalt (Urfaust). Darmstadt 1922–1924. Pergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel und Kopfschnittvergoldung.

Druck der Ernst Ludwig Presse zu Darmstadt. Unternommen von der Kleukens Presse zu Frankfurt am Main. – Das Papier wurde von Moritz von Bethmann und Hans Passavant gestiftet. – Gesetzt aus der Antiqua von Christian Heinrich Kleukens, einer »eigens vom Drucker für die Presse bearbeiteten Schrift«, und gedruckt in Rot und Schwarz. – Man wollte »dem sich rapid ausbreitenden Protzentum des Luxusdruckes, einer rohen Typographie mit grellen Illustrationseffekten« entgegentreten (vgl. Schauer I, 68).

27,6 : 19,3 cm. 214, [6]; 323, [5]; 147, [5] Seiten.

Stürz 51. – Rodenberg 81. – Schauer II, 65

513  Ernst Ludwig Presse – Friedrich Rückert. Lieder und Sprüche der Minnesinger.

€ 250

Darmstadt, Kleukens Verlag 1924. Originalpergamentband, Rückentitel, Fileten, Stehkantenbordüren und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Ernst Rehbein).

Eins von 300 Exemplaren (Gesamtauflage 330). – Auf Bütten. – Der von Kleukens gezeichnete Titel wurde mit Gold gehöht. – Dazu: Georg Britting. Der verlachte Hiob. Traisa, Arkaden 1921. Originalpergamentband. – Rede des Perikles für die Gefallenen. Frankfurt, Tiedemann & Uzielli 1921. Originalpappband. – Beide gedruckt auf der Ernst Ludwig Presse, beide Einbände mit dem Pressensignet in Goldprägung. Der Pergamentband wohl von Ernst Rehbein gebunden.

19,5 : 13,8 cm. [40] Seiten.

Stürz 56 sowie 46 und 47. – Nicht bei Rodenberg, die Beigaben auf S. 80

514  Ernst Ludwig Presse – Der Nibelunge Not.

€ 1000 ( R7 )

Erster [und] Zweiter Band. Darmstadt 1926 –1927. Pergamentbände mit vergoldeten Rückentiteln, Fileten und Stehkantenbordüren sowie Kopfgoldschnitt. Im Schuber.

Eins von 100 Exemplaren, somit eins für den »Kreis der Freunde der Ernst Ludwig Presse«. 35 Exemplare wurden vom Insel-Verlag vertrieben, nach Unterlagen des Kleukens-Archivs erschienen noch 20 römisch nummerierte Dedikationsexemplare. – Auf Bütten mit den Wasserzeichen »J W Z[anders]« und »C h K«. – Gesetzt aus der Tertia Shakespeare-Type. – Die Einbände stammen möglicherweise von Ernst Rehbein, der seine Arbeiten größtenteils nicht signierte.

27,0 : 19,8 cm. 201, [7]; 215, [7] Seiten. – Rücken minimal angestaubt. Oberes Kapital von I leicht gestaucht.

Stürz 66. – Rodenberg 499, 23. – Schauer II, 65

516  Wiener Werkstätte – Julius Kühn. Die Brücke.

€ 1500

Gedichte. Darmstadt, Ernst Ludwig Presse 1913. Senffarbener Maroquinband mit ebensolchen Vorsätzen. Deckelvignetten, gepunzte Innenkantenfileten und Schnitt vergoldet (signiert: Wiener Werkstätte). Im Schuber mit Lederkanten und Buntpapierbezug.

Eins von 25 Exemplaren. – Gesetzt aus der Kleukens Antiqua Petit, gedruckt auf festes Japanpapier. – Der Einband signiert und mit dem Monogramm »JH« von Josef Hoffmann, dem langjährigen künstlerischen Leiter der Wiener Werkstätte (1903–1931). – Von Julius Kühn erschienen in den frühen Jahren der Ernst Ludwig Presse drei Privatdrucke in Kleinstauflagen.

14,5 : 12,5 cm. [72] Seiten. – Wenige Seiten mit ganz vereinzelten schwachen Stockflecken.

Stürz 86. – ELP 40. – Rodenberg 79

517  Ernst Ludwig Presse – Hugo von Hofmannsthal. Ein Brief.

€ 120

Darmstadt 1925. Originalpappband mit vergoldetem Rückentitel und goldgeprägter Deckelvignette.

Erste Einzelausgabe. – Eins von 120 Exemplaren. – Erster, der Maximilian-Gesellschaft gewidmeter, Privatdruck von Ernst Rathenau. – Handpressendruck der Ernst Ludwig Presse. – Der »Chandos-Brief« von Hofmannsthal wurde 1902 erstmals in der Zeitschrift »Der Tag« abgedruckt. In dem fiktiven Antwortschreiben von Philipp Lord Chandos an Francis Bacon schildert er sein lyrisches Verstummen. Hofmannsthal verarbeitete mit diesem Text auch die mehrjährige Unterbrechung seiner Freundschaft zu Stefan George.

27,7 : 18,2 cm. 21, [3] Seiten. – Einband etwas fleckig und gebräunt. – Innen minimal gebräunt.

Stürz 100. – Houghton Library Catalogue 115

518  Kleukens Presse – [Johann Wolfgang von] Goethe. Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten.

€ 300

Frankfurt am Main 1919. Roter Saffianlederband mit Blindprägung und Kopfgoldschnitt.

Erster Druck der Kleukens Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Auf Japan. – Mit diesem Druck begann die Kleukens Presse ihre Arbeit, an der neben Christian Heinrich Kleukens auch Rudolf G. Binding sowie die schon von der Ernst Ludwig Presse bekannten Buchkünstler Hans Schreiber (Schrift), Ernst Rehbein (Einbände) und der Frankfurter Buchhändler Tiedemann beteiligt waren.

