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Lot 551 – 578 | Hesse-Auktionen
Lot 551 – 578

551  Henri Guilbeaux. Wladimir Iljitsch Lenin.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Ein treues Bild seines Wesens. Übertragung ins Deutsche unter Mitwirkung von Rudolf Leonhard. Berlin, Die Schmiede 1923. Mit elf Tafeln und einigen Brieffaksimiles. Weiße Originalbroschur mit rotem Titel.

Der erste, noch ganz minimalistische Buchentwurf Georg Salters. – »Dieser Einband verdient besondere Beachtung, weil die ganze Einstellung des Künstlers zum Problem der Buchgestaltung bereits vorgreifend im Kerne zeigt. […] Das eigentlich Bemerkenswerte [an dem auf den Namenszug ›Lenin‹ reduzierten Entwurf] ist der Charakter der Schrift. Wie mit einem blutigen Finger hingewischt, leuchten die Schriftzeichen bedrohlich und flammend auf und erzeugen bei dem Betrachter eine Suggestion von umheimlichen, dunklen Geschehnissen« (E. Hölscher). – In seinem Lebenslauf, der 1961 in einem New Yorker Katalog abgedruckt wurde, unterschlug Salter seinen Erstling »aus verständlichen Gründen« (Jürgen Holstein). – Dazu: Eberhard Hölscher. Georg Salter. Sonderdruck aus Archiv für Buchgewerbe 1930. Mit acht (von 13) Originalbeispielen und einigen Tafeln. Rot-blaue Originalbroschur.

23,2 : 15,2 cm. 174, [2] Seiten, 11 Tafeln. – Rücken gebräunt, mit Fehlstelle und handgeschriebenem Titel. – Vortitelblatt lose, Ränder der Textblätter gebräunt.

Holstein 47 und ganzseitige Abbildung auf S. 15 (mit überklebtem Rücken). – Hermann/Schmitz B 55. – Schauer I, 253. – Fromm III, 11896

552  Boris Bajanow. Stalin, der rote Diktator.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Von seinem ehemaligen Privatsekretär. Berlin, Paul Aretz 1931. Originalpappband mit -schutzumschlag, beide mit roten Titelaufdrucken (Gestaltung Georg Salter).

Erste deutsche Ausgabe, die »autorisierte Übertragung aus dem Französischen besorgte Paul Muralt«. – Boris Bajanow (1900–1982) wurde 1923 erster und zugleich einziger Privatsekretär Stalins. Bereits 1928 floh er aus der Sowjetunion, die nachfolgenden Versuche Stalins, ihn in seinem Pariser Exil ermorden zu lassen, schlugen fehl. – Mit der roten Titelschrift und dem dominant gesetzten Namen Stalins zitierte Salter seine Gestaltung der Lenin-Biographie von Guilbeaux (1923, siehe KatNr. LAGER 330). – Selten.

19,3 : 12,8 cm. 168 Seiten. – Umschlag mit kleinen und hinterlegten Randfehlstellen. – Buchblock etwas schiefgelesen.

Holstein 178.1. – Fromm I, 1307

553  1928 – Elf Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 350

Zuschlag/Hammerprice: € 220

Potsdam 1928. Originaleinbände, teils mit Schutzumschlag.

I. [Sidonie-Gabrielle] Colette. Sieben Tierdialoge. – II. Ernst Glaeser. Jahrgang 1902. EA. – III. Werner Hegemann. Der gerettete Christus oder Iphigenies Flucht vor dem Ritualopfer. – IV. Artur Holitscher. Mein Leben in dieser Zeit (1907–1925). EA. – V. Artur Holitscher. Reisen. EA mit Schutzumschlag (Unterrand lädiert). – VI. Karin Michaelis. Familie Worm. EA. – VII. [Alexander] Tarassow-Rodionow. Februar. Roman. – VIII. Susanne Trautwein. Zauberflöte. Novelle. – IX. Alfred Ollivant. Old Bob. Der graue Hund von Kenmuir. Roman. – X. Earl Derr Biggers. Die Schmerzensspalte. Broschur. – XI. Georg Kaiser. Von morgens bis mitternachts/Kanzlist Kehler/Nebeneinander/Zweimal Oliver.

Holstein, Salter 17, 42, 54, 59, 61, 252, 151, 157 und 261 (nicht X und XI)

554  1929 – Zehn Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Potsdam 1929. Originaleinbände, einige mit Schutzumschlag.

I. Cheng Tcheng. Meine Mutter. EA mit Schutzumschlag und Bauchbinde. – II. A. M. Frey. Die Pflasterkästen. Ein Feldsanitätsbericht. Mit Schutzumschlag (etwas unfrisch). – III. Ernst Glaeser. Jahrgang 1902. Mit Schutzumschlag. – IV. Hermann Kesten. Die Liebesehe. EA mit Schutzumschlag (nicht ganz frisch). – V. [Juri N.] Tynjanow. Wilhelm Küchelbecker, Dichter und Rebell. Historischer Roman. – VI. Hermann Kesten. Ein ausschweifender Mensch. EA. – VII. Joseph Roth. Rechts und Links. Roman. EA. – VIII. 24 Neue Deutsche Erzähler. Herausgegeben von Hermann Kesten. EA. – IX. [Anna] Seghers. Aufstand der Fischer von St. Barbara. 7.–9. Tausend. – X. Karin Michaelis. Sünden, Sorgen und Gefahren (Gunhild heiratet). Roman. – Eine Beigabe.

