ChristianHesse

Lot 551 – 600 | Hesse-Auktionen
Lot 551 – 600

551  Maurice Barraud – Èglogues.

Schätzpreis/Estimate: € 900

Ausrufpreis/Starting bid: € 600

Hésiode, Théocrite, Virgile, Tibulle, Longus, Ronsard, Chénier, de Guérin, Jammes, Ramuz. Lithographies originales de Maurice Barraud. Lausanne, Gonin 1942. Mit 20 ganzseitigen Lithographien. Dunkelgrüner Maroquinband; Deckelillustration, Rückentitel und Kopfgoldschnitt vergoldet (signiert: E. Schädelin). Im Schuber mit Lederkanten.

Eins von 24 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Japon Impérial mit einer zusätzlich eingebundenen Suite der Lithographien auf Chinapapier (Gesamtauflage 220). – Im Druckvermerk von Künstler und Verleger signiert. – Der originale Broschurumschlag eingebunden. – Tadellos frisches Exemplar in schlicht-schönem Handeinband mit handumstochenen Kapitalen. – Der Schweizer Graphiker Maurice Barraud (1889–1954) illustrierte zahlreiche Bücher. Seine Arbeit war beeinflusst von seiner Bewunderung für Matisse, Bonnard und Cezanne.

33,0 : 25,0 cm. 154, [10] Seiten, 20 Lithographien. – Bezugspapier des Schubers mit kleinem Kratzer.

Monod 4176

552  Leonard Baskin – Arthur Miller. Death of a Salesman.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Ausrufpreis/Starting bid: € 170

Certain private Conversations in two Acts and a Reqiuem. With five Etchings by Leonard Baskin. New York, The Limited Editions Club 1984. Mit fünf Radierungen. Rostbrauner Originalziegenlederband mit vergoldetem Rückentitel.

Eins von 1500 Exemplaren. – Im Druckvermerk von Autor und Künstler signiert. – Buchgestaltung von Ben Shiff. – Der Text wurde auf der Wild Carrot Letterpress auf Magnani-Bütten gedruckt, die Radierungen von Bruce Chandler auf der Heron Press.

27,5 : 21,0 cm. [8], 164 Seiten, 5 Radierungen.

553  Max Beckmann – Kasimir Edschmid. Die Fürstin.

Schätzpreis/Estimate: € 7000

Zuschlag/Hammerprice: € 7500

Mit sechs Radierungen von Max Beckmann. Weimar, Gustav Kiepenheuer 1918. Mit sechs signierten Radierungen. Dunkelbrauner Originalmaroquinband. Rückentitel, Deckelvignette und Kantenfileten blindgeprägt (E. A. Enders, Leipzig, nach Entwurf von Else von Guaita).

Eins von 130 der Vorzugsausgabe auf Zanders-Bütten mit den signierten Radierungen, davon wurden 95 Exemplare in Maroquin gebunden (Gesamtauflage 500). – Die Radierungen druckte Carl Sabo, Berlin, den Text die Offizin W. Drugulin, Leipzig. – Edschmid hatte Max Beckmann im Atelier seines Vetters Ugi Battenberg kennengelernt und berichtete davon in seinem Tagebuch: »Damals begann der neue Beckmann, der Beckmann jenseits des Titanic-Gemäldes«. – »Aufspießen, demaskieren, entlarven, hinter den ekstatischen Wortergüssen Edschmids die seelische Situation der Menschen sichtbar machen: das ist die Aufgabe, die sich Beckmann hier gestellt hat. Leidenschaftlich und erregt, gleichermaßen gedrängt und verkürzt wie die Prosa Edschmids, radierte er seine seitengroßen Bilder« (Jürgen Eyssen, in: Buchkunst in Deutschland, S. 163). – Der Einbandentwurf stammt von Else von Guaita, der Schülerin Henry van de Veldes, dessen ornamentaler Stil in der Deckelvignette noch deutlich sichtbar ist. – Das starke Bütten unbeschnitten. – Eines der schönsten Beispiele expressionistischer Buchillustration. – »The embittered view of society that Beckmann developed during his hospital duty and subsequent nervous breakdown during World War I is reflected in prints« (Castleman). – Sehr schönes Exemplar der seltenen Vorzugsausgabe.

32,2 : 23,7 cm. 81, [3] Seiten, 6 Radierungen. – Zwei Bünde mit winzigen Bereibungen. – 1 Radierung mit geglätteter und kaum sichtbarer Knickfalte, 1 Blatt mit leichter Feuchtigkeitsspur am Unterrand.

Hofmaier 111–116 Edition B (von C). – Jentsch 37. – Lang, Expressionismus 12. – Castleman 175

554  Gottfried Benn. Betäubung.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 1100

Fünf neue Gedichte. Berlin, Alfred Richard Meyer 1925. Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Eins von 300 Exemplaren, als »Flugblatt« der »Maximilian-Gesellschaft zur zwölften Mitglieder-Versammlung am 26. und 27. September 1925 in Frankfurt am Main gewidmet«. – Auf Einhorn-Bütten. – Gedruckt bei Mänicke & Jahn, Rudolstadt. – Sehr selten und sehr gut erhalten.

18,8 : 12,1 cm. 7, [1] Seiten.

Lohner/Zenner 1.46. – Raabe/Hannich-Bode 24.12. – Deutsche Bibliophilie 1898–1930 127

555  Gottfried Benn. Drei alte Männer.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Gespräche. Wiesbaden, Limes 1955. Mit einem montierten Fotoporträt. Originalhalbpergamentband, Rückentitel und Deckelvignette (das Monogramm des Dichters) vergoldet.

Eins von 150 Vorzugsexemplaren, vom Dichter unter dem Porträtfoto signiert, gedruckt auf Bütten und in Halbpergament gebunden. – Das erste Buch Gottfried Benns, das nach zwölfjähriger Unterbrechung wieder in Deutschland erscheinen durfte. Erst von der Neuauflage wurde eine Vorzugsausgabe ediert. – Exlibris und handschriftlicher Besitzvermerk von Hans Hermann Völckers Hamburg (1886–1977, Diplomat, unter anderem Generalkonsul beim Genfer Völkerbund unter Stresemann). – Tadellos schönes Exemplar.

19,8 : 13,9 cm. 44, [4] Seiten.

Lohner/Zenner 2.148 VA

556  Gottfried Benn. Gesammelte Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Wiesbaden, Limes, und Zürich, Die Arche 1956. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel.

Erste Ausgabe dieser Sammlung. – Eins von 20 nummerierten Exemplaren der Vorzugsausgabe, die auf Bütten gedruckt und vom Dichter im Impressum signiert wurde. – Kurz vor dem Tod des Dichters erschien diese zweite signierte Gottfried Benn-Vorzugsausgabe bei Limes. – Sehr selten, seit 1989 kein Exemplar mehr auf einer deutschen Auktion nachweisbar. – Tadellos erhalten.