19,1 : 13,0 cm. [2], 181, [3] Seiten. – Rücken kaum merklich verblasst. Kanten und Bünde leicht berieben.

Rodenberg 103, 1. – Schauer II, 67

519  Kleukens Presse – Wilhelm Klemm. Entfaltung.

€ 200

Gedichtfolge. Darmstadt [1919]. Originalpergamentband mit dezenter Vergoldung.

Zweiter Druck der Kleukens Presse. – Eins von 250 Exemplaren. – Gedruckt auf Bütten. – Gesetzt aus der Cicero-Kleukens-Antiqua. – Titel und Initialen von Friedrich Wilhelm Kleukens.

25,5 : 17,5 cm. [4], 80, [6] Seiten. – Deckel leicht aufgebogen. Einband minimal angestaubt.

Rodenberg 103, 2. – KP 3 (2)

520  Kleukens-Presse – Gotthold Ephraim Lessing. Fabeln.

€ 300

Drey Bücher. 1759, 1777 und Anhang. Holzschnitte von Kay H. Nebel. [Frankfurt am Main] 1920. Mit kolorierten Holzschnitten, davon 19 im Text, und drei Initialen. Originalpappband. Rückentitel und Deckelvignette goldgeprägt. Mit Schutzumschlag und Schuber.

Sechster Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 225 Exemplaren auf Zanders-Bütten, 25 wurden auf Pergament gedruckt. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – »Die Presse will ›bewußt dem spielerischen, wahllosen, snobistischen, merkantilen, abgegriffenen Gebaren der vielen schaustellenden Sonderdarbietungen entgegentreten, die den Interessen und der Anteilnahme des wahren Bücherfreundes stracks zuwiderlaufen‹.« (Julius Rodenberg). – Kay Nebel (1888–1953) wurde 1920 Professor an der Staatlichen Werk-Akademie in Kassel (Thieme/Becker XXV, 371).

20,0 : 12,5 cm. [2], 71, [11] Seiten. – Schuber, Umschlag und Rücken etwas stockfleckig, innen tadellos schön.

Rodenberg 104, 6

521  Kleukens-Presse – Heinrich von Kleist. Penthesilea.

€ 1000 ( R7 )

Ein Trauerspiel. Frankfurt am Main 1921. Handgebundener Originalpergamentband mit Fileten, Bordüren und Kopfschnitt sowie Rückentitel vergoldet (signiert: Kleukens-Binderei). Im Originalschuber mit Rückenschildchen.

Achter Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Van Gelder-Bütten mit der handvergoldeten Initiale (Gesamtauflage 250). – Erstdruck der vom Dichter diktierten und eigenhändig verbesserten Urfassung nach der in der Preußischen Staats-Bibliothek Berlin verwahrten Handschrift. – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

25,4 : 17,0 cm. [6], 169, [9] Seiten.

Rodenberg 104, 8. – Schauer II, 67

522  Kleukens-Presse – William Shakespeare. Ein Sommernachtstraum.

€ 400 ( R7 )

Übersetzt von A. W. von Schlegel. Darmstadt 1923. Pergamentband mit vergoldetem Rückentitel, Fileten und Stehkantenbordüren sowie Kopfgoldschnitt (signiert: Kleukens-Binderei).

Elfter Druck der Kleukens-Presse. – Eins von 200 Exemplaren auf Bütten (Gesamtauflage 250).

28,0 : 19,2 cm. [6], 105, [9] Seiten. – Vordere Ecken leicht gestaucht.

Rodenberg 104, 11. – Schauer II, 67

523  Ratio-Presse – Johann Wolfgang von Goethe. Venetianische Epigramme.

€ 200

Mit Zeichnungen von Friedrich Wilhelm Kleukens. Darmstadt 1927. Mit acht Radierungen im Text und einer auf dem Titel. Violetter Originalleinenband mit vergoldeter Deckelvignette.

Erste Veröffentlichung der Gesellschaft zur Förderung der Ratio-Presse Darmstadt. – Eins von 150 Exemplaren. – Auf Bütten. – Entwurf der Deckelvignette von Friedrich Wilhelm Kleukens.

26,5 : 19,0 cm. [2], 49, [3] Seiten. – Gegenüberliegende Seiten mit schwachem Abklatsch der Radierungen.

Rodenberg 532. – Schauer II, 66

524  Euphorion – Honoré de Balzac. El Verdugo.

€ 300

Aus dem Französischen neu übertragen von Karl Federn. Mit sechs Radierungen von Klaus Richter. Berlin, Euphorion 1921. Mit sechs signierten blattgroßen Radierungen. Rostbrauner Originalecrasélederband mit ornamentaler Prägung und vergoldetem Titel und Kopfschnitt (signiert: Euphorion Einband. Hübel & Denck, Leipzig).

Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf handgeschöpftem Zanders-Bütten, mit den signierten Radierungen (Gesamtauflage 400). – Der gestochene Titel stammt von Jan Tschichold, dem »Großmeister« der Neuen Typographie. – Der Einband im Stil alter Lederschnittbände.

18,7 : 13,3 cm. [2], 58, [8] Seiten. – Vorsätze mit Leimschatten. Eine Seite mit Spur von Kopierstift.

Horodisch, Euphorion 12. – Sennewald 21,2. – Slg. Achilles 222

525  Klaus Richter. Ostpreußisches Wiegenlied.

€ 200

Sechs Radierungen. Berlin, Euphorion 1923. Sechs signierte und nummerierte Radierungen. Originalpergamentbroschur mit vergoldetem Titel.