Holstein, Salter 12, 39, 42, 76, 162, 234, 268

555  1930 – Acht Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Potsdam 1930.

I. Constantin Brunner. Von den Pflichten der Juden und von den Pflichten des Staates. – II. Lion Feuchtwanger. Die hässliche Herzogin Margarethe Maultasch. Roman. 131.–150. Tausend. – III. Willy Haas. Gestalten der Zeit. Broschur. – IV. Heinrich Mann. Die große Sache. Roman. – V. François Villon. Balladen. Broschur. – VI. A. M. Frey. Das abenteuerliche Dasein. Ein biographischer Musterroman. – VII. Ernst Glaeser. Frieden. – VIII. Karin Michaelis. Herr und Mädchen. Roman. EA. – Alle gut erhalten, Umschlag VIII geknittert.

Bei IV lediglich der vordere Teil des Schutzumschlags vorhanden.

Holstein, Salter 7, 35, 48, 100, 165, 208 und 209

556  1931 – Sechs Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 360

meist Erstausgaben. Berlin 1931. Fünf Originalleinenbände mit -schutzumschlag, eine Originalbroschur.

I. Georg Hermann. Jettchen Gebert. Roman. 1931. – II. Hermann Kesten. Glückliche Menschen. Roman. 6.–10. Tausend. – III. Heinrich Mann. Geist und Tat. Franzosen 1780–1930. 1931. – IV. F. C. Weiskopf. Das Slawenlied. Roman. 1931. – V. Hans Sochaczewer. Die Untat. Roman. 1931. – VI. Gottfried Benn. Fazit der Perspektiven. 1931. Broschur.

Holstein, Salter 55, 77, 101, 171 und 277

557  1932 – Zehn Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 330

Berlin 1932/33.. Neun Originalleinenbände mit -schutzumschlag, eine Broschur.

I. Josef Breitbach. Die Wandlungen der Susanne Dasseldorf. Roman. 1933. Broschur. – II. Ernst Glaeser. Das Gut im Elsass. Ein Roman. 1932. Mit Bauchbinde. – III. Karl Marx. Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie. 1932. – IV. Karl Vorländer. Geschichte der Philosophie. 1932. – V. Otto Weininger. Geschlecht und Charakter. Eine prinzipielle Untersuchung. 1932. – VI. Essad Bey. Das Weisse Russland. Menschen ohne Heimat. 1932. – VII. Georg Hermann. Henriette Jacoby. Roman. 1932. – VIII. Karin Michaelis. Die sieben Schwestern. Roman. 1932. – IX. Julien Green. Treibgut. Roman. 1932. – X. Kurt Kersten. »1848«. [Die Deutsche Revolution]. 1933.

Einige Umschläge mit leichten Randläsuren.

Holstein, Salter 6.1, 45, 106, 166, 170, 197, 216 und 254

558  Verlag Die Schmiede – Ludwig Lewin. Die Jagd nach dem Erlebnis.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Zuschlag/Hammerprice: € 120

Ein Buch über Georg Kaiser. Berlin 1926. Hellgelber Originalleinenband mit Titelaufdrucken in Grün und Rot und Originalschutzumschlag, beide nach Entwurf von Georg Salter. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Vorblatt mit eigenhändiger Widmung des Verfassers, der von 1914 bis 1933 Rektor der bedeutenden Berliner Lessing-Hochschule war. – Dazu: Max Freyhan. Georg Kaisers Werk. Berlin, Die Schmiede 1926. Originalleinenband. Erste Ausgabe. – Georg Kaiser. Kolportage. Komödie in einem Vorspiel und drei Akten nach zwanzig Jahren. Berlin, Die Schmiede 1924. Mit zwei Tafeln. Schwarz-rot-goldener Originalpappband nach Entwurf von Salter. Erste Ausgabe. – »Der Einband […] hat etwas von der muffigen sensationslüsternen Atmosphäre der Hintertreppe, eine gewisse Courths-Mahler-Stimmung, die dem parodistischen Gehalt dieser geistvollen Komödie ausgezeichnet gerecht wird« (E. Hölscher).

Umschlag von I mit kleinen Ein- und Ausrissen und angestaubt.

Holstein 247, 40 und 17. – Hermann/Schmitz B 114, 47 und 85. – Kaiser: Raabe/Hannich-Bode 147.32

559  Berichte aus der Wirklichkeit.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Herausgegeben von Eduard Trautner. Band 1 [bis] 6 [alles]. Berlin, Die Schmiede 1927. Gelbe Originalpappbände mit zweifarbig aufgedruckten Titelbanderolen, Entwurf Georg Salter.