19,0 : 12,5 cm. 369, [3] Seiten.

Lohner/Zenner 1.137 (kennt die Vorzugsausgabe nicht). – Raabe/Hannich-Bode 24.45

557  Thomas Bernhard. Frost.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 360

Frankfurt am Main, Insel [1983]. Originalleinenband mit -schutzumschlag und -bauchbinde.

Faksimile der Erstausgabe, verlegt anlässlich des 20. Erscheinungsjahres. – Eins von 1000 vom Autor signierten und nummerierten Exemplaren. – »Ich halte das Buch für eine der stärksten Talentproben, für eines der aufwühlendsten und eindringlichsten Prosawerke, die seit Peter Weiss von einem Autor der jüngeren Generation vorgelegt worden sind.« (Carl Zuckmaier, »Die Zeit« 1963, zitiert nach Dittmar, S. 52). – Tadellos schönes Exemplar, hinterer Innendeckel mit einigen Bleistiftanmerkungen zur Preisentwicklung.

19,6 : 12,5 cm. 357, [3] Seiten.

Dittmar 21

558  Thomas Bernhard. Holzfällen.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 340

Eine Erregung. Frankfurt am Main, Suhrkamp 1984. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Zweite Auflage, im Jahr der Erstausgabe. – Auf dem Vorsatzblatt signiert und datiert »Frankfurt 4.10.1984«.

19,5 : 11,5 cm. 320, [4] Seiten. – Umschlag mit kleiner Knickspur.

Dittmar 101

559  Thomas Bernhard. A Doda.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 550

Für zwei Schauspielerinnen und eine Landstraße. Berlin 1981. Mit ganzseitigen Typographiken. Originalspiralbindung.

Erste Buchausgabe und bis heute wohl auch einzige Einzelausgabe. – Eins von 49 Exemplaren, eine der seltensten Bernhard-Ausgaben. – Vom Verleger und Buchgestalter auf der ersten Seite freimütig mit »Achtung des is a groabta Drug« bezeichnet. Der Text war Ende 1980 in »Die Zeit« erschienen, 1988 folgte ein Abdruck in einem Sammelband. – Gedruckt in Grau (Text) und Schwarz (Regieanweisungen) auf schwarzen Karton, die jeweils linke Seite mit einer in Schwarz gedruckten Typographik. – »Lauta Hackenkreuz, na so was, lauta Hackenkreuzplakade, und mia ham gmoant, a Doda is, lauta Hackenkreuzplakade« (Textzitat).

28,5 : 20,0 cm. [60] Seiten.

Spindler 131.11. – Dittmar 83

560  Dieter Wagner – 10 kleine Meckerlein.

Schätzpreis/Estimate: € 180

Zuschlag/Hammerprice: € 125

Anonymes aus der Nazizeit. [Berlin, Edition Dieter Wagner] 1980. Zehn Typographien auf Packpapier. Spiralgeheftete Originalbroschur.

Eins von 50 Exemplaren. – Typographie Dieter Wagner, der seit 1979 in der Berliner Druckerei Gerike angestellt war, »wo nach Feierabend seine Druckexperimente entstehen« (Albert Spindler). – »Zehn kleine Meckerlein, die tranken einmal Wein. Der eine machte Göbbels nach, da waren’s nur noch neun«.

27,0 : 25,8 cm. [10] Blätter. – Deckelränder leicht gebräunt.

Spindler 131.9

561  Gunter Böhmer – Hermann Hesse. Der Steppenwolf.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 150

Erzählung. Mit Zeichnungen von Gunter Böhmer. Frankfurt a. M., Suhrkamp 1981. Mit illustriertem Titelblatt und 13 ganzseitigen Illustrationen. Dunkelblauer Originalmaroquinband mit schwarz-goldenem Rückenschild in Originalschuber (G. Lachenmaier, Reutlingen).

Eins von 200 Exemplaren Vorzugsausgabe in Leder (Gesamtauflage 1.000). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

34,0 : 23,8 cm. 189, [3] Seiten. – Rücken minimal verfärbt, sonst tadellos.

Rysavy 152

562  Uwe Bremer – Maurice Guy de Varause. Schwester Augustine.

Schätzpreis/Estimate: € 150

Ausrufpreis/Starting bid: € 100

Mit neunzehn Gouachen von Uwe Bremer. Hamburg, Arethusa 1980. Mit einer signierten, doppelblattgroßen Farbradierung und 19 farbigen Illustrationen, davon elf blatt- und drei doppelblattgroß (zwei als Vorsätze). Violettfarbener Originalsamteinband im -halbleinenschuber (Friedemann Siebrasse, Hemmoor).

Eins von 100 Exemplaren mit der beigelegten Farbradierung »Koitus interruptus« (Gesamtauflage 600 Exemplare). – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Die deutsche Originalausgabe erschien 1910 als erster Teil von »Die lüsternen Schwestern« und war laut Hayn/Gotendorf eine Übersetzung des 1811 in Brüssel erschienenen Originals. »Nichts davon ist wahr […] In Wirklichkeit erschien die vierteilige französische Erstausgabe im Jahre 1891 […] Der Autor ist unbekannt, man darf annehmen, daß ein ›Maurice Guy Vicomte de Varause‹ nie existiert hat.« (Bibliographische Notiz). – 1980 erschien auch der zweite Teil, »Schwester Emilie«, illustriert von Albert Schindehütte.

40,7 : 28,7 cm. 109, [7] Seiten.

563  Rolf Dieter Brinkmann. Ihr nennt es Sprache.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

Achtzehn Gedichte. Leverkusen, Klaus Willbrand 1962. Rote Originalbroschur.

Erste Ausgabe der ersten selbständigen Veröffentlichung Brinkmanns. – Texte, Heft 1. – Im Druckvermerk von Brinkmann signiert und nummeriert. – Laut Druckvermerk sollten 500 Exemplare nummeriert und signiert werden, Brinkmann tat dies aus Verärgerung über die zahlreichen Druckfehler nur bei einem kleinen Teil der Auflage und verhinderte die Auslieferung zu Lebzeiten. – Sehr schönes Exemplar, so sehr selten.

21 : 20 cm. 29, [3] Seiten.

Geduldig/Wehebrink 1. – Seinsoth 1

564  Rolf Dieter Brinkmann. Ihr nennt es Sprache.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Achtzehn Gedichte. – Le chant du monde. Gedichte 1963–1964. Leverkusen, Klaus Willbrand 1962 und Olef, Hagarpresse 1964. Originalbroschuren.

Erste Ausgaben der beiden frühesten selbstständigen Veröffentlichungen. – I. Eins von 500 Exemplaren, wobei Brinkmann aus Verärgerung über die zahlreichen Druckfehler nur einen Teil der Auflage signierte und die Auslieferung zu Lebzeiten verhinderte. Erschienen als Heft 1 der Reihe »texte«. Rücken verblasst. – II. Eins von 100 Exemplaren ohne die Radierungen (Gesamtauflage 160). Als Blockbuch gedruckt und gebunden. Handsatz aus der Garamond, Handpressendruck. Sehr gut erhalten.