Eins von 25 römisch nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan (Gesamtauflage 125). – Die Radierungen vereinen Text, Musiknoten und Illustrationen. – Der Reim beklagt die ungenügende Zubereitung eines Hühnchens: »Eia popeia popeste | Edelmann hat viele Gäste | Hat dazu ein Puthühnchen geschlacht | Und die Kaldaunen nicht sauber gemacht | Pfui, pfui, wie stinkt das!« – Klaus Richter (1887–1948) wurde nach ernsthaften Studien (Jura, Medizin, Philologie) zunächst Schauspieler und wandte sich dann der Kunst zu. Er lernte bei Lovis Corinth und wurde dann ein eifriger Illustrator, seine ersten Folgen erschienen sämtlich im Euphorion-Verlag.

16,8 : 19,7 cm. [8] Blätter, davon 6 Radierungen.

Sennewald 23, 2. – Horodisch, Euphorion 22. – Thieme/Becker XXVIII, 297

526  Alfred Hoennicke – [Nikolaus] Lenau. Wald und Schilflieder.

€ 180

Berlin 1917. Doppelblätter mit Kordelheftung in Originalkartonmappe mit farbig illustriertem Bezugspapier und Deckelschild (signiert: Daphnis-Binderei O. Herfurth).

Eins von 100 römisch nummerierten Exemplaren. – Gedruckt »Für Freunde seiner Daphnis-Drucke«. – Auf »Kaiserl. Japan-Pergamentpapier« (Druckvermerk). – Handpressendruck von Joh. Enschedé en Zonen, Haarlem. – Titel, zwei Überschriften und das Pressensignet in Grün gedruckt.

21,2 : 16,3 cm. 31, [1] Seiten.

Backe 12

527  Alfred Hoennicke – [Johann Wolfgang von] Goethe. Bassompierre.

€ 250

Mit 5 Kupfern von Hans Volkert. Berlin 1917. Textheft, Faksimileblatt und fünf signierte Radierungen. Originalumschlag mit Deckelschild in Originalhalbpergamentmappe mit Marmorpapierbezug und Deckelschild (signiert: Daphnis-Binderei O. Herfurth).

Eins von zehn Vorzugsexemplaren, bei denen die Radierungen zwar nicht wie im Druckvermerk angegeben »auf Seide«, wohl aber – wie in der Werbeankündigung beschrieben – von den unverstählten Platten gedruckt sein dürften (Gesamtauflage 80). – Auf Kaiserlich Japan. – Handpressendruck von Hoennicke bei W. Drugulin, Leipzig. – Mit der Werbeankündigung des Verlegers »Die mit aller Zärtlichkeit radierten Plättchen […] atmen den Geist einer vergangenen Zeit; zu diesem Werkchen wird der Bücherfreund oft und gerne greifen und sich daran erfreuen«.

21,5 : 15,0 cm (Mappe). 8, [2] Seiten, 1 Faksimile, 5 Radierungen. – Die Radierungen leicht stockfleckig.

Backe 16. – Rodenberg 324

528  Alfred Hoennicke – [Johann Wolfgang von] Goethe. Chinesisch-Deutsche Gedichte.

€ 250

Berlin 1918. Originalhalbleinenband mit rot-weißen Tupfpapier-Deckelbezügen und Deckelschild.

Eins von 100 Exemplaren, handschriftlich nummeriert. – Satz aus einer Schreibschrift von Hendrik Leendert de Jonge aus dem 17. Jahrhundert, verziert mit verschiedenen Bordüren. – Druck bei Johannes Enschedé en Zonen, Haarlem. – Auf Pannekoek-Bütten von Van Geldern. – Die Initialen in Grün gedruckt. – Als Blockbuch gebunden. – Die Chinesisch-Deutschen Gedichte bilden den letzten Lyrikzyklus Goethes.

23,8 : 15,2 cm. 18 unnummerierte Doppelblätter (erstes leer). – Deckel leicht aufgebogen, minimal berieben. – Exlibris, Titelblatt rückseitig mit kleinem Stempel.

Backe 17. – Rodenberg 325

529  Alfred Hoennicke – Joseph von Eichendorff. Die Entführung.

€ 250

Eine Novelle mit 6 Originalradierungen von Hans Volkert. Berlin 1918. Mit sechs Radierungen. Pergamentband mit Vergoldung und marmorierten Vorsatzpapieren (signiert: Biro Márta, Budapest). Im zugehörigen Schuber.

Eins von 75 Exemplaren. – Satz aus der Jean Paul-Fraktur. – Druck auf der Handpresse bei Breitkopf & Härtel, Leipzig. – Auf Kaiserlich Japan-Bütten. – Druck der Radierungen bei O. Felsing, Berlin. – Initiale, Bordüren und Signet in Grün gedruckt. – Hübsches Exemplar, selten.

17,4 : 15,0 cm. 66, [2] Seiten, 6 Radierungen.

Backe 19. – Rodenberg 325

530  Alfred Hoennicke – Otto Gysae. Vivienne.

€ 300

Eine Novelle. Berlin 1920. Pergamentband mit Rücken-, Fileten- und Kopfschnittvergoldung (signiert: E. A. Enders, Leipzig).

Zweites Buch der Daphnis-Presse. – Eins von 50 Exemplaren auf Kaiserlich-Japanpergament. – Druck bei Joh. Enschedé en Zonen, Haarlem, mit Typen aus der Schriftgießerei Schoeffers von Gernsheim (15. Jahrhundert).

19,3 : 15,4 cm. 70, [4] Seiten.