Vollständige Reihe, alle in erster Ausgabe. – I. Egon Erwin Kisch. Kriminalistisches Reisebuch. – II. Leo Lania [Lazar Herrmann]. Indeta, die Fabrik der Nachrichten. – III. Pierre Mac Orlan. Alkohol-Schmuggler. Übersetzt von Paul Cohen-Portheim. – IV. Joseph Roth, Juden auf Wanderschaft. – V. Hans Siemsen. Verbotene Liebe. Briefe eines Unbekannten. – VI. Eduard Trautner. Gott, Gegenwart und Kokain. – Die Buchreihe verweist »auf Probleme wie Drogensucht, die Heimatlosigkeit des jüdischen Volkes, den Paragraphen 175, Alkoholismus und Kriminalität« (Hermann/Schmitz nach Holstein). – Der Herausgeber Eduard Trautner (1890–1968) hatte nach verschiedenen Studien in der Vorkriegszeit 1917–1920 auch noch Medizin studiert. 1921 ließ er sich als Arzt nieder. 1920 und 1921 erschienen die ersten seiner wenigen literarischen Werke bei Kiepenheuer (siehe KatNr. LAGER 243). – So gut erhalten und vollständig selten zu finden. – Dazu: Eduard Trautner. Der Mord am Polizeiagenten Blau. Berlin, Die Schmiede 1924. Rot-blauer Originalpappband mit Rückenvergoldung. Erste Ausgabe, erschienen als Band 3 von »Außenseiter der Gesellschaft«.

18,7 : 12,2 cm. – Band IV etwas angestaubt.

Holstein 78, 89, 98, 133, 143 und 156 und ganzseitige Abbildung auf Seite 37. – Hermann/Schmitz A 2. – Raabe/Hannich-Bode 305.8 (und einzelne bei den Autoren), die Beigabe 305.4

560  Verlag Die Schmiede – Neun Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 240

Berlin 1924–1926. Originaleinbände, teils mit -schutzumschlag.

I. Henri Barbusse. Kraft. 1926. Illustrierter Originallpappband. – II. Alphonse de Chateaubriant. Schwarzes Land. 1925. Illustrierter Originallpappband. – III. Herbert Ihering. Die vereinsamte Theaterkritik. Illustrierte Originalbroschur. – IV. Friedrich Heinrich Jacobi. Schriften. Herausgegeben von Leo Matthias. 1926. Originalbroschur. – V. Leo Matthias. Ausflug nach Mexiko. 1926. Illustrierter Originalleinenband. – VI. Walter Mehring. Algier oder Die 13 Oasenwunde. [1925]. Mit Illustrationen des Verfassers. Originalleinenband. – VII. Ignatz Straßnoff. Ich, der Hochstapler. 1926. Originalleinenband. – VIII. Emanuel Swedenborg. Himmel, Hölle, Geisterwelt. Eine Auswahl aus dem lateinischen Text in deutscher Nachdichtung von Walter Hasenclever. 1925. Originalleinenband mit Schutzumschlag. – IX. Ernst Weiss. Der Fall Vukobrankovics. 1924. Illustrierte Originalbroschur. Außenseiter der Gesellschaft, Band 4.

Holstein 4, 11, 64, 66, 107, –, 149, 150 und 286

561  Verlag Die Schmiede – Die Romane des XX. Jahrhunderts. – Neun Werke mit Einband- und Umschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 800

Berlin 1925–1927.

In der Reihe erschienen 19 Titel. – I. Henri Barbusse. Kraft. 1926. – II. Francis Carco. An Strassenecken. 1925. – III. Alphonse de Chateaubriant. Schwarzes Land. 1925. Mit dem berühmten »Wellenumschlag«. – IV. Albert Daudistel. Das Opfer. 1925. – V. Martin Richard Möbius. Verwünschtes Gold. 1927. – VI. Marcel Proust. Der Weg zu Swann. Zweiter Band. 1926. – VII. Marcel Proust. Im Schatten der jungen Mädchen. Ein französischer Gesellschaftroman. Übersetzt von Walter Benjamin und Franz Hessel. [1926/27]. Mit Schutzumschlag. Erste deutsche Ausgabe vom zweiten Roman des Zyklus »À la recherche du temps perdu« (Fromm 20882.2). – VIII. Raymond Radiguet. Das Fest. 1925. – IX. Raymond Radiguet. Den Teufel im Leib. 1925. – Dazu: Drei weitere Werke des Verlages mit Salter-Einbänden.

Holstein 4, 9, 11, 21, 115, 124, 125, 127 und 128. – Hermann/Schmitz A 9

562  Erich Reiss Verlag – Egon Erwin Kisch beehrt sich darzubieten:. Paradies Amerika.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Berlin 1930. Leuchtend roter Originalleinenband mit goldgeprägten Titeln und illustrierte Originalschutzumschlag, beide nach Entwurf Georg Salter.