20,8 : 20,0 cm. 29, [3] Seiten. – 24,4 : 16,8 cm. [2] Seiten.

Geduldig/Wehebrink 1 und 12. – Seinsoth 2 und 3

565  Rolf Dieter Brinkmann. Ohne Neger.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 350

Gedichte 1965. Hommerich, collispress Paul Eckhardt 1966. Originalbroschur mit -umschlag und Deckelschild.

Erste Ausgabe. – Eins von 150 nummerierten Exemplaren. – Als Blockbuch gedruckt und gebunden.

27,5 : 14,0 cm. [28] Seiten. – Deckelschild mit leichter Quetschfalte. – Vorsatz mit Besitzvermerk.

Geduldig/Wehebrink 37. – Seinsoth 6. – Spindler 2.82

566  Rolf Dieter Brinkmann. &-Gedichte.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 320

Berlin, Oberbaumpresse 1966. Mit Illustrationen von M. Dürschlag. Originalbroschur mit rotem Originalumschlag.

Erste Ausgabe. – Erster Druck der Oberbaumpresse. – Eins von 250 Exemplaren (Gesamtauflage 280). – Als Blockbuch gedruckt und gebunden. – Sehr selten.

30 : 21 cm. [2], 16, [2] Seiten. – Obere Ecken leicht geknickt.

Geduldig/Wehebrink 44. – Seinsoth 7. – Spindler 18.1

567  Rolf Dieter Brinkmann. Godzilla.

Schätzpreis/Estimate: € 500

Zuschlag/Hammerprice: € 460

Mit einer Handzeichnung von Karl Heinz Krüll. Köln, Hake 1968. Mit 22 farbigen Bildtafeln mit Text und zwei Porträts. Weiße Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Tangenten, Band 9. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Originalzeichnung (Gesamtauflage 200). – Die Zeichnung in Schwarz und mit rotem Kugelschreiber auf einer losen, im Buch nicht verwendeten Bildtafel. – Brinkmanns Gedichte wurden über die Abbildungen gedruckt, die Ausschnitten aus Plakaten oder Modekatalogen gleich, »kitschige Bikini-Schönheiten der sechziger Jahre« zeigen. – Sehr seltene Brinkmann-Ausgabe mit »deutlichem Anklang an die Pop-Art« (Udo Seinsoth).

20 : 20 cm. [30] Blätter, davon 22 Bildtafeln, 1 lose Zeichnung. – Tadellos schönes Exemplar, durch zwei Folienumschläge geschützt.

Geduldig/Wehebrink 62. – Seinsoth 10. – Spindler 158.15

568  Rolf Dieter Brinkmann. Godzilla.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 270

Mit einer Handzeichnung von Karl Heinz Krüll. Köln, Hake 1968. Mit 22 farbigen Bildtafeln mit Text und zwei Porträts. Weiße Originalbroschur.

Erste Ausgabe. – Tangenten, Band 9. – Eins von 100 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Originalzeichnung (Gesamtauflage 200). – Die Zeichnung in Schwarz und mit rotem Kugelschreiber auf einer losen, im Buch nicht verwendeten Bildtafel. – Brinkmanns Gedichte wurden über die Abbildungen gedruckt, die Ausschnitten aus Plakaten oder Modekatalogen gleich, »kitschige Bikini-Schönheiten der sechziger Jahre« zeigen. – Sehr seltene Brinkmann-Ausgabe mit »deutlichem Anklang an die Pop-Art« (Udo Seinsoth).

20 : 20 cm. [30] Blätter, davon 22 Bildtafeln, 1 lose Zeichnung. – Umschlagrücken minimal gebräunt. Seiten- und Fußsteg mit leichter Druckstelle.

Geduldig/Wehebrink 62. – Seinsoth 10. – Spindler 158.15

569  Rolf Dieter Brinkmann. Acht Erstausgaben.

Schätzpreis/Estimate: € 600

Zuschlag/Hammerprice: € 600

Meist Köln und Berlin, Kiepenheuer & Witsch 1966–1970. Originaleinbände, wenn erschienen mit Originalschutzumschlag.

I: Die Umarmung. Erzählungen. 1965. – II: Raupenbahn. 1966. – III: Godzilla. Mit Farbtafeln. Köln, Hake 1968. – IV: Keiner weiß mehr. Roman. 1968. – V: Die Piloten. Neue Gedichte. 1968. Mit Illustrationen. – VI: Gras. 1970. – VII: Westwärts 1&2. Gedichte. Reinbek, Rowohlt 1975. – VIII: Erzählungen. Reinbek, Rowohlt 1985. – Zwölf Beigaben (Übersetzungen, Herausgegebenes, Zeitschriften, Sekundärliteratur).

Geduldig/Wehebrink 33, 49, 62, 66, 79, 133, 158 und 470. – Seinsoth 4, 8, 9, 11, 15, 17, 19 und 24

570  Der fröhliche Tarzan.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 320

Eine neue Zeitschrift für Dichtung aus Köln. Herausgeber: Rolf-Eckart John. Köln 1970–1973. Hektographierte Text- und xerographierte Bildseiten. Illustrierte klammergeheftete Originalbroschuren.

Nahezu vollständige Folge der legendären Kölner Underground-Zeitschrift, nur ohne das abschließende Heft 8. – Die Auflage wird mit 400–600 Exemplaren angegeben, ob diese erreicht wurde, darf bezweifelt werden. – In Heft 1 sieben Gedichte von Rolf Dieter Brinkmann. Heft Nr. 7 in Doppelbindung mit »Benzin Nr. 4«. – Weitere Autoren waren Nicolas Born, Richard Brautigan, Charles Bukowski, Tom Clark, Vincente Huidobro, John James, Marcel Jouhandeaum Berndt Höppner. – Zwei Beigaben: Der Gummibaum Nr. 2 und Dublette von Heft 7.

29,8 : 20,8 cm. – Heft 1 anfangs mit leichter Knickfalte, sonst gut erhalten.

Seinsoth 51 (das dort erwähnte Heft 9 konnten wir im ZDB nicht nachweisen, dort »bis Nr. 8 – mit dieser Nr. Erscheinen eingestellt«)

571  Charles Bukowski. The Days run away like wild Horses over the Hills.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Zuschlag/Hammerprice: € 2000

Los Angeles, Black Sparrow Press 1969. Farbiger Originalsamtband.