Backe 38. – Rodenberg 323, 2

531  Alfred Hoennicke – Otto Gysae. Vivienne.

€ 300

Eine Novelle. Berlin 1920. Pergamentband; Rückentitel, Deckelvignette, Kantenfileten und Kopfschnitt vergoldet (signiert: Bruno Scheer, Berlin).

Zweites Buch der Daphnis-Presse. – Eins von 50 Exemplaren. – Auf »Kaiserlich Japanpergament«. – Gesetzt aus Schoeffer Schriften des 15. Jahrhunderts. – Gedruckt bei Joh. Enschedé en Zonen, Haarlem. – Sehr selten, die kleine Auflage gelangte nicht in den Handel.

20,8 : 16,3 cm. 70, [2] Seiten. – Hinterdeckel leicht verfärbt.

Backe 38. – Rodenberg 323

532  Alfred Hoennicke – F[ranz] Christophe. Das Naschkästchen.

€ 300

Zwölf Kupfer. Arcadien [Berlin-Charlottenburg] 1920. Zwölf signierte Radierungen, davon eine als Titel, von Franz Christophe. Mit zwei Textblättern in Originalkassette mit Buntpapierbezug und Deckelschild.

Eins von 30 nicht für den Handel bestimmten Exemplaren. – Die Radierungen sowie das lithographierte und ebenfalls signierte Inhaltsverzeichnis auf Bütten, das Vorwort und ein zweiter Abdruck des Inhaltsverzeichnisses auf orangefarbenem Papier. – »[…] Kunst ist vergeistigte, also veredelte Sinnlichkeit […] Wenn ich für einen Auftrag Illustrationen zeichnete, so beeinflußte mich unwillkürlich die Bedachtnahme auf die ängstlichen Moralbegriffe und das primitive geistige Fassungsvermögen des allgemeineren Publikums. Auch störte mich […] die leidige Rücksichtnahme auf die heuchlerischen Verlogenheiten einer asketischen Naturabgewandtheit, mit denen sich schamloserweise alle moralisch haltlosen Menschen den Anschein seelischer Sauberkeit und äußerlicher Wohlanständigkeit geben. Bei diesen Blätter habe ich jene Einschränkungen nun einmal beiseite gelassen« (Franz Christophe im Vorwort).

25,5 : 17,5 cm (Kassette). – Die Schließbänder fehlen. Bezugspapier der Kassette am Gelenk angeplatzt. – Die Radierungen leicht stockfleckig.

Backe 44

533  Insel Verlag – Hugo von Hofmannsthal. Der Kaiser und die Hexe.

€ 4000

Mit Zeichnungen von Heinrich Vogeler-Worpswede. Berlin, Verlag der Insel bei Schuster & Löffler 1900. Mit illustriertem farbigen Doppeltitel, einer figürlichen Initiale und kleinen Zierstücken. Originalpergamentband mit vergoldetem Rückentitel, breiter vergoldeter Innenkantenbordüre und farbig und in Gold gedruckten Vorsatzpapieren. Im Schuber.

Erste Buchausgabe. – Eins von 200 Exemplaren. – Breitrandiger Druck in Rot und Schwarz auf starkem Insel-Bütten. – Gedruckt bei Otto von Holten im Auftrag von Alfred Walter Heymel. – »Vogeler entwarf Buchschmuck und Doppeltitel zu Hofmannsthals lyrischem Einakter. […] Die Wirkung des phantasievollen Doppeltitels wird von der klassisch anmutenden Schlichtheit der Römischen Antiqua und des Druckbildes des Textes noch gesteigert« (Papiergesänge). – »Als Buchkünstler hat er dann eine ganze Reihe von Werken ausgestattet, wie beispielsweise seine eigenen Gedichte oder die ersten Buchausgaben des jungen Gerhart Hauptmann. Nie wieder übertraf er die Leistung von ›Der Kaiser und die Hexe‹. Der ›Lyriker des Jugendstils‹ (Walter Tiemann) verwandelte den Doppeltitel hier unter Zuhilfenahme der sechs Farben Gold, Mattrot, Violett, Lindgrün, Braun und Hellblau in einen romantischen Zaubergarten […] Beim Betrachten glaubt man die jugendfrische Begeisterung zu spüren, von der eine ganze Künstlergeneration um die Jahrhundertwende getragen wurde« (Jürgen Eyssen). – Ein Höhepunkt der Buchkunst des Jugendstils. – Von der fast unvermeidlichen Lockerung zwischen erster und zweiter Lage abgesehen, innen sehr schön.

23,8 : 15,3 cm. 58, [6] Seiten. – Pergament des Einbands etwas unfrisch. Deckel leicht aufgebogen. Kleine Schabspur auf dem Hinterdeckel, oberes Kapital minimal gestaucht. – Vorderer Vorsatz mit kleiner Buchhändlernummer. Erste und letzte Seiten mit wenigen schwachen Stockflecken.

Sarkowski 765. – Neteler 32. – Houghton Library Catalogue 411. – Schauer I, 47 und II, 11 (Abbildung). – Papiergesänge 14. – Vom Jugendstil zum Bauhaus 34. – Langer S. 126ff

534  Insel Verlag – Clemens Brentano. Gockel Hinkel Gackeleia.

€ 300

Märchen wiedererzählt von Clemens Brentano. Leipzig, Insel 1905. Mit Buchschmuck von Friedrich Wilhelm Kleukens und 15 Tafeln nach den Lithographien der Originalausgabe. Olivgrüner Originalkalblederband mit reicher Rückenvergoldung, vergoldeter und rot-intarsierter Deckelvignette und Kopfschnittvergoldung. Im Originalschuber mit Rückenschildern.