23.–27. Tausend, wohl eine von mehreren Bindequoten der Erstausgabe. – Tadellos schönes Exemplar der Leinenausgabe. – Dazu drei weitere Werke des Verlages: Otto Roeld. Malenski auf der Tour. 1930. – Jacques Chardonne. Eva oder Das unterbrochene Tagebuch. [1932]. – Nina Smirnowa. Marfa. 1932. – Erste bzw. erste deutsche Ausgaben, eine Originalbroschur und zwei Originalleinenbände, alle drei mit Salter-Umschlag. – Eine Beigabe.

20.8 : 14,0 cm. 347, [5] Seiten. – Umschlag am Oberrand mit 2 kleinen, hinterlegten Randeinrissen.

Holstein 79. – Melzwig 356.1

563  Georges Duhamel. Spiegel der Zukunft.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Berlin, S. Fischer 1931. Hellgrauer Originalleinenband mit Blaudruck und farbig illustrierte Originalschutzumschlag (Entwurf Georg Salter).

Erste deutsche Ausgabe, übersetzt von Käthe Rosenberg. – Tadellos schönes Exemplar.

19,3 : 12,5 cm.

Holstein 30. – Nicht bei Pfäfflin. – Fromm II, 7635

564  Bernhard Kellermann. Der Tunnel.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 130

Roman. 51.–75. Tausend der ungekürzten Sonderausgabe. Berlin, S. Fischer [1932/33]. Originalleinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag nach Entwurf von Georg Salter.

Die zweite Auflage mit dem Umschlag von Georg Salter, der erstmals für das 26.–50. Tausend der Sonderausgabe verwendet wurde. – Kellermanns berühmter Roman vom Bau eines transatlantischen Tunnels war bereits 1913 erschienen. Nahezu 20 Jahre zierte die Umschlagillustration von Hans Baluschek den Einband. Anfang der 1930er Jahre wurde die etwas »altbackene« Stadtansicht durch Salters atemberaubend dynamische Zeichnung, die bildhaft über den gesamten Umschlag reicht, ersetzt.

18,8 : 13,2 cm. [3]–402 Seiten (so korrekt). – Umschlag mit Randfehlstellen, Buch sehr gut erhalten.

Holstein 75. – Holstein, Blickfang 325. – Pfäfflin 133

565  S. Fischer Verlag – Acht Werke mit Leinenbänden und Schutzumschlägen, gestaltet von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Berlin 1930–1932.

I. Hermann Hesse. Weg nach Innen. Vier Erzählungen. 1931. – II. Kurt Heuser. Die Reise ins Innere. 1931. – III. Thomas Mann. Königliche Hoheit. 1932. Erste Ausgabe der Sonderausgabe. – IV. Julius Meier-Graefe. Der Vater. 1932. – V. Liam O’Flaherty. Verdammtes Gold. 1931. – VI. Liam O’Flaherty. Herr Gilhooley. 1931. – VII. Arthur Schnitzler. Traum und Schicksal. Sieben Novellen. 1931. – VIII. Jakob Wassermann. Das Gänsemännchen. 1930. – Erste (I, II, IV, VII) bzw. erste deutsche (V und VI); III und VIII in der ersten Auflage der »ungekürzten Sonderausgaben«.

Holstein 56, 57, 103, 251, 259, 260, 138 (»atmosphärisch besonders gelungener Umschlag«) und 167

566  S. Fischer Verlag – 15 Werke mit von Georg Salter gestalteten Leinenbänden.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Berlin 1930–1932.

Auswahl aus dem Konvolut: Alfred Döblin. Berlin Alexanderplatz. 1930. – Alfred Döblin. Giganten. 1932. – John Dos Passos. Auf den Trümmern. 1930. – John Dos Passos. Der 42. Breitengrad. 1932. – Leo Trotzki. Mein Leben. 1930. – Leo Trotzki. Geschichte der russischen Revolution. Februarrevolution. 1931. – Carlo Sforza. Gestalten und Gestalter des heutigen Europa. 1931. – Carlo Sforza. Europäische Diktaturen. 1932. – Dazu: Sieben Originalbroschuren, illustriert und gestaltet von Georg Salter: John Dos Passos. Der 42. Breitengrad. 1930. – Helen Zenna Smith. Mrs. Biest pfeift. 1930. – Jules Romains. Kumpane. 1930. – Jules Romains. Jemand stirbt. 1932. – Joseph Conrad. Die Rettung. 1931. – Joseph Conrad. Das Herz der Finsternis. 1933. – Fischer-Almanach 1932. – Eine Beigabe.

Meist gut erhalten, der Broschurumschlag von Dos Passos’ »Der 42. Breitengrad« (Holstein 27) leider beschädigt.

Holstein 24, 26, 29, vgl. 28, 158, 159, 141 und 274 sowie dazu: 27, 147, 130, 131, 18, 192 und 1

567  Piper, Universitas und weitere Verlage – 20 Werke mit Einband- und Schutzumschlaggestaltung von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Ausrufpreis/Starting bid: € 400

München u. a. 1926–1933. 21 Originaleinbände und -broschuren.