Erste Ausgabe. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit einer aquarellierten Zeichnung Bukowskis (monogrammiert, auf das Vortitelblatt montiert) (Gesamtauflage 1550). – Im Druckvermerk vom Autor/Künstler signiert. – Sammlung von Gedichten, die Charles Bukowski seiner Geliebten widmete. – Charles Bukowski (1920–1994) wurde als Heinrich Karl Bukowski in Andernach am Rhein geboren. Er wanderte in die USA aus, studierte ohne Abschluss in Los Angeles Literatur, Journalistik und Kunst und veröffentlichte 1944 seine erste Kurzgeschichte. Der gewünschte Erfolg blieb allerdings aus, Bukowski hielt sich jahrelang mit Gelegenheitsjobs über Wasser. Erst auf Drängen des Verlegers der Black Sparrow Press, John Martin, kündigte er mit fast 50 Jahren seinen damaligen Job bei der Post und widmete sich fortan ausschließlich dem Schreiben. Nur wenige Monate später veröffentlichte er seinen ersten Roman »Der Mann mit der Ledertasche«.

24,6 : 16,5 cm. 153, [7] Seiten, 1 Zeichnung.

572  Alfred Demarc [Alfred von Meysenbug]. Lucy’s Lustbuch.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Frankfurt, März Verlag 1971. Durchgehend farbig illustriert. Farbiger Originalpappband.

Originalausgabe, eines von sehr wenigen Exemplaren, die der Makulierung entgingen. – Skandal-Buch der Zeit: In grellbunten Comic-Strips schildert Alfred von Meysenbug das ausschweifende Lust- und Liebes-Leben der Protagonistin, die dabei an allerlei A- und B-Promis gerät, u. a. an Freddy Quinn, Heino, Peter Alexander, Roy Black, Elvis, Mick Jagger und Rainer Barzel. Auch Franz-Josef Strauss tritt auf mit der Frage »Gibt’s hier wos z’ficken?«. – Das war dem Staatsanwalt (wahrscheinlich auf Betreiben des CSU-Granden) Grund genug, das Buch einstampfen zu lassen und ein Verfahren gegen Jörg Schröder einzuleiten. In seinen Memoiren vermutet Schröder, dass noch höchstens 20 Exemplare des Buches im Umlauf sind. – Dazu: ACID. Neue amerikanische Szene herausgegeben von R. D. Brinkmann und R. R. Rygulla. Darmstadt, März 1969. Mit zahlreichen Illustrationen nach Zeichnungen, Fotografien und Collagen. Gelbe Originalbroschur mit Ausstanzungen und Umschlagbild. Erste Ausgabe der bedeutenden Anthologie der amerikanischen Pop- und Underground-Szene. Mit Beiträgen von Charles Bukowski, William S. Burroughs, Ted Berrigan, Andy Warhol u. v. a.

26,3 : 19,4 cm. [80] Seiten. – Rücken verblasst, dort die Bezugsfolie etwas abgelöst.

573  Jörg Fauser – Zoom 1.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Wonnemond 71. Frankfurt am Main 1971. Mit zahlreichen Abbildungen nach Fotos und Zeichnungen und einem doppelblattgroßen farbigen Zoom-Poster. Drei gefaltete Doppelblätter.

Seltene Originalausgabe. – Herausgegeben von Volker Dahl, Hans-Jürgen Schmidt und Peter Sieke, die Schriftleitung hatte Jörg Fauser. – Text- und Bildbeiträge u. a. von Bernhard Höke, Texte von W. S. Burroughs, Bob Dylan und ein Artikel »Marihuana & Haschisch, eine sachliche Zusammenstellung und Gedanken zum Thema«. – Die Herausgeber betrieben das Frankfurter Rocklokal »Zoom« und engagierten Jörg Fauser als Redakteur ihrer Untergrund-Zeitung. »Die Geschichte des ›Zoom‹ ist typisch für das Verebben der Sechziger: Jazz ist out, die Revolution ein Verkaufsrenner, Rock kommt. […] Was genau sich die Betreiber der Rock-Diskothek von der Zeitung versprachen, ist unklar, bekannt nur, dass sie im Frankfurter Nachtleben aktiv blieben und es publizistisch bei diesem einen Heft beließen. Probleme mit dem Rauschgiftdezernat vereitelten die Auslieferung der zweiten Ausgabe.« (Penze/Waibel. Jörg Fauser. Die Biografie. Berlin 2004). Das Juni-Heft 2 wurde zwar hergestellt, jedoch ließen Dahl und Schmidt die gesamte Auflage einstampfen. Jörg Fauser (1944–1987) verewigte in seinem autobiographischen Roman »Rohstoff« den berüchtigten Musikclub »Zoom«, der auch wegen des dort freizügig gehandhabten Umgangs mit »Rohstoff« in die Geschichte der Frankfurter Szene dieser Jahre einging und im Juni 1971 auf Verfügung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs Kassel geschlossen wurde.

42,0 : 29,5 cm. 12 Seiten. – Mit zeitungstypischer Querfaltung, dort leicht gebräunt und brüchig.

574  Die Schastrommel.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 2200

Organ der österr. Exilregierung. Herausgegeben von Günter Brus u. a. Hefte 1–3, 6–8 (a–c), 9, 10, 12. – Die Drossel. Hefte 13–16. Bozen, Stuttgart und Berlin 1970–1976. Eine klammergeheftete und 14 illustrierte Originalbroschuren.

Umfangreiche Folge, es fehlen lediglich die Hefte der Schastrommel 4, 5 und 11 und das abschließende Heft 17 der Fortsetzung »Die Drossel«). – Hefte 1 und 2 in zweiter Auflage. – Meist eins von 500 Exemplaren. – Mit farbig serigraphierten Umschlägen und Zwischentiteln. – Heft 8 (dreiteilig mit dem Werkverzeichnis der Brus-Aktionen 1964–1970), Heft 9 mit dem Bericht vom Berliner Dichterworkshop 1972, Heft 16 mit der Serigraphienfolge »Circannual« von Günter Brus. – Alle gut erhalten.

29,7 : 21,0 cm.

Archiv Sohm S. 135 (Abbildung von Heften 1–6)

575  Die Schastrommel.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Zuschlag/Hammerprice: € 650

Organ der österr. Exilregierung. Herausgegeben von Günter Brus u. a. Hefte 1, 2 und 6–8 (a–c). Bozen (und Stuttgart, Hansjörg Mayer) 1970–1972. Eine klammergeheftete und sechs illustrierte Originalbroschuren.

Heft 1 (Gründungsaufruf der Künstlergruppe um Gerhart Rühm, Hermann Nitsch, Günter Brus, Oskar Wiener und Otmar Bauer) und Heft 2 in zweiter Auflage. – Der klammergeheftete Aufruf von Brus auf der letzten Seite signiert. – Je eins von 500 Exemplaren. – Das dreiteilige Heft 8 enthält das Verzeichnis der Aktionen von Günter Brus aus den Jahren 1964–1970. Mit farbig serigraphierten Umschlägen und Zwischentiteln.

29,7 : 21,0 cm.