Eins von 300 Exemplaren. – Neudruck der Originalausgabe von 1838, mit einem Nachwort von Franz Deibel. – Auf Bütten. – Doppeltitel, Zueignung, Buchschmuck und Einbandentwurf von Friedrich Wilhelm Kleukens. Es war seine erste Arbeit für den Insel-Verlag. »Dass der Illustrationsauftrag […] an F. W. Kleukens ging, hing sicherlich mit der außerordentlichen Qualität von Tierzeichnungen zusammen, die Kleukens bekannt gemacht hatte.« (Theo Neteler, in: Die Pressen der Brüder Kleukens, Stuttgart 2015, S. 6f.). Im Folgejahr berief Großherzog Ernst Ludwig von Hessen Kleukens nach Darmstadt, wo er 1907 die Ernst Ludwig Presse gründete. – Die Lithographien der Originalausgabe nach Entwürfen von Clemens Brentano wurden hier im Lichtdruck reproduziert. – Im Zusammenklang mit den Verzierungen von Kleukens, besonders dem schönen Einband und dem prachtvollen Doppeltitel, fast schöner als die Originalausgabe.

22,1 : 15,0 cm. [4], 378, [2] Seiten, 15 Tafeln. – Rücken etwas verblasst. Ecken leicht bestoßen. Deckel und Ränder etwas berieben, oberes Kapital mit winziger Läsur. – Es fehlt ein Vorsatzblatt.

Sarkowski 221

535  Insel Verlag – Goethes Briefwechsel mit Marianne von Willemer.

€ 150

Herausgegeben [und eingeleitet] von Philipp Stein. Leipzig 1908. Mit Buchschmuck und illustriertem Doppeltitel von Heinrich Vogeler und zwei Tafeln nach Anton Radl. Originalpergamentband mit Vergoldung und lilafarbenen Rohseidenvorsätzen (Entwurf Heinrich Vogeler).

Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Bütten und im Pergamenteinband. – Inhaltlich und gestalterisch an die Insel-Ausgaben der Goethe-Briefwechsel mit Fritz und Charlotte von Stein anknüpfend. – Mit ausführlichen Anmerkungen und einer Einleitung des Herausgebers auch inhaltlich der reizvollen Gestaltung durch Heinrich Vogeler ebenbürtig. – »Aus der Leidenschaft zwischen Goethe und Marianne von Willemer, die vor allem im Herbst 1815 […] voll zur Entfaltung kam, erwuchs ein großer Teil der ›Divan‹-Gedichte. Einige der schönsten Gedichte des Bandes stammen von der Hand der Verehrten« (KNLL).

18,5 : 11,7 cm. [4], LX, [2], 338, [4] Seiten. – Vorderdeckel minimal fleckig.

Sarkowski 558 VA. – Neteler 195

536  Insel-Verlag – Friedrich Nietzsche. Also sprach Zarathustra.

€ 2000

Ein Buch für Alle und Keinen. Leipzig, Insel 1908. Mit Buchschmuck (ornamentaler Doppeltitel, Titelvignetten, vier Zwischentitel, zahlreiche Kopfleisten und Schlussstücke) in Purpur und Gold von Henry van de Velde. Originalpergamentband mit breiten »Yapp edges«, vergoldeten Vignetten auf Vorderdeckel und Rücken sowie Kopfschnittvergoldung. In dem insel-typischen grauen Originalumschlag und dem ebenso bezogenen -schuber.

Eins von 430 Exemplaren im Pergamenteinband (Gesamtauflage 530). – Sehr breitrandig in Gold, Purpur und Schwarz gedruckt in der Offizin W. Drugulin, Leipzig, mit zahlreichen kleinen, in Gold gedruckten Alineazeichen. Die Schrift wurde von Georges Lemmen, Brüssel, 1900 gezeichnet und von ihm unter Mitwirkung von Harry Graf Kessler geschnitten. – Auf handgeschöpftem Van Gelder-Bütten mit dem von van de Velde entworfenen Signet des Weimarer Nietzsche-Archivs als Wasserzeichen. – Die gesamte Ausstattung des Buches und die Drucklegung übernahm Henry van de Velde. – Harry Graf Kessler hatte sich schon 1897 mit der Herstellung eines Luxusdruckes von Nietzsches »Zarathustra« beschäftigt und recht bald Henry van de Velde, den er im November 1897 kennenlernte, mit einem Entwurf und Georges Lemmen mit der Schriftentwicklung beauftragt. – »Im feierlichen Prunk kam ›Also sprach Zarathustra‹ (1908) daher, für den Insel-Verlag in den drei Farben Schwarz, Purpur und Gold gedruckt, monumental im Format des Foliobandes, monumental in der typographischen Gebärde […] Der dekorative Doppeltitel unterstreicht […] van de Veldes Absicht, auch dem Gegenstand Buch eine künstlerische Form aufzuprägen, die diesem Leben gab. […] Der Rückgriff auf die Texte Nietzsches hing übrigens eng mit der Berufung van de Veldes nach Weimar zusammen. Hier war ja das Nietzsche-Archiv […] beheimatet. Hier residierte aber auch mit Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach ein kunstsinniger Landesfürst […]« (Jürgen Eyssen S. 17).

37,8 : 25,8 cm. [8], 160, [4] Seiten. – Beide Deckel etwas fleckig. Oberes Kapital vorn eingerissen. – Schnitt und einige Seiten etwas stockfleckig, Vorsatzblätter stärker.