Piper Verlag München (Originalleinenbände): André Maurois. Die Gespräche des Doktors O’Grady. 1929. Schutzumschlag. – Joseph Kessel. Die Gefangenen. 1930. – Ernst Penzoldt. Die Portugalesische Schlacht. 1930. – Edmond Fleg. Salomo. 1930. – Aldous Huxley. Das Lächeln der Gioconda. 1931. – Panait Istrati. Tage der Jugend. 1931. Schutzumschlag. – Michael Arlen. Zugvögel. 1932. – Universitas Berlin: Jack London. König Alkohol. 1926. Originalleinen mit Schutzumschlag. – Jack London. Meuterei auf der Elsinore. 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Panteleimon Romanow. Drei Paar Seidenstrümpfe. 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Reclam Leipzig: Deutscher Almanach für das Jahr 1932 [und] 1933. Leipzig 1931 und 1932. Illustrierte Originalbroschuren. – Grote Berlin (Originalleinenbände mit Schutzumschlag): Wilhelm Raabe. Die Chronik der Sperlingsgasse. – Julius Stinde. Die Familie Buchholz. 1933. Zwei Bände. Mit zwölf Farbtafeln von Salter. – Rudolf Herzog. Die Wiskottens. Knaur 1932. Originalleinenband, Vorderdeckel und Vorsätze mit farbigen Illustrationen von Salter. – Iwan Lukasch. Moskau in Flammen. Berlin, Dietrich Reimer 1932. Illustrierte Originalbroschur. – Acht weitere.

568  Thomas Mann. Stories of Three Decades. – The Transposed Heads. – The Holy Sinner.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

– Translated by H. T. Lowe-Porter. New York, Alfred A. Knopf 1936, 1941 und 1951. Zwei Originalleinenbände mit -schutzumschlag, eine illustrierte Originalbroschur, alle nach Entwurf bzw. illustriert von Georg Salter.

Erste amerikanische Ausgaben der Erzählungssammlung mit einem Vorwort des Verfassers und von »Die vertauschten Köpfe« und »Der Erwählte«, diese beiden kurz nach den deutschen Originalausgaben. – Dazu: Joseph and his Brothers. The complete work […] in one volume. Translated by H. T. Lowe-Porter. New York, Knopf 1963. Originalleinenband mit farbig illustriertem Schutzumschlag von Georg Salter. Nachdruckausgabe.

Broschur tadellos, Umschlag von II minimal bestoßen, der der Beigabe mit leichten Läsuren.

Potempa II, T 297, 360.1 und 333.1 sowie 297. – Holstein A 9 und A 10

569  Amerikanische Verlage und Autoren – Zwölf Werke mit Schutzumschlägen von Georg Salter.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

New York, Abraham A. Knopf, u. a. 1936–1966. Zwei Originalhalbleinen- sonst Originalleinenbände, meist illustriert, alle mit farbig illustriertem Originalschutzumschlag, Einbände und Umschläge nach Entwürfen von Georg Salter.

I. Arnold Zweig. Education before Verdun. Translated by Eric Sutton. New York, Viking Press 1936. – II. Julian R. Meade. Adam’s Profession and its Conquest by Eve. New York, Longmans 1936. – III. Nikolai Gubsky. Andry Dust. An Autobiography. New York, Oxford University Press 1937. – IV. Alfred Neumann. Six of them. Translated by Anatol Murad. New York, Macmillan 1945. – V. Rumer Godden. A Breath of Air. New York, Viking Press 1951. Originalhalbleinenband. – VI. Jon and Rumer Godden. Two under the Indian Sun. New York 1966. Originalhalbleinenband. – VII. John Hersey. A Single Pepple. New York 1956. – VIII. Robert Nathan. The Rancho of the Little Loves. 1956. Auch von Salter illustriert. – IX. Heimito von Doderer. The Demons. Translated von Richard and Clara Winston. 1961. Zwei Bände. – X. Heimito von Doderer. Every Man a Murderer. Translated von Richard and Clara Winston. 1964. – XI. Joseph Breitbach. Report on Bruno. Translated by Michael Bullock. 1964. – XII. Erich Maria Remarque. The Night of Lisbon. Translated by Ralpg Manheim. New York, Harcourt, Brace & World 1964. – Erste Ausgaben bzw. erste amerikanische Ausgaben. – Sieben Beigaben. – Mit kleinen Einschränkungen (siehe unten) gut und sehr gut erhalten und auf dem deutschen Markt recht selten.

Umschlag von I ohne Einschlaglaschen, II und IV mit Läsuren, II und X (nur an den Rücken) gebräunt.

570  Fritz Kredel und Georg Salter – Drei Ausgaben des Limited Edition Club

Schätzpreis/Estimate: € 300

Ausrufpreis/Starting bid: € 200

mit kolorierten Illustrationen von Fritz Kredel. New York 1952–1962. Mit zahlreichen kolorierten Illustrationen, nach Federzeichnungen, davon je eine als Titelvignette. Zwei Originalhalbleder- und ein Originalhalbleinenband, alle im -schuber.