576  Günter Brus. Aktionen 1964–1970.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Die Schastrommel. Hefte 8a, 8b, 8c. Bozen, Dezember 1972. Mit zahlreichen, teilweise ganzseitigen Abbildungen. Originalbroschuren.

Eins von 500 Exemplaren. – Mit farbig serigraphierten Umschlägen und Zwischentiteln. – Heft 8a: Aktionen 1964–1966. – Heft 8b: Aktionen 1967–1968. – Heft 8c: Aktionen 1969–1970. – Vorsatzblatt des ersten Heftes von Brus eigenhändig signiert. – Die komplette Folge der Nummer 8 dokumentiert die berühmten Aktionen von Günter Brus und den Wiener Aktionisten Kren, Hoffenreich, Wolters, Muehl, Schwarzkogler und Nitsch.

29,7 : 21,0 cm.

577  Günter Brus. Irrwisch.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 170

Frankfurt am Main, Kohlkunstverlag 1971. Faksimile nach Zeichnungen und Typoskript, einige farbig. Farbig illustrierte Originalbroschur.

Wohl eins von 500 Exemplaren. – Enthält auch die »Irrwischsonate«. – Dazu: Günter Brus und Dominik Steiger. Jeden Jeden Mittwoch. Ein Zwoman. Berlin, Edition Hundertmark 1974. Durchgehend mit reproduzierten Zeichnungen. Originalbroschur. Eins von 600 Exemplaren, von beiden Künstlern im Druckvermerk signiert. Bildgeschichte von zwei interagierenden Büchern. – Beigabe: Günter Brus. Wandelsterne. 1979.

29,7 : 21,0 cm. [136] Seiten bzw. [122] Blätter.

578  Günter Brus. Fünf Werke aus Brus’ Verlag »Das hohe Gebrechen«.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Altona und Hohengebraching 1977–1979. Alle illustriert und teils nach der Handschrift des Künstlers. Illustrierte Originalbroschuren.

Geschichten aus dem Sommerhaus. 1977. Originalpappband. Eins von 125 Exemplaren, Druckvermerk signiert. – Die Falter des Vorschlafs. 1978. – Gestirnabzeichen. 1978. – Das Rufwort. 1979. – Wandelsterne. 1979. – Diese vier in Auflagen von je 600 Exemplaren. – Dazu eine Dublette von »Wandelsterne«. – Ca. 29 : 21 cm. Alle gut erhalten.

579  Günter Brus. Blitzartige Einfälle in vorgegebene Ideen.

Schätzpreis/Estimate: € 450 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 300 ( R7 )

Bild-Imprimaturen und Trivialeums-Überzeichnungen von Günter Brus, auf den Weg gebracht und begleitet von Arnulf Meifert. [Ostfildern], Cantz 1996. Originalbroschur. – Widmungsexemplar.

Katalog zur Ausstellung April–Juni 1996 in der Neuen Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz, Juli–August 1996 in Moderna Galerija, Ljubljana. – Mit eigenhändiger Widmungszeichnung »Blitzartige Gebeinfälle für Birgit und Werner (mit 1000 Dank)« von Günter Brus auf dem Titelblatt.

29,0 : 24,0 cm. 208 Seiten.

580  Ver Sacrum.

Schätzpreis/Estimate: € 750

Ausrufpreis/Starting bid: € 500

Neue Hefte für Kunst und Literatur. Herausgegeben von Hilde Spiel, Otto Breicha und Georg Eisler. [Fünf Bände, alles Erschienene]. Wien und München, Jugend und Volk 1969–1974. Mit 45 Originalgraphiken und zahlreichen farbigen Tafeln. Farbig illustrierte Originalbroschuren.

Vollständige Serie dieses mehr oder weniger erfolgreichen Versuchs, eine bibliophil ausgestattete Bestandsaufnahme der österreichischen Nachkriegskunst und -literatur zu etablieren. In Format und Ausstattung der berühmten gleichnamigen Vorgängerin verpflichtet, erschienen allerdings nur fünf Ausgaben (ohne 1973, Band 1974 dafür in deutlich größerem Umfang). – Jeweils eins von 500–1500 Exemplaren der Ausgabe mit den unsignierten Graphiken von Georg Eisler, Rudolf Hausner, Alfred Hrdlicka, Bernhard Jäger, Maria Lassnig, Rudolf Schönwald, K. R. H. Sonderborg, Hinz Stangl und Fritz Wotruba (teils mehrfach vertreten). – Zu den namhaften Autoren zählten Ilse Aichinger, H. C. Artmann, Thomas Bernhard, Wolf Biermann, Heimito von Doderer, Erich Fried, Peter Handke, Ernst Jandl, Friderike Mayröcker, Albert Paris-Gütersloh, Gerhard Rühm u. a.

30,5 : 28,0 cm. – Die ersten Blätter in IV lose.

581  Charles Sorlier. Bernard Buffet. Lithographe II.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 150

1979–1986. Préface de Sylvie Forestier. Paris, Michèle Trinckvel 1987. Mit zwei Farblithographien und etwa 200 meist ganzseitigen Farbabbildungen. Originalleinenband mit -schutzumschlag.

Teil II des Werkverzeichnisses von Sorlier, der an den ersten Band von 1979 anknüpft. – Tadellos erhalten.

32,8 : 25,0 cm. 264, [2] Seiten, 2 Lithographien.

582  Paul Celan. Mohn und Gedächtnis.

Schätzpreis/Estimate: € 1200

Ausrufpreis/Starting bid: € 800

3. Auflage. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1958. Schwarzer Originalleinenband mit goldgeprägtem Rücken- und Deckeltitel und dem Folienumschlag. – Widmungsexemplar.

Mit eigenhändiger Widmung des Verfassers »Für Wolfgang Carl / Paul Celan / Paris, September 1958«. – Der zweite Gedichtband Celans erschien erstmals 1952.

19,1 : 11,8 cm. 75, [5] Seiten. – Der Folienumschlag oben abgerissen. Rücken etwas verblasst.

Glenn B 02

583  Paul Celan. Atemkristall.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 4000

Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Paris, Edition Brunidor 1965. Mit acht Radierungen. Cremefarbener Kalblederband mit Rückentitel und Deckelillustration in Blindprägung nach einer der Radierungen (signiert: Werkstatt Schoy Essen). In Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe. – Eins von 70 Exemplaren, weiterhin 15 römisch nummerierte Künstlerexemplare. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstlerin signiert. – Auf Velin BFK Rives. – Jeweils ein Gedicht auf einer Seite, rückseitig unbedruckt, in großartiger Typographie gesetzt und gedruckt von Fequet et Baudier, die Radierungen druckte Lacourière-Frélaut. – Der Brunidor-Verleger Robert Altmann hatte Paul und Gisèle Celan durch Gherasim Luca kennengelernt, der mit Paul Celan schon in seiner Bukarester Zeit befreundet war. Bald entstand der Plan zu dieser Ausgabe. – Sehr schöner Handeinband aus der Werkstatt der Dorfner-Schülerin Frida Schoy (1889-1963) an der Folkwang Werkkunstschule. – Siehe die folgende Katalognummer.