Sarkowski 1193. – Brinks 79 (Abb.). – Schauer II, 16 (mit Abbildung). – Eyssen S. 17ff. (mit doppelseitiger Abbildung). – Papiergesänge 31

537  Insel Verlag – Friedrich Nietzsche. Ecce Homo.

€ 1500

Leipzig, Insel [1908]. Mit illustriertem Doppeltitel und Buchschmuck von Henry van de Velde. Grauer Originalwildlederband mit goldgeprägtem Rückentitel und Deckelsignet, Kopfgoldschnitt und goldfarbenem Vorsatzpapier (Königliche Kunstgewerbeschule Weimar nach Entwurf von Henry van de Velde). In Originalschutzumschlag und -schuber.

Erste Ausgabe. – Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japan gedruckt und in Wildleder gebunden (Gesamtauflage 1.250 Exemplare). – Druck in Gold und Schwarz. – Henry van de Velde, ein großer Verehrer Nietzsches, gestaltete alle drei großen Nietzsche-Ausgaben des Insel-Verlages: 1908 »Ecce homo« und »Also sprach Zarathustra«, 1914 dann »Dionysos Dithyramben«, allesamt Meilensteine der deutschen Buchkunst am Anfang des 20. Jahrhunderts. – Nietzsches autobiographischer Text (»Wie man wird, was man ist«) entstand bereits 1888 und sollte ursprünglich 1890 erscheinen. Wegen einer Differenz mit seinem Verleger und Nietzsches Nervenzusammenbruch konnte das Werk erst 18 Jahre später aus dem Nachlass in dieser bibliophilen Ausgabe von Raoul Richter, der auch das ausführliche Nachwort schrieb, herausgegeben werden. – Schönes Exemplar.

25,0 : 19,6 cm. 154, [6] Seiten. – Rücken und Ränder minimal verblasst. – Innendeckel mit Abklatsch des Schutzumschlages. – Vereinzelte winzige Stockflecken im Schnitt.

Sarkowski 1201. – Schauer II, 15. – Schaberg 61 a

538  Insel Verlag – Giovanni di Boccaccio. Das Dekameron.

€ 250 ( R7 )

[Leipzig], Insel 1912. Mit zahlreichen Abbildungen im Text. Schwarzer Originalecrasélederband mit reicher Rücken- und Deckelvergoldung (signiert: A. Köllner, Leipzig).

Eins von 825 Exemplaren, eines der seltenen Exemplare in Ganzleder. – Großformatige Jubiläumsausgabe zum 600. Geburtstag des Dichters. – Übersetzung von Albert Wesselski. – Illustriert nach den Holzschnitten der Venezianischen Ausgabe von 1492 und Initialen der Zeit. – Auf Bütten. – Der Einbandentwurf stammt von Emil Rudolf Weiß.

31,6 : 22,4 cm. [10], 415, [7] Seiten. – Kanten und Bünde berieben und stellenweise etwas beschabt. Deckel mit schwachen Kratzspuren.

Sarkowski 186 D. – Hayn/Gotendorf IX, 71

539  Insel Verlag – Richard de Bury. Philobiblon

€ 300

das ist der Traktat […] über die Liebe zu Büchern. Erstmalig aus dem Lateinischen in das Deutsche übertragen und eingeleitet von Franz Blei. Leipzig, Insel 1912. Brauner geglätteter Originalschweinslederband, Rückentitel und Deckelvignette blindgeprägt (signiert: Carl Sonntag jun., Leipzig).

Eins von 400 Exemplaren auf handgeschöpftem Bütten. – Druck bei Offizin W. Drugulin, Leipzig. – Die Lobpreisung der Bücher und der Liebe zu ihnen, verfasst von dem englischen Bischof Richard Aungerville. – In Franz Bleis Übersetzung werden die Bücher mit »Brüsten voll der Milch des Lebens«, gar mit dem »Baum des Lebens und dem vierfachen Fluß des Paradieses«, mit Noahs Arche und Jakobs Leiter verglichen. – Mit einer Bibliographie des »Philobiblon«.

21,8 : 15,0 cm. [6], XII, 104, [2], XXIX, [7] Seiten. – Winzige Fehlstelle am oberen Kapital.

Sarkowski 262. – Schauer II, 28

540  Insel Verlag – Jean Paul. Des Luftschiffers Giannozzo Seebuch.

€ 600

Almanach für Matrosen wie sie sein sollten. Leipzig, Insel 1912. Mit Frontispiz und 15 Tafeln nach Zeichnungen von Emil Preetorius, alle koloriert. Farbig illustrierter Originalpergamentband mit Kopfgoldschnitt.

Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit den kolorierten Illustrationen und im Ganzpergamenteinband, dessen Illustrationen ebenfalls von Preetorius stammen. – Jean Paul legte dem Luftschiffer Giannozzo seine eigenen kritischen Anmerkungen zu den gesellschaftlichen Zuständen in Deutschland in den Mund.

20,0 : 13,2 cm. [46], 136, [4] Seiten, 15 Tafeln. – Einbandränder und -rücken etwas stockfleckig, sonst schönes Exemplar.

Sarkowski 837 VA. – Schauer II, 48. – Ohr 12

541  Insel Verlag – Die Geschichte von Kagsagsuk.

€ 200

Leipzig, Insel 1914. Mit Zeichnungen, Vignetten und Initialen im Text von Charlotte Veit. Illustrierte Originalhalbleinenbroschur mit Kordelheftung. Im Schuber.

Eins von 200 Exemplaren. – Gedruckt nach der Kalligraphie von Charlotte Veit, die auch die Illustrationen und Vignetten zeichnete. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Das Eskimo-Märchen wurde nacherzählt von Hinrich Johannes Rink nach der Übertragung aus E. Gross »Die Anfänge der Kunst«. – Für den Insel-Verlag ungewöhnlich ausgestattete Edition.