Je eins von 1500 nummerierten Exemplaren. Im Druckvermerk von Fritz Kredel signiert. Typographie und Buchgestaltung stammen von Georg Salter. – I. Rudolph Raspe and others. The Singular Adventures of Baron Munchhausen. 1952. 30 Illustrationen. – II. Heinrich Heine. Poems. Selected and translated, with an Introduction, by Louis Untermeyer. 1957. 34 Illustrationen. – III. Mark Twain. The Innocents Abroad or The New Pilgrim’s Progress […] With an Introduction by Edward Wagenknecht. 1962. 59 Illustrationen. Halbleinen. – Dazu: The Book of Ballads. Selected and edited by MacEdward Leach. Heritage Press 1967. Titelvignette und 38 Textholzschnitte, in Gelb und Braun getönt. Buchhandelsausgabe, nur die 1500 Exemplare für den Limited Edition Club wurden handkoloriert. – Die kolorierten feinen Federzeichnungen Kredels, die Salter gekonnt in seine großzügige Typographie einbaute, begeistern noch heute den Betrachter.

24,5 : 16,5–17,5 cm. Gelenke von I etwas brüchig, Kapitale von II berieben, sonst sehr schön.

Salter 1.216.1, 1.260.1, 1.310.1 und 1.344.2

571  Jürgen Holstein. Blickfang.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Ausrufpreis/Starting bid: € 270

Bucheinbände und Schutzumschläge Berliner Verlage 1919–1933. 1000 Beispiele, illustriert und dokumentiert. Berlin, Jürgen Holstein 2005. Originalleinenband mit geprägten Titeln und illustriertem -schutzumschlag.

Originalausgabe, in kleiner Auflage erschienen. – Mit einem Vorwort von Christoph Stölzl und 16 Textbeiträgen von Peter Nils Dorén, Frank Hermann, Roland Jaeger, Wolfgang Kaiser u. a.; die Nachdruckausgabe im Taschenverlag enthält nur noch drei dieser Essays. – Dazu: Jürgen Holstein. Georg Salter. Bucheinbände und Schutzumschläge aus Berliner Zeit 1922–1934. Berlin [2003]. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen. Farbige Originalbroschur. – Die Standardmonographie zu Salters Werk. Mit einer Auswahlbibliographie zur Buchumschlag-Literatur und einem Beitrag von Peter Nils Dorén zur Typographie Salters. – Beide tadellos erhalten.

28 : 26 cm. 517, [3] Seiten. – 28,0 : 23,0 cm. 154, [2] Seiten.

572  Erstlingswerke – Franz Jung. Das Trottelbuch.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 340

[Vier Erzählungen]. Leipzig, Theodor Gerstenberg 1912. Gelber Originalleinenband mit farbiger Deckelillustration von Franz Henseler.

Erste Ausgabe. – 1912 erschienen erste Prosatexte von Franz Jung in den expressionistischen Zeitschriften »Der Sturm« und »Die Aktion« sowie sein erstes Buch »Das Trottelbuch«. Ab 1913 lebte Jung in Berlin, wo er engen Kontakt zu Franz Pfemfert, dem Herausgeber der »Aktion« hatte. Zunächst Kriegsfreiwilliger, desertierte er 1915 mit Hilfe eines gefälschten Attests, das ihm Walter Serner ausgestellt hatte, und arbeitete an politisch-kulturellen Untergrund-Projekten. Ab 1918 war Franz Jung Mitherausgeber des »Club Dada«. Franz Jung gilt nicht nur Fritz J. Raddatz als »einer der unbekanntesten und lesenswertesten Autoren deutscher Sprache in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts«. – Sehr schönes Exemplar. – Erschien auch innerhalb der »Graphischen Bücher · Erstlingswerke« bei Faber & Faber (Band 25).

19,8 : 13,5 cm. 122, [2] Seiten. – Deckel mit kleinen Flecken.

Raabe/Hannich-Bode 145.1

573  Erstlingswerke – Bertolt Brecht. Baal.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Potsdam, Gustav Kiepenheuer 1922. Illustrierte fliederfarbene Originalleinenbroschur.

Erste öffentliche Ausgabe der ersten Veröffentlichung Brechts. – Eins von 800 Exemplaren. – Mit der gedruckten Widmung für seinen Augsburger Jugendfreund Georg Pflanzelt. – Gedruckt bei Poeschel & Trepte, Leipzig. – Das Buch sollte bereits 1920 im Georg Müller Verlag in 600 Exemplaren erscheinen, der Plan wurde aber verworfen und dort nur wenige Exemplare für den Verfasser abgedruckt. – Die Aufführung des Stückes wurde zum Theaterskandal, da »die Grenzen des Schicklichen weit überschritten waren, nicht nur die Grenzen der Irdischkeit, wie der Dichter sagt« (zeitgenössische Kritik). – Erschien auch als Band 1 der »Graphischen Bücher · Erstlingswerke« bei Faber & Faber. – Dazu: Bertolt Brecht. Leben Eduards des Zweiten von England. 1924. – Die Songs der Dreigroschenoper. 16.-20. Tausend. 1929. – Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny. Oper, Musik von Kurt Weill. Wien und Leipzig, Universal 1929. – Originalbroschuren, eine mit Deckelillustration von Caspar Neher. – Eine Beigabe (Versuche Heft 5).