33,5 : 26,3 cm. [26] Textblätter, 8 Radierungen. – Der heller Einband am Rücken minimal nachgedunkelt.

Glenn B08. – Monod 2382. – Brunidor II.3

584  Paul Celan. Schwarzmaut.

Schätzpreis/Estimate: € 3000

Zuschlag/Hammerprice: € 4000

Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange. Paris, Edition Brunidor 1969. Mit 15 Radierungen. Schwarzer Kalblederband mit Rückentitel und Deckelillustration in Blindprägung nach einer der Radierungen. Im Schuber mit Lederkanten.

Erste Ausgabe. – Eins von 70 Exemplaren, weiterhin 15 römisch nummerierte Künstlerexemplare. – Im Druckvermerk von Dichter und Künstlerin signiert. – Auf Velin BFK Rives. – Jeweils ein Gedicht auf einer Seite, rückseitig unbedruckt, die Typographie wie bei »Atemkristall«, jedes Gedicht von einer Radierung begleitet. – Der unsignierte Handeinband stammt wohl ebenfalls aus der Werkstatt Schoy. Gestaltet nach dem gleichem Konzept wie der vorherige, bildet er mit seinen schwarzen Vorsatzpapieren und dem schwarz kaschierten Schuber ein perfektes Gegenstück.

33,5 : 26,3 cm. [20] Textblätter, 15 Radierungen. – Tadellos.

Glenn B16. – Nicht bei Monod. – Brunidor II, 15

585  Paul Celan. Atemkristall. – Schwarzmaut.

Schätzpreis/Estimate: € 120

Zuschlag/Hammerprice: € 90

– Mit Radierungen von Gisèle Celan-Lestrange Frankfurt am Main, Suhrkamp 1990. Mit 23 Abbildungen nach Radierungen. Zwei Originalbroschuren mit schwarzen -umschlägen im gemeinsamen Originalleinenschuber.

Exemplar 461 von 980. – Faksimile der bibliophilen Originalausgaben von 1965 und 1969 (siehe die vorherigen Katalognummern).

32,0 : 24,6 cm. 35 und 36 Tafeln.

586  Eduardo Chillida – Aischylos. Die Perser.

Schätzpreis/Estimate: € 4500

Zuschlag/Hammerprice: € 6000

Die früheste vollständig überlieferte Tragödie der Weltliteratur. Übertragen von Emil Staiger. Mit vier Holzschnitten von Eduardo Chillida. Neu-Isenburg 1978. Mit drei ganzseitigen Holzschnitten, davon einer signiert. Lose Doppelblätter in Originalumschlag mit einem Holzschnitt auf dem Vorderdeckel. In schwarzer büttenbezogener Originalchemise und schwarz-weißem Originalschuber.

Sechster Druck der Edition Tiessen. – Eins von 50 Exemplaren der Vorzugsausgabe mit der signierten Suite aller vier Holzschnitte auf handgeschöpftem starkem Bütten von Richard de Bas (Gesamtauflage 170). – Bei allen Exemplaren wurde auch der erste Holzschnitt im Buch und der Druckvermerk vom Künstler signiert. – Auf Velin d’Arches, gesetzt aus der Janson-Antiqua, gedruckt in den Werkstätten der Trajanus-Presse. – Mit der Beilage »Anmerkungen und Nachwort von Emil Staiger«. – Wolfgang Tiessen erinnerte sich 2009, dass Chillida, der »von meinem Textvorschlag spontan angetan« war, die Bedingung stellte, den Satz der Textseiten zu sehen, »denen die Holzschnitte gegenüber stehen sollten«. So entstand eines der schönsten Malerbücher des späten 20. Jahrhunderts, dass »zu den Glücksfällen der Edition zählt […] Die Holzschnitte Chillidas für Aischylos bilden harte rhythmische Formstöße, die an die monumentalen Eisenskulpturen des Bildhauers erinnern […]« (Lothar Lang). – Tadellos erhalten.

32 : 22 cm. 52, [4] Seiten, 4 Holzschnitte.

Van der Koelen 78003–78006. – Spindler 41.6. – Tiessen V, 7. – Lang, Tiessen S. A 15 und ET 6. – AdA 2009/1

587  Chillida.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 300

Derrière le miroir 242. Paris, Maeght 1980. Mit zwei Prägedrucken und zahlreichen Abbildungen. Lose Doppelbogen in Originalumschlag. Zusammen in Originalchemise und -schuber mit Deckelschild.

Eins von 150 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Velin. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert.

25, [3] Seiten. 38,0 : 28,0 cm. – Chemise etwas, Schuber stärker fleckig.

588  Leonardo Clerici. L’Oracle de l’avant-garde.

Schätzpreis/Estimate: € 900 ( R7 )

Ausrufpreis/Starting bid: € 600 ( R7 )

Dictionaire sophiste. Lyre Lame Futuriste. Dictionaire hermeneutique & poetique. Brüssel, Editioni Anastatike Istituto di Skriptura 1994. Mit zahlreichen Abbildungen. Originalbroschur, mit Klammerheftung in Holz-Eisen-Klemmschiene. In der Originalmappe mit zwei Stempelsignaturen.

Eins von 400 nummerierten Exemplaren, weitere elf Exemplare kamen nicht in den Handel. – Erschienen anlässlich der großen Futuristen-Ausstellung 1994 der Bibliotheca Wittockiana in Brüssel, die Clerici, der Enkelsohn von Filippo Tommaso Marinetti, organisierte. Bereits 1991 hatte er in Rom eine vielbeachtete Marinetti-Retrospektive initiiert. – Für das großformatige Katalogbuch wurden zahlreiche Auszüge aus futuristischen Manifesten, Publikationen sowie von der Bewegung beeinflusste bzw. sie prägende Bücher faksimiliert und kommentiert. – Die Titelseite mit der Reproduktion der berühmten Marinetti-Porträtfotomontage von Severini. – Der Materialmix (Dünndruckpapier, Holz und Eisen) und besonders die Bindung unter Verwendung einer Magnetschiene zitiert futuristische Motive.

60,0 : 43,0 cm. [108] Seiten. – Mappe minimal fleckig, das Buch tadellos.

589  Jean Cocteau – Jean Genet. Querelle de Brest.

Schätzpreis/Estimate: € 1500

Ausrufpreis/Starting bid: € 1000

[Paris ? 1948]. Mit 29 blattgroßen Lithographien nach Zeichnungen von Jean Cocteau sowie einer auf dem Umschlag wiederholten Titelbordüre. Originalbroschur.