30,5 : 17,4 cm. [56] Seiten. – Umschlagecken schmal geknickt und mit winzigen Eckverlusten.

Sarkowski 520

542  Insel Verlag – Gottfried August Bürger. Wunderbare Reisen zu Wasser und zu Lande.

€ 250 ( R7 )

Feldzüge und lustige Abenteuer des Freiherrn von Münchhausen, wie er dieselben bei der Flasche im Zirkel seiner Freunde selbst zu erzählen pflegt. Mit den Holzschnitten von Gustave Doré. Leipzig, Insel 1918. Mit 154 Holzschnitten, davon 32 blattgroß. Originalhalblederband mit reicher Rückenvergoldung und goldgeprägter Deckelvignette.

Eins von 500 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Halbleder, 100 weitere wurden in Ganzleder gebunden. – Breitrandiger Druck auf handgeschöpftem Bütten von der Reichsdruckerei Berlin. – Die Holzschnitte wurden von den wieder aufgefundenen Originalstöcken der ersten französischen Ausgabe gedruckt. – Einbandentwurf von Emil Rudolf Weiß.

32,3 : 23,5 cm. 185, [7] Seiten.

Sarkowski 259 VA

543  Insel Verlag – [Antoine-François] Prévost. Die Geschichte der Manon Lescaut

€ 300

und des Chevalier des Grieux. Leipzig, Insel 1923. Mit acht Heliogravüren nach Kupfern von Jacques Joseph Coiny. Brauner Originalmaroquinband mit Rückenschild, reicher floraler Rücken- und Deckelvergoldung sowie Kopfgoldschnitt (signiert: J. F. Bösenberg Leipzig).

Exemplar der Vorzugsausgabe mit den Heliogravüren und im Ledereinband. – Die Übertragung von Rudolf G. Binding erschien erstmals 1919. Durch Zählung früherer Insel-Ausgaben einer Zeitler-Übersetzung und zweier der Bindingschen mit anderen Illustrationen als fünfte Auflage bezeichnet. – Die Kupfer stammen aus der 1797 in Paris bei Didot erschienenen Ausgabe und wurden als Lichtdrucke bei Meisenbach Riffarth & Co., Berlin, gedruckt. – Selten, makellos erhalten.

17,5 : 11,8 cm. 281, [3] Seiten, 8 Tafeln.

Sarkowski 1266 VA. – Fromm V, 20738

544  Insel Verlag – Rudolf Koch und Fritz Kredel. Deutschland und angrenzende Gebiete.

€ 150

Diese Karte wurde in den Jahren 1925–1934 […] unter Mitarbeit von Richard Bender und Berthold Wolpe geschaffen. Leipzig, Insel [1937]. Farbiger Druck nach Holzschnitten. Papier, auf Leinen aufgezogen und mit Haltestäben.

»Korrigierte« Fassung der berühmten Karte. Mit zahlreichen kleinen Stadtansichten, meist symbolisiert durch bekannte Bauwerke. Entgegen der ersten Auflage von 1934 wurde der Titel erweitert, »um politischen Anstoß im Ausland zu vermeiden«, der alte Reichsadler entfernt, einige Symbole ausgetauscht (Stuttgart nun mit dem alten Schloss statt dem markanten Bahnhof von Bonatz/Scholer, im Thüringer Wappen prangt bereits das Hakenkreuz). – Mit 31 kolorierten Wappen der Provinzen, Länder und Hansestädte. – Umrahmt wird die Darstellung von Hölderlin-Versen. Die Kalligraphie entwarf Rudolf Koch, die Holzschnitte Fritz Kredel. – Richard Bender übernahm die Kolorierung, von Berthold Wolpe stammen Legenden und Windrose. Bei H. F. Jütte, Leipzig, in sechs Farben auf getöntes Papier gedruckt. – Ein Teil der Auflage wurde, wie hier vorliegend, als Wandkarte produziert.

155 : 112 cm. – Gebräunt, einige teils hinterklebte Einrisse.

Salter 3.2.2. – Sarkowski 380 A. – Sarkowski, »Rudolf Kochs Deutschlandkarte als Politikum«, in: Philobiblon 43 (1999), Heft 1, S. 27–34

545  Insel Verlag – Die Minnesinger in Bildern der Manessischen Handschrift.

€ 200

Mit einem Nachwort von Elisabeth Karg-Gasterstädt. [Leipzig und Frankfurt am Main], Insel 1962. Mit 24 blattgroßen farbigen Abbildungen. Originalhalbpergamentband mit goldgeprägtem Rückentitel. Im illustrierten Originalschuber.

Eins von 250 Exemplaren. – Einmalige Sonderausgabe von Insel-Bändchen 450 [1B] aus Anlass des fünfzigjährigen Bestehens der Insel-Bücherei. – Dazu: Ali Baba und die vierzig Räuber. Übertragen von Enno Littmann. Mit Holzstichen von Imre Reiner. 1961. Originalleinenband im -schuber. Eins von 750 Exemplaren. Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Lanzelot und Sanderein. Übertragen von Friedrich Markus Huebner. Mit Holzstichen von Andreas Brylka. 1962. Originalhalbpergamentband im -schuber. Eins von 900 Exemplaren. – Das Leben des Lazarillo von Tormes, sein Glück und sein Unglück. [1965]. Mit zehn kolorierten Holzschnitten von Rudolf Peschel. Originalhalbpergamentband im -schuber. Eins von 1500 Exemplaren. Sonderausgabe von IB 706 [1B].

18,5 : 12,0 cm, die Beigaben 20,5 : 12,5 cm. – Jeweils kleiner Sammlerstempel auf Innendeckel, Titel und Druckvermerk, davon abgesehen aber alle sehr gut erhalten.