16,5 : 12,7 cm. 91, [5] Seiten. – Der Rücken etwas verblasst, sonst sehr schönes und unbeschnittenes Exemplar.

Seidel 93. – Nubel A 141. – Melzwig 126.2. – Raabe/Hannich-Bode 41.1

574  Erstlingswerke – 18 Erstlingswerke der ersten Jahrhunderthälfte

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 250

Berlin u. a. 1909–1939. Originaleinbände.

Rudolf Binding. Legenden der Zeit. Leipzig, Grunow 1909. – Marieluise Fleisser. Ein Pfund Orangen und neun andere Geschichten. Berlin, Kiepenheuer 1929. – Walther Heymann. Der Springbrunnen. München, Piper 1907. – Rudolf Kayser. Die Zeit ohne Mythos. Berlin, Die Schmiede 1923. – Ernst Kreuder. Die Nacht des Gefangenen. Darmstadt, Wittich 1939. Widmungsexemplar. – Friedo Lampe. Am Rande der Nacht. Berlin, Rowohlt 1934. – Friedrich Luft. Luftballons. Leipzig und Berlin, Otto Beyer 1939. – Georg Maurer. Ewige Stimmen. Leipzig, Haessel [1936]. – Max Pulver. Selbstbegegnung. Leipzig, Kurt Wolff 1916. – Erik Reger. Union der festen Hand. Berlin, Rowohlt 1931. – Ludwig Renn. Krieg. Frankfurt, Societäts-Druckerei 1929. – Luise Rinser-Schnell. Die gläsernen Ringe. Berlin, S. Fischer 1941. – Ernst von Salomon. Die Geächteten. Berlin, Rowohl 1930. – Adam Scharrer. Aus der Art geschlagen. Berlin, Bücherkreis 1930. Gestaltung von Jan Tschichold. – August Scholtis. Ostwind. Roman der oberschlesischen Katastrophe. Berlin. S. Fischer 1932. – Eduard Trautner. Haft. Potsdam, Kiepenheuer 1920. – Franz Werfel. Der Weltfreund. Leipzig, Kurt Wolff ohne Jahr. Titelauflage (Axel Juncker 1911). – Wolfgang Weyrauch. Der Main, eine Legende. Berlin, Rowohlt 1934. Illustrationen von Alfred Kubin. – Dazu die Erstlinge von Leonhard Frank, Kurt Tucholsky und Anna Seghers in Titel- bzw. Nachauflagen und die zweite Veröffentlichung von Arnold Bronnen. – 1 Dublette.

575  Peter Weiss. Från ö till ö.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

(schwedisch: Von Insel zu Insel). Stockholm, Albert Bonniers 1947. Mit vier Textillustrationen des Verfassers. Originalbroschur mit Deckelvignette.

Erste Ausgabe des Erstlings. – Peter Weiss (1916–1982) emigrierte während der Zeit des Nationalsozialismus und lebte seit 1940 in Stockholm. Dort arbeitete er als Maler, Graphiker und Schriftsteller, künstlerischer Erfolg blieb ihm in Schweden jedoch versagt. Erst mit den Publikationen Anfang der 1960er Jahre in Deutschland (»Der Schatten des Körpers des Kutschers«, »Abschied von den Eltern« und »Fluchtpunkt«) erlangte er internationale Bedeutung. – Unaufgeschnittenes tadelloses Exemplar, sehr selten.

19,5 : 13,0 cm. 80, [4] Seiten.

576  Erstlingswerke – 18 Erstlinge von BRD-Autoren.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 450

Hamburg, Frankfurt u. a. 1946–1969. Originaleinbände, viel mit -schutzumschlag.

Herbert Achternbusch. Hülle. Frankfurt, Suhrkamp 1969. – Alfred Andersch. Deutsche Literatur in der Entscheidung. Karlsruhe, Volk und Zeit 1948. – Bazon Brock. Kotfluegel. Itzehoe 1957. – Tankred Dorst. Geheimnisse der Marionette. München, Hermann Rinn 1957. – Hans Magnus Enzensberger. Verteidigung der Wölfe. Frankfurt, Suhrkamp 1957. – Hubert Fichte. Der Aufbruch nach Turku. Hamburg, Hoffmann und Campe 1963. – Barbara Frischmuth. Die Klosterschule. Frankfurt, Suhrkamp 1968. – Max von der Grün. Männer in zweifacher Nacht. Recklinghausen, Paulus 1962. – Peter Härtling. Poeme und Songs. Esslingen, Bechtle 1953. Widmungsexemplar »wenn auch noch unbekannt, mit guten Wünschen überreicht«. – Wolfgang Hildesheimer. Lieblose Legenden. Stuttgart, DVA 1952. – [Walter Jens, pseudonym:] Walter Freiburger. Das weiße Taschentuch. Hamburg, Hansischer Gildenverlag 1947. – Walter Kempowski. Im Block. Ein Haftbericht. Reinbek, Rowohlt 1969. – James Krüss. Der goldene Faden. Reinbek, Parus 1946. – Reinhard Lettau. Schwierigkeiten beim Häuserbauen. München, Hanser 1962. – Siegfried Lenz. Es waren Habichte in der Luft. Hamburg, Hoffmann und Campe 1951. Umschlag fehlt. – Peter Rühmkorf. Irdisches Vergnügen in g. Hamburg, Rowohlt 1959. – Arno Schmidt. Leviathan. Hamburg, Rowohl 1949. – Ror Wolf. Fortsetzung des Berichts. Frankfurt, Suhrkamp 1964. – 33 weitere, Erstlinge der 1990er Jahre, vereinzelt auch frühere in Nachauflage. – Alle sehr gut erhalten.