Erste Ausgabe, selten. – Eins von 460 nummerierten Exemplaren auf »Vélin a la forme (Gesamtauflage 525). – Beigelegt die gedruckte Notiz vom September 1947 zur Verzögerung der Fertigstellung und dem für den nächsten Herbst geplanten Erscheinungstermin. – Das berühmt-berüchtigte, im Gefängnis verfasste Werk Genets mit den homoerotischen Illustrationen von Jean Cocteau: »Verdammt und zugleich gepriesen wie wenige andere Werke des 20. Jh.s ist Genets ›Querelle de Brest‹ ein Höhepunkt der Daseinsanalyse des modernen Menschen. […] Die Glorifizierung des Gesetzesübertreters wurde zum Mittelpunkt seiner Prosa wie seines dramatischen Werks. Der Mord als die betont erotische Variante des Tötens steht in Genets Wertskala obenan« (KNLL). – Nach mehreren Anklagen und Verurteilungen drohte dem Dichter lebenslange Haft. Auf Fürsprache von Cocteau und Sartre wurde Genet 1949 begnadigt.

31,1 : 24,0 cm. 305, [7] Seiten. – Stellenweise unbedeutend stockfleckig.

Monod 5246. – KNLL VI, 212 (irrtümlich 1953)

590  Antoine-François Cosyns – Honoré de Balzac. Le Père Goriot.

Schätzpreis/Estimate: € 1000

Zuschlag/Hammerprice: € 670

Dessins et gravures de Cosyns. Paris, Mornay 1933. Mit 13 Radierungen und 23 Illustrationen im Text. Dunkelroter Chagrinlederband mit reicher Gold- und Blindprägung, olivgrünen Lederspiegeln mit Vergoldung, grünen Seiden- und Marmorpapiervorsätzen, Kopfschnitt vergoldet (signiert: Yvan West?).

Exemplar 1 auf handgeschöpftem altem Japanpapier (Gesamtauflage 1058) mit allen Vorzeichnungen für die Radierungen und Illustrationen sowie den Umschlag, teils signiert, teils in mehreren Fassungen. Die Tusch- und Bleistiftzeichnungen, teils montiert, in einem Halblederband ohne Rückentitel, Buch und Suite zusammen im Schuber mit Lederkanten (Gesamtauflage 950 und 58 unverkäufliche Exemplare). – Band 66 der Reihe »Les Beaux Livres«. – Bei diesem unikaten Exemplar, im Druckvermerk dediziert »pour Monsieur JEP« (und mit dessen Holzschnitt-Exlibris) wurden die gefalzten Rohbogen geheftet und vom Buchbinder nur am Kopfsteg beschnitten und vergoldet. Der farbig illustrierte Originalumschlag wurde eingebunden.

25,8 : 21,0 cm. [4], 386, [4] Seiten, 13 Radierungen. – Beide Rücken gleichmäßig aufgehellt.

Monod 884. – Nicht bei Carteret

591  Brigitte Coudrain – La Fontaine. Fabeln. Dix tours de Maitre Renard. Zehn Streiche von Meister Fuchs.

Schätzpreis/Estimate: € 250

Zuschlag/Hammerprice: € 280

Radierungen Coudrain. Stuttgart, manus presse 1977. Mit zehn Radierungen im Text und einer radierten Deckelvignette. Originalpappband.

Eins von 150 Exemplaren, davon 33 als Vorzugsausgabe. – Im Druckvermerk von der Künstlerin signiert. – Auf Velin Richard de Bas. – Sehr reizvolle Illustrationsfolge der 1934 geborenen Brigitte Coudrain mit Radierungen in Schwarz, Grün und Rötel, teils auch zweifarbig gedruckt. – Französisch und Deutsch, die Übersetzung stammt von Rolf Mayr. – Tadellos.

26,7 : 17,5 cm. 39, [1] Seiten.

Spindler 161.16

592  Salvador Dali – Dali illustre Casanova

Schätzpreis/Estimate: € 2000

Zuschlag/Hammerprice: € 2200

de vingt et un originaux qu’il a gravés. Paris, Cercle du Livres Précieux 1967. Mit 14 Farbheliogravüren und sieben Vignetten nach Salvador Dali. Lose Lagen in farbig illustriertem Originalumschlag und Originalseidenchemise. Zusammen in Seidenschuber mit montierter Velour-Tapisserie.

Erste Ausgabe dieser Auswahl und mit den Dali-Illustrationen. – Eins von 365 Exemplaren (Gesamtauflage 390). – Gedruckt auf Velin de Rives. – Im Druckvermerk vom Künstler signiert. – Der Meister der surrealistischen Kunst wählte für seine erotischen Illustrationen sieben Episoden aus Giacomo Casanovas Memoiren aus, jede mit einer Kopfvignette und zwei ganzseitigen Graphiken. – Schönes Exemplar.

38,5 : 29,0 cm. 105, [7] Seiten, 14 Heliogravuren.

Monod 2320

593  Salvador Dali – Hommage a Meissonier.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Ausrufpreis/Starting bid: € 130

Lithographies originales de Salvador Dali. Paris, Hotel Meurice 1967. Mit vier Farblithographien. Originalbroschur mit illustriertem Originalumschlag.

Katalog zur Ausstellungseröffnung im Hotel Meurice, Paris, am 30. November 1967. – Die Lithographien schuf Dali eigens für diesen Katalog. – Dazu: Maurice Sandoz. La Limite. Illustrations de Salvador Dali. Paris, La Table Ronde 1951. Mit sieben Illustrationen auf Tafeln, eine davon farbig. Originalbroschur.

27,5 : 21,5 cm; 25,1 : 17,7 cm. [30] Seiten, 4 Lithographien; 98, [4] Seiten, 7 Tafeln. – Umschlagränder berieben.

594  Salvador Dalí. Être Dieu.

Schätzpreis/Estimate: € 300 ( R7 )

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Opéra-poème, audiovisuel et catharre en six parties. Barcelona, Editiorial Mediterrània 1985. Textbuch mit zahlreichen fotografischen Tafeln und Abbildungen sowie drei Schallplatten und eine Farblithographie von Salvador Dalí. Drei blaue Originalmoiréseidenbände bzw. -kassetten mit goldgeprägten Titeln.

Eins von 500 Exemplaren der seltenen Originalausgabe. – Die Oper Dalís, basierend auf einem Libretto von Manuel Vázquez Montalbán, wurde durch den französischen Avantgardemusiker Igor Wakhévich vertont. – Bei der Uraufführung 1974 spielte Dali die Titelrolle. Der Textband mit Biographien der Mitwirkenden, Einleitungstexten, vielen Bildern von der Aufführung und dem Text in Französisch, Katalan, Spanisch und Englisch. – Die beigelegte Farblithographie »Autoretrat« nach dem Gemälde von 1972. – Die drei LP mit der Aufnahme der Aufführung von 1974. – Buch, Lithographie und die Schallplattenlabel nummeriert. – Selten und sehr gut erhalten.