Sarkowski 1112, 11, 978 und 996

546  Insel Verlag – Fünf Leder- bzw. Vorzugsausgaben deutscher Klassiker.

€ 250

Leipzig u. a. 1905–1994. Dünndruckausgaben in Originaleinbänden.

I. Adalbert Stifter. Studien. 1905. Zwei flexible Originalpergamentbände. Doppeltitel von Karl Walser. – II. Gottfried Keller. Der grüne Heinrich. [1922]. Grüner Kalblederband. 5.–9. Tausend. – III. Heinrich von Kleist. Sämtliche Werke. Dramen. [1927]. Schwarzer Kalblederband. Einbandgestaltung von Walter Tiemann. – IV. Ludwig Tieck. Phantasus. 1985. Weinroter Maroquinband. Aus der zwölfbändigen Werkausgabe. – V. Johann Wolfgang Goethe. Faust. Texte [und] Kommentare. 1994. Zwei weinrote Maroquinbände mit Halblederchemise. Aus der 40bändigen Werkausgabe. – Dazu: Konrad Ferdinand Meyer. Werke. Dünndruckausgabe in vier Bänden. Leipzig, H. Haessel 1922. Rote Originallederbände mit reicher Rückenvergoldung.

ca. 18,1 : 11,5 cm.

Sarkowski 1680, 896 und 928 (I–III)

547  Insel Verlag – Vier klassische asiatische Werke

€ 200

in Lederausgaben. Leipzig u. a. 1953–1975. Flexible Kalblederbände mit Rückenvergoldung.

I. Die Räuber vom Liang Schan Moor. 1953. Mit 60 Illustrationen nach Holzschnitten. – II. Die Geschichte vom Prinzen Genji. Wie sie geschrieben wurde um das Jahr eintausend unserer Zeitrechnung von Murasaki, genannt Shikibu, Hofdame der Kaiserin von Japan. Zwei Bände. 1954. – III. Kin Ping Meh oder die abenteuerliche Geschichte von Hsi Men und seinen sechs Frauen. 1961. – IV. Ting Yao Kang. Blumenschatten hinter dem Vorhang. 1975. Mit 18 Illustrationen nach Holzschnitten.

19,5 : 11,6 cm.

Sarkowski 1459, 1174 und 908 (IV nicht mehr)

548  Insel Verlag – John Dieter Brinks. Vom Ornament zur Linie.

€ 250

Der frühe Insel-Verlag 1899 bis 1924. Ein Beitrag zur Buchästhetik im frühen 20. Jahrhundert. Laubach und Berlin, Triton 2000. Mit zahlreichen, meist farbigen Abbildungen und Tafeln. Originalleinenband und -mappe im Schuber.

Erstes von 30 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einem beigelegten Originalentwurf für den Insel-Verlag, hier: Walter Tiemann. Titelzeichnung für »Paul Ernst. Ritter Lanval« (1906). Rote und schwarze Tusche. 18,2 : 11,5 cm. – Neben den zahlreichen, meist farbigen Abbildungen und Tafeln liegen in einer Mappe 20 Faksimiledrucke von Originalvorsatzpapieren und Prospekten des Insel-Verlages bei. – Wichtige Monographie zu dem Verlag, der die deutsche Buchkunst der Moderne entscheidend prägte. – Mit Beiträgen von Susanne Buchinger, Marcus Haucke, Kurt Ifkovits, Renate Müller-Krumbach, Theo Neteler, Lindsay Newman, Gerhard Schuster, Juergen Seuss, Barbara Stark, Roland Stark , Klaus Weber und dem Herausgeber. – Mit Widmung des Herausgebers.

30,5 : 24,5 cm. 391, [5] Seiten, 21 Tafeln. – Schuber an der Unterseite leicht berieben.

549  Insel Verlag – Franz Kafka. Ein Landarzt.

€ 120

Kleine Erzählungen. Mit 6 lavierten Federzeichnungen von Alfred Kubin. Nachwort von Peter Höfle. Insel, Frankfurt am Main und Leipzig 2003. Mit einer lose beigelegten signierten Radierung von Paul Flora. Originalpappband.

Eins von 200 Exemplaren (Gesamtauflage 300). – Sonderdruck von IB 1243 für die Freunde des KubinKabinetts im Badhaus zu Leogang im Pinzgau. – Die Originalzeichnungen Kubins konnte Dr. Otto Paulick, der Initiator des KubinKabinetts, aus dem Nachlass Alfred Horodischs erwerben und so diese erstmalige Vereinigung von Bild und Text ermöglichen. – Verlagsfrisch.

18,5 : 12,0 cm. [2], 81, [5] Seiten. 1 Radierung.

Vgl. Marcks A 144

550  Winkler Verlag – Vier Dünndruckausgaben in Ledereinbänden.

€ 150

München 1976–1989. Flexible Originallederbände mit vergoldetem Rückentitel, goldgeprägtem Deckelsignet und Kopfgoldschnitt.

Aus der Reihe »Winkler Weltliteratur«. – I. Fjodor M. Dostojewski. Die Brüder Karamasow. 1976. – II. Fjodor M. Dostojewski. Schuld und Sühne. (Rodion Raskolnikow). 1977. – III. Theodor Fontane. Romane. 1988. 7. Auflage. – IV. Voltaire. Sämtliche Roman und Erzählungen. 1989. 5. Auflage. – Dazu: Arthur Rimbaud. Sämtliche Dichtungen. – Briefe und Dokumente. Heidelberg, Lambert Schneider 1960 und 1961. Zwei rote Originallederbände mit Rückenschildern. Dünndruckausgaben.

19,3 : 12,0 cm.