577  Erstlingswerke – 24 Erstlinge von DDR-Autoren.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 320

Berlin u. a. 1950–1983. Originaleinbände, fast immer mit -schutzumschlag.

Jurek Becker. Jakob der Lügner. Berlin, Aufbau 1969. – Thomas Böhme. Mit der Sanduhr am Gürtel. Berlin, Aufbau 1983. Widmungsexemplar. – Volker Braun. Provokation für mich. Gedichte. Halle 1965. – Günter de Bruyn. Wiedersehen an der Spree. Halle 1960. – Heinz Czechowski. Nachmittag eines Liebespaares. Halle 1962. – Elke Erb. Gutachten. Berlin, Aufbau 1975. – Fritz Rudolf Fries. Der Weg nach Oobliadooh. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1966. – Christoph Hein. Einladung zum Lever Bourgeois. Berlin, Aufbau 1980. – Wolfgang Hilbig. Abwesenheit. Frankfurt am Main, S. Fischer 1979. – Heinz Kahlau. Hoffnung lebt in den Zweigen des Caiba. Berlin, Neues Leben 1954. – Heinar Kipphardt. Shakespeare dringend gesucht. Berlin, Henschel 1954. Umschlag fehlt. – Sarah und Rainer Kirsch. Berlin-Sonnenseite. Berlin, Neues Leben 1964. – Uwe Kolbe. Hineingeboren. Berlin, Aufbau 1980. – Lothar Kusche. Das bombastische Windei. Berlin, Aufbau 1959. – Erich Loest. Jungen die übrig blieben. Leipzig, Volk und Buch 1950. – Herbert Nachbar. Der Mond hat einen Hof. Berlin, Aufbau 1956. – Dieter Noll. Neues vom lieben närrischen Best. Leipzig, Reclam [1951]. – Heiner Müller. Die Lohndrücker. 1958. – Ulrich Plenzdorf. Die neuen Leiden des jungen W. Rostock, Hinstorff 1973. – Brigitte Reimann. Die Frau am Pranger. Berlin, Neues Leben 1956. – Klaus Schlesinger. Michael. Rostock, Hinstorff 1971. – Rolf Schneider. Aus zweiter Hand. Berlin, Aufbau 1958. – Hansgeorg Stengel. Mit Schrubber und Besen. Weimar 1950. – Christa Wolf. Moskauer Novelle. Halle, Mitteldeutscher Verlag 1961. Umschlag fehlt. – 17 weitere Werke, vereinzelt Nachauflagen und Lizenzausgaben sowie weitere Erstlinge in den Reihen »Edition Neue Texte« und »Poesiealbum« (19 Ausgaben). – Alle sehr gut erhalten, nur vereinzelte mit Stempel, Exlibris oder Besitzvermerk.

578  Grenzfriedhof.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Richard Pietraß Gedichte. Liz Mields-Kratochwil Lithographien. Berlin, Mariannenpresse 1998. Mit sieben blattgroßen Lithographien. Originalpappband im -schuber. – Widmungsexemplar.

Eins von 100 Exemplaren, weitere 30 waren nicht für den Handel bestimmt. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstlerin signiert. – Titelblatt mit persönlicher eigenhändiger Widmung des Dichters »Für meinen Verleger Elmar Faber für seinen Beistand an der Grenze des Sagbaren […]«, datiert 1999. – Richard Pietraß (geboren 1946) war 1975–1979 Lyriklektor im DDR-Verlag »Neues Leben« und Redakteur der Zeitschrift »Temperamente, ab 1977 auch Herausgeber der Lyrikreihe »Poesiealbum«, in der zahlreiche DDR-Autoren debütierten. 1978/79 wurde er aus politischen Gründen aus der Redaktion entlassen und zur Kündigung gezwungen und arbeitet seitdem als freischaffender Schriftsteller. Nach seinem Erstling (Poesiealbum 82, 1974) erschienen zu DDR-Zeiten drei Gedichtbände in dem von Elmar Faber geleiteten Aufbau-Verlag. – Liz Mields-Kratochwil (geboren 1949) arbeitet vorwiegend als Bildhauerin. Die wuchtig-ungestümen Lithographien, die die »Auflösung« der Berliner Mauer thematisieren, lassen diese künstlerische Prägung spüren.

39,0 : 39,0 cm. 36, [4] Seiten.