31,5 : 31,5 cm. 228, [8] Seiten. – Seidenrücken und -ränder leicht verfärbt.

595  Josef von Diveky – Heinrich Heine. Der Doktor Faust.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 400

Ein Tanzpoem, nebst kuriosen Berichten über Teufel, Hexen und Dichtkunst. Mit Zeichnungen von Josef von Diveky. Berlin, Morawe & Scheffelt 1912. Mit zwölf ganzseitigen schablonenkolorierten Illustrationen und zahlreichen farbigen Initialen und Vignetten. Originalhalbpergamentband mit vergoldetem Rückentitel und Deckelbezügen aus orangefarbener Wildseide (Leipziger Buchbinderei AG, vormals Gustav Fritzsche Handbindekunst, Berlin). Im Schuber.

Eins von 400 Exemplaren. – Auf Van Gelder-Bütten. – Zehn der leuchtend farbigen Tafeln wurden als Doppelseiten konzipiert und diese jeweils in identischen Farbpaaren koloriert. – Joseph von Diveky, ungarischer Graphiker, zählte zu den wichtigsten Mitarbeitern der Wiener Werkstätte. Seine Illustrationen sind Musterbeispiele der von dieser Vereinigung geschaffenen Kunstwerke. – Die Vorsatzpapiere in Grün, Orange, Violett und Schwarz gedruckt. – Unbeschnitten. – Mit dem Beiheft (Nachwort von Karl Georg Wendriner).

22,2 : 18,3 cm. 84, [4] Seiten. – Deckel ganz leicht aufgebogen, Bezugsseide etwas lichtrandig. Schnitt minimal gebräunt.

Sennewald 12,3

596  Alfred Döblin. Wallenstein.

Schätzpreis/Estimate: € 450

Ausrufpreis/Starting bid: € 300

Roman. Erster [und] Zweiter Band. Berlin, S. Fischer 1920. Originalpappbände, beide mit dem typographisch gestalteten Originalschutzumschlag.

Erste Ausgabe. – Die ebenso typisch wie unprätentiös gestalteten Verlagsschutzumschläge sind heute nahezu unauffindbar. – »Zu diesem Werke mit mehr negativen Zeitvorzeichen tritt mit ›Berge Meere und Giganten‹ [folgende Katalognummer] das Werk mit mehr positiven; zu dem Werke aus Gestalt gewordener Erkenntnis das persönliche Bekenntniswerk« (Albert Soergel, Dichtung und Dichter der Zeit, Neue Folge).

20,5 : 13,5 cm. 386, [2]; 490, [2] Seiten. – Umschläge gebräunt und mit kleinen Randläsuren.

Raabe/Hannich-Bode 58.11

597  Alfred Döblin. Berge, Meere und Giganten.

Schätzpreis/Estimate: € 300

Zuschlag/Hammerprice: € 420

Roman. Berlin, S. Fischer 1924. Originalhalbleinenband. – Widmungsexemplar.

Erste Ausgabe. – Vorsatzblatt mit eigenhändiger Widmung des Verfassers für »Dr. Sigismund Cohn mit […] kollegialen Grüßen«. – »Berge, Meere und Giganten« und »Wallenstein« gelten sprachlich und inhaltlich als Wendepunkte in Döblins Schaffen. – Widmungsexemplare von ihm sind selten.

20,5 : 13,0 cm. 588, [4] Seiten. – Rücken leicht gebräunt und minimal bestoßen, Buchblock fast unvermeidlich und nur minimal gelockert.

Raabe/Hannich-Bode 58.16

598  Friedrich Dürrenmatt. Gesammelte Werke.

Schätzpreis/Estimate: € 700

Zuschlag/Hammerprice: € 470

in sieben Bänden. Zürich, Diogenes 1988. Bordeauxrote Originalkalblederbände mit Rückenschild. Zusammen in der Originalkassette.

Eins von 333 Exemplaren der Vorzugsausgabe in Ganzleder. – Im Druckvermerk vom Autor signiert. – Herausgegeben von Franz Joseph Görtz. – Band 1 und 2: Stücke. – Band 3: Stücke und Hörspiele. – Band 4: Roman. – Band 5: Erzählungen. – Band 6: Stoffe I–III, Zusammenhänge, Essays und Gedichte. – Band 7: Essays und Gedichte. – Mit dem Beiheft »Einführung von Franz Joseph Görtz und Georg Hensel, Chronik, Editorische Notiz, Inhaltsübersicht«.

19 : 12 cm.

599  Josef Eberz – Curt Moreck. Die Pole des Eros.

Schätzpreis/Estimate: € 200

Zuschlag/Hammerprice: € 200

Hannover, Heinrich Böhme [1918]. Mit sieben Lithographien von Josef Eberz. Halblederband mit Rückenschild und vergoldetem -titel. In privater Seidenkassette.

Erste Ausgabe. – Eins von 150 Exemplaren auf Japan-Bütten (Gesamtauflage 180). – Im Auflagenvermerk von Künstler und Autor signiert. – »In ihrer ursprünglichen, nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Fassung wurde die Novelle ›Die Pole des Eros‹ im Herbst des Jahres 1912 beendet« (Druckvermerk). – Eine der ersten Prosaarbeiten des Dichters. – Schönes, sauberes Exemplar, der Originalumschlag wurde eingebunden.

25,4 : 19,0 cm. 85, [3] Seiten.

Raabe/Hannich-Bode 210.8. – Sennewald 18, 9. – Jentsch, Expressionismus 41

600  Gustav C. Edzard. Lieder der Sommernächte.

Schätzpreis/Estimate: € 400

Zuschlag/Hammerprice: € 700

Gedruckt für Ernst Rowohlt. München, Ernst Rowohlt 1908. Originalpergamentband mit Deckel- und Kopfschnittvergoldung.

Das erste Buch des Verlages. – Eins von 20 Exemplaren der Vorzugsausgabe auf Strathmore-Bütten (Gesamtauflage 270). – Im Druckvermerk vom Autor signiert. – »Ernst Rowohlt hatte während seiner Buchhandelslehre in München, Paris und Leipzig 1908 und 1909 seine ersten beiden Bücher verlegt, als er im Herbst 1909 bei der Offizin Drugulin eine Stelle als Geschäftsführer der dort betreuten ›Zeitschrift für Bücherfreunde‹ übernahm.« (Göbel, S. 559). Der Band »Lieder der Sommernächte«, Gedichte seines Bremer Schulfreunds Gustav Edzard, erwies sich damals leider als unverkäuflich. Die wenigen prächtig ausgestatteten Vorzugsexemplare waren wohl Geschenkexemplare des Dichters. – Schönes Exemplar.

20,2 : 14,3 cm. [4], 36 Seiten. – Oberes Kapital minimal gestaucht.

Göbel